U 7 untersuchung

U7: Wie gut kannst du sprechen?

Wann findet die U7 statt? Die Abstände zwischen den einzelnen Untersuchungen werden jetzt deutlich größer. Zwischen dem letzten U-Termin und diesem liegt immerhin ein Jahr, das heißt also: im 21. bis 24. Monat ist es wieder Zeit für die Vorsorge.

Was passiert bei der U7? Das Baby ist zum Kleinkind herangewachsen. Bei der sogenannten „Zweijahresuntersuchung“ ist neben den allgemeinen Körperfunktionen besonders die kognitive und sprachliche Entwicklung von Interesse. Das Kind sollte nun „Mama“, „Papa“ sowie minderstens zehn weitere Wörter sagen können. Im Fachjargon spricht man von der so genannten „Zehn-Wort-Schwelle“. Die meisten Kinder sind in der Lage, Körperteile wie Arme, Beine, Bauch oder verschiedene Gegenstände zu erkennen und zu benennen. Sie verstehen, wenn man sie zu etwas auffordert – zum Beispiel dazu, in einem Buch bestimmte Dinge zu zeigen. Auch sind sie inzwischen deutlich mobiler: Sie können frei laufen und Treppenstufen bewältigen. Mit Bauklötzchen können die Kinder einen Turm stapeln. Sie drücken ihren eigenen Willen aus, indem sie zum Beispiel den Kopf schütteln oder Eltern zu Orten hinziehen, die sie erkunden wollen. Der Arzt testet das Hör- und Sehvermögen und überprüft, dass keine Fehlhaltung oder Fehlbildung an den Beinen oder der Wirbelsäule zu erkennen sind. Außerdem heißt es: Mund ganz weit aufmachen und die (Milch-)Zähne zeigen.

Gut zu wissen: Vielen Eltern sind unsicher, ob und wann sie mit ihrem Kind einen Augenarzt aufsuchen sollten. Jetzt ist ein guter Zeitpunkt, das mit dem Kinderarzt zu besprechen, denn im zweiten bis dritten Lebensjahr kann ein Besuch sinnvoll sein. Die Kostenübernahme sollten Sie gegebenenfalls mit der Krankenkasse vorab klären.

U7 – Untersuchung

Angst- bzw. Schreiuntersuchung

Intern bezeichnen Kinder- und Jugendmediziner die U7 auch als „Angst- bzw. Schreiuntersuchung“, da viele Kinder in dieser Lebensphase stark fremdeln bzw. sich mitten in der ersten Trotzphase befinden. Dies erschwert es dem Kinderarzt beispielsweise, die Sprachentwicklung einzuschätzen. Lässt sich das Eis zwischen Kinderarzt und dem kleinen Patienten nicht brechen, so kann die U7 einfach zu einem späteren Zeitpunkt wiederholt bzw. fortgesetzt werden.

Im Mittelpunkt der U7 stehen die Beurteilung:

  • der körperlichen Entwicklung,
  • der motorischen Fähigkeiten,
  • des Sozialverhaltens und
  • der Sprach- und Hörentwicklung.

Wie heißt denn Dein Teddy?: sprechen, hören und verstehen

Um die Sprach- und Hörentwicklung im Rahmen der U7 umfassend einschätzen zu können, befragt der Kinderarzt einerseits die Eltern hinsichtlich Ihrer Eindrücke. Andererseits führt er mit seinen kleinen Patienten leichte Hörverständnis- und Sprechübungen durch.

Dabei überprüft er, ob das Kind schon:

  • etwa 250 Wörter verstehen und mindestens 20-50 Wörter sprechen kann,
  • sichere Zwei-Wort-Kombinationen verwendet,
  • bekannte Tierbilder benennen kann,
  • Aufforderungen folgt und
  • seinen Vornamen nennen kann.

Ist dies noch nicht der Fall oder Ihr Kind zu schüchtern, um entsprechend zu handeln bzw. zu antworten, muss dies nicht unbedingt auf eine Entwicklungsverzögerung hindeuten. Einige Kinder zeigen beispielsweise erst ihre Sprechfähigkeiten, wenn sie sich ihrer Sache sehr sicher sind. Dieser Zeitpunkt kann auch erst weit nach dem zweiten Geburtstag beginnen.

Turm bauen und Ball spielen

In Verbindung mit den Sprechübungen kontrolliert der Kinderarzt auch die feinmotorischen und grobmotorischen Fähigkeiten Ihres Kindes. So darf es beispielsweise mit beiden Händen Wasser aus einer Flasche ausgießen oder eine vertikale Linie nachmalen. Auch Rückwärtslaufen, aus der Hocke wieder freihändig aufstehen und Fußballspielen stehen je nach Kinderarzt auf dem Plan der U7.

Auch das Sozialverhalten Ihres Kleinen wird erstmals genauer unter die Lupe genommen. Um dies einschätzen zu können, stellt der Kinderarzt zum Beispiel die folgenden Fragen:

  • Wie verhält sich Ihr Kind unterwegs und Zuhause?
  • Wie gestaltet sich der Umgang zu Geschwistern?
  • Wie reagiert ihr Kind auf Haustiere?
  • Hilft Ihr Kind beim An- und Ausziehen?
  • Kann Ihr Kind sich schon selbständig die Hände waschen und trocknen?
  • Mag es Ihr Kind, Fangen zu spielen?

Mit diesen Fragen wird versucht, die Selbständigkeit und Interaktionsfähigkeit Ihres Kindes zu beurteilen.

Bei dem Blick auf die körperliche Entwicklung stehen immer noch die Werte: Körpergröße, Körpergewicht und Kopfumfang im Mittelpunkt. Zwar werden die Messergebnisse weiterhin mit den sogenannten Perzentilkurven (dem Vergleich mit gleichaltrigen Kindern) abgeglichen. Diesem Vergleich kommt allerdings keine größere Bedeutung zu, da sich Kinder ab dem ersten Lebensjahr sehr individuell entwickeln.

Vorerst ein letztes Mal impfen

Sofern Sie sich für die von der STIKO empfohlenen Impfungen entschieden haben, erhält Ihr Kind bei der U7 die Auffrischimpfung gegen Tetanus, Diphtherie, Keuchhusten, Kinderlähmung, Haemophilus influenzae Typ b, Hepatitis B und Pneumokokken. Je nachdem, wann die erste Impfung mit der Lebendimpfstoffkombination gegen Mumps, Masern, Röteln und Windpocken erfolgte, kann die notwendige Wiederholungsimpfung ebenfalls zur U7 gegeben und somit alle empfohlenen Impfungen abgeschlossen werden.

U7-Untersuchung

U7: Was wird gemacht?

Bei der U7-Untersuchung überprüft der Arzt zuerst die Organfunktionen und den Allgemeinzustand des Kindes, es wird gewogen und gemessen. Zusätzlich untersucht er die motorische Entwicklung, zum Beispiel den Gang. Besonderes Augenmerk liegt aber auf der geistigen und sprachlichen Entwicklung des Kleinkindes. In spielerischen Übungen ermittelt er, ob das Kind Zwei-Wort-Sätze bilden und bekannte Gegenstände benennen kann und ob es einfache Aufforderungen versteht. Kinder in diesem Alter sollten etwa zehn Worte sprechen können. Manchmal sind die Kinder allerdings etwas schüchtern beim Arzt, dann müssen die Eltern berichten, was ihr Kind zu Hause schon spricht. Bis zum 23. Lebensmonat steht außerdem die zweite Dosis der Kombi-Impfung gegen Masern, Mumps, Röteln und Varizellen an. Kinderärzte empfehlen auch die Impfung gegen Meningokokken zwischen dem 11. und 23. Lebensmonat.

U7a: Was wird gemacht?

Nach der allgemeinen Untersuchung untersucht der Kinderarzt auch die Geschlechtsorgane des Kindes. Auch ein Hör- und Sehtest erfolgen bei der U7a. Anforderungen an die sprachliche Entwicklung des Kindes sind zum Beispiel Sätze mit drei bis fünf Wörtern, die Nennung des eigenen Namens und das Verstehen einfacher Aufforderungen wie „Zeig mir deine Mama!“.

U7-Untersuchung – 21. bis 24. Lebensmonat

Kinderuntersuchungsheft

Die Ärztin oder der Arzt achtet bei der U7 wieder besonders auf Entwicklungsauffälligkeiten. Ihr Kind wird körperlich untersucht. Zum Erkennen von Sehstörungen werden Untersuchungen der Augen durchgeführt. Die Ärztin oder der Arzt prüft, ob Ihr Kind einfache Wörter und Sätze versteht. Sie werden gefragt, wie sich Ihr Kind zum Beispiel beim Spielen, in der Familie oder in einer Gruppe von Kindern verhält. Außerdem interessiert sich Ihre Ärztin oder Ihr Arzt für den Kontakt zwischen Ihnen und Ihrem Kind.

Ihre Ärztin oder Ihr Arzt berät Sie zu den laut Impfkalender empfohlenen Schutzimpfungen. Außerdem spricht die Ärztin oder der Arzt mit Ihnen über Themen wie die Ernährung Ihres Kindes, Maßnahmen zur Unfallverhütung, die Förderung der Sprachentwicklung und die Kariesprophylaxe mittels Fluorid. Sie erhalten von der Ärztin oder dem Arzt Hinweise zur kindlichen Mundhygiene. Zur Abklärung von Auffälligkeiten beim Kieferwachstum, an den Zähnen oder der Mundschleimhaut bei Ihrem Kind werden Sie zur Zahnärztin oder zum Zahnarzt verwiesen.

U7 Untersuchung

Bei der sogenannten „Zweijahresuntersuchung“ ist Dein Kind zwischen 21 und 24 Monaten alt. Die U6 ist schon etwas her, daher fällt die U7 Untersuchung möglicherweise etwas länger aus, um in aller Ruhe alle wichtigen Untersuchungen durchzuführen. Vergiss nicht das gelbe Vorsorgeheft mitzunehmen, in dem alle Ergebnisse der Untersuchung eingetragen werden.

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Was wird bei der U7 Untersuchung untersucht?

Bei der U7 wird ein gründlicher Check-up der körperlichen und geistigen Entwicklungen gemacht. Der Kinderarzt achtet diesmal besonders auf die Fortschritte in der Sprachentwicklung und auf das Sozialverhalten des Kindes. Darüber hinaus erfolgen Standarduntersuchungen, die Du schon aus den anderen Terminen kennst. Auch wenn Dein Kind in einigen Punkten noch nicht so weit ist, brauchst Du Dir keine Sorgen zu machen. Die „Vorgaben“, was Dein Kind zu einem bestimmten Zeitpunkt alles kann, sind nur Richtwerte.

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Umfassender Check-up bei der U7 Untersuchung

  • Größe und Gewicht: Dein Kind wird gemessen und gewogen.
  • Die Atmung: Der Arzt überprüft, ob Dein Kind regelmäßig atmet und horcht die Lungen nach Auffälligkeiten ab.
  • Herz- und Kreislaufsystem: Das kleine Herz sollte circa 70-120 Mal in der Minute schlagen. Auch nach auffälligen Herzgeräuschen wird gesucht.
  • Haut: Der Arzt schaut sich bei der U7 die Beschaffenheit und Farbe der Haut sorgfältig an und überprüft, ob Pigmentstörungen oder entzündliche Hautveränderungen vorliegen.
  • (Geschlechts-)Organe: Der Arzt tastet am Bauch Milz und Leber ab und untersucht auch die Geschlechtsorgane.
  • Skelett-, Muskel- und Nervensystem: Der Kopfumfang wird gemessen. Die große Fontanelle sollte sich inzwischen geschlossen haben, in manchen Fällen kann das aber auch noch einige Monate dauern.

Auch die richtige die richtige Zahnpflege wird immer wichtiger, denn um Kinderzähne vor Karies und Parodontose zu schützen, ist es wichtig, schon früh auf Ernährung und Putztechnik zu achten. Außerdem können Impfungen, die bei der U6 versäumt wurden, problemlos nachgeholt werden.

Sozialverhalten

Um herauszufinden, ob sich Dein Kind altersgemäß entwickelt, fragt Dein Arzt bei der U7 nach seinem Verhalten im Alltag. Dabei geht es nicht nur um das Schlaf- und Essverhalten, sondern interessant ist beispielsweise auch, wie Dein Kind spielt. Typisch ist das Nachahmen von „erwachsenen“ Handlungen, wie Auto fahren oder Kinder (Puppen) pflegen.

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Sprachentwicklung

Um den Stand der Sprachentwicklung festzustellen, wird sich der Kinderarzt bei der U7 zum einen bei Dir nach Fortschritten erkundigen. Zum anderen aber auch Deinem Kind einfache Fragen stellen, um zu sehen, ob es schon antworten und reagieren kann. In der Regel können die Kleinen in diesem Alter mindestens zehn Wörter sprechen und verstehen bereits etwa 250 Begriffe. Viele bauen sogenannte „Zwei-Wort-Sätze“, wie beispielsweise „Papa Auto“, um sich verständlich zu machen.

Check der grob- und feinmotorischen Fähigkeiten bei der U7 Untersuchung

Wie weit sich die grob- und feinmotorischen Fähigkeiten entwickelt haben, stellt der Kinderarzt am leichtesten im Spiel fest. Er achtet bei der U7 darauf, wie Dein Kind läuft, ob es sich sicher bücken und aufstehen kann und schon einige Schritte rückwärts geht.

Wie gut die Feinmotorik ausgebildet ist, zeigt sich in spielerischen Tätigkeiten, wie Klötzchen stapeln oder Murmeln in ein Gefäß füllen. Schon jetzt lässt sich relativ sicher bestimmen, ob Dein Kind Rechts- oder Linkshänder ist.

Wie sich das Verhältnis von Rechts- und Linkshänder in der Gesellschaft verteilt, kann nicht genau gesagt werden, da es gerade bei älteren Generationen viele „umgeschulte Linkshänder“ gibt. Die „Korrektur“ von der linken zur rechten Hand war viele Jahre lang normaler Bestandteil der Kinder- und Schulerziehung und wird inzwischen von zahlreichen Fachleuten als problematisch eingestuft. Unter anderem werden Konzentrationsschwäche, Lernschwierigkeiten und Sprachverzögerung als mögliche Folgen der zwanghaften Umerziehung genannt.

Wenn Dein Kind Linkshänder ist, kannst Du schon frühzeitig für angepasste Gegenstände im Alltag sorgen, wie beispielsweise eine Linkshänder-Schere.

Kleine Erinnerungshilfe zur U7

Du solltest die U7 frühestens im 20. und spätestens bis zum 27. Lebensmonat Deines Kindes wahrnehmen. Ansonsten wird sie Dir als sogenannte iGel-Leistung (individuelle Gesundheitsleistung) in Rechnung gestellt.

Da die Pause zwischen U7 und U8 (die erst kurz vor dem vierten Lebensjahr stattfindet) relativ lang ist, erstatten seit 2008 alle Krankenkassen auch die Zwischenuntersuchung U7a. Zu diesem Termin kommst Du, wenn Dein Kind etwa drei Jahre alt ist.

Wir bieten in unserer Praxis die Vorsorge-Untersuchungen für Kinder (sog. „U’s“) ab der U7 an.

  • die U7 sollte dabei im Alter von 21-24 Monaten (also knapp 2 Jahre) stattfinden, nicht später als im 27. Lebensmonat. Ein Schwerpunkt liegt neben der allgemeinen Untersuchung auf der motorischen Entwicklung (Laufen z.B.) und der Sprachentwicklung.
  • die U7a ist vorgesehen für den 34. bis 36. Lebensmonat (also knapp 3 Jahre), sie sollte nicht später als im 38. Lebensmonat erfolgen. Auch hier liegt ein Schwerpunkt auf der weiteren Sprachentwicklung (Sprachverständnis/Hören und aktive Sprache)
  • die U8 im Alter von 46 bis 48 Monaten (also knapp 4 Jahren) legt neben den oben genannten Punkten einen weiteren Schwerpunkt auf eventuelle Verhaltensauffälligkeiten (wie z.B. ausgeprägte nächtliche Durchschlafstörungen, nächtliches Einnässen, Störungen des sozialen Kontaktes) und Störungen der Aussprache (wie z.B. starkes Stottern oder starkes Lispeln). Sie sollte nicht später als im 50. Lebensmonat stattfinden.
  • die U9 als letzte der „offiziellen“ Vorsorge-Untersuchungen sollte im 60. bis 64. Lebensmonat (also kurz nach dem 5. Geburtstag) stattfinden, nicht später als im 66. Lebensmonat. Sie ist eine besonders wichtige Untersuchung, weil hier eventuell schon Aussagen über die Schulfähigkeit getroffen werden können. Neben den oben genannten Punkten wird auch nach der körperlichen Belastbarkeit (ungewöhnlich schnelles Auftreten von Atemnot z.B.) gefragt. Die U9 ist dennoch kein Ersatz für die vorgeschriebene Schuleingangs-Untersuchung.

Wir möchten uns für all diese Untersuchungen gern ausreichend Zeit nehmen und bitten daher um Terminvereinbarung. Bringen Sie zu den Untersuchungen bitte auch immer das gelbe Vorsorgeheft sowie den Impfpass mit. Alle U’s sind gute Zeitpunkte, den Impfschutz zu überprüfen und ggf. zu vervollständigen.

Neben diesen „offiziellen“ Vorsorgeuntersuchungen gibt es noch zwei weitere, die

  • U10 ca. in der ersten bis zweiten Klasse, und die
  • U11 ca. in der dritten bis vierten Klasse

Diese beiden Untersuchungen sind aber noch nicht in den offiziellen Vorsorgekalender aufgenommen, sie werden nicht von allen Krankenkassen erstattet. Bei Interesse speziell an diesen beiden Untersuchungen sollten Sie das vorab mit Ihrer Krankenkasse klären.

Bei Fragen zu diesen Untersuchungen sprechen Sie uns gerne jederzeit an.

U7-Untersuchung: Alle Infos zur siebten Vorsorgeuntersuchung

Die U7-Untersuchung erfolgt in der Regel zwischen dem 21. und 24. Lebensmonat, also ungefähr zum zweiten Geburtstag eures Kindes. Jetzt darf und muss es bei der Vorsorgeuntersuchung richtig aktiv werden.

Bei der siebten Vorsorgeuntersuchung kann und soll euer Kind bei der Untersuchung aktiv werden.

Euer Kind ist jetzt schon ein richtiges Kleinkind mit ganz eigenem Kopf. Je nach Sprachentwicklung kann es schon kleine Diskussionen mit euch führen und das Wort “Nein” habt ihr bestimmt schon des Öfteren gehört. Bei der U7-Untersuchung dreht sich dann auch alles um die körperliche und geistige Entwicklung, denn in den ersten Lebensjahren werden viele Grundsteine für die spätere physische und psychische Gesundheit eures Kindes gelegt.

Das wird bei der U7-Untersuchung untersucht

Bei der siebten Vorsorgeuntersuchung mit knapp zwei Jahren können eigentlich die meisten Kinder schon laufen, wenn nicht, wird euer Kinderarzt oder eure Kinderärztin mit euch gemeinsam schauen, weshalb euer Kind damit noch Probleme hat. Folgende körperliche und geistige Untersuchungen wird euer Kinderarzt vornehmen:

Körperliche Untersuchungen zur U7

  • Messung von Größe, Gewicht und Kopfumfang und Abgleich mit der Perzentilenkurve
  • Augencheck und Sehtest
  • Gehörtest
  • Untersuchung der Geschlechtsorgane
  • Kontrolle der Milchzähne
  • Motorische Fähigkeiten im Spiel testen
  • Kontrolle der körperlichen Entwicklung wie Laufen, Hüpfen, Klettern, Sitzen mit geradem Rücken, etc.

Mentale Untersuchungen zur U7

  • Kontrolle der Sprachentwicklung (mindestens zehn Wörter)
  • Interaktion des Kindes mit verschiedenen Personen
  • Abfrage verschiedener Verhaltensweisen
  • Farben und Formen erkennen

Ernährungsgewohnheiten und Gefahren für Kleinkinder

Euer Kind wird immer agiler und aktiver – dafür braucht es einerseits eine ausgewogene und gesunde Ernährung, um eine optimale Nährstoffversorgung zu gewährleisten und andererseits die besondere Aufmerksamkeit der Eltern, um Unfälle zu vermeiden. Euer Kinderarzt oder eure Kinderärztin wird mit euch bei der siebten Vorsorgeuntersuchung über die Essgewohnheiten eures Kindes sprechen und euch vor typischen Gefahrenquellen in diesem Alter warnen.

Fragen zu Alltag und Sozialverhalten

Zur Untersuchung wird eure ÄrztIn euch auch verschiedene Fragen stellen: Hat euer Kind Probleme beim Stuhlgang oder Wasserlassen, wie verhält es sich in Trennungssituationen und im sozialen Umfeld? Aus den Antworten lassen sich gesundheitliche Auffälligkeiten und die Beziehung zu euch und zur Umwelt abschätzen.

Alle Impfungen auf dem neuesten Stand?

Bei der U7 wird eure Arztpraxis auch checken, ob euer Impfpass aktuell ist und gegebenenfalls gleich einen neuen Impftermin vereinbaren (sofern eure Praxis nicht direkt bei der Vorsorgeuntersuchung impft, das macht jeder Arzt etwas anders).

Die nächste U-Untersuchung ist die U7a, die dann in einem Jahr ansteht. Alles Termine für die U-Untersuchungen findet ihr in unserem U-Untersuchungskalender.

Vorsorgeuntersuchung U7

Die U7 bereitet manchmal Probleme, da viele Kinder in diesem Alter oft wenig kooperativ sind. Kinderärzte wissen damit jedoch umzugehen und für die Eltern ist die U7 meist erfreulich, weil sie sehen können, was ihr Kind bereits alles kann.

Fein- und Grobmotorik bei der U7

Die motorischen Fähigkeiten des Kindes werden beim Spielen beobachtet. Zudem kann der Arzt sie durch kleine Aufgaben überprüfen. Folgendes sollte ein Kind in diesem Alter beherrschen:

  • Das Kind sollte mit jeder Hand einen Turm aus vier bis acht Klötzchen bauen können.
  • Es kann mit einer Flasche, die mit beiden Händen festgehalten wird, Wasser ausgießen.
  • Das Kind kann eine vertikale Linie nachzeichnen.
  • Die Bewegungsabläufe sind insgesamt nicht mehr abgehackt, sondern fließend.
  • Das Kind kann einen Ball mit beiden Füßen schießen, ohne sich dabei abzustützen.
  • Es wirft beidseitig einen Ball.
  • Es kann ein paar Schritte rückwärts laufen.
  • Das Kind kann hockend spielen und, ohne sich abzustützen, wieder aufstehen.
  • Das Kind kann beim Laufen Hindernissen sicher ausweichen.

Sprach- und Hörvermögen bei der U7

Um das Sprach- und Hörvermögen des Kindes einschätzen zu können, werden die Eltern befragt und verschiedene Tests durchgeführt. Auskunft geben dabei Fragen wie: „Wo sind deine Ohren?“. Folgendes sollte ein Kind am Ende des zweiten Lebensjahrs können:

  • Das Kind sollte mindestens zehn Wörter sprechen und circa 250 Wörter verstehen können.
  • Es sollte so genannte Zwei-Wort-Sätze bilden können.
  • Das Kind sollte Zeichnungen von Menschen und Tieren sicher benennen können.
  • Es sollte zwei von drei Aufforderungen verstehen und ausführen können.
  • Das Kind sollte die Mehrzahl verwenden und seinen eigenen Vornamen kennen.

Zusätzlich wird das Sozialverhalten des Kindes beurteilt. Dabei werden hauptsächlich die Selbstständigkeit und die Interaktionsfähigkeit eingeschätzt. Auch hierzu befragt der Arzt die Eltern bezüglich Verhalten, Geschwistern, Haustieren, Anziehen, Hände waschen und einfachen Spielen, wie beispielsweise Nachlaufen. Falls es Probleme beim Essen und Trinken oder Durchschlafen gibt, berät der Arzt die Eltern.

Außerdem überprüft er bei der U7, ob bisher alle Impfungen gemacht wurden. In der Regel ist zu diesem Zeitpunkt die Auffrischungsimpfung gegen Masern, Mumps, Röteln und Windpocken notwendig.

U7: Im 21. bis 24. Lebensmonat

Wenn der zweite Geburtstag Ihres Kindes näher rückt, liegt die letzte Vorsorgeuntersuchung schon fast ein Jahr zurück. Um so wichtiger ist nun die Früherkennungsuntersuchung U7, bei der Ihr Kinderarzt oder Ihre Kinderärztin erneut überprüft, ob sich Ihr Kind altersgerecht entwickelt.

©Picture-Factory – Fotolia.com

Die Früherkennungsuntersuchung U7 wird im 21. bis 24. Lebensmonat (frühestens im 20. und spätestens im 27. Lebensmonat) durchgeführt.

  • Ihr Kind wird gründlich körperlich untersucht. Dabei wird unter anderem das Sehvermögen getestet. Außerdem wird die grob- und feinmotorische Entwicklung beurteilt.
  • Ein weiterer Schwerpunkt der U7 ist die Beurteilung der kognitiven und der sprachlichen Entwicklung. Der Wortschatz wächst jetzt schnell. Einfache Aufforderungen werden verstanden, das Kind kann auf benannte Körperteile und im Bilderbuch auf bekannte Gegenstände zeigen und ausdrücken, wenn es etwas nicht möchte.
  • Auch das Verhalten beim Spielen wird besprochen, beispielsweise ob sich das Kind für etwa 15 Minuten allein beschäftigen kann und Interesse an anderen Kindern zeigt.

Der Kinderarzt oder die Kinderärztin wird Sie bei der U7 zu Themen wie Ernährung, Bewegung, Förderung der Sprachentwicklung und Zahngesundheit beraten. Zudem haben Sie Gelegenheit, ärztlichen Rat einzuholen, wenn Sie etwas in der Entwicklung oder dem Verhalten Ihres Kindes beunruhigt.

Darüber hinaus wird der Impfstatus Ihres Kindes überprüft und gemäß dem Impfkalender noch austehende Schutzimpfungen können durchgeführt werden. Bitte bringen Sie zusätzlich zum Kinderuntersuchungsheft, dem „Gelben Heft“, daher auch den Impfpass Ihres Kindes zum Vorsorgetermin mit.

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