Tee während der schwangerschaft

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Tee in der Schwangerschaft – welcher ist erlaubt?

Tee in der Schwangerschaft ist nicht nur ein gutes Mittel, deinen erhöhten Flüssigkeitsbedarf zu decken, er kann auch helfen, die eine oder andere Schwangerschaftsbeschwerde zu lindern. Doch nicht jede Teesorte ist unbedenklich. Hier erfährst du alles, was du wissen solltest.

Tee in der Schwangerschaft: Allgemeine Tipps

  • Wechsel die Teesorten ab und trinkt nicht tagelang mehrere Tassen von einer Sorte. So bringst du Abwechslung in deine Ernährung und vermeidest das Risiko von unerwünschten Nebenwirkungen.
  • Verzichte auf Zucker und Süßstoff im Tee.
  • Im Winter wärmt dich der Tee von innen. Im Sommer kannst du ihn in den Kühlschrank stellen, so ist er eine willkommene Erfrischung bei hohen Temperaturen.

Tee in der Schwangerschaft: Diese Teesorten sind unbedenklich

  • Fenchel: Fenchel hat eine beruhigende Wirkung auf den Verdauungstrakt. Leidest du unter Magenkrämpfen und Blähungen kann eine Tasse Fencheltee Wunder bewirken.
  • Früchte: Früchtetees sind in der Schwangerschaft absolut unbedenklich. Sie sind nicht nur lecker, sondern auch reich an Mineralstoffen und Vitamin C.
  • Hagebutte: Hagebuttentee ist der Tee der Wahl bei Verstopfungen. Er wirkt verdauungsfördernd und leicht abführend. Zudem stärkt er das Immunsystem.
  • Kamille: Kamillentee ist ein wahrer Alleskönner. Zum einen fördert er durch seine beruhigende Wirkung einen ruhigen und erholsamen Schlaf. Zum anderen ist er eine Wohltat für Magen und Darm, hilft bei Krämpfen, kann Sodbrennen lindern und wirkt verdauungsfördernd.
  • Lavendel: Lavendeltee wirkt beruhigend und einschlaffördernd. Darüber hinaus werden ihm krampflösende und antibakterielle Eigenschaften zugeschrieben.
  • Melisse: Melissentee kannst du bei Magen-Darm-Beschwerden trinken, er wirkt krampflösend und beruhigend.
  • Rooibos: Rooibostee vereint allerlei positive Eigenschaften. Er enthält viele Mineralien, Antioxidantien und Eisen. Der Pflanzenstoff Rutin stärkt die Gefäßwände und beugt somit auch Krampfadern vor. Zudem ist Rooibos seit Jahrhunderten für seine beruhigende Wirkung auf den Magen-Darm-Trakt bekannt. Doch damit nicht genug: Er ist auch ein natürlicher Stimmungsaufheller. Rooibostee dämpft die Wirkung des Stresshormons Cortisol und beeinflusst das Glückshormon Serotin positiv.

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Tee in der Schwangerschaft: Diese Teesorten sind mit Vorsicht zu genießen

  • Himbeerblätter- und Brombeerblättertee: Der wohl bekannteste Schwangerschaftstee ist Himbeerblättertee. Viele Hebammen schwören auf den Tee, weil er das Gewebe und die Muskeln im Bereich des Beckens lockert, die Gebärmutter stärkt und die Gebärmuttermuskulatur anregt. Doch weil der Himbeerblättertee wehenfördernd wirkt, darf er erst ab der 37. SSW getrunken werden. Empfohlen werden drei bis fünf Tassen am Tag. Ab SSW 39. Kann die tägliche Dosis auf vier Tassen erhöht werden. Wage das Experiment mit dem Himbeerblättertee aber bitte nicht im Alleingang, sondern spreche dich mit deiner Hebamme oder deinem Frauenarzt ab. Gleiches gilt übrigens für Brombeerblättertee.
  • Pfefferminze: Pfefferminztee kann bei Übelkeit, Erbrechen und Magenproblemen hilfreich sein. Doch trinke nicht zu viel der Pfefferminze – größere Mengen können Gebärmutter-Kontraktionen hervorrufen.
  • Salbei: Salbeitee ist eine Wohltat für die Verdauung. Als Tee wirkt er krampflösend und beruhigt Magen und Darm. Salbeitee solltest du in der Schwangerschaft allerdings nur in Maßen zu dir nehmen, da er stimulierend auf die Gebärmutter wirken kann. Und Achtung nach der Geburt: Salbei hemmt Milchbildung in der Stillzeit.
  • Ingwer: Während deiner Schwangerschaft solltest du höchstens sechs Gramm Ingwer am Tag zu dir nehme, da die Knolle in höheren Dosen wehenfördernd wirkt. In kleinen Dosen ist Ingwertee unbedenklich und kann dir bei Übelkeit und Erbrechen helfen.
  • Schwarzer Tee: Auf zu viel Koffein solltest du in der Schwangerschaft besser verzichten. Zwei bis drei Tassen Schwarztee am Tag sind erlaubt, wenn du nicht noch zusätzlich Kaffee oder andere koffeinhaltige Getränke zu dir nimmst.
  • Grüner Tee: Auch der grüne Tee enthält Koffein, also gilt auch hier: Zwei bis drei Tassen sind in Ordnung.
  • Hibiskus: Hibiskustee tut zwar gut bei Erkältungen, er ist blutdrucksenkend und krampflösend, doch während der Schwangerschaft ist dieser Tee nur in geringen Mengen zu empfehlen. Hibiskustee stimuliert die Durchblutung in der Gebärmutter und senkt den Östrogenspiegel.

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Tee in der Schwangerschaft: Diese Teesorten sind tabu

  • Eisenkraut: Eisenkrauttee wirkt wehenfördernd – Finger weg.
  • Ginseng: Studien haben ergeben, dass Ginsengtee in größeren Mengen aufgrund einer Überstimulation der männlichen Hormone zu androgynen Babys führen kann, also verzichte besser auf die asiatische Heilpflanze.
  • Johanniskraut: Johanniskrauttee ist in der Schwangerschaft nicht zu empfehlen. Er kann auf den Embryo toxisch wirken und bleibende Schäden hervorrufen. Also Finger weg von Johanniskrauttee.
  • Passionsblume: Passionsblumentee wirkt in hoher Dosierung anregend auf die Gebärmutter.
  • Rosmarin: Rosmarintee kann Krämpfe und Wehen auslösen. Als Gewürz beim Kochen in kleinen Mengen ist das Kraut allerdings unbedenklich, gilt sogar als kreislaufanregend und durchblutungssteigernd, aber Rosmarintee in größeren Mengen ist tabu.
  • Süßholzwurzel: Süßholzwurzel in Form von Tee oder Lakritz solltest du von deinem Speiseplan in der Schwangerschaft streichen. Die Wurzel erhöht die Plazentadurchlässigkeit, beeinträchtigt damit die Gehirn- und Hormondrüsen-Entwicklung beim ungeborenen Kind und erhöht das Risiko einer Fehlgeburt.
  • Entwässernde Tees: Auf Kräutertees, die entwässernd wirken, sollten schwangere Frauen besser verzichten: Maisbart-, Birkenblätter-, Petersilien-, Liebstöckl-, Sellerie- und Brennnesseltee. Deine Nieren haben in der Schwangerschaft schon genug zu tun, du solltest sie nicht noch zusätzlich mit entwässernden Kräutertees belasten.

Wie sieht es eigentlich mit Parmesan in der Schwangerschaft aus? Und darf man eine Wärmflasche in der Schwangerschaft auflegen? Alle Veränderungen während den neun Monaten und die besten Tipps findest du hier: Schwangerschaftswochen.

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Darf ich in der Schwangerschaft Tee trinken?

Schwangere Frauen haben einen höheren Flüssigkeitsbedarf. Nicht nur Wasser oder verdünnte Fruchtsäfte eignen sich sehr gut, um diesen zu decken, sondern auch Tee. Im Winter ist dieser ein herrlicher Wärmespender und im Sommer die perfekte Erfrischung. Jedoch sollten nicht alle Teesorten während der Schwangerschaft getrunken werden. Welche Sorten Sie besser meiden sollten und zu welchen Sie bedenkenlos greifen können, das erfahren Sie in diesem Beitrag.

Grünes Licht für Kräuter und Früchte – diese Tees gehen immer

Grundsätzlich gilt – Schwangere sollten koffeinhaltige Getränke meiden. Und dieses ist ja nicht nur in Kaffee enthalten, sondern auch in grünem und schwarzem Tee. Die meisten Kräuter- und Früchtemischungen dagegen sind komplett koffeinfrei. Im Folgenden finden Sie eine Auflistung an Tees, die Schwangere garantiert immer ganz ohne Bedenken trinken können.

Früchtetee

Früchtetee egal welcher Art ist ein idealer Begleiter während der Schwangerschaft. Er ist nicht nur sommers wie winters ein wunderbarer Durstlöscher, sondern auch noch eine echte Vitaminbombe. Früchtetee gibt es mittlerweile in allen nur erdenklichen Geschmacksrichtungen, sodass auch wirklich jeder auf seine Kosten kommt. Aber Vorsicht – manchen Früchtetees ist grüner oder schwarzer Tee beigemischt. Das gilt vor allem für Eistee-Mischungen. Vor dem Teekauf sollten Sie also dennoch immer einen Blick auf die Zutatenliste werfen.

Rooibos Tee

Der sanfte Zeitgenosse aus Südafrika besticht durch seinen milden und von Natur aus süßen Geschmack. Er ist einfach zuzubereiten, wird niemals bitter und schmeckt sowohl heiß als auch kalt. Rooibos ist sehr gut verträglich und schlägt damit auch nicht auf den während der Schwangerschaft ohnehin schon meist gereizten Magen. Im Gegenteil – er kann sogar beruhigend auf den Verdauungsapparat wirken.

Hagebuttentee

Hagebuttentee steckt voller Vitamin C und kann damit einem angeschlagenen Immunsystem auf die Sprünge helfen. Außerdem hat er eine verdauungsfördernde Wirkung und kann harntreibend wirken.

Melissentee

Tee aus Melissenblätter hat eine beruhigende Wirkung und kann Schlafprobleme und Unruhezustände lindern. Des Weiteren kann er Abhilfe bei Beschwerden des Verdauungsapparates schaffen.

Fencheltee

Auch Fencheltee kann beruhigend auf Magen und Darm wirken. Bei Verdauungsbeschwerden können Schwangere also ganz unbesorgt eine Tasse Fencheltee trinken.

Lavendeltee

Tee aus Lavendelblüten kann antibakteriell und entkrampfend wirken. Zudem kann er Einschlafbeschwerden lindern und dabei helfen, zur Ruhe zu kommen.

Kamille ist ein echtes Wunderkraut. Tee aus Kamillenblüten wirkt beruhigend und eignet sich deshalb sehr gut bei Schlafproblemen. Außerdem ist er auch für Menschen mit empfindlichen Mägen gut verträglich und kann sogar Magen- und Darm-Beschwerden lindern. Kamillentee wird ebenfalls eine entzündungshemmende Wirkung nachgesagt.

Das müssen Sie bei Früchte- und Kräutertees beachten

Für alle Früchte- und Kräutermischungen gilt – bitte nur mit sprudelnd kochendem Wasser zubereiten. Tee ist ein Naturprodukt und gerade in diesen können unter Umständen nicht gern gesehene Bewohner Einzug halten. Dazu zählen Bakterien, Keime oder Pilze. Wird der Tee mit noch kochendem Wasser überbrüht, so werden diese abgetötet. Gerade Schwangere sollten daher besonders darauf achten, dass sie sich auch wirklich an die Zubereitungsempfehlung halten.

Achtung: bei diesen Tees ist Vorsicht geboten

So manchen Tee sollten Schwangere nur in Maßen genießen. Dazu zählen zum einen koffeinhaltige Tees, zum anderen aber auch bestimmte Kräutermischungen.

Grüner und schwarzer Tee

Diese beiden Teesorten sind echte Muntermacher. Kein Wunder, schließlich steckt in beiden ja eine ordentliche Portion Koffein. Und eben dessen Konsum sollte man während der Schwangerschaft so gut es geht einschränken. Schwarze und grüne Tees sind grundsätzlich erlaubt, aber bitte nicht literweise trinken. Wird auf Kaffee und sonstige koffeinhaltige Getränke verzichtet, so dürfen ein bis drei Tassen schwarzer oder grüner Tee pro Tag getrunken werden.

Kräutermischungen

Viele Kräutertees können während der Schwangerschaft förderlich sein. Jedoch gibt es auch einige, die man besser nur mit Vorsicht genießen sollte. So können Salbei und Pfefferminze eine für die Gebärmutter stimulierende Wirkung haben. Auch Tee aus Himbeer- und Brombeerblättern kann anregend auf die Muskulatur der Gebärmutter wirken. Wegen seiner wehenfördernden Eigenschaften sollten Schwangere diesen Tee frühestens ab der 37. Schwangerschaftswoche trinken.

Auch Ingwer kann die Wehen fördern, aber nur wenn höhere Dosen davon konsumiert werden. So lange die Maximaldosis von sechs Gramm pro Tag nicht überschritten wird, kann Ingwertee bedenkenlos getrunken werden. Zum Glück, schließlich schafft die leckere Knolle Abhilfe bei Magen-Darm-Beschwerden.

Hibiskustee

Tee aus Hibiskusblüten ist erfrischend, enthält viel Vitamin C und kann dabei helfen den Blutdruck zu senken. Schwangere sollten von diesem Tee aber nicht allzu viel trinken, denn auch er kann anregend auf die Gebärmutter wirken.

Auf Abwechslung achten

Dieser Tipp gilt natürlich nicht nur für Schwangere, sondern auch für alle anderen. Achten Sie auf eine abwechslungsreiche Ernährung. Das schließt auch den Teekonsum mit ein. Beschränken Sie sich nicht nur auf eine Teesorte. Trinken Sie stattdessen lieber viele verschiedene Sorten und dafür in kleineren Mengen.

Sollten Sie sich einmal bei einer bestimmten Teesorte unsicher sein, dann konsultieren Sie am besten Ihren behandelnden Arzt. Er kann Ihnen nähere Auskunft darüber geben, ob ein Tee für Sie geeignet ist.

Man hört immer wieder, dass man bestimmte Kräutertees in der Schwangerschaft nicht trinken sollte. Welche sind das?

Kräutertees, Rotbusch- und Grüntees als Alternative zu Kaffee und Schwarztee sind in der Schwangerschaft beliebt – und die meisten auch sehr gesund. Allerdings mit folgenden Einschränkungen:

  • Auf entwässernde Tees, die bei Ödemen und dem Karpaltunnelsyndrom (eingeschlafene Finger) helfen können, sollte in der letzten Phase der Schwangerschaft ganz verzichtet werden. Dazu gehört beispielsweise Brennnesseltee.
  • Vorsicht in dieser Zeit auch mit wehenanregenden Wirkstoffen, die in Himbeerblättertee, aber auch in Aufgüssen von Brombeerblättern, Schafgarbe, Eisenkraut (Verbena), Kreuzkümmel, Wermutkraut und Frauenmantel enthalten sind. Diese Tees besser erst ab der 36. Woche zu sich nehmen. Dann helfen sie, das Gewebe des Beckenbodens und der Gebärmutter zu lockern („weich zu machen“) und auf die Geburt vorzubereiten. Sprechen Sie mit Ihrem Frauenarzt oder Ihrer Hebamme.

Viele Lebensmittelgeschäfte, Naturkostläden und Apotheken bieten zudem spezielle Schwangerschafts-Teemischungen an.

Gesunde Schwangerschaft: Wichtige Erkenntnisse aus 15 Jahren BabyCare-Forschung

Viele Frauen steigen in der Schwangerschaft von Kaffee auf Tee um, insbesondere auf Kräutertee.

Täglicher Konsum von Kaffee und Tee in der Schwangerschaft
Die Konsumentinnen von Kaffee und Tee sollten in der Schwangerschaft Folgendes bedenken:

Kaffee- und schwarzer Tee

Übermäßiger Kaffee- oder Teegenuss sind in der Schwangerschaft wegen der Koffein- bzw. Teeinaufnahme nicht zu empfehlen. Die Grenze liegt etwa bei 4 Tassen täglich.

Grüner Tee

Viele Frauen trinken gerne grünen Tee. Grüner Tee hat keine eisenbezogenen Nebenwirkungen. Es gibt auch keine Risikogruppen, die den Tee nicht trinken sollten, wie das z. B. bei schwarzem Tee der Fall ist. Schwarztee bremst bekanntlich die Aufnahme von Eisen aus der Nahrung. Das gilt für den grünen Tee nicht. Im Gegenteil: Da er viel Vitamin C enthält, fördert er sogar die Eisen-Aufnahme.
Allerdings steigt bei Schwangeren, die täglich mehr als 4 Tassen grünen Tee trinken, das Risiko für Fehlbildungen, Fehl- und Frühgeburten. Dies liegt offenbar daran, dass die Inhaltsstoffe die Aufnahme von Folsäure hemmen. Trinken Sie daher nicht mehr als 2 Tassen grünen Tee pro Tag.

Kräutertee

Besonders Kräutertee wird von Schwangeren gern getrunken. Einige Kräuter sind aber in der Schwangerschaft nicht empfehlenswert, da sie z. B. abtreibend oder wehenauslösend sein können.
Von folgenden Kräutern zum Beispiel weiß man, dass sie in der Schwangerschaft (besonders in den ersten drei Monaten) eingenommen, abtreibend wirken können: Aloe, Angelica (Engelwurz), Bärentraubenblätter (Uva ursi), Basilikum, Beifuss (Artemisia vulgaris), Eisenkraut (Verbena off.), Liebstöckel (Levisticum officinalis), Muskatnuss (Myristica fragrans), Osterluzei (Aristolochia clematitis), Peterli (Petroselinum crispum), Raute (Ruta graveolens), Thuja (Schwangere sollten auch keine Thuja-Hecke schneiden!), Wacholder (Juniperus communis). Besser ist es also diese Kräuter in der Schwangerschaft ganz zu meiden.

Echinacea und Ginseng steigern das Risiko für Fehlgeburten.

Auch zu einem huflattichhaltigen (Tussilago farfara) Tee sollte man eine Schwangere nicht einladen, denn der könnte beim Fetus die Lebervenen verschließen! Das Kind kann dabei an einer Leberzirrhose sterben. Dieses wurde bei Frauen beobachtet, die wegen ihres Hustens in der Schwangerschaft täglich eine Tasse Tee tranken (schon 5 Tage hintereinander können reichen), in dem neben anderen Kräutern auch Huflattichblätter enthalten waren. Auch Säuglingen sollte kein Huflattichtee gegeben werden.
Autoren:
Dr. Renate Kirschner (Doktor der Erziehungswissenschaften; seit mehr als 25 Jahren in der sozialwissenschaftlichen Forschung und Beratung tätig)
Dr. Wolf Kirschner (Doktor der Philosophie; seit 1997 in den Bereichen Epidemiologie, Evaluations- und Interventionsforschung, Gesundheitsförderung und Prävention tätig)

Priv. Doz. Dr. med. Dr. rer. nat. Axel Schäfer (Doktor der Medizin, Doktor der Naturwissenschaften, Frauenarzt)
Geprüft durch das wissenschaftliche Beratungskomitee von BabyCare.
Beitrag erstellt am: 06.06.17 14:46
Beitrag zuletzt aktualisiert am: 06.06.17 14:46

Tee in der Schwangerschaft: Welche Sorten erlaubt sind – und welche nicht

Tee in der Schwangerschaft ist grundsätzlich kein Problem? Denkste! Bei manchen Sorten solltest du besonders gut aufpassen.

So ein Tässchen (Kännchen) Tee ist eine feine Sache: Es stillt ohne Kalorien den Durst, erfrischt gekühlt im Sommer und wärmt im Winter. Und hilft bei so manchem Zipperlein. Auch in der Schwangerschaft ist Tee zu empfehlen – sofern man weiß, zu welchem man uneingeschränkt greifen darf. Und welchen man besser meiden sollte.

Generell gilt bei sehr vielen Sorten Tee in der Schwangerschaft: In Maßen sind sie erlaubt, in Massen sorgen sie für Nebenwirkungen. Im schlimmsten Fall können sie sogar vorzeitige Wehen auslösen. Gut zu wissen: Bis zu drei Tassen am Tag über einen nicht zu langen Zeitraum sind meistens erlaubt. Also öfter mal die Sorte wechseln.

Wohltuend, wenn man den richtigen wählt: Tee in der Schwangerschaft

Tee in der Schwangerschaft: Diese Sorten sind erlaubt

Pfefferminztee

Weil er krampflösend auf Darm, Magen und Gallenwege Schwangerschaft wirkt ist Pfefferminztee* bei vielen Schwangeren, die unter Übelkeit und Sodbrennen leiden, besonders beliebt. Aber Vorsicht: Du solltest ihn dir nicht täglich literweise genehmigen, da er in Verdacht steht, vorzeitig Wehen auslösen zu können, sofern er in großen Mengen getrunken wird.

Himbeerblättertee

Er ist ein Klassiker unter den Schwangerschaftstees und der Liebling aller Hebammen: der Himbeerblättertee*. Allerdings sollte man ihn erst ab der 35. Schwangerschaftswoche trinken, da er wehenfördernd wirkt. Außerdem macht er Gewebe und Muskeln im Beckenbereich locker und stärkt die Gebärmutter. Drei bis fünf Tassen am Tag sind erlaubt.

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Ingwertee

Auch hier gilt: Ingwertee in der Schwangerschaft ist super – solange er in Maßen getrunken wird. Denn auch er hat angeblich eine leicht wehenfördernde Wirkung. Positive Eigenschaften: Er lindert Schwangerschaftsübelkeit und tut gut bei Erkältungen.

Kamillentee

Viele Schwangere kennen schlaflose Nächte nur zu gut. Hier hilft eine schöne Tasse Kamillentee vor dem Zubettgehen. Und auch bei Magen-Darm-Erkrankungen, Sodbrennen und Reizzuständen ist er ein Wundermittel und darf uneingeschränkt während der Schwangerschaft getrunken werden.

Salbeitee

Salbeitee* hilft gut bei Verdauungsbeschwerden und lindert Halsschmerzen. Aber auch bei ihm ist Vorsicht angesagt: Wer ihn literweise und über einen langen Zeitraum konsumiert, muss mit Krämpfen und Schwindel rechnen.

Vorsicht auch bei diesen Sorten Tee in der Schwangerschaft

Schwarzer Tee

Da schwarzer Tee koffeinhaltig ist, sollte davon in der Schwangerschaft nicht zu viel getrunken. Denn das Koffein wirkt auch auf das ungeborene Baby. Außerdem wirkt schwarzer Tee der Eisenaufnahme aus der Nahrung entgegen und kann Verstopfung verursachen. Aber keine Angst: Zwei bis drei Tassen am Tag sind aber absolut in Ordnung.

Seine vielen Bitterstoffe regen die Gallenproduktion an und fördern die Verdauung. So weit, so gut. Allerdings enthält auch grüner Tee Koffein. Deshalb lautet auch hier die Empfehlung: maximal drei Tassen am Tag genießen.

Tees mit Süßholzwurzel

Viele Schwangere wissen: Hände weg von Lakritz! Doch Süßholzwurzel ist auch in vielen Kräuterteemischungen enthalten. Ihr Inhaltsstoff Glycyrrhizin steht in Verdacht, das Risiko für eine Frühgeburt zu erhöhen. Aber nur, wenn es in großen Mengen zu sich genommen wird. Zwei bis drei Tassen am Tag sind deshalb auch hier in Ordnung.

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Tee aus Brombeerblättern, Schafgarbe & Co.

Genau wie Himbeerblättertee kann auch Tee aus Eisenkraut, Kreuzkümmel, Wermutkraut Frauenmantel, Brombeerblättern oder Schafgarbe wehenfördernd wirken. Deshalb sollten diese auch erst ab der 35. Schwangerschaftswoche getrunken werden.

Warum man in der Schwangerschaft Früchtetee trinken sollte

Schwangere dürfen und sollen nach Ansicht einiger Experten Tee trinken. Warum dabei Früchtetee in der Schwangerschaft eine echte Empfehlung ist!

Wichtig zu wissen: Nicht jede Teesorte ist in der Schwangerschaft gut. So sollte man zum Beispiel schwarzen, weißen oder grünen Tee nur mehr in sehr überschaubaren Mengen zu sich nehmen. Ein oder zwei Tassen pro Tag sind aber in aller Regel Ordnung, umso mehr, wenn man diesen Tee nicht zu lange ziehen lässt.
Verzichten sollte man auf Teesorten, die den Körper entwässern. Vor allem bei entsprechenden Kräutertees wie dem Brennnesseltee oder Wacholdertee ist Vorsicht angesagt. Die Nieren dürfen in der Schwangerschaft nicht noch zusätzlich belastet werden.

Darum ist Früchtetee in der Schwangerschaft gut

Nach Einschätzung von liliput-lounge.de kann man Roiboostee und Früchtetee in der Schwangerschaft „völlig sorglos“ trinken. Diese Tees liefern wertvolle Vitamine und Mineralstoffe. Deshalb ist der Früchtetee für Schwangere eine tolle Sache.
Als besonderer Tipp gilt dabei der Sanddorntee, der nicht nur viele Vitamine, sondern auch reichlich Eisen beinhaltet. Achten Sie beim Kauf oder der Online-Bestellung darauf, dass es sich um Bio-Tee handelt.

Nicht jeder Früchtetee ist gleich gut geeignet

Vorsicht bei zu säurehaltigen Früchtetee-Sorten. Der ohnehin in der Schwangerschaft empfindliche Magen, reagiert unter umständen sher empfindlich auf stark säuernde Früchtetees. Hier gibt es tolle magenmilde Früchtetees, die sehr wenig oder fast gar keine Säure entwickeln. Bei diesen Teesorten verzichtet man bewusst auf säuernde Bestandteile wie Hibiskus oder Hagebutte.

Auch Kamillentee und Pfefferminztee für Schwangere geeignet

babyclub.de hat auch einige besondere Tipps parat. Ein Zitronentee hilft genauso wie der Ingwertee (in Maßen) bei der Schwangerschaftsübelkeit und stärkt die Abwehrkräfte. Mit frischen Zitronenscheiben zubereitet, liefert er auch viel Vitamin C. Der Himbeerblättertee ist zum Ende der Schwangerschaft ideal zur sanften Geburtsvorbereitung, er lockert die Beckenmuskulatur.
Neben den Früchtetees darf man in der Schwangerschaft auch Kamillentee oder Pfefferminztee bedenkenlos zu sich nehmen. Der beruhigend wirkende Melissentee ist ebenso geeignet.

Warum Tee in der Schwangerschaft trinken?

Die passenden Tees sind für Schwangere ein gutes Mittel, um den erhöhten Flüssigkeitsbedarf des Körpers von 2,5 bis 3 Litern täglich ab zu decken.
Vor allem können sie auch Abwechslung zu anderen Getränken wie Mineralwasser in den Alltag bringen und dabei noch wertvolle Inhaltsstoffe mitliefern. Gerade die passenden Früchtetees eignen sich hierzu hervorragend.

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Welche Teesorten darf man in der Schwangerschaft trinken – und welche nicht?

Die britische Teekultur ist weit über die Grenzen des Vereinigten Königreichs hinaus bekannt und verkörpert einen Teil britischer Lebensart. Im 17. Jahrhundert begann England, Tee aus China zu exportieren, später baute es eigene Teeplantagen in seinen Kolonien auf. Vorerst der Oberschicht vorbehalten, entwickelte sich der Tee im Laufe der Jahre zum nationalen Alltagsgetränk und breitete sich auch in Europa aus. Im 18. Jahrhundert hatte sich Großbritannien zum europäischen Teemonopol entwickelt. Heute wird in ganz Europa eine Vielzahl unterschiedlichster Teesorten getrunken, wobei die Briten bei ihrer Tasse schwarzem Tee geblieben sind. „Darf es noch ein Tässchen Tee sein?“, erklingt es immer noch vielerorts in England zum Nachmittag zwischen 15 und 17 Uhr, als fester Bestandteil britischer Trinkkultur.

Tee ist zwar in Deutschland noch lange nicht so beliebt wie Kaffee, doch hat sich sein Konsum im Zuge der „Gesundheitswelle“ in den letzten Jahren stetig erhöht. Deutsche trinken so viel Tee wie nie zuvor und das Angebot an Teesorten und Teemischungen hat sich vervielfacht. Der Wirkung der einzelnen Tees und Teemischungen wird allerdings weniger Aufmerksamkeit beigemessen. Oft steht auf den Verpackungen lediglich „zur Beruhigung“, „zur Entwässerung“ oder „zur inneren Balance“, in Minischrift findet man die Inhaltsstoffe. Doch gerade bei Kinderwunsch, in der Schwangerschaft und Stillzeit sollte man genauer hinschauen.

Pssst! Das passiert mit Ihrem Körper, wenn Sie Tee trinken.

Ungetrübter Teegenuss bei Kinderwunsch, in der Schwangerschaft und Stillzeit

Viele Teesorten und -kräuter sind zum Beispiel in der Schwangerschaft und Stillzeit tabu bzw. nur in geringen Mengen empfehlenswert oder sind kontraproduktiv bei Kinderwunsch.

Rooibos, Früchte und Kamille

Zu den unbedenklichen Teesorten zählen die beliebten Klassiker wie Früchtetee (Hagebutte, Sanddorn), Kamille und Rooibos. Rooibos hat viele positive Eigenschaften. Frei von Koffein und mit mildem Geschmack enthält er Mineralstoffe, Eisen und Antioxidantien. Anspannung und Stress entgegenwirkend, kann er bei Kinderwunsch, in der Schwangerschaft und Stillzeit bedenkenlos genossen werden. Kamille hilft in der Schwangerschaft sehr gut bei Sodbrennen, Morgenübelkeit und Schlafstörungen. Doch sollte man in der Einnistungsphase bei Kinderwunsch auf ihn verzichten.

Fenchel, Pfefferminze und Salbei

Dagegen sind einige Tees, die in der Schwangerschaft getrunken werden können, in der Stillzeit nicht geeignet. Pfefferminze und Salbei hemmen zum Beispiel die Milchproduktion, während Fencheltee die Milchbildung fördert. Pfefferminze wird oft zur Unterstützung beim Abstillen verwendet. Fenchel hilft dagegen besonders gut bei Verdauungsbeschwerden und Sodbrennen in der Schwangerschaft. Bei Kinderwunsch sollte man ihn meiden. Vorsicht ist auch geboten bei Pfefferminze in der Schwangerschaft. In geringen Mengen wirkt sie sehr gut bei Morgenübelkeit, allerdings hat vor allem das Pfefferminzöl, wie auch Salbei, eine stimulierende Wirkung auf die Gebärmutter. Unbedenklich ist das Gurgeln mit Salbei, aufgrund seiner antibakteriellen Wirkung, bei Halsentzündungen.

Scharfgarbe, Brennnessel und Himbeerblätter

gelten als Frauenheilpflanzen. Scharfgarbe hilft hervorragend bei Verdauungsproblemen in der Schwangerschaft, allerdings in Maßen, denn sie kann frühzeitige Wehentätigkeit auslösen. Brennnessel beeinflusst durch ihren hohen Eisengehalt die Blutbildung und wirkt entwässernd. Jedoch kann die entwässernde Wirkung die Nährstoffzufuhr des Embryos beeinträchtigen. Viele Fachleute sprechen sich daher gegen einen Konsum während der Schwangerschaft aus. Himbeerblätter empfehlen viele Hebammen ab der 36./37. Schwangerschaftswoche zur gezielten Geburtsvorbereitung. Die gewebelockernde Wirkung, u. a. auch im kleinen Becken, wirkt unterstützend beim Geburtsvorgang. Aber auch bei Kinderwunsch werden sie wegen ihrer durchblutungsfördernden und östrogenanregenden Wirkung eingesetzt.

Frauenmantelkraut, schwarzer und grüner Tee

Sehr gut geeignet bei Kinderwunsch ist grüner Tee, er enthält viele gesundheitsfördernde Stoffe und Antioxidantien. In der Schwangerschaft und Stillzeit hingegen sollte man nicht mehr als zwei Tassen am Tag trinken, da er geringe Mengen an Koffein enthält. Er unterstützt bei Müdigkeit in der Frühschwangerschaft und die Verdauung. Auf schwarzen Tee sollte man in der Schwangerschaft und Stillzeit aufgrund des hohen Koffeingehalts möglichst ganz verzichten. Frauenmantelkraut wirkt durchblutungsfördernd, steigert die Produktion des Gelbkörperhormons und erleichtert somit die Einnistung des Eis in der Gebärmutterschleimhaut. Es wird deshalb häufig im Zusammenhang mit Kinderwunsch empfohlen. In der Schwangerschaft kann es Wehen auslösen, hier sollte auf seinen Genuss ganz verzichtet werden.

Darf es noch ein Tässchen Tee sein? Ja, bitte!

Bei allem gilt: Die Menge macht’s, auf die Dosierung sollte man achten. In der Schwangerschaft und Stillzeit wird ein Konsum von nicht mehr als zwei Tassen Tee am Tag empfohlen. In der Stillzeit sollte man mit Getränken, Lebensmitteln und Medikamenten generell sehr bewusst umgehen, da die Inhaltsstoffe in die Muttermilch gelangen.

Tee in der Schwangerschaft: Diese Sorten tun dir gut

In der Schwangerschaft Tee zu trinken ist entspannend und hilft dabei, dem Körper ausreichend Flüssigkeit zuzuführen. Auch manche Beschwerden der Schwangerschaft lassen sich mit Tee lindern – doch Vorsicht: Manche Sorten sind nicht empfehlenswert.

Die Schwangerschaft ist eine spannende Zeit, in der sich vieles ändert und etliches organisiert werden muss. Von der Kinderzimmereinrichtung bis zur Elternzeitvertretung schwirrt dir unheimlich viel im Kopf herum. Dabei braucht der Körper gerade in dieser Zeit Entspannung und hat einen erhöhten Flüssigkeitsbedarf.

Mehrere Tassen Tee pro Tag wärmen dich in der Winterzeit von innen. Im Sommer lässt sich der ungesüßte Tee aus dem Kühlschrank auch als Erfrischung wunderbar einsetzen.

Welche Teesorten tun mir gut, wenn ich schwanger bin?

Kamillentee ist ein wahrer Alleskönner (Foto: CC0 / / Natalie_Corot)

Es gibt etliche Sorten, die in der Schwangerschaft unbedenklich sind und mit denen sich auch die ein oder andere Schwangerschaftsbeschwerde lindern lässt:

  • Völlig unbedenklich sind sämtliche Sorten an Früchtetees. Sie sind sogar reich an Mineralstoffen und Vitamin C, sodass sie deinen Körper in der Schwangerschaft stärken.
  • Kamillentee beruhigt, hilft bei Entzündungen und löst Krämpfe. Er lässt sich darüber hinaus gut bei Sodbrennen in der Schwangerschaft einsetzen.
  • Hagebuttentee hilft bei Verstopfungen im Magen-Darm-Trakt. Neben seiner leicht abführenden Wirkung stärkt er das Immunsystem.
  • Auch Fencheltee kann bei gereiztem Magen und Sodbrennen wohltuend sein. Auch bei Blähungen kannst du ihn einsetzen.
  • Bei Übelkeit und Verstopfung kann Ingwertee helfen. Achte dabei darauf, nicht mehr als zwei Tassen pro Tag zu trinken, da Ingwer wehenfördernd wirkt. Du solltest nicht mehr als sechs Gramm Ingwer pro Tag zu dir nehmen. Wiege den Ingwer daher ab, bevor du den Tee zubereitest vor der Teezubereitung ab.
  • Lavendeltee kann helfen, wenn du schlecht zur Ruhe kommst. Eine Tasse abends vor dem Schlafengehen kann beim Einschlafen helfen.
  • Rooibostee enthält den Pflanzenstoff Rutin, der auch Krampfadern vorbeugen soll. Der Tee soll außerdem eine beruhigende Wirkung auf den Magen-Darm-Trakt haben und die Wirkung des Stresshormons Cortisol dämpfen.

Lecker, wärmend und gesund: In unserer Bestenliste haben wir die besten Bio-Tees zusammengestellt. Denn Bio-Tee…

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Von welchen Teesorten sollte ich in der Schwangerschaft lieber die Finger lassen?

Lakritze sind in der Schwangerschaft tabu (Foto: CC0 / / nataliaaggiato)

Laut netdoktor.de gibt es außerdem einige Tees, die du in der Schwangerschaft nicht oder nur in geringem Maße trinken solltest:

  • Himbeerblättertee solltest du demnach vor der 37. Schwangerschaftswoche auf keinen Fall trinken. Hebammen schwören auf das Mittel, da Himbeerblätter das Gewebe und die Muskeln im Becken lockern und die Gebärmuttermuskulatur anregen. Drei bis fünf Tassen am Tag sollen die Geburtseinleitung fördern.
  • Süßholzwurzel ist der Inhaltsstoff, der auch in Lakritze enthalten ist. Sie hebt den Blutdruck und erhöht so den Blutfluss durch die Plazenta. Dies kann im schlimmsten Fall zu einer Fehlgeburt führen.
  • Auch Johanniskrauttee solltest du meiden, da er embryotoxische Wirkungen hat.
  • Auf entwässernde Teesorten wie etwa Brennnesseltee solltest du ebenfalls verzichten. Sie belasten die Niere in der Schwangerschaft zusätzlich.
  • Pfefferminztee kann in zu hoher Dosierung die Gebärmuttermuskulatur anregen und so zu frühen Wehen führen. Gleichzeitig ist Pfefferminztee aber auch ein bewährtes Hausmittel bei morgendlicher Übelkeit in der Schwangerschaft. Du solltest jedoch keinesfalls mehr als zwei Tassen täglich davon trinken.
  • Auch der Tee der Passionsblume wirkt anregend auf die Muskulatur der Gebärmutter.
  • Salbeitee hemmt in der Stillzeit die Milchbildung. Auch in der Schwangerschaft ist er nicht zu empfehlen, da er die Gebärmuttermuskulatur anregt.
  • Das in Grünem und Schwarzem Tee enthaltene Teein entspricht in seiner Wirkung dem Koffein. Beide Stoffe können die Plazenta passieren, der Fötus kann sie aber nicht abbauen. Dies kann zu einem minimal verringerten Geburtsgewicht führen, scheint aber nach aktuellem Wissensstand sonst keine schädliche Wirkung zu haben. Als Faustregel gilt, dass du nicht mehr als zwei Tassen Schwarztee und drei Tassen Grüntee pro Tag trinken solltest – aber nur, falls du nicht zusätzlich noch Kaffee trinkst.

Pestizidbelastungen und andere schädliche Stoffe

Da in manchen Teesorten Pestizide enthalten sind, lieber nicht zu viel von einer Sorte trinken. (Foto: CC0 / / silviarita)

Besonders in der Schwangerschaft solltest du darauf achten, keine Schadstoffe zu dir zu nehmen. In konventionellem Tee stecken allerdings oft Pestizide. Entscheide dich daher lieber für Bio-Tee, denn chemisch-synthetische Pestizide sind beim Bio-Anbau verboten. Allerdings hat Ökotest zuletzt 2017 selbst in für Babys deklarierten Bio-Tees Pestizide nachgewiesen. Daher ist leider die einzige Faustregel, die Teesorten während der Schwangerschaft ab und zu durchzuwechseln. Du solltest nicht tagelang Tee nur von einer Sorte oder von einer Marke trinken.

Ein besonderer Fall sind Kräutertees. Diese können Pyrrolicidin-Alkaloide enthalten, die manche Pflanzen selbst produzieren um Fressfeinde abzuwehren. Das Bundesinstitut für Risikobewertung hat in Einzelfällen einen unerwartet hohen PA-Gehalt in Kräutertee-Proben festgestellt. Dennoch hält das Institut auch bei hoher Dosierung eine akute Gesundheitsschädigung für unwahrscheinlich. Schwangere sollten dennoch lieber keine Kräutertees trinken.

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