Unregelmäßiger zyklus schwanger

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Schwangerschaftstests

Viele Frauen fragen sich, ab wann man einen Schwangerschaftstest machen kann. Wann liefert ein hCG-Test ein zuverlässiges Ergebnis? Lohnt es sich also schon, einen Schwangerschaftstest durchzuführen? Egal, ob Du Dir ein Baby wünschst oder nicht, Du willst sicherlich so früh wie möglich Bescheid wissen.

Wann macht man einen Schwangerschaftstest?

Wenn Du ungeschützten Geschlechtsverkehr hattest und eine Schwangerschaft vermutest, solltest Du einen Schwangerschaftstest zur Abklärung machen. Vielleicht spürst Du bereits einige körperliche Veränderungen wie Übelkeit oder Brustspannen, die auf ein Baby im Körper hinweisen können? Das Ausbleiben der Regel ist hierbei ein sicheres Schwangerschaftsanzeichen.4

Es gibt folgende Methoden, um eine Schwangerschaft festzustellen:

  • Schwangerschaftstest (Urintest und Urinfrühtest)
  • Bluttest
  • Ultraschall

Der Urintest zum Nachweis der Schwangerschaft funktioniert aufgrund einer Reaktion der Antikörper. Die sich auf dem Teststreifen befindenden hCG-Antikörper binden die im Urin vorhandenen Antigene. Aufgrund weiterer Zusätze auf dem Teststreifen löst dieser Vorgang dann eine Farbreaktion aus.

Wann genau man die Schwangerschaft feststellen kann, ist abhängig von der gewählten Methode.

Ab wann ist ein Schwangerschaftstest sicher?

Schwangerschaftstests, die den Urin auswerten, unterscheiden sich im Zeitpunkt der Anwendung. Hier gibt es einen klassischen Schwangerschaftstest und einen Frühtest.

Zeitpunkt-Rechner beim Schwangerschaftstest

Die klassischen Schwangerschaftstests können ab dem 1. Tag der ausbleibenden Periodenblutung angewendet werden. Sie können erst ab einer höheren Konzentration des hCG-Hormons im Körper feststellen, ob Du schwanger bist. Ab wann man einen Schwangerschaftstest machen kann, hängt also von der Empfindlichkeit des Tests ab. Je weiter die Schwangerschaft fortgeschritten und je höher die Konzentration des Schwangerschaftshormons ist, desto aussagekräftiger ist das Testergebnis. 3-5 Tage nach Ausbleiben der Regel ist das Ergebnis sehr zuverlässig.

Der cyclotest Schwangerschaftstest ist positiv für Proben, die einen hCG-Spiegel von rund 25 mIU/ml oder höher aufweisen. Der Test kann damit ab dem ersten Tag der Fälligkeit der Regel verwendet werden. Zu diesem Termin zeigt der Test meist ein eindeutiges Testergebnis an.

Zeitpunkt-Rechner Schwangerschaftstest und Schwangerschaftsfrühtest

Wie aber den Fälligkeitstag der Periode bzw. den Zeitpunkt 4 Tage vor Fälligkeit berechnen? Im Internet findet man dazu Eisprungrechner. Diese basieren aber auf pauschale Zykluslängen und nicht auf den tatsächlichen Zyklusgegebenheiten des aktuellen Zyklus.

Einfache Onlinerechner eignen sich daher nicht als Zeitpunkt-Rechner für einen Schwangerschaftstest! Auch solltest Du unsichere Anzeichen wie Übelkeit oder Schmerzen in der Brust keinesfalls als Startzeichen für einen Test ansehen. Auch Orakeln mit dem Ovulationstest, das vielfach in Schwangerschaftsforen diskutiert wird, ist nicht zu empfehlen.

Eine sichere Aussage über den Zeitpunkt der Empfängnis sowie die voraussichtliche Zykluslänge kann beispielsweise eine Zyklus-App treffen, die auf der Basaltemperaturmethode oder NFP basiert. Solltest Du unsicher sein, wann Dein Eisprung stattfindet, berechnet cyclotest mySense sogar Deine fruchtbaren und hochfruchtbaren Tage!

Testbeginn beim Frühschwangerschaftstest

Der cyclotest Schwangerschaftsfrühtest ist positiv für Proben, die einen hCG-Spiegel von rund 10 mIU/ml oder höher aufweisen. Der Test kann bereits bis zu 4 Tage vor Fälligkeit der Blutung angewendet werden. Einige Tage vor der erwartenden Regelblutung zeigt der hCG-Test in den meisten Fällen ein korrektes Testergebnis an.

Wenn Du schnell Gewissheit haben möchtest, ist der Frühtest perfekt. Er kann bereits bis zu 4 Tage vor Fälligkeit der Regel zu Hause angewandt werden.

Schwangerschaftstest: Ab wann?

Die Grafik zeigt exemplarisch anhand eines 28-Tage-Zyklus, ab wann man einen Schwangerschaftstest und ab wann man einen Frühschwangerschaftstest basierend auf dem Urin machen kann.

Bluttest und Ultraschall

Im Gegensatz zum Schwangerschaftstest von Drogerien & Co. steht der Bluttest, der vom Frauenarzt durchgeführt wird. Im Blut gelingt der Nachweis einer Schwangerschaft bereits eine Woche vor der zu erwartenden Monatsblutung.5 In den ersten Wochen steigt die Hormonkonzentration im Blut stetig an. Das Maximum wird ca. zwischen der 8. und 12. Woche erreicht. Danach kann der Mutterkuchen die schwangerschaftserhaltenden Hormone selbst bilden. Es kommt dann zu einem Abfall der hCG-Werte im Blut. Ein Bluttest ab der 20. Woche wäre nur noch schwach positiv.

Bereits wenige Tage nach Ausbleiben der Periode lässt sich im vaginalen Ultraschall durch den Arzt die Einnistung einer Eizelle in der Gebärmutterschleimhaut darstellen und damit, dass Du schwanger bist. Dabei wird mithilfe eines Ultraschallgeräts die Fruchthöhle in der Gebärmutter sichtbar gemacht; später, ab der 7. SSW, auch der Herzschall.

hCG-Tabelle in den ersten Schwangerschaftswochen

Das Hormon hCG kann bei normalem Verlauf bereits 7 Tage nach der Befruchtung im Urin nachgewiesen werden. Das bedeutet, dass etwa 2 Tage seit der Einnistung der Eizelle in die Gebärmutter vergangen sind. Die Konzentration des Hormons verdoppelt sich alle 1,3 bis 2 Tage. Zum Termin der ausbleibenden Regelblutung ist die Konzentration bereits auf ca. 100 mIU/ml angestiegen. Zum Ende des ersten Schwangerschaftsdrittels (12. Woche) können Spitzenwerte von 100.000 bis 200.000 mIU/ml nachgewiesen werden.

Das Schwangerschaftshormon weist also einen spezifischen Verlauf auf: Das Hormon tritt bereits kurz nach der Befruchtung auf und verzeichnet einen Konzentrationsanstieg in der Frühschwangerschaft bis ungefähr zur 12. Schwangerschaftswoche. Aus diesem Grund eignet es sich in besonderer Weise zur frühzeitigen Feststellung einer Schwangerschaft mittels Urin-Schwangerschaftsfrühtest oder Bluttest beim Frauenarzt.1, 2, 3

Allerdings ist der Verlauf des hCG-Hormons von Frau zu Frau verschieden. Daher sind Schwangerschaftstests bzw. Frühtests mit Wochenbestimmung, die also die Schwangerschaftswoche anzeigen, mit Vorsicht zu genießen. Die exakte Woche kann beispielsweise bestimmt werden, wenn man mittels Zyklusbeobachtung weiß, wann der Eisprung stattgefunden hat.

Schwangerschaftstest kaufen

Hol Dir Gewissheit, ob Du schwanger bist oder nicht. Wähle dafür den für Dich geeigneten hCG-Test aus: cyclotest Schwangerschafts-Frühtest vor Beginn der Periodenblutung oder cyclotest Schwangerschaftstest ab Ausbleiben der Regel.

Wo den Test kaufen?

Urintests sind in vielen Online-Shops, Apotheken und Drogeriemärkten erhältlich. Aber auch der Frauenarzt kann einen Urintest durchführen.

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Bei korrekter Durchführung ergibt der cyclotest Urintest ein zu 99,9 % sicheres Ergebnis.

Frühschwangerschaftstest kaufen

Ein Frühschwangerschaftstest misst wie ein normaler Schwangerschaftstest den hCG-Wert im Urin. Allerdings kann dieser Test bereits kleinste Mengen des Hormons im Urin feststellen. Frühschwangerschaftstests sind ebenfalls in Online-Shops, Apotheken und Drogeriemärkten erhältlich.

Lohnt sich ein Frühschwangerschaftstest?

Bei einem Babywunsch ist die Wartezeit bis zum Einsetzen der nächsten Periode sehr lang. Ein Frühschwangerschaftstest bietet Dir die Möglichkeit, bereits vor dem eigentlichen Zyklusende Gewissheit zu bekommen.

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Der cyclotest Schwangerschafts-Frühtest liefert ein zu 99,9 % sicheres Ergebnis bei korrekter Durchführung.

Wie wende ich den Schwangerschaftstest richtig an?

Die Verlässlichkeit von Schwangerschaftstests hängt nicht nur davon ab, wie weit die Schwangerschaft fortgeschritten ist, sondern auch davon, ob der hCG-Test richtig gehandhabt wird. Lies dazu bitte auch die Packungsbeilage durch!

Ein Schwangerschaftstest ist einfach anzuwenden. Der Urinstrahl kann entweder in einem Behältnis aufgefangen oder die saugfähige Spitze direkt in den Urinstrahl gehalten werden. Die Dauer sollte mindestens 10 Sekunden betragen.

Der Test kann zu jeder beliebigen Tageszeit durchgeführt werden. Empfohlen wird der erste Morgenurin. Das Ergebnis kann nach 5 Minuten abgelesen werden. Wichtiger Hinweis: Nach 10 Minuten darf der Test nicht mehr ausgewertet werden.

Der Genuss von Alkohol kann das Ergebnis beeinträchtigen. Zur verbesserten Hygiene ist der Teststreifen mit einer Kappe versehen.

Schwangerschaftstest und Schwangerschaftsfrühtest

Warum Schwangerschaftstest morgens machen?

Grundsätzlich kann ein Schwangerschaftstest zu jeder Tageszeit durchgeführt werden. Damit ein Test aussagekräftig ist, solltest Du ihn am besten gleich morgens beim ersten Toilettengang benutzen.

Warum?

Der Morgenurin enthält am meisten hCG. Der Urin kann sich über Nacht in der Blase sammeln und enthält dadurch eine hohe Konzentration des Schwangerschaftshormons. Wasser oder andere Getränke, die Du im Laufe des Tages zu Dir nimmst, verdünnen den Urin und damit die Hormonkonzentration.

Schwangerschaftstest-Ergebnis auswerten

Das Teststäbchen enthält ein Ergebnisfenster, dessen Anzeige wie folgt zu interpretieren ist:

Ist auf dem Teststreifen das Ergebnis positiv, erscheinen zwei farbige Striche – eine Kontrolllinie und eine Testlinie. Dies beiden Linien bedeuten, dass eine Schwangerschaft festgestellt wurde.

Zu beachten ist, dass die Farbintensität der Testlinie unterschiedlich ausgeprägt sein kann. Die unterschiedliche Verfärbung ist dadurch zu erklären, dass sich die Hormonkonzentration während der Schwangerschaft verändert. Jedoch deutet bereits eine schwach gefärbte Testlinie auf einen positiven Schwangerschaftstest hin.

Ist das Ergebnis negativ, erscheint nur die Kontrolllinie, die Testlinie wird nicht auf dem Teststäbchen angezeigt. Dies bedeutet, dass mit dem Urintest keine Schwangerschaft festgestellt werden konnte.

Die Kontrolllinie erfüllt ihre Kontrollfunktion insofern, dass sie anzeigt, ob eine ausreichende Menge Urin vorhanden war und der hCG-Test richtig durchgeführt wurde. Das Ergebnis des Tests ist entsprechend ungültig, wenn keine Linien oder nur eine farbige Testlinie erscheint. In diesem Fall sollte der hCG-Test mit einem neuen Teststreifen und neuem Urin erneut durchgeführt werden.

Die Grafik zeigt Dir auf einen Blick die möglichen Ergebnisse: Ist mein Schwangerschaftstest positiv, negativ oder ungültig?

Schwangerschaftstest-Ergebnis

Schwangerschaftstest positiv – Was tun?

Der Schwangerschaftstest hat ein positives Ergebnis gezeigt? Glückwünsch – Du bist schwanger! Du solltest nun zum Frauenarzt gehen. Meist erhältst Du den Termin aber erst ab der 6.–8. SSW, da dann auch schon eine Herzaktion nachgewiesen werden kann.

Der Arzt überprüft Deine Schwangerschaft meist per Ultraschall oder Bluttest. Der Frauenarzt leitet zudem die Schwangerschaftsvorsorge ein, welche die Ultraschalluntersuchung und die weitere Vorsorge umfasst.

Es kann leider auch vorkommen, dass es in den ersten Tagen zu einer frühen Fehlgeburt (früher Abort) kommt. Dies ist ein Grund für den sogenannten falsch-positiven Schwangerschaftstest.

Was tun bei einem negativen Schwangerschaftstest?

Du möchtest gerne Deinen Kinderwunsch erfüllen, doch es hat bislang nicht geklappt? Dann ist das kein Grund, verzweifelt zu sein. Es gibt verschiedene Ursachen für einen negativen Schwangerschaftstest.

Wie hilft mir die Zyklusbeobachtung?

Hat der Teststreifen „negativ“ angezeigt und Deine Periode setzt (verspätet) ein, kann es daran liegen, dass du den Zeitpunkt für Deinen Eisprung nicht richtig bestimmt hast. Denn das richtige Timing spielt eine wichtige Rolle für die Entstehung eines Kindes. Es ist also sinnvoll, sich mit dem eigenen Zyklusgeschehen zu befassen, um die wenigen hochfruchtbaren Tage im Monat genauer einkreisen zu können. Dies gelingt leicht mit dem Basalthermometer inkl. Zyklus-App cyclotest mySense.

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Die Zyklus-App setzt genau hier an. Durch Beobachtung verschiedener Körperzeichen wird der Eisprungtag bestimmt. Im Kinderwunschmodus zeigt er Dir Deine individuelle Fruchtbarkeit an, die von Monat zu Monat verschieden ist. Und das, ohne dass Du großen Aufwand betreiben musst.

Alternativ kannst Du mit Hilfe eines Zykluscomputers Deine Fruchtbarkeit bestimmen. Auf Basis der individuellen Auswertung kannst Du bestimmen, ab wann ein Schwangerschaftstest bzw. Frühtest für Dich sinnvoll ist.

Schau Dir gerne Details zu unserem lernfähigen Kinderwunschcomputer cyclotest myWay an.

Kann ein Schwangerschaftstest ein falsch-negatives Ergebnis anzeigen?

Es gibt allerdings auch Möglichkeiten, warum ein Schwangerschaftstest falsch-negativ ausfallen kann. Das heißt, dass eine Befruchtung stattgefunden hat, der Teststreifen aber ein negatives Ergebnis anzeigt.

Als Ursache der Fehlerquote könnte eine ungenaue Handhabung, die Überschreitung des Ablaufdatums oder eine falsche Lagerung in Frage kommen. Auch die Einnahme von Medikamenten kann den Urintest beeinflussen.1 Bitte frage dazu Deinen Frauenarzt.

Auch wenn Du den Urintest zu früh und beispielsweise nicht nach Ausbleiben der Periode durchgeführt hast, kann es zu einem falsch-negativen Ergebnis kommen. Während der Einnistung und der Verwachsung der Eizelle in der Gebärmutterschleimhaut steigt zwar der hCG-Wert an, aber dennoch musst Du auf den Testbeginn warten, der auf dem Produkt angegeben ist.

Während dem Einnisten der Eizelle kannst Du eventuell auch einen Einnistungsschmerz spüren. Dieser gilt allerdings nicht als sicheres Zeichen! Wir können Deine Ungeduld verstehen, aber warte noch ein paar Tage und führe den Schwangerschaftstest dann erneut durch.

Die Konzentration des Schwangerschaftshormons ist von Frau zu Frau unterschiedlich hoch und es besteht zudem die Möglichkeit, dass der Eisprungtag falsch ausgerechnet wurde. Wenn die Regelblutung weiter ausbleibt und Du eine Schwangerschaft vermutest, so wiederhole die Urinprobe nach einigen Tagen erneut.

Vor wenigen Tagen haben wir über das Thema Sex nach der Schwangerschaft und mögliche Verhütung gesprochen. Heute geht es darum, wie die fruchtbaren Tage eines Zyklus berechnet werden können, wenn ein Kinderwunsch besteht oder einfach nur Interesse daran, die Tage um den Eisprung herum zu erfahren, um gezielt verhüten zu können (oder eben auch nicht).

Wann sind meine fruchtbaren Tage? Mein Zyklus ist total unregelmäßig …

Bei mir ist es aktuell so, dass mein Zyklus immer noch recht unregelmäßig ist, vermutlich auch durchs Stillen. Bevor ich schwanger geworden bin, hatte ich – durch die Einnahme der Pille – einen regelmäßigen Zyklus von 28 Tagen und wusste so immer genau Bescheid, wann ich meine Periode bekommen würde. Den Tag des Eisprungs habe ich nicht wahrgenommen und das war ja damals auch nicht von Bedeutung, denn schwanger werden wollte ich zu diesem Zeitpunkt nicht. Das wurde dann erst ab dem Kinderwunsch interessant zu erfahren, wann die fruchtbaren Tage überhaupt sind.

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Fruchtbare Tage berechnen mit einem Eisprungkalender oder Fruchtbarkeitsrechner

Ich habe ab dem Kinderwunsch dann eine App benutzt, war aber unsicher, ob sich der Zyklus ohne Pille genauso verhalten würde, wie jahrelang zuvor mit der hormonellen Verhütung. Und ich bin der Meinung, dass es vor allem bei einem sehr unregelmäßigen Zyklus und unregelmäßiger Dauer der Periode schwer sein kann, in kurzer Zeit schwanger zu werden. Hierfür kann es helfen, wenn die fruchtbaren Tage zuverlässig bestimmt werden können.

Aber wann sind die denn überhaupt? Und aus welchen Phasen besteht der weibliche Zyklus?

Der Zyklus der Frau

Ich habe nochmal die Unterlagen aus meiner (Krankenschwester-) Ausbildung rausgekramt, um den weiblichen Zyklus zusammengefasst und (hoffentlich) verständlich beschreiben zu können.

Länge des Zyklus der Frau

Der weibliche Zyklus dauert durchschnittlich 21 bis 35 Tage, das ist eben von Frau zu Frau ganz verschieden. Und nicht jeder Zyklus ist wie der nächste. Durchschnittlich ist es aber wie im Folgenden beschrieben.

Phase 1: Wird Folikelphase genannt. In den Büchern ist sie auch als proliferative Phase zu finden und ist die Aufbauphase. Sie dauert 7 – 21 Tage.

Phase 2: Ist als Lutealphase oder auch sekretorische Phase bekannt und wird auch als Gelbkörperphase bezeichnet. Sie ist etwa 14 Tage lang.

Das war die Kurzfassung. Soweit sicher noch verständlich, jetzt geht es ein bisschen mehr ins Detail.

Phasen des weiblichen Zyklus

Zyklusbeginn

Tag 1: Der Zyklus beginnt mit der Menstruationsblut, die 2 bis 6 Tage andauert.

Follikelphase

Tag 1 – 14: Die Follikelphase ist die Zeitspanne vom ersten Tag der Blutung bis zur Ovulation, also dem Eisprung. Es findet in dieser Phase ein Aufbau der Gebärmutterschleimhaut, auch Uterusschleimhaut/ Endometrium genannt, statt. Die Gebärmutter wird so für die Aufnahme einer befruchteten Eizelle (befruchteter Follikel) vorbereitet. Im Eierstock (Ovar) selbst reifen etwa 20 Eizellen unter dem Einfluss des Hormons FSH (Follikelstimulierendes Hormon) heran. Ein Follikel, oder auch Eibläschen (nicht Eizelle), das eine Hülle für die Eizelle bildet, wird folgend dominant und entwickelt sich zum sogenannten Graafschen Follikel, dem sprungreifen Follikel. Es wird vermehrt Östrogen produziert. In dieser Phase ist der Muttermund (Zervixöffnung) klein und durch einen Schleimpfropf verschlossen.

Ovulation

Tag 14: Die Östrogenproduktion des Follikels steigt ab dem 12./13. Tag stark an und es kommt zu einer vermehrten Ausschüttung von LH (lutenisierendes Hormon) und zur Ovulation, also dem Eisprung. Die Hülle aus Follikelzellen um die Eizelle herum reißt auf und die Eizelle wird abgestoßen. Der Gelbkörper (Corpus luteum) entsteht dann folgend aus den Resten des Follikels.

Der Zervixschleim ist viskös, also zäh, und der Muttermund etwas geöffnet. Jetzt ist der Zeitpunkt, an dem die Spermien durch den Muttermund in die Gebärmutter gelangen können. Charakteristisch für diesen Tag ist auch ein Anstieg der Basaltemperatur. Das ist die Temperatur, die am Morgen vor dem Aufstehen gemessen wird.

Lutealphase

Tag 14 – 18: Diese Phase des Zyklus wird auch als Lutealpahse bezeichnet. Der Gelbkörper, der aus den Resten des Eibläschens, also der vorherigen Hülle um die reife Eizelle herum, entsteht, entwickelt sich. Folgend produziert der Gelbkörper mehr und mehr des Hormons Progesteron. Unter Einfluss von Progesteron bereitet sich die Gebärmutterschleimhaut so auf eine Einnistung vor. Die Drüsen der Gebärmutterschleimhaut beginnen die Sekretion. Jetzt stellt sich heraus, ob eine Befruchtung der Eizelle stattgefunden hat, oder nicht.

Wenn eine Befruchtung stattgefunden hat, reagiert die Uterusschleimhaut ab dem 22. Zyklustag am stärksten auf das Hormon Progesteron und es kommt zur Nidation, der Einnistung der Eizelle. In den ersten zwei Trimestern der Schwangerschaft wird das Progesteron weiter vom Gelbkörper produziert, damit die Schwangerschaft aufrechterhalten wird.

Wenn keine Befruchtung der Eizelle stattgefunden hat, bildet sich der Gelbkörper (durch Hormone gesteuert) wieder zurück. Dann bewirkt ein rascher Abfall der Östrogen- und Progesteronkonzentration im Plasma, dass eine Konstriktion der Endometriumgefäße erfolgt, also eine Einengung der Blutgefäße der Gebärmutterschleimhaut. Es kommt zu einer sogenannten Ischämie, einer Minderdurchblutung, was eine Abstoßung der Gebärmutterschleimhaut und die Menstruationsblutung zur Folge hat. Diese Phase wird dann auch als Regenerations- oder Desquamationsphase bezeichnet und ein neuer Zyklus beginnt.

Und wann sind genau die fruchtbaren Tage?

Um es auf den Punkt zu bringen:

Die Eizelle braucht etwa 3 Tage um durch den Eileiter zur Gebärmutter zu kommen. Nach dem Eisprung kann das Ei 12 bis 24 Stunden lang befruchtet werden. Spermien sind in der Regel ein bis drei Tage lang zur Befruchtung fähig. Das heißt, dass ab 5 Tagen vor dem Eisprung bis einen Tag danach eine Befruchtung der Eizelle durch ein Spermium möglich ist.

Wusstest du eigentlich, dass die männlichen Spermien (Y-Chromosom) kleiner, schwächer und schneller sind als die weiblichen Spermien und eine kürzere Lebenszeit haben?! Die weiblichen Spermien (X-Chromosom) sind langsamer, dafür aber größer und stärker. Wer dabei das Rennen macht ist entscheidend für das Geschlecht des Babys, denn die weibliche Eizelle enthält immer ein X-Chromosom.

Fruchtbare Tage berechnen trotz unregelmäßigem Zyklus

Anhand der Körpertemperatur ist es also möglich, auch fruchtbare Tage berechnen zu können, trotz eines unregelmäßigen Zyklus oder unregelmäßiger Periode. Sei es eben um schwanger zu werden oder gezielt um den Eisprung herum zu verhüten. Hierfür stellen wir dir den OvulaRing vor. Mit dem Code breifreibaby10 bekommst du 10% Rabatt auf all deine Bestellungen. Nutze deinen Code direkt unter Ovularing.com!

Fruchtbare Tage berechnen mit dem OvulaRing

Eine Möglichkeit, zuverlässig den eigenen Zyklus bestimmen zu können, ist der OvulaRing. Der OvulaRing ist ein zugelassenes Medizinprodukt, das aus einem Biosensor besteht, der in einem Silikonring vaginal eingeführt wird und den Zyklus über die Temperatur misst und aufzeichnet. Die Temperaturdaten werden per USB-Anschluss ausgelesen und anschließend abgespeichert. So entsteht das individuelle Zyklusmuster der Anwenderin, das sogenannte Cyclofertilogramm (CFG). Dort werden die fruchtbaren Tage und der Eisprung angezeigt und der Schwangerschaftstest ist (18 Tage nach Befruchtung der Eizelle) auch gleich integriert. Der OvulaRing gibt weiter Aussage über die Zykluslänge und die Länge der jeweiligen Zyklusphasen, aber auch Schwankungen, die zum Beispiel durch Schichtarbeit oder Stress entstehen.

Fruchtbare Tage berechnen per Körpertemperatur – wie funktioniert der OvulaRing

Das Besondere ist eben, dass der OvulaRing rund um die Uhr die Temperatur misst und aufzeichnet und nicht nur, wie bei anderen Zykluscomputern, einmal am Tag die Basaltemperatur misst und aufzeichnet. Pro 24 Stunden werden 288 Messwerte durch den Biosensor erhoben und so können auch unregelmäßige Zyklen erfasst werden.

OvulaRing für den Kinderwunsch anwenden

Nach drei gemessenen Zyklen gibt der OvulaRing Aussage darüber, wann mit einer 99%-igen Wahrscheinlichkeit der Eisprung sein wird. So kann es auch bei einem unregelmäßigem Zyklus, der schwer mit der herkömmlichen Berechnung oder einer entsprechenden App bestimmt werden kann, möglich sein den Eisprung Tag genau zu bestimmen und schwanger zu werden. Möchtest du den OvulaRing ausprobieren? Dann nutze unseren 10% Gutschein mit dem Code „breifreibaby10„und bestell dir ein Paket mit 3 oder 12 Ringen mit unserem Rabatt direkt hier!

Im Januar gibt es bei uns mehr über unsere Erfahrung mit dem Ovula Ring und die Anwendung zu lesen. Wir zeigen dir dann genau, wie der Ring aussieht, schreiben über die häufig gestellten Fragen in der Anwendung, darüber wie das Auswerten der Daten mit myovularing.de funktioniert und wie das Cyclofertilogramm dann im Detail aussieht. Den OvulaRing kannst du direkt online bestellen.

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Unregelmäßiger Zyklus + schwanger werden?

Du wünschst Dir ein Baby, doch Deine Periode kommt und geht, wann sie will? Ein unregelmäßiger Zyklus und schwanger werden, das sind zwei Dinge, die im ersten Moment nur schwierig zueinander zu passen scheinen. Doch machen Zyklusschwankungen eine Schwangerschaft unmöglich? Natürlich nicht. Wir geben Dir Tipps, wie Du trotz dieser Schwierigkeit Deinen Kinderwunsch erfüllen kannst.

Vielleicht versuchen Dein Freund bzw. Mann und Du schon seit einer ganzen Weile, schwanger zu werden. Aber dank Deines unregelmäßigen Zyklus will es einfach nicht hinhauen. Sobald die Periode kommt, sind alle Hoffnungen und Wünsche zerstört. Und zwischendurch fällt ein Schwangerschaftstest nach dem anderen negativ aus. Das kann ganz schön frustrierend sein. Gib Deinen Traum jedoch noch nicht auf! Es gibt einige Mittel und Wege, wie Du Deinen Zyklus wieder regulieren und die Chance darauf, endlich ein Kind zu bekommen, steigern kannst.

Bei manchen Frauen lässt sich der Zyklus bis auf den Tag genau berechnen, andere haben damit ihre Schwierigkeiten. Ein unregelmäßiger Zyklus macht Schwangerwerden jedoch leider zum einem Glücksspiel.

Unregelmäßiger Zyklus: Schwanger werden dank Zyklus-Regelung

Damit Du eine bessere Chance hast, Deine fruchtbaren Tage rund um den Eisprung zu nutzen, hilft es natürlich, wenn Du Deinen Zyklus wieder in Einklang bringst. Dafür stehen Dir einige Methoden und Hausmittel zur Verfügung, die Du ausprobieren kannst.

1. Zeitweise die Pille verschreiben lassen

Das klingt natürlich erst mal paradox. Aber wenn Dein Zyklus so unbeständig ist, dass es für Dich schlichtweg unmöglich ist, gezielte Befruchtungsversuche zu unternehmen, dann solltest Du Deinem Frauenarzt einen Besuch abstatten. Er bzw. sie kann Dir eine für Dich passende Antibabypille verschreiben, die Deinen Zyklus wieder ein Einklang bringt und dafür sorgt, dass dieser Zustand auch nach Absetzen der Pille fortbesteht. So musst Du Deine Kinderplanung vielleicht um ein paar Monate verschieben, hast dann aber eine größere Chance, schnell schwanger zu werden.

2. Regelmäßig Ovulationstests machen

Der Fruchtbarkeitstest bzw. Eisprungtest misst die Konzentration des sogenannten luteinisierenden Hormons (LH) im Urin. Dieses Hormon löst den Austritt einer reifen Eizelle aus dem Eierstock aus. Der Tag vor dem Eisprung und der Tag des eigentlichen Eisprungs sind die fruchtbarsten Tage. Genau das kann Dir ein Ovulationstest schnell anzeigen. Bei einem unregelmäßigen Zyklus musst Du zwar öfter nachmessen um Deine möglichen, fruchtbaren Tage herum, der Aufwand kann sich aber lohnen. Wie Du mit einem Zykluskalender Deine fruchtbaren Tage ausrechnest, erfährst Du bei uns.

3. Mönchspfeffer und Folsäure einnehmen

Auch Hausmittel bzw. bestimmte Vitamine können Dir helfen, bei unregelmäßigem Zyklus schwanger zu werden. So soll Mönchspfeffer eine regulierende Wirkung auf den weiblichen Hormonhaushalt haben. Die Pflanze kannst Du zum Beispiel in Form von Tabletten und Kapseln zu Dir nehmen. Auch Folsäure wird oft empfohlen, um schneller schwanger zu werden. Folsäure gehört zur Gruppe der B-Vitamine und wird vom Körper benötigt, um Wachstums- und Entwicklungsprozesse anzuregen. Darum sollte man sie übrigens auch noch während der Schwangerschaft wohldosiert durch Nahrungsergänzungsmittel einnehmen.

Trotz unregelmäßigem Zyklus kann es mit der Schwangerschaft klappen.

4. Schilddrüse überprüfen lassen

Auch die Schilddrüse beeinflusst die Fruchtbarkeit. Sowohl eine Schilddrüsenüberfunktion als auch eine Schilddrüsenunterfunktion können zu Zyklusstörungen führen. Hast Du also Probleme, durch starke Zykschlusschwankungen schwanger zu werden, solltest Du auch diese Werte mal vom Arzt abchecken lassen.

5. Fruchtbarkeitsbehandlung bei fehlendem Eisprung oder Eizellreifestörung mit Clomifen

Clomifen ist ein Wirkstoff, der als Medikament bei Fruchtbarkeitsproblemen genommen werden kann. Hast Du einen unregelmäßigen Zyklus bzw. Eisprung, dann kann Dir das Hormonpräparat in Form von Tabletten weiterhelfen. Sie sollen den Östrogengehalt im Körper steigern und den Zyklus wieder in Schwung bringen. Aufgepasst: Eine Behandlung ohne ärztliche Betreuung und Rezept ist nicht möglich und sollte auch nicht geschehen. Besprich erst einmal, ob diese Behandlung für Dich sinnvoll ist, um trotz unregelmäßigem Zyklus schwanger zu werden.

Bei unregelmäßigem Zyklus kannst Du auch ohne Hilfsmittel schwanger werden

Wenn es trotz all der genannten Mittel und Wege nicht gleich klappen sollte mit dem Schwangerwerden, darfst Du Dich nicht unter Druck setzen. Stress tut Deinem Körper nicht gut und kann sich schlimmstenfalls auch negativ auf Deinen Hormonhaushalt auswirken. Ein unregelmäßiger Zyklus und schwanger werden, das hat bei vielen Frauen ohne Komplikationen auf natürlichem Wege hingehauen. Manchmal dauert es eben Monate oder sogar (wenige) Jahre, bis es soweit ist. Gib die Hoffnung nicht auf und tausch Dich mit Deinem Partner am besten mit anderen Paaren aus, die vielleicht dieselben Probleme haben. Kopf hoch!

Und wer weiß, vielleicht fallen Dir plötzlich folgende Symptome auf, die darauf hinweisen könnten, dass Du endlich schwanger bist! War Dir Nummer 7 aus dem Video schon bekannt?

Hast Du vielleicht selber Erfahrungen mit diesem speziellen Fruchtbarkeitsproblem gehabt und kannst von Deinen Erlebnissen berichten. Ein unregelmäßiger Zyklus kann Schwangerwerden zwar erschweren, aber definitiv nicht unmöglich machen. Solltest Du also betroffen sein, lass Dich nicht entmutigen oder von Deinem Kinderwunsch abbringen.

PCO trotz regelmäßiger Periode und Eisprung? Verwirrt…

Hallo zusammen,
muss leider noch mal hier posten.
Hatte schon berichtet, dass mein neuer FA Verdacht auf PCO geäußert hat, mit Störung der Eizellreifung und Gelbkörperschwäche. Also das ganze Programm.
Von der KIWu-Klinik wußte ich auch, dass ich eine GKS habe. Gestern rief ich in der KIWU-Klinik an und erzählte von den Aussagen des Arztes und da meinten die zu mir, dass sie das doch auch diagnostizert hätten bei mir und mir auch gesgat hätten??? Aber ich hätte ja keine Hormonbehandlung gewollt , weil ich ja 2 FG hatte, also 2 mal SS geworden bin und es erst mal mit eine Zyklusüberwachung versuchen wollte.
Hallo? Ich bin nicht senil und 100% sicher, dass nur von einer GKS die Rede war und von sonst nichts!
Ich war wie vor den Kopf geschlagen!!
Ich habe 2 FG hinter mir in 2 Jahren, bin also 2x so ss geworden, hatte in den letzten Monaten immer einen Tempianstieg beim Tempi messen und somit doch einen ES, den ich auch gemerkt habe.
Ich weiß gar nicht mehr was ich von all dem halten soll.
Meine Follikel reifen etwas länger, ja, aber ich habe Monate mit ES am 15./16. Zt und manche eben erst am 18./19. ZT. 1- 2 Monate im Jahr ist auch alles daneben, o.k.
Muss ich mir jetzt doch einer Hormonbehandlung unterziehen? Es will einfach nicht klappen mit dem SS-werden, bzw. es dauerte bei den letzten beiden SS fast immer 1 Jahr.
Soll ich mal meinen Endokrinologen fragen wegen dem PCO?
Ich verstehe das alles nicht. Dachte bei PCO hat man gar keinen normalen Zyklus.
Die KIWU rät natürlich jetzt doch zu einer Behandlung mit Gonal F.
Bin so ratlos und traurig. Weiß nicht was ich jetzt tun soll.
Habt ihr einen Rat für mich?
Ich danke Euch!
B.

Wann Mira* Sex haben wird, kann sie auf den Tag genau ausrechnen. Spritze in den Bauch, vierundzwanzig Stunden warten, dann ein Eisprung – der Hoffnungsschimmer für Miras größten Wunsch. Der Wunsch, der sie seit vier Jahren begleitet: ein eigenes Kind. Die 28-Jährige hat ihren Master-Abschluss fast in der Tasche, hat einen Freund, der sie liebt und einen Job, der ihr Spaß macht. Und sie wollte schon immer früh Mutter werden. Aber Mira hat das PCO-Syndrom.

„Ich war erst mal geschockt“, erinnert sich die gelernte Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin an den Tag, als ihr Frauenarzt ihr die Diagnose mitteilte. Durch ihre Ausbildung wusste sie sofort, wofür PCO steht: polyzystische Ovarien. Der Name steht für eine hormonelle Störung, durch die sich in den Eierstöcken zwar viele kleine Eibläschen sammeln, weil der Körper aber zu viel männliches Hormon Testosteron produziert, reift nie oder nur sehr selten eine Eizelle heran, welche auch befruchtet werden könnte.

Bei zehn bis zwölf Prozent der Frauen wird diese hormonelle Veränderung diagnostiziert, die Dunkelziffer liegt allerdings viel höher, vermuten Frauenärzt*innen.

Bei zehn bis zwölf Prozent der Frauen wird diese hormonelle Veränderung diagnostiziert, die Dunkelziffer liegt allerdings viel höher, vermuten Frauenärzt*innen. Denn „erkennbar wird PCO häufig erst, wenn die Frau nicht mehr hormonell verhütet und die Symptome auch spürbar werden“, sagt Christian Albring, Präsident des Berufsverbandes der Frauenärzt*innen. Die Symptome, das können starke Körperbehaarung und unreine Haut sein, die durch das übermäßige Testosteron im Hormonhaushalt verursacht werden. Häufig kommt auch eine Störung der Zuckerverwertung hinzu, die erhöhtes Insulin im Blut zur Folge hat – und Übergewicht.

Während Frauen die Pille nehmen, bleibt das PCO-Syndrom meistens unentdeckt

Mira, die Master-Studentin aus Berlin, ist jedoch schlank. „Die äußeren Kriterien sind längst nicht bei allen Frauen mit PCO erfüllt“, sagt Prof. Dr. Thomas Strowitzki, ärztlicher Direktor der Abteilung Gynäkologische Endokrinologie und Fertilitätsstörungen an der Uniklinik Heidelberg. Auch deshalb sei das PCO-Syndrom, kurz PCOS, so wenig bekannt, „dabei haben wir das super oft hier“, sagt Strowitzki. Hier, damit meint er die Kinderwunschambulanz der Frauenklinik.

Gemeinsam haben die meisten Frauen mit PCOS, dass sie nie oder nur sehr selten ihre Tage haben, sobald sie die Pille absetzen. Ob und wie lange eine Frau die Pille nimmt oder nicht, hat keinen Einfluss darauf, ob sie die Hormonstörung bekommt oder nicht. Aber durch die weiblichen Hormone des Verhütungsmittels sind alle Symptome von PCOS wie weggezaubert. Die Frau hat also keine Ahnung, dass sie es überhaupt hat. In Deutschland verhüten 75 Prozent der jungen Frauen mit Hormonen, wenn sie anfangen, regelmäßig Sex zu haben. Genau in der Zeit also, in der das PCOS sich entwickelt: zwischen dem 15. und dem 25. Lebensjahr.

Krankheit war früher evolutionärer Vorteil

Ob eine Frau die Krankheit bekommt oder nicht, hängt laut Expert*innen des Universitätsklinikums in Graz auch von genetischen Bedingungen ab. Weil das PCOS in verschieden Teilen der Welt unterschiedlich häufig und in anderer Form vorkommt, gehen die Forscher*innen davon aus, dass auch Umwelteinflüsse wie Ernährung, Bewegung und Lebensstil ein Rolle dabei spielen könnten, ob die Hormonstörung auftritt oder nicht. So häufig ist PCOS vermutlich deshalb, weil Frauen damit früher einen evolutionären Vorteil hatten: Zum Beispiel, weil bei ihnen wegen der seltenen Eisprünge der Abstand zwischen den Schwangerschaften größer war als bei anderen Frauen. Das könnte das Überleben von Müttern und Kindern gefördert haben.

Heute fühlen sich Frauen mit dem Syndrom aber vor allem ausgegrenzt. „Am Anfang hat mich das sehr belastet“, sagt Mira und meint damit Sex auf Knopfdruck, „egal, ob ich gerade müde bin oder gar keine Lust habe“, wie sie es sagt. Ovitrelle oder Ovaleap heißen die Hormone, die sie sich an bestimmten Tagen ihres Zyklus spritzt. Die Möglichkeit einer Schwangerschaft mit einer oft jahrelangen Hormontherapie schätzt Strowitzki, der Professor von der Uniklinik Heidelberg, auf um die 20 Prozent pro Zyklus.

„Was, wenn er sich deswegen von mir trennt?“

Auch gesunde Paare unter 30 hätten nur eine monatliche Schwangerschaftsrate von weniger als 30 Prozent, erklärt der Mediziner. Was gesunde Paare aber nicht haben: Angst, Scham, Selbstverachtung. „Ich fühle mich nutzlos“, sagt eine, die die Diagnose PCOS erst vor ein paar Monaten bekommen hat. Nathalie* ist 30, die Pille hat sie vor einem Jahr abgesetzt. Vor zwei Jahren hat sie ihren Traumtypen geheiratet, mit ihm eine Wohnung gekauft und will eine Familie gründen. Trotzig wirft sie die Packung Hormontabletten zurück in ihren Kosmetikbeutel. „Was, wenn er sich deswegen von mir trennt?“, fragt sie, Tränen steigen in ihre Augen. Weinen, das kann sie manchmal wochenlang. Zu Hause, wenn sie niemand sieht.

Dabei gibt es Hilfe. So kann zum Beispiel bei starker Behaarung und unreiner Haut durch PCOS schon eine regelmäßige Hormonbehandlung helfen. Eine konsequente Diät und viel Bewegung können die Insulinresistenz aufheben, den Testosteronspiegel senken und so dazu beitragen, dass die Frau ohne weitere Maßnahmen schwanger wird. Der Verein PCOS Selbsthilfe Deutschland versorgt betroffene Frauen außerdem mit aktuellen Studien zum Thema – und mit persönlicher Beratung. Auch auf Instagram machen sich betroffene Frauen Mut, tauschen Infos und Ernährungstipps aus – zum Beispiel unter #pcosfighter.

Ich mache irgendetwas falsch, ich fühle mich nicht als Frau: Das sind die Sätze, die Susanne Quitmann regelmäßig hört. „Den jungen Frauen wird eingebläut, sie sollen bloß immer verhüten, weil sie sonst sofort schwanger würden“, sagt die Psychologin und stellvertretende Vorsitzende des Beratungsnetzwerks Kinderwunsch Deutschland (BKiD). Dass es auch normal sei, nicht oder nur schwer schwanger werden zu können, erwähne niemand, sagt Quitmann. Die Frauen hätten deshalb das Gefühl, nicht zu funktionieren.

Mira und Nathalie wollen weiterkämpfen. „Wir versuchen alles, damit ein Paar ein Kind bekommen kann“, sagt der Gynäkologe Strowitzki über die Arbeit in der Kinderwunschambulanz. Künstliche Befruchtung sei auch mit PCOS das letzte Mittel der Wahl. Mit guter hormoneller Behandlung und viel Geduld sei alles möglich. Doch Nathalie spürt den Druck. Job, Wohnung, Traummann, ist doch alles da, muss sie sich anhören. Erklären, was los ist, will sie auf keinen Fall. Wie lange sie das noch aushält, weiß sie nicht.

*Namen von der Redaktion geändert

Unregelmäßiger Zyklus: Wie du trotzdem schwanger werden kannst

Ein regelmäßiger Zyklus gilt als eine der Grundvoraussetzungen, um schwanger zu werden. Warum es wichtig ist, auf den Zyklus zu achten, warum es auch mit einem Baby klappen kann, wenn er nicht immer pünktlich ist.

Unregelmäßiger Zyklus: Ein mögliches hindernis für den Kinderwunsch.

Ein unregelmäßiger Zyklus kann dem Kinderwunsch im Weg stehen, aber das muss kein unüberwindliches Hindernis darstellen. Manchmal kann es schon helfen, ein wenig zuzunehmen, zu entspannen oder mit natürlichen Mitteln wie Zyklustees ein wenig nachzuhelfen. Es gibt aber auch die Möglichkeit, medikamentös in den Hormonhaushalt einzugreifen und den Zyklus auf diesem Wege zu regulieren.

Unregelmäßigen Zyklus: Mögliche Ursachen

Bei manchen Frauen läuft er wie ein Schweizer Uhrwerk, bei anderen sorgt der Zyklus immer wieder für Überraschungen. Für einen unregelmäßigen Zyklus kann es unterschiedliche Gründe geben, vor allem folgende:

  • Pubertät: Bei jungen Frauen, die ihre Regel noch nicht lange haben, braucht es manchmal etwas Zeit, bis sich alles einpendelt.

  • Wechseljahre: Ähnliches gilt für Frauen, die in die Wechseljahre kommen. Vor der Menopause gibt es eine Phase, in der die Blutungen bei manchen erst einmal sogar stärker werden, um dann seltener zu werden und schließlich ganz aufzuhören.

  • Körpergewicht: Untergewicht kann dazu führen, dass der Zyklus aus dem Takt gerät und womöglich sogar ganz stoppt. Aber auch Übergewicht kann die Hormone durcheinanderbringen, sodass die Periode beeinträchtigt wird.

  • Stress: Dauernd unter Strom zu stehen ist Gift für die Gesundheit – und für den Zyklus.

  • Zeitverschiebung, Klimawechsel: Wer viel um die Welt reist, bringt den Körper bisweilen durcheinander, was sich auch beim Zyklus bemerkbar machen kann.

  • Chronische Eileiter- und Eierstockentzündung (Adnexitis): Unregelmäßiger Zyklus verbunden mit Unterleibsschmerzen, Blähungen und Verstopfung deuten darauf hin.

  • Gutartige Eierstockzysten (PCO-Syndrom): Das Polyzystische Ovarialsyndrom ist eine Fehlfunktion der Eierstöcke, die sich unter anderem mit Zyklusunregelmäßigkeiten, starkem Haarwuchs (Hirsutismus) und Übergewicht bemerkbar machen kann.

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Mönchspfeffer: Hilfe bei Zyklusproblemen

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Warum stört ein unregelmäßiger Zyklus den Kinderwunsch?

Wenn der Zyklus nicht regelmäßig ist, kann das darauf hindeuten, dass auch der Eisprung nicht zuverlässig stattfindet. Möglicherweise kommt eine reife Eizelle, vielleicht aber auch nicht. Das heißt, auch Frauen mit einem unregelmäßigen Zyklus können überraschend schwanger werden – gerade, wenn der Grund für die Unregelmäßigkeiten zum Beispiel Stress ist. Sobald es etwas ruhiger wird, klappt‘s auch wieder mit Zyklus und Eisprung.

Gerade, wenn ihr gezielt auf ein Kind “hinarbeitet“, kostet ein unregelmäßiger Zyklus, bei dem nicht immer ein Eisprung stattfindet, viel kostbare Zeit. Außerdem tappt ihr im Dunkeln, wann genau die fruchtbarsten Tage sind.

Bei manchen Frauen findet überhaupt kein Eisprung statt, obwohl sie ab und zu ihre Regel haben. Zyklusunregelmäßigkeiten sollte man am besten immer untersuchen lassen, um den Grund dafür zu finden und ihn gegebenenfalls zu behandeln – auch wenn man sich gerade kein Kind wünscht. Dafür kann beispielsweise der Hormonstatus untersucht werden, der Aufschluss darüber gibt, ob eine medikamentöse Behandlung notwendig ist.

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Kein Eisprung: Woran kann es liegen?

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Was kannst du für einen regelmäßigen Zyklus tun?

Ein gesundes Gewicht, ausgewogene Ernährung und kein unnötiger Stress sind schon einmal ein guter Anfang. Yoga und andere Entspannungstechniken oder einfach öfter mal ein Spaziergang können ebenfalls helfen. Leichte Zyklusunregelmäßigkeiten lassen sich oft schon mit Zyklustees beeinflussen. Auch Akupunktur kann hilfreich sein.

Ist der Hormonhaushalt gestört, können vom Arzt rezeptpflichtige Mittel verordnet werden. Dann findet der Zyklus hoffentlich wieder in seinen Rhythmus zurück und einem Baby steht nichts mehr im Wege!

Eisprung und fruchtbare Tage berechnen – der Eisprungrechner

  • Direkt zum Eisprungrechner
  • Kann man ohne Eisprung schwanger werden?
  • Periode ohne Eisprung- geht das?
  • Wann findet der Eisprung statt?
  • Ist der Eisprung spürbar?
  • Wann sind die fruchtbaren Tag an denen man schwanger werden kann?
  • Kann ich meinen Eisprung berechnen?

Kann man ohne Eisprung schwanger werden?

Leider nein. Denn der Eisprung ist die Grundvoraussetzung dafür, dass eine Eizelle und ein Spermium verschmelzen können.

In der Regel verfügt eine Frau bei der Geburt über zwei Eierstöcke mit ein bis zwei Millionen Eizellen. Im gebärfähigen Alter reifen jeden Monat in einem der beiden Eierstöcke Eizellen in einem Follikel (mit Flüssigkeit gefülltes Eibläschen) heran. Im Durchschnitt sind es monatlich 10 bis 20 Follikel. Meist wächst von ihnen aber nur einer zum sprungreifen Follikel Eibläschen heran.

Periode ohne Eisprung – geht das?

Das Einsetzen der Menstruation bedeutet nicht automatisch, dass auch ein Eisprung (Ovulation) stattgefunden hat. Denn auch ohne Eisprung, wird die Schleimhaut der Gebärmutter regelmäßig abgestoßen. Es ist möglich, dass zwar eine Follikelreifung stattgefunden hat, aber kein Eisprung erfolgte. In diesem Falle spricht man von einem anovulatorischen Zyklus. Die in einem anovulatorischen Zyklus einsetzende Blutung wird als Abbruchblutung bezeichnet.

Wann findet der Eisprung statt?

Der Eisprung findet bei den meisten Frauen etwa 14 Tage vor dem Beginn der Periode statt. Der Körper einer jeden Frau ist aber einem eigenen Rhythmus unterworfen.

  • Hormonelle Schwankungen,
  • situative Gegebenheiten wie familiärer oder beruflicher Stress oder
  • klimatische Veränderungen durch Reisen

können den weiblichen Zyklus beeinflussen. Das ist der Grund, warum es häufig nicht möglich ist, exakte Angaben über den genauen Zeitpunkt des Eisprungs zu machen. Die Dauer eines Menstruationszyklus liegt zwischen 26 und 35 Tagen. Auch deutlich kürzere oder erheblich längere Zyklen sind keine Seltenheit. Für gewöhnlich geht man von einer durchschnittlichen Zyklusdauer von 28 Tagen aus. Bei der Mehrzahl der Frauen funktioniert der Menstruationszyklus jedoch nicht in dieser Exaktheit. Er kann kürzer, länger aber auch völlig unregelmäßig sein. Mönchspefferpräparat können bei der natürlichen Regulierung des Zyklus helfen. Lesen Sie hier mehr zu diesem Thema.

Nutzen Sie den Eisprungrechner, um eine Orientierung über Ihren Zyklus zu bekommen.

Ist der Eisprung spürbar?

Besonders Frauen mit Kinderwunsch beobachten Veränderungen ihres Körpers im Zyklusverlauf sehr aufmerksam. Doch auch Frauen ohne Kinderwunsch kennen ihn: den Mittelschmerz. Dieser Schmerz äußert sich durch ein Ziehen im Unterleib zum Zeitpunkt der Ovulation (Eisprung). Der Grund für diesen Mittelschmerz ist eine Bauchfellreizung, die durch das Platzen des Follikels hervorgerufen wird. Neben dem spürbaren Mittelschmerz kann auch die Veränderung des Zervixschleimes ein Hinweis auf den Eisprung sein. Er wird an den fruchtbaren Tagen dünnflüssig.

An welchen Tagen kann ich schwanger werden?

Die fruchtbaren Tage dauern länger als der Eisprung selbst. Der Grund: Spermien sind zwischen drei bis fünf Tage im Körper überlebensfähig, die Eizelle zu 24 Stunden nach dem Eisprung befruchtungsfähig. Daher spricht man von einem fertilen Fenster von etwa sechs Tagen. Da die Spermien bis zu fünf Tage befruchtungsfähig sind, beginnen die fruchtbaren Tage fünf Tage vor dem Eisprung. Dazu kommt der Tag der tatsächlichen Ovulation.

Mit der Methode der natürlichen Familienplanung können Sie lernen, ein Gefühl für den eigenen Zyklus zu entwickeln. Lesen Sie hier mehr zu diesem Thema.

Kann ich meinen Eisprung berechnen?

Sie können Ihren Eisprung mit Hilfe Ihrer durchschnittlichen Zykluslänge und dem ersten Tag Ihrer letzten Regelblutung bestimmen. Aber wie gesagt: Ihr Körper ist kein Uhrwerk. Die Berechnung gibt Ihnen einen Richtwert, keine sichere Vorhersage.

Wie funktioniert der Eisprungrechner?

Um den Zeitpunkt mit Hilfe des Eisprungrechners ermitteln zu können, sind zwei Angaben erforderlich:

  • Der erste Tag Ihrer letzten Regelblutung
  • Die durchschnittliche Länge Ihres Zyklus.

Sie kennen Ihre Zykluslänge bereits? Dann geht es hier direkt zur Berechnung des Eisprungs.

Zykluslänge bei einem regelmäßigen Zyklus berechnen.

Die durchschnittliche Zykluslänge bei regelmäßigem Zyklus errechnet sich aus der Differenz in Tagen, die zwischen dem jeweiligen Menstruationsbeginn zweier Menstruationen liegen.

Beispiel:

  • Erster Menstruationstag im ersten Menstruationszyklus: 1. Januar
  • Erster Menstruationstag im zweiten Menstruationszyklus: 30. Januar
  • Da am 30. Januar bereits der neue Menstruationszyklus beginnt, ist das Ende des ersten Menstruationszyklus bereits der 29. Januar.
  • Januar bis 30. Januar minus einem Tag = der Zyklus ist 29 Tage lang

Zykluslänge bei unregelmäßigen Zyklus

Hier ist die Berechnung etwas aufwendiger. Um die unterschiedlichen Zykluslängen zu erfassen, muss das der Durchschnitt aus vergangenen Menstruationszyklen gebildet werden. Keine Angst, dazu muss man kein Rechenkünstler sein. Mit einem sorgfältig geführten Menstruationskalender bzw. Zykluskalender lässt sich das problemlos bewerkstelligen.

Auch hier errechnet sich die Zykluslänge aus der Differenz in Tagen, die zwischen dem jeweiligen Menstruationsbeginn zweier Menstruationen liegen minus einem Tag (da der erste Menstruationstag im zweiten Zyklus sonst doppelt gezählt würde).

Um eine durchschnittliche Zykluslänge zu erhalten, werden die Längen aller Zyklentage addiert und durch die Anzahl der Zyklen geteilt. Je mehr Zyklen erfasst werden, desto genauer ist das Ergebnis der durchschnittlichen Zykluslänge.

Beispiel für eine durchschnittliche Zyklusdauer bei sechs ermittelten Menstruationszyklen:

  • ersten Zyklus mit einer Länge von 29 Tagen
  • zweiter Zyklus mit einer Länge von 28 Tagen
  • dritter Zyklus mit einer Länge von 30 Tagen
  • vierter Zyklus mit einer Länge von 32 Tagen
  • fünfter Zyklus mit einer Länge von 25 Tagen
  • sechster Zyklus mit einer Länge von 30 Tagen

Die durchschnittliche Zykluslänge ergibt sich demnach aus: 29 Tage + 28 Tage + 30 Tage + 32 Tage + 25 Tage + 30 Tage = 174
174 Tage geteilt durch sechs Zyklen = 29 Tage dauert der Zyklus im Durchschnitt.

Ermitteln Sie Ihren Eisprung

Da bei den meisten Frauen der Eisprung etwa 14 Tage vor dem Einsetzen der Periode stattfindet, lässt sich über den Eisprungrechner jetzt der Zeitpunkt und mit ihm die fruchtbaren Tage ermitteln. Auch die Tage an denen sich die befruchtete Eizelle einnisten würde, werden Ihnen angezeigt.

Und wenn der große Moment gekommen ist? Unser Eisprungrechner gibt an, wann Sie Ihren ersten Schwangerschaftstest über den Urin machen können. Die Ergebnisse werden in einem Eisprungkalender für Sie festgehalten. Spätestens bei einem positiven Ergebnis sollten Sie Ihren Frauenarzt aufsuchen.

Zu folgenden Daten gibt Ihnen der Rechner eine Orientierung:

  • fruchtbarste Zeit im Zyklus
  • Zeitpunkt des Eisprungs
  • Einnistung im Falle einer Befruchtung
  • erstmöglicher Zeitpunkt eines Blut- oder Urintests
  • voraussichtlicher Geburtstermin
  • Beginn der nächsten Periode (ohne Schwangerschaft)

Bestimmen Sie Ihre fruchtbaren Tage mit unserem Eisprungrechner

Bitte geben Sie den ersten Tag der letzten Periode an:

Wie zuverlässig ist der Eisprungrechner? Für wen ist er geeignet?

Der Zyklus einer Frau ist sehr individuell. Bestehen Schwankungen in der Dauer der Menstruationszyklen, stellen die Ergebnisse des Eisprungkalenders nur ungefähre Werte dar. Der Grund: Die eingegebene Zykluslänge basiert auf ermittelten Durchschnittswerten. Dennoch ist ein sehr hilfreich bei der Ermittlung der fruchtbaren Tage. Mit seiner Hilfe ist es möglich, den Zeitraum in dem Sie schwanger werden können einzugrenzen. Der Eisprungkalender ist damit eher eine Hilfe um schwanger zu werden als zu verhüten. Zur Verhütung gibt es zuverlässigere Methoden wie Kondome oder hormonelle Verhütungsmittel wie die Pille.

Bei einem sehr unregelmäßigen Zyklus ist es ratsam Ihren Frauenarzt aufzusuchen. Er kann mittels Ultraschall oder einer Blutuntersuchung den Eisprung genau bestimmen. Alternativ gibt es inzwischen Ovolationstest mit denen der Anstieg des eisprungauslösenden Hormons LH gemessen werden kann.

Legende

  • Menstruation: Die Gebärmutterschleimhaut (Endometrium) wird bei ausbleibender Befruchtung einer Eizelle abgestoßen. Der erste Tag der Menstruation ist auch gleichzeitig der erste Tag des neuen Menstruationszyklus.
  • Fruchtbare Tage: Da die Spermien bis zu fünf Tagen befruchtungsfähig sind, beginnen die fruchtbaren Tage bis zu fünf Tage vor dem Eisprung. Dazu kommt der Tag des tatsächlichen Eisprungs. Die fruchtbaren Tage nehmen deshalb eine Zeitspanne von etwa sechs Tagen im weiblichen Zyklus ein.
  • Einnistung: Die befruchtete Eizelle nistet sich in der Wand der Gebärmutter ein.
  • Schwangerschaftstest (über den Urin möglich): Ein Schwangerschaftstest weist das Hormon hCG im Urin nach. Dieses humane Choriongonadotropin, kurz hCG, ist ein Hormon, das während der Schwangerschaft von der Plazenta gebildet wird und für die Aufrechterhaltung der Schwangerschaft verantwortlich ist.
  • Ovulationstest: Ein Ovulationstest misst die Höhe des LH-Hormons im Urin. Der Test reagiert dabei auf den Anstieg des LH im Harn. Etwa 24 bis 36 Stunden bevor es zum Eisprung kommt, steigt die Konzentration dieses Botenstoffs im Urin deutlich an und löst schließlich den Einsprung aus.

Erfahren Sie mehr über den weiblichen Zyklus oder zum Thema Kinderwunsch.

Pflichttext

Als mein schlimmster Albtraum wahr wurde, war ich gerade mal 28 Jahre alt. Zu diesem Zeitpunkt wusste ich seit etwa 14 Jahren mit Sicherheit, dass ich einmal Mutter werden will, und hatte fast genauso lang die Pille genommen, denn natürlich sollten die Bedingungen für eine Familiengründung stimmen: Ausbildung, Job, Partner und vorher ein bisschen Leben. Nun also war es so weit, nach all der Zeit setzte ich endlich die Pille ab, und es passierte – nichts.

Die Periode blieb aus. Zuerst ein paar Tage, dann eine Woche. Letztlich Monate. Was ich mir mit Anfang 20 gewünscht hätte – ein Leben ohne Monatsblutung –, wurde nun zum Fluch. Denn keine Periode bedeutet auch kein Eisprung. Und wie soll man ohne Eisprung schwanger werden? Aber ich greife vor.

Anfangs dachte ich mir nicht viel dabei, hoffte sogar insgeheim, dass es gleich im ersten Monat geklappt haben könnte mit einer Schwangerschaft. Schließlich passierte das in meinem Umfeld ständig, meine Familie war legendär fruchtbar. Dass ich ernsthaft ein Problem haben könnte, ein Kind zu zeugen, war undenkbar. Ich hatte einige Jahre zuvor sogar insgeheim über eine Bekannte gespottet, die so verzweifelt an ihrem Kinderwunsch gearbeitet hatte, dass es kein anderes Thema mehr für sie gab als Fruchtbarkeitsmonitore, Temperaturkurven und Babynamen. So wolle ich nie enden, vertraute ich meiner besten Freundin damals an. An jene Bekannte habe ich seither oft gedacht und mich innerlich entschuldigt.

Denn der Schwangerschaftstest blieb blütenrein, egal, wie lange ich auch wartete, wie sehr ich dieses doofe freie Feld auch hypnotisierte. Jedes Mal, wenn ich im Drogeriemarkt einen neuen Test besorgen musste, löste das in mir direkt eine ganze Reihe Emotionen aus: Scham, Angst, Hoffnung, Verzweiflung. Natürlich war ich ungeduldig, ich hatte schließlich schon über ein Jahrzehnt darauf gewartet, endlich loszulegen. Aber ich wusste auch, dass der Zyklus nach so vielen Jahren Fremdbestimmung durch die Pille durcheinandergeraten kann. Also wartete ich. Und wartete. Und besorgte mir eine App zur Zyklusbestimmung, damit ich zumindest immer wusste, wie lange ich jetzt schon überfällig war. Ich fing an, im Internet zum Thema Fruchtbarkeit und Zyklus zu recherchieren, und erfuhr, dass erst nach drei Monaten ohne Regelblutung ein medizinisches Problem angenommen wird. Ich erfuhr auch, dass es pflanzliche Präparate in der Apotheke gibt, die man nehmen kann, um den Zyklus zu unterstützen. So begann mein persönlicher Weg durch die Unfruchtbarkeit.

Jede frohe Kunde war für mich ein Schlag in die Magengrube

Ich nahm das zunächst recht gelassen, war optimistisch, dass eine Lösung für mein Problem gefunden würde. Ich war hoch motiviert, das voranzutreiben und auch bereit, dafür mehrmals die Woche zu irgendwelchen Ärzten zu gehen. Mit der Zeit wurde es aber zermürbend und ich zweifelte immer mehr an mir, schließlich war ich augenscheinlich nicht dazu in der Lage, die natürlichste Sache der Welt zu schaffen: mich fortzupflanzen. Mein Partner war zum Glück in dieser schwierigen Zeit eine wichtige Stütze. Geduldig ging er zum Arzt, wenn ich ihn schickte und tröstete mich, wenn es wieder nicht geklappt hatte oder ich mir wegen der unterschiedlichsten Sachen den Kopf zerbrach.

Auch emotional war die Zeit der Kinderwunschbehandlung eine einzige Achterbahnfahrt. Fragen aus der Verwandtschaft („Wann ist es bei euch denn endlich so weit?“), blöde Kommentare („Ihr habt doch noch so viel Zeit“) oder altkluge Bemerkungen („Dann soll es vielleicht nicht sein“) nervten irgendwann nur noch und übten, auch wenn es niemand bös meinte, ungewollt Druck auf mich aus. Am schlimmsten war jedoch der Stress, den ich mir selbst jedes Mal machte, wenn wieder jemand „einfach so“ schwanger wurde.

So sehr ich mich für meine Freunde freute, versetzte mir doch jede frohe Kunde einen Schlag in die Magengrube und das kleine Neidmonster flüsterte mir fiese Dinge ins Ohr. Was dagegen half, war: ausblenden und ablenken, am besten mit etwas, was man mit Baby nicht machen kann, wie ein Wellnesswochenende im schicken Hotel, eine tolle Reise oder einfach ein feuchtfröhlicher Abend mit Alkohol. Bloß nicht verzweifeln oder verbittern, nahm ich mir vor, im Notfall hätte ich mir dazu auch psychologische Hilfe geholt.

Die nächsten Schritte auf meinem Weg halte ich kurz, auch wenn sie mir in der Realität unendlich zäh und langsam vorkamen: Meine Gynäkologin bestimmte einige Hormonwerte, um typische Erkrankungen auszuschließen. Das Ergebnis war ernüchternd, weil nicht besonders aufsehenerregend: Hormonell und körperlich war ich permanent auf dem Stand von Zyklustag 3 oder 4, nur dass es dann eben nicht weiterging; ich nannte das Eierstöcke im Winterschlaf. Einzig auffällig war mein Schilddrüsenwert. Ich ging also zum Nuklearmediziner, um eine Unterfunktion behandeln zu lassen. Als meine Periode weiterhin ausblieb, überwies meine Ärztin mich zur Endokrinologin, die mir – oder besser meinem Zyklus – hormonell auf die Sprünge helfen sollte.

Mit der Unsicherheit der Betroffenen wird auch Geld verdient

Etwa ein Jahr war ich bei ihr in Behandlung, nahm zunächst eine Tablette, die den Eisprung unterstützen soll, später spritzte ich Hormone, um einen normalen Zyklus zu simulieren. Mein Partner und ich mussten in der Zeit tatsächlich Sex nach Kalender haben. In der ersten Zyklushälfte wurde alle paar Tage per Ultraschall kontrolliert, ob eine Eizelle in meinen Eierstöcken heranreift, und so abgeschätzt, wann es wohl zum Eisprung kommen würde. Ganz ehrlich: Sex nach Plan macht keinen Spaß. Der Druck steigt, die Spontanität geht verloren, es fühlt sich nach Arbeit an. Aber für den Kinderwunsch war ich bereit, das auf mich zu nehmen.

Als nach fast zwei Jahren auch die Hormonbehandlung erfolglos blieb, riet uns die Endokrinologin, ins Kinderwunschzentrum zu gehen und weitere Tests zu machen. Ich war inzwischen 30 Jahre alt und bereit für den nächsten Schritt, auch wenn ich mich bis dahin davor gesträubt hatte. Ich hatte Vorbehalte, ja, Vorurteile gegen diese Praxen: Eine Kinderwunschbehandlung ist doch was für Frauen, die zehn Jahre älter sind als ich, und ohnehin ist das alles furchtbar teuer, dachte ich. Aber nach all der Zeit, in der es nicht vorwärtsging und ich mich täglich hilfloser fühlte, war die Kinderwunschklinik plötzlich eine valide Option – und vor allem ein Grund zur Hoffnung. Hier sollten meine Eileiter untersucht werden, auch mein Mann musste eine Spermienprobe abgeben. Schließlich, so drückte eine Ärztin es aus, kann man auch Läuse „und“ Flöhe haben, in diesem Fall würde das bedeuten, dass zusätzlich zu meiner Unfruchtbarkeit auch noch mein Mann eingeschränkte Samenzellen haben könnte. Dass bei beiden Partnern ein Problem vorliegt, ist übrigens bei etwa einem Drittel aller Betroffenen der Fall, sonst liegt es etwa zu gleichen Teilen an der Frau oder am Mann, wenn ein Paar keine Kinder zeugen kann.

Die Tests brachten leider nichts Neues. Auch im Kinderwunschzentrum konnte mir niemand sagen, warum mein Zyklus nicht in Gang kommen wollte. Da bei meinem Mann aber alles so weit in Ordnung war, riet man uns nun zur In-vitro-Fertilisation. Dabei spritzt sich die Frau hoch dosiert Hormone, um möglichst gleich zehn bis 15 Eizellen reifen zu lassen. Diese werden dann zum Zeitpunkt des Eisprungs operativ entnommen und mit dem Sperma des Mannes in einem Reagenzglas zusammengeführt. Im besten Fall befruchten sich Sperma und Eizellen, sodass nach einigen Tagen ein oder zwei Embryonen direkt in die Gebärmutter der Frau übertragen werden können. Oder, um es anders auszudrücken: Bei der Zeugung meiner Tochter waren fünf Menschen anwesend: mein Mann und ich, unsere Kinderwunschärztin und zwei Assistentinnen.

Wir hatten Glück. Gleich der erste Versuch war erfolgreich, ich wurde schwanger und habe neun Monate später eine gesunde Tochter zur Welt gebracht. Auch wenn mir das niemand mit Sicherheit sagen kann, so bin ich überzeugt davon, dass das an meinem jungen Alter lag. Ich war erst 30 Jahre alt und hatte damit eine Chance von etwa 35 bis 40 Prozent, schwanger zu werden, da mir zwei Embryonen eingesetzt wurden. Zum Vergleich: Eine gesunde Frau im mittleren Alter hat in einem normalen Zyklus eine Chance von etwa 20 Prozent, dass es klappt. Je älter eine Frau wird, umso kleiner wird diese Zahl. Generell sagt man: Paare mit aktivem Kinderwunsch werden statistisch gesehen innerhalb von sechs bis zwölf Monaten schwanger. Wenn nach einem Jahr nichts passiert ist, lohnt es sich, medizinischen Rat zu suchen.

Nur jedes fünfte Paar nimmt professionelle Hilfe in Anspruch

Das ist ohnehin eine der wichtigsten Lehren für mich aus meiner Odyssee zum Wunschkind: nicht zu lange zögern, nicht zu viel Zeit verstreichen lassen und proaktiv nach Lösungen suchen. Ich habe durch meine persönliche Geschichte und die Recherchen zu meinem Buch sehr viele Betroffene kennengelernt und dabei immer wieder festgestellt, dass viele zu lang warten, bevor sie sich Hilfe holen – aus Angst vor hohen Kosten oder gesellschaftlichem Stigma oder einfach, weil sie es nicht besser wissen. Schätzungen zufolge geht nur jedes fünfte betroffene Paar tatsächlich ins Kinderwunschzentrum; die anderen finden sich damit ab, keine Kinder bekommen zu können, oder hoffen auf ein Wunder.

Dabei sind die Vorbehalte oft unbegründet. Die Krankenkassen bezahlen sehr viel mehr als angenommen (Untersuchungen, Hormontherapie) und sind sogar gesetzlich verpflichtet, unter bestimmten Voraussetzungen die Hälfte der Kosten für bis zu drei Versuche zu übernehmen. Einige Kassen erstatten sogar 100 Prozent der Kosten – sie wollen so junge Kunden an sich binden. Zudem gibt es in einigen Bundesländern staatliche Zuschüsse. Bedingung dabei ist immer, dass die Partner verheiratet sind und bestimmte Altersgrenzen nicht überschreiten. Auch ist genau geregelt, welche Maßnahmen übernommen werden.

All diese Details wirken fürchterlich kompliziert und schrecken viele Leute ab, sich näher damit zu beschäftigen. Auch ich habe mich während der Kinderwunschbehandlung meist unsicher und den Ärzten ausgeliefert gefühlt. Ich wusste nicht, wo ich stehe, wie weit mein Weg noch ist und ob ich ans Ziel komme. Die vielfältigen zusätzlichen Untersuchungen und Behandlungsmethoden haben mich verwirrt und überfordert. Was, wenn die 200 Euro für den Spezialbrutkasten den Unterschied machen? Ob das Nahrungsergänzungsmittel doch meine Eizellqualität verbessert? Ich habe mir oft einen Kompass gewünscht, der mir sagt, wo es langgeht.

Letzten Endes bin ich unversehrt am anderen Ende des Kinderwunschdschungels herausgekommen, auch wenn ich mich zwischendurch mehrfach verloren wähnte. Das gehört leider dazu, genau wie blaue Flecken von den Spritzen und die Tatsache, dass man im wahrsten Sinne des Wortes sein Innerstes allen möglichen Ärzten offenbart. Mir hat dabei geholfen, mich mit anderen auszutauschen und über meine Ängste und Sorgen zu sprechen. Ich habe kein Geheimnis aus meiner Unfruchtbarkeit gemacht und dafür viel Zuspruch erhalten. Vor allem habe ich so erfahren, dass es überraschend vielen Menschen so geht wie mir.

Einige müssen sich allerdings damit abfinden, dass es leider auch mit medizinischer Hilfe nicht klappt. Wenn die legalen Möglichkeiten in Deutschland erschöpft sind, die Frau in die Wechseljahre kommt oder beim Mann keine einzige Samenzelle mehr gefunden wird, muss man irgendwann akzeptieren, dass es zumindest mit eigenen Kindern nichts mehr wird.

Psychologen versuchen dann, das Schöne am Leben ohne Kinder in den Vordergrund zu stellen und den Betroffenen klarzumachen, dass sie auch so glücklich sein können. Ganz selten geschieht gerade dann ein Wunder und die Frau wird doch plötzlich auf ganz natürliche Art schwanger; zumindest hört man das immer wieder. Tatsächlich ist das eher selten der Fall. Ich bin froh, dass ich an diesen Punkt nie gekommen bin. Aber im Falle eines Falles wäre für uns auch Pflegeelternschaft oder Adoption infrage gekommen. Ich wusste immer, dass ich irgendwann Mutter sein würde. Das hat mir geholfen, gelassen zu bleiben.

Angebote für Frauen in meiner Situation gibt es genug. Ob medizinisch oder alternativ, ob mit Nahrungsergänzungsmitteln, Kinderwunschyoga oder Medikamenten – am Ende muss jeder seinen Weg finden, entspannt zu bleiben und sich nicht verrückt machen zu lassen. Nach meiner Erfahrung ist dabei „weniger“ oft „mehr“, denn man gewinnt schnell den Eindruck, dass mit der Unsicherheit der Betroffenen Geld verdient werden will. Das ist aber kein Grund, den Kopf in den Sand zu stecken. Im Jahr 2015 sind in Deutschland 20 949 Kinder nach einer künstlichen Befruchtung zur Welt gekommen. Eine davon war meine Tochter.

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Schwanger durch Samenspende Ein Kind – auch ohne Mann

Melanie Croyé ist freie Journalistin in Berlin und Autorin des Ratgebers „Wenn der Storch nicht von alleine kommt – gelassen durch die Kinderwunschbehandlung“ (Beltz-Verlag, 19,95 Euro). Sie hat zwei Töchter, die sie nur mithilfe der Reproduktionsmedizin bekommen konnte.

Kinderwunsch: Trotz Zyklusproblemen schwanger werden – was hilft

Ein unregelmäßiger Zyklus kann für Frauen bei dem Versuch schwanger zu werden, zum echten Problem werden. Während andere Frauen genau ausrechnen können, an welchen Tagen sie fruchtbar sind und schwanger werden können, ist es mit einem unregelmäßigen Zyklus beinahe eine Sache der Unmöglichkeit, zu planen.

Grundsätzlich besteht jedoch kein Grund zur Beunruhigung, denn auch mit einem unregelmäßigen Zyklus kann man ganz normal schwanger werden. Wer sich Stress macht und unnötig unter Druck setzt, verringert eher noch die Chancen, schwanger zu werden.

Deshalb besser gaaaaanz entspannt bleiben und sich unsere Geheimtipps durchlesen:

Ovulationstest

Eine Möglichkeit, sich die fruchtbaren Tage anzeigen zu lassen, ist ein Ovulationstest. Ein solcher Test misst die Konzentration eines bestimmten Hormons im Blut, das für den Austritt der reifen Eizelle aus dem Eierstock verantwortlich ist. Dieser Zeitpunkt, zu dem man besonders fruchtbar ist, wird von dem Ovulationstest angezeigt.

Mönchspfeffer

Ein Geheimtipp, auf den viele Frauen schwören, ist die Einnahme von Mönchpfeffer mit Folsäure. Mönchspfeffer, den es in jeder Drogerie gibt, ist eines der meist verordneten Heilmittel in der Gynäkologie. Das Mittel stimuliert die Produktion von Östrogenen und stabilisiert den Zyklus.

Hormonpräparate

Für alle, die es sehr eilig gaben, gibt es auch Hormonpräparate, die eine Eizellreifung an den Eierstöcken auslösen soll. Solche Präparate bewirken die Ausschüttung von Hormonen, die den Eisprung auslösen. Die Einnahme von Hormonpräparaten ist allerdings mit Nebenwirlungen wie Kopfschmerzen, Schwindel und Magen-Darm-Beschwerden verbunden. Zudem kommt es nach einer Anwendung vermehrt zu Mehrlingsgeburten.

Unregelmäßiger Zyklus

Wann ein Zyklus als unregelmäßig gilt, was normal ist, was man gegen unregelmäßige Zyklen tun kann

Viele Menschen glauben, dass ein natürlicher Zyklus nur dann regelmäßig ist, wenn er 28 Tage lang ist, plus/minus 1-2 Tage. Geringe Abweichungen werden bereits als unregelmäßig empfunden und entsprechend sind die Sorgen groß, wenn die Periode mal wieder auf sich warten lässt. Die Sorgen sind jedoch fast immer unnötig. Wenn es nur eine Sache gibt, die jeder Mensch über den weiblichen Zyklus wissen sollte, dann das:

Nur 3,3% aller Frauen haben Bilderbuchzyklen, die aufs Jahr gesehen nur um maximal 3 Tage schwanken. Bei 58% aller Frauen schwanken Zyklen um 8 Tage oder mehr.

Sie sind die Ausnahme, wenn Ihre Zyklen nur sehr wenig schwanken!

Was ist ein unregelmäßiger Zyklus?

Man kann auf zwei Arten definieren, was ein regelmäßiger Zyklus ist und wann er unregelmäßig wird.

  1. In Bezug auf alle anderen Frauen: „Wie sehr schwankt die Zykluslänge bei mir im Vergleich zu anderen Frauen? Bin ich ein Sonderling, wenn mein Zyklus länger als 33 Tage dauert?“
  2. Im Vergleich zu den eigenen früheren Zyklen: „Wie lang ist dieser Zyklus verglichen mit dem vorherigen?“

Spontan aus dem Bauch heraus – was denken Sie: Wenn ein Zyklus 26 Tage dauert und der nächste 33, ist das dann schon unregelmäßig?

Die normale Zykluslänge

Gynäkologen haben bei einer Studie mit gesunden Frauen zwischen 19 und 45 Jahren 9.846 Zyklen ausgewertet und festgestellt, dass nur 13% der Frauen einen 28-Tage-Zyklus haben. Etwa die Hälfte der Zyklen waren länger als 28 Tage und jeder zehnte Zyklus war sogar kürzer als 25 Tage.

Häufigkeit der Zykluslängen. Quelle: Natürliche Familienplanung Heute, Springer Verlag, 4. Auflage

Der perfekte Zyklus, 28 Tage lang?

Im Diagramm ist deutlich erkennbar, dass eine Zykluslänge von 27 Tagen am häufigsten vorkommt. Geht man davon aus, dass der Idealzyklus das ist, was am häufigsten auftritt, hat der „perfekte Zyklus“ eine Länge von 27 Tagen und nicht von 28. Oft wird jedoch vom „regelmäßigen 28-Tage-Zyklus“ oder vom „perfekten 28-Tage-Zyklus“ gesprochen und es stellt sich die Frage, wie sich diese Zahl eingebürgert hat.

Normale Schwankungen der Zykluslänge

Das folgende Diagramm zeigt, wie sehr die Zyklen in der Länge schwanken. Die Zyklen von 210 Frauen wurden über ein Jahr beobachtet:

Schwankungsbreite der Zykluslängen in Tagen

Nur 3,3% der Frauen haben Zykluslängen, die lediglich um bis zu 3 Tage schwanken. Bei 58% der Frauen schwanken die Zykluslängen innerhalb eines Jahres um mehr als 7 Tage.

Zur Veranschaulichung: Eine Frau kann einen Zyklus mit der Länge von 24 Tagen haben und im gleichen Jahr einen Zyklus mit 32 Tagen. Dies ist gilt als regelmäßig! Die Gynäkologen, die diese Studien durchgeführt haben, sind daher zu dem Schluss gekommen:

Zykluslängen zwischen 23 und 35 Tagen gelten unter medizinischen Gesichtspunkten als normal.Natürliche Familienplanung Heute, Springer Verlag, 4. Auflage, S. 129

Der Grund für die Vorstellung vom Bilderbuchzyklus

Das Sonderbare ist, dass sich Zyklusschwankungen oft nicht normal anfühlen. Der Grund dafür ist, dass der Einnahmerhythmus der Pille unser Bild vom regelmäßigen 28-Tage-Zyklus zementiert.

Die meisten Frauen nehmen viele Jahre lang die Pille nehmen und haben die Vorstellung, dass die Pille den Zyklus regelmäßig macht. So wird es häufig auch vom Frauenarzt erklärt. Fast so, als würde die Pille den natürlichen Prozess lediglich ganz sanft unterstützen, eine harmlose regulierende Maßnahme, ihm gewissermaßen ein paar Stützräder anmontieren, damit der Zyklus es ein bisschen leichter beim Fahren hat. In Wirklichkeit wird der Zyklus aber nicht mit Stützrädern ausgestattet, sondern landet in der Schrottpresse.

Was bleibt, ist ein nahezu willkürlich gewählter Einnahmerhythmus von 28 Tagen für einen künstlichen Zyklus, der mit einem echten Zyklus nicht mehr viel gemeinsam hat, sich aber natürlich anfühlen soll.

Bei einem unregelmäßigen Zyklus rückt der Eisprung nach hinten

Der weibliche Zyklus hat zwei Phasen: Die Follikelphase ist die Zeit von der Menstruation bis zum Eisprung. Die Lutealphase ist die Phase nach dem Eisprung bis zum Beginn der nächsten Menstruation.

Menstruationszyklus: Follikelphase dauert bis zum Eisprung und ist in der Länger variabel, danach folgt die Lutealphase, die fast immer 10-16 Tage lang ist

Die Lutealphase kann hormonell bedingt nicht länger als 18 Tage dauern und ist meistens 10-16 Tage lang. Wenn ein Zyklus nun unregelmäßig ist, dann verlängert sich immer die Follikelphase und der Eisprung wandert nach hinten. Mehr dazu im Artikel über die 2. Zyklushälfte.

Verlängerte Zyklen, was tun?

Es gibt auch den Fall, dass eine Frau zwar 45-Tage-Zyklen hat, diese aber in der Länge kaum schwanken. Im Vergleich zu anderen Frauen würde man ihre Zyklen als unregelmäßig bezeichnen, im Vergleich zu den eigenen Zyklen jedoch als regelmäßig.

Verlängerte Zyklen sind an für sich kein Problem. Die Frage ist vielmehr: Sind lange Zyklen für einen selbst ein Problem? Um bei dem 45-Tage Beispiel zu bleiben:

  • Eine Frau mit Kinderwunsch hat nun lediglich alle 45 Tage die Chance, schwanger zu werden. Im Gegensatz dazu hat eine Frau mit 27-Tage-Zyklus fast doppelt so viele Eisprünge pro Jahr.
  • Bei der Erkennung der unfruchtbaren Phase nimmt der prozentuale Anteil der bestimmbaren unfruchtbaren Tage ab. Mit der symptothermalen Methode kann man etwa 13-18 unfruchtbare Tage pro Zyklus feststellen, egal wie lang der Zyklus ist. Bei einem 29-Tage-Zyklus macht das über 50% aus, bei einem 45-Tage-Zyklus sind es unter 40%.

Solange sich keine Zysten bilden, haben verlängerte Zyklen keine Bedeutung. Gehen Sie mit verlängerten Zyklen regelmäßig zur Kontrolle zum Frauenarzt, lassen Sie sich aber nicht einreden, dass verlängerte Zyklen ein Problem darstellen. Mehr dazu weiter unten bei der Frage: Kann man trotz unregelmäßiger Zyklen schwanger werden?

In welchen Lebensphasen ist ein unregelmäßiger Zyklus normal?

Das Alter beeinflusst den Zyklus einer Frau maßgeblich. Bei Jugendlichen sind Zyklusschwankungen in den ersten Jahren nach dem ersten Auftreten der Periode (Menarche) normal.

  • Typisch sind unregelmäßige Zyklen mit einer verlängerten Follikelphase (Phase vor dem Eisprung) und einer verkürzten Lutealphase (Phase nach dem Eisprung)
  • Hinzu kommen gehäuft Zyklen ohne Eisprung (anovulatorische Zyklen)

Mit der Zeit stabilisieren sich die Zyklen, wobei diese Phase bis zum 25. Lebensjahr anhalten kann. Eine 20-Jährige muss also noch keine regelmäßigen Zyklen haben, auch wenn das häufig angenommen und als „Gegenmittel“ sehr schnell die Pille verschrieben wird. Generell gilt: Eine junge Frau sollte ihrem Körper die Zeit lassen, damit sich ein regelmäßiger Zyklus entwickeln kann.

Während die Zyklen der 30- bis 39-Jährigen am stabilsten sind, nehmen die Zyklusstörungen ab dem 45. Lebensjahr wieder zu.

Weitere Lebensphasen, in denen ein unregelmäßiger Zyklus gehäuft auftritt, sind:

  • Nach einer Schwangerschaft: Die Hormonumstellung in der Schwangerschaft ist immens. Viele Frauen spüren das an den unterschiedlichen Symptomen wie z. B. Übelkeit und Hungerattacken. Nach der Schwangerschaft ist es nicht anders. Der Körper muss sich wieder an den neuen „nicht-schwangeren“ Zustand gewöhnen und ein unregelmäßiger Zyklus gehört dazu.
  • In der Stillzeit ist das Prolaktin erhöht. Dieses Hormon behindert ein in Gang kommen des Zyklus nach der Schwangerschaft. Ein ausbleibender oder unregelmäßiger Zyklus ist in dieser Zeit ganz normal.
  • Nach einer Fehlgeburt: Auch bei einer Fehlgeburt lag eine Schwangerschaft vor, daher gilt hier das gleiche wie nach einer Schwangerschaft.
  • Nach dem Absetzen von hormonellen Verhütungsmitteln (z. B. Pille, Hormonspirale, Implanon, Nuvaring): Durch die Hormone wird der Zyklus unterdrückt. Eine Frau, die die Pille nimmt, hat keinen Zyklus. Daher kann es bis zu 12 Monate dauern, bis sich wieder ein regelmäßiger Zyklus einstellt. Siehe dazu: die symptothermale Methode Post-Pill anwenden

Wodurch kann ein unregelmäßiger Zyklus hervorgerufen werden?

Man unterscheidet zwischen temporären Einflüssen und länger andauernden Störungen.

Zu den temporären Einflüssen sind Reisen mit der damit einhergehenden Zeitverschiebung und Klimaveränderung, Diäten, Krankheiten und Stress zu zählen.

Länger andauernde Störungen werden häufig von pathologischen Zuständen der endokrinen Drüsen verursacht, darunter ist zum Beispiel eine Schilddrüsenfunktionsstörung zu zählen.

Dabei ist aber die individuelle Unterscheidung wichtig. Während manche Frauen sehr empfindlich auf Einflüsse reagieren, haben andere stets einen regelmäßigen Zyklus, egal was in ihrem Leben passiert.

Zyklusstörungen stellen erst dann ein Krankheitsanzeichen dar, wenn sie über einen längeren Zeitraum anhalten.Natürliche Familienplanung Heute, Springer Verlag, 4. Auflage, S. 136

Das Alter der Frau sollte dabei natürlich – wie im vorherigen Abschnitt erläutert – mit einbezogen werden.

Unregelmäßiger Zyklus als Hinweis auf gesundheitliche Probleme

Mit gezielter Beobachtung des eigenen Zyklus kann man nicht nur effektiv die unfruchtbaren Phasen ermitteln oder die Chancen auf eine Schwangerschaft erhöhen, sondern auch in gewissem Maße die Diagnose gesundheitlicher Probleme unterstützen. Den Zyklus beobachten bedeutet, die morgendliche Körpertemperatur zu messen und den Zervixschleim oder Muttermund zu beobachten und beides in ein Zyklusblatt einzutragen.

Zyklusbeobachtung zur Diagnoseunterstützung: Die Lutealphase dauerte in diesem Zyklus 14 Tage. Diese Frau hat sicher keine Gelbkörperschwäche. Ein Eisprung war ebenfalls vorhanden.

  • Eine Temperaturhochlage von weniger als 10 Tagen ist ein Hinweis auf einen geringen Progesteronspiegel. Damit kann die Diagnose einer Lutealinsuffizienz (Gelbkörperschwäche) unterstützt werden.
  • Verweilt die Temperatur länger in der Tieflage, kann dies ein Hinweis auf eine Follikelreifungsstörung sein.
  • Ein anovulatorischer Zyklus (Zyklus ohne Eisprung) kann ebenfalls durch die Temperaturkurve erkannt werden. Dies ist nämlich der Fall, wenn es keinen Temperaturanstieg in der Kurve gibt, sondern die Temperatur immer im gleichen Bereich bleibt.

Auch der anovulatorische Zyklus muss im Kontext gesehen werden. In jungen Jahren und bei vereinzeltem Auftreten sollte kein Grund zur Sorge bestehen. Nach Absetzen der Pille kommt es in 10% der Fälle zu einem anovulatorischen Zyklus.

Vorteile der Zyklusbeobachtung bei einem unregelmäßigen Zyklus

Selbst wenn Sie derzeit in keiner festen Beziehung sind und nur mit Kondomen verhüten, bringt die Zyklusauswertung einige Vorteile.

1. Ein Gefühl für natürliche Schwankungen bekommen

Viele Frauen lassen sich von einem unregelmäßigen Zyklus beunruhigen. Die Pille dürfte daran nicht ganz unschuldig sein. Eine häufige Frage, die man im Internet liest, ist: „Ich nehme die Pille und meine Periode ist noch nicht da, bin ich schwanger?“

Die Einnahme der Pille konditioniert uns. Sie gibt uns das Gefühl, dass wir einen „natürlichen“ Zyklus haben, indem alle 28 Tage eine Blutung ausgelöst wird. Medizinisch betrachtet handelt es sich dabei jedoch nicht um die Menstruation, sondern um eine Abbruchblutung. Durch die jahrelange Konditionierung stellt sich schnell das Gefühl ein, dass irgendwas nicht stimmt, wenn die Zyklen ohne Anwendung hormoneller Verhütungsmittel schwanken.

Durch die Zyklusbeobachtung kann eine Frau feststellen, ob ihr Zyklus wirklich unregelmäßig ist oder nur den normalen Schwankungen unterliegt.

2. Menstruation prognostizieren

Ein unregelmäßiger Zyklus hat den Nachteil, dass man nie weiß, wann die nächste Blutung einsetzt. Menstruationskalender eignen sich nur zur Protokollierung der Periode, aber nicht zur Vorhersage. Einfache Zyklusrechner liegen mit ihren Vorhersagen oft daneben, weil die Zykluslängen schwanken.

Durch die Zyklusbeobachtung kann der Zeitraum des Eisprungs auf wenige Tage genau eingegrenzt und weil die zweite Zyklushälfte fast immer 12-16 Tage lang ist, kann der Beginn der nächsten Menstruation auf wenige Tage vorausgesagt werden.

3. Eisprung erkennen

Wenn eine Frau nur mit Kondomen verhütet, kann die Angst vor einer unerwünschten Schwangerschaft bei unregelmäßigen Zyklen höher sein als bei regelmäßigen Zyklen, da sie nie weiß, ob ihre Tage ausbleiben und sie schwanger ist oder ob ihr Zyklus lediglich wieder etwas länger ausfällt.

Durch die Zyklusbeobachtung weiß eine Frau, wann ihre fruchtbaren Tage sind und wann ihre nächste Menstruation in etwa einsetzen wird. Dadurch kann sie sehr gut beurteilen, ob die Möglichkeit einer Schwangerschaft besteht oder nicht (z. B. bei einer Kondom-Panne).

Kann man trotz unregelmäßiger Zyklen schwanger werden?

Wenn Sie sich ein Kind wünschen, muss ein unregelmäßiger Zyklus kein Hindernis sein. Viele Frauen werden trotzdem schnell schwanger. Ein unregelmäßiger Zyklus könnte die Zeit bis zur Erfüllung Ihres Kinderwunsches jedoch verlängern.

Sind Ihre Zyklen stark verlängert, beispielsweise 100 Tage lang, werden Sie pro Jahr entsprechend weniger Eisprünge haben. Die Chance auf eine Befruchtung liegt im 1. Übungs-Zyklus bei rund 20-30% und steigt, je länger Sie „üben“. Es kann gut sein, dass Ihr Kinderwunsch sofort in Erfüllung geht. Es könnte aber auch sein, dass Sie länger warten müssen als andere Frauen, weil es oft einige Zyklen dauert, bis der Kinderwunsch in Erfüllung geht.

Empfehlenswert ist es daher, den Zyklus gezielt zu beobachten, um die besonders fruchtbaren Tage zu erkennen. Damit unternehmen Sie aktiv etwas und steigern die Chancen, schwanger zu werden.

Wenn Sie besonders kurze Zyklen haben, könnten Sie unter einer Gelbkörperschwäche leiden. Eine Gelbkörperschwäche kann dazu führen, dass die Eizelle nicht richtig einnistet oder nach der Einnistung wieder abgeht.

Sie können das herausfinden, indem Sie Ihren Zyklus beobachten und feststellen, ob Ihre Temperaturhochlage verkürzt ist (10 oder weniger Tage). Nehmen Sie Ihr Zyklusblatt dann mit zu Ihrem Frauenarzt und sprechen Sie diesen darauf an.

Natürliche Verhütung bei unregelmäßigem Zyklus

Eines der häufigsten Vorurteile lautet: Natürliche Verhütung geht nur mit regelmäßigem Zyklus. Dieses Vorurteil zeigt jedoch, dass die Person die symptothermale Methode nicht kennt oder nicht verstanden hat.

Für eine Berechnung des Eisprungs bräuchte man tatsächlich einen regelmäßigen Zyklus. Verhütungscomputer wie Persona oder schlaue Zyklus-Apps funktionieren oft nur bis zu einer Zykluslänge von 35 Tagen.

Bei der symptothermalen Methode wird der Eisprung jedoch nicht berechnet. Anhand von Körpersymptomen wird zuverlässig bestimmt, wann der Eisprung vorüber ist. Das ist ein großer Unterschied.

Weiter oben habe ich erläutert, dass bei einem unregelmäßigen Zyklus immer der Eisprung nach hinten wandert. Bei natürlicher Verhütung ist es egal, wann der Eisprung genau stattfindet, weil man nach den Körpersymptomen Ausschau hält, die den Eisprung begleiten – egal ob diese nun an Tag 14, 21 oder 64 auftreten. Sobald die Temperatur steigt und sich der Zervixschleim verändert, weiß eine Anwenderin der symptothermalen Methode, dass sie ab sofort unfruchtbar ist.

Der Nachteil bei langen Zyklen ist, dass der Anteil sicher bestimmbarer unfruchtbarer Tage immer kleiner wird. Eine Anwenderin der symptothermalen Methode kann normalerweise etwa 13-18 Tage als sicher unfruchtbar annehmen. Die Anzahl dieser Tage ist mehr oder weniger fest und verändert sich kaum.

Beispiel

Bei einem 30-Tage-Zyklus kann eine Frau 17 Tage als sicher unfruchtbar annehmen. Sie kann also an 56% der Zyklustage auf zusätzliche Verhütungsmittel verzichten.

Eine andere Frau hat einen unregelmäßigen 80-Tage-Zyklus. Diese Frau kann ebenfalls 17 Tage als sicher unfruchtbar annehmen. Das macht jedoch nur 21% vom gesamten Zyklus aus. Die 63 Tage zwischen Menstruation und Eisprung muss sie immer mit einem Eisprung rechnen.

Dennoch: Natürliche Verhütung ist bei unregelmäßigem Zyklus möglich! Nur eben nicht besonders effizient. Das hängt jedoch sehr von Ihrer Motivation und Ihren Zielen ab.

Zusammenfassung zur Zykluslänge

Wenn Ihre Zykluslänge schwankt, bedeutet das nicht, dass Sie einen unregelmäßigen Zyklus haben.

Zykluslängen zwischen 23 und 35 Tagen gelten unter medizinischen Gesichtspunkten als normal.Natürliche Familienplanung Heute, Springer Verlag, 4. Auflage, S. 129

Machen Sie sich keine Sorgen, wenn Ihre Zykluslängen um einige Tage abweichen. Selbst, wenn Ihre Zyklen innerhalb eines Jahres um 10 Tage schwanken, ist das völlig natürlich.

Fast keine Frau hat einen perfekt regelmäßigen Zyklus und das ist auch gar nicht notwendig.

Ein unregelmäßiger Zyklus kann bedeuten, dass ein gesundheitliches Problem besteht. Sie können dies herausfinden, indem Sie Ihren Zyklus gezielt auswerten und beobachten, wie sich Ihre Körpertemperatur verhält. Aber:

Zyklusstörungen stellen erst dann ein Krankheitsanzeichen dar, wenn sie über einen längeren Zeitraum anhalten.Natürliche Familienplanung Heute, S. 136

Und zu guter Letzt: Sie können auch bei unregelmäßigen Zyklen schwanger werden.

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