Unterhalt berechnen 2018

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Unterhaltsrechner 2019 | 2020

Die Unterhaltsberechnung ist ein sehr komplexes Thema, weshalb Sie auf der Seite unterhalt.net ein nützliches Tool zur eigenen Berechnung finden: den Unterhaltsrechner (mit den neuen Werten ab 01.01.2020). Je nachdem, welchen Unterhalt sie errechnen möchten, müssen Sie zunächst ihr monatliches Nettoeinkommen in den Rechner eingeben. Von diesem Nettoeinkommen werden im Rechner-Tool noch automatisch 5% für berufsbedingte Aufwendungen abgezogen (mindestens 50 Euro, höchstens 150 Euro). Sollten Sie höhere berufsbedingte Aufwendungen haben, so können Sie dies ebenfalls vermerken, womit anschließend vom verminderten Betrag gerechnet wird. Diese müssen jedoch nachgewiesen werden und werden im Unterhaltsrechner nicht daraufhin geprüft. Bitte lesen Sie auch die HINWEISE unter dem Rechner.

Unterhaltsrechner

Lesen Sie auch: Unterhaltsberechnung

Die Rechnerdaten befindet sich auf dem aktuellen Stand und haben die Werte der Düsseldorfer Tabelle ab 01.01.2019 sowie basierend auf den Mindesunterhaltssätzen zum 01.01.2020 bereits eingearbeitet. Regelmäßig werden Änderungen im Rechner eingepflegt. Die letztmalige Änderung im Bereich der Tabellen-Beträge gab es zum 01.01.2019. Ende September 2019 wurde die Erhöhung des Mindestunterhalts für 2020 bekanntgegeben – also der Kindesunterhalt für Minderjährige. Gleichzeitig wurde auch das Kindergeld um 10 Euro je Kind ab 01.07.2019 angehoben. Eine nächste Kindergelderhöhung ist erst wieder zum 01.01.2021 geplant.

Grundlage für die Berechnung des Kindesunterhalts

Die Grundlage zur Ermittlung des Kindesunterhalts bietet als Richtschnur die Düsseldorfer Tabelle. Um einen Überblick über die erste Einkommensstufe zu erhalten, hier ein Auszug:

gültig ab 01.01.2020

NETTOEINKOMMEN DES
UNTERHALTSPFLICHTIGEN IN €
ALTERSSTUFEN IN JAHREN (§ 1612 A I BGB)
BETRÄGE IN €
BEDARFS-
KONTROLL-
BETRAG IN €
0-5 6-11 12-17 AB 18
bis 1.900 369 424 497 530 960/ 1.160

Jetzt einen erfahren Anwalt um Rat fragen! https://www.unterhalt.net/anwalt/kindesunterhalt.html

gültig ab 01.01.2019

NETTOEINKOMMEN DES
UNTERHALTSPFLICHTIGEN IN €
ALTERSSTUFEN IN JAHREN (§ 1612 A I BGB)
BETRÄGE IN €
BEDARFS-
KONTROLL-
BETRAG IN €
0-5 6-11 12-17 AB 18
bis 1.900 354 406 476 527 880/ 1.080

gültig ab 01.01.2018

NETTOEINKOMMEN DES
UNTERHALTSPFLICHTIGEN IN €
ALTERSSTUFEN IN JAHREN (§ 1612 A I BGB)
BETRÄGE IN €
BEDARFS-
KONTROLL-
BETRAG IN €
0-5 6-11 12-17 AB 18
bis 1.900 348 399 467 527 880/ 1.080

gültig ab 01.01.2017

NETTOEINKOMMEN DES
UNTERHALTSPFLICHTIGEN IN €
ALTERSSTUFEN IN JAHREN (§ 1612 A I BGB)
BETRÄGE IN €
BEDARFS-
KONTROLL-
BETRAG IN €
0-5 6-11 12-17 AB 18
bis 1.500 342 393 460 527 880/ 1.080

Kindergeldanrechnung

Von diesen Beträgen wird bei minderjährigen Kindern das Kindergeld zur Hälfte und bei Volljährigen voll in Abzug gebracht. Die Kindergeldanrechnung funktioniert im Unterhaltsrechner automatisch und muss nicht gesondert nachgeholt werden.

Erneut ist das Kindergeld zum 01.07.2019 um weitere 10 Euro je Kind gestiegen und wird in 2021 weiter erhöht. Das Kindergeld beträgt:

01.01.2018 01.01.2019 ab 01.01.2021
1. und 2. Kind 194 Euro 204 Euro 219 Euro
3. Kind 200 Euro 210 Euro 225 Euro
ab 4. Kind 225 Euro 235 Euro 250 Euro

Weitere Unterhaltsberechnungen

Der Rechner rechnet nicht nur den zu zahlenden Unterhalt für Kinder aus sondern auch zusätzlich

  • Betreuungsunterhalt
  • Trennungsunterhalt
  • Ehegattenunterhalt

weshalb auch das Einkommen des Unterhaltsgläubigers abgefragt wird. Zugrunde gelegt wird dabei die Anwendung der 3/7-Methode des Differenzeinkommens zwischen Unterhaltsschulnder und Unterhaltsempfänger.

Zusätzlich wird das Nettoeinkommen des Unterhaltsempfängers auch bei der Berechnung des Kindesunterhalts für volljährige Kinder benötigt, da ab Eintreten der Volljährigkeit beide Eltern zu Barunterhalt verpflichtet sind und sich den errechneten Barunterhalt im Verhältnis ihrer Einkommen zueinander teilen müssen.

Komplexe Berechnungsabläufe

Bei der Berechnung des Unterhalts gibt es verschiedene Dinge zu beachten. Zum einen die Rangfolge – minderjährige sowie privilegiert volljährige Kinder sind immer stets an erster Stelle zu bedienen, vor Ehegatten/ erziehenden Elternteilen und nicht privilegierten Volljährigen.

Zudem müssen die verschiedenen Selbstbehalte berücksichtigt werden, die sich ebenfalls nach der Rangordnung des Unterhaltsbedürftigen richten. Diese Werte bilden die Grenze der Leistungsfähigkeit des Unterhaltspflichtigen und sollen das Existenzminimum sichern. Diese Werte werden automatisch im Unterhaltsrechner berücksichtigt.

Je nach Höhe des Einkommens und Anzahl der Kinder kann es also durchaus passieren, dass nach der Erfüllung der Unterhaltspflicht für die Kinder kein weiterer Unterhalt mehr gezahlt werden kann, da sonst der Selbstbehalt der Unterhaltspflichtigen unterschritten würde. Können nicht alle Unterhaltsberechtigten mangels Einkommen mit dem vollen Unterhalt versorgt werden, erfolgt eine quotenmäßige Verteilung (Mangelfallrechnung).

Weitere Rechner auf unterhalt.net: Scheidungskosten Rechner

Beispiel zur Berechnung des Unterhalts im Mangelfall

Ein Vater hat ein monatlich anrechenbares Nettoeinkommen von 1.400 € und muss für zwei Kinder Unterhalt zahlen. Nach Abzug des hälftigen Kindergeldes würden sich ab 01.01.2020 folgende Unterhaltsbeträge ergeben:

  1. Kind (16 Jahre): 395 €
  2. Kind (11 Jahre): 322 €

In der Summe müsste der Vater also 717 € Kindesunterhalt zahlen. Zieht man nun diese 717 € von den 1.400 € Einkommen ab, so würde sein Selbstbehalt von 1.160 € (ab 2020) unterschritten. Aus diesem Grund muss auf die Verteilungsmasse des Einkommens zurückgegriffen werden, die in diesem Fall bei 240 € liegt (1.400 € – 1.160 €). Diese Verteilungsmasse wird nun ins Verhältnis zum vollen Kindesunterhalt gesetzt, also 240 € / 717 € = 0,33. Diese 0,33 ist nun die Quote, mit der Unterhalt gezahlt wird, folglich 1. Kind 395 € * 0,33 = 130,35 € und 2. Kind 322 € * 0,33 = 106,26 €.

Beim Unterhalt für ein minderjähriges Kind ist zu beachten, dass es einen gesetzlichen Mindestunterhalt gibt. In gleicher Höhe wird auch der Unterhaltsvorschuss erbracht, wenn der Unterhaltsschuldner seiner Unterhaltspflicht nicht nachkommt.

letzte Aktualisierung: 18.12.2019

Düsseldorfer Tabelle 2020 und 2019 – die Unterhaltstabelle

Symbol Rechner

Rechner zum Thema

Kindesunterhalt für voll- und minderjährige Kinder sowie der Ehegattenunterhalt werden mit Hilfe des Unterhaltsrechners bestimmt. Grundlage ist die Düsseldorfer Tabelle (DT). Berücksichtigt werden auch die offiziellen Anmerkungen zur DT, wonach die Einstufung in eine entsprechende Einkommensgruppe auch abhängig von der Anzahl Unterhaltsberechtigter und vom Bedarfskontrollbetrag ist. Zahlreiche Erklärungen und Herleitungen machen jeden Rechenschritt nachvollziehbar. Aktualisiert am 16.12.19 von Stefan Banse

Die Düsseldorfer Tabelle, auch als Unterhaltstabelle bekannt, enthält Leitlinien für den Unterhaltsbedarf von Unterhaltsberechtigten. 1962 eingeführt durch das Oberlandesgericht Düsseldorf, ist sie abgestimmt mit den anderen Oberlandesgerichten und dem Deutschen Familiengerichtstag. Die Düsseldorfer Tabelle hat keine Gesetzeskraft, sie dient aber als Leitlinie für die Familiengerichte. Mit ihrer Hilfe soll die Rechtsprechung der Familiengerichte u.a. in Bezug auf den Kindesunterhalt standardisiert und damit gerechter gestaltet werden.

Sie besteht aus vier Teilen:

  • A: Kindesunterhalt,
  • B: Ehegattenunterhalt,
  • C: Mangelfälle und
  • D: Verwandtenunterhalt

Die einzelnen Oberlandesgerichte veröffentlichen zudem ergänzende Leitlinien, die zusätzliche Erläuterungen enthalten.

Teil A für 2020: Kindesunterhalt

Die folgende Düsseldorfer Tabelle 2020 weist abhängig von der Einkommensgruppe und dem Alter des Kindes den monatlichen Unterhaltsbedarf 2020 der unterhaltsberechtigten Kinder aus. Der Bedarf ist allerdings nicht identisch mit dem Zahlbetrag, was im weiteren erläutert wird.

Düsseldorfer Tabelle 2020 (Bedarfssätze)
Einkommensgruppe bei
unterhaltsrelevantem
Nettoeinkommen
Altersstufen in Jahren Bedarfskon-
trollbetrag
0-5 6-11 12-17 ab 18
1 0 bis 1.900 € 369 € 424 € 497 € 530 €
2 1.901 bis 2.300 € 388 € 446 € 522 € 557 € 1.400 €
3 2.301 bis 2.700 € 406 € 467 € 547 € 583 € 1.500 €
4 2.701 bis 3.100 € 425 € 488 € 572 € 610 € 1.600 €
5 3.101 bis 3.500 € 443 € 509 € 597 € 636 € 1.700 €
6 3.501 bis 3.900 € 473 € 543 € 637 € 679 € 1.800 €
7 3.901 bis 4.300 € 502 € 577 € 676 € 721 € 1.900 €
8 4.301 bis 4.700 € 532 € 611 € 716 € 764 € 2.000 €
9 4.701 bis 5.100 € 561 € 645 € 756 € 806 € 2.100 €
10 5.101 bis 5.500 € 591 € 679 € 796 € 848 € 2.200 €
ab 5.501 € nach den Umständen des Falles

Hier gibt es die Düsseldorfer Tabelle 2020 als Bild zum Ausdrucken. >>

Teil A für 2019: Kindesunterhalt

Die folgende Düsseldorfer Tabelle 2019 weist abhängig von der Einkommensgruppe und dem Alter des Kindes den monatlichen Unterhaltsbedarf 2019 der unterhaltsberechtigten Kinder aus. Der Bedarf ist allerdings nicht identisch mit dem Zahlbetrag, was im weiteren erläutert wird.

Düsseldorfer Tabelle 2019 (Bedarfssätze)
Einkommensgruppe bei
unterhaltsrelevantem
Nettoeinkommen
Altersstufen in Jahren Bedarfskon-
trollbetrag
0-5 6-11 12-17 ab 18
1 0 bis 1.900 € 354 € 406 € 476 € 527 €
2 1.901 bis 2.300 € 372 € 427 € 500 € 554 € 1.300 €
3 2.301 bis 2.700 € 390 € 447 € 524 € 580 € 1.400 €
4 2.701 bis 3.100 € 408 € 467 € 548 € 607 € 1.500 €
5 3.101 bis 3.500 € 425 € 488 € 572 € 633 € 1.600 €
6 3.501 bis 3.900 € 454 € 520 € 610 € 675 € 1.700 €
7 3.901 bis 4.300 € 482 € 553 € 648 € 717 € 1.800 €
8 4.301 bis 4.700 € 510 € 585 € 686 € 759 € 1.900 €
9 4.701 bis 5.100 € 539 € 618 € 724 € 802 € 2.000 €
10 5.101 bis 5.500 € 567 € 650 € 762 € 844 € 2.100 €
ab 5.501 € nach den Umständen des Falles

Hier gibt es die Düsseldorfer Tabelle 2019 als Bild zum Ausdrucken. >>

Kinder mit eigenem Hausstand haben anderen Unterhaltsbedarf

Der Bedarf der Kinder, die schon alleine wohnen, richtet sich nicht nach der Tabelle, sondern ist ab 2020 mit monatlich 860 Euro festgelegt. Darin enthalten sind 375 Euro für die Unterkunftskosten einschließlich Nebenkosten. (2019 waren dies noch 735 Euro inkl. 300 Euro Unterkunftskosten)

Kindergeld kann vom Tabellenbedarf abgezogen werden

Die in der Düsseldorfer Tabelle dargestellten Werte entsprechen dem Unterhaltsbedarf der Kinder. Dieser Bedarf wird aber zum Teil durch das Kindergeld abgedeckt, so dass der Zahlbetrag für das Kind entsprechend geringer ausfällt. Somit kann der Unterhaltspflichtige das Kindergeld vom Tabellenbetrag kürzen.

Kindergeld 2020
1. und 2. Kind 204 €
3. Kind 210 €
ab 4. Kind 235 €
Kindergeld 2019 ab dem 1. Juli 2019
1. und 2. Kind 204 €
3. Kind 210 €
ab 4. Kind 235 €
Kindergeld 2019 bis zum 30. Juni 2019
1. und 2. Kind 194 €
3. Kind 200 €
ab 4. Kind 225 €

Das Kindergeld für minderjährige Kinder steht beiden Eltern zu. Insofern kann der Unterhaltsschuldner als Barunterhaltspflichtiger die Hälfte des Kindergelds vom Tabellenunterhalt abziehen, um seinen Zahlbetrag zu ermitteln. Das Kindergeld für volljährige Kinder steht den Kindern selbst zu. Hier kann das volle Kindergeld vom Tabellenunterhalt abgezogen werden.

In den Tabellen mit den Zahlbeträgen zum Kindesunterhalt erhalten Sie einen entsprechenden Überblick:

  • Zahlbeträge für erstes Kind
  • Zahlbeträge für zweites Kind
  • Zahlbeträge für drittes Kind
  • Zahlbeträge ab viertem Kind

Eigenbedarf gegenüber den Kindern

Gegenüber den minderjährigen bzw. priviligiert volljährigen Kindern besteht ein Eigenbedarf von 1.160 Euro bei Erwerbstätigen bzw. 960 Euro bei nicht Erwerbstätigen (2019: 1.080 Euro bzw. 880 Euro). Gegenüber nicht priviligierten volljährigen Kindern beträgt der Eigenbedarf 1.400 Euro (2019: 1.300 Euro).

Düsseldorfer Tabelle: Ermittlung des unterhaltsrelevanten Einkommens („Bereinigtes Nettoeinkommen“)

Das bereinigte Netto setzt sich u.a. zusammen aus den Einkünften aus Erwerbstätigkeit und allen anderen Einkunftsarten. Hinzu kommt z.B. der sogenannte Wohnvorteil, also die fiktive Mietersparnis bei Bewohnen eines Eigenheims. Abgezogen werden können Aufwände aus ehebedingten Schulden sowie berufsbedingte Aufwendungen. Letztere können auch pauschal mit 5 Prozent (min. 50 Euro, max. 150 Euro) vom Erwerbseinkommen berechnet werden.

Korrektur der Einkommensgruppe aufgrund der Anzahl Unterhaltberechtigter

Die obige Tabelle stellt den Unterhaltsbedarf bei genau zwei Unterhaltsberechtigten dar. Dies ist zum Beispiel der Fall, wenn ein Kind und der Ehepartner unterhaltsberechtigt sind. Bei einer größeren/geringeren Anzahl Unterhaltsberechtigter können Ab- oder Zuschläge durch Einstufung in niedrigere/höhere Gruppen angemessen sein.

Korrektur der Einkommens­gruppe aufgrund der Unter­schrei­tung des Bedarfs­kontroll­betrags

Der Bedarfs­kontroll­betrag des Unterhalts­pflichtigen ab Gruppe 2 ist nicht identisch mit dem Eigenbedarf. Er soll eine ausgewogene Verteilung des Einkommens zwischen dem Unterhalts­pflichtigen und den unterhalts­berechtigten Kindern gewährleisten. Wird er unter Berücksichtigung anderer Unterhalts­pflichten unterschritten, ist der Betrag in der Düsseldorfer Tabelle der nächst niedrigeren Gruppe, deren Bedarfs­kontroll­betrag nicht unter­schritten wird, anzusetzen.

B: Ehegattenunterhalt

Die monatlichen Unterhalts­richtsätze des berechtigten Ehegatten sind 3/7 der Differenz zwischen den anrechenbaren Erwerbseinkommen der Ehegatten. Für sonstige anrechenbare Einkünfte gilt der Halbteilungs­grundsatz. Grundsätzlich wird dabei der vorrangige Kindesunterhalt vorab vom Erwerbseinkommen abgezogen. Der Eigenbedarf beträgt 2020 für Erwerbstätige 1.280 Euro und für nicht Erwerbstätige 1.180 Euro. 2019 waren es unabhängig davon, ob erwerbstätig oder nicht erwerbstätig 1.200 Euro.

C: Mangelfälle

Ein Mangelfall tritt ein, sobald das Einkommen zur Deckung des Bedarfs des Unterhalts­pflichtigen und der gleichrangigen Unterhalts­berechtigten nicht ausreicht. Dann muss die nach Abzug des notwendigen Selbstbehalts des Unterhalts­pflichtigen verbleibende Verteilungsmasse auf die Unterhalts­berechtigten im Verhältnis ihrer jeweiligen Einsatzbeträge gleichmäßig verteilt werden.

Berechnung von Kindes- und Ehegattenunterhalt per Unterhaltsrechner

Überlassen Sie die Berechnung von Kindesunterhalt und Ehegattenunterhalt unter Berücksichtigung aller obigen Faktoren, wie die Korrektur der Einkommensgruppe, die Berücksichtigung des Bedarfskontrollbetrags oder Mangelfälle einfach unserem Unterhaltsrechner. Jeder einzelene Rechenschritt und die Herleitung des Ergebnisses werden dort anhand der Infobuttons im Berechnungs­fenster detailliert erläutert. Möchten Sie Kindesunterhalt oder Ehegattenunterhalt unabhängig voneinander berechnen, können sie auch den Kindesunterhalts-Rechner bzw. den Ehegattenunterhalts-Rechner nutzen.

D: Verwandtenunterhalt

Der angemessene Selbstbehalt gegenüber den Eltern beträgt ab 2020 mindestens monatlich 2.000 Euro (2019: 1.800 Euro) zuzüglich der Hälfte des darüber hinausgehenden Einkommens.

Glossar zur Unterhaltstabelle (Düsseldorfer Tabelle)

Altersstufe

Das Alter der jeweiligen Kinder hat Auswirkungen auf die Unterhaltshöhe bzw. den endgültigen Unterhaltsbetrag. Somit können Sie der obigen Unterhaltstabelle die Altersstufe entnehmen. Grob gesagt, je älter die Altersstufe ist, umso mehr steigt der Unterhaltsbetrag in der Tabelle.

Einkommensstufe

Die Einkommensstufen definieren über das Nettogehalt des unterhaltspflichtigen Partners die Bedarfssätze jeweiligen Kinder, also die Höhe des zu zahlenden Unterhalts. In der obigen Tabelle verwenden wir den gleichbedeutenden Begriff Einkommensgruppe statt Einkommensstufe. Der Grundbedarf ist dabei in der 1. Einkommensstufe (unterhaltsrechtliches Nettoeinkommen bis 1.900 Euro) angesetzt.

Der Kindesunterhalt muss immer die Versorgung von minderjährigen Kindern von getrennt lebenden oder geschiedenen Eltern sicher stellen. Die Kinder haben in diesem Fall einen gesetzlichen Anspruch auf Mindestunterhalt nach § 1612a Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) gegen den nicht im Haushalt lebenden Partner, der Unterhaltspflichtige. Die Höhe des Mindestunterhalts richtet sich nach dem Existenzminimum des minderjährigen Kindes (§ 1612 Abs. 1 Satz 2 BGB neue Fassung). Diesen soll das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz alle zwei Jahre neu bestimmen.

Unterhaltsberechtigte

Generell sind Unterhaltsberechtigt Personen, die gem. § 1602 BGB (Bürgerliches Gesetzbuch) außerstande sind, sich selbst zu unterhalten (zu versorgen). Diese sind in der Regel Kinder, Eheleute, Enkelkinder aber auch eigene Eltern usw. Die Unterhaltsberechtigung erfolgt nach einem Rangverhältnis bzw. der Rangfolge.

Auf den Seiten des Oberlandesgerichts Düsseldorf finden Sie auch frühere Düsseldorfer Tabellen sowie ergänzende Leitlinien.

Haben Sie weitere Fragen? Dann lesen Sie hier die 10 wichtigsten Fragen zum Thema Unterhalt: Symbol Play Die 10 wichtigsten Fragen zu Unterhalt

Quellenangaben

Insbesondere die Informationen folgender Quellen haben wir für die Themenwelt „Unterhalt“ verwendet:

  • Bürgerliches Gesetzbuch (Juris und Bundesministerium der Justiz)
  • Gesetz über das Verfahren in Familiensachen (Juris und Bundesministerium der Justiz)
  • Düsseldorfer Tabelle (OLG Düsseldorf)

Letzte Aktualisierung am 16.12.2019

Die letzten Änderungen in der Themenwelt „Unterhalt“ wurden am 16.12.2019 umgesetzt durch Stefan Banse . Hauptsächlich wurde folgendes aktualisiert:

  • 16.12.2019: Aktualisierung der Düsseldorfer Tabelle für 2020
  • 05.11.2019: Anpassung des Unterhaltsrechners sowie der Texte an die neuen Bedarfssätze für 2020.
  • 28.06.2019: Berücksichtigung der ab 1. Juli 2019 neu geltenden Kindergeldsätze im Unterhaltsrechner
  • 12.11.2018: Integration des Bildes zur Düsseldorfer Tabelle für 2019
  • 12.11.2018: Anpassung des Unterhaltsechners und der Texte an die Düsseldorfer Tabelle für 2019
  • Redaktionelle Überarbeitung aller Texte in dieser Themenwelt

Neue Düsseldorfer Tabelle 2020 – Kindesunterhalt berechnen

Details Kategorie: Familienrecht: Rechtstipps im Überblick zu Ehe, Unterhalt, Scheidung Zuletzt aktualisiert: 25. Dezember 2019 Zugriffe: 1617029 3.5784641068447 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 Rating 3.58 (599 Votes)

Ziele der Düsseldorfer Tabelle
Die Höhe des Kindesunterhaltes
Die Höhe des Selbstbehalts
Die Berücksichtigung des Kindergeldes
Anrechnung des Kindergeldes bei volljährigen Kindern
Die Ermittlung des unterhaltsrelevanten Einkommens
Der Unterhaltsrechner liefert erste ungefähre Werte
Wichtige Urteile zum Unterhalt

Ab dem 01. Januar 2020 gilt die neue Düsseldorfer Tabelle. Dabei haben Trennungskinder in Deutschland Anspruch auf eine höhere Unterhaltszahlung. Wie das Düsseldorfer Oberlandesgericht (OLG) mitteilte, werden die Mindestbedarfssätze ab 01. Januar 2020 erhöht.

Demnach steigt der niedrigste Satz für Kinder bis zum fünften Lebensjahr auf 369 Euro. Kinder zwischen 6 und 11 Jahren erhalten pro Monat 424 Euro. Kinder mit einem Alter von 12 bis 17 Jahren erhalten 497 Euro pro Monat. Bei volljährigen Kindern erhöht sich der Mindestbedarf auf 530 Euro.

Das Kindergeld erhöht sich zum 01.07.2019 wie folgt:

  • zum 01.01.2017 steigt das Kindergeld um 2 Euro
  • zum 01.01.2018 erfolgt eine weitere Erhöhung um 2 Euro
  • zum 01.07.2019 steigt das Kindergeld um 10 Euro

Somit ergibt sich folgendes Kindergeld:

2017 Kindergeld
1. Kind 192 Euro
2. Kind 192 Euro
3. Kind 198 Euro
ab 4. Kind 223 Euro
2018 Kindergeld
1. Kind 194 Euro
2. Kind 194 Euro
3. Kind 200 Euro
ab 4. Kind 225 Euro
2019 Kindergeld
1. Kind 204 Euro
2. Kind 204 Euro
3. Kind 210 Euro
ab 4. Kind 235 Euro

Wissenwertes vorab:

  • Die Düsseldorfer Tabelle ist maßgebend bei der Ermittlung der Höhe des Unterhalts für Kinder nach einer Trennung beider Elternteile
  • Unterhaltspflichtige müssen ab dem 1. Januar 2020 mehr für ihre minderjährigen Kinder zahlen.
  • Die Düsseldorfer Tabelle ist auf dem Stand vom 1. Januar 2020
  • Der Kindesunterhalt aus der Düsseldorfer Tabelle kann nicht als verbindlicher Zahlbetrag gehalten werden. Die Höhe des Unterhalts ergibt sich nach Abzug bestimmter Freibeträge und des monatlich gezahlten Kindergeldes
  • Der aktuelle Selbstbehalt für erwerbstätige Unterhaltspflichtige liegt für Kinder bis zum 21. Lebensjahr bei 1.160 Euro. Für nicht erwerbstätige Unterhaltspflichtige gilt ein Selbstbehalt von 960 Euro. Bei volljährigen Kindern beträgt der Selbstbehalt 1.400 Euro.
  • Ein Unterhaltsrechner kann zur Ermittlung des Unterhalts herangezogen werden. Trennung Unterhalt kostenlos berechnen funktioniert nur mit Tabellen und einer eigenständigen Berechnung anhand eines Unterhaltsrechners. Dieser liefert jedoch nur Richtwerte.
  • Der Kinderfreibetrag liegt im Jahr 2020 bei 5.172 Euro.
  • Der steuerliche Grundfreibetrag erhöht sich im Jahr 2020 auf 9.408 Euro.

Unterhaltsrechner – Düsseldorfer Tabelle Rechner

Düsseldorfer Tabelle 2020 zum Kindesunterhalt ala PDF-Download Neu

Neue Düsseldorfer Tabelle für das Jahr 2020

Unterhaltspflichtige müssen vom 1. Januar 2020 an mehr zahlen!

Wie wird der Unterhalt berechnet?

Beispiel Jahr 2020:

Nettoeinkommen Unterhaltspflichtiger: 1.450 Euro → 3 Kinder: Kind 18 Jahre alt (K 1), 7 Jahre alt (K 2), 5 Jahre alt (K 3)

Verteilungsmasse: 1.450 Euro – 1.160 Euro = 290 Euro

Unterhalt, wenn Person, bei der die Kinder leben, das Kindergeld bezieht:

K 1: 326 Euro (530 € – 204 €) + K 2: 322 Euro (424 € – 102 €) + K 3: 264 Euro (369 € – 105 €) = 912 Euro

K 1: 326 € x 290 € : 912 € = 103,66 €

K 2: 322 € x 290 € : 912 € = 102,39 €

K 3: 264 € x 290 € : 912 € = 83,95 €

Düsseldorfer Tabelle 2020

Bitte zu beachten: die Tabelle hat keine Gesetzeskraft, sondern stellt eine Richtlinie dar.

Gültig ab 01.01.2020

Bei den nachfolgenden Tabellen handelt es sich um Zähltabellen, bei denen der jeweilige Kindergeldanteil bereits abgezogen worden ist. Der Kindergeldanteil stellt das hälftige Kindergeld bei Minderjährigen dar. Bei volljährigen Kindern wird das Kindergeld voll angerechnet. Die Tabellen sind ab dem 01. Januar 2020 gültig. Das Kindergeld beträgt für das erste und zweite Kind 204 Euro, für das dritte Kind 210 Euro und ab dem vierten Kind 235 Euro. Vergleiche auch: BGBl. I 2015, 1202 ff.

Düsseldorfer Tabelle für das 01. und 02. Kind

Gültig ab 01.01.2020

Düsseldorfer Tabelle für das 03. Kind

Gültig ab 01.01.2020

Düsseldorfer Tabelle für das 04. Kind

Gültig ab 01.01.2020

Düsseldorfer Tabellen der Vergangenheit

Düsseldorfer Tabelle 2017 ab dem 01.01.2017

Düsseldorfer Tabelle 2016 ab dem 17.12.2015

Düsseldorfer Tabelle ab dem 01.08.2015

Düsseldorfer Tabelle ab dem 01.01.2015

Düsseldorfer Tabelle 2013

Ursprung der Düsseldorfer Tabelle

Die Düsseldorfer Tabelle ist eine kontinuierlich zu überarbeitende Tabelle zur Bestimmung der Unterhaltshöhe für Kinder und für Ehegatten. Sie trat erstmals 1962 in Kraft und wurde vom Landgericht Düsseldorf entwickelt, welches auch ihr Namensträger ist. Die Düsseldorfer Tabelle wird seit 1962 zur Berechnung des Unterhalts für Kinder und Ehegatten von deutschen Gerichten als Grundlage bei Unterhaltsverfahren angewandt. Eine Rechtsverbindlichkeit in Bezug auf die Düsseldorfer Tabelle besteht jedoch nicht.

Berliner Tabelle als Instrument der Vereinheitlichung

Die Düsseldorfer Tabelle wurde in ihrer Beschaffenheit von weiteren Unterhaltstabellen ergänzt. Als Beispiel dafür dient die Berliner Tabelle. Diese Tabelle wird bei Unterhaltsbestimmungen im Raum Berlin herangezogen, wenn beide Partner dort wohnhaft sind. Ein signifikantes Unterscheidungsmerkmal zur Düsseldorfer Tabelle sind die beiden zusätzlichen Einkommengruppen unter den niedrigsten Gehaltsgruppen.

Die Berliner Tabelle hat die Funktion einer gesonderten Unterhaltsrichtlinie, die die rechtliche Anwendung der Düsseldorfer Tabelle bundesweit vereinheitlichen und unterstreichen soll.

Ziele der Düsseldorfer Tabelle 2020

Das oberste Ziel der Düsseldorfer Tabelle ist die Standardisierung der Unterhaltszahlungen auf Basis der rechtlichen Grundlage. Dabei wird die Tabelle durch insgesamt vier Arten von Unterhaltsleitlinien, dem Ehegattenunterhalt, dem Kindesunterhalt, dem Verwandtenunterhalt und der Mangelfallberechnung, egänzt. Die Düsseldorfer Tabelle wird in Abstimmung mit den übrigen Oberlandgerichten und dem Deutschen Familiengerichtstag herausgegeben. Sie regelt bundesweit die Unterhaltsansprüche abhängig vom Einkommen.

Der Unterhaltspflichtige gegenüber minderjährigen und volljährigen Kindern

Bis zur Volljährigkeit sind beide Elternteile zum Unterhalt gegenüber dem minderjährigen Kind verpflichtet. Das Elternteil, bei dem sich das Kind nicht überwiegend aufhält, ist gegenüber dem Kind barunterhaltspflichtig. Eine Verpflichtung zum Barunterhalt ergibt sich aus § 1612 a BGB. Kinder, die zwar eine Volljährigkeit aufweisen, sich jedoch noch in einer Ausbildung oder in einem Studium befinden, haben Anspruch auf einen Unterhalt von beiden Elternteilen. Diese sind unterhaltspflichtig bis zum Ende der Ausbildungsphase oder des Studiums. Der Unterhalts wird anhand ihres Einkommens berechnet.

Der Mindestunterhalt

Gemäß § 1612 a BGB definiert sich der Mindesunterhalt für minderjährige Kinder wie folgt:

(1) Ein minderjähriges Kind kann von demjenigen Elterteil einen prozentualen Mindestunterhalt verlangen, bei dem es nicht im Haushalt lebt. Gemäß § 32 Absatz 6 Satz 1 des Einkommenssteuergesetzes richtet sich der Mindestunterhalt nach dem doppelten Freibetrag des Kinderfreibetrages.

Altersstufen des Kindes Mindestunterhalt in Prozent
Bis zur Vollendung des 6. Lebensjahres 87 %
Bis zur Vollendung des 12. Lebensjahres 100 %
Bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres 117 %
Ab dem 18. Lebensjahr 117 %

(2) und (3) Dabei ist der Prozentsatz bis auf eine Dezimalstelle nach dem Komma zu begrenzen und der Betrag in Euro aufzurunden. Weitere Dezimalstellen finden keinerlei Berücksichtigung.

Zahlbeträge nach Abzug des hälftigen und vollen Kindergeldes

Nachfolgend sind die Zahlbeträge dargestellt, die sich nach Abzug des hälftigen Kindergeldes bei Minderjährigen und des vollen Kindergeldes bei volljährigen Kindern ergeben. Derzeit beträgt das Kindergeld für das erste und das zweite Kind 194 Euro, für das dritte Kind 200 Euro und ab dem vierten Kind 225 Euro.

Unterhalt für volljährige Kinder

Der Unterhalt für volljährige Kinder (Studenten), die nicht bei ihren Eltern leben, steigt von 670 Euro pro Monat auf 735 Euro monatlich. Darin enthalten ist ein Wohnkostenanteil von 300 Euro. Das Kindergeld ist bei minderjährigen Kindern zur Hälfte und bei volljährigen Kindern vollständig anzurechnen. Die entsprechenden Zahlbeträge vermindern sich entsprechend der Werte des Kindergeldes.

Neu ab 2016: Mindestunterhaltsverordnung

Bis zum 31. Dezember 2015 wurde der Mindestunterhalt unter Berücksichtigung des Steuerbetrages für minderjährige Kinder berechnet.
Dies ändert sich nun ab dem 01. Januar 2016. Dann orientiert sich der Mindestunterhalt direkt am Existenzminimum der Kinder.
Der entsprechende Betrag wird erstmals zum 01. Januar 2016 festgelegt und wird alle zwei Jahre erneut durch eine Rechtsverordnung bekannt gegeben.

Selbstbehalt für unterhaltspflichtige Personen 2020

Unterhaltspflicht gegenüber Selbstbehalt
Kinder bis 21 Jahre im Haushalt eines Elternteils lebens, unterhaltspflichtige Person ist erwerbstätig 1.160 €
Kinder bis 21 Jahre im Haushalt eines Elternteils lebens, unterhaltspflichtige Person ist nicht erwerbstätig 960 €
Andere volljährige Kinder 1.400 €
Ehegatte oder Mutter / Vater eines nichtehelichen Kindes 1.280 €
Eigene Eltern 2.000 €

Die Höhe des Kindesunterhaltes

Die Düsseldorfer Tabelle spiegelt den Unterhalt für Kinder anhand des Nettoeinkommens und des Alters der Kinder wieder. Dabei findet eine Staffelung des Kindesunterhaltes statt. Es gibt 11 Staffelungen des Einkommens, angefangen bei unter 1.500 Euro netto pro Monat bis zur höchsten Unterhaltsstufe von über 5.101 Euro netto monatlich. Hier wird dann fallorientiert entschieden. Im Grunde genommen können aus der Düsseldorfer Tabelle 10 Stufen abgelesen werden. Die 11. Stufe des Einkommens muss vom Gericht entsprechend der Analyse des Falls geklärt und festgesetzt werden. Zu den Einkommensstufen gesellen sich 4 Altersstufen, ein Prozentsatz und ein Bedarfskontrollbetrag. Dieser findet sich in letzter Spalte der Düsseldorfer Tabelle wieder und dient für die Kontrolle des eigenen Bedarfs. Der Bedarfskontrollwert ist derjenige Wert, der zum Leben des Unterhaltspflichtigen bleiben muss. Der prozentuale Wert in der vorletzten Spalte dient als Steigerungswert des Unterhaltes der jeweiligen Gehaltsgruppe gegenüber dem Mindestunterhalt in der niedrigsten Gehaltsgruppe. Durch eine Multiplikation des Mindestunterhalts mit dem entsprechenden Prozentsatz wird die Höhe des Anspruchs auf Unterhalt bestimmt.

Die Höhe des Selbstbehalts

Aufgrund der Anhebung der Arbeitslosengeld II-Bezüge wurden die Werte des Selbstbehaltes im Rahmen der Düsseldorfer Tabelle ebenso angehoben. Somit ergeben sich 1.080 Euro als Selbstbehalt, wenn ein erwerbstätiger Ehegatte Kindern bis zum 21. Lebensjahr unterhaltspflichtig ist. Nicht erwerbstätige Elternteile haben einen Selbstbehalt von 880 Euro. Bei volljährigen Kindern beträgt der Selbstbehalt 1.300 Euro. Die Anhebung des Selbstbehalts sei erforderlich, weil der Hartz-IV Regelsatz zum Jahreswechsel angehoben wird, so das Gericht. Damit soll verhindert werden, dass Unterhaltspflichtige in den unteren Einkommensklassen zu Hartz-IV-Empfänger werden.

Die Berücksichtigung des Kindergeldes

Kindergeld steht grundsätzlich beiden Elternteilen zur Hälfte zu. Da nicht beide Elternteile jeweils die Hälfte des Kindergeldes ausgezahlt bekommen können, wird das Kindergeld an dasjenige Elternteil ausgezahlt, bei dem das Kind wohnt. Dasjenige Elternteil, welches zum Unterhalt verpflichtet wurde, kann aufgrund des Fehlens der zweiten Hälfte des Kindergeldes diese vom Unterhalt abziehen.

Demzufolge sind in der Düsseldorfer Tabelle nicht die Zahlbeträge angegeben. Diese erhält man erst nach Abzug des hälftigen Kindergeldes. Das Kindegeld beträgt derzeit für das erste und zweite Kind 194 Euro pro Monat. Ab dem dritten Kind wird ein Kindergeld von 200 Euro und ab den vierten Kind 225 Euro gewährt.

Kindergeld
1. und 2. Kind 194 Euro
3. Kind 200 Euro
ab 4. Kind 225 Euro

Mehr dazu auf der Seite: Mehr Kindergeld 2019: Fakten und Beträge

Anrechnung des Kindergeldes bei volljährigen Kindern

Sofern das Kind volljährig ist und es ihm Kindergeld zusteht, so wird dieses in voller Höhe dem Unterhaltspflichtigen angerechnet, in dem der Betrag des Kindergeldes vom Betrag in der Düsseldorfer Tabelle abgezogen wird. Grund dafür ist die Volljährigkeit des Kindes, die eine Reduzierung des Kindesunterhaltes mit sich bringt, auch wenn die Unterhaltspflicht steigt. Die Berechnung des Unterhalts bei volljährigen Kindern wird ebenso anhand der Düsseldorfer Tabelle vorgenommen, jedoch gilt hier eine andere Art der Berechnung. Hier staffelt sich der Unterhalt an das Einkommen beider Unterhaltspflichtigen. Demzufolge müssen beide unterhaltspflichtige Elternteile mehr Unterhalt leisten, je mehr Einkommen sie vorzuweisen haben.

Die Ermittlung des unterhaltsrelevanten Einkommens

Die Ermittlung des relevanten Einkommens für die Unterhaltsberechnung ist eine komplexe Angelegenheit. Oftmals ist es so, dass das Nettogehalt auf dem Lohnzettel in den wenigsten Fällen mit dem unterhaltsrelevanten Nettoeinkommen übereinstimmt. Die Düsseldorfer Tabelle gibt hier keine Indizien darauf.

Der Unterhaltsrechner liefert erste ungefähre Werte

Mittels eines Unterhaltsrechners kann der Unterhalt vorab in ungefähren Werten bestimmt werden. Die Daten müssen jedoch mit Vorsicht genossen werden, da in vielen Fällen noch weitere Faktoren bei der Unterhaltsberechnung mit einfließen.

Unterhaltsrechner – Düsseldorfer Tabelle Rechner

Düsseldorfer Tabelle Historie

Wichtige Urteile zum Unterhalt auf Grundlage der Düsseldorfer Tabelle

Düsseldorfer Tabelle 2018 zum 1.1. – für manche Kinder sinkt der Unterhalt

Zum Jahreswechsel 2017/2018 ändert sich die Düsseldorfer Tabelle. Damit steigen, ausgehend von dem Anstieg des Mindestunterhaltes durch die Mindestunterhaltsverordnung, auch die Regelsätze für den Kindesunterhalt sowie die Selbstbehaltssätze für den Unterhaltspflichtigen. Da sich erstmals seit 2008 auch die Einkommensgruppen ändern, sinkt der Unterhalt bei manchen Kindern auch.

Diese Anhebung der Düsseldorfer Tabelle folgt der ersten Verordnung zur Änderung der Mindestunterhaltsverordnung v. 28. 9. 2017. Darin legte das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz gem. § 1612a Abs. 1 BGB die Sätze für den monatliche Mindestunterhalt minderjähriger Kinder ab dem 1.1.2018 fest. Nun zog das OLG Düsseldorf mit den übrigen Unterhaltssätzen ab 2018 nach.

Kindesunterhalt 2018

Der Mindestunterhalt eines Kindes

  • bis Ende des sechsten Lebensjahres (= 1. Stufe) erhöht sich von 342 EUR auf 348 EUR monatlich
  • im Alter von sieben bis zum Ende des zwölften Lebensjahres (= 2. Stufe) von 393 EUR auf 399 EUR monatlich und
  • ab dem 13. Lebensjahr bis zur Volljährigkeit (= 3. Stufe) von 460 auf 467 EUR monatlich.

Für manche Kinder sinkt der Unterhalt durch veränderte Einkommensgruppen

Auch wenn die Unterhaltssätze eigentlich ansteigen, kann bei manchen Kindern der Anspruch sinken.

Da erstmals seit zehn Jahren auch die Einkommensgruppen erhöht wurden (s.u.), erhalten ab 1.1.2018 alle Kinder den Mindestunterhalt, deren unterhaltspflichtiger Elternteil bis zu 1.900 Euro netto verdient. Bisher lag diese Grenze bei 1.500 Euro. Das bedeutet gerade bei dem Nachwuchs von weniger gut verdienenden Unterhaltspflichtigen oft eine Verschlechterung.

Bedarfssätze der zweiten bis zehnten Einkommensgruppe

Die Bedarfssätze der zweiten bis zehnten Einkommensgruppe sind entsprechend erhöht worden. Sie wurden

  • in der zweiten bis fünften Einkommensgruppe um je 5%
  • und von der sechsten bis zehnten Einkommensgruppe um je 8% angehoben.

Keine Änderung für volljährige Kinder

Der Bedarf volljähriger Kinder bleibt in 2018 unverändert. Dies soll eine überproportionale Erhöhung des Bedarfs des volljährigen Kindes, das noch im Haushalt eines Elternteils lebt, im Verhältnis zu dem Bedarf eines allein lebenden Erwachsenen vermeiden.

Anrechnung des Kindergeldes

Auf den Bedarf des Kindes ist nach § 1612b BGB das Kindergeld anzurechnen. Dieses beträgt ab dem 1.1.2018 für ein erstes und zweites Kind 194 Euro, für ein drittes Kind 200 Euro und für das vierte und jedes weitere Kind 225 Euro. Das Kindergeld ist bei minderjährigen Kindern in der Regel zur Hälfte und bei volljährigen Kindern in vollem Umfang auf den Barunterhaltsbedarf anzurechnen.

Einkommensgruppen werden diesmal ebenfalls angehoben

Erstmals seit 2008 werden auch die Einkommensgruppen angehoben. Die Tabelle beginnt daher ab dem 1.1.2018 mit einem bereinigten Nettoeinkommen von bis 1.900,00 Euro statt bisher bis 1.500,00 Euro und endet mit bis 5.500,00 Euro statt bisher bis 5.100,00 Euro.

Selbstbehalt 2018

Auch der sogenannte Bedarfskontrollbetrag, der eine ausgewogene Verteilung des Einkommens zwischen dem Unterhaltspflichtigen und den Unterhaltsberechtigten gewährleisten soll, steigt.

  • In der ersten Einkommensgruppe entspricht der Bedarfskontrollbetrag dem notwendigen Selbstbehalt (880/1080).
  • Er wird in der zweiten Einkommensgruppe von bisher 1.180 Euro auf 1.300 Euro angehoben.

In den folgenden Einkommensgruppen steigt der Bedarfskontrollbetrag wie bisher um jeweils 100 Euro. Der ausbildungsbedingte Mehrbedarf erhöht sich von 90 Euro auf 100 Euro. Im Übrigen bleibt die Düsseldorfer Tabelle 2018 gegenüber 2017 unverändert.

Düsseldorfer Tabelle 2018 mit neuen Werten

Nettoeinkommen – 5 6-11 12-17 ab 18 % Selbstbehalt

  • Für Mehr- und Sonderbedarf gelten gesonderte Regelungen.

Die nächste Änderung der Düsseldorfer Tabelle wird voraussichtlich zum 01.01.2019 erfolgen, da für diesen Zeitpunkt auch eine weitere Steigerung beim Mindestunterhalt greift.

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Mindestunterhalt 2018 festgesetzt

Neue Düsseldorfer Tabelle zum 1.1.2017

Neue Düsseldorfer Tabelle zum 1.1.2016

Unterhaltsvorschuss jetzt bis 18

Hintergrund

Pauschalierung des Barbedarfs durch Tabellen/Leitlinien
Der angemessene Barunterhalt nach § 1610 Abs. 1 wird zur möglichst gleichmäßigen Behandlung pauschal tabellarisch festgelegt (BGH, Urteil v. 13.10.1999, XII ZR 16/98). Dies soll es ermöglichen, Unterhalt in sog. Normalfällen einfach und gerecht zu bemessen und eine möglichst einheitliche Rechtsprechung zu gewährleisten.
Zu diesem Zweck wurden (Bedarfs-)Tabellen und Leitlinien als Hilfen für die Bemessung des Kindesunterhalts anhand der allgemeinen Lebenserfahrung erarbeitet.

  • Sie ermöglichen eine Vereinfachung der Unterhaltsbemessung,
  • eine gleichmäßige konkrete Rechtsanwendung
  • sowie eine Vereinheitlichung der Rechtsprechung im Regelfall.

Diese Aufgabe übernimmt die Düsseldorfer Tabelle, die von allen Oberlandesgerichten in ihren Leitlinien übernommen worden ist. Sie hat keine Gesetzeskraft, sondern stellt eine Richtlinie dar und orientiert sich seit dem 1.1.2016 an der Mindestunterhaltsverordnung des Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz die gem. § 1612a Abs. 1 BGB die Sätze für den monatliche Mindestunterhalt minderjähriger Kinder festlegt.

Aus: Deutsches Anwalt Office Premium

Schlagworte zum Thema: Kindesunterhalt, Düsseldorfer Tabelle

Ab 1. Januar 2018 tritt die neue Düsseldorfer Tabelle in Kraft. Diese regelt, wie viel Unterhalt Trennungskindern zusteht. Wie hoch der Unterhalt ist, hängt allerdings vom Einkommen des unterhaltspflichtigen Elternteils und dem Alter des Kindes ab.

Bedarfssätze steigen – Einkommengruppen ebenfalls erhöht

Das krude daran: Auf den ersten Blick wirkt es so, als ob die Unterhaltsansprüche im nächsten Jahr ansteigen, schließlich wurden laut des Oberlandesgerichts Düsseldorf die Bedarfssätze der Kinder bis 17 Jahren angehoben. Der Mindestunterhalt für Kinder der ersten Altersstufe bis einschließlich fünf Jahre steigt zum Beispiel von 342 Euro auf 348 Euro ab 2018.

Doch gleichzeitig werden erstmals seit zehn Jahren auch die Einkommensgruppen erhöht. Die höchste Einkommengruppe, von der es übrigens zehn Stück gibt, reicht ab 2018 nun bis 5.500 statt bisher 5.100 Euro.

So bekommen ab sofort alle Kinder den Mindestunterhalt, deren unterhaltspflichtiger Elternteil bis 1.900 Euro netto verdient, statt bisher 1.500 Euro. Da die Grenze der Einkommensgruppen nach oben verschoben wurde, bekommen also viele Kinder ab 2018 einen niedrigeren Unterhalt als bisher.

Lesen Sie auch: So kommen Sie als Familie mit wenig Geld aus

Düsseldorfer Tabelle 2018: So viel Unterhalt steht Trennungskindern zu

Dies ist die neue Düsseldorfer Tabelle, die ab 1. Januar 2018 in Kraft tritt. © OLG Düsseldorf

Wirklich mehr Geld bekommen nur die jüngsten Kinder, bis einschließlich fünf Jahre, die nach der alten Düsseldorfer Tabelle 2017 den Mindestunterhalt bezogen haben. Bei vielen anderen sinkt der Unterhalt jedoch.

Zum Vergleich: Der Mindestunterhalt eines 7-jährigen Kindes liegt in der Einkommensgruppe von 1.900 bis 2.300 ab dem neuen Jahr bei 419 Euro. Im Jahr 2017 standen ihm noch 433 Euro zu. Ein Unterschied von immerhin 14 Euro.

Zum Vergleich: So viel Unterhalt bekommen Kinder laut der aktuellen Düsseldorfer Tabelle 2017. © OLG Düsseldorf

Erlaubte Abzüge vom Unterhaltsbedarf

Was viele nicht wissen: Der in der Tabelle genannte Unterhaltsbedarf muss vom Unterhaltszahlenden nicht voll gezahlt werden, da ihm die Hälfte des Kindergeldes zusteht. Trennungskinder bekommen also vom Unterhaltspflichtigen das, was nach Abzug des halben Kindergeldes übrig bleibt.

Außerdem gilt ein Selbstbehalt für jeden Elternteil, der Unterhalt zahlt: Für Erwerbstätige liegt dieser bei 1.080 Euro, für erwerbslose bei 880 Euro.

Mehr dazu: Wie lange muss ich mein volljähriges Kind noch finanzieren?

Von Andrea Stettner

So viel Unterhalt bekommen Trennungskinder ab 2018

Viele Unterhaltspflichtige landen in niedrigerer Einkommensklasse – 07.11.2017 16:19 Uhr

DÜSSELDORF – Die Düsseldorfer Tabelle regelt die Unterhaltssätze, die für Trennungskinder gezahlt werden müssen. Zwar werden diese nun erhöht – aber auch die Einkommensklassen neu geregelt.

Laut der „Düsseldorfer Tabelle“ haben Trennungkinder ab 2018 Anspruch auf höhere Unterhaltszahlungen. © Marcel Kusch/dpa

Laut der „Düsseldorfer Tabelle“ haben Trennungkinder ab 2018 Anspruch auf höhere Unterhaltszahlungen. Foto: Marcel Kusch/dpa

Minderjährige Trennungskinder haben zum Jahreswechsel bundesweit Anspruch auf einen höheren Mindestsatz beim Unterhalt. Dann tritt die neue „Düsseldorfer Tabelle“ in Kraft, wie das Oberlandesgericht in Düsseldorf am Montag mitteilte. Die Unterhaltssätze steigen je nach Alter des Kindes und Einkommensgruppe des Unterhaltspflichtigen um sechs bis zwölf Euro im Monat. Dennoch dürfte für etliche Trennungskinder nur genauso viel oder sogar weniger Geld herausspringen als bisher. Das liegt an den neuen Einkommensklassen.

So landen viele Unterhaltspflichtige mit der neuen Tabelle in einer niedrigeren Einkommensklasse. „Dieser Effekt lässt sich nicht vermeiden“, sagte Heinrich Schürmann, Sprecher des Deutschen Familiengerichtstages, auf Anfrage. „Das ist in jedem Fall eine deutliche Verschlechterung für diejenigen, die auf den Unterhalt angewiesen sind“, sagte Erika Biehn, Bundesvorsitzende des Verbands alleinerziehender Mütter und Väter, auf dpa-Anfrage. Durch die Verschiebung der Einkommensgruppen um 400 Euro „wird es für die einen noch schwerer, aus Hartz IV herauszukommen, andere könnten dadurch erst reinrutschen“.

Anpassung der Bedarfssätze

„Zu massenhaften Absenkungen des Unterhalts wird es erfahrungsgemäß nicht kommen“, sagte dagegen Rechtsanwalt und Familienrechtler Jörn Hauß, Mitglied der Leitlinien-Kommission. Bei Veränderungen der Sätze von maximal fünf Prozent blieben die alten Beträge in Kraft. Damit könne das Gros der Unterhaltsempfänger mit gleichbleibenden Summen rechnen. Der Mindestunterhalt beträgt ab 1. Januar 2018 für Kinder der ersten Altersstufe (0 bis 5 Jahre) 348 Euro statt bisher 342 Euro. Für Kinder der zweiten Altersstufe (6 bis 11) sind es dann 399 Euro statt bisher 393 Euro und für Kinder der dritten Altersstufe (12 bis 17) 467 Euro statt bisher 460 Euro.

Gleichzeitig wird die unterste Einkommensgruppe von maximal 1500 Euro auf 1900 Euro Nettoeinkommen des Unterhaltspflichtigen erhöht. Die gesetzliche Erhöhung des Mindestunterhalts zieht eine Anpassung der Bedarfssätze der übrigen Einkommensgruppen nach sich. Die Bedarfssätze der Tabelle werden in der 2. bis 5. Einkommensgruppe um jeweils fünf Prozent und in der 6. bis 10. Gruppe um jeweils acht Prozent des Mindestunterhalts angehoben.

Die „Düsseldorfer Tabelle“ ist eine Richtlinie zur Bemessung des angemessenen Kindesunterhalts. © dpa/ Grafik: A. Rigamonti

Die „Düsseldorfer Tabelle“ ist eine Richtlinie zur Bemessung des angemessenen Kindesunterhalts. Foto: dpa/ Grafik: A. Rigamonti

Sätze für volljährige Trennungskinder unverändert

Erstmals seit zehn Jahren werden aber auch die Einkommensgruppen angehoben. Die Tabelle endet daher ab dem 1. Januar 2018 mit einem bereinigten Nettoeinkommen von 5500 Euro statt bisher 5100 Euro. Der ausbildungsbedingte Mehrbedarf erhöht sich von 90 Euro auf 100 Euro. Die Sätze für volljährige Trennungskinder bleiben 2018 unverändert, wobei auch bei ihnen die geänderten Einkommensklassen greifen. Durch die unveränderten Sätze für die Volljährigen werde eine überproportionale Erhöhung des Bedarfs des volljährigen Kindes, das noch im Haushalt eines Elternteils lebt, im Verhältnis zum Bedarf eines allein lebenden Erwachsenen vermieden, so die Begründung des Gerichts.

Auf den Bedarf des Kindes ist das Kindergeld anzurechnen. Dieses beträgt ab dem 1. Januar 2018 für ein erstes und zweites Kind 194 Euro, für ein drittes Kind 200 Euro und für das vierte und jedes weitere Kind 225 Euro. Das Kindergeld ist bei minderjährigen Kindern in der Regel zur Hälfte und bei volljährigen Kindern in vollem Umfang anzurechnen.

Links zum Thema

  • Weitere Meldungen aus dem Ressort „Wirtschaft“

Die „Düsseldorfer Tabelle“ existiert seit 1962 und dient bundesweit als Richtlinie zur Bemessung des angemessenen Kindesunterhalts. Die nächste Änderung werde voraussichtlich zum 1.1.2019 erfolgen.

dpa

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Unterhalt: Zahlbeträge zur Düsseldorfer Tabelle 2019 und 2020 für erstes und zweites Kind

Symbol Rechner

Kindesunterhalt für voll- und minderjährige Kinder sowie der Ehegattenunterhalt werden mit Hilfe des Unterhaltsrechners bestimmt. Grundlage ist die Düsseldorfer Tabelle (DT). Berücksichtigt werden auch die offiziellen Anmerkungen zur DT, wonach die Einstufung in eine entsprechende Einkommensgruppe auch abhängig von der Anzahl Unterhaltsberechtigter und vom Bedarfskontrollbetrag ist. Zahlreiche Erklärungen und Herleitungen machen jeden Rechenschritt nachvollziehbar. Aktualisiert am 16.12.19 von Stefan Banse

Die folgenden Tabellen weisen abhängig von der Einkommensgruppe und dem Alter der Kinder den monatlichen Unterhaltsbedarf der unterhaltsberechtigten Kinder gemäß der Düsseldorfer Tabelle abzüglich des (anteiligen) Kindergelds, welches sich seit dem 1. Juli 2019 erhöht hat, aus. Bei minderjährigen Kindern wird das halbe Kindergeld in Abzug gebracht, bei volljährigen Kindern das gesamte Kindergeld. Daher weisen die Tabellen anstelle des Bedarfs die reinen Zahlbeträge für das erste und zweite Kind aus.

Umfangreiche Erläuterungen und Details zu den Tabellen finden Sie im Ratgeberartikel zur Düsseldorfer Tabelle.

Zahlbeträge für erstes und zweites Kind 2020

Düsseldorfer Tabelle 2020 (Zahlbeträge für erstes und zweites Kind)
Einkommensgruppe bei
unterhaltsrelevantem
Nettoeinkommen
Altersstufen in Jahren Bedarfskon-
trollbetrag
0-5 6-11 12-17 ab 18
1 0 bis 1.900 € 267 € 322 € 395 € 326 €
2 1.901 bis 2.300 € 286 € 344 € 420 € 353 € 1.400 €
3 2.301 bis 2.700 € 304 € 365 € 445 € 379 € 1.500 €
4 2.701 bis 3.100 € 323 € 386 € 470 € 406 € 1.600 €
5 3.101 bis 3.500 € 341 € 407 € 495 € 432 € 1.700 €
6 3.501 bis 3.900 € 371 € 441 € 535 € 475 € 1.800 €
7 3.901 bis 4.300 € 400 € 475 € 574 € 517 € 1.900 €
8 4.301 bis 4.700 € 430 € 509 € 614 € 560 € 2.000 €
9 4.701 bis 5.100 € 459 € 543 € 654 € 602 € 2.100 €
10 5.101 bis 5.500 € 489 € 577 € 694 € 644 € 2.200 €
ab 5.501 € nach den Umständen des Falles

Zahlbeträge für erstes und zweites Kind ab 1. Juli 2019

Düsseldorfer Tabelle 2. Halbjahr 2019 (Zahlbeträge für erstes und zweites Kind)
Einkommensgruppe bei
unterhaltsrelevantem
Nettoeinkommen
Altersstufen in Jahren Bedarfskon-
trollbetrag
0-5 6-11 12-17 ab 18
1 0 bis 1.900 € 252 € 304 € 374 € 323 €
2 1.901 bis 2.300 € 270 € 325 € 398 € 350 € 1.300 €
3 2.301 bis 2.700 € 288 € 345 € 422 € 376 € 1.400 €
4 2.701 bis 3.100 € 306 € 365 € 446 € 403 € 1.500 €
5 3.101 bis 3.500 € 323 € 386 € 470 € 429 € 1.600 €
6 3.501 bis 3.900 € 352 € 418 € 508 € 471 € 1.700 €
7 3.901 bis 4.300 € 380 € 451 € 546 € 513 € 1.800 €
8 4.301 bis 4.700 € 408 € 483 € 584 € 555 € 1.900 €
9 4.701 bis 5.100 € 437 € 516 € 622 € 598 € 2.000 €
10 5.101 bis 5.500 € 465 € 548 € 660 € 640 € 2.100 €
ab 5.501 € nach den Umständen des Falles

Berechnung der Unterhaltshöhe (Alimente)

  • Ermittlung des monatlichen Nettoeinkommens
  • Berechnung anhand der Prozentsatzmethode
  • Anrechnung anderer Leistungen
  • Rechtsgrundlagen

Hinweis

Informationen zu den Themen „Allgemeines zur Unterhaltshöhe (Alimente)“ und „Das gerichtliche Verfahren zur Durchsetzung“ finden sich ebenfalls auf oesterreich.gv.at.

Ermittlung des monatlichen Nettoeinkommens

Bei unselbstständig Erwerbstätigen (Arbeiterinnen/Arbeiter, Angestellte und Beamtinnen/Beamten) ist das monatliche Einkommen nach Abzug von Steuern und Sozialversicherungsbeiträgen heranzuziehen. Das 13. und 14. Monatsgehalt (Urlaubs- und Weihnachtsgeld) wird auf zwölf Monate aufgeteilt. Überstundenentgelt und Abfertigungen sind ebenfalls zu berücksichtigen.

Bei selbstständig Erwerbstätigen ist der im letzten abgeschlossenen Geschäftsjahr erwirtschaftete Reingewinn ausschlaggebend. Bei größeren Schwankungen im Einkommen ist der Durchschnitt der letzten drei Geschäftsjahre heranzuziehen.

Im Falle der Arbeitslosigkeit stellt die Arbeitslosenunterstützung die Bemessungsgrundlage dar. Die Arbeitslose/der Arbeitslose erhält zusätzlich einen Familienzuschlag, wenn sie/er zum Unterhalt einer oder mehrerer Personen wesentlich beiträgt und für die Angehörige/den Angehörigen ein Anspruch auf Familienbeihilfe besteht und diese/dieser kein Arbeitseinkommen erzielt, das im Monat die Geringfügigkeitsgrenze übersteigt.

Auch eine Pension gilt als Einkommen, daher ist bei Pensionistinnen/Pensionisten die Höhe der Pension die Grundlage, um den zu leistenden Unterhalt zu berechnen.

Berechnung anhand der Prozentsatzmethode

Für die Berechnung des Geldunterhaltes wurden von der Rechtsprechung folgende Prozentsätze festgelegt:

Berechnung der Unterhaltshöhe

Alter des Kindes Prozentsatz
0 bis 6 Jahre 16 Prozent des monatlichen Nettoeinkommens
6 bis 10 Jahre 18 Prozent des monatlichen Nettoeinkommens
10 bis 15 Jahre 20 Prozent des monatlichen Nettoeinkommens
Ab 15 Jahren 22 Prozent des monatlichen Nettoeinkommens

Sind mehrere Unterhaltsberechtigte vorhanden, so sind folgende Abzüge vorzunehmen:

Unterhaltshöhe für mehrere Unterhaltsberechtigte

Für jedes weitere Kind unter 10 Jahren 1 Prozent
Für jedes weitere Kind über 10 Jahren 2 Prozent
Für die Ehegattin/den Ehegatten je nach eigenem Einkommen Zwischen 0 und 3 Prozent

Tipp

Eine ungefähre und unverbindliche Einschätzung über die zu erwartende Höhe von Unterhaltszahlungen für Kinder ermöglicht der Unterhaltsrechner der Österreichischen Arbeitsgemeinschaft für Jugendwohlfahrt.

Bei wesentlichen Änderungen der Umstände (etwa weil der unterhaltspflichtige Elternteil seit der Unterhaltsfestsetzung wesentlich weniger oder wesentlich mehr verdient) kann eine Neubemessung des Unterhalts bei demjenigen Bezirksgericht, bei dem das Kind seinen gewöhnlichen Aufenthalt (bzw. das volljährige Kind seinen Wohnsitz) hat, beantragt werden. Es kann aber auch der Kinder- und Jugendhilfeträger, früher Jugendwohlfahrtsträger (Jugendamt) genannt, dafür bevollmächtigt werden.

Anrechnung anderer Leistungen

Die Familienbeihilfe ist teilweise auf die Unterhaltszahlungen anzurechnen, wodurch sich diese Beträge entsprechend reduzieren können. Das Ausmaß dieser Anrechnung richtet sich nach der Höhe des Einkommens und der Höhe der Unterhaltsverpflichtungen und ist für jeden Fall gesondert zu ermitteln.
Hat das Kind ein eigenes regelmäßiges Einkommen oder Vermögen, kann das zu einer Minderung der Unterhaltsleistungen führen. Nicht mitgerechnet werden nach der Rechtsprechung die Familien-, Schüler-, Studienbeihilfe oder Verdienste aus einer kurzfristigen Ferialtätigkeit.
Die Betreuung des Kindes durch den geldunterhaltspflichtigen Elternteil im Rahmen des üblichen Kontaktrechts ändert an der Höhe des zu leistenden Unterhalts nichts. Nach der Rechtsprechung ist ein Kontaktrecht im Ausmaß von zwei Tagen alle zwei Wochen (oder einem Tag pro Woche) sowie vier Wochen in den Ferien üblich. Liegt das jährliche Ausmaß des Kontaktes allerdings deutlich darüber, kann dies zu einer den Umständen des Einzelfalls angemessenen Herabsetzung des für das Kind zu leistenden Geldunterhalts führen. Maßgeblich sind dabei immer die Ersparnisse im Haushalt des hauptsächlich betreuenden Elternteils, nicht jedoch jene Aufwendungen (z.B. Kosten einer Urlaubsreise), die der geldunterhaltspflichtige Elternteil tätigt. Als Richtwert (von dem je nach Einzelfall abgewichen werden kann) gilt eine Reduktion von 10 Prozent für jeden weiteren wöchentlichen Betreuungstag (bzw. eine Reduktion um 20 Prozent bei einer Betreuung im Ausmaß von einem Drittel der gesamten Zeit). Zu einer Aufhebung der Geldunterhaltspflicht kann es in der Regel im konkreten Einzelfall nur dann kommen, wenn Betreuung und bedarfsdeckende Naturalleistungen zu gleichen Teilen zwischen den Elternteilen aufgeteilt werden (und beide etwa gleich viel verdienen). Eine gleichteilige Betreuung liegt dann vor, wenn kein Elternteil mindestens zwei Drittel der Betreuungsleistungen übernimmt.

Die Entscheidung im konkreten Einzelfall erfolgt immer durch unabhängige Gerichte.

Weiterführende Links

  • Unterhaltsrechner (Österreichische Arbeitsgemeinschaft für Jugendwohlfahrt)

Rechtsgrundlagen

  • § 231 Allgemeines bürgerliches Gesetzbuch (ABGB)
  • Außerstreitgesetz (AußStrG)

Inhaltlicher Stand: 01.01.2020

Abgenommen durch: Bundesministerium für Justiz

Mindestunterhaltssätze für minderjährige Kinder steigen zum 1.1.2018

Die Mindestunterhaltssätze für minderjährige Kinder werden zum 1.1.2018 und zum 1.1.2019 angepasst und steigen zum Jahresanfang 2018 um monatlich 6 bzw. 7 Euro. Die neuen Werte aus der Verordnung zur Festlegung des Mindestunterhalts minderjähriger Kinder (Mindestunterhaltsverordnung – MUV) dienen als Grundlage für die Düsseldorfer Tabelle.

Das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz legt seit 1.1.2016 – ausgehend vom jeweils letzten Existenzminimumbericht der Bundesregierung- , den Mindestunterhalt alle zwei Jahre durch Rechtsverordnung fest.

Mindestunterhalt

Die erste Verordnung zur Änderung der Mindestunterhaltsverordnung v. 28. 9. 2017 legte gem. § 1612a Abs. 1 BGB folgende Sätze ab dem 1.1.2018 für den monatlichen Mindestunterhalt minderjähriger Kinder fest:

  • in der ersten Altersstufe von 0 bis 5 Jahren (§ 1612a I 1 S. 3 Nr. 1 BGB) 348 Euro ab 2018 und 354 Euro ab 2019,
  • in der zweiten Altersstufe von 6 bis 11 Jahren (§ 1612a I 1 S. 3 Nr. 2 BGB) 399 Euro ab 2018 und 406 Euro ab 2019,
  • in der dritten Altersstufe von 12 bis 17 Jahren (§ 1612a I 1 S. 3 Nr. 3 BGB) 467 Euro ab 2018 und 476 Euro ab 2019 (BGBl. 2017 I, S. 3525) .

Bedeutung des Mindestunterhalts

Gemäß § 1603 Abs. 2 Satz 1 BGB sind Eltern gegenüber ihren minderjährigen unverheirateten Kindern verpflichtet, alle verfügbaren Mittel zu ihrem und der Kinder Unterhalt gleichmäßig zu verwenden (= gesteigerte Unterhaltspflicht). Der Gesetzgeber setzt eine besondere Verantwortung der Eltern gegenüber ihren minderjährigen Kindern voraus. Hierdurch ist die Pflicht der Eltern zum Einsatz der eigenen Arbeitskraft besonders streng zu beurteilen (BGH, Urteil v. 3.12.2008, XII ZR 182/06).

Es besteht für Unterhaltspflichtige die unterhaltsrechtliche Obliegenheit, die ihm möglichen Einkünfte zu erzielen, insbesondere ihre Berufserfahrung so gut wie möglich zu nutzen und die für sie bestmögliche Erwerbstätigkeit auszuüben. Hierbei sei es dem Unterhaltspflichtigen unter Umständen auch zumutbar, einen Orts- oder Berufswechsel vorzunehmen, wenn er nur auf diese Weise seine Unterhaltspflicht erfüllen kann (BGH, Urteil v 15.12.1993, XII ZR 172/92).

Unterhaltsvorschuss bei leistungsunfähigem Unterhaltspflichtigen

Ist der Barunterhaltspflichtige aufgrund mangelnder Leistungsfähigkeit zur Zahlung des Mindestunterhalts nicht imstande, kann derjenige, bei dem das Kind lebt, beim Jugendamt Unterhaltsvorschuss nach dem Unterhaltsvorschussgesetz (UVG) beantragen.

Vgl. zu dem Thema auch:

Unterhaltsvorschuss-Reform 2017 tritt rückwirkend zum 1.7. in Kraft

Neue Düsseldorfer Tabelle zum 1.1.2018

Neue Düsseldorfer Tabelle zum 1.1.2017

Neue Düsseldorfer Tabelle zum 1.1.2016

Unterhaltsvorschuss jetzt bis 18

Hintergrund:

Die Reform zum Unterhaltsvorschussgesetz 2017 ist am 18.8.2017 rückwirkend zum 1.7.2017 in Kraft getreten. Sie bringt erweiterte Bezugsberechtigung (jetzt für Kinder bis 18) und Bezugsdauer (länger als 6 Jahre).

Schlagworte zum Thema: Kindesunterhalt, Düsseldorfer Tabelle, Existenzminimum

Düsseldorfer Tabelle 2020 – Unterhaltstabelle ab 01.01.2020

Die Düsseldorfer Tabelle 2020 als Richtwert zur Höhe des Kindesunterhalts

Die Düsseldorfer Tabelle dient als Maßstab und Richtlinie zur Berechnung des Unterhalts, insbesondere dem Kindesunterhalt. Eingeführt im Jahre 1962 durch das Oberlandesgericht Düsseldorf bildet sie nunmehr seit 50 Jahren die Richtwerte zur Bemessung des Unterhalts. Die letztmalige Anpassung wurde vom OLG Düsseldorf für den Zeitraum ab 01.01.2020 veröffentlicht, diese Unterhaltstabelle finden Sie weiter unten.

Dabei hat die Düsseldorfer Tabelle selbst keine Gesetzeskraft und ist eher als allgemeine Richtlinie anzusehen, die auch von den Gerichten bei einer Unterhaltspflicht und Unterhaltsberechnung so akzeptiert wird. Dem Unterhaltspflichtigen gibt sie Aufschluss darüber, wie hoch sich die Unterhaltshöhe bemisst.

Änderungen beim Unterhalt ab 01.01.2020

Ab dem 01.01.2020 ergeben sich für Kinder höhere Unterhaltsbeträge. Der Justizminister hat am 12.09.2019 die Zweite Verordnung zur Änderung der Mindestunterhaltsverordnung erlassen (BGB1.2019, 1393), wonach sich folgender Mindestunterhalt an minderjährige Kinder für die kommenden Jahre ergibt:

01.01.2021 01.01.2020 01.01.2019 01.01.2018
1. Altersstufe 378 € 369 € 354 € 348 €
2. Altersstufe 434 € 424 € 406 € 399 €
3. Altersstufe 508 € 497 € 476 € 467 €

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Düsseldorfer Tabelle ab 01.01.2020

Zum 01.01.2020 wurden die Bedarfssätze der Düsseldorfer erneut angehoben. Dabei steigt der Mindestunterhalt für Kinder bis zum 5. Lebensjahr um 15 Euro auf 369 Euro, bei Kindern zwischen dem 6. und 11. Lebensjahr um 18 Euro auf 424 Euro und Kinder zwischen dem 12. und dem 17. Lebensjahr erhalten 497 Euro statt bisher 476 Euro. Die Bedarfssätze für Kinder ab 18 Jahren haben sich nur um 3 bis 4 Euro monatlich erhöht. Erstmalig seit 2015 wurden zum 01.01.2020 die Selbsbehalte sowie Bedarfskontrollbeträge angehoben.

(gültig ab 01.01.2020)

Düsseldorfer Tabelle 2020 PDF – Download

Wir haben für Sie die Düsseldorfer Tabelle 2020 als PDF-Datei zum kostenfreien Download erstellt. Diese können Sie sich speichern und für zu Hause ausdrucken:

Nach Abzug des Kindergeldes: Düsseldorfer Tabelle mit Zahlbeträgen

zum Unterhaltsrechner

Für volljährige Kinder, die Anspruch auf Barunterhalt haben und einen eigenen Hausstand führen (auch in Wohngemeinschaften) beträgt der Unterhaltsbetrag ab 01.01.2020 abweichend von den Tabellenwerten 830 Euro (735 Euro bis 31.12.2019) monatlich. In diesem Betrag sind 300 Euro für die Unterkunftskosten inklusive der umlagefähigen Nebenkosten (ext. mietrecht.de) einberechnet.

Unterhalt selbst berechnen mit dem Unterhaltsrechner

Hier finden Sie die Düsseldorfer Tabelle 2019

Berechnung beim Wechselmodell

Die Düsseldorfer Tabelle wird auch zur Berechnung des Unterhalts beim sog. Wechselmodell bzw. Paritätsmodell herangezogen. In diesem Fall gibt es aber nicht nur einen Unterhaltsschuldner sondern das unterhaltsrechtliche Einkommen beider Eltern wird zusammenaddiert – und erst dann wird der Gesamtunterhalt des Kindes ermittelt. Haben beispielsweise der Vater ein unterhaltsrechtliches Nettoeinkommen von 2.000 Euro und die Mutter 1.500 Euro, so wird der Unterhaltsbedarf anhand von 3.500 Euro ermittelt – in der Unterhaltstabelle 2020 also die 5. Einkommensstufe. Weitere Infos unter Wechselmodell.

Kindergeldanrechnung beim Tabellenbetrag

Bei den in der Tabelle veröffentlichten Werten handelt es sich um den Unterhaltsanspruch des Kindes selbst, jedoch noch nicht um den tatsächlichen Zahlbetrag. Der Unterhaltsschuldner darf hier aber das Kindergeld vom Tabellenbetrag kürzen, so dass sich der endgültige Zahlbetrag ergibt. Die Kindergeldanrechnung erfolgt bei Minderjährigen je zur Hälfte, bei privilegiert Volljährigen in vollem Umfang.

Höhe des Kindergeldes

01.01.2021 01.01.2020 01.07.2019 01.01.2018
1. und 2. Kind 219 Euro 204 Euro 204 Euro 194 Euro
3. Kind 235 Euro 210 Euro 210 Euro 200 Euro
ab 4. Kind 250 Euro 235 Euro 235 Euro 225 Euro

Die Regelung der Kindergeldanrechnung bei Minderjährigen basiert auf den Regelungen des § 1612 b BGB. Da das Kindergeld beiden Eltern als Familie zusteht und das Existenzminimum des Kindes sichern soll, darf derjenige, bei dem das Kind nicht lebt und deswegen Barunterhalt schuldet, den Unterhaltsbetrag der Düsseldorfer Tabelle um das hälftige Kindergeld kürzen. Bei unterhaltsberechtigten, volljährigen Kindern darf der Unterhalt um das gesamte Kindergeld gekürzt werden.

Mehr zum Thema Kindergeld können Sie auf www.kindergeld.org nachlesen.

Düsseldorfer Tabelle richtig lesen

Die Unterhaltstabelle ist zunächst nach dem Einkommen sowie nach Alter des Kindes gegliedert. Dabei gehen die Oberlandesgerichte von dem Regelfall aus, dass der Unterhaltspflichtige Unterhalt für 2 Personen leisten muss. Entweder also für ein Kind und einen Ehegatten oder eben 2 Kinder.

Anzahl der Unterhaltsberechtigten

Muss der Unterhaltspflichtige für mehr oder weniger als 2 Unterhaltsberechtigte zahlen, so hat das Auswirkungen auf die Einstufung des Einkommens. Meist liegt der Fall vor, dass der Unterhaltsverpflichtete Leistungen für ein Kind erbringen muss. Dies hat zur Folge, dass er in die nächsthöhere Einkommensstufe rutscht. Sind es mehr als 2 Unterhaltsberechtigte, würde der in die nächstniedrigere Einkommensstufe eingruppiert. Diese Regelung wird nach den Leitlinien regelmäßig von den OLG so praktiziert.

Prozentsatz zur rechnerischen Ermittlung des Unterhaltsbetrags

In der Unterhaltstabelle ist auch eine Angabe in Prozent. Der Grundbedarf ist dabei in der 1. Einkommensstufe (unterhaltsrechtliches Nettoeinkommen bis 1.900 Euro). Dieser Prozentsatz ist der Multiplikator für die einzelnen Einkommensstufen.

Beispiel:
Betrachtet man Einkommensstufe 1, die gleichzeitig mit 424 € 100 Prozent des des Mindestunterhalts in der 2. Altersgruppe (6-11 Jahre) darstellt, so muss man einfach diesen Betrag beispielsweise mit dem Prozentsatz der 6. Stufe, die mit 128 Prozent angegeben ist, multiplizieren. Rechnerisch ergibt sich für den Unterhaltspflichtigen also ein Zahlbetrag von 424 € x 128 Prozent = 542,72 € – aufgrund von Rundungen mit 543 € ausgewiesen. Auf dieser Basis können also alle Unterhaltsbeträge rechnerisch ermittelt werden.

Bedarfskontrollbetrag

Der Bedarfskontrollbetrag der DDT sollte nicht mit dem Selbstbehalt (Eigenbedarf) durcheinander gebracht werden, da es sich prinzipiell um zwei verschiedene Rechengrößen handelt. Grundsätzlich ist der Bedarfskontrollbetrag höher als der Selbstbehalt (außer beim Mindestunterhalt, hier ist er identisch mit dem Eigenbedarf und liegt ab 2020 bei 1.160 Euro (1.080 bis 31.12.2019).

Dabei soll der Bedarfskontrollbetrag eine ausgewogene Verteilung zwischen Unterhaltspflichtigen und den unterhaltsberechtigten Kindern sicherstellen. Wird der Bedarfskontrollbetrag durch die Tabellenwerte der Düsseldorfer Tabelle unterschritten, so rückt der Unterhaltsschuldner in die nächstniedrigere Einkommensstufe.

Mangelfallberechnung bei Unterschreiten des Selbstbehalts

Es kann durchaus vorkommen, dass der Untarhaltspflichtige für mehrere Personen aus verschiedenen Rängen Unterhalt leisten muss. Dabei sind Minderjährige sowie privilegiert Volljährige vorrangig vor z.B. Ehegatten zu behandeln. Kann der Unterhaltsschuldner, ohne seinen Selbstbehalt zu gefährden, nur Leistungen für die Kinder aufbringen und in diesem Fall aber nicht für den nachrangig unterhaltsberechtigten Ehegatten, tritt der sog, Mangelfall ein. Auf die Kinder wird der Unterhalt nach der Düsseldorfer Tabelle aufgeteilt und der Ehegatte geht leer aus. Dabei gibt es zwischen dem einfachen und dem absoluten Mangelfall zu unterscheiden.

Der absolute Mangelfall liegt vor, wenn der Unterhaltspflichtige nicht einmal in der Lage ist, den Mindesunterhalt nach der DDT zu leisten.

Anwendung der Düsseldorfer Tabelle

Um ermitteln zu können, in welcher Höhe der Unterhaltspflichtige Unterhalt zahlen muss, ist es erforderlich das Nettoarbeitseinkommen sowie das Alter des unterhaltsbedürftigen Kindes zu kennen. Im Übrigen ist bei der Bestimmung des Nettoeinkommens des Barunterhaltspflichtigen wie es die Düsseldorfer Tabelle benennt, zu beachten, dass es sich bei diesem Betrag nicht zwingend um den tatsächlichen Auszahlungsbetrag, den der Unterhaltspflichtige aus Arbeitseinkommen erzielt, handeln muss. Vielmehr ist dieser zunächst sozusagen zu um eine Pauschale von 5% bereinigen (also zu kürzen).

Hintergrund ist, dass mit dieser Pauschale die Arbeitsmittel- bzw. kosten wie Fahrtkosten, Berufskleidung etc. abgedeckt werden sollen. Diese Pauschale gilt selbstverständlich nicht für Erwerbslose oder Rentner / Pensionäre.

Auch im Zusammenhang mit Ehegattenunterhalt ist eine 5%-ige Pauschale für berufsbedingte Aufwendungen abzugsfähig. Darüber hinaus können im Zusammenhang mit Ehegattenunterhalt unter Umständen des Einzelfalles auch ehebedingte Schulden abzugsfähig sein.

Erst der sich nach Bereinigung von abzugsfähigen Positionen ergebende Betrag ist ausschlaggebend für die Einstufung in die jeweilige Einkommensgruppe der Düsseldorfer Tabelle.

Im Zusammenhang mit Kindesunterhalt ist für die Bestimmung des Unterhaltsbetrages ausschließlich das (bereinigte) Einkommen des Unterhaltspflichtigen maßgeblich, auch dann, wenn beispielsweise die Kindesmutter, bei der das Kind lebt, höhere Eigeneinkünfte erzielt als der unterhaltspflichtige Kindesvater.

Berechnungsbeispiel:

Für den Fall, dass der Unterhaltspflichtige ein (bereinigtes) Nettoeinkommen erzielen sollte i.H.v. monatlich 1.750€ und er nur einem Kind im Alter von 13 Jahren gegenüber zu Unterhalt verpflichtet sein sollte, ist der Unterhaltsbetrag wie folgt zu ermitteln:

Berechnung:

Nach Maßgabe des Nettoeinkommens ist der Unterhaltspflichtige in Einkommensgruppe 1 einzustufen, da sein Einkommen bis 1.900€ liegt. Das 13-jährige Kind befindet sich in der 3. Altersstufe, also zwischen 12 und 17 Jahren. Da der Unterhaltspflichtige nur einer Person, nämlich der 13-jährigen Tochter schuldet, und nicht mindestens zwei Personen (typische Familie nach DDT), wird der Unterhaltspflichtige eine Einkommensstufe nach oben verschoben, also in die 2. Einkommensstufe für ein Einkommen zwischen 1.901€ und 2.300€. Nun verfolgt man in der 3. Altersstufe die Tabelle so weit nach unten bis man die 3. Einkommensgruppe erreicht hat und hat dann einen Tabellenunterhalt von 522 € ermittelt.

Dieser Tabellenbetrag von 522 € ist sodann noch um das halbe Kindergeld (204 / 2 = 102) zu reduzieren (bereinigen) und ergibt somit abzüglich des hälftigen Kindergeldanteils einen Unterhaltsbetrag von monatlich

522 € – 102 € = 420 €.

Dieser Betrag ist der Zahlbetrag für den Kindesunterhalt und steht dem Kind zu. Beim Unterhaltsanspruch volljähriger Kinder kann das Kindergeld voll abgezogen werden, also mit einem Betrag von 204 €.

Nur Einkommen des Unterhaltsschuldners relevant

Für den Fall, dass ein Minderjähriger, aber aufgrund Erzielung eigener Einkünfte nicht dessen Mutter, in deren Haushalt das Kind lebt, unterhaltsberechtigt sein sollte, ist es für die Höhe des dem Minderjährigen zustehenden Unterhaltsbedarfs völlig unerheblich, in welcher Höhe die Eigeneinkünfte der Kindesmutter liegen, selbst dann, wenn diese das Einkommen des unterhaltspflichtigen Kindesvaters übersteigen sollten. Der Unterhaltsbedarf orientiert sich in diesem Fall ausschließlich an der Höhe des Nettoarbeitseinkommens des Kindesvaters.

Letzte Aktualisierung: 17.12.2019

Kindesunterhalt: Neue „Düsseldorfer Tabelle“ ab 01.01.2018

Der Mindestunterhalt beträgt danach ab dem 1. Januar 2018 für Kinder der ersten Altersstufe (bis zur Vollendung des sechsten Lebensjahres) 348 Euro statt bisher 342 Euro, für Kinder der zweiten Altersstufe (bis zur Vollendung des zwölften Lebensjahres) 399 Euro statt bisher 393 Euro und für Kinder der dritten Altersstufe (vom 13. Lebensjahr bis zur Volljährigkeit) 467 Euro statt bisher 460 Euro.

Diese Erhöhung des Mindestunterhalts führt zugleich zu einer Änderung der Bedarfssätze der 2. bis 10. Einkommensgruppe der Düsseldorfer Tabelle. Sie werden wie in der Vergangenheit in der 2. bis 5. Einkommensgruppe um jeweils 5 % und in der 6. bis 10. Einkommensgruppe um jeweils 8 % des Mindestunterhalts angehoben. Demgegenüber bleibt die Düsseldorfer Tabelle hinsichtlich des Bedarfs volljähriger Kinder in 2018 unverändert, um eine überproportionale Erhöhung des Bedarfs des volljährigen Kindes, das noch im Haushalt eines Elternteils lebt, im Verhältnis zu dem Bedarf eines allein lebenden Erwachsenen zu vermeiden.

Auf den Bedarf des Kindes ist nach § 1612 b BGB das Kindergeld anzurechnen. Dieses beträgt ab dem 1. Januar 2018 für ein erstes und zweites Kind 194 Euro, für ein drittes Kind 200 Euro und für das vierte und jedes weitere Kind 225 Euro. Das Kindergeld ist bei minderjährigen Kindern in der Regel zur Hälfte und bei volljährigen Kindern in vollem Umfang auf den Barunterhaltsbedarf anzurechnen.

Erstmals seit 2008 werden auch die Einkommensgruppen angehoben. Die Tabelle beginnt daher ab dem 1. Januar 2018 mit einem bereinigten Nettoeinkommen von „bis 1.900,00 Euro“ statt bisher „bis 1.500,00 Euro“ und endet mit „bis 5.500,00 Euro“ statt bisher „bis 5.100,00 Euro“. Auch der sogenannte Bedarfskontrollbetrag, der eine ausgewogene Verteilung des Einkommens zwischen dem Unterhaltspflichtigen und den Unterhaltsberechtigten gewährleisten soll, steigt im Jahre 2018 an. In der ersten Einkommensgruppe entspricht der Bedarfskontrollbetrag dem notwendigen Selbstbehalt. Er wird in der zweiten Einkommensgruppe von bisher 1.180,00 Euro auf 1.300,00 Euro angehoben. In den folgenden Einkommensgruppen steigt der Bedarfskontrollbetrag wie bisher um jeweils 100 Euro.

Der ausbildungsbedingte Mehrbedarf erhöht sich von 90 Euro auf 100 Euro.

Im Übrigen bleibt die Düsseldorfer Tabelle 2018 gegenüber 2017 unverändert.

Die nächste Änderung der Düsseldorfer Tabelle wird voraussichtlich zum 01.01.2019 erfolgen.

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