Trotz kupferspirale schwanger

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Schwanger trotz Spirale

Schwanger trotz Spirale: Selten, aber möglich

Dass eine Frau schwanger trotz Spirale wird, kommt nur selten vor, ist das Intrauterinpessar (IUP) doch eine sehr sichere Verhütungsmethode:

Der Pearl-Index der Kupferspirale beträgt zwischen 0,3 und 0,8 (Quelle: Pro Familia), das heißt: Wenn 1000 Frauen ein Jahr lang mit der Kupferspirale verhüten, werden statistisch gesehen nur drei bis acht trotzdem schwanger.

Normalerweise verhindern die kontinuierlich abgegebenen Kupferionen eine Schwangerschaft: Sie wirken direkt hemmend auf die Spermien, die Eierstöcke und die Blastozyste (das ist das Stadium, in dem sich ein befruchtetes Ei befindet, wenn es über den Eileiter in die Gebärmutter gewandert ist und dort am vierten Tag nach der Befruchtung ankommt). Nur selten versagt dieser Empfängnisschutz.

Noch sicherer ist die Hormonspirale, die kontinuierlich Gestagen abgibt: Das künstliche Sexualhormon verändert die Schleimhaut der Gebärmutter – der Schleim im Gebärmutterhals wird dicker und dadurch für Spermien undurchlässiger. Der Aufbau der Gebärmutterschleimhaut wird zudem durch das Hormon so verändert, dass eine eventuell befruchtete Eizelle sich nicht darin einnisten kann. Außerdem wirkt das Gestagen lokal antiöstrogen und verhindert die Teilung einer eventuell befruchteten Eizelle. Das macht es sehr unwahrscheinlich, dass eine Frau dennoch schwanger wird – der Pearl-Index der Hormonspirale beträgt nur 0,16 (Quelle: Pro Familia).

Schwanger trotz Spirale bei zu langer Liegedauer

Die Kupferspirale kann – je nach Modell – drei bis zehn Jahre in der Gebärmutter verbleiben. Belässt man sie länger dort, werden nicht wenige Frauen schwanger trotz Spirale – der Vorrat an Kupferionen ist nach dieser Zeit nämlich aufgebraucht.

Die Hormonspirale kann – je nach Modell – drei bis fünf Jahre in der Gebärmutter bleiben.

Schwanger trotz Spirale bei Verlust oder Verrutschen

Wenn Sie den Faden, der am unteren Ende der Spirale befestigt ist und zirka drei Zentimeter in die Scheide hineinragt, nicht mehr tasten können, wurde die Spirale möglicherweise unbemerkt bei einer Menstruation ausgestoßen. Das passiert am ehesten in den ersten Monaten nach dem Einsetzen der Spirale, und zwar bei 0,5 bis 10 Prozent aller Frauen (besonders jungen Frauen). Wenn die Spirale nach einer Geburt eingelegt wurde, geht sie sogar in 12 bis 31 Prozent der Fälle unbemerkt „verloren“.

Die Spirale kann auch innerhalb der Gebärmutter „verrutscht“ sein. Dann muss der Frauenarzt sie mithilfe einer Ultraschalluntersuchung aufspüren. Zudem muss er abklären, ob die betroffene Frau als Folge der verrutschten Spirale schwanger ist.

Schwanger trotz Spirale: „Ich musste mein Baby gehen lassen“

Viele Mamas, die nicht mit der Pille verhüten möchten oder dürfen, lassen sich eine Spirale in die Gebärmutter einsetzen. Sie muss erst nach mehreren Jahren getauscht werden, und man muss nicht mehr täglich an die Verhütung denken. Generell ist die Spirale ein sehr sicheres Verhütungsmittel, aber manchmal passiert es eben doch, dass eine Frau trotz Spirale schwanger wird.

2 Schwestern – beide schwanger trotz Spirale

So wie bei Franzi aus unserer Community – und unglaublicherweise fast zeitgleich auch bei ihrer großen Schwester. Leider haben beide Geschichten ein trauriges Ende, denn bei beiden Schwangerschaften gab es Komplikationen, und sowohl Franzi als auch ihre Schwester mussten ihre Babys gehen lassen.

Franzis bewegende Worte an ihr Sternenkind lest ihr hier:

„Viel zu schnell hast du uns verlassen, konntest weder Mama noch Papa sehen oder richtig spüren, bevor du deine kleinen Flügelchen bekommen hast.

Am 15.06.2019 haben wir zum ersten Mal erfahren, dass es dich gibt. Zu dem Zeitpunkt waren Mama und Papa gerade mal 19 Jahre alt, aber die Vorfreude ließ nicht lange auf sich warten, und sie war riesengroß.

Da du dich trotz Kupferspirale durchgesetzt hattest, gab es schon ab der 10. SSW einige Komplikationen und Krankenhausbesuche, aber dir ging es immer bestens! Du hast dich zeitgerecht entwickelt, hast bei jedem Ultraschall herumgezappelt, und dein Herzchen schlug jedes Mal gemeinsam mit unseren beiden.

Mein Sternlein, dein kleines Herzchen schlug bis zum Schluss. Bis zum 02.08.2019.
Es war die schlimmste Nacht meines Lebens. Höllische Schmerzen, unendlicher Blutverlust, Spritzen, Infusionen und jede Menge Angst und Tränen. Nichts hat geholfen.

Irgendwann zwischen 5 und 7 Uhr hast du dich dann entschieden, über die Sternenbrücke zu gehen. Du tapferer kleiner Engel. Mamas Bauch ist nun so leer ohne dich und wir vermissen dich schrecklich. Aber trotzdem bleibst du unvergessen und wirst unendlich geliebt.“

Franzis Erinnerungen an ihr Sternenkind
Foto: privat

25 Tipps, wie dein Kind besser schläft (kostenloser Download)

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Auch meine Schwester wurde schwanger trotz Spirale

Als ich diesen Text geschrieben habe, habe ich noch nicht geahnt, dass gut eine Woche später dasselbe noch einmal passieren sollte. Ich bin fast gleichzeitig mit meiner großen Schwester schwanger geworden. Sie war nur gut anderthalb Wochen weiter als ich. Und auch bei ihr ist das Kind trotz Spirale entstanden.

Auch sie musste häufiger ins Krankenhaus, zweimal lagen wir sogar zusammen im gleichen Zimmer. Es war wie verhext. Die Wahrscheinlichkeit, mit einer Spirale schwanger zu werden, beträgt 2 zu 1.000. Tja, die Zwei waren dann wohl wir.

Im Moment liegt auch meine Schwester im Krankenhaus

Denn auch ihr Baby möchte leider nicht bleiben. Seit gut 24 Stunden muss auch sie darauf warten, dass ihr Engelchen seine kleinen Flügel bekommt und losfliegt. Wir alle hoffen auf ein Wunder – oder dass meine Schwester zumindest bald alles hinter sich bringen kann.

Es ist unendlich traurig, dass so eine kleine Spirale so viel Schaden anrichten und so viel Schmerz erzeugen kann, obwohl beide Schwangerschaften eigentlich intakt waren.

Ich bin mir sicher, dass alles seinen Grund hatte. Es sind noch so viele Fragen offen. Aber irgendwann werden unsere beiden Sternchen ihren Weg wieder zu uns zurückfinden.

An der Sternenkindwand im Krankenhaus können Eltern eine Erinnerung an ihr Sternchen hinterlassen.
Foto: privat

Eine Wand spendet Sternenmamas Trost

In unserem Krankenhaus gibt es eine Wand für Sternenkinder. Als ich entlassen wurde, hat eine Schwester mich dort hingeführt. Für jedes Sternlein hängt ein kleiner Filzstern an der Wand, in kleine Bücher können die Eltern etwas für ihr Engelchen eintragen.

Mein Freund und ich haben uns ein Filzsternchen ausgesucht und es zusammen mit einem Buch mit in unser Zimmer genommen. Mein Freund hat dann das Geburtsdatum unseres Engels auf den Stern geschrieben, und wir beide haben ihm in dem kleinen Buch eine Nachricht hinterlassen.

Wir konnten den Verlust noch gar nicht realisieren

Dann haben wir beides zur Sternenkindwand gebracht und eine schöne Stelle für unseren Filzstern ausgesucht. Es war gleichzeitig rührend und unglaublich traurig, denn der Abgang war ja erst gestern gewesen, und wir konnten es noch gar nicht richtig realisieren.

Trotzdem finden wir es eine sehr schöne Idee vom Krankenhaus. Wir werden unser Sternlein dort häufiger besuchen. Schauen, ob es noch an seinem Platz hängt und unsere Sätze im Buch lesen. Lächeln. Weinen. Trauern und zurückdenken.

Wir haben noch so viel Fragen

Morgen werden wir auf jeden Fall auch da sein. Und die Ärzte fragen, ob unser Sternlein ein Junge oder ein Mädchen war. Dann hätten wir zumindest schon eine Antwort auf unsere 1.000 Fragen.“

Vielen Dank, liebe Franzi, dass du deine Geschichte mit uns geteilt hast. Wir fühlen mit euch und wünschen euch alles Glück der Welt.

Welche Spiralen gibt es?

Die häufig umgangssprachlich sogenannten Spiralen heißen in der Medizinwelt „Intrauterinpessare“ und werden zur Empfängnisverhütung in die Gebärmutter eingesetzt. Grundsätzlich kann man aufgrund ihrer Wirkungs- und Beschaffungsweise zwischen zwei Sorten unterscheiden: die Hormonspiralen und die Kupfer-, bzw. Kupfer-Gold-Spiralen. Beide Spiralen-Typen ähneln meistens einem etwa 2,5 – 3,5 Zentimeter großen „T“ aus Plastik. Die Kupferspirale ist dazu mit einem feinen Kupferdraht umwickelt. Hormonspiralen enthalten einen kleinen Kunststoffkörper, in dem sich das Gestagen Levonorgestrel befindet, das in die Gebärmutter abgegeben wird.

Etwa so sehen die Spiralen für gewöhnlich aus. Foto: Bigstock

Wie funktioniert die Spirale?

Alle Spiralen-Typen haben gemeinsam, dass sie in die Gebärmutter eingesetzt werden müssen, um einen zuverlässigen Empfängnisschutz zu gewähren. Einmal an Ort und Stelle unterscheiden sich die Spiralen jedoch durch ihre Wirkweise.

Kupferspiralen geben kontinuierlich kleine Mengen Kupfer ab, das die Samenzellen in ihrer Beweglichkeit hemmt. Außerdem stören die Kupferionen den Aufbau der Gebärmutterschleimhaut, weshalb es im Falle einer Befruchtung nicht zu einer Einnistung der Eizelle in der Gebärmutter kommt. Manchen Kupferspiralen ist auch ein kleiner Anteil Gold beigesetzt, der das Risiko für Infektionen senken und für eine längere Haltbarkeit des Kupfers sorgen soll.

Hormonspiralen bewirken aufgrund des kontinuierlich abgegebenen Gestagens Levonorgestrel, dass der Schleim im Gebärmutterhals dickflüssiger wird und bestenfalls verhindert, dass die Spermien überhaupt aufsteigen können. Allerdings wird auch bei ihnen die Gebärmutterschleimhaut daran gehindert sich aufzubauen, sodass sich eine befruchtete Eizelle nicht einnisten kann.

Schwanger trotz Spirale? Wie sicher ist das Verhütungsmittel?

Auch in ihrer Sicherheit unterscheiden sich Kupfer- und Hormonspiralen, jedoch nur minimal. Der sogenannte Pearl-Index gibt einen Anhaltspunkt zur Beurteilung der Sicherheit von Verhütungsmitteln, je niedriger der Wert, desto sicherer ist eine Verhütungsmethode. Im Prinzip besagt der Index, wie groß der Anteil der sexuell aktiven Frauen ist, die, obwohl sie mit einem bestimmten Mittel verhüten, innerhalb eines Jahres schwanger werden. Die Kupferspirale hat beispielsweise einen Pearl-Index von 0,3 – 0,8. Das bedeutet, dass von 1000 Frauen, die mit der Kupferspirale verhüten, drei bis 8 Frauen innerhalb eines Jahres trotzdem schwanger werden. Bei der Hormonspirale beträgt der Pearl Index 0,16, sie gilt damit also als noch ein bisschen sicherer als die Kupferspirale. Einen Überblick über alle gängigen Verhütungsmethoden und ihren Pearl-Index findest du hier.

Wer setzt die Spirale ein?

Egal ob mit Kupfer oder mit Hormonen, alle Spiralen müssen von einem Gynäkologen eingesetzt werden. Der Termin wird in der Regel so gelegt, dass er in die Tage der Menstruation fällt, weil der Gebärmutterhals dann natürlicherweise etwas weicher und leicht geöffnet ist. Das Einsetzen dauert, wenn es zu keinen Komplikationen kommt, in der Regel nicht länger als 10 Minuten. Auch nach einem Schwangerschaftsabbruch oder einer Fehlgeburt kann eine Spirale eingesetzt werden. Im Anschluss kontrolliert der Arzt die richtige Lage mithilfe eines Ultraschalls. Für Frauen, die noch keine Kinder geboren haben, gibt es außerdem besonders kleine Spiralen-Modelle. Der Verhütungsschutz besteht ab dem Tag des Einlegens der Spirale.

So liegt die Spirale in der Gebärmutter. Foto: Bigstock

Was kostet die Spirale und wie lange ist ihre Wirksamkeit?

Eine Kupferspirale kostet in der Regel zwischen 120 und 200 Euro, für einen Zeitraum von meistens drei bis fünf Jahren. In manchen Fällen kann die Spirale jedoch auch bis zu sieben oder zehn Jahren liegen bleiben. Hormonspirale kosten zwischen 250 und 400 Euro und können ebenfalls für einen Anwendungszeitraum von drei bis fünf Jahren eingesetzt werden. Für alle Modelle sind die Beratung, Untersuchung und das Einsetzen in dem Preis inbegriffen.

Wie wird die Spirale wieder entfernt?

Jede Spirale kann jederzeit, spätestens jedoch bei Ablauf ihrer Anwendungszeit wieder entfernt werden. Dies erfordert jedoch ebenfalls einen Termin beim Gynäkologen. Das „Ziehen“ der Spirale dauert für gewöhnlich nur wenige Minuten, da sie, ähnlich einem Tampon, mithilfe ihres Rückholbändchens entfernt wird.

Kann ich meine Spirale ertasten?

Die Rückholbändchen, mithilfe derer der Frauenarzt die Spirale wieder entfernt, schauen in der Regel etwa einen Zentimeter aus dem Muttermund heraus, je nachdem wie kurz sie abgeschnitten worden sind. Das macht es dir möglich, mit einem Finger selbst die Fäden am Muttermund zu ertasten und zu kontrollieren, ob die Spirale noch an Ort und Stelle ist. In seltenen Fällen kann es auch sein, dass der Partner beim Geschlechtsverkehr ein kleines Pieksen oder Kratzen spürt, aber das ist in der Regel kein Grund zur Sorge, so lange du nicht das Gefühl hast, die Fäden reichen nicht weiter als gewöhnlich aus dem Muttermund. Kannst du die Fäden einmal nicht mehr spüren, solltest du sicherheitshalber zusätzlich verhüten und so bald wie möglich eine Kontrolle vom Frauenarzt durchführen lassen.

Was muss ich bei einer Spirale beachten?

Die Spirale, sowohl mit Kupfer als auch mit Hormonen, gilt als eines der sichersten Verhütungsmittel. Einmal eingesetzt, kann man sich die täglichen Gedanken an Verhütung, wie etwa bei der Einnahme der Pille, gänzlich sparen. Aber: Keine Spirale bietet Schutz vor sexuell übertragbaren Krankheiten! Bei häufig wechselnden Partnern oder Unsicherheit, solltest du immer zusätzlich mit einem Kondom verhüten.

Wenn du eine Spirale hast, solltest du außerdem etwa alle 6 Monate die Lage bei einem Frauenarzt kontrollieren lassen. Zwischenzeitlich kannst du selber in regelmäßigen Abständen die Fäden ertasten, um sicher zu gehen, dass die Spirale noch da ist. In manchen Fällen kann die Kupferspirale bei starken Blutungen unbemerkt ausgestoßen werden, deshalb ist es vor allem nach der Periode ratsam, einmal zu kontrollieren, ob man die Fäden noch spüren kann.

Was sind die Vorteile einer Spirale?

Ein großer Vorteil jeder Spirale ist, dass du dir nicht mehr täglich Sorgen um Verhütung machen musst. Liegt die Spirale einmal an richtiger Stelle und du fühlst dich wohl, dann kann sie, je nach Modell, bis zu fünf Jahre in der Gebärmutter bleiben. Anwendungsfehler durch die Frau, wie etwa bei der Pille, sind fast unmöglich. Außerdem kommt es zu keinen Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln oder einem verminderten Schutz durch Durchfall- und Erbrechen.

Ein weiterer Vorteil der Kupferspirale ist außerdem, dass sie eine hohe Sicherheit bietet, aber nicht auf den Hormonhaushalt einwirkt. Bei der Hormonspirale gehen für gewöhnlich Regelbeschwerden und Blutungen zurück, bzw. bleiben ganz aus – für viele ein klarer Vorteil, da man sich außerdem keine Gedanken um Tampons, Binden und co. machen muss.

Bleibt die Spirale für ihre volle Anwendungszeit in der Gebärmutter liegen, ist sie außerdem eine im Vergleich sehr günstige Verhütungsmethode.

Was sind die Nachteile einer Spirale?

Natürlich kommt auch die Spirale nicht ganz ohne Nachteile aus. Besonders bei der Hormonspirale kann es, dadurch dass der Hormonhaushalt der Frau beeinträchtig wird, zu Nebenwirkungen kommen. Ähnlich wie bei der Einnahme der Antibabypille, klagen manche Frauen über Brustspannen, Gewichtszunahme, Kopfschmerzen, Stimmungsveränderungen oder sexuelle Unlust, auch wenn der Hormongehalt der Spirale wesentlich niedriger ist, als der der Pille. Bei der Hormonspirale kann es in den ersten drei bis sechs Monaten zu Zwischen- und Schmierblutungen kommen, auf lange Sicht kann die Menstruation auch ganz ausbleiben. Auch die Bildung kleinerer Zysten gehört zu möglichen Nebenwirkungen der Hormonspirale. In der Regel bilden sie sich jedoch wieder von allein zurück, nur in seltenen Fällen ist ein Eingriff nötig.

Das Einlegen der Spirale kann bei manchen Frauen Schmerzen verursachen, vor allem bei Frauen, die noch kein Kind geboren haben und der Gebärmutterhals nicht geweitet ist. In der Regel klingen die Schmerzen jedoch kurz nach dem Eingriff wieder ab. Auch ist das Infektionsrisiko in den ersten Tagen nach dem Einlegen etwas erhöht.

Bei der Kupferspirale hingegen kann die Menstruation unter Umständen länger, stärker und schmerzhafter sein. Bei stärkeren Blutungen kann die Spirale deshalb unbemerkt ausgestoßen werden, weshalb man am Ende der Periode selber kontrollieren sollte, ob die Rückholfäden noch zu ertasten sind. In seltenen Fällen kann eine Frau trotz Spirale schwanger werden. Da ein hohes Risiko für Infektionen und Komplikationen während der Schwangerschaft besteht, muss die Spirale in der Regel entfernt werden. Dies geht jedoch mit einem hohen Risiko für eine Fehlgeburt einher. Ein Anzeichen für eine Schwangerschaft ist auch trotz Spirale das Ausbleiben der Regel.

Spirale, Pille, Kondome: Wir beantworten alle Fragen zu Verhütungsmitteln

Pille, Kondome, Spirale, Spritze? Welches Verhütungsmittel passt zu mir? Kann ich trotz Spirale schwanger werden? Welche Pille hilft gegen starke Regelschmerzen? Wir beantworten wichtige Fragen zu Verhütungsmitteln.

Pille, Kondome, Spirale, Spritze? Als Frau ein Verhütungsmittel zu wählen, ist alles andere als einfach. Jedes Verhütungsmittel hat individuelle Vorteile und Risiken. Viele der Risiken, wie etwa das einer Thrombose-Erkrankung bei manchen hormonellen Verhütungsmitteln, ist von den Nutzerinnen schwer zu beurteilen.

Wir haben darum ausgewiesene Experten wie Dr. med. Christian Albring, Präsident des Berufsverbandes der Frauenärzte, darum gebeten, die von Frauen meist gestellten Fragen zu Verhütungsmitteln zu beantworten.

Das beliebteste Verhütungsmittel sind übrigens laut den Statistiken der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung die verschiedenen Varianten der „Pille“, also Tabletten, die verhindern, dass ein Eisprung stattfindet (Pillen, die eine Östrogen- und einer Gestagen-Komponente enthalten), oder dass der Gebärmutterhalsschleim durchlässig wird (reine Gestagen-Präparate, die so genannte Minipille).

Nur rund sieben Prozent aller Frauen, so berichtet der Pharmakonzern Bayer, nutzen moderne Langzeitmethoden wie die Spirale. Viele Frauen gehen wohl davon aus, dass so genannte intrauterine Systeme ausschließlich für Frauen geeignet sind, die bereits geboren haben. Tatsächlich kann das Verhütungsschirmchen aber auch bei Frauen, die Probleme bei der korrekten Pilleneinnahme haben und schon Verhütungspannen hatten, eine Alternative sein.

Es gibt drei verschiedene Versionen der Spirale: die Hormonspirale und die Kupfer- oder Goldspirale. Sie unterscheiden sich in ihrer Wirkweise, werden allerdings beide in die Gebärmutter eingesetzt. Beide Varianten sind für die Verhütung über mehrere Jahre hinweg geeignet. Nachfolgend beantworten wir einige der meist gestellten Fragen zur Spirale:

● Ist es möglich, trotz Spirale schwanger zu werden? Gibt es Zahlen dazu, wie viele Frauen trotz Spirale schwanger werden?

Dr. med. Christian Albring: Die Sicherheit der Spirale ist so hoch wie die der Pille. Es werden also von 1000 Frauen, die diese Verhütung ein Jahr lang korrekt verwenden, etwa ein bis zwei schwanger. Die Gebärmutter kann sich allerdings im Laufe der Zeit durch Schleimhautpolypen oder Muskelknoten ( Myome ) verändern, so dass die Spirale nicht mehr richtig liegt. Deshalb sind 3-monatige Kontrollintervalle sinnvoll.

● Was passiert, wenn ich das Baby trotz Spirale behalten möchte?

Dr. Albring: Wenn trotz einer Spirale eine Schwangerschaft eintritt, muss zunächst überprüft werden, ob der Embryo sich korrekt in der Gebärmutter eingenistet hat oder in einem der Eileiter. Wenn es sich um eine Eileiter-Schwangerschaft handelt, so muss der Eileiter entfernt werden, denn die Wand des Eileiters ist sehr dünn und nicht dafür gemacht, dass sich dort eine Schwangerschaft entwickeln kann. Wenn sich der Embryo in der Gebärmutter eingenistet hat, besteht die Gefahr, dass durch die Spirale eine Fehlgeburt ausgelöst wird. Deshalb würde man bei entsprechendem Wunsch vorsichtig die Spirale entfernen, wobei das Risiko einer Fehlgeburt besteht. Ist die Schwangerschaft gesund, kann die Spirale allerdings auch liegen bleiben und wird bei der Geburt mit dem Mutterkuchen und den Eihäuten ausgestossen.

● Woran merkt man, dass die Spirale verrutscht ist bzw. dass sie nicht mehr wirkt?

Dr. Albring: Am besten kann die Frauenärztin oder der Frauenarzt den Sitz bei den regelmäßigen Kontrollen überprüfen. Die Frau selber hat dazu keine Möglichkeit. Deshalb sind engmaschige Kontrollen sehr sinnvoll. Wenn eine Spirale nicht mehr wirkt, merkt man das nur daran, dass eine Schwangerschaft eingetreten ist.

● Was passiert mit der Spirale, wenn ich vergesse, sie nach fünf Jahren entfernen zu lassen?

Dr. Albring: Die Zuverlässigkeit der Verhütung lässt rapide nach, wenn die Spirale keine Hormone mehr abgibt, die die Beweglichkeit der Spermien und das Zusammenfinden von Eizelle und Spermien stören. Das gleiche gilt für die Kupfer- oder Goldspirale, deren Metalle sich ebenfalls ablösen bzw. auflösen können. wobei wir nach entsprechender Aufklärung zu einem möglichst schonenden und nebenwirkungsarmen Präparat greifen.

● Warum gibt es so viele Varianten der Pille und wie finde ich heraus, welche am besten für mich geeignet ist?

Dr. med. Christian Albring: Das Ziel der Pille ist es, einen Eisprung sicher zu verhindern. Dafür wird dem Körper mit einem synthetisch hergestellten Östrogen-Anteil das Vorhandensein hormonproduzierenderEibläschen vorgetäuscht, so dass im Gehirn der Impuls zur Reifung eines neuen Eibläschens ausbleibt. Die alleinige Östrogen-Gabe reicht jedoch nicht aus. Der Schleim im Gebärmutterhals wir durch ein synthetisches Gelbkörperhormon zusätzlich verdickt und damit das Eindringen der Spermien unmöglich gemacht. Außerdem käme es bei einer alleinigen Östrogengabe ohne Gestagen zu einem stärkeren Wachstum der Schleimhaut in der Gebärmutter mit häufigen Schmierblutungen und starken Blutungen, wenn die Pille in der Pillenpause abgesetzt wird. Die Gestagene sollen das verhindern.

In der Pille werden in der Mehrzahl keine natürlichen Hormone verwendet, weil sie keinen zuverlässigen Schutz vor einer Schwangerschaft bieten würden, sondern pharmakologisch veränderte Moleküle. Hierbei gibt es unterschiedliche Möglichkeiten. Es gibt derzeit 2 unterschiedliche Östrogen-Varianten und etwa 10 unterschiedliche Gestagen-Varianten, und es gibt auch die Möglichkeit, den Östrogen-Anteil ganz wegzulassen und nur einen Gestagen-Anteil zu verwenden. Jedes dieser Östrogene und Gestagene hat ein leicht unterschiedliches Wirkprofil.

Manche Gestagene können ein Gegengewicht bilden, wenn eine Frau zu viele männliche Hormone bildet und deswegen unter Akne und Haarausfall leidet. Andere Gestagene hemmen sehr stark das Wachstum der Schleimhaut in der Gebärmutter, werden deshalb bei starken und stark schmerzhaften Menstruationsblutungen eingesetzt. Die unterschiedlichen Gestagene führen auch zu unterschiedlichen Nebenwirkungen. Manche verursachen eher Kopfschmerzen, Depressivität , Brustspannen, Müdigkeit, Gewichtszunahme oder Zwischenblutungen als andere. Welches Präparat am besten geeignet ist, ergibt sich individuell im direkten Gespräch mit der Frauenärztin oder dem Frauenarzt.

● Zu welchem Tageszeitpunkt sollte ich die Pille am besten nehmen?

Dr. Albring: Zu einem Zeitpunkt, an dem jeden Tag und auch am Wochenende zuverlässig sichergestellt ist, dass die Pille zuverlässig durchgehend und täglich eingenommen wird. Ob das morgens, mittags oder abends ist, spielt keine Rolle.

● Die Pille verstärkt in Kombination mit Risikofaktoren wie Übergewicht und Rauchen das Risiko der Entwicklung von lebensgefährlichen Thrombosen – was tun die Wissenschaftler bei Bayer dafür, diese Wirkung abzustellen?
Bayer Vital GmbH: Wir arbeiten an keinen neuen oralen Verhütungspräparaten, die diese seltenen möglichen Nebenwirkungen ausschließen. Wir entwickeln alerdings weitere Langzeit-Verhütungspräparate, die nur sehr geringe Mengen von Levonorgestrel täglich abgeben und kein Ethinylestradiol enthalten, das ja von vielen Wissenschaftler als hauptverantwortlich für das Thromboserisiko gesehen wird.

● Welche Verhütungsmittel können Frauen nach einer Thrombose ohne das Risiko einer erneuten Thrombose verwenden?

Dr. Albring: In einem solchen Fall empfiehlt sich eine Verhütung ohne Östrogene, also entweder die Minipille, die jeden Tag auf die Stunde genau zur gleichen Zeit genommen werden muss, oder eine Spirale.

● Wie oft nehmen Frauen in Deutschland die „Pille danach“?

Bayer Vital GmbH: Laut einer Umfrage von Kantar Health aus dem Jahr 2014 musste bereits jede fünfte Frau zur „Pille danach“ greifen, um eine Schwangerschaft zu verhindern. Die Pille wird wohl häufig vergessen: 44 Prozent der befragten Frauen gaben an, sie in den letzten drei Monaten mindestens einmal vergessen zu haben.

● Mit welchem Verhütungsmittel werde ich am besten starke Regelblutungen los?

Dr. Albring: Es gibt einige Pillen, die speziell bei sehr starken und schmerzhaften Regelblutungen eingesetzt werden können. Ansonsten wird die Regel bei Verwendung der Hormonspirale oft schwächer, bei Verwendung von Kupferspirale und -kette häufig stärker.

● Wenn junge Mädchen erstmals zum Frauenarzt gehen, wird ihnen als erstes Verhütungsmittel meistens die Pille verschrieben. Gibt es sichere Alternativen der Verhütung in diesem Alter?

Dr. Albring: Frauenärzte haben in dieser Situation leider wenig Auswahl. Eine Spirale wird von jungen Mädchen meist nicht gewünscht. Außerdem nimmt nur die Pille Einfluss auf die in diesem Alter oft vorhandenen hormonellen Störungen. Für einen Hormonring– der auch von den Kassen nicht bezahlt wird – fehlt den jungen Mädchen häufig die Erfahrung und die Selbstsicherheit, ebenso für das Diaphragma. Kondome werden von Jugendlichen heute als Schutz vor Infektionen sehr regelmäßig verwendet, aber sie haben nicht die Zuverlässigkeit, die wir uns wünschen würden. Also bleibt derzeit nur die Pille übrig,

● Welches Verhütungsmittel empfehlen Sie für die Zeit nach der Geburt?

Dr. Albring: Solange die Frau Schmerzen in der Vagina, in ihrer gesamten Intimregion und im Beckenboden hat und solange der Wochenfluss anhält – und das kann bis zu sechs Wochen dauern – sollte kein Geschlechtsverkehr stattfinden, und wenn doch, dann mit Kondom, um Infektionen zu verhindern. Das gilt nach einer natürlichen Geburt ebenso wie nach einem Kaiserschnitt.

Eine Spirale sollte erst eingesetzt werden, wenn sich die Gebärmutter komplett zurückgebildet hat, was durch die frauenärztliche Untersuchung mit Ultraschall überprüft wird, weil sonst die Gefahr droht, dass die Spirale durch die noch weiche Wand der Gebärmutter hindurchdringt oder verrutscht.

Alle östrogenhaltigen Verhütungsmethoden – also Kombinationspillen, Verhütungsring, und Pflaster – kommen während der Stillzeit nicht in Frage, weil Östrogen den Milchfluss beeinträchtigt und durch die Muttermilch auf das Baby übergeht. Während der Stillzeit und der ersten Monate nach der Geburt kommen deshalb nur Barrieremethoden wie das Kondom und reingestagenhaltige Pillen in Frage.

Weitere hormonelle Verhütungsmittel

● Hat sich der Hormonring als sicheres Verhütungsmittel bewährt?

Dr. Albring: Der Hormonring ist ein zuverlässiges Verhütungsmittel und hat den Vorteil, dass nicht täglich an die Pilleneinnahme gedacht werden muss. Aber manche Frauen haben ein Problem damit, den Ring selbst jeden Monat aus der Vagina herauszunehmen und einen neuen einzusetzen.

● Kann das Hormonstäbchen seine Position im Körper verändern und sozusagen verloren gehen? Sind Bayer entsprechende Fälle bekannt?

Bayer Vital GmbH: In der Literatur werden für ca 1 Prozent der Fälle „schwierige Entfernungen der Implantate“ genannt. Dieser Prozentsatz hängt zum einen sehr stark von der Erfahrung des Arztes ab, welcher den Eingriff vornimmt. Zum anderen ist die korrekte Implantation Voraussetzung für das spätere Wiederauffinden der Implantate. Fraser empfiehlt, dies nur in spezialisierten Zentren vornehmen zu lassen. Es sind Einzelfälle beschrieben, in denen die Implantate nicht wiederzufinden waren. Auch das „Wandern“ der Implantate wird beschrieben, ohne allerdings Inzidenzen dafür anzugeben. Auch hier ist die Wahrscheinlichkeit gering, wenn die Implantation korrekt vorgenommen wurde.

Zum Thema Kondome haben wir mit Durex einen der führenden Hersteller von Kondomen befragt.

● Wird es jemals rutsch- und reißfeste Kondome geben?

Durex: Ein gut sitzendes und richtig angewandtes Kondom ist in der Regel rutsch- und reißfest. Kondome gibt es in verschiedenen Breiten, damit jeder Verwender ein passendes Kondom auswählen kann.

● Wie kann ich als Frau herausfinden, welches Gleitgel am besten für mich geeignet ist?

Durex: „Probieren geht über Studieren“ heißt hier das Motto. Für jedes Bedürfnis gibt es das passende Gel. Und das gilt natürlich nicht nur für die Vorlieben der Frau, sondern auch für die des Partners. Schließlich bringen die Gele noch mehr Spaß für beide Partner! Doppelt Spaß versprechen zum Beispiel Gleitgele, die sowohl für eine sinnliche Massage des Partners verwendet werden können als auch für alles, was danach kommt…

Grundsätzlich gibt es leider noch immer kein Langzeit-Verhütungsmittel für den Mann. Sterilisation oder Kondome verwenden – mehr kann eine Mann ohne Kinderwunsch nicht tun, um eine Schwangerschaft zu verhindern. Doch die Wissenschaft lässt nicht locker und forscht weiter an „der Pille“ für den Mann. In Indonesien wurde kürzlich ein Wirkstoff in Tablettenform entwickelt, der genau das Enzym hemmt, das es den männlichen Spermien ermöglicht zur Eizelle zu schwimmen.

► Die Pille für den Mann kommt!

► Natürliche Verhütung mit den fruchtbaren Tagen

► Pille vergessen: Was tun?

► Verhütung im Urlaub: Verträgt sich die Pille mit hohen Temperaturen?

► Verhütungsmittel: Welches passt zu Ihnen?

Viele weitere Informationen zu allen Verhütungsmitteln gibt es zum Beispiel auf den folgenden Seiten:

Familienplanung.de ist ein Informationsangebot der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) zu vielen wichtigen Themen der Familienplanung: www.familienplanung.de

Das deutsche Pharmaunternehmen Bayer hat es sich ebenfalls zur Aufgabe gemacht, weltweit zu Verhütungsmethoden zu informieren, um Frauen ein selbstbestimmes Leben zu ermöglichen: www.meine-verhuetung.de

Viele aktuelle Informationen zu Verhütungsmethoden gibt es auch bei Pro Familia, der Deutschen Gesellschaft für Familienplanung, Sexualpädagogik und Sexualberatung: www.profamilia.de

Die Hormonspirale

Die Hormonspirale wird in die Gebärmutter eingelegt, um eine Schwangerschaft zu verhindern. Sie gibt beständig ein Hormon ab und ist je nach Modell etwa drei oder fünf Jahre lang wirksam.

Wirkung

Klick vergrößern © BZgA/HN

Die Hormonspirale ähnelt der Kupferspirale, unterscheidet sich aber in ihrer Wirkungsweise. Sie besteht aus einem T-förmigen Kunststoffrahmen, dessen Schaft mit einem kleinen Hormondepot versehen ist. Daraus wird das Hormon Levonorgestrel direkt in die Gebärmutterschleimhaut abgegeben. Das freigesetzte Hormon macht den Schleim im Gebärmutterhals dicker. Dadurch wird er für die Spermien undurchlässiger. Spermien, die dennoch durchkommen, werden zusätzlich in ihrer Beweglichkeit und Befruchtungsfähigkeit gehemmt. Außerdem mindert das Hormon den Aufbau der Gebärmutterschleimhaut, wodurch sich eine eventuell befruchtete Eizelle nicht einnisten kann.

Die Hormonspirale wirkt vor allem lokal. Die Hormonmenge, die in den Körper gelangt, ist viel geringer als bei Kombi-Pillen. Deshalb wird der Eisprung nicht gehemmt. Die Hormonproduktion in den Eierstöcken verändert sich aber.

Anwendung

Die Hormonspirale wird von der Frauenärztin oder dem Frauenarzt in die Gebärmutter eingesetzt. Es stehen verschiedene Hormonspiralen in unterschiedlichen Größen und mit unterschiedlichen Hormondosierungen zur Wahl.

Vor dem Einsetzen der Spirale findet eine gynäkologische Untersuchung zur Beurteilung von Form und Größe der Gebärmutter und zum Ausschluss einer Entzündung statt. Dann wird die Spirale mit Hilfe eines dünnen Röhrchens durch die Scheide in die Gebärmutter eingeführt. Dies geschieht üblicherweise gegen Ende der Menstruation, da dann der Gebärmutterhals am weitesten und das Einlegen weniger zu spüren ist. Außerdem ist das Risiko einer unerkannten Schwangerschaft zu diesem Zeitpunkt am geringsten. Wird die Hormonspirale am ersten bis siebten Zyklustag eingelegt, besteht sofort Verhütungsschutz. Wird sie zu einem späteren Zeitpunkt eingelegt, muss für sieben Tage zusätzlich verhütet werden, zum Beispiel mit einem Kondom.

Manche Frauen empfinden das Einsetzen der Spirale als schmerzhaft. Auf Wunsch kann in diesem Fall ein Schmerzmittel eingenommen oder eine örtliche Betäubung gesetzt werden. Häufig wird auch ein Medikament gegeben, das den Gebärmutterhals leicht öffnet. Das kann das Einlegen erleichtern, verringert aber nicht den damit verbundenen Schmerz. Das Medikament kann außerdem Unterbauchkrämpfe verursachen. Nach dem Einlegen können Beschwerden wie bei Regelschmerzen auftreten, die aber nach einiger Zeit abklingen. Halten sie an, müssen sie ärztlich abgeklärt werden.

Der korrekte Sitz in der Gebärmutter wird per Ultraschall überprüft. Auch danach sind regelmäßige Kontrollen notwendig. Zusätzlich können Sie selbst mit den Fingern überprüfen, ob sich das Rückholfädchen noch ertasten lässt. Mit ihm kann eine Fachkraft die Hormonspirale später wieder ziehen.

Die Wirkungsdauer der Hormonspirale beträgt je nach Modell etwas drei oder fünf Jahre.

Schriftliche Einverständniserklärung

Nicht für jede Frau ist die Hormonspirale geeignet. Ärztinnen und Ärzte sind deshalb verpflichtet, Frauen vor dem Einsetzen der Hormonspirale ausführlich über mögliche Risiken aufzuklären und ihnen die Gebrauchsinformation zu der Hormonspirale auszuhändigen. Vor dem Einsetzen muss die Frau schriftlich bestätigen, dass sie über die Risiken aufgeklärt wurde und mit dem Einlegen der Hormonspirale einverstanden ist.

Sicherheit

Die Versagerrate beträgt bei perfekter und typischer Anwendung 0 bis 0,5 Prozent. Die Sicherheit ist sehr hoch, da Anwendungsfehler keine Rolle spielen.

Vorteile

  • Nach dem Einlegen muss sich die Frau für lange Zeit nicht mehr um die Verhütung kümmern.
  • Bei vielen Frauen werden die Blutungen durch die Hormonspirale kürzer, schwächer und weniger schmerzhaft. Bei bis zur Hälfte der Frauen bleiben sie nach einigen Monaten fast ganz aus, was viele als Vorteil empfinden.
  • Da ausschließlich Gestagen freigesetzt wird, ist die Hormonspirale auch für Frauen mit Östrogen-Unverträglichkeit geeignet.
  • Auch während der Stillzeit bestehen keine Bedenken gegen die Hormonspirale.
  • Das Risiko für Thrombosen, Herzinfarkt oder Schlaganfall ist nicht erhöht.
  • Wegen der geringen Hormondosis kann die Hormonspirale in vielen Fällen angewendet werden, in denen die Pille zu risikoreich ist. Bei schweren Erkrankungen (z. B. Brustkrebs oder schweren Herz-Kreislauf-Erkrankungen) sollten Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt besprechen, ob Sie mit der Hormonspirale verhüten können.

Nachteile

  • Manche Frauen stört es, dass die Blutungen unregelmäßig werden oder ganz ausbleiben.
  • Hormonelle Nebenwirkungen sind zwar sehr viel seltener und geringer als bei anderen Hormonpräparaten, können aber vor allem in den ersten Monaten auftreten. Dazu gehören Kopfschmerzen, ein Spannungsgefühl in den Brüsten, Nervosität, sexuelle Unlust, depressive Verstimmungen und Akne.
  • Möglicherweise ist das Risiko, Brustkrebs zu bekommen, leicht erhöht.
  • Manchmal kann die Spirale selbst Probleme machen. Bei etwa fünf von 100 Frauen verrutscht sie im Laufe der Zeit oder wird ausgestoßen. Trotzdem ist es wichtig, regelmäßig den Sitz von der Ärztin oder dem Arzt kontrollieren zu lassen.
  • Bei etwa einer bis zwei von 1000 Frauen wird bei der Einlage der Hormonspirale die Gebärmutterwand verletzt. Dieses Risiko ist erhöht, wenn die Hormonspirale direkt nach der Geburt eingesetzt wird. Sicherheitshalber sollte sie deshalb frühestens sechs Wochen nach der Geburt eingelegt werden. Auch eine ungewöhnliche Lage der Gebärmutter kann das Risiko einer Verletzung erhöhen.
  • In den ersten Wochen nach der Einlage ist das Risiko für Infektionen in der Gebärmutter und den Eileitern etwas erhöht.
  • Wird eine Frau trotz der Spirale schwanger, handelt es sich häufiger um eine Eileiterschwangerschaft. Deshalb sollte sie bei Verdacht auf eine Schwangerschaft möglichst schnell eine Frauenarztpraxis aufsuchen.

Kosten

Die Hormonspirale kostet zwischen 250 und 400 Euro. Der Preis gilt für Beratung, Untersuchung und Einlegen der Spirale. Die erste Lagekontrolle mit Ultraschall nach dem Einlegen der Spirale ist eine Leistung der gesetzlichen Krankenkassen, weitere Ultraschallkontrollen der Lage müssen in der Regel selbst bezahlt werden. Informationen für eine mögliche Übernahme der Kosten für eine Hormonspirale erhalten Sie im Text „Rezeptpflicht und Kostenübernahme bei Verhütungsmitteln“.

Letzte Aktualisierung dieser Seite: 23.07.2019

Verhütungsmittel Spirale – wie wirkt sie?

Bevor wir auf die Frage eingehen, ob man schwanger trotz Spirale werden kann, schauen wir uns die Spirale selbst an. Wie wirkt sie überhaupt und wie sicher ist die Spirale? Zunächst einmal müssen wir zwischen der Kupferspirale und der Hormonspirale unterscheiden. Beide wirken komplett unterschiedlich, und daher ist die Wahrscheinlichkeit mit einer von beiden schwanger zu werden ebenfalls unterschiedlich.

Wie wirkt die Kupferspirale?

Bei der Kupferspirale handelt es sich um ein hormonfreies, mechanisches Verhütungsmittel, bei der euer Monatszyklus unverändert bleibt. Die Kupferspirale ist ein kleines, t-förmiges Kunststoffstäbchen, welches mit einem Kupferdraht umwickelt ist. Die Kupferspirale wird vom Frauenarzt oder der Frauenärztin direkt in den Muttermund der Gebärmutter eingeführt. Meistens geschieht dies während der letzten Tage eurer Periode, denn dann ist der beste Zeitpunkt, um eine bereits bestehende Schwangerschaft auszuschließen.

In manchen Fällen können Unterleibsschmerzen auftreten, die Menstruationsbeschwerden sehr ähnlich sind. In der Regel klingen sie aber innerhalb von kurzer Zeit wieder ab. Solltet Ihr schmerzempfindlich sein, klärt vorher mit eurem Frauenarzt / eurer Frauenärztin ab, ob man euch vielleicht vorher eine Schmerztablette geben kann.

Der Kupferdraht gibt, über circa 5 Jahre hinweg, in regelmäßigen Abständen kleine Kupfer Ionen an den Körper ab. Diese wirken ähnlich wie ein Spermizid und verhindern ein Einnisten der Spermien in die Eizelle. Nach circa 5 Jahren sollte eine Kupferspirale erneuert werden. Die Menge des abgegebenen Kupfers ist dabei jedoch so gering, dass es keine nachgewiesenen negativen Folgen für euren Körper hat.

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Kupferspirale Sicherheit – wie verlässlich ist sie?

Es gibt die Kupferspirale bereits seit den 70er Jahren, und sie gilt als sehr sicheres Verhütungsmittel.Der Pearl Index und damit die Sicherheit einer Kupferspirale liegt bei 0,9 -3, was bedeutet, dass 0,9 – 3 von insgesamt 100 Frauen, die das Verhütungsmittel für ein Jahr angewendet haben, trotz Spirale schwanger werden. Diese Zahl ist zwar höher als beispielsweise bei der Pille, aber dennoch gering genug, um als sicheres Verhütungsmittel zu gelten.

Etwas im Abstand von 6 Monaten solltet Ihr durch euren Frauenarzt / eure Frauenärztin per Ultraschall prüfen lassen, ob die Spirale verrutscht ist, oder noch da ist, wo sie hingehört. Da sie ein kleines „Rückholfädchen“, ähnlich dem eines Tampons hat, könnt Ihr selbst auch regelmäßig nachschauen ob sich das Fädchen noch ertasten lässt. Allerdings ersetzt das nicht den Besuch beim Frauenarzt.

Vorteile der Kupferspirale

Der Vorteil einer Kupferspirale im Vergleich zu einer Hormonspirale ist, dass Frauen ihren gewohnten Monatszyklus inklusive der Periode wie gewohnt beibehalten. Auch als angenehm empfunden wird von vielen Frauen, dass diese Spirale nur circa alle 5 Jahre erneuert werden muss.

Nachteile der Kupferspirale

Bei einigen Frauen kommt es nach Einsetzen der Kupferspirale zu Beschwerden und Schmerzen. Auch kann sich die Monatsblutung bei einigen verstärken. Manchmal liegt es daran, dass die Spirale verrutscht ist. Daher macht, wenn Ihr diese Symptome bei euch feststellt, bitte einen Termin beim Frauenarzt aus.

Wann darf eine Kupferspirale nicht angewendet werden?

In einigen Fällen ist die Verwendung einer Kupferspirale nicht empfehlenswert. Dazu gehören unter anderem:

Nicht anwenden bei:

  • bereits bestehende Entzündungen im Unterleib
  • eine bereits bestehende Schwangerschaft
  • Erkrankungen der Gebärmutter
  • Allergien gegen Kupfer / Gold oder Silber (bei Verwenden einer Gold- oder Silberspirale)

Kosten der Kupferspirale

Die Kosten für eine Kupferspirale sind von Modell zu Modell verschieden. Als Richtwert kann man sagen, dass sie zwischen circa 100 und 350€ liegen. Die Erstuntersuchung nach Einführen der Kupferspirale werden von der Krankenkasse übernommen.

Schwanger trotz Kupferspirale – Ursachen

Ihr erinnert euch, der Pearl Index der Kuper Spirale liegt bei 0,9 – 3. Also werden circa 0,9 bis 3 von 100 Frauen jährlich schwanger trotz Spirale. Doch wie kann das sein?

  • die Spirale ist verrutscht

Der richtige „Sitz“ der Spirale ist essentiell, denn sie wirkt nicht nur über ihre Kupferionen, sondern auch mechanisch über ihre Form. Sitzt die Spirale nicht dort, wo sie hingehört, dann ist der Verhütungsschutz nicht mehr gewährleistet. Solltet Ihr daher das Gefühl haben, eure Spirale sitzt nicht richtig, muss das per Ultraschall über den Frauenarzt geklärt werden.

  • die Spirale ist verloren gegangen

Zunächst hört es sich etwas komisch an, doch es ist tatsächlich nichts Ungewöhnliches. In Ausnahmefällen kann es sein, dass die Spirale während der Menstruation „abgestoßen“ und zusammen mit der Blutung ausgeschieden wird. Daher ist es empfehlenswert, wenn Ihr nach eurer Blutung einmal kurz selbst überprüft, ob Ihr den Rückholfaden der Kupferspirale noch ertasten könnt. Ist dies nicht der fall, solltet Ihr einen Termin beim Frauenarzt ausmachen, um es durch ihn überprüfen zu lassen.

  • die Spirale hat ihre Lebensdauer überschritten, und hätte bereits gewechselt werden müssen.

Wie bereits erwähnt, geben Kupferspiralen ihre Kupfer-Ionen über einen Zeitraum von circa 5 Jahren in geringen Mengen an euren Körper ab, um auf diese Weise einen Verhütungsschutz zu gewährleisten. Nach diesem Zeitraum sind sie „aufgebraucht“, und die Spirale muss erneuert werden. Versäumt man diesen Termin zu lange, dann kann es durchaus passieren, dass man trotz Spirale schwanger wird.

Wie wirkt die Hormonspirale?

Eine Hormonspirale, auch Intrauterinsystem (IUS) genannt, wirkt anders als ihre Schwester die Kupferspirale durch die regelmäßige Abgabe des Hormons Gestagen. Der Aufbau gleicht dem der Kupferspirale. Es handelt sich um ein kleines, t-förmiges Stäbchen aus Kunststoff. Im senkrechten Stab befindet sich das Hormon, welches für den Verhütungsschutz zuständig ist. Durch die Abgabe des Hormons wird der Gebärmutterschleim sehr zähflüssig und dick, so dass Spermien nicht bis zur Eizelle bzw. der Gebärmutter vordringen können.

Gleichzeitig bewirkt sie die Rückbildung der Gebärmutterschleimhaut, die für den Transport der Spermien essentiell ist. Sollte es einem Spermium trotzdem gelingen, bis zur Eizelle vorzudringen, schafft es dieses jedoch nicht sich dort einzunisten, denn das Hormon Gestagen verhindert den Eisprung. Eine Hormonspirale wirkt circa für 3 Jahre, dann sollte sie entfernt oder ausgetauscht werden.

Wie sicher ist die Spirale mit Hormonen?

Der Pearl Index einer Hormonspirale liegt bei 0,16. Also werden durchschnittlich 0,16 von 100 Frauen, die über einen Zeitraum von einem Jahr die Hormonspirale angewendet haben, schwanger trotz Spirale. Sie gilt daher als sehr zuverlässiges und sicheres Verhütungsmittel.

Vorteile der Hormonspirale

Eine Hormonspirale hat, genau wie eine Kupferspirale zunächst einmal den großen Vorteil, dass keine Anwendungsfehler wie beispielsweise bei der Pille entstehen, die man doch gerne einmal vergisst einzunehmen.

Auch ist die Dosierung des Hormons Gestagen so gering, dass bei es bei einer Hormonspirale zu weniger bekannten Nebenwirkungen als bei der Pille kommt.

Studien zufolge kommt es außerdem zu weniger Menstruationsbeschwerden bei den Anwenderinnen einer Hormonspirale. Kürzere und weniger schmerzhafte Blutungen. Weitere Vorteile auf einen Blick:

  • auch beim Stillen nach einer Schwangerschaft anwendbar, da Hormondosierung ungefährlich gering
  • reduziertes Thromboserisiko im Vergleich zur Pille
  • keine Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten im Vergleich zur Pille

Nachteile der Hormonspirale

Leider bringt eine Hormonspirale nicht nur Vorteile mit sich. Zu den Nachteilen gehört, dass sie recht kostenintensiv ist. Daher ist das Einsetzen der Hormonspirale nur dann sinnvoll, wenn Ihr sicher seid auch wirklich über einen Zeitraum von mehreren Jahren verhüten zu wollen. Zudem müsst Ihr auch die Kosten der halbjährlichen Folgeuntersuchungen einplanen. Auch gesundheitliche Nachteile können während der ersten Monate auftreten, die sich aber meistens recht schnell selbst regulieren. Welche sind das?

Nebenwirkungen der Hormonspirale

  • Akne
  • Kopfschmerzen
  • depressive Verstimmungen
  • Zwischenblutungen

Wann darf eine Hormonspirale nicht angewendet werden?

Es gibt verschiedene Voraussetzungen, bei denen dringend vom Einsetzen einer Hormonspirale abgesehen werden sollte. dazu gehören die Folgenden:

Keine Hormonspirale, wenn:

  • bereits eine Schwangerschaft besteht
  • Entzündungen der Geschlechtsorgane
  • Allergien auf das Das Hormon Gestagen (Levonorgestrel)
  • Lebererkrankungen

Kosten der Hormonspirale

Die Kosten einer Hormonspirale unterscheiden sich von Hersteller zu Hersteller. Als Richtwert kann man sagen, dass sie circa zwischen 200 € und 400 € liegen. Eine Erstuntersuchung nach Einbringen der Spirale wird, wie auch bei der Kupferspirale, von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen.

Schwanger trotz Hormonspirale – Ursachen

Mit einem Pearl Index von 0,16 ist die Hormonspirale noch sicherer als die Kupferspriale, und eine Schwangerschaft trotz Spirale daher sehr unwahrscheinlich. Dennoch ist es nicht ausgeschlossen. Die möglichen Gründe für eine Schwangerschaft trotz Hormonspirale können unter anderem sein:

  • die Spirale ist verrutscht

Ebenso wir bei der Kupferspirale ist auch bei der Hormonspirale der richtige Sitz entscheidend. Denn nicht nur das Geldhormon Gestagen verhindert einer Verhütung, sondern ebenfalls die Form der Spirale auf mechanischem Weg. Ist diese verrutscht kann das ein Grund für eine mögliche Schwangerschaft trotz Spirale sein. Daher sind regelmäßige Kontrolluntersuchungen wirklich empfehlenswert.

  • die Spirale wurde versehentlich abgestossen und ist verloren gegangen

Das eine Spirale versehentlich herausrutscht passiert meistens, wenn Ihr eure Tage habt. Besonders bei jüngeren Frauen kann ein verrutschen und gleichzeitiges ausstossen während und mit der Monatsblutung vorkommen. Kontrolliert daher regelmäßig, ob Ihr das Rückholfädchen noch ertasten könnt.

Schwanger trotz Spirale – was tun?

Wie Ihr gelesen habt, ist die Wahrscheinlichkeit trotz Spirale schwanger zu werden verhältnismäßig gering, wenn auch nicht zu 100% ausgeschlossen. Solltet Ihr trotz Spirale schwanger sein, dann müsst Ihr unbedingt sofort reagieren. Die Spirale muss sofort durch euren Frauenarzt entfernt werden, denn das Risiko für Infektionen ist bei euch erhöht. Bei Hormonspiralen weiß man zudem nicht, wie sich das Hormon Gestagen auf das ungeborene Kind auswirkt.

Außerdem ist leider das Risiko für eine Fehlgeburt erhöht, sollte die liegende Spirale in eurem Körper verbleiben. Auch nach Entfernen der Spirale bleibt das Risiko für eine Fehlgeburt leider erhöht. Sollte die Schwangerschaft problemlos verlaufen ist jedoch nicht mit einem erhöhten Risiko für Fehlbildungen zu rechnen.

Spirale entfernen – wie funktioniert das?

Egal ob Hormonspirale oder Kupferspirale, beide lassen sich über die angebrachten Rückholfädchen entfernen. Allerdings solltet Ihr das keinesfalls alleine, sondern nur durch euren Frauenarzt / Frauenärztin durchführen lassen. Der beste Zeitpunkt dafür ist, wenn Ihr eure Menstruation habt, da das Entfernen dann einfacher ist. In manchen Fällen kann es dabei ziehen und zu leichten Schmerzen kommen. Klärt vorher mit eurem Arzt ab, ob die Gabe eines Schmerzmittels bei euch sinnvoll ist.

Fazit

Wir Ihr sehr, ist die Wahrscheinlichkeit trotz Spirale schwanger zu werden sehr gering. Sowohl bei der Kupfer- als auch bei der Hormonspirale. Dennoch ist es nicht vollständig ausgeschlossen. Stellt Ihr eine Schwangerschaft trotz Spirale fest, ist schnelles Handeln geboten. Macht euch sofort, falls noch nicht geschehen, einen Termin beim Frauenarzt aus. Die Spirale muss umgehend entfernt werden, um das Risiko für Infektionen oder Fehlgeburten zu minimieren.

Schwanger trotz Spirale: Mögliche Gründe

Zusammen mit der Antibabypille zählt die Spirale zu den sichersten Verhütungsmitteln überhaupt. Immer mehr Frauen entscheiden sich für diese Art der Verhütung. Das liegt zum einen daran, dass die Spirale – im Gegensatz zur Pille, die täglich eingenommen werden muss – einmal eingesetzt für einige Jahre einen zuverlässigen Schutz vor einer ungewollten Schwangerschaft bietet. Zum anderen ist zumindest die klassische Variante der Spirale, die sogenannte Kupferspirale, frei von Hormonen und stellt deshalb auch keinen Eingriff in den natürlichen Zyklus dar. Doch trotz der hohen Sicherheit kann es auch unter der Verwendung der Spirale zu einer ungewollten Schwangerschaft kommen.

Gründe für das Versagen der Spirale

Erst einmal vorweg: Die Spirale ist ein äußerst sicheres Verhütungsmittel. Die Kupferspirale kann mit einem Pearl-Index von 0,3 bis 0,6 aufwarten. Das bedeutet, dass nur 3 bis 6 von 1.000 Frauen innerhalb eines Jahres unter der Verwendung der Kupferspirale schwanger werden. Die Hormonspirale bietet mit einem Pearl-Index von 0,16 sogar einen noch höheren Schutz vor einer ungewollten Schwangerschaft.

Kommt es dennoch zu einer ungewollten Schwangerschaft, ist zumeist ein falscher Sitz der Spirale schuld. Denn sitzt die Spirale nicht richtig, kann sie auch nicht den vollen Verhütungsschutz gewährleisten. Vor allem bei Frauen, die noch kein Kind zur Welt gebracht haben, kann die Spirale leichter verrutschen und unbemerkt mit der Regelblutung abgestoßen werden. Das Abstoßen der Spirale passiert besonders häufig im ersten Anwendungsjahr – etwa ein bis fünf Prozent der Verwenderinnen sind davon betroffen. Deshalb sollten Sie in dieser Zeit besonders aufmerksam sein.

Den richtigen Sitz der Spirale kontrollieren

Damit Sie selbst eine gewisse Kontrolle über den richtigen Sitz des Verhütungsmittels haben, verfügt die Spirale über einen sogenannten Rückholfaden. Vor allem nach der Periode sollten Sie testen, ob Sie den Faden immer noch ertasten können und ob er noch dieselbe Länge hat. Bemerken Sie Veränderungen, so kann das bedeuten, dass die Spirale verrutscht ist. Suchen Sie dann unbedingt Ihren Frauenarzt auf. Dieser sollte die richtige Position der Spirale ohnehin in regelmäßigen Abständen kontrollieren.

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What Happens When You Get Pregnant While You Have an IUD?

Thank God for birth control. Modern medicine has given women have the ability to choose when they become pregnant, and the IUD in particular has made it simpler than ever to control our reproductive system. If you can endure some of its annoying side effects, all you have to do is pop that sucker in and forget about it for up to 10 years. With yesterday’s House vote to repeal the ACA and many of its protections for women’s health, it may be more important than ever to have this longterm solution.

But as we all witnessed in horror when a new mom’s Instagram of her baby holding her failed IUD went viral, there is a possibility that the birth control method can be unsuccessful at preventing pregnancy. According to reports, Lucy Hellein gave birth to a nine-pound, one-ounce boy on April 27, even though she had a Mirena IUD—which works by releasing a low level of levonorgestrel into the uterine system—inserted last year. To capture the irony, she placed the IUD in her newborn’s hand for a photo after it was removed from her placenta. She captioned the image, „Mirena fail!“

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Hellein told the Independent that she was shocked when she found out that she was pregnant. Reading her story, I was shocked, too. I don’t want this to happen to me! Going through several different disaster scenarios in my mind, I also started to wonder: What do I do if it does?

„All methods of contraception have a failure rate,“ Dr. Colleen Krajewski, a consultant at Bedsider, a non-profit birth control support network operated by the National Campaign to Prevent Teen and Unplanned Pregnancy, reminded me to calm me down.

But a „Mirena fail!“ is rare. „To use rough estimates, about one out of four women using condoms become pregnant, about one in ten women using birth control pills become pregnant, and about two in 1000 become pregnant on Mirena,“ she said. „In other words, if a car full of women were all using condoms as their only contraception, one is likely to become pregnant; one woman out of an elevator full of women using pills; and one out of a concert hall full of women using IUDs.“

The fact that IUD pregnancies are so rare is part of why they’re shocking to hear about, Dr. Krajewski adds. But in Hellein’s case, her IUD was still inside of her when she gave birth, which is the part that disturbed me the most. Her doctor thought it had fallen out since it didn’t show up on her initial ultrasound, but it hadn’t. What’s up with that?

„In the very, very, very rare event that a woman becomes pregnant with an IUD in place, on the ultrasound the IUD often appears ‚displaced’—and in fact it is—by the pregnancy,“ Dr. Krajewski explained. „When a pregnancy is growing in a uterus, the IUD moves. It’s hard to say which came first.“

Dr. Krajewski says it’s not harmful to your health to have an IUD and a pregnancy at the same time. If you decide to remain pregnant, it’s not harmful for the fetus, either. „The hormone in Mirena is progesterone. It’s not harmful to a pregnancy,“ she said. „In fact, your body produces high levels of progesterone in pregnancy—it’s ‚pro-gestational.'“

It can be hard to tell when you’ve missed a period when you have an IUD since Mirena lightens menstruation. Hellien says she didn’t know until she was 18 weeks, when she went to the doctor. „This delay can be very scary for patients to think about, which is understandable,“ Dr. Krajewski says. So if you’re paranoid about the small risk and are definitely not interested in carrying a pregnancy, she recommends that you „use the money saved on tampons and pads to buy a few tests to keep at home for peace of mind.“

Hormonspirale: Wirkung

Hormonspiralen, die wegen ihrer T- oder Ankerform auch Verhütungsschirmchen heißen, sind aus Kunststoff und hierzulande in zwei Größen erhältlich. In ihrem Schaft steckt ein Hormondepot, das beständig Levonorgestrel, ein synthetisches Schwangerschaftshormon (Gestagen) in kleinen Mengen in die Gebärmutterhöhle abgibt. Dadurch verdickt sich der Schleim am Gebärmutterhals und Spermien kommen kaum noch durch. Schaffen sie es doch, können sie sich im zähen Schleim fast nicht bewegen, und – sollten die Spermien trotz aller „Barrieren“ doch eine Eizelle befruchten – kann sich diese nicht in der Gebärmutter einnisten. Denn das künstliche Hormon bremst den Aufbau der Gebärmutterschleimhaut.

Eine Hormonspirale ähnelt in ihrer Wirkungsweise einer Mini-Pille – mit dem Unterschied, dass sie, einmal eingesetzt, drei bis fünf Jahre lang im Körper bleiben und die Frau an das Thema Verhütung nicht mehr denken muss. Ob Hormonspirale oder Pille ist also unter anderem eine Frage der Einnahmepräferenzen, aber auch der Hormonkonzentration. Da die Hormonspirale lokal wirkt, ist sie deutlich geringer dosiert als die Pille. Welche Vorzüge und Nachteile die Pille hat und für wen sie sich eignet, erfahren Sie im Beitrag Die Pille.

Anders sieht es bei der Frage „Hormonspirale oder Kupferspirale?“ aus. Denn trotz ähnlicher Optik und Anwendung wirken die beiden Verhütungsmethoden ganz unterschiedlich. Im Gegensatz zur Hormon-Variante, macht die Kupferspirale unter anderem Schmierblutungen wahrscheinlicher und verstärkt Regelblutung sowie eventuell vorhandene Regelschmerzen. Frauen, die sich für die Spirale als Verhütungsmittel interessieren, sollten sich also vorher eingehend von ihrem Gynäkologen beraten lassen, welche Variante für sie in Frage kommt.

Hormonspirale: Anwendung

Ihr Frauenarzt setzt die Hormonspirale ein. Dies geschieht nach einer gynäkologischen Untersuchung, bei der der Arzt Form und Größe der Gebärmutter überprüft, damit er die passende Spiralen-Größe auswählen und eine bereits vorhandene Schwangerschaft oder Entzündung ausschließen kann.

Spricht nichts gegen eine Hormonspirale, schiebt sie der Arzt mittels eines dünnen Röhrchens über die Scheide in die Gebärmutter hinein. Damit die Hormonspirale sofort wirkt, muss der Gynäkologe sie in den ersten sieben Tagen nach Beginn der Periode einsetzen, meist macht er das gegen Ende der Regelblutung, da dann der Gebärmutterhals am meisten geweitet ist und das Einlegen so weniger wehtut.

Auf Wunsch kann der Frauenarzt auch ein Schmerzmittel oder eine örtliche Betäubung verabreichen. Häufig gibt er zudem ein Medikament, das den Gebärmutterhals nochmals etwas weiter öffnet.

Nach dem Einlegen überprüft der Gynäkologe mittels Ultraschalls, ob die Hormonspirale richtig sitzt. Diese Kontrolle sollte regelmäßig alle paar Monate wiederholt werden. Sie selbst können auch testen, ob die Spirale dort ist, wo sie sein soll, indem Sie nach dem Rückholbändchen tasten.

Je nach Modell muss der Arzt nach drei bis fünf Jahren die Hormonspirale wieder entfernen.

Für wen eignet sich die Hormonspirale?

Wenn Sie eine sehr starke Monatsblutung haben und bereits ein Kind geboren haben (geweitete Gebärmutter), könnte die Hormonspirale eine interessante Verhütungsmethode für Sie sein. Allerdings müssen Sie sich darauf einstellen, dass der Zyklus unregelmäßig werden könnte. Auch, wenn Sie keine Östrogene vertragen oder nicht nehmen dürfen (z. B. aufgrund von hormonabhängigem Brustkrebs), empfiehlt sich gegebenenfalls die Hormonspirale.

Bis zu welchem Alter sie mit dieser Methode verhüten, ist im Grunde Ihnen selbst überlassen. Experten raten, sich grundsätzlich bis ungefähr zum 51. Lebensjahr gegen eine ungewollte Schwangerschaft zu schützen. Die Hormonspirale ist in den Wechseljahren eine gute Wahl, da Frauen in dieser Phase oft Östrogene im Rahmen einer Hormonersatztherapie einnehmen. Zusammen mit dem Gestagen der Spirale sorgen die Hormone dafür, dass die Monatsblutung ausbleibt – und damit auch eventuelle Regelschmerzen.

Nicht geeignet ist die Hormonspirale für Frauen mit

  • Gebärmutter- oder Gebärmutterhalskrebs
  • Migräne oder sehr starken Kopfschmerzen
  • schwerem Bluthochdruck
  • Erkrankungen der Pulsadern (Herzinfarkt, Schlaganfall)
  • bestimmten Herzerkrankungen

Da die Hormonspirale nicht für jede Frau in Frage kommt, muss der Arzt jede Patientin, die sich für diesen Schwangerschaftsschutz interessiert, vorher über die Risiken aufklären, ihr die Gebrauchsinformationen zur Hormonspirale aushändigen und sie quittieren lassen, dass beides geschehen und sie mit dem Einsetzen der Spirale einverstanden ist.

Hormonspirale: Sicherheit

Mit der Hormonspirale können Sie entspannt genießen – sie gilt als fast so sicher wie eine Sterilisierung. Bei korrekter Anwendung hat die Hormonspirale einen Pearl-Index von 0,16, das heißt, von 1.000 Frauen, die mit dieser Methode ein Jahr lang verhüten, wird gerade einmal eine schwanger. Bei den kleinen Hormonspiralen sind es vier von 1.000.

Hormonspirale: Nebenwirkungen

Die Häufigkeit, mit der eine Hormonspirale Nebenwirkungen verursacht, ist aufgrund der geringeren Hormonkonzentration deutlich niedriger als bei anderen hormonellen Verhütungsmitteln. Dennoch können Nebenwirkungen auftreten. So kommt es bei manchen Frauen, nach dem Setzen einer Hormonspirale zur Gewichtszunahme. Andere bekommen Akne, depressive Verstimmungen, Kopfschmerzen oder sie haben weniger Lust auf Sex.

Manchmal entwickeln sich auch sogenannte funktionelle Zysten des Eierstocks. Das sind Eibläschen, die sich nach dem Zyklusende nicht wie gewohnt zurückbilden, sondern bestehen bleiben. Diese Follikel können leichte Bauchschmerzen verursachen. Häufig machen sie sich jedoch gar nicht bemerkbar. Entdeckt sie der Frauenarzt, wird er sie regelmäßig kontrollieren. Im Normalfall bilden sich die meist harmlosen Zysten aber nach zwei bis drei Monaten von selbst wieder zurück.

Haben Sie einige Zeit nach dem Einlegen der Hormonspirale Schmerzen, kann dies ein Warnzeichen dafür sein, dass sie verrutscht ist. Das passiert zwar selten, dennoch sollten Sie lieber zum Arzt gehen, um ihn überprüfen zu lassen, ob die Hormonspirale noch an ihrem Platz sitzt.

© Anastasia Gepp

Die Hormonspirale, auch als Intrauterinsystem (IUS) bekannt, ist ein etwa drei Zentimeter großer, meist t-förmiger Kunststoffkörper, der wie die herkömmliche Spirale in die Gebärmutter eingesetzt wird. Während die Verhütung bei letzterer unter anderem durch die abgegebenen Kupferionen gewährleistet wird, gibt die Hormonspirale eine kleine Menge von dem synthetisch hergestellten Hormon Levonorgestrel an den Körper ab. Die Hormonspirale gehört zu den sichersten Verhütungsmethoden. Das Risiko einer ungewollten Schwangerschaft trotz Hormonspirale entspricht in etwa dem der Sterilisation.

Die Verhütung ist ab dem ersten Anwendungstag und über einen Zeitraum von bis zu fünf Jahren gegeben. Anders als die Pille gibt die Hormonspirale das Hormon lokal ab, das heißt, es gelangen nur sehr kleine Mengen in den Kreislauf.

Die Hormonspirale wirkt auf mehrere Arten empfängnisverhütend:

  • Das Gelbkörperhormon Levonorgestrel macht den Schleim im Gebärmutterhals dickflüssig. Die Durchlässigkeit für Spermien wird somit erschwert.
  • Die dennoch durchkommenden Spermien werden durch das Hormon in ihrer Aktivität gehemmt.
  • Es kommt zur Beeinflussung bis hin zur Unterdrückung von Eisprung und Eireifung.
  • Die Gebärmutterschleimhaut verändert sich, wodurch sich ein befruchtetes Ei nur noch schwer einnisten kann.

Hormonspirale einsetzen

Das Einsetzen der Hormonspirale verläuft ähnlich wie bei der Kupferspirale. Zunächst erfolgt eine gynäkologische Untersuchung, bei der mögliche Erkrankungen ausgeschlossen und Risiken besprochen werden. Dabei wird auch die Größe der Gebärmutter gemessen, um die Bestimmung der optimalen Lage der Hormonspirale zu erleichtern.

Mit einem speziellen Applikator wird die Hormonspirale in die Gebärmutter eingeführt, nachdem der Genitalbereich keimfrei gemacht worden ist.

Die an der Hormonspirale befestigten Fäden dienen der Eigenkontrolle und werden später zum Entfernen gebraucht. Der Arzt kürzt die Fäden auf eine praktische Länge. Da das Einsetzen der Hormonspirale ein leichtes Ziehen bis hin zu stärkeren Schmerzen verursachen kann, sollten Patientinnen im Vorfeld mit dem Arzt absprechen, ob eine Betäubung sinnvoll ist beziehungsweise erwünscht wird.

Hormonspirale: Nebenwirkungen nicht unerheblich

Die seit 1996 in Deutschland zugelassene Hormonspirale kann eine Reihe von Nebenwirkungen verursachen. Deshalb müssen Ärzte in ausführlicher Weise über die Hormonspirale informieren. Seit dem Jahr 2007 sind Ärzte zusätzlich dazu verpflichtet, an interessierte Patientinnen Gebrauchsinformationen über die Hormonspirale sowie deren Nebenwirkungen herauszugeben.

Entscheidet sich eine Frau für die Hormonspirale, muss sie vor dem Einsetzen eine schriftliche Einverständniserklärung und eine Bestätigung über die Aufklärung zu möglichen Risiken abgeben. Zu den Nebenwirkungen gehören (Häufigkeit vor allem in den ersten sechs Monaten der Anpassungsphase ausgeprägt):

  • Zyklusstörungen: Unregelmäßige oder gar keine Regelblutung (oder auch Zwischenblutungen)
  • Schmerzen: Kopfschmerzen, Migräne, Unterleibsschmerzen, Spannungsgefühle oder Schmerzen in der Brust, Rückenschmerzen
  • Hautausschlag, Juckreiz, Ekzeme, Akne (in Einzelfällen auch negative Auswirkungen auf die Haare, auch vermehrte Körperbehaarung kann auftreten)
  • Nervosität, Stimmungsschwankungen und depressive Verstimmungen (bis hin zu Suizidgedanken), Libidoverlust
  • Gewichtszunahme, Wasseransammlungen im Gewebe
  • Eierstockzysten (in der Regel gutartig)
  • Mögliches erhöhtes Risiko von Brustkrebs und Thrombose (entspricht in etwa dem von kombinierten oralen Kontrazeptiva)
  • Entzündungen: Beckenbereich, Gebärmutter, Gebärmutterhalsschleim, Scheidenschleimhaut und äußere Schamlippen

Hormonspirale auch bei jungen Frauen und Stillenden?

Die Hormonspirale ist in Deutschland eine recht verbreitete Verhütungsmethode und besonders beliebt bei Frauen, die

  • bereits ein- oder mehrmals geboren haben
  • langfristig verhüten möchten
  • das Östrogen in bestimmten Verhütungsmitteln nicht vertragen
  • eine sehr starke Monatsblutung haben

In Ländern wie den USA oder Schweden sind Hormonspiralen auch bei jungen, kinderlosen Frauen eine übliche Verhütungsmethode. In Deutschland raten jedoch viele Frauenärzte von einer Hormonspirale bei der genannten Personengruppe ab. Grund dafür sind nicht das mittlerweile widerlegte Infektionsrisiko, sondern die Schmerzen, die sowohl beim Einsetzen als auch beim Ziehen der Spirale entstehen können sowie die anderen erwähnten Nebenwirkungen.

Inzwischen gibt es extra kleine Hormonspiralen, sodass diese auch für junge Frauen ohne Kinder eine Option sein können. Eine ausführliche Beratung und Aufklärung durch den Frauenarzt ist in jedem Fall empfehlenswert.

Auch während der Stillzeit kann eine Hormonspirale verwendet werden, da sie keinen Einfluss auf die Milchproduktion und das Kind hat. Allerdings sollte das Einsetzen erst sechs bis acht Wochen nach der Geburt stattfinden, wenn sich die Gebärmutter wieder vollständig zurückgebildet hat.

Hormonspirale: Kosten und Preis

Die Kosten für die Hormonspirale werden nur für Frauen bis zum vollendeten 20. Lebensjahr und für sozialhilfeberechtigte Frauen übernommen. Wer die Hormonspirale einsetzen lassen möchte, sollte sich sicher sein, dass Verhütung über einen längeren Zeitraum erwünscht wird. Die zunächst relativ hohen Kosten der Hormonspirale von einem Preis bis zu 400 Euro rechnen sich jedoch im Vergleich zur Pille nach der vorgesehenen Zeitspanne von fünf Jahren.

Die halbjährlichen Ultraschallkontrollen zur Überprüfung der korrekten Lage der Hormonspirale werden – bis auf die erste nach vier bis sechs Wochen – nicht von der Krankenkasse bezahlt.

Da die Hormonspirale auch zur Behandlung von Menstruationsbeschwerden und zur Behandlung von sehr starker Regelblutung verwendet wird, werden die Kosten für die Spirale in diesem Fall von der Krankenkasse übernommen – vorausgesetzt, die Hormonspirale wird ausschließlich aus diesem Grund verschrieben.

Hormonspirale entfernen

Nach fünf Jahren lässt die Wirksamkeit der Hormone nach und die Verhütung wird unsicherer. Frauen, die sich nun ein Kind wünschen, können bereits im nächsten Zyklus nach dem Entfernen der Hormonspirale wieder schwanger werden. Wer weiterhin bei Verhütung mit der Hormonspirale bleiben möchte, kann direkt nach dem Entfernen der alten eine neue Hormonspirale einsetzen lassen.

Der Wechsel sollte während der Monatsblutung erfolgen; bei Frauen, die nicht mehr menstruieren, kann die Hormonspirale jederzeit gewechselt werden. Über die Hälfte aller Frauen, die die Hormonspirale zum zweiten Mal einsetzen lassen, haben gar keine Monatsblutung mehr. Bei einem direkten Wechsel der Hormonspirale bleiben die Nebenwirkungen der Anpassungsphase aus.

Aktualisiert: 11.03.2019 – Autor: Daniela Heinisch

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Die Spirale (Kupferspirale)

Die Kupferspirale ist ein hormonfreies Verhütungsmittel, das in die Gebärmutter eingesetzt wird. Sie verändert den Menstruationszyklus nicht. Wenn sie richtig angepasst wird, ist sie sehr sicher.

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Die Kupferspirale (Intrauterinpessar) besteht aus einem Kunststoffstäbchen in T- oder Ankerform, das mit einem feinen Kupferdraht umwickelt ist. Anders als die Hormonspirale gibt die Kupferspirale keine Hormone ab. Aus dem Kupferdraht werden geringe Mengen Kupfer in die Gebärmutter freigesetzt. Dadurch verändern sich die Gebärmutter-Schleimhaut und der Schleim am Muttermund. Die Spermien werden außerdem in ihrer Beweglichkeit und Befruchtungsfähigkeit eingeschränkt. Sollte es dennoch zu einer Befruchtung kommen, kann sich die befruchtete Eizelle nicht in der Gebärmutter-Schleimhaut einnisten.

Bei einigen Modellen enthält der Kupferdraht einen Silberkern, bei anderen besteht er aus einer Kupfer-Gold-Legierung. Ob diese Varianten jeweils Vorteile haben, ist nicht belegt. Gold- und Silberspiralen sollen durch den Ionen-Austausch zwischen den Metallen zudem die Anfälligkeit für Entzündungen und Scheidenpilze verringern. Auch dafür gibt es jedoch keine ausreichenden wissenschaftlichen Belege.

Die Spirale wird in unterschiedlichen Formen und Größen (2,5 bis 3,5 Zentimeter) angeboten. Sie wird von einer Frauenärztin oder einem Frauenarzt durch den Muttermund hindurch in die Gebärmutter eingesetzt. Das geht am besten in den letzten Tagen der Monatsblutung. Auf diese Weise kann ausgeschlossen werden, dass schon eine Schwangerschaft besteht. Zudem ist dann der Gebärmutterhals ohnehin leicht geöffnet und das Einlegen weniger zu spüren.

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Das Einsetzen ist unterschiedlich schmerzhaft. Frauen, die Kinder geboren haben, spüren meist nur geringe Schmerzen. Vor allem bei Frauen ohne Geburten können kurzzeitig starke Schmerzen auftreten. Zur Schmerzlinderung kann die Ärztin oder der Arzt vorher ein Schmerzmittel geben oder die Spirale unter örtlicher Betäubung einsetzen. Häufig wird auch ein Medikament gegeben, das den Gebärmutterhals leicht öffnet. Das kann das Einlegen erleichtern, verringert aber nicht den damit verbundenen Schmerz. Das Medikament kann außerdem Unterbauchkrämpfe verursachen.

Nach dem Einlegen können Beschwerden wie bei Menstruationsschmerzen auftreten, die aber nach einiger Zeit abklingen. Halten sie an, müssen sie ärztlich abgeklärt werden.

Sofort nach dem Einlegen kontrolliert die Ärztin oder der Arzt per Ultraschall den korrekten Sitz der Spirale. Die nächste Kontrolle wird nach der folgenden Monatsblutung empfohlen, danach mindestens einmal im Jahr. Die Frau kann auch selbst nachfühlen, ob sich der Rückholfaden der Spirale, der etwa zwei Zentimeter aus dem Muttermund in die Scheide hineinreicht, noch ertasten lässt. Ein guter Zeitpunkt dafür ist jeden Monat nach der Blutung.

Kupferspiralen können je nach Modell zwischen drei und zehn Jahre in der Gebärmutter verbleiben. Der Rückholfaden dient der Entfernung der Spirale.

Nicht für jede Frau ist die Kupferspirale geeignet. Ärztinnen und Ärzte sind deshalb verpflichtet, Frauen vor dem Einsetzen ausführlich über mögliche Risiken aufzuklären und ihnen die Gebrauchsinformation zu der Kupferspirale auszuhändigen. Vor dem Einsetzen muss die Frau schriftlich bestätigen, dass sie über die Risiken aufgeklärt wurde und mit dem Einsetzen der Spirale einverstanden ist.

Die Spirale ist ein sehr sicheres Verhütungsmittel. Anwendungsfehler spielen bei der Sicherheit keine Rolle. Die Versagerrate beträgt bei perfekter und typischer Anwendung 0,4 bis 1,5 Prozent.

  • Für die Zeit, in der die Spirale in der Gebärmutter liegt, müssen Sie sich nicht mehr um die Verhütung kümmern. Die modernen Spiralen müssen nur alle fünf bis zehn Jahre gewechselt werden.
  • Viele Frauen, die eine Spirale haben, empfinden es als vorteilhaft, dass sie nicht auf ihren natürlichen Zyklus verzichten müssen.
  • Die Kupferspirale wirkt örtlich in der Gebärmutter, es treten keine hormonellen Nebenwirkungen auf.
  • Die Kupferspirale verstärkt bei den meisten Frauen die Monatsblutung, manchmal nehmen auch die Menstruationsschmerzen zu. Wenn Sie ohnehin schon starke Blutungen haben, ist die Kupferspirale deshalb für Sie ungeeignet.
  • In den ersten Monaten nach dem Einlegen sind Zwischenblutungen häufig, danach verschwinden sie meist wieder.
  • Selten können auch außerhalb der Monatsblutung Unterleibsschmerzen auftreten. Da solche Schmerzen manchmal auf eine Infektion oder eine verrutschte Spirale hinweisen, sollten betroffene Frauen unbedingt zu einer Ärztin oder einem Arzt gehen.
  • Bei manchen körperlichen Beeinträchtigungen sind vaginale Untersuchungen schwierig oder unmöglich. Dann kommt die Spirale nicht als Verhütungsmethode infrage.
  • Bei etwa einer von 20 Frauen wird die Kupferspirale aus der Gebärmutter ausgestoßen. Das passiert vor allem in den ersten Monaten nach der Einlage. Möglicherweise haben junge Frauen ein etwas höheres Risiko dafür. Deshalb ist es wichtig, regelmäßig den korrekten Sitz der Spirale kontrollieren zu lassen.
  • Sehr selten wird beim Einsetzen die Gebärmutterwand verletzt.
  • Vor allem in den ersten Wochen nach dem Einlegen ist das Risiko einer Infektion in der Gebärmutter und den Eileitern leicht erhöht. Da jüngere Frauen und Frauen mit wechselnden Sexualpartnerinnen und -partnern etwas häufiger Unterleibsinfektionen bekommen, haben sie auch mit der Spirale ein höheres Risiko. Es wird empfohlen, vor der Einlage sexuell übertragbare Infektionen wie eine Chlamydien-Infektion auszuschließen oder zunächst zu behandeln.
  • Wenn eine Frau trotz der Kupferspirale schwanger wird, handelt es sich etwas häufiger um eine Eileiterschwangerschaft. Bleibt die Monatsblutung aus, sollte eine Ärztin oder ein Arzt das möglichst schnell abklären.

Die Kupferspirale kostet je nach Modell zwischen 120 und 300 Euro. Der Preis gilt für Beratung, Untersuchung und für das Einlegen der Spirale.

Die erste Lagekontrolle mit Ultraschall nach dem Einlegen der Spirale bezahlen die gesetzlichen Krankenkassen. Weitere empfohlene Ultraschall-Untersuchungen zur Kontrolle der korrekten Lage müssen in der Regel selbst bezahlt werden. Privat versicherte Frauen müssen sich bei ihrer Krankenkasse nach den entsprechenden Regelungen erkundigen.

Informationen zu einer möglichen Übernahme der Kosten für eine Kupferspirale erhalten Sie im Text „Rezeptpflicht und Kostenübernahme bei Verhütungsmitteln“.

Letzte Aktualisierung dieser Seite: 26.07.2019

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