Übelkeit ab wann

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9. bis 16. Schwangerschaftswoche: Zeit der Anpassung

Im Laufe des dritten Schwangerschaftsmonats hat sich der Körper auf die Schwangerschaft eingestellt. Übelkeit und Müdigkeit lassen nach. Die meisten Schwangeren fühlen sich jetzt überwiegend wohl.

Das erste Bild

© BZgA/HN/Eichhöfer

Bei der jetzt anstehenden Vorsorgeuntersuchung wird durch Abtasten der Bauchdecke die Größe und Form der Gebärmutter festgestellt. Außerdem werden das Wachstum und die Herztöne des Kindes überprüft.

Zu diesem Zeitpunkt steht auch die erste Ultraschall-Untersuchung an: Jetzt kann die Schwangere zum ersten Mal ihr Kind sehen, wie es im Fruchtwasser schwimmt und sich bewegt. Falls der werdende Vater bei der Untersuchung dabei ist, bekommt auch er ein erstes „Bild“ des Ungeborenen.

Muss mich meine Arbeitgeberin oder mein Arbeitgeber für die Vorsorgeuntersuchungen freistellen?

Laut Mutterschutzgesetz muss die Arbeitgeberin oder der Arbeitgeber einer Schwangeren ermöglichen, alle Vorsorgeuntersuchungen wahrzunehmen, die von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt werden. Die Freistellung darf keinen Verdienstausfall nach sich ziehen. Allerdings sollte die Schwangere dabei auf betriebliche Belange Rücksicht nehmen. Dazu gehört, der Arbeitgeberin oder dem Arbeitgeber den Vorsorgetermin möglichst frühzeitig mitzuteilen. Lässt sich ein Untersuchungstermin ohne Schwierigkeiten außerhalb der Arbeitszeit vereinbaren, muss die Schwangere nicht freigestellt werden.

Ist das Kind im Bauch der Mutter gegen Stöße von außen geschützt?

Bei kleineren Unfällen wie leichten Stößen oder Stürzen bietet die Gebärmutter genügend Schutz. Die mit Flüssigkeit gefüllte Fruchtblase besteht aus mehreren Zellschichten. Zusammen sind sie so robust, dass sie selbst unter großem Druck von außen nicht reißen. Zudem schwimmt das Ungeborene im Fruchtwasser, sodass es durch Stöße und Erschütterungen zwar in Bewegung gerät, sich aber in der Regel nicht verletzen kann. Wenden Sie sich aber bei Schmerzen oder Blutungen unbedingt an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt.

Äußerliche Veränderungen

Viele Frauen finden die ersten schwangerschaftsbedingten Veränderungen an ihrem Äußeren schön. Hormone, die erhöhte Blutmenge im Kreislauf und vermehrte Wassereinlagerungen lassen die Haut frischer, glatter und rosiger aussehen. Die Brüste werden größer, der Bauchumfang nimmt zu – aber noch nicht so stark, dass es im Alltag oder beim Schlafen stören würde.

Kleine Unpässlichkeiten

Die meisten Schwangeren fühlen sich jetzt gesund und voller Energie. Dennoch kann es auch in dieser Zeit zu kleinen Unpässlichkeiten kommen.

Die Gebärmutter wächst und macht sich manchmal durch leichtes Ziehen bemerkbar. Außerdem drückt sie bisweilen auf die Blase, sodass die Schwangere öfter Harndrang verspürt. Gelegentlich kann es zu unfreiwilligem Harnabgang beim Lachen, Niesen oder bei schnellem Gehen kommen. Das ist unangenehm, lässt aber im mittleren Drittel der Schwangerschaft meist nach.

Auch Verstopfung und Blähungen sind eine häufige Begleiterscheinung der Schwangerschaft. Dafür ist das Schwangerschaftshormon Progesteron verantwortlich: Es entspannt nicht nur die Muskulatur der Gebärmutter, sondern auch die des Darms. Dadurch wird die Darmtätigkeit verlangsamt. Eine ballaststoffreiche Ernährung mit frischem Obst, Gemüse und Vollkornprodukten (wenn sie vertragen werden) ist daher empfehlenswert. Schwer Verdauliches und Blähendes wie Zwiebeln, Hülsenfrüchte und Kohlgemüse meiden Schwangere dagegen besser. Langsam zu essen, angemessen viel zu trinken und sich ausreichend zu bewegen, hilft, die Verdauung zu fördern.

Sollten über solche Unpässlichkeiten hinaus stärkere Beschwerden auftreten, gilt grundsätzlich: Medikamente dürfen während der Schwangerschaft nur nach Absprache mit der Ärztin oder dem Arzt eingenommen werden. Das gilt auch für Beruhigungsmittel aller Art, rezeptfrei erhältliche Mittel und alle pflanzlichen Arzneien.

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Mit Haut und Haaren schwanger

Zu den Begleiterscheinungen dieser Schwangerschaftsphase kann hormonell bedingter Haarausfall gehören. Außer gesunder Ernährung und guter Kopfhautpflege lässt sich nicht viel dagegen tun. Normalerweise lässt der Haarausfall nach wenigen Wochen wieder nach. Ein Trost: Oft wird der Haarschopf in der zweiten Schwangerschaftshälfte sogar glänzender und kräftiger als vorher.

Ebenfalls hormonell bedingt zeigt sich bei einigen Frauen eine dunkle Hautpigmentierung vor allem an den Brustwarzen, den Oberschenkeln, in den Achselhöhlen und im Bereich von Leberflecken und Sommersprossen. Auch im Gesicht kann sich die Haut unregelmäßig verfärben. Bei den meisten Schwangeren zeigt sich eine dünne dunkle Linie zwischen Bauchnabel und Schamhaaren, die sogenannte Linea fusca. Wie alle anderen Pigmentveränderungen verblasst auch sie nach der Geburt wieder.

Gewichtszunahme

Allmählich macht sich auch das zunehmende Gewicht des ungeborenen Kindes, der Plazenta und des Fruchtwassers bemerkbar. Heben, Tragen und langes Stehen belasten zunehmend die Beckenboden-, Bauch- und Rückenmuskulatur. Auch die Venen, vor allem in den Beinen, werden in Mitleidenschaft gezogen: Das Gewicht drückt auf die Gefäße. Das Hormon Progesteron bewirkt eine Lockerung des Bindegewebes und damit auch der Venenwände. Dadurch verlangsamt sich der Blutfluss. Beine und Knöchel können anschwellen und fühlen sich schwer an. Krampfadern können die Folge sein.

Gegen geschwollene und schmerzende Beine helfen kalte Wassergüsse und Umschläge. Auch das Hochlagern der Beine – so oft wie möglich – bringt Entlastung. Wer zu Krampfadern neigt, trägt am besten Kompressionsstrümpfe. Es gibt sie mittlerweile in vielen verschiedenen Farben und Mustern.

Um den Körper und seine Muskeln fit und geschmeidig zu halten, sind Aktivitäten wie Schwimmen, Spazierengehen, Radfahren und Yoga empfehlenswert. In Kursen zur Geburtsvorbereitung und Schwangerschaftsgymnastik lernt man Kräftigungs- und Beweglichkeitsübungen und erfährt, wie sich der Rücken beim Sitzen, Heben und Tragen schonen lässt.

Erholung und Entlastung

Auch wenn sich die meisten Frauen im dritten und vierten Schwangerschaftsmonat recht gut fühlen, können Müdigkeit und Erschöpfung häufiger auftreten als vor der Schwangerschaft. Ein kurzes Schläfchen zwischendurch – oder auch einmal ein längerer Nachmittagsschlaf, wenn es der Alltag erlaubt – ist deshalb kein Luxus, sondern ein hilfreicher Muntermacher.

Regelmäßige Spaziergänge und leichte Gymnastik helfen gegen Müdigkeit. Frische Luft und Bewegung regen den Kreislauf an und versorgen den Körper mit ausreichend Sauerstoff.

Grundsätzlich ist es sinnvoll, das Heben und Tragen schwerer Lasten sowie langes Stehen zu vermeiden. Bei körperlich anstrengenden Arbeiten ist es besser, Hilfe in Anspruch zu nehmen. Auch im Beruf kann man vereinbaren, dass solche Tätigkeiten jetzt von Kolleginnen oder Kollegen übernommen werden. Eine Schwangerschaft ist zwar keine Krankheit, aber ein Grund, den Körper mehr Ruhe zu gönnen und ihn weniger zu belasten.

Zeit der Planung

In diesen Schwangerschaftswochen stehen neben der ersten Routine-Vorsorgeuntersuchung weitere Dinge an, für die vorsorglich schon Termine vereinbart werden können. Dazu gehört etwa ein Besuch bei der Zahnärztin oder beim Zahnarzt. Die Zähne sind in der Schwangerschaft besonders empfindlich, denn der niedrige pH-Wert des Speichels macht sie anfälliger für Karies. Auch Zahnfleischbluten kann häufiger auftreten. Eine regelmäßige zahnärztliche Kontrolle ist daher wichtig.

Jetzt ist auch ein guter Zeitpunkt für die Anmeldung zu einem Geburtsvorbereitungskurs oder einem Kurs für Schwangerschaftsgymnastik, denn die Kurse sind meist schnell ausgebucht.

Schwangerschaft: Übelkeit kann sogar ein gutes Zeichen sein

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Die Vorfreude auf den Nachwuchs ist groß. Aber fast täglich auftretende Übelkeit und Brechreiz machen es vielen werdenden Müttern enorm schwierig. Manche müssen sich sogar für Wochen krankschreiben lassen, so schlecht fühlen sie sich.

Auch wenn sie unangenehm und lästig ist: Im Prinzip ist die Schwangerschaftsübelkeit, die bei rund drei Viertel aller werdenden Mütter auftritt, ein gutes Zeichen. „Es zeigt an, dass sich das Immunsystem der Mutter mit dem Organismus des Kindes auseinandersetzt“, sagt die in Kiel niedergelassene Ärztin Doris Scharrel vom Vorstand des Berufsverbands der Frauenärzte.

Der Körper der Frau lerne, das Kind, das im Grunde ein Fremdkörper ist, für die nächsten Monate zu akzeptieren. Das Unwohlsein kann, muss aber nicht unbedingt ein Anzeichen für eine Mehrlingsgeburt sein. „Bei Frauen, deren Schwangerschaft mit einer Fehlgeburt endet, tritt die Schwangerschaftsübelkeit viel seltener auf“, erläutert sie.

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„Die Übelkeit in der Schwangerschaft ist normal und kein Anzeichen für eine Krankheit“, betont auch Anke Erath, Leiterin des Referats Familienplanung/Verhütung in der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA).

Ursachen der Schwangerschaftsübelkeit

Warum es bei der einen Schwangeren zu Übelkeit und Erbrechen kommt und bei der anderen nicht, ist unklar. Häufige Vermutung: Es liegt an hormonellen Umstellungen im weiblichen Körper. Meist verschwinden die Beschwerden ab dem vierten Monat.

Auch psychosoziale Faktoren wie Stress, Sorgen und Streit können die Dauer und Schwere des Erbrechens beeinflussen. „Es heißt auch, dass die Wahrscheinlichkeit, unter starkem Erbrechen in der Schwangerschaft zu leiden, dreifach erhöht ist, wenn die eigene Mutter bereits betroffen war“, sagt Susanne Quell-Liedke vom Deutschen Hebammenverband in Karlsruhe.

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Fest steht: Die Übelkeit ist als normale Begleiterscheinung einer Schwangerschaft einzuordnen, solange sie nicht die Gesundheit der Frau beeinträchtigt.

Übergibt sich die werdende Mutter allerdings zwischen fünf- und zehnmal am Tag und verliert sie dabei mehr als fünf Prozent ihres Ausgangsgewichts, dann muss die Übelkeit mit Medikamenten behandelt werden. „Häufiges Erbrechen kann zu Austrocknung führen und den Säure-Basen-Haushalt des Körpers gefährlich aus dem Gleichgewicht bringen“, warnt Scharrel.

Herzogin Kate musste sogar ins Krankenhaus

Manchen Frauen geht es so schlecht, dass sie sogar mehrere Tage in ein Krankenhaus müssen. „Über Infusionen werden dann dem Körper wieder Minerale und Vitamine zugeführt“, erklärt Erath. Solche Fälle von extremer Übelkeit während der Schwangerschaft sind jedoch eher selten.

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Beispielsweise Herzogin Kate, die Ehefrau des britischen Prinzen William, musste auch in eine Klinik, als sie mit Baby George schwanger war. „Die meisten betroffenen Frauen können auch ohne starke Arzneimittel und Infusionen etwas gegen ihre Unpässlichkeit tun“, sagt Quell-Liedke.

In einigen Fällen bessert sich die Übelkeit, wenn die Patientinnen das frei verkäufliche Vitamin B6 einnehmen. Absolut tabu sind Kaffee, Zigaretten und Alkohol. „Manchen Frauen hilft es, morgens so lange nichts zu essen und nur zum Beispiel lauwarmes Wasser, Kräuter- oder Ingwertee zu trinken, bis die Übelkeit vorbei ist“, erläutert Scharrel.

Der Brechreiz wird außerdem durch große Mahlzeiten leichter ausgelöst als durch kleine Portionen. Daher sollte die Ernährung auf häufige kleine, fettarme und leichte Mahlzeiten umgestellt werden.

Vor dem Aufstehen einen Keks gegen niedrigen Blutzucker

Da ein niedriger Blutzuckerspiegel Übelkeit begünstigt, sollten Frauen schon vor dem Aufstehen eine Kleinigkeit essen – etwa einen Zwieback oder einen Keks. „Allgemein gilt, dass die Frauen das essen sollten, worauf sie Appetit haben“, rät Quell-Liedke. Die ausgewogene Ernährung könne warten, bis es der Schwangeren wieder besser geht.

Übelkeit wird oft auch durch bestimmte Gerüche ausgelöst – daher sollten Schwangere auf viel frische Luft auch daheim achten.

Auch die klassische Homöopathie kann bei der Eindämmung der Schwangerschaftsübelkeit eine Möglichkeit sein. „Ein Patentrezept gibt es aber hier nicht, da in der Naturheilkunde immer sehr individuell vorgegangen wird“, erläutert Ursula Hilpert-Mühlig vom Fachverband Deutscher Heilpraktiker in Bonn.

Mit Akupunktur können etwa die psychischen Spannungen, die häufig mit zu der Übelkeit beitragen, gelöst werden. Mit einer Aromatherapie wird das Unwohlsein mit ätherischen Ölen behandelt. „Es ist eine uralte Methode, bei aufkommender Übelkeit das Riechfläschchen zu benutzen“, sagt Quell-Liedke. Manche Frauen mögen den Duft von Bergamotte, Mandarine, Pampelmuse oder Pfefferminze. Welcher Duft der richtige ist, weiß die eigene Nase.

Übelkeit in der Schwangerschaft

Veröffentlicht von cyclotest 09.01.2020 Kategorie(n): Ich bin (endlich) schwanger, Mein Babywunsch

Schwangerschaftsübelkeit: Ab wann, wer und warum?

Die Schwangerschaftsübelkeit tritt in der Schwangerschaft sehr häufig auf. Meist beginnt die Übelkeit in der Schwangerschaft nicht sofort ab der Befruchtung, sondern mit der 5. Schwangerschaftswoche, und endet nach dem ersten Schwangerschaftsdrittel.

Du bist schwanger und leidest unter Übelkeit oder Erbrechen? Dir wird schlecht, wenn Du bestimmte Gerichte riechst und kannst einiges nicht mehr essen? Deinem Körper geht es vor allem am Morgen nicht gut und Du leidest unter Morgenübelkeit?

Eine Schwangerschaftsübelkeit kann schon in den ersten Wochen auftreten und über einige Wochen anhalten. Jedoch kannst Du diese Beschwerden mit bestimmten Tipps lindern! Was genau die Übelkeit in der Schwangerschaft ist, wer besonders betroffen ist, ab wann sie beginnt und welche Tipps Dir hier helfen können, findest Du in unserem Beitrag.

Übelkeit in der Schwangerschaft: Ab wann?

Die Übelkeit in der Schwangerschaft ist eines der wichtigsten und deutlichsten Schwangerschaftsanzeichen. Häufig kommt es zusätzlich zu Erbrechen (Emesis), einer weiteren spürbaren Veränderung.

Ab wann beginnen Übelkeit und Erbrechen?

Ab wann Schwangere von Übelkeit betroffen sind, ist von Frau zu Frau unterschiedlich. Sie tritt aber verstärkt von der 5. bis zur 12. Schwangerschaftswoche (SSW) auf.

Übelkeit und Erbrechen in der Schwangerschaft | Grafik: Eigene Darstellung nach Chortatos, A. et al. 2018.

Die Grafik zeigt, wie viele Betroffene abhängig von der Schwangerschaftswoche unter Schwangerschaftsübelkeit oder sogar beidem – Übelkeit und Erbrechen – leiden. Beispielsweise fanden die Forscher heraus, dass bei 31,9 % der Schwangeren in der 5. bis 8. Schwangerschaftswoche Übelkeit und bei 27,2 % sogar beides auftritt. Die Grafik zeigt klar, dass Du gerade im ersten Drittel der Schwangerschaft (bis zur 12. Woche) mit diesen Zeichen der Schwangerschaft rechnen musst. Die Prozentwerte beruhen auf einer Studie, in der die Forscher 52.687 Schwangerschaften analysiert haben.10

Am häufigsten kommt es dabei vor, dass die Symptome ab der 6. Woche stark zunehmen. Zu Beginn der Schwangerschaft, kurz nach der Befruchtung und der Einnistung, sind die Zeichen wie Schwangerschaftserbrechen weniger wahrzunehmen. Nach der 12. Schwangerschaftswoche klingen die Symptome dann wieder langsam ab.

Morgendliche Übelkeit und Erbrechen

Die morgendliche Übelkeit wird dabei oft thematisiert, da viele Schwangere vermehrt am Morgen ein Unwohlsein verspüren oder sich nicht gesund fühlen. Allerdings trifft die Übelkeit am Morgen nicht jede Frau, da sie oft auch gegen Mittag kommen und den ganzen Tag anhalten kann.

Dass viele werdende Mütter aber besonders am Morgen mit Übelkeit zu kämpfen haben, kann daran liegen, dass der Magen in der Nacht leer und demzufolge der Blutzuckerspiegel besonders niedrig ist. In Kombination mit den schwankenden Hormonen in den ersten Schwangerschaftsmonaten kann dies zu den gefürchteten Symptomen wie Morgenübelkeit führen.

Wer leidet unter Schwangerschaftsübelkeit?

Manchen Schwangeren ist nach dem Aufstehen nur unwohl im Magen, anderen dagegen ist den ganzen Tag über übel und sie müssen sich sogar erbrechen. Die Schwangerschaftsübelkeit ist Gegenstand zahlreicher Studien. Aber selten wird untersucht, wer verstärkt darunter leidet und welche Risikofaktoren es gibt, die die Übelkeit in der Schwangerschaft begünstigen.

Die Ergebnisse einer Studie um Dr. Carol Louik zeigen, dass Frauen über 25 Jahre ein geringeres Risiko für eine Schwangerschaftsübelkeit haben. Frauen, die bereits ein Kind hatten, litten dagegen häufiger unter Erbrechen und Übelkeit in der Schwangerschaft. Für Frauen, die bereits eine Fehlgeburt hatten und für Frauen mit Zwillingen ist das Risiko ebenfalls höher.8

Warum leidest Du in der Schwangerschaft an Übelkeit?

Die Gründe für die Übelkeit in der Schwangerschaft sind bis heute noch nicht vollständig geklärt. Sehr wahrscheinlich ist eine Kombination verschiedener Einflüsse als Ursache zu sehen.

Ursachen der Übelkeit in der Schwangerschaft

Zu den Ursachen zählt besonders das hCG (humanes Choriongonadotropin), ein Schwangerschaftshormon.1, 7 Das hCG sowie das Östrogen sind während der Schwangerschaft erhöht. Das Hormon soll auch den Verdauungstrakt sowie den Geruchs- und Geschmackssinn beeinflussen.1 Von Schwangeren werden oft instinktiv bestimmte Stoffe gemieden, die für den Embryo schädlich sein könnten. Dazu zählen Kaffee, Bratenröstprodukte und bestimmte Gewürze.

Weitere möglich Ursachen für die Übelkeit in der Schwangerschaft sind:1

  • niedriger Blutzuckerspiegel
  • Störungen in der Funktion der Schilddrüse
  • Bakterieninfektion des Magens
  • Vererbung (wenn Deiner Mutter häufig schlecht war, dann ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass Du auch an Übelkeit in der Schwangerschaft leidest)
  • Müdigkeit und Abgeschlagenheit

Möglicherweise können auch

  • bestimmte Mangelerscheinungen aufgrund falscher Ernährung wie Vitamin-B-Mangel sowie
  • psychische Belastungen wie Stress und Angst

ein Schwangerschaftserbrechen oder die Übelkeit auslösen oder verstärken.

Schwangerschaftsübelkeit & Risiko für Fehlgeburten

Aber einen Vorteil hat die Schwangerschaftsübelkeit: Laut einer Studie ist das Risiko für Fehlgeburten bei Frauen, die mit Übelkeit in der Schwangerschaft zu kämpfen haben, sehr gering. Durch den Anstieg des hCGs wird die Wahrscheinlichkeit für eine Fehlgeburt deutlich geringer.2

Bis wann hält die Übelkeit in der Schwangerschaft an?

Der Wert des Schwangerschaftshormons sinkt wieder nach dem ersten Schwangerschaftsdrittel (ca. 12.–16. Woche).7 Damit nimmt die Übelkeit in der Schwangerschaft ab oder verschwindet sogar ganz. Sollte sich die Übelkeit nicht in der Frühschwangerschaft, also nach den ersten drei Monaten bzw. der 12. SSW legen und Du noch immer einen Brechreiz verspüren, empfiehlt es sich, auf jeden Fall einen Arzt bzw. Frauenarzt aufzusuchen.

Dies gilt vor allem bei exzessivem Erbrechen, bei dem auch psychologische Faktoren als Erklärung herangezogen werden. Grundsätzlich kann sich die Übelkeit in der Schwangerschaft aber bis zur Geburt hinziehen.

Die Schwangerschaftsübelkeit ist normal und gesund und hat keine Auswirkungen auf das Baby. Eine Ausnahme sind Fälle von besonders heftiger und ausgeprägter Übelkeit und Erbrechen. In sehr seltenen Fällen kann es zur sogenannten Hyperemesis Gravidarum kommen, einer sehr ausgeprägten Form des Erbrechens. Laut einer Studie unter der Leitung von Dr. Mario Festin ist 1 von 200 Frauen von der Hyperemesis Gravidarum betroffen.7 Leidest Du darunter, dann ist meist eine Behandlung im Krankenhaus dringend erforderlich. Eine unbehandelte Hyperemesis Gravidarum kann zu einer Austrocknung und Elektrolytentgleisung führen. Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr ist daher sehr wichtig.

Was hilft bei Übelkeit in der Schwangerschaft?

Du weißt nun, dass es für fast jede Schwangere völlig normal ist, dass sie unter Übelkeit in der Schwangerschaft leidet. Leider ist das oftmals beim erfüllten Kinderwunsch inklusive! Wahrscheinlich verzichtest Du auch schon automatisch auf gewisse Gerichte, wenn sich Dir bei dem Geruch der Magen umdreht.

Gerade in der Schwangerschaft ist es wichtig, auf natürliche Methoden und „Hausmittel“ zurückzugreifen. Wenn Du Arzneimittel einnehmen musst oder möchtest, solltest Du daher Rücksprache mit Deiner Ärztin bzw. Frauenärztin halten. Seltener ist das Erbrechen (Emesis) so schlimm, dass eine Behandlung im Krankenhaus notwendig ist.

Ingwer & Co. bei Schwangerschaftsübelkeit

Einige Naturheilmittel, Kräuter und Vitamine sollen die Übelkeit in der Schwangerschaft reduzieren.

Tipp 1: Ingwer

Ingwer gehört zu den Naturheilmitteln. Frauen wenden Ingwertee oder eine Ingwersalbe an, um Beschwerden wie Übelkeit in der Schwangerschaft zu bekämpfen. Eine wissenschaftliche Studie hat gezeigt, dass Ingwer z. B. als Ingwertee in der Schwangerschaft den Körper wieder ins Gleichgewicht bringen und krampflösend wirken kann.3

Tipp 2: Kräutertee

Schwangeren, die unter Erbrechen leiden, wird empfohlen, ein bis zwei Tassen Kräutertee am Tag zu trinken. Kräutertees enthalten – anders als Kaffee oder schwarzer Tee – kein Koffein. Werdende Mütter trinken gegen Übelkeit gerne einen Tee mit Kamille oder eine schöne Kräutermischung. Kamille & Co. werden besonders Deinem Magen und Darm guttun und Dir Linderung verschaffen. Zudem ist eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr wichtig.

Tipp 3: Vitamin B

Naturheilkundler empfehlen Vitamin B, da es für das Wohlbefinden in der Schwangerschaft sorgt und insbesondere bei morgendlicher Übelkeit hilft. Dabei wird besonders Vitamin B12 empfohlen. Es kommt in Fisch, Fleisch, Obst- und Gemüsesorten und Milchprodukten vor. Auch ist es in Vollkorngetreide sowie Soja- und Weizenkeimen enthalten.

In einer Literaturrecherche fand Dr. Mario Festin auch Beweise, dass das Vitamin B6 (Pyridoxine) gegen Übelkeit in der Schwangerschaft helfen soll. Vitamin B6 kommt in geringen Dosen in fast allen Lebensmitteln vor. Gute tierische Quellen sind Milchprodukte, Fleisch (besonders Leber, Geflügel) und Fisch. Gute pflanzliche Quellen sind Kohl, grüne Bohnen, Linsen, Feldsalat, Kartoffeln, Vollkornprodukte, Weizenkeime, Nüsse, Hefe, Avocado und Bananen.7

Tipps für die Ernährung bei Übelkeit & Erbrechen

Die Ernährung soll Einfluss haben, wenn Dir während der Schwangerschaft übel ist.

Tipp 4: Viel Trinken

Es ist wichtig, dass Du das Trinken nicht vergisst. Mediziner empfehlen, dass Du viel Flüssigkeit, am besten Wasser oder Tee, zu Dir nimmst, gerade wenn Du unter Übelkeit in der Schwangerschaft leidest. Falls Du reines Wasser nicht trinken magst, kannst Du auch Ingwertee versuchen. Er gibt Dir viel Flüssigkeit mit etwas Geschmack, aber ohne Kalorien.

Tipp 5: Kleine Mahlzeiten essen

Achte bei Erbrechen in der Schwangerschaft besonders auf Deine Ernährung. Beschränke Deine Speisen lieber auf mehrere, kleinere Mahlzeiten. Teile Deine Nahrung in kleine Portionen auf. Bei Schwangerschaftsübelkeit können Dir Zwieback oder (zuckerarme) Kekse guttun.

Probiere noch im Bett vor dem Aufstehen etwas Tee, Zwieback oder trockenes Brot zu Dir zu nehmen. Die kleine Mahlzeit erhöht Deinen Blutzuckerspiegel, der ansonsten Deine Übelkeit in der Schwangerschaft verstärken kann.

Knabbere zwischendurch getrocknete Früchte oder Nüsse. Viele Frauen schwören darauf, sofort bei einem auftretenden Gefühl der Übelkeit Nüsse oder getrocknete Früchte in den Mund zu nehmen. Diese dann sehr gut und lange kauen und dann herunterschlucken. Beispielsweise kannst Du dafür getrocknete Aprikosen, Haselnüsse und Mandeln verwenden.

Tipp 6: Erstelle ein Ess-Protokoll

Mache Dir Notizen zu den Speisen und deren Auswirkungen auf Dein Wohlbefinden – wann und bei welcher Nahrung kommt es zu Erbrechen oder Unwohlsein? So werden vielleicht bestimmte Nahrungsmittel entdeckt, die Du nicht verträgst. Damit gehst Du Deiner Übelkeit in der Schwangerschaft auf den Grund und kannst diese durch Weglassen bestimmter Lebensmittel reduzieren oder vermeiden.

Übelkeit in der Schwangerschaft: Was sonst noch hilft!

Es gibt noch viele weitere Tipps und Mittel, die Dir in den Monaten Deiner Schwangerschaft helfen können. Probier sie einfach mal aus!

Tipp 7: Duft von Zitrone oder Grapefruit

Verschiedene Gerüche können zur Übelkeit in der Frühschwangerschaft beitragen. Allerdings: Das Aroma von Zitrone und Grapefruit sorgt für Entspannung und kann zu einer positiven Veränderung der Beschwerden wie Schwangerschaftsübelkeit beitragen.6

Tipp 8: Akupressur

Eine natürliche Behandlungsmethode für Schwangere gegen Schwangerschaftsübelkeit ist die Akupressur und Akupunktur durch Ärzte, Heilpraktiker und Hebammen. Wissenschaftliche Studien geben Hinweise darauf, dass Akupunktur & Co. zu einer Linderung der Symptome, vor allem am Morgen, führen können. Beispielsweise soll ein bestimmter Druck auf das Handgelenk eine Linderung herbeiführen. Gerade werdende Mütter mit Morgenübelkeit können bestimmte Methoden helfen.4,5

Tipp 9: Bewegung

Die Bewegung an frischer Luft bei einem Spaziergang wird Dir bei Übelkeit in der Schwangerschaft guttun. Dabei wird Dein Stoffwechsel angekurbelt. Außerdem empfehlen manche Schwangere, an einem Yoga-, Pilates- oder Gymnastikkurs teilzunehmen, um somit den Kreislauf in Schwung zu bringen und gesund zu bleiben. Wer auf die Wirkung von Yoga, Shiatsu & Co. setzt, sollte sich einen Anbieter heraussuchen, der über Kenntnisse in Bezug auf die Schwangerschaft verfügt. Generell ist Bewegung auch ein gutes Rezept, um beispielsweise Stress zum Verschwinden zu bringen.

Tipp 10: Ausreichend Schlaf

Bei Schwangerschaftserbrechen leidest Du häufig unter Müdigkeit. Es wird Dir guttun, wenn Du Dich ausruhst und entspannst. Ausreichend Schlaf ist ebenfalls sehr wichtig.

Ausgeschlafen kannst Du Deinen Tag geruhsamer angehen. Stelle doch einfach Deinen Wecker 15 Minuten früher. Dann hast Du genügend Zeit und gerätst morgens nicht in Hektik, die vielleicht Deine Übelkeit in der Schwangerschaft und gerade die Morgenübelkeit verursacht.

Achte am Morgen auch auf Deine Zahnpasta und die Größe der Zahnbürste. Diese können auch die Übelkeit in der Schwangerschaft verstärken. Oft hilft hier ein Wechsel der Zahnpastamarke sowie der Zahnbürste.6

Tipp 11: Medikamente bei Schwangerschaftsübelkeit

Ist es besonders schlimm und helfen sonst keine „Hausmittel“, so stehen auch Medikamente gegen die Übelkeit in der Schwangerschaft zur Verfügung. Gerade die Hyperemisis gravidarum (schwere Übelkeit in der Schwangerschaft) muss behandelt werden. Die Erstbehandlung besteht allerdings meist in einer ausführlichen Ernährungsberatung.

Bei Schwangerschaftsübelkeit können auch Medikamente verabreicht werden. Beispiele sind hier die Präparate bzw. Wirkstoffe Pyridoxin (Vitamin B6), Doxylamin, Antihistaminika/Antihistamine und Anticholinergika sowie weitere niedrig dosierte Antiemetika und gastrointestinale Medikamente.9

Aber Achtung: Die Forscher einer amerikanischen Studie warnen, dass die Wirkung von Promethazin, Methylprednisolon, Diphenhydramin, Dimenhydrinat, Doxylamin (auch in Kombination mit Pyridoxin) und Hydroxyzin zu einem problematischen Verlauf und Ausgang der Schwangerschaft führen kann. Basis der Warnung war eine Studie mit 43 schwangeren Frauen mit Hyperemesis gravidarum, die eine Behandlung mit diesen Wirkstoffen bekamen. Die Einnahme dieser Präparate führte zu Nebenwirkungen auf das ungeborene Baby.11

Denkst Du darüber nach, Medikamente und bestimmte Mittel einzunehmen, dann wende Dich bitte an Deinen Arzt. Nebenwirkungen und Begleiterscheinungen für Dich und das Kind sollten durch deren Einnahme ausgeschlossen werden.

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11 Tipps gegen Schwangerschafts­übelkeit

Sie ist wohl das klassische Schwangerschaftsanzeichen schlechthin. Eines der wenigen Symptome, die wir aus Filmen, Serien und Gesprächen mit Freunden schon vor der Schwangerschaft kennen. Auf das wir sehnsüchtig warten, wenn wir uns ein Baby wünschen. Und das uns aus heiterem Himmel überrascht, wenn wir keine Schwangerschaft geplant hatten. Und dennoch kann uns nichts darauf vorbereiten, wie sie sich dann wirklich anfühlt: Die Schwangerschaftsübelkeit.

Auch, wenn sie ein verbreitetes Schwangerschaftssymptom ist, leiden nicht alle Mamas unter Übelkeit: Bei ganzen 30 % tritt sie überhaupt nicht auf. Für die anderen 70 %, mich eingeschlossen, heißt es: Durchhalten! Denn meistens geht die morgendliche (und nachmittägliche, abendliche, nächtliche…) Übelkeit gegen Anfang des zweiten Trimesters genauso schnell vorbei, wie sie uns anfänglich umhaut. Das war mir in der Frühschwangerschaft aber nur ein kleiner Trost, als ich mich an manchen Tagen von Stunde zu Stunde schleppte. Zum Glück gab es einiges, was gut geholfen hat: Hier sind die besten Mittel gegen Schwangerschaftsübelkeit plus alle guten Infos, die es zum Thema gibt.

Schwangerschafts­übelkeit: Ab wann und wie lange hält sie an?

Bei den meisten Mamas beginnt Schwangerschaftsübelkeit ab der 5. oder 6. Schwangerschaftswoche und erreicht um die 8. und 9. SSW ihren Höhepunkt. Häufig wird sie fast über Nacht am Anfang des zweiten Trimesters von plötzlichen Heißhungerattacken abgelöst. Bei manchen Mamas hält die Übelkeit aber auch die gesamte Schwangerschaft an oder kommt im dritten Trimester wieder, wenn das Baby vermehrt auf den Magen drückt.

Ist Schwangerschafts­übelkeit gefährlich?

In der Regel ist das mehr oder weniger konstante Gefühl der Übelkeit nur eine unangenehme Begleiterscheinung und kann sogar ein gutes Zeichen sein, dass dein Baby sich gut entwickelt. Auch, wenn du mehrere Wochen nicht wie geplant auf eine gesunde Ernährung achten kannst oder etwas abnimmst, wird es deinem Baby an nichts fehlen, solange du ein gutes Schwangerschaftsvitamin einnimmst. Dennoch solltest du deine Frauenärztin über die Übelkeit informieren und bei folgenden Symptomen direkt aufsuchen:

  • Gewichtsverlust über 1 Kg
  • Braunes oder blutiges Erbrochenes
  • Du musst dich mehr als dreimal am Tag übergeben
  • Du kannst gar nichts essen oder trinken
  • Herzrasen
  • Benommenheit
  • Dunkler oder ausbleibender Urin

Häufiges Erbrechen kann schnell zur Austrocknung führen. Etwa 3 % der schwangeren Mamas leiden unter einer extremen Form der Morgenübelkeit, der Hyperemesis gravidarum, die medizinisch betreut werden muss.

Schwangerschaftsanzeichen: 17 typische Symptome

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Was ist der Grund für Schwangerschafts­übelkeit?

Experten sind sich nicht ganz einig, was genau für die häufige Übelkeit und Erbrechen in der Schwangerschaft verantwortlich ist. Die starke Hormonumstellung und besonders der anfänglich rapide Anstieg des Gelbkörperhormons HCG sowie ein niedriger Blutzucker und Kreislaufprobleme sind heiße Kandidaten. Gepaart mit Schlafmangel und Stress, die viele Mamas schon ganz am Anfang der Schwangerschaft plagen, kann das ganz schön auf den Magen gehen. Der Östrogenanstieg erhöht unseren Geruchssinn, sodass wir ALLES um uns herum intensiver riechen. Dazu gibt es die Theorie, dass unser Körper so automatisch auf mögliche Schadstoffe reagiert, die dem Baby gefährlich werden könnten. Kein Zufall also, dass den meisten Mamas schon beim Gedanken an Zigarettenrauch, Alkohol und Kaffee übel wird. Einen gewisse Rolle kann auch unser Unterbewusstsein spielen: Weil wir wissen, Schimmelkäse ist jetzt tabu, wird uns schon beim Anblick, Geruch oder dem Verdacht, unser Gegenüber hätte welchen gegessen, schlecht.

Unsere 11 Tipps gegen Schwangerschafts­übelkeit

So lustig Morgenübelkeit in Filmen oft aussieht und auch wenn sie im Nachhinein für Anekdoten sorgt: Die physischen Symptome, die nicht selten viele Wochen anhalten, können werdende Mamas extrem einschränken und auch belasten. Nicht zu vergessen tritt Morgenübelkeit in einer Zeit auf, in der wir unsere Schwangerschaft in der Regel (noch) geheim halten wollen. Deshalb hier unsere 11 Tipps, wie du deine Schwangerschaftsübelkeit lindern kannst:

Tipp 1: Viel und langsam trinken

Viel Flüssigkeit hält deinen Kreislauf stabil. Viele kleine Schlucke sind am besten, denn zu schnelles Trinken kann besonders deinen leeren Magen schnell reizen. Besonders gut ist zimmerwarmes bis lauwarmes Wasser oder Tee. Lauwarme Getränke lassen dich grün im Gesicht werden? Dann versuch’s gerne mit eiskaltem oder heißem Wasser. Der Temperaturunterschied kann für so viel Ablenkung sorgen, dass dir das Trinken leichter fällt. Für mich war eiskaltes Kokoswasser die Rettung. Das ist übrigens auch super, weil es den Elektrolythaushalt wieder ins Gleichgewicht bringt, wenn dir so richtig übel wird.

Tipp 2: Frühstück im Bett

Besonders wenn früh der Blutzucker im Keller ist, wird dir beim Aufstehen schnell schwummrig und schlecht. Eine Packung Cracker und ein Glas Wasser auf dem Nachttisch können Wunder bewirken. Auch ein toller Grund, dir öfter mal Frühstück ans Bett bringen zu lassen.

Tipp 3: Snacks immer und überall

Mediziner empfehlen fünf bis sechs kleine Mahlzeiten am Tag, um einen zu leeren Magen zu vermeiden. Auch sobald sich das flaue Gefühl wieder bemerkbar macht, sind Snacks zwischendurch ideal. Ob in der Handtasche, in der Schreibtischschublade oder auf dem Nachttisch: Eine Packung Trockenfrüchte, Nüsse, Müsliriegel und eine Banane hatte ich immer dabei. Der ein oder andere aus der Manteltasche fallende Babybel sorgte auch für Gesprächsstoff, seltsamerweise für mich ein echter Übelkeitskiller und gar nicht so weit hergeholt, denn:

Tipp 4: Eiweiß hilft gegen Übelkeit!

Viele proteinreiche Snacks und Mahlzeiten sind leicht verdaulich und sättigend: Joghurt, fettarmer Käse und Nüsse werden von den meisten Mamas gut vertragen. Auch Ofenkartoffeln mit Quark oder Gemüsesticks mit Hummus sind gut verträglich, bis du wieder im selben Raum mit Currys, Burgern und Pastagerichten sein kannst.

Tipp 5: Getreidewaffeln knuspern

Trockene, stärkehaltige Lebensmittel helfen vielen Mamas durch die Übelkeit. In den ersten Wochen war mir so übel, dass ich es kaum zehn Minuten am Stück an meinem Schreibtisch aushielt – bis ich Popcorn und Getreidewaffeln probierte. So hat mich das fast konstante Knuspern gut durch den Tag gebracht und so manche Übelkeitsattacke abgewehrt. Auch, wenn sie keine Nährstoffbomben sind, haben Mais (oder Dinkel-)waffeln kaum Kalorien, füllen den Magen und sind herrlich geschmacksneutral. Mit einer Portion Nussbutter oder Hummus gehen sie sogar als Mahlzeitenersatz durch, bis es dir wieder besser geht. Mein absoluter Favorit sind die Biozentrale Maiswaffeln, hier im günstigen 12er Pack erhältlich über Amazon*

Tipp 6: Ingwer

Frisch aufgebrühter Ingwer beruhigt den Magen und regt gleichzeitig deinen Stoffwechsel an: Eine super Mischung gegen Übelkeit, die mittlerweile wissenschaftlich belegt ist. Mit Honig bekämpfst du gleichzeitig einen niedrigen Blutzucker, der oft einer der Gründe ist, warum Schwangeren schlecht wird. Auch kandierter Ingwer oder abgestandenes Gingerale sind toll für zwischendurch. Achte auf eine Marke mit echtem Ingwer, wie dem australischen Klassiker Bundaberg Ginger Brew, hier erhältlich über Amazon*

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Tipp 7: Auszeit nehmen

Manche Mamas können bei Übelkeit kaum stillsitzen, andere wollen am Liebsten nur ins Bett. Wenn das bei dir der Fall ist: Nimm dir die Auszeit, wenn es geht. Einige Mamas planen für die 8. und 9. SSW direkt Urlaub ein, um sich ausruhen zu können. Manchmal reicht aber schon ein Tag zwischendurch, an dem du deine Übelkeit nicht konstant verstecken musst. An sehr schlimmen Tagen heißt es: Ab zum Arzt! Schlimme Übelkeit, wegen der du kaum aus dem Bett kommst, ist definitiv ein Grund, dich krankschreiben zu lassen. Auch, wenn du “nur” schwanger bist, wie Außenstehende gerne bemerken.

Tipp 8: Tief durchatmen!

Tiefes Atmen entspannt, lenkt ab und die extra Portion Sauerstoff stabilisiert deinen Kreislauf. Dabei ist es auch toll gegen Stress und Nervosität. Ayurveda-Experte Shri Balaji També und Gynäkologin Yasmin Khushbu Varandani-Gogia beschreiben in “Glückliche Schwangerschaft – Glückliche Babys” das Prinzip der Tiefenatmung im Vajrasana (Fersensitz): Lege deine Hände locker auf deinen Bauch, atme tief ein und aus und spüre dabei mit den Händen nach, wie sich deine Bauchdecke hebt und senkt. Mir half die Übung auch (leicht abgewandelt) am Schreibtisch oder stehend am Bahnsteig. Für mehr zum Thema Ayurveda in der Schwangerschaft ist “Glückliche Schwangerschaft- Glückliche Babys” hier erhältlich über Amazon*.

Tipp 9: Cool bleiben!

Heißes Essen kann Übelkeit verschlimmern, wahrscheinlich einer der Gründe, warum viele Mamas gerne zu Eiswürfeln, Wassermelone und Gurke greifen. Ein toller Nebeneffekt ist, dass du so deine Flüssigkeitsaufnahme steigerst. Auch sehr hilfreich ist ein kühler Waschlappen auf der Stirn oder im Nacken, denn das Übelkeitsgefühl kann einen ganz schön ins Schwitzen bringen.

Tipp 10: Nase austricksen

Dass einem vom vorbeifahrenden Müllauto schlecht wird, ist ganz normal. Für schwangere Mamas können aber vom Shampoo der Sitznachbarin zur Kaugummisorte des vorbeilaufenden Kindes alles dabei sein. Grund hierfür ist der Anstieg von Östrogen: Das Hormon verstärkt unseren Geruchssinn, und in der Schwangerschaft läuft die Produktion bekanntermaßen auf Hochtouren. Ein toller Trick: Ein kleines Lavendelkissen, ein Fläschchen Vanilleextrakt oder ein Zweig Rosmarin in der Tasche können schnell Abhilfe schaffen, wenn du unterwegs daran schnupperst. Probier einfach aus, was für dich am besten riecht! Ich hatte immer ein kleines Taschentuch mit ein paar Tropfen Lavendelöl in der Tasche. Toll ist das nachhaltige Lavendelöl von NeoOrganic mit Pipette, hier erhältlich über Amazon*.

Tipp 11: Schwangerschaftsvitamine richtig einnehmen

Ein gutes Schwangerschaftsvitamin mit Folsäure ist besonders wichtig, wenn du zeitweise nicht auf eine gesunde Ernährung achten (bzw. diese nicht bei dir behalten) kannst. Deine Frauenärztin wird dich hierzu gerne beraten. Ein guter Tipp ist aber, die Tablette immer mit einer Mahlzeit oder einem Snack einzunehmen, denn sie kann schnell zu Übelkeit führen.

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Schwangerschaftsübelkeit

Letzte Änderung: 19.06.2018
Nächste Aktualisierung von Dr. rer. nat. Geraldine Nagel • Medizinredakteurin Dieser Artikel wurde nachNach höchsten wissenschaftlichen Standards verfasst.

Unsere Inhalte basieren auf fundierten wissenschaftlichen Quellen, die den derzeit anerkannten medizinischen Wissensstand widerspiegeln. Wir arbeiten eng mit medizinischen Experten zusammen.

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Die meisten Schwangeren haben in der Frühschwangerschaft mit Schwangerschaftsübelkeit (umgangssprachlich: Morgenübelkeit) zu tun, nicht selten gefolgt von Erbrechen (Emesis gravidarum). Selten leiden Schwangere über die gesamte Schwangerschaft an Übelkeit und Erbrechen, noch seltener in einem Ausmaß, dass behandelt werden muss.

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Die Übelkeit in der Schwangerschaft wird oft (fälschlicherweise) als Morgenübelkeit bezeichnet. Zwar ist vielen Schwangeren besonders morgens übel – die Schwangerschaftsübelkeit kann sich aber über den gesamten Tag erstrecken.

In einigen Fällen kann die Übelkeit zum Erbrechen führen (Schwangerschaftserbrechen, Emesis gravidarum).

Was ist Schwangerschaftsübelkeit?

Die typische Übelkeit in der Schwangerschaft

  • beschränkt sich auf das erste Schwangerschaftsdrittel und
  • kann zu jeder Tageszeit auftreten.

Dabei fühlen sich die meisten Schwangeren nicht krank. Ihnen ist nur zu festen Zeiten, die sich (fast) täglich wiederholen, übel.

Hausmittel für die Schwangerschaft

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Für viele Schwangerschaftsbeschwerden gibt es hilfreiche Hausmittel, die lindern oder vorbeugend helfen können.

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Morgenübelkeit: kleinere Mahlzeiten, Ruhe, Yoga, Akupunktur, Kleinigkeit nach dem Aufwachen essen

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Sodbrennen: Stillkissen im Rücken, nicht zu scharfes Essen

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Verstopfung/Hämorrhoiden: viel trinken, Bewegung, nicht zu stark Gewürztes, keine blähenden Lebensmittel, Sitzbäder mit Kamille, eincremen mit Melkfett

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Kopfschmerzen: Pfefferminzöl an den Schläfen, frische Luft, Ruhe, Wärmekissen, viel trinken, Massagen

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Harnwegsinfektion: viel trinken, Kräuter- und Früchtetee, stilles Wasser

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Pilzinfektion: wenig Zucker & Weißmehl, eiweißhaltiges Essen, viel Obst & Gemüse

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Harndrang: Beckenbodentraining, nicht weniger trinken

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Rückenschmerzen: Beckenbodentraining, Stillkissen in Seitenlage, Gymnastik, Yoga

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Schwangerschaftsstreifen: Massage mit mildem Öl oder Creme, Zupfmassage, Wechselduschen, Vitamin E (Nüsse, Paprika, Fenchel), Sport

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Pigmentflecken: hoher Sonnenschutzfaktor, möglichst im Schatten aufhalten

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Verstopfte Nase: Meersalzspray, Nasenspülung, inhalieren

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Husten: viel trinken, ätherische Öle (nach Absprache mit Arzt oder Hebamme)

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Krampfadern/Besenreiser: nicht lange sitzen oder stehen, Beine hochlagern, Wechselduschen, Kompressionsstrümpfe, spazieren gehen, viel trinken, schwimmen, Gymnastik

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Juckreiz: viel trinken, fettarmes Essen, milde Seife und Bodylotion, Pfefferminztee, Schafgarbentee

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Wadenkrämpfe: Vollkornprodukte, Milchprodukte, Nüsse, Mandeln

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Schlafstörungen: warmes Bad, warme Milch, frische Luft, Seitenlage mit Stillkissen, Entspannung

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Wassereinlagerungen: Wechselduschen, viel trinken, viel Obst, Beine hochlagern, Akupunktur

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Zahnprobleme: professionelle Zahnreinigung, wenig Süßes und Saures

Nur selten haben Frauen während der gesamten Schwangerschaft mit Übelkeit und Erbrechen zu kämpfen oder leiden unter besonders schwerer, anhaltender Übelkeit mit Erbrechen. Solche Fälle können Ausmaße annehmen, die behandelt werden müssen (übermäßiges Schwangerschaftserbrechen, Hyperemesis gravidarum). Die Schwangere muss dann über die Zeit, die die außerordentliche Übelkeit anhält, im Krankenhaus stationär aufgenommen und wenn nötig über einen Tropf mit Flüssigkeit und Nährstoffen versorgt werden.

Besonders wenn Übelkeit und Erbrechen im letzten Schwangerschaftsdrittel auftauchen, muss die Ursache abgeklärt werden, um eine Gestose ausschließen oder möglichst schnell behandeln zu können.

Woher kommt die „Morgenübelkeit“?

Gerade in der Frühschwangerschaft, also im ersten Trimester, kommt es zu großen Schwankungen im Hormonspiegel der werdenden Mutter.

Besonders die Konzentration des Hormons HCG (humanes Choriongonadotropin)

  • steigt ab der Befruchtung stetig an,
  • fällt um die 9. SSW langsam wieder ab,
  • und stellt sich zwischen der 12. SSW bis 16. SSW auf eine einigermaßen konstante Menge ein.

HCG beeinflusst unter anderem den Verdauungstrakt sowie den Geruchs- und Geschmackssinn.

In dieser Zeit kann es darum zu Übelkeit und Erbrechen kommen, der typischen „Morgenübelkeit“ – die allerdings ihren Namen nicht verdient hat, da sie über den gesamten Tag auftreten kann. Dass viele Schwangere besonders morgens mit Übelkeit zu kämpfen haben, kann daran liegen, dass der Magen nach der Nacht leer und der Blutzuckerspiegel daher besonders niedrig ist. Gemeinsam mit den Hormonschwankungen der ersten Schwangerschaftsmonate kann das zu morgendlicher Schwangerschaftsübelkeit führen.

Möglicherweise können auch

  • bestimmte Mangelerscheinungen aufgrund falscher Ernährung sowie
  • psychische Belastungen

eine Schwangerschaftsübelkeit auslösen oder verstärken.

In der Frühschwangerschaft sind Übelkeit und gelegentliches Erbrechen meist unbedenklich. Auch wenn sie mit einem leichten Gewichtsverlust verbunden sind.

Wenn die Übelkeit zu anderen Tageszeiten auftritt, können auch hierfür Hormonschwankungen verantwortlich sein. Die Schwangerschaftsübelkeit kann durch Stress und Überlastung verstärkt oder auch erst ausgelöst werden. Auch Blutzuckerschwankungen über den Tag können eine Übelkeit in der Schwangerschaft begünstigen, ebenso wie ein Vitamin-B- oder Zinkmangel. Eine gesunde Ernährung in der Schwangerschaft ist daher besonders wichtig.

Außerdem können bestimmte Gerüche, aber auch der Verzehr bestimmter Lebensmittel, die bisher kein Problem darstellten, die Übelkeit plötzlich auslösen.

Häufige Auslöser sind

  • der Geruch von Kaffee oder Zigarettenrauch oder
  • der Verzehr von Brot, aber auch
  • bestimmte Duftöle oder Parfüms.

Schon der Gedanke daran löst in einigen Fällen Übelkeit aus.

Meist um die 16. SSW, spätestens aber bis zur 20. SSW legt sich die normale Schwangerschaftsübelkeit.

Frauen, die Zwillinge erwarten, haben oft mit stärkerer Schwangerschaftsübelkeit zu tun als Frauen, die nur ein Kind bekommen.

Was tun gegen Übelkeit in der Schwangerschaft?

Die typische Übelkeit in der Schwangerschaft sowie damit einhergendes Erbrechen (Emesis gravidarum) müssen nicht mit Medikamenten behandelt werden. Ist der Zustand aber zu belastend, gibt es in Absprache mit dem Frauenarzt Medikamente, die auch für das Baby unbedenklich sind.

Das können Sie selbst tun, um die Übelkeit in den ersten Schwangerschaftsmonaten in den Griff zu bekommen oder ihr in gewissem Rahmen vorzubeugen:

  • Kräutertees, z.B. Pfefferminze oder Ingwer, können die Beschwerden lindern.
  • Viel Ruhe und häufiges Hochlegen der Beine kann stressbedingte Schwangerschaftsübelkeit mindern.
  • Etwas trockenes Gebäck vor dem Aufstehen oder zwischen den Mahlzeiten kann den Blutzuckerspiegel ins Gleichgewicht bringen (z.B. Zwieback, Knäckebrot oder Kekse).
  • Viel trinken ist in der Schwangerschaft ohnehin wichtig – bei häufigem Erbrechen beugt es außerdem einem Flüssigkeitsmangel vor.
  • Wer mehrere kleine, fettarme Mahlzeiten über den Tag verteilt isst, vermeidet Blutzuckerschwankungen und damit wiederkehrende Schwangerschaftsübelkeit.
  • Yoga, Meditation, Fußreflexzonenmassage und Akupressur können in der Schwangerschaft gegen Übelkeit helfen. Entsprechende Angebote finden Schwangere in Hebammenpraxen oder bei ihrem Frauenarzt.
  • Aromatherapie – Duftöle in der Wohnung können für Beruhigung sorgen. Aber Achtung: Bestimmte Düfte können die Übelkeit verstärken. Tasten Sie sich lieber langsam an den richtigen Duft heran.

Aromaöle sind plazentagängig, sie können also auf das ungeborene Kind übertragen werden. Verwenden Sie Duftöle daher nur in Maßen und am besten unter professioneller Anleitung.

Übermäßiges Schwangerschaftserbrechen (Hyperemesis gravidarum)

Meistens verläuft die Schwangerschaftsübelkeit harmlos, belastet die Schwangere nicht übermäßig und klingt spätestens zur 16. Schwangerschaftswoche ab.

Wenden Sie sich aber an Ihren Frauenarzt, wenn

  • Sie sich fortwährend stark übergeben,
  • Ihnen häufig schwindelig wird,
  • Sie einen trockenen Mund und trockene Lippen haben.

Übermäßiges Erbrechen in der Schwangerschaft (sog. Hyperemesis gravidarum) muss medikamentös behandelt werden.

In der Regel wird die Schwangere in einem solchen Fall im Krankenhaus stationär aufgenommen, bis die Phase der extremen Übelkeit und des Erbrechens vorbei ist.

Im Krankenhaus …

  • … bekommt die werdende Mutter Infusionen, um dem Körper Flüssigkeit und Elektrolyte zuzuführen, die er durch das Erbrechen schnell verliert.
  • … werden gegen die Übelkeit sogenannte Antiemetika verabreicht.
  • … bekommt die Schwangere, wenn nötig, Mittel zur Beruhigung (Sedativa), da dieser Ausnahmezustand in der Schwangerschaft eine große psychische Belastung darstellen kann.

Sind psychosomatische Probleme Ursache für die Übelkeit und das Erbrechen in der Schwangerschaft, kann eine begleitende Psychotherapie hilfreich sein.

Wird übermäßiges Erbrechen in der Schwangerschaft nicht behandelt, verliert der Körper immer mehr Flüssigkeit, Elektrolyte und Nährstoffe. Das führt mit der Zeit zu einem Mangel an

  • Magnesium,
  • Zink,
  • Folsäure,
  • Vitamin B und
  • Flüssigkeit (Dehydratation).

Das wiederum verstärkt die Übelkeit, es bildet sich ein Teufelskreis, der weder Mutter noch Kind gut tut.

Quellen

Onmeda-Lesetipps:

  • Nutzen Sie das Forum Schwangerschaft und Geburt als Möglichkeit, sich mit anderen auszutauschen und Erfahrungen zu sammeln.

Linktipps:

Quellen:

Emesis gravidarum. Online-Informationen des Pschyrembel: www.pschyrembel.de (Stand: 21.3.2018)

Hyperemesis gravidarum/Emesis gravidarum. Online-Informationen des Pharmakovigilanz- und Beratungszentrums für Embryonaltoxikologie: www.embryotox.de (Stand: 13.11.2017)

Weyerstahl, T., Stauber, M.: Gynäkologie und Geburtshilfe. Thieme, Stuttgart 2013

Höfer, S., Szasz, N.: Hebammen Gesundheitswissen. Gräfe und Unzer, München 2012

Schneider, H., Husslein, P., Schneider, K. T. M.: Die Geburtshilfe. Springer, Berlin-Heidelberg 2011

Letzte inhaltliche Prüfung: 19.06.2018
Letzte Änderung: 19.06.2018

Schwangerschaftssymptome? 16 typische Anzeichen

Frühestens ab dem 7. bis 10. Tag nach dem Eisprung, also der 4. Schwangerschaftswoche (also die 1./2. Woche der bestehenden Schwangerschaft), produziert der Körper das Schwangerschaftshormon HCG – nach der Einnistung. Ab dann können frühestens typische Anzeichen für eine Schwangerschaft auftreten. Besonders Frauen, die ihren Körper sehr gut kennen, spüren in diesen frühen Wochen bereits Anzeichen für eine Schwangerschaft. Ein Schwangerschaftstest ist erst ab dem eigentlichen Ausbleiben der Periode aussagekräftig.

Hier sehen Sie die typischen Anzeichen für eine Schwangerschaft im Überblick:

16 typische Anzeichen für eine Schwangerschaft

Frühe Schwangerschaftsanzeichen in den ersten Wochen

Aus medizinischer Sicht werden die Schwangerschaftsanzeichen in unsichere, wahrscheinliche und sichere Schwangerschaftsanzeichen unterteilt. Die frühen Schwangerschaftsanzeichen in den ersten Wochen zählen alle zu den unsicheren Anzeichen, ab Ausbleiben der Periode kommen wahrscheinliche Anzeichen hinzu. Als sicher werden nur Zeichen gewertet, die vom Kind ausgehen und somit zuletzt feststellbar sind. Einige davon sind:

Unsichere Anzeichen Wahrscheinliche Anzeichen Sichere Anzeichen
Schwindel/ Kreislaufprobleme Ausbleibende Periode Nachweis Fruchtblase mit Embryo
Übelkeit und Erbrechen (v. a. morgens) erhöhte Basaltemperatur über mind. 18 Tage Nachweis der Herzaktion beim Embryo
häufiges Wasserlassen HCG-Nachweis Kindsbewegungen (etwa ab dem 5. Schwangerschaftmonat)
starke Müdigkeit livide (bläuliche) Färbung von

Vagina und inneren Schamlippen

Hören der Herztöne
vergrößerte/spannende Brüste weicher Gebärmutterhals bei gynäkologischer

Untersuchung (Hegar-Zeichen)

Tasten von Körperteilen des Kindes durch die Bauchdecke (ab 5./6. Monat)

Anzeichen sind unterschiedlich stark ausgeprägt

Allerdings können viele Anzeichen auch leicht mit normalen Symptomen der zweiten Zyklushälfte verwechselt werden. Sollten Sie schwanger sein, aber nicht alle Anzeichen bei Ihnen auftreten: Kein Grund zur Sorge! Nicht alle Frauen haben alle Anzeichen. Die Stärke der Anzeichen sagt auch nichts über den Verlauf der Schwangerschaft aus.

Unspezifische Symptome für eine Schwangerschaft

Viele Frauen berichten ähnliche Anzeichen, die jedoch unspezifisch sind und nicht in direktem Zusammenhang mit der Schwangerschaft stehen müssen. Hierzu gehören Sodbrennen, Durchfall (wobei Verstopfung jedoch häufiger vorkommt) und Kopfschmerzen.

Sollte Sie feststellen, dass Sie leider doch nicht schwanger sind, haben wir hier Tipps zum Schwanger werden.

Woran merken Frauen, dass sie schwanger sind? Der Körper liefert einige verräterische Hinweise.

Lustige Wege, die Schwangerschaft bekanntzugeben

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Ausbleiben der Menstruation

Der deutlichste Hinweis für eine Schwangerschaft ist das Ausbleiben der Menstruation. Doch auch hier ist es beispielsweise bei unregelmäßigen Zyklen schwierig zu sagen, ob die Regel wirklich ausbleibt oder einfach nur „spät dran ist“. Außerdem können Faktoren wie Stress und Krankheiten die Menstruation verzögern. Ein selteneres Phänomen bei einer Frühschwangerschaft ist eine leichte Blutung ungefähr neun Tage nach der Einnistung. Diese Blutung ist normalerweise schwächer als die Menstruationsblutung, kann aber als solche irrtümlich verstanden werden. Welche Anzeichen deuten also darauf hin, dass Sie schwanger sind?

  • Wenn man weiß, wann der Eisprung stattfindet, lassen sich die Chancen für eine Befruchtung erhöhen. Die Methoden im Überblick!

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Empfindliche Brüste

Bereits wenige Tage nach der Empfängnis beginnen sich Ihre Brüste zu verändern. Sie vergrößern sich zur Vorbereitung auf das Stillen und sind oft empfindlicher als sonst. Bei Frauen, die bereits Kinder haben, kann diese Veränderung der Brust geringer sein. Die Brustwarze verfärbt sich häufig dunkler.

Übelkeit und Müdigkeit

Übelkeit ist ein häufiges Symptom der Frühschwangerschaft (ca. ab der 5./6. Woche). Diese kann leicht oder auch extrem ausgeprägt sein, nur morgens auftreten oder auch zu jeder anderen Tageszeit. Das variiert stark von Frau zu Frau. Zu Ihrer Beruhigung: Normalerweise verschwindet die Übelkeit spätestens in der 14. bis 16. Schwangerschaftswoche. Besonders am Anfang einer Schwangerschaft sind viele Frauen extrem Müdigkeit und haben ein erhöhtes Schlafbedürfnis. Auch dies pendelt sich etwa in der 14. Schwangerschaftswoche wieder ein und Ihre Energie wird wieder zunehmen!

Häufiges Wasserlassen

Schon zwei bis drei Wochen nach der Empfängnis verstärkt sich der Harndrang und man muss häufiger zur Toilette als sonst. Dies liegt an der wachsenden Gebärmutter, die vorübergehend auf die Blase drückt. Auch dieses Symptom legt sich ungefähr in der 14. Schwangerschaftswoche, nämlich dann, wenn die Gebärmutter sich in den Bauchraum hinein verlagert. Der Anstieg des Hormons Progesteron in der Schwangerschaft stimuliert zusätzlich Ihren Blasenmuskel, sodass Sie das Gefühl haben, zur Toilette zu müssen.

Sex-Tipps zum Schwanger werden

Veränderte Sinne

Besonders Ihr Geruchssinn wird in der Schwangerschaft vermutlich sensibler und es kann sein, dass Sie plötzlich eine Abneigung oder ein starkes Verlangen nach bestimmten Lebensmitteln bekommen. Auch ein metallischer Geschmack im Mund tritt bei Schwangeren gelegentlich auf.

Schwangerschaftstest

Die frei in Drogerien und Apotheken erhältlichen Schwangerschaftstests bestimmen das Schwangerschaftshormon HCG im Urin. Dieses lässt sich ab dem ersten Tag des Ausbleibens der Regel nachweisen. Ein zu früh durchgeführter Test kann falsch negativ sein, da dann die Menge des HCG noch nicht zum Nachweis reicht.

Bei einem positiven Schwangerschaftstest bzw. dem starken Verdacht auf eine Schwangerschaft, sollten Sie Ihren Gynäkologen bzw. Ihre Gynäkologin aufsuchen, der bzw. die dann eine Schwangerschaft mithilfe anderer Methoden wie beispielsweise der Ultraschall-Untersuchung bestätigen kann. Zusätzlich kann bei Unsicherheiten ein Bluttest durchgeführt werden, um den HCG-Spiegel im Blut zu messen.

Schwanger? Hier schnell und einfach Geburtstermin berechnen.

Übelkeit und Erbrechen in der Schwangerschaft

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12 Tipps gegen Übelkeit

Was Sie tun können, wenn Ihnen schlecht ist

Was ist Schwangerschaftsübelkeit und wie häufig kommt sie vor?

Niemand weiß, warum das erste Anzeichen für eine Schwangerschaft häufig darin besteht, dass die werdende Mutter morgens als Erstes unter Übelkeit leidet.
Etwa acht von zehn Schwangeren machen mit Übelkeit Bekanntschaft, etwa die Hälfte von ihnen muss sich übergeben. Anstatt aufzublühen, ist vielen Frauen in den ersten Schwangerschaftsmonaten nur elend zu Mute (Jewell and Young 2003).
Übelkeit in der Frühschwangerschaft ist weit verbreitet, aber bei jeder Frau kann dieser Zustand anders ausgeprägt sein (ACOG 2004). Manchen Frauen ist nur flau im Magen. Anderen verdirbt ein bestimmter Geruch jeden Appetit. Den Frauen, die es am schlimmsten trifft, ist über Tage und Wochen hinweg von morgens bis abends speiübel (Tiran 2004).
Der alte Begriff „Morgenübelkeit“ ist dabei irreführend. Es gibt Frauen, bei denen es morgens tatsächlich schlimmer ist. Die meisten Schwangeren leiden aber auch tagsüber und abends unter Übelkeit (CKS 2005).
Diese Schwangerschaftsübelkeit kann zeitweise leider Ihr Leben beherrschen. Es kann sein, dass Sie nicht mehr arbeiten oder sich um Ihre anderen Kinder kümmern können. Ihre täglichen Aufgaben werden zur Tortur und können von Ihnen nicht mehr bewältigt werden.
Statt sich über Ihre Schwangerschaft freuen zu können, fühlen Sie sich hundeelend und krank – was sich auch auf Ihre Beziehung zu Ihrem Partner, Ihren Freundinnen und der Familie auswirken kann (Tiran 2004).
Frauen mit starker Übelkeit in der Schwangerschaft fühlen sich oft unverstanden. Kein Wunder also, dass dieser Zustand auch zu Depressionen führen kann (Magee et al 2002, CKS 2005).

Warum ist mir den ganzen Tag über schlecht?

Auch wenn das für Sie wie Hohn klingen mag: Schwangerschaftsübelkeit ist ein gutes Zeichen. Es bedeutet, dass Sie einen hohen Spiegel an Schwangerschaftshormonen haben.
Die genauen Gründe für Schwangerschaftsübelkeit sind unbekannt, aber sie wird mit dem Schwangerschaftshormon HCG (Humanes Choriongonadotropin) in Verbindung gebracht. Dieses wird von Ihrem Körper in großen Mengen produziert, bis die Plazenta in SSW 12 bis SSW 14 die Versorgung Ihres Kindes übernehmen kann (ACOG 2004). Auch erhöhtes Östrogen und erhöhte Werte des Schilddrüsenhormons Thyroxin könnten für die Übelkeit mitverantwortlich sein (Asakukra et al 2000).
Wenn Sie hungrig, müde oder gestresst sind, kann die Schwangerschaftsübelkeit schlimmer werden (Jewell and Young 2003). Auch wenn Sie Zwillinge oder mehr Babys erwarten, kann der erhöhte Hormonspiegel Ihre Übelkeit verschlimmern.
Was auch immer der Grund sein mag: Es kann ein ziemlicher Schock sein, wenn man sich durch die Schwangerschaftsübelkeit von einer völlig gesunden Frau plötzlich in ein Häufchen Elend verwandelt.
Niemand weiß, warum einige Frauen ohne Übelkeit durch die Schwangerschaft kommen, andere aber schwer damit geschlagen werden – zu sehen, wie schwangere Freundinnen plötzlich aufblühen, während man selbst am Ende seiner Nerven und seiner Kraft ist, lässt einen die Sache auf alle Fälle sehr ungerecht erscheinen.

Wie lange wird es mir so schlecht gehen?

Es gibt keine zwei Schwangerschaften, die genau gleich verlaufen. Daher ist es schwierig zu sagen, wie lange Ihre Schwangerschaftsübelkeit andauern wird. In den meisten Fällen setzt sie in Schwangerschaftswoche 5 oder 6 ein und bessert sich etwa in Woche 14 (CKS 2005, ACOG 2004).
Manche Frauen müssen bis Woche 16 durchhalten und bei einigen anderen halten Übelkeit und Erbrechen mehr oder weniger bis zur Geburt an. Das ist aber glücklicherweise sehr selten, vor allem, wenn Sie sich früh Hilfe suchen.
Wenn Sie Schmerzen, Fieber oder Kopfschmerzen haben oder die Übelkeit erstmals nach Schwangerschaftswoche 8 auftritt, dann sollten Sie zum Arzt gehen – es könnte sein, dass Sie dann ein anderes Gesundheitsproblem als die Schwangerschaftsübelkeit haben (ACOG 2004).

Schaden Übelkeit und Erbrechen meinem Baby?

Keine Sorge, die Schwangerschaftsübelkeit wird sich nicht auf Ihr Baby auswirken. Wichtig ist dabei nur, dass Sie so viel Essen und Trinken bei sich behalten, dass Sie nicht abnehmen und nicht dehydrieren (Tiran 2004).
Ernähren Sie sich so ausgewogen wie es geht. Wenn Ihnen aber dauerhaft schlecht ist, dann essen Sie, was immer Sie am besten vertragen. Sie können später in der Schwangerschaft Ihren Vitamin- und Mineralienhaushalt im Körper wieder ausgleichen. In Ihrem Körper sind viele Nährstoffe für die Versorgung Ihres Babys gespeichert, dadurch wird es sich gesund entwickeln, auch wenn Sie nicht viel essen.
Trotzdem sollten Sie nicht vergessen, Ihre Vitaminpräparate zu nehmen – vor allem Folsäure ist wichtig, damit sich Wirbelsäule und Nervensystem Ihres Babys gut entwickeln (Locksmith and Duff 1998). Nehmen Sie Ihr Vitaminpräparat zu einer Tageszeit, an der Sie es am wahrscheinlichsten bei sich behalten können.

Was kann im schlimmsten Fall passieren?

Die schlimmste Form der Schwangerschaftsübelkeit ist die Hyperemesis gravidarum (extreme Schwangerschaftsübelkeit). Wenn Sie sich mehrmals am Tag übergeben müssen, nichts essen, trinken oder nichts bei sich behalten können und Gewicht verlieren, dann haben Sie vermutlich Hyperemesis. Im Gegensatz zu normaler Schwangerschaftsübelkeit kann die Hyperemesis sich auf Ihre Gesundheit und die Ihres Babys auswirken. Deshalb sollten Sie in so einem Fall möglichst schnell Rücksprache mit Ihrem Arzt oder Ihrer Hebamme halten, auch weil die Gefahr besteht, dass Sie zu viel Flüssigkeit und Elektrolyte verlieren.
Manches lässt sich daheim behandeln, aber unter Umständen müssen Sie ins Krankenhaus, damit Ihnen intravenös (über die Vene) die notwendigen Flüssigkeiten, Elektrolyte und Glukose zugeführt werden können.

Wo finde ich Hilfe bei Schwangerschaftsübelkeit?

Eine Mischung aus Ernährungsumstellung, Hausmitteln und alternativer Medizin können schnell Besserung bringen.Die meisten Frauen mit Schwangerschaftsübelkeit lernen ziemlich schnell, welche Speisen sie vertragen und welche nicht, und wie oft sie über den Tag verteilt essen müssen, damit sich die Übelkeit in Grenzen hält. Bei einigen Frauen kann auch Akupunktur Linderung bringen.
Lesen Sie weitere Tipps in unserem Artikel “ Schwangerschaftsübelkeit – was dagegen hilft“.
Die Behandlung wird immer schwieriger, je länger Sie damit warten (ACOG 2004). Sie sollten also möglichst bald mit Ihrem Frauenarzt/Ihrer Frauenärztin darüber sprechen, um das Problem zu lösen – zur Not auch mit Medikamenten.
Sprechen Sie mit Ihrem Partner, Ihrer Familie und Ihren Freunden darüber, wie es Ihnen geht und was Sie jetzt brauchen, denn die anderen werden nicht von alleine wissen, wie Sie Ihnen helfen können. Sie müssen sich nicht schuldig fühlen, wenn Sie jemanden um Hilfe beim Kochen, Einkaufen oder Putzen bitten: Sie sind krank! Der Nachteil dabei ist höchstens, dass Sie mehr Menschen von Ihrer Schwangerschaft erzählen müssen, als Ihnen eigentlich lieb ist. Das ist der Preis für die Unterstützung, die Sie dadurch bekommen.
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ACOG 2004. „Nausea and Vomiting of Pregnancy“, ACOG Practice Bulletin 52:803-810.
Asakura H, Watanabe S, Sekiguchi A, Power GG, Araki T. 2000. „Severity of hypermesis gravidarum correlates with serum levels of reverse T3“, Archives of Gynecology and Obstetrics 264(2):57-62.
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