Übernahme kinderbetreuungskosten durch jugendamt

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An wen muss ich mich wenden, wenn ich eine Kostenübernahme für die Kita-Gebühren anstrebe?

Bei Fragen hinsichtlich der Kostenübernahme ist das örtliche Jugendamt Ihr Ansprechpartner.

Wie erwirke ich die Kostenübernahme?

Um von der Kostenübernahme durch das Jugendamt zu profitieren, müssen Sie Ihre kompletten Einkommensverhältnisse offenlegen.

Können auch die Verpflegungskosten vom Jugendamt übernommen werden?

In besonderen Fällen ist das durchaus möglich. Mehr dazu lesen Sie hier.

Für Kinder, die in Deutschland den Kindergarten besuchen, werden häufig Gebühren fällig. Die Höhe der Beiträge ist von Region zu Region und je nach Bundesland sehr verschieden. Nicht immer ist es Eltern jedoch möglich, diese Kosten selbst zu übernehmen.

Daher beschäftigen wir uns in unserem Ratgeber mit der Kostenübernahme in der Kita. Sie erfahren, in welchen Fällen eine Gebührenbefreiung infrage kommt und welche alternativen Möglichkeiten in Ihrer Situation bestehen.

1. Für einen Kita-Zuschuss ist das Jugendamt zuständig

Für die Bearbeitung des Antrags auf Kostenübernahme ist das örtliche Jugendamt zuständig.

Die monatlichen Kosten für die Betreuung eines Kindes sind in einigen Regionen Deutschlands sehr hoch. Während in manchen Städten eine komplette Befreiung der Betreuungskosten für den Kindergarten erfolgt, belastet der Elternbeitrag andernorts vor allem Familien mit geringem Einkommen.

Generell sind die Kosten der Kinderkrippe, der Kita oder des Kindergartens von folgenden Faktoren abhängig:

  • der Höhe Ihres Einkommens
  • der Anzahl Ihrer Kinder
  • dem Umfang der in Anspruch genommenen Betreuungsleistungen
  • sowie Ihrem Wohnort

Nahezu jede Stadt legt eine Einkommensgrenze zugrunde, unterhalb welcher der Kindergartenbeitrag entfällt. Teils liegt dieser jedoch lediglich bei etwa 12.000 Euro, während andere Kommunen Ihnen die Kosten bereits ab einem jährlichen Einkommen von 30.000 Euro erlassen.

Trotz der sozialen Staffelung ist die hohe Belastung nicht für alle Familien tragbar, sodass eine Kostenübernahme für eine Tagesmutter oder die Gebühren des Kindergartens infrage kommt.

Einen Antrag auf Kostenübernahme des Kindergartenbeitrags können Sie bei Ihrem örtlichen Jugendamt stellen. Sind Sie hingegen arbeitslos, ist die Bundesagentur für Arbeit für Ihren Fall zuständig.

2. Die Belastungsgrenze hängt von Ihrer individuellen Lebenssituation ab

Je größer Ihre Familie ist, desto höher liegt die Einkommensgrenze.

Maßgeblich für die Berechnung des Jugendamts ist Ihr Einkommen. Je größer Ihre Familie ist, desto mehr Geld benötigen Sie, um diese zu versorgen. Dementsprechend steigt mit der Anzahl der Personen Ihres Haushalts die Belastungsgrenze.

Wenn Sie Kita-Geld beantragen möchten, werden folgende Einkommensfaktoren berücksichtigt:

  • Ihr Erwerbseinkommen (sowie das Einkommen Ihres Partners)
  • Kindergeld
  • Kinderzuschlag
  • mögliche Unterhaltszahlungen, wenn Sie alleinerziehend sind
  • ergänzende Leistungen der Bundesagentur für Arbeit (Hartz IV)

Wichtige Versicherungen, wie beispielsweise die private Haftpflicht- oder Unfallversicherung, erhöhen die Einkommensgrenze.
Zusätzlich erfolgt durch den Träger der Jugendhilfe eine Berücksichtigung Ihrer Mietkosten. Alternativ werden Kreditzinsen in Verbindung mit einer selbstgenutzten Immobilie berücksichtigt.
Dies ist jedoch nur möglich, sofern die Immobilie eine für Ihre Familie angemessene Größe nicht überschreitet.

Tipp: Eventuell übernimmt das Jugendamt lediglich einen Zuschuss der Kita-Kosten, wenn Ihr Einkommen geringfügig oberhalb der Belastungsgrenze liegt.

3. Wichtige Fragen – FAQs

Ist eine Kostenübernahme der Verpflegung in der Kita möglich?

Der Kindergartengeld-Zuschuss ist primär für die Betreuung Ihres Kindes vorgesehen. So sollen Beruf und Erziehung miteinander vereinbar sein.
Ist Ihr Einkommen jedoch sehr niedrig, kommt ein Zuschuss zur Kita-Verpflegung in Betracht. In der Regel liegt der eigene Anteil, den Sie für die Verpflegung im Kindergarten aufwenden müssen, bei einem Euro pro Tag.

Bei weiteren Fragen wenden Sie sich am besten an die Mitarbeiter des Jugendamts vor Ort.

Macht es einen Unterschied, ob es um die Übernahme der Kosten eines Privatkindergartens oder einer öffentlichen Einrichtung geht?

Sofern die private Kindertageseinrichtung öffentlich gefördert wird, erfolgt keine Unterscheidung im Hinblick auf die Kostenübernahme für die Kita.

Ist eine Rückerstattung bereits gezahlter Kita-Gebühren möglich?

Ab dem Zeitpunkt, ab welchem Sie einen Antrag auf Übernahme der Kita-Kosten gestellt haben, werden diese – bei erfolgreicher Bewilligung des Antrags – rückwirkend gezahlt.
Stellen Sie den Antrag daher rechtzeitig, um zu vermeiden, dass bereits gezahlte Gebühren nicht erstattet werden.

Nehmen wir an, Sie zahlen ab August einen Kindergartenbeitrag. Sie stellen den Antrag auf Kostenübernahme im September und dieser wird Ihnen im November bewilligt.
In diesem Fall tragen Sie die Kosten für den Monat August selbst, ab November erfolgt eine direkte Übernahme der Kosten und für die Monate September und Oktober erhalten Sie eine rückwirkende Zahlung durch das Jugendamt.

Muss ich Änderungen meiner persönlichen Verhältnisse direkt mitteilen?

Steht eine Einkommensänderung durch Ihren Arbeitgeber an oder ändert sich Ihre Adresse bei einem Umzug, so teilen Sie dies dem Jugendamt unverzüglich mit.
Anderenfalls besteht die Gefahr, dass das Jugendamt bereits gezahlte Gebühren von Ihnen zurückverlangt.

Gibt es weitere Möglichkeiten der Kostenübernahme für die Kita?

Neben dem Kindergeld können Sie auch einen Kindergeldzuschlag oder aber einen Kinderbetreuungskostenzuschlag bei unüblichen Betreuungszeiten beantragen. Nähere Informationen finden Sie auf der Website der Bundesagentur für Arbeit.

4. Mehr Finanztipps und Hilfe bei Rechtsfragen für Eltern

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Kindertagesstätte – kurz: Kita – ist der Sammelbegriff für ganz verschiedene Betreuungsmodelle, also: Kinderkrippe, Kinderhort und Kindergarten. So weit, so klar. Allerdings: Die Kosten für die Betreuungsplätze sind nicht einfach bundesweit oder länderweit gleich geregelt. Umso schwerer also, sich einen Weg durch den Dschungel der Kita-Gebühren zu bahnen. Es gibt nämlich keine übergeordnete Preis-Systematik – und genau das führt zu den unübersichtlichen Modellen, die sich selbst innerhalb der Bundeländer unterscheiden können.

Nach welchen Kriterien werden die Betreuungskosten errechnet?

Die Elternbeiträge werden von den Kommunen anhand verschiedener Aspekte berechnet. Mal ist das Brutto- oder Nettoeinkommen der Familie Grundlage, andere Einrichtungen staffeln nach Einkommensstufen, bei wieder anderen zählen das Alter, die Anzahl der Kinder sowie die Stundenzahl der wöchentlichen Betreuung.

Zunächst einmal gilt es, zwischen den regulären Betreuungskosten und den Betreuungszusatzgebühren zu unterscheiden. Diese Teilung bezieht sich darauf, ob das Kind während regulärer oder während gesonderter Betreuungszeiten in die Obhut der Erzieher gegeben wird. Außerdem sind die Betreuungskosten bei städtischen Trägern meist (nicht immer!) günstiger als bei privaten Trägern.

© iStock/svetikd

Zusatzkosten: Verpflegung wird (oft) extra berechnet

Verpflegungskosten hängen mitunter ebenfalls vom Standort der Betreuung ab, teilweise werden Zuschläge für gesundes Essen erhoben, oder die Verpflegungskosten werden ebenfalls nach Einkommen gestaffelt. Außerdem können Zusatzkosten für Angebote wie Musikstunden entstehen. Aber diese legt jeder Träger selbst fest.

Das Kind ist in der Kita angemeldet – wie geht es weiter?

Nach der Anmeldung in einer Kita kann es nötig werden, dem Jugendamt einen Nachweis des Familieneinkommens vorzulegen, um den Elternbeitrag berechnen zu können. Dafür sind gegebenenfalls Informationen über folgende Einkünfte erforderlich:

  • Auskünfte aus selbstständiger, nicht selbstständiger oder freiberuflicher Arbeit
  • Einkünfte aus Vermietung/ Verpachtung und Kapitalvermögen
  • Rentenbezüge
  • Sonderzahlungen wie Urlaubs- oder Weihnachtsgeld
  • Erhaltene Unterhaltsleistungen
  • Leistungen nach dem Arbeitsförderungsgesetz, inklusive Krankengeld

Grundlage der Berechnung ist meist das Bruttoeinkommen des letzten Kalenderjahres der gesamten Familie. Variiert das Einkommen durch Zulagen für Schichtarbeit & Co., sollte dies unbedingt angegeben werden. Da die Zuschüsse des Bundes und der Kommunen unterschiedlich hoch sind, hängen die Betreuungskosten massiv vom Wohnort ab. Es gibt aber durchaus Maßnahmen, um Kosten (rückwirkend) einzusparen.

Bei den Betreuungskosten sparen? Diese 5 Maßnahmen können helfen

1. Kinderbetreuungskosten von der Steuer absetzen

In der Steuererklärung können die Kosten für die Kinderbetreuung als Sonderausgaben zu zwei Dritteln bis zu einer Höhe von 4.000 Euro pro Kind und Jahr geltend gemacht werden. Familien mit geringem Einkommen sollten sich unbedingt informieren, ob ihnen Ermäßigungen für die Kinderbetreuungskosten zustehen.

2. Dauer der Betreuung überdenken

Dieser Tipp ist ohne Frage nicht für alle Eltern geeignet, denn vermutlich geht es einfach nicht anders, als das Kind eine bestimmte Stundenanzahl in die Kita zu bringen. Es macht allerdings oft schon einen großen finanziellen Unterschied, wenn ein oder zwei Stunden weniger gebucht werden.

3. Prüfen, ob der Arbeitgeber Zuschüsse gewährt

Manche Arbeitgeber gewähren freiwillig Zuschüsse zur Kinderbetreuung oder subventionieren eine Unternehmens-Kita, sodass dort die Betreuungskosten geringer werden.

4. Haushaltsnahe Dienste von der Steuer absetzen

Haushaltsnahe Dienste und Haushaltshilfen, Kinderbetreuung sowie Pflege können zu 20 Prozent von der Steuer abgesetzt werden (höchstens jedoch 600 Euro). Eine Rechnung oder ein Überweisungsbeleg genügen dem Finanzamt in diesem Fall. Auch die Kosten für Au-Pairs auf Mini-Job-Basis können zu zehn Prozent von der Steuer abgesetzt werden. Maximal möglich sind 510 Euro. Wenn die Ausgaben 490 Euro im Monat übersteigen, können bis zu einem Betrag von 2.400 Euro im Jahr zwölf Prozent der Ausgaben abgesetzt werden.

5. Übernahme von Teilbeiträgen beantragen

Wenn das Familieneinkommen gering ist, übernehmen die Kommunen oftmals einen Teil der Kosten.

Apropos Kindergarten-Alter: Sind euch diese (Not-)Lügen auch schon mal über die Lippen gehuscht?

Hintergrund

Erziehung 5 Lügen, die Eltern ihren Kindern erzählen – und was wirklich an ihnen dran ist Dass die folgenden Sätze die Kindererziehung prägen, wissen wir alle – weil sie uns von unseren eigenen Eltern erzählt wurden. Einige dieser (Not-)Lügen vererben sich von Generation zu Generation und wollen einfach nicht aussterben. Und so nutzen wir sie mittlerweile selbst in der Erziehung unserer Kinder. Aber wie viel Wahrheit steckt in den folgenden Floskeln eigentlich?

Kitagebühren nach Bundesland

Das Institut der deutschen Wirtschaft vergleich im Dezember 2018 in einem Report die Gebührenordnungen der Kitas in den größten deutschen Städten. Das Ergebnis: Die Unterschiede sind zum Teil enorm. Wir haben euch die Regelungen und Betreuungskosten pro Monat am Beispiel eines 18 Monate alten Kindes in allen 16 Bundesländern aufgelistet.

Baden-Württemberg

In Baden-Württemberg sind die Kita-Gebühren nicht einheitlich geregelt. Während Eltern in Heilbronn ab dem dritten Lebensjahr des Kindes nichts mehr zahlen müssen, werden in Stuttgart Gebühren fällig. Allerdings können Familien mit einem Jahreseinkommen von bis zu 70.000 Euro eine sogenannte „FamilienCard“ beantragen, die die Gebühren reduziert. Mit dieser Karte reduziert sich die Gebühr: Eine Familie mit einem Einkommen von 50.000 Euro bezahlt dann für eine 30-Stunden-Betreuung eines 18 Monate alten Kindes in einer städtischen Einrichtung 144 Euro.

Hamburg

In Hamburg ist die Kinderbetreuung fünf Stunden am Tag inklusive eines Mittagessens für die Eltern kostenfrei. Darüber hinaus werden die Betreuungskosten gestaffelt – nach Einkommenshöhe, Betreuungsumfang und Familiengröße. Bei einer 40-stündigen Betreuung pro Woche ergibt das für Eltern mit einem Einkommen von 50.000 Euro ein Beitrag von 123 Euro, unabhängig vom Alter des Kindes.

Niedersachsen

Ab drei Jahren müssen Eltern für ihren Nachwuchs in Niedersachsen keine Gebühren mehr für den Kita-Besuch bezahlen. Für jüngere Kinder werden meist gestaffelte Beiträge erhoben. So zahlt eine Familie in Hannover mit 30.000 Euro Einkommen nichts für ein 18 Monate altes Kind, eine Familie mit 50.000 Euro Einkommen muss hingegen 216 Euro für eine 35-Stunden-Betreuung ausgeben.

Rheinland-Pfalz

In Rheinland-Pfalz ist der Kita-Besuch bereits ab dem zweiten Geburtstag gebührenfrei. Davor richten sich die Kosten nach der Kinderzahl und dem Einkommen der Eltern. In Mainz wird beispielsweise das Nettoeinkommen der Eltern als Basis genutzt. Eltern mit 50.000 Euro Nettoeinkommen müssen für eine 35-stündige Betreuung 203 Euro bezahlen, Familien mit 30.000 Euro hingegen nur 95 Euro.

Berlin

In Berlin ist die Kindertagesbetreuung seit dem 1. August 2018 beitragsfrei. Nur der Verpflegungsanteil und eventuelle Extraleistungen müssen von den Eltern übernommen werden.

Bayern

Bayern macht bei den uneinheitlichen Regelungen in Sachen Kita-Gebühren keine Ausnahme. In München beispielsweise gilt für städtische Einrichtungen eine Ermäßigung, wenn das Einkommen der Eltern unter 60.000 Euro liegt. Bei einem Einkommen von 50.000 Euro beträgt die Gebühr für eine 35-Stunden-Betreuung 231 Euro. Wer über ein Einkommen von 90.000 Euro verfügt, muss 328 Euro zahlen. Die Ermäßigungen können unter Umständen auch in Einrichtungen freier Träger gewährt werden. Allerdings gibt es auch hier ab April 2019 eine Neuerung, die eine Bezuschussung von 100 Euro pro Monat und Kind über die Kommunen ermöglicht.

Brandenburg

In Brandenburg gibt es keine einheitliche Regelung für die Betreuung jüngerer Kinder, nur das letzte Kindergartenjahr ist gebührenfrei. Die Betreuung in den Jahren davor ist von Gemeinde zu Gemeinde unterschiedlich geregelt. In Potsdam zahlen Eltern mit 50.000 Euro Einkommen für eine Betreuungszeit von 35 Stunden 124 Euro.

Hessen

Ab drei Jahren ist die Kita-Betreuung in Hessen bis zu sechs Stunden am Tag gebührenfrei. Für jüngere Kinder ergeben sich je nach Kommune unterschiedliche Gebühren. In Frankfurt zahlen Familien mit 50.000 Euro Einkommen für eine 35-Stunden-Betreuung 158 Euro. Bei einem Einkommen von 90.000 Euro werden ebenfalls 158 Euro fällig, da in Frankfurt derzeit nicht nach Einkommen gestaffelt wird.

Mecklenburg-Vorpommern

Die Gebühren sind in Mecklenburg-Vorpommern nicht landesweit geregelt. Selbst in der Landeshauptstadt Schwerin sind die Gebührensätze uneinheitlich. Es gilt nur als Richtwert, dass die Gebühren sozialverträglich gestaltet werden sollen. Außerdem gibt es in diesem Bundesland seit 2019 die Regelung, dass der Elternbeitrag nur für ein Kind bezahlt werden muss, alle weiteren Kinder werden gebührenfrei betreut.

Sachsen-Anhalt

In Sachsen-Anhalt werden jüngere Geschwisterkinder gebührenfrei betreut, nur für das älteste Kind werden Gebühren erhoben. In Magdeburg werden für eine 35-Stunden-Betreuung 169 Euro fällig. Dabei werden die Kosten nicht nach dem Einkommen der Eltern gestaffelt, Familien mit niedrigem Einkommen können jedoch einen Gebührenerlass beantragen.

Thüringen

Auch in Thüringen ist das letzte Kindergartenjahr unabhängig von der Betreuungszeit gebührenfrei. Davor sind die Beiträge in Erfurt beispielsweise ebenfalls nach Einkommen gestaffelt – allerdings nur auf Antrag. Wer seine Einkommensnachweise nicht einreicht, zahlt für die Betreuung von Kindern unter zwei Jahren automatisch 400 Euro. Familien mit 30.000 Euro Einkommen zahlen hingegen bei Einreichung des Einkommensnachweises keine Gebühren, Familien mit 50.000 Euro Einkommen 136 Euro.

Schleswig-Holstein

Familien in Schleswig-Holstein haben es in manchen Punkten finanziell etwas leichter. Einerseits gibt es das „Kita-Geld“, ein Zuschuss für Kinder unter drei Jahren (gilt nur für öffentlich geförderte Träger). Die Höhe richtet sich nach den Betreuungskosten und beträgt maximal 100 Euro. In Kiel richten sich die Betreuungskosten außerdem nicht nach dem Bruttoeinkommen, wie in den meisten Bundesländern, sondern nach dem Nettoeinkommen. Dementsprechend happig sind allerdings auch die Beitragsstaffelungen: Eine Familie mit 50.000 Euro Nettoeinkommen zahlt 280 Euro für eine 35-Stunden-Betreuung.

Sachsen

In Sachsen gibt es ebenfalls keine einheitlichen Gebühren, allerdings zahlen Alleinerziehende und Familien mit mehreren Kindern reduzierte Beiträge. In Leipzig ergibt sich für Familien, die eine 35-Stunden-Betreuung in Anspruch nehmen, ein Satz von 164,22 Euro. Eine Staffelung nach Einkommen gibt es in Leipzig nicht. Die Gebühr wird anhand des Betreuungsumfangs und dem Alter des Kindes berechnet.

Saarland

Auch im Saarland ist das letzte Jahr teilweise vergünstigt oder gebührenfrei. In der Hauptstadt Saarbrücken gibt es keine Staffelung nach Einkommen, Zuschüsse für Familien mit niedrigem Einkommen sind dennoch möglich. Die Gebühr wird aus dem Betreuungsumfang und dem Alter des Kindes errechnet. Eine Familie mit einem Einkommen von 50.000 Euro zahlt beispielsweise 258 Euro für eine 35-Stunden-Betreuung.

Bremen

Auch in Bremen ist die gebührenfreie Betreuung von Drei- bis Sechsjährigen im Umfang von 8 Stunden täglich ab August 2019 in Planung. Für jüngere Kinder gibt es mehrere Beitragsstufen, für ein 18 Monate altes Kind liegt der Beitrag derzeit bei 146 Euro, wenn das Kind 35 Stunden betreut wird und die Familie ein Einkommen von 50.000 Euro hat.

Nordrhein-Westfalen

Nordrhein-Westfallen erlässt Eltern die Gebühren für das letzte Kindergartenjahr. Die Beiträge für jüngere Kinder variieren hingegen in NRW. In Köln zahlen Eltern mit einem Einkommen von 50.000 Euro für eine 35-Stunden-Betreuung 298,49 Euro, in Düsseldorf hingegen nur 125 Euro.

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Kostenübernahme in Kitas

Für die Betreuung von Kindern in Kitas werden Kostenbeiträge von den Kommunen bzw. Trägern erhoben. Unter bestimmten Voraussetzungen können wir als öffentlicher Träger der Jugendhilfe diese Beiträge ganz oder teilweise übernehmen. Damit die Kosten für Kindergartenbeiträge übernommen werden können, müssen Eltern einen entsprechenden Antrag bei uns einreichen.

Ob und in welchem Umfang Kindergartenbeiträge von uns zu übernehmen sind, hängt in erster Linie von den wirtschaftlichen Verhältnissen der Eltern ab. Deshalb müssen mit dem Antrag Nachweise vorgelegt werden, die über die wirtschaftlichen Verhältnisse Aufschluss geben.

Auf der Grundlage der nachgewiesenen Angaben führen wir eine Bedarfsberechnung nach gesetzlichen Bestimmungen durch. Auf diese Weise ermitteln wir die maßgebliche zumutbare Belastung der Eltern.

Wenn mit den Kindergartenbeiträgen die zumutbare Belastung für die Eltern überschritten wird, kommt eine Übernahme der Beiträge in Betracht.

Kostenübernahme in Kindertagespflege

Für die öffentlich geförderte Kindertagespflege gewähren wir laufende Geldleistungen an die Tagespflegepersonen. Dafür erheben wir von den Eltern einen Kostenbeitrag.

In der öffentlich geförderten Kindertagespflege werden die Kinder von sogenannten Tagespflegepersonen betreut. Diese „Tagesmütter“ und „Tagesväter“ werden durch unsere Kindertagespflegebüros vermittelt, haben alle eine Grundqualifizierung absolviert und verfügen über eine entsprechende Pflegeerlaubnis.

Kinder können in der von uns geförderten Kindertagespflege betreut werden, wenn bestimmte Voraussetzungen nach dem Kinder- und Jugendhilferecht (§§ 23, 24 Sozialgesetzbuch – Achtes Buch) vorliegen.

Für jedes betreute Kind gewähren wir eine laufende Geldleistung, die wir unmittelbar an die Tagespflegeperson zahlen. Die Höhe der Leistung wird nach der durchschnittlichen wöchentlichen Betreuungszeit pauschal festgelegt.

Von den Eltern muss für die Inanspruchnahme der Kindertagespflege ein Kostenbeitrag gezahlt werden. Dieser Kostenbeitrag beträgt in der Regel 50 Prozent der von uns gewährten Geldleistung.

Überschreitet der Kostenbetrag die zumutbare Belastung der Eltern, so kann er ganz oder teilweise erlassen werden. Ob und in welchem Umfang der Kostenbeitrag erlassen wird, hängt in erster Linie von den wirtschaftlichen Verhältnissen der Eltern ab. Deshalb müssen die Eltern Nachweise vorlegen, die über die wirtschaftlichen Verhältnisse Aufschluss geben.
Auf der Grundlage der nachgewiesenen Angaben berechnen wir den Bedarfs nach gesetzlichen Bestimmungen durch. Auf diese Weise ermitteln wir die maßgebliche zumutbare Belastung der Eltern.

Förderung Kindertagesbetreuung

Übernahme der Gebühren für Kinderbetreuung in Tageseinrichtungen

Die Gebühren für Krippe, Kindergarten oder Hort können im Rahmen der Jugendhilfe ganz oder teilweise übernommen werden, wenn die finanzielle Belastung den Eltern / dem Elternteil und dem Kind nicht zuzumuten ist. Die Kostenübernahme ist abhängig vom Einkommen und muss beantragt werden. Die Übernahme der Gebühren kann ab dem Monat erfolgen, in dem der Antrag gestellt wird. Der Antrag sollte daher spätestens in dem Monat beim Fachbereich Jugendamt und Gesundheitsamt (Abteilung wirtschaftliche Jugendhilfe) eingehen, ab dem Ihr Kind die Einrichtung besucht.

Bezieherinnen und Bezieher von Arbeitslosengeld II (SGB II) und Hilfen gemäß SGB XII sowie Asylbewerber zahlen bei Vorlage der entsprechenden Bescheide derzeit keine Betreuungsgebühr.

Ab 01.08.2019 können auf Antrag die Betreuungsgebühren in Tageseinrichtungen auch für die Kinder übernommen werden, deren Eltern Kinderzuschlag nach § 6a des Bundeskindergeldgesetzes oder Wohngeld nach dem Wohngeldgesetz erhalten.

Ansprechpartnerinnen bei Fragen zur Übernahme von Gebühren in Tageseinrichtungen sind:

A-Ko Frau Franz 0621 293-3895
Kr-R Frau Cempel (Mo-Mi)
Frau Rimer (Do-Fr)
0621 293-3872
S-Z Frau Ehrenfried 0621 293-9776

Antrag auf Übernahme der Elternbeiträge

Sie können den ausgefüllten und unterschriebenen Antrag zusammen mit den erforderlichen Belegen entweder mit der Post an den Fachbereich Jugendamt und Gesundheitsamt senden (Q5, 14-22, 68161 Mannheim) oder nach telefonischer Terminabsprache persönlich dort abgeben.

Förderung in Kindertagespflege

Erstanträge auf Förderung in Kindertagespflege / Gewährung der laufenden Geldleistung sind über den Fachdienst Kindertagespflege zu stellen.

Den Folgeantrag bitte nur verwenden, wenn für Ihr Kind bereits eine Förderung in Kindertagespflege gewährt wird und für die Weiterbewilligung der laufenden Geldleistung ein Folgeantrag notwendig ist.

Ansprechpartnerin bei Fragen zum Folgeantrag:
Frau Kalinski – Tel.: 0621 293-3729

Kosten der Kinderbetreuung

Steuerliche Berücksichtigung von Kinderbetreuungskosten

Kinderbetreuungskosten können unabhängig davon, ob sie durch den Besuch des Kindes in einer Kindertagesstätte, bei einer Tagesmutter oder durch die Betreuung durch eine Tagesmutter im elterlichen Haushalt entstehen, steuerlich berücksichtigt werden. Dabei gilt: Eltern können zwei Drittel der Kosten für die Betreuung ihrer Kinder von der Geburt bis zum 14. Lebensjahr geltend machen und das bis zu einer Höhe von 4000 Euro pro Jahr und Kind. Für Eltern von Kindern mit Behinderung gilt dies ohne Altersbeschränkung, wenn die Behinderung vor Vollendung des 25. Lebensjahres eingetreten ist, bei Behinderungen, die vor dem 1. Januar 2007 eingetreten sind, geht die Obergrenze bis zum 27. Lebensjahr.

Kinderbetreuungskosten als Sonderausgaben

Nach dem Gesetz zur Steuervereinfachung 2011 können nun alle Eltern Kinderbetreuungskosten als Sonderausgaben absetzen. Bisherige Voraussetzungen wie Erwerbstätigkeit sowie Krankheit, Behinderung oder Ausbildung eines Elternteils entfallen ab dem 1. Januar 2012. Für die steuerliche Berücksichtigung bedarf es des Nachweises durch Rechnung und Kontozahlungsbeleg.

Kinderbetreuung: Elternbeiträge und Kostenübernahme durch das Jugendamt

Für die Betreuung in einer Kindertageseinrichtung oder in der Kindertagespflege werden i.d.R. Elternbeiträge fällig, die regional und/oder je nach Träger unterschiedlich hoch sind. Je nach Bundesland gelten für die Kostenübernahme und deren Voraussetzungen spezifische Regelungen. Der Kreis, die Stadt oder die Gemeinde legen die Höhe des Tagesbetreuungs- bzw. Pflegegeldes fest, nach der sich eine etwaige Kostenübernahme richtet. Sie können abhängig sein vom Einkommen der Eltern, der Zahl der Kinder in der Familie und vom Betreuungsumfang. Im Bedarfsfall können sie vom Jugendamt ganz oder teilweise übernommen werden.
Für die Kostenübernahme der Kindertagespflege bestehen jedoch bestimmte Voraussetzungen. Dazu gehören, dass die Tagespflege geeignet und für das Kind erforderlich ist. Ebenso muss das Jugendamt die Tagespflegeperson vermittelt haben oder bei einer Privatvermittlung eine Eignung und Erforderlichkeit festgestellt haben.

Einige Arbeitgeber gewähren ihren Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern zusätzlich zum Arbeitslohn freiwillige Leistungen. Werden diese für die Unterbringung und Betreuung von nicht schulpflichtigen Kindern der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Kindergärten oder vergleichbaren Einrichtungen erbracht, können sie steuer- und sozialversicherungsfrei sein. Vergleichbare Einrichtungen sind zum Beispiel Schulkindergärten, Kindertagesstätten, Kinderkrippen, Tagesmütter, Wochenmütter und Ganztagspflegestellen. Die alleinige Betreuung im Haushalt des Arbeitnehmers, zum Beispiel durch Kinderpflegerinnen, Hausgehilfinnen oder Familienangehörige, genügt nicht.

Entscheidend für die Steuer- und Sozialversicherungsfreiheit ist, dass

  • die Leistungen zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn erbracht werden
  • die Leistungen nur zum Zweck der Unterbringung und Betreuung von nicht schulpflichtigen Kinder der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer erbracht werden (Leistungen für den Unterricht eines Kindes sind nicht steuer- und sozialversicherungsfrei)
  • die Beschäftigten dem Arbeitgeber im Falle der Barzuwendung die zweckentsprechende Verwendung nachweisen und
  • der Arbeitgeber die Nachweise im Original als Belege zum Lohnkonto aufbewahrt.

Hilfen für Berufsrückkehrerinnen und Berufsrückkehrer

Wer Kinder betreut oder erzogen hat, soll dafür später keine Nachteile im Berufsleben erleiden. Dies gilt für Frauen und Männer, die ihre Berufsausbildung, Erwerbstätigkeit oder Arbeitslosigkeit wegen der Betreuung und Erziehung von aufsichtsbedürftigen Kindern oder aber zur Betreuung pflegebedürftiger Angehöriger unterbrochen haben.

Als Berufsrückkehrerinnen und Berufsrückkehrer gelten Männer und Frauen, die nach angemessener Zeit in einen Beruf zurückkehren wollen. Sie sollen die zu ihrer Rückkehr in die Erwerbstätigkeit notwendigen Leistungen der aktiven Arbeitsförderung erhalten. Hierzu gehören insbesondere Beratung und Vermittlung sowie die Förderung der beruflichen Weiterbildung durch Übernahme der Weiterbildungskosten. Die Agentur für Arbeit kann unter bestimmten Voraussetzungen Arbeitslosengeld auch bei Weiterbildung zahlen. Fallen Kinderbetreuungskosten an, können sie je Kind bis zu einer Höhe von 130 Euro monatlich übernommen werden.

Weitere Informationen

Erstellt am 24. Februar 2010, zuletzt geändert am 10. September 2013

Steuerfreie Übernahme von Kinderbetreuungskosten durch den Arbeitgeber

Sie möchten Ihren Mitarbeitern einen Arbeitgeberzuschuss zur den Kosten für Tagesmutter, Kita oder Kindergarten zahlen? Hier lesen Sie, wann Zuschüsse zu den Kinderbetreuungskosten durch den Arbeitgeber steuerfrei bleiben.

Steuer- und sozialversicherungsfrei sind Arbeitgeberleistungen zur Unterbringung (einschließlich Unterkunft und Verpflegung) und Betreuung von nicht schulpflichtigen Kindern des Mitarbeiters in Kindergärten oder vergleichbaren Einrichtungen, die der Arbeitgeber zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn erbringt (§ 3 Nr. 33 EStG).

Arbeitgeberzuschuss zur Kinderbetreuung: in voller Höhe steuerfrei

Im Gegensatz zum Abzug der Kinderbetreuungskosten (2/3 der Kosten, max. 4.000 EUR) in der Steuererklärung (§10 Abs. 1 Nr. 5 EStG) ist die Steuerfreiheit der Arbeitgeberzuschüsse der Höhe nach grundsätzlich nicht begrenzt. Damit können z. B. auch hohe Kosten für die Kinderbetreuung in exklusiven privat organisierten Einrichtungen in voller Höhe steuerfrei erstattet werden.

Begünstigt sind sowohl Sachleistungen (z. B. betriebseigene Kindergärten) als auch Geldleistungen (z. B. Zuschüsse zu Kita-Gebühren). Vergleichbare Einrichtungen sind Schulkindergärten, Kindertagesstätten, Kinderkrippen, Tagesmütter, Wochenmütter und Ganztagespflegestellen.

Keine steuerfreie Erstattung von Betreuungskosten im eigenen Haushalt

Aufwendungen für die Betreuung des Kindes im eigenen Haushalt, z. B. durch Kinderpflegerinnen, Hausgehilfinnen oder Familienangehörige, können nicht steuerfrei vom Arbeitgeber ersetzt werden. Damit scheidet auch eine steuerfreie Arbeitgebererstattung von Fahrtkosten für die Großmutter, die auf die Kinder aufpasst, aus. Ein aktuelles Urteil hatte hier die Berücksichtigung in der Steuererklärung zugelassen (FG Baden-Württemberg, Urteil v. 9.5.2012, 4 K 3278/11).

Soweit Arbeitgeberleistungen auch den Unterricht eines Kindes ermöglichen, sind sie ebenfalls nicht steuerfrei. Das Gleiche gilt für Leistungen, die nicht unmittelbar der Betreuung eines Kindes dienen, zum Beispiel die Beförderung zwischen Wohnung und Kindergarten (R 3.33 Absatz 2 LStR).

Wann sind Barzuschüsse zu den Kinderbetreuungskosten steuerfrei?

Bei Barzuschüssen des Arbeitgebers ist die Steuer- und Sozialversicherungsfreiheit zudem nur dann gegeben, wenn der Mitarbeiter dem Arbeitgeber die zweckentsprechende Verwendung nachgewiesen hat. Der Arbeitgeber hat die Nachweise im Original als Belege zum Lohnkonto aufzubewahren (R 3.33 Abs. 4 Sätze 2 und 3 LStR).

Weitere Voraussetzung für die Steuer- und Beitragsfreiheit ist, dass die Zuschüsse zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn erbracht werden. Die Umwandlung von arbeitsrechtlich geschuldetem Arbeitslohn in einen Kindergartenzuschuss führt nicht zur Steuer- und Beitragsfreiheit.

Arbeitgeberzuschuss nur für Betreuung nicht-schulpflichtiger Kinder steuerfrei

Steuerfreie Arbeitgeberleistungen sind nur möglich, sofern die Kinder nicht schulpflichtig sind. Seit 2015 gibt es eine Vereinfachungsregelung, wonach von nicht schulpflichtigen Kindern ausgegangen werden kann, solange sie noch nicht eingeschult sind (R 3.33 Absatz 3 LStR). Damit können in den Ländern mit „späten Sommerferien“ auch in den Monaten August und gegebenenfalls September (bis zum Tag der Einschulung) die Kindergartenzuschüsse ohne weiteres steuerfrei ausgezahlt werden.

Ausblick: Höchstbetrag beim Arbeitgeberzuschuss zur Kinderbetreuung?

Steuerfreie Kindergartenzuschüsse unterliegen bisher keinen Höchstbeträgen. Bereits seit längerem wird eine Gesetzesänderung diskutiert, nach der Zuschüsse – ähnlich wie Kinderbetreuungskosten in der Einkommensteuererklärung – nur noch bis zu zwei Dritteln (max. 4.000 Euro) steuerfrei bleiben sollen. Die Umsetzungschancen sind aber derzeit eher als gering einzustufen.

Kinderbetreuungskosten in der Sozialversicherung beitragsfrei

Sofern die Voraussetzungen vorliegen, dass Kinderbetreuungskosten lohnsteuerfrei sind, sind diese auch nicht dem sozialversicherungspflichtigen Arbeitsentgelt zuzurechnen (§1 Abs. 1 Nr. 1 SvEV).

Schlagworte zum Thema: Kinderbetreuungskosten

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