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Gregs Tagebuch – Böse Falle! (2016)

Diary of a Wimpy Kid: The long Haul

Die vierte Verfilmung eines Bands aus der Comicromanreihe von Jeff Kinney über einen amerikanischen Jungen am Beginn der Pubertät.Kritiker-Film-Bewertung:3 / 5
User-Film-Bewertung :4.0 / 5
Filmsterne von 1 bis 5 dürfen vergeben werden, wobei 1 die schlechteste und 5 die beste mögliche Bewertung ist. Es haben insgesamt 2 Besucher eine Bewertung abgegeben.
Der zwölfjährige Greg (Jason Drucker) ist verzweifelt: Ein böser Vorfall mit einer Windel, die an seiner Hand klebte, kursiert im Internet als Video. Wie kann er seinen Ruf wiederherstellen? Ein gemeinsamer Auftritt mit dem Videospielerfinder Mac Digby wäre sicher hilfreich und so schreibt ihm Greg eine Mail. Die Antwort kommt postwendend: Greg soll doch einfach auf der nächsten Player’s Expo vorbeischauen. Da trifft es sich gut, dass Mama Susan (Alicia Silverstone) mit der ganzen Familie eine kleine Reise machen will zu ihrer Oma, die 90. Geburtstag feiert, denn in der Nähe findet die Videospielmesse statt.
Kaum sitzen Mutter Susan, Vater Frank (Thomas Everett Scott), der ältere Bruder Rodrick (Charlie Wright) und Kleinkind Manny im Auto, geht der Ärger los. Susan konfisziert alle Handys, damit nichts die Familie von sich selbst ablenkt. Greg muss irgendwie an sein Handy kommen – und nach der ersten Nacht im Motel den schrecklichen Mann abschütteln, der ihm eine Sachbeschädigung an seinem Auto anhängen will.

FilmkritikKritik anzeigen

Fünf Jahre nach dem 3. Kinoabenteuer von Greg Heffley kommt nun die Verfilmung eines weiteren Bands der beliebten Comicromane von Jeff Kinney heraus. Für „Gregs Tagebuch – Böse Falle!“ wurden die Rollen neu besetzt, während auf dem Regiestuhl wieder David Bowers Platz nahm, der schon die beiden vorigen Filme inszenierte. Neu ist auch, dass Greg, der die Middle School für Elf- bis

Filminfos & CreditsAlles anzeigen

Land: USA
Jahr: 2016
Genre: Kinderfilm
Länge: 92 Minuten
FSK: 0
Kinostart: 01.06.2017
Regie: David Bowers
Darsteller: Alicia Silverstone als Susan, Tom Everett Scott als Frank, Charlie Wright als Rodrick
Verleih: 20th Century Fox

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Gregs Tagebuch: Böse Falle!

Filmhandlung und Hintergrund

In Gregs viertem Leinwandabenteuer geht bei einem Familienausflug zur Oma alles schief, was nur schief gehen kann.

Als Greg Heffley (Jason Drucker) erfährt, dass seine Familie einen Ausflug zur Ehre von Omas 90. Geburtstag plant, ist er ganz und gar nicht begeistert. 48 Stunden Roadtrip mit der lieben Sippschaft versprechen, ziemlich öde zu werden. Da kommt ihm die nahegelegene Gaming-Messe gerade recht. Zusammen mit seinem großen Bruder Rodrick (Charlie Wright) plant er einen heimlichen Abstecher. Doch der Ausflug endet mal wieder im Chaos.

Gregs Tagebuch 4: Vom Buch zum Film

Die Bestseller-Reihe von Jeff Kinney begeistert seit 2007 Kinder und Jugendliche aus aller Welt. Dabei steht mit Greg kein Superheld oder Vorzeigekind im Zentrum, sondern ein ganz normaler Junge, der auch mal frech ist, lieber Videospiele zockt, als zur Schule zu gehen, und Erwachsene nicht so ganz ernst nimmt. In dem Comic-Roman kämpft Greg gegen den ganz alltäglichen Wahnsinn. Ob Schule, Familie oder Nachbarschaft – Idioten gibt es überall. Nur mit viel Ironie und Schabernack können Greg und sein bester Freund Rupert den peinlichen Alltag überstehen.

In Deutschland sind bereits 11 Bände der Erfolgsreihe erschienen, die inzwischen in 30 Ländern verkauft wird. Kein Wunder also, dass sich auch Hollywood für die Geschichte begeistern konnte. Der erste Teil „Gregs Tagebuch – Von Idioten umzingelt!“ erschien 2010 als Realverfilmung. 2011 folgte dann „Gregs Tagebuch 2 – Gibt’s Probleme?“ und 2012 „Gregs Tagebuch 3 – Ich war’s nicht!„. Nach dem dritten Film ist es erstmal still um die Reihe geworden. Nun kommt mit „Böse Falle“ ein weiteres Leinwandabenteur in die Kinos. Dabei handelt es sich nicht um eine direkte Fortsetzung, sondern um eine lose Neuauflage. So nimmt Jason Drucker die Rolle des ehemaligen Hauptdarstellers Zachary Gordon ein, während Bruder Rodrick nicht von Devon Bostick sondern von Charlie Wright und Papa Frank von Tom Everett Scott und nicht Steve Zahn verkörpert wird. Als Neuzugang stößt außerdem Comedy-Veteranin aus den 1990ern Alicia Silverstone als Mutter Susan dazu.

Die Geschichte basiert diesmal auf dem gleichnamigen neunten Buch, indem ein gutgemeinter Familientrip im Desaster endet. „Gregs Tagebuch 4“ startet am 1. Juni 2017 in die deutschen Kinos. Inszeniert wurde die Familienkomödie erneut von David Bowers, der bereits den 3. Teil verantwortet hat.

Gregs Tagebuch: US-Kinderbuchautor Jeff Kinney über sein Erfolgsrezept

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Hamburg. Wie erfolgreich Jeff Kinney mit Gregs Tagebüchern ist, deutet schon die Location für das Interview an – das Hamburger Edelhotel „Vier Jahreszeiten“, ein großer Raum mit bequemen Sesseln, Kronleuchtern, Holzboden. Am Morgen hat der US-Autor bereits im Zoo Autogramme gegeben, am Abend folgt eine Lesung. Auch hier erinnert der Andrang mehr an ein „Promi-Auftritt“ als eine Kinderbuchlesung. In Deutschland ist Kinney gerade auf Werbetour für sein neues, inzwischen 14. Buch. Anfang November erschienen trägt es mit dem verheißungsvollen Titel „Voll daneben“.

Gregs Tagebuch: Geschichten von einem ziemlich normalen 12-Jährigen

Das Konzept ist das gleiche wie bei den 13 vorangegangenen Tagebücher: Es geht um den „täglichen Überlebenskampf“ – O-Ton Klappentext – von Greg Heffley, abwechselnd erzählt in Text und Comic mit Eierkopf-Strichmännchen. Es sind Episoden-Sammlungen aus dem Leben eines ziemlich normalen Heranwachsenden. In der Schule ist der 12-Jährige weder ein Überflieger noch sonderlich beliebt. Die Eltern nerven genauso wie seine beiden Brüder. Zusammen gehalten wird die Geschichte von einer thematischen Klammer. In Band 14 erbt die Familie viel Geld und renoviert ihr Haus. Wie immer stürzt dieses Vorhaben alle Beteiligten ins Chaos aus morschen Böden, Schimmel und Handwerker-Pannen.

Manch ein Literaturkritiker mag den kindlichen Humor und die Hervorsehbarkeit als banal abtun. Aber ein solches Urteil wäre herablassend. Immerhin versteht es Kinney wie kaum ein anderer Kinderbuchautor, selbst sonst nicht lesende Kinder und Jugendliche zu fesseln und ihnen eine Identifikationsfigur zu liefern, die zwischen einem Buchdeckel nicht auf Youtube oder TikTok stattfindet.

„Greg ist eher ein Kind wie ich früher“: Kinney hat sich für die Geschichten in Gregs Tagebücher an seinen Kindheitserinnerungen bedient. © Quelle: Magdalena Tröndle/dpa Anzeige

Weder Held noch Samariter: Gregs Normalität ist ein Erfolgsrezept

Gregs besondere Stärke, vielleicht das große Erfolgsgeheimnis der Reihe ist seine Normalität. Er ist kein Held wie Harry Potter, rettet nicht die Welt oder tut nicht immer das richtige. Ganz im Gegenteil: Er ist schlecht in der Schule, verdaddelt seine Zeit mit Videospielen, ist unbeliebt und hält sich trotzdem für den Größten. „Helden sind mir oft zu langweilig. Greg ist eher ein Kind wie ich früher“, erklärt Kinney. Auch für die Brüder und Eltern gibt es reale Vorbilder aus der eigenen Familie. Ihre Charaktereigenschaften hat der Autor in künstlerischer Freiheit fast schon grotesk überzeichnet und verfremdet. Dazu kommt das befreiende Fehlen jeglicher moralischen Botschaft. Es gibt kein Appel an die Vielfalt, Toleranz oder Freundschaft, sondern „nur“ Beobachtungen zu den Irrungen und Wirrungen des Heranwachsens, so grotesk und so witzig, dass nicht nur junge Leser darüber lachen können.

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Aus einem Buch für Erwachsene wurde ein Kindercartoon

Vielleicht liegt das auch daran, dass Kinney ursprünglich nie Kinderbuchautor werden wollte. Zu College-Zeiten war es sein Traum Cartoons für große Zeitungen zu zeichnen. An der Uni waren seine Ideen immerhin so beliebt, dass sie die Campuszeitung regelmäßig druckte. Von echten Verlagen kamen dagegen nur Absagen. Kinney wechselte in die Gaming-Branche und zeichnete nur noch privat Comics. Dabei entstand auch die Idee seine eigenen Kindheitserinnerungen in einem gezeichneten Tagebuch niederzuschreiben. Nach acht Jahren kreativen Schaffens zeigte er seine Ideen endlich einem New Yorker Verlag. Die Kindheits-Retrospektive kam gut an, nicht aber die vom ihm angepeilte Zielgruppe. Eigentlich hatte Kinney nämlich ein Buch für Erwachsene geplant. Zum Glück ließ er sich vom Verleger überreden, doch ein Kinderbuch daraus zu machen.

Erfolgreiche Kinderbücher sind keine Frage des Alters

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Der Rest ist Geschichte. 2007 erschien der erste Band von Gregs Tagebuch in Amerika, 13 weitere folgten bis heute. Mit über 200 Millionen verkauften Exemplaren gehört die Kinderbuchreihe zu den erfolgreichsten der Welt. Sie wurde in 59 Sprachen übersetzt. Ein Ende des Erfolgs ist noch nicht absehbar: Ein paar Bücher wolle er noch zeichnen, verrät Kinney im Interview. Auch an Ideen mangele es ihm nicht. Dass der US-Amerikaner inzwischen selbst stark die 50 zugeht und die grauen Haare ihm ein wenig seines jugendlichen Charmes rauben, tut seinem Erfolg keinen Abbruch.

Jeff Kinney: Auch mit 50 ist noch nicht Schluss

Auch Sorgen den Anschluss an die Leserschaft zu verlieren, hat er nicht. „Bei meinem ersten Buch war ich 28 Jahre alt und meine eigene Kindheit viel präsenter. Zum Glück kenne ich inzwischen Greg sehr gut und weiß, was die Leserschaft an ihm schätzen“, sagt er. Dieses Wissen sei viel wichtiger als sein Alter. Und überhaupt hätten sich die grundlegenden Themen von Kindheit nicht geändert. Klar wächst man heute digitaler auf, aber trotzdem gibt noch Streit mit den Geschwistern, Freundschaften, blöde Hausaufgaben oder Haustiere.

Und über diese vorpubertäre Lebenswelt – überhöht ins Absurde – lässt sich vortrefflich lachen. Zu dieser Haltung passt, dass Kinney bis heute zuerst die Witze für seine Bücher schreibt – 350 Stück braucht ein gutes Tagebuch – und sich erst danach die eigentliche Geschichte ausdenkt. Und dafür ist auch heute noch das eigene Leben das beste Vorbild. Wie Gregs Familie bauen auch die Kinneys gerade ihr Haus in Plainville, Massachusetts um – um Glück mit Unterstützung von echten Handwerkern und deutlich weniger Pannen und kleinen Katastrophen.

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