Toxoplasmose symptome schwangerschaft

Inhalte

Deutschlands größtes Arzt-Patienten-Portal

Dieser Parasit befällt fast jeden: Symptome, Verlauf, Komplikationen & Therapie der Toxoplasmose

von Dr. Maria Niki Aigyptiadou
verfasst am 23.10.2017

Toxoplasma wird durch Katzen übertragen, die den Erreger mit ihrem Kot ausscheiden (© EvgeniyaTiplyashina_iStock)Klingt exotisch, ist es aber nicht: Unsere Lieblingskatzen stecken uns mit Toxoplasma an und wir merken es nicht einmal. Nur für wenige Menschen ist die Erkrankung gefährlich. Lesen Sie hier, was die Toxoplasmose ist, wie man sich ansteckt, wer besonders gefährdet ist, wie Sie sich dagegen schützen können und welche Behandlungsmöglichkeiten es gibt.

  • Die Katzen-Infektionskrankheit
  • 70 Prozent aller 60-Jährigen waren betroffen
  • Wie Sie sich anstecken können
  • Welche Symptome können auftreten?
  • Komplikationen: selten aber schwerwiegend
  • Diagnostik anhand spezieller Blutwerte
  • Therapie nur bei Schwangeren nötig
  • So beugen Sie vor
  • Fazit

Die Katzen-Infektionskrankheit

Die Toxoplasmose ist eine ansteckende, infektiöse Erkrankung, die durch den Erreger Toxoplasma gondii verursacht wird. Die Übertragung auf den Menschen findet direkt oder indirekt über die Katzen statt, die den Erreger mit ihrem Kot ausscheiden.

70 Prozent aller 60-Jährigen waren betroffen

Die Toxoplasmose ist weltweit verbreitet. Aber weil sie oft symptomlos verläuft, wissen die meisten Menschen nicht, dass sie die Infektion durchgemacht haben.

Beim Menschen steigt die Wahrscheinlichkeit, an Toxoplasmose erkrankt zu sein, mit jedem Lebensjahrzehnt um 10 Prozent. So haben ungefähr 70 Prozent der 60-Jährigen Antikörper gegen den Toxoplasmose-Erreger im Blut.

Wie Sie sich anstecken können

Die meisten stecken sich durch kontaminiertes Gemüse oder durch den Verzehr von Tieren an, deren Futter mit Katzenkot verunreinigt wurde. Das Immunsystem reagiert auf die Infektion, indem es Antikörper bildet, die den Erreger bekämpfen. Danach ist der Mensch lebenslang gegen Toxoplasmose immun.

Die kontaminierten Katzen erkranken bei der Erstinfektion selten. Wenn doch, dann haben sie Durchfall, husten- und schnupfenähnliche Beschwerden sowie Atemprobleme. Eine chronische Toxoplasmose kommt nur bei Katzen mit Störungen des Immunsystems vor.

In Deutschland haben 45 bis 75 Prozent der Hauskatzen Antikörper gegen Toxoplasmose. Das bedeutet, dass sie mindesten einmal im Leben daran erkrankt waren, aber nur 1 bis 2 Prozent der Katzen – meist erstinfizierte Jungtiere – scheiden den Erreger aus. In Deutschland ist die Toxoplasmose bei Haustieren meldepflichtig.

Der Erreger kann auch durch Schmierinfektion beim Reinigen der Katzentoilette auf den Menschen übertragen werden. Gefährdet sind auch ungeborene Kinder: Ab der 7. Schwangerschaftswoche kann sich der Embryo über die Plazenta anstecken.

Nach der Aufnahme der Erreger durch kontaminierte Lebensmittel durchdringen sie die Darmwand und wandern über die Blut- und Lymphbahnen zu anderen Organen, insbesondere den Muskeln und dem Gehirn. Dort vermehren sie sich durch Zweiteilung innerhalb der Zellen.

Während die Krankheit zu Beginn meist keine Symptome zeigt, macht sie sich anschließend unter anderem durch Fieber bemerkbar (© sean_iStock)Welche Symptome können auftreten?

Meistens verläuft eine Toxoplasmose bei Katze, Mann und Frau ohne Symptome. Folgende Beschwerden können dennoch auftreten:

  • Katzen haben Durchfall, Husten- und schnupfenähnliche Symptome sowie Atembeschwerden.
  • 10 bis 20 Prozent der gesunden Kinder und Erwachsenen haben grippeähnliche Symptome wie Müdigkeit, Fieber, Muskel-, Gelenk- und Halsschmerzen sowie geschwollene Lymphknoten im Kopf- und Halsbereich. Wie lange die Symptome andauern, ist unterschiedlich. In der Regel plagen sie die Betroffenen für einige Wochen. Selten gibt es zusätzliche Symptome, zum Beispiel wegen einer Augenhaut-, Herzbeutel-, Leber- oder Lungenentzündung.
  • Bei Menschen mit geschwächtem Immunsystem, wie zum Beispiel bei AIDS-Patienten oder bei Patienten, die Transplantate erhalten haben, kann sich eine Toxoplasmose mit weiteren Symptomen äußern. Dazu gehören Hautausschläge, Leber- und Milzvergrößerung und lebensbedrohliche Lungen-, Herzmuskel- und Gehirnentzündungen mit Kopfschmerzen, Fieber, Verhaltungsveränderungen, Krampfanfällen und Lähmungserscheinungen.
  • Die Ansteckung in der Schwangerschaft wirkt sich auf das Baby aus, das von Symptomen wie Augennetzhautentzündungen und Erblindung, Gehörschäden, Wasserkopf oder Kalkablagerungen im Gehirn, körperlichen und geistigen Behinderungen oder vom Tod bedroht ist.

Komplikationen: selten aber schwerwiegend

Bei Menschen mit geschwächtem Immunsystem, wie zum Beispiel bei AIDS-Patienten oder bei Patienten, die Transplantate erhalten haben, drohen nach einer Toxoplasmose gefährliche Komplikationen, wie zum Beispiel:

  • Hautausschläge
  • Leber- und Milzvergrößerung
  • Lungen-, Herzmuskel- und Gehirnentzündungen, die lebensbedrohlich sein können
  • Verhaltungsveränderungen, Krampfanfälle und Lähmungserscheinungen

Wird ein Embryo zu Beginn der Schwangerschaft mit Toxoplasma gondii infiziert, ist er von Augennetzhautentzündungen und Erblindung, Gehörschäden, Wasserkopf oder Kalkablagerungen im Gehirn, körperlichen und geistigen Behinderungen oder vom Tod bedroht.

Die Wahrscheinlichkeit, dass sich das ungeborene Kind einer Schwangeren mit einer Neuinfektion ansteckt, beträgt im 1. Drittel der Schwangerschaft 15 Prozent, im 2. Drittel 45 Prozent und im 3. Drittel 65 bis 70 Prozent.

Im 1. Drittel der Schwangerschaft entwickeln 70 Prozent der infizierten Kinder eine akute Toxoplasmose, die meistens zur Fehlgeburt führt. Für 27 Prozent der Frühgeborenen und 12 Prozent der reif geborenen infizierten Kinder endet die Erkrankung tödlich. Im 2. und 3. Drittel der Schwangerschaft entwickeln 75 bis 90 Prozent der infizierten Kinder epileptische Anfälle, Schäden der Leber, der Lunge, des Herzmuskels und der Hirnhaut.

Eine Blutuntersuchung kann Gewissheit über die Krankheit geben (©fotolia-Schonertagen)Diagnostik anhand spezieller Blutwerte

Eine akute Toxoplasmose kann aufgrund spezieller Blutwerte erkannt werden. Die spezifischen Antikörper gegen Toxoplasma gondii werden im Blut mithilfe des Sabin-Feldman-Tests nachgewiesen. Eine hohe Antikörper-Konzentration bedeutet, dass eine akute Infektion vorliegt, eine niedrige Antikörper-Konzentration dagegen lässt auf eine vergangene Infektion schließen.

Ein Drittel aller Frauen haben vor einer Schwangerschaft Antikörper gegen Toxoplasmose im Blut und sind somit vor einer Neuansteckung geschützt. Ihre Anzahl nimmt aber ab. Das heißt, dass immer mehr Frauen ungeschützt sind und sich zum ersten Mal während der Schwangerschaft infizieren könnten. Aktuell stecken sich ungefähr 0,2 Prozent aller schwangeren Frauen zum ersten Mal mit dem Erreger der Toxoplasmose während der Schwangerschaft an. Deswegen wird das sogenannte ,,Screening‘‘ umso wichtiger.

Das Screening besteht aus einer Erstuntersuchung, die möglichst früh stattfinden sollte, am besten vor der 9. Schwangerschaftswoche. Hat die Schwangere zu diesem Zeitpunkt keine Antikörper gegen Toxoplasmose, sind alle 8 Wochen Kontrollen zu empfehlen. Die Abschlussuntersuchung findet zum Zeitpunkt der Geburt statt und kann entweder mit Blut der Mutter oder mit Nabelschnurblut durchgeführt werden.

Hat der Arzt den Verdacht, dass ein Neugeborenes infiziert ist, ist ein direkter Nachweis des Erregers im Blut oder in der Gehirnflüssigkeit für die Diagnose hilfreich. Kommt ein Kind mit Verdacht auf Toxoplasmose zur Welt, wird es mindestens 12 Monate lang auf spezifische Antikörper kontrolliert. Darüber hinaus sind bis zur Schulreife jährliche Augen-, Leber- und Schädeluntersuchungen nötig.

Therapie nur bei Schwangeren nötig

Meistens ist eine Therapie nicht nötig, wenn die Toxoplasmose ohne Anzeichen verläuft und die Heilung spontan eintritt. Bei Fieber und Gelenkschmerzen verschreibt der Arzt symptomlindernde Medikamente.

Eine akute Toxoplasmose einer Schwangeren wird mit Antibiotika behandelt. Je früher die Behandlung beginnt, desto weniger Schäden erleidet das Kind. Folgende Wirkstoffe sind dazu geeignet:

  • Spiramycin bis zur 16. Schwangerschaftswoche
  • danach: Sulfadiazin, Pyrimethamin und Folinsäure

Besonders Schwangere sollten auf hohe Hygienestandards achten (©Subbotina Anna_fotolia)So beugen Sie vor

Vorbeugung ist insbesondere für immungeschwächte Menschen und schwangere Frauen sehr wichtig. Folgenden Maßnahmen sind nützlich:

  • Achten Sie auf eine strenge Hygiene und waschen Sie sich die Hände nach Garten-, Feld- oder Erdarbeiten und nach dem Besuch von Sandspielplätzen.
  • Idealerweise sollten Sie die Katzentoilette nicht selbst reinigen. Ist das nicht möglich, dann benutzen Sie unbedingt Einweghandschuhe.
  • Füttern Sie Ihre Katze nie mit rohem Fleisch, sondern erhitzen Sie es mehrere Minuten lang auf über 66 Grad Celsius. Rohes Gemüse sollte gründlich gewaschen werden, bevor die Katze es frisst. Reinigen Sie nach der Verarbeitung vom rohen Fleisch gründlich Schneidbretter, Messer, Küchenarbeitsflächen und Hände.

Fazit

Eine Toxoplasmose-Infektion hat fast jeder unbemerkt überstanden. Die meisten werden direkt oder indirekt von Katzen angesteckt. Sie merken es nicht, wenn es passiert, weil die Erkrankung meistens automatisch und ohne Folgen ausklingt. Schwerwiegende Folgen hat die Toxoplasmose allerdings bei Menschen mit einem schwachen Immunsystem und bei ungeborenen Kindern, wenn die Mutter sich während der Schwangerschaft zum ersten Mal ansteckt. Bei diesen Hochrisikogruppen sind Vorbeugungsmaßnahmen und die Früherkennung der Erkrankung äußerst wichtig.

Links

Informationen des Robert Koch-Instituts über Toxoplasmose
www.schwanger-info.de – Website der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung

Toxoplasmose bei der Katze

Diesen Artikel teilen:

Lesen Sie in diesem Artikel:

  • 1 Definition, Ursachen, Symptome
  • 2 Diagnose, Behandlung, Prognose
  • 3 Vorbeugen, Wann zum Tierarzt, Quellen
  • 4Weitere Fragen zu diesem Thema in unserem ForumNeu

Definition:

Für Katzenwelpen, die bereits bei der Geburt durch die Mutter infiziert sind, verläuft eine Toxoplasmose in einigen Fällen sogar tödlich. Hier gesunde Welpen. Foto: vetproduction

Was ist eine Toxoplasmose bei der Katze?

Bei der Toxoplasmose handelt es sich um eine Infektion mit dem Parasiten Toxoplasma gondii. Während Katzen dem Parasiten als Endwirt dienen, fungieren viele verschiedene Nutztiere wie Schweine, aber auch Wildtiere, diverse Vögel sowie der Mensch als Zwischenwirte.

Vielfach verläuft eine Infektion mit Toxoplasmose bei der Katze symptomlos. Selten kommt es zu Beschwerden: Für Katzenwelpen, die bereits bei der Geburt durch die Mutter infiziert sind, verläuft eine Toxoplasmose in einigen Fällen sogar tödlich.

Anzeige

Die Toxoplasmose ist beim Menschen vor allem für Schwangere beziehungsweise für das Ungeborene gefährlich, wenn die Mutter keine Immunität gegen den Parasiten besitzt.

Ursachen:

Was sind die Ursachen für eine Toxoplasmose bei der Katze?

Katzen stellen die Endwirte für den Erreger der Toxoplasmose, Toxoplasma gondii, dar. Sie können sich auf verschiedenen Wegen infizieren: Der Parasit durchläuft unterschiedliche Entwicklungsstadien innerhalb der Zwischen- und Endwirte und wird mit dem Kot ausgeschieden. Außerhalb eines Wirts entwickelt er sich nach einigen Tagen zu einem infektiösen Erreger.

Über den Kontakt mit dem infizierten Kot können sich weitere Katzen oder andere Tiere sowie der Mensch mit Toxoplasmose anstecken. Außerdem ist eine Übertragung durch den Verzehr von rohem infizierten Schweinefleisch oder infizierten Vögeln möglich.

Katzenwelpen können sich bereits im Mutterleib oder kurz nach der Geburt über die Mutterkatze mit Toxoplasmose infizieren. Toxoplasmose kann bei Katzenwelpen, aber auch bei Katzen, deren Immunsystem geschwächt ist, schwer verlaufen.

Symptome:

Wie äußert sich eine Toxoplasmose bei der Katze?

In den meisten Fällen verläuft eine Toxoplasmose ohne Symptome, gelegentlich kommt es zu Durchfall bei der Katze. Hat die Übertragung über den Verzehr von infiziertem Fleisch stattgefunden, sind kurzfristig geschwollene Lymphknoten oder Fieber möglich.

Bei jungen Katzen oder bei solchen, deren Immunsystem geschwächt ist, treten häufig Symptome wie Atemnot, Fieber, Husten, Durchfall, allgemeine Schwäche, Entzündungen des Auges, Leber- oder Herzmuskel-Entzündungen sowie Gelbsucht (Ikterus) auf. Bei Katzenwelpen kann eine akute Toxoplasmose tödlich verlaufen.

Die Toxoplasmose verläuft bei älteren geschwächten Katzen manchmal chronisch. In diesem Fall leiden die Tiere vor allem unter Magen-Darm- Störungen sowie Störungen des Zentralen Nervensystems (ZNS).

Anzeige

Lesen Sie jetzt weiter in diesem Artikel:

Toxoplasmose bei Katzen

Der Erreger Toxoplasma gondii ist weltweit verbreitet und Studien in Deutschland haben nachgewiesen, dass 45 bis 75 Prozent der Katzen (je nach Studie) Antikörper gegen Toxoplasmen haben. Antikörper bedeuten in diesem Zusammenhang, dass die jeweilige Katze irgendwann mal mit dem Erreger infiziert war und ihr Immunsystem während der Erkrankung Antikörper produziert hat. Die betroffene Katze ist somit immun. Eine gute und genaue Beschreibung des Erregers Toxoplasma gondii und seinen Infektionszyklus bietet Wikipedia: Toxoplasmose bei Wikipedia

Infektion mit Toxoplasma gondii

Die beiden primären Ansteckungswege sind zum einen rohes Fleisch und zum anderen der Kot von infizierten Katzen.
Rohes Fleisch: Alle Tierarten, die in Mitteleuropa Fleischlieferanten sind, können von Toxoplasmose-Erregern befallen werden. Bei jeder Tierart konnten in Studien Antikörper nachgewiesen werden. Rohes Fleisch gilt sowohl für die Katze als auch für den Menschen als häufigste Ursache für die Erkrankung an Toxoplasmose. Aber auch ungewaschenes Gemüse aus dem Garten kann eine Ursache sein.
Katzen: Bei rund 70 % aller Katzen sind im Blut Antikörper nachweisbar, jedoch nur 0,6 – 1,3 % scheiden über den Erreger mit dem Kot aus. Eine Ansteckung für andere Katzen oder Menschen ist nur bei direktem Kontakt mit betroffenem Kot möglich. Katzen, die in ländlicher Umgebung leben und sich frei draußen bewegen, sind wesentlich häufiger von Toxoplasmose betroffen als reine Wohnungskatzen.

Krankheitsverlauf

Eine gesunde und erwachsene Katze zeigt in der Regel keine bis oder nur wenige Symptome (beispielsweise geringer Durchfall). Normalerweise wird das Tier alleine mit dem Erreger fertig. Zu heftigeren Krankheitsverläufen kann es dagegen bei jungen und geschwächten Katzen kommen, diese sollten auf jeden Fall behandelt werden. Folgende Symptome können bei einer Toxoplasmose auftreten:

  • Durchfall
  • Blutiger Kot
  • Fieber
  • Lymphknotenschwellungen
  • Husten
  • Atembeschwerden
  • Gelbsucht
  • Augenentzündungen
  • Entzündung des Herzmuskels oder der Skelettmuskulatur
  • Hirnhautentzündung
  • plötzlicher Tod bei Katzenwelpen

Im Falle einer chronischen Erkrankung an Toxoplasmose kann es zu Gangstörungen und Schüttelkrämpfen, Magen-Darm-Beschwerden, Abmagerung und Entzündungen der Augen kommen. Eine chronische Erkrankung kann nur bei Katzen mit einem gestörten Immunsystem auftreten.

Therapie

Die Therapie richtet sich nach der Schwere der Erkrankung und nach dem Alter sowie dem Allgemeinzustand der Katze. Gesunde erwachsene Katzen haben oft keine bis nur sehr geringe Symptome und bewältigen den Erreger von alleine. Bei diesen wird eine Infektion nur in seltenen Fällen oder zufällig bei anderen Untersuchungen entdeckt. Bei stärkeren Krankheitsverläufen und bei Katzen mit einem geschwächten Immunsystem ist eine Behandlung angeraten.

Bedeutung für den Menschen

Bei Toxoplasmose handelt es sich um eine so genannte Zoonose, eine vom Tier auf den Menschen übertragbare Krankheit. In seltenen Fällen erfolgt die Übertragung auch vom Menschen auf das Tier. Bei rund 90 % aller an Toxoplasmose erkrankter Menschen verläuft die Erkrankung beschwerdefrei und symptomlos. Allerdings besteht bei Schwangeren ein erhebliches Risiko für das noch ungeborene Kind. Die Folgen für das Kind können von Fehlbildungen der Augen und Hirnschäden bis hin zu schweren Behinderungen reichen. Allerdings kann die Frau ihr ungeborenes Kind nur dann infizieren, wenn sie im Vorfeld der Schwangerschaft selbst noch keinen Kontakt mit Toxoplasmen hatte. Eine Frau mit Kinderwunsch sollte einen Titer-Test auf Toxoplasma gondii durchführen lassen. Ist dieser positiv – das heißt, es sind Antikörper vorhanden – kann das Immunsystem der werdenden Mutter die Toxoplasmen bei erneutem Kontakt bekämpfen. Der Parasit wird in diesem Fall nicht an das Kind übertragen. Die immer wieder von Gynäkologen empfohlene Abgabe der Katzen ist laut einigen Tierärzten in der Regel nicht notwenig! Weitere empfehlenswerte Maßnahmen sind der Verzicht auf den Umgang (auch Barf!) und den Verzehr von rohem Fleisch (besonders Lamm; Rinder hingegen scheinen nicht anfällig für Toxoplasmose zu sein). Weiter birgt der Verzehr von ungewaschenem Gemüse ein hohes Risiko, da die Oozysten der Toxoplasmen häufig in Erde und Sand zu finden sind.

Bei der Reinigung der Katzentoilette ist zu beachten, dass die Oozysten ausschließlich mit dem Kot ausgeschieden werden. Erst nach etwa 24 Stunden werden die ausgeschiedenen Oozysten infektionsfähig. Die (mindestens) tägliche Reinigung der Katzentoilette vermindert die Infektionsgefahr. Trotzdem kann es nicht schaden, die Reinigung vorerst von einer anderen Person durchführen zu lassen, auch im Hinblick auf den wachsenden Bauchumfang. Lesenswert hierzu ist auch der Artikel: Toxoplasmose und Schwangerschaft
Wenn Sie sich über das Thema gerne weiter austauschen wollen, dann schauen Sie gern auf unserer Facebook-Seite vorbei!
Quellen:
Laboklin
Dr. Ralph Rückert
Tierärztliche Klinik Birkenfeld

Allerdings können Sie eine Trächtigkeit bei Katzen nicht sofort erkennen. In den ersten zwei bis drei Wochen nach dem Deckakt lässt sich die Schwangerschaft noch nicht mit Sicherheit feststellen. Während dieser Zeit kann die Samtpfote noch rollig sein. Etwa in der dritten Woche nach der Befruchtung kann der Tierarzt ertasten, dass Ihre Katze Kitten erwartet.

Wie lange ist eine Katze trächtig?

Die Tragzeit einer werdenden Katzenmutter kann zwischen 60 und 72 Tagen nach dem Deckakt dauern. Wenn Sie selbst eine Katzenzucht betreiben, können Sie den Geburtstermin daher auf zwei bis zweieinhalb Monate nach der Verpaarung ansetzen. Ist Ihre Katze unkastrierte Freigängerin, müssen Sie sich allerdings auf körperliche Anzeichen einer Trächtigkeit bei Katzen verlassen – und diese sind gar nicht so leicht zu erkennen.

Trächtigkeit bei Katzen: Erste Anzeichen

Ein Tipp vorneweg: Die Trächtigkeit sollte immer von einem Mediziner festgestellt werden. Ein ungeübter Katzenbesitzer kann mit dem unvorsichtigem Tasten großen Schaden sowohl bei der Katze als auch bei den Babys anrichten.

Es gibt aber durchaus andere Anzeichen, die eine Trächtigkeit bei Katzen erkennen lassen: Dazu gehören etwas rosa verfärbte und stärker heraustretende Zitzen bei der Samtpfote – diese lassen sich nach 15 bis 18 Tagen beobachten. Ungefähr ab der fünften Woche ist der dicker werdende Bauch allmählich zu erkennen. Etwa einen bis zwei Kilogramm nehmen Katzen im Verlauf einer Trächtigkeit zu.

Katzen können wie Menschen an „Schwangerschaftsübelkeit“ leiden und erbrechen sich unter Umständen häufig. Trächtige Stubentiger haben kurz vor der Geburt oft mehr Appetit als vorher und fressen für ihre Katzenbabys mit. Außerdem suchen Katzen während der Trächtigkeitsphase noch mehr und öfter die Nähe „ihrer“ Menschen als sonst, werden anhänglicher und verschmuster – genauso schnell können sie aber das Weite suchen. Solche Stimmungsschwankungen sind ebenso mögliche Symptome einer Trächtigkeit bei Katzen.

So kann der Tierarzt die Trächtigkeit erkennen

Grundsätzlich gilt: Die genannten Symptome einer Trächtigkeit bei Katzen wie Übelkeit und Erbrechen, Gewichtszunahme, gesteigerter Appetit und Verhaltensänderungen wie erhöhte Anhänglichkeit können auch auf eine Krankheit hindeuten. Daher sollten Sie nicht zögern, wenn Sie bei Ihrer Fellnase ungewöhnliche Anzeichen erkennen, und sie vorsichtshalber vom Tierarzt durchchecken lassen.

Wenn Sie mit Ihrer vermeintlich trächtigen Katze zum Tierarzt gehen, wird dieser sehr wahrscheinlich eine Ultraschalluntersuchung durchführen. Spätestens ab der dritten Woche lässt sich der zu erwartende Nachwuchs so relativ sicher nachweisen, teilweise schon nach 15 Tagen. Nach 40 Tagen kann der Tierarzt zudem durch den Ultraschall erkennen, wie viele Katzenbabys unterwegs sind. Allerdings kann es vorkommen, dass ein Fötus etwas größer ist als seine Geschwisterchen und die Sicht auf weitere Kätzchen verdeckt.

Woran Sie erkennen, dass die Geburt bevorsteht

Rund 24 bis 48 Stunden bevor die Katzenbabys auf die Welt kommen, verliert die werdende Katzenmutter den Appetit. Sie wird dann allmählich nervös und schaut sich nach einem ruhigen Plätzchen für die Geburt um. Am besten bereiten Sie daher schon ein paar Tage vor dem frühestmöglichen Geburtstermin eine Wurfbox für Ihre Katze vor. 12 bis 24 Stunden vor Niederkunft sinkt außerdem ihre Körpertemperatur auf etwa 37,8 Grad Celsius. Kurz vorher zeigt sich Ihre Fellnase besonders unruhig, miaut verstärkt oder putzt sich vermehrt. Machen sich Wehen bemerkbar, also starke Kontraktionen im Unterbauch, und folgt darauf ein dunkler, dickflüssiger Scheidenfluss, ist es jede Sekunde soweit. Wie Sie sich in diesem Fall am besten verhalten, erfahren Sie in unserem Ratgeber „So läuft die Geburt von Katzenbabys ab“.

Diese Themen zur Katzengesundheit könnten Sie auch interessieren:

Scheinschwangerschaft bei Katzen: Symptome

Nahrung für die trächtige Katze: Das ist wichtig

Das braucht eine trächtige Katze

Toxoplasmose: In der Schwangerschaft ein Risiko

Letzte Änderung: 16.07.2018
Verfasst von Astrid Clasen • Medizinredakteurin Dieser Artikel wurde nachNach höchsten wissenschaftlichen Standards verfasst.

Unsere Inhalte basieren auf fundierten wissenschaftlichen Quellen, die den derzeit anerkannten medizinischen Wissensstand widerspiegeln. Wir arbeiten eng mit medizinischen Experten zusammen.

Mehr erfahren

Meist verläuft Toxoplasmose harmlos – nur in der Schwangerschaft für das ungeborene Kind sowie für Menschen mit geschwächtem Immunsystem stellt sie ein Risiko dar. Einfache Verhaltensregeln können eine Infektion jedoch verhindern.

© Jupiterimages/iStockphoto

Inhaltsverzeichnis

  • Überblick
  • Symptome
  • Ursachen
  • Diagnose
  • Therapie
  • Verlauf
  • Vorbeugen
  • Quellen

Toxoplasmose ist eine durch einen Parasiten verursachte Infektionskrankheit.

Da der Parasit Tiere und Menschen befällt, gehört Toxoplasmose zu den sogenannten Zoonosen: Das sind zwischen Tier und Mensch übertragbare Erkrankungen.

Die erste Beschreibung der Toxoplasmose beim Menschen stammt aus dem Jahr 1923. Doch erst im Jahr 1969 gelang es, den Entwicklungszyklus des Parasiten vollständig aufzudecken.

Toxoplasmose: Symptome

Die mit Toxoplasmose verbundenen Symptome können sehr unterschiedlich ausfallen.

  • Meistens verläuft die Infektion ohne Anzeichen einer Erkrankung und bleibt daher unbemerkt.
  • In seltenen Fällen treten grippeähnliche Beschwerden auf, die von selbst wieder verschwinden, wie:
    • leichtes Fieber
    • Abgeschlagenheit
    • geschwollene Lymphknoten

Ob eine Toxoplasmose Symptome hervorruft, hängt vor allem vom Zeitpunkt der Infektion und vom Zustand des Immunsystems der Betroffenen ab. Man unterscheidet drei Krankheitsformen:

1. Nach der Geburt erworbene (postnatale) Toxoplasmose

Wer sich nach der Geburt infiziert und ein intaktes Immunsystem hat, erkrankt meist (zu 80 bis 90%) gar nicht. In den restlichen Fällen verursacht eine nach der Geburt erworbene (postnatale) Toxoplasmose Symptome, die einer Grippe ähneln – zum Beispiel:

  • leichtes Fieber,
  • Abgeschlagenheit,
  • Kopfschmerzen,
  • Muskelschmerzen und
  • Gelenkschmerzen.

Begleitend führt eine postnatale Toxoplasmose dazu, dass die Lymphknoten anschwellen, vor allem im Halsbereich (sog. Halslymphknoten-Toxoplasmose). Die Symptome verschwinden in der Regel von selbst wieder.

2. Toxoplasmose bei geschwächtem Immunsystem

Bei Menschen mit geschwächtem Immunsystem kann Toxoplasmose heftigere Symptome auslösen. Der Erreger befällt häufig das zentrale Nervensystem (ZNS: Gehirn und Rückenmark) und bildet dort Zysten aus. Bei gesunden Menschen überlebt der Erreger lebenslang in den Zysten im Gehirn, ohne Beschwerden hervorzurufen. Ist das Immunsystem jedoch geschwächt (z.B. durch AIDS oder durch Medikamente, die das Immunsystem unterdrücken), entstehen aus den Zysten große Entzündungsherde.

Die häufigsten Toxoplasmose-Symptome bei geschwächtem Immunsystem sind:

  • Wesensveränderungen
  • Kopfschmerzen
  • Fieber
  • Krampfanfälle
  • Gleichgewichtsstörungen
  • Lähmungserscheinungen
  • Veränderungen am Augenhintergrund

Diese Symptome machen eine gezielte Behandlung notwendig. Unbehandelt führt die Toxoplasmose bei geschwächtem Immunsystem in solchen Fällen innerhalb weniger Wochen zum Tod.

3. Vor (pränatale) oder während der Geburt erworbene (konnatale) Toxoplasmose

Wenn sich eine Frau während der Schwangerschaft zum ersten Mal infiziert, entwickelt sie selten Symptome. Der Erreger geht aber mit einer Wahrscheinlichkeit von etwa 50 Prozent von der werdenden Mutter auf den Fötus über. Eine solche vor (pränatale) oder während der Geburt erworbene (konnatale) Toxoplasmose kann schwerwiegende Folgen haben. Möglich sind (abhängig vom Zeitpunkt und von der Intensität der Infektion):

  • eine Fehlgeburt,
  • seltener eine Totgeburt oder
  • Symptome wie ein Wasserkopf (Hydrozephalus),
  • Verkalkungen im Gehirn und
  • Entzündungen der Augeninnenhaut.

Welches Ausmaß die Symptome einer vor der Geburt erworbenen Toxoplasmose haben, hängt vom genauen Zeitpunkt der Infektion ab:

  • Eine Toxoplasmose in der Frühschwangerschaft führt zu schweren Schädigungen des Ungeborenen.
  • Findet die Infektion später statt, ist das Ausmaß der Veränderungen geringer.

Kommt ein prä- oder konnatal infiziertes Baby zunächst scheinbar gesund zur Welt, kann sich die Infektion auch später bemerkbar machen. So kann die konnatale Toxoplasmose nach Monaten oder Jahren Symptome verursachen wie:

  • Veränderungen der Augen bis hin zur Erblindung
  • Entwicklungsstörungen
  • geistige Verlangsamung

Toxoplasmose: Ursachen

Erreger

Erreger der Toxoplasmose ist ein einzelliger Parasit namens Toxoplasma gondii. Der Erreger ist weltweit verbreitet. Er befällt Vögel und Säugetiere einschließlich des Menschen. Sein Name rührt daher, dass

  • er eine gebogene Gestalt hat (griech. Toxon = der Bogen) und
  • man ihn 1908 bei einem nordafrikanischen Nagetier, dem Gondi, entdeckte.

Zwischenwirte von Toxoplasma gondii sind verschiedene Säugetiere und Vögel, Endwirte sind immer Katzen.

Denn der Erreger der Toxoplasmose kann sich nur im Dünndarm einer Katze geschlechtlich vermehren. Und so verläuft der Entwicklungszyklus von Toxoplasma gondii:

  • Bei der geschlechtlichen Vermehrung vereinigen sich weibliche und männliche Geschlechtszellen des Erregers (sog. Gameten) und es entstehen Oozysten: Diese bilden die Zwischenstufen von Toxoplasma gondii.
  • Die befallene Katze scheidet die Oozysten mit dem Kot aus. So gelangen die Erreger auf den Erdboden.
  • Von dort können dann mögliche Zwischenwirte (wie Schweine, Rinder oder auch der Mensch) den Erreger der Toxoplasmose aufnehmen (z.B. über Gemüse- oder Futterpflanzen).
  • Bevor jedoch die ausgeschiedenen Erreger beim Menschen eine Infektion verursachen können, benötigen sie mindestens drei Tage Luft, Feuchtigkeit und Wärme, um sich weiterzuentwickeln.
  • Innerhalb dieser Zeit entwickeln sich aus einer Oozyste die nachfolgenden Entwicklungsstadien von Toxoplasma gondii: die Sporozysten und anschließend die Sporozoiten. Diese Formen bleiben unter Umständen monate- bis jahrelang infektiös.

Infiziert sich der Mensch mit dem Erreger der Toxoplasmose, befällt dieser bevorzugt einen bestimmten Teil des menschlichen Immunsystems: das sogenannte retikuloendotheliale System. Hier entsteht in der befallenen Zelle eine Mutterzelle, die sich in zwei Tochterzellen umwandelt.

In der befallenen Zelle teilen sich die Parasiten so lange, bis die Zelle mit ihnen ausgefüllt ist. Es bildet sich eine Pseudozyste, deren Wand aus der Zellmembran der Wirtszelle besteht. Die Pseudozyste zerfällt und die Erreger der Toxoplasmose verteilen sich über das Blut im Körper – man spricht von einer Parasitämie.

Sobald das Immunsystem nach etwa einer Woche reagiert, bildet der Parasit echte Zysten mit einer festen Wand aus. Diese Zysten sind sehr widerstandsfähig und finden sich vor allem in der Muskulatur und im Gehirn. In diesem Stadium bleibt der Erreger der Toxoplasmose inaktiv über viele Jahre lebensfähig.

Übertragung

Der Mensch kann sich auf unterschiedliche Weise mit Toxoplasmose anstecken. Oft passiert die Übertragung beim Essen: Rohes Fleisch (Tartar, roher Schinken, Salami, Mettwurst usw.) oder ungenügend erhitztes Fleisch wie Hackfleisch (v.a. vom Schwein) können mit Toxoplasma gondii verseucht sein.

Außerdem kann sich der Mensch den Erreger der Toxoplasmose über den Kot einer Katze einfangen – etwa beim Reinigen der Katzentoilette oder bei Kontakt mit Erdboden, auf dem sich Katzenkot befindet. Beim Spielen im Sand, bei der Gartenarbeit, in der Landwirtschaft oder bei der Reinigung von Katzentoiletten kann der Mensch den Erreger aus dem Katzenkot über den Mund aufnehmen. Auch Obst und Gemüse können mit Katzenkot verschmutzt sein und so zu einer Infektion führen.

© iStock Auch Schwangere können Kontakt zu Katzen haben: Wer im Umgang mit den Tieren auf Hygiene achtet oder (wegen einer schon durchgemachten Infektion) sowieso immun gegen Toxoplasmose ist, hat keinen Grund zur Sorge. Zudem können nur Katzen, die rohes Fleisch fressen, befallen sein und die Erreger mit dem Kot ausscheiden.

Selten entsteht Toxoplasmose durch eine Übertragung von Mensch zu Mensch. Diese Möglichkeit besteht aber nur bei einer Erstinfektion werdender Mütter: Wenn sich eine schwangere Frau zum ersten Mal mit dem Erreger ansteckt, kann sie ihn auf das Ungeborene übertragen (pränatale bzw. konnatale Toxoplasmose). Zu Beginn der Schwangerschaft ist das Übertragungsrisiko geringer und nimmt zum Ende hin zu. In anderen Fällen ist eine Ansteckung von Mensch zu Mensch nahezu ausgeschlossen.

Inkubationszeit

Bei der Toxoplasmose beträgt die Inkubationszeit (d.h. der Zeitraum zwischen der Infektion mit dem Erreger und dem Auftreten der ersten Symptome) zwei bis drei Wochen.

Häufigkeit

Die Häufigkeit der Toxoplasmose nimmt mit dem Alter zu: Der Anteil der infizierten Menschen innerhalb einer Altersgruppe steigt mit jedem Lebensjahrzehnt um etwa 10 Prozent. Bis zu 70 Prozent der über 50-Jährigen tragen Toxoplasma gondii in sich.

In den letzten Jahren haben sich in Deutschland jährlich rund 10 bis 20 Kinder im Mutterleib oder bei ihrer Geburt mit Toxoplasma gondii angesteckt. Damit gehört die konnatale Toxoplasmose zu den eher seltenen meldepflichtigen Infektionskrankheiten.

Toxoplasmose: Diagnose

Um eine Toxoplasmose zu diagnostizieren, muss der Arzt den Erreger nachweisen. Dies ist sowohl direkt als auch indirekt möglich.

Um den Erreger der Toxoplasmose direkt nachweisen zu können, entnimmt der Arzt eine Gewebeprobe – zum Beispiel aus einem Lymphknoten oder aus der Gebärmutter. Der direkte Nachweis des Erregers in Gewebeproben gelingt aber nur, wenn man die Proben zuerst mit bestimmten Färbemethoden behandelt. Dieser Erregernachweis ist jedoch wenig spezifisch, weshalb er seltener zum Einsatz kommt.

Das gängige Verfahren zur Diagnose einer Toxoplasmose besteht darin, den Erreger indirekt nachzuweisen. Hierzu ist eine Blutprobe nötig: Mithilfe einer Blutuntersuchung kann der Arzt feststellen, ob der Körper Antikörper gegen den Erreger gebildet hat. Bei diesem Test kann man schon eine Woche nach der Infektion einen Anstieg des Antikörperspiegels (Titer) nachweisen.

Meldepflicht

Zur Toxoplasmose besteht eine eingeschränkte Meldepflicht: Nach dem Infektionsschutzgesetz ist nur der direkte oder indirekte Erregernachweis bei einer Infektion, die im Mutterleib oder bei der Geburt erfolgt (sog. konnatale Toxoplasmose), nicht namentlich meldepflichtig.

Toxoplasmose: Therapie

Bei Toxoplasmose ist meist keine Therapie notwendig, da die Infektion im Allgemeinen wenige Beschwerden verursacht. Wenn Sie jedoch schwanger sind und sich zum ersten Mal mit Toxoplasma gondii infiziert haben, gilt: Lassen Sie sich unbedingt mit Antibiotika behandeln, auch wenn Sie keinerlei Beschwerden haben!

Bei einer Toxoplasmose in der Schwangerschaft zielt die Therapie darauf ab, eine Infektion Ihres Kindes zu verhindern. Ein geeignetes Mittel ist das Antibiotikum Spiramycin – ab der 16. Schwangerschaftswoche kann es auch in Kombination mit Pyrimethamin zum Einsatz kommen. Gleichzeitig erhalten Sie Folinsäure, um Schäden am Knochenmark zu verhindern.

Wenn sich Ihr Kind dennoch mit Toxoplasmose infiziert hat, bekommt es zur Behandlung nach der Geburt die gleichen Medikamente.

Die genannten Medikamente helfen auch, wenn Sie eine örtliche Toxoplasmose-Infektion am Auge haben oder wenn Ihr Immunsystem geschädigt ist (z.B. infolge einer HIV-Infektion). Alternativ kann bei befallenen Augen das Antibiotikum Clindamycin zum Einsatz kommen, während Sie bei Immunschwäche gegebenenfalls zusätzlich Atovaquone im Sinne einer Chemoprophylaxe erhalten.

Toxoplasmose: Verlauf

Meist ist die Toxoplasmose harmlos. Schwerwiegend ist der Verlauf der Infektionskrankheit in folgenden Fällen:

  • Wenn sich eine schwangere Frau zum ersten Mal mit Toxoplasmose infiziert
    Dann kann das ungeborene Kind Schäden davontragen oder sogar sterben. Dabei ist der Zeitpunkt der Infektion entscheidend: Geschieht dies im ersten Schwangerschaftsdrittel, sind die Folgen schwerwiegender als bei einer späteren Infektion.
  • Wenn sich Menschen mit stark geschwächtem Immunsystem mit Toxoplasmose infizieren

Infiziert sich ein Ungeborenes während der Schwangerschaft mit Toxoplasmose, ist die Prognose vom Zeitpunkt und von der Intensität der Infektion abhängig.

  • Etwa 90 Prozent der in der Schwangerschaft mit Toxoplasma gondii infizierten Kinder sind zum Zeitpunkt der Geburt gesund.
  • Allerdings können sich noch nach Monaten bis Jahren Spätschäden – wie eine Entwicklungsstörung – einstellen.
  • In seltenen Fällen kommt es beim Übergang der Toxoplasmose von der werdenden Mutter auf das Ungeborene zu einer Fehlgeburt oder Totgeburt.

Hat ein Mensch ein geschwächtes Immunsystem (z.B. weil er AIDS hat oder Medikamente einnimmt, die das Abwehrsystem unterdrücken), verläuft die Toxoplasmose häufig schwer. Nicht selten entwickelt sich eine Entzündung des Gehirns (Enzephalitis). Darüber hinaus können auch andere Organe in Mitleidenschaft gezogen sein – wie:

  • Herz,
  • Lunge,
  • Leber oder
  • Milz.

Mögliche Komplikationen der Toxoplasmose bei immungeschwächten Menschen sind eine Lungenentzündung oder eine Entzündung des Herzmuskels (Myokarditis). Unbehandelt führt die Erkrankung bei geschwächtem Immunsystem innerhalb weniger Wochen zum Tod.

Toxoplasmose: Vorbeugen

Einer Toxoplasmose können Sie durch folgende Maßnahmen vorbeugen:

  • Hände waschen! Waschen Sie Ihre Hände vor dem Essen. Waschen Sie sich die Hände auch nach jedem Kontakt mit möglicherweise kontaminierter Erde (z.B. nach der Gartenarbeit oder nach dem Spielen im Sandkasten) oder nach dem Berühren von rohem Fleisch sorgfältig mit Seife.
  • Beim Umgang mit Katzen auf Hygiene achten! Bekommen reine Hauskatzen kein rohes Fleisch, besteht kein Risiko einer Toxoplasmose. Bei freilaufenden Katzen ist jedoch eine Infektion über Beutetiere wie Mäuse möglich.
  • Fleisch nur richtig zubereitet essen! Essen Sie kein rohes Fleisch (Tartar, roher Schinken, Salami, Mettwurst usw.) beziehungsweise kein ungenügend erhitztes Fleisch. Die gewerbemäßige Fleischverarbeitung mit Pökeln, Räuchern, Kochen und Frosten bis minus 21 Grad Celsius tötet den Erreger Toxoplasma gondii ab.
  • Grünzeug nur gesäubert essen! Waschen Sie Gemüse, Salate und Früchte vor dem Verzehr gründlich.

Anders als vor vielen anderen Infektionskrankheiten können Sie sich vor einer Toxoplasmose nicht schützen, indem Sie sich impfen lassen: Es steht keine Impfung gegen Toxoplasma gondii zur Verfügung.

Wenn Sie einmal eine Toxoplasmose durchgemacht haben, sind Sie allerdings ein Leben lang immun gegen die Infektion – also vor einer erneuten Infektion geschützt. Das bedeutet für schwangere Frauen: Wenn sich eine Frau vor ihrer Schwangerschaft bereits mit Toxoplasma gondii infiziert hat und erkrankt ist, kann sie nicht erneut daran erkranken. In diesem Fall besteht also keine Gefahr für das Ungeborene.

Dass Sie einer Toxoplasmose vorbeugen, ist vor allem dann wichtig,

  • wenn Sie zum Beispiel AIDS haben oder wegen einer Organtransplantation Medikamente einnehmen, die Ihr Abwehrsystem unterdrücken, und
  • wenn Sie schwanger sind, aber vor Beginn der Schwangerschaft noch nie mit dem Erreger infiziert waren und so keine Immunität gegen die Toxoplasmose entwickeln konnten.

Ob Sie immun oder nicht immun sind, können Sie durch eine Untersuchung Ihres Bluts auf Antikörper feststellen lassen. Fällt dieser Toxoplasmose-Test negativ aus, ist er während der Schwangerschaft (im Rahmen der Schwangerschaftsvorsorge) wiederholt notwendig, um eine frische Infektion früh zu erkennen und behandeln zu können.

Quellen

ICD-10-Diagnoseschlüssel:

Hier finden Sie den passenden ICD-10-Code zu „Toxoplasmose“:

  • Toxoplasmose

Linktipps:

  • Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V.
    Godesberger Allee 18
    53175 Bonn
    +49 (0)228 3 77 66 00
    +49 (0)228 3 77 68 00
    www.dge.de

Quellen:

Herold, G.: Innere Medizin. Eigenverlag, Köln 2018

RKI-Ratgeber für Ärzte: Toxoplasmose. Online-Informationen des Robert-Koch-Instituts: www.rki.de (Stand: 12.12.2016)

Hahn, J.-M.: Checkliste Innere Medizin. Thieme, Stuttgart 2013

Letzte inhaltliche Prüfung: 13.07.2018
Letzte Änderung: 16.07.2018

Toxoplasmose

Meistens bleibt die Toxoplasmose unbemerkt. (Syda Productions / Fotolia.com)

Kurzfassung:

  • Toxoplasmose wird meistens durch Katzenkot oder nicht ausreichend gekochtes Fleisch auf den Menschen übertragen.
  • Die Infektion verläuft bei vielen Menschen symptomlos.
  • Hygienemaßnahmen verringern die Ansteckungsgefahr.
  • Bei gesunden Menschen ist eine Therapie nicht notwendig, da die Krankheit spontan abheilt.
  • Bei Verdacht auf Infektion bei Schwangeren muss ein Arzt aufgesucht werden.

Wie erfolgt die Ansteckung mit Toxoplasmose?

Die Toxoplasmose ist eine weltweit verbreitete Zoonose, also eine vom Tier auf den Menschen übertragbare Erkrankung. Der Erreger der Toxoplasmose ist Toxoplasma gondii, ein einzelliger Parasit, dessen Hauptwirt die Katze ist. Infizierte Katzen scheiden Toxoplasmen-Eier mit dem Kot aus. Diese können vom Menschen z.B. über kontaminiertes Erdreich – bei der Gartenarbeit – aber auch über Salat und Gemüse aufgenommen werden.

Die Hauptinfektionsquelle für den Menschen jedoch ist die Aufnahme von Toxoplasma gondii über Fleisch von Schlachttieren, deren Futter zuvor mit Katzenkot verunreinigt wurde. Eine akute Infektion von Katzen kann durch eine Kotuntersuchung beim Tierarzt festgestellt werden.

Für gesunde Kinder und Erwachsene ist die Toxoplasmose in der Regel eine harmlose und folgenlos ausheilende Erkrankung. Bei Frauen, die sich in der Schwangerschaft erstmalig infizieren, kann eine Infektion in manchen Fällen zu einer Schädigung des Kindes führen.

Man schätzt, dass das Infektionsrisiko in Österreich mit jedem Lebensjahr um etwa ein Prozent ansteigt. Eine 40-jährige Frau hat sich also mit einer Wahrscheinlichkeit von 40 Prozent schon einmal mit Toxoplasmen infiziert. Das Immunsystem reagiert auf eine Infektion mit der Bildung von Antikörpern, die die Erreger bekämpfen und lebenslang vorhanden sind, der Mensch wird also immun.

++ Mehr zum Thema: Wie erfolgt die Ansteckung bei Toxoplasmose? ++

Welche Symptome treten bei Toxoplasmose auf?

Die Anzeichen von Toxoplasmose sind unterschiedlich. Häufig verläuft die Krankheit ohne Symptome und bleibt unbemerkt, manchmal treten folgende grippeähnliche Beschwerden auf:

  • leichtes Fieber
  • Abgeschlagenheit
  • Geschwollene Lymphknoten

Bis sich die Erkrankung bemerkbar macht vergehen zumeist zwei bis drei Wochen.

++ Mehr zum Thema: Symptome bei Toxoplasmose ++

Wie kann man sich vor Toxoplasmose schützen?

Die Verhinderung einer Infektion mit Toxoplasmen ist vor allem für Schwangere und immungeschwächte Personen, die noch nie Kontakt mit dem Erreger hatten, von großer Bedeutung. Wichtige Maßnahmen sind hier unter anderem:

  • Allgemeine Hygienemaßnahmen
  • Händewaschen nach Garten-, Feld- oder Erdarbeiten und nach dem Besuch von Sandspielplätzen
  • Umgang mit Katzen: Das Reinigen der Katzentoilette sollte von anderen Personen durchgeführt werden. Falls dies nicht möglich ist, ist das Tragen von Einmal-Handschuhen unverzichtbar. Feuchthalten der Katzentoilette verhindert die Verbreitung der Toxoplasmen-Eier über die Luft. Die Katze darf nicht mit rohem Fleisch gefüttert werden, sollte nach Möglichkeit nicht ins Freie gehen und nicht jagen. Nach engem Kontakt mit der Katze Hände waschen um Schmierinfektionen zu vermeiden. Bei Einhaltung von allgemeinen Hygienemaßnahmen muss die Katze nicht weggegeben werden.
  • Verzicht auf rohes und ungenügend erhitztes Fleisch: Auf Beef tatar, Mett- oder Teewurst sowie Rohschinken sollte aus Sicherheitsgründen verzichtet werden. Der Verzehr von gut geräucherten Wurstsorten ist unbedenklich. Bei der Zubereitung von Fleischspeisen sollten insbesondere Schweine- und Lammfleisch mehrere Minuten lang über 66°C erhitzt werden, da die Zysten im Fleisch bei einer Lagertemperatur von +4 Grad Celsius drei Wochen lang lebensfähig sind. Durch die gewerbemäßige Fleischverarbeitung mit Pökeln, Räuchern, Kochen und Einfrieren bis minus 21 Grad Celsius werden die Parasiten abgetötet. Rohes Gemüse und bodennah wachsende Früchte sollten vor dem Verzehr gründlich gewaschen werden.
  • Gute Küchenhygiene: Verwendet man beim Kochen für Fleisch, Salat und Gemüse dieselben Küchenutensilien, so können Toxoplasmose-Erreger vom Fleisch auf andere Lebensmittel gelangen. Schneidbretter und Messer, aber auch die Arbeitsflächen und Hände müssen daher nach dem Kontakt mit Fleisch gut gereinigt werden.

Wie wird Toxoplasmose behandelt?

Bei gesunden Menschen ist eine Therapie der unkomplizierten Toxoplasmose nicht erforderlich, weil es in der Regel nach wenigen Wochen zu einer Spontanheilung kommt. Begleiterkrankungen wie Fieber und Gelenkschmerzen werden symptomatisch behandelt.

Eine möglichst frühe Diagnose einer Toxoplasmose-Infektion in der Schwangerschaft ist von großer Bedeutung. Es gilt, das Ungeborene vor einer Infektion zu schützen. Bei Diagnose einer akuten Erstinfektion wird ab der 16. Schwangerschaftswoche eine antibiotische Therapie eingeleitet. Sie soll das Risiko einer Übertragung auf den Fötus um die Hälfte minimieren und erst mit der Geburt beendet werden. Auch bei Verdacht auf eine Infektion wird vorsorglich mit der Therapie begonnen.

Ist die Infektion einer Schwangeren gesichert, so folgt eine Fruchtwasseruntersuchung, um den Infektionsstatus des Fötus abzuklären. Bei positivem Befund des Kindes wird das Kind von der Geburt bis zum Ende des ersten Lebensjahres behandelt.

Bleiben Sie informiert mit dem Newsletter von netdoktor.ch

Autoren:
Mag.(FH) Silvia Hecher, MSc
Medizinisches Review:
Mag. Astrid Leitner
Redaktionelle Bearbeitung:
Matthias Thalhammer, Thomas Auinger, Mag. Astrid Leitner

Stand der medizinischen Information: August 2016

Patienteninformation des Goldenen Kreuz Wien (Online, letzter Aufruf: 08.08.2016)
Robert-Koch-Institut: www.rki.de
Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit: www.ages.at

Weitere Artikel zum Thema

Toxoplasmose in der Schwangerschaft

Die Infektion mit Parasiten verläuft meist beschwerdefrei. In der Schwangerschaft ist sie gefährlich.

Infektionskrankheiten durch Haustiere

Es sind vor allem Parasiten wie Bandwürmer, Spulwürmer und auch Einzeller, vor denen man sich in Acht nehmen sollte. Zwar können Haustiere, vor …

Schwanger – muss die Katze weg?

Meine Frau ist im vierten Monat schwanger. Seit Jahren haben wir eine Perserkatze. Welche Gefahren bestehen dabei und wie sollen wir vorgehen? zur Antwort

Toxoplasmose in der Schwangerschaft

Was ist Toxoplasmose?

Toxoplasmose ist eine Infektion, die von einem kleinen Parasiten verursacht wird, der in Katzen lebt. Man kann sich über Katzenkot mit dem Parasiten infizieren. (BMJ 2013, NHS 2013a, Nayeri 2013).
Sie können aber auch über Erde, die mit Katzenkot verunreinigt wurde, mit dem Parasiten in Kontakt kommen. Denken Sie daran, wenn Sie Gartenarbeiten machen. (NHS 2013a, Nayeri 2013, Tommy’s 2013).
Wenn Sie eine Katze haben oder hatten, sind Sie vielleicht schon mit dem Erreger in Kontakt gekommen. Dann könnten Sie immun gegen Toxoplasmose sein.
Außerdem können Sie sich auf folgenden Wegen infizieren:

  • Beim Essen von rohem, geräuchertem oder halbgarem Fleisch
  • Über Küchenutensilien, die zur Verarbeitung von rohem, geräuchertem oder halbgarem Fleisch verwendet wurden.
  • Wenn man nicht pasteurisierte Ziegenmilch trinkt oder Ziegenkäse aus dieser Milch isst.
  • Beim Essen von ungewaschenen Früchten oder ungewaschenem Obst
  • (NHS 2013a, Nayeri 2013, Tommy’s 2013)

Eine Toxoplasmose verläuft meist unbemerkt, aber wenn man sie während der Schwangerschaft zum ersten Mal bekommt, kann es ernsthafte Konsequenzen haben. Eine Studie kam zu dem Ergebnis, dass sich nur fünf von 1000 Schwangeren (die vorher nie infiziert wurden) mit Toxoplasmose infizierten. (NHS 2013b).

Schadet Toxoplasmose meinem ungeborenen Kind?

Es ist gut zu wissen, dass die Wahrscheinlichkeit einer Toxoplasmose während der Schwangerschaft eher gering ist. Allerdings kann Toxoplasmose einem ungeborenen Kind sehr gefährlich werden, wenn sie auftritt. Im frühen Stadium einer Schwangerschaft kann sie zu einer Fehlgeburt führen (Di Mario 2013, Nayeri 2013, NHS 2013c, Tommy’s 2013).
Wenn eine Schwangere sich mit Toxoplasmose infiziert, kann ihr Kind einen Hydrocephalus entwickeln (früher Wasserkopf genannt) oder Hirnschäden erleiden. Es könnten auch die Augen oder andere Organe des Babys geschädigt werden. (Di Mario 2013, Nayeri 2013, NHS 2013c, Tommy’s 2013).
Einige Babys, die von einer Toxoplasmose geschädigt wurden, zeigen nach der Geburt zunächst keine erkennbaren Anzeichen. Aber im Laufe der nächsten Monate oder Jahre könnten sie folgende Symptome entwickeln:

  • Augenschäden
  • Hörprobleme
  • Lernschwierigkeiten
  • (BMJ 2013, Di Mario 2013, Nayeri 2013, NHS 2013c, Tommy’s 2013)

Wie weiß ich, dass ich Toxoplasmose habe?

Man kann ganz ohne Symptome sein, wenn man Toxoplasmose hat. Folgende Symptome können jedoch auftreten:

  • geschwollene Lymphknoten im Kopf- und Halsbereich
  • Kopfschmerzen
  • Muskelschmerzen
  • Erschöpfung
  • allgemeine grippeartige Symptome
  • (NHS 2013b, Nayeri 2013)

Kann ich mich auf Toxoplasmose testen lassen?

Falls Sie sich Sorgen über eine mögliche Toxoplasmose-Infektion während Ihrer Schwangerschaft machen, sollten Sie mit Ihrem Arzt über einen Bluttest sprechen.
Der Test weist Antikörper nach, das sind Proteine, die Ihr Körper produziert, um die Toxoplasmose zu bekämpfen. (NHS 2013d, Nayeri 2013).
Diese Antikörper bilden sich nicht sofort und sind somit nicht vor dem Ablauf von zwei oder drei Wochen nach einer aktuellen Infektion im Bluttest erkennbar. (NHS 2013d, Nayeri 2013).
Wenn der Bluttest negativ ist, bedeutet das, dass Sie nie eine Toxoplasmose hatten und somit auch keine Immunität dagegen. Da es eben ein paar Wochen dauert, bis die Antikörper nach einem Kontakt mit dem Erreger auftauchen, kann es sein, dass Ihr Arzt/Ihre Ärztin den Test sicherheitshalber wiederholen lässt. (NHS 2013d, Nayeri 2013, Tommy’s 2013).
Wenn der Bluttest positiv ist, gibt es Antikörper in Ihrem Blut. Meistens heißt das, Sie sind bereits einmal mit Toxoplasmose in Kontakt gekommen und haben eine Immunität entwickelt. Damit stellt Toxoplasmose keine Gefahr für Ihr Baby da. In einigen wenigen Fällen heißt es aber, dass Sie sich mit Toxoplasmose während Ihrer Schwangerschaft infiziert haben, was wiederum ein Risiko für Ihr Baby darstellt (NHS 2013d, Tommy’s 2013).
Um herauszufinden, ob die Infektion vor langer Zeit oder aktuell stattfand, braucht man einen weiteren Bluttest (NHS 2013d).
Man kann auch direkt herausfinden, ob Ihr ungeborenes Baby infiziert ist. Der Test heißt Amniozentese. Dazu muss Ihr Arzt/Ihre Ärztin eine Probe des Fruchtwassers entnehmen.
Allerdings birgt auch eine Amniozentese ein sehr geringes Risiko einer Fehlgeburt. Ihr Arzt/Ihre Ärztni und Ihre Hebamme können Ihnen dabei helfen, die Risiken gegen die Vorteile abzuwägen und zu entscheiden, ob Sie eine Amniozentese durchführen lassen sollten oder nicht (BMJ 2013, NHS 2013d).
Auch Ihr Baby kann nach der Geburt einem Bluttest unterzogen werden, um zu sehen, ob es Toxoplasmose hat. Falls es Anzeichen für die Infektion gibt, kann Ihr Kind mit Antibiotika behandelt werden (BMJ 2013, NHS 2013d).

Wie sieht die Behandlung gegen Toxoplasmose aus?

Wenn Sie sich während Ihrer Schwangerschaft zum ersten Mal mit Toxoplasmose infizieren, wird Ihr Arzt/Ihre Ärztin vermutlich eine Behandlung mit Antibiotika vorschlagen. Das kann verhindern, dass Ihr Kind sich ansteckt. Meist werden die Antibiotika Spiramycin, Pyrimethamin und Sulfadiazin verwendet, aber auch andere sind gebräuchlich (BMJ 2013, Hotop 2012, Nayeri 2013, NHS 2013e, Pacquet 2013).
Vermutlich brauchen Sie Beratung und auch moralische Unterstützung, um zu entscheiden, was zu tun ist. Ihr Arzt/Ihre Ärztin und Ihre Hebamme werden Sie sicherlich beraten.

Wie kann ich verhindern, Toxoplasmose zu bekommen?

Sie können sich mit ein paar einfachen Vorsichtsmaßnahmen vor einer Infektion mit Toxoplasmose schützen.
Bei Lebensmitteln:

  • Waschen Sie sich die Hände, bevor Sie Essen kochen oder zubereiten. Nach dem Kochen sollten Sie abermals die Hände waschen und alle Kochutensilien und Oberflächen gründlich reinigen.
  • Waschen Sie Obst und Gemüse sehr gründlich, besonders wenn Sie sie roh essen – dazu gehören auch vorgewaschene Salate.
  • Kochen bzw. braten Sie Fleisch und gekühlte oder gefrorene Fertigmahlzeiten gründlich durch, bevor Sie sie essen.
  • Trinken Sie keine Milch, die nicht pasteurisiert ist, trinken oder essen Sie nichts aus unpasteurisierter Ziegenmilch.
  • (NHS 2013f, Nayeri 2013, NICE 2008, Tommy’s 2013)

Tragen Sie Handschuhe, wenn Sie im Garten arbeiten oder mit Sand und Erde zu tun haben. Waschen Sie danach gründlich Ihre Hände, für den Fall, dass Sie eventuell in Kontakt mit Katzenkot gekommen sind. Falls Ihr Kind eine Sandkiste hat, decken Sie diese gut ab, damit Katzen sie nicht als Katzenklo benutzen (NHS 2013f, Tommy’s 2013).
Auch andere Nutztiere können Toxoplasmose verbreiten. Wenn Sie auf einem Bauernhof in Kontakt mit Schafen waren oder Streichelzoos oder ähnliches besucht haben, sollten Sie ganz besonders auf gründliches Händewaschen achten. Vermeiden Sie den Kontakt mit neugeborenen Lämmern, solange Sie schwanger sind (NHS 2013g).
Falls Sie selber eine Katze haben, sollte sich für die Zeit Ihrer Schwangerschaft jemand anders um das Katzenklo kümmern. Falls es sich nicht vermeiden lässt, das Katzenklo zu leeren, sollten Sie Handschuhe tragen und sich hinterher die Hände waschen. Sorgen Sie auch dafür, dass das Katzenklo täglich geleert wird (Nayeri 2013, NHS 2013f, Tommy’s 2013), denn der Parasit im Katzenklo braucht mindestens einen Tag, um sich zu entwickeln und ansteckend zu werden.
Sie können sich beim Bundesinstitut für Risikobewertung weiter über Toxoplasmose informieren:Verbrauchertipps: Schutz vor Toxoplasmose.
Vergessen Sie nicht, unsere kostenlose App herunterzuladen, um täglich interessante Infos über Ihre Schwangerschaft zu erhalten. „Mein Baby heute” gibt Ihnen alle von Experten geprüften Antworten, die Sie brauchen – immer griffbereit! BMJ. 2014. Patient information from the BMJ Group: Toxoplasmosis in pregnancy. bestpractice.bmj.com
Di Mario S, Basevi V, Gagliotti C et al. 2013. Prenatal education for congenital toxoplasmosis. Cochrane Database of Systematic Reviews Issue 2. Art. No.: CD006171. onlinelibrary.wiley.com
Hotop A, Hlobil H, Gross U. 2012. Efficacy of rapid treatment initiation following primary Toxoplasma gondii infection during pregnancy. Clin Infect Dis. 54(11):1545-52
HPA. 2011. General information – toxoplasmosis. Health Protection Agency.
Nayeri U, Thung S. Congenital fetal infections . In: A DeCherney and N Lufer, eds. Current diagnosis and treatment: Obstetrics and gynecology. Eleventh edition (international). McGraw-Hill, 2013
NHS. 2013a. Toxoplasmosis – causes. NHS Choices.
NHS. 2013b. Toxoplasmosis – symptoms. NHS Choices
NHS. 2013c. Toxoplasmosis – complications. NHS Choices.
NHS. 2013d. Toxoplasmosis – diagnosis. NHS Choices.
NHS. 2013e. NHS. 2013d. Toxoplasmosis – treatment. NHS Choices.
NHS. 2013f. Toxoplasmosis – prevention. NHS Choices.
NHS. 2013g. Why should pregnant women avoid sheep during the lambing season? NHS Choices.
NICE. 2008. Antenatal care: Routine care for the healthy pregnant woman. National Institute for Health and Care Excellence .
NSC. 2011. Policy review: Screening for toxoplasmosis policy position statement. UK National Screening Committee.
Paquet C, Yudin MH. 2013. Toxoplasmosis in pregnancy: prevention, screening, and treatment. J Obstet Gynaecol Can. 35(1):78-9.
Tommy’s. 2013. Toxoplasmosis and pregnancy Tommy’s the baby charity.

  • reply
  • My midwife refuses to send me for a toxo test

    By Midwife @Tommys on 11 Jan 2019 – 12:25

    Hi Maria,
    I am unsure what you mean exactly when you say came into contact with, if you have touched raw meat and cat poo then this would not be a risk. Any risk would come from any ingestion of raw meat or anything that has come into contact with cat poo. As a routine, screening for toxo is not offered as part of antenatal care. The overall risk is very low. If you would like to talk about it further and provide a little more information then please do email us
    Best wishes,
    Tommy’s midwife

    • reply
  • Tested positive for toxoplasma IGg

    By Rita (not verified) on 5 Jan 2019 – 19:05

    I have received positive IGG level but low/negative igM. I have been travelling overseas in the past 3 months and I am 10 weeks pregnant. I didn’t have antibodies on my previous pregnancy 3 years ago. Are there any chances this could be a recent infection to conception? What further steps should I take? Many thanks for your advice.

    • reply
  • By Midwife @Tommys on 7 Jan 2019 – 09:28

    Hi Rita, Positive IGG indicates that you have immunity to toxoplasmosis which is a good thing. If your IGM is negative, this indicates that the infection was not recent. I would consult your doctor for confirmation. Best wishes

    • reply
  • Symptoms

    By Rebecca (not verified) on 31 Dec 2018 – 12:25

    Sadly I lost a baby in this way 10years ago, it was discovered at my 20 week scan that my baby had underdeveloped/damaged organs. I still mourn him 10 years on.
    When I had the toxoplasmosis I did notice symptoms but unfortunately the GP misdiagnosed me, so I did not become aware of it until after I had delivered my poor son.
    Anyone who is worried I would just like to say that I did have quite severely swollen glands including high up on the back of my neck, and I felt unwell enough to go to the doctor, so I think you would have some symptoms if you had caught it.
    Wish that more countries tested for immunity to this prior to pregnancy.

    • reply
  • Medium-rare steak

    By EML (not verified) on 28 Dec 2018 – 16:31

    I started to eat a medium-rare steak today, but then thought better of it and sent it back to the kitchen to be cooked again. However, when I got it back, although the meat didn’t look pink, there still seemed to be blood, but I didn’t like to send it back again. Now having read this page, I really wonder if I shouldn’t ask for a blood test in three week’s time?
    Thank you for your kind advice.

    • reply
  • By Midwife @Tommys on 7 Jan 2019 – 09:33

    Hi, Unfortunately only you can make that call. Catching toxoplasmosis in this way would be very unlikely but if you are looking for certainty, the only way to know is to do a test.

    • reply
  • Scared after oral contact with raw meat/juices

    By Anonymous (not verified) on 25 Dec 2018 – 13:09

    Hi, while preparing Christmas Dinner my toddler managed to touch the turkey giblets and internal turkey packaging. Before I could help her wash her hands she had a weeing accident over us both. While I was trying to clean her up, before we’d washed her hands, she somehow accidentally put her hands in straight in my mouth. I’m 25 weeks and terrified of getting infected from the transference. What do I do now? Am I being overly paranoid?

    • reply
  • By Midwife @Tommys on 7 Jan 2019 – 09:39

    Yes, I do think that you are worrying too much. There is no good reason to believe that the turkey giblets were infected with toxoplasmosis. Try to get this into perspective and just practice good hand hygiene which is I am sure what you do already. Take care

    • reply
  • Cat feaces

    By Ar (not verified) on 24 Dec 2018 – 19:53

    Hello i just come in direct contact with cat feaces recently because they poo on our mattress while im sleeping, i was immediately awake when i come and contact it cause its feels wet, my husband cleans it with tissue first then i immediatly wash my skin and my husband clean the faeces right away. Im 21 weeks. Im very worried, am i at risk?

    • reply
  • By Midwife @Tommys on 4 Jan 2019 – 16:57

    Hi Ar,
    Unless you have ingested the faeces in anyway then you would not be at any risk. It is important to try to avoid this situation again though and practising regular hand washing and avoid the cat faeces.
    Best wishes
    Tommy’s midwife

    • reply
  • Hard surfaces

    By Anne (not verified) on 16 Dec 2018 – 10:04

    Hi. Is it possible to get toxoplasmosis from hard surfaces? For example, floors being stepped on shoes that may have stepped on cat poo. I walked barefoot on our kitchen floor and accidentaly stepped on something sharp and cut myself. We often walked with shoes on the floor

    • reply
  • Pages

    Toxoplasmoseinfektion in der Schwangerschaft

    Das wissen heute alle Schwangeren: Rohes Fleisch (z.B. Tartare oder blutige Steaks) wird neun Monate lang vom Speiseplan gestrichen. Und das Katzenklo sollte vom werdenden Vater gereinigt werden. Aber warum? Und wie gefährlich ist die Krankheit, die dahinter steckt?

    Eine Ansteckung mit Toxoplasmose des Kindes während einer Schwangerschaft oder Geburt betrifft heute lediglich noch 1 Kind auf 2300 Lebendgeburten, ernste Folgen hat diese Infektion sogar nur gerade bei einem Kind auf 14’000 Lebendgeburten. Maximal erleiden in der Schweiz von den jährlich 73’000 Schwangeren höchstens 130 eine akute Toxoplasmose in der Schwangerschaft.

    Woran merke ich, ob ich mich mit Toxoplasmose angesteckt habe?

    Normalerweise verläuft eine Toxoplasmose für die Schwangere selbst weitgehend beschwerdefrei. Symptome treten oft nur in leichter Form auf und ähneln denen einer Grippe, einschliesslich Fieber und Lymphknotenschwellung, vor allem im Halsbereich. Seltener kommt es zu Durchfällen. Die Inkubationszeit beträgt ein bis drei Wochen. Auf jeden Falle sollten Sie Ihren Frauenarzt, Ihre Frauenärztin sofort benachrichtigen, wenn Sie sich krank fühlen.

    Man schätzt, dass etwa jeder dritte Erwachsene, schon einmal eine Toxoplasmose durchgemacht hat, also immun ist. Das gilt besonders für Katzenhalter. Es besteht aber die Möglichkeit, sicherheitshalber eine Antikörper-Untersuchung an Ihrem Blut zu machen, um herauszufinden ob auch Sie bereits eine Immunität und damit einen sicheren Schutz gegen eine Neuinfektion besitzen. Ebenso könnte im Blut festgestellt werden, ob Sie gerade an einer akuten Toxoplasmose leiden.

    Häufige Fragen zum Thema

    Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass ich mich mit Toxoplasmose anstecke? Und wie merke ich das?

    Die Symptome der Toxoplasmose sind in den meisten Fällen so leicht und unspezifisch, dass man sie für einen leichten Anflug von Grippe hält. Deshalb kann man ohne Bestimmung des Antikörpertiters in Ihrem Blut nicht wissen, ob man schon einmal eine Toxoplasmose durchgemacht hat und immun ist. Bei…

    vollständige Antwort lesen Kann man eine Toxoplasmose in der Schwangerschaft behandeln?

    Bei Verdacht auf eine frische Toxoplasmose-Infektion bekommt die Mutter sofort das Antibiotikum Spiramycin.

    Ab etwa der 16. SSW oder wenn sich im weiteren Verlauf durch eine Untersuchung im Nabelschnurblut oder im Fruchtwasser herausstellt, dass die Infektion tatsächlich auf das Kind übergegangen…

    vollständige Antwort lesen Gibt es Krankheiten, die von Haustieren übertragen werden und für Schwangere gefährlich sind?

    Katzen können über ihren Kot Toxoplasmose auf Menschen übertragen, und eine Erstinfektion der Schwangeren kann beim ungeborenen Kind schwere Schäden verursachen. Wenn Sie eine Katze haben, sollten Sie nachsehen lassen, ob Sie schon immun sind. Falls nicht, sollten Sie das Katzenklo täglich und nur…

    vollständige Antwort lesen

    Was kann meinem ungeborenen Kind passieren, wenn ich mich mit Toxoplasmose angesteckt habe?

    Bei einer Ansteckung innerhalb der ersten drei Monate besteht nur eine relativ geringe Gefahr, dass die Toxoplasmose-Parasiten das Ungeborene erreichen (ca. 15%), aber wenn, sind die Folgen für das Kind sehr schwerwiegend. Es kann zu Organschädigungen beim Kind oder zu einer Fehlgeburt kommen. Zum Ende der Schwangerschaft hin steigt die Wahrscheinlichkeit für eine Übertragung eines mütterlichen Infektes auf das Kind auf bis zu 70% an. Die Folgen sind dann aber weniger schwer und können häufig nach der Geburt erfolgreich behandelt werden.

    Wie kann man sich mit Toxoplasmose anstecken?

    Die Toxoplasmose wird durch einen Parasiten namens Toxoplasma gondii verursacht, der nach einer Infektion lebenslang im Organismus bleibt und eine Neuinfektion verhindert. Die Toxoplasmose-Erreger werden in erster Linie durch rohes, nicht durchgegartes Fleisch übertragen. Auch in der Erde und im Garten können sich Toxoplasmoseparasiten befinden, deshalb sollten Gemüse und Obst stets gut gereinigt werden. Über Kontakt mit Katzenkot kann der Erreger ebenfalls zum Menschen gelangen.

    Häufige Fragen zum Thema

    Enthält das Fleisch von allen Tierarten Toxoplasmose-Erreger? Sollte man sich da nicht besser vegetarisch ernähren?

    Es gibt bezüglich Toxoplasmose mehr und weniger gefährliche Fleischsorten. Fleisch vom Schaf (Lamm) und von der Ziege ist am häufigsten infiziert. Fleisch vom Schwein, Kaninchen, Rind und Pferd ist weniger belastet. Geflügel ist diesbezüglich die sicherste Fleischsorte.

    Fisch kommt als…

    vollständige Antwort lesen Kann man auch über andere tierische Erzeugnisse wie Milch und Eier eine Toxoplasmose bekommen?

    Nein, Milch und Eier sind keine Infektionsquellen für Toxoplasmose. Schwangere sollten dennoch vorsichtig sein: Unpasteurisierte (Roh-)Milch kann Listerien und rohe Eier können Salmonellen enthalten.

    vollständige Antwort lesen Ich bin schwanger. Muss ich jetzt meine Katze abgeben?

    Die Wahrscheinlichkeit einer Toxoplasmose-Übertragung ist umso grösser, je jünger die Katze ist und je mehr sie herumstreunen darf. Ältere Katzen, die nur in der Wohnung leben und nur Fertigfutter bekommen, übertragen fast nie Toxoplasmose. Grundsätzlich ist die Gefahr, sich über eine Hauskatze mit…

    vollständige Antwort lesen Mein schöner Gemüsegarten wird oft als Katzenklo benutzt. Darf ich den Salat usw. überhaupt noch essen?

    Wenn Sie noch keine Toxoplasmose gehabt haben, was man durch einen Bluttest herausfinden kann, sollten Sie sehr vorsichtig sein. Denn nicht nur in Katzenkot stecken Zysten der Toxoplasmose-Erreger, auch kleine Nagetiere können sie ausscheiden. Durch Schnecken und andere Kriechtiere wird der…

    vollständige Antwort lesen Sind Räucherwurst, Salami und Schinken auch gefährlich, wenn man schwanger ist?

    Ja, Salami und geräucherter Schinken, aber auch Wurstwaren wie z.B. Mett- und Teewurst werden zumindest teilweise aus rohem Fleisch hergestellt und können deshalb die Zysten des Toxoplasmose-Erregers übertragen. Trockenfleisch oder Bündnerfleisch gilt als weniger bedenklich, aber auch nicht als…

    vollständige Antwort lesen

    Wissen

    21.12.2008: Toxoplasmose – neue Strategie des BAG

    Letzte Aktualisierung : 10-11-19, BH

    Wann: Zu Beginn einer Schwangerschaft, ggf. Wiederholung zu einem späteren Zeitpunkt.
    Wie: Eine Blutprobe wird entnommen und im Labor untersucht.
    Wo: Bei der Hebamme oder Frauenärztin.
    Was: Die Toxoplasmose ist eine Krankheit, die bei der Mutter in der Regel harmlos verläuft und oft unbemerkt bleibt. Dem ungeborenen Kind kann sie aber schaden. Die Auslöser sind Toxoplasmen, einzellige Parasiten. Sie werden durch den Kontakt mit Katzenkot übertragen oder durch den Genuss von rohem Fleisch. Die Eier der Parasiten befinden sich in der Erde. Daher kann man sich auch durch den Verzehr von rohem, ungewaschenem Gemüse anstecken oder bei der Gartenarbeit. Wenn eine Frau sich das erste Mal während der Schwangerschaft mit Toxoplasmose infiziert, ist das für das Baby gefährlich. Es besteht das Risiko einer Fehlgeburt. Außerdem können das Nervensystem oder die Augen des Kindes geschädigt werden. Mit einem Bluttest auf Toxoplasmose wird zu Beginn oder sogar vor einer Schwangerschaft bestimmt, ob eine Frau bereits einmal an Toxoplasmose erkrankt war. Sie hat dann Antikörper im Blut, die sie vor einer Neuinfektion in der Schwangerschaft schützen. Etwa jeder zweite Erwachsene in Deutschland hat bereits einmal eine Toxoplasmose-Infektion durchgemacht. Bei Frauen im gebärfähigen Alter liegt der Anteil etwas niedriger.
    Nutzen: Der Test gibt Aufschluss darüber, ob eine Schwangere durch Antikörper in ihrem Blut vor einer Toxoplasmose-Erkrankung geschützt ist. Ist sie es nicht, kann zu besonderer Vorsicht geraten werden. Sie sollte dann beim Umgang mit Katzen achtsam sein, ebenso beim Hantieren mit rohem Fleisch, Obst und Gemüse sowie bei der Gartenarbeit. Auch kann eine aktuelle Infektion mit Toxoplasmose mit dem Test erkannt werden. Tritt sie während der Schwangerschaft auf, kann mit Antibiotika behandelt werden. Allerdings ist derzeit nicht klar, wie gut diese Behandlung dem ungeborenen Kind wirklich hilft.
    Ergebnis: Das Blut wird auf verschiedene Arten von Antikörpern gegen Toxoplasmose untersucht. Das erste Ergebnis fällt nicht immer eindeutig aus. Es können weitere Kontrolluntersuchungen erforderlich sein, die ggf. ein Speziallabor durchführen muss. So lässt sich beim Vorliegen bestimmter Antikörper nicht sofort sagen, ob es sich um eine überwundene oder noch bestehende Infektion handelt. Wird festgestellt, dass eine Frau nicht gegen Toxoplasmose geschützt ist, wird der Test häufig zu einem späteren Zeitpunkt der Schwangerschaft wiederholt, um eine Neuinfektion auszuschließen.
    Risiken: Der Bluttest schadet dem Kind nicht. Zum Teil können sich aber weitere, riskante Tests wie eine Fruchtwasseruntersuchung anschließen, die Fehlgeburten auslösen können.
    Gesundheitliche Folgen für die Mutter: Ein Toxoplasmose-Test hat keine Auswirkungen auf die Gesundheit der Mutter. Allerdings können die oft uneindeutigen Testergebnisse verunsichern.
    Kosten: Die gesetzlichen Krankenkassen zahlen den Test nur, wenn während der Schwangerschaft ein begründeter Verdacht auf eine Neuinfektion besteht. Ansonsten sind die Kosten von 14 bis 16 Euro für den Bluttest selbst zu tragen.
    Experteneinschätzung von Dr. Ulrike Bös, Frauenärztin:
    „Eine erstmalige Toxoplasmose-Infektion kommt bei Schwangeren selten vor. Trotzdem halte ich den Toxoplasmose-Test für sinnvoll. Denn wiederholte Tests können helfen, diese seltenen Fälle zu entdecken. Dann kann man eine Therapie mit Antibiotika versuchen. Wenn eine Schwangere weiß, ob sie gegen Toxoplasmose geschützt ist oder nicht, kann sie außerdem vorbeugende Maßnahmen besser einhalten.“

    Toxoplasmose ist eine Infektionskrankheit, die durch den Parasiten Toxoplasma übertragen wird. Dieser kann sich in bestimmten Lebensmitteln, aber auch in der Erde befinden. Und: Katzen tragen den Parasiten ebenfalls häufig in sich.

    Eine Toxoplasmose verläuft in den meisten Fällen symptomfrei – Betroffene bemerken eine Infektion also in der Regel nicht einmal. Nur in seltenen Fällen kommt es zu grippeähnlichen Symptomen wie etwa Fieber, Kopfschmerzen oder einer Schwellung der Lymphknoten. Gefährlich ist die Erkrankung nur für ältere, immungeschwächte Menschen oder auch für Schwangere, da die Übertragung des Erregers auf das Ungeborene möglich ist. Und das kann schwere Folgen haben: Die Infektion des Ungeborenen führt in manchen Fällen zu einer Fehlgeburt oder Schäden des Kindes, die auch Spätfolgen wie etwa Veränderungen im Gehirn nach sich ziehen können.

    Nach einer Erkrankung bildet der Organismus Antikörper gegen den Erreger und ist damit ein Leben lang immun. Werdende Mütter, die bereits vor ihrer Schwangerschaft infiziert waren, sind also geschützt.

    (Lana K / )

    Die Häufigkeit der pränatalen Infektionen ist dadurch von 20 bis 35 Fälle pro 10.000 Schwangerschaften auf lediglich ein bis zwei Fälle pro 10.000 Schwangerschaften gesunken und zählt zu den niedrigsten weltweit.

    Wie kann man sich mit Toxoplasmose infizieren?

    Der Erreger der Toxoplasmose ist ein einzelliger Parasit namens Toxoplasma gondii. Dieser ist weltweit verbreitet und kann zahlreiche Wirbeltiere wie auch den Menschen befallen. Nach Schätzungen ist etwa ein Drittel der Weltbevölkerung mit dem Einzeller Toxoplasma gondii infiziert.

    Der Parasit erreicht nur in katzenartigen Tieren seine geschlechtsreife Form. Haus- und Raubkatzen werden daher als Endwirte von Toxoplasma gondii bezeichnet. Der Toxoplasmose-Erreger durchläuft im Darm von Katzen verschiedene Entwicklungsstadien. Als Endprodukt entstehen Toxoplasmen-Eier (Oozysten), die mit dem Kot ausgeschieden werden. In Zentraleuropa ist knapp ein Prozent aller Katzen mit dem Erreger infiziert, Jungtiere wesentlich häufiger als ältere Katzen.

    Über die Erde gelangen Toxoplasmen-Eier auch auf Nutztiere, wo sie in der Muskulatur, im Gehirn und in der Netzhaut des Auges Gewebezysten bilden. Toxoplasmen konnten unter anderem bei Schweinen, Schafen, Ziegen, Geflügel und Rindern nachgewiesen werden.

    Menschen können sich entweder durch Oozysten, die sich in Katzenkot bzw. damit verschmutzter Erde befinden, oder durch Gewebezysten in rohem oder halbrohem Fleisch infizieren. Die Hauptinfektionsquelle für Menschen ist Schweine- und Lammfleisch.

    Toxoplasmose-Screening

    Im Rahmen der Mutter-Kind-Pass-Untersuchungen wird bald nach Feststehen einer Schwangerschaft eine Blutprobe genommen und auf Toxoplasmose-Antikörper untersucht. Das Ergebnis dieses Bluttests liegt in Form eines sogenannten Titers vor. Darunter versteht man die Konzentration der Antikörper gegen den Erreger.

    Man unterscheidet IgM (Immunglobulin M)-Titer und IgG (Immunglobulin G)-Titer. IgM-Antikörper sind jene Klasse von Antikörpern, die beim Erstkontakt mit dem Erreger gebildet werden. Sie weisen auf eine akute Infektion hin. IgM-Antikörper sind etwa eine Woche nach der Erstinfektion mit Toxoplasma gondii nachweisbar und sinken im Verlauf einiger Wochen bis weniger Monate unter die Nachweisgrenze.

    Im Gegensatz dazu erreichen IgG-Antikörper erst zwei bis vier Monate nach der akuten Infektion mit dem Parasiten ihre Maximalkonzentration und bleiben bei gesunden Menschen über viele Jahre erhalten. Der Nachweis von IgG-Antikörpern zeigt also eine durchgemachte Infektion mit Toxoplasma gondii an.

    Beim Toxoplasmose-Screening gilt:

    • IgG-Titer <1:32 und IgM-Titer <0,7 entsprechen einem negativen Test. Das bedeutet, dass die Schwangere noch nie mit Toxoplasmen infiziert war und somit keine Immunität aufweist. Eine weitere Kontrolle erfolgt im zweiten und dritten Schwangerschaftsdrittel.
    • Erhöhte IgG- und negative IgM-Antikörper sprechen für eine Infektion zu einem früheren Zeitpunkt. Die werdende Mutter ist dank der IgG-Antikörper gegen die Erkrankung geschützt, weitere Toxoplasmose-Untersuchungen sind nicht notwendig.
    • Schwach erhöhte Titer-Werte müssen nach zwei Wochen kontrolliert werden, um einen Anstieg der Antikörper und somit eine frische Infektion auszuschließen.
    • Erhöhte IgM-Antikörper deuten auf eine frische Infektion hin. Weitere Blutuntersuchungen und eine pränatale Diagnostik sind notwendig. Handelt es sich tatsächlich um eine akute Toxoplasmose, ist umgehend eine Therapie einzuleiten.

    Wie groß ist das Risiko einer angeborenen Toxoplasmose?

    Rein statistisch betrachtet, erleidet rund eine von 100 Schwangeren eine Erstinfektion mit Toxoplasmose. Das Risiko einer Toxoplasmose-Übertragung auf das ungeborene Kind besteht etwa ab der sechsten bis zehnten Schwangerschaftswoche. Davor ist die Plazenta nicht durchlässig für die Parasiten.

    Wie wahrscheinlich die Übertragung ist und mit welchen Folgen zu rechnen ist, hängt unter anderem vom Immunsystem der Schwangeren, der Anzahl der aufgenommenen Parasiten und vom Alter der Schwangerschaft ab. Mit der Dauer der Schwangerschaft nimmt einerseits die Wahrscheinlichkeit der Ansteckung des Fötus zu, andererseits nimmt die Schwere der zu erwartenden Schädigung ab.

    Wie die folgende Tabelle zeigt, ist das Risiko einer schweren pränatalen Infektion von der zehnten bis zur 20. Schwangerschaftswoche (SSW) am größten. In dieser Zeit dürfte eine Toxoplasmose beim Ungeborenen meist zu einer Fehlgeburt führen. Gegen Ende der Schwangerschaft ist das Übertragungsrisiko mit etwa 80 Prozent am größten, eine Infektion beim Säugling ist jedoch nur schwach oder gar nicht ausgeprägt.

    Abb.: Transmission und Prävalenz

    Zeitpunkt der
    mütterlichen Infektion
    Übertragungsrate Risiko einer schweren
    kongenitalen Infektion
    Empfängnis praktisch 0%
    Niedriges Risiko (niedrige Übertragunsrate) () Niedriges Risiko
    (niedrige Übertragunsrate)
    2%
    10.SSW 3% Hohes Risiko
    ()
    24.SSW
    Steigung Niedriges Risiko
    (kongentiale Infektion ist häufig aber meistens schwach ausgeprägt)
    30.SSW
    Geburt 80%

    Wie sehen Diagnose und Therapie aus?

    Ein positiver Toxoplasmose-Test der werdenden Mutter bedeutet also nicht zwangsläufig, dass auch das ungeborene Kind infiziert wird. Ob dies tatsächlich der Fall ist, wird in der Regel mithilfe von Ultraschall-Untersuchungen und einer Fruchtwasserpunktion (Amniozentese) ab der 16. SSW festgestellt.

    Bestätigen diese Untersuchungen eine Infektion des Kindes im ersten Schwangerschaftsdrittel, erfolgt eine sofortige Therapie mit dem Antibiotikum Spiramycin. Spiramycin verhindert die Übertragung des Erregers auf den Fötus und kann vorbeugend bis zur Geburt des Kindes als Einzeltherapie verwendet werden.

    Bei schon erfolgter fetaler Infektion ist Spiramycin nicht ausreichend. In diesem Fall ist eine Kombinationstherapie mit den Substanzen Pyrimethamin und Sulfadiazin bis zur Geburt notwendig. Ergeben die Ultraschalluntersuchungen, dass es bereits zu einer massiven Schädigung des Fötus gekommen ist, wird der behandelnde Arzt die Möglichkeit eines Schwangerschaftsabbruchs zur Sprache bringen.

    Kommt es erst im zweiten oder dritten Schwangerschaftsdrittel zur Infektion des Fötus, wird ebenfalls die Kombinationstherapie mit Pyrimethamin und Sulfadiazin angewendet. Pyrimethamin und Sulfadiazin sind Wirkstoffe, die die Bildung des Vitamins Folsäure hemmen und sich negativ auf das Knochenmark auswirken können. Um dies zu verhindern, wird während der Behandlung zusätzlich Folsäure verabreicht.

    Da Kinder, die im Mutterleib mit dem Erreger infiziert worden sind, unmittelbar nach der Geburt meist keine Symptome zeigen, kann oft erst Jahre später festgestellt werden, ob die Therapie erfolgreich war. Jedenfalls kann durch die konsequente Behandlung eines infizierten Kindes während des ersten Lebensjahres die Prognose deutlich verbessert werden.

    Zu welchen Symptomen führt die konnatale Toxoplasmose?

    Wird der Embryo/Fötus im ersten Schwangerschaftsdrittel infiziert und bleibt die Schwangerschaft erhalten, kann es beim Neugeborenen zu folgenden Symptomen kommen:

    • Gehirn- und Hirnhautentzündungen, Verkalkungen im Gehirn
    • Hydrozephalus (Wasserkopf)
    • Chorioretinitis ( Augenentzündung) mit Erblindung

    Bei Infektionen zu einem späteren Schwangerschaftszeitpunkt sind folgende Schäden möglich:

    • Frühgeburt
    • Schwellung von Leber und Milz
    • Blutplättchenverlust, Einblutungen
    • Lungenveränderungen

    Die Mehrzahl der Kinder, die im zweiten oder dritten Trimenon mit Toxoplasmen infiziert wurden, zeigen bei der Geburt gar keine Symptome. Allerdings besteht die Gefahr, dass in den Folgejahren Spätschäden auftreten. Dazu zählen vor allem Gehirn- und Augenschäden.

    Wie können sich Schwangere vor Toxoplasmose schützen?

    Verzicht auf rohes Fleisch
    Beef tartare, Mett- oder Teewurst sowie Rohschinken können Gewebszysten von Toxoplasmen enthalten und sollten von Schwangeren unbedingt gemieden werden. Selbst das Abschmecken von rohem Fleisch reicht für eine Ansteckung aus.

    Rohschinkenprodukte und Rohwürste, die eine sehr lange Reifezeit aufweisen – wie etwa Prosciutto, Serrano- oder Parmaschinken und Ungarische Salami – bergen nur ein theoretisches Risiko und können in der Regel keine Toxoplasmose hervorrufen. Auch industriell verarbeitete, thermisch behandelte Wurstprodukte sind, sofern bei der Produktion und Lagerung alle Hygienevorschriften beachtet wurden, ungefährlich. Bei der Zubereitung von Fleischspeisen sollten insbesondere Schweine- und Lammfleisch mehrere Minuten lang über 70°C erhitzt werden. Auch Einfrieren unter -20°C für mindestens drei Tage tötet Gewebszysten im Fleisch ab.

    Gute Küchenhygiene
    Verwendet man beim Kochen für Fleisch und Salat/Gemüse dieselben Küchenutensilien, können Toxoplasmose-Erreger vom Fleisch auf andere Lebensmittel gelangen. Schneidbretter, Messer und ähnliches, aber auch die Arbeitsflächen und Hände müssen daher nach dem Kontakt mit Fleisch gut gereinigt werden. Generell sollte man Obst und Gemüse vor dem Verzehr waschen.

    Meiden von Katzenkot
    Das Reinigen des Katzenklos sollte entweder mit Handschuhen oder am besten von anderen Personen erledigt werden. Selbiges gilt für Gartenarbeit, und zwar vor allem im ländlichen Bereich, wo Katzen oft im Gemüsebeet ihren Kot absetzen. Das Streicheln von Katzen birgt ein wesentlich geringeres Risiko. Da Katzen bei der „Katzenwäsche“ aber Erreger vom After auf das Fell übertragen können, sollte man die Hände nach dem Streicheln gut waschen. Auf Küssen und Schmusen mit Katzen sollten Schwangere generell verzichten.

    Bleiben Sie informiert mit dem Newsletter von netdoktor.at

    Autoren:
    Mag. (FH) Silvia Hecher, MSc
    Medizinisches Review:
    Dr. med. Matthias Thalhammer, Prof. Dr. Karsten Fehlhaber

    Aktualisiert am: 01.04.2011 | 00:00

    Gibt es eine Katzenkratzkrankheit?

    Frage: Ich spüre recht viele Lymphknoten in meiner Hals- und Brustgegend. Da ich bereits bei der Mammographie war, weiß ich, das es nichts Ernstes … zur Antwort

    About the author

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.