Urin in der schwangerschaft

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Bin ich schwanger?
  Erste Schwangerschaftsanzeichen und Symptome

Deine Brustwarzen sind dunkler geworden

Die Haut um deine Brustwarzen herum sieht anders aus als sonst – irgendwie dunkler? Hierbei kann es sich um ein Schwangerschaftsanzeichen handeln. Unter dem Einfluss der Schwangerschaftshormone und der erhöhten Durchblutung färben sich die Brustwarzen nämlich dunkler. Bestimmt stehen auch die kleinen Erhebungen auf dem Warzenhof, die sogenannten Montgomery-Drüsen, mehr hervor und haben eine bräunlichere Färbung als sonst.

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Du reagierst viel empfindlicher auf Gerüche

Viele Schwangere sind sehr geruchsempfindlich. Alle Sinne sind jetzt geschärft. Wissenschaftler vermuten dahinter eine geschickte Einrichtung der Natur: Leicht verderbliche Lebensmittel wie Fleisch oder Fisch, aber auch Dinge, die Schwangere meiden sollen (Alkohol, Kaffee in großen Mengen, Zigaretten), „stinken“ werdenden Müttern – der unangenehme Geruch soll verhindern, dass sie etwas Ungesundes zu sich nehmen. Das schützt Mutter und Kind vor der Geburt.

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Dein Bauch fühlt sich hart an und ist aufgebläht

Die erhöhte Hormonproduktion in der Schwangerschaft schränkt die Darmtätigkeit etwas ein. Daher kann es zu Verstopfung kommen und auch das aufgeblähte Gefühl rührt daher. Solche Darmprobleme treten allerdings auch unabhängig von einer Schwangerschaft immer mal wieder auf und sind kein zuverlässiges Anzeichen dafür, dass du schwanger bist.

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Du spürst ein ständiges Ziehen im Unterleib

Der Körper stellt sich auf die Schwangerschaft ein. Dafür ist das ständige Ziehen im Unterbauch ein eindeutiges Indiz. Die Gebärmutter wächst, die Durchblutungsleistung steigt, neue Gefäße entstehen. Diesen Umbauprozess spüren werdende Mütter ziemlich eindeutig. Viele sagen: In meinem Bauch passiert etwas. Für die meisten Frauen unterscheidet sich das Baby-Gefühl im Bauch deutlich von anderen Unterleibsbeschwerden.

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Du hast eine Pilzinfektion im Vaginalbereich

Die hormonelle Umstellung des Körpers während der Schwangerschaft führt dazu, dass der Genitalbereich besser durchblutet wird und der pH-Wert der Vagina über die sauren 4,5 ansteigt. Dadurch wird die Schutzfunktion der Scheidenflora beeinträchtigt und das Risiko einer Pilzinfektion steigt. Bei etwa einem Drittel der Schwangeren wird deshalb ein Scheidenpilz festgestellt. Dennoch besteht kein Grund zur Sorge: Bei einer normalen Schwangerschaft überträgt sich die Infektion nicht auf das ungeborene Kind. Da man sich allerdings auch so relativ leicht eine Pilz einfangen kann, ist eine solche Infektion kein aussagekräftiges Schwangerschaftsanzeichen.

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Du hast ständig Heißhunger

Von Schokolade kannst du zurzeit nicht genug bekommen? Und überhaupt hast du die ganze Zeit Lust was zu essen? Der Umbauprozess, der mit der Schwangerschaft startet, kostet Kraft und der Körper verbraucht mehr Energie. Deshalb haben viele werdende Mütter mehr Appetit und Hunger. Allerdings werden viele Frauen auch von Heißhunger attackiert, bevor ihre Menstruation einsetzt. Oder wenn sie gerade viel Stress haben. Ein eindeutiges Anzeichen für eine Schwangerschaft ist eine solche Heißhunger-Attacke also nicht unbedingt.


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Du musst viel häufiger auf Toilette

Du musst gefühlt im 10-Minuten-Takt auf die Toilette? Der Harndrang wächst mit Dauer der Schwangerschaft und wachsendem Bauch. Aber auch schon in den ersten Schwangerschaftswochen müssen viele Frauen öfter zur Toilette als gewohnt. Das liegt an dem erhöhten Östrogenspiegel. Dieses Hormon lockert das Gewebe, macht Muskeln nachgiebiger – auch in der Harnröhre, die dem Blasendruck dann weniger lange standhält.

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Du spürst ein Ziehen in der Leistengegend

Mit Beginn der Schwangerschaft wird vermehrt Östrogen gebildet, das die Bänder lockert, damit die dem wachsenden Bauch folgen können. In der Leistengegend ist das als Ziehen oder Stechen spürbar. Tatsächlich kann für die Beschwerden aber auch eine Zerrung die Ursache sein und muss nicht unbedingt ein Anzeichen für eine Schwangerschaft sein.

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Du hast Stimmungsschwankungen

Die Hormone können ganz schön viel anstellen, vor allem ein Gefühlschaos vom Feinsten. Wenn du jetzt also häufig mal aufbrausend und im nächsten Moment wieder zu Tode betrübt bist, könnte das auch für eine Schwangerschaft sprechen.
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Mögliche Gründe für ein falsches Testergebnis sind ungenaue Handhabung, alte oder falsch gelagerte Tests. Bestimmte Medikamente wie Hormonpräparate, Antidepressiva und andere können das Testergebnis verfälschen. Wenn der Test positiv ausfällt, liegt manchmal keine Schwangerschaft (mehr) vor. In diesen Fällen hat eine Befruchtung und auch Einnistung einer Eizelle stattgefunden. In den ersten Tagen kam es aber möglicherweise zu einer Fehlentwicklung beim Baby. Die Frau merkt dann meistens nichts von der Schwangerschaft. Manchmal verschiebt sich nur die Menstruationsblutung.

Wenn das Ergebnis negativ, die Frau aber trotzdem schwanger ist, hat sie den Test eventuell zu früh durchgeführt. Möglicherweise war dann noch kein ausreichend hoher Beta-HCG-Spiegel für einen Nachweis im Urin vorhanden.

Für Frauen mit ausgeprägtem Kinderwunsch kann dies sehr deprimierend sein. Besonders in dieser Situation ist etwas Ruhe ratsam. Mit etwas Geduld sollte der Schwangerschaftstests daher erst nach dem Ausbleiben der Menstruationsblutung durchgeführt werden.

Als sichere Schwangerschaftszeichen kann der Frauenarzt folgende Merkmale feststellen:

  • Urin- und Bluttest positiv
  • Ultraschallbild des Kindes: Schon sechs Wochen nach der letzten Periode ist eine Fruchtblase sichtbar, eine Woche später der Embryo und nach einer weiteren Woche bereits sein Herzschlag
  • Kindliche Herztöne
  • Bewegungen des Kindes

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Warum ist der Urin in der Schwangerschaft so gelb?

Du bist schwanger und Dein Urin ist plötzlich viel gelber als vorher? Vielleicht sogar knallgelb und Du machst Dir Gedanken, ob das normal ist? Dann kann ich Dir vorab schon mal sagen: Du bist nicht allein und in der Regel hast Du keinen Grund zur Sorge. Es gibt verschiedene mögliche Ursachen für stark gelben Urin in der Schwangerschaft und die meisten davon sind völlig harmlos.

Ursachen für gelben Urin während der Schwangerschaft

Schwangerschaftsvitamine sind die häufigste Ursache für sehr gelben Urin in der Schwangerschaft

In Foren wird immer wieder gemutmaßt, dass die grell-gelbe Farbe im Urin von Schwangeren durch Folsäure (Vitamin B9) und Cobalamin (Vitamin B12) in den Schwangerschaftsvitaminen oder im Präparat enthaltene Farbstoffe ausgelöst würde. Das ist von der Wahrheit gar nicht so weit entfernt, aber trotzdem nicht ganz richtig und eine falsche Annahme.

Vitamin B2 verursacht stark gelben Schwangerschaftsurin

Tatsächlich ist es das Vitamin B2 (Riboflavin), das die neon-gelbe Farbe des Urins verursacht und nicht Vitamin B9 oder B12. Das ist kein Zeichen für eine Überdosierung, sondern der Tatsache geschuldet, dass Riboflavin ein natürlicher Farbstoff ist, der so über die Nieren wieder abgebaut wird.

Vitamin B2 ist wichtig für die Funktion verschiedener Enzyme, für die Zellatmung und Energiegewinnung der Zelle, für das Immunsystem und unterstützt die Entgiftung des Körpers. Riboflavin ist außerdem ein wichtiges Antioxidanz, das Zellen vor vorzeitiger Alterung schützt.

Dass es sich tatsächlich um Farbstoff im Urin handelt, erkennst Du daran, dass sich sogar das Toilettenpapier knall-gelb färbt. Das ist bei anderen Gelbfärbungen des Urins nicht der Fall.

Auch ist der Urin nicht den ganzen Tag über so gelb, sondern nur in den Stunden, nachdem Du das Präparat genommen hast. Der Urin bleibt solange stark gelb bis Dein Körper das Riboflavin ausscheidet.

Dieses Phänomen beschränkt sich natürlich nicht nur auf Schwangere, sondern auf alle, die Präparate mit Vitamin B2 einnehmen. Je weniger du den Tag über trinkst, desto konzentrierter kommt der Farbstoff in Deinem Urin vor. Deshalb bemerken manche Frauen dieses Phänomen vielleicht gar nicht, während es für andere nicht zu übersehen ist.

Dunkelgelber Urin in der Schwangerschaft durch Flüssigkeitsmangel

Die zweithäufigste Ursache dafür, dass Dein Urin in der Schwangerschaft sehr dunkel-gelb wird, ist ein Flüssigkeitsmangel. Vor allem im ersten Trimester leiden viele Frauen unter Übelkeit und haben Probleme, Wasser zu trinken. Dadurch kommt es schnell dazu, dass sie den ganzen Tag über nur sehr wenig trinken.

Trotzdem müssen die Giftstoffe, die in den Nieren gefiltert werden, über den Urin abtransportiert werden. Konkret heißt das, dass mehr Harnstoffe in weniger Flüssigkeit gelöst werden.

Der Urin wird durch Flüssigkeitsmangel konzentrierter in Farbe, wie auch Geruch. Die Farbe wird dunkelgelb bis orange, und der Urin riecht mehr nach Urin, also strenger.

In der Frühschwangerschaft liegt das wie gesagt oft daran, dass Du zu wenig trinkst.

Später in der Schwangerschaft kann es auch sein, dass Dein Körper Wasser einlagert, anstatt es zum Entgiften durch Nieren und Blase zu leiten. Dann kommt sozusagen von der Flüssigkeit, die Du zu Dir nimmst, weniger an. Achte darauf, ob Du zeitgleich schwere Beine oder ein unangenehmes Gefühl in den Gelenken bemerkst.

Gelber Urin in der Schwangerschaft trotz vielem Trinken

Wenn der dunkle Urin länger anhält, obwohl Du mehr als zwei Liter pro Tag trinkst, sprich unbedingt mit einem Arzt. Beachte aber auch, dass Du Flüssigkeit durch Schwitzen verlierst, wenn die Temperaturen sehr hoch sind oder Du Sport machst. Dann musst Du umso mehr trinken.

Gelber und riechender Urin in der Schwangerschaft

Wenn Du sehr gelben, riechenden Urin in der Schwangerschaft feststellst, dann solltest Du mehr trinken. Viel Flüssigkeit trinken ist in der Schwangerschaft für alle Prozesse, die im Körper ablaufen, sehr wichtig und sorgt dafür, dass Du Dich gut und fit fühlst.

Trinke etwa 2 Liter Wasser am Tag! Wenn Du Wasser wegen der Übelkeit im ersten Trimester nicht trinken kannst, versuche es mit Tee (ohne Wirkstoff!), Fruchtschorlen oder füge dem Wasser etwas Zitronensaft bei.

Wenn Dein Urin nicht nur dunkler wird, sondern auch unangenehm oder faulig riecht oder Du zusätzlich juckenden, riechenden Ausfluss hast, sprich mit Deinem Arzt darüber. Infektionen mit Bakterien oder Pilzen sind sehr einfach zu behandeln. Unbehandelt dagegen können sie ein Risiko für Deine Schwangerschaft werden.

Vaginale Infektionen und Harnwegsinfekte verändern ebenfalls die Urinfarbe bei Schwangeren

Wenn Dein Urin sehr dunkelgelb oder sogar braun-rötlich gefärbt ist, kann dahinter auch eine Infektion stecken.

Bei einer Harnwegsinfektion riecht der Urin zusätzlich sehr unangenehm, also nicht mehr nach Urin. In Kombination mit viel farbigem, riechenden Ausfluss kann auch eine vaginale Infektion mit Bakterien oder Pilzen dahinter stecken. Sprich auf jeden Fall mit Deinem Arzt darüber.

Bei den Vorsorgeuntersuchungen beim Gynäkologen wird Dein Urin aber ohnehin regelmäßig überprüft, genauso wie der ph-Wert der Scheide. Wenn diese Untersuchung gerade stattgefunden hat, brauchst Du Dir also nicht übermäßig Sorgen zu machen.

Beobachte die Situation und wenn es nicht besser wird, bitte den Arzt um eine erneute Untersuchung.

Erkrankungen mit gelbem Urin

In sehr seltenen Fällen kann hinter sehr dunkelgelbem Urin auch eine Erkrankung stecken, z.B. verschiedene Leber- und Stoffwechselerkrankungen wie Porphyrie, Gelbsucht oder eine Störung des Bilirubin-Stoffwechsels.

Da solche Erkrankungen wirklich sehr unwahrscheinlich sind und auch nicht im Zusammenhang mit einer Schwangerschaft stehen, solltest Du Dir darüber wirklich nur Gedanken machen, wenn die obigen Ursachen alle ausgeschlossen wurden.

Fazit: Gelber Urin in der Schwangerschaft ist selten gefährlich

Wenn Du also neongelben Urin bei Dir bemerkst, der auch das Toilettenpapier färbt, dann liegt das an dem Vitaminpräparat, das Du einnimmst. Das ist eine harmlose Begleiterscheinung.

Solltest Du noch andere Merkmale feststellen, die im Beitrag genannt werden und Dich unsicher fühlen, sprich auf jeden Fall mit deinem Arzt darüber. Nur er kann verlässliche Aussagen geben und Dich bestens beruhigen.

Blasenschwäche in der Schwangerschaft

Zu Beginn der Schwangerschaft ist die Blasenschwäche vor allem hormonell bedingt. Auch die stärkere Durchblutung der Organe – also auch von Nieren und Blase – wirkt sich schon zu einem recht frühen Zeitpunkt aus. In späteren Stadien der Schwangerschaft führen auch das Wachstum von Uterus und Baby zu vermehrtem Druck auf die Blase und damit zu verstärktem Harndrang.

Die Ursachen: Hormone, stärkere Durchblutung, Druck von Uterus und Kind

Bereits in der Frühschwangerschaft bemerken die meisten Frauen, dass sie deutlich häufiger als sonst zur Toilette müssen. Auch der Nachtschlaf wird hierdurch – oft sogar mehrmals – unterbrochen. Verantwortlich dafür ist das Schwangerschaftshormon Progesteron, das unter anderem für die Entspannung der Muskeln sorgt – auch die Blasenmuskulatur ist davon betroffen. Außerdem lockert das Hormon Östrogen das Gewebe auf.

Die Harnblase ist dabei keineswegs bereits prall gefüllt, durch die entspannten Muskeln entsteht jedoch das Gefühl intensiven Harndrangs. Aufgrund der besseren Durchblutung produzieren die Nieren ab dem Beginn der Schwangerschaft größere Mengen an Urin. In den ersten Schwangerschaftsmonaten wächst die Gebärmutter zunächst im kleinen Becken und übt hierdurch Druck auf die Blase auf.

Im zweiten Trimester der Schwangerschaft nimmt die Blasenschwäche in der Regel etwas ab. Die hormonelle Umstellung ist gegen Ende des dritten Schwangerschaftsmonats abgeschlossen. Die Gebärmutter hat sich inzwischen aufgerichtet und dehnt sich nun nach oben aus, was den Druck auf die Harnblase geringer werden lässt. Spätestens ab dem Beginn des dritten Trimesters macht sich die schwache Blase dann wieder deutlicher bemerkbar.

Jetzt wirkt sich auch das Gewicht des Babys stärker aus. Zudem wandert sein Kopf im Verlauf der späten Schwangerschaft nach unten, was der Blase immer weniger Raum lässt.

Zur Vorbereitung auf die Geburt entspannt sich im letzten Schwangerschaftstrimester außerdem die Muskulatur des Beckenbodens, was den lästigen Harndrang noch einmal verstärkt.

Gelegentliche Inkontinenz ist in der Schwangerschaft normal

Viele Frauen machen in der Schwangerschaft die Erfahrung, dass sie von Zeit zu Zeit unfreiwillig einige Tropfen Urin verlieren. Besonders oft geschieht dies beim Lachen, Husten oder Niesen und in der späten Schwangerschaft. Mehr als die Hälfte aller Schwangeren sind davon betroffen. Gelegentliche Inkontinenz ist in der Schwangerschaft normal.

Frauen, die darunter sehr häufig leiden, sollten jedoch ihren Gynäkologen konsultieren, um einen Blasenriss oder andere Komplikationen zuverlässig auszuschließen.

Kurz vor dem Geburtstermin wird eine andere Frage wichtig: Handelt es sich bei abgehender Flüssigkeit um Urin oder bereits um den Blasensprung.

In der Apotheke sind für eine sichere Unterscheidung sogenannte Indikationstests in Form kleiner Teststreifen erhältlich. Bedingt durch den unterschiedlichen pH-Wert wird der Streifen durch Urin dunkelgrün, bei Fruchtwasser färbt er sich lila.

Jedoch lässt sich der Abgang von Fruchtwasser auch ohne Teststreifen erkennen: Zum Teil entleert sich das Fruchtwasser im Schwall, zum Teil durch ein stetes Tröpfeln, das sich – anders als Urin – jedoch nicht stoppen lässt. Mit dem Blasensprung hat die Geburt endgültig begonnen. Normalerweise platzt die Fruchtblase während des ersten Wehen-Stadiums, also während oder gegen Ende der Eröffnungswehen.

Dies ist grundsätzlich ein Anlass, umgehend Geburtshaus oder Klinik aufzusuchen.

Vorbeugung gegen Blasenschwäche ist möglich und oft wirkungsvoll

Ganz vermeiden lässt sich eine schwache Blase wohl bei keiner schwangeren Frau – sie gehört zu den natürlichen Folgen einer Schwangerschaft. Wichtig ist auch aus diesem Grund, dass die werdende Mutter während der gesamten Schwangerschaft genügend trinkt. Bei gelegentlicher Inkontinenz helfen Slip-Einlagen.

Bei der Mehrheit aller Frauen verschwinden Harndrang und Blasenschwäche nach der Geburt von selbst. In den ersten Tagen werden sie allerdings noch häufig zur Toilette müssen, da ihr Körper dann das während der Schwangerschaft eingelagerte Wasser ausschwemmt.

Etwa jede zehnte Frau hat auch nach dem Wochenbett noch für längere Zeit Probleme mit einer schwachen Blase, die Ursache dafür ist oft familiäre Veranlagung.

Trotzdem lässt sich vor, während und nach der Schwangerschaft gegen die Blasenschwäche etwas tun, um belastenden Beschwerden vorzubeugen:

  • Bereits vor der Schwangerschaft ist es gut, wenn die Frau nicht raucht: Viele Raucherinnen leiden unter chronischem Husten, der den Beckenboden belastet und zu größerem Druck im Bauchraum führt.
  • Auch Übergewicht hat einen negativen Einfluss auf die Beckenbodenmuskeln. Bei einem bestehenden Kinderwunsch ist optimal, wenn die Frau vor dem Beginn der Schwangerschaft ihr Normalgewicht erreicht.
  • Während der gesamten Schwangerschaft ist auch zur Vorbeugung von Problemen mit der Blase ausreichend Bewegung wichtig. Sanfte Sportarten wie Yoga, Gymnastik oder Nordic Walking verhelfen ebenfalls zu einem starken Beckenboden. Ärzte und Hebammen empfehlen bereits ab der Frühschwangerschaft ein regelmäßiges Beckenbodentraining. In den Geburtsvorbereitungskursen lernen Schwangere außerdem beckenbodenschonendes Verhalten für den Alltag.
  • Auch sanfte Sexualität stärkt im Übrigen den Beckenboden.
  • Verstopfungen verstärken während der Schwangerschaft den Druck auf die Blase weiter, auch im Hinblick auf eine manifeste Inkontinenz gehören sie zu den Risikofaktoren. Um sie zu vermeiden, sollten Schwangere viel trinken, sich ballaststoffreich ernähren und ihre Verdauung bei Bedarf durch Naturprodukte – beispielsweise Lein- oder Flohsamen – unterstützen.
  • Eine skandinavische Studie belegt, dass während der Geburt Damm-Massagen mit Wärmepackungen die Elastizität des Gewebes stärken und damit auch einen positiven Einfluss auf das schnelle Verschwinden einer schwangerschaftsbedingten Blasenschwäche haben.
  • Nach der Geburt helfen Bewegung und regelmäßiges Beckenbodentraining dabei, dass sich die Funktion der Blase schnell und nachhaltig normalisiert. Gynäkologen raten deshalb allen Müttern – ausdrücklich auch nach einem Kaiserschnitt – zu Rückbildungsgymnastik oder dem Besuch eines entsprechenden Kurses. Verschiedene Studien weisen nach, dass Frauen, die ein halbes Jahr nach der Geburt ihr Ausgangsgewicht wieder erreichen, deutlich seltener als andere Frauen an Beckenbodenproblemen und damit auch an Blasenschwäche litten.

Vorsicht bei Harnwegsinfektionen in der Schwangerschaft

Bei allen Unannehmlichkeiten durch die schwache Blase in der Schwangerschaft, den Harn – etwa in der Nacht – verhalten, sollten werdende Mütter auf keinen Fall. Da die Schwangerschaftshormone die glatte Harnwegsmuskulatur entspannen, steigt in der Schwangerschaft das Risiko von Blasenentzündungen und Harnwegsinfektionen an.

Schmerzen oder Brennen beim Wasserlassen sowie das Gefühl, trotz eines dringenden Bedürfnisses immer nur ein paar Tropfen Wasser lassen zu können, sind ein dringender Grund für einen Arztbesuch.

Harnwegsinfektionen lassen sich auch in der Schwangerschaft durch geeignete Medikamente schnell und nachhaltig behandeln. Unbehandelt können sich daraus langwierige, schmerzhafte und nicht ganz ungefährliche Nierenentzündungen entwickeln.

Was ist Urin?

Bei Urin handelt es sich um ein Ausscheidungsprodukt des Körpers. Er besteht zu 95 Prozent aus Wasser, der Rest setzt sich aus Harnsäure, Kreatinin, Salzen, Vitaminen und Harnstoff zusammen.

Die Nieren übernehmen eine wichtige Filterfunktion und entfernen nicht benötigte bzw. giftige Stoffe aus dem Körper, beispielsweise Abbauprodukte des Eiweißstoffwechsels. Diese Stoffe scheiden wir über den Urin aus. “Urin ist ein Filterprodukt unseres Blutes”, sagt der Experte. “Es werden Wasser und winzige Partikel in den Nieren filtriert. Andere wiederum können aktiv ausgeschieden, und wieder andere aus dem Urin zurückresorbiert werden.”

Und wie viel Urin ist normal? “Etwa 1,5 Liter täglich, abhängig von Einflussfaktoren wie der Trinkmenge, dem Wetter, der sportlichen Aktivität oder von Begleiterkrankungen”, sagt Dr. med. Christoph Pies.

Service „Pipi-Code“: Was die Urin-Farbe bedeutet

Gelber Urin: Was ist gesund und normal?

“Die normale Urinfarbe ist gelb”, sagt Pies. Er kann jedoch eine breite Farbpalette annehmen, von fast transparent über hellgelb bis hin zu dunklem Bernsteingelb. Wie die „normale“ hellgelbe Urinfarbe entsteht? Durch den Stoff Urobilinogen, einem Abbauprodukt des Gallenfarbstoffes Bilirubin (Abbauprodukt des roten Blutfarbstoffes Hämoglobin).

Wodurch ändert sich die Urinfarbe?

Farbunterschiede können sich auch zu verschiedenen Tageszeiten bemerkbar machen: “Morgens ist der Urin in den meisten Fällen dunkelgelb. Einfach, weil der Harnstoff morgens stark konzentriert ist. “Andersherum ist der Urin durch eine erhöhte Flüssigkeitsaufnahme bzw. durch eine starke Verdünnung nahezu transparent”, sagt der Urologe.

“Der wichtigste Einflussfaktor ist die Trinkmenge und damit die Konzentration des Urins”, sagt Dr. Pies. Je mehr ein Mensch trinkt, desto transparenter wird sein Urin sein. “Bei den Lebensmitteln sind solche zu nennen, die Carotine enthalten, also Möhren, Tomaten, Orangen, Paprika. Oder Nahrungsmittel, die Betanin enthalten – der Stoff steckt zum Beispiel in Roter Bete”, sagt er. Auch Vitamintabletten können Verfärbungen verursachen. Wird etwa überschüssiges Vitamin B2 ausgeschieden, so kann sich der Urin intensiv gelb oder orange färben. Darüber hinaus können hochdosierte Vitamine des B-Komplexes zu einer leuchtend gelben Verfärbung des Urins führen. Diese verschwinden jedoch im Laufe des tages wieder von selbst.

Transparent bis grün – was sagt die Gelbfärbung des Harns aus?

– Transparent: Sie nehmen durchsichtigen, ja, transparenten Urin beim Wasserlassen wahr? Das ist grundsätzlich gut. Sie trinken augenscheinlich sehr viel. Doch Sie sollten es mit der Wasseraufnahme auch nicht übertreiben, zu viel Flüssigkeit kann den Körper belasten und zu einer Wasservergiftung (Hyperhydratation) führen. Generell gelten anderthalb bis zwei Liter Wasser als empfehlenswert. Wer ständig starken Durst verspürt, sollte beim Arzt vorsichtshalber einen Diabetes-Test durchführen lassen.
– Transparent-Gelb bis Hellgelb: Dieses Spektrum der Urinfärbung ist vollkommen normal. Sie trinken genug und es gibt keinen Grund zur Sorge.
– Dunkelgelb: Bei dunkelgelben Urin kann ein Flüssigkeitsmangel vorliegen. Sie sollten mehr trinken! Hin und wieder ist das kein Problem, allerdings sollten Sie langfristig darauf achten, genug Wasser oder ungesüßte Tees zu sich zu nehmen.
– Trüber Urin: Eine Trübung des Urins kann auf eine Nieren- oder Harnwegsinfektion oder eine Blasenentzündung hinweisen. Es werden Zellbestandteile mit ausgeschieden, die den Harn trüben. Sie sollten bei trübem Urin einen Arzt aufsuchen.

Symptome & Beschwerden Der Urin stinkt – diese Krankheit kann dahinter stecken

Intensiv gelber Urin in der Schwangerschaft – gesund oder gefährlich?

“Die Schwangerschaft ist eine besondere Lebensphase, die mit vielen Sorgen verbunden ist. Daher wird auch der Urin oft mit ängstlichen Argusaugen betrachtet. Aber auch hier ist nicht der visuelle, sondern der laborchemische und mikroskopische Befund entscheidend. Im Zweifel führt also eine Urinkontrolle beim betreuenden Gynäkologen zur Beruhigung”, sagt Pies. In der Regel sind eingenommene Schwangerschaftsvitamine an der hellgelben bis neongelben Farbe schuld, vor allem Vitamin B2 (Riboflavin). Aber auch zum Beispiel Folsäure (Vitamin B9) und Cobalamin (Vitamin B12). Dunkelgelber Urin in der Schwangerschaft kann auch durch einen Flüssigkeitsmangel entstehen.

Sollte der Urin einer Schwangeren extrem dunkelgelb oder sogar braun-rötlich gefärbt sein, kann es sich auch um eine Infektion handeln, die umgehend ärztlich behandelt werden sollte. Möglich ist bei dunklem Urin auch eine sogenannte Schwangerschaftscholestase, eine Lebererkrankung der Mutter während der Schwangerschaft. Hinzu kommen in diesem Fall eine Gelbfärbung der Haut und unterschiedlich stark ausgeprägter Juckreiz. Diese Erkrankung kann vorzeitige Wehen und eine Frühgeburt auslösen.

Dunkler Urin

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Dunkler Urin kann das Zeichen einiger alarmierender Erkrankungen sein.

Jedoch können oftmals Veränderungen der Urinfarbe auf weniger ernste Ursachen hinweisen wie Dehydratation, Einnahme von Medikamenten und Verzehr von bestimmten Lebensmitteln.
Urin ist ein flüssiges Ausscheidungsprodukt, das farblos oder leicht gelb sein kann.
Die Inhaltsstoffe sind vor allem Wasser und wasserlösliche Abfallprodukte, die aus der normalen Zellaktivität stammen.
Urin enthält vor allem stickstoffhaltige Rückstände wie Harnstoff, Harnsäure und Kreatinin sowie eine kleine Menge an Mineralsalzen und Enzymen.
Die Nieren filtern das Blut, um ihm diese flüssigen Abfallprodukte zu entziehen, die dann zusammen mit Wasser ausgeschieden werden (Miktion).
Die Harnleiter transportieren den Urin, der sich in den Nieren bildet, bis in die Harnblase, die diese Flüssigkeit zurückhält, bis sie über die Harnröhre ausgeschieden wird.

Mögliche Urinfarben und ihre Ursachen

Arzneimittel
Ein Mensch kann dunkelbraunen Urin ausscheiden, wenn er Medikamente einnimmt wie:

  • Antimalariamittel,
  • Medikamente zur Behandlung einer Infektion der Harnwege,
  • Abführmittel (Laxantien), die Cascara enthalten,
  • einige Muskelrelaxantien.

Krankheiten
Wer an einer Lebererkrankung wie Hepatitis oder Tyrosinämie (eine Erbkrankheit) leidet, kann dunkelbraunen Urin ausscheiden.
Eine Nierenkrankheit, die als akute Glomerulonephritis (bei der die Ausscheidung von Abfallprodukten und übermäßiger Flüssigkeiten erschwert ist) bezeichnet wird, ist eine weitere Ursache für braungefärbten Urin.
Tritt dunkler Urin zusammen mit hellem oder weißem Stuhl auf, könnte der Patient unter Gallensteinen leiden.

Oranger oder dunkelgelber Urin

Ernährung
Ein übermäßiger Verzehr von Vitamin-C-haltigen Lebensmitteln (wie Orangen und Karottensaft) kann den Urin orange verfärben. Die Einnahme von Vitaminen aus dem B-Komplex ist ein weiterer Grund, weshalb der Urin dunkel wird. In diesem Fall hat der Urin eine dunkelgelbe Farbe.

Geringe Flüssigkeitsaufnahme
Mangel an Flüssigkeit provoziert die Konzentration von Urochromen, die den Urin orange oder gelb färben. Dehydratation ist somit eine weitere häufige Ursache von dunkelgelbem Urin.
Eine Gastroenteritis kann diese Anzeichen verursachen, weil sie eine Ursache für Dehydratation ist.

Arzneimittel
Der Farbwechsel des Urins zu dunkelgelb oder orange kann durch einige Medikamente hervorgerufen werden wie:

  • Phenazopyridin (zur Behandlung einer Harnwegsinfektion),
  • Chemotherapeutika,
  • einige Laxantien,
  • Antikoagulantien wie Coumadin.

Ursachen für orangefarbenen Urin sind auch einige Leber- oder Gallenkrankheiten.

Roter oder rötlicher Urin

Ernährung
Wenn man Speisen verzehrt, die eine natürliche rote Farbe haben (wie Rote Beete und Brombeeren), kann der Urin eine rote oder rötliche Farbe annehmen.

Krankheiten
Urin, der rot wird, kann durch einige Krankheiten hervorgerufen sein wie:

  • Harnwegsinfektion (besonders bei Frauen),
  • Nierenkrankheiten,
  • Nierensteine,
  • Harnblasentumor,
  • Nierenkrebs.

Das geschieht, weil diese Krankheiten Blutungen in den Harnwegen verursachen und damit rote Blutkörperchen im Urin erscheinen. Tatsächlich ist bei Kindern die Hämaturie (eine Krankheit, bei der Blut im Urin auftritt) eine der hauptsächlichen Ursachen für roten Urin.

Urin von grüner oder blauer Farbe

Grüner Urin kann eine Nebenwirkung auf Medikamente wie Amitriptylin und Indoxen sein. Er kann auch bei Personen auftreten, die zu viel Spargel oder gefärbte Lebensmittel gegessen haben.

Blauer Urin kann auf das „blaues-Windel-Syndrom“ zurückzuführen sein.
Das ist eine seltene Erkrankung, bei der die Farbe des Urins blau verfärbt wird.
Es handelt sich dabei um eine autosomal-rezessiv vererbte Stoffwechselerkrankung, die bei Säuglingen zu sehen ist. Sie verursacht eine bläuliche Verfärbung der Windeln des Kindes.

Hellgelber oder durchsichtiger Urin

Heller Urin weist darauf hin, dass der Gesundheitszustand gut ist. Man sollte sich weiterhin gesund ernähren und eine Ernährung einhalten, die für den eigenen Körpertyp geeignet ist.
Hat der Urin keine Farbe, kann das auf einen Diabetes insipidus hinweisen, der große Mengen stark verdünnten Urins hervorruft.

Trüber oder dunkler Urin

Trüber Urin kann durch eine Infektion verursacht sein, meist von den Harnwegen.
Übelriechender Urin bestätigt eine Harnwegsinfektion.
Nierensteine können Eiter im Urin verursachen, der dann trüb oder dunkel erscheint. Die Gonorrhoe (Tripper) führt zu Scheidenausfluss oder der Bildung von Eiter, wenn der Penis betroffen ist. Das kann zu einem stark getrübten Aussehen des Urins führen, der an dunkles Bier erinnert.

Bei Kindern könnte getrübter Urin ernster sein als bei Erwachsenen.

Mögliche Ursachen für dunklen Urin

  • Dehydratation
  • Harnwegsinfekt
  • Vitaminergänzungsmittel oder einige Medikamente, zum Beispiel Omeprazol
  • Niereninfektion
  • Gelbsucht (Ikterus)
  • Hämolytische Anämie
  • Mononukleose
  • Lebertumor

Dunkelvioletter Urin

Die Porphyrie ist eine seltene Krankheit, die das Nervensystem und/oder die Haut betrifft. Es ist eine genetische Erkrankung, bei der es zur Bildung chemischer Substanzen im Körper kommt, sogenannter Porphyrine. Eines der vielen Symptome bei dieser Erkrankung ist der dunkelviolette Urin.

Dunkler Urin während der Schwangerschaft

Während der Schwangerschaft kommt es häufig zu dunklem Urin, das muss nicht ernsthaft beunruhigen. Jedoch sollte man eine bleibende Farbveränderung des Urins dem Arzt berichten.

Gründe für dunklen Urin in der Schwangerschaft

Da es auch auf ein Problem hinweisen kann wird empfohlen, im Zweifelsfalle einen Gynäkologen zu konsultieren.
Einer der Hauptgründe der Farbveränderung des Urins ist die Dehydratation.
Diese Erkrankung wird durch anhaltendes Erbrechen verursacht (besonders im ersten Schwangerschaftsdrittel), das zu Wasserverlust führt.
Dies führt zu einem geringen Abgang von konzentriertem Urin, der dunkelgelb und dickflüssig erscheinen kann.
Ist die Ausscheidung trüb, kann sie durch eine sogenannte Proteinurie verursacht sein. Sind Proteinmoleküle vorhanden, die über den Urin ausgeschieden werden, kann dieser ein dunkleres Aussehen haben.
Man kann das bei Frauen beobachten, die sich im zweiten oder dritten Schwangerschaftsdrittel befinden.
Das Auftreten von Harnwegsinfektionen ist bei schwangeren Frauen sehr häufig. Andere Symptome können Brennen beim Wasserlassen und einen ausgeprägten Harndrang einschließen.
Eine andere häufige Ursache ist die Zystitis (oder Harnblasenentzündung).

Die Hämaturie (oder Blut im Urin) ist ein weiterer Grund für eine dunkle Farbe.
Es besteht eine anormale Erhöhung der Anzahl roter Blutkörperchen, die aus dem Körper ausgeschieden werden.
Dies führt zu einer braunen oder rötlichen Verfärbung.
Die schwangeren Frauen verzehren Lebensmittel mit reichlich Phosphat, zum Beispiel Milch und Gemüse (wie Spargel und Rote Beete).
Die Phosphatmoleküle kristallisieren, werden mit dem Urin ausgeschieden und verursachen dadurch eine Urinverfärbung.
Andere Ursachen sind Niereninfektionen oder sexuell übertragbare Erkrankungen wie Gonorrhoe.

Symptome bei dunklem Urin

Wenn dunkler Urin mit keinem wichtigen gesundheitlichen Problem zusammenhängt, müssen nicht unbedingt Begleitsymptome auftreten.
Aufgrund einer Dehydratation kann übler Geruch auftreten, weil sich restliches Stickstoffmaterial im Urin konzentriert.
Es kann auch ein starker und schlechter Geruch vorhanden sein, wenn die Ursache des dunklen Urins in einer Harnwegsinfektion liegt.
Gewöhnlich ist eine Harnwegsinfektion durch einen trüben und übelriechenden Urin charakterisiert.
Eine Zystitis kann andere Symptome hervorrufen wie:

  • häufiger Harndrang,
  • Schmerzen und brennendes Gefühl während der Miktion,
  • Fieber.

Ursachen für schäumenden Urin

Schäumender Urin in der Toilettenschüssel kann heftige Sorge auslösen. Allerdings ist das nicht unbedingt alarmierend.
Schäumender Urin am Morgen oder zu irgendeinem anderen Zeitpunkt kann viele Gründe haben wie:

Schnelle Miktion
Schäumender Urin kann durch eine schnelle Miktion auftreten. Manchmal wartet man zu lange, ehe man zur Toilette geht und hat eine große Urinmenge in der Blase. Das kann zu übereiltem Wasserlassen führen, um die Blase so schnell wie möglich zu entleeren.
Der Harnstrom trifft sehr schnell auf die Toilettenschüssel und bildet dadurch Schaum.

Konzentrierter Urin
Wenn man wenig trinkt, entsteht ein konzentrierter Urin, der Schaum bilden kann.
Konzentrierter Urin weist auch auf eine geringradige Dehydratation hin.
Schäumender Urin aufgrund einer starken Konzentration oder Dehydratation ist nicht schwerwiegend. Um die Bläschenbildung zu unterbinden, sollte man reichlich trinken und den Körper hydrieren.

Anwesenheit von Spermien
Das Vorkommen von Sperma im Urin führt beim Ausscheiden aus dem Körper zu schäumendem Urin. In der Regel verbleibt nach einem Geschlechtsverkehr eine kleine Menge Sperma in der Harnröhre. Diese Menge ist jedoch unbedeutend und kann nicht zu schäumendem Urin führen.
Andererseits wird bei einer retrograden Ejakulation (der Blasenschließmuskel funktioniert nicht richtig) Sperma in die Harnblase gedrückt. Dies kann schäumenden Urin verursachen.

Proteinurie
Die Proteinurie (oder deutliche Menge an Eiweiß im Urin) ist eine der häufigsten Ursachen für schäumenden Urin.
Eine kleine Menge Protein wird natürlicherweise im Urin ausgeschieden. Ist diese Menge jedoch erhöht, nennt sich die Erkrankung Proteinurie.
Bei der Miktion erzeugen die Proteine, wenn sie in der Toilettenschüssel auftreffen, einen schäumenden Urin.

Dunkler Urin
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Schwangerschaft
Manchmal trinkt eine schwangere Frau nicht genügend Wasser und ist leicht dehydriert. Das führt zu konzentriertem Urin, der auch schäumen kann. Allerdings kann schäumender Urin während der Schwangerschaft auch ein Hinweis auf eine Proteinurie sein. Das Vorkommen von Eiweiß im Urin kann auf eine Präeklampsie hinweisen, die eine schwerwiegende Erkrankung ist.

Harnwegsinfekt
Wenn Mikroorganismen die Harnwege angreifen, verursacht dies eine Harnwegsinfektion.
Diese Störung tritt vor allem bei Frauen auf.

Nierenproblem
Schäumender Urin ist auch ein Symptom einer Funktionsstörung oder Läsion an den Nieren.
Da die Nieren für die Filterung verantwortlich sind, stört eine Schädigung derselben das Filtersystem.
Die Nieren sind nicht in der Lage, ausreichend zu funktionieren und Eiweiß gelangt in den Urin.
Dieses Eiweiß verursacht schäumenden Urin.

Mögliche Ursachen für gelben Urin am Morgen

Was verursacht gelben Urin am Morgen? Die Farbveränderung des Urins weist auf einige Erkrankungen wie Gelbsucht (Ikterus) und Dehydratation hin.
Menschen, die Paracetamol einnehmen, leiden unter nächtlichem Schwitzen, das wiederum zu Flüssigkeitsverlust und somit zu dunklem Urin führt.

Dehydratation
Dehydratation ist die häufigste Ursache für dunkelgelben Urin am Morgen.
Ein Mensch, der nicht genügend Wasser trinkt, leidet an dieser Störung, besonders nach dem Joggen, nach Sport oder nach einer Anstrengung.
Starkes Schwitzen kann zu Dehydratation und zu dunkelgelbem Urin führen.
Das Trinken von ausreichend Wasser ist das wirksamste und einfachste Hausmittel.

Nahrungsmittel
Der Verzehr einiger Lebensmittel (zum Beispiel Spargel und Bohnen) kann zu einer dunkelgelben Verfärbung des Urins führen.
Der Verzehr von Roter Beete kann zu lilafarbenem/rötlichem Urin führen.
Nach dem Verzehr von Brombeeren und Rhabarber kann man einen dunkelroten Urin beobachten.

Arzneimittel
Die Einnahme gewisser Pharmaka oder Nahrungsergänzungsmittel kann dunkelgelben Urin am Morgen verursachen.
Zum Beispiel können Vitamin-B-Ergänzungsmittel und Carotin den Urin dunkelgelb färben.
Der Gebrauch mancher Medikamente (wie Derivate von Chinin, die Sulfamethoxazol und Nitrofurantoin enthalten) kann dunkelgelben oder braunen Urin verursachen.

Krankheiten

Wenn dunkelgelber Urin beobachtet wird, der 3-4 Tage lang besteht, ohne dass Medikamente eingenommen oder Lebensmittel verzehrt werden, die die Urinfarbe verändern könnten, sollte man unverzüglich den Arzt aufsuchen. Dunkelgelber Urin kann das Symptom sein von:

  • Ikterus,
  • Zirrhose,
  • anderen Lebererkrankungen,
  • Zystitis,
  • Infektion der Harnwege.

Während der Schwangerschaft ist der Grund für dunklen Urin eine Dehydratation durch morgendliche Übelkeit, Zystitis oder Infektion der Harnwege. Dunkler Urin ist auch ein Symptome einer akuten Niereninsuffizienz.
Die hämolytische Anämie kann eine andere Ursache für die Dunkelfärbung des Urins sein.
Bei der hämolytischen Anämie verursacht ein anormaler Abbau der roten Blutkörperchen den Ausstoß derselben über den Urin.
Hämaturie (rote Blutkörperchen, die über den Urin ausgeschieden werden und eine dunkelgelbe oder rötliche Farbe verursachen) kann durch Nierensteine, Harnwegsinfektion und Gallensteine verursacht sein. Gelber Urin kann auf eine Niereninfektion oder eine Kupfervergiftung zurückzuführen sein.
Urin kann aufgrund schwerer Erkrankungen wie Melanom, Hautkrebs oder andere Tumorarten dunkelgelb werden.

Trüber Urin

Normalerweise ist Urin klar wie Wasser, leicht gelb gefärbt und riecht kaum. Die Flüssigkeit ist ein Ausscheidungsprodukt des Körpers: Unsere Nieren filtern täglich etwa 180 Liter Harn aus dem Blutplasma und entziehen ihm die Inhaltsstoffe, die der Körper verwerten kann.

Zurück bleibt der Endharn, der über Harnleiter und Blase ausgeschieden wird. Dieser Urin besteht vor allem aus Wasser, die leichte Gelbfärbung des Urins stammt von den sogenannten Urochromen. Dabei handelt es sich um gelbe Farbstoffe. Sie sind wiederum Abbauprodukte des Gallenfarbstoffs Bilirubin. Daneben enthält Urin in winzigen Mengen Stoffe wie:

  • Harnsäure
  • Harnstoff
  • Kreatinin
  • Salze
  • Hormone

Trüber Urin mit Flocken und/oder stechendem Geruch

Manchmal ändern sich Aussehen und Geruch des Urins jedoch. Er wird trüb, entwickelt einen unangenehmen, stechenden Geruch, zusätzlich können Flocken ausfallen. Das bedeutet, dass die Zusammensetzung des Urins nicht mehr stimmt und der Harn Stoffwechselprodukte enthält, die normalerweise nicht darin sein sollten. Der Harn weist einen oder mehrere der folgenden Stoffe in hoher Konzentration auf:

  • Eiweiß – das geschieht, wenn die Nieren den Harn nicht mehr richtig filtern können.
  • Leukozyten – die weißen Blutkörperchen treten zur Bekämpfung von Entzündungen auf.
  • Bakterien, Schleim- und Eiterpartikel – werden mit dem Harn bei Entzündungen ausgeschwemmt.
  • Blutzellen – gelangen im Rahmen bestimmter Infektionskrankheiten wie einer Nierenbeckenentzündung und anderer entzündlicher Prozesse in den Urin, der sich dadurch dunkler und leicht bräunlich färbt.

Zehn Warnsignale im Urin

Trüber Urin – die häufigsten Ursachen

Doch warum ändert sich die Zusammensetzung des Urins? Auslöser dafür gibt es eine ganze Reihe. Manche sind eher harmlos. So können etwa bestimmte Lebensmittel den Urin leicht verfärben, zum Beispiel Rote Bete oder Zitrusfrüchte. Nach mehrmaligem Wasserlassen ist das Phänomen verschwunden. Auch bei einer zu geringen Flüssigkeitszufuhr dickt der Urin sozusagen ein und wird dunkelgelb bis orange. Sofort ausreichend zu trinken, gleicht das wieder aus. Meist kommen für trüben Urin, Flocken im Urin und strengen Geruch jedoch folgende Krankheiten als Ursachen infrage:

  • Blasenentzündung (Zystitis)
  • Nierenerkrankungen wie Nierensteine
  • Diabetes
  • Gonorrhö (Tripper)
  • Tuberkulose

Was trüber Urin beim Mann bedeuten kann

Daneben gibt es noch geschlechtsspezifische Ursachen für trüben Urin, die ausschließlich Männer oder Frauen betreffen. So kann sich der Urin bei Männern verändern, wenn die Prostata entzündet ist (Prostatitis).

Auch die gutartige Prostatavergrößerung (benigne Prostatahyperplasie, kurz BPH) beeinflusst Aussehen und Geruch des Urins: Die vergrößerte Prostata behindert den Harnabfluss aus der Blase. Es verbleibt Restharn darin, wodurch sich Bakterien schnell vermehren können.

Trüber Urin – mehrheitlich ein Frauen-Problem

Unbestritten tritt bei Frauen das Symptom trüber Urin besonders häufig auf. Die Erklärung: Frauen bekommen wegen ihrer kurzen Harnröhre besonders leicht eine Blasenentzündung und damit einen veränderten Urin als Symptom der Infektion.

Bakterien, etwa aus dem Darm, wandern über die Harnröhrenöffnung in die Harnröhre und gelangen zügig in die Blase. Frauen, die bereits öfter eine Blasenentzündung gehabt haben, sind deshalb besonders aufmerksam, wenn ihr Urin anders aussieht und riecht als sonst – weil es sich um das erste Anzeichen einer Harnwegsinfektion handeln kann.

Was tun bei Blasenentzündung?

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Trüber Urin in der Schwangerschaft

Auch in der Schwangerschaft kann sich die Zusammensetzung des Urins verändern. So weisen etwa starke Gelbfärbung und süßlicher Geruch auf das Schwangerschaftshormon hCG (humanes Choriongonadotropin) hin. Es wird in der Plazenta gebildet. Viele Schwangerschaftstests nutzen das, indem sie mit einer Urinprobe den Gehalt an hCG im Urin bestimmen.

Für trüben Urin in der Schwangerschaft gibt es eine Reihe von Erklärungen. So kann die Ursache harmlos sein und etwa durch eine veränderte Ernährungsweise entstehen. Viele Frauen essen in der Schwangerschaft mehr und häufig Milchprodukte. Beide Faktoren können den Urin etwas verändern.

Weniger harmlos sind die Blasenentzündungen, die viele Frauen vor allem in den letzten drei Monaten der Schwangerschaft betreffen. Oft sind erste Anzeichen der Zystitis trüber Urin, Flocken im Urin oder unangenehmer Geruch. Auch Brennen und Schmerzen beim Wasserlassen sind häufig.

Durch die hormonelle Umstellung in der Schwangerschaft weiten sich die Harnwege. Bakterien können dadurch umso schneller in die Blase aufsteigen. Weil Harnwegsinfektionen in der Schwangerschaft zu Komplikationen führen können – etwa Frühgeburt –, ist eine gezielte Behandlung durch den Arzt wichtig.

Gleiches gilt für die Gestose (Präeklampsie oder „Schwangerschaftsvergiftung“). Der Blutzucker steigt gefährlich an. Das kann sich auch durch einen hohen Anteil von Eiweiß im Urin zeigen. Deutlich wird das durch Eintrübung. Schwangere sollten deshalb jede Veränderung des Urins vom Arzt abklären lassen, um schwerwiegende Folgen für sie selbst und das ungeborene Kind abzuwenden.

Trüber Urin – wann zum Arzt und wie behandeln?

Das Symptom trüber Urin kann harmlos sein, wenn es beispielsweise durch die Ernährungsweise zustande kommt oder nur kurzfristig auftritt. Andererseits verursachen unterschiedlichste Krankheiten und Veränderungen im Körper die Eintrübung. Zum Arzt sollten Sie immer dann gehen, wenn eines dieser Anzeichen dazukommt:

  • Der Urin bleibt länger als drei Tage trüb.
  • Sie haben starke Schmerzen beim Wasserlassen.
  • Der Harn ist rötlich oder etwas braun (Blut im Urin).
  • Sie haben Fieber.
  • Sie haben Krämpfe.

Mit einem Urintest kann der Arzt feststellen, was tatsächlich hinter dem Symptom trüber Urin steckt. Allerdings dauert die labortechnische Untersuchung mitsamt Anlegen einer Bakterienkultur mehrere Tage. Bis dahin setzt jedoch oft schon die Behandlung ein – und zwar je nachdem, welche zusätzlichen Anzeichen vorliegen.

Ein Beispiel: Kommen zum trüben Urin häufiger Harndrang und Schmerzen beim Wasserlassen dazu, handelt es sich in den meisten Fällen um eine Blasenentzündung. Pflanzliche Medikamente zum Beispiel mit Bestandteilen der harntreibenden Hauhechelwurzel haben sich hier bewährt.

  • Harnwegsinfekte natürlich und verträglich behandeln.

    Pflanzliche Hilfe – schon bei den ersten Anzeichen einer Blasenentzündung anwendbar.

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Befindet sich zusätzlich Blut im Urin des Patienten, wird der Arzt jedoch ein Antibiotikum verschreiben, um ein Aufsteigen des Harnwegsinfekts in die Nierengegend zu verhindern.

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