Tik tok altersfreigabe

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Ist TikTok eine Gefahr für Kinder?

Den eigenen Idolen nacheifern und sich für ein paar Augenblicke wie ein großer Star fühlen – wofür vor einigen Jahren noch ein Ausflug in die Mini-Playback-Show vonnöten war, braucht es heutzutage lediglich ein Smartphone. TikTok gibt seinen Anwendern die Möglichkeit kurze Videos aufzunehmen, die sie beim Playback singen oder beim Tanzen zeigen. Harmlose Inhalte also, die oft unbedacht daherkommen. Obwohl die Nutzung des Dienstes erst ab 13 Jahren erlaubt ist und laut AGB für unter 18-Jährige die Erlaubnis der Eltern erforderlich ist, zeigen viele Videos Kinder, die augenscheinlich sehr viel jünger sind, berichtet etwa das Elternportal „schau-hin.info“.

Sexuelle Belästigung und Cyber-Grooming

In der App finden sich unter einschlägigen Hashtags wie etwa #bellydance oder zum Beispiel #bikini immer wieder neue Videos von Minderjährigen, die grenzwertig aufreizend zu angesagten Hits singen und tanzen. Dieses Szenario scheint wie gemacht zu sein, für das sogenannte Cyber-Grooming. Bei diesem Phänomen werden vermeintlich harmlose Videos auf Social Networks für andere Zwecke missbraucht. Dazu bauen unbekannte Erwachsene über die App zunächst Vertrauen zu den Minderjährigen auf, um dann – teilweise innerhalb weniger Minuten – auf die Themen Liebe oder Sex einzugehen. Häufig bitten sie die jungen Mädchen und Jungs um weitere Bilder oder Videos. Oft mit Erfolg. Vor allem Kinder, aber auch ältere Jugendliche, probieren sich aus und experimentieren mit ihrer Aussendarstellung. Manchmal auch mit ihrer sexuellen Anziehungskraft.

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Kommen sie den Bitten des Unbekannten nach, folgt meist regelrechter Terror. Die Täter drohen damit, die Bilder weiter zu verbreiten, es sei denn, ihre Opfer schicken weitere Aufnahmen. Nicht selten zwingen die Erpresser die Mädchen und Jungen auch zu persönlichen Treffen, um sich an dem Kind zu vergehen.

Das Thema „Sexuelle Belästigung im Internet und Cyber-Grooming in den Lebenswelten der 11 bis 18-Jährigen“ erforschte das SOS Kinderdorf in Zusammenarbeit mit dem Institut für Jugendkulturforschung in Wien. Wie sich das im Einzelfall darstellen kann beschreibt Studienteilnehmerin Annika (18 Jahre) mit diesen Worten: „Er hat mich schon ein bisschen gedrängt. Ich war halt zu unsicher um nein zu sagen. Das ist halt Teil meiner Persönlichkeit. Die Frage war, was passiert, wenn ich jetzt nein sage, weil wenn man den jetzt nicht kennt, weiß man es nicht.“

Die Täter versuchen gerne, ihre Opfer auf andere Plattformen (wie etwa Chatroulette) zu locken, weil sie dort wegen mangelnder Kontrollmöglichkeiten noch leichteres Spiel haben, wie auch Studienteilnehmerin Lena (17 Jahre) bestätigt: „Ja, ja, voll da hab ich ur Angst, da denk ich oft dran und bereue viele Sachen. Ich war ur arg, ich hab ur die argen Sachen gemacht, auf Chatroulette teilweise mit diesen Männern masturbiert, das wäre mir sehr unangenehm, da war ich halt 12, 13, hab dran nicht gedacht.“

Was ist TikTok? Die App einfach erklärt

Als Vorbereitung zu sexuellem Kindesmissbrauch sind solche Handlungen strafbar, Cyber-Grooming gilt also als Straftat. Für diese Form des Missbrauchs ist kein Körperkontakt nötig. Eltern sollten daher Beweise, etwa anhand von Screenshots, sichern und bei berechtigtem Verdacht an die Polizei weitergeben.

Auf dieses Thema angesprochen verweisen die TikTok-Macher darauf, ein Sicherheitsnetzwerk eingerichtet zu haben, welches die Inhalte genau überprüfe: „Die App verfügt über eine Vielzahl an Schutzmaßnahmen und gewährleistet eine Moderation rund um die Uhr, um die Möglichkeiten einer missbräuchlichen Nutzung der App zu reduzieren.“ Dennoch merkt der Anbieter an, dass generell kein System unfehlbar sei und es allein schon aufgrund der Masse an zu kontrollierenden Beiträgen weiterhin schwarze Schafe geben werde.

In-App-Käufe und Werbung

Ein weiteres Risiko stellt die Möglichkeit der In-App-Käufe dar. Diese Funktion verwenden in erster Linie minderjährige NutzerInnen, um andere UsererInnen mit virtuellen Geschenken zu unterstützen. Statt der kleinen Aufmerksamkeiten erhält der oder die Beschenkte am Ende des Tages Geld in Form einer Gutschrift. Davon abgesehen kann direkt in der App auch für andere Dinge Geld ausgegeben werden, wie für Spezialeffekte, welche die Videos weiter aufpeppen sollen.

Aufgrund der Möglichkeit, auch finanziell in die Falle tappen zu können, ist es ausgesprochen wichtig, Kindern die unterschiedlichen Formen von Werbung näherzubringen und über die verschiedenen Bezahlvorgänge Aufklärungsarbeit zu leisten. Im Idealfall sollten gerade Kinder, aber mitunter auch die jugendlichen Nutzer Downloads und Käufe nur in Absprache mit den Eltern tätigen.

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App-Profil gemeinsam einrichten

Um den eigenen Kindern bei der Nutzung mehr Sicherheit mitzugeben, wird Eltern empfohlen, die App mit dem Kind gemeinsam einzurichten. Dabei können klare Absprachen getroffen und Regeln festgelegt werden, was das posten und chatten mit TikTok betrifft.

Nur so lässt sich Einfluss nehmen und über gewisse Fehlverhalten und Gefahren aufklären. Geht das Einrichten des Profils unter Aufsicht vonstatten stehen Eltern parat, falls sich Fragen und Unklarheiten auftun. So nehmen Kinder sie in Technik-Fragen vom Start weg als AnsprechpartnerInnen wahr. Mit dieser Herangehensweise kann gemeinschaftlich besprochen und beschlossen werden, welche Profileinstellungen sinnvoll sind oder zum Beispiel welche Art von Videos in welcher Form veröffentlicht werden soll.

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Verhaltensregeln festlegen

Das Festlegen von klaren Regeln bildet die Grundlage, um Kinder ein verantwortungsbewusstes Nutzen der App beizubringen. Mit Bedacht posten! Die Vorsicht im Bezug auf eigene Posts ist zweifelsohne das Erste, was junge Heranwachsende lernen sollten. Ähnlich wichtig ist es für sie zu wissen, wie sie sich bei erhaltenen, unangebrachten Kommentaren oder Nachrichten richtig verhalten. Hier sollte den Kinder bewusst gemacht werden, dass sie sich bei Problemen jederzeit an ihre Eltern wenden können. Eine weitere Möglichkeit, welche Eltern aufzeigen können, ist das Sperren und Melden von anderen Nutzern.

Beiträge und NutzerInnen, die als unangemessen wahrgenommen werden, kann jeder über eine Funktion innerhalb der App melden. Sollten junge NutzerInnen Nachrichten oder Kommentare erhalten, die sie verunsichern, ihnen Angst machen oder die nicht von Gleichaltrigen stammen, wird geraten, die Meldefunktion nutzen. Gelöschten NutzerInnen wird eine erneute Anmeldung jedoch nicht verwehrt, sie können sich trotz Fehlverhaltens ohne Auflagen ein neues Profil anlegen – sogar mit ähnlichem Profilnamen.

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Schutz von Privatsphäre und eigenen Daten

Gerade bei Kindern und Jugendlichen, die häufig nicht „an später“ denken, ist es besonders wichtig genau zu überlegen, welche Inhalte veröffentlicht werden sollten und auf welche generell verzichtet werden kann. Das Internet vergisst nie. In der vermeintlich sicheren Gemeinschaft sozialer Netzwerke posten gerade Teenager all zu schnell und arglos persönliche Informationen oder private Beiträge.

In den Einstellungen der App kann das Profil des Kindes ausserdem auch auf privat gestellt werden. Gerade beim Einstieg in die App scheint dies ein guter Rat zu sein. Dadurch können ausschließlich die Personen gepostete Beiträge sehen, denen zuvor eine Genehmigung zum Folgen des Profils erteilt wurde. Wenn dem Kind nur befreundete NutzerInnen Nachrichten schicken oder dessen Beiträge kommentieren können, reduzieren sich die Gefahrenquellen eklatant.

Werden Beiträge öffentlich gepostet, können sie nicht nur von jedem gesehen, sondern auch gespeichert werden. Gerade das Speichern und die möglicherweise daraus resultierenden Probleme sind vielen jungen Nutzern nicht bewusst. In der App selbst gibt es zwar (noch) keine Funktion um Videos von anderen NutzerInnen zu speichern, über die zur Verfügung stehende Link-Funktion können die Videos allerdings über andere Websites oder Cloud-Dienste heruntergeladen und weiterverwertet werden. Dazu muss nur der Link zum Video kopiert werden. Auf Videodownloads spezialisierte Webseiten sorgen dann für den Rest.

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TikTok zielt auf Kinder ab

Entgegen der offiziellen Angabe zur Zielgruppe – eine Anmeldung ist theoretisch erst ab einem Alter von 13 Jahren erlaubt – ist die App optimal auf die Bedürfnisse von Kindern zwischen zehn und 13 Jahren ausgerichtet. Es fällt auf, wie stark TikTok den sich entfaltenden Charakter der Kinder ins Visier nimmt und ihren Wunsch zur Selbstdarstellung anspricht.

TECHBOOK meint:

Nur wenn Eltern sich mit der App auseinandersetzen und sich mit der Nutzung durch ihre Kinder vertraut machen, bekommen sie überhaupt die Chance, auf Schwierigkeiten im Bezug auf Datenschutz, Privatsphäre, Urheberrecht und ungeeignete Inhalte hinzuweisen und falls nötig weiterhelfen zu können.

Ab wie viel Jahren ist Tik Tok erlaubt? Wo liegt das Mindestalter für die Nutzung der TikTok-App? Diese Frage/n liest man in den letzten Tagen und Wochen häufiger und das liegt nicht zuletzt daran, weil die Lip-Sync-App in der letzten Zeit häufiger in den News auf einigen Webseiten zu sehen war und sich aufgrund der vermehrten Nutzung der Influencer einer stark steigenden Beliebtheit erfreut. Gibt es für TikTok überhaupt ein Mindestalter und wenn ja, ab welchem Alter ist die App erlaubt?

Ab wie viel Jahren ist TikTok erlaubt?

Laut den Nutzungsbedingungen der TikTok-App liegt das Mindestalter bei 13 Jahren. Um die App laut der Betreiber nutzen zu dürfen, muss man also mindestens 13 Jahre als sein. Dabei gilt allerdings, wenn man unter 18 Jahren ist, dann muss vor der Registrierung die Einwilligung von einem Erziehungsberechtigten eingeholt werden, derzeit wird diese Einwilligung aber nicht direkt geprüft und bei der Anmeldung eingefordert.

Je nachdem in welchem Land man wohnt, unterscheidet sich die Antwort auf die Frage, ab wie viel Jahren die Nutzung von TikTok erlaubt ist. In einigen Ländern, wie zum Beispiel in Österreich, ist die Nutzung von sozialen Netzwerken (und dazu gehört auch wohl die TikTok-App) erst ab 14 Jahren erlaubt.

Weitere Informationen zur Altersbegrenzung von TikTok

Für weitere Informationen rund um die Altersfreigabe von TikTok empfehlen wir einen Blick in die oben schon erwähnten Nutzungsbedingungen der Lip-Sync-App, die man auf der offiziellen Webseite über die Terms of Use aufrufen kann. Außerdem findet man häufig in der Beschreibung der TikTok-App im Google Play Store (Android) sowie im Apple App Store (iOS) weitere Informationen zu der Altersbeschränkung und dem Mindestalter.

Was ist TikTok? Die App einfach erklärt

TikTok ist eine Ende September 2016 gegründete, chinesische Video-Plattform. User können kurze, selbstgedrehte Videos aufnehmen, die dann mit Musik von bekannten Songs oder Filmszenen unterlegt werden können. Die User nutzen diese Videos, um kreative und lustige Videos zu erstellen, wobei sie dazu häufig tanzen oder die Lippen synchron zu den Songs/Szenen bewegen. Die Videos sind meistens auf eine Länge von 10 Sekunden limitiert. TikTok ist allerdings mehr als nur eine Video-Plattform: Dadurch, dass User ihre Videos mit anderen Teilen können, handelt es sich zugleich um ein soziales Netzwerk. TikTok, oder auch DouYin, wie es in China heißt, gleicht dabei der Social Media-Plattform Instagram.

Die Soundauswahl in der App TikTok
Foto: TECHBOOK / Screenshot

Wer sind die Nutzer von TikTok?

TikTok war mit geschätzten 45,8 Millionen Downloads die am häufigsten heruntergeladenen App im ersten Quartal 2018. Dabei ist TikTok allerdings besonders in China und asiatischen Ländern beliebt. Ca. 14 % der chinesischen Handys haben die App installiert. Mehrheitlich wird die App von Teenagern benutzt.

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Welche Alternative gibt es zu TikTok?

Einer der größten Konkurrenten von TikTok war Musical.ly, das in westlichen Ländern deutlich bekannter war. Ende 2017 kaufte TikTok Musical.ly für über eine Milliarde US Dollar und übernahm dabei auch die 200 Millionen Nutzer der App. Musical.ly verfügte im Wesentlichen über die gleichen Funktionen wie TikTok, wurde aber bereits zwei Jahre zuvor gegründet. Inzwischen ist Musical.ly in TikTok umbenannt worden. TikTok erfreut sich daher auch in westlichen Ländern zunehmender Beliebtheit und Bekanntheit.

In Deutschland sind vor allem die Zwillinge Lisa und Lena durch Musical.ly bekannt geworden.

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TikTok zusammengefasst

  • TikTok ist das Instagram für Musik und Videos.
  • Die App ist kostenlos, aber wie bei allen anderen Social Networks können die User durch Sponsoring Geld verdienen. Außerdem gibt es eine Live-Funktion, bei der Fans ihren TikTok-Stars Geld spenden können – ein Prinzip, welches auch die Streaming-Plattform Twitch groß gemacht hat.
  • Bis Ende 2017 war hierzulande die App Musical.ly bekannter. TikTok kaufte den Konkurrenten für mehr als eine Milliarde US Dollar, später wurde Musical.ly in TikTok integriert.

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Was ist TikTok?

Bei der App TikTok steht das Aufnehmen, Bearbeiten und Teilen von 15-sekündigen bis 5-minütigen Videos im Vordergrund. Anfang August 2018 wurde der bisher in Deutschland als „Musical.ly“ bekannte Dienst mit seinem chinesischen Pendant, der Videoplattform Tik Tok, zusammengelegt.

Musical.ly erzielte in Deutschland vor allem große Beliebtheit bei Jugendlichen, da es Laien die Möglichkeit bietet, kreative Musikvideos zu erstellen und zu teilen. Bei den sogenannten „Musicals“ handelt es sich um kurze Clips, in denen Jugendliche zu ihren aktuellen Lieblingssongs Playback performen. Durch die zahlreiche Bearbeitungsmöglichkeiten entstehen so kleine Kunstwerke, die auch gerne mit anderen Nutzern geteilt werden, um so mehr (positives) Feedback zu erhalten. Diese sogenannten „LipSync-Videos“ sind auch auf TikTok noch sehr beliebt, doch finden sich auf der Plattform auch viele andere kreative Videos. Die Datenbank bietet neben aktuellen Songs beispielsweise auch Szenen aus Filmen oder Serien an.

Entsprechend der Funktionsweise vieler Sozialer Netzwerke können die Videoclips geteilt, geliked und kommentiert werden. Der Upload auf andere beliebte Plattformen wie z. B. Instagram ist möglich.

Durch die Zusammenlegung mit TikTok im Sommer 2018 wurde zum einen das Auswahlangebot erweitert, zum anderen aber auch der Nutzerkreis schlagartig vergrößert.

Ein Mädchen wippt rhythmisch zu einem Elektrobeat vor der Kamera. Sie überkreuzt die Arme, legt beide Zeigefinger auf die jeweils entgegengesetzten Nasenflügel und öffnet die Arme wieder. Für eine Sekunde sieht es so aus, als hätte das Mädchen Knochen aus Gummi. Der Trick ist uralt, Niveau Pausenclown. Doch unter Tiktok-Usern zieht er. Rund 1,4 Milliarden Mal wurden die Videos der sogenannten #omgchallenge in den vergangenen Monaten aufgerufen. Sie fassen aber auch gut zusammen, was Tiktok ausmacht: Musik, Tanzen und Comedy.

Was ist Tiktok?

Tiktok ist ein soziales Netzwerk. Facebook ist bei Teenagern aus der Mode, bei Tiktok dagegen steigen die Nutzerzahlen gerade bei jungen Menschen. Zentrales Element der App sind kurze, mit dem Handy gedrehte Videos, die der Nutzer mit Musik unterlegen kann. Die Idee: maximal 15 Sekunden Länge. „Make every second count“, lautet daher auch Tiktoks Slogan. Jede Bewegung, jede Pointe muss sitzen, denn für Erklärungen bleibt keine Zeit.

Gefällt ein Video, verteilt man durch doppeltes Antippen ein Herz oder folgt dem Nutzer. Das Design der App sorgt dafür, dass man schnell zum nächsten Video kommt: Eine junge Frau bewegt die Lippen synchron zu einem Sketch von Carolin Kebekus und schneidet passende Grimassen, sie bekommt dafür 120 000 Herzen. Ein Wisch nach oben, und das nächste Video wird abgespielt. Zwei maskierte Männer in kanariengelben Jogginganzügen tanzen zu Technomusik in der Fußgängerzone, mehr als 500 000 Herzen.

Warum ist die App so beliebt?

„Es ist total einfach, nicht nur Videos zu konsumieren, sondern selbst auch welche zu kreieren“, sagt Charles Bahr. Der 16-Jährige leitet trotz seines jungen Alters schon eine eigene Marketingagentur. Er wird für Vorträge auf Branchenmessen wie der Re:publica oder der Dmexco eingeladen. Denn Bahr berät Unternehmen, wie man die Generation Z erreicht, also junge Menschen, die nach 1997 geboren sind. Tatsächlich ist das Erstellen und Bearbeiten von Tiktok-Filmchen sehr leicht. Die Videos lassen sich in beliebig vielen Abschnitten schrittweise filmen. Dem Nutzer steht eine ganze Bibliothek von Effekten und Filtern zur Verfügung, um das Video aufzupeppen. Die Gefilmten boxen bunte Schriftzüge weg, anstelle des Gesichts sitzt ein Ei mit Mund und Augen auf den Schultern, Teile eines Videos laufen rückwärts ab. Wahlweise unterlegt man das Video noch mit einem kurzen Soundclip, dem Originalton oder einer Mischung aus beidem.

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Der 16-jährige Charles Bahr berät Unternehmen dazu, wie man die Generation Z erreicht. Er sagt: Tiktok ist mehr als nur ein Hype.

(Foto: privat)

Die Kernzielgruppe der App sind elf- bis 15-jährige Kinder und Jugendliche, schätzt Bahr. Das Pikante daran: Offiziell ist die Nutzung erst ab 13 Jahren erlaubt. Daran halten sich offenbar nicht allzu viele. „Ich war auch schon viel früher auf Tiktok“, sagt die 15-jährige Leonie, die ihren Nachnamen lieber nicht in diesem Artikel lesen will. Ihre rund 700.000 Fans in Tiktok kennen sie vor allem als @leoobalys. „Ich kann dort kreativ sein, egal, ob es um Beauty oder Sport geht.“ Täglich lädt sie kurze Tanzclips von sich hoch, in denen sie ihre langen Haare in Zeitlupe fliegen lässt. An Tiktok gefalle ihr, dass man so einfach mit anderen Nutzern in Kontakt treten und auf deren Videos reagieren könne. Das geht zum Beispiel mit der Duett-Funktion: In Tiktok befreundete Nutzer können ein Video zur selben Audiospur erstellen, beide Videos werden nebeneinander angezeigt.

Wie viele Menschen nutzen sie?

Im Juni 2018 sollen nach Medienberichten weltweit etwa 500 Millionen Menschen die App jeden Monat genutzt haben – die meisten davon in China. Seitdem dürften die Nutzerzahlen deutlich gestiegen sein. Denn im August fusionierte das Unternehmen die Mitsing-App mit der sehr ähnlichen App Musical.ly. Diese hatte Bytedance im November 2017 für fast eine Milliarde US-Dollar aufgekauft. Musical.ly brachte etwa 100 Millionen aktive Nutzer mit. Wie das Newsportal Digiday berichtet, sollen in Deutschland 4,1 Millionen Menschen Tiktok jeden Monat nutzen.

Dem Marktforschungsunternehmen Sensortower zufolge war Tiktok im vergangenen Jahr in Apples App Store die weltweit beliebteste App. Über den Google Play Store wurden nur Whatsapp, der Facebook Messenger und Facebook häufiger heruntergeladen.

Die einen halten es für gefährlich, die anderen zumindest für ein chinesisches Abhörinstrument, aber die meisten – vor allem die jungen Leute – einfach für eine klasse Plattform, um sich der Welt zu präsentieren. Was ist dran an TikTok, dem (eigentlich gar nicht mehr so) neuen sozialen Netzwerk?

Rising Star(S)

„Jessica CaBH“ tanzt mit ihrem Welpen im Esszimmer, 823 000 Menschen gefällt das. „Jezz“ ist ein ganz normales Teenie-Mädchen, gerade macht es sich Schraubenzieher-Locken, und eine Million User lieben es dafür. „Caleb Natale“ wiederum liebt seinen Sohn Theo, seine Frau Karinna und kurze Videos mit Spezialeffekten – 233 000 Nutzer folgen ihm. „Aydon Holley“ springt scheinbar mit einem Salto auf die Schaukel, tatsächlich lässt er aber die 15 Sekunden nur rückwärtslaufen. Sieht trotzdem krass aus, außerdem sympathisch – 3,6 Millionen Herzen. Willkommen bei TikTok, dem nächsten heißen Scheiß unter den sozialen Medien.

Die Chinesen kommen!

Kurzvideos von Teenies zu poppiger Musik: Gab’s das nicht schon einmal? Stimmt, bereits vor einigen Jahren machte das Portal „Musical.ly“ mit dem gleichen Konzept Furore. Tatsächlich ist es sogar dasselbe: Im November 2017 kaufte die TikTok-Muttergesellschaft Bytedance das Portal und verschmolz es mit ihrer sehr ähnlichen, aber bis dahin nur in Asien bekannten App. Fast eine Milliarde Euro hat Bytedance bezahlt, aber inzwischen haben ebenso viele Menschen TikTok auf ihrem Handy installiert. Damit erobert erstmals ein aus China kommendes Netzwerk die Welt.

Leicht und seicht

Eines haben alle erfolgreichen Social-Media-Apps gemeinsam: Sie machen es ihren Nutzern leicht. Bei TikTok ist es gerade die Beschränkung auf maximal 15 Sekunden, die den Spaß bringt: keine Längen, keine Langeweile. So ein kurzes Video ist auch von Laien einfach zu produzieren, fix hochgeladen und schnell angesehen. Kurze Gags, sympathische Peinlichkeiten, ein flottes Lipsync-Tänzchen: Mit diesem Konzept können auch unbekannte TikToker große Reichweiten erzielen. Zumal der TikTok-eigene (natürlich geheime) Auswahlmechanismus anders als bei Instagram oder Youtube auch Newcomern manchmal erstaunliche Reichweiten beschert. Trotzdem sind die Stars der YouTube- und Influencer-Szene dort längst ebenfalls aktiv – auch weil auf TikTok der chinesische Markt nah ist.

Gefährliche Offenheit

Die Kehrseite des schnellen Spaßes: Wo alles flott gehen soll, ist wenig Zeit für ­Kontrolle. Und so hat TikTok, wie schon seine Vorgängerin Musical.ly, immer wieder Schwierigkeiten mit Jugendschutz, Mobbing und ­Pädophilie. Zwar ist die App erst ab 13 Jahren erlaubt, aber die Kontrolle ist leicht zu umgehen. Und übersieht eine Neun­jährige dann, ihren Account auf „privat“ zu stellen, kann ihr jeder beim Tanzen zusehen, ­hämisch kommentieren oder sie gar über die App ansprechen. Eltern sollten ­daher unbedingt die Accounts ihrer ­Kinder kontrollieren.

Zu schnell Erwachsen

Die meisten Videos auf TikTok sind für erwachsene Augen belanglos, albern und höchstens halb lustig. Perfekt! So bleibt der App noch eine Weile das Schicksal von Facebook erspart, wo sich so viele Eltern tummeln, dass die Teenies längst weitergezogen sind. Wie jung TikTok hingegen noch ist, zeigen gerade die unbestrittenen Topstars Lisa & Lena aus Stuttgart: Die Zwillinge haben ihren schockierten 32 Millionen Followern angekündigt, ihren Account zu löschen. Sie seien der Plattform „langsam entwachsen“. Zur Einordnung: Die beiden sind 16.

Mathias Brüggemeier

TikTok: Warum die App für unsere Daten gefährlich ist

Bild: imago images / Rob Engelaar

Warum TikTok für unsere Daten gefährlich ist

Spätestens seit die Tagesschau am 19.11. den Start ihres eigenen TikTok Kanals verkündet hat, fragen sich viele: Was ist eigentlich TikTok? Und warum ist die App in letzter Zeit so umstritten? Wir wollen erklären, was TikTok ist und wer dahinter steht. Außerdem ist es wichtig zu zeigen, warum die harmlos wirkende App für Deutschland, ein Land, das sonst mit Datenschutz so pingelig ist, gefährlich werden kann.

Was ist eigentlich dieses TikTok?

Ganz kurz gesagt, es ist eine App, in der man seine eigenen Videos teilen kann. Die Benutzer nehmen ein 15 Sekunden-Video auf – meist von sich selbst – und hinterlegen dies mit Musik. Das Ganze wird oft mit lustigen Tanz-Moves oder Ähnlichem gestaltet. Die kleinen Videos können anschließend hochgeladen, angeschaut, geliked und gefollowed werden. Klingt doch ganz nett. So nett, dass die App mittlerweile die beliebteste weltweit ist. Sie wird schätzungsweise von einer Milliarde Menschen genutzt. In Deutschland nutzen die App jeden Monat 5,5 Millionen User.

TikTok kommt von dem chinesischen Start-up Unternehmen ByteDance. Hinter ByteDance steht der chinesische Milliardär Zhan Yiming. Mittlerweile verzeichnet TikTok einen Marktwert von 17,5 Milliarden Euro.

Hier die beliebtesten TikTok-Videos:

Video: YouTube/Amazing Talented

Was hat es mit der „TikTok-Affäre“ rund um die „Bild“ und „Tagesschau“ auf sich?

Mit „humorigen Kurzvideos“ um „in erster Linie unsere Marke bei der jüngeren Zielgruppe noch präsenter und nahbarer zu machen“, will die Tagesschau ihren TikTok-Kanal eröffnen. Mit dabei sind die beliebten Nachrichtensprecher: Judith Rakers, Linda Zerwakis und Jan Hofer.

Die „Bild“-Zeitung reagierte in einem Artikel mit scharfer Kritik auf die Ankündigung der Tagesschau am Dienstag . Einen entstehenden „Ärger“ im Zusammenhang mit der Tagesschau TikTok-Account prophezeite die „Bild“ schon im Titel.

Warum gibt es angedrohten Ärger für die Tagesschau?

Die „Bild“ behauptete in ihrem Artikel, dass hinter der App TikTok kein normales chinesisches Privatunternehmen stehe, sondern Zhang Yiming. Yiming solle laut „Bild“ ein Anhänger der chinesischen Führung sein und seine politische Überzeugung so auch auf TikTok übertragen. Laut „Bild“ schrieb Yiming 2018, dass „Technologie von den Kernwerten des Sozialismus geführt“ werden müsse.

Die „Bild“ meine, er stelle sich unter die Vorgaben der kommunistischen Partei also zum Beispiel der „korrekten Führung der öffentlichen Meinung“. Ob die „Führung der öffentlichen Meinung“ in dem Fall als korrekt bezeichnet werden kann, ist mehr als fragwürdig. So fand der Guardian heraus, dass TikTok viele Inhalte löschte, andere unerlaubt speichere und sammele. In den USA musste TikTok, wegen dieses Datenmissbrauchs (unerlaubte Speicherung) eine Strafe von 5,7 Millionen Dollar zahlen.

Auch Politiker kritisieren die Entscheidung der Tagesschau:

Der FDP-Innenpolitiker Konstantin Kuhle gab zu bedenken, dass die Tagesschau „eine Präsenz in einem Netzwerk unterhalten will, das unter dem Einfluss des chinesischen Staates stehen könnte“.

Philipp Amthor (CDU) sagte:

„Vermeintliche private chinesische Unternehmen sind von den Interessen der Kommunistischen Partei Chinas in der Endkonsequenz nicht zu trennen.“

Der Chefredakteur von „ARD-aktuell“ hingegen, sagte im Namen der Tagesschau: „Sollten wir hier Beeinträchtigungen feststellen, werden wir reagieren.“

Man sollte sich die Motivation des „Bild“-Artikels allerdings nochmal durch den Kopf gehen lassen. Die „Bild“ hat ironischerweise auch einen TikTok Account. Man war sich der Doppeldeutigkeit wahrscheinlich bewusst. Unter dem Artikel steht nämlich: „Auch die Axel Springer Akademie nutzt TikTok. Allerdings setzt sich das Projekt „HAWAIITOAST“ auch mit den Risiken der Plattform auseinander.“

10 Gründe die gegen TikTok sprechen:

  • TikTok würde, laut „Guardian“, alle Inhalte im Zusammenhang mit LGBTQ-Themen und das Zeigen von gleichgeschlechtlichen Pärchen (auch nur beim Händchen halten), auch in Ländern, in denen Homosexualität nicht unter Strafe steht, löschen.
  • TikTok würde alle Postings betreffend China, dem Tiananmen Platz, Tibet und Falun Gong löschen.
  • Es gäbe mehrere Versionen von TikTok gegeben haben, eine lockere Version und eine strikte Version, extra angefertigt für Länder mit eng gestrickter Gesetzeslage.
  • TikTok soll angeblich Videos mit „zu großen Dekolletees“ oder etwa Hygiene-Artikeln löschen.
  • TikTok habe Länder-individuelle Richtlinien.
  • In der Türkei würden Inhalte betreffend kurdischen Separatismus gelöscht.
  • In der Türkei soll es nicht möglich sein, etwas gegen den Staatspräsidenten Erdogan auf TikTok zu posten oder den „Gründer“ der Türkei Mustafa Atatürk.
  • Allgemein gebe es bei TikTok eine Liste mit 20 ausländischen Führern und sensiblen Figuren die man nicht angehen könne (inklusive Kim Jon-il, Vladimir Putin und Co.).
  • Auch legales solle man in der Türkei entfernen , z.B. Alkoholkonsum in Videos, oder nicht-islamische Symbole (Engel, Jesus, Marien).
  • TikTok ginge (zumindest) in den USA nicht angemessen mit pornografischen Postings von Kindern um, TikTok selbst solle die nicht altersgerechten Videos als „sexy Outfits“ oder „minderjährige Pornographie“ bezeichnen…braucht ihr noch mehr?

Alles in Allem ist TikTok eine App, die man mit Vorsicht genießen muss, wenn man auf die „lustigen“ Videos nicht verzichten möchte. Joshua Wong, der aktuelle Wortführer der Proteste in Hongkong, fasste das Problem des Datenschutzes bei TikTok so zusammen:

„Da werden dem chinesischen Regime gratis Daten geliefert, mit denen sie Europäer ausspionieren können“

Joshua Wong bild

(joey)

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Fakt ist: Bei Jugendlichen ist „TikTok“ ein Renner, wird weltweit millionenfach genutzt.

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Problem: Hinter der App steht ein chinesischer Betreiber, an dessen politischer Unabhängigkeit es starke Zweifel gibt.

TikTok ist eine kostenlose Video-App für kleine und große Künstler. Aber was können Sie mit der App machen? Ein kurzes Video aufnehmen, mit dem Lieblingslied hinterlegen und mit Freunden oder der Welt teilen. Funktioniert TikTok wirklich so einfach oder gibt es da ein paar Sachen zu beachten?

Die Gratis-App TikTok ist gerade bei Teenagern sehr beliebt. Die Anwendung gehört zu den sozialen Medien, unterscheidet sich allerdings von anderen Plattformen wie Facebook, Instagram oder Twitter. Bei TikTok liegt der Fokus auf dem Erstellen kleiner Videoclips. Diese können dann in der eigenen Community oder in anderen sozialen Netzwerken geteilt werden. Nutzer können ihrer Kreativität bei der Erstellung und Nachbearbeitung der Videos freien Lauf lassen.

Die beliebte Gratis-App gibt es derzeit für Android und iOS. TikTok ist der Nachfolger der von musical.ly Inc entwickelten Sozial-Media-App. musical.ly gehörte zu dem chinesischen Medienunternehmen Beijing Bytedance Technology. 2018 wurde der Name gestrichen. Alle User wurden durch den bereits bestehenden Dienst TikTok übernommen. Zum .

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Wie funktioniert TikTok?

Die ehemaligen Muser, so hießen die Nutzer von musical.ly, mussten sich in TikTok nicht großartig umstellen. Mithilfe der Gratis-App erstellen Sie kurze Videos. Zunächst wird ein Song aus einer Liste ausgesucht. Während das Lied abgespielt wird, nehmen Sie sich mit der Handykamera auf und bewegen ihre Lippen synchron zum Liedtext. Die Aufnahme wird durch verschiedene Geschwindigkeiten des Videos vereinfacht. Mit Schönheitseffekten, Stickern oder Filtern können die Videoclips weiter bearbeitet werden. So entstehen kleine Meisterwerke. Viele Nutzer drücken damit oft die gerade vorherrschende Stimmung aus.

Eine umfangreiche Datenbank in der App TikTok beinhaltet eine große Auswahl von Songs und Texten, die Sie bei der Erstellung Ihrer Clips nutzen können. Aber auch die auf Ihrem Smartphone gespeicherten Inhalte können Sie für einen Dreh verwenden.

Ist der Clip fertig bearbeitet, kann er je nach Ihren Profileinstellungen öffentlich oder privat auf TikTok geteilt werden. Wem das noch nicht reicht, der kann das eigene Werk auch auf Instagram, Facebook und Twitter teilen.

Android-App fordert umfangreiche Berechtigungen

Kritisch zu betrachten sind die zahlreichen Berechtigungen, die von der Android-App TikTok gefordert werden. Natürlich muss die Gratis-App auf die Kamera und das Mikrofon zugreifen können. Doch es gibt auch einige Berechtigungen, die auf Anhieb nicht erklärbar sind. So kann die Video-App beispielsweise auch

  • andere Apps schließen
  • Netzwerkverbindungen anzeigen
  • Verknüpfungen installieren und deinstallieren
  • Konten erstellen und Passwörter festlegen
  • Systemeinstellungen ändern
  • SMS lesen
  • und vieles mehr

Hier sollte jeder Nutzer kritisch hinterfragen, ob er der App diese weitreichenden Berechtigungen tatsächlich geben möchte.

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Teure In-App-Käufe

Gerade bei Kindern und Jugendlichen sollten Eltern die Smartphones sehr gut in Bezug auf In-App-Käufe absichern. Sowohl die Android-App als auch die iPhone-App ermöglicht In-App-Käufe für bis zu rund 110 Euro. Dadurch kann der Spaß teuer werden, wenn versehentlich ein solcher In-App-Kauf ausgelöst wird.

Was sollten Sie bei der Nutzung von TikTok beachten?

Bei der Nutzung von TikTok gibt es mehrere Punkte, die beachtet werden müssen. Die Geschäftsbedingungen können Sie in der App einsehen. Leider sind sie da nur auf Englisch verfügbar. Die deutsche Variante finden Sie auf der Homepage im Internet.

Mindesalter

Das in den AGB von TikTok empfohlene Mindestalter der Nutzer liegt bei 13 Jahren. Wird dieses Alter unterschritten, sind Sie als Eltern ganz besonders in der Pflicht. Aber auch bei älteren, noch minderjährigen Nutzern müssen Sie dafür Sorge tragen, das Ihre Sprösslinge keinen Unfug mit TikTok treiben. Das Problem: Das Alter wird in der App überhaupt nicht verbindlich überprüft. Im Grunde kann sich jedes Kind ohne eine Hürde anmelden.

Recht am eigenen Bild

Mit den Videoclips zeigen sich die Nutzer meist nicht nur selbst. Die Umgebung, der private Wohnbereich oder gar sicherheitsrelevante Aspekte können so durch Unbefugte ausgespäht werden. Oft werden Videos mit Freunden/innen und sogar Fremden gefertigt und dann veröffentlicht. Werden diese jedes Mal gefragt, ob sie mit der Veröffentlichung einverstanden sind? Das wäre nötig, wenn fremde Personen aufgenommen und die Videos hochgeladen werden. Sonst könnten Sie schnell aus Unwissenheit das Recht am eigenen Bild verletzen.

Urheberrechte

Das Thema Urheberrechte sollten Sie nicht vergessen, wenn Sie Ihrem Kind die Nutzung von TikTok gestatten. Wird bei der Erstellung eines Videoclips ein Song aus der eigenen Playliste verwendet, kann es bei der Veröffentlichung unter Umständen zur Verletzung von Urheberrechten und damit verbundenen Abmahnungen kommen. Auch die Verwendung der Songs in der TikTok-App dürfte nur für eine Veröffentlichung innerhalb der App zulässig sein. Wenn Sie die erstellten Clips mit Musik auf anderen Portalen wie YouTube, Instagram oder WhatsApp hochladen, könnte es zu Problemen kommen.

Haben Sie sich die AGB von TikTok genau durchgelesen? Hier wird deutlich, dass die Nutzer beim Veröffentlichen ihrer „Werke“ die Rechte daran an TikTok abtreten. Damit kann das Unternehmen das Video, das Bild oder die Stimme weiter verwenden.

Cybergrooming

Über TikTok bekommen unerfahrene Nutzer unter Umständen ein großes Publikum. Das ist Chance und Risiko zugleich. Denn andere Nutzer könnten mit Fake-Identitäten Kontakt mit den Hobby-Regisseuren aufnehmen. Nicht selten ist bereits in den Videos sehr viel Haut zu sehen. Für Sexualstraftäter wird es auf diese Weise sehr einfach, Kontakt mit ihren Opfern aufzunehmen. Kinder und Jugendliche erkennen diese Gefahr oft nicht.

Mobbing

Die Videos auf TikTok sind lustig, skurril, interessant, verrückt oder auch unschön. In den meisten Fällen sind die Clips „Besonders“. Und so werden Sie auch von den teils sehr jungen Zuschauern beurteilt. Während einige ein Video besonders lustig finden, machen sich andere Nutzer über den Laiendarsteller lustig. Durch die Anonymität des Internets und der TikTok-Profile, kann es schnell zu Beleidigungen oder gar Bloßstellungen kommen. Zudem können die Clips teils heruntergeladen und in anderen sozialen Netzwerken mit entsprechenden Kommentaren verbreitet werden. So wird aus einem Spaß schnell bitterer Ernst.

Verbotene Inhalte

Nicht alles was auf TikTok zu sehen ist, ist auch für die Augen von Kindern und Jugendlichen geeignet. So gibt es einige „Challenges“, die nicht zum Nachahmen geeignet sind. Denkbar ist, dass sich Nutzer für ein paar Klicks oder Smiles selbst gefährden. YouTube hat erst vor kurzer Zeit Maßnahmen ergriffen, um gefährliche Inhalte zu entfernen. Außerdem sind teils auch diskriminierende Inhalte abrufbar.

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Fazit zu TikTok

Die App ist innovativ und macht Spaß. Doch bei all der Freude sollten vor allem Kinder und Jugendliche die rechtlichen Rahmenbedingungen nicht vergessen. Vor allem in Bezug auf das Urheberrecht ist große Vorsicht geboten. Denn fraglich ist, ob die mit TikTok erstellten Nutzerinhalte frei veröffentlicht werden dürfen. Das dürfte mindestens dann nicht zutreffen, wenn beliebige Songs vom eigenen Smartphone verwendet werden. Wie bei Facebook sollten Sie auch bei TikTok an den Schutz der Privatsphäre denken. Wir empfehlen, die Nutzerinhalte nur privat mit engen Freunden zu teilen. Vielleicht sind Ihnen die Videos in einigen Jahren peinlich. Außerdem sollten alle Nutzer auch an das Thema Cybermobbing denken.

Die größten Gefahren für Kinder und Jugendliche im Netz – was Eltern dazu wissen müssen

vom: 23. Januar 2020

Im Internet gibt es bekanntermaßen mehr zu sehen als Katzen-Memes und hilfreiche YouTube-Videos. Es ist an vielen Stellen auch ein ziemlich unkontrollierter Dschungel, der Kinder und Jugendliche gleichermaßen gefährden kann.

Wie sind Ihre Erfahrungen mit TikTok?

Ratgeber: Was Eltern über TikTok wissen müssen

In den letzten Wochen und Monaten ist nicht nur unter Jugendlichen ein regelrechter Hype um TikTok ausgebrochen: Mittlerweile nutzen auch viele junge Erwachsene die Plattform, um sich selbst zu inszenieren. Bekannte YouTuberInnen und InstagrammerInnen nutzen sie, um noch mehr Reichweite zu bekommen. Weltweit wird die Anzahl der aktiven NutzerInnen derzeit auf rund 800 Millionen geschätzt. Damit zählt TikTok zu den am stärksten wachsenden Plattformen der Welt.

Doch warum ist dieses Netzwerk bei Teenagern so beliebt? In erster Linie geht es dort vor allem um Spaß und Kreativität, die man bei den sogenannten Challenges ausleben kann. Diese werden einerseits von TikTok selbst, andererseits von der Community vorgegeben.

Im #6SekundenTest geht es zum Beispiel darum, sich dabei zu filmen, wie man einen Countdown, welcher durch Augenblinzeln gestartet und gestoppt wird, bei exakt sechs Sekunden stoppt. Bei der #iusedtobebeautiful-Challenge geht es darum, ein Vorher-Video (wo man sich „unhübsch“ darstellt) mit einem Nachher-Video zu kombinieren und mit der richtigen Musik zu hinterlegen.

Bei vielen dieser Videos geht es vordergründig natürlich um die Selbstdarstellung: TikTok bietet Jugendlichen eine gute Bühne zur Selbstinszenierung und Imagepflege im Internet. Veröffentlichte Videos können von anderen mit Herzen bewertet oder kommentiert werden – und viele „Likes“ und „Views“ sind wichtig für das Selbstbewusstsein.

Manchmal dreht sich bei Apps wie TikTok aber auch alles einfach ums „Dabeisein“. Soziale Netzwerke sind schließlich eine wichtige Triebfeder, wenn es um die Demonstration von Gruppenzugehörigkeiten geht.

Warum du TikTok genau jetzt löschen solltest

Es ist ein guter Trick, den sich Feroza Aziz ausgedacht hat. „Hi Leute“, beginnt sie ihr Video müde lächelnd und mit einer Wimpernzange hantierend, „ich zeige euch heute, wie man lange Wimpern bekommt.“ Dann wird sie ernster.

„So, und dann legt ihr die Wimpernzange weg und findet mit eurem Handy raus, was genau jetzt in China passiert – wie sie Konzentrationslager bauen und unschuldige Muslime reinstecken.“

Feroza Aziz, Schülerin aus den USA, hat mit diesem kleinen Video TikTok gehackt – zumindest kurzfristig. Denn ihre als Beauty-Tutorial getarnte News-Durchsage schmuggelte politische, kritische Botschaften an der Zensur vorbei, die TikTok so vehement abstreitet. Ferozas Video ging sofort im Netz viral, allein auf Twitter haben es mehr als 765.000 Menschen gesehen.

TikTok reagierte auf diese Subversion, wie man eben als Fun-App aus einem autoritären kommunistischen Regime reagiert – nicht souverän. Ferozas Account wurde unter völlig fadenscheinigen Gründen gesperrt, schreibt die Schülerin. Das bestätigte Beobachtern nicht nur den Verdacht der direkten Zensur auf TikTok felsenfest, sondern pushte auch Ferozas Video auf anderen Kanälen nochmal ordentlich nach vorn. Am Ende kam noch namhafte Presse wie die New York Times zu Hilfe, die über die Sperrung von Ferozas Account berichtete.

Ferozas Subversion enthüllt das wahre Gesicht von TikToks Zensoren

TikToks Zensurmaschine kann sein wahres Gesicht jetzt nun nicht mehr verstecken. Als TikTok in Deutschland startete, waren wir überzeugt: Die App des chinesischen Herstellers Bytedance macht das Internet zu einem besseren Ort voller süßer Sketche, Memes im Zeitraffer und einem vergleichsweise freundlichen Umgangston. Keine Plattform dieser Welt ist in den vergangenen drei Jahren so rasant gewachsen wie TikTok, ganz besonders bei jungen Menschen. Es ist nach der Übernahme von musical.ly das erste chinesische Netzwerk, das auch im Westen Erfolg hat.

Mittlerweile wissen wir aber: Wer auf TikTok mehr als nur Spaß und Slapstick haben will, wird isoliert. Die App schränkt gezielt politische Inhalte in ihrer Reichweite ein. Interagieren? Reagieren? Ja gerne! Aber doch bitte nicht so kritisch! Die Zensur kommt zumeist auf leisen Pfoten daher: Statt Nutzer oder ihre unliebsamen Inhalt direkt zu sperren, schränkt TikTok einfach die Sichtbarkeit des Posts ein. So wirkt es für die Creator, als würde sich einfach nur niemand für ihr Statement über die Proteste in Hongkong interessieren. Tatsächlich jedoch belegen Dokumente, die Netzpolitik vorliegen, dass China aktiv politische Kritik aus dem „For You“-Feed säubert oder in einem bestimmten Markt gar nicht mehr auffindbar macht.

Auch bei VICE: Wir treffen Shanghais Jugend, die die chinesische Firewall durchbricht

Deutlich wird: Was die Nutzerinnen zu sehen bekommen und was nicht, steuert Bytedance nach einer Handvoll vagen und willkürlich auslegbaren Richtlinien. Wie Netzpolitik berichtet, zensiert TikTok in mehreren Stufen. Wie das funktioniert, ist in der Abschrift eines geleakten Moderationshandbuchs beschrieben.

Jedes Video wird bis zu dreimal rund um die Welt begutachtet und als förderungswürdig oder zum Ausbremsen eingestuft – bei kleinen Erfolgen in Barcelona, bei mittelgroßen View-Zahlen in Berlin und bei viralen Hits direkt in Peking. Es sind also gerade die ganz besonders erfolgreichen Posts wie das Fake-Beautyvideo von Feroza, die direkt nach China wandern. Allein das Nutzerinteresse reicht, um die Zensoren auf den Plan zu rufen.

Wer also sein Glück kaum fassen kann, weil das eigene Tanzvideo binnen Stunden zehntausendmal angesehen worden ist, ist möglicherweise nach der Moderation von der TikTok-Marketingabteilung gepusht worden. Der kleine Boost ist nichts als eine Belohnung dafür, dass man harmlos gute Laune verbreitet und sich ja nicht kontrovers oder provokant zu wichtigen Themen äußert, die die chinesische Politik schlecht dastehen lassen. Wer das tut, wird eben abgestraft. Und in den meisten Fällen geschieht das so subtil, dass man es nicht mal selbst mitbekommt.

Es wird Zeit, das Ghetto zu verlassen

Deshalb wird es höchste Zeit, aus diesem dystopischen Heile-Welt-Spaßghetto abzuhauen. Das Werbegeld aus den Spots, die wir im „For You“-Feed sehen, fließt indirekt an ein Regime, das Menschen willkürlich einsperrt und foltert, pausenlos überwacht, Minderheiten und kritische Stimmen unterdrückt. Möchten wir sowas mit unseren Witzchen unterstützen und am Leben halten? Wem nutzt ein soziales Netzwerk, in dem unsere politischen Äußerungen zum Selbstgespräch zensiert werden?

Und wer weiß, ob das öffentliche Interesse, ein massenhaftes Deinstallieren und die schlechte Presse das Unternehmen nicht doch zu einem Teil ändern kann. Denn bis zu einem investigativen Bericht des Guardians über die Zensur bei TikTok gab es ein fast vollständiges Politikverbot in der App: Kritik an herrschenden Systemen filterten die Moderatoren heraus. Egal, um welches Land es ging. Nach dem Bericht änderte TikTok seine Richtlinien erstmals weitgehend, wie in diesem Vergleich zu sehen ist. Für Videos von Protesten oder selbst der Darstellung einer politischen Persönlichkeit reicht es aber bei TikTok heute immer noch nicht.

Währenddessen werden Millionen Uiguren weiter gefoltert und umerzogen. Diese Menschenrechtsverletzungen sind keine Meinungen, sondern mit geleakten Dokumenten belegte Fakten – die China auch mit Hilfe seiner supererfolgreichen Ablenkungs-Plattform aktiv unterdrücken will.

Gegen solche Zensurmechanismen auf TikTok wirkt sogar Facebook mit seinen undurchsichtigen und hochkomplexen Löschregeln noch wie ein offenes Haus.

Bestes Beispiel dafür: Ferozas virale TikTok-Videos, auf die sie selbst nicht mehr in der lustigen Tanz-App zugreifen kann, leben heute immerhin auf Twitter, Facebook und Instagram weiter.

Update vom 04.12.2019: Inzwischen hat sich TikTok in einem öffentlichen Blogpost zur Sache geäußert. Es sei der Fehler eines TikTok-Moderators gewesen, dass Feroza Aziz‘ Video vorübergehend entfernt wurde. Ferozas Account sei ebenso aufgrund eines Fehlers gesperrt worden: Die Schülerin habe mit einem weiteren TikTok-Account auf demselben Smartphone ein anderes Video gepostet, das gegen die Richtlinien verstoße.

Feroza hält die Erklärungen von TikTok für „zweifelhaft“, sagt sie im Gespräch mit der BBC.

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TikTok – Make Your Day

TikTok is THE destination for mobile videos. On TikTok, short-form videos are exciting, spontaneous, and genuine. Whether you’re a sports fanatic, a pet enthusiast, or just looking for a laugh, there’s something for everyone on TikTok. All you have to do is watch, engage with what you like, skip what you don’t, and you’ll find an endless stream of short videos that feel personalized just for you. From your morning coffee to your afternoon errands, TikTok has the videos that are guaranteed to make your day.
We make it easy for you to discover and create your own original videos by providing easy-to-use tools to view and capture your daily moments. Take your videos to the next level with special effects, filters, music, and more.
■ Watch endless amount of videos customized specifically for you
A personalized video feed based on what you watch, like, and share. TikTok offers you real, interesting, and fun videos that will make your day.
■ Explore videos, just one scroll away
Watch all types of videos, from Comedy, Gaming, DIY, Food, Sports, Memes, and Pets, to Oddly Satisfying, ASMR, and everything in between.
■ Pause recording multiple times in one video
Pause and resume your video with just a tap. Shoot as many times as you need.
■ Be entertained and inspired by a global community of creators
Millions of creators are on TikTok showcasing their incredible skills and everyday life. Let yourself be inspired.
■ Add your favorite music or sound to your videos for free
Easily edit your videos with millions of free music clips and sounds. We curate music and sound playlists for you with the hottest tracks in every genre, including Hip Hop, Edm, Pop, Rock, Rap, and Country, and the most viral original sounds.
■ Express yourself with creative effects
Unlock tons of filters, effects, and AR objects to take your videos to the next level.
■ Edit your own videos
Our integrated editing tools allow you to easily trim, cut, merge and duplicate video clips without leaving the app.
* Any feedback? Contact us at [email protected] or tweet us @tiktok_us

Download Tik Tok for Windows

In Softonic we scan all the files hosted on our platform to assess and avoid any potential harm for your device. Our team performs checks each time a new file is uploaded and periodically reviews files to confirm or update their status. This comprehensive process allows us to set a status for any downloadable file as follows:

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    We have scanned the file and URLs associated with this software program in more than 50 of the world’s leading antivirus services; no possible threat has been detected.

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  • Blocked

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What Parents Should Know About the Tik Tok (Musical.ly) App

If you have a teen or tween in your home, then it’s likely you’ve heard of musical.ly, the lip-syncing video app. Recently, Tik Tok, another video app similar to the now-retired Vine, acquired musical.ly making them one of the world’s biggest social apps with more than 300 million monthly active users. In short, it’s really popular and if your kids aren’t using it yet, they likely soon will be.

Originally, musical.ly, users could create and share music videos in which they sang or lip-synced a song. Tik Tok allowed users to upload short, non-music videos of themselves. Now, the merged app gives everyone an opportunity to be a video creator, and it gives them tools (i.e., filters, stickers, control over video speed, access to professional audio, etc.) to make fun and entertaining content. But, per most social media standards, the app has its drawbacks, including privacy concerns that parents need to be aware of. Here’s what you need to know about this super popular app.

What Is Tik Tok (including musical.ly)?

Tik Tok (including musical.ly) is a short-form video app, available for iOS and Android devices. Videos are fifteen seconds long and replay in a continuous loop. The results, from showcasing incredible talents to presenting precious moments and knowledge, can be a fun, entertaining, and a beautiful experience.

The Tik Tok app is owned by ByteDance, a China-based company that creates innovative platforms powered by machine learning technology.

What Parents Need to Know About Tik Tok

Tik Tok is an app that is open to the world, so mature content can (and does) appear in the stream. Thankfully, the app has privacy settings available. You can decide whether or not you want others to find you; set your account to private so other users cannot view your uploaded content; and select who can send you a message, leave comments, and singalong with you.

Tik Tok is rated 12+ on the Apple app store and “teen maturity” on Google Play. However, there is no system in place to verify a user’s age, so anyone can download it. Because of the access to inappropriate content, and the use of popular music that may contain explicit language, this is not an app for young kids. Concerned parents can use the parental control settings on their children’s devices to prevent them from downloading the app.

Reactions are limited to the heart symbol to encourage positivity within the community, but open forum comments can, unfortunately, promote negativity.

That said, older teens who love making videos will likely enjoy using Tik Tok and may already be active on it. However, parents should definitely still talk with their children about appropriate online behavior, and make sure kids understand what kind of content is OK to post and what is not. Kids should also know to come to an adult if they see something that disturbs them. Review our tips for keeping kids safe online, and decide what’s right for your family.

What Are the Benefits of Tik Tok and musical.ly?

One reputable aspect of the Tik Tok app is the “Digital Wellbeing” setting. It is a screen time-management mode that holds users to a two-hour limit on the app per day when turned on. A pass code is required to continue using the app past that time limit. The pass code is a perfect opportunity for parents to step in and set limitations around excessive screen time.

So far, Tik Tok has not tapped into the educational realm, but there’s definitely an opportunity. Teachers could use Tik Tok as a tool in the classroom for an assignment. Challenges could be created to illustrate a concept or lesson, and it would be easily digestible material for students all over the world.

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