Temperatur in der schwangerschaft

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Schwangerschaftsanzeichen: Schwanger oder nicht?

Schwanger oder nicht? Nicht immer kommt der Verdacht auf eine Schwangerschaft erst durch das Ausbleiben der Periode auf. Oft schleicht sich schon vorher das Gefühl ein: „Da tut sich was“. Nun gilt es, die Symptome richtig zu deuten! Hier die klassischen Schwangerschaftsanzeichen, die in den ersten Wochen auf andere Umstände hinweisen.

Schwanger oder nicht? 10 mögliche Anzeichen

Schwangerschaftsanzeichen 1: Deine Brüste spannen und sind extrem empfindlich

Gleich zu Beginn einer Schwangerschaft sorgt der sich verändernde Hormonhaushalt dafür, dass die Drüsen in der Brust wachsen – ein unangenehmes Spannungsgefühl kann die Folge und somit ein Schwangerschaftsanzeichen sein. Zudem werden die Brustwarzen meist extrem empfindlich und reagieren schon auf minimale Reize. Im Laufe der Schwangerschaft wird der Busen dann immer größer und fester.

Schwangerschaftsanzeichen 2: Deine Brustwarzen sind dunkler als sonst

Auch deine Brustwarzen können dir einen Hinweis darauf geben, ob du schwanger bist. Denn hormonbedingt könnte es passieren, dass sich diese dunkler färben. Eventuell sind auch die kleinen Erhebungen auf dem Warzenhof deutlicher sichtbar als sonst.

Schwangerschaftsanzeichen 3: Du spürst ein Ziehen im Unterleib

Die Gebärmutter wächst und wird besser durchblutet, neue Gefäße werden angelegt: Kein Wunder, dass fast alle werdenden Mamas merken, dass in ihrem Bauch etwas Außergewöhnliches vor sich geht. Viele Frauen spüren ein Ziehen im Unterleib, das ein wenig an die Unterleibsschmerzen während der Periode erinnert.

Schwangerschaftsanzeichen 4: Du bist ständig müde

Der Körper einer Schwangeren muss Höchstleistungen vollbringen: Die Plazenta wird aufgebaut, damit das Ungeborene immer gut versorgt ist. Muskeln, Bindegewebe und Gelenke werden gelockert, um Platz für das Baby zu schaffen. Aus diesem Grund sind schwangere Frauen anfangs häufig müde und erschöpft. Besonders in den ersten vier Monaten solltest du genug schlafen und alles etwas ruhiger angehen lassen.

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Du möchtest den ganzen Tag lang schlafen? Das könnte ein Schwangerschaftsanzeichen sein.

Schwangerschaftsanzeichen 5: Du magst bestimmte Lebensmittel nicht mehr

Erst einmal die gute Nachricht: Solche Aversionen sind völlig normal und sogar gut für den Embryo. Sie werden durch das Schwangerschaftshormon HCG (Humanes Choriongonadotropin) ausgelöst und treten meist bis zur zwölften Woche besonders stark auf.

Oft entwickeln werdende Mütter eigentümliche Abneigungen gegen Lebensmittel und Getränke, die dem Baby schaden könnten: Kaffee, Alkohol, Fleisch, Eier und Fisch gehören zum Beispiel dazu (vor allem rohe tierische Produkte können schädliche Bakterien enthalten).

Schwangerschaftsanzeichen 6: Nach dem Aufwachen ist dir oft richtig übel

Gut möglich, dass dir das Schwangerschaftshormon HCG auch auf den Magen schlägt. Bei vielen Frauen tritt dieses Schwangerschaftsanzeichen zwar erst ab der sechsten Woche auf, du könntest aber durchaus schon früher betroffen sein.

Schwangerschaftsanzeichen 7: Schmierblutung statt Periode

Sieben bis zwölf Tage nach dem Eisprung kann es zu einer Schmierblutung, auch bekannt als Einnistungsblutung, kommen. Diese tritt auf, wenn sich die befruchtete Eizelle mit der Gebärmutterschleimhaut verbindet.

Oftmals fällt die Schmierblutung in den Zeitraum der eigentlichen Periode, allerdings ist sie im Vergleich zu dieser leicht hellbraun und über die Tage konstant schwach. Auch dauert die Einnistungsblutung in der Regel nicht länger als zwei bis vier Tage an.

Schwangerschaftsanzeichen 8: Du musst ständig auf die Toilette

Eigentlich würde man ja denken, dass die Blase erst drückt, wenn der Bauch schon ein gutes Stück gewachsen ist. Doch auch zu Beginn einer Schwangerschaft müssen viele Frauen häufiger auf die Toilette als gewohnt.

Am häufigen Harndrang ist der erhöhte Östrogenspiegel schuld, der das Gewebe elastischer macht und die Muskeln lockert. Die Harnröhre kann dem Druck nicht so lange standhalten wie gewohnt. Auch das Sexualhormon Progesteron, das im Körper werdender Mütter verstärkt produziert wird, hat eine entspannende Wirkung auf die Blasenmuskulatur.

Schwangerschaftsanzeichen 9: Verfärbung der Schamlippen

Bläulich verfärbte Schamlippen können ebenfalls ein Indiz für eine bestehende Schwangerschaft sein. Durch die stärkere Durchblutung und die hormonellen Veränderungen kommt es zu dieser Verfärbung der Scheide, des Scheideneingangs und des Muttermundes. In der Medizin wird diese farbliche Änderung als Lividität bezeichnet.

Schwangerschaftsanzeichen 10: Erhöhte Basaltemperatur

Auch die Basaltemperatur kann ein Indiz dafür sein, ob du schwanger bist oder nicht. Darunter versteht man die Temperatur kurz nach dem Aufwachen. In der Regel liegt sie bei 36,5 bis 37 Grad. Während die Temperaturkurve kurz vor der Periode wieder abfällt, bleibt die Temperatur bei einer Schwangerschaft ähnlich erhöht wie beim Eisprung (circa um 0,2 bis 0,6 Grad erhöht). Allerdings müsste die Temperatur mehr als 18 Tage auf einem höheren Niveau bleiben. Hast du außerdem spannende Brüste, Morgenübelkeit und eine ausbleibende Periode, ist es nicht ausgeschlossen, dass du tatsächlich in anderen Umständen bist.

Basaltemperatur bestimmen: So geht’s

Um die Basaltemperatur exakt zu bestimmen, gibt es spezielle Basalthermometer. Alternativ kannst du aber auch ein normales Fieberthermometer verwenden. Wichtig ist, dass du beim Messen folgende Dinge beachtest, um Messfehler möglichst auszuschließen:

  • Immer direkt morgens vor dem Aufstehen messen (nach im Idealfall mindestens sechs Stunden Schlaf)
  • Immer dasselbe Thermometer verwenden
  • Die Temperatur immer an derselben Stelle messen

Wann ist ein Schwangerschaftstest sinnvoll?

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Schwanger oder nicht? Sicher beantwortet diese Frage nur der Schwangerschaftstest.

Ein Schwangerschaftstest für zu Hause kann bereits ab dem zehnten bis zwölften Tag nach der Empfängnis durchgeführt werden. Allerdings raten viele Ärzte von einem so frühzeitigen Test ab, da sich nicht jedes befruchtete Ei tatsächlich in der Gebärmutter einnistet und die Enttäuschung am Ende groß sein kann, falls ein Kinderwunsch besteht.

Auch ist das Risiko negativer Testergebnisse erhöht, da dein HCG-Wert zu diesem Zeitpunkt noch zu gering sein könnte. Laut Test wärst du dann nicht schwanger, obwohl du es bist. Am besten wartest du erst einmal ab, ob deine Periode auch wirklich ausbleibt, bevor du zum Teststreifen greifst. Fest steht jedoch: Beim kleinsten Verdacht auf eine Schwangerschaft gilt es, ab sofort auf Alkohol sowie Nikotin zu verzichten und bei rohen tierischen Produkten Vorsicht walten zu lassen.

Positiver Schwangerschaftstest – was tun?

Nach einem positiven Schwangerschaftstest solltest du möglichst schnell deinen Frauenarzt aufsuchen. Dieser kann die Schwangerschaft bestätigen, weitere wichtige Untersuchungen durchführen und dir Verhaltensregeln für Schwangere mit auf den Weg geben.

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Die meisten kennen die Basaltemperatur vor allem als Hilfsmittel zur natürlichen Verhütung – oder zur Unterstützung beim Kinderwunsch. Dabei kann die Basaltemperaturkurve noch so viel mehr aussagen. Wenn Du regelmäßig Deine Basaltemperatur misst und protokollierst, musst Du keine Angst vor einer unbemerkten Schwangerschaft haben, auch wenn Du weiterhin eine Ersatzblutung zum Zeitpunkt Deiner Regelblutung haben solltest. Denn eine konstant erhöhte Basaltemperatur ist ein eindeutiges frühes Schwangerschaftsanzeichen. Natürlich setzt das voraus, dass Du die Schwankungen der Temperatur bereits kennst und von Zyklusanfang an regelmäßig gemessen hast.

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Was verrät die Basaltemperatur über den weiblichen Körper oder Zyklus?

Die Basaltemperatur verändert sich während des weiblichen Zyklus je nach Hormonlage. Dein Zyklus beginnt immer mit dem ersten Tag Deiner Periode, Schmierblutungen gelten nicht als Regelblutung.

Basaltemperatur bei Eisprung

Die Basaltemperatur ist in der ersten Zyklushälfte, der sogenannten Tieflage, um etwa 0,2-0,5°C niedriger als in der Hochlage nach dem Eisprung. Denn kurz nach dem Eisprung sondert die Eihülle, der sogenannte Gelbkörper, Progesteron ab und die Temperatur steigt an. Erst kurz vor dem Einsetzen der Periode sinken sowohl Progesteronspiegel als auch die Basaltemperatur wieder ab. Wenn eine Schwangerschaft eingetreten ist, dauert die Hochlage weiter an.

Ein Anstieg der Basaltemperatur zeigt allerdings erst im Nachhinein an, dass ein Eisprung stattgefunden hat – ihn vorher zu bestimmen, ist anhand der reinen Temperaturmessung nicht möglich. Wenn Du aufgrund eines Kinderwunsches absolut sicher sein möchtest, dass Dein Eisprung bevor steht, können Dir zusätzlich Ovulationstests helfen. Durch die Messung der Basaltemperatur weißt Du nach wenigen Zyklen, wann Du die Ovulationstests anwenden solltest.

Nach etwa drei Zyklen kannst Du erste Vorhersagen über die Regelmäßigkeit Deines Temperaturanstiegs machen und in Kombination mit einem weiteren Zyklus- und Eisprungsmerkmal deine fruchtbaren Tage erkennen bzw. den Eisprung auch vorhersagen. In der zweiten Zyklushälfte, nach erfolgtem Eisprung, bist Du nicht mehr fruchtbar. Das heißt, Du musst mit Deinem Partner nicht verhüten und kannst auch nicht mehr schwanger werden.

Laut NFP-Grundlagenbuch kommt es statistisch gesehen nie vor, dass eine Frau schwanger wird, nachdem der Eisprung durch eine Kombination aus Anstieg der Basaltemperatur und Zervixschleim oder Gebärmutterhals als vorbei bestimmt wurde.

Die Basaltemperatur im weiblichen Zyklus

Als Basaltemperatur bezeichnet man in der Praxis die Aufwachtemperatur. Auch wenn im medizinischen Sinne damit die niedrigste Temperatur im Körperinneren gemeint ist, kommt die gemessene Temperatur unmittelbar nach dem Aufwachen der Basaltemperatur am nächsten.

1905 entdeckte ein Gynäkologe zum ersten Mal, dass sich die Basaltemperatur einer Frau nach bestimmten Regelmäßigkeiten während des weiblichen Zyklus verändert. Heute wird dieses Wissen zum Beispiel zur natürlichen Verhütung mit der symptothermalen Methode (NFP) und zur Unterstützung beim Kinderwunsch genutzt. Wichtig ist, dass ein gutes Thermometer mit 2 Kommastellen genommen wird oder ein geeignetes Basalthermometer.

Während der ersten Zyklusphase, die mit dem ersten Tag der Regelblutung beginnt, befindet sich die Basaltemperatur einer Frau in der sogenannten Tiefphase. In dieser Zeit dominiert das weibliche Sexualhormon Östrogen im Körper. Kurz nach dem Eisprung platzt dann die Eihülle (Gelbkörper) und gibt Progesteron (Gelbkörperhormon) ab. Mit dem Anstieg des Progesterons im Körper steigt auch die Basaltemperatur um durchschnittlich 0,5°C an. Dieser Anstieg der Basaltemperatur findet innerhalb von 48 Stunden nach dem Eisprung statt. Bis kurz vor der nächsten Regelblutung, also bis zum Zyklusende, bleibt der Körper in dieser Zyklus-Hochphase. Erst dann fallen Progesteronspiegel und Basaltemperatur wieder ab, denn der Gelbkörper verkümmert und sondert keine Hormone mehr ab.

Temperaturkurve: Wie hoch ist die Basaltemperatur bei Schwangerschaft?

Wenn die Eizelle kurz nach dem Eisprung befruchtet wurde, nistet sie sich in der Gebärmutterschleimhaut ein und auch nachdem der Gelbkörper verkümmert ist, werden weiterhin Progesterone produziert. Dieses Hormon hilft dem Körper, die Schwangerschaft aufrecht zu erhalten und verhindert ein Einsetzen der Regelblutung. Bein manchen Frauen kommt es trotzdem zu einer leichten Ersatzblutung in den ersten Schwangerschaftsmonaten, allerdings ist das keine echte Periode. Die Gebärmutterschleimhaut wird dabei nicht abgestoßen und ausgeschieden, sie bleibt intakt. Wenn Deine Monatsblutung ausbleibt, ist das natürlich ein zusätzliches Anzeichen für eine wahrscheinliche Schwangerschaft.

Allerdings bleibt bei allen Frauen in der Schwangerschaft die Basaltemperatur konstant in der Hochphase. Diese Hochphase dauert bei keiner Frau länger als 18 Tage. Wenn sie danach nicht wieder abfällt, liegt die Wahrscheinlichkeit, dass Du schwanger bist, bei 99,9% – vorausgesetzt, du weißt, wie Du die Basaltemperatur richtig misst und es liegen keine Störfaktoren wie Krankheit oder künstliche Hormone vor.

Dann solltest du nach Möglichkeit einen Gynäkologen aufsuchen und die Schwangerschaft per Ultraschall und Schwangerschaftstest bestätigen lassen. Das ist wichtig, denn sollte eine Eileiterschwangerschaft vorliegen, kann das für Dich lebensgefährlich sein.

Beispielverlauf einer Temperaturkurve bei einer Schwangerschaft. Screenshot von https://www.mynfp.de

Der Verlauf der Basaltemperaturkurve während der Schwangerschaft

Während die Basaltemperatur während der ersten Schwangerschaftswochen unverändert auf dem Niveau der Hochlage bleibt, fällt sie nach etwa 12-16 Schwangerschaftswochen wieder ab. Die Gründe dafür scheinen nicht abschließend geklärt, es ist aber ein völlig normaler Vorgang.

Die wahrscheinlichste Theorie ist, dass im Körper eine Art Gewöhnungseffekt des Temperaturzentrums stattfindet, sodass dieses nicht länger auf den erhöhten Progesteronspiegel reagiert. Denn dieser bleibt während der gesamten Schwangerschaft hoch.

Die Höhe und der Verlauf der Temperaturkurve haben keine Aussagekraft über den Schwangerschaftsverlauf oder die Wahrscheinlichkeit einer Fehl- oder Frühgeburt. So gibt es Berichte von Frauen, bei denen die Temperatur vor einer Fehlgeburt gefallen ist genauso wie solche, bei denen sie konstant hoch blieb.

Basaltemperatur messen

Hilfsmittel

Die kostengünstigste Methode, die Basaltemperatur zu messen, ist ein Basalthermometer. Es kostet ca. 20€ und gibt die Basaltemperatur auf zwei Nachkommastellen an. Ich selber nutze das Cyclotest Lady und bin voll und ganz zufrieden damit gewesen.

Das einfachste Mittel zur Messung der Basalthemperatur ist ein symptothermaler Zykluscomputer. Du musst die Temperatur nicht per Hand übertragen und auch die Auswertung übernimmt der Computer direkt. Der beste dafür geeignete Computer ist laut meiner Erfahrung der Myway von Cyclotest.

Alternativ kannst Du Deine gemessenen Werte auch täglich in eine Zyklus-App auf dem Smartphone übertragen.

Wann messen?

Gleich morgens nach dem Aufwachen, am besten immer zur selben Uhrzeit. Viele Frauen stellen sich daher einen Wecker, messen die Temperatur und schlafen dann noch einmal weiter.

Wenn Du zu einer ungewöhnlich frühen oder späten Zeit gemessen hast, solltest Du das auf Deinem Zyklusblatt vermerken, denn es kann zu Abweichungen führen. Der Messung der Basaltemperatur sollten mindestens vier Stunden Schlaf vorausgehen, denn sonst senkt sich die Körpertemperatur nicht ab.

Basaltemperatur wie messen?

Am besten Du benutzt ein spezielles Basalthermometer. Alternativ kannst Du auch ein Fieberthermometer mit zwei Nachkommastellen benutzen. Dann musst Du aber darauf achten, dass es sich nicht nach einer Minute oder weniger selbst ausschaltet.

Benutze immer dasselbe Gerät. Wenn Du auf ein anderes umsteigen möchtest, solltest Du das nur zu Beginn eines neuen Zyklus tun. Besser noch, Du schaffst Dir gleich 2 Basalthermometer des gleichen Modells an. Ich hatte so immer ein Gerät bei mir in der Handtasche geführt, falls ich mein anderes mal vergesse oder konnte im Zweifel mit einem Kontroll-Gerät nochmal nachmessen.

Wo Basaltemperatur messen?

Ob Du oral, vaginal oder rektal messen möchtest, bleibt Dir überlassen. Grundsätzlich sind die Messungen im vaginalen und rektalen Bereich zuverlässiger, für manche Frauen aber unangenehm.

Wenn Du oral misst, solltest Du den Mund dabei geschlossen halten und das Thermometer unter die Zunge legen.

Wichtig ist, dass Du während desselben Zyklus immer an der selben Körperstelle misst.

Achtung Niemals solltest Du die Basaltemperatur im Ohr messen. Auch Infrarotthermometer für die Stirn sind viel zu ungenau.

Wie lange muss ich die Basaltemperatur messen?

Die meisten Thermometer piepen nach 1-2 Minuten. Weil Du zur Messung der Basaltemperatur aber möglichst genaue Werte brauchst, solltest Du das Thermometer insgesamt drei Minuten am Messort belassen. Auch deswegen sind Basalthermometer die bessere Wahl, denn sie messen so lange weiter. Wenn Du ein Fieberthermometer verwenden möchtest, achte darauf, dass es ebenfalls drei Minuten lang messen kann und zwei Nachkommastellen anzeigt.

Messung der Basaltemperatur bei Kinderwunsch

Den richtigen Zeitpunkt wählen

Um mit Hilfe der Basaltemperaturmessung schwanger zu werden, nutzt Du dieses Wissen genau anders herum. Bis der Eisprung stattgefunden hat, könnt ihr am besten jeden Tag versuchen, ein Baby zu machen.

Am wahrscheinlichsten ist der Eintritt einer Schwangerschaft, wenn ihr einen Tag vor dem Eisprung Geschlechtsverkehr habt.

Den Gynäkologen mit ins Boot holen

Wenn es trotzdem einige Zeit nicht klappt mit dem Nachwuchs und Du Dir Hilfe bei einem erfahrenen Arzt holen möchtest, solltest Du Deine Aufzeichnungen über Deinen Zyklus, egal ob in Papierform oder digital, auf jeden Fall mitnehmen. Denn sie helfen Deinem Gynäkologen, eventuelle Erkrankungen oder Unregelmäßigkeiten zu erkennen.

Wenn zum Beispiel die Hochlage der Basaltemperatur, also die zweite Zyklushälfte, regelmäßig kürzer als zehn Tage ist, kann das ein Hinweis auf eine Gelbkörperschwäche sein. Dann wird das zwar möglicherweise befruchtet, aber kann sich aufgrund eines Progesteronmangels nicht richtig in der Gebärmutter einnisten.

Wenn kein Eisprung stattgefunden hat, kommt es auch zu keiner Hochlage, d.h. die Basaltemperatur bleibt in etwa auf demselben Level.

Wie kann ich durch Messen der Basaltemperatur schwanger werden?

Natürlich kannst Du das Wissen um die Entwicklung der Basaltemperatur während Deines Zyklus auch dazu nutzen, Deine Chancen auf eine Schwangerschaft zu erhöhen. Wenn Du regelmäßig deine Basaltemperatur misst, protokollierst und auswertest, kannst Du in Kombination mit einem weiteren Eisprungmerkmal (Zervixschleim oder Gebärmutterhals) den Zeitpunkt Deines Eisprungs sehr genau vorhersagen.

Unverhüteter Geschlechtsverkehr in den fünf Tagen vor und in den Stunden nach dem Eisprung kann zu einer Schwangerschaft führen. An den übrigen Tagen im Zyklus bist Du unfruchtbar. Am wahrscheinlichsten ist eine Befruchtung, wenn Du etwa 24 Stunden vor dem Eisprung Sex hast.

Schwangerschaft mit Basaltemperatur bestimmen

Die Basaltemperatur kann Dir beim Kinderwunsch auch Auskunft darüber geben, ob eine Schwangerschaft eingetreten ist. Spätestens, wenn die Temperatur über 18 Tage oder länger in der Hochlage bleibt, solltest Du unabhängig von einer eingetretenen Blutung einen Schwangerschaftstest machen. Die Wahrscheinlichkeit, dass Du schwanger bist, liegt bei nahezu 100%.

Und sogar bei der genauen Berechnung des Geburtstermins kann die Messung und Protokollierung der Basaltemperatur helfen. Frage dazu am besten Deinen Gynäkologen.

Basaltemperatur messen zur Verhütung

Durch die Auswertung der Basaltemperatur und eines weiteren Merkmals wie des Zervixschleims kannst Du nach einigen Zyklen mit einer sehr hohen Wahrscheinlichkeit den Zeitpunkt Deines Eisprungs und damit deine fruchtbaren Tage vorhersagen.

Wenn Du mit Hilfe der Basaltemperatur verhüten möchtest, solltest Du am Tag Deines Eisprungs und in den fünf Tagen vorher auf Sex verzichten oder zusätzlich ohne Hormone verhüten, z.B. mit einem Kondom. Denn Spermien können im weiblichen Körper bis zu 5 Tage lang überleben und dann beim Eisprung zu einer Schwangerschaft führen.

Wie lange schon wird mit der Basaltemperatur verhütet?

Wenn jemand von der Basaltemperatur spricht, meint er meist die Körpertemperatur, die unmittelbar nach dem Aufwachen gemessen wurde. Streng genommen ist die Basaltemperatur die niedrigste Temperatur im Körperinneren, die innerhalb von 24 Stunden auftritt. Die Aufwachtemperatur im Mund, Vagina oder After kommt dieser Temperatur am nächsten.

Dass diese Temperatur Zusammenhänge mit dem weiblichen Zyklus hat, wurde 1905 von einem Gynäkologen erstmals entdeckt. Im Laufe des 20. Jahrhunderts entwickelte sich daraus die sogenannte Temperaturmethode, die in der Generation meiner Eltern sehr populär war. Allerdings hat sie einen relativ hohen PEARL-Index, d.h. bis zu 3% der Frauen werden trotz korrekter Anwendung schwanger.

Wenn man allerdings die Temperaturmessung kombiniert mit der Bestimmung des Zervixschleims (Billings-Methode) oder der Beobachtung des Gebärmutterhalses, lässt sich mit der Basaltemperaturmessung ebenso sicher verhüten wie mit einer durchschnittlichen Anti-Baby-Pille.

Die Messung der Basaltemperatur hat sowohl zur Verhütung als auch bei Kinderwunsch einige Vorteile:

  • kostengünstige Methode, Einmalanschaffung beim Start (Basal-Fieberthermometer oder Zykluscomputer)
  • hormonfreie und natürliche Verhütung
  • Möglichkeit, den eigenen Körper und weiblichen Zyklus kennen zu lernen und zu verstehen

Basaltemperatur auswerten

Zyklusblatt

Auf deinem Zyklusblatt kannst Du die gemessene Basaltemperatur einmal als Wert eintragen und einmal als Punkt, sodass eine Temperaturkurve entsteht. Dafür rundest Du den Wert auf eine Nachkommastelle. Zwei nebeneinander liegende Punkte verbindest Du mit einem Strich. Wenn dazwischen ein Wert fehlt, lässt Du eine Lücke.

Bild: @Manuel-Findeis – stock.adobe.com

Von einem zyklusrelevanten Temperaturanstieg spricht man, wenn drei Messwerte um 0,2 Grad höher als die vorangegangenen sechs Werte liegen. Dann kannst Du davon ausgehen, dass Dein Eisprung bereits vorüber ist und Du nicht mehr verhüten musst.

Digitale Auswertung

Ich habe immer mit Zyklusblättern auf Papier gearbeitet und hatte damit keine Schwierigkeiten. Wenn dir das allerdings kompliziert vorkommt, kann Dir eine Zyklus-App oder ein guter Verhütungscomputer bzw. Zykluscomputer bei der Auswertung der Basaltemperatur helfen.

Bei einem symptothermalen Verhütungscomputer wie dem Cyclotest MyWay misst Du Deine Basaltemperatur direkt mit einem integrierten Thermometer und musst nichts mehr eingeben oder aufschreiben. Bei einer Zyklusapp gibst Du einfach täglich Deine Werte ein.

Besonderheiten berücksichtigen

Besonderheiten wie wenig Schlaf, verspätete Messung, Krankheit, Alkoholkonsum oder Einnahme von Medikamenten sollten auf dem Zyklusblatt vermerkt werden oder in den Zykluscomputer eingepflegt werden. Sie können ebenfalls zu veränderten Messwerten führen.

Symptothermale Methode

Die Auswertung der Basaltemperatur solltest Du immer kombinieren mit einem zweiten Eisprung-Merkmal, also entweder dem Zervixschleim oder dem Gebärmutterhals.

Egal, ob Du schwanger werden oder mit Messung der Basaltemperatur verhüten möchtest, nur in Kombination mit einem zweiten Körpermerkmal ist die Methode ausreichend genau. Diese Methode nennt man symptothermale Methode, weil sie ein Symptom (Gebärmutterhals oder Zervixschleim) mit der Temperatur (thermal) verbindet.

Der langsame Anstieg der Basaltemperatur

Wenn Du Deinen Eisprung mittels der Basaltemperatur zu bestimmen versuchst, dann ist Dir bestimmt schon aufgefallen, dass es nicht immer leicht ist, die aufgestellte Kurve zu interpretieren. Manchmal erwartest Du mit ziemlicher Überzeugtheit am nächsten Morgen einen Temperaturanstieg aber der kommt einfach nicht.

Falls Deine Basaltemperatur sich nicht erhöht hat obwohl Du eigentlich dachtest Du hättest deinen Eisprung gehabt, sei nicht verzweifelt, denn es ist durchaus möglich, dass Du trotzdem ovuliert hast, obwohl die Messung nicht dementsprechend ausfällt.

Was bedeutet es, wenn sich Deine Temperatur langsam, anstatt plötzlich, erhöht?

Nicht bei allen Frauen zeigt sich die thermale Veränderung auf die „ideale“ Art und Weise. Bei manchen steigt die Temperatur nach dem Eisprung langsam und über mehrere Tage hinweg an. Das heißt unter Umständen, dass Dein Progesteron-Spiegel nur langsam ansteigt und es somit länger dauert bis es einen Wert erreicht, der hoch genug ist, eine Temperatur-Veränderung im Körper hervorzurufen. Oder aber Dein Körper braucht einfach länger um auf den erhöhten Progesteron-Spiegel zu reagieren.

Bedeutet ein langsamer Temperatur-Anstieg die Chancen schwanger zu werden sind geringer?

Kurz gesagt: Nicht unbedingt. Manchmal ist ein langsamer Anstieg völlig normal und wirkt sich nicht auf die Fruchtbarkeit der Frau aus. Es gibt viele Beispiele von Frauen, deren Temperaturen nach dem Eisprung nur langsam anstiegen und die trotzdem erfolgreich schwanger wurden.

Wenn Deine Temperatur die gesamte Lutealphase hindurch niedrig ist, oder wenn die Lutealphase weniger als 10 Tage dauert, könnte das bedeuten, dass Du einen niedrigen Progesteron-Spiegel hast, was wiederum heißt, dass es Dir schwerer fallen könnte schwanger zu werden. Aber lediglich ein langsamer Temperaturanstieg ohne jegliche anderen Symptome, heißt noch lange nicht, dass ein Problem mit Deiner Fruchtbarkeit vorliegt.

Wie weiß man bei einem langsamen Anstieg, dass man ovuliert hat?

Sogar bei einem langsamen Temperatur-Anstieg geben sich allmählich Muster zu erkennen. Dabei kann es helfen, die anderen Zeichen der Fruchtbarkeit genauer zu beobachten, wie zum Beispiel den Zervixschleim oder die Lage des Gebärmutterhalses. Der Eisprung geschieht meistens am letzten Tag des Zervixschleim-Ausflusses. Allerdings ist es bei einem langsamen Temperaturanstieg manchmal schwierig den genauen Zeitpunkt des Eisprungs zu eruieren.

Wie häufig kommt ein langsamer Temperaturanstieg nach dem Eisprung vor?

Wir haben noch von keinen Studien gehört, die sich speziell mit einem langsamen Temperaturanstieg nach dem Eisprung befassen. Aber es gibt eine Studie, die die Temperaturveränderung bei mehreren Frauen mit dem Tag ihres Eisprunges verglich, der durch einen Ultraschall bestätigt war. Interessanterweise fand die Studie, dass nur etwa 13 Prozent der Frauen einen plötzlichen Anstieg innerhalb der ersten 24 Stunden haben, für viele andere fand der Anstieg erst mehr als zwei Tage später statt.

Von Sharee Loeffler | Mai 9, 2017 Tags: BBT, Eisprung

Sharee Loeffler

Bleibt die Periode aus – ist es in vielen Fällen ein gutes Zeichen

Erhöhte Basaltemperatur zeigt dir, ob du schwanger bist

Höre auf deinen Körper und werde dank deiner Basaltemperatur schwanger. Während deines Zyklus verändert sich nicht nur deine Laune, sondern auch deine Körpertemperatur. Das kommt dir vielleicht im ersten Moment etwas spanisch vor, aber tatsächlich erhöht sich deine Körpertemperatur kurz nach dem Eisprung. Und mit diesem Wissen kannst du dein Glück planen. Und erfolgreich schwanger werden!
Der richtige Messzeitpunkt
Die Basaltemperatur ist die Körpertemperatur, die du hast, wenn du dich noch keiner körperlichen Belastung ausgesetzt hast. Sie ist sozusagen deine Grundtemperatur. Du liegst im Bett und hast dich bisher höchstens bewegt, um dich vom allmorgendlichen Terror des Weckers zu befreien, dann ist der richtige Moment zum Messen deiner Basaltemperatur. Das Messen am Morgen wird zur Routine, wenn du mit Hilfe einer Temperaturkurve schwanger werden möchtest. Wichtig ist, dass die Basaltemperatur-Methode nicht unfehlbar ist. Sie ist extrem anfällig für Messfehler. Es kann sogar sein, dass es zu einem Eisprung kommt, obwohl die Temperaturkurve nicht im zweiten Teil des Zyklus nach oben klettert. Auf der anderen Seite hat sie aber auch schon vielen Frauen dabei geholfen (meist in Kombination mit der Zervixschleim-Methode), den Wunsch vom eigenen Kind zu erfüllen. Für das Interpretieren der Temperaturkurve und das richtige Messen braucht es nur ein wenig Übung.
So funktioniert es:
Tag ein, Tag aus die Basaltemperatur messen. Und immer auf die gleiche Art und Weise. Miss möglichst zur gleichen Zeit am Morgen. Mindestens sechs Stunden Schlaf solltest du dir vor dem Messen gönnen. Ein normales Thermometer reicht eigentlich aus, wenn Du die Temperaturkurve erstellen möchtest. Es gibt aber auch spezielle Thermometer zum Messen der Basaltemperatur. Im Mund, in der Scheide oder anal kann die Grundtemperatur gemessen werden. Hast du dich einmal für einen Ort entschieden, solltest du ihn nicht wechseln. Medikamente, durchwachte Nächte, leichte Erkrankungen oder Alkohol kann die Messungen schon mal durcheinander bringen. Der erste Tag der Messung ist der erste Tag deines Zyklus.
Der Eisprung und die Reaktion deiner Temperatur
Kommt es in der Mitte deines Zyklus zu einem Eisprung löst dies eine ganze Reihe von Reaktionen in deinem Körper aus. Ungefähr so wie beim Dominoeffekt. Der Follikel, die Hülle der Eizelle, bildet sich nach dem Platzen zurück. Er wird dann Gelbkörper genannt. Dieser Gelbkörper bildet das Geschlechtshormon Progesteron. Es sorgt dafür, dass die mit Blut angereicherte, äußerste Schicht der Gebärmutterschleimhaut aufrecht erhalten bleibt.
Es bildet sich quasi ein warmes, bequemes Nest für die Eizelle. Progesteron wirkt aber auch auf den Temperaturhaushalt des Körpers. Dir wird um 0,2 bis zu 0,6 Grad Celsius wärmer, wenn das Hitze-Hormon in der zweiten Hälfte des Zyklus seine Wirkung entfaltet. Spätestens innerhalb von 48 Stunden muss sich deine Temperatur erhöht haben, dann weißt du, dass es mit dem springenden Ei geklappt hat. Vorausgesetzt, deine Basaltemperatur bleibt die nächsten zwei Tage auf diesem Niveau.
Die Basaltemperaturkurve bei eingetretener Schwangerschaft
Hat es geklappt und du bist schwanger, dann bleibt deine Temperatur konstant auf dem erhöhten Niveau der zweiten Zyklushälfte und deine Periode bleibt natürlich aus. Die Basaltemperatur ist bei einer schwangeren Frau in der 2.ten Zyklushälfte leicht erhöht, weil hier Schwangerschaftshormone dafür sorgen, dass die Plazenta aufrecht erhalten wird.
Hier ein Beispiel, wie eine Temperaturkurve bei einer Schwangerschaft aussieht:
Basaltemperaturkurve bei einer Schwangerschaft

Basaltemperatur

Veröffentlicht von cyclotest 05.11.2019 Kategorie(n): Mein Zyklusgeschehen, Wissenswertes

Was versteht man unter Basaltemperatur?

Unter Basaltemperatur versteht man die Körpertemperatur der Frau am Morgen nach dem Aufwachen und noch vor dem Aufstehen. Man nennt sie daher auch oft Aufwachtemperatur. Die Basaltemperatur verändert sich im Laufe des Menstruationszyklus, so dass durch die Auswertung der Basaltemperaturkurve (Temperaturmethode) die fruchtbaren Tage festgestellt werden können.1

Basaltemperatur als Körpersignal

Im Monatszyklus gibt es vielfältige Eisprung-Symptome, die im Zusammenhang mit den hormonellen Veränderungen innerhalb eines Menstruationszyklus stehen. Zu den aussagekräftigsten zählt die Erfassung und Auswertung der Basaltemperatur, die sogenannte Temperaturmethode bzw. Basaltemperaturmethode.

Bei Kinderwunsch wie auch bei der hormonfreien Verhütung liefert Dir der Blick auf Deine Basaltemperatur wichtige Hinweise auf Deinen aktuellen Fruchtbarkeitsstatus. Die Körpertemperatur verändert sich im Laufe des Tages und unterliegt einem 24-Stunden-Rhythmus. In den frühen Morgenstunden ist die Temperatur am niedrigsten, am späten Nachmittag am höchsten.1

Damit man vergleichbare Messergebnisse erhält, wird bei der Temperaturmethode morgens direkt nach dem Aufwachen gemessen. Deshalb nennt man diese Körpertemperatur auch Basal- oder Aufwachtemperatur.

Was regelt die Temperatur im Körper?

Das Hormon Progesteron wird in der zweiten Zyklusphase nach dem Eisprung im Gelbkörper gebildet. Es hat die Eigenschaft, auf das Wärmeregulationszentrum des Körpers einzuwirken und die Temperatur zu erhöhen. Da das Geschlechtshormon nur gebildet wird, wenn ein Eisprung vorausgegangen ist, kann der Temperaturanstieg als ein sicheres Eisprunganzeichen gewertet werden.2

Wie verändert sich die Basaltemperatur?

Innerhalb eines störungsfreien Zyklusverlaufs gibt es zwei Temperaturniveaus. In der ersten Zyklushälfte ist die Basaltemperatur etwas niedriger, weshalb diese Phase auch Tieflage genannt wird. 1 bis 2 Tage vor dem Temperaturanstieg kannst Du häufig einen leichten Temperaturabfall feststellen. Dieses Temperaturtief liegt kurz vor dem Eisprung. Die Aufwachtemperatur steigt dann in der zweiten Zyklushälfte um mindestens 0,2 °C an. Man nennt diese zweite Phase, die bis zur nächsten Menstruation andauert, Hochlage.1

Basaltemperatur vor der Periode

Wurde die Eizelle nicht befruchtet, so stirbt der Gelbkörper 12–16 Tage nach dem Eisprung ab und der Progesteronspiegel nimmt ab. Dadurch sinkt die Temperatur kurz vor Beginn der Menstruation wieder ab.

Basaltemperatur bei Schwangerschaft

Möchtest Du schnell oder zu einem bestimmten Termin eine Befruchtung erreichen, ist die Messung und Dokumentation der morgendlichen Aufwachtemperatur ein ideales Hilfsmittel. Die cleveren Tools cyclotest mySense und cyclotest myWay beispielsweise zeigen Dir Dein Fruchtbarkeitsfenster und darin die hochfruchtbare Zeit an. Dieses kleine Zeitfenster kann so genau bestimmt und die Chancen auf eine Schwangerschaft können erhöht werden.

Basaltemperatur bei einer Schwangerschaft

Wenn Du fleißig weiter misst, kannst Du anhand der Basaltemperaturkurve ersehen, ob eine Schwangerschaft eingetreten ist. Wenn Deine Temperatur während eines Zeitraums von mehr als 18 Tagen auf einem höheren Niveau bleibt und Du in dieser Zeit keine Periode hattest, so kannst Du von einem erfüllten Kinderwunsch ausgehen. Diese lange Hochlage, deren Ursache die Hormonumstellung bei einer Befruchtung ist, zählt zu den zuverlässigen Schwangerschaftsanzeichen.

Was ist die Basaltemperaturkurve?

Durch das tägliche Aufzeichnen der Basaltemperaturwerte in ein Zyklus- bzw. Kurvenblatt entsteht die Basaltemperaturkurve, indem die einzelnen Punkte miteinander verbunden werden. Diese Temperaturkurve wird auch verallgemeinert als Zykluskurve bezeichnet. Sie veranschaulicht den Temperaturverlauf im Zyklus, wodurch Rückschlüsse auf den Eisprungtermin gezogen werden können.

Die Zyklus-App cyclotest mySense erstellt Dir für jeden Zyklus eine übersichtliche Zykluskurve – ergänzt durch weitere relevante Informationen. Diese Kompaktinfo aus Temperaturkurve sowie weiteren Hinweisen liefert nicht nur Dir einen tollen Überblick, auch Dein Gynäkologe kann daraus wertvolle Schlüsse über Dein Zyklusgeschehen ziehen. Die nachfolgende Grafik zeigt Dir ein Beispiel einer Zykluskurve aus dem Minicomputer. Du kannst an der Kurve erkennen, dass die Temperatur um etwa 0,3 °C von Tag 15 auf Tag 16 angestiegen ist und den Beginn der Hochlage darstellt.

Veränderung der Basaltemperaturkurve um den Eisprungzeitpunkt

Temperaturmethode – Auswertung der Basaltemperatur

Bei der Auswertung der Basaltemperatur geht es darum, die Basaltemperaturkurve im Hinblick auf Deinen Fruchtbarkeitsstatus zu interpretieren. Die Temperaturmethode beruht darauf, dass die Körpertemperatur nach dem Eisprung ansteigt. Mit dieser Methode kann damit im Nachhinein festgestellt werden, dass ein Eisprung erfolgt ist.1 Die Temperaturmethode ist eine Methode der Natürlichen Familienplanung (NFP).

Zusammenhang zwischen Basaltemperatur und Eisprungzeitpunkt

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat Kriterien definiert, um von der Basaltemperatur auf einen Eisprung schließen zu können:3

  • Findet ein Eisprung statt, erfolgt ein Temperaturanstieg innerhalb von 48 Stunden oder weniger.
  • Die Basaltemperaturen von 3 aufeinanderfolgenden Tagen sollten um mindestens 0,2 °C höher liegen als in den vorangehenden 6 Tagen.

Bleibt das Temperaturniveau während des ganzen Zyklus gleich niedrig (monophasisch), ist es wahrscheinlich nicht zu einem Eisprung gekommen.

Vorteile der Temperaturmethode

Der Vergleich der Verhütungsmethoden zeigt, dass die Temperaturmethode zur natürlichen Empfängnisverhütung zählt und dadurch zahlreiche Vorteile bietet:

Zum einen hat dieses System einen guten Pearl-Index. Dies ist v. a. in Bezug auf die natürliche Empfängnisverhütung wichtig. Zudem stellt diese Methode keinerlei Eingriff in die natürlichen Körpervorgänge oder eine Hormonbelastung dar, was beispielsweise beim Verhüten mit der Pille der Fall wäre.

Daneben erweitert diese Methode Dein Wissen um die Vorgänge im weiblichen Körper. Schließlich ist sie mit ein bisschen Übung einfach zu erlernen; andere Körperanzeichen, beispielsweise jene, die am Muttermund zu beobachten sind, verlangen eine intensive Beschäftigung damit.

Temperaturmethode für den Kinderwunsch

Diese Methode der Natürlichen Familienplanung empfiehlt sich insbesondere, um Deinen Kinderwunsch zu erfüllen. Mithilfe der Basaltemperaturmethode kann das entscheidende Fruchtbarkeitsfenster identifiziert werden – an diesen Tagen solltest Du Geschlechtsverkehr haben.

In Kombination mit der Zervixschleim-Auswertung kannst Du die symptothermale Methode anwenden, die zwei Symptome miteinander kombiniert und dadurch die Fruchtbarkeit noch präziser eingrenzen kann, um Deinen Kinderwunsch zu erfüllen.

Temperaturmethode für den Empfängnisschutz

Möchtest Du Deinen Körper nicht mit hormonellen Wirkstoffen belasten oder keine Fremdkörper in Dir tragen, so stellt die Basaltemperaturmethode eine echte Verhütungsalternative dar. Einfach funktioniert dies mit einem temperaturbasierten Verhütungscomputer oder einer Verhütungs-App, die die Fruchtbarkeitsanalyse für Dich übernehmen.

Welche Hilfsmittel brauche ich für die Temperaturmethode?

Du kannst mit einem analogen oder einem digitalen Basalthermometer mit zwei Nachkommastellen messen und die Werte in einem Zyklusblatt eingetragen.

Sollte Dir der manuelle Aufwand zu hoch sein, sind cyclotest mySense oder cyclotest myWay lohnende Alternativen. Beide erfassen Deine Basaltemperatur präzise und zuverlässig, werten die Ergebnisse individuell aus und nehmen Dir das manuelle Eintragen in ein Zyklusblatt ab. Deinen Fruchtbarkeitsstatus kannst Du täglich auf den ersten Blick ablesen und Deine Zykluskurve wird mit nur einem Klick dargestellt.

Beide Tools können zusätzlich ein zweites Körperanzeichen auswerten, beispielsweise das Ergebnis eines Ovulationstests oder den Zervixschleim. Diese geben ebenfalls Hinweise auf die fruchtbare Zyklusphase. Gerade bei Letzterem lohnt sich die Auswertung in Kombination mit der Aufwachtemperatur.

Wie messe ich die Basaltemperatur richtig?

Miss liegend im Bett, direkt nach dem Aufwachen und noch vor jeglicher Aktivität! Dies ist sehr wichtig, denn jede Art von körperlicher Tätigkeit kann sich auf Deine Körpertemperatur auswirken und Deine Temperaturkurve verfälschen. Du kannst oral, vaginal oder anal messen, wobei innerhalb eines Zyklus der Messort nicht geändert werden sollte. Die Temperaturmessung unter der Achsel liefert keine auswertbaren Ergebnisse. Alle wichtigen Informationen zum genauen Messablauf findest Du in dem Beitrag Basaltemperatur messen.

Einflüsse auf die Basaltemperatur

Verschiedene Faktoren können die Aufwachtemperatur stören und unter Umständen einen Temperaturanstieg vortäuschen. Diese sind allerdings von Frau zu Frau verschieden. Es empfiehlt sich, alle Besonderheiten im Tagesablauf zu dokumentieren, die Deine Temperaturkurve beinflussen können (besonders wenig Schlaf, Krankheiten etc.). Sicherlich kannst Du bald für Dich herausfinden, was Deine Aufwachtemperatur beeinflusst.

Welche äußerlichen Einflüsse es gibt und wie Du damit umgehen sollst, darüber informiert Dich unser Blogbeitrag „Was beeinflusst die Basaltemperatur“. Weitere Arten von Störfaktoren, die nichts mit Deinem körperlichen Befinden zu tun haben, sind Fehler oder Veränderungen in der Messweise sowie zu große Schwankungen in den Messzeiten.

Quellen:
1 Malteser Arbeitsgruppe NFP (Hrsg.): Natürlich und sicher. Das Praxisbuch. 18. Auflage. Stuttgart 2011.
2 Diedrich, K. et al.: Gynäkologie und Geburtshilfe. 2. Auflage. Heidelberg 2007.
3 World Health Organization: A prospective multicenter trial of the ovulation method of natural family planning. II. The effectiveness phase. Fertil Steril 1981; 36: 591-598

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Was genau hat die Basaltemperatur mit den fruchtbaren Tagen zu tun? Wie misst man sie und was heißt überhaupt “Basal”? Hier kommen die Antworten:

Was ist die Basaltemperatur überhaupt?

Wenn der Körper im Schlaf zur Ruhe kommt, sinkt die Körpertemperatur auf ihr Minimum. Am niedrigsten ist sie direkt nach dem Aufwachen. Deshalb heißt die Basaltemperatur auch häufig „Aufwachtemperatur“. Während des Tages steigt die Körperkerntemperatur an.

Wie kann man die Basaltemperatur messen?

Die Basaltemperatur wird mit einem speziellen Digitalthermometer gemessen. Dies misst die Temperatur auf zwei Nachkommastellen. Die Temperatur sollte immer an derselben Körperstelle zum Beispiel im Mund oder der Vagina gemessen werden. Notiere, an welchem Ort du misst und wechsele nur nach einem abgeschlossenen Zyklus.

Wann messe ich die Basaltemperatur?

Die Basaltemperatur muss täglich immer zur selben Zeit gemessen werden, morgens direkt nach dem Aufwachen, noch vor dem Verlassen des Bettes. Wichtig für eine aussagekräftige Messung ist, dass man jede Nacht mindestens vier Stunden schläft. Das Toleranzfenster am Morgen, in welchem die Temperatur täglich gemessen werden muss, liegt bei circa vier Stunden. Das heißt, du kannst am Wochenende auch einmal ausschlafen und dennoch aussagekräftige Messungen machen.

Was kann die Basaltemperatur beeinflussen?

Krankheit, starker Alkoholkonsum oder unregelmäßige Schlafenszeiten (zum Beispiel durch Schichtdienst) können die Temperatur beeinflussen. Diese Störfaktoren müssen dokumentiert und die Temperatur gegebenenfalls ausgeklammert werden, damit sie deine Berechnung nicht verfälscht. Nicht jeder Körper reagiert gleich, weshalb es keine allgemein gültigen Störfaktoren gibt, die zwangsläufig zu Temperaturanstiegen führen. Hier entscheidet jede Frau individuell für sich, ob sie meint, die Temperatur könnte verzerrt sein.

Es gibt eine Liste von definierten Störfaktoren, die du auch in der Ovy App findest:

  • Drogenkonsum
  • ungewohnter Alkoholkonsum
  • kurze oder gestörte Nachtruhe
  • ungewohnt spätes Zubettgehen
  • nächtliches Schwitzen oder Frieren
  • spätes Abendessen
  • Feiern spätabends
  • Stress & Aufregung
  • Reisen & Umgebungswechsel
  • Zeitumstellung
  • Erkältungen oder andere Erkrankungen

Um in der Ovy App Messungen auszuklammern, musst das Feld „Temperatur ausklammern“ innerhalb der Ansicht Basaltemperatur aktivieren. Zusätzlich kannst du unter „Störfaktoren“ dokumentieren, welcher Faktor deine Temperatur möglicherweise beeinflusst hat. Ein Beispiel, du hattest einen erhöhten Alkoholkonsum am Samstagabend und misst am Sonntagmorgen deine Basaltemperatur, dann solltest du die Temperatur am Sonntag ausklammern, da der Wert an diesem Tag beeinflusst wurde. Die ausgeklammerten Werte werden dann entsprechend vom Algorithmus berücksichtigt. Die Dokumentation für den Störfaktor machst du am Tag, an welchem dieser auftritt. Es ist wichtig, dass du bei den Störfaktoren konsequent bleibst und deine Kurve nicht „schön klammerst“.

Was hat der Eisprung mit der Basaltemperatur zu tun?

Die Aufwachtemperatur des Körpers ändert sich bei Frauen, sobald ein Eisprung stattfindet, bedingt durch das Gelbkörperhormon Progesteron. Der Körper bildet das Hormon, um die Gebärmutter auf eine mögliche Schwangerschaft vorzubereiten. In der ersten Hälfte des weiblichen Zyklus, das ist vom Anfang der Periode bis zum Eisprung, ist die Temperatur niedriger als in der zweiten Zyklushälfte. Am Tag des Eisprungs beziehungsweise am Tag vor dem Eisprung sinkt die Temperatur kurz ab bevor sie um 0,2 bis 0,5 Grad ansteigt.

Wie erkenne ich den Eisprung mit der Basaltemperatur?

Wer täglich die Basaltemperatur misst und festhält, erhält eine Temperaturkurve und kann durch den darin sichtbaren Temperaturunterschied eingrenzen, wann der Eisprung etwa stattfindet. Die Eizelle kann nach dem Eisprung etwa zwölf bis 24 Stunden lang befruchtet werden. Da Spermien im weiblichen Körper bis zu fünf Tage überleben können, haben Frauen pro Zyklus fünf bis sechs fruchtbare Tage.

Nach NFP wird mit der Temperatur in doppelter Kontrolle mit dem Zervixschleim beziehungsweise Gebärmutterhals die nicht fruchtbaren Tage im Zyklus bestimmt. Die symptothermale Methode ist erst nach drei Zyklen aussagekräftig – je mehr Messungen und je mehr Zyklen, desto genauer lässt sich das fruchtbare Fenster eingrenzen.

Warum sollte ich ein Bluetooth® Basalthermometer wählen?

Ein Bluetooth® Basalthermometer macht die manuelle Übertragung der Temperatur überflüssig, denn die Übertragung der Messdaten an eine App ​erfolgt automatisch per Bluetooth. Das Ovy Bluetooth® Basalthermometer hat eine Standardmesszeit von drei Minuten. ​Am Ende der Messzeit wird der Temperaturwert automatisch an die Ovy App übertragen. Du wirst über das Ende der Messung durch einen Vibrations- und/oder Ton-Alarm informiert. Beide Signale kannst du unabhängig voneinander aktivieren.

Warum muss ich drei Minuten messen?

Laut NFP-Regelwerk wird eine Messdauer von drei Minuten empfohlen. Wer Ovy zur Empfängnisregelung anwendet, sollte sich an diese Vorgabe halten. Vor allem Frauen mit unregelmäßigen Zyklen beobachten, dass sie mit den 3-minütigen Messwerten eine „stabilere“ Kurve bekommen.

Was ist, wenn ich eine Messung vergessen habe?

Für die Berechnung der fruchtbaren Phase sind sechs Werte vor und drei Tage nach dem Eisprung relevant. Da sich der Eisprung auch nach vorne verschieben kann, sollte die Nutzerin bereits am ersten Zyklustag noch während der Periode beginnen, täglich zu messen. Wenn eine Messung versäumt wird, sollten Körpersignale für den Tag nachgetragen werden und die nächste Messung abgewartet werden.

Wenn eine Messung um den Eisprung verpasst wird, kann es vorkommen, dass keine oder eine verspätete Vorhersage der fruchtbaren beziehungsweise unfruchtbaren Phase erfolgen kann. Sollte die unfruchtbare Phase nach dem Eisprung nach NFP berechnet worden sein und die Auswertung für den Zyklus damit abgeschlossen, so muss nicht zwingend weiter gemessen werden.

Warum unterscheiden sich mehrere hintereinander folgende Messungen?

Bitte nutze immer den ersten gemessenen Wert. Es kann sein, dass deine Temperatur morgens unterschiedlich schnell ansteigt, je wacher du wirst, darum führen weitere Messungen nur zu Verwirrung. Solltest du mehrmals nachts beziehungsweise morgens aufwachen, miss zu dem Zeitpunkt, vor dem das längste Schlaffenster war.

Was kann man bei Messwerten unter 32 oder über 44 Grad tun?

Die Ovy App akzeptiert Temperaturwerte zwischen 32,00°C und 43,99°C. Falls du Werte außerhalb dieses Bereichs misst, kann das daran liege, dass du zu kurz misst oder eventuell Fieber hast. Probiere, die Messzeit zu verlängern und immer konstant die erforderlichen drei Minuten zu messen. Du könntest außerdem den Messort (oral/vaginal/rektal) verändern und schauen, ob du damit besser zurecht kommst. Wichtig: Den Messort nicht innerhalb eines Zyklus verändern.

Die Basaltemperatur-Kurve

Der einfachste – aber nicht immer eindeutigste – Nachweis der Ovulation, also des Eisprungs, gelingt durch Messung der Basaltemperatur. Wie andere natürliche Methoden, z.B. die Beobachtung des Zervikalschleims, dient dies lediglich der Orientierung, hat aber den grossen Vorteil, dass die Messung mit geringem Aufwand und auch selbstständig von Ihnen daheim durchgeführt werden kann.

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Wie misst man die Basaltemperatur?

Die Körpertemperatur wird morgens vor dem Aufstehen gemessen. Ein bis zwei Tage nach der Ovulation steigt die durchschnittliche Temperatur um ca. 0,5 °C an und sinkt unmittelbar vor der Regelblutung wieder ab, sofern keine Schwangerschaft eingetreten ist. Die Sicherheit, dass vor dem Anstieg der Temperatur um rund 0,5 Grad tatsächlich ein Eisprung erfolgt ist, liegt allerdings nur bei 70 Prozent. Andererseits können Frauen auch einen regelmässigen Eisprung haben, ohne dass die Temperatur nach der Ovulation ansteigt.

Wenn Sie ein klassisches Fieberthermometer benutzen, tragen Sie die Ergebnisse in ein Basaltemperaturblatt ein, das Sie bei Ihrem Frauenarzt, Ihrer Frauenärztin bekommen können. Inzwischen gibt es im Handel aber auch schon digitale Thermometer, sogar kombiniert mit Wecker, Speichermöglichkeit und Auswertung der Messung (Zyklus-Computer). Je länger solche Geräte benutzt werden, d.h. je mehr individuelle Daten eingegeben werden, umso genauer werden die Ergebnisse. Einige sollen aber schon nach zwei Zyklen recht zuverlässig die fruchtbaren Tage erkennen. Ein Ovulationstest misst die Hormonveränderung beim Eisprung. Praktisch zur Auswertung ist auch das Führen einer interaktiven Basaltemperaturkurve, wie z.B. unter www.wunschkinder.net.

Fehler bei der Messung der Temperatur

Bei der Temperaturmessung schleichen sich leicht Fehler ein. Wichtig ist vor allem, mindestens sechs Stunden geschlafen zu haben, immer morgens gleich nach dem Aufwachen und zu exakt derselben Zeit und immer an derselben Körperstelle zu messen. Fehler ergeben sich schon durch leichte fieberhafte Erkrankungen, Orts- und Zeitzonenwechsel, bestimmte Medikamente und Alkoholgenuss am Abend vorher. Und noch ein Tipp: Schlagen Sie am Abend vorher schon das Thermometer herunter, denn sogar diese körperliche Anstrengung kann die Kurve verfälschen.

Und was sagt die Basaltemperatur aus?

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat zwei Kriterien aufgestellt, um von der Basaltemperatur auf einen Eisprung schliessen zu können:

  • Findet ein Eisprung statt, erfolgt ein Temperaturanstieg innerhalb von 48 Stunden.
  • Die Temperatur sollte an drei aufeinander folgenden Tagen um mindestens 0,2°C höher liegen als an den vorherigen sechs Tagen.

Bei ungewollter Kinderlosigkeit und dringendem Kinderwunsch ist die Messung der Basaltemperatur aber höchstens für einige Monate interessant. Zur definitiven Abklärung des Eisprungs stehen präzisere Methoden zur Verfügung. 5-8 Tage nach dem vermuteten Eisprung kann z.B. das Gelbkörperhormon (Progesteron ) im Blut bestimmt werden,da nach erfolgtem Eisprung das Gelbkörperhormon zuverlässig ansteigt. Zusätzlich kann zwischen dem zehnten und zwölften Zyklustag ein Ultraschall zum Nachweis von Follikeln durchgeführt werden.

Forum

Fragen, Anregungen oder Bemerkungen rund um die Temperaturmessmethode, Zervixschleim- und Muttermundbeobachtung oder zum sonstigen Zyklusgeschehen? Dann empfehlen wir, einmal in das swissmom-Forum hineinzuschauen: Temperatur / Zervixschleim / Mumu / Zyklusgeschehen

Häufige Frage zum Thema

Wie erkennt man den Eisprung bzw. die fruchtbaren Tage?

In der Zyklusmitte steigt die Körpertemperatur nach dem Eisprung an drei aufeinanderfolgenden Tagen um etwa ein halbes Grad an. Wer sich ein Kind wünscht, kann seine sogenannte Basaltemperatur täglich messen und weiss dann im nächsten Zyklus, wann mit dem Eisprung ungefähr zu rechnen ist. Um eine…

vollständige Antwort lesen Berechnen Sie Ihre fruchtbaren Tage: Bitte gib ein gültiges Datum ein.Menstruation Eisprung (fruchtbarster Tag) Fruchtbare Tage Einnistung bei Befruchtung Nächste Menstruation weiteren Zyklus berechnen

Letzte Aktualisierung : 02-09-19, BH

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