Strickjacke für baby selber stricken

Baby-Cardigan stricken: Anleitung für eine süße Strickjacke

Baby-Cardigan stricken – hier ist die Strickanleitung:

Größe: 74/80; 86/92; 98/104

Die Angaben für die kleine Größe stehen vor der Klammer, für die größeren Größen in den Klammern, jeweils durch Schrägstriche getrennt. Steht nur eine Angabe, gilt sie für alle Größen.

Stricknadeln 4, eine Hilfsnadel zum Abketten der M sowie 5 Knöpfe
 (Ø 18 mm)

Kraus re: Jede R re stricken; auch die Randm in jeder R re stricken.

Maschenprobe: Mit Nadeln 4 kraus re: 21 M und 42 R = 10 cm x 10 cm.

© Brigitte

Jacke: Bis zu den Armausschnitten in einem Stück stricken.
 133 (149/165) M anschlagen und kraus re stricken. Dabei beim linken Vorderteil 5 Knopflöcher einarbeiten, das 1. in 3 (2/2) cm Höhe, die übrigen 4 im Abstand von je 5(6/7) cm. Dafür in Hinr bis 6 M vor Ende der R stricken, dann 2 M re zusammenstricken, 1 Umschlag arbeiten und die restlichen 4 M stricken. Den Umschlag in der nächsten R re stricken. Gleichzeitig in 17 (19/21) cm Höhe für die Armausschnitte in einer Hinr 31 (35/39) M stricken und stilllegen, 8 M abketten, 55 (63/71) M stricken und stilllegen, 8 M abketten.
 Über die folgenden 31 (35/39) M das linke Vorderteil weiterstricken, dabei die restlichen Knopflöcher einarbeiten.
 In 25 (28/32) cm Höhe für den Halsausschnitt 1 x 9 (10/11) M, dann in jeder 2. R 1 x 2 M und 4 x
1 M abketten.
 In 30 (34/38) cm Höhe die restlichen 16 (19/22) Schulter­M stilllegen. Über die mittleren 55 (63/71) M für das Rückenteil weiter gerade hoch stricken. 
In 30 (34/38) cm Höhe, nach einer Rückr, die M stilllegen.
 Über die stillgelegten 31 (35/39) M das rechte Vorderteil gegengleich zum linken Vorderteil beenden.

Tasche: Für ca. 7 cm Breite 17 M anschlagen und kraus re stricken. In 7 cm Höhe in einer Rückr die M gerade abketten. Die 2. Tasche ebenso stricken.

Aausarbeitung: Die Teile spannen und unter feuchten Tüchern trocknen lassen.
 Zum Schließen der Schulternähte die Teile rechts auf rechts zusammen legen, sodass die Nadeln aufeinanderliegen. Nun mit der Hilfsnadel immer je 1 M beider Nadeln re zusammenstricken, dabei die M gleichzeitig abketten.

Für den Kragen aus dem Halsausschnitt des rechten Vorderteils ca. 20 (24/26) M rausstricken, die stillgelegten 23 (25/27) M des Rückenteils re stricken und aus dem Halsausschnitt des linken Vorderteils noch ca. 20 (24/26) M rausstricken = ca. 63 (73/79) M. Weiter kraus re stricken. In ca. 8 cm Kragenhöhe die M locker abketten. Die Ärmelnähte schließen und die Ärmel einnähen. Die Taschen auf die Vorderteile nähen, dabei ca. 5 (6/7) cm von den vorderen Kanten und ca. 3 cm von der Anschlagkante entfernt beginnen. Die Knöpfe annähen.

Natürlich können nicht nur Socken, Schühchen, Mützen oder Handschuhe für Babys gestrickt werden, sondern ebenso auch Pullover, Jacken, Strampler und Hosen. Pullover und Jacken sind zwar nicht ganz so einfach zu stricken, allerdings durchaus auch für Anfänger möglich. Sinnvoll ist dann aber, zunächst eher schlichte Modelle auszuwählen und entweder kraus oder glatt rechts zu stricken. Sind die Kleidungsstücke fertig, können sie dann mit Stickereien oder aufgenähten Applikationen verschönert werden. Direkt schon zu Beginn auch noch komplizierte Muster zu stricken, wird schlichtweg zu schwierig.

Strickanleitung für eine schlichte Babyjacke

Die folgende Strickanleitung führt zu einer schlichten Babyjacke. Die Blenden werden dabei kraus rechts gestrickt, bestehen also ausschließlich aus rechten Maschen. Das Grundmuster wird glatt rechts gearbeitet, wozu die Hinreihen mit rechten und die Rückreihen mit linken Maschen gestrickt werden. Für eine Babyjacke in Größe 68 werden etwa 200g Wolle benötigt. Die Strickanleitung geht dabei davon aus, dass für ein 10 x 10cm großes Quadrat 28 Maschen und 38 Reihen benötigt werden.

Das linke Vorderteil

Zuerst wird das linke Vorderteil angefertigt. Dazu werden 36 Maschen angeschlagen und 2cm hoch kraus rechts gestrickt. Danach geht es mit dem Grundmuster weiter, was bedeutet, dass die Hinreihen rechts und die Rückreihen links gestrickt werden. Ist die Strickarbeit 25cm hoch, wird der Halsausschnitt eingearbeitet. Dazu werden jeweils in den Hinreihen Maschen abgenommen, indem zwei Maschen zu einer Masche zusammengestrickt werden. Beim ersten Mal werden vier Maschen abgenommen, in der nächsten Hinreihe 3 Maschen. In den beiden folgenden Hinreihen sind es jeweils 2 Maschen und in den beiden danach folgenden Hinreihen jeweils eine Masche. Dann werden die verbliebenen Maschen weitergestrickt, bis die Strickarbeit 31cm hoch ist und abgekettet.

Das rechte Vorderteil wird gegengleich gearbeitet. Das bedeutet, dass es genauso gestrickt wird wie das linke Vorderteil, nur dass die Abnahmen für den Halsausschnitt auf der anderen Seite erfolgen.

Das Rückenteil

Für das Rückenteil werden 78 Maschen angeschlagen. Zunächst wird dann 2cm hoch das Blendenmuster gestrickt, danach geht es mit dem Grundmuster weiter. Nach 30cm ab dem Anschlag wird der Halsausschnitt gestrickt. Dazu werden zuerst 28 Maschen gestrickt. Dann wird eine zweite Stricknadel hinzugenommen und mit dieser Stricknadel werden die mittleren 22 Maschen abgekettet. Die weiteren 28 Maschen werden nun ebenfalls mit der zweiten Stricknadel abgestrickt. Die beiden Schulterpartien werden jetzt getrennt voneinander beendet, indem jeweils in der nächsten Hinrunde 3 und in der übernächsten Hinrunde 2 Maschen abgenommen werden. Nach der Rückrunde werden die Maschen dann abgekettet.

Die Ärmel

Für einen Ärmel werden 40 Maschen angeschlagen. Auch der Ärmel beginnt wieder mit dem Blendenmuster und geht dann mit dem Grundmuster weiter. Dabei wird zunächst siebenmal in jeder 3. Reihe jeweils eine Masche zugenommen. Danach kommt 15 Mal in jeder 2. Reihe eine neue Masche dazu. Am Ende besteht der Ärmel somit aus 84 Maschen und wird mit einer Gesamthöhe von 16cm abgekettet. Der zweite Ärmel wird genauso gearbeitet.

Die Fertigstellung

Nun werden die Strickteile gespannt, angefeuchtet und nach dem Trocknen miteinander vernäht. Für die Halsblende werden dann 84 Maschen angeschlagen, 2cm hoch im Blendenmuster gestrickt und an den Rand am Halsausschnitt genäht. Anschließend werden 78 Maschen angeschlagen, ebenfalls im Blendenmuster gestrickt und als Verschlussblende an eines der Vorderteile genäht. Dieses wird dann ein zweites Mal wiederholt.

Babyjacke stricken: Anleitung, Strickschrift und Schnitt

Weiß, weich und absolut niedlich. So muss eine gescheite Babyjacke sein. Und da selbstgestrickt immer schöner ist, gibt’s bei uns eine Strickanleitung mit kostenlosem Download von Strickschrift und Schnitt. Viel Spaß beim Nachstricken! Plus: Die passende Babymütze haben wir auch!

Material für die Babyjacke

• 125g (150/175) Wolle, Lauflänge 85m, zum Beispiel Schachenmayr Baby Wool
• Rundstricknadeln und ein Nadelspiel 2,5 bis 3,5
• 4 Knöpfe nach eigener Wahl
• Strickschrift für die Babyjacke (kostenloser Download)
• Schnitt der Babyjacke (kostenloser Download)

Allgemeines und Grundmuster

Die Angaben für Größe 62/68 stehen vor der Klammer, für Größe 74/80 in der Klammer vor dem Schrägstrich, für Größe 86/92 in der Klammer nach dem Schrägstrich. Steht nur eine Angabe, gilt diese für alle Größen.

• Rippenmuster: 2 M rechts, 2 M links im Wechsel.

• Zopfmuster: In Hinr bzw. ungeraden Runden nach Strickschrift stricken, in Rückr bzw. geraden Runden die M stricken wie sie erscheinen (d.h. linke Maschen werden links, rechte Maschen rechts abgestrickt).

• In 1. R bei der Jacke beim Rückenteil, beim linken Vorderteil und bei den Ärmeln nach der Randm wie gezeichnet beginnen, den Rapport von 7 M stets wiederholen, restliche M anpassen, Randm.

• Maschenprobe: Im Zopfmuster: 32 M und 38 R/Rd = 10 x 10 cm.

• Tipp für Strickanfänger: Die Babyjacke wird genauso niedlich, wenn Sie statt dem schwierigeren Zopfmuster glatt rechts stricken.

Strickanleitung für die Babyjacke

➤ Rückenteil

• Gesamthöhe 21 (24/27) cm.

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➤ Linkes Vorderteil

• 20 (24/31) M anschlagen und im Zopfmuster stricken. Dabei für die Rundung am linken Seitenrand am Ende der 1. Hinr 1x 6 M, dann in jeder 2. R 1x 4 M und 2x 2 M neu anschlagen und im Zopfmuster stricken, weiter 4x in jeder 2. R und 1x in 4. R vor der Randm am linken Rand dem Zopfmuster entsprechend 1 M rechts oder links verschränkt aus dem Querfaden stricken = 39 (43/50) M.

• Das Zopfmuster endet am linken Rand für Größe 62/68 mit 4 M rechts für den Zopf, Randm; für Größe 74/80 und 86/92 mit 1 M rechts, Randm.

• Für den Armausschnitt am rechten Rand in 10 (12/14) cm Höhe 7 M wie beim Rückenteil abketten = 32 (36/43) M.

• In 16 (19/22) cm Höhe am linken Seitenrand für den Halsausschnitt 6 (7/8) M und in jeder 2. R 1x 2 M und 4 (5/5)x 1 M abketten.

• Für die Schulterschrägung am rechten Rand in 20 (23/26) cm Höhe 20 (22/28) M wie beim Rückenteil abketten.

• Gesamthöhe 21 (24/27) cm.

➤ Rechtes Vorderteil

• Gegengleich stricken.

• Das Zopfmuster in 1. R nach der Randm bei Größe 62/68 mit 2 M links, bei Größe 74/80 und 86/92 mit 3 M rechts beginnen. Für die Rundung am rechten Seitenrand die M am Ende der Rückr neu anschlagen bzw. vor der Randm aus dem Querfaden stricken.

➤ Ärmel
• 42 (42/50) M anschlagen und 2 cm im Rippenmuster für das Bündchen stricken; mit 1 Rückr beginnen und in letzter Rückr verteilt 9 (9/8) M zunehmen = 51 (51/58) M.

• Weiter im Zopfmuster stricken. Dabei für die Ärmelschrägungen beidseitig in 3. R ab Bündchen 1×1 M, dann:
für Größe 62/68 in jeder 4. R 9x 1 M
für Größe 74/80 in jeder 4. R 10x 1 M und in jeder 2. R 2x 1 M
für Größe 86/92 in jeder 6. R 4x 1 M und in jeder 4. R 8x 1 M zunehmen
= 71 (77/84) M.

• Gesamthöhe 18 (21/24) cm

• Beide Ärmel gleich arbeiten.

➤ Ausarbeiten
• Teile spannen anfeuchten und trocknen lassen.

• Schulternähte schließen, Ärmel einnähen, Ärmel und Seitennähte schließen.

• Für die Vorderteilblenden und die untere Rückenteilblende mit der Rundstricknadel aus dem geraden Rand des linken Vorderteils 30 (41/48) M, aus der anschließenden Rundung 18 M, bis zur Seitennaht 18 (21/29) M = 66 (80/95) M herausstricken, dann aus dem Anschlagrand des Rückenteils 72 (80/94) M aus den Rändern des rechten Vorderteils 66 (80/95) M herausstricken = insgesamt 204 (240/284) M.

• Im Rippenmuster stricken, dabei in 1. R = Rückr nach der Randm mit 2 M links beginnen. In 2. R in die Blende des linken Vorderteils 3 Knopflöcher arbeiten. Dafür vom Halsausschnittrand ausgehend die Randm und 6 (10/12) M stricken, 2 M im Rippenmuster zusammenstricken, 1 Umschlag, ¤ 8 (12/14) M stricken, 2 M im Rippenmuster zusammenstricken, 1 Umschlag, ab ¤ 1x wiederholen, restliche M stricken.

• Die Umschläge in folgender R im Rippenmuster stricken. Nach 5 R alle M abketten.
Für die Ausschnittblende aus dem gesamten Halsausschnittrand mit Blendenrändern 72 (76/80) M mit der Rundstricknadel auffassen und im Rippenmuster stricken, dabei in 1. Rückr nach der Randm mit 2 M links beginnen.

• In 3. R für das 4. Knopfloch die Randm und 2 M rechts stricken, 1 Umschlag arbeiten, folgende 2 M links zusammenstricken, den Umschlag in folgender R rechts stricken. Nach 5 R alle M abketten. Knöpfe annähen.

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Stricktipp Ärmel annähen

Einwandfreie Maschen, der perfekte Schnitt, ihr Strickwerk ist gut gelungen. Doch die Nähte misslingt Dir leider? Die Lösung: der Matratzenstich. Zum Beispiel für das Annähen von Ärmeln ist er optimal. Sehr wichtig beim Ärmel annähen oder beim Zusammennähen von anderen Einzelteilen ist natürlich die Verwendung einer dicken Sticknadel ohne Spitze, sodass das Spalten des Garns beim Einstechen vermieden werden kann. Schön wird Dein Kleidungsstück natürlich, wenn Du zum Zusammennähen das Originalgarn nutzt, doch auch Kontrastnähte geben Strickwerken einen besonderen Pfiff. Natürlich kannst Du auch auf dünne und farblich passende Wolle oder Baumwolle umsteigen, passe jedoch bei der Verwendung von Nähgarn auf. Dieses ist eher weniger geeignet, da es nicht elastisch ist.

Matratzenstich zum Ärmel annähen

Du willst wissen, wie der Matratzenstich funktioniert? Wichtig ist zunächst, der Stich wird immer von der Außenseite des Strickwerks her ausgeführt. Nehmen wir das Annähen von Ärmeln als Beispiel: Beginne das Annähen mit dem Schließen der Schulternaht im Maschenstich und markiere Dir die Mitte des Ärmels mit einer Sicherheitsnadel. Nun lege die einzelnen Teile mit der rechten Seite nach oben aufeinander. Achte darauf, dass die Schulternaht der Ärmelmitte genau gegenüber liegt. Die Naht beginnst Du nun an der Schulternaht. Verbinde dabei den Querfaden zwischen der Randmasche und der letzten Masche vor der Schulternaht mit der mittleren Masche des Ärmels sofern Du eine ungerade Maschenzahl haben. Bei einer geraden Maschenzahl verbinde den Querfaden zwischen der Randmasche mit den beiden mittleren Maschenhälften. Fasse dann den Querfaden zwischen der Randmasche und der ersten Masche hinter der Schulternaht auf und ziehe diesen fest. Die Mitte des Ärmels sollte dann exakt auf der Schulternaht liegen. Lasse nun eine Hälfte des Nähfadens dort ruhen, während Du mit der anderen Hälfte die Naht schließt.

Das weitere Zusammennähen geschieht in Anlehnung an die Maschenprobe. Liegt beispielsweise ein Verhältnis von zwei Maschen zu drei Reihen vor (quasi 16 Maschen und 24 Reihen), musst Du also zwei Maschen auf drei Reihen verteilen, um eine glatte Naht zu erhalten. Verbinde dazu den Querfaden von Vorder- bzw. Rückteil mit der ersten Hälfte einer Masche des Ärmels unterhalb des Abkettrandes. Den folgenden Querfaden verbindest Du mit der zweiten Hälfte der Masche des Ärmels. Danach verbindest Du den wiederum folgenden Querfaden mit der folgenden ganzen Masche des Ärmels. Die Arbeitsschritte wiederholst Du und ziehst den Faden nach jeweils zwei bis drei Zentimeters an. Das Ergebnis sollte eine saubere und elastische Naht sein. Verfahre auf der anderen Seite ebenso.

Bei einer abweichenden Maschenprobe ändert sich der Rhythmus der Naht natürlich entsprechend. Um diesen festzulegen, vergleiche die Maschenzahl des Ärmels und die Reihenzahl des Vorder- und Rückenteils, die Du für zehn Zentimeter benötigst. Ermittele das Verhältnis dieser Maschen zueinander und lege den Rhythmus in Anlehnung daran fest. Mit dieser kleinen Kopfarbeit kommst Du der Perfektion direkt ein Stückchen näher. Dennoch ist ein gewisses Maß an Improvisation erlaubt. Noch ein kleiner Tipp zum Schluss: Spanne die Schulter- und Ärmelnaht noch einmal kurz und feuchte diese an, um eine besonders flache Naht zu erhalten.

In den Kommentaren zu meiner Ärmelmisere hat sich abgezeichnet, dass es großen Bedarf an einem Beitrag gegen die gemeine Zusammennäh-Unlust gibt.
Fertig gestrickte Schönheiten schlummern vergessen in den Tiefen der Strickkiste, weil sich einfach kein Heinzelmännchen findet, das sich der Nähte annehmen möchte. Ebenso scheinen lose Fäden wahrlich unermessliches Grauen hervorzurufen und die Freude auf ein neues, wochenlang in Vorfreude gestricktes Pullöverchen völlig in den Hintergrund zu drängen. Auch hier versacken unzählige, eigentlich fertige Projekte in dunkeln Ecken. Doch heute soll es um Nähte gehen.

Lasst uns mal ehrlich sein: So schlimm ist es ja eigentlich nicht. Oder doch?
Ich kann es verstehen, von Herzen. Auch da habe ich in meinen Jahren des eifrigen Strickens dazugelernt und möchte euch teilhaben lassen.

Für mich war das Schlimmste am Zusammennähen stets die Tatsache, dass die Nähte – gelinde gesagt – unschön aussahen. Ich muss dazu sagen, dass ich – Schneiderlein, das ich bin – sehr pingelig sein kann, wenn es um die Makellosigkeit von Nähten geht. Seit ich mir allerdings diverse Videos zu Gemüte geführt habe, produziere ich nun wunderbar gleichmäßige Nähte und habe die Unlust weitestgehend verloren, da die Freude über die gelungene Naht überwiegt.

Jede Naht will anders zusammengenäht werden, darum stelle ich euch hier nun einige Videos aus dem umfangreichen Technik-Video-Fundus von DROPS vor. Es lohnt sich übrigens dort generell ein bisschen zu stöbern – was es nicht alles zu lernen gibt!

Seitennähte:
Für Kraus-rechts-Strickstücke bietet sich diese Variante an. Die Naht ist weitestgehend unsichtbar:

Schick, oder?
Ein bisschen anders funktioniert es bei Glatt-rechts-Gestricktem, dafür ist diese Naht tatsächlich nicht zu sehen. Warum dieser Stich nun „Matratzenstich“ genannt wird, darf man mich allerdings nicht fragen …

Auch nicht schwer, oder?
Man braucht also keine wulstigen, doppellagigen Nähte zu produzieren.
Es gibt hierfür sogar noch eine zweite Variante, wobei mir der „Matratzenstich“ ein bisschen besser gefällt, da es die Maschen sich da schöner legen. Vorstellen will ich euch diese Variante dennoch:

Schaut auch sauber aus, oder?

Womit wir zu Schulternähten kommen.
Für Pullover oder Jacken bevorzuge ich eine ordentliche Schulternaht. Damit die Jacke nachher schön auf den Schultern sitzt, ist eine echte Naht einfach besser. Meiner Erfahrung nach sehen unsichtbare, glatte Nähte an den Schultern ungetragen zwar prima aus, die Sachen hängen aber nachher aufgrund Ihres Gewichts unschön am Körper. Hier also lieber klassisch:

Die bereits erwähnte, unsichtbare Naht erfordert zwei offene Kanten, die aneinander genäht werden wollen. Dies hat man zum Beispiel bei Loops oder Röcken, wo die Übergänge fließend sein sollen und eine Naht den Fall des Strickstücks beeinträchtigen würde. In der Regel arbeitet man hier mit einem provisorischen Anschlag, mit dem man die Anschlagkante nachher einfach wieder auftrennen und die beiden Kanten unsichtbar verbinden kann. Im Englischen heißt der hierfür verwendete Stich „Kitchener Stitch“ und ja, ich gebe zu, der ist nicht ganz einfach. Zumindest kann ich ihn mir bis heute nicht merken und muss mir jedes Mal ein Video dazu anschauen, bevor ich starte. Aber für dieses Ergebnis loht es sich wahrlich, hier also der „Maschenstich“:

So, was haben wir nun noch nicht zusammengenäht … hm. Ah! Die Unterarmnaht beim Raglan! Ob von oben oder von unten gestrickt ist egal, man hat in jedem Fall die Löcher zuzumachen.
Da diese Naht sehr kurz ist, habe ich die meist einfach irgendwie zusammengeschustert, aber so sieht das dann schon sauberer aus:

Ist dieser Mini-Raglan nicht niedlich?

Tja, und dann sind da noch die Ärmel. Ärmel einzunähen bei in Einzelteilen gestrickten Pullovern oder Jacken ist, denke ich, die größte Hürde. Letztlich werden auch keine anderen Methoden verwendet, als oben schon gezeigt, aber die Kanten sind in diesem Fall eben nicht identisch.
Ich habe hierfür leider kein Video von DROPS gefunden. Selbstverständlich habe ich dies direkt an DROPS gemeldet und wer weiß, vielleicht gibt es dann demnächst ja eins.

So lange müssen wir eben mit den Angeboten auf Youtube vorliebnehmen. Erstaunlicherweise gab es auch dort recht wenig gute Videos, doch eins habe ich gefunden, das auch ohne Englischkenntnisse gut zu verstehen ist, da die Dame alles sehr schön zeigt. Hierfür habe ich euch allerdings nur einen Link zum Youtube-Video „How to Seam: Set-in Sleeve“.
Generell wird empfohlen, für das Einnähen der Ärmel diese und den Armausschnitt vorab vorsichtig zu dämpfen und in Form zu bringen, damit die Kanten glatt liegen, das Erleichtert nachher das Finden der richtigen Masche zum Nähen.

Und das war’s auch schon. Sämtliche Nähte ordentlich und sauber. Probiert’s einfach mal aus, wenn man weiß, dass es hinterher auch nach was aussieht, macht es vielleicht auch mehr Spaß!
Zumindest geht es mir so.

Strickanleitung für Babyjacke stricken

Du möchtest eine individuelle und einzigartige Babyjacke ganz nach deinem Geschmack selbst anfertigen? Dann ist eine selbst gestrickte Babyjacke genau das richtige! Doch dazu brauchst du einige handwerkliche Fähigkeiten und auch etwas Geduld. Eine Babyjacke stricken, das ist die ideale Beschäftigung für lange Winterabende. Am Ende hast du ein einzigartiges Ergebnis, das es so nicht von der Stange zu kaufen gibt und das etwas ganz Besonderes ist!

Inhaltsverzeichnis

  • Das benötigst du für die Babyjacke
  • Die Muster für die Babyjacke
  • Das Muster: Rippenmuster oder Zopfmuster
  • Wir beginnen mit dem Rückenteil
  • Das linke Vorderteil
  • Das rechte Vorderteil
  • Die Ärmel
  • Die Ausarbeitung der Babyjacke
  • Pflegehinweise

Das benötigst du für die Babyjacke

Zum Babyjacke stricken brauchst du natürlich nicht nur Geduld, Erfahrung und handwerkliches Geschick, sondern auch Werkzeuge, Strickmuster und Material. Für die Eigenherstellung einer Babyjacke aus Wolle solltest du dir zunächst 125 g Wolle (150/175) zulegen, Lauflänge 85 m. Du kannst diese Wolle entweder im Wollegeschäft oder auch ganz bequem im Internet einkaufen.
Neben der Wolle benötigst du natürlich zur Herstellung einer Babyjacke auch Stricknadeln. Dazu eignen sich am besten Rundstricknadeln und ein Nadelspiel von 2,5 bis 3,5. Da die Babyjacke aus Wolle natürlich zugeknöpft werden soll, musst du auch an einige Knöpfe denken. Im Laden oder im Internet solltest du dir 4 Knöpfe aussuchen und einkaufen, die farblich gut zur Wolle für die Babyjacke passen.

Die Muster für die Babyjacke

Beim Babyjacke stricken geht es vor allem auch um die Frage der Muster. Hierbei solltest du auf ein Grundmuster zurück greifen. Zur Verzierung des Vorderteils der Babyjacke, links und rechts der Knopfleiste zum Beispiel, kannst du ein schönes Zopfmuster stricken.
Ebenfalls ist die Größe der Babyjacke entscheidend. Diese sollte entweder 62/68, 74/80 oder 86/92 sein.

Das Muster: Rippenmuster oder Zopfmuster

Wenn du dich für ein Rippenmuster entscheidest, strickst du abwechselnd 2 Maschen links und 2 Maschen rechts. Beim Zopfmuster solltest du die Hinreihen in ungeraden Runden nach der vorgegebenen Strickschrift stricken. Die Rückreihen oder geraden Runden sollten in linken Maschen links und in rechten Maschen rechts abgestrickt werden.
In der ersten Reihe der Babyjacke beim Rückenteil sowie auch beim linken Vorderteil und bei den Ärmeln, solltest du nach der Randmasche beginnen. Den Grundaufbau von 7 Maschen muss hierbei stets wiederholt werden. Die restlichen Maschen musst du anpassen.
Wichtig beim Zopfmuster bei deiner Babyjacke ist immer auch die Maschenprobe. Wenn du jedoch ein unerfahrener Anfänger im Stricken bist, dann kannst du auch ganz auf das vergleichsweise anspruchsvolle Zopfmuster verzichten. Stattdessen kannst du die Jacke nur einfach glatt rechts stricken.

Wir beginnen mit dem Rückenteil

Nun geht es an das Stricken. Wir beginnen bei der Eigenherstellung unserer Babyjacke aus Wolle mit dem Rückenteil. Diese Vorgehensweise hat sich nämlich am besten bewährt und ermöglicht es auch Anfängern und unerfahrenen Personen, mit dem Stricken der Babyjacke recht gute Fortschritte und Erfolge erzielen zu können.
Je nach Größe sind beim Rückenteil de Babyjacke 79, 86 oder auch 100 Maschen anzuschlagen und dann im Zopfmuster zu stricken. 79 Maschen sind es bei der Größe in 62/68, 86 Maschen sind es bei der Größe 74/80 und 100 Maschen sind es bei den Babyjacken, welche in den Größen von 86/92 angefertigt werden sollen. Die erste Reihe ist stets eine Hinreihe, bei Größe 62/68 in 10 cm, bei Größe 74/80 in 12 cm und bei Größe 86/92 in 14 cm. Die Höhe für die Armausschnitte beträgt beidseitig jeweils 2 Maschen. In jeder zweiten Reihe sind dann jeweils 5 x 1 Maschen abzuketten. Bei Größe 62/68 also insgesamt 65 Maschen, bei Größe 74/80 insgesamt 72 Maschen und bei Größe 86/92 insgesamt 86 Maschen.
Für die Schulterschrägungen müssen wiederum, je nach Größe, 20, 23 oder 26 cm eingeplant werden. Hierzu solltest du, je nach Größe, in jeder zweiten Reihe 7 beziehungsweise 9 Maschen abketten. Gleich anschließend daran müssen, wiederum passend zur jeweiligen Größe, am Halsausschnitt die übrigen 25, 28 oder 30 Maschen abgekettet werden.

Größenabhängig sind hierzu 20, 24 oder 31 Maschen anzuschlagen und im Zopfmuster zu stricken. Das Zopfmuster sollte für die Größe 62/64 am linken Rand mit 4 Maschen rechts für den Zopf enden. Für die Größen 74/80 und 86/92 endet es mit jeweils 1 Masche rechts.
Für den Armausschnitt am rechten Rand sind, je nach erwünschter Größe, 10, 12 oder 14 cm vorzusehen. 7 Maschen sind hier wie beim Rückenteil abzuketten. Je nach Größe dann in 16, 19 oder 22 cm, beziehungsweise bei Reihe 60, 74, 84, je 6, 7 oder 8 Maschen für den Halsausschnitt abketten und in jeder zweiten Reihe wiederum machen abketten.
Die Schulterschrägung beginnt am rechten Rand größenabhängig in 20, 23 oder 26 cm, beziehungsweise bei Reihe 76, 88 oder 100. Die Höhe beträgt, wie beim Rückenteil, je nach Größe 20, 22 oder 28 Maschen.
Die Gesamthöhe des linken Vorderteils der selbst gestrickten Babyjacke liegt dabei, wieder stets in Abhängigkeit von der jeweiligen angestrebten Größe, bei 21 cm, bei 24 cm oder bei 27 cm.

Das rechte Vorderteil

Das rechte Vorderteil der Babyjacke muss du nun gegengleich stricken.

Für die Ärmel musst du nun, je nach Größe, 42, 42 oder 50 Maschen anschlagen und 2 cm für die Rippenmuster im Bündchen stricken. Dann solltest du weiter im Zopfmuster stricken. Für Größe 62/68 musst du in jeder vierten Reihe 9 Mal 1 Masche zunehmen. Für Größe 74/80 musst du hingegen in jeder vierten Reihe 10 Mal 1 Masche und in jeder zweiten Reihe 2 Mal 1 Masche zunehmen. Bei Größe 86/92 musst du dann schließlich in jeder sechsten Reihe 4 Mal 1 Masche und in jeder vierten Reihe 8 Mal 1 Masche zunehmen.
Wiederum musst du, je nach Größe, nach 11, 14 oder 17 cm, beziehungsweise in Reihe 42, 52 oder 64, 2 Maschen und in jeder zweiten Reihe 5 Mal 1 Masche, 2 Mal 2 Maschen, beziehungsweise 2 Mal 4 Maschen und die übrigen 33, 39 oder 46 Maschen entsprechend abketten.
Die Gesamthöhe der Ärmel beträgt, wiederum größenabhängig, jeweils 18 cm, 21 cm oder 24 cm. Es ist grundsätzlich sehr wichtig, dass du beide Ärmel gleich abarbeitest.

Das Ausarbeiten der Babyjacke

Nach dem Stricken musst du dann die fertigen Teile spannen, sie etwas anfeuchten und dann anschließend trocknen lassen. Die Schulternähte sind zu schließen und die Ärmel sind einzunähen. Ärmel und Seitennähte musst du dann gleichfalls schließen.
Auch der Halsausschnitt ist entsprechend zu verblenden. Schließlich müssen auch noch die Knopflöcher durch den Arbeitsgang des sogenannten Abkettens fertig gestellt und die zuvor eingekauften Knöpfe fest am Vorderteil der nun fast schon fertig gestellten Babyjacke angenäht und befestigt werden.

Pflegehinweise

Natürlich solltest du wissen, dass deine selbst angefertigte Babyjacke ein besonders schönes und individuelles Stück ist. Allerdings ist es auch recht empfindlich. Sei vorsichtig beim Waschen, denn es kann nicht wie andere Kleidungsstücke von der Stange gewaschen werden. Du solltest dich also zunächst darüber informieren, aus welchem Material die verwendete Wolle im Einzelnen besteht. Hierbei kommen unterschiedlichste Materialien wie zum Beispiel natürliche Baumwolle Fasern, Leinen, Schurwolle oder Mohair in Frage, aber natürlich auch künstliche Fasern. So zum Beispiel Polyamid, Polyester oder auch Polyacryl.
Grundsätzlich ist es möglich, die selbst gestrickte Babyjacke aus Wolle bei 30 Grad im Wollwaschgang in der Waschmaschine zu reinigen. Besteht deine Babyjacke allerdings aus reiner Wolle, aus sogenannter Mischwolle oder alternativ auch aus Polyamid, so solltest du sie tunlichst nicht in de Waschmaschine reinigen, sondern dich stattdessen der Mühe der Handwäsche unterziehen. Die Mühe lohnt.

erstellt am: 25.07.2017 | von: Sarah Schimmel

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