Verbotene vornamen in deutschland

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Verbotene Namen: Diese Vornamen sind in Deutschland nicht erlaubt

Bei der Wahl des Vornamens für den eigenen Nachwuchs lassen viele Eltern ihrer Kreativität freien Lauf. In den vergangenen Jahren sind etwa immer mehr Kinder mit den Vornamen Tyrion oder Daenerys in den Kindergärten anzutreffen, „Pepsi Carola“, „Winnetou“ und „Pumuckl“ gehören seit Jahren in jede „Best-of“-Liste der verrückten Vornamen in Deutschland. Doch es gibt auch einige Grenzen. Nachfolgend findet ihr eine Übersicht über verbotene Namen, die Kindern nicht gegeben werden dürfen.

Das „Namensrecht“ wird in Deutschland über das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB) geregelt. Das letzte Wort bei der Vergabe von Vornamen haben die Standesämter. So sind etwa Vornamen verboten, die anstößig sind oder lächerlich wirken und das Kindeswohl gefährden könnten.

Liste verbotener Namen in Deutschland

Den Standesbeamten, die den Vornamen von Amtswegen bestätige,n liegt ein „Internationales Handbuch für Vornamen“ vor. Vornamen, die hier aufgeführt sind, dürfen ohne weiteres vergeben werden. Fehlt ein Vertreter, ist die Vergabe noch nicht ausgeschlossen. Vielmehr liegt es am Standesbeamten, Einzelfälle zu überprüfen. Hierbei hat man sich an die „Dienstanweisungen für Standesbeamte und Aufsichtsbehörden“ zu halten. Dabei ist es in der Vergangenheit Eltern unter anderem gelungen, Vornamen wie „November“ oder „Pumuckl“ durchzukriegen.

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Abgelehnte Fälle und Beispiele für verbotene Namen sind u.a. folgende Vorschläge:

  • Fanta
  • Borussia
  • Sputnik
  • Waldmeister
  • Lenin
  • Bierstübl
  • Atomfried
  • Satan
  • Judas
  • McDonald
  • Lord
  • Joghurt
  • Woodstock
  • Whisky
  • Superman
  • Verleihnix
  • Poppy
  • Schroeder

Ihr dürft euer Kind jetzt Matt-Eagle nennen. pic.twitter.com/hEnlAR40GW

— Lotta Leben (@andraseits) 15. März 2015

Verbotene Namen und ausgefallene Ausnahmen

In einigen Fällen wurden von Standesämtern jedoch Vornamen akzeptiert, die auf den ersten Blick ausgefallen, lustig oder irrsinnig klingen. Neben dem bereits erwähnten Beispiel „Pepsi-Carola“ zählen hierzu unter anderem:

  • Nussi
  • Popo
  • Winnetou
  • Apple
  • Blaubeere
  • Smudo
  • Cinderella-Melodie
  • Matt-Eagle
  • Pfefferminza
  • Alemmania
  • November
  • Anderson

Bilderstrecke starten(11 Bilder) 10 verbotene Technologien: Urlaubsreisende aufgepasst

Neben der Liste der verbotenen Namen gilt zudem der Grundsatz, dass typisch weibliche Namen nicht für Jungen und umgekehrt vergeben werden dürfen. Auch hier gibt es allerdings einige Ausnahmen. So können Vornamen ohne scharfe Grenze, wie Maria oder Kim, sowohl bei weiblichen als auch bei männliche Nachkommen auftreten. In solchen Fällen empfiehlt es sich, einen geschlechtsspezifischen, zweiten Vornamen zu wählen.

Bei uns findet ihr auch eine Übersicht verbotener KfZ-Kennzeichen in Deutschland.

Lucifer, Omo, Lenin: International verbotene Vornamen

Lucifer ist kein zugelassener Vorname in Deutschland. Das hat ein Gericht in Kassel entschieden. Die Eltern mussten sich eine Alternative überlegen. Die Wahl fällt nun auf Lucian.

© iStock, evgenyatamanenko

Eltern aus Kassel sind mit dem Namenswunsch für ihr Baby an einem Gericht gescheitert. Eigentlich wollten sie ihren Sohn Lucifer nennen. Harmlos auf den ersten Blick. Denn wörtlich übersetzt bedeutet Lucifer eigentlich „Lichtträger“. Doch der Name steht eben auch als Synonym für den Teufel und damit für das personifizierte Böse. Darf ein Kind in Deutschland einen derart belasteten Namen haben?

Ein Beamter meldete Bedenken an und weigerte sich, den außergewöhnlichen Vornamen zu beurkunden. Das Amstgericht Kassel wurde zur Klärung eingeschaltet. Die Eltern haben sich schließlich umstimmen lassen – nun wird das Kind Lucian heißen. Der Name klingt ähnlich und hat auch in etwa die gleiche Bedeutung.

Fälle dieser Art kommen immer wieder mal vor. Majesty, Nutella, Talula Does The Hula From Hawaii – deutsche Beamte werden zuweilen mit obskuren Vornamen konfrontiert. Dabei haben sie zu prüfen, ob der vorgeschlagene Vorname den neuen Erdenbürger nicht bloßstellt und dadurch sozial benachteiligt.

Wollen Eltern den sonderbaren Vornamen gegen den amtlichen Willen trotzdem durchsetzen, müssen sie vor Gericht ziehen. Doch deutsche Gerichte kommen meist zu denselben Überzeugungen wie die Standesämter – und so kritisieren Juristen zuweilen auch das mangelnde Urteilsvermögen mancher Eltern.

Verboten sind Namen, die anstößig sind, das Kind der Lächerlichkeit preisgeben oder einfach unpassend sind: z. B.

©iStock, Choreograph

Lucifer

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Schnucki

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Agfa

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Schroeder

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McDonald

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Ogino

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Pillula

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Großherzog

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Pinocchio

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König

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Popcorn

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Wildchild

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Chaotica

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Sputnik

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Omo

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Störenfried

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Grammophon

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Lenin

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Atomfried

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Puhbert

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Bierstübl

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Kain

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Judas

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Satan

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Pi (die Zahl)

Der Papst und die Vornamen

Im arabischen Emirat Katar wollten Eltern ihren Sohn Fifa (!) nennen. Nicht nur Fußballfans reagieren darauf verschreckt, selbst der Papst intervenierte. Gleichzeitig appellierte der Pontifex maximus an die Vernunft der Mütter und Väter in aller Welt. Der Papa erinnerte an die schöne alte Tradition, Vornamen für die Neugeborenen doch in der Bibel zu suchen.

Die päpstliche Ansage bedeutet schwere Zeiten für Brooklyn, Fanta, Apple, Pepsi und Co. – demnach sind ja Vornamen wie Noah, Adam, Maria, Eva, Lukas, Jakob, Sarah oder eben Guilia und Francisco en vogue. Aber nicht nur der Heilige Vater wendet sich gegen obskure Vornamen aus Gründen der Schicklichkeit und des guten Geschmacks.

No Goes aus aller Welt

Die bizarren Vorstellungen mancher Eltern finden sich beispielsweise auch in Frankreich. Hier sollte ein Kind Nutella heißen. Das zuständige Amt wollte nicht, dass das Kind nach einem internationalen Brotaufstrich benannt werden sollte und änderte ihn kurzerhand in Ella – und die wird es dem Amt einmal danken.

Engländer sind Anhänger eines besonderen Humors:
Der Vorname 3rd/09 wurde dennoch nicht zugelassen, wenn auch die Mutter Science-Fiction-Anhängerin und der Vater engagierter Informatiker waren. Auch Fish and Chips fiel auf der Insel durch und der Vorname Majesty geht im Empire logischerweise gar nicht – Gleiches gilt für Royal-Rule, Admiral, Prince und Corporal.

Auch in Neuseeland sind Vornamen gesetzlich reglementiert:
Die Vornamen Sex Fruit und Kennan got Lucy sind verboten – und Stallion rief Entsetzen hervor, denn er steht für Zuchthengst oder auch für einen umgangssprachlichen „Stecher“.

Ein anderes Elternpaar wählte 4real aus. Übersetzt meinten die jungen Eltern wohl „in echt“ – akzeptiert wurde das Namenskonstrukt nicht.

Talula Does The Hula From Hawaii übersetzen wir mit „Talula macht den Hula aus Hawaii“. Der Vorname war sogar einmal genehmigt worden. Er gehörte einem 10-jährigen Mädchen, bevor ein neuseeländisches Gericht die Umbenennung veranlasste.

Die Richter meinten: „Dieser Vorname lässt das Kind als Trottel dastehen“. Außerdem sorgt er für jede Menge Stress beim Ausfüllen von Formularen. Last, but not least will wohl niemand mit „Talula macht den Hula aus Hawaii“ aufgerufen werden.

Weitere Preziosen aus dem neuseeländischen Fundus verbotener Vornamen sind Keenan Got Lucy , Yeah Detroit und Number 16 Bus Shelter.

Eine Bushaltestelle Nummer 16 gibt es sicher auch irgendwo in Italien.

Hier verbaten sich Amtsrichter den Vornamen Venerdi. Das heißt zunächst ziemlich unverfänglich Freitag – und so verbindet die römische Gerichtsbarkeit Venerdi mit dem Freitag aus „Robinson Crusoe“, der ein Sinnbild für Unterwürfigkeit sei. Andererseits wurde der Vorname Mercoledi (Mittwoch) in Italien zugelassen.

Ein Schläfchen auf der Tastatur?

Im schwedischen Königreich wurden die Vornamen Google, Ikea, Metallica und Veranda verboten. Pures Entsetzen rief der Antrag auf den Vornamen Brfxxccxxmnpcccclllmmnprxvclmnckssqlbb11116 hervor.

Er entstammt nicht einem Schwächeanfall mit anschließendem Schläfchen auf der Tastatur – einerseits soll die Buchstabenfolge Brfxxccxxmnpcccclllmmnprxvclmnckssqlbb11116 Albin ausgesprochen werden, wobei unklar ist, warum. Andererseits wählten die jungen schwedischen Eltern den Vornamen Brfxxccxxmnpcccclllmmnprxvclmnckssqlbb11116 aus, um gegen bestehende Gesetze zur Namensregulierung zu protestieren.

Tow heißt „stinkender Kopf“ und der ist als Vorname in Malaysia strikt verboten. Auch Sor Chai (geisteskrank), Ah Chwar (Schlange) und Khiow Khoo (der Bucklige) waren dort beantragt und gleich wieder abgelehnt worden.

Malaysische Youngster wollten ihr Baby Woti nennen. Das heißt übersetzt „Geschlechtsverkehr“ und wurde schnell verboten – als Vorname zumindest.

China hatte im Juli des Vorjahres 1 367 485 388 Einwohner. Da ist es zugegebenermaßen schwer, immer wieder einmalige Vornamen zu finden. Findige Eltern wählten als Vornamen @ aus, weil es der chinesischen Zeichenschrift entsprechend so ähnlich wie „Liebe“ aussieht. Die Behörden teilten die Ansicht nicht und deklarierten den Vornamen @ als Beispiel für den Verfall der Sitten.

Apropos Schriftzeichen:
In Japan wählten Eltern den Vornamen Akuma aus. Übersetzt heißt Akuma „der Teufel“ und nach einem langen Rechtsstreit wurde er verboten.

Langwierig ist es auch, sich durch die Rechtsvorschriften in Portugal durchzuarbeiten: Ein 80-seitiges Gesetzeswerk regelt alle „Dos and Donts“ der portugiesischen Namenswelt. Demnach ist der Vorname Tomàs erlaubt, aber Tom darf ein Kind in Portugal nicht heißen.

Bei unseren dänischen Nachbarn wurde der Vorname Anus gottseidank ebenso verboten wie Affe oder Pluto.

Deutsche Standesämter kanzelten Miatt, weil er einem Geschlecht nicht eindeutig zugeordnet werden konnte – Lafayette, Jazz oder Speedy dagegen sind wohlgelitten.

So soll wohl das Kindeswohl im Zentrum aller Bemühungen stehen, dennoch liegen Schönheit und Akzeptanz auch hier zumindest teilweise im wachen Auge des Betrachters.

Inzwischen erlaubt, aber nicht unbedingt anzuraten sind die beiden Jungennamen Judas und Kain.

Bei Judas empfehlen die zuständigen Standesbeamten normalerweise, einenzweiten Vornamen hinzuzufügen wie z. B. Thaddäus, da dann auf einen anderen der 12 Apostel aus der Bibelverwiesen wird, und nicht auf den Jesus-Verräter Judas Ischariot.

Positive Urteile gab es zu diesen Vornamen

Name Information
Emma Tiger wurde zuerst abgelehnt, dann genehmigt (weil die Tochter von Til Schweiger so heißt)
Emilie-Extra wurde genehmigt mit der Begründung, die Eltern hätten ein Recht auf Namenserfindung
November wurde zuerst für einen Jungen abgelehnt, später als als Zweitname genehmigt und ist inzwischen auch für Mädchen erlaubt
Anderson wurde zuerst mit der Begründung, es handele sich um einen Nachnamen, abgelehnt, später entschied das Bundesverfassungsgericht anders: Vornamen mit der Endung -son haben sich in Deutschland mittlerweile durchgesetzt.
Sizilia wurde als Variante von Cäcilie erlaubt.
Lütke wurde erlaubt, obwohl es sich dabei um einen in Deutschland gebräuchlichen Nachnamen handelt.
LouAnn wurde vom Gericht erlaubt, nachdem das Standesamt nur die Schreibweise Lou Ann zugelassen hatte.

Eine zukunftsweisende Entscheidung hat das Bundesverfassungsgericht im Dezember 2008 gefällt: Es erlaubte indischstämmigen Eltern ihre Tochter Kiran zu nennen, obwohl der Namen in Indien sowohl für Mädchen als auch für Jungen üblich ist.

Die bisherige Begründung von Standesbeamten, ein Vorname müsse durch Hinzufügen eines Zweitnamens eindeutig als männlich oder weiblich erkennbar sein, ist somit nichtig (BVerfG vom 5. Dezember 2008, AZ: 1 BvR 576/07).

Das Gericht urteilte wörtlich: Der Gesetzgeber hat weder ausdrücklich noch immanent einen Grundsatz geregelt, wonach der von den Eltern für ihr Kind gewählte Vorname über das Geschlecht des Kindes informieren muss. Ein solcher Grundsatz lässt sich auch nicht dem Personenstandsrecht entnehmen. Nach § 21 Abs. 1 Nr. 1 PStG sind zwar Vornamen und nach § 21 Abs. 1 Nr. 3 PStG das Geschlecht eines Kindes in das Geburtsregister einzutragen. Hieraus folgt indes keine Begrenzung der elterlichen Vornamenswahl auf einen geschlechtsbezogenen Namen. Soweit sich das Amtsgericht auf die Dienstanweisung für Standesbeamte und ihre Aufsichtsbehörden gestützt hat, handelt es sich hierbei um eine Verwaltungsvorschrift ohne Gesetzescharakter.

Jungen wie Mädchen dürften diesem Urteil zufolge z. B. auf den Namen Kim getauft werden, ohne dass sie einen zweiten Vornamen tragen.

Ausgeschlossen ist aber weiterhin, dass ein typisch weiblicher Name für einen Jungen verwendet wird und umgekehrt. Ausnahme: Maria für Jungen.

Verbotene Namen und erlaubte Namen – Regelung zur Namenssuche

Wenn ein Baby geboren wird, ist die Freude groß, die Hormone rauschen so umher und alle sind in absoluter Aufregung. Da kann es schon mal zu ungewöhnlichen Situationen kommen. Geht es dabei aber um den Namen des Neuankömmlings, werden manche Eltern doch ein wenig zu kreativ. Für diesen Fall können die Standesbeamten gegen den ausgesuchten Namen vorgehen.

Bierstübl, Verleihnix oder Steißbein – dies sind tatsächlich von Standesämtern abgelehnte Vornamen. Was sich unfassbar anhört, ist heute keine Seltenheit mehr. Auch Rumpelstilzchen, Satan und Joghurt gehören zu der „Abgelehnt-Liste“. Ob Namen wie Matt-Eagle, Dee-Jay oder Schneewittchen besser sind, ist eine andere Diskussion, diese wurden aber genehmigt.

Regelungen in Deutschland zur Namensvergabe

Grundsätzlich gilt, dass ein Name nicht das Persönlichkeitsrecht des Kindes verletzten darf. Dies ist natürlich eine ungenaue Maßeinheit und oft eine subjektive Entscheidung. Heute suchen Eltern verstärkt nach einem einzigartigen und originellen Namen für ihren Schützling. Daher kommt es immer häufiger zu Streitereien mit Behörden.

In Deutschland dürfen keine Familiennamen, geographische Richtungen oder Adelstitel als Vornamen eingetragen werden. Hierbei gelten Namen, die in anderen Ländern geläufig sind, aber als genehmigt. Da es in anderen Ländern andere Regeln zur Namensgebung gibt, wird es hierzulande schwierig, wenn man seine Tochter z.B. Mississippi oder Paris nennen möchte.

Allgemeine Richtlinie

Klare Bestimmungen gibt es nicht und werden von Amt zu Amt unterschiedlich geregelt. Allerdings gibt es eine Richtlinie, an die man sich halten sollte.

  • Vornamen dürfen nicht beleidigend oder lächerlich sein. Das verletzt das Persönlichkeitsrecht des Kindes (abgelehnt wurden z.B. Crazy Horse & Störenfried)
  • Die Vornamen sollten auf 5 pro Kind begrenzt werden. Dies entschied das Oberlandesgericht Düsseldorf, nachdem eine Mutter ihren Sohn Chenekwahow Tecumseh Migiskau Ernesto Kioma noch mit den weiteren Namen Nikapi-Hun-Nizea, Alessandro, Majim, Chayara, Inti, Prithibi, Pathar und den erschreckend normalen Namen Henriko ausstatten wollte.
  • Gebräuchliche Kurzformen von Vornamen sind zulässig (z.B. stammt Tina von Katharina), Koseformen hingegen nicht (z.B. Trinchen)
  • Biblische Namen mit negativer Assoziation sind ebenfalls nicht erlaubt. Heiligennamen dagegen schon. Jesus darf man sein Kind inzwischen nennen, Judas wurde abgelehnt.
  • Auch sind Markennamen (z.B. wurde Nutella abgelehnt & in Ella gewandelt), Adelstitel, Orts- und Städtenamen nicht zulässig. Ausnahmen sind lediglich welche, bei denen Marken- mit Vornamen identisch sind. In Deutschland wurden Persil und Sunil genehmigt.

In der Vergangenheit galt, man müsse das Geschlecht des Kindes am Namen erkennen. Bei unspezifischen Mädchen- oder Jungennamen wie z.B. Kim, musste ein Zweitname eindeutig sein. Dies gilt nun als veraltet und stellt lediglich eine Empfehlung dar.

Falls ihr einen sehr ungewöhnlichen Namen für euer Kind ausgesucht habt, müsst ihr unter Umständen beim Standesamt ein Gutachten vorlegen. Dieses sollte bestätigen, dass der Name zulässig ist. Die Universität Leipzig bietet diese Gutachten in der Namensforschungsstelle an und kosten zwischen 30 und 60€.

Was also kann man tun, wenn seine Eltern einen ungefragt zum indianischen Stammeshäuptling benannt haben und sich schließlich offenbart, dass man nun doch eine andere Bestimmung hat?

Die Namensänderung

Unter strengen Voraussetzungen gibt es die Möglichkeit seinen Namen ändern zu lassen. Personen, die sich nicht mehr ihrem Geschlecht zugehörig fühlen und seit mindestens drei Jahren unter dem Zwang stehen, dementsprechend zu leben, können nach §1 Transsexuellengesetz (TSG) eine Namensänderung beantragen. Außerdem kann nach §§1757 Abs.4 S.1, 1767 Abs.2 BGB eine Adoption Grund zur Änderung sein oder nach §94 | 1 Nr.3 des Gesetztes über die Angelegenheiten der Vertriebenen und Flüchtlingen die integrationsfördernde Eindeutschung von Vornamen ausschlaggebend sein.

Im Namenänderungsgesetzt gib es nach §1, 3, 11 nur eine Möglichkeit. Der Antrag auf Namensänderung setzt dabei einen „wichtigen Grund“ voraus. Dazu zählt unter anderem die Empfindung, dass der eigene Name lächerlich sei. Dies muss nachvollziehbar und mit einem andauernden Leidensdruck verbunden sein. Hier können Behörden psychologische Gutachten eingefordern.

In Österreich ist die Namensänderung nur eine Sache des Geldbeutels. Für rund 550€ können österreichische Bürger ohne Vorliegen spezieller Gründe Vor- und Nachnamen ändern lassen. Mit gesetzlichem Grund (die Regelungen sind dabei ähnlich wie in Deutschland) verringert sich die Gebühr auf etwa 20€.

Abgelehnte Namen

  1. Fish and Chips

Die britischen Zwillinge werden dem Beamten wohl noch ewig dankbar sein, dass sie nicht nach dem beliebten englischen Gericht benannt werden durften.

  1. Lucifer

Das Gericht Kassel entschied, dass die Ausgeburt der Hölle Lucifer kein geeigneter Jungenname sei. So wurde das Kind Lucian benannt.

  1. Talula Does The Hula From Hawaii

Diesen Namen trug tatsächlich ein 10jähriges Mädchen, bevor ein neuseeländisches Gericht die Umbenennung veranlasste. Anträge auszufüllen wäre damit auch zur echten Nervenprobe geworden. Und würdet ihr gerne in der Schule mit „Talula macht den Hula aus Hawaii“ aufgerufen werden?

  1. Sex Fruit

Neben Kennan got Lucy, Yeah Detroit und Sex Fruit löste auch Stallion, was umgangssprachlich für Zuchthengst oder „Stecher“ verwendet wird, Entsetzen bei den Gerichten aus.

  1. Atomfried

Nachdem Atomfried und Störenfried abgelehnt wurden, trägt der Junge nun den Namen Solarfried.

  1. Gastritis

Gastritis als Vorname löst direkt Magenschmerzen aus.

  1. Osama Bin Laden, Adolf Hitler oder Lenin

No words needed.

  1. Borussia

Wenn Fanliebe doch etwas zu weit geht.

  1. Grammophon

…mit den Geschwistern Plattenspieler und Kassettenrekorder?

  1. Bierstübl

Ob damit der Zeugungsort des Kindes oder die Stammkneipe der Eltern gemeint ist (oder beides), wurde leider nicht bekannt.

Bewilligte Namen

  1. Gneisenauette
  2. Matt-Eagle
  3. Schokominza und Pfefferminza
  4. Legolas, Tarzan und Winnetou
  5. Pepsi-Carola
  6. Ikea
  7. Popo
  8. Waterloo
  9. Emilia-Extra
  10. Rapunzel und Schneewittchen
  11. Blaubeere, Apple und Nussi

Tipps zur Namensgebung

Im Buchhandel gibt es viele Vornamenbücher. Außerdem erfährst du im Internet die beliebtesten Vornamen der letzten Jahre.

Denke immer daran: Der Vorname begleitet dein Kind ein Leben lang! Mit schwieriger Schreibweise oder französischen Namen, die oft falsch ausgesprochen werden, machst du es dem Kind nicht leicht.

Außerdem sollte der Vorname gut zu eurem Familiennamen passen. Zu typisch deutschen Nachnamen wie Müller oder Schmidt passen in der Regel exotische Namen nicht besonders gut. Stammt ein Elternteil aus dem Ausland und man möchte dies im Namen integrieren, lassen sich Vornamen finden, die zu beiden Kulturen passen. Hier gilt: Für eine flüssige Aussprache sollte der letzte Laut des Vornamens nicht derselbe Buchstabe sein, mit dem der Nachname beginnt.

Ist der Nachname lang, achte auf einen kurzen Vornamen. Bei kürzeren Nachnamen hingegen passt ein längerer Vorname besser.

Reime können ebenfalls lächerlich wirken. Simone Limone oder Hans Schanz werden dein Kind sicherlich in peinliche Situationen mit Namensspielen bringen.

Hast du einen Nachnamen, der auch ein Vorname sein könnte, benenne dein Kind nicht ähnlich (z.B. Peter Peters oder Frida Friedrich).

Auch bei Namensbedeutungen sollte man vorsichtig sein. Schau vorher im Internet, was dieser Name aussagt. Besonders bei ausländischen Namen kann es vorkommen, eine ungünstige Übersetzung zu wählen.

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Über Sabine Engels

Die 4-fache Mutter ist eine echte Expertin auf dem Gebiet Muttersein und unterstützt unsere Leserinnen regelmäßig mit hilfreichen Tipps und Infos. Einmal die Woche nimmt sie sich die Zeit, um mit ihrem Mann Salsa tanzen zu gehen. Aber ihr Highlight ist der jährliche Sommerurlaub in Spanien mit der ganzen Familie.

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Verbotene Namen: So darf kein Baby heißen!

Pferfferminza oder Borussia, Schröder oder Störenfried – bei der Wahl des Vornamens für das Baby werden manche Eltern ganz schön kreativ. Zum Glück, mag da einer denken, dass die Standesämter längst nicht alles erlauben. Was es über verbotene Namen und überraschenderweise erlaubte Babyvornamen zu wissen gibt und was man bei der Namenssuche beachten sollte.

Namensgebung ist meistens eine Gratwanderung: zwischen den Geschmäckern der beiden Elternteile, zwischen ausgelutscht und ausgefallen. In Anbetracht dessen, dass sich in manchen Kindergartengruppen, Schulklassen und Vereinen bestimmte, sehr beliebte Namen extrem häufen, ist der Wunsch nach einem individuelleren Vornamen für den Nachwuchs durchaus verständlich. Man kann es aber auch übertreiben mit der Kreativität.

Was ist noch witzig und was geht gar nicht? Geschmacksache! Was sind verbotene Namen und was erlaubte? Sache des Standesamts. Die Beamten dort entscheiden, ob jemand seine Tochter Fanta oder Schnucki nennen darf oder dem Sohn den Namen Puhbert oder Sputnick. Sie haben das letzte Wort, wenn es um die Namensgebung für Babys geht – und lehnen zum Schutz des Kindes immer wieder besonders abwegige Vornamen ab. Wie zum Beispiel die kuriosen Namen in der folgenden Liste.

Verbotene Namen: Vornamen, die von deutschen Standesämtern nicht zugelassen wurden

  • Waldmeister
  • Junge
  • Lenin
  • Rosenherz
  • Schroeder
  • Agfa
  • Bierstübl
  • Pillula
  • Grammophon
  • Atomfried
  • Satan
  • Judas
  • McDonald
  • Tom Tom
  • Holgerson
  • Megwanipiu
  • Mechipchamueh
  • Lord
  • Sonne
  • Stone
  • Hummer
  • Superman
  • Pain (engl.: Schmerz)
  • Thanatos (altgr.: Tod)
  • Verleihnix
  • Nelkenheini
  • Gucci
  • Whisky
  • Puppe
  • Jürgenson

25 schöne Vornamen aus Büchern

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Die folgenden Vornamen gehören zwar auch zur Rubrik „ausgefallen“, wurden aber im Gegensatz zu den verbotenen Vornamen oben in Deutschland schon zugelassen.

Vornamen, die von deutschen Standesämtern akzeptiert wurden

  • Champagna
  • Frodewin
  • Pepsi-Carola
  • Nussi
  • Schneewittchen
  • Leonardo da Vinci Franz
  • Popo
  • Winnetou
  • Prestige
  • Siebenstern
  • Smudo
  • Cinderella-Melodie
  • Blücherine
  • Matt-Eagle
  • Katzbachine
  • Dee-Jay
  • Alemmania
  • Bo
  • Klee
  • Tarzan

Disney-Namen für Jungen und Mädchen

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Gibt es Regeln, wie der Vorname eines Kindes sein muss?

Ja, die gibt es. Natürlich sollten Eltern bei der Namensgebung nach dem eigenen Geschmack entscheiden dürfen, im Fokus steht aber immer das Kindeswohl.

Vornamen, die ein vorhersagbares Potenzial für Hänseleien bergen, lehnen Standesämter deshalb (und oft zurecht) ab.

Damit der gewählte Name nicht abgewiesen wird, ist es ratsam, bei der Namensfindung die Empfehlungen der Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) zu berücksichtigen.

Probleme bei der Zulassung eines Vornamens kann es außerdem bei seltenen oder hier weitgehend unbekannten ausländischen Namen geben. Es kann in einem solchen Fall helfen, Belege für die Existenz des Namens (aus Büchern oder Akten) vorlegen zu können.

Auch bei geschlechtsneutralen Namen, die sowohl Jungen als aus Mädchen tragen könnten, machen Standesämter gelegentlich Schwierigkeiten. Hier empfiehlt es sich, einen geschlechtsspezifischeren Zweitnamen zu wählen.

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Babynamen: Beliebte Vornamen für Jungen und Mädchen

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Suchst du noch nach dem passenden (nicht verbotenen) Namen für dein Baby?

Dann schau doch mal in unsere Vornamen-Datenbank. Dort haben wir viele Jungen- und Mädchennamen mit Herkunft und Bedeutung für dich gesammelt.

20 seltene Mädchennamen

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Verbotene Vornamen: Diese 20 Namen sind in Deutschland verboten

Warum gibt es verbotene Namen?

Grundsätzlich sind die Eltern bei der Namensgebung auch rechtlich ziemlich frei. Zwar gibt es ein Namensrecht für Kinder, das im Bürgerlichen Gesetzbuch (§ 1757 „Name des Kindes“) verankert ist, jedoch bezieht sich dieses vorwiegend auf den Nachnamen. Eine Liste an verbotenen Vornamen sucht man hier also umsonst.

Ob Namen verboten werden oder nicht, liegt letztlich im Ermessen des zuständigen Standesbeamten. Jedoch richtet sich dieser nach gewissen Richtlinien, auf Grund dessen er eine Entscheidung treffen wird. Im Zentrum steht dabei natürlich immer das Wohl des Kindes. Darum gehören zu den verbotenen Namen solche, die anstößig oder beleidigend sind oder nicht eindeutig als Vorname erkannt werden können: etwa „Sonne“ oder das Beispiel aus unserer Bildergalerie „Bierstübl“.

Allerdings können es Eltern immer darauf anlegen, einen vom Standesbeamten verbotenen Vornamen trotzdem genehmigen zu lassen. Das muss dann ein Gericht klären. Manchmal hat die Klage tatsächlich Erfolg: Schneewittchen und November sind in Deutschland erlaubt.

Die Tochter von Schauspielerin Gwyneth Paltro und Sänger Chris Martin heißt Apple, Reality-Star Kim Kardashian West taufte ihr Mädchen North und Victoria und David Beckhams Sohn hört auf den Namen Brooklyn. Orte, Himmelsrichtungen und Früchte scheinen also sehr beliebt in der Promiwelt zu sein… Die USA halten es in Sachen Vornamen ohnehin nicht so streng, lediglich Zahlen wie „1000“ sind verboten, dafür wäre „One Thousand“ erlaubt. Verboten sind dort außerdem Titel, wie Judge, King, Duke, Master, Queen, Majesty.

Welche Namen bei uns und in anderen Ländern verboten sind, liest du hier:

Deutschland

Probleme bei der Zulassung eines Vornamens kann hierzulande nur für sehr seltene ausländische Namen geben, für geschlechtsneutrale Namen (die sowohl Jungen als aus Mädchen tragen könnten) und für Namen, die Standesämter als unzumutbar für Kinder empfinden, da sie beispielsweise gehänselt werden könnten. Adolf Hitler, Osama Bin Laden, Kohl, Woodstock, Grammophon, Anakin Skywalker (ja, so wollten Eltern in Essen ihr Kind 2007 nennen), Gucci (nach dem italienischen Luxus-Designerlabel) und Stompie sind bei uns unter anderem verboten. Übrigens sind bei uns maximal fünf Vornamen erlaubt.

Portugal

Die Portugiesen kämpfen für den Erhalt ihrer Sprache, weshalb englische Namen, die es in anderer Form in ihrem Land gibt, nicht zugelassen werden. Zudem sind Namen, die mit einem K beginnen ausnahmslos verboten. In einer 82-seitigen Liste stehen alle Namen, die in Portugal verboten sind. Zum Glück haben Eltern ganze neun Monate Zeit um einen passenden Vornamen zu finden… Nirvana, Rihanna, Jimmy sind beispielsweise nicht erlaubt.

Schweden

Ein junges Paar erlaubte sich 1996 vermutlich einen Scherz, als es aus Protest wegen der Gesetze zur Namensregulierung ihren Sohn Albin nennen wollte, schriftlich aber so heißen sollte: Brfxxccxxmnpcccclllmmnprxvclmnckssqlbb11116. Diese Namen sind noch verboten: Metallica, Elvis, Superman und – und das können wir irgendwie verstehen –
Ikea.

iStock

Dänemark

Eltern können aus 7000 Babynamen wählen, wollen sie einen für ihr Kind, der nicht auf der Liste steht, müssen sie diesen vom Ministerium für kirchliche Angelegenheiten und der Kopenhagen Universität genehmigen lassen. Etwa 20 Prozent der Anfragen werden abgelehnt. Monkey, Pluto, Ashleiy und Anus sind beispielsweise verboten.

Island

Sehr streng geht es auch bei der Namensgebung in Island zu. Wer einen Vornamen wählt, der nicht auf einer Liste steht, muss sich beim Isländischen Nationalen Namenskomitee die Genehmigung einholen. Verboten sind Namen mit C, Q und W. Der Grund: Die Buchstaben kommen nicht im isländischen Alphabet vor. Die Sprach-Struktur des Lands muss zudem eingehalten werden, außerdem sollte sie der isländischen gängigen Schreibweise entsprechen. Ein Beispiel: Askja ist erlaubt, da die Endung „ja“ besonders willkommen ist. Dagegen würden Carolina oder William abgelehnt werden.

Mexiko

Seit 2014 gibt es strenge Auflagen für Eltern, die ihren Kindern Namen verpassen wollen, unter denen sie vermutlich leiden werden. Daher gibt es eine Liste mit 61 Vornamen, die nicht erlaubt sind, darunter Batman, James Bond, Lady Di, Hermione, Traffic und Facebook. Ja, so tauften Kinder Die 5 häufigsten gut gemeinten Erziehungsfehler von Eltern ihre Sprösslinge – die Liste entstand nämlich aus einem Melderegister.

Schweiz

Bei unseren Nachbarn sind Ortsnamen, Produkte, biblische Schurken und solche Namen verboten, die keinem Geschlecht eindeutig zuzuordnen sind oder dem Kind schaden könnten. Daher dürfen Eltern ihr Baby nicht Chanel, Mercedes oder Lausanne nennen.

Saudi-Arabien

Linda ist bei uns ein schöner und beliebter Vorname. In Saudi-Arabien ist er strengstens untersagt, da er zu nah an der westlichen Welt sei und die Religion verletze. Weitere verbotenen Namen laut independent.com: Alice, Sandy und Lauren.

Frankreich

Nutella, Prince William, Mini Cooper und Strawberry sind verboten. Wer einen nicht-französischen Namen fürs Baby wählt, muss diesen erst vom Gericht genehmigen lassen. Mit einer Ausnahme: Eltern, die mit Nachnamen Renault heißen, wollten ihrer Tochter vor einigen Jahren den Vornamen Mégane geben. Ist zwar französisch, aber da die Automarke so heißt, wurde der Vorname abgelehnt…

Vornamen Babynamen: Das ist der zeitlose Jungenname in Deutschland

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Die deutschen Standesämter entscheiden, ob Vornamen erlaubt oder verboten sind. Hierbei entscheiden sie danach, ob der Name das Kind lächerlich macht, benachteiligt, anstößig oder verstörend ist, sowie das Leben des Kindes unnötig erschwert. Damit wird der Kreativität mancher Eltern ein Riegel vorgeschoben.

In diesem Beitrag stellen wir verbotene und erlaubte skurile, außergewöhnliche und ungewöhnliche Vornamen in Deutschland vor. Insgesamt sind es über 100 verbotene Vorname und über 100 erlaubte ungewöhnliche Vornamen. Viel Spaß!

Verbotene skurile und außergewöhnliche Vornamen in Deutschland (Liste): A bis M

  • Adolf Hitler
  • Agfa
  • Anakin Skywalker
  • Atomfried
  • Bandito
  • Blitz
  • Bierstübl
  • Borussia
    (Mehr über das Wort „Borussia“ erfährst du hier.)
  • Celle
  • Cheraldine
  • Crazy Horse
  • Danger
  • Dracula
  • Fanta
  • Ferrari
  • Frieden Mit Gott Allein Durch Jesus Christus
    (Wie da wohl der Spitzname lautet, „Friede“?)
  • Gastritis
  • Gihanna
  • Gin
  • Grammophon
  • Gucci
  • Hemingway
  • Holgerson
  • Holunda
  • Holunder
  • Hummer
  • Idjen
  • Januar
  • Jenevje
  • Joghurt
  • Judas
  • Junge
  • Jürgenson
  • Kain
  • Kirsche
  • Kohl
  • Köln
  • La Toya
  • Laslo
    (Der Vorname war für ein Mädchen gedacht.)
  • Lenin
  • Leunis
  • Liebknecht
  • Lord
  • Lucifer
    „Lucifer“ als Vorname ist verboten. Die Variante „Lucian“ ist erlaubt.
  • McDonald
  • Mechipchamueh
  • Megwanipiu
  • Menez
  • Millenium
  • Möhre
  • Möwe
  • Moon Unit
  • Mr. Perfect
  • Nelkenheini

Verbotene skurile und außergewöhnliche Vornamen in Deutschland (Liste): N bis Z

  • Ogino
  • Oma
  • Omo
  • Osama Bin Laden
  • Ottifant
  • Pain
    (ist englisch und heißt auf deutsch „Schmerzen“ / „Leiden“)
  • Partizan
  • Pfefferminza / Pfefferminze
  • Pi
    (das Zeichen π für die Zahl 3,1415…)
  • Pillula
  • Pims
  • Pinocchio
  • Poppy
  • Porsche
  • Prim
  • Prinzessin
  • Puhbert
  • Puppe
  • Puschkin
  • Rasputin
  • Rosenherz
  • Rumpelstilzchen
  • Satan
  • Schmitz
  • Schnucki
  • Schröder
  • Seerose
  • Shaggy
  • Shogun
  • Sonne
  • Sputnik
  • Steißbein
  • Stompie
  • Stone
  • Störenfried
  • Superman
  • Thanatos
    (Zu viel Filme gesehen? „Thanatos“ heißt auf deutsch „Tod“.)
  • Theiler
  • Tom Tom
  • Verleihnix
    (Waren die Astrix-Filme nicht schön?)
  • Urmel
  • Vespa
  • Waldmeister
  • Westend
  • Whisky
  • Wikileaks
  • Woodstock
  • Zecke

Erlaubte skurile, ausgefallene und außergewöhnliche Vornamen in Deutschland (Liste): A bis M

  • Adermann
  • Adriatik
  • Alemmania
  • Anderson
  • Apple
  • Belana
  • Blaubeere
  • Blücherine
  • Bluebell
  • Bluna
  • Bo
  • Brooklyn
  • Brain
  • Champagna
  • Chanel
  • Chelsy Novèle
  • Chenekwahow
  • Cinderella-Melodie
  • Cosmo
  • Courage
  • Dee-Jay
  • Despot
  • Dior
  • Domino Carina
  • Emily-Extra
  • Fips
  • Frangi-Pany
  • Frea
  • Frodewin
  • Galaxina
  • Gneisenauette
  • Godpower
  • Harley
  • Hope
  • Ikea
  • Imperial-Purity
  • Junior
  • Kantorka
  • Katzbachine
  • Kix
  • Klee
  • Kioma
  • Kuddel
  • Lafayette
  • Laperla
  • Laser
  • Legolas
  • Lelibeth
  • Leonardo da Vinci Franz
  • Lio
  • Loana
  • London
  • Lovelle
  • Lynik
  • Jesus
  • Magic
  • Maha
  • Maier
  • Matt-Eagle
    (Wer den Namen deutsch ausspricht, bekommt den „Mettigel“.)
  • Merle
  • Michael Cougar
  • Milka
  • Migiskau
  • Mikado
  • Miransah
  • Monel

Erlaubte skurile, ausgefallene und außergewöhnliche Vornamen in Deutschland (Liste): N bis Z

  • Napoleon
  • Noredien
  • November
  • Nox
  • Nussi
  • Peach
  • Pepsi Carola
    (Der Pepsi-Konzern überzeugte im Jahr 1959 zwei Eltern ihr Kind „Pepsi-Carola“ zu nennen, in dem er ihnen 10.000 Mark dafür gab. Das Standesamt erlaubte den Namen. Pepsi-Carola bekam daraufhin jedes Jahr Weihnachtsgeschenke von Pepsi. Es gab nicht nur Getränke.)
  • Phoenix
  • Popo
  • Precious
  • Prestige
  • Pumuckl
    Vor dem Bundesverfassungsgericht erstritten die Eltern den Namen „Pumuckl“ für ihr Kind.
  • Quidan
  • Rapunzel
  • Rionella
  • Saliana
  • Sammilia
  • Schaklyn
    (für „Jacqueline)
  • Schannaya-Helmtraudt
  • Schneewittchen
  • Schokominza
  • Segesta
  • Shakira
  • Shakur
  • Sheriff
  • Siebenstern
  • Sioux
  • Smudo
    (Eine Ehre an die Fanta4)
  • Solarfried
  • Sultan
  • Sunshine
  • Tallulah
  • Tarzan
  • Tecumseh
  • Timpe
  • Topas
  • Triumf
  • Twain
  • Viktualia
  • Wasa
  • Waterloo
  • Windsbraut
  • Winnetou

Übrigens: Maximal fünf Vornamen sind in Deutschland erlaubt.

Verbotene Vornamen: Wie die Standesämter entscheiden

Die deutschen Standesämter entscheiden, ob ein Vorname für ein Kind zulässig oder verboten ist. Sie entscheiden danach, wie ein Name sich auf das Wohl des Kindes aufwirkt. Hat ein Standesamt den Eindruck, dass der Name das Kind benachteiligt, lächerlich macht, herabwürdigt oder sozial ausgrenzt / benachteiligt, so wird der Name meist abgelehnt. Hierbei wird dann von „unzumutbaren“ Vornamen gesprochen.

Für die Standesämter gilt schon einmal eine Regel: Eindeutige Männernamen dürfen nicht an Mädchen vergeben werden und eindeutige Frauennamen dürfen nicht an Jungen vergeben werden. Bei Zweifelsfällen wie Kim ist beides möglich.

Weiterhin gilt:

  • Titel werden als Vorname abgelehnt. „Lord“ und „Prinzessin“ wurden abgelehnt.
  • Nachnamen, die keine gängigen Vornamen sind, werden als Vornamen abgelehnt.
  • Worte aus der Alltags- und Umgangssprache sind verboten.
  • Ausgedachte Namen ohne Namenscharakter werden abgelehnt.
  • Städtenamen werden teils abgelehnt.

Es hilft übrigens, wenn für einen außergewöhnlichen Namen Quellen angegeben werden können.

Übrigens: Mit der Entscheidung des Standesamtes muss man sich nicht zufrieden geben. Wer will, kann dagegen klagen und versuchen sich den Wunschnamen zu erklagen.

Hallo,

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Oh Gott! Die schlimmsten Babynamen der Welt

Mit Gott zusammenleben – für einige ja eine Horrorvorstellung. Trotzdem machen das seit 2015 mindestens fünf Elternpaare, denn sie haben ihr Kind „Gott“ genannt. Göttinnen gibt es mehr, ganze 40 Mal wurde dieser Name 2015 vergeben.

Das Gegenteil gibt es ebenfalls: „Lucifer“ nämlich wurde vor einigen Jahren in Neuseeland als Namenswunsch vom Standesamt abgelehnt. Aber die Zeiten ändern sich bekanntlich und so sagen Namensforscher in den USA voraus, dass 2017 besonders viele kleine Teufel geboren (und genehmigt) werden sollen.

Symbolbild

In den USA herrschen ohnehin die lockersten Regeln, was die Namensgebung für Babys betrifft. Darum gibt es dort nach wie vor die Menschen mit den schlimmsten und skurrilsten Namen überhaupt. Von „Grey Deth“ (immerhin anders geschrieben als der Tod) über „Strawberry Rain“ bis hin zu „Zen“ reicht die Bandbreite.

Weiter südlich, in Mexiko, hatten Eltern den Wunsch, ihr Baby „Facebook“ zu nennen. Das wurde allerdings von den Behörden abgelehnt. Mark Zuckerberg hätte es bestimmt gefreut….

Und so ungewöhnlich ist es wohl gar nicht, sich von sozialen Netzwerken inspirieren zu lassen: „Hashtag“ lebt in San Francisco, „@“ sollte ein chinesisches Kind heißen. Kurz, prägnant – und abgelehnt.

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Lang, kompliziert und ebenfalls abgelehnt wurden die Namen „Keenan Got Lucy and Sex Fruit“ und „Brfxxccxxmnpcccclllmmnprxvclmnckssqlbb11116„. So wollten schwedische Eltern ihr Baby nennen, allerdings gibt es dahinter eine Geschichte: Damit wollten sie dagegen protestieren, dass dort Namen wie „Metallica“ und „Ikea“ nicht erlaubt sind.

In Deutschland hätten sie wohl mehr Glück gehabt. „Ikea“ ist hier genehmigt, ebenso wie „Wasa„. Ebenfalls erlaubt sind „Pumuckl„, „Schokominza“ und „Schneewittchen„, während „Rumpelstilzchen„, „McDonald“ oder gar „Bierstübel“ vom Standesamt verweigert werden mussten.

Völlig verrückt? Ja! Aber da geht noch mehr! „Laser“ heißt hier ein Kind, ebenso wie „Blaubeere“ und „Champagna„. Kulinarische Genüsse wie „Kirsche„, „Möhre“ und „Gin“ waren ebenfalls unter den kreativen Eingebungen der Eltern, doch da hatten die Behörden dann doch etwas dagegen und sie mussten weiterüberlegen.

Ebenfalls Rückschlüsse auf die Eltern darf man wohl beim Namen „Nutella“ ziehen. So sollte ein Baby in Frankreich heißen, der Fall ging sogar bis vor Gericht. Ganz so wichtig war es den Eltern dann aber doch nicht, sie kamen nicht und in Abwesenheit entschied der Richter, dass dem Mädchen das „Nut“ erspart bleiben solle. In seinem Pass steht nun einfach nur „Ella“.

Gerettet wurde auch ein Baby aus Dänemark: Dessen Eltern wollten ihm nämlich den Namen „Anus“ geben.

Zu besonders merkwürdigen Gedankengängen scheinen Zwillinge anzuregen. „Fish“ und „Chips“ gibt es in Europa dank Behörden zwar keine, dafür allerdings „Winner“ und „Loser“ in den USA. Laut der Zeitung Chicago-Tribune sind die zwei inzwischen junge Männer und ihre Namen waren schicksalsweisend – allerdings andersherum: Winner ist mehrfach vorbestraft und immer noch nicht auf dem rechten Pfad, während Loser ein angesehener Polizist in New York City ist.

Nicht ganz so lang hat es ein neuseeländisches Mädchen mit seinem Namen ausgehalten: „Talula Does the Hula From Hawaii“ lebte mit diesem Satz als Vornamen, bis sie neun Jahre alt war. Dann ließen sich ihre Eltern scheiden, die Familie ging vor Gericht und ein Richter entschied, dass „Talula Does the Hula From Hawaii“ ihren Namen ändern dürfe. Wie sie jetzt heißt wurde nicht öffentlich gemacht, um ihre Privatsphäre zu schützen.

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