Test oberarm blutdruckmessgeräte

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Blutdruckmessgeräte – die Besten der unabhängigen Tests

Die meisten Blutdruckmessgeräte erhalten in Tests gute oder befriedigende Noten. Zu den aktuellen Testsiegern zählen das Omron RS2 und das Braun ExactFit 5.

Ein Blutdruckmessgerät sollte verlässlich und benutzerfreundlich sein. Doch welches Produkt erfüllt diese Kriterien? Drei Organisationen beantworten die Frage mit ihren unabhängigen Tests:

  • Stiftung Warentest: Die gemeinnützige Verbraucherorganisation beauftragt neutrale Fachinstitute mit umfassende Vergleichstests.
  • ÖKO-Test: Die Zeitschrift ÖKO-Test legt den Schwerpunkt auf die Umwelteigenschaften, testet aber auch Funktion und Handhabung.
  • Deutsche Hochdruckliga: Ein unabhängiger Verein, der auf Antrag die Messgenauigkeit neuer Geräte prüfen lässt und mit einem Siegel bestätigt.

Stiftung Warentest – drei größere Vergleiche seit 2010

Die Stiftung Warentest hat in den letzten Jahren drei Vergleichstests durchgeführt und eine große Zahl von Blutdruckmessgeräten geprüft.

Der bislang letzte Test (Stand Dezember 2019) wurde im Oktober 2018 veröffentlicht und nahm 14 Blutdruckmessgeräte unter die Lupe. Die Stiftung monierte bei vielen Geräten die Messgenauigkeit1: Keines der Geräte kann mit drei besten aus dem vorherigen Test von 2016 mithalten.

Als Sieger – und einziges Modell mit der Endnote „Gut“ – ging das Braun ExactFit 5 hervor. Acht Modelle erhielten die Note „Befriedigend“, fünf ein „Ausreichend“.

Testsieger – Stiftung Warentest 2018
ExactFit 5
– Braun
  • Messgenauigkeit nur befriedigend
  • Störanfälligkeit nur befriedigend
  • sehr gute Handhabung
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Empfehlenswert sind also eher die Blutdruckmessgeräte aus dem Test vom Mai 2016, in dem drei Geräte mit der Gesamtnote „Gut“ abschnitten1. Wegen fehlender Messgenauigkeit konnten zwei Geräte nur mit „Ausreichend“ bewertet werden, die übrigen verdienten sich die Note „Befriedigend“.

Testsieger wurde das Omron RS2, knapp gefolgt vom Boso Medistar+. Alle drei Geräte mit „Gut“ finden Sie in der folgenden Tabelle:

Note „Gut“ – Stiftung Warentest 2016
RS2
– Omron
  • für das Handgelenk
  • gute Mess- und Wieder­hol­genauigkeit
  • kaum störanfällig
  • kaum Extras, aber preis­günstig
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Medistar+
– Boso
  • für das Handgelenk
  • bei Messgenauigkeit und Preis nur knapp hinter dem Test­sieger
  • spezielle Handhabung: Arm schräg an den Brustkorb legen
mehr…
Medicus X
– Boso
  • bestes Oberarmgerät
  • Bedienung mit einer einzelnen Taste
  • misst die Werte aber ohne Datum und Uhrzeit
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Ein älterer Test der Stiftung Warentest datiert auf das Jahr 2010. Einige dieser Geräte finden sich noch im Handel und sind weiterhin eine Überlegung wert3.

Der Testsieger Panasonic EW-BW 10 ist im Moment jedoch nur schwer erhältlich. Aber auch das Aponorm Basis Plus für den Oberarm schnitt kaum schlechter ab: Es überzeugte durch hohe Messgenauigkeit und gute Handhabung. Zwei weitere gute Geräte sind ebenfalls noch auf dem Markt.

Stiftung Warentest 2010
EW-BW 10
– Panasonic
  • für das Handgelenk
  • hohe Messgenauigkeit
  • leicht zu bedienen
  • große Tasten und Anzeige
z. Zt. schwer erhältlich
Visomat handy
– Uebe
  • für das Handgelenk
  • mit Pulsdruckanzeige
  • ordnet Blutdruckwerte den Risikogruppen zu
  • Batterien halten lange
mehr…
Basis Plus
– Aponorm
  • für den Oberarm
  • großes Tischgerät
  • auswechselbare Infokarten
  • fünf Jahre Garantie
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BM 58
– Beurer
  • für den Oberarm
  • schwarzes Display
  • Bedienung über Sensortasten
  • Ablagefach für die Manschette
mehr…

ÖKO-Test – elf Modelle im Jahr 2013

Im Jahr 2013 veröffentlichte die Zeitschrift ÖKO-Test ihren bislang einzigen Vergleich von Blutdruckmessgeräten (Stand Dezember 2019)2. Der Eindruck war auch hier meist positiv,mit einer Einschränkung: Die Prüfer fanden Weichmacher, Flammschutzmittel sowie das bedenkliche Phenol in den Gummimanschetten vieler Geräte.

Bei der Messgenauigkeit erhielten sechs Geräte gute Noten und drei waren noch befriedigend. Ein Gerät erfüllte diese Aufgabe nur ausreichend, ein anderes sogar nur mangelhaft. Die Handhabung wurde durchgängig gut bis sehr gut benotet.

Testsieger wurde das Panasonic Diagnostec EW 3006, es schnitt in allen Kategorien gut bis sehr gut ab. Allerdings ist es momentan nur schwer im Handel zu finden. Drei weitere Geräte der Hersteller Boso, Hartmann und Omron erhielten ebenfalls gute Endnoten – aber auch diese sind nun fast vollständig aus dem Handel verschwunden.

Note „Gut“ – ÖKO-Test 2013
Diagnostec EW 3006
– Panasonic
  • für das Handgelenk
  • gute Ergebnisse bei der Messgenauigkeit
  • sehr gute Handhabung
  • als einziges Gerät aus völlig unbedenklichen Materialien hergestellt
z. Zt. schwer erhältlich

Deutsche Hochdruckliga e.V.

Die Deutsche Hochdruckliga prüft neue Modelle, wenn die Hersteller dies beantragen. Die Prüfung erfolgt durch unabhängige Institute und nach strengen Regeln4: Genügt ein Blutdruckmessgerät diesen Anforderungen, erhält es ein Prüfsiegel. Eine Liste mit Geräten, die das Prüfsiegel erhalten haben, ist öffentlich zugänglich.

Allerdings garantiert das Prüfsiegel nur, dass die Messung mit hinreichender Genauigkeit erfolgt. Andere Eigenschaften wie Handhabung, Haltbarkeit oder Umwelteigenschaften werden nicht getestet. In diesem Punkt grenzt sich die Hochdruckliga klar von den Verbraucherorganisationen ab.

Fazit

Der aktuelle Testsieger der Stiftung Warentest – das Braun ExactFit 5* – besticht durch ein gefälliges Design und gute Ausstattung, kann aber bei der Messgenauigkeit nicht mit einigen älteren Geräten mithalten.

Die finden sich im Vergleichstest von 2016: Testsieger ist das einfache Handgelenkgerät Omron RS2*, bei den Oberarmgeräten konnte das Boso Medicus X* die Prüfer überzeugen.

Quellen und weiterführende Literatur

  • 1 Stiftung Warentest, Blut­druck­mess­geräte im Test: Wenige arbeiten zuver­lässig, Testergebnisse von 2016 und 2018 ()
  • 2 ÖKO-Test, Blutdruckmessgeräte: Messbarer Erfolg, Jahrbuch 2013 ()
  • 3 Stiftung Warentest, Kaum Fehlanzeigen, veröffentlicht 2010 im Test-Heft Nr. 12 ()
  • 4 Deutsche Hochdruckliga, Klinische Prüfung von Blutdruckmessgeräten zur Erlangung eines Prüfsiegels, Oktober 2016 (Link)
  • 5 Deutsche Hochdruckliga, Geprüfte Messgeräte 2001-2020, ()

Blutdruckmessgeräte

Diese Blutdruckmessgeräte haben wir getestet:

Messung am Oberarm:

  • Aponorm Professional Touch
  • Beurer BM 28
  • Boso Medicus family 4
  • Braun ExactFit 5
  • Medisana MTP Pro
  • Omron M400
  • Sanitas SBM 18
  • Visomat Double comfort

Messung am Handgelenk:

  • Aponorm Mobil Slim
  • Braun Vital Scan 3
  • Medisana BW315
  • Omron RS6
  • Sanitas SBC 15
  • Visomat Handy express

Die Testtabellen enthalten Infos und Bewertungen zu: Ausstattung (Speicherbare Messungen, Benötigte Batterien, Manschettengröße, …), Messgenauigkeit, Wiederholgenauigkeit, Störanfälligkeit, Falltest, Handhabung, … – Lesen Sie nachfolgend den Testbericht.

Viele Menschen kontrollieren ihren Blutdruck selbst. Das ist sinnvoll. Denn um wirklich herauszufinden, wie hoch der Blutdruck ist, bedarf es mehrerer Messungen über einen längeren Zeitraum. Vor allem Personen, bei denen Bluthochdruck bereits diagnostiziert wurde, sollten regelmäßig messen.

Test: 14 Blutdruckmessgeräte

Dies zeigt, wie der Druck sich entwickelt und ob Arzneien ihn im gewünschten Rahmen halten. Dass die Geräte genaue Werte liefern müssen, ist dabei selbstredend. Unsere deutschen Kolleginnen und Kollegen von der Stiftung Warentest haben insgesamt 14 Blutdruckmessgeräte getestet – acht für den Oberarm und sechs fürs Handgelenk.

Die Ergebnisse sind leider nicht ­berauschend. Kein einziges Gerät schaffte beim wichtigsten Testkriterium „Blutdruckmessung“, unter dem die Messgenauigkeit und die Wiederholungsgenauigkeit zusammengefasst sind, ein besseres Ergebnis als ein „durchschnittlich“.

Die Blutdruckmesser des aktuellen Tests schneiden damit alle schlechter ab als die drei besten Geräte aus dem Vorgängertest im Jahr 2016. Deshalb haben wir recherchiert, ob sich die Testsieger von 2016 ( Test: Blutdruckmessgeräte 6/2016 ) noch im Handel ­befinden. Sowohl die Handgelenkgeräte Omron RS2 und Medistar+ von Boso als auch das Oberarmgerät Boso Medicus X sind nach wie vor erhältlich.

Starke Messungenauigkeiten

Die Messgenauigkeit wurde an 32 Probanden im Vergleich zum „Goldstandard“ ermittelt. Eine Quecksilbersäule zeigt dabei den Blutdruck an. Zwei Fachkräfte lasen und hörten diesen per Doppelstethoskop ab. Die Messwerte der getesteten Blutdruckmessgeräte wichen derart stark von den so ermittelten Werten ab, dass wir bestenfalls eine durchschnittliche Note vergeben konnten; sieben Geräte kassierten sogar nur ein „weniger zufriedenstellend“.

Für ein „durchschnittlich“ durften sie unter anderem maximal 7,5 mmHg vom Vergleichswert abweichen (mmHg steht für Millimeter Quecksilbersäule – die Einheit für den Blutdruck). Positiv zu erwähnen ist die verbesserte Handhabung der neuen Blutdruckmesser. Fünf Laien und eine Fachkraft kamen mit allen Blutdruckmessgeräten problemlos zurecht. Hier haben die Hersteller im Vergleich zum letzten Test dazugelernt.

Blutdruckmessgeräte: Tests & Testsieger

Das Blutdruckmessen in Eigenregie wird immer beliebter, der Absatz von digitalen Blutdruckmessgeräten steigt stetig an. Doch beim Kauf eines solchen Gerätes ist nicht nur entscheidend, ob es sich um ein Handgelenk- oder ein Oberarmmodell handelt. Tatsächlich sind diese Entscheidungen sogar weniger wichtig als eine ganz andere: Entscheidend ist primär die Messmethode, mit der die Werte ermittelt werden. Denn sehr häufig wird mittlerweile die oszillometrische Methode verwendet, die jedoch als nicht so sicher gilt wie die traditionelle Korotkoff-Methode.

Oszillometrische Methode

Bei der oszillometrischen Methode wird der Manschettendruck auf einen Wert oberhalb des zu erwartenden systolischen Blutdrucks aufgepumpt. Anschließend wird der Manschettendruck kontinuierlich wieder abgelassen. Der sich dabei ändernde Druck in der Armarterie überträgt sich auf die Luftblase der Manschette und führt dort zu Druckschwankungen, den Oszillationen. Diese werden von der Elektronik analysiert, weshalb das Verfahren für Personen mit sehr leisen Pulstönen geeignet ist. Leider führen Bewegungen bei der Messung hierbei schnell zu Fehlbeurteilungen.

Korotkoff-Methode

Bei der herkömmlichen Korotkoff-Methode dagegen wird nicht auf den Druckverlust in der Armarterie geachtet, sondern auf bestimmte Klopfgeräusche, die nur im Moment des Druckablasses auftauchen. Ein Stethoskop über der Armarterie macht diese nach dem russischen Mediziner Korotkov bekannten und im Rhythmus des Herzens auftretenden Geräusche hörbar. Diese Methode gilt als deutlich präziser, wird in der technischen Umsetzung aber durch Geräusche in der Manschette behindert, die von den integrierten Mikrophonen aufgefangen werden.

Beide Messmethoden in einem Gerät?

Bei hochwertigen Geräten ist die Korotkoff-Methode jedoch weitgehend ausgereift und ist daher als überlegen anzusehen. Es gibt mittlerweile aber auch vereinzelt Blutdruckmessgeräte, die versuchen, beide Messmethoden zu vereinen, um so ein Optimum an Messgenauigkeit zu erzielen. Tatsächlich rangieren solche Geräte zwar bei Tests in den oberen Spitzenrängen, besser als ausgefeilte Korotkoff-Blutdruckmessgeräte sind sie allerdings auch wieder nicht. Ein klares Kaufargument stellt die Kombination beider Methoden für sich gesehen also bislang nicht dar.

Küchenmesser Test – Santokus & Co. auf dem Prüfstand der Stiftung Warentest

Wer Wert auf Qualität legt, der schneidet nicht mit einem Küchenmesser vom Discounter. Immer mehr Hobbyköche sind bereit, für ausgewählte Kochmesser tiefer in die Tasche zu greifen. Jedoch ist das Angebot sehr groß und für Laien unübersichtlich. Die Stiftung Warentest möchte mit ihrem Küchenmesser Test Klarheit in den Markt bringen und hat 20 Produkte in der Ausgabe 12/ 2014, unter die Lupe genommen. Das Ergebnis: Nicht alles was teuer ist, muss auch gleichzeitig gut sein.


  • TDM-1702 Shun Premier Santoku – Tim Mälzer Edition

    Santoku Klingenlänge: 18 cm Gesamtlänge: 30 cm Klingenhöhe: 4,8 cm Gewicht: 200 Gramm

    209,00 € inkl. MwSt.


  • 4582/20 Wüsthof Classic Kochmesser

    Kochmesser Klingenlänge: 20 cm Gesamtlänge: 33,5 cm Gewicht: 250 Gramm

    84,00 € inkl. MwSt.


  • 8144721 Dick Premier Kochmesser

    Kochmesser Klingenlänge: 21 cm Gesamtlänge: 34 cm Klingenhöhe: 4,6 cm Gewicht: 260 Gramm

    68,80 € inkl. MwSt.

Aufwendige Überprüfung der 20 Testkandidaten

Das wichtigste Werkzeug in der Küche ist und bleibt das Messer. Es soll die verschiedensten Nahrungsmittel schnell, einfach und sauber schneiden können. Im Küchenmesser Test mussten die Klingen Gemüse, wie Tomaten, Karotten und Sellerieknollen in Scheiben schneiden, Fleisch filetieren und Kräuter sehr fein schnippeln. Außerdem muss der Griff hochwertig sein und gut in der Hand liegen. Drei Typen konkurrieren dabei um die Gunst der Prüfer: Das Santoku, Messer mit Keramikklingen und das klassische Kochmesser.

Dabei reicht das Testfeld vom Einsteigermesser bis hin zum Profi-Exemplar. Der Preisrahmen liegt ebenso weit auseinander: 12 Euro kostet das günstigste Exemplar, satte 209 Euro die Edelausgabe. Insgesamt wurden fast 22 kg Tomaten, 120 Ananas, 120 Mangos, 3kg Haselnüsse sowie 6 Meter Schweinerücken kleingeschnippelt. Bewertet wurde anschließend in drei Kategorien:

  • Schneiden, Wiegen, Hacken – 60 % Wertung
  • Haltbarkeit/ Schnitthaltigkeit – 30 % Wertung
  • Reinigen – 10 % Wertung

Santoku Messer überzeugt im Küchenmesser Test

Testsieger ist das Santoku Shun Premier TDM-1702 aus der Tim-Mälzer-Serie vom Hersteller Kai. Die japanischen Messer trumpfen vor allem durch die unerreichte Schärfe und Präzision auf. Aufgrund der dünnen Klingen sind die Messer besonders scharf und können dadurch hauchdünn schneiden. Das Material und die fantastische Verarbeitung der Klinge haben auch die Prüfer der Stiftung Warentest überzeugt.

Besonders ist: Das Santokumesser behält seine Schärfe sehr lange, ohne das Käufer nochmal nachschleifen müssen. Das Messer erhielt das Gesamturteil „gut“ mit einer Endnote von 1,6. Mit insgesamt 199 Euro ist es aber auch im Preissegment eher oben anzusiedeln.

Die Testsieger der Santoku Messer:

  • Santoku Shun Premier TDM-1702 Tim Mälzer Serie
  • WMF Grand Gourmet
  • Wüsthof Grand Prix II

Die Allzweckmesser – Klassische Küchenmesser sind universell einsetzbar

Ein Fazit der Tester war, dass es nicht das eine beste Messer für alle Köche gibt. Jeder Küchenchef hat seine eigenen Vorlieben und Techniken um Nahrungsmittel zu schneiden. Deutlich robuster als die feinen Messer aus Japan, sind die klassischen Kochmesser. Sie sind variabel in der Küche einsetzbar, da die Schneide etwas dicker als bei den Konkurrenten aus Fernost ist. Wenn die Klingen scharf sind, gleiten diese fast alleine durch Gemüse, Obst und Kräuter. Das liegt vor allem an dem hohen Gewicht der Küchenmesser.

Im Küchenmesser Test schnitt das Dick Premier Plus Kochmesser mit der Gesamtnote 1,9 gut ab. Mit der gleichen Note wurde auch das Classic Kochmesser von Wüsthof bewertet. Beide Messer liegen zwischen 65 Euro und 85 Euro und sind somit deutlich günstiger als der Testsieger. Übrigens: Auch das Billigmesser Gynnsam von Ikea erhält die Bewertung „gut“. Einziges Manko ist die Klinge, welche relativ weich ist und somit schnell nachgeschliffen werden muss.

Top 3 unter den klassischen Küchenmessern:

  • Böker Forge
  • Dick Premier Plus
  • Wüsthof Classic Kochmesser

Messer mit Keramikklinge bleiben lange scharf

Härter als Stahl ist eine Klinge aus Keramik, weswegen viele Hersteller zuletzt auf dieses Material in der Produktion setzten. Testsieger der Kategorie wurde das Kyocera Keramikmesser FK-180WH. Die Vorteile von Keramikmessern sind vielfältig. So bleiben sie durch ihr Material besonders lange scharf, sind sehr leicht und flexibel einsetzbar. Ein deutliches Plus: Das Messer von Kyocera schnitt im Test dreimal so gut wie das schärfste Stahlmesser. Allerdings sind die Klingen recht Spröde. So splittern und brechen Messer aus Keramik sehr leicht. Kein Messer überstand den Falltest der Stiftung Warentest, bei dem die Keramikmesser 20 Mal fallen gelassen wurden.

Die Teilnehmer des Tests von Keramikmessern:

  • Bodum Kochmesser Bistro
  • Kyocera FK-180WH-BK
  • Zassenhaus Ceramic

Ergebnisse im Küchenmesser Test – Gute Pflege für scharfe Messer

Wer seine Messer häufig benutzen will und das noch einige Jahre, sollte bei der Pflege einige Hinweise beachten. So sollten die Messer am besten in einem Messerblock aufbewahrt werden, oder an einer Metallleiste in der Küche gehangen werden. Nach dem Kochen sollten Sie die Klinge per Hand waschen und nicht unbedingt in die Spülmaschine stellen. Dadurch werden die sensiblen Kochmesser am besten geschützt.

Als Schneideunterlage eignen sich Holz- oder weiche Kunststoffbretter, die das Messer nur sehr gering belasten. Einige Messersets werden bereits mit einem Block ausgeliefert, Kunden können diese aber auch im Fachhandel kaufen. Wer noch etwas Platz für den Messerblock auf Anrichte oder Tisch hat, kann diesen ohne Bedenken ausnutzen. Da er vom Design her oftmals ein Blickfang für Sie und Ihre Gäste ist, kann er getrost in der Küche platziert werden.

Stiftung Warentest: Ein „gutes“ Messer gibt es für wenig Geld

Ein scharfes Messer ist das wichtigste Werkzeug für einen Koch. Auch ein Hobbykoch, der einmal mit einer wirklich scharfen Klinge gearbeitet hat, möchte sie nicht mehr missen. Die Stiftung Warentest hat 20 Messer getestet – vom edlen Santoku für 209 Euro bis zum Billigkochmesser für 12 Euro. Auch drei Keramikmesser mussten im Praxistest zeigen, was sie können.

Scharfe Klinge – Ultraschallmesser ist der Traum für jeden Hobbykoch

Scharfe Klinge
Ultraschallmesser ist der Traum für jeden Hobbykoch

Mühelos gleitet das Utensil durch Brot wie Butter. Video

Drei Messer-Typen konkurrieren um die Gunst der Köche: klassische Kochmesser mit spitz zulaufender Klinge, Santokus japanischer Art mit kürzerer Klinge sowie Keramikmesser. Testsieger ist ein Santoku-Messer. Mit einer Gesamtnote von 1,6 schnitt es am besten ab, ist aber mit 199 Euro fast das teuerste Messer im Test.

„Gutes“ Ikea-Messer überzeugt auch mit kleinem Preis

Kochmesser sind Alleskönner und gehören in jede Küche. Sie eignen sich zum Schneiden, Hacken, Wiegen und sind sehr robust. Die meisten klassischen Kochmesser im Test kosten zwischen 70 und 99 Euro. Ein „gutes“ Exemplar gibt es auch schon für 15 Euro. Das „Gynnsam“ von Ikea. Einziges Manko: das Messer verliert recht schnell seine Schärfe und muss nachgeschliffen werden. Ähnlich gut und deutlich günstiger als der Gesamttestsieger sind das „Böker Forge“ für 70 Euro und das „WMF Grand Class“ für 100 Euro. Beide erhielten die Note „gut“.

Santokus sind aufgrund ihrer dünnen Klinge sehr scharf und können hauchdünn schneiden. Der Testsieger von Kai, das Shun Premier der Tim-Mälzer-Serie, konnte das im Test am besten. Wegen seines hohen Preises richtet sich das Kai-Messer eher an Liebhaber. „Gute“ Santoku-Messer gibt es auch für weniger Geld, so das Ergebnis der Stiftung Warentest. Auch das „Wüsthof Grand Prix II“ für 65 Euro konnte die Tester überzeugen.

Messer aus Keramik: Leicht und sensibel

Keramikmesser behalten ihre Schärfe besonders lange und müssen selten geschärft werden. Die Kehrseite dieser harten Klingen ist ihre Spröde. Sie splittern und brechen leicht. Kein Messer im Test blieb im Falltest heil. Auch das „gute“ Keramikmesser von Kyocera (85 Euro) ist sensibel. Es schneidet aber sehr lange scharf.

So halten Messer ein Leben lang

Bewahren Sie Messer am besten in einem Messerblock auf oder hängen Sie sie an eine Metallleiste. Das schützt die empfindlichen Klingen am besten. Nutzen Sie Holz- oder weiche Kunststoffbretter als Schneideunterlage. Lebensmittel schiebt man mit dem Messerrücken vom Brett. Viele Messer sind spülmaschinengeeignet. Die Tester raten allerdings zur Reinigung per Hand. Am besten gleich nach der Benutzung mit wenig Spülmittel und warmem Wasser. Kochmesser zieht man vor jedem Gebrauch über einen Wetzstahl. Keramikmesser hingegen dürfen nur vom Profi geschärft werden.

  • Feinster Stahl und Damast: Scharfe Messer für Küche, Outdoor und Camping
  • Echt scharf: Kochmesser kaufen: Edelstahl, Keramik und Damast im Vergleich
  • Spülmaschinen-Tipps: So vermeiden Sie Rostflecken auf Besteck
  • Schnell und unkompliziert : Haushaltstipps, die nicht jeder kennt
  • Mehr Spaß im Haushalt: Sieben Tipps für Putzmuffel

Das komplette Testergebnis finden in der Dezember-Ausgabe der Zeitschrift „test“.

Kochmesser Test 2020

3. Kochmesser-Kaufberatung: So finden Sie Ihr perfektes Kochmesser

Möchten Sie ein gutes Kochmesser kaufen, so sollten Sie auf verschiedene Faktoren achten. Unter anderem sind das Material und die Härte wichtig. Auch die Reinigung und das Handling sind bei dieser Art der Produkte ausschlaggebend. Hier haben wir Ihnen eine kleine Auflistung zusammengestellt, die Sie anschauen sollten, wenn Sie Kochmesser kaufen möchten.

  • Material
  • Härte
  • Handling
  • Pflege
  • Länge

3.1. Das richtiges Klingenmaterial für verschiedene Lebensmittel

3.1.1. Keramik: Nur für weiche Lebensmittel

Achten Sie darauf, dass die Härte der Klinge mit den Lebensmitteln kooperiert, sodass sich die Lebensmittel einfach schneiden lassen und keine Schäden an der Klinge entstehen.

Die Klingen der Kochmesser können aus unterschiedlichen Materialien bestehen. Unter anderem gibt es die Küchenmesser mit Keramikklingen. Diese sind besonders scharf und hart. Allerdings bringt die Keramik-Klinge auch einige Nachteile mit sich.

Für harte Lebensmittel wie Nüsse ist es beispielsweise nicht geeignet, da das Material spröde werden und brechen könnte. Auch zum Filetieren ist das Keramikmesser nicht geeignet, da es nicht biegsam genug ist. Ganz normale Kochzutaten hingegen schneiden Sie mit dem Küchenmesser mit Keramik-Klinge einfach schnell.

Sie sollten ein Keramikmesser vorzugsweise im Messerblock aufbewahren. Für die Geschirrspülmaschine ist das Messer nicht geeignet.

3.1.2. Messerstahl: Typisches Material für europäische Küchenmesser

Die Klingen europäischer Küchenmesser bestehen meistens aus herkömmlichem Messerstahl. Der europäische Messerstahl kommt jedoch nicht an die Härte von Keramikmessern, Japanmessern, Damast-Kochmessern und Kochmessern aus Panzerstahl heran. Dennoch sind die Kochmesser aus europäischem Stahl aufgrund der Materialeigenschaften sehr praktisch und gut.

Sie brechen nicht so schnell wie Keramikmesser und Kochmesser mit Damast-Klinge. Die Klingen bestehen aus rostfreiem Stahl, sind aber nicht so scharf wie die Kai-Kochmesser, chinesischen Kochmesser und Küchenmesser aus Japan. Die Messer lassen sich einfach nachschleifen, wenn sie etwas stumpf geworden sind.

Hervorzuheben ist, dass die Messer flexibler sind. Das Material des Griffs hängt vom Hersteller und der Marke ab. Manche Hersteller statten die Messer mit Holzgriffen, Stahlgriffen oder Kunststoffgriffen aus.

3.1.3. Damast: Flexibles Küchenmesser-Material für verschiedene Einsätze

Hinsichtlich der Damast-Kochmesser müssen Sie jede Menge Wert auf qualitativ hochwertige Artikel legen. Möchten Sie 2019 / 2020 ein Kochmesser günstig kaufen, so sollten Sie lieber auf einen anderen Typ zurückgreifen. Die besten Kochmesser aus Damast werden aus mehreren Stählen geschmiedet, um dem Messer zusätzlich zur Schärfe eine gewisse Flexibilität zu geben.

3.2. Härte: Gutes Mittelmaß empfehlenswert

Was bedeutet HRC?

Bei dem Wert HRC handelt es sich um den Härtegrad nach Rockwell. Es ist die Härteangabe für Küchenmesser.

Auf die Härte des Kochmessers sollten Sie beim Kauf genau achten. Klingen-Härten liegen in der Regel zwischen 52 und 64 HRC. Günstige Küchenmesser weisen meistens gerade einmal die Härtegrade 52 und 53 auf. Solche Messer bringen Vor- und Nachteile mit sich. Durch den niedrigeren Härtegrad ist die Klinge wesentlich flexibler.

Dafür sind sie aber auch schnell stumpf, sodass sie oft nachgeschliffen werden müssen. Gute Kochmesser, beispielsweise von Zwilling, Zassenhaus, Wüsthof, WMF und Windmühlenmesser, liegen meistens zwischen 55 und 57 HRC. Japanische Messer bringen eine Härte von bis zu 67 HRC mit sich. Nur die Keramikmesser liegen hinsichtlich der Härte noch höher.

Tipp: Je härter die Klinge ist, umso unflexibler ist sie auch. Wird das Messer falsch gehandhabt, kann sie schnell beschädigt werden.

3.3. Handling: Richtig mit dem Kochmesser umgehen

Gerade bei Messern mit einem hohen HRC Wert ist die Handhabung besonders wichtig. Zur richtigen Handhabung gehören die folgenden Punkte:

  • nicht hebeln
  • nur auf Holz- oder Kunststoffbrettchen schneiden
  • keine Glasschneidebrettchen oder Steinschneidebrettchen nutzen

Allgemein sollten Sie mit Kochmesser-Testsiegern aus Kochmesser-Tests nicht hebeln, da die besten Küchenmesser oft einen hohen Härtegrad aufweisen und so schnell brechen können. Damit die Klinge nicht stumpf wird, sollten Sie vorzugsweise Schneidebretter aus Holz verwenden. Nutzen Sie Glasschneide- oder Steinschneidebrettchen, werden Sie schnell stumpfe Klingen vorfinden.

Die besten Küchenmesser sind mit handlichen und hochwertigen Griffen versehen. Bei Messern in minderwertiger Qualität könnte es schnell passieren, dass Sie abrutschen und sich verletzen.

3.4. Pflege: Kein Geschirrspüler bei hochwertigen Messern

Möchten Sie lange Freude an dem Kochmesser haben, so sollten Sie lieber auf die Reinigung in der Geschirrspülmaschine verzichten. Durch das Spülmittel und die Hitze könnten die Schneiden sehr schnell stumpf werden. Für Holzgriffe ist die Reinigung in der Geschirrspülmaschine ebenfalls nicht zu empfehlen.

Achtung: Hochwertige Küchenmesser, egal aus welchem Material, gehören in keine Geschirrspülmaschine. Reinigen Sie die Messer ganz einfach mit Wasser und einem Lappen.

3.5. Länge: Lange Klinge ein Muss

Zu kurz darf eine Messerklinge eines Kochmessers nicht ausfallen. Schließlich ist die Klinge das Herzstück des Messers. Die Länge eines hochwertigen Küchenmessers sollte bei mindestens 18 cm liegen. Gute Küchenmesser bringen eine solche Länge mit sich. Von einigen Herstellern gibt es auch längere Kochmesser.

Durch die Länge sind die Kochmesser flexibel einsetzbar und können für die verschiedensten Schneidarbeiten in der Küche genutzt werden. Praktisch ist auch ein Messerset mit mehreren Küchenmessern. Da die Anzahl an Messern in dem Kochmesser-Set variiert, sollte für jede Arbeit ein passendes Messer wie beispielsweise Steakmesser und Obstmesser vorhanden sein.

Wir haben 32 Blutdruckmessgeräte getestet, davon 16 für das Handgelenk und 16 für den Oberarm. Das beste Modell fürs Handgelenk ist das Sanitas SBC 22. Es misst sehr genau, hat ein großes Display mit großen, gut lesbaren Ziffern und lässt sich leicht bedienen. Zuverlässiger und genauer messen Blutdruckmessgeräte für den Oberarm. Hier ist unser Favorit das Medisana 530 Connect. Doch sowohl für das Handgelenk als auch für den Oberarm gibt es einige fast ebenso gute Alternativen.

Update 13. November 2019

Wir haben den Test überprüft und die Verfügbarkeit einzelner Produkte aktualisiert. Unsere Empfehlungen sind nach wie vor aktuell.

Blutdruckmessgeräte fürs Handgelenk sind beliebt, weil sie einfach zu handhaben sind – aber sie messen nicht so genau wie Geräte, die mit einer Manschette am Oberarm messen, hat unser Test gezeigt.

Wir haben insgesamt 32 Blutdruckmessgeräte mit fünf Probanden getestet. Während von den 16 getesteten Handgelenk-Modellen nur drei sehr genaue Messwerte lieferten, zeigten bei den 16 Geräten für den Oberarm acht sehr genaue Messergebnisse. Grundsätzlich ist die Fehleranfälligkeit bei Handgelenk-Messgeräten größer als bei Oberarm-Modellen.

Messungen am Oberarm sind grundsätzlich genauer als am Handgelenk

Unsere Empfehlung ist daher: Wenn Sie Ihren Blutdruck wirklich genau wissen wollen, legen Sie sich ein Oberarm-Messgerät zu. Ihre Handhabung ist ebenfalls einfach und sie sind auch nicht viel teurer. Wenn Sie sich doch für ein Handgelenk-Gerät entscheiden, lassen Sie sich von falschen Messwerten nicht beunruhigen, sondern messen Sie lieber noch einmal nach, denn Fehlmessungen kommen hier deutlich häufiger vor.

Systolisch und diastolisch: Was ist wichtiger?

Misst man den Blutdruck, werden zwei Werte ermittelt: der systolische und der diastolische Blutdruck. Dabei handelt es sich um den höchsten und niedrigsten Druck, mit dem das Blut mit dem Pumpen des Herzens durch die Adern transportiert wird.

Zieht sich die linke Herzkammer zusammen, drückt sie das darin enthaltene Blut in die Hauptschlagader. Dadurch steigt der Blutdruck in den Gefäßen stark an. Dieser Spitzenwert ist der systolische Blutdruck. Anschließend entspannt sich die Herzkammer wieder und der Blutdruck sinkt ab. Dieser niedrige Wert ist der diastolische Blutdruck.

Während der systolische Blutdruck also die Spitzenbelastung auf die Gefäße angibt, misst der diastolische Blutdruck gewissermaßen die Dauerbelastung. Spricht also jemand davon, dass er einen Blutdruck von beispielsweise 120 zu 80 hat, bedeutet das, dass der Druck in den Gefäßen maximal 120 und mindestens 80 ist – gemessen in „mmHg“, was für „Millimeter Quecksilbersäule“. Die Einheit geht auf alte Zeiten zurück, in denen für die Messungen Barometer auf Quecksilberbasis benutzt wurden. Heutzutage nennt man die Einheit auch „Torr“.

Beim Blutdruck kommt es immer auf beide Werte an: den systolischen und den diastolischen Blutdruck

Man kann nicht pauschal sagen, dass einer der beiden Blutdruckwerte „wichtiger“ ist. Beide Werte sollten immer zusammen betrachtet werden, denn ihre Relation zueinander kann auf unterschiedliche Krankheitsursachen hindeuten und unterschiedliche Therapien erfordern.

Die Sache mit Bluetooth

Immer mehr Geräte bieten eine Bluetooth-Anbindung ans Smartphone. Eigentlich eine gute Idee, denn so können Blutdruckmesswerte im Handy gespeichert und der Verlauf der Messwerte über einen längeren Zeitraum grafisch dargestellt werden. Doch leider hapert es an der Umsetzung.

Oft ist das Verbinden der Geräte mit den Apps der Hersteller umständlich oder klappt nicht zuverlässig. Vor allem aber speichert keines der Geräte im Test die gemessenen Daten automatisch im Hintergrund. Im besten Fall werden die Messwerte erst übertragen, wenn man die App auf dem Smartphone öffnet, meist muss die App aber während des Messvorgangs geöffnet sein, teilweise muss man die Übertragung dann noch manuell anstoßen.

Zum Aufzeichnen der Messwert im Smartphone muss bei allen Bluetooth-Geräten im Test die Smartphone-App geöffnet sein.

Das ist im Alltag viel zu kompliziert und daher nicht sinnvoll nutzbar. Es ist unverständlich, warum die Geräte nach jeder Messung nicht selbständig eine Verbindung zum Smartphone herstellen und die Geräte im Hintergrund übertragen ohne dass man das Smartphone öffnen und die jeweilige App aktivieren muss.

Das einzige Gerät mit Bluetooth-Übertragung, das wir mit Einschränkung empfehlen können ist das Messgerät von iHealth. Denn hier führt man die Messung direkt vom Smartphone aus, das Gerät selbst verfügt über keine Anzeige der Daten. Mehr dazu lesen Sie in unserer ausführlichen Besprechung zu dem Gerät auf der nächsten Seite.

So haben wir getestet

Das wichtigste bei einem Blutdruckmessgerät ist, dass es den Blutdruck möglichst genau und zuverlässig ermittelt. Um die Messgenauigkeit der Modelle zu bestimmen, haben wir mit allen Testgeräten den Blutdruck von fünf Probanden gemessen, zwei Frauen und drei Männer im Alter zwischen 33 und 73 Jahren.

Wir haben mit jedem Gerät an jedem Probanden mindestens drei Test-Messungen im Abstand von fünf Minuten durchgeführt. Als Vergleich diente eine Referenzmessung, die wir klassisch mit Stethoskop und einem geeichten manuellem Blutdruckmessgerät ermittelt haben, so wie es auch der Arzt verwendet. Alle Messungen wurden natürlich im Sitzen bei korrekter Körperhaltung vorgenommen.

Bewertet haben wir einerseits die Abweichung zur Referenzmessung und andererseits die Varianz der Messungen sowie die Abweichungen der Messergebnisse zum Durchschnittswert und zum Median. Als sehr gut bewerteten wir Messungen, die maximal um ±5 vom Referenzwert abwichen oder eine Varianz von unter 5 oder weniger hatten. Das klingt auf den ersten Blick nach viel, doch genauer lässt sich der Blutdruck auch durch die manuelle Messung gar nicht feststellen. Auch Ihr Arzt wird fast immer auf den Zehner auf- oder abrunden.

Abweichungen von mehr als 10 Einheiten sind leider keine Seltenheit

Die Messgenauigkeit der Geräte ist äußerst unterschiedlich. Abweichungen von mehr als 10 Einheiten sind leider keine Seltenheit, teilweise lagen einzelne Geräte um 20 oder gar 30 Einheiten neben dem Referenzwert oder schwankten zwischen den Messungen um bis zu 20 Einheiten.

Neben der Messgenauigkeit haben wir auch Handhabung, Verarbeitung und Bedienung der Geräte bewertet. Welches Zubehör befindet sich im Lieferumfang? Wie groß sind die Displays? Sind alle Anzeigen gut zu erkennen? Wie leicht kann man die Manschetten anlegen und wie gut sitzen sie? Sind die Tasten verständlich beschriftet und kann man sie präzise drücken? Gibt es außergewöhnliche Sonderfunktionen, wie beispielsweise Bluetooth?

Die besten Handgelenk-Blutdruckmessgeräte

Ist man häufig unterwegs oder misst den Blutdruck mehrmals am Tag, bietet sich ein Gerät für das Handgelenk an, denn das ist innerhalb weniger Sekunden einsatzbereit.

Doch die Genauigkeit von Handgelenkgeräten steht und fällt mit der richtigen Körperhaltung. Zwar verlangen beide Bauarten, dass der Blutdruck auf Herzhöhe gemessen wird, bei Oberarmmessgeräten passiert das aufgrund der Position der Manschette aber automatisch, während Modelle zur Messung am Handgelenk ein abgewinkeltes Anstellen und Halten des Arms voraussetzen, um richtige Messergebnisse zu liefern.

Wir hatten 16 Blutdruckmessgeräte fürs Handgelenk mit Preisen zwischen 10 und 50 Euro im Test. Hier sind unsere Empfehlungen.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger

Sanitas SBC 22

Das Sanitas liefert ein gutes Gesamtpaket: sehr genaue Messungen, einfache Bedienung und günstiger Preis.

von 371 Lesern gekauft

Das Sanitas SBC 22 hat vor allem in der wichtigsten Disziplin überzeugt: beim Messen. Es hat mit die genausten Messergebnisse erzielt und liefert auch in anderen Disziplinen ein solides Gesamtpaket. Das Display ist gut ablesbar und dank Risiko-Skala kann man seinen Blutdruckwert schnell einschätzen. Das Handbuch ist nicht, wie bei anderen Konkurrenten, in winziger Schrift geschrieben, sodass auch ältere Menschen gut damit klarkommen. Auch die Haptik des Geräts ist in Ordnung, die Knöpfe lassen sich angenehm drücken und wirken langlebig. Unterm Strich bietet das Sanitas SBC 22 ein tolles Preis-Leistungsverhältnis und ist daher unsere Top-Empfehlung bei den Handgelenk-Modellen.

Auch gut

Boso Medistar+

Das Boso ist kompakt, gut verarbeitet und liefert sehr genaue Messergebnisse.

Das Boso Medistar+ punktet mit guter Verarbeitung, einem tollen, ausführlichen Handbuch mit großer Schrift, das auch ältere Menschen gut lesen können. Wie unsere anderen Empfehlungen lieferte es sehr genaue Messwerte. Das Display ist allerdings verhältnismäßig klein mit entsprechend kleiner Schrift. Dafür ist das Boso angenehm klein und kompakt. Auch preislich ist es attraktiv.

Auch gut

Medisana BW 315

Das Medisana misst konstant genau und zeigt die Messwerte sehr groß an.

Das Blutdruckmessgerät BW 315 von Medisana überzeugt mit einem großen, gut lesbaren Display, guten Messergebnissen und angenehmem Tastendruck. Außerdem bietet das Gerät mit 120 Messungen pro Person viel Speicherplatz und ist für einen günstigen Preis zu haben. Die Messwerte waren zwar nicht ganz so genau wie beim Testsieger, aber immer noch gut.

Genaueste Messung

Hylogy MD-H21

Das Hylogy ist zwar nicht besonders gut verarbeitet, misst aber ebenfalls sehr genau.

von 25 Lesern gekauft

Das Hylogy MD-H21 lieferte von allen Handgelenk-Geräten die genauesten Messergebnisse. Es hat ein großes Display mit großen Ziffern, für die die ältere Generation dankbar sein wird. Fraglich ist nur, ob die Tasten lange durchhalten, denn die Verarbeitung könnte besser sein. Das Handbuch ist winzig mit kleiner Schrift, doch das Gerät tut, was es soll.

Edel und leise

Omron RS6

Wirkt sehr edel und ist sehr klein und leicht. Die Messergebnisse sind gut.

Das Omron RS6 macht von allen Blutdruckmessgeräten im Test den edelsten Eindruck. Aber auch sonst kann es überzeugen: Die Messwerte sind genau und konsistent, die Tasten knackig, die Verarbeitung sehr gut. Das Display ist schön groß und zeigt ebenfalls große Ziffern an, wodurch es sich einfach ablesen lässt. Vor allem aber ist es das mit Abstand leiseste Gerät im Test. Während andere Blutdruckmessgeräte beim Aufpumpen mitunter recht geräuschvoll quäken, hört man vom Omron fast keinen Mucks. Der einzige Minuspunkt ist der Preis, denn das Omron RS6 ist das teuerste aller getesteten Geräte fürs Handgelenk.

Vergleichstabelle

Vergleichstabelle

Testsieger Auch gut Auch gut Genaueste Messung Edel und leise
Modell Sanitas SBC 22 Boso Medistar+ Medisana BW 315 Hylogy MD-H21 Omron RS6 Leicke Sharon LH67402 CocoBear BP-40 Omron RS2 Beurer BC 57 Beurer BC 40 Braun VitalScan 3 Visomat Handy Express Hylogy MD-H35 Sanitas SBM 03
Pro
  • Großes, gut ablesbares Display
  • Sehr gute Messergebnisse
  • Risiko-Skala
  • 3 Jahre Garantie
  • Günstig
  • Zügige Messung
  • Konsistente Messwerte
  • Super Handbuch
  • 3 Jahre Garantie
  • Großes, gut ablesbares Display
  • Viel Speicherplatz
  • Günstig
  • Risiko-Skala
  • Sehr genaue Messung
  • Großes, gut ablesbares Display
  • Viel Speicherplatz
  • Risiko-Skala
  • Relativ schnell
  • Extrem leise
  • Großes, gut ablesbares Display
  • Gutes Armband
  • 3 Jahre Garantie
  • Beleuchtet
  • Großes, gut ablesbares Display
  • Sehr großes, gut lesbares Display
  • Risiko-Skala
  • 3 Jahre Garantie
  • Bluetooth- und App-Unterstützung
  • Großes Display mit großen Ziffern
  • Risiko-Skala
  • Konsistente diastolische Messwerte
  • Risiko-Skala
  • 3 Jahre Garantie
  • Angenehme Haptik
  • Gute Verarbeitung
  • Anleitung auf dem Gerät
  • Großes Display
  • Solide Verarbeitung
  • Viel Speicherplatz
  • 3 Jahre Garantie
  • Großes, gut lesbares Display
  • Risiko-Skala
  • 2 Jahre Garantie
  • Günstig
  • Risiko-Skala
Contra
  • Sehr kleines Display
  • Messwerte nicht komplett exakt
  • Billige Verarbeitung
  • Schlechtes Handbuch
  • Teuer
  • Messwerte nicht komplett exakt
  • Bluetooth-Funktion funktioniert nicht gut
  • Teuer
  • Messwerte nicht komplett exakt
  • Schlechtes Handbuch
  • Verarbeitung könnte besser sein
  • Messwerte nicht komplett exakt
  • Misst sehr langsam
  • Winziges Display
  • Messwerte nicht komplett exakt
  • App verlangt eine Registrierung und taugt nichts
  • Icons auf dem Display schwer ablesbar
  • Teuer
  • Messwerte könnten besser sein
  • Manche Anzeigen schwer ablesbar
  • Schlechte Messwerte
  • Schlechte Messwerte
  • Teuer
  • Piepst bei der Messung
  • Pumpt sehr langsam auf
  • Völlig inkonsistente Messwerte
  • Schlechtes Handbuch
  • Messungen nicht gut
  • Schlechte Manschette
  • Aufgrund von Fehlermeldungen keine Messung möglich
  • Aufbewahrungsbox lässt sich schwer öffnen
Bester Preis

Keine Preise gefunden.

Technische Daten anzeigen
Nutzerprofile 2 1 2 2 1 1 2 1 2 1 1 2 2 1
Speicherplätze je 60 90 je 120 je 120 90 90 je 90 30 je 60 60 90 je 120 je 90 60
Handgelenkumfang 13,5-19,5 cm 13,5-21,5 cm 12,5-21,5 cm 13,5-21 cm 13,5-21,5 cm 13,5-21 cm 13,5-21,5 cm 13,5-21,5 cm 14-19,5 cm 12,5-21,5 cm 13,5-21,5 cm 12,5-21,5 cm 13,5-21 cm 14-19,5 cm
Display 4,8 cm, hochkant 4,3 cm, hochkant 5,3 cm, hochkant 5,3 cm, hochkant 5,3 cm, hochkant, abgerundet 5,6 cm, hochkant, beleuchtet 5,9 cm, hochkant 3,8 cm, quadratisch, abgerundet 5,2 cm, hochkant 5,2 cm, hochkant 5 cm, hochkant 5,6 cm, quer 5,9 cm, hochkant 4,3 cm, quadratisch
Stromversorgung 2 x AAA-Batterien 2 x AAA-Batterien 2 x AAA-Batterien 2 x AAA-Batterien 2 x AAA-Batterien Micro-USB (integrierter Akku) 2 x AAA-Batterien 2 x AAA-Batterien 2 x AAA-Batterien 2 x AAA-Batterien 2 x AAA-Batterien 2 x AAA-Batterien 2 x AAA-Batterien 2 x AAA-Batterien
Gewicht 125 Gramm 120 Gramm 130 Gramm 130 Gramm 105 Gramm 105 Gramm 145 Gramm 120 Gramm 120 Gramm 130 Gramm 135 Gramm 120 Gramm 145 Gramm 130 Gramm

Testsieger: Sanitas SBC 22

Das Sanitas SBC 22 hat uns mit sehr guten Messwerten, guter Verarbeitung und großem Funktionsumfang bei gleichzeitig sehr günstigem Preis von allen Handgelenk-Geräten am meisten überzeugt: Es ist das günstigste Modell der gesamten Testreihe.

Testsieger Das Sanitas liefert ein gutes Gesamtpaket: sehr genaue Messungen, einfache Bedienung und günstiger Preis.

von 371 Lesern gekauft

Es misst den Blutdruck sehr genau, auch der aktuelle Puls wird angezeigt wie bei allen anderen Geräten im Test. Eine detaillierte Risiko-Skala ist am Rand des LC-Displays aufgedruckt, sodass man sofort seine Ergebnisse einordnen kann.

Das SBC 22 warnt vor Herzrhythmusstörungen und kann eine Durchschnittswertberechnung vornehmen. Der systolische und diastolische Blutdruck sowie der Durchschnittswert der letzten drei Messungen werden angezeigt. Auch je ein Symbol für Herzrhythmusstörung, Aufpumpen/Ablassen, Puls, Benutzer und Batteriestand ist vorhanden. Das Gerät hat eine Abschaltautomatik, Datum und Uhrzeit können eingestellt werden.

Es gibt insgesamt vier Tasten: Uhrzeit, Speicherungen, Benutzer und Start/Stopp-Taste. Die Blutdruckangaben sind gut lesbar, die Pulsziffern sind schon etwas kleiner, beim Datum wird es für Ältere dann schon etwas schwieriger. Die Dauer der Messung bewegt sich mit circa 45 Sekunden im Mittelfeld. Das Gerät braucht einen kurzen Moment bis es loslegt, dafür sind die Werte am Ende sehr genau.

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Die Manschette ist gehärtet, sodass das Anlegen etwas leichter fällt. Sie ist für einen Handgelenkumfang von 13,5 bis 19,5 Zentimetern geeignet. Eine kleine Anleitung zum korrekten Anlegen ist auf der Manschette aufgedruckt. Batterien sowie eine Aufbewahrungsbox sind im Lieferumfang enthalten. Die Aufbewahrungsbox ist klein, handlich und lässt sich gut öffnen.

Das Sanitas hat zwei Benutzerprofile, bei denen jeweils 60 Messungen gespeichert werden können. Das Umstellen der Nutzerprofile geht dank eigener Taste relativ einfach.

Die Kritikpunkte sind überschaubar: Das Handbuch ist verständlich und umfangreich, die Schrift könnte aber größer sein. Das Design des Sanitas ist nicht besonders modern, aber bei medizinischen Geräten legen wir den Fokus auf die Genauigkeit der Messergebnisse. Alles in allem ist das Sanitas SBC 22 ein solides Gerät, das gut verarbeitet und stabil gebaut ist. Für den Fall der Fälle gewährt der Hersteller drei Jahre Garantie.

Sanitas SBC 22 im Testspiegel

Bislang gibt es noch keine weiteren Tests zum SBC 22. Sobald andere Tests erscheinen, tragen wir sie hier für Sie nach.

Alternativen

Auch unsere Alternativen können sich sehen lassen – manche Geräte haben mehr Speicher, ein besonders großes Display oder sind besonders formschön. Je nachdem, wie man seine Prioritäten setzt, ist hier für jeden etwas dabei. Aber das Wichtigste: Alle unsere Empfehlungen haben sehr gute Messergebnisse erzielt.

Auch gut Das Boso ist kompakt, gut verarbeitet und liefert sehr genaue Messergebnisse.

Das Boso Medistar+ punktet mit einem sehr ausführlichen Handbuch mit großer Schrift. Es sieht ein wenig schicker aus als der Testsieger und macht einen sehr wertigen Eindruck. Das Display ist leider etwas klein, dafür ist das Gerät schön klein und kompakt.

Es gibt nur ein Benutzerprofil, das 90 Messungen speichern kann. Lediglich ein Gastmodus ist verfügbar.

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Da das Medistar+ nur mit zwei Tasten ausgestattet ist, ist die Bedienung sehr einfach. Die gehärtete Manschette lässt sich bequem anlegen.

Angezeigt werden der systolische und diastolische Blutdruck sowie der Puls und eine Batterieanzeige – das war es dann auch schon. Allerdings warnt auch das Medistar+ bei Herzrhythmusstörungen. Man kann sich auch einen Mittelwert seiner Messungen anzeigen lassen. Mit 35 Sekunden Messdauer liegt das Gerät im Normalbereich. Eine Risiko-Skala ist leider nicht aufgedruckt. Auf das Boso Medistar+ gibt es ebenfalls drei Jahre Garantie.

Auch gut Das Medisana misst konstant genau und zeigt die Messwerte sehr groß an.

Das Medisana BW 315 liefert ebenfalls ein gutes Gesamtpaket zu einem fairen Preis. Die Verarbeitung ist solide, das Display gut lesbar. Die Knöpfe haben sehr angenehme Druckpunkte.

Zurück

Das Gerät trumpft besonders mit seinem großen Speicher von je 120 Messungen für zwei Personen auf. Auch das Medisana zeigt den Durchschnittswert der letzten drei Messungen an und erkennt Arrhythmien. Eine Risiko-Skala zum Einschätzen der Messungen ist am Rand des Displays aufgedruckt. Die Manschette lässt sich einfach anbringen.

Die Messung dauert circa 40 Sekunden. Unsere Messwerte waren zwar nicht ganz so exakt wie beim Hylogy MD-H21, Sanitas SBC 22 oder Boso Medistar+, aber immer noch gut genug für eine Empfehlung.

Genaueste Messung Das Hylogy ist zwar nicht besonders gut verarbeitet, misst aber ebenfalls sehr genau.

von 25 Lesern gekauft

Das Hylogy MD-H21 hat die genausten Messungen im Test erzielt. Leider ist es aber nicht besonders gut verarbeitet und auch das Handbuch ist für ältere Menschen eine Zumutung, denn die Schrift ist winzig klein und die wenigen Informationen sind noch dazu in schlechtem Deutsch verfasst.

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Allerdings bietet das Hylogy viel Speicherplatz – wie das Medisana kann es für zwei Benutzer je 120 Messungen speichern. Auch das Display ist groß und gut lesbar. Eine Risiko-Skala ist ebenfalls vorhanden. Wer besonders viel Wert auf eine möglichst exakte Messung legt, ist mit dem Hylogy gut beraten.

Edel und leise Wirkt sehr edel und ist sehr klein und leicht. Die Messergebnisse sind gut.

Das Omron RS6 ist ohne Frage das schickste Blutdruckmessgerät im Test. Die gute Verarbeitung fällt nicht nur beim Gerät selbst, sondern auch bei der Manschette auf, die sich sehr angenehm auf der Haut trägt und sich sehr leicht anlegen lässt. Das Gerät ist außerdem im Betrieb verblüffend leise, man hört es kaum. So kann man auch problemlos mitten in der Nacht messen, ohne fürchten zu müssen, den Partner zu wecken. Eine Messung geht mit rund 30 Sekunden überdies ziemlich flott über die Bühne.

Ein Benutzer kann 90 Messungen speichern, es gibt eine Manschettensitzkontrolle sowie einen Höhenpositionierungssensor – das bietet kaum ein anderes Gerät. Vor Herzrhythmusstörungen wird gewarnt und auch eine Durchschnittswertberechnung aus den letzten drei Messungen ist möglich.

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Die Aufbewahrungsbox ist genauso edel wie das Gerät selbst und hat im Inneren noch eine kleine Anleitung zur richtigen Anwendung.

Zu den Kritikpunkten gehören die nicht ganz so genauen Messwerte – und der hohe Preis: Das Omron war das teuerste Handgelenk-Messgerät im Test.

Leicke Sharon LH67402

Das Leicke Sharon LH67402 ist wie das MeasuPro beleuchtet. Es hat relativ genau gemessen und hat ein großes, gut lesbares Display. Zwar ist es mit einer Bluetooth-Funktion ausgestattet, diese funktioniert allerdings eher mäßig. Das Handbuch hat eine sehr kleine Schrift, eine Person kann 60 Messungen speichern. Das Armband ist bequem, rutscht aber ein wenig. Den Preis finden wir für das Gebotene zu hoch, allerdings hat das Messgerät ein schickes, modernes Design.

CocoBear BP-40

Das CocoBear BP-40 hat ein sehr großes, gut lesbares Display. Auch eine Risiko-Skala ist vorhanden. Das Handbuch ist nicht sehr hilfreich, auch die Verarbeitung des Geräts könnte besser sein. Zwei Personen können je 90 Messungen speichern. Das Gerät ist baugleich mit dem Hylogy MD-H35. Die Messwerte lagen teils deutlich zu weit von der Referenzmessung entfernt und auch die Varianz der Messungen war zu hoch.

Omron RS2

Das Omron RS2 hat nur 30 Speicherplätze für eine Person. Es kann unregelmäßige Herzschläge erkennen und hat eine gute Anleitung. Das Gerät misst eher langsam, auch das Display könnte größer sein. Generell wirkt es veraltet. Auf das Gerät bestehen drei Jahre Garantie.

Beurer BC 57

Das Beurer BC 57 hat eher durchwachsen gemessen – und das zu einem stolzen Preis. Das Handbuch finden wir in Ordnung, auch die Handhabung des Geräts geht klar. Zwei Personen können 60 Messungen speichern. Die Einstufung der Messwerte mittels Risiko-Skala ist möglich, ebenso eine Durchschnittswertberechnung. Das große Display hat große Ziffern, dennoch lassen sich manche Icons nur schwer ablesen. Die Bluetooth-Funktion ist umständlich in der Einrichtung und bei der Bedienung. Man benötigt die Health Manager App von Beurer und muss sich bei Beurer registrieren. Man hat immerhin die Option, die Messwerte nur lokal auf dem Smartphone zu speichern. Zur Übertragung muss die App geöffnet sein und man muss die Übertragung über das Gerät anstoßen.

Beurer BC 40

Das Beurer BC 40 ist zwar gut verarbeitet und mit seinem abgerundeten Gehäuse auch ansehnlich, aber leider ist das mit fünf Zentimetern Diagonaldurchmesser eigentlich recht große Display nicht sinnvoll genutzt. Die Genauigkeit der Messwerte ließ bei allen fünf Probanden zu Wünschen übrig, teilweise lagen die Messwerte 20 Einheiten über oder unter dem Referenzwert. Das Gerät hat eine Risiko-Skala und kann vor Herzrhythmusstörungen warnen. 60 Speicherplätze sind für eine Person verfügbar. Man kann sich den Morgen- und Abendblutdruck der letzten sieben Tage anzeigen lassen. Auf das Gerät gibt es drei Jahre Garantie.

Braun VitalScan 3

Keine Preise gefunden.

Das Braun VitalScan 3 macht erstmal einen sehr guten Eindruck: Es hat eine angenehme Haptik und ist gut verarbeitet. Auch die Druckpunkte der Tasten sind angenehm. Leider hatten wir teils sehr schlechte Messergebnisse, weshalb es als Empfehlung für uns nicht in Frage kommt. Eine Person kann 90 Messungen speichern und man kann sich den Mittelwert der letzten drei Messungen anzeigen lassen. Im Handbuch gibt es viele Informationen, jedoch ist die Schrift sehr klein. Uns hat gefallen, dass eine kleine Anleitung direkt auf dem Gerät aufgedruckt ist.

Visomat Handy Express

Auch das Visomat Handy Express ist im Test mit äußerst unzuverlässigen Messwerten aufgefallen. Ein wenig nervig war auch das Piepsen und die lange Dauer der Messungen. Immerhin hat das Gerät von Visomat ein großes Display und ist solide verarbeitet. Viel Speicherplatz und drei Jahre Garantie sind auch nicht verkehrt. Es erkennt Vorhofflimmern, Herzrhythmusstörungen, erhöhten Pulsdruck, gibt Auskunft über die Elastizität der Gefäße, hat eine Manschettensitz- und Bewegungskontrolle – aber das hilft alles nicht, wenn die Messwerte nicht stimmen.

Hylogy MD-H35

Das Hylogy MD-H35 ist baugleich zum Cocobear, die beiden Geräte unterscheiden sich nur beim aufgedruckten Logo. Dementsprechend gilt alles, was wir über das Cocobear berichten konnten, auch für das MD-H35. Es kann für zwei Personen je 90 Messungen speichern. Das Handbuch ist ebenfalls klein mit winziger Schrift und gebrochenem Deutsch. Es sieht gleich aus, kommt mit der gleichen Ausstattung und lieferte im Test auch ähnlich schlechte Messwerte.

Sanitas SBM 03

Das Sanitas SBM 03 hat ein relativ großes Display, von dem sich die Blutsruckwerte dank den großen Ziffern gut ablesen lassen. Leider ist das auch das einzig positive, das wir über das Gerät berichten können. Bereits bei der Lesbarkeit der restlichen Schrift wird es schwieriger: Datums- und Uhrzeitsanzeige sind sogar noch kleiner, sodass man sie nur mit Lesebrille oder Adleraugen richtig erkennen kann. Beim Anlegen merkt man schnell, dass die Manschette unbequem ist, etwas kratzt und vor allem nicht vernünftig sitzt, sondern schon bei kleinsten Bewegungen verrutscht. Vor allem aber lieferte unser Testgerät schon nach wenigen Messungen keine Messwerte mehr sondern quittierte unsere Bemühungen beharrlich mit „Error“. Vielleicht haben wir ein Montagsmodell erwischt, aber so erfüllt das Sanitas SBM 03 seine Grundfunktion nicht und ist ein Fall für die Reklamation.

Seite 1 Systolisch und diastolisch: Was ist wichtiger?
Seite 2 Die besten Oberarm-Blutdruckmessgeräte

Selbstmessung ist Teil der Behandlung

Kaufen Sie ein Blutdruckmessgerät am besten in der Apotheke oder im Sanitätshandel, dort können Sie sich auch verschiedene Geräte zeigen lassen und vor dem Kauf vergleichen. Bitte beachten Sie, dass ein direkter Vergleich der Messwerte von verschiedenen Geräten zu erheblichen Abweichungen führen kann. Das kann schon daran liegen, dass der Blutdruck bereits innerhalb kürzester Zeit stark schwanken kann. Durch das häufige Messen hintereinander werden Werte auch verfälscht. Das könnte aber auch an den fehlenden äußeren Messvoraussetzungen wie z.B. Umgebungsgeräuschen, mangelnder Sitzgelegenheit oder der fehlenden Ruhe liegen.

Wenn Sie die Messwerte eines Gerätes überprüfen wollen, müssen Sie eine manuelle Vergleichsmessung anstellen. Zwischen der automatischen Messung und der Vergleichsmessung dürfen maximal 60 Sekunden liegen. Sie sollten dieses Procedere insgesamt dreimal wiederholen. Messen Sie dabei immer am selben Arm! Die Abweichungen sollten im Schnitt nicht mehr als plus/ minus 10 mm Hg betragen. Lassen Sie sich vom Fachpersonal in der Apotheke oder Sanitätsfachhandel helfen.

Auf was sollte beim Kauf neben dem Prüfsiegel noch geachtet werden?

Die Oberarm- oder Handgelenksmanschette sollte die für Sie passende Größe haben. Messen Sie den Umfang Ihres Oberarms bzw. Ihres Handgelenks und wählen die Manschette entsprechend aus. Die Oberarmmanschette sollte maximal zwei Drittel des Oberarms abdecken.

Je nach Gerät fühlt sich die Manschette anders an, pumpt anders auf und macht andere Geräusche. Einige Geräte haben feste Schalen, andere faltbare Klettmanschetten. Probieren Sie daher verschiedene Geräte vor dem Kauf aus. Es gibt inzwischen auch intelligente Geräte bzw. Manschetten, die nur dann messen, wenn der Arm ruhig und auch auf Herzhöhe gehalten wird.

Sie sollten die Manschette auch korrekt anlegen können. Lassen Sie sich beraten und prüfen vor dem Kauf, ob es beispielsweise auf der Manschette Abbildungen gibt, die Ihnen beim korrekten Anlegen Hinweise geben. Es gibt inzwischen auch intelligente Manschetten, die bei einem fehlerhaftem Anlegen korrekt messen können.

Da sich der Blutdruck über den Tagesverlauf ständig ändert, ist es wichtig, den Blutdruck über einen längeren Zeitraum immer zur selben Zeit zu messen. Erst dann ist die Blutdruckselbstmessung sinnvoll. Sie sollten Ihre Werte aufschreiben oder digital speichern, so dass Ihr Arzt den Blutdruckverlauf auf einen Blick anschauen und analysieren kann. Gegebenenfalls reicht es aus, wenn Ihr Blutdruckmessgerät die Messwerte speichert. Das erschwert aber die schnelle Auswertung und das Erkennen von Auffälligkeiten.

Sollten mehrere Personen ein Blutdruckmessgerät nutzen, ist darauf zu achten, dass die mit dem Gerät verkaufte Manschette für alle Nutzer die passende Größe aufweist. Einige Geräte bieten Speicher für zwei Personen bzw. auch noch einen Gastmodus an. Einfacher ist es natürlich, wenn jeder sein eigenes Blutdruckgerät hat.

Blutdruckmessgeräte sollten gut verstaubar sein. Eine Aufbewahrungsbox oder eine passende Verkaufsverpackung ist hierbei hilfreich.

Handgelenksgeräte sind meist handlicher und eignen sich daher besonders gut für Urlaubsreisen. Bei ihnen besteht aber leicht die Gefahr, dass sie nicht auf Herzhöhe gehalten werden und dadurch die Messwerte verfälscht werden. Da die Gefäßquerschnitte am Handgelenk kleiner als am Oberarm sind, kann es bei Verhärtung der Blutgefäße an der Hand schneller zu Messfehlern kommen. Inzwischen liefern viele Handgelenksgeräte bei korrekter Messtechnik genaue Werte. Bei Gefäßverhärtungen (Arteriosklerose) sollten Sie allerdings mit Ihrem Arzt besprechen, welches Gerät das geeignetere ist.

Einige Geräte verfügen über eine drahtlose oder kabelgebundene Schnittstelle zu einem digitalen Speichermedium. Die Messdaten werden gespeichert, können an den Arzt geschickt werden oder sind (graphisch) ausdruckbar. In aller Regel wird Ihr Blutdruckgeräteanbieter eine Datenspeicherung nur in einem herstellereigenen Medium zulassen. Das kann ein Programm für einen PC sein oder eine Smartphone-APP.

Bei der Speicherung in einer APP werden Ihre Vitaldaten in aller Regel auf einem zentralen Server des Herstellers, nicht aber auf dem Smartphone gespeichert. In einigen Fällen verbleiben Ihre Messdaten auf dem Smartphone. Einige Gerätehersteller erlauben die Messdatenübertragung in eine beliebige APP. Der APP-Anbieter sollte Sie darüber informieren, ob die Messdaten im Smartphone oder extern auf einem anderen Server gespeichert werden. Ihre Daten sollten in Deutschland gespeichert werden, das gewährleistet ein hohes Datenschutzniveau. Auch darüber sollte Sie Ihr APP-Anbieter informieren. Die Deutsche Hochdruckliga erarbeitet derzeit Gütekriterien, um gute, sichere und nützliche digitale Gesundheitshelfer zu bewerten. Nützlich ist es auch, wenn Sie noch andere Vitalwerte wie zum Beispiel das Körpergewicht, den Puls, das Schlafverhalten oder Ihre körperlichen Aktivitäten digital abspeichern können.

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