Ultraschallbilder 22 ssw

Ultraschall in der 18. bis 22. SSW

Ultraschallbild eines Fötus in der 21. Schwangerschaftswoche (© CWLawrence – istockphoto.com)

Die zweite Basis-Ultraschalluntersuchung sollte zwischen der 18. und 22. Schwangerschaftswoche stattfinden.

Bei dieser zweiten im Mutter Kind Pass vorgesehenen Ultraschalluntersuchung haben alle Schwangeren die Wahl zwischen dem einfachen Basis-Ultraschall oder dem erweiterten Basis-Ultraschall, dem so genannten Organscreening. Bei normalem Schwangerschaftsverlauf werden die Kosten für die erweiterte Untersuchung nicht von der Sozialversicherung übernommen.

++ Mehr zum Thema: Organscreening ++

Beim Basisultraschall werden folgende Parameter beurteilt:

  • Überprüfung der Herzaktion des Kindes
  • Kontrolle des Wachstums des Kindes
  • Bestimmung des Plazentasitzes
  • Bestimmung der Fruchtwassermenge

Der Durchmesser und Umfang des Kopfes, des Bauches und die Länge des Oberschenkelknochens des Fetus werden gemessen.

++ Mehr zum Thema: Untersuchungen im Rahmen des Mutter Kind Pass ++

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Autoren:
Dr.med. Kerstin Lehermayr

Stand der medizinischen Information: April 2014

Informationsbroschüre des österreichischen Bundesministeriums für Wirtschaft, Familie und Jugend: Pränataldiagnostik – Spezielle vorgeburtliche Untersuchungen; abrufbar unter https://www.frauen-familien-jugend.bka.gv.at/service/publikationen/familie/praenataldiagnostik.html
Informationsbroschüre „Pränataldiagnostik – Was? Wie? Wozu?“; Hrsg: Österreichische Gesellschaft für Prä- und Perinatale Medizin, Österreichische Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe, Österreichische Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin; abrufbar unter
Weyerstahl T., Stauber M.: Gynäkologie und Geburtshilfe; Georg Thieme Verlag KG Stuttgart; 4. Auflage 2013

Der große Ultraschall (SSW 22)

2. März 2017 Kategorie: Blogartikel

2 Kommentare  schwangerschaft

Für andere ist es Babyfernsehen, für mich ist es eher ein belastender Punkt auf der Agenda. Diese Woche stand der große Ultraschall an, bei dem meine Ärztin sich das Baby genau angeguckt und glücklicherweise keine Auffälligkeiten gefunden hat. Es sieht alles danach aus, als würde auch unser zweites Kind gesund und vollständig zur Welt kommen können! Natürlich macht mich das glücklich. Und trotzdem bedeutet Ultraschall für mich immer eine ordentliche Portion Nervenkitzel.

Einfach entspannt auf der Liege liegen und das sich an der Nase kratzende Baby bewundern? Kann ich nicht! Stattdessen hake ich im Kopf die Checkliste ab und höre der Ärztin mit gespitzten Ohren zu: Gehirn, check. Wirbelsäule, check. Geschlossener Gaumen, check. Magen, check. Herzklappen, check. Die Untersuchung dauert lange und die Ärztin macht das wirklich super. Sie erklärt ganz viel, zeigt alles ganz genau, kommentiert immer positiv-zuversichtlich und meldet sofort, wenn sie wieder ein Organ ohne Auffälligkeiten abgearbeitet hat.

Der Mann ist dabei und ich hoffe, dass er sich ein bisschen mehr an den Outtakes erfreuen kann als ich: Am sich flink bewegenden Baby, das seine Hände in Denkerpose zum Kopf führt oder am zuckersüßen Babyprofil mit sich plötzlich öffnenden Lippen, die einen Schluss Fruchtwasser probieren. Ich sehe das auch, und freue mich ebenfalls darüber, aber trotzdem bin ich angespannt. Mir wäre es lieber, wenn die Untersuchung schnell vorbei wäre und wir mit der Checkliste fertig wären.

Ultraschall kann auch verunsichern

Für mich gilt sehr eindeutig, was auch in allen Leitlinien steht und worüber gute Hebammen und Frauenärzt*innen aufklären: Ultraschalluntersuchungen sind ein zweischneidiges Schwert. Das ungeborene Baby komplett zur durchleuchten kann auch verunsichern, Angst vor Anomalien machen und im schlimmsten Fall am Ende die Frage aufwerfen: Wie gehen wir jetzt mit Befund XY um?

Oft denke ich: Das totale Nicht-Wissen wäre mir lieber. Gleichzeitig habe ich aber meine gewünschte Hausgeburt im Kopf und will mein Baby damit nicht in Gefahr bringen. Bei irgendwelchen organischen Anomalien wäre es ganz klar wichtig, zur Geburt ins Krankenhaus zu gehen, damit das Kind sofort behandelt werden kann. Irgendwie bleibt mir also nur dieser Weg, der irgendwo zwischen maximalem Durchchecken und Wir-machen-das-Nötigste liegt. Auf alle weiteren pränataldiagnostischen Maßnahmen wie die Nackenfaltenmesseung haben wir auch wieder in dieser Schwangerschaft ganz bewusst verzichtet.

Glücklicherweise gab es nun auch beim zweiten Baby keinerlei organischen Befund. Es sieht alles nach einem zeitgerecht entwickelten und gesunden Kind aus. Und obwohl ich die Ultraschall-Untersuchung erneut als Belastung empfunden habe, bin ich im Nachhinein froh darüber. Mein Kopf ist so schon jetzt frei für die Geburt. Alle vielleicht noch insgeheim versteckten Ängste, es könnte vielleicht doch etwas nicht stimmen, sind weggefegt. Nach der Untersuchung schreibe ich meiner Hebamme direkt eine Nachricht: Alles tiptop, der Hausgeburt steht nichts im Wege!

Mein Bauchgefühl hat mich eben doch nicht belogen und dem Baby geht es gut. Jetzt bleibt nur noch die Überraschung, ob mein Bauchgefühl mich auch beim Geschlecht des Kindes nicht trügt. Denn ich habe da ja immer noch so ein Mädchen-Gefühl…

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Schwangerschaftskalender: 22. SSW

Das Baby im Bauch wächst zu einem Wonneproppen heran und wird manchmal von Schluckauf geschüttelt. Jetzt wird es Zeit, sich über einen Namen Gedanken zu machen. Typische Schwangerschaftsbeschwerden in dieser Phase sind Hitzewallungen und Wadenkrämpfe.

Größe und Entwicklung des Fötus in der 22. SSW

Ab jetzt wächst der Fötus weniger schnell in die Länge. Stattdessen nimmt er stärker an Gewicht zu. denn die kindlichen Fettdepots füllen sich. Vom Scheitel bis zur Ferse misst der Fötus etwa 28 Zentimeter, und sein Gewicht ist in den letzten sieben Tagen auf 470 Gramm gestiegen.

Von Zeit zu Zeit hat er Schluckauf, was Sie an einem rhythmischen Zucken in Ihrem Bauch spüren können. Die Nieren des Fötus produzieren vermehrt Urin, der in das Fruchtwasser abgegeben wird. Um die 22. Schwangerschaftswoche beträgt die durchschnittliche Fruchtwassermenge etwa 500 Milliliter. Im weiteren Verlauf der Schwangerschaft steigt das Volumen auf bis zu zwei Liter an.

Deshalb kommt es zu Hitzewallungen

Zu den typischen Beschwerden während der Schwangerschaft zählen Hitzewallungen. Ausgelöst werden sie durch die verstärkte Blutzirkulation und den erhöhten Stoffwechsel – der Körper läuft auf Hochtouren und kommt daher leichter ins Schwitzen.

Schwangerschaftsbedingte Schweißausbrüche lassen sich zwar nicht verhindern, aber mit einfachen Maßnahmen werden sie erträglicher: Tragen Sie luftige Kleidung aus einem atmungsaktiven Material. Es transportiert den Schweiß vom Körper weg und vermindert dadurch Geruchsbildung. Ganz wichtig ist es, viel zu trinken, um den erhöhten Flüssigkeitsverlust auszugleichen. Bei sommerlichen Temperaturen helfen gut gelüftete Räume, kühle Fußbäder und ein Ventilator.

Wadenkrämpfe sind ein Zeichen für Magnesiummangel

In der 22. Schwangerschaftswoche hat der Körper der Mutter einen sehr hohen Bedarf an Nährstoffen, der über eine ausgewogene Ernährung mit frischen Zutaten gedeckt werden kann. Trotzdem gelingt es nicht immer, Mangelerscheinungen zu verhindern. Nächtliche Wadenkrämpfe deuten auf Magnesiummangel hin. Weitere Symptome dafür sind erhöhter Blutdruck, Abgeschlagenheit und Übelkeit.

Sollten Sie diese Symptome feststellen, sprechen Sie Ihren Arzt bei der nächsten Vorsorgeuntersuchung darauf an. Nehmen Sie keinesfalls auf eigene Faust Nahrungsergänzungen ein – die angegebene Dosis ist für Schwangere möglicherweise ungeeignet. Ihr Arzt wird Ihnen ein Präparat empfehlen, das zu Ihrer individuellen Situation passt.

Magnesium spielt überdies auch eine wichtige Rolle bei der Behandlung von vorzeitigen Wehen und dem Risiko einer Frühgeburt, denn ein Mangel an diesem lebenswichtigen Nährstoff kann nicht nur Wadenkrämpfe, sondern auch Kontraktionen der Gebärmutter hervorrufen.

Wie soll das Baby heißen?

Zwar sind es noch einige Wochen bis zum errechneten Geburtstermin, aber die meisten werdenden Eltern finden nicht auf Anhieb einen Vornamen für ihr Baby. Wenn Mutter und Vater unterschiedliche Namensfavoriten haben, kann die Entscheidung einige Wochen in Anspruch nehmen.

Inspiration liefert der Vornamensfinder von t-online.de.

  • Babyentwicklung: Was Ungeborene schon alles können
  • Wadenkrämpfe: In der Schwan- gerschaft abklären lassen
  • Schlafstörungen: Schlafstrategien für werdende Mütter
  • Gefährlicher Blutstau: Thrombosegefahr durch Krampfadern in der Schwangerschaft
  • Blick ins Onogramm hilft: Damit ein Vorname für das Kind nicht zur Qual wird

Einige Paare erstellen Listen, von denen sie dann so lange Vorschläge streichen, bis nur noch ein Name übrig bleibt. Treffen Sie Ihre Entscheidung wohlüberlegt: Ihr Kind trägt den gewählten Namen für den Rest seines Lebens. Exotische Namenskompositionen, wie sie einige Prominente für ihre Kinder erfinden, erweisen sich im Alltag nicht immer als glücklich gewählt. Dasselbe gilt für Verniedlichungen: Im Kleinkindalter mögen solche Namen noch goldig klingen – aber eines Tages wird auch Ihr Kind erwachsen sein.

22. Schwangerschaftswoche (SSW)

Auch an den inneren Organen erfolgen in der 22. Schwangerschaftswoche einige „Feinarbeiten“. Die Bauchspeicheldrüse wächst kontinuierlich weiter, nachdem sie ihre Arbeit bereits vor einigen Wochen aufgenommen hat. Der Herzschlag ist mit bloßem Ohr zu hören – schön für den werdenden Vater, der sein Kind ab jetzt regelmäßig belauschen kann.

Unter den Zahnleisten haben sich die Knospen der Milchzähne herausgebildet. Viele Babys überraschen ihre Mama in dieser Woche mit dem ersten Schluckauf, der sich als rhythmisches Zucken im Babybauch bemerkbar macht. Er kommt durch das „Ein- und Ausatmen“ des Fruchtwassers zustande, womit der Fötus seine Atemfähigkeit trainiert. Auch nach der Geburt haben Babys noch lange regelmäßig Schluckauf, da sich ihr Zwerchfell erst dann vollständig entwickelt.

Die Mutter – ein Magnesium-Schub ist wichtig

Ab der 22. SSW haben schwangere Frauen einen erhöhten Magnesiumbedarf. Das Spurenelement gehört zu den essentiellen Stoffen, die für das Funktionieren von Nerven, Muskeln und Immunsystem unverzichtbar sind. Normalerweise wird es in ausreichender Menge mit der Nahrung aufgenommen – Fleisch, Fisch, Nüsse, grüne Gemüse, Vollkorn- und Milchprodukte sind wichtige Magnesium-Lieferanten. In der Schwangerschaft benötigt jedoch das Baby davon einen großen Anteil.

Ein Magnesiummangel macht sich durch Muskelschmerzen sowie Magen- und Muskelkrämpfe bemerkbar. Schlimmstenfalls kann er zu vorzeitigen Wehen und damit auch zu Fehlgeburten führen. Bei entsprechenden Symptomen oder anhand des Blutbilds entscheidet der Arzt, ob und in welcher Dosis Magnesium als Nahrungsergänzungsmittel eingenommen werden muss. Bei leichten Mangelerscheinungen reicht es oft aus, die Ernährung auf magnesiumreiche Nahrungsmittel umzustellen.

Nach der 36. Schwangerschaftswoche werden hochdosierte Magnesiumpräparate nach Absprache mit dem Arzt in der Regel abgesetzt, da sie die Geburtswehen abschwächen und verzögen können. Bewegung wirkt den Krämpfen zusätzlich entgegen. Gegen Sport spricht auch in dieser Schwangerschaftswoche nichts – körperlich stark belastend sollte das Sportprogramm in der 22. SSW allerdings nicht mehr sein.

Viele Frauen stellen in der 22. Schwangerschaftswoche eine weitere Veränderung der Brüste fest. Auf den Warzenhöfen können die sogenannten Montgomery-Drüsen als deutliche Erhebungen sichtbar werden. Sie scheiden eine fettige Substanz aus, die Brustwarzen und Warzenhöfe pflegt und damit auf das Stillen vorbereitet.

Durch die stärkere Durchblutung der Schleimhäute kann es zu Zahnfleisch- oder Nasenbluten kommen. Auch die Scheidensekrete verstärken sich aus diesem Grund. Sodbrennen kann jetzt zu einer echten Plage werden, da der Uterus gegen den Magen drückt und dessen Schließmuskel durch die Schwangerschaftshormone immer stärker aufgelockert wird. Hausmittel wie das Kauen von Mandeln, ein Glas Milch oder frische Ananas lindern die Beschwerden etwas.

Die „richtige“ Schlafposition auf der linken Körperseite und mit etwas erhöhtem Oberkörper wird in den nächsten Wochen wichtiger als bisher. Sie verhindert nicht nur das Aufsteigen von Magensäure in die Speiseröhre, sondern entlastet außerdem den Kreislauf und die inneren Organe.

Bei vielen Schwangeren wächst in der 22. SSW der Appetit. Ihre wöchentliche Gewichtszunahme wird sich bis zum Ende der Schwangerschaft auf etwa 225 bis 250 Gramm belaufen. Auch die „Schwangerschaftsgelüste“ machen sich jetzt bemerkbar, oft in Form von Heißhungerattacken.

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