Tasse mit nagellack

In ein paar Wochen, nämlich am 13. Mai 2018 steht der Muttertag vor der Tür. Der Muttertag wurde in seiner heutigen Form vor über 100 Jahren in Amerika zum ersten Mal gefeiert – als Andenken an eine Mutter und die politische Gleichstellung der Frau. Seither feiern wir den Muttertag jedes Jahr am zweiten Sonntag im Mai.
Möchtet ihr dafür etwas mit Euren Kindern basteln? „Feiert“ ihr den Muttertag oder macht ihr alle zusammen einen Ausflug?
Auf dem Blog findet ihr jetzt einige DIY-Geschenke für den Muttertag, bei denen ihr nicht einmal sonderlich viel Bastel-Talent haben müsst, sondern einfach nur etwas Geduld und Freude am Basteln mitbringen solltet. Unser erster toller Bastel-Geschenktipp für die beste Mama der Welt ist das Bemalen von Tassen und Co. mit Nagellack!

Einfach gemacht und jedes Geschirrstück ein Unikat. Die Technik ergibt wunderschöne Marmormuster und man kann damit „fast“ alles bemalen (z.B. eine Vase).
Ich habe noch versucht einen Text auf die Tasse zu bringen. Funktioniert auch, ist aber ein wenig knifflig. Wenn ihrs ausprobieren möchtet, dann schaut doch in der Anleitung wie ich es gemacht habe. Es wird nicht perfekt, aber ich finde es sieht trotzdem toll aus.
Viel Spass beim nachmachen!

DIY Anleitung: Tassen mit Nagellack marmorieren

Material:

  • Alu-Schale oder grosse Schüssel
  • Weisse Tassen aus Porzellan (z.B. IKEA, Migros, Coop, Depot)
  • Nagellack in den Wunschfarben (Tipp: die günstigen Lacke von Essence und Catrice funktionieren gut. Nehmt am besten diese. Ich habe meine aus dem Müller)
  • Optional: Buchstabenkleber aus dem Baumarkt. Es müssen solche sein, die sich nicht mit Wasser ablösen und eine Stecknadel zum ablösen der Buchstaben.
  • Ein Holzstäbchen
  • heisses Wasser
  • Evtl. Nagellackentferner
  • Falls ihr den Nagellack bombenfest fixieren möchtet schaut Euch den Tipp in diesem Beitrag an (dann braucht ihr noch zusätzlich Porzellankleber aus dem Bau und Hobby)


So geht’s:

  • Bereitet alles vor – und klebt die Buchstaben, falls gewünscht auf die Tasse:

  • Füllt eine Aluminiumschale oder eine grosse Schüssel mit warmem oder am besten heissem Wasser und gebt dann tropfenweise den Nagellack auf die Wasseroberfläche. Entweder, ihr verwendet nur eine Farbe oder ihr mischt mehrere Farben miteinander (nicht zu viele). Das Marmormuster erzeugt ihr, indem ihr die Lacke mit einem Holzstäbchen auf der Wasseroberfläche miteinander vermischt. Dieser Part muss schnell gehen, da der Lack sonst eine harte Kruste bildet. Deshalb solltet ihr die Nagellacke recht schnell vermischen.

  • Nun zieht ihr eine Tasse durch die Nagellack-Schicht. Der Nagellack wird sich in einem schönen Muster auf der Tasse absetzen. Falls ihr mit dem Muster nicht zufrieden seid, könnt ihr den Nagellack mit Nagellackentferner wieder wegwischen.

  • Lasst das Geschirr gut trocknen.

  • Wenn ihr die Tassen beschriftet habt nehmt ihr nun eine Stecknadel und zieht die Buchstaben sorgfältig ab. Ritzt die Buchstaben am besten am Buchstabenrand mit der Stecknadel ein wenig ein, damit die Farbe beim abziehen nicht mitkommt.

Tipp: Ich habe die Tassen schon in die Spühlmaschine gelegt und bei mir hat es gehalten. Wenn ihr aber ganz sicher gehen wollt, dass es richtig gut hält, dann schaut Euch den Tipp von Madmoisell.com an. Sie hat den Nagellack auf der Tasse mit Porzellankleber und kurzem Einbrennen fixiert.

Ihr könnt die Tassen nun befüllen oder einfach so verschenken. Schaut mal hier:

  • Zucker verzieren
  • Kresse pflanzen im Töpfli – Anleitung

Tipp: Wenn ihr mehrere Tassen bemalen möchtet (z.B. als Weihnachtsgeschenk – „Hint“😜) reinigt bitte die Wasseroberfläche zuerst von den „alten“ Rückständen und gebt erst danach wieder Nagellack ins Wasser!

Gefällt Euch die Seite? Habt ihr den Basteltipp ausprobiert? Dann freu ich mich wenn ihr uns folgt und die Beiträge teilt!

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Tassen kreativ gestalten: 3 ausgefallene DIY-Ideen für Nullachtfünfzehn-Tassen

Gepostet am Sep 12, 2017

Egal, ob Sie Kaffee- oder Teeliebhaber sind, Sie benutzen sie sicherlich fast täglich am Morgen: eine Tasse. Die Bloggerin Sabine Güllich hat uns in einem Interview verraten, was man alles aus einer Nullachtfünfzehn-Tasse machen kann und wie Sie jede schlichte Tasse ganz einfach zuhause aufhübschen können. Wir haben drei kreative DIY-Ideen für Tassen zusammengestellt, die Sie unbedingt ausprobieren sollten.

Was kann man mit Nullachtfünfzehn-Tassen alles machen?

Tassen sind wunderbare Alltagsgegenstände, mit denen Sie zahlreiche DIY-Möglichkeiten haben. Deswegen sollten und müssen Tassen eines niemals sein: nämlich langweilig. „Man kann ihnen eine ganz persönliche Note geben. Und man kann schnell ein hübsches und personalisiertes Mitbringsel für die beste Freundin, die Mama oder Oma selbst herstellen“, sagt die Bloggerin Sabine Güllich.

Sabine Güllich hat mit Tassen schon so einiges ausprobiert. „Man kann Tassen besonders gut bemalen oder beschriften. Handlettering ist ja gerade voll im Trend. Also einfach Stifte und Tassen kaufen und loslegen“, erklärt die Bloggerin. Beim Handlettering werden Buchstaben kunstvoll eingesetzt und mit Linien oder Schnörkeln verziert. In jedem Bastelshop gibt es dazu sogenannte Porcelain Painter. „Das sind Filzstifte, mit denen man problemlos auf Tassen schreiben und malen kann. Eine andere Möglichkeit ist die Nagellack-Variante. Damit kann man wunderbar marmorierte Muster auf die Tassen zaubern“, sagt Sabine.

How-to: Tassen mit Nagellack marmorieren

Wenn Sie eine Tasse mit Nagellack marmorieren möchten, brauchen Sie in jedem Fall eine weiße, schlichte Tasse. Außerdem sollten Sie sich eine kleine Wanne mit Wasser und Nagellack bereitstellen. „Hier kann man besonders gut ältere Lacke verwenden, die einem nicht mehr gefallen. Nur zu alt und zu zäh sollte der Lack nicht sein“, rät die Bloggerin.

Tassen kann man ganz wunderbar mit Nagellack marmorieren und individuell gestalten.

So geht’s ganz einfach

Die Tassen müssen vor dem Marmorieren sauber und fettfrei sein. Spülen Sie deshalb Ihre Tasse vorher gut mit ausreichend Spülmittel. „Den Nagellack kippt man dann vorsichtig in die Wasserwanne. Wenn man verschiedene Farben zusammenschüttet, ist ein Schaschlik-Spieß hilfreich. Damit kann man die Farben ein wenig durcheinander wirbeln“, erklärt Sabine Güllich. Haben Sie das vorbereitet, können Sie auch gleich loslegen und Ihre Tasse in die Wasser-Nagellack-Wanne tunken. „Ich habe darauf geachtet, dass der Nagellack nicht die ganze Tasse überzieht. Dort, wo ich aus der Tasse trinke, wollte ich keinen Nagellack haben.“

Nach dem Tunken müssen die Tassen trocknen. „Ich habe eine von meinen selbst gestalteten Tassen in die Spülmaschine gestellt. Das ging leider nicht gut aus“, sagt Sabine. „Deswegen spüle ich meine Nagellack-Tassen immer mit der Hand.“

Muster und mehr

Wenn Sie zusätzlich zur farbenfrohen Marmorierung auch noch ein bestimmtes Muster auf Ihrer Tasse haben möchten, hat Sabine folgenden Tipp: „Wenn man zum Beispiel ein Herz oder einen Buchstaben in die Marmorierung integrieren möchte, kann man dazu ganz wunderbar Bucheinbandfolie nutzen.“ Sie müssen einfach das gewünschte Muster ausschneiden und auf die Tasse kleben. Tunken Sie dann Ihre Tasse in die Wasser-Nagellack-Mischung und ziehen Sie nach dem Trocknen die Folie wieder ab. Und schwuppdiwupp: zurück bleibt zum Beispiel ein weißes Herz.

Mit Bucheinbandfolie können Sie zusätzlich Muster gestalten und die Marmorierung aufpeppen.

Sabine Güllich betreibt seit zehn Jahren leidenschaftlich den Blog was eigenes. Das ist jedoch weder ein DIY-Blog, noch ein Food-, Näh-, Travel- oder Foto-Blog. Sondern: Dort gibt es von allem ein bisschen.

Sabine Güllich schreibt und macht, wonach ihr gerade der Sinn steht. Ihr Blog ist ein wunderbares Sammelsurium und eine bunte Mischung an kreativen Ideen, die zum Nachmachen verleiten.

How-to: Tassen kreativ bemalen

Eine weitere Möglichkeit – wohl eher die Königsdisziplin – ist das Bemalen der Tasse. Hier können sich kreative Köpfe mit Stift und Pinsel nach Lust und Laune austoben und malen, wie es ihnen gefällt. Es gibt so viele Motive wie Ideen und im Prinzip kann man sagen: Alles ist möglich. In diesem Sinne dürfen Sie Ihrer Kreativität freien Lauf lassen und gleich loslegen!

Mit Keramikmalfarben und einem weichen Haarpinsel können Sie ganz einfach Ihre Tassen nach Lust und Laune bemalen.

Das brauchen Sie dazu:

  • Tasse aus Porzellan oder Keramik
  • Porzellan- oder Keramikmalfarbe
  • Graphit-Kopierpapier
  • Bleistift
  • Weicher Haarpinsel
  • Äthanol
  • Sauberes Tuch
  • Backofen

Spezielle Keramik- oder Porzellanmalfarben bekommen Sie in jedem Bastelshop. Je nach Hersteller müssen Sie manche Farben bei circa 170 Grad im Backofen für eine halbe Stunde einbrennen lassen. Porzellanmalfarben auf Wasserbasis dagegen sind ohne Einbrennen nach 30 Minuten trocken und nach drei Tagen spülmaschinenfest.

Ein kleiner Tipp: Fall Sie beim Freihandzeichnen nicht so sicher sind, gibt es auch die Möglichkeit, sogenanntes Graphit-Kopierpapier zu verwenden. Damit können Sie Ihre Konturen auf die Tasse übertragen. Das funktioniert, indem man das Graphitpapier mit der beschichteten Seite auf die Tasse und das ausgedruckte Motiv darüber legt. Jetzt können Sie die Formen mit einem Bleistift durchpausen und dann auf der Tasse mit den Porzellanmalfarben nachmalen. Ganz einfach, oder?

Wenn Ihnen aber doch einmal ein kleiner Fehler unterlaufen ist, können Sie diesen mit ein wenig Äthanol aus der Apotheke und einem sauberen Tuch entfernen. Die korrigierte Fläche sollten Sie aber, bevor Sie weiterarbeiten, mit Wasser und gegebenenfalls Spülmittel reinigen.

Im folgenden Teil zeigen wir Ihnen die schönsten Motive und Designmöglichkeiten für individuelle Tassen. Da sollte eigentlich für jeden Geschmack etwas dabei sein. Also: Lassen Sie sich gerne inspirieren!

Motive aus Kindertagen

Können Sie sich noch an Ihre Lieblingsserie aus vergangenen Kindertagen erinnern? Haben Sie jeden Sonntag die Lach- und Sachgeschichten der Sendung mit der Maus (und natürlich nicht zu vergessen: mit dem blauen Elefanten) gemeinsam mit Ihren Geschwistern gesehen? Oder waren Sie ein absoluter Fan von den Charakteren der Sesamstraße? Dann nichts wie los, denn diese bekannten Figuren werden sogar dem größten Morgenmuffel ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Und das Schönste daran ist: Sie haben keine Nullachtfünfzehn-Tasse aus einem x-beliebigen Souvenir-Shop, sondern ein ganz individuell gestaltetes Exemplar.

Ein Beitrag geteilt von Miss Kunterbunter ☕️🎨🌈 Marion (@miss_kunterbunter) am 22. Feb 2017 um 22:56 Uhr

Sternzeichen als individueller Eyecatcher

Sich das eigene Sternzeichen tätowieren zu lassen, war zwar gestern modern, ist jedoch heute wieder total aus der Mode gekommen. Auf einer Tasse dagegen machen sich Steinbock, Löwe, Skorpion und Co. besonders gut. Und der Vorteil liegt in diesem Fall ja auf der Hand: Sie wissen immer ganz genau, welche Tasse Ihnen gehört!

Wenn Sie für jedes Familienmitglied eine individuelle Kaffeetasse mit dem passenden Sternzeichen anfertigen möchten, haben Sie am Ende ein kreatives Sammelsurium an ganz verschiedenen Tassen, die Sie keinesfalls im Küchenschrank verstecken müssen. Sie eignen sich nämlich auch wunderbar zu Dekorationszwecken.

Ein Beitrag geteilt von Miss Kunterbunter ☕️🎨🌈 Marion (@miss_kunterbunter) am 31. Jul 2017 um 5:48 Uhr

Besondere Events festhalten

Ganz egal, ob Winteranfang, Muttertag oder eine Hochzeit: Es gibt viele besondere Events, die sich lohnen, auf einer Tasse festgehalten zu werden. Hierfür können Sie Bild und Schrift kombinieren oder lieber ganz auf visuelle Elemente setzen. Solche Tassen eignen sich nicht nur für Zuhause, sondern sind auch ein einzigartiges Geschenk. Und da Weihnachten ja sowieso schon wieder vor der Tür steht, können wir Ihnen nur raten: Unterm Christbaum sind zum Beispiel selbstbemalte Tassen im Winterlook ein ganz besonderes Highlight!

Ein Beitrag geteilt von Miss Kunterbunter ☕️🎨🌈 Marion (@miss_kunterbunter) am 25. Aug 2015 um 6:48 Uhr

How-to: Fototassen gestalten

Wenn Sie sich aber mit Stift und Pinsel nicht so geschickt fühlen, müssen Sie dennoch keinesfalls auf eine individuelle Lieblingstasse verzichten. Die Fototasse ist eine wunderbare Alternative, um eine persönliche Kaffee- oder Teetasse zu gestalten. Egal, ob Sie für sich selbst eine XXL-Tasse bedrucken lassen oder Ihrer Nichte zum Geburtstag eine Tasse mit Zaubereffekt schenken möchten, auch bei der Fototasse sind Ihnen gestalterisch keine Grenzen gesetzt.

Persönliche Bildmotive

Man kennt das ja: Seit frühesten Kindertagen hat man zusammen im Sandkasten gespielt, den ersten Schultag zusammen erlebt und den Abschluss gemeinsam gemeistert. Aber wie das Leben so spielt, trennen sich irgendwann die Wege: Die eine lebt nun in Berlin, die andere hat in München ihren Traumjob gefunden. Aber aus den Augen ist natürlich nicht aus dem Sinn. Man sieht sich zwar weniger als früher, die gemeinsame Zeit ist dafür aber umso intensiver.

Was kann es da Schöneres geben, als bereits am Morgen in das Gesicht der besten Freundin zu blicken. Ein Schnappschuss von der letzten Reise oder ein Foto aus alten Zeiten lässt sich wunderbar auf eine Fototasse drucken. Und der Anblick versüßt Ihnen garantiert den Start in den Tag. Oder zumindest Ihre erste Tasse Kaffee!

Ein Beitrag geteilt von Doreen (@dorina.bambina) am 9. Apr 2017 um 2:41 Uhr

Bleibende Urlaubserinnerungen

Urlaubszeit ist ja bekanntlich die schönste Zeit im Jahr. Und wo ging es bei Ihnen dieses Mal hin? Ans Meer? Oder an den Gardasee? Oder vielleicht auf einen bereichernden Städtetrip? Ganz egal, wo Sie Ihren Sommerurlaub verbracht haben, zu kurz sind diese Tage ja eigentlich immer. Damit Sie auch noch zuhause von der erholsamen Zeit zehren können, eignet sich Ihr liebstes Urlaubsmotiv besonders gut für einen Panorama-Druck. So haben Sie täglich die Möglichkeit, bei einer Tasse Kaffee oder Tee einmal innezuhalten, zur Ruhe zu kommen und den Alltag zumindest für ein paar Minuten hinter sich zu lassen.

Ein Beitrag geteilt von Sabine Funke (@inselbine) am 7. Apr 2017 um 10:32 Uhr

Erinnerungen festhalten

Sie haben es gesehen: Tasse ist nicht gleich Tasse. Ganz egal, ob Sie sich selbst kreativ ans Werk machen wollen und eine Tasse bemalen oder beschriften möchten, oder ob Sie lieber eine ganz individuelle Fototasse bedrucken lassen: Gestalterisch gibt es mit Tassen so viele Möglichkeiten, die jedem Geschmack gerecht werden. Bleibt nur noch zu sagen: Langweilige Nullachtfünfzehn-Tassen waren gestern. Gestalten Sie Ihre ganz persönliche Lieblingstasse online bei uns!

Ein kleiner Tipp: Wenn Sie so viele schöne Fotos aus dem letzten Urlaub mitgebracht haben, dass Sie sich gar nicht entscheiden können, welches Ihnen am besten gefällt, können Sie auch ganz einfach online einen Fotokalender erstellen oder ein umfassendes Fotobuch drucken lassen. So haben Sie lange etwas von Ihren vielen schönen Erinnerungen!

Wünscht Ihr Euch ein paar hübsche neue Tassen, aus denen der morgendliche Kaffee noch besser schmeckt? Sucht Ihr ein tolles Geschenk für eine liebe Freundin? Mit Nagellack könnt Ihr ganz leicht individuelle Tassen mit einem tollen Marmor-Effekt herstellen. Wir zeigen Euch verschiedene Varianten für das Marmorieren von Tassen mit Nagellack.

Das benötigt Ihr:

  • Nagellack
  • Reinigungsalkohol
  • Wattebausch
  • Plastikbehälter
  • Warmes Wasser
  • Zahnstocher
  • Weiße Tassen
  • Acryl-Spraylack
  • Optional: Etiketten, Malerkrepp, Schere, Cutter, Übertragungsfolie
  • Optional: Papieraufkleber, Übertragungsfolie (für Schriftzüge)

Variante 1: Die Mutter aller Marmor-Tassen

  • Bevor Ihr mit der Arbeit beginnt, solltet Ihr sicherstellen, dass die Tassen sauber sind und keine Fett- oder Schmutzreste aufweisen. Es reicht normalerweise, sie einfach zu spülen, Ihr könnt sie aber auch mit einem in Reinigungsalkohol getunkten Wattebausch säubern.
  • Euer Plastikbehälter sollte mindestens 12 bis 15 cm tief sein. Füllt ihn fast bis zum Rand mit warmem Wasser und gebt nun ein paar Tropfen Nagellack in der Farbe Eurer Wahl dazu. Verteilt den Nagellack im Wasser, indem Ihr das Fläschchen in Kreisen und Schleifen bewegt. Pustet ein bisschen, wie bei einer heißen Suppe, damit sich die Farbe noch besser verteilt.
  • Anschließend taucht Ihr die Tasse in das Wasser und dreht sie ein wenig. Um ein möglichst schönes Muster zu erzielen, solltet Ihr schnell arbeiten. Lasst die Tasse über dem Plastikbehälter abtropfen und stellt sie beiseite, damit sie trocknen kann. Marmoriert auf diese Art und Weise ein ganzes Tassenset!
  • Nachdem die Tassen getrocknet sind, könnt Ihr sie mit transparentem Acryllack versiegeln. Beachtet bitte, dass Eure Tassen nicht spülmaschinen- und mikrowellengeeignet sind. Das sollte dem Spaß aber keinen Abbruch tun!

Variante 2: Bunte Tassen in verschiedenen Farben

  • Einfarbig marmorierte Tassen sind schön, noch spezieller wird Euer Tassen-Look aber, wenn Ihr verschiedene Nagellackfarben miteinander kombiniert. Ihr geht genauso wie bei Variante 1 vor, nur dass Ihr mehrere Farben in das warme Wasser gebt und diese dann mit einem Zahnstocher vermischt.
  • Türkis und Aquamarin, Rot und Pink, Orange und Violett, Gold und Metallic-Blau – Euch stehen alle Farbkombinationen zur Auswahl und Ihr könnt Eurer Fantasie freien Lauf lassen!

Variante 3: Marmor und Motiv

  • Wollt Ihr Eure Tassen nicht nur mit einem individuellen Marmormuster, sondern auch mit bestimmten Motiven verzieren, benötigt Ihr zusätzlich Etiketten und Malerkrepp.
  • Zeichnet auf die Papieretiketten schöne Motive oder Formen, wie etwa Kreise, Quadrate und Herzen, und schneidet diese aus.
  • Zieht nun die Folie an der Rückseite der Etikette ab und klebt sie auf die Tasse. Klebt den Rest der Tasse so weit wie nötig mit Malerkrepp ab und tunkt die Tasse in die Wasser-Nagellack-Mischung.
  • Nachdem die Tasse getrocknet ist, zieht Ihr Malerkrepp und Etikettenpapier wieder ab und freut Euch über Eure schöne Motiv-Tasse.

Variante 4: Marmorierter Schriftzug

  • Ebenfalls eine gute Idee ist es, Tassen mit einem persönlichen Schriftzug zu verzieren. Ob ein „Guten Morgen!“ oder „Für die beste Freundin der Welt“ – eine solch individuell gestaltete Tasse ist ein ganz besonderes Geschenk, über das sich Eure Lieben bestimmt freuen werden. Doch wie bekommt Ihr den Schriftzug auf die Tasse?
  • Am Computer gestaltet Ihr eine Vorlage mit dem Spruch in einer passenden Schriftart. Druckt den Spruch nun auf das Etikettenpapier. In diesem Fall wählt Ihr DINA4 Blattetiketten.
  • Jetzt habt Ihr zwei Möglichkeiten: Entweder, Ihr schneidet mit dem Cutter die einzelnen Buchstaben aus und klebt die Etikette auf die Tasse, bevor Ihr sie in das bunte Wasser taucht. Wenn Ihr allerdings einen Negativ-Effekt erreichen wollt, müsst Ihr die einzelnen Buchstaben ausschneiden und auf die Tasse kleben. Es ist allerdings ganz schön schwer, die Buchstaben gerade und in den richtigen Abständen auf der Tasse anzubringen. Ihr müsst Euch aber keine Sorgen machen, es gibt nämlich einen tollen Trick! Erst einmal schneidet Ihr mit dem Cutter an den Außenlinien der Buchstaben entlang und entfernt das überflüssige Etikettenpapier. Anschließend greift Ihr zur Übertragungsfolie: Legt sie auf das Etikett und drückt sie gut an, damit die Buchstaben an ihr kleben bleiben. Zieht nun die Folie samt Buchstaben ab und entfernt das Papier an der Rückseite der Etiketten, damit Ihr die Buchstaben auf die Tasse kleben könnt. Legt nun die Übertragungsfolie samt den Buchstaben gerade ausgerichtet auf die Tasse und drückt sie gut an. Im letzten Schritt der Vorbereitung zieht Ihr die Übertragungsfolie vorsichtig ab.
  • Nun sind nur noch die Buchstaben auf der Tasse zu sehen. Taucht die Tasse in das Gefäß mit der Farbmischung, lasst sie gut trocknen und entfernt schließlich die Buchstabenaufkleber.

Farbenfrohes Handwerk – Papier marmorieren

Papier marmorieren ist eine uralte Technik, und dennoch ist dieses Handwerk bei jungen und älteren Künstlern beliebt. In dieser Anleitung zeigen wir, wie Papier marmorieren geht.

Eine kreative Bastelidee, die man gut mit Kindern umsetzen kann: Eine Frau setzt den Marmorgrund an zum Papier marmorieren. (Bild: sezer66/iStock, Thinkstock)

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Ein Gastbeitrag von Yvonne Tschopp*

Farben, die ineinander verlaufen, schwungvolle Formen, Fantasiewelten oder abstrakte Zeichnungen. Das kann beim Papier marmorieren entstehen. Sie müssen kein Picasso sein, um farbenprächtige Bilder zu schaffen. Beim Marmorieren geht es um Kreativität und Spass.

Das brauchen Sie

  • Marmorierfarben, zum Beispiel von Ascocolor
  • Marmoriergrund, zum Beispiel von Gelasco
  • Verdünner, zum Beispiel von Gelasco
  • Pipetten
  • Schwingbesen
  • Holzstäbchen
  • Ein Kamm
  • Ein flaches Becken mit Deckel, beispielsweise einen Rakobehälter von etwa 5 Zentimetern Höhe. Die Breite können Sie selbst bestimmen, je nach Grösse des zu marmorierenden Papiers.
  • Weisses Papier zwischen 120 und 220 Gramm/m2

Fantasievolle und farbige Muster entstehen durch das Papier marmorieren. (Bild: zVg, Weiss- und Schwarzkunst)

Vorbereitung zum Papier marmorieren

Den Marmoriergrund müssen Sie folgendermassen ansetzen: Etwa 5 Liter Wasser und 4 Esslöffel Gelascopulver ins Becken füllen. Mit dem Schwingbesen alles miteinander verrühren. Es wird einige Klumpen geben, die aber innerhalb 12 Stunden verschwinden. Am besten also den Marmoriergrund einen Tag vorher vorbereiten. Der Grund ist gebrauchsfertig, wenn das Wasser sich in eine glasklare, gelartige Masse verwandelt hat. Den Grund können Sie zwei bis drei Wochen im Behälter aufbewahren.

Der Marmoriergrund und die öligen Farben haben zwar keine Tendenz zu spritzen, trotzdem empfehlen wir Ihnen, eine Schürze zu tragen. Die Farben sind nicht wasserlöslich, darum lassen sie sich nur mit Aceton wieder entfernen. Arbeiten Sie neben einem Wasserhahn und legen Sie ein Becken sowie eine flache Platte in der Grösse Ihres Papiers oder einen Rako-Deckel bereit.

So geht es

Schritt 1: Um die Farben tropfenweise auf den Marmoriergrund zu geben, verwenden Sie Pipetten. Bei einer Grösse von A4 benötigt ein kräftiges Bild mit drei Farben etwa 5 Tropfen pro Farbe. Zuviel Farbe sinkt und kommt später unkontrolliert wieder hoch. Mit weniger Farbe entsteht ein Pastell-Bild. Interessant ist, dass sich nicht jede Farbe gleich verhält. Blau und Gelb verteilen sich sofort auf der ganzen Fläche. Violet wächst langsam, andere Farben ergeben nur einen Punkt.

Schritt 2: Mit den Holzstäbchen oder einem Kamm zeichnen Sie Muster. Mit dem Kamm sollte man sorgfältig und langsam arbeiten, damit sich die Farben nicht allzu stark mischen. Ansonsten wird alles braun und grau. Mit dem Holzstäbchen können Sie schnelle Bewegungen machen, so entstehen schwungvolle Muster, die sich auf dem Grund selber weiter drehen. Seien Sie kreativ, aber versuchen Sie, Luftbläschen zu vermeiden.

So legen Sie das Papier in die Marmorierschale. (GIF: henryherbert.net)

Schritt 3: Nun zum Werkstoff, den es zu marmorieren gilt. Verwenden Sie das vorbereitete Papier von 120 bis 220 Gramm pro Quadratmeter. Zu leichtes Papier verzieht sich sofort, zu schweres lässt sich nicht schön biegen. Legen Sie es von einer Ecke aus langsam abrollend auf den Mamoriergrund. Es dürfen keine Luftbläschen zwischen Papier und Grund kommen, weil an diesen Stellen die Farbe nicht aufs Papier gelangt. Alle Ränder und Ecken sorgfältig ausstreichen. Zu beachten ist, dass die Farbe möglichst nicht auf die Rückseite des Papiers schwappt, ansonsten sieht es unsauber aus.

Schritt 4: Nun nehmen Sie das Papier vorsichtig raus und legen es mit der Farbe nach oben auf die vorbereitete Platte oder den Deckel. Mit der Brause die Farbe nur kurz abwaschen. Die Farbe ist unempfindlich, doch das Papier mag das lange Wasserbad nicht. Zum Trocknen legen Sie das fertige Papier auf ein Gitter oder einen Windelständer oder hängen es an einer Schnur auf.

Schritt 5: Wenn das Papier trocken ist, können gewellte Stellen auftreten. Um diese zu glätten, verwenden Sie eine Bügelpresse oder ein Bügeleisen. Dazu legen Sie das Papier auf einen Filz und darüber ein Tuch.

Zur Person

* Die Gastautorin Yvonne Tschopp ist Mitglied des Vereins Weiss- und Schwarzkunst. Sie ist gelernte typografische Gestalterin und arbeitete mehrere Jahre in typografischen Ateliers und in der Druckvorstufe bei Zeitungsverlagen. Der Verein Weiss- und Schwarzkunst bietet im eigenen Atelier in Hochdorf (LU) Kurse rund um das Kunsthandwerk mit Papier an. Der Verein bietet neben den Handwerkskursen auch Führungen durch die traditionelle Buchdruckwerkstatt an, wo man alles über die Handsetzerei und Zeilengiessmaschine lernt. Die Mitarbeiter von Weiss- und Schwarzkunst kommen aus der grafischen Branche und kommen aus unterschiedlichen Generationen. Mit dem Verein wollen sie das alte Wissen rund ums Papier und die Papierverarbeitung aufrechterhalten und weitervermitteln.

Ihr liebt Marmor genauso wie ich? Dann habe ich heute das richtige DIY für euch! Ich zeige euch nämlich, wie ihr super einfach Papier marmoriert. 🙂 Irgendwie weckt bei mir alles mit Marmormuster “Haben-Wollen”-Reize. Und dass, obwohl der Marmor-Trend ja eigentlich schon einige Jährchen alt ist.

Kürzlich bin ich beim Stöbern auf Pinterest über ein richtig geniales DIY Tutorial einer amerikanischen Bloggerin gestolpert. Die Bloggerin verwendet Rasierschaum und Tinte, um damit Papier zu marmorieren. Anfangs konnte ich gar nicht glauben, dass man mit Rasierschaum wirklich ein schönes Marmormuster erzeugen kann. Ihr kennt das bestimmt, auf Blogs oder auf YouTube sieht immer alles so leicht und toll aus, und Zuhause will es dann doch nicht gelingen. 😉 Das dachte ich mir bei diesem DIY Tutorial ehrlich gesagt auch und hab es deshalb kurzerhand für euch ausprobiert. Siehe da: Die Rasierschaum-Technik funktioniert tatsächlich, ist super leicht nachzumachen und macht einfach unheimlich Spaß!

Ich muss übrigens gestehen, dass ich für mein DIY Tutorial den Rasierschaum meines Freundes benutzt habe… Ihr wisst ja, Alex ist kein so großer DIY-Fan wie ich und seine Begeisterung hat sich anfangs in Grenzen gehalten. Er dachte sich bestimmt “Ach ne, jetzt wird mein heiliger Rasierschaum für dubiose DIYs benutzt!”. Als ich ihm dann aber mein erstes Marmor-Ergebnis gezeigt habe, war er so Feuer und Flamme, dass ich gleich seine ganze Flasche Rasierschaum benutzen durfte! 😀 An dieser Stelle also ein Dankeschön an Alex, der seinen Rasierschaum freiwillig geopfert hat! <3

Also Freunde: Ran an den Rasierschaum! 🙂

DIY Anleitung: Papier mit Rasierschaum marmorieren

Material:

  • Rasierschaum
  • Lebensmittelfarbe, Tinte oder flüssige Acrylfarbe in pink und blau
  • Einen großen Teller
  • Grußkarten und Briefumschläge
  • Ein Stäbchen oder Zahnstocher

So geht’s:

  1. Besprüht euren Teller mit Rasierschaum und streicht diesen schön glatt.
  2. Jetzt tropft ihr die Lebensmittelfarbe, Tinte oder Acrylfarbe gleichmäßig verteilt auf den Schaum. Ich habe übrigens alle Varianten probiert und kann euch deshalb aus Erfahrung sagen, dass die Marmor-Technik mit vielen Farben funktioniert. Mit Lebensmittelfarbe wird das Marmor-Muster etwas kräftiger, dafür lässt sie sich schlechter dosieren. Bei flüssiger Acrylfarbe braucht man recht viel, kann die Farben aber besser mischen. Tinte ist wohl die beste Option, leider habe ich hier wenig schöne Farben gefunden und finde den Preis von um die 8€ für ein Tintenfass auch etwas teuer (Lebensmittelfarbe kostet zB. nur 2€). Im Beispiel oben habe ich übrigens Lebensmittelfarbe verwendet.
  3. Vermischt die Tropfen mit einem Stäbchen, bis ein gleichmäßiges Marmor-Muster entstanden ist. Achtung: Nicht zu viel mischen, denn sonst habt ihr nachher farbigen Einheitsbrei! 😉
  4. Nun nehmt ihr eure Briefumschläge/Karten zur Hand. Damit nachher nicht der gesamte Umschlag farbig ist, habe ich einen Teil mit Klebeband (am besten Kreppband) abgeklebt.
  5. Taucht die Karte oder den Briefumschlag durch den Marmor-Schaum und zieht dann mit einem kleinen Brett oder Lineal den Schaum ab. Tadaaa! Ihr werdet über das schöne Marmormuster staunen!

Love,

{Zwergenzeit: } Marmorieren mit Rasierschaum

Ich weiß ja nicht, wie es Euch geht, aber Marmorieren hatte bisher für mich immer irgendwie was von 90er Jahre Bastel-Nachmittag in der katholischen Landjugend (Ich spreche aus Erfahrung). Seit gut einem Jahr ist aber Marmor oder Marmor-Optik ja wieder so was von angesagt, dass es von Marmor-Schneidebrettchen, Marmor-Aufkleber zur Verschönerung von Laptop-Deckeln, Marmor-fucking-everything nur so wimmelt.

Gefallen hat mir davon nichts. Aber wie sagte mal eine Freundin von mir, als ich ihr mein Leid („Unsere Buchetreppe passt so gar nicht zum Eiche-Boden *heul*“) klagte? „Des sicht si schee“. Und sie hatte recht! Das wird schön, je mehr man es sieht. Heute stört mich das Buche-Eiche Dilemma gar nicht mehr. Und Marmor ist plötzlich auch gar nicht mehr so schlimm… 😉

Da trifft es sich ja ganz gut, dass wir in den letzten Wochen von diversen Viren, Streptokoggen-Bakterien und sonstigen Gemeinheiten bombardiert wurden. Irgendwie müssen die geplagten Zwerge ja in den Fieberpausen beschäftigt werden. Und so haben wir unter anderem eine Rasierschaum-Papier-Farben-Schlacht veranstaltet.

Marmorieren mit Rasierschaum macht so viel Spaß! Und das Ergebnis ist wirklich toll – von kräftigen Farbwirbeln bis zu ganz zarten Abstufungen ist alles möglich. Das werden wir bestimmt ganz bald wieder ausprobieren!

Und das brauchst Du zum Marmorieren mit Rasierschaum:

  • Flache Schale o.ä. (bei mir eine alte Auflaufform)
  • Rasierschaum zum Sprühen
  • flüssige Kosmetik-Pigmente (bei mir Blau und Gelb von DM)
  • sehr dickes Papier (beim ir Aquarellpapier)
  • evtl. Maler-Kreppband zum Verstärken der Ränder, falls sich das Papier zu sehr wegen der Feuchtigkeit rollt
  • Geodreieck oder Lineal
  • Zahnstocher o.ä.
  • Rolle Küchentücher

Und so geht’s:

Rasierschaum großzügig in der flachen Schale verteilen, 4-5 Spritzer je Kosmetikpigment drauf tropfen und mit einem Spatel verstreichen. Für den Marmor-Effekt zieht man nun einen dünnen Holz-Spieß langsam durch die Schaumberge und verzieht dabei die verschiedenen Farbflächen. (Wie beim Marmor-Kuchen). Wenn das Muster gefällt, wird einfach das Papier vorsichtig oben drauf gelegt und leicht angestrichen, damit auch überall die Farbe haften bleibt. An einer Ecke das Papier anheben und vorsichtig abziehen.

Das Blatt wird nun auf ein paar ausgebreitete Küchentücher bugsiert und -jetzt kommt’s- dann wird der bunte Schaum mit einem Lineal oder Geodreieck einfach mit etwas Druck weg geschoben. Ich finde das Ergebnis unglaublich!! Jede Einzelheit des Musters ist perfekt auf das Papier übertragen worden. Ist das nicht irre?

Übrigens: Je öfter man den Vorgang wiederholt, um so pastelliger und zarter werden die Muster. I like! Was die beiden Rabauken dann im nächsten Schritt mit den marmorierten Papieren gemacht haben, zeige ich Euch nächste Woche!

♥♥♥

Euch erstmal ein schönes Wochenende & habt es schön!

Holztablett mit Nagellack aufpeppen

Material:

  • 2 Holztabletts Natur, unbehandelt (15 x 15 x 3 cm)
  • 1 Holzschatulle Natur, unbehandelt (11,5 x 11,5 x 11,5 cm)
  • Nagellack in 3-4 verschiedenen Magentatönen

Werkzeug:

  • Masking Tape
  • Kordel
  • Bohrmaschine

So wird’s gemacht:

1. Schauen Sie zuerst, welche Farbe Sie kombinieren möchten und wie viel Nagellack Sie zur Verfügung haben. Für große Flächen benötigten Sie sehr viel Lack, für kleine Kanten und Muster wenig.

2. Kleben Sie mit Masking Tape die Stellen ab, die Sie verschönern wollen. Das Klebeband fest auf das Holz drücken und die Flächen lackieren.

3. Falls Sie mit dem Pinsel des Nagellackfläschchens den Lack im unteren Teil der Flasche nicht mehr erreichen, dann schütten Sie den Lack direkt aus der Flasche auf die zu bemalende Fläche und verteilen Sie ihn. Sie werden sich wundern, wie viel Restnagellack noch vorhanden ist.

4. Anschließend lassen Sie die lackierten Holzobjekte an einem separaten, staubfreien Platz ein paar Stunden trocknen.

5. Nun das Masking Tape von allen Flächen abziehen und in die Seite eines der beiden Holztabletts zwei Löcher bohren, damit hier die gedrehte Schnur durchgezogen werden kann.

6. Je einen Knoten in jedes Ende der Kordel und schon können Sie das Tablett wie ein kleines Regal an die Wand hängen. Fertig!

How-Tuesday: DIY-Marmorieren

Egal ob du eine erfahrene Kunsthandwerkerin bist, die mal wieder etwas Neues ausprobieren möchte oder ein Neuankömmling auf der Suche nach dem passenden Ventil für deine kreative Energie – beim Erlernen eines neuen Handwerks gilt: Wenn nicht jetzt, wann dann? In der Serie „Von Experten lernen“ fragen wir Etsy-Verkäufer, die reichlich Erfahrung und Inspiration mitbringen, nach ihren Tipps für Anfänger.

„Marmorieren ist eine ausdrucksstarke Kunstform“, sagt die New Yorker Textilkünstlerin Natalie Stopka, Inhaberin und Designerin des Shops Natalie As Is. „Jeder Druck ist gewissermaßen die Krönung einer Mini-Performance, bei der Künstler mit dem flüssigen Medium interagieren und so ihre Persönlichkeit zum Ausdruck bringen.“ Dieser interaktive, individuelle Aspekt des Marmorierens – und die unvermeidlicherweise einzigartigen Resultate, die sie produziert – ist genau das, was Künstler wie Natalie anspricht, die ihren Shop mit Seidenbändern, Schals, Tage- und Gästebüchern sowie Tischtüchern mit Wirbelmustern füllt. Das erklärt auch, warum Marmorieren seit Jahrhunderten als Wasserzeichen und zum Schutz vor Fälschungen genutzt wird (denn kein Design sieht exakt wie ein anderes aus). Zunächst benutzte man die Technik für die Verzierung von Umschlägen seltener, kostbarer Büchern, später war es eine wunderbar dekorative Auskleidung von Schubladen, Truhen und Ähnlichem.

Während das Verfahren je nach Tradition (und Material) verschieden ist, bleibt die Grundidee dabei Muster zu kreieren – und zwar mit Farbe oder anderen Pigmenten, die auf der Oberfläche einer Wanne voll Wasser schwimmen (das oft mit einem Verdickungsmittel behandelt wird). Die Muster werden dann auf ein Stück Papier, Stoff oder einen anderen Gegenstand übertragen, dessen Oberfläche präpariert wurde, um den Farbstoff aufzunehmen und zu binden. Diese Prozedur ist von Natur aus experimentell und bietet praktisch unendlich viele Möglichkeiten für zunehmende Komplexität – und glückliche Zufälle. „Die Technik des Marmorierens ist für viele Persönlichkeitstypen geeignet – ob du nun improvisierst, spontan arbeitest oder eher geduldig, abstrakt oder willkürlich. Jedoch ist es definitiv kein Kunsthandwerk für Detailversessene“, sagt SilksByLucia-Designer Lucille Scelfo. Sie ist Autodidaktin und kann auf zwei Jahrzehnte Marmorier-Erfahrung zurückblicken. „Die Marmorierung hat ein Eigenleben und kann nur bis zu einem gewissen Punkt kontrolliert werden“, sagt sie.

Bist du bereit, loszuwirbeln? Dann lies weiter und erfahre, wie du dein Projekt auswählst, dein Material einkaufst und gängige Stolperfallen vermeidest.

Such dir ein Projekt aus

Erfahrene Kunsthandwerker können Kleidung, Wohnaccessoires und sogar Gitarren (!) marmorieren. Aber für ein erstes Erfolgserlebnis solltest du dir ein einfaches Projekt aussuchen. „Papier zu marmorieren ist für den Anfang am leichtesten“, sagt Heidi Reichenbach Finley von Marbling Supplies. „Lesezeichen, Tischsets und Origami- oder Scrapbook-Papier – was immer dir gefällt – sind ganz einfach herzustellen.“ Außerdem ist es einfacher, billiger und nicht so zeitaufreibend, mit Papier anstatt mit Stoff zu arbeiten, sagt Etsy-Mitarbeiterin (und Haus-Marmorier-Expertin) Clare McGibbon. „Du kannst mit Farben und Mustern, die dir gefallen, auf Papier experimentieren und später mit Stoffen und anderen Materialien weitermachen“, rät sie.

Trotzdem musst du auch für einfache Papierprojekte etwas Zeit und Material investieren. Deswegen bietet es sich an, ein paar Freunde zum Marmorieren einzuladen, damit sich die Anschaffung und Aufbauarbeiten auch lohnen. „Das Marmorierverfahren besteht aus vielen verschiedenen Schritten, deswegen lohnt sich der Aufbau nur, wenn du mindestens 12 Projekte hast. Ansonsten ist die Sache nicht rentabel“, sagt Lucille. Und du weißt, was das heißt: Marmorier-Party! Es ist ein Kinderspiel, inspirierende Anleitungen für’s Papier-Marmorieren zu finden: A Beautiful Mess, Martha Stewart, DesignSponge, HonestlyWTF und Food52 sind tolle Beispiele für inspirierende Projekte mit detaillierten Beschreibungen. Und sobald du bereit bist, das Marmorieren von Stoffen anzupacken, kannst du dir Etsys eigene Schritt-für-Schritt-Anleitung für einen Seidenschal mit Marmor-Optik anschauen.

Lerne, Stoffe zu marmorieren – mit Etsys exklusiver Anleitung.

Wähle deine Materialien

Bevor du deine erste Flasche mit Farbe kaufst, lies die Anleitung für das Projekt, das du dir ausgesucht hast, sorgfältig durch, um sicherzugehen, dass du alles mit nach Hause bringst, was du brauchst (und nichts, was du nicht brauchst). Jetzt wo das gesagt ist, haben unsere Profis ein paar allgemeine Tipps für Anfänger, wenn es um Materialbeschaffung geht.

Normales Papier tut es auch. „Das beste Papier für den Anfang ist ganz normales Bastelpapier“, sagt Clare. Du kannst es vor dem Gestaltungsprozess mit einem schnelltrocknenden Alaunspray präparieren. Ein Papierset mit ein paar hellen Farbtönen ist nützlich, weil später die Farben, die den stärksten Kontrast zum Papier haben, am deutlichsten sichtbar sind.

Dünn ist IN (jedenfalls für Farben). „Informiere dich online über Acrylfarbe, die möglichst dünn ist“, rät Clare. Sie bevorzugt die Marke Apple Barrel. „Die Konsistenz sollte die von Vollmilch sein.“ (Farbe, die zu schwer ist, bricht durch die Oberflächenspannung des Wassers und sinkt auf den Boden der Wanne.) Falls deine Farbe am Ende trotzdem zu dickflüssig ist, brauchst du dir keine Sorgen zu machen: Du kannst Acrylfarbe mit Wasser mischen, um die richtige Konsistenz zu bekommen.

Ein Set zu kaufen, lohnt sich. „Da das Marmorieren nicht so kommerziell ist wie zum Beispiel Stricken oder DIY-Perlenschmuck, rate ich meist, ein Set zu kaufen“, sagt Heidi. „Ein Set für etwa 13 Euro aus dem Bastelladen enthält eine allgemeine Anleitung – etwa so wie die Topflappen-Rahmen, mit denen du Weben lernen kannst.“ Clare stimmt zu: „Wenn du gerade erst anfängst, können die einzelnen Materialien teuer sein und da kommt schnell eine hübsche Summe zusammen. Ich empfehle sich mit Freunden zusammenzutun und gemeinsam an Projekten zu arbeiten oder ein Set zu kaufen, um Geld zu sparen.“

Wähle deine Wanne klug. „Die Größe des Produktes, das du marmorieren möchtest, wird durch die Größe deiner Wanne bestimmt“, sagt Clare. Such dir einen Behälter aus, dessen Öffnung (und somit die Oberfläche des Wassers, mit dem du es füllst) mindestens so groß ist wie das Stück Papier oder Stoff, das du marmorieren möchtest. Eine gute Option ist ein großer Aufbewahrungsbehälter aus Plastik, wie die, die man unters Bett schieben kann. Er sollte etwa 15 cm tief sein. „Und benutze einen hellen Behälter, damit du die Farben deines Designs beim Arbeiten erkennen kannst.“

Experimentiere mit Zubehör. In Läden werden als Marmorierzubehör Pinsel, Kämme und andere Werkzeuge verkauft, mit denen man in der Farbe kompliziertere Muster gestalten kann. Aber es ist ebenso einfach, dir selbst ein paar Werkzeuge herzustellen. „Manche Leute machen gern ihre eigenen Pinsel“, sagt Clare. „Ein häufig verwendeter Pinsel sieht aus wie ein kleiner Besen, den du herstellst, indem du ein paar natürliche Borsten zusammenbindest. Du kannst dir auch einen spezialgefertigten Kamm machen, der genau auf die Breite deiner Wanne passt, indem du ein paar Zahnstocher an einem Lineal oder einem Stück Holz befestigst“, sagt sie. Selbst eine Zahnbürste kann gute Dienste leisten: Tauche sie einfach in die Farbe ein und streiche mit einem Finger über die Borsten, um einen gesprenkelten Effekt zu erzielen.

Anfängerfehler (und wie du sie vermeidest)

Lerne die Grundlagen. „Mir sind zwei Hauptprobleme aufgefallen: Wunder bei minderwertigem Material zu erwarten und zu glauben, man könne sofort ein Experte sein“, sagt Heidi. „Um das zu vermeiden, solltest du zunächst die Grundlagen lernen. Das heißt: lesen (How to Marbleize Paper von Gabriele Grunebaum ist mein Lieblingsbuch für Anfänger), einen guten Lehrer oder Mentor finden, der dir etwas beibringt und/oder Geld in hochwertige Marmorierfarbe und -materialien investieren, bei denen Anleitungen beiliegen. YouTube ist dafür auch eine sehr gute Quelle: Es gibt immer jemanden, der neue Werkzeuge benutzt oder sich neue Techniken ausdenkt und diese Information mit anderen teilt“, sagt Heidi. Außerdem rät Lucia, die ganze Bandbreite von Wissen, das bereits existiert, zu durchforsten: „In älteren Büchern kannst du viel über die Wissenschaft und die Geschichte des Marmorierens entdecken. So bekommst du eine neue Perspektive auf das Kunsthandwerk und seine Entwicklung und lernst, beides zu schätzen. Neuere Bücher und YouTube-Filme hingegen sind gut für moderne Techniken.“ Das klingt nach ziemlich viel Lernen für eine eigentlich eher freie Kunstform, aber es lohnt sich. „Etwas über die wesentlichen Techniken und die chemischen Grundlagen des Kunsthandwerks zu lernen hat mich von der Frustration der ersten Versuche befreit – meistens jedenfalls“, sagt Natalie. „Seitdem konnte ich meine eigene Ästhetik entwickeln und etwas mutiger beim Experimentieren werden.“

Bleib nah dran und arbeite schnell. „Wenn du Farbe zu langsam hinzugibst, dann fängt sie an, zu sinken – du musst schnell und entschlossen arbeiten“, sagt Clare. „Und bleib eine Handbreit über der Wasseroberfläche, wenn du Farbe hineintropfst, sonst kann sie die Oberflächenspannung durchbrechen und ebenfalls sinken. Anstatt Farbe von hoch oben runter zu kippen, tu ein bisschen Farbe auf einen Pinsel und tropfe, tupfe oder schnipse sie auf die Wasseroberfläche“, rät sie.

Finde dein Gleichgewicht. „Es passiert ganz leicht, dass man zu wenig oder zu viel Farbe benutzt“, sagt Clare. „Wenn du zu wenig benutzt, dann haben deine Farben Pastelltöne oder sind eher fad. Viele Leute nehmen erst zu wenig Farbe – und dann machen sie das genaue Gegenteil und übertreiben es. Durch Übung und Erfahrung lernst du, die goldene Mitte zu finden.“

Benutze nicht alle Farben des Regenbogens auf einmal. Obwohl es sehr verlockend sein kann, bei den ersten Projekten gleich deine gesamte Farbpalette auszuprobieren, zahlt sich Zurückhaltung aus. „Die Leute wollen oft zu viele Designs auf einem einzigen Druck unterbringen, aber mit vielen verschachtelten Designs und Mustern sieht ein Druck überladen aus“, sagt Clare. „Wenn du anfängst, dann arbeite erst mal mit zwei bis vier Farben bis du den Dreh raus hast. Und wenn du dich dann entscheidest, noch mehr Muster auf einem Stück aufzutragen, nutze einige von denselben Farbe noch einmal“, rät sie.

Tunke zuerst in die Mitte. Wenn du das Papier auf die Wasseroberfläche hinunterlässt, dann stell dir ein lächelndes Gesicht vor, keinen Regenbogen. „Halte das Papier mit den Händen an beiden Enden fest und bringe es in die Form eines Us. Dann tauche zuerst die Mitte des Blattes ein“, sagt Clare.

Bereite einen Ort vor, wo deine Drucke trocknen können. Ob du deine Stücke flach auslegen oder zum Trocknen aufhängen möchtest, eins solltest du nicht tun: Mit einem nassen Kunstwerk in den Händen hektisch nach einem Aufbewahrungsort suchen. Weil marmoriertes Material ziemliche Flecken machen kann (und auch sehr rutschig ist), solltest du sowohl deine Arbeitsfläche als auch deine Trockenstation mit einer Plastikplane oder großen Blättern aus dickem Packpapier abdecken, die du hinterher leicht wegräumen kannst.

Zusatztipps

„Nachdem ich die europäische Tradition des Marmorierens mit seinen förmlichen Mustern studiert hatte, bin ich zurückgekehrt zum japanischen Suminagashi, das ich zuerst in der Sekundarschule kennengelernt hatte“, sagt Natalie. „Weil Suminagashi im Buddhismus entwickelt wurde, ist die Rolle des Künstlers verhältnismäßig passiv. Anstatt sich auf das Muster zu konzentrieren, dass sie produzieren möchten, stellen die Suminagashi-Künstler alle Materialien für das Marmorieren bereit und schaffen die Bedingungen, in denen sie sich ausdrücken können. Für mich ist diese Einstellung mit größerer Freiheit verbunden und mit weniger Verdruss im Arbeits-Studio, egal mit welchen Pigmenten und mit welchem Stil ich gerade arbeite.“

„Eine der Sachen, die beim Marmorieren so toll sind, ist, dass du es nicht kontrollieren kannst“, sagt Clare. „Es ist faszinierend zuzuschauen, wie die Farbe sich auf der Wasseroberfläche bewegt und egal wie sehr du probierst, sie zu kontrollieren, du kannst es einfach nicht – das ist schon fast eine Lektion fürs Leben. Man lernt, loszulassen und man lernt, wann man aufhören muss. Du darfst die Sache nicht zu weit treiben; du musst die Technik kennen lernen, aber auch ihre Grenzen.“

„Beim Marmorieren habe ich gelernt, mein kreatives Gefühl nie zu ignorieren“, sagt Heidi. „Das ist diese kleine Stimme, die sich zu den unpassendsten Momenten meldet und sagt: ‚Was würde passieren, wenn du jetzt gelb anstatt blau nimmst?‘ Ich habe verstanden, dass (sobald du die Grundprinzipien gelernt hast) es eigentlich keine Regeln gibt. Das hat mir die Freiheit gegeben, unglaubliche Entdeckungen zu machen.“

Farbentaumel Papier marmorieren


Du brauchst dazu folgende Materialien:

– handelsübliches 80 g-Papier
– Ölfarbe
– Tapetenkleister
– Terpentin/Terpentinersatz
– Haushaltseimer
– flache Schalen in ausreichender Größe
– Pipette oder Spritze
– Zahnstocher/Schaschlikspieß/Gabel
– alte Löffel oder Holzspatel
– Untertassen/Schälchen zum Anrühren der Farben
– Küchenkrepp
– altes Küchentuch

1. Je nachdem wie groß die Papierzuschnitte sind, die Ihr marmorieren wollt, müsst Ihr Euch auf die Suche nach flachen Schalen machen, in die das Papierformat locker hineinpasst. Zum Rand sollten noch mehrere Zentimeter Abstand sein, damit man das fertig marmorierte Papier gut an zwei Ecke greifen und herausziehen kann.
Wir haben übrigens im Format DIN A4 und DIN A6 und mit unserer großen Keramikauflaufform gearbeitet.

2. Nachdem man alle Materialien beisammen hat, wird in einem Eimer ein Wasser-Kleister-Gemisch angerührt.
Ich habe auf 5 Liter Wasser 3 Esslöffel Tapetenkleisterpulver gegeben. Mit einem Stock oder Kochlöffel gut umrühren, 3 bis 4 Minuten stehen lassen und dann noch einmal gründlich umrühren. Das Gemisch dann 20 Minuten ruhen lassen. Nach Ablauf der Zeit ist das Gemisch gebrauchsfertig und kann vorsichtig in die flachen Schalen gegossen werden.

3. Nun geht´s ans Farbe anrühren!
Drücke dazu ein etwa haselnußgroßes Stück Ölfarbe aus der Tube auf eine Untertasse und verdünne die Farbe nun tropfenweise mit dem Terpentin oder dem Terpentinersatz. Vermische Farbe und Terpentin mit einem Holzspatel oder Plastiklöffel gut durch bis ein gerade noch festes, cremeartiges Farbgemisch ensteht. Die Farbe darf nicht zu flüssig sein!

4. Nimm nun mit einer Pipette/einer Spritze (ein Löffel tut´s aber auch) ein wenig von dem Farbgemisch auf und tropfe es vorsichtig auf das Wasser-Kleister-Gemisch in der Schale.

Faustregel 1: Sinkt der Tropfen zu Boden, muss noch ein wenig mehr Terpentin zur Farbe hinzugefügt werden.

Faustregel 2: Breitet sich die Farbe gar nicht aus, muss noch ein wenig Wasser zum Kleistergemisch gegeben werden.

Faustregel 3: Die zuletzt aufgetropfte Farbe verdrängt die vorherigen Farben. Das heisst also, dass die zuletzt aufgetropfte Farbe die dominanteste in der Marmorierung sein wird.

5. Ziehe sodann mit einem Zahnstocher/einem Schaschlikstäbchen/einer Gabel ein Muster durch den Farbauftrag, so dass eine Marmorierung entsteht.

6. Lege nun vorsichtig ein Blatt Papier auf die Farboberfläche, bis auf der Blattrückseite die Marmorierung zu erkennen ist. Das geht in der Regel ganz fix! Nimm dann das Blatt an einer der kurzen Seiten und ziehe es schnell nach oben heraus.

7. Lege das marmorierte Papier zum Trocknen auf eine glatte Oberfläche.

8. Ist das Papier nach dem Trocknen noch sehr wellig, einfach ein paar Bücher über Nacht drauflegen! 🙂

9. Wenn Du nun mit weiteren Farbkombis marmorieren möchtest und nicht mit den bereits aufgetropften, kannst Du überschüssige Farbe vom Kleistergemisch abnehmen, indem Du mit der Kante eines Papiers über die Oberfläche fährst.

10. Ganz WICHTIG, denn jetzt geht´s ans Saubermachen und Entsorgen:

Flüssige Ölfarbenreste nie in den Ausguss und nie in die Toilette schütten!

Alle benutzten Utensilien, an denen Ölfarbe klebt, sorgfältig mit Küchenkrepp sauber wischen. Sodann kann das Material gespült werden. Das Küchenkrepp mit den Farbresten gut trocknen lassen und dann im normalen Hausmüll entsorgen.

Tapetenkleister besteht aus Methylzellulose, einem ungiftigen, nicht allergenen und obendrein geruchsfreien Pulver. Reste des angerührten Wasser-Kleister-Gemischs können demnach in der Toilette entsorgt werden.

Oder aber man füllt unbenutzte Reste in eine PET-Flasche oder ein Einmachglas fürs Marmorieren Pt. 2. 🙂

P.S. Ich habe einmal gelernt, dass diese Methode aussschließlich mit Terpentin funktioniert. Grund genug, es diesmal mit Terpentinersatz zu versuchen. Hat geklappt. Filigraner wird´s allerdings mit Terpentin.


Dieses Material benötigst du:

  • Ölfarbe,
  • Papier,
  • Tapetenkleister,
  • Terpentin,
  • Terpentinersatz,
  • Wasser

Diese Werkzeuge brauchst du:

  • flache Schalen,
  • Gabel,
  • Haushaltseimer,
  • Holzspatel,
  • Küchenkrepp,
  • Pipette,
  • Plastiklöffel,
  • Schälchen,
  • Zahnstocher

In den letzten Wochen habe ich mich an der Idee, Papier zu marmorieren fest gebissen und sämtliche Techniken ausprobiert (bis auf Marmorierfarben, das eigentlich Naheliegenste! Immerhin habe ich die Farben schon zu Hause und werde bald damit experimentieren). Heute zeige ich Euch mal eine Technik, die bei mir ganz gut funktioniert hat: Marmorieren auf Tapetenkleister. Und ein paar Dekobilder gibt es auch noch :).

Grundsätzliches:

Um Papier zu marmorieren braucht man entweder Farben, die auf der Oberfläche schwimmen (z.B. Ölfarben) oder einen dickflüssigen Untergrund, auf dem die Farbe gut schwimmt. Ich habe alle möglichen Farben wie Wandfarbe bzw. Acrylfarbe und Ölfarben ausprobiert. Die Acrylfarbe habe ich mit Wasser verdünnt und ganz vorsichtig auf die Öberfläche aufgebracht, damit sie nicht auf den Grund sinkt. Die Ölfarben habe ich mit Terpentin verdünnt.

Am besten eignet sich Papier, das eine saugfähige Öberfläche hat. Ist die Oberfläche zu glatt, bleibt die Farbe nicht gut haften. Zu dünnes Papier ist schwierig zu handhaben und reißt leicht, wenn es nass und schwer von Kleister ist. Da ich aber kein anderes Papier in DIN A3 hatte, habe ich einen Schulmalblock meiner Tochter benutzt, wenn man vorsichtig ist, geht das auch.

Ihr braucht:

  • ein altes Gefäß, das größer als Euer Papier ist (ich habe eine Ikea-Aufbewahrungsbox genommen)
  • Tapetenkleister
  • Wasser
  • Farben (siehe oben)
  • Papier
  • Backpapier oder große, aufgeschnittene Tüten als Unterlage für das Papier zum Trocknen
  • Holzspieß
  • Waschbecken in der Nähe

So wird´s gemacht:

Zuerst rührt Ihr den Kleister an. Er sollte nicht so dickflüssig sein, als wolltet Ihr damit tatsächlich tapezieren, aber auch nicht so dünn wie Blumenkohlcremesuppe im Krankenhaus (na, erinnert sich jemand?). Den Kleister eine Zeit lang stehen lassen, damit er richtig quellen kann, über Nacht geht auch.

Die Farbe wird ganz vorsichtig auf die Oberfläche getropft und dann werden mit dem Holzspieß Muster gezogen. Dann legt Ihr ein Blatt Papier auf die Masse und lasst die Farbe ca. zwei Sekunden einziehen (man sieht sie dann schon durch das Papier durch). Das Papier wird vorsichtig aus der Masse genommen (ganz schön schwer mit all dem Kleister) und sofort unter kaltem Wasser abgespült. Der Kleister wird abgewaschen und das Muster kommt darunter zum Vorschein.

Wenn Ihr mit Ölfarben marmorieren wollt, braucht Ihr eigentlich keinen Kleister, denn die mit Terpentin verdünnten Farben schwimmen auch so an der Oberfläche. Aber das ist allerdings auch eine schöne Schweinerei, den Behälter bekommt man hinterher kaum sauber und das Reinigen der Pinsel usw. ist auch aufwändig. Trotzdem fand ich die Ergebnisse mit Ölfarbe fast am besten, da die Farben so richtig schön satt auf dem Papier waren!

Und was macht man dann aus dem marmorierten Papier??? Zum Beispiel was Hübsches für die Wand:

Für meinen Wandschmuck (auf amerikanischen Blogs würde das jetzt gleich wieder als „art“ bezeichnet werden, aber wir wollen es mal nicht übertreiben) habe ich aus marmoriertem Papier und einem Schokokuss-Karton, der natürlich eigens für dieses Projekt aufgefuttert wurde, Kreise ausgeschnitten. Einen Kreisschneider braucht man dafür eigentlich nicht unbedingt, aber eine Basteltante wie ich hat so einen unsinnigen Schnickschnack natürlich (hätte ich mir lieber noch drei Kartons Schokoküsse gekauft).

Die Kreise haben mich sofort an Planeten erinnert und dachte mir, ich passe die restliche Deko ein wenig dem „mission to Mars-Look“ an…

Was diese Teile genau sein sollen, weiß ich ehrlich gesagt auch nicht! Ursprünglich wollte ich zum Thema passend ein Atommodell basteln, aber spätestens dann hätte ich mich gefragt, ob ich eigentlich eine Macke habe! Also habe ich eben Marsmännchen-Fühler gebastelt, nicht weniger skurril aber nicht ganz so klapsmühlenverdächtig wie ein Atommodell zu Dekozwecken!

Die Pflanzen heißen Tillandsien, ich habe sie schon vor einiger Zeit gekauft und als Halterungen habe ich Kupfer-Flansch-Muffen-Schnüffelstücke (um mal alle lustigen Klempner-Begriffe auf einmal zu nennen) aus dem Baumarkt benutzt. Die Pflanzen brauchen weder viel Wasser, noch Erde zum wachsen, was sie für mich so abgespaced macht, dass sie super zur Mars-Deko passen.

Dieses Deko-Arrangement steht übrigens im Schlafzimmer auf der Kommode. Das Bild wird mich noch in den Wahnsinn treiben, da ich immer und immer wieder vom Bett aus überlege, wie man die Kreise noch besser anordnen könnte (für alle Perfektionistinnen wie mich da draußen: Nehmt Rechtecke oder Dreiecke, Kreise sind was für Chaoten :P).

Liebe Grüße! Katharina

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