U11 untersuchung was wird gemacht

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U11-Untersuchung

Was wird bei der U11-Untersuchung gemacht?

Die U11-Untersuchung dient vor allem der Feststellung von Schulleistungs- und Verhaltensstörungen sowie Schwierigkeiten im sozialen Umgang. Dazu führt der Kinderarzt mit dem Kind einige Tests durch, die auf Textverständnis und Konzentrationsfähigkeit abzielen. Im Gespräch mit dem Kind und den Eltern versucht er heraufzufinden, wie das Kind mit Stress- und Konfliktsituationen umgeht.

Wie schon bei der U10, sieht er sich auch die Mundhöhle, die Zähne und den Kiefer an. Ein weiterer großer Themenpunkt der U11-Untersuchung ist die Beratung zum Thema Pubertät, Mediennutzung, Suchtkrankheiten, Ernährung und Bewegung. Eltern sollten dem Kinderarzt ruhig ihre Sorgen mitteilen, da er ihnen gegebenenfalls Lösungsansätze aufzeigen kann.

Zwischen dem neunten und siebzehnten Lebensjahr sollte die zweite Dosis der Auffrischimpfung gegen Tetanus, Diphtherie und Keuchhusten sowie die erste Auffrischung gegen Kinderlähmung erfolgen. Auf Wunsch der Eltern führt der Arzt diese gleich bei der U11-Untersuchung durch. Mädchen ab neun Jahren sollten außerdem gegen humane Papillomviren geimpft werden.

Der gemeinsame Ausschuss der Ärzte und Krankenkassen in Deutschland sieht für alle Kinder bestimmte Vorsorgeuntersuchungen vor. Diese beginnen mit der sogenannten U1 schon wenige Stunden nach der Geburt und werden im Kleinkindalter fortgesetzt. Auch für Kinder und Jugendliche werden Vorsorgeuntersuchungen wie die U11 oder die J1 und J2 angesetzt. Zwar gibt es in Deutschland kein Gesetz, das die Einhaltung der Arzttermine sicherstellt. Doch im Interesse der Kinder sind Eltern angehalten, die Untersuchungen durchführen zu lassen.

Wann sollte mein Kind zur U11 Vorsorgeuntersuchung?

Die U11 Untersuchung richtet sich an Kinder zwischen neun und zehn Jahren. In diesem Alter ist die körperliche und geistige Entwicklung bereits so weit fortgeschritten, dass die Pubertät bevorsteht. Vor diesem erneuten Entwicklungsschub werden das Leistungslevel und die körperliche Konstitution der Kleinen untersucht. Für Eltern gilt es also, die eigenen Kinder richtig einzuschätzen und sich zu fragen, ob neun oder zehn Jahre das passende Alter ist.

  1. Leistungsstand
  2. Mögliche Leistungsstörungen sollen frühzeitig erkannt werden. Dieser Teil der Vorsorgeuntersuchung widmet sich in erster Linie der schulischen Laufbahn der Kinder. Bei der Untersuchung werden bestimmte Tests gemacht, die auf das Leseverstehen ausgerichtet sind. Außerdem werden durch Schreib- oder Malaufgaben die motorischen Fähigkeiten überprüft. Anhand der Auswertungen lässt sich feststellen, ob mögliche Probleme vorliegen und eine Behandlung nötig ist.

  3. Medienkonsum
  4. Der Umgang mit Medien ist ebenfalls wichtig bei der U11. Kinder werden hier zu ihrem Umgang mit Computern und Spielekonsolen befragt. Wie oft und wie lange sie TV gucken, können sie ebenfalls angeben. Allerdings soll zugleich getestet werden, ob Kinder die Neuen Medien kennen und die Möglichkeit haben, sie zu nutzen. Durch die Auswertung kann der behandelnde Arzt Eltern wertvolle Tipps geben und Empfehlungen zum Fernseh- und Videospielkonsum aussprechen.

  5. Körperlicher Entwicklungsstand
  6. Auch die körperliche Entwicklung der Kinder wird selbstverständlich genau überprüft. Im Alter von neun bis zehn Jahren muss gerade der Kiefer gut entwickelt sein. Mögliche Zahnfehlstellungen lassen sich gut erkennen. Sollte hier Behandlungsbedarf bestehen, schreibt der Kinderarzt eine Überweisung für den Zahnarzt oder den Kieferorthopäden aus; Eltern können eine Behandlung in Angriff nehmen.

  7. Gewicht und Bewegungsfähigkeit
  8. Im Zusammenhang mit der körperlichen Entwicklung stehen auch das Gewicht und die Bewegungsfähigkeit der Kleinen im Fokus der Untersuchung. Hier überprüft der Arzt, ob Kinder sich möglicherweise nicht genug bewegen und eventuell mehr Sport treiben sollten. Für die Eltern werden gegebenenfalls wiederum Empfehlungen ausgesprochen. Passende Sportarten für übergewichtige Kinder schlägt der Arzt dabei ebenso vor wie Ernährungspläne, durch die Kinder gesunde Nahrungsmittel kennenlernen.

  9. Soziale Entwicklung
  10. Sozialverhalten und Persönlichkeit der Kinder haben sich zum Zeitpunkt der U11 bereits gut entwickelt. Im Kindergarten und in der Schule haben Kinder Freundschaften geschlossen und gelernt, mit Konflikten umzugehen. Ob im Einzelfall vielleicht eine soziale Störung vorliegt, lässt sich bei der Vorsorgeuntersuchung durch Gespräche und Rollenspiele gut erkennen.

  11. Suchtmittel
  12. Der Umgang mit Suchtmitteln ist ein weiterer Punkt der U11. Dieser Punkt wird mit den Kindern in einem Gespräch erörtert. Dabei geht es zuerst darum, ob Kinder Alkohol, Tabletten oder Drogen überhaupt kennen. In einem zweiten Schritt kommt es dann darauf an, wie sie auf die Suchtmittel gestoßen sind. Sie werden gefragt, ob sie diese zu Hause, bei Freunden oder sogar in der Schule schon einmal gesehen haben. Abgezielt wird dabei natürlich auf die körperliche und geistige Unversehrtheit der Kinder und darauf, ob sie in einem kindgerechten Umfeld leben.

  13. Gespräch mit den Eltern
  14. Der letzte Abschnitt der U11 richtet sich an die Eltern. In einem Abschlussgespräch informiert der Arzt über das Ergebnis der U11. Die Eltern werden dabei nicht mit Fehlern konfrontiert oder auf eine schlechte Erziehung aufmerksam gemacht. Stattdessen sollen bei Problemen Lösungen gefunden werden, die dem Wohl des Kindes dienen. Ausschließlich in schwerwiegenden Fällen richten sich die behandelnden Ärzte auch an das Jugendamt. Dies geschieht aber nur, wenn die körperliche und geistige Gesundheit der Kinder ernsthaft in Gefahr ist.

Muss mein Kind zur U11 Vorsorgeuntersuchung?

Für die empfohlenen Vorsorgeuntersuchungen besteht in Deutschland keine gesetzliche Pflicht. Eltern dürfen also frei entscheiden, ob sie mit ihren Kindern an diesen Untersuchungen teilnehmen möchten. Zum Wohle der Kinder sollten Sie diese festen Termine aber unbedingt wahrnehmen. Selbst wenn regelmäßige Besuche beim Kinderarzt absolviert wurden, sind die Vorsorgeuntersuchungen wichtig. Hier gehen die Ärzte ganz gezielt auf die Kinder ein und befassen sich nicht nur mit einer Krankheit oder Symptomen. Das Jugendamt ist zwar gesetzlich verpflichtet, Versäumnissen nachzugehen. Es kann aber niemanden zur Teilnahme an den Untersuchungen zwingen. Gesetzliche Schritte sind lediglich einzuleiten, wenn Anzeichen für eine Verwahrlosung der Kinder bestehen.

Erinnerungen an die U11 und mögliche Kosten

Weiterhin müssen Eltern nicht befürchten, dass eine Vorsorgeuntersuchung vergessen werden könnte. In fast allen Bundesländern werden sie von den zuständigen Krankenkassen angeschrieben und so an die Termine erinnert. Zu den Kosten: Bis zur U9 werden die Vorsorgeuntersuchungen von allen gesetzlichen Krankenkassen in vollem Umfang übernommen. Für die U10 sowie für die U11 und alle nachfolgenden Untersuchungen gibt es individuelle Regelungen. Eltern sollten sich hier bei der Krankenkasse informieren, ob die Kosten getragen werden. Im Zweifelsfall erfahren Sie gleichzeitig, wie teuer die Untersuchung ist.

Check-up für die Dritt- und Viertklässler

Euer Kind ist jetzt in der dritten oder vierten Klasse. Möglicherweise überlegt ihr schon, auf welche weiterführende Schule euer Kind wechseln soll. Gut, wenn ihr in dieser Situation die Gelegenheit nutzt und zur U11 geht. Denn neben dem gesundheitlichen Check geht es bei dieser Vorsorgeuntersuchung – wie schon bei der U10 – um die schulische Entwicklung eures Kindes und darum, Schwierigkeiten wie zum Beispiel eine Lese-Rechtschreib- oder Rechenschwäche und Verhaltensauffälligkeiten wie ADHS zu erkennen.

Zudem untersucht der Kinderarzt sowohl die Bewegungs- als auch Ernährungsgewohnheiten des Kindes. Er fragt nach Stress und Leistungsdruck in der Schule und erklärt eurem Kind, wie es damit umgehen kann. Ferner wird er sich mit ihm über seinen Medienkonsum unterhalten und den Umgang mit Drogen ansprechen. Ein Ziel der U11 ist es, einen verantwortungsvollen Umgang mit den Medien zu fördern und Süchten frühzeitig vorzubeugen. Zu den Präventivmaßnahmen im Rahmen dieser Vorsorgeuntersuchung gehört auch das Gespräch über Sexualität.

U10: Mit 7 bis 8 Jahren

Kinder- und Jugendärzte bzw. Ärztinnen empfehlen für Kinder im Grundschulalter eine zusätzliche Vorsorgeuntersuchung U10.

Die Vorsorgeuntersuchung U10 wird im Alter von 7 bis 8 Jahren durchgeführt. Die U10 soll im Anschluss an die kostenlosen Früherkennungsuntersuchungen U1 bis U9, die in den ersten sechs Lebensjahren vorgesehen sind, die Lücke bis zur J1 schließen, auf die Jugendliche mit 12 bis 14 Jahren Anspruch haben. Die U10 wird nicht von allen Krankenkassen erstattet. Bitte fragen Sie bei Ihrer Kasse nach.

Neben der körperlichen Untersuchung wird bei der U10 die geistige, soziale und emotionale Entwicklung des Kindes überprüft, beispielsweise die Situation in der Schule, die Beziehung zu Eltern und Freunden oder Anzeichen von Ängsten und Depressionen.

Schwerpunkt der U10 ist das Erkennen von Entwicklungsstörungen, die oft erst nach Schuleintritt deutlich werden, um falls erforderlich möglichst frühzeitig entsprechende Therapie- oder Fördermaßnahmen einleiten zu können. Dazu zählen:

  • Lernstörungen, Lese-Rechtschreib-Störungen, Rechenstörungen
  • Störungen der motorischen Entwicklung
  • Verhaltensstörungen, z.B. ADHS (Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Störung).

Außerdem werden Sie zu Themen wie gesunde Ernährung und Bewegung, Unfallverhütung, Erziehungsfragen und einem verantwortungsbewussten Medienkonsum beraten.

Früh­er­ken­nung für Kinder – das passiert bei der U10

Die Untersuchung soll helfen, Schäden oder Gefahren für die Gesundheit des Kindes frühzeitig zu erkennen. Außerdem berät der Arzt das Kind und seine Eltern, wie sie selbst für ein gesundes Leben sorgen können.

Erkennen von Schäden oder Gefahren

Der Arzt untersucht, ob das Kind frei von Störungen wie den folgenden ist:

  • Entwicklungsstörungen, zum Beispiel Lese-Rechtschreib-Schwäche
  • Schulleistungsstörungen
  • Störungen der motorischen Entwicklung
  • Sozialisations- und Verhaltensstörungen, zum Beispiel die Aufmerksamkeitsstörung ADHS
  • Zahn-, Mund-, Kieferanomalien
  • Übermäßiger Medienkonsum

Er überprüft auch den Impfstatus.

Beratung für ein gesundes Leben

Während der U10 spricht der Arzt mit dem Kind auch darüber, ob es sich seelisch wohlfühlt. Je nach Bedarf bespricht er zum Beispiel Schwierigkeiten in der Schule, die Fernseh-, Computer- und Ernährungsgewohnheiten des Kindes oder Themen wie die folgenden:

  • Bewegung und Sport
  • Stress bewältigen
  • Vorbeugen von Allergien
  • Sinnvoll mit Medien umgehen
  • Gesunde Ernährung
  • Schutz der Haut vor UV-Strahlung
  • Unfall- und Gewaltprävention
  • Umgang mit Suchtmitteln in der Familie

U10-Untersuchung: Die elfte Vorsorge­untersuchung um den sechsten Geburtstag

Die U10 ist eine zusätzliche Vorsorgeuntersuchung und keine allgemeine Kassenleistung. Dennoch übernehmen viele Krankenkassen freiwillig die Kosten für die U10.

Die elfte Vorsorgeuntersuchung gehört nicht in den Pflichtkanon der Vorsorgeuntersuchungen. Sie ist aber dennoch wichtig, denn sie schließt, zusammen mit der U11, die große Lücke, die zwischen der letzten U9-Untersuchung mit fünf Jahren und der nächsten J1-Untersuchung mit zwölf Jahren sonst entstehen würde. In der Regel findet die U10 im Alter zwischen sieben und acht Jahren statt.

Das wird bei der U10-Untersuchung gemacht

Euer Kind geht zum Zeitpunkt der U10 bereits in die Grundschule, was viele Veränderungen und tägliche neue Einflüsse und Herausforderungen mit sich bringt. Bei dieser Vorsorgeuntersuchung wird daher der Schwerpunkt auf das Erkennen und, wenn notwendig, die Therapieeinleitung von Entwicklungsstörungen (wie z.B. Lese-Rechtschreib-Rechenstörungen), von motorischen Entwicklungsverzögerungen und eventuell vorhandenen Verhaltensstörungen (z.B. ADHS) gelegt. Viele dieser Entwicklungsproblematiken zeigen sich erst oder besonders deutlich mit dem Schulanfang, bzw. im Schulalltag. Folgende Untersuchungen werden bei der U10 durchgeführt:

Körperliche Untersuchung bei der U10

  • Allgemeiner Gesundheitscheck
  • Untersuchung von Mund, Zähnen und Kiefer
  • Blutdruckmessung
  • Urinuntersuchung

Früherkennung schulischer Leistungsstörungen bei der U10

Durch Gespräche mit eurem Kind und euch, versucht der Kinderarzt oder die Kinderärztin herauszufinden, ob eines der folgenden Defizite vorliegt, die sich meist bereits in den ersten Schuljahren zeigen:

  • Lese-Rechtschreib-Schwäche (Legasthenie)
  • Rechenschwäche (Dyskalkulie)
  • Aufmerksamkeitsdefizit-Syndrom (ADS)

Insbesonder bei den ersten beiden Fällen ist eine Früherkennung sehr wichtig, da diese Schwächen gut behandelbar sind, unbehandelt aber schwerwiegende Auswirkungen auf die schulische Entwicklung eures Kindes nehmen kann.

Der Arzt oder die Ärztin wird euch gemeinsam befragen, ob eine der folgenden Auffälligkeiten vorliegt. Es ist wichtig ehrlich zu antworten, damit gegebenenfalls eine notwendige Therapie eingeleitet werden kann. Falsche Stolz oder übertriebener Schutzreflex kann zu einer Fehldiagnose führen und damit vielleicht sogar eine dringend nötige Therapie verhindern. Also bitte immer ehrlich sein bei den Fragen zu:

  • Probleme beim Schreiben, Lesen oder Rechnen
  • Konzentrationsstörungen
  • Deutliche körperliche Unruhe
  • Erhöhter Bewegungsdrang
  • Sehr impulsives Handeln
  • Motorische Beschwerden (zum Beispiel beim Sport)

Bei Verdacht auf ADS/ADHS zieht der Arzt oder die Ärztin eventuell zusätzlich einen speziellen Fragebogen zur Untersuchung hinzu.

Alle Vorsorgeuntersuchungen

U-Untersuchungen: Alle U-Untersuchungstermine auf einen Blick

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Beratung zu Alltag, Gesundheit und Gefahren

Nicht nur das Verhalten eures Kindes in der Schule spielt eine Rolle, sondern auch seine soziale und emotionale Interaktion in seinem sonstigen Umfeld. Hier kann und soll euer Kind ganz offen über sein Befinden und seine Gefühle sprechen. Manchen Kindern fällt es leichter wenn der Arzt die Gesprächsführung übernimmt, weil sie sich vor ihren Eltern schämen. Andere brauchen gerade jetzt elterlichen Beistand, um ihre Gefühle zu benennen. Ihr kennt euer Kind am besten und könnt euch dementsprechend zurücknehmen oder einbringen.

Das Leben als Grundschüler kann ganz schön aufregend sein und mit der Aufregung gehen meistens auch bestimmte Gefahren einher. Deshalb hat der Kinderarzt oder die Kinderärztin auch noch praktische Tipps für die Bereiche:

  • Sport und Bewegung
  • Mediennutzung
  • Gewaltprävention
  • Stressbewältigung

U10: Fragt den Experten oder die Expertin

Wie bei allen U-Untersuchungen ist auch die U10 eine gute Gelegenheit euren Arzt oder eure Ärztin mit Fragen zu löchern. In der Entwicklung unserer Kind und im alltäglichen Miteinander tauchen immer wieder Situationen oder Fragen auf, auf die wir selbst keine Antwort finden und das Internet uns auch nur bedingt weiterhilft. Euer Kinderarzt oder eure Kinderärztin kann euch hier vielleicht weiterhelfen – fragt ihn oder sie!

Impfstatus checken

Es ist bei der U10, wie bei allen U-Untersuchungen ratsam den Impfpass dabei zu haben und mit dem Arzt oder der Ärztin gemeinsam einen Blick hinein zu werfen, um prüfen, ob alle Impfungen aktuell sind. Wenn nicht, ist schnell ein Impftermin vereinbart.

Impfkalender

Impfkalender: Alle Impftermine für dein Kind

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Kostenübernahme der U10- und U11-Untersuchung

Die beiden U-Untersuchungen U10 und U11 sind keine gesetzliche Kassenleistung. die Kosten dafür werden aber dennoch von vielen Krankenkassen freiwillig übernommen, dazu gehören die AOK, BKK, Barmer GEK, DAK, IKK, Techniker Krankenkasse, actimonda, Hanseatische Krankenkasse (HKK), Knappschaft und Securvita. Fragt am besten aber VOR der Untersuchung noch einmal bei eurer Krankenkasse nach, ob sie die Kosten auch wirklich trägt.

Nach der U10 ist vor der U11

Die nächste U-Untersuchung ist die U11, bei der sich ebenfalls um eine zusätzliche U-Untersuchung handelt. Alle Termine für die U-Untersuchungen findet ihr in unserem U-Untersuchungskalender.

Grundschulcheck: Vorsorgeuntersuchung U10

Vorsorgeuntersuchung nach ersten Erfahrungen in der Grundschule

Es ist sicher ein guter Moment, eine weitere Vorsorgeuntersuchung durchzuführen, wenn das Kind mit sieben bis acht Jahren erste Erfahrung in der Schule gesammelt hat. Für diesen Grundschulcheck U10 tragen dennoch nicht alle Krankenkassen die Kosten.

Beim Grundschulcheck U10 geht es neben rein medizinischen Aspekten auch um soziale Faktoren und mögliche Risiken, über die das Kind aufgeklärt werden soll. Schließlich treten einige Entwicklungsstörungen erst wirklich mit Eintritt in den Schulalltag und damit mit der U10 zum Vorschein.

Die U10 hat einen umfassenden medizinischen Teil: Das Blut und der Urin sowie die Cholesterinwerte des Kindes werden untersucht. Neben der Prüfung des Blutdrucks kann es sein, dass Impfungen empfohlen werden. Auch das Gehör, die Sehkraft und das Farberkennen des Kindes werden geprüft. Außerdem wird überprüft, ob Gewicht und Größe des Kindes im Normbereich liegen. Auch die Entwicklung der Knochenbaus des Kindes wird im Rahmen der U10 untersucht. So soll beispielsweise eine Skoliose möglichst früh erkannt werden und gegebenenfalls behandelt werden. Auch Fehlstellungen der Füße oder der Hüfte kann man so erkennen.

Neben diesen rein medizinischen Werten findet bei der U10 auch ein Gespräch mit dem Kind statt. In diesem Gespräch stellt geht es um das Verhalten des Kindes in seinem sozialen Umfeld. Auch das Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Syndrom (ADHS) ist natürlich ein Thema mit Fragen nach Konzentrationsschwäche, starkem Bewegungsdrang und unüberlegtem, impulsivem Handeln.

Da das Kind zu diesem Zeitpunkt bereits in der Schule Lesen und Rechnen lernen sollte, kann man jetzt auch frühzeitig feststellen, ob in diesem Bereich Schwächen vorliegen. Der Kinderarzt wird die Lese- und Rechtschreibfähigkeiten Deines Kindes genauer betrachten. Schwierigkeiten in diesem Bereich können, müssen aber nicht, auf eine Lese-Rechtschreib-Schwäche (LRS), auch Legasthenie genannt, hindeuten. Das Kind wird im Rahmen der U10 auch über Drogenmissbrauch und andere Gefahren aufgeklärt.

Der Grundschulcheck U10 ist keine gesetzlich vorgeschriebene Krankenkassenleistung. Einige Krankenkassen übernehmen dennoch die Kosten für die U10.
Diese Krankenkassen übernehmen die Kosten für den Grundschulcheck U10:
Kreuzen Sie in der folgenden Tabelle „Grundschulcheck U10“ an und klicken auf „Suche starten“. Sie sehen dann, welche Krankenkassen zahlen.

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Medizinische Vorsorgeuntersuchungen U10 und U11

In der Grundschulzeit stehen in Deutschland zwei möglicheVorsorgeuntersuchungen an: U10 und U11.

Bild: fotolia/medinout.com

Diese beiden Vorsorgeuntersuchungen sind nicht gesetzlich vorgeschrieben, doch sie werden von Kinder- und Jugendärzten empfohlen. Leider sind wie so oft nicht alle Krankenkassen bereit, diese Vorsorgeuntersuchungen zu erstatten. Was ihre Krankenkasse erstattet, erfahren Sie online, oder rufen Sie dort vorher an und fragen nach.
Wenn sich bei Ihrem Kind in der Vorsorgeuntersuchung Auffälligkeiten zeigen, übernimmt die Kasse die weiteren Kosten. Da diese beiden Untersuchungen nicht zur „normalen“ Vorsorge gehören, bekommen Sie ein grünes Checkheft statt des gelben, in dem die Ergebnisse festgehalten werden.

Die U10 – Wenn Ihr Kind sieben oder acht Jahre alt ist, also in den ersten Schuljahren.
Hier untersucht der Kinderarzt, ob Entwicklungsstörungen vorliegen, die im Schulalltag nicht unbedingt offensichtlich sind. Auch die körperliche Entwicklung steht natürlich auf dem Programm.
Gemacht wird ein Seh- und Hörtest, ein EKG, der Blutdruck wird gemessen, der Urin untersucht und der Cholesterinwert im Blut festgestellt.
Bei Bedarf werden die Impfungen gegen Tetanus und Diphterie aufgefrischt. Ein weiteres Augenmerk liegt heute auch auf der Prüfung auf mögliches ADHS, dem Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Syndrom. Und über einen Test der Lese-, Rechtschreib- und Rechenfähigkeiten lassen sich Hinweise auf Legasthenie und Dyskalkulie feststellen, also auf Rechtschreib- und Rechenschwäche.

Die U11 – wird im Alter von neun bis zehn Jahren durchgeführt. Auch dieser Termin ist keine Pflichtuntersuchung, wird aber sehr empfohlen.
Ihr Kinderarzt untersucht Ihr Kind auf mögliche Störungen, was Schulleistungen, Sozialisation und Verhalten angeht. Er schaut auch Zähne, Mund und Kiefer an, um Anomalien festzustellen. Auch wird heutzutage darüber gesprochen, was das richtige Maß an TV, Handy und PC ist.

Darüberhinaus berät Sie der Kinderarzt zu den Themen Ernährung, Bewegung und Stress. Vorsorglich kommen auch Themen wie Drogen und Sexualität zur Sprache. Die Vorsorgeuntersuchungen U10 und U11 finden ja gewissermaßen außerhalb der Reihe der „normalen“ Vorsorgeuntersuchungen statt. Sie sollen die lange zeitliche Lücke zwischen der U9 und der J1 schließen.
Die nächste Vorsorgeuntersuchung J1 wird nämlich erst zwischen dem 12. und 14. Lebensjahr durchgeführt. Dann übernimmt auch die Krankenkasse wieder die Kosten.

Bekommt man ein Kind, stehen erst mal viele Vorsorgeuntersuchungen an. Mit zunehmendem Alter des Kindes werden die Zeitabstände dazwischen aber immer länger. Bei jeder U- und J-Untersuchung prüft der Arzt die altersgerechte Entwicklung Ihres Kindes und führt alle wichtigen Schutzimpfungen durch.

Was übernimmt die Salus BKK?

Die Salus BKK übernimmt als besondere Zusatzleistung nicht nur die Kosten für die gesetzlichen U- und J-Untersuchungen, sondern auch für die ergänzenden Untersuchungen U10, U11 und J2 bei zugelassenen Vertragsärzten im Rahmen des Vertrages Clever für Kids.

Die U-10-Untersuchung
Die U10 ist eine zusätzliche Vorsorgeuntersuchung bei Kindern zwischen 7 und 8 Jahren. Hier wird vom Kinderarzt geprüft, ob Anzeichen einer Lese- oder Rechtschreibschwäche, Rechenstörungen, Störungen der motorischen Entwicklung oder Verhaltensstörungen vorliegen.
Die U-11-Untersuchung
Hauptschwerpunkte der U11 sind das Erkennen und die Behandlungseinleitung von Schulleistungsstörungen, Sozialisations- und Verhaltensstörungen, Zahn-, Mund- und Kieferanomalien sowie gesundheitsschädigendem Medienverhalten.

Die J-2-Untersuchung

Für Jugendliche empfiehlt sich mit 16 Jahren die J2 Untersuchung. Auf dem Programm stehen dabei das Erkennen und die Behandlungseinleitung von Pubertäts- und Sexualitätsstörungen, Haltungsstörungen, Kropfbildung sowie Diabetes-Vorsorge, Sozialisations- und Verhaltensstörungen.

Wie funktioniert die Inanspruchnahme?

Nimmt Ihr Kinderarzt am Programm Clever für Kids teil, werden die Untersuchungen direkt über die Gesundheitskarte abgerechnet. Ist dies nicht der Fall reichen Sie bitte die Orginalrechnung bei uns ein. Wir erstatten Ihnen die Kosten. Gerne prüfen wir auch für Sie, ob Ihr Arzt im Programm eingeschrieben ist.

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