Ultraschall krankenkasse bezahlt

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Schwangerschaftsvorsorge: Welche Leistungen zahlt die Krankenkasse?

Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen beim Arzt oder der Hebamme dienen dazu, die Schwangerschaft zu überwachen. Dank des medizinischen Fortschritts gibt es heute eine Vielzahl von möglichen Tests. Welche Leistungen die Krankenkasse in der Schwangerschaft übernimmt und was es mit den IGeL auf sich hat.

Sie sind schwanger, herzlichen Glückwunsch! Neben der Vorfreude auf das Baby und den ganzen Vorbereitungen, die damit zusammenhängen, heißt das auch, dass in den nächsten Monaten zahlreiche Arztbesuche für Sie anstehen. Ziel der Vorsorgeuntersuchungen ist es, die Entwicklung Ihres Kindes und Ihre Gesundheit zu überwachen und zu dokumentieren. Auffälligkeiten können durch die regelmäßigen Kontrolluntersuchungen schnell erkannt und notfalls behandelt werden.

Die allgemeinen Vorsorgeuntersuchungen werden von den gesetzlichen bzw. privaten Krankenkassen gezahlt. Darüber hinaus gibt es noch Möglichkeiten der pränatalen Diagnostik, die nur auf ausdrücklichen Wunsch der Mutter durchgeführt werden und für die sie – sollte es keinen begründeten Verdacht für die Untersuchung geben – in der Regel selbst aufkommen muss.

Schwangerschaft: Krankenkasse zahlt die Basis-Betreuung

Jede Schwangere in Deutschland hat einen gesetzlichen Anspruch auf eine ausreichende ärztliche Untersuchung und Beratung sowie Diagnostik und Therapie. Die Kosten dieser Basis-Leistungen werden von den Krankenkassen übernommen. Sollte die Schwangere Leistungen nach dem Bundessozialhilfegesetz beziehen, kommt das Sozialamt für die Kosten der Schwangerschaftsvorsorge auf. Berufstätige Schwangere müssen für die Schwangerschaftsuntersuchungen ohne Verdienstausfall freigestellt werden.
Der Umfang dieser Basis-Leistungen ist in den Mutterschafts-Richtlinien des Gemeinsamen Bundesausschusses der Ärzte und Krankenkassen (G-BA) definiert. Dazu zählen:
➤ Untersuchungen und Beratungen sowie sonstige Maßnahmen während der Schwangerschaft
Anfangs finden die regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen einmal im Monat statt, ab der 32. SSW dann zweimal im Monat. Zu jedem Termin wird Folgendes kontrolliert:
– das Gewicht der Mutter
– der Blutdruck der Mutter
– der Urin der Mutter (auf Eiweiß, Zucker und ggf. Bakterien)
– der Fundusstand
– die Lage des Kindes
– die kindliche Herzaktivität
Bei der Erstuntersuchung wird zudem das Blut der Mutter untersucht. Sollte der Befund unauffällig sein, wird das Blut erst wieder ab dem 6. Monat regelmäßig kontrolliert. Zu den serologischen Baisis-Tests gehören bei begründetem Verdacht auch bestimmte Antikörper-Suchtests, zum Beispiel auf Hepatitis-B oder Röteln.
Zum Leistungsspektrum der Mutterschafts-Richtlinien zählen auch dreiUltraschall-Untersuchungen im 3., 6. und 8. Schwangerschaftsmonat. Sie dienen dazu, Mehrlingsschwangerschaften frühzeitig festzustellen und die gesunde Entwicklung des Feten zu kontrollieren.

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Sollte der Arzt anhand der Anamnese oder der Befunde Hinweise auf ein mögliches genetisches Risiko finden, zählt auch die Beratung zu den humangenetischen Untersuchungen zur Schwangerschaftsvorsorge. Zudem können auffällige Befunde zusätzliche sonografische Untersuchungen begründen, die in dem Fall ebenfalls von der Krankenkasse gezahlt werden.
Neben den medizinischen Untersuchungen spielt auch die Beratung eine große Rolle in der Schwangerschaftsvorsorge. Relevante Themen sind da zum Beispiel eine gesunde Ernährung und die Zahnpflege in der Schwangerschaft, ebenso wie die Grippeimpfung. Zu den Standardleistungen auf freiwilliger Basis zählt auch ein Test auf Gestationsdiabetes.
Bei einer unauffälligen Schwangerschaft sind alle Tests bis auf bestimmte Urinuntersuchungen, Bluttests und Ultraschall-Screenings auch von einer Hebamme durchführbar.
➤ Besondere Betreuung bei Risikoschwangerschaften
Risikoschwangerschaften erfordern engmaschigere Kontrollen sowie zusätzliche Untersuchungen, die ebenfalls von den Krankenkassen übernommen werden können. Darunter fallen beispielswiese weitere Ultraschall-Untersuchungen und begründete Maßnahmen der pränatalen Diagnostik, zum Beispiel auch ein Bluttest auf das Down-Syndrom (PraenaTest).
➤ Das Ausstellen und Ausfüllen des Mutterpasses
Zur Erstuntersuchung erhält die Schwangere einen Mutterpass vom Arzt, der alle Informationen zu den Vorsorgeuntersuchungen enthält. Den Pass sollte sie zur Sicherheit immer und überall dabei haben.

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IGeL in der Schwangerschaft

Die Mutterschafts-Richtlinien umfassen die wichtigsten Untersuchungen für eine ausreichende medizinische Betreuung während der Schwangerschaft. Jedoch existieren noch weitaus mehr Möglichkeiten, die Entwicklung des Kindes diagnostisch zu überwachen. Sie bilden die sogenannten Individuellen Gesundheitsleistungen, die nur auf persönlichen Wunsch oder – wenn der Arzt zur Untersuchung rät – nach persönlicher Entscheidung der Patientin durchgeführt werden. Dazu zählen zum Beispiel:
– Nackenfaltenmessung
– Toxoplasmose-Test
– Fruchtwasseruntersuchung
– Chorionzottenbiopsie
Auch die Tests auf Streptokokken-B und Zytomegalie sind derzeit noch offiziell IGe-Leistung. Einige Krankenkassen zahlen die Tests auf die gefährlichen Bakterien und Viren aber auch.
Das Problem bei den IGeL: Bei vielen gibt es keinen wissenschaftlichen Nachweis über ihren Nutzen. Oder aber dem Nutzen steht ein ebenso hohes Risiko für Mutter und Kind gegenüber. Daher muss die Patientin umfassend zu allen Pros und Kontras der Untersuchung informiert werden und schließlich einen Vertrag unterschreiben. Alle IGeL sind Selbstzahlerleistungen, werden also im Regelfall nicht von der Kasse übernommen – es sei denn, die Schwangere hat eine private Zusatzversicherung, die für die eine oder andere Pränatale Diagnostik aufkommt.
Tipp: Im Download-Bereich der Bundesärztekammer finden Sie einen IGeL-Ratgeber mit Checkliste als Entscheidungshilfe.

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Schwangerschaftsvorsorge durch die Hebamme

Was viele nicht wissen: Bis auf Pränatale Diagnostik und Ultraschall-Untersuchungen können alle Untersuchungen der Schwangerschaftsvorsorge auch durch die Hebamme durchgeführt werden. Es ist auch möglich, dass Ärzte und Hebammen sich die Schwangerenvorsorge „aufteilen“.

Schwangerschaftsvorsorge: Wahlmöglichkeiten

Bei der Schwangerenbetreuung hat die Frau drei verschiedene Möglichkeiten:

  • Sie kann sich ausschließlich durch Ihren Frauenarzt betreuen lassen.
  • Sie kann sich ausschließlich durch eine Hebamme betreuen lassen.
  • Sie kann sich sowohl ärztlich als auch durch die Hebamme betreuen lassen.

Manche Hebammen arbeiten mit einer gynäkologischen Praxis zusammen. Diese ganzheitliche Betreuung ist vorteilhaft, weil das Betreuungsteam eingespielt ist und die rein medizinische und die Hebammenbetreuung Hand in Hand arbeiten.

Warum Schwangerschaftsvorsorge durch die Hebamme?

Viele Frauen schätzen die Schwangerschaftsvorsorge durch die Hebamme, weil Hebammen einen anderen Blick auf die Schwangerschaft haben. Während bei der Vorsorge beim Frauenarzt die rein medizinische Aspekte im Vordergrund stehen und die Schwangerschaft „von außen“ durch Messungen kontrolliert wird, möchten viele Frauen auch ihre Gefühle, Sorgen und eigenen Eindrücke der Schwangerschaft berücksichtigt wissen. Dies erhoffen sie sich von der Hebamme, die neben den medizinischen Aspekten auch die Frau und ihre Situation im Blick hat. Tatsächlich geht es dabei auch darum, die Schwangerschaft nicht als Krankheit zu erleben, sondern als natürlichen, einzigartigen Prozess wahrzunehmen.

Bei den Vorsorge-Untersuchungen benutzt die Hebamme eher ihre Hände, Augen und Ohren als technische Geräte, um etwa Entwicklung, Größe, Gewicht oder Lage des Babys festzustellen. Studien haben gezeigt, dass ihre Untersuchungsergebnisse denen der Ärzte in nichts nachstehen. Natürlich verwendet die Hebamme bei der Schwangerschaftsvorsorge auch Hilfsmittel.

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Welche Untersuchungen der Schwangerschaftsvorsorge führt die Hebamme durch?

Jede schwangere Frau hat in Deutschland Anspruch auf mindestens zwölf Vorsorge-Untersuchungen in der Schwangerschaft. Diese können sowohl vom Arzt oder der Ärztin als auch von der Hebamme vorgenommen werden. Bis zur 32. Schwangerschaftswoche wird alle vier Wochen die Schwangerschaftsvorsorge durchgeführt, danach alle zwei Wochen.

Eine Hebamme kann die Schwangerschaft offiziell feststellen und auch den Mutterpass ausstellen. Sie errechnet außerdem den voraussichtlichen Geburtsermin. Liegt eine Risikoschwangerschaft vor, wird sich die Hebamme mit dem Frauenarzt abstimmen.

Folgende Untersuchungen führt die Hebamme durch:

  • Gewichtskontrolle
  • Blutdruckmessung
  • Blutuntersuchung
  • Urinuntersuchung (Eiweiß und Zucker)
  • Gebärmutterstandkontrolle
  • Lage des Kindes feststellen
  • Herztöne des Kindes kontrollieren
  • Abklärung von Schwangerschaftsbeschwerden
  • allgemeine Beratung
  • wenn nötig vaginale Untersuchung

Schwangerschaftsvorsorge durch die Hebamme findet entweder bei der Schwangeren zu Hause oder in der Hebammenpraxis statt. Einige Hebammen arbeiten in Praxisgemeinschaften zusammen und verfügen auch über medizinische Überwachungsgeräte, zum Beispiel ein CTG.

Treten ernsthafte Komplikationen auf, ist die Hebamme verpflichtet, die Schwangere sofort an eine gynäkologische Praxis oder ein Krankenhaus zu verweisen.

Schwangerschaftsvorsorge durch den Arzt

Wer sich dafür entscheidet, die Schwangerschaftsvorsorge durch den Arzt durchführen zu lassen, kann neben den Untersuchungen, die auch die Hebamme vornimmt, auch gleich die Ultraschall-Untersuchungen beim Arzt machen lassen. Für viele Frauen ist das ein echter Vorteil, weil sie nur von einer Person betreut werden möchten. Der Arzt kann im Rahmen der Schwangerschaftsvorsorge übrigens auch Untersuchungen der Pränataldiagnostik anbieten.

Dazu gehören nicht-invasive Untersuchungen wie der Ultraschall zur Nackentransparenzmessung oder Blutuntersuchungen wie der Triple-Test und andere. Auch die invasiven Untersuchungen (zum Beispiel die Fruchtwasserpunktion) werden bei der Schwangerschaftsvorsorge ausschließlich durch den Arzt vorgenommen.

Schwangerschaftsvorsorge: zur Hebamme und zum Arzt?

Die drei von den Krankenkassen gezahlten Ultraschall-Untersuchungen in der Schwangerschaft können nur durch einen Frauenarzt vorgenommen werden. Es ist möglich, die Schwangerschaftsvorsorge durch die Hebamme durchführen zu lassen und die Ultraschall-Untersuchungen in einer gynäkologischen Praxis. Einige Ärzte sehen das nicht gern.

Über die Gründe lässt sich spekulieren: Manche vermuten „Kompetenzgerangel“ zwischen Hebammen und Ärzten bei der Schwangerschaftsbetreuung, andere sehen die geringeren Einnahmen für die Ärzte als Ursache, da die Quartalspauschale für die Schwangerenvorsorge dann wegfällt und jeder Ultraschall einzeln abgerechnet werden muss. Damit nehmen Ärzte weniger Geld ein.

Fest steht: Frauen haben die freie Wahl, ob sie die Schwangerschaftsvorsorge durch eine Hebamme oder durch einen Arzt vornehmen lassen. Ebenfalls ein Recht haben Schwangere auf die Ultraschall-Untersuchungen und weitere medizinische Maßnahmen in der Schwangerschaft, wenn diese nötig sind und die Hebamme sie nicht abdecken kann. Weigern sich Arztpraxen, riskieren sie ihre Kassenzulassung.

Vielfach wird auch kritisiert, die Hebammen könnten Komplikationen während der Schwangerschaft nicht so schnell erkennen wie Ärzte. Frühzeitig würden Probleme eher in einer Arztpraxis diagnostiziert. Würde eine durch die Hebamme versorgte Schwangere dann endlich zum Arzt kommen, wären manche Komplikationen schon weit fortgeschritten. Solche Aussagen konnten in der Praxis bislang nicht belegt werden. Hebammen argumentieren, eine Schwangerschaft sei keine Krankheit und daher müsse bei einer normal verlaufenden Schwangerschaft auch nicht zwingend ein Arzt die Vorsorgeuntersuchungen durchführen.

Durch wen eine Schwangere die Vorsorge durchführen lässt, hängt letztlich auch von ihren eigenen Vorlieben ab. Viele Frauen fühlen sich in der Betreuung durch die Hebamme einfach wohler. Ihnen ist wichtig, dass die Schwangerschaftsvorsorge nicht in einer sterilen Praxisumgebung durchgeführt wird und die Hebamme einen ganzheitlichen Ansatz hat. Im Idealfall wird die Schwangerenvorsorge bereits von der Hebamme durchgeführt, die sie während der Geburt betreut.

Schwangerschaftsvorsorge durch die Hebamme: rechtliche Grundlagen

In den Mutterschafts-Richtlinien ist festgelegt, welche Vorsorge-Untersuchungen in der Schwangerschaft durch eine Hebamme durchgeführt werden können. Festgelegt wurden die Mutterschafts-Richtlinien vom Bundesausschuss der Ärzte und Krankenkassen, die Hebammen orientieren sich aber daran.

Wer bezahlt die Hebamme in der Schwangerschaft?

Die Krankenkassen übernehmen für die Schwangerschaftsvorsorge durch die Hebamme genau so die Kosten wie für die Vorsorge beim Arzt oder der Ärztin. Das gilt für alle regulären Untersuchungen, die in den Mutterschaftsrichtlinien vorgesehen sind. Schwangerschaftsvorsorge wird sowohl von den gesetzlichen als auch von den privaten Krankenkassen gezahlt.

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Hebamme hilft Mutter und Kind beim Start in ein neues Leben

Die Tätigkeit einer Hebamme ist als einer der ältesten Frauenberufe in der Geschichte der Menschheit bis heute von unschätzbarer Bedeutung für eine schwangere Frau. Sie trägt Sorge für Mutter und Kind und hilft beiden beim Start in ein neues gemeinsames Leben.

Eine Hebamme ist nicht nur während Schwangerschaft und Geburt wichtig, sondern hilft auch in den ersten Wochen mit Baby. Foto: monkeybusinessimages, iStock, Thinkstock

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Die Hebamme ist zuständig für die Betreuung einer werdenden Mutter bis über den Geburtszeitraum hinaus. Bei unkomplizierten und risikofreien Schwangerschaftsverläufen kann sie die gesamte Geburtsvorbereitung inklusive der Schwangerschaftskontrollen übernehmen. „Hebammen sind so ausgebildet, dass sie Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett eigenständig begleiten können“, sagte Marianne Haueter, Präsidentin der Berner Sektion des Schweizerischen Hebammenverbands im Interview mit der Berner Zeitung.

Hebamme: Hilfe während der Schwangerschaft und Geburt

Die Hebamme bietet Kurse zur Geburtsvorbereitung an. Diese Kurse werden entweder für Gruppen von mehreren Schwangeren mit oder ohne Partner oder auch für nur ein Paar beziehungsweise eine einzelne schwangere Frau angeboten. Auf Wunsch der Mutter begleitet die Hebamme die eigentliche Geburt in Eigenregie. Hierzu stehen wahlweise Spitäler oder Geburtshäuser zur Verfügung. Darüber hinaus steht sie bei Hausgeburten der Mutter zur Seite. Die Geburtshelferin hat die Befugnis, eine Schwangere jederzeit nach ihrer Einschätzung in ein Spital einzuweisen. Gleichfalls obliegt ihr die Beurteilung, ob ein neugeborenes Baby eine Spitaleinweisung benötigt.

Wochenbettbetreuung nach der Geburt

Unmittelbar nach der Geburt ist die Hebamme für die Wochenbettbetreuung zuständig. Sie steht während der Stillzeit der Mutter ebenso zur Verfügung wie bei allen Fragen der Rückbildungsgymnastik. Etwa sechs Wochen nach der Geburt führt die Geburtshelferin eine Nachkontrolle durch. Darüber hinaus vermittelt sie Knowhow zur Babypflege.

Freie Hebamme: mindestens zwei Jahre Berufserfahrung

Für eine freiberufliche Tätigkeit in eigener Hebammenpraxis ist grundsätzlich vorab eine mindestens zweijährige Tätigkeit in einem Spital erforderlich. Zur Ausübung des Berufes muss eine Bewilligung des Kantons vorliegen, sowie eine Abrechnungsnummer (Zahlstellennummer) und eine Berufshaftpflichtversicherung.

Leistungen der Krankenkasse für die Hebamme

Die Grundversicherung übernimmt den überwiegenden Teil der Leistungen der Hebamme. Die Kostenübernahme ist auf drei Bereiche verteilt: vorgeburtliche Leistungen, Leistungen während der Geburt und nachgeburtliche Leistungen. Vor der Geburt finanziert die Grundversorgung die Kosten der sieben Kontrolluntersuchungen, weiterhin die Zuzahlung von 150 Franken für einen Geburtsvorbereitungskurs. Sollte eine Risikoschwangerschaft vorliegen, übernimmt sie auch die Kosten der entsprechenden zusätzlichen Betreuung, die in Zusammenarbeit mit einem Facharzt stattfindet.

Während der Geburt sind die Kosten für die Entbindung inklusive der Materialgebühren gedeckt. Auch die Kosten für eine assistierende Person beim Geburtsverlauf werden übernommen.

Nach der Geburt zahlt die Krankenkasse bis zu zehn Hebammenbesuche während den ersten 56 Tagen nach der Geburt. Bei Erstgebärenden, nach einem Kaiserschnitt oder wenn die Frau Mehrlinge oder ein behindertes Kind zur Welt gebracht hat, zahlt die Versicherung sogar bis zu 16 Besuchen. Darüber hinaus übernimmt die Kasse die Kosten für drei Stillberatungen und die Nachkontrolluntersuchung sechs Wochen nach der Geburt.

Hebamme ab wann sinnvoll

Der richtige Zeitpunkt, eine Hebamme zu wählen, hängt davon ab, wie viel Betreuung und Unterstützung sich eine werdende Mutter wünscht. Als ratsam gilt der Zeitraum zwischen dem zweiten und dritten Schwangerschaftsmonat für eine erste Kontrolluntersuchung. Alle weiteren Termine sprechen Schwangere und Hebamme gemeinsam ab. Sie hängen auch von Art und Verlauf der Schwangerschaft ab.

Weitere Informationen

Weiterführende Informationen über alle Hebammen-Leistungen sowie eine umfangreiche Adressliste mit in der Schweiz tätigen Geburtshelferinnen bietet der in Bern ansässige Schweizerische Hebammenverband SHV. www.hebamme.ch.

(red), erstellt im Juni 2015, aktualisiert im August 2017

Wer Kinder hat oder plant, eine Familie zu gründen, sollte bei den Versicherungsleistungen der gesetzlichen Krankenversicherung keine Abstriche machen. Für viele Familien sowie Schwangere ist es lohnenswert, bei den Zusatzleistungen der gesetzlichen Krankenkassen genauer hinzuschauen. Denn die Anbieter bezuschussen unterschiedliche Extras und setzen individuelle Schwerpunkte.

Dabei gestalten Kassen neben den gesetzlich festgelegten Regelleistungen rund fünf Prozent des Angebots selbst. Genau hier gibt es enorme Unterschiede. Welche Krankenversicherung sich besonders für Eltern mit Kindern oder Schwangere eignet, können Familien meist schwer erkennen. Daher hat die Finanztest (2/2016) in einem Test 21 gesetzliche Krankenkassen genauer unter die Lupe genommen und ermittelt, welche die beste Krankenkasse in der Schwangerschaft und für Familien ist.

Update 30. April 2018: Auch das Magazin Focus-Money hat in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Finanz-Service Institut die beste Krankenkasse für Familien ermittelt. Dabei schnitten sechs Kassen excellent ab, 16 waren aus Sicht der Tester sehr gut. Die besten Krankenkassen sind AOK Baden-Württemberg, AOK Hessen, AOK Nordwets, AOK Plus, DAK und HEK.

Service: Nutzen Sie den Krankenkassen Vergleichsrechner, um einen schnellen Überblick über die Leistungen der kostengünstigen Kassen zu erhalten.

Beste Krankenkasse für Eltern, Kinder und Schwangere: So wurde getestet

Auf der Suche nach der besten Krankenkasse für Eltern und Schwangere wurde lediglich knapp ein Sechstel aller gesetzlichen Krankenkassen genauer untersucht. Dort sind allerdings 75 Prozent aller gesetzlich Versicherten Mitglied. Dabei liegt das Hauptaugenmerk auf ausgewählte Mehrleistungen.

In der Kategorie „Extras für Eltern und Kinder“ wurden drei unterschiedliche Leistungen miteinander verglichen: Beteiligung der Kassen an Kosten für eine Haushaltshilfe, Kostenübernahme für Früherkennungsuntersuchungen (U10, U11, J2) sowie alternative Arzneimittel. Speziell für Schwangere ermittelte Finanztest, ob die Krankenversicherung zusätzlich zum gesetzlichen Anspruch folgende Extraleistungen übernimmt:

  • Hebammenrufbereitschaft
  • zusätzliche Untersuchungen während der Schwangerschaft
  • ärztlich empfohlene Mineralstoffe wie Eisen, Magnesium und Folsäure

Beste Krankenkasse für Familien: AOK Plus und TK überzeugen im Test

Zur besten Krankenkasse für Familiem gehört die AOK Plus, da sie die abgefragten Leistungen anbietet und mit 15,2 Prozent einen niedrigen Beitragssatz hat. Sie übernimmt zum Beispiel bei Krankheit die Ausgaben für eine Haushaltshilfe für bis zu 364 Tage. Eltern, die Wert auf alternative Medizin legen, sind ebenfalls bei der AOK Plus gut aufgehoben. Denn der Anbieter zahlt vom Arzt verordnetet alternative Medikamente ab dem 12. bis zum 17. Lebensjahr.

Beste Krankenkasse für Familien: Test berücksichtigt nicht alle Extraleistungen

Während die AOK Plus nur in Sachsen und Thüringen geöffnet ist, kann unter den bundesweit zugänglichen Kassen die Techniker Krankenkasse überzeugen. Im Vergleich zur Ortskrankenkasse ist sie aber teurer, da der Beitragssatz bei 15,6 Prozent liegt. Darüber hinaus bieten viele andere Kassen im aktuellen Vergleich der Finanztest gute Leistungen an. Da jedoch nicht alle Krankenkassen im Test berücksichtigt wurden, lohnt sich für Eltern ein individueller Krankenkassen Vergleich. Zudem bieten einige gesetzliche Krankenkassen mehr beziehungsweise andere Extras an, als in der aktuellen Untersuchung von Finanztest beachtet wurden.

Beste Krankenkasse für Schwangere: Maximal 450 Euro Kostenerstattung

Bei den Extras für Schwangere überzeugen die Anbieter AOK Nordwest (regional geöffnet) und IKK Classic. Letztere erstattet beispielsweise für die Extras Hebammenrufbereitschaft, ärztlich empfohlene Mineralstoffe sowie zusätzliche Untersuchungen wie eine Nackenfaltenmessung beim Embryo insgesamt 450 Euro. Allerdings gehören sowohl die AOK Nordwest als auch die IKK Classic mit einem Beitragssatz von 15,5 und 15,8 Prozent nicht zu den günstigsten Krankenkassen 2018. Ob sich daher der Wechsel lohnt, hängt von den Leistungen der aktuellen Krankenkasse ab. Schwangere können diese einfach erfragen. Bietet die Kasse keine zufriedenstellenden Extras, stellt der Wechsel eine Alternative dar.

Kann ich auch als Schwangere die Kasse wechseln?

Ja, Sie können auch als Schwangere die Krankenkasse wechseln.
Die Krankenkassen dürfen keinen Versicherten ablehnen, der versicherungspflichtig ist oder sich freiwillig gesetzlich versichern kann. Auch bei gesundheitlichen Beschwerden oder chronischen Krankheiten darf Sie keine Kasse ablehnen.
Daher können Sie Ihre gesetzliche Krankenversicherung selbst dann wechseln, wenn Sie gerade schwanger sind.

Kündigungsfrist von zwei Monaten

Für einen Wechsel gelten die üblichen Voraussetzungen: Sie müssen bereits seit mindestens 18 Monaten Mitglied der Kasse sein oder ein Sonderkündigungsrecht wegen der Erhöhung des Zusatzbeitrags haben.
In beiden Fällen gilt eine Kündigungsfrist von zwei Monaten. Das bedeutet: Kündigen Sie Ihre aktuelle Krankenversicherung beispielsweise im Januar, endet die Mitgliedschaft Ende März. Anfang April können Sie dann zu einer neuen Krankenkasse wechseln.

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Kann ich in der Schwangerschaft die Krankenversicherung wechseln?

Voraussetzungen für einen Wechsel in der Schwangerschaft

Grundsätzlich gilt, dass die Grundversicherung ohne weitere Probleme auch während einer Schwangerschaft gekündigt werden kann. Voraussetzungen für einen Wechsel in der Schwangerschaft sind hierbei dieselben wie bei einem normalen Wechsel:

  • Es dürfen keinen offenen Prämien oder Rechnungen vorliegen.
  • Die Kündigungsfrist zum 30. November muss per Einschreiben erfolgt sein. (Achtung: Es gilt der tatsächliche Eingang, nicht der Poststempel!)

Schwangerschaft ist keine Krankheit

Viele Frauen haben Unsicherheiten bezüglich der Franchisewahl. Doch hier gilt ganz klar: Schwangerschaft ist keine Krankheit und alle medizinischen Leistungen bei einer Schwangerschaft werden von der obligatorischen Grundversicherung übernommen. Frauen ohne gesundheitliche Probleme können also die Franchise mit 2500 Franken wählen, da jene nicht von der Schwangerschaft beeinflusst werden.

Familienrabatte nutzen

Zwar gibt es für die Grundversorgung keine Familienrabatte, doch das ungeborene Kind kann bei der Krankenkasse angemeldet werden. Ob der Vater der Kinder auch bei derselben Krankenversicherung angemeldet ist wie die Mutter und das Kind, spielt keine Rolle. Ein Prämienvergleich lohnt wie jedes Jahr für jeden Schweizer oder Schweizerin.

Die Zusatzversicherungen sind allerdings mit Familienrabatten ausgestattet. Viele Kassen bieten Rabatte an, wenn mehrere Kinder bei einer Kasse versichert werden und nochmals, wenn auch die Eltern bei demselben Versicherer angemeldet sind.

Karenzzeit beachten

Bei den Zusatzversicherungen gilt allerdings etwas anderes als bei der Grundversicherung: Will die Mutter die entsprechenden Zusatzleistungen für die Geburt und Schwangerschaft nutzen, darf sie die Zusatzversicherungen nicht mehr wechseln. Es gilt eine Karenzzeit von neun bis zwölf Monaten für Mutterschaftsleistungen.

Welche Leistungen bieten die Krankenkassen während der Schwangerschaft an?

Die Leistungen der Grundversicherung übernehmen die Kosten einer Schwangerschaft. Der Abschluss einer Zusatzversicherung für Schwangerschaft ist nicht nötig, ausser, die Schwangere möchte eine private ärztliche Behandlung in Anspruch nehmen.

Übernommene Leistungen

evtl. nicht übernommen

– Kontrolle

– Geburt

– Hebamme

– Spital

– Nachberatung

– Stillberatung

– Ultraschall

– bei erhöhtem Risiko: Fruchtwasseruntersuchung und Plazentauntersuchung

– das favorisierte Spital oder Geburtshaus

– Vorbereitungskurse, die nicht von Hebammen durchgeführt werden

Ab der 13. Schwangerschaftswoche werden die mit der Schwangerschaft verbundenen Kosten übernommen, doch treten Komplikationen bis dahin auf, gelten sie vor der Kasse als Krankheit. Die Schwangere muss sich wie bei einer normalen Krankheit an den Kosten beteiligen.

Alle anderen Kosten werden ab der 13. Woche ohne Franchise, Selbstbehalt oder Spitalbeitrag übernommen.

Neuregelung: Mehr Trisomie Bluttests für Mutter und Kind

Seit geraumer Zeit übernehmen Krankenversicherungen unter bestimmten Voraussetzungen ebenfalls die Kosten für Bluttests bei Schwangeren. Diese Tests sollen darauf hinweisen, ob bei dem Fötus eine Trisomie 21 – das sogenannte Down-Syndrom – vorliegt.

Seit Schweizer Krankenversicherungen dieses Angebot zur Verfügung stellen, greifen landesweit immer mehr Frauen auf das Angebot zurück. Das Bundesamt für Gesundheit erhofft sich von dieser Massnahme, dass sich dank der Tests der Anteil an invasiven Untersuchungen minimiert.

Schliesslich führen die Fruchtwasseruntersuchungen bei einem Prozent aller Fälle automatisch zu einer Früh- oder Fehlgeburt. Diese Rate gilt es zu minimieren.

Fazit

Die Grundversicherung kann während der Schwangerschaft ohne weitere Probleme gewechselt werden, denn es gilt: Schwangerschaft ist keine Krankheit und wird ab der 13. Woche nicht mehr so behandelt.

Bei den Zusatzleistungen müssen Schwangere je nach Versicherer die entsprechenden Karenzzeiten beachten und gegebenenfalls den Anbieter nicht mehr wechseln.

Ausserdem empfiehlt es sich, die Familienrabatte zu studieren und zu nutzen, da so alle Familienmitglieder finanziell von den Rabatten profitieren können.

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Welche Krankenkasse passt zu mir?

Mal ehrlich. Wussten Sie, dass jeder seine Krankenkasse frei wählen kann? Es ist so und deshalb sollte sich jeder, der gesetzlich krankenversichert ist, die Frage stellen “Welche Krankenkasse passt zu mir?” Seit einigen Jahren ist der Konkurrenzkampf zwischen den Krankenkassen immer größer geworden. Die Beitragssätze sind zwar gesetzlich vorgeschrieben. Der sog. Zusatzbeitrag kann jedoch von jeder Krankenkasse individuell festgelegt werden. Bei den Leistungen bestehen zwischen den einzelnen Krankenkassen ebenfalls erhebliche Unterschiede.

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Der Wechsel der Krankenkasse ist denkbar einfach. Mit einer Kündigungsfrist von 2 Monaten zum Monatsende kann die aktuelle Krankenkasse gekündigt werden. (z.B. am 15.01. zum 01.04.) Eine Gesundheitsprüfung ist nicht erforderlich.

Die gesetzlichen Krankenkassen unterscheiden sich in folgenden Bereichen:

Beitragssatz

Der gesetzlich vorgegebene Beitragssatz ist für alle Kassen gleich. Dennoch gibt es beim Beitrag Unterschiede, da einzelne Kassen Zusatzbeiträge verlangen. Andere Kassen dagegen sogar Überschüsse an die Versicherten ausschütten

Wahltarife

Durch solche Zusatztarife können die Krankenkassen ihre Leistungen verbessern. Insbesondere folgende Zusatzbausteine sind sehr beliebt:

    • Beitragsrückerstattung bei Leistungsfreiheit
    • zusätzliche Vorsorgeuntersuchungen
    • Rooming-in

Bonus/Vorteilsprogramme

Hier erhält der Versicherte unter bestimmten Bedingungen Zusatzleistungen wie z.B. professionelle Zahnreinigung, Schutzimpfungen oder die Beteiligung am Beitrag für eine Mitgliedschaft im Sportverein

Ambulante Naturheilverfahren

Manche Kassen erstatten unter bestimmten Voraussetzungen Behandlungen aus dem Bereich der Alternativmedizin

Arzttermin-Suche

Die Vermittlung von Arzttermin gehört ebenfalls zu den Serviceleistungen mancher Krankenkassen

Fremdsprachiger Kundenservice

Bei manchen Kassen können die Mitglieder sogar von einem fremdsprachigen Telefonservice profitieren.

Erreichbarkeit

Die telefonische Erreichbarkeit ist bei den einzelnen Kassen sehr unterschiedlich. Zudem bieten einige Kassen nur eine Hotline, während bei anderen Krankenkassen Fachleue am Telefon sitzen.

Unterstützung bei Behandlungsfehlern

Die Krankenkassen unterstützen den Patienten dann bei der Kontaktaufnahme mit den Medizinern, beim Einholen von Gutachten oder dem Versuch, eine außergerichtliche Lösung herbeizuführen. Für schwer kranke Menschen bieten manche Kassen zudem eine individuelle Versorgungsberatung durch speziell ausgebildetes Fachpersonal

Zusätzliche Leistungen über die gesetzlichen Mindestregelungen hinaus

  • Vorsorge- und Rehabilitationsleistungen
  • Künstliche Befruchtung
  • nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel, Heil- und Hilfsmittel
  • Häusliche Krankenpflege
  • Haushaltshilfen

Gesetzliche Krankenversicherung im Test & Tarifvergleich

Aktuelle Tests 2020, Tipps für den Vergleich & kostenloser Tarifrechner

Das Wichtigste in Kürze

  • Im Test der gesetzlichen Krankenversicherung des DFSI 2019 gehen hkk, BKK VerbundPlus und IKK Südwest als beste kundenorientierte Krankenkassen hervor.
  • Im DISQ-Test 2019 können SBK, TK und Knappschaft mit einer guten Kombination aus Service, Leistungen und Konditionen überzeugen.
  • Zu den „sehr guten“ gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV) des ServiceAtlas 2019 gehören u. a. TK, Viactiv und AOK Plus.
  • Der große GKV-Test 2019 von Focus Money zeigt: Zu den besten Krankenkassen bundesweit gehören TK, HEK und hkk. Regional können AOK Baden-Württemberg, IKK Südwest und AOK Plus überzeugen.
  • Auch das Euro-Magazin führte 2018 einen umfangreichen GKV-Test durch. Als beste bundesweit geöffnete Krankenkassen gelten HEK, TK und BKK VBU.
  • Das DFSI ermittelte 2019 gemeinsam mit Focus Money die besten Krankenkassen für acht verschiedene Kundengruppen. Für Preisbewusste sind AOK Plus, TK und AOK Sachsen-Anhalt empfehlenswert. Für Familien bietet die AOK mit ihren verschiedenen Kassen optimalen Service.
  • Beim Vergleich von gesetzlichen Krankenversicherungen sollte man besonders auf den Zusatzbeitrag und die Zusatzleistungen schauen. Ein GKV-Wechsel ist schnell und einfach gemacht. Die alte GKV kündigen kann man mit einer Kündigungsfrist von 2 Monaten.

GKV im Test: Beste kundenorientierte Krankenkasse 2019

Das Deutsche Finanz-Service Institut (DFSI) hat 2019 mehrere umfangreiche Tests zur gesetzlichen Krankenversicherung durchgeführt. In der Studie zur besten kundenorientierten Krankenkasse 2019 wurde untersucht, inwiefern die Versicherer auch das anbieten, was von den Versicherten gefordert wird (Quelle).

Die 10 besten kundenorientierten Krankenkassen 2019

Krankenkasse Öffnung Testnote
hkk Krankenkasse Bundesweit Exzellent
BKK VerbundPlus Bundesweit Exzellent
IKK Südwest Regional Exzellent
Securvita Krankenkasse Regional Exzellent
HEK Hanseatische Krankenkasse Bundesweit Exzellent
TK Techniker Krankenkasse Bundesweit Exzellent
BKK Schwarzwald Baar-Heuburg Regional Exzellent
AOK Plus Regional Exzellent
IKK Brandenburg und Berlin Regional Exzellent
AOK Nordwest Regional Exzellent

So hat das DFSI getestet

Insgesamt prüfte das DFSI 72 deutsche Krankenkassen und gleichte deren Leistungen mit den 50 der meist nachgefragten GKV-Zusatzleistungen ab. Dazu gehörten u. a.:

  • Übernahme der professionellen Zahnreinigung
  • Bonusprogramme
  • Höhe des Zusatzbeitrages
  • Übernahme von Krebsfrüherkennung
  • Übernahme von Homöopathie
  • Übernahme von Reiseschutzimpfungen
  • Förderung von Gesundheitssport

Kundenbefragung: Gesetzliche Krankenversicherer im DISQ-Test 2019

21 gesetzliche Krankenversicherungen hat sich das Deutsche Institut für Service-Qualität (DISQ) genauer angeschaut und anhand von fünf Kriterien bewertet. Die Ergebnisse wurden Anfang Juni 2019 veröffentlicht. Das Gesamtergebnis setzt sich aus den drei Teilbereichen Service (50 Prozent), Leistungen (40 Prozent) und Konditionen (10 Prozent) zusammen (Quelle).

Gesamtergebnis 2019: 7 sind „gut“, 14 sind „befriedigend“

Testsieger des DISQ-Tests im Gesamturteil

  1. SBK Siemens-Betriebskrankenkasse
  2. Techniker Krankenkasse
  3. Knappschaft
  4. IKK Classic
  5. BKK Mobil Oil
  6. Viactiv Krankenkasse
  7. IKK Südwest

Im Gegensatz zum Vorjahr hat sich der Branchendurchschnitt von „gut“ zu „befriedigend“ verschlechtert. Gab es im letzten Jahr noch „sehr gute“ Krankenkassen, ist 2019 die Bestnote vom DISQ nur noch „gut“. Die Befragung ergab, dass mangelnde Transparenz und vor allem aufwendige Bürokratie zur Kundenunzufriedenheit führt. Ein guter Kundenservice und ein attraktives Bonusprogramm sind den Versicherten am Wichtigsten.

Von den zwanzig Krankenkassen, die im Test vertreten sind, sind jedoch nicht alle bundesweit geöffnet. Versicherte, die sich für einer bestimmte Krankenkasse interessieren, können über den oben stehenden Vergleichsrechner prüfen, welche gesetzliche Krankenversicherung für sie in Frage kommt.

Gesetzliche Krankenversicherer im Test: ServiceAtlas Krankenkassen 2019

In der Studie ServiceAtlas Krankenkassen 2019 wurden die 36 größten gesetzlichen Krankenversicherungen von ServiceValue hinsichtlich folgender Leistungskategorien unter die Lupe genommen:

  • Kundenservice
  • Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Wahltarife
  • Bonusprogramm
  • Individuelle Gesundheitsförderung
  • Erreichbarkeit
  • Leistungserweiterungen
  • Servicezusatzleistungen

Auch das Institut ServiceValue kam in ihrer umfangreichen Befragen zu dem Schluss, dass Leistung und Service den Versicherten wichtiger ist, als die Höhe des Beitrages. ServiceValue führte die Untersuchung zum 9. Mal in Folge durch (Quelle).

Testsieger 2019

Unter den 36 getesteten gesetzlichen Krankenversicherungen wurden 10 Versicherer mit „sehr gut“ ausgezeichnet:

  1. Techniker Krankenkasse
  2. Viactiv Krankenkasse
  3. BIG direkt gesund
  4. AOK Plus
  5. hkk Handelskrankenkasse
  6. Audi BKK
  7. Knappschaft
  8. IKK Classic
  9. BKK Mobil Oil
  10. pronova BKK

Großer GKV-Test 2019 von Focus Money: Welche ist die beste Krankenkasse?

Bereist zum 13. Mal führte Focus Money 2019 in Zusammenarbeit mit dem DFSI einen umfangreichen GKV-Test durch. Dabei wurde genau darauf geschaut, welche der 81 gesetzlichen Krankenkassen mit einem niedrigen Beitragssatz, gutem Service und attraktiven Zusatzleistungen von ihren Qualitäten als Krankenversicherer überzeugte. Insbesondere das Vorhandensein eines Bonusprogramms wird als sehr positiv befürwortet und kennzeichnet eine Krankenkasse von höchster Qualität. Werden die Sportkurse der Krankenkasse regelmäßig besucht, der Zahnarztbesuch mit einem Bonusheft festgehalten und Vorsorgeuntersuchungen wahrgenommen, kommt man bereits in den Genuss erweiterter Versicherungsleistungen als so manch anderer Kassenpatient (Quelle).

Die Top 3 gesetzlichen Krankenkassen bundesweit – Gesamtergebnis

Nach umfassender Untersuchung der einzelnen Krankenkassen haben bundesweit vor allem folgende Versicherungen ihre Professionalität unterstreichen können:

Krankenkasse Punktzahl
Die Techniker 198,7
HEK Hanseatische Krankenkasse 194,1
hkk Krankenkasse 175,4

Die Top 3 gesetzlichen Krankenkassen regional – Gesamtergebnis

Wendet man sich von den bundesweit besten Krankenkassen ab und richtet sein Augenmerk auf die regionalen Krankenversicherungen, so kann ein ausgezeichneter Versicherungsschutz bei folgenden Versicherern gewährleistet werden:

Krankenkasse Punktzahl
AOK Baden-Württemberg 186,3
IKK Südwest 185,3
AOK Plus 178,8

Diese Versicherer bieten das beste Bonusprogramm 2019 an

Den besten Service gibt es bei diesen Krankenkassen

Neben diesen Kategorien untersuchte Focus Money die gesetzlichen Krankenversicherer in weiteren Bereichen:

  • Finanzstärke
  • Wahltarife
  • Alternative Medizin
  • Gesundheitsförderung
  • Zusatzleistungen
  • Zahnmedizinische Vorsorge
  • Digitale Leistungen
  • Transparenz
  • Besondere Versorgung
  • Ausgezeichnete Leistungen

Die ausführlichen Testergebnisse finden Sie hier. Nutzen Sie im Anschluss gern unseren kostenfreien Tarifrechner. Mit diesem können Sie anhand Ihrer Angaben zum Bundesland und Bruttoverdienst sehen, welche gesetzliche Krankenkasse für Sie am günstigsten ist.

2018: Euro-Magazin testet Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen

Das Euro-Magazin führte 2018 einen großen GKV-Test durch. Die Finanzexperten erklären, dass sich die Leistungen trotz Festlegung im Sozialgesetzbuch deutlich unterscheiden. Daher untersuchten sie insgesamt 82 gesetzliche Krankenversicherungen in folgenden Teilbereichen:

  • Bonusprogramme
  • Gesundheitsförderung
  • Integrierte Versorgung
  • Zahnvorsorge
  • Naturheilverfahren
  • Zusatzleistungen
  • Vorsorge
  • Preis-Leistungs-Verhältnis

Das Euro-Magazin kam zu dem Schluss: Die Krankenkasse, die in allen Teilbereichen sehr gut ist, gibt es nicht. Versicherte sollten daher abwägen, welche Aspekte für sie persönlich eine große Rolle spielen (Quelle).

Top 5 der besten Krankenkassen im Gesamtergebnis – bundesweit

Krankenkasse Gesamtnote
HEK-Hanseatische Krankenkasse 1,8
TK-Techniker Krankenkasse 1,9
BKK VBU 2,2
DAK-Gesundheit 2,3
Knappschaft 2,4

Top 5 der besten Krankenkassen im Gesamtergebnis – regional

Krankenkasse Gesamtnote
Securvita Krankenkasse 1,8
IKK Brandenburg und Berlin 2,0
BKK Wirtschaft & Finanzen 2,2
AOK Baden-Württemberg 2,3
AOK Plus 2,4

Krankenkassen mit der besten Zahnversorgung

bundesweit:

  1. BKK VerbundPlus: 1x jährliche Zahnreinigung + max. 50 % Zuschuss zur Zahnreinigung
  2. HEK-Hanseatische Krankenkasse: 1x jährliche Zahnreinigung
  3. BKK VBU: 1x jährliche Zahnreinigung + max. 30 % Zuschuss zur Zahnreinigung

regional:

  1. BKK Freiburg: 1x jährliche Zahnreinigung + max. 40 % Zuschuss zur Zahnreinigung
  2. IKK Brandenburg und Berlin: 1x jährliche Zahnreinigung
  3. BKK Herkules: 1x jährliche Zahnreinigung + max. 20 % Zuschuss zur Zahnreinigung

Krankenkassen mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis

bundesweit:

  1. TK-Techniker Krankenkasse
  2. HEK-Hanseatische Krankenkasse
  3. BKK VerbundPlus

regional:

  1. AOK Plus
  2. IKK Brandenburg und Berlin
  3. AOK Baden-Württemberg

DFSI-Test 2019: Leistungen der GKV für spezielle Kundengruppen im Test

Das Deutsche Finanz-Service Institut (DFSI) hat sich im Mai 2019 die Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung angeschaut und sich dabei vor allem an den Leistungen orientiert, die über das gesetzlich vorgeschriebene Mindestmaß hinausgehen. 8 Kundengruppen wurden erstellt, um für verschiedene Zielgruppen passgenaue Anbieter herauszufiltern. Die Untersuchung fand in Zusammenarbeit mit Focus Money statt (Quelle).

Testergebnisse 2019 im Überblick

Top-3-GKV-Anbieter für …
Familien AOK Baden-Württemberg AOK Hessen AOK Plus
Sportler AOK Baden-Württemberg HEK-Hanseatische Krankenkasse Securvita Krankenkasse
junge Leute AOK Plus DAK-Gesundheit HEK-Hanseatische Krankenkasse
aktive Ältere AOK Baden-Württemberg HEK-Hanseatische Krankenkasse IKK Südwest
Anhänger alternativer Heilmethoden Securvita Krankenkasse Bergische Krankenkasse HEK-Hanseatische Krankenkasse
Selbständige AOK Baden-Württemberg AOK Rheinland-Pfalz/Saarland HEK-Hanseatische Krankenkasse
Anspruchsvolle AOK Baden-Württemberg AOK Rheinland-Pfalz/Saarland HEK-Hanseatische Krankenkasse
Preisbewusste AOK Plus TK-Techniker Krankenkasse AOK Sachsen-Anhalt

Näheres zu den Kundengruppen

Familien: Mit Blick auf den Familientarif wurde das Augenmerk vor allem darauf gelegt, mit welcher Bereitschaft die jeweilige Krankenkasse in den Bereichen ambulante- und integrierte Versorgung, Gesundheitsförderung, Auslandskrankenversicherung und optionale Versorgungsmaßnahmen einer Bewilligung der Leistungen stattgegeben hat. Ferner hat man sich die Servicequalität der Krankenkassen angeschaut, inwieweit sie für eine zufriedenstellende Informationsauskunft sorgten.

Sportler: Bei der Bewertung der Sportlerangebote setzte man den Fokus auf die Vorteile, die der Versicherungsnehmer bei Abschluss bekommen würde. Somit wurde verstärkt darauf geschaut, welche Leistungen der Bereiche ambulanter Versorgung, Gesundheitsförderung und optionaler Vorsorgemaßnahmen in dem Versicherungstarif inkludiert sind. Ferner waren auch Zusatzrabatte Bestandteil der Untersuchung, die gewährleisten, dass der Versicherungsnehmer bei Teilnahme von Check Ups oder Vereinsmitgliedschaften eine Bonusgutschrift erhielt.

Aktive Ältere: Im Hinblick auf die ältere Generation hat man die verschiedenen Tarifangebote dahingehend überprüft, mit welchem Leistungsspektrum die Krankenkassen in den Bereichen ambulante- und integrierte Versorgung und optionaler Vorsorgemaßnahmen in Erscheinung traten. Darüber hinaus flossen ebenfalls die Serviceleistungen und die Bereitstellung von Nutzenvorteilen zugunsten des Versicherungsnehmers in die Bewertung mit ein.

Junge Leute: Bei der Durchsicht der Angebote für Berufseinsteiger untersuchte man, welche Kriterien im Bereich der ambulanten- und integrierten Versorgung, Gesundheitsförderung, Zahnzusatzversicherung und Auslandskrankenversicherung in den Versicherungsschutz der Krankenkasse aufgenommen wurden. Des Weiteren lag der Schwerpunkt auch darin, inwieweit die Krankenkasse die Teilnahme an Vorsorgemaßnahmen und Vereinsmitgliedschaften zugunsten des Versicherungsnehmers auslegte, zum Beispiel mit der Zahlung eines Bonus.

Selbständige: Die Untersuchung der Tarife für Selbständige war dadurch gekennzeichnet, ob sich mit dem jeweiligen Versicherungspaket finanzielle Vorteile erzielen ließen, wie etwa durch eine Vereinsmitgliedschaft, Teilnahme an Vorsorgemaßnahmen oder variabler Kostenerstattung. Hinsichtlich der Versorgung lag der Fokus vor allem in der Leistungsvarietät der Bereiche ambulanter- und integrierter Versorgung, Gesundheitsförderung, optionaler Vorsorgemaßnahmen sowie Zahn- und Auslandskrankenversicherung. Diese Untersuchung dürfte für Selbständige besonders interessant sein, da sie in der Regel die Wahl zwischen gesetzlicher und privater Krankenversicherung haben.

Alternativmedizin-Anhänger: Bei Betrachtung der Angebote für Alternativmedizin-Anhänger wurde das Augenmerk darauf gelegt, mit welchem Engagement die Krankenkassen für die Kostenübernahme verschiedener Maßnahmen alternativer Heilungspraktiken kämpften. Zudem betrachtete man die Fairness der Angebote, ob sich mit ihrem Abschluss Vorteile für den Versicherungsnehmer ergeben würden.

Anspruchsvolle: Die Tarife der anspruchsvollen Bedarfsgruppe wurden dahingehend beurteilt, welches Maximum an Leistungserbringung sie für den Versicherungsnehmer aufwies. Dabei wurde darauf geschaut, mit welchem Leistungsspektrum sie im Hinblick auf Gesundheitsförderung, alternativer Medikation, optionaler Vorsorgemaßnahmen, Auslands- und Zahnzusatzversicherung positiv auffallen konnten. Ferner sah man sich auch die kundennutzende Seite des Angebots an, ob mit der Teilnahme an Vorsorgemaßnahmen oder Vereinsmitgliedschaften Vorteile realisiert werden.

Preisbewusste: In der Kundengruppe der Preisbewussten wurde vorrangig auf den kassenindividuellen Zusatzbeitrag geschaut. Beachtet wurde auch die Möglichkeit, einen Wahltarif mit Prämienzahlung bei Leistungsfreiheit abzuschließen. Selbstbehalttarife mit Bonusprogrammen spielten ebenfalls eine Rolle.

So wurde getestet

Auf Basis dieser 8 Versicherungsprofile wurden mithilfe eines Punktesystems die verschiedenen Kriterien in eine gewichtete Reihenfolge gebracht:

  • Wahltarife
  • Zusatzleistungen
  • Individuelle Gesundheitsförderung
  • Besondere ambulante/Integrierte Versorgung
  • Alternative Medizin
  • Zusatzversicherungen
  • Vorteilsprogramme
  • Bonusprogramme
  • Auslandskrankenschutz
  • Zahnmedizin
  • Service

Weitere interessante Testergebnisse: private Krankenversicherung Test | Krankenzusatzversicherungen Test | Rentenversicherung Test | Kapitallebensversicherung Test

Gesetzliche Krankenversicherungen im Vergleich: Das sollten Sie beachten

GKV-Tests als Orientierung

Die gesetzliche Krankenversicherung ist für jeden Bundesbürger Pflicht. Eben diese Situation nutzen viele gesetzliche Krankenkassen dazu, mit Broschüren oder durch persönliche Beratungsgespräche für ihr Versicherungsunternehmen und die darin enthaltenen Leistungen zu werben. Dabei taucht vermehrt die Frage auf: Welche Leistungen kann ich erwarten und was kennzeichnet eine gute Krankenkasse? Zur Beantwortung dieser Frage können unabhängige Tests von Testinstituten oder Verbraucherportalen helfen. Stiftung Warentest, DFSI, Focus Money und Co. führen regelmäßig GKV-Tests durch, um Versicherten einen Überblick zu verschaffen.

Zusatzbeiträge

Der Pflichtbeitrag ist bei jeder Krankenkasse nahezu gleich, da dieser sich nach dem Einkommen richtet. Einzig der Zusatzbeitrag, der obendrauf gerechnet wird, unterscheidet die verschiedenen Anbieter der gesetzlichen Krankenversicherung voneinander. Die Krankenkasse kann ihren Zusatzbeitrag erhöhen oder senken. In der Regel wird man als Versicherter vorab informiert. Es lohnt sich also, regelmäßig gesetzliche Krankenversicherungen zu vergleichen – und auf die Höhe der Zusatzbeiträge zu achten. Ein paar Prozent machen jährlich bereits einige Hundert Euro aus. Nutzen Sie gern unseren kostenfreien Tarifrechner. Im nächsten Schritt können Sie auch die Höhe der Zusatzbeiträge der Anbieter sehen, wenn Sie beim jeweiligen Anbieter auf „Leistungen“ klicken.

Diese Zusatzleistungen sind besonders wichtig

Zu 90 Prozent ist der Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherungen identisch, da dieser im Sozialgesetzbuch festgelegt ist. Die verbleibenden 10 Prozent machen häufig den Unterschied. Welche Zusatzleistungen besonders wichtig und gefragt sind, hat Stiftung Warentest aufgeführt:

  • Reiseimpfungen: Besonders relevant für Vielreisende.
  • Krebsvorsorge: Ein Hautkrebs-Screening ist i. d. R. alle 2 Jahre für jeden Versicherten über 35 Jahren inklusive. Die Zusatzleistungen, die einige Kassen anbieten, ist entweder die jährliche Übernahme einer Untersuchung oder die Übernahme des Hautkrebs-Screenings bereits für jüngere Versicherte alle 2 Jahre.
  • Professionelle Zahnreinigung: Kostet beim Zahnarzt zwischen 80 und 150 Euro. Einige GKV-Anbieter geben hier ein Zuschuss zwischen 35 und 60 Euro bzw. zwischen 20 und 50 Prozent. Dieser Zuschuss kann auf 1x im Jahr beschränkt sein.
  • Osteopathie: Hier beteiligen sich einige Versicherer mit einem Zuschuss an den osteopathischen Behandlungskosten. Voraussetzung ist eine ärztliche Verordnung der Behandlung sowie eine von Krankenkassen anerkannte Qualifikation des Osteopathen.

Oftmals sollte man bei einem Vergleich der gesetzlichen Krankenversicherung mehr auf die Leistungen als auf die Kosten schauen. Wer sich die passende Krankenkasse zu seinen Bedürfnissen und seinem Lebensstil sucht, kann den größten Preis-Leistungs-Nutzen draus ziehen.

GKV-Wechsel: So finden Sie die beste Krankenkasse

1. Neue gesetzliche Krankenkasse auswählen
Nutzen Sie unabhängige Testergebnisse oder unseren kostenfreien Tarifrechner, um die richtige gesetzliche Krankenkasse für sich zu finden. Alternativ können Sie auch Informationsmaterial bei anderen Krankenkassen anfordern oder sich Beratungstermine geben lassen. Achten Sie darauf, dass Sie eine für Ihre Region bzw. Bundesland geöffnete Kasse wählen.

Wenn Sie sich für eine GKV entschieden haben, füllen Sie den Mitgliedsantrag aus. Die gesetzlichen Krankenversicherer unterliegen im Gegensatz zur privaten Krankenversicherung dem sog. Kontrahierungszwang. Dies bedeutet, dass sie dazu verpflichtet sind, jeden Antragsteller aufzunehmen – ohne Gesundheitsprüfung.

2. Die alte GKV kündigen
Voraussetzung für die Kündigung der GKV ist eine Mitgliedschaft von mind. 18 Monaten. Sind Sie länger als 18 Monate bei Ihrer GKV versichert, können Sie jederzeit kündigen. Der Wechsel der GKV erfolgt dann zum Ende des übernächsten Monats. Kündigen Sie also im Laufe des Januars, beginnt Ihre neue GKV zum 1. April. Damit das ganze Kündigungsverfahren problemlos über die Bühne geht, sollten Sie in schriftlicher Form kündigen. Am besten verschicken Sie die Kündigung der GKV per Einschreiben mit Rückschein.

3. Sonderkündigungsrecht nutzen

Erhöht Ihre gesetzliche Krankenkasse ihren Zusatzbeitrag, können Sie von Ihrem Sonderkündigungsrecht Gebrauch machen. Dieses Kündigungsrecht wird Ihnen bis zur Erstzahlung des angepassten Beitrags eingeräumt. Zudem werden Sie von Ihrem Versicherer über die Beitragsanpassung und die Inanspruchnahme des Sonderkündigungsrechts informiert. Dies geschieht meist ein Monat vor Anhebung des Zusatzbeitrages. Ein Sonderkündigungsrecht gilt i. d. R. auch für jene Versichertengruppe, die noch keine 18-monatige Mitgliedschaft vorweisen kann.

4. Kündigungsbestätigung einreichen und Mitgliedsbescheinigung erhalten
Innerhalb von 14 Tagen nach Ihrer Kündigung sollte Ihnen eine Kündigungsbestätigung von der alten GKV gesendet werden. Diese müssen Sie beim neuen Versicherer vorlegen. Die Bestätigung zur neuen GKV erfolgt wiederum mit der Ausstellung der Mitgliedsbescheinigung durch den neuen Versicherer.

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Günstige Krankenkassen in Nordrhein-Westfalen

Unser Krankenkassen-Vergleichsrechner für Nordrhein-Westfalen soll Verbraucherinnen und Verbrauchern helfen, eine gesetzliche Krankenkasse zu finden, die zu Ihren Erwartungen passt. Die Liste der Krankenkassen mit den günstigsten Beitragssätzen in Nordrhein-Westfalen zeigt ein Einsparmöglichkeiten für viele Versicherte.

Bei einem Einkommen an der Beitragsbemessungsgrenze sind in Nordrhein-Westfalen hohe Einsparungen beim Wechsel von der teuersten in die günstigste Krankenkasse denkbar. Unser Ersparnisrechner zeigt Ihnen, wieviel Sie persönlich beim Krankenkassenwechsel sparen können.
Zur Anzeige unserer Liste mit den günstigsten Krankenkassen in Nordrhein-Westfalen geben Sie auf dieser Seite Ihren Versichertenstatus und Ihr Monatseinkommen ein. Sie erhalten dann eine Liste der Krankenkassen nach der Höhe des Beitrags geordnet. Sie können dann Ihre Suche verfeinern und die Krankenkasse finden, die am besten zu Ihnen passt. Die AOK Rheinland/Hamburg sowie die AOK Nordwest beteiligen sich auf eigenen Wunsch nicht am Vergleich.

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