Stuhl BEI babys

Inhalte

Das große Geschäft der kleinen Kinder

Grundsätzlich ist er von der Farbe und Konsistenz her nicht mehr mit Mekonium zu vergleichen. Alle Schattierungen von Gelb bis Grün können vertreten sein. Auch eine Konsistenz von breiig, weich geformt, über flockig, bis spritzend ist alles dabei und ganz normal. Daher empfiehlt es sich beim Temperaturmessen immer etwas seitlich zu stehen. 😉

Muttermilchstuhl stinkt auch nicht. Er hat einen leicht säuerlichen Geruch der an Quark oder Sauerkraut erinnert.

Muttermilchstuhl bis zur 6. Lebenswoche:

Der Stuhlgang in den ersten Wochen gibt in der Regel relativ verlässliche Anhaltspunkte, ob das Baby ausreichend Milch zu sich nimmt. Babys in diesem Alter sollten mindestens 4 mal täglich Stuhl absetzen. Wird diese Frequenz nicht erreicht, sollte mit einer kompetenten Stillberaterin und gegebenenfalls mit der Waage kontrolliert werden, ob das Kind ausreichend Kalorien erhält. Seltener Stuhlgang und Verstopfung zu diesem Zeitpunkt sind wichtige Alarmsignale, die man nicht ignorieren sollte. Aber dennoch gibt es auch Kinder, bei denen ein seltener Stuhlgang vollkommen normal ist. Daher also Abklären und ruhig bleiben.

Wird bereits zugefüttert kann sich das Stuhlverhalten verändern, da PRE Nahrung den Darm weniger stimuliert als Muttermilch.

Muttermilchstuhl nach der 6. Lebenswoche:

Häufig kommt es in diesem Lebensalter oder später zu einer Umstellung des Stuhlverhaltens. Vielleicht haben die Kinder weiter mehrmals täglich Stuhl, viele Kinder haben aber wesentlich seltener Stuhlgang. 10 bis 14 Tag ausschließlich Harn in der Windel ist durchaus normal. Wichtig ist, das sich das Kind nicht quält bzw. Schmerzen hat, wenn es dann Stuhl absetzen muss. Muttermilchstuhl bleibt von der Konsistenz weiter weich. Aufgrund von zugefütterter Nahrung kann der Stuhl aber fester werden. Dies gilt es zu beobachten.

Stuhlgang eines nicht gestillten Kindes:

Dieser Stuhlgang ist etwas fester in der Konsistenz, aber nicht hart. Solange ausschließlich PRE-Nahrung gefüttert wird, erhält das Kind auch nur Laktose als einzigstes Kohlenhydrat, welches eine abführende Wirkung hat. Kinder, die mit Formula-Nahrung ernährt werden, sollten alle 3-4 Tage Stuhl absetzen. Dieser ist dann weich, breiig bis geformt und riecht etwas stärker.

Stuhlverhalten bei Beikost:

Mit der Beikosteinführung verändert sich das Stuhlverhalten meist sehr zügig. Oftmals wird seltener Stuhl abgesetzt und auch die Konsistenz ist jetzt eher breiig bis geformt, sollte aber weiterhin weich sein. Teilweise kann man sogar erkennen, was am Tag zuvor gegessen wurde.

Der Stuhl verändert seine Farbe zu grünlich-braun, je nach dem wie viel Beikost bereits gefüttert wird und wie viel Milch das Kind noch erhält. Ab der Beikost kann ein Stuhl auch unangenehm riechen. Der Darm muss sich erst auf die Beikost einstellen, so dass manche Kinder besonders zur Beikosteinführung Probleme mit etwas Verstopfung haben können. Hier sollte sich dann fachlicher Rat über eine Stillberaterin oder ggf. über den Kinderarzt geholt werden. Oftmals reicht auch eine Gegenregulierung durch andere Lebensmittel.

Die Frequenz sollte nach der Beikosteinführung bei etwa alle 2 Tage Stuhlgang liegen.

Hat mein Kind Durchfall?

Viele Eltern verwechseln die dünnere Konsistenz des Muttermilchstuhls mit Durchfall. Muttermilch wirkt so verdauungsfördernd, dass oftmals bei jedem Stillen Stuhl abgesetzt wird.

Ein echter Durchfall ist aber bei gestillten Kinder selten, da die Muttermilch antibakteriell und antiviral wirkt. Einen echten Durchfall erkennst Du daran, dass Dein Kind min 5-6x in 24 Stunden einen flüssigen Stuhl absetzt und:

  • Dein Kind fiebert
  • der Stuhl sehr übelriecht
  • Dein Kind einen schlechten Allgemeinzustand zeigt
  • vielleicht auch nicht trinken mag
  • vielleicht auch beginnt zu erbrechen
  • echter Durchfall ist noch viel häufiger als 6x täglich

Bei echtem Durchfall kontaktiere bitte Deinen Kinderarzt/Kinderärztin. Die hohen Flüssigkeitsverluste können für einen Säugling schnell problematisch werden – Austrocknung droht.

Ist mein Kind verstopft?

Wie bereits beschrieben, ist in den ersten Wochen seltener Stuhlgang ein wichtiges Alarmsignal. Wenn das Kind nur selten Stuhl hat muss dringend das Gewicht kontrolliert werden. Die Ausscheidung gehört hier zu den Kriterien eines guten Gedeihens.

Nach der 4.- 6. Lebenswoche sind seltene Stuhlgänge möglich. Auch wenn das Kind 10 bis 14 Tage keinen Stuhl hat, ist dies KEINE Verstopfung und bedarf KEINER Therapie. In der Regel bleibt der Stuhl auch weich. Manchmal reagieren Kinder auf das vielleicht ungewohnte Gefühl im Bauch. Sollte das Baby jedoch einen harten Bauch oder große Schmerzen haben, bitte vom Kinderarzt anschauen lassen. Nach Einführung der Beikost berichten immer wieder Mütter, dass ihre Kinder unter harten und seltenen Stühlen leiden. Hier kann ernährungsbedingt viel gegenreguliert werden. Denn es gibt Lebensmittel die eher neutral, stopfend und auflockernd wirken. Und trotzdem musst Du die Lebensmittel für Dein Kind finden und beobachten, wie sie bei deinem Kind wirken. Jedes Kind reagiert anders auf Möhre, Pflaume und Co. Verstopfung und jetzt? Muttermilch enthält viel Milchzucker, welcher eine leicht abführende Wirkung hat. Hat das Baby bereits mit Beikost begonnen, dann ist es meist sinnvoll, einen kleinen Schritt zurück zum Stillen zu machen. Die Beikostmenge verringern und wieder häufiger stillen. Hast Du schon einmal versucht Dein Kind abzuhalten? Besonders wenn die Kinder Mühe mit dem Stuhlabsetzen haben, kann die Position des Abhaltens hier sehr unterstützen. Wenn der Stuhl zu fest wird, kann er beim Absetzen Schmerzen bereiten, es entstehen kleine Fissuren am After. Daher sollte man insbesondere mit Beikost auf regelmäßigen Stuhlgang achten. Verbleibt der Stuhlbrei zu lange im Dickdarm, wird ihm mehr Wasser entzogen, die Stuhlsäule wird trockener und fester und dies bewirkt die zuvor beschriebenen kleinen aber schmerzhaften Verletzungen, so dass die Kinder sich vor dem Stuhlgang fürchten und aktiv das Absetzen des Stuhlganges hinauszögern. Gerade zu Beikostbeginn sind manche Babys von größeren Mengen Stärke überfordert, daher stärkehaltige und stopfende Lebensmittel in kleinen Mengen anbieten und die Menge nur langsam steigern oder für einige Tage gänzlich meiden. Beispiele für stärkehaltige und eher stopfende Lebensmittel:

  • Getreide und Getreideprodukte
  • Kartoffel, Reis
  • Karotten
  • Banane

Beispiele für stuhllockernd sind:

  • Zucchini, Fenchel, Brokkoli, Blumenkohl, Kohlrabi
  • Hirse, Hafer
  • gekochter Apfel, Birne, Aprikose, Pflaume
  • und bitte nicht vergessen: ausreichend Fett, auch in Glässchen bitte 1-2 Teelöffel einfügen

Tipps:

  • Lebensmittel entsprechend auswählen
  • Der Schließmuskel soll entspannt und weich bleiben, also bitte kalte Feuchttücher zum Reinigen meiden, sondern nutze lauwarmes Wasser oder Öl.
  • Mit dem Finger und etwas Öl kann der Schließmuskel von außen massiert zu werden.
  • Massiere ruhig 2mal täglich den Bauch deines Kindes im Uhrzeigersinn um den Nabel.
  • Achte darauf, dass die Windel nicht zu eng sitzt. zwei Finger breit sollten auf jeden fall noch Platz sein und am besten immer wieder einmal nackt strampeln.
  • Ein warmes Bad und das Tragen im Tragetuch (direkt am eigenen Körper) kann die Darmfunktion anregen.
  • Je älter Dein Kind wird desto wichtiger ist es, auch darauf zu achten, dass Dein Kind insgesamt ausreichend Flüssigkeit und ausreichend Ballaststoffe zu sich nimmt. Das ideale Getränk ist Wasser. Tee sollte eher als Medizin eingesetzt werden und nicht als Durstlöscher. Und auch Kuhmilch gilt nicht als Getränk, sondern als Lebensmittel.

Babys Verdauung: Was tun bei flüssigem oder weichem Stuhl?

Wenn der Stuhl wässrig und übelriechend ist und mehrmals täglich kommt (häufiger als gewöhnlich), dann ist es Durchfall und Sie sollten Ihr Kind unbedingt einem Kinderarzt vorstellen. Ein Durchfall Bedarf immer der ärztlicher Behandlung. Nur Ihr Kinderarzt kann die Ursache feststellen.

Muss Ihr Kind sich darüber hinaus übergeben und hat Fieber oder macht sonst einen kranken Eindruck, handelt es sich vermutlich um eine Magen-Darm-Erkrankung, die im Säuglings- und Kleinkindalter recht häufig vorkommt und unbedingt vom Kinderarzt abgeklärt werden muss.

Leidet ein Kind an Durchfall und/oder Erbrechen gehen in kurzer Zeit große Mengen an Flüssigkeit und Mineralstoffen (Elektrolyte) verloren. Werden diese nicht ersetzt trocknet der Kinderkörper schnell aus.

Am wichtigsten ist es dann den Flüssigkeits- und Mineralstoffverlust auszugleichen, dafür werden auch sogenannte Trinklösungen (Orale Rehydrationslösungen (ORS) vom Arzt empfohlen. Sie in jeder Apotheke erhältlich sind.

Von HiPP gibt es ebenfalls so ein Produkt, es heißt „HiPP ORS Karotten-Reisschleim“. Die spezielle Zusammensetzung ermöglicht es, dass dem Kinderkörper wieder rasch Flüssigkeit und Mineralstoffe zugeführt werden.
HiPP ORS Karotten-Reisschleim im HiPP Online Shop

Was sagt die Farbe des Stuhlgangs aus?

Meist sind Nahrungsmittel die Ursache für Stuhlverfärbungen bei Kindern. Das ist besonders deutlich in der Zeit, wenn Beikost eingeführt wird: Der Baby-Darm erst an die für ihn neue Nahrung gewöhnen und nach und nach die passenden Enzyme für die Verdauung der Nährstoffe bereitstellen. Deshalb ist es gerade in der ersten Zeit mit Beikost nicht ungewöhnlich, Reste unverdauter Nahrung in der Windel zu finden, die dem verspeisten Gemüse farblich entsprechen.

Scheidet das Kind zweimal oder mehrmals über 24 Stunden hellgrauen oder weissen, fast entfärbten Stuhl aus, sollten Eltern mit ihrem Kind zum Kinderarzt gehen. Auch wenn zusätzliche Krankheitszeichen wie Fieber, Bauchschmerzen, Durchfall oder Abgeschlagenheit auftreten, suchen Eltern mit ihrem Kind am besten schon am ersten Tag den Arzt auf.

  • Grün-schwarz und recht flüssig ist das Kindspech (Mekonium), der erste Stuhlgang kurz nach der Geburt. Das Mekonium besteht aus allem, was das Kind im Mutterleib aufgenommen hat. Die Vormilch (Kolostrum) regt die Verdauung an und sorgt so dafür, dass das Kindspech ausgeschieden wird.
  • Hellbraun-gelblich ist der Kot eines Stillbabys. Er riecht nur wenig, die Konsistenz ist cremig bis flüssig. Die Aufnahme von Muttermilch regt beim Baby die Verdauung und damit den Stuhlgang an. Es ist also ganz normal, dass ein Baby während des Stillens die Windel füllt.
  • Hellgelb oder gelb-braun ist der Stuhlgang eines Schoppenbabys. Die künstliche Babynahrung verändert Aussehen, Geruch und Menge des Stuhls. Er ist meist breiig, manchmal aber auch bereits geformt. Der Geruch ist säuerlich, aber aromatisch, nicht streng. Flaschenkinder haben üblicherweise einmal am Tag Stuhlgang. Je länger die Nahrung im Darm bleibt, desto fester wird der Stuhlgang. Verstopfung ist bei Babys in den ersten Monaten selten. Auch bei nicht gestillten Babys ist es möglich, dass sie mal eine Woche keinen Stuhlgang haben.
  • Heller, lehmfarbener Stuhl bildet sich bei einem Mangel von Gallenflüssigkeit, zum Beispiel aufgrund einer Verstopfung der Gallengänge. Arzneien gegen Durchfall können manchmal ebenso helle Ausscheidungen zur Folge haben. Zusammen mit dunklem Urin ist heller Stuhl ein Warnzeichen für eine Gelbsucht (Hepatitis). Tritt schon im ersten Lebensmonat eine Stuhlentfärbung auf, kann dies auf eine angeborene Gallengangatresie hindeuten, die schnellstmöglich behandelt werden muss.
  • Grüner und/oder schleimiger Stuhl wird bei starkem Durchfall gesehen, durch unverdaute Gallenflüssigkeit.
  • Grünes Gemüse wie Spinat führt in der Regel zu einem grünen Stuhl, der aber unter entsprechendem Licht schwarz gefärbt aussehen kann. Eisenpräparate können ebenso schuld an dieser Verfärbung sein.
  • Roter Stuhl basiert selten auf Blut aus den Verdauungsorganen. Meist sind Früchte wie Preiselbeeren oder Gemüse wie Rote Beete (Randen) dafür verantwortlich.
  • Schwarzer Stuhl kann auf Blut aus dem oberen Darmtrakt hinweisen, aber ebenso von bestimmten Medikamenten (Eisenpräparate) oder von Lakritze herrühren.

Empfiehlt der Arzt, eine Stuhlprobe mitzubringen, sollten Eltern Einmalhandschuhe anziehen und mit Hilfe einer Plastikfolie etwas Kot aufnehmen und in eine verschliessbare Plastiktüte oder in ein Plastikgefäss geben. Bis zum Arzttermin kann der Beutel im Kühlschrank aufbewahrt werden.

Infografik zur Stuhlfarbe

Auslöser für grünen Stuhlgang – von harmlos bis gefährlich

Für grünen Stuhlgang kommen verschiedene Auslöser in Frage – von harmlos bis gefährlich. So können Nahrungsmittel und Medikamente, aber auch Erkrankungen dafür verantwortlich sein. Grundsätzlich besteht kein Grund zur Sorge, wenn die Grünfärbung nur bis zu zwei Tage besteht. Wenn Sie länger grünen Stuhlgang bei sich feststellen und weitere Beschwerden hinzukommen, sollten Sie Ihren Hausarzt informieren.

Grüne Lebensmittel – Rohkost sorgt für grünen Stuhlgang

Was wir essen, hat direkten Einfluss auf die Farbe des Kots. Stärkehaltige Lebensmittel verursachen zum Beispiel gelben Stuhlgang. Einige Gemüsesorten können den Stuhl kurzzeitig grün färben. Insbesondere dann, wenn Sie diese roh essen. Der Grund dafür ist das Chlorophyll, das diesen Nahrungsmitteln ihre grüne Farbe verleiht. Grund zur Sorge besteht nicht, wenn Sie grünen Stuhlgang haben, nachdem Sie eines dieser Lebensmittel gegessen haben:

  • Brokkoli
  • Erbsen
  • Petersilie
  • Rucola
  • Salat
  • Schnittlauch
  • Spinat

Rotes Fleisch und künstliche Farbstoffe können ebenfalls grünen Stuhlgang verursachen. Essen Sie die Lebensmittel kurzzeitig nicht oder das Gemüse nur in gekochter Form, verschwindet die grüne Farbe schnell wieder.

Kein Grund zur Sorge: Einige Gemüsesorten verursachen grünen Stuhlgang. In diesem Falle ist er harmlos.Foto: iStock/AnnekeDeBlok

Medikamente verändern die Farbe des Stuhls

Haben Sie grünen Stuhlgang, obwohl Sie keine der oben genannten Lebensmittel zu sich genommen haben, kommen Medikamente als Ursache in Frage.

Eisenpräparate: können nicht nur schwarzen Stuhlgang verursachen, sondern den Kot auch grün färben. Wenn Sie die Produkte zur Eisensubstitution absetzen, normalisiert sich die Stuhlfarbe wieder.

Abführmittel: verursachen Durchfall. Der Stuhl passiert den Darm sehr viel schneller als üblich. Dadurch kann der Darm Nährstoffe und Gallensaft nicht richtig verarbeiten, was grünen Stuhlgang auslösen kann.

Antibiotika: Sie schädigen die natürliche Darmflora. Das kann zu einer Gelb- oder Grünfärbung des Stuhls führen. Deshalb ist eine Darmsanierung nach Antibiotika oft sinnvoll, um das gestörte Gleichgewicht von gesundheitserhaltenden und krankheitserregenden Bakterien im Darm wiederherzustellen.

Eventuell hilft schon eine ballaststoffreiche Ernährung gegen grünen Stuhlgang: Ballaststoffe reinigen den Darm und unterstützen die Darmflora.

Krankheiten – Galle verursacht grünen Stuhlgang

Bei Durchfall ist der Stuhl oft grün, da er zu schnell den Dickdarm passiert. Verantwortlich für diese Farbe ist die Galle – auf ihrem Weg durch den Darm wird die grüne Flüssigkeit durch Bakterien erst gelb und schließlich braun. Durchläuft der Stuhl den Darm aber zu schnell, kann das grüne Pigment Biliverdin, das in der Galle vorkommt, nicht verarbeitet werden und ist im Stuhl zu sehen. Neben Durchfall kann auch eine Erkrankung der Galle Grund für grünen Stuhlgang sein.

Durchfallerkrankungen: Mögliche Ursache für grünen Durchfall ist ein durch Bakterien oder Viren hervorgerufener Magen-Darm-Infekt (Gastroenteritis) oder eine Infektion mit Salmonellen-Bakterien.

Darmparasiten: Giardien sind eine weitere mögliche Ursache für grünen Stuhlgang. Diese Parasiten setzen sich an der Darmwand fest. Durchfall und Schleim im Stuhl sind neben einer Grünfärbung mögliche Symptome für einen Befall. Giardien können durch verschmutztes Trinkwasser in den Körper gelangen. Diagnostiziert wird die Infektion mittels Stuhluntersuchung.

Gallenerkrankungen: Kann die Galle aufgrund einer Erkrankung nicht richtig arbeiten, kann das grünen Stuhlgang auslösen. Ein Zeichen für eine Gallenentzündung, Galleinsteine oder einen Verschluss des Gallengangs kann die hinzukommende Dunkelfärbung des Urins sein. Wenn Sie diese Symptome bei sich feststellen, suchen Sie einen Arzt auf.

Der erste Stuhlgang bei Neugeborenen heißt Mekonium oder umgangssprachlich auch Kindspech und ist dunkelgrün.Foto: iStock/nd3000

Grüner Stuhlgang bei Babys

Kindspech – so nennt man den ersten Stuhlgang von Babys nach der Geburt. Der Fachausdruck dafür ist Mekonium. Die grüne Farbe des Stuhls ist in diesem Fall normal, es besteht kein Grund zur Sorge.

Erst wenn der grüne Stuhlgang beim Baby über mehrere Tage besteht, sollten Sie einen Arzt aufsuchen – dann besteht die Gefahr, dass es sich um eine Infektion handelt.

Grüner Stuhlgang: Alles im grünen Bereich?

Egal, ob es bei dir oder deinem Kind auftritt: Auf einmal sieht der Stuhlgang ganz anders aus, statt braun ist er grün. Was bedeutet das? Musst du dir deswegen Sorgen machen, oder stehen die Zeichen dennoch auf grün?

Die volle Windel deines Babys bekommst du ja immer vors Gesicht, doch auch den eigenen Stuhlgang sollte man immer einmal wieder genauer anschauen. Denn seine Farbe kann nicht nur anzeigen, was du gegessen beziehungsweise zu dir genommen hast, sondern sie kann auch ein Hinweis auf eine Verdauungsstörung oder ernsthafte Erkrankung sein.

Grüner Stuhlgang beim Baby

Wenn der Windelinhalt deines Babys vor allem grün ist, kann das drei Gründe haben:

  1. Kindspech: Das Kindspech, medizinisch: Mekonium, also der erste Stuhlgang des Babys nach der Geburt, enthält Teile von Schleimhaut, Galle und Fruchtwasser, also Reste dessen, was dein Baby noch in deinem Bauch verschluckt hat. Und diese Ausscheidung ist dunkelgrün und klebrig.
  2. Stillverhalten: Grün wird der Stuhl auch, wenn dein Kind zu viel Vordermilch trinkt; sie ist wässriger und hat einen geringeren Fettgehalt als die Hintermilch. Da der Fettgehalt während des Stillens steigt, lautet ein Tipp, lieber später auf die andere Brustseite zu wechseln.
  3. Spinat: Für Babys gilt das Gleiche, wie für uns auch: Der chlorophyllhaltige Spinat färbt den Stuhl eben grün.

Also alles im grünen Bereich. Erst wenn der grüne Stuhlgang beim Baby über mehrere Tage anhält, solltest du mit ihm zu eurem Kinderarzt oder eurer Kinderärztin gehen, denn dann kann es sich um eine Infektion handeln.

Grüner Stuhlgang – der Grund kann ganz harmlos sein

Auch bei dir musst du nicht sofort mit dem Schlimmsten rechen, wenn bei deiner Verdauung und den Ausscheidungen sich etwas ändert. Es muss nicht automatisch bedeuten, dass es dir schlecht geht oder du krank bist. Eine Stuhlverfärbung kann auch eine ganz harmlose Ursache haben.

Im Wesentlichen sind es drei Faktoren, die die Farbe des Stuhlgangs beeinflussen können:

  1. diverse Lebensmittel
  2. einige Medikamente
  3. manche Erkrankungen

Babys Stuhl ist grün – das muss nichts Schlimmes heißen

Grüner Stuhlgang: Grünes Gemüse kann der Auslöser sein

Die harmloseste Erklärung für grünen Stuhl ist, dass du etwas gegessen hast, das die Verfärbung verursacht hat. Rotes Fleisch und künstliche Farbstoffe können grünen Stuhlgang verursachen, ebenso wie eine Reihe von Lebensmitteln, die dafür bekannt sind, dass das in ihnen enthaltene Chlorophyll, also das Blattgrün, eine Grünfärbung der Ausscheidungen hervorruft. Das geschieht vor allem dann, wenn das Gemüse roh gegessen wird. Grund zur Sorge besteht in diesen Fällen in keinster Weise, denn es ist eine völlig normale Reaktion deines Körpers. Vermeiden kannst du die Verfärbung, wenn du das Gemüse vor dem Essen kochst.

Dieses grüne Gemüse färbt den Stuhlgang grün:

  • Brokkoli
  • Erbsen
  • Petersilie
  • Rucola
  • Blattsalat
  • Schnittlauch
  • Spinat
  • Grünkohl
  • Pistazien
  • Algen
  • Seetang

Grüner Stuhlgang nach Medikamenteneinnahme

Ebenso wie bei diesen Lebensmitteln damit zu rechnen ist, dass dein Stuhlgang grün wird, so gibt es auch einige Medikamente, die für eine Grünfärbung der Ausscheidungen verantwortlich sein können.

Als Verursacher gelten vor allem diese Mittel:

  1. Abführmittel. Sie führen zu Durchfall, der Darm kann dann Nährstoffe und Gallensaft nicht richtig verarbeiten, was den Stuhlgang grün färben kann.
  2. Antibiotika. Sie schädigen die natürliche Darmflora. Auch das kann den Stuhl verfärben.
  3. Eisenpräparate. Sie färben den Stuhl grün, manchmal sogar schwarz. Nach dem Absetzen des Präparates normalisiert sich die Stuhlfarbe wieder.

Eltern-Wissen

Durchfall bei Baby und Kind

Weiterlesen Eltern-Wissen Weiterlesen

Manche Erkrankung verursacht grünen Stuhlgang

Treffen die genannten möglichen Ursachen, also Medikamenteneinnahme oder chlorophyllhaltige Lebensmittel, bei dir nicht zu, könnte eine Infektion, Verdauungsstörung oder ernsthafte Erkrankung Grund für grünen Stuhlgang sein.

Verschiedene Ursachen sind denkbar:

  • Magen-Darm-Erkrankungen (Gastroenteritis); dann kommen zum grünen Stuhl noch Bauchschmerzen, Durchfall und eventuell sogar Fieber dazu.
  • Eine Infektion mit Salmonellen verfärbt die Ausscheidungen ebenfalls grünlich und ist zumeist begleitet von Übelkeit, Erbrechen, Kreislaufbeschwerden und Schwindel.
  • Parasiten im Dünndarm; zu erkennen an Blähungen mit üblem Geruch sowie an Schleimhautabsonderungen. Sie können durch verschmutztes Trinkwasser in den Körper gelangen und setzen sich an der Darmwand fest.
  • Durchfallerkrankungen (Diarrhö); der Stuhl durchläuft den Darm zu schnell, das grüne Pigment Biliverdin, das in der Galle vorkommt, kann nicht verarbeitet werden und ist im Stuhl zu sehen.
  • Gallenerkrankungen; kann die Galle wegen einer Erkrankung nicht richtig arbeiten, wird der Stuhl grün. Bei Gallenentzündung, Galleinsteinen oder einem Verschluss des Gallengangs ist außerdem noch der Urin dunkel verfärbt – du solltest unbedingt einen Arzt aufsuchen.

Grüner Stuhl – wann ist der Arzt gefragt?

Ist der Stuhl nur ab und zu einmal grünlich verfärbt, ist es meistens harmlos und verschwindet bald von selbst wieder. Wenn der grüne Stuhlgang aber häufiger vorkommt, kann eine Stuhlprobe Aufschluss über mögliche Auslöser der Erkrankung geben. Magen-Darm-Infekte oder Darmparasiten müssen medizinisch behandelt werden, eine Ernährungsumstellung oder Schonkost allein reichen nicht aus, um dagegen vorzugehen.

Du solltest dann einen Arzt konsultieren, vor allem, wenn diese Anzeichen hinzukommen:

  • Bauchschmerzen
  • Blähungen
  • Durchfall
  • Schleim im Stuhl
  • Schwarzer Stuhl
  • Verstopfung

Video

So entwickeln sich Babys Sinne

Weiterlesen Video Weiterlesen

Grüner Stuhlgang – so kannst du vorbeugen

Wenn du grünen Durchfall hast, sind häufig gesundheitsschädliche Darmbakterien schuld. Doch es gibt einige gesunde Lebensmittel, die Abhilfe schaffen können, wie pektinreiche Früchte und ballaststoffreiches Gemüse.

Zu empfehlen sind:

  1. Chicorée
  2. Topuinambur
  3. Schwarzwurzeln
  4. Spargel
  5. Artischocken
  6. Beeren
  7. Äpfel
  8. Vollkornprodukte

Grüner Stuhlgang ist nicht immer ein Hinweis auf eine Krankheit, es kann sich auch aus anderen Gründen um eine ganz normale und harmlose Verfärbung handeln. Tatsache aber ist, die Nahrungsausscheidung ist ebenso wichtig wie die Nahrungsaufnahme – und beides hängt direkt zusammen. Die beste Voraussetzung also für einen funktionierenden Stoffwechsel ist ein gesundes Leben.

Warum ist der Stuhlgang meines Babys so oft grün?

Grüner Stuhlgang ist normalerweise ein Zeichen dafür, dass Ihr Kind gut ernährt wird – egal, ob es zunimmt oder nicht.
Wenn Ihr Baby ausschließlich gestillt wird und grünen Stuhlgang hat, dann könnte es eventuell:

  • mehr von der wässrigen Milch am Anfang des Stillens bekommen und vielleicht zu wenig von der gehaltvolleren Milch, die danach kommt. Vielleicht hat es deswegen Magenprobleme und weint viel. Mit einer Änderung Ihrer „Still-Technik“ können Sie das verbessern (fragen Sie Ihre Hebamme danach).
  • Achten Sie darauf, was Sie für Medikamente einnehmen, wie zum Beispiel Antibiotika oder ein Eisenpräparat, oder was Ihr Kind einnimmt.
  • Manchmal verändern auch Nahrungsmittel, die Sie gegessen haben, die Stuhlfarbe. Sollte Ihr Baby neben dem grünen Stuhlgang auch Ausschlag im Windelbereich haben, sollten Sie zu Ihrem Kinderarzt gehen.
  • Denn dann könnte es eine Infektion haben, besonders wenn es auch unter Durchfall leidet.

Wenn Ihr Baby nicht richtig an Ihrer Brust anliegt, dann bekommt es vielleicht nicht die fetthaltige, cremige Milch, die erst später austritt. In dieser Milch sind die Kalorien enthalten, die Ihr Kind braucht, und die es satt machen. Wenn es nur die leichte, wässrige Milch am Anfang (zum Durststillen) bekommt, hat es bald wieder Hunger und Sie müssen Ihren Schatz öfter stillen.
Das bedeutet, dass Ihr Kind mehr trinkt als es das tun würde, wenn es richtig angelegt wäre. Sein Körper hat dadurch vielleicht Probleme, mit dem hohen Anteil an Laktose (Milchzucker) in der wässrigen Milch klarzukommen.
Wenn es diesen hohen Anteil an Laktose nicht richtig verdauen kann, dann wird sich mehr Gas und Wasser in seinem Darm befinden, was wiederum schmerzhafte Krämpfe und flüssigen, grünen Durchfall auslösen kann.
Doch keine Sorge, dieses Problem kann man schnell in den Griff bekommen. Fragen Sie Ihre Hebamme oder eine Stillberaterin, ob Sie Ihr Kind richtig anlegen und es ausreichend lange auf beiden Seiten stillen. Denn beides stellt sicher, dass Ihr Kind auch die fettreichere Milch, die am Ende herauskommt, bekommt.
Deshalb sollten Sie auch zu keiner festgesetzten Zeit stillen, sondern möglichst so lange warten, bis Ihr Baby mit Ihrer ersten Brust fertig ist, bevor Sie es an der zweiten anlegen.
Wenn Sie Ihrem Kind die Führung überlassen, wird es auch genug von allem bekommen, was es braucht. Es macht auch nichts, wenn Ihr Baby nur eine Brust pro Mahlzeit leert.
Nicht gestillte Kinder, die mit hypoallergener Milch ernährt werden, haben immer grünlichen, auch anders riechender Stuhlgang, das ist dann auch normal.
Sehen Sie sich unsere Fotogalerie zum Thema Windelinhalt an, um zu erfahren, was Konsinstenz und Farbe zu bedeuten haben. Zuletzt überarbeitet: September 2019

Stuhlgang beim Baby: Das verrät der Windelinhalt

Im Laufe der Entwicklung Ihres Kindes werden Sie in den Windeln unterschiedlich aussehenden Stuhlgang entdecken. Wie das Ergebnis des Stuhlgangs beim Baby aussieht, ist abhängig von verschiedenen Faktoren: So spielen sowohl das Alter als auch die Art der zugeführten Nahrung eine Rolle.

Genauer hinzuschauen lohnt sich, denn es lassen sich tatsächlich Zusammenhänge zwischen Windelinhalt und Wohlbefinden des Babys herstellen.

Stuhlgang beim Baby in Bildern: Das sagt ein Blick in die Windel aus

Stuhlgang beim Baby und Häufigkeit: Wie oft ist normal?

Wie alles an Ihrem Baby entwickelt sich auch die Verdauung ganz individuell. Vergleiche mit anderen Babys im gleichen Alter sagen deshalb nichts aus und sollten Sie nicht beunruhigen. Eine feste Regel, wie oft ein Baby Stuhlgang hat, gibt es ohnehin nicht. Die Häufigkeit des Stuhlgangs ist unterschiedlich: Manche Babys machen fünf Mal am Tag in die Windel, andere alle fünf Tage einmal. Dass Babys anfangs erst einmal Probleme beim Stuhlgang haben, ist ganz normal. Während Sie als Erwachsener gelernt haben, wie man die Bauchmuskeln auf der Toilette zur Erledigung des Geschäfts automatisch einsetzt, muss Ihr Kind das erst noch herausfinden.

Stuhlgang beim Baby nach der Geburt: Kindspech

Kurze Zeit nach der Geburt hat Ihr Baby das erste Mal Stuhlgang. Entleert wird, was sich während der Zeit im Mutterleib im Darm angesammelt hat. Diese erste Darmentleerung beim Neugeborenen wird Mekonium oder auch Kindspech genannt. Das Trinken der Vormilch (Kolostrum) regt beim Kind die Verdauung an und ermöglicht diese Ausscheidung. In der Windel werden Sie diese zähe Flüssigkeit an ihrer grün-schwarzen Farbe erkennen.

Stuhlgang: Unterschied Stillbaby und Flaschenkind

Wie der Stuhl Ihres Babys aussieht, hängt von der aufgenommenen Nahrung ab. Farbe, Geruch, Konsistenz und Häufigkeit des Stuhlgangs beim Baby unterscheiden sich – je nachdem, ob Ihr Kind Muttermilch oder Milchersatznahrung bekommt.

Stuhlgang beim Baby: Stillen

In den ersten vier bis sechs Lebenswochen haben gestillte Babys in der Regel mindestens dreimal täglich Stuhlgang. In den weiteren Wochen kann es vorkommen, dass sogar nur alle drei bis vier Tage ein Stuhlgang erfolgt. Solche Schwankungen in der Häufigkeit sind vollkommen normal und kein Anlass zur Sorge. Die Beschaffenheit des Stuhlgangs beim Stillen ist pastenartig bis wässrig und zeichnet sich durch eine gelbliche Farbe und einen milden – leicht süßlichen – Geruch aus.

In der ersten Zeit und solange Sie keine Beikost füttern, regt der Stillvorgang die Darmentleerung an. Ihr Kind wird während oder nach dem Stillen Stuhlgang haben.

Stuhlgang beim Flaschen-Baby

Babys, die mit Milchersatznahrung gefüttert werden, haben andere Stuhlgewohnheiten. Oft haben sie seltener Stuhlgang, dafür aber regelmäßiger und in größeren Mengen. Der Grund: Die künstliche Milch enthält schwerer zu verdauende Bestandteile, die im Darm erst verarbeitet werden müssen. Konsistenz und Farbe des Stuhls ist breiig oder geformt und hellgelb bis lehmbraun. Der Stuhl von Flaschenkindern riecht anders – eher so wie bei Erwachsenen. Dafür sind die sogenannten Kolibakterien verantwortlich. Sie werden bei Flaschenbabys im Darm gebildet, während Stillbabys dort die sogenannten Bifidobakterien produzieren.

Beikost verändert den Stuhlgang beim Baby

Mit der Einführung von Beikost beginnt in Sachen Windelinhalt ein neues Kapitel. Die große Veränderung in der Ernährung macht sich auch beim Stuhlgang Ihres Babys bemerkbar: Die Ausscheidungen werden dicker, dunkler und riechen wesentlich strenger. Machen Sie sich keine Sorgen, wenn Sie unverdaute Gemüsestücke in der Windel finden – das ist ganz normal, wenn es um den Stuhlgang beim Baby und die Beikost geht. Der Darm muss sich erst an die neue Nahrung gewöhnen und die passenden Enzyme produzieren, um das Essen in seine Bestandteile zu spalten. Um Verstopfungen beim Baby vorzubeugen, sollten Sie auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr achten.

Übrigens: Apfel und Birne sind verdauungsfördernd, während Banane eher stopft.

Diese 5 Gewohnheiten sind bei Babys normal

TargetVideo

Kein Stuhlgang beim Baby? Woran Sie Verstopfungen erkennen können

Generell leiden Babys, die gestillt werden, seltener an Verstopfungen. Harter Stuhlgang beim Baby macht vielen Eltern aber Angst. Sollten Sie folgende Anzeichen bemerken, könnte dies auf eine Verstopfung hinweisen:

  • Seltene Darmentleerung
  • Sehr harter Stuhl (ggf. kugelförmig)
  • Starkes Pressen beim Kind (ggf. äußert sich dies durch einen roten Kopf oder weinen)
  • Blut im Stuhl durch starkes Pressen

Babys, die mit Säuglingsnahrung gefüttert werden, können bei Verstopfung etwas mehr Milchzucker verabreicht bekommen. Auch ein Wechsel der Milchnahrung sorgt eventuell für eine Besserung. Im Breialter kann mehr Obst oder Gemüse helfen. Achten Sie in jedem Fall darauf, dass Ihr Kind ausreichend Flüssigkeit trinkt – besonders bei heißem Wetter.

Bei anhaltenden Verdauungsbeschwerden von mehr als 24 Stunden sollten Sie Ihren Arzt kontaktieren. Verstopfungen beim Baby

Verstopfung bei Kindern: Die besten Hausmittel

Woran Sie Durchfall erkennen können

Wenn der Stuhl manchmal grünlich gefärbt und schaumig ist, sorgen sich viele Eltern um die Gesundheit Ihres Kindes. Allerdings muss diese Stuhlveränderung kein Anzeichen für eine Durchfallerkrankung sein. Legt das Kind an Gewicht zu und wirkt gesund, müssen Sie sich keine Gedanken machen.

Symptome für Durchfall sind:

  • Sehr häufige Darmentleerung
  • Sehr wässriger, flüssiger oder breiiger Stuhlgang mit unangenehmem Geruch

Zusätzlich kann es dann auch zu einer Veränderung der Farbe des Stuhlgangs beim Baby kommen.

Ist der Stuhlgang beim Baby schleimig, besteht nicht automatisch Grund zur Beunruhigung. Ein schleimiger Stuhl kann andere Ursachen haben – zum Beispiel eine Nahrungsumstellung oder auch das Zahnen – und ist von richtigem Durchfall zu unterscheiden. Sollten keine weiteren Beschwerden auftreten (Fieber, mangelnde Gewichtszunahme, Blähungen, Bauchschmerzen) auftreten, müssen Sie sich keine Sorgen machen. Fragen Sie im Zweifelsfall Ihren Arzt um Rat.

Für Durchfall kommen verschiedene Ursachen in Frage – zum Beispiel eine Überempfindlichkeit, eine Lebensmittelunverträglichkeit oder Viren. Bessert sich der Durchfall nicht innerhalb von 24 Stunden, müssen Sie Ihren Arzt kontaktieren. Ein akuter Durchfall, der möglicherweise noch von anderen Symptomen wie Fieber begleitet wird, ist für Babys gefährlich und muss sofort behandelt werden, da es zu Flüssigkeitsverlusten kommen kann. Um das Baby vor dem Austrocknen zu schützen, ist eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr unverzichtbar. Gestillte Kinder werden in der Regel weiterhin gestillt. Bei Flaschenbabys rät der Kinderarzt möglicherweise dazu, die Nahrung für einige Stunden ausfallen zu lassen und durch einen Tee zu ersetzen. Was genau in Ihrem Fall zu tun ist, kann Ihnen auch Ihre Hebamme mitteilen.

Generell gilt bei Durchfall: Achten Sie auf eine gute Handhygiene, um eine weitere Ansteckung zu vermeiden. Hier können Sie weiterlesen: Durchfall bei Babys und Kindern.

Scheidet Ihr Baby über den Tag verteilt mehrere kleine Portionen giftgrünen Stuhlgangs mit Schleimbeimengungen aus, sollten Sie den Arzt aufsuchen. Grüner Stuhlgang beim Baby kann auf einen Virus hinweisen. Möglich ist ebenfalls, dass Ihr Kind zu viel Laktose aufgenommen hat, weil es nicht lange genug trinkt. Lassen Sie Ihr Baby zur Vorbeugung deshalb erst eine Brust leer trinken, bevor sie ihm die andere geben. Der Grund: Erst am Ende wird die Muttermilch gehaltvoller und fettreicher.

Beachten Sie: Auch die Gabe von Medikamenten kann zu einer Veränderung des Stuhlgangs beim Baby führen. Eisenpräparate färben den Stuhl beispielsweise dunkelgrün bis schwarz.

Tipps und Hausmittel gegen Windeldermatitis

Aussehen und Häufigkeit

Ein vollgestilltes Kind erhält durch die Muttermilch eine hochwertige Vollwerternährung. Diese wurde von Mamis Magen und Darmtrakt bereits vorverdaut. Daher enthält der Muttermilchstuhl des Babys keine Ballaststoffe, ist nie fest und kaum stinkend. Er hat einen typischen leicht süßlichem Geruch) und ist gelblich und körnig (nicht braun und fest).

Die Häufigkeit des Stuhlganges schwankt zwischen mehrmals täglich und einmal pro Woche. Dies ist bei Muttermilchgabe normal, also kein Zeichen für Verstopfung und völlig unbedenklich. Vielmehr kann das Baby die vorverdaute Muttermilch nahezu hundertprozentig verstoffwechseln und somit enorm rasch wachsen.

Der Stuhlgang von Flaschen- und Beikostkindern hingegen, ähnelt dem des Erwachsenen. Er ist fest und von enormem Geruchspotential. Die Farbe kann hingegen stärker ins grünliche tendieren (bes. bei H.A.- und Heil-Nahrungen).

Bei der Umstellung auf Flaschennahrung oder Beikost reagieren viele Kinder mit Verstopfung. Hier hilft ggf. die Zugabe von ¼ – 1 Esslöffel kaltgepressten Pflanzenöles pro Flasche.

Hallo,
wir hatten mit der H*PP Milch das gleiche Problem.
Grüner Stuhlgang, eher flüssig und schleimig. Wir hatten eine Stuhlprobe abgegeben die aber ohne Befund war.
Irgenwann haben wir auf B*ba umgestellt und seitdem ist alles in Ordnung. Der Stuhl ist zwar noch teilweise grün, aber eben nicht mehr flüssig.
Allerdings weiß ich jetzt nicht, ob das mit dem grünen Stuhl nur für die HA Nahrung gilt, die Jona ja bekommt. Da steht es nämlich bei B*ba auch drinnen, dass das normal ist.
Da Du aber schreibst, dass der Stuhl furchtbar stinkt und das ja anscheinend vorher nicht so war, würde ich vorsichtshalber mal beim KIA anrufen. Könnte schon Durchfall sein. Vielleicht könnt ihr ja auch eine Stuhlprobe abgeben, um das abklären zu lassen. Bis das Ergebnis da ist dauert es leider auch ein paar Tage.
Ansonsten halt schön drauf achten, dass er ausreichend trinkt und keinen Flüssigkeitsmangel bekommt. Aber er trinkt ja wirklich gut.
Macht er denn auch häufiger in die Windel?
Edit: Ok Du hast ja geschrieben, dass er zweimal am Tag macht. Das ist ja nicht so häufig. Ich würde einfach vorsichtshalber mal beim KIA anrufen. Könnte mir aber vorstellen, dass es an der Milch liegt. Bei Jona roch der Stuhl übrigens säuerlich.

Heller Stuhlgang bei Kindern


Medizinische Qualitätssicherung am 22. August 2018 von Dr. med. Nonnenmacher

Heller Stuhlgang bei Kindern kann auf viele verschiedene Ursachen zurückgeführt werden. Allerdings liegt in der Regel keine Pathogenität (d. h. ein krankhafter Zustand in Form einer bestimmten Erkrankung) vor. Die Mehrheit der Fälle ist auf die Ernährung zurückzuführen. Denn diese hat wesentliche Auswirkungen auf Farbe und Konsistenz des menschlichen Stuhlgangs. Aber auch einige Medikamente können zu einer weißlichen bzw. weißgelblichen Einfärbung des Stuhlgangs führen.

Inhaltsverzeichnis

  • 1 Was ist heller Stuhlgang bei Kindern?
  • 2 Ursachen
  • 3 Krankheiten
  • 4 Wann zum Arzt?
  • 5 Diagnose und Verlauf
  • 6 Komplikationen
  • 7 Behandlung und Therapie
  • 8 Aussicht und Prognose
  • 9 Vorbeugung
  • 10 Quellen

Was ist heller Stuhlgang bei Kindern?

Unter Stuhlgang wird die Absonderung von Kot verstanden. In der Humanmedizin findet der Fachbegriff Defäkation Verwendung, um das Endprodukt des Verdauungsvorganges zu beschreiben. Kot ist in der Regel braun. Eine gesunde Defäkation ist jedoch der Variation zugänglich. Der Stuhlgang sieht also nicht immer gleich aus. Das gilt vor allem für Kinder. So ist insbesondere bei Säuglingen und Kleinkindern keine Seltenheit, wenn sich Farbe und Konsistenz über den Tag oder die Woche mehrmals verändern. Heller Stuhlgang bei Kindern ist meist nur vorübergehend. Der Stuhlgang wird in der Regel durch eine bestimmte Ernährungsform aufgehellt.

Eine Erkrankung liegt nur in den seltensten Fällen vor. Vor allem eine Ernährung, die sehr reich an Pflanzen ist, kann zur Erhellung des Stuhlgangs führen. Dieser wird dann oft weißgelblich, grün oder sonst hell. Eine derartig hervorgerufene Verfärbung der Defäkation ist nicht pathogen. Sie muss also nicht behandelt werden, weil kein Krankheitsfall vorliegt. Eine Therapie ist nur dann notwendig, wenn der helle Stuhlgang auf organische Ursachen zurückzuführen ist. In Betracht kommen Funktionsbeeinträchtigungen bzw. –störungen der Leber und Galle. In diesen Fällen ist der Stuhlgang fast weiß bzw. manchmal auch weiß-grau. Darüber hinaus sind auch Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse in Betracht zu ziehen.

Ursachen

Konsistenz und Farbe des Stuhlgangs werden wesentlich durch die Ernährung beeinflusst. So führt die Unzureichende Aufnahme von Flüssigkeit zu einer Erhärtung des Stuhlgangs, die auch zu weiterführenden Beschwerden führen kann. Bei Kindern ist der Einfluss der Ernährung aufgrund ihres noch nicht vollständig ausgereiften und abgeschlossenen Körperbaus verstärkt. Sie reagieren damit schneller und viel intensiver auf Veränderungen der Ernährung. Vor allem bei Kindern ist vorübergehend heller Stuhl deshalb kein Alarmsignal. Von einer Erkrankung muss im Regelfall nicht ausgegangen werden. So führt u. a. eine sehr pflanzenreiche Ernährung zu einer Aufhellung des Stuhls. Nahrungsmittel wie Spinat, Salat, Grünkohl und Gurken können eine grünliche Einfärbung verursachen.

Weitere Ursachen sind zudem Schwankungen des Vitaminhaushalts (z. B. Überschuss an Magnesium) sowie die Vergabe bestimmter Medikamente. Wenn ein Kausalzusammenhang zwischen der Einnahme von Medikamenten und der Aufhellung des Stuhlgangs des Kindes festgestellt werden kann, sollte umgehend ärztlicher Rat eingeholt werden, um Schäden der Leber oder anderer Organe ausschließen zu können.

Denn auch Schäden bzw. Funktionsstörungen der Organe können zu einer Veränderung des Stuhlgangs führen. Vor allem Erkrankungen der Leber, der Galle sowie der Bauchspeicheldrüse führen zu hellem Stuhlgang. In diesen Fällen stellt sich der Stuhlgang des Kindes als besonders hell dar. Die Farbe kann von weiß über gelblich bis hin zu grau variieren. Wichtig ist, dass die Einfärbung dann nicht nur vorübergehend ist, sondern über einen längeren Zeitraum hinweg fortbesteht. Vorübergehend heller Stuhlgang wird üblicherweise nicht durch Organschäden oder Medikamente verursacht.

In Betracht kommen können aber auch Infektionskrankheiten im Magen-Darm-Trakt. Hierbei ist der Stuhlgang oft besonders weich (Durchfall) und hierdurch aufgehellt. Bei Kindern ist das keine Seltenheit. Theoretisch denkbar sind auch eine Hepatitis B, eine Hepatitis C, Hämorrhoiden, ein Darmtumor sowie Gallensteine. Da diese Erkrankungen allerdings in der Regel bei Erwachsenen diagnostiziert werden, spielen sie als Ursache von hellem Stuhlgang bei Kindern nur eine ganz untergeordnete Rolle.

Krankheiten

  • Magen-Darm-Infekt
  • Hepatitis B
  • Hepatitis C
  • Hämorrhoiden
  • Darmtumor
  • Gallensteine

Wann zum Arzt?

Die genaue farbliche Veränderung des Stuhls ist ausschlaggebend für einen Besuch beim Kinderarzt. Denn heller Stuhlgang beim Kind ist nicht in jedem Fall besorgniserregend. Weist der Stuhl eine hellgelbe Farbe auf, ist keine ärztliche Konsultation erforderlich, da die Ursache hierfür meist Durchfall oder die Einnahme von bestimmten Medikamenten ist. Tritt die farbliche Veränderung im Zusammenhang mit einer Ernährungsumstellung auf, ist ebenfalls kein ärztlicher Rat notwendig. Wichtig ist, dass keine anderen Beschwerden auftreten!

In den meisten Fällen bleibt die farbliche Veränderung des Stuhls nur für ein paar Tage bestehen. Tritt diese jedoch über einen längeren Zeitraum oder häufiger auf, sollte vorsichtshalber ein Arzt aufgesucht werden. Auch wenn zusätzliche Veränderungen im Stuhl (z. B. Blut im Stuhl) oder Bauchschmerzen beim Kind auftreten, ist ein medizinischer Rat empfehlenswert.

Weist der Stuhl des Kindes jedoch eine farblose bzw. gräulich-weiße Färbung auf, sollte in jedem Fall ein Arzt konsultiert werden! Die farbliche Veränderung kann Hinweis auf eine ernstzunehmende Erkrankung geben, für welche eine besondere Behandlung erforderlich ist.

Diagnose und Verlauf

Die Einfärbung des Stuhlgangs muss für eine belastbare Diagnose beobachtet werden. Aufgrund der Beobachtung können auch Verlaufsprognosen angestellt werden. Aus Art und Dauer der Einfärbung kann auf die zugrundeliegende Verursachung geschlossen werden. Wichtig ist, dass eine einmalige Beobachtung nicht ausreichend ist, um einen bestimmten Anfangsverdacht zu begründen. Denn gerade bei Kindern unterliegt der Stuhlgang zahlreichen Variationen, die ausschließlich auf die Ernährung zurückzuführen sind. So ist grünlicher Stuhlgang nach pflanzenreicher Kost möglich (z. B. nachdem größere Mengen an Grünkohl, Salat oder Spinat gegessen wurden).

Kinder, die viel Fleisch gegessen haben, können auch gelblichen oder besonderen dunklen Stuhlgang abgeben. Dementsprechend ist der Stuhlgang über mehrere Tage oder Wochen hinweg beobachtet zu beobachten. Nichtsdestotrotz ist es ratsam, den Kinderarzt zu informieren. Besteht der Verdacht einer Erkrankung oder Funktionsstörung, kann eine Stuhlprobe genommen und von einem Labor untersucht werden. Hierdurch ist es möglich, potenziell in Betracht zu ziehende Organschäden zu diagnostizieren.

Auch kann untersucht werden, ob unerwünschte Stoffe im Stuhlgang enthalten sind. Vor allem wenn Medikamente verabreicht wurden, kann durch den Stuhlgang der Rückstand der Medikamente angegeben werden. Erhärtet sich der Verdacht einer Schädigung bzw. Funktionsbeeinträchtigung der Organe, werden die betroffenen Organe selbst untersucht. Aus diesen Gründen kann die Durchführung einer Magnetresonanztomographie (MRT) oder einer Computertomographie (CT) notwendig sein.

Komplikationen

Heller Stuhlgang bei Kindern ist meist harmlos. Es gibt allerdings auch bei Kindern gefährliche Erkrankungen, die für hellen Stuhlgang sorgen können. Besonders wenn der Stuhlgang weiß, grauweiß oder farblos ist, deutet das auf fehlende Gallenflüssigkeit hin. In vielen Fällen ist dann der Gallengang verschlossen. Es können schwere Koliken auftreten. Der Stuhlgang ist in diesem Fall besonders übel riechend. Da keine Gallenflüssigkeit mehr in den Darm gelangt, ist die Fettverdauung gestört.

Des Weiteren verfärbt sich der Urin braun. Es zeigen sich die Symptome einer Gelbsucht. In diesen Fällen kann auch eine schwere Erkrankung der Leber vorliegen. Bei Kindern wird es sich hauptsächlich um eine infektiöse Hepatitis A handeln, die fäkal-oral oder über verunreinigte Nahrungsmittel übertragen werden kann. Aber auch bei Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse wie einer Pankreatitis kommt es häufig zu weißem oder lehmfarbenem Stuhlgang, weil die Enzyme für die Fettverdauung fehlen.

Außerdem führen auch schwere Infektionen des Darms öfter zu hellen Stühlen bei Kindern. Hier ist eine gelblich-graue Verfärbung des Stuhlgangs auffällig, die durch Schleim oder Eiter verursacht wird. Je nach Erreger können solche Darminfektionen sehr heftige Beschwerden verursachen, die unter Umständen sogar eine schwere Dehydratation zur Folge haben. Sehr selten werden bei Kindern helle Stühle durch Gallensteine, Krebs oder schwere nichtinfektiöse Lebererkrankungen hervorgerufen.

Behandlung und Therapie

Sofern eine Behandlung notwendig ist, richtet sie sich nach der Grunderkrankung. Heller Stuhlgang, der auf die Ernährung zurückzuführen ist, muss nicht therapiert werden. Es liegt kein behandlungsbedürftiger pathogener Zustand vor. Ggf. kann aber die Anfertigung eines Ernährungsprotokolls sinnvoll sein, um stuhlfärbende Nahrungsmittel zu identifizieren.

Schädigungen bzw. Funktionsstörungen der Organe werden medikamentös behandelt. Insbesondere bei Erkrankungen der Leber oder einer Hepatitis werden Medikamente wie Adefovir, Interferon und Lamivudin verabreicht. Bei Kindern stellen Medikamente allerdings in diesem Zusammenhang immer nur die letzte zur Verfügung stehende therapeutische Maßnahme dar.

Hier finden Sie Ihre Medikamente

Aussicht und Prognose

In vielen Fällen ist ein heller Stuhlgang bei Kindern harmlos und muss nicht weiter behandelt werden. Dies ist vor allem dann der Fall, wenn der helle Stuhlgang bei Kindern nur temporär auftritt und nicht mit weiteren Beschwerden verbunden ist. Vor allem nach dem Verzehr bestimmter Nahrungsmittel kann der Stuhlgang hell erscheinen. Sollte es allerdings permanent zu dieser Beschwerde kommen, so muss in der Regel ein Arzt aufgesucht werden, um die Grunderkrankung zu diagnostizieren, die für den hellen Stuhlgang verantwortlich ist. Dabei kommt es ohne Behandlung in der Regel zu keiner Selbstheilung.

Auch verschiedene Durchfallerkrankungen oder Infekte des Magen-Darm-Traktes können zu einem hellen Stuhlgang bei Kindern führen und damit Lebensqualität verringern. Dabei verschwindet die Beschwerde allerdings wieder, wenn der Infekt bekämpft wurde. Auch bei Beschwerden der Leber oder der Galle kann es zu diesem Symptom kommen, wobei es allerdings auch zu einer Gelbsucht kommt. Der weitere Verlauf dieser Beschwerde hängt damit stark von der Ursache ab, sodass eine allgemeine Voraussage in der Regel nicht möglich und auch nicht sinnvoll ist.

Vorbeugung

Heller Stuhl bei Kindern kann wesentlich über die Ernährung gesteuert werden. Es ist auf eine möglichst gleichmäßige und ausgewogene Nahrung zu achten, die reich an Ballaststoffen und Vitaminen ist. Außerdem müssen Kinder genügend trinken.

Heller Stuhlgang

Ein heller Stuhlgang muss kein Anzeichen für eine Erkrankung sein. Der Stuhlgang ist stark von unserer täglichen Nahrungszufuhr geprägt. So kann beispielsweise ein dunkler bis schwarzer Stuhlgang durch den Genuss von Rotwein entstehen. Allerdings kann häufiger heller Stuhl auch ein Hinweis auf Organschäden sein, insbesondere im Bereich der Galle oder der Leber. Im folgenden werden mögliche Verdauungskrankheiten aufgezeigt, die für hellen Stuhl in Frage kommen könnten.

Inhaltsverzeichnis

Stuhl ist ein Endprodukt der Verdauung

Der Stuhl ist ein Endprodukt der Verdauung. Der Stuhlgang besteht hauptsächlich aus Nahrungsresten, die der Mensch zwar aufgenommen aber nicht verdaut hat. Weitere Bestandteile sind Verdauungssäfte, Darmschleimhautzellen und Bakterienstämme. Fett ist bei gesunden Menschen im Stuhl im Normalfall wenig vorhanden. Der Anteil liegt durchschnittlich bei 3,5 Gramm pro 100 Gramm Stuhlmenge. Ein medizinisch nicht auffälliger Stuhlgang hat eine gelbbraune Farbe. Menschen, die übermäßig viel Fleisch essen, weisen im Allgemeinen einen dunkel gefärbten Stuhl auf. Das bedeutet: Je mehr Fleisch gegessen wird, um so dunkler ist auch die Stuhlfarbe. Ein Erwachsener weist eine Stuhlmenge von durchschnittlich 200 bis 300 Gramm pro Tag auf. Essen Menschen mehr oder nehmen übermäßig Ballaststoffe – beispielsweise durch eine vegetarische Ernährung- zu sich, kann die Stuhlmenge auch höher ausfallen. Die Stuhlfarbe wird durch Sterkobilin gebildet.

Die Untersuchung einer Stuhlprobe gibt Aufschluss über die Ursachen des hellen Stuhlgangs. (Bild: absolutimages/fotolia.com)

Unterschiedliche Anzeichen von hellem Stuhlgang

Ein heller Stuhlgang muss für sich noch kein Symptom für eine vorliegende Krankheit sein, insbesondere wenn dieser nur einmalig auftritt. Tritt dieser dauerhaft beziehungsweise mehrmalig auf, sollten Betroffene den Weg zum Arzt nicht scheuen, da eine helle Stuhlfarbe ein Anzeichen für eine Hintergrundkrankheit sein kann. Bei einer ersten Sichtung durch ein medizinisches Labor oder Arzt wird die Farbe des Stuhls genauer definiert. Die Unterscheidung ist wichtig, um weitere Diagnoseschritte zu unternehmen.

Weißer Stuhlgang

Bei weißem, farblosen oder grauweißen Stuhl, der zusätzlich über eine nicht übliche Formung verfügt, spricht die konventionelle Medizin von “ancholischem Stuhl”. Patienten beschreiben den Stuhl auch als „weiß, zerhackt oder zerfahren“. Meist liegt die Ursache in einem teilweisen oder vollständigen Verschluss des Gallengangs. Dadurch kann der Gallenfarbstoff nicht mehr den Stuhl im Darm erreichen. Die Folge: Der Stuhl verliert seine eigentliche Farbe, wirkt dabei farblos oder hell. Mögliche Ursachen für einen Gallengangverschluss sind zum Beispiel Gallensteine sowie gut- oder bösartige Tumore. Ein Besuch bei einem Arzt ist unbedingt angezeigt, weil es bei diesem Erscheinungsbild zu weiteren Komplikationen kommen kann.

Bei Neugeborenen kann ein sehr heller Stuhlgang auf eine Gallengangatresie, also einen Verschluss der ableitenden Gallenwege hinweisen. Ein solcher Verschluss muss umgehend behandelt werden. In der Regel wird der Stuhl der Neugeborenen direkt im Krankenhaus über ein sogenanntes Stuhlkarten-Scree­ning überprüft.

Gelber Stuhlgang

Hat der Stuhl eine helle, gelbe Farbe, könnte die Stuhlfarbe von antibiotischen Arzneimitteln (Antibiotika) erzeugt worden sein. Gelber Stuhlgang tritt auch bei Durchfall oder flüssigen Stuhl auf. Säuglinge weisen ebenfalls oft einen gelben bis gelblich-braunen Stuhlgang auf. Dies ist kein Zeichen für eine Krankheit, sondern gilt medizinisch gesehen als normal.

Grüner Stuhlgang

Heller Stuhl mit grüner oder grün schimmernder Farbe kann ebenfalls bei Durchfall entstehen. Das kann daran liegen, weil die Gallenflüssigkeit nicht genügend Zeit hatte, im Darm den Kot in eine braune Farbe umzuwandeln. Der Stuhl bleibt also grünlich hell. Wurde die Darmflora durch eine langanhaltende Medikamententherapie mit Antibiotika geschädigt, könnte ebenfalls ein grüner Stuhlgang auftreten. Um die geschädigte Darmflora wieder aufzubauen, empfiehlt die Naturheilkunde eine Darmsanierung. Dadurch kann der Wiederaufbau einer bakteriellen Darmflora unterstützt werden.

Daneben kann auch die zuvor getätigte Nahrungsaufnahme zu einem grünen Stuhl führen. Das passiert, wenn beispielsweise viel nicht gekochtes, vordergründig grünes Gemüse, gegessen wurde. Verspeister Spinat, Brokkoli oder Blattsalate können ebenfalls zu einer grünen Farbe führen.

Grauer Stuhlgang

Liegt eine Weiß-Grau oder Gelblich-Graue Stuhlfarbe vor, könnte sich Schleim oder Eiter im Darmendprodukt befinden. Dieser stammt aus dem Darm und kann ein Anzeichen für unterschiedliche virale oder bakterielle Infektionskrankheiten sein. Ein Besuch beim Hausarzt ist von Nöten, um die Ursache der Erkrankung zu ergründen.

Roter Stuhlgang

Hellroter oder roter Stuhl weist auf eine Blutung im Dickdarm oder Enddarm hin. Blutungen können durch Tumore, Entzündliche Stellen und Durchfall auftreten. Möglich sind auch starke Blutungen im oberen Darmtrakt. Ist das Blut auf dem Stuhl gelagert, sind in den meisten Fällen Hämorrhoiden dafür verantwortlich. Roter Stuhl kann aber auch durch Lebensmittel wie Rote Beete entstehen.

Heller Stuhlgang und dunkles Urin

Heller Stuhl mit gleichzeitigem Auftreten von dunklem Urin kann auf einen Gallemangel im Darm hinweisen. Ist der Stuhl weiß bis grau, kann dies auf einen vollständigen Mangel von Galle hindeuten. In weiteren Fortgang kann der Gallenstau zu einer Gelbsucht mit den typischen Symptomen wie gelber Hautfarbe führen. Als erstes deutliches Signal kann eine gelbliche Farbe in den Augen gesehen werden. In der Fachmedizin wird Gallenstau in der Leber und im Körper mit der Bezeichnung Cholestase geführt.

Welche Ursachen gibt es für hellen Stuhlgang?

Die Farbe des Stuhlgangs kann wie erwähnt durch die vorige Nahrungszufuhr maßgeblich verändert werden. Das gilt besonders dann, wenn ein heller Stuhl nur einmalig auftritt. Ist die Stuhlfarbe dauerhaft viel heller bzw. weiß bis gräulich, so können unterschiedliche Hintergrunderkrankung ursächlich sein. Störungen der Bildung von Galle können bei Leberkrankheiten auftreten. Meist liegt eine Entzündung der Leber (Hepatitis) vor.

Störungen des Galle-Abflusses aus der Leber in den Dünndarm oder sogar eine völlige Unterbrechung kann auf einen Gallengangverschluss weisen. Dieser kann in vielen Stellen des Gallenwegsystems auftreten.

Vielmals ist jedoch eine Infektionskrankheit verantwortlich, die sich mit Durchfall äußerst. Mediziner vermuten, dass es dabei zu einer Schwellung der Schleimhaut an der Einmündungsstelle des Gallengangs in den Zwölffingerdarm kommt. Die helle Farbe verschwindet, sobald die Erkrankung vergangen ist.

Ein weiterer häufiger Grund sind Gallensteine oder seltener Tumore in den ableitenden Gallenwegen, die einen Gallenstau verursachen. Ursache hierfür kann eine Bauchspeicheldrüsenentzündung oder im schlimmsten aber seltenen Fällen Bauchspeicheldrüsenkrebs sein. (sb)

Quellen anzeigen Autor: Sebastian Bertram Quellen:

  • Mayo Clinic: Stool color: When to worry (Abruf: 02.10.2019), mayoclinic.org
  • Sven-David Müller, Christiane Weißenberger: Ernährungsratgeber Leber und Galle: Genießen erlaubt, Schlütersche Verlagsgesellschaft 2010
  • Deutscher Ärzteverlag GmbH: Gallengangatresie: Stuhlkarten-Scree­ning bei Neugeborenen verhindert Transplantationen, Januar 2017, aerzteblatt.de
  • Steven K. Herrine: Cholestase, MSD Manual, Mai 2018, msdmanuals.com
  • Gerd Herold, Innere Medizin 2019, Selbstverlag 2018
  • Jan Behrends, Josef Bischofberger, u.a.: Duale Reihe Physiologie, Thieme, 3. Auflage, 2016

Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen.

Weißer Stuhlgang – warum kommt es zur Verfärbung?

Im Normalfall nimmt der Stuhl eine bräunliche Farbe an, dies gilt allgemein als gesund. “Hauptsächlich ist die Galle für die Farbe des Stuhls verantwortlich”, sagt Trautwein. Ob roter, grüner Stuhlgang, schwarzer Stuhl, orange oder weiß: “Eine Verfärbung kann natürlich auch immer mit vorher verspeisten, verfärbenden Lebensmitteln zusammenhängen”, so der Experte. Ein Beispiel: Rote Bete führt oftmals zu rotem Stuhl. Genauso können auch Medikamente oder Nahrungsergänzungsmittel dafür verantwortlich sein, dass der Stuhl eine andere Farbe annimmt.

Sie können eine Verfärbung des Stuhls durch Nahrung oder Medikamente ausschließen? Dann mangelt es dem Körper wahrscheinlich an den für die Braunfärbung verantwortlichen Gallensäften. Die Ernährung spielt in diesem Fall also keine Rolle, es könnte mitunter sogar eine Krankheit vorliegen. Der Arztbesuch ist ein Muss.

Symptome & Beschwerden Was der Stuhlgang über die Gesundheit verrät

Heller bis weißer Stuhlgang: Probleme mit der Galle

Laut Professor Trautwein liegt der Bereich des hell/weißen und gräulichen Stuhls meist eng beieinander. “Dieser Stuhlgang tritt dann auf, wenn der Gallenfluss unterbrochen ist, da die Galle den Stuhl braun färbt. Abhängig von der Dauer und der Situation kann die Farbe aber durchaus etwas variieren”, sagt er. Tritt der weiße Stuhlgang nur einmalig auf, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass es sich um ein ernährungsbedingtes Symptom handelt. Wenn es häufiger zu einer hellen Färbung des Stuhls kommt, so kann es sich um ein ernsthaftes Problem handeln, welches von einem Arzt untersucht werden sollte.

“Der Stuhl wird hell und weißlich – mitunter sogar lehmfarben, wenn keine Galle mehr fließt”, sagt Trautwein. Heißt: es gibt zu wenig Gallenflüssigkeit (Verdauungssäfte) und es liegt ein Gallenmangel vor. Wenn der Stuhl schließlich grau-weißlich ist, kann das ein Anzeichen dafür sein, dass ein vollständiger Gallenmangel vorliegt. Es können die Gallenwege verschlossen sein, zum Beispiel durch Gallensteine oder Tumore (gutartig oder bösartig). Häufig tritt solch ein weißer Stuhlgang mit anderen Verdauungsbeschwerden auf, etwa mit Bauchschmerzen, Völlegefühl oder Magenkrämpfen.

Weißer Stuhlgang – diese Krankheiten sind möglich

Weißer Stuhlgang kann ein Anzeichen für eine Erkrankung sein

Manchmal wird auch ein Infekt von hellem Stuhlverfärbung begleitet. Dieser äußert sich zusätzlich häufig durch Übelkeit oder Durchfall. Sobald die meist harmlose Durchfallerkrankung überwunden ist, normalisiert sich auch der Stuhlgang wieder. Möglich sind aber auch Lebererkrankungen, die zu Problemen bei der Gallenbildung führen können.

Auch ein Gallengangverschluss kann am weißen Stuhlgang schuld sein. Dieser geht meist mit einer Störung oder Unterbrechung des Galleabflusses aus der Leber in den Dünndarm einher. Genauso kann sich ein heller Stuhlgang auch aufgrund von Gallensteinen, Gallenblasenentzündungen, Sichelzellenanämie, genetischen Erbkrankheiten (z.B. Thalassaemie), Lassafieber, seltenen Tumoren, Bauchspeicheldrüsenentzündungen oder Bauchspeicheldrüsenkrebs zeigen.

Diese Erkrankungen können Auslöser für weißen Stuhlgang sein:

  • Bauchspeicheldrüsenentzündungen
  • Bauchspeicheldrüsenkrebs
  • Biliäre Zirrhose
  • Erbkrankheiten wie Thalassaemie
  • Gallensteine
  • Lassafieber (wird von Nagetieren verursacht und auf den Menschen übertragen)
  • Obstruktion der Gallenleitung (Gallenblasenentzündung)
  • Schwere Leberkrankheiten (z.B. Hepatitis A, B, C, D, fulminante Leberinsuffizienz, Leberzirrhose, Tumor)
  • Sichelzellenanämie
  • Sklerosierende Cholangitis
  • Tumorerkrankungen der Galle

Medikamente, die zu weißem Stuhlgang führen können

Auch nach der Aufnahme von Röntgenkontrastmittel kann es zu einem weißlichen Stuhlgang kommen. Doch meistens verändert sich die Farbe des Stuhls wieder von selbst nach ein paar Tagen. Genauso ist es möglich, dass der sehr helle Stuhlgang durch die Einnahme von bestimmten Antibiotika, Magnesium sowie Medikamente mit enthaltenem Aluminiumhydroxid oder Kaolin entsteht.

Weißer Stuhlgang – wann zum Arzt?

Wenn der sehr helle bzw. weiße Stuhlgang über einen längeren Zeitraum hinweg auftritt, sollten Sie die Ursache in jedem Fall von einem Arzt abklären lassen. Besonders wenn Sie zusätzlich unter Begleitsymptomen wie Krämpfen, Fieber, Übelkeit, Muskelschmerzen oder Durchfall leiden. Keine Sorge, nicht immer muss man bei weißem Stuhlgang auch wirklich von einer ernsthaften Erkrankung ausgehen.

About the author

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.