Stricken mit kindern ideen

Flechten für Pferde und die Herstellung von eigenem Pferdezubehör aus Flechtschnüren macht nicht nur Spaß und ist leicht zu erlernen, sondern ermöglicht es dir auch, eine Maßanfertigung in Passform, Größe und Farben für dein Pferd selbst zu machen! Alles was du zum Einsteig wissen musst und ganz viele Schritt für Schritt Anleitungen zum Thema erfährst du in diesem Beitrag:

Schnüre werden in verschiedensten Materialien angeboten. Ich verwende vor allem PP- (Polypropylen) und PPM- (Polypropylen Multifil) Schnüre. Sie sind wetterfest, formstabil, langlebig, sehr leicht und können bei 30°C in der Waschmaschine gewaschen werden.

Die Flechttechniken können aber zum Beispiel auch mit Baumwollschnur nachgearbeitet werden. Diese kann sogar eingefärbt werden, kann beim Waschen aber eingehen! Paracord-Seil eignet sich ebenfalls, es ist sehr robust und in vielen Farben erhältlich, allerdings etwas teurer als PPM-Seile.

Die Stärke der Schnur hängt in erster Linie vom gewünschten Ergebnis ab. In den meisten Fällen haben sich 4-5mm Durchmesser als sehr praktisch erwiesen. Bei einem 12-fach geflochtenen Strick oder einer Halfterumflechtung reichen dagegen 3mm Stärke, da das Geflochtene sonst zu dick wird. Ein Knotenhalfter hingegen benötigt wenigstens 6mm dicke Schnur, sonst ist es zu schmal für einen Pferdekopf. Für größere Pferde kann hierzu auch 7-8mm dickes Seil verwendet werden.

Bei der Wahl geeigneter Schnur sollte auch die Reißfestigkeit beachtet werden. Zwar werden die Schnüre durch das Verflechten noch stabiler, aber die vom Hersteller angegebene Reißfestigkeit sollte besonders bei Stricken oder Zügeln, also Teilen mit Belastung, immer ausreichend hoch gewählt werden, damit das Zubehör in Gefahrensituationen nicht reißt.

Basiswissen zum Flechten

Schneiden

Die Schnüre können mit einer größeren Schere zugeschnitten werden. Die Enden sollten durch Abflammen gegen Ausfransen, Aufribbeln oder Aufgehen gesichert werden. Mithilfe eines Feuerzeugs wird dabei das Ende kurz erwärmt und dann vorsichtig zusammen gedrückt. Achtung: bei Baumwollschnur und anderen Naturmaterialen funktioniert das nicht!

Pflege

Die PP- und PPM-Schnüre können bei 30°C in der Waschmaschine gewaschen werden. Das Geflochtene hierzu am Besten in einen Baumwollbeutel stecken, damit es geschützt ist und eventuell eingeflochtene Metallteile nicht die Waschmaschine beschädigen.

Materialmengen

Grundsätzlich wird sehr viel Schnur benötigt. Daher lieber zu viel kaufen und erstmal großzügig zuschneiden, denn die Schnüre zu kürzen, wenn die gewünschte Flechtlänge erreicht ist, funktioniert problemlos! Bei einfacheren Flechtmustern wird mindestens ein Drittel Materialzugabe zur gewünschten Endlänge benötigt. Das wären bei 3m Zügeln demnach 4m pro Seil. Allerdings verbraucht das Einknüpfen der Metallbeschläge, ein festes Ende oder eine Umwicklung nochmals reichlich Material, weshalb ich in diesem Fall jeweils 5m empfehle.

Beim Umflechten von Zubehör wird nochmal deutlich mehr Seil benötigt, das 8-10fache der gewünschten Länge ist hier oft nötig. Zur Orientierung für die benötigte Materialmenge sind in unseren Anleitungen die Materialmengen und -größen für ein durchschnittliches Warmblutpferd angegeben. Je nach Größe des eigenen Pferdes kann dann entsprechend mehr oder weniger, dickeres oder dünneres Material verwendet werden.

Verschiedene Techniken beim Flechten

3-fach flaches Flechten

Die einfachste Variante des Flechtens kennt wohl jeder. Die Seile werden im Wechsel von rechts und links über die Mitte gelegt, so dass ein Zopf entsteht. Dabei können auch doppelte Seile genutzt werden, um ein breiteres Ergebnis zu erzielen. Je nach späterer Verwendung des Flechtstücks eignen sich ganz dünne Schnüre und Seile für Zierelemente, bis hin zu 5 mm dickem PP-Seil für Zügel und ähnliches.

4-fach flaches Flechten

Etwas komplizierter wird es schon beim 4-fachen flachen Flechten. Hierbei werden die Schnüre wieder im Wechsel rechts und links über die Schnur neben ihnen und dann unter der nächsten Schnur hindurchgeführt. So entsteht ein sehr stabiles gewebtes Flechtmuster. Mit dieser Technik des Webens können auch deutlich mehr Schnüre zu einem Band verwebt werden. So entstehen Zöpfe in Wunschbreite, die dabei flach bleiben. Diese Technik eignet sich sowohl für Zierelemente, als auch für Zügel und Trensenteile aller Art.

Rundes Flechten

Zum runden Flechten werden mindestens vier Seile benötigt. Es kann auch mit deutlich mehr Strängen geflochten werden. Wichtig dabei ist, dass immer eine gerade Anzahl von Schnüren verwendet wird. Die Seile werden gleichmäßig auf zwei Seiten aufgeteilt und dann im Wechsel von rechts und links unter den anderen Seilen hindurchgeführt. Jeweils mittig zwischen den Seilen der anderen Seite das Seil wieder hervorholen und zurück zu seiner ursprünglichen Seite legen. Je nach Anzahl der verwendeten Seile wird die Flechtung so über ein bis vier Schnüre geführt. Diese Technik eignet sich, je nach Anzahl und Dicke der verwendeten Schnüre, für zahlreiche Projekte wie z.B. Kehlriemen, Führstricke, Zügel, …

Umflechten

Zum Umflechten von Riemen oder Seilen gibt es verschiedenste Techniken. So entsteht z.B. durch das gleichmäßige Umschlaufen eine flache Umflechtung mit hübschem Zopfmuster auf der Oberseite. Diese Technik eignet sich vor allem für das Umflechten von flachen Riemen. Die doppelten Seile eines Knotenhalfter-Nasenriemens können dagegen auch schick umwickelt werden. Auch mit der beschriebenen Technik des Rundflechtens können schöne Effekte erzielt werden, z.B. für ein Sidepull.

Verbinden und Verschnallen

Um die Flechtstücke später stabil verbinden zu können, gibt es unterschiedliche Vorgehensweisen. So kann z.B. ein kurzes Seil durch mehrere Lagen eines Flechtstücks geführt werden und mit einem Knoten diese stabil verbinden. Diese Technik eignet sich beispielsweise für die Schlaufen eines Stirnriemens. Zwei Flechtstücke können aber auch durch ein kurzes gemeinsames Verflechten und anschließende Umwicklung mit einem der Seile hübsch verbunden werden.

Um Flechtstücke später verstellen oder öffnen zu können, werden Schnallen, Ringe oder Karabiner mit eingeflochten. Dazu werden die Metallteile entweder mittig in den Seilen platziert eingeflochten oder es werden mindestens 10 cm um das Metallteil gelegt und so doppelt verflochten. Sollten Metallteile am Ende eines Flechtstücks eingebaut werden, empfiehlt es sich mithilfe einer flachen Zange die einzelnen Stränge wieder einige Zentimeter zurück durch das Geflochtene zu führen. Schiffchenschnallen sind die einfachste Möglichkeit, können allerdings nur bei flachen Flechtungen verwendet werden. Sie werden nicht fest eingeflochten, sondern können durch ihren langen Dorn einfach an der gewünschten Stelle platziert werden.

BioThane und Leder

Flechten für Pferde macht unheimlich viel Spaß und sieht super aus! Manche Sachen lassen sich mit Geflochtenem aber einfach nicht so gut umsetzen oder sehen schnell „zu bunt“ aus. Daher lohnt sich ein Blick auf BioThane und Leder.

Beta-BioThane gleicht echtem Leder durch seine matte Struktur und hat eine ähnliche Haptik wie Lederriemen. Im Gegensatz zu Leder ist es aber viel langlebiger und haltbarer. Auch die Pflege ist weniger Arbeit, es muss nicht geölt oder gefettet werden. Sollte es dreckig oder verschwitzt sein, wird es mit einem Schwamm oder Tuch und warmem Wasser abgewaschen.

Es lässt sich hervorragend mit Flechtartikeln kombinieren und kann mithilfe von Lochzange und Buchschrauben unkompliziert und schnell miteinander verbunden werden. Auf diese Weise können zum Beispiel Genickriemen oder Enden für Zügel oder Stirnriemen entstehen.

Ganz ähnlich können auch Lederriemen verwendet werden, sie sind allerdings etwas pflegeintensiver und nur in kleinerer Farbauswahl erhältlich.

Du willst auch loslegen und Flechtzubehör für dein Pferd selbst machen? Mit unserem Buch “equip yourself: Flechtzubehör für Pferde selber machen” gelingt dir der Einstieg problemlos. Über 20 verschiedene DIY-Projekte rund ums Pferd werden Schritt für Schritt mit zahlreichen Bildern erklärt und können so auch von Anfänger gut nachgearbeitet werden.

Alle Infos rund ums Flechten und Basistechniken haben wir dir auch nochmal in diesem Freebook zusammengefasst! Du kannst es einfach direkt als kostenloses eBook im PDF-Format herunterladen.

Kostüm „Raupe“ selber machen – so geht’s

Die Raupe als kinderfreundliches Kostüm

Sie wollen das Kostüm der Raupe für sich oder Ihre Kinder, selber basteln? Das ist kein Problem:

  • Suchen Sie in Ihrem Kleiderschrank nach einem grünen Kleid mit Ärmeln. Sollten Sie auf die Schnelle kein Kleid dieser Art finden, können Sie im Secondhand-Laden stöbern.

  • Die Stoffreste, die Sie benötigen, müssen von einem dunkleren Grün sein als das Kleid. Außerdem sollten die Stoffreste so lang sein, dass sie einmal um das Kleid reichen.

  • Außerdem wird eine grüne Strumpfhose zu Ihrem Raupen-Kostüm benötigt.

  • Für den letzten Schliff wird der Haarreif, die Styroporkugeln, die grüne Acryl- und Gesichtsfarbe sowie der Draht benötigt.

  • Kleinkinder können noch so richtig schön verkleidet werden, sie haben auch …

  • Die Mütze und die Pappe werden als Kopfschmuck der Raupe dienen.

So verwandelt man sich in eine Raupe

  1. Breiten Sie das grüne Kleid vor Ihnen auf dem Tisch aus.
  2. Sie benötigen nun die Stoffreste. Diese sollten an das Kleid angelegt werden. Stellen Sie sicher, dass die Stoffreste einmal um das Kleid reichen, sodass ein Streifen entsteht.
  3. Nähen Sie die Stoffreste in gleichen Abständen an dem Kleid fest. Jetzt haben Sie ein grün gestreiftes Kleid.Für das Raupen-Kostüm benötigen Sie nicht nur das grüne Kleid, sondern auch die passende Strumpfhose.
  4. Schneiden Sie danach zwei große Kreise aus der weißen Pappe aus. Schneiden Sie zudem noch zwei kleinere Kreise aus der schwarzen Pappe aus. Kleben sie die schwarzen Kreise auf die weißen Kreise.
  5. Fertig sind die Augen der Raupe. Diese müssen nun mit dem Textilkleber an der roten Mütze angebracht werden. Bedenken Sie dabei, dass Sie später auch noch den Haarreifen über die Mütze ziehen müssen.
  6. Malen Sie beiden Styroporkugeln mit der grünen Acrylfarbe an und lassen Sie sie trocknen. Danach sollten Sie aus dem Draht zwei Stäbe formen und diese jeweils an dem Haarreif befestigen.
  7. Stecken Sie dann die beiden getrockneten Styroporkugeln in die Drahtstäbe und ziehen Sie den Haarreif über die rote Mütze an. Fertig ist das amüsante Kostüm der Raupe.

Sollten Sie noch Lust dazu haben, können Sie sich etwa sechs grüne Socken heraussuchen und diese mit altem Zeitungspapier füllen. Beachten Sie dabei, dass Sie die Socken noch am Bund zunähen müssen. Die zugenähten Socken können dann, jeweils parallel zueinander, an den Seiten des grünen Kleides angebracht werden. Diese Option ist etwas zeitaufwendig und kann auch ausgelassen werden.

Das grüne Gesicht der niedlichen Raupe

  • Ist das Raupen-Kostüm fertig gebastelt, fehlt nur noch das grüne Gesicht der niedlichen Raupe.

  • Benutzen Sie dazu einfach die grüne Gesichtsfarbe aus dem Karnevalsladen. Bemalen Sie Ihr komplettes Gesicht, nachdem Sie das Gesicht vorher eingefettet haben. Sparen Sie Ihren Augenbereich dabei großzügig aus.

Die Abc-mama hat es schon oft mit freudigem Erstaunen festgestellt: Handarbeiten fasziniert Kinder praktisch jeden Alters auch heute noch.
Spätestens, wenn mit 5 klappernden Nadeln an einer Socke gearbeitet wird, ist die Neugierde groß. Und zuzuschauen, wie Runde für Runde ein Strumpf wächst, offensichtlich äußerst spannend.

Das eine oder andere Kind wird es früher oder später selbst einmal versuchen wollen: Ein kleines Werk aus Nadel(n) und Faden zu zaubern.
Natürlich nicht gleich eine Socke, aber ein kleiner Puppenschal ist sicher ein guter Einstieg in eine vielleicht später wachsende Strick- oder Häkelleidenschaft.

Mehr noch, als dass am Ende tolle kleine, selbstgemachte Präsente dabei entstehen, ist Stricken auch so einfach eine schöne Sache. Es fördert Geduld und Ehrgeiz, die Konzentration und die Fingerfertigkeit. Und ist außerdem eine ungemein ruhige, entspannende Angelegenheit – wenn man den Dreh erst einmal raus hat!

Wie kann man seinen Kindern die ersten Handarbeitsstrickversuche Schritt für Schritt vermitteln?

Hier einige Tipps und Tricks:

1. Für viele laufende Meter: Die Strickliesel
Wie entsteht überhaupt das typische Maschenbild? Dies lässt sich kaum anschaulicher als mit der guten, alten Strickliesel demonstrieren. Aus Schlaufe, Faden und Holzstäbchen wird eine neue Schlaufe und schnell wächst der kleine Wollschlauch mit seinen 4 Maschen pro Runde Reihe um Reihe. Wie es genau geht, verrät diese Anleitung.

Geschickte und geduldige Kinder werden den Dreh schnell raus haben, wie mit der Strickliesel gearbeitet wird, und ein Gefühl u. a. für die richtige Fadenspannung bekommen.

Ideal für erste Strickversuche: Die Strickliesel

Ganz ohne elterliche Hilfe wird es zwar anfangs nicht gehen – auch bei der Strickliesel können Maschen verloren gehen, die wieder aufgesammelt werden müssen! – aber weitestgehend selbstständig kann das Kind an seinem Strickstück arbeiten und von Zeit zu Zeit stolz seine schnell sichtbaren Resultate präsentieren.

2.) Häkeln statt Stricken
Erste Handarbeitsversuche gelingen besonders jüngeren Kindern oft leichter mit der Häkelnadel als mit Stricknadeln, auch wenn Häkeln seinerseits die Schwierigkeit betreffend eine nicht zu unterschätzende Angelegenheit ist!

Aber: Die Maschenaufnahme ist schon mal einfacher als beim Stricken und das Produzieren einer Luftmaschenkette ein motivierender erster Schritt im Umgang mit Häkelnadel und Wolle.
Weitere Vorteile des Häkelns: Nur in einer Hand muss eine Nadel gehalten werden und es gibt keine „unbenutzten“ Maschen, die schnell von der Nadel rutschen könnten.

Ein Nachteil hingegen: Beim Stricken lässt sich viel einfacher erkennen, wo die nächste Masche darauf wartet, gestrickt zu werden.
Beim Häkeln kann man besonders beim – bei den ersten Versuchen naturgemäß – nicht gleichmäßigen Maschenbild schon mal danebenliegen, so dass nur halbe Maschen aufgenommen werden, Einstichstellen übersehen werden oder Maschen entstehen, wo gar keine hingehören.
Die Folgen für den ersten Topflappen: Nach und nach schwindet das Häkelstück in der Breite, das Ganze wird auf welche Weise auch immer irgendwie unförmig oder hat unschöne Ränder.

Ein kleines gehäkeltes Stück aus einfachen, festen Maschen

Am besten gelingen die ersten Häkelversuche daher mit nicht zu dünnem, sehr glattem, nicht wolligem Garn, bei dem das entstandene Maschenbild gut zu überschauen ist.

3.) Mittendrin beginnen
Ob gestrickt oder gehäkelt: Die ersten Reihen sind sehr kniffelig.
Den ersten Erfolgen und damit der Motivation des Kindes zuliebe sollten kleine Handarbeitsanfänger(innen) daher die Möglichkeit haben, an einem bereits begonnenen Stück weiter zu häkeln oder zu stricken, das nicht zu kurz sein sollte, damit es gut in der Hand liegt.

Um den Erfolg kontrollieren zu können, am besten an einem mit einer geringen und leicht zu merkenden Maschenzahl pro Reihe, beispielsweise bei dickem Garn überschaubaren 10 bis 15 Maschen, die sich gut mitzählen lassen. Was beim Häkeln die einfachen festen Maschen sind, sind beim Stricken die rechten Maschen: Die vermutlich einfachste Art, ein angefangenes Stück Reihe um Reihe wachsen zu lassen.

Beim Stricken gehen besonders am Reihenanfang und -ende gehen gerne mal Maschen verloren, indem sie von den Nadeln rutschen. Gut ist es, wenn sich ein Elternteil oder ein anderer strickerfahrener Helfer finden lässt, der anfangs diese kniffeligen Passagen übernehmen kann.

Dies gilt genauso beim Häkeln, bei dem die ersten und letzten Maschen pro Reihe die größten Tücken bereit halten können.

4.) Rundstricknadeln oder Einzelstücke?
Eine Rundstricknadel ist prinzipiell gut geeignet, weil keine Maschen verloren gehen können und die Maschen sicher sind, wenn sie in Strickpausen gen Nadelmitte geschoben werden.

Nicht zuletzt eine Frage des persönlichen Geschmacks oder der Gewohnheit: Rundstricknadel oder einzelne Stricknadeln

Manche Kinder bevorzugen aber vielleicht einzelne Stricknadeln oder es ist keine passende Rundstricknadel im Haus?
Damit dann kein Malheur (= abgerutschte Maschen) passiert, einfach einen Weinkorken halbieren und die Hälften hinten auf die Nadelenden stecken. Auf diese Weise sind die Maschen hinten vorm Runterfallen sicher.

5.) Stricknadeln aus Holz oder Metall?
Gebräuchlich und günstig erhältlich sind Stricknadeln aus Metall oder Bambus.

Stricknadeln aus Bambus haben den Vorteil – besonders bei größeren Nadelstärken – dass sie ein sehr geringes Gewicht haben. So bleibt eine einzelne Bambusnadel eher an Ort und Stelle, wo eine Metallnadel der Schwerkraft gemäß gerne aus den Maschen heraus nach unten rutscht.
Gehen Kinderhände bei dünnen Bambusnadeln aber sehr kräftig zu Werk, können sie im schlimmsten Fall brechen.

Bei Metallnadeln ab einer gewissen Stärke ist Verbiegen oder Brechen praktisch kaum möglich.
Zumal rutschen die Maschen auf beschichteten Metallnadeln meist leichter.
Für den Anfang kann das ein kleiner Nachteil sein, da dadurch die Maschen eben auch schneller von den Nadeln herunter rutschen können.
Für späteres, flüssiges Stricken jedoch ein Pluspunkt, abhängig natürlich auch immer von den Eigenschaften des verwendeten Garns.

Die Qual der Wahl: Metall oder Bambus?

Im Zweifelsfall sollte einfach das Kind entscheiden können, welche Nadeln im spontan besser in der Hand liegen, nachdem es beide Varianten ausprobieren konnte.

6.) Und nach den ersten rechten Maschen?
Hat das Kind den Dreh erst einmal raus, eine rechte Masche nach der anderen zu stricken, kann es sich an den Reihenanfängen und -enden versuchen.
Danach können die linken Maschen folgen, daraus kombiniert einfache Rechts-Links-Muster und für das nächste Strickstück die Maschenaufnahme.

Viel Spaß und Erfolg bei den ersten Versuchen!

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Talu.de

Übrigens ist Stricken mit das beste Hobby, wenn es darum geht, sich schlechte Angewohnheiten abzugewöhnen. Sitzen Sie erst einmal mit Nadel und Faden in Ihrem Sessel, vergessen Sie alles um sich herum. Die Zigaretten bleiben ungebraucht, die Schokolade wartet weiterhin im Schrank und das Glas Wein ist nach einer Stunde immer noch genauso voll wie vorher. Das glauben Sie nicht? Dann probieren Sie es aus!

Die ersten Schritte

Zunächst erscheint Anfängern das Stricken wie ein Buch mit sieben Siegeln, gespickt mit Fremdwörtern. Haben Sie die Nadeln früher bereits einmal in der Hand gehalten, wird Ihnen einiges vertraut vorkommen. Grundsätzlich geht es noch vor dem ersten Schal und der ersten Socke darum, den Faden richtig um Hand und Finger laufen zu lassen sowie die Nadeln ordentlich zu halten. Hier lohnt es sich, ein wenig von erfahrenen Strickerinnen abzugucken. Gerade unter Anfängern ist es überhaupt nicht selbstverständlich, eine stets gleichbleibende Spannung auf dem Faden zu halten. Das ist aber das A und O, wenn das spätere Maschenbild gleichmäßig und ohne Löcher sein soll.

Zu den allerersten Dingen, die Sie lernen, gehören dann:

  • der Maschenanschlag
  • rechte Maschen
  • linke Maschen
  • das Abketten

Die Welt der Fachbegriffe

Im Laufe der Zeit werden Ihnen dann immer öfter Begriffe über den Weg laufen, die einem Anfänger so überhaupt nichts sagen. Machen Sie sich darüber keine Sorgen. Mit der Zeit lesen Sie Strickanleitungen wie ganz normale Texte. Außerdem gibt es nichts, was eine anschauliche Erklärung nicht verständlich machen kann. Um Ihnen ein kleines Grundvokabular mit an die Hand zu geben, lesen Sie hier die Bedeutung von sehr häufigen Fachtermini:

  • glatt rechts: Das bedeutet entweder abwechselnd Reihen mit rechten und linken Maschen zu stricken oder fortwährend rechte Maschen in Runden zu stricken.
  • kraus rechts: Hier werden sowohl in der Hin- als auch in der Rückreihe rechte Maschen gestrickt.
  • Randmaschen: Dies sind die Maschen am Ende und am Anfang einer Reihe. Sie können ganz normal als linke oder rechte Maschen gestrickt werden, manchmal ist jedoch eine spezielle Technik sinnvoller.
  • Maschenprobe: Sie stellt die Grundlage zur Umrechnung von Zentimetern in Maschen und Reihen dar. Es wird stets von einem glatt rechts gestrickten Stück mit den Maßen 10×10 cm ausgegangen. Maschen fallen individuell verschieden aus, weswegen selbst bei identischer Wolle und gleicher Nadelstärke verschiedene Maße entstehen.
  • verschränkte Maschen: Hier wird auf eine andere Art als üblich in die zu strickende Masche eingestochen. Das hat einerseits einen Effekt auf das Muster, andererseits vermeidet es beim Zunehmen von Maschen kleine Löcher.
  • Norwegermuster: Dieser Ausdruck bezieht sich auf das Stricken mit verschiedenen Farben. Das Muster entsteht durch den Farbwechsel nach einem vorgegebenen Schema.

Dies sind nur einige wenige Begriffe, die Sie in Strickanleitungen antreffen werden. Mit der Zeit wird sich Ihr Vokabular immer weiter vergrößern. In der Welt der Muster werden dann Bezeichnungen wie

  • Vollpatent
  • falsches Patent
  • Lace
  • Ajour
  • Zopfmuster
  • Perlmuster

und einige andere auf Sie zukommen. Lassen Sie sich davon als Anfänger nicht abschrecken. Es vermittelt Ihnen nur die Vielfalt an Möglichkeiten, die Ihnen beim Stricken offen stehen.

Grundausstattung für Anfänger

Für Ihr erstes Strickprojekt benötigen Sie nicht viel. Es reichen ein Paar Stricknadeln und etwas Wolle. Empfehlenswert ist für Anfänger eine dicke Wolle. Sie ist handlicher und es lassen sich schneller Ergebnisse erzielen. Entsprechend groß sollten die Stricknadeln sein. Wählen Sie eine Rundstricknadel, vermeiden Sie das Risiko, dass Maschen hinten von der Nadel herunterrutschen. Legen Sie sich noch eine Wollnadel für das Vernähen am Ende und eine Schere bereit. Dann kann es schon losgehen. Das Einzige, was Sie nun brauchen, ist ein wenig Zeit und Geduld. Natürlich darf die passende Anleitung nicht fehlen. Spezielle Anleitungen für Anfänger nehmen auf deren Fähigkeiten Rücksicht und erklären das Vorgehen so, dass es auch ohne einschlägige Erfahrungen verständlich ist.

Manche zusätzlichen Hilfsmittel können schon am Anfang recht hilfreich sein. Notwendig sind sie allerdings nicht. So sind Reihenzähler bei großen Projekten eine nette Hilfestellung, am Anfang tut es aber genauso gut eine Strichliste auf Papier. Anstelle professioneller Maschenmarkierer verwenden Sie herkömmliche Sicherheitsnadeln oder einen kleinen Fadenring. Später werden Ihnen bei bestimmten Mustern und Schnitten ein Maßband, Zopfnadeln und Maschenraffer wertvolle Dienste leisten. Für Anfänger sind diese Dinge jedoch noch gut verzichtbar.

Womit anfangen?

Wir raten Ihnen dazu, erst einmal die vier erwähnten Grundlagen zu üben. Nehmen Sie sich dafür noch kein konkretes Projekt vor, sondern üben Sie die Fertigkeiten an sich. Machen Sie den Anschlag, stricken ein paar Reihen und Ketten das Ganze ab. Statt den Faden am Ende abzuschneiden, lösen Sie alles wieder auf und machen es noch einmal. Fühlen Sie sich mit diesen Grundlagen sicher, starten Sie Ihr erstes Projekt. Hier bietet sich ein Schal oder eine kleine Decke aus dicker Wolle an.

Sind Sie mit Ihren ersten Arbeiten zufrieden und voller Begeisterung mehr zu lernen, suchen Sie sich neue Herausforderungen in den Anleitungen. Wie wäre es mit einem Loop und passender Mütze dazu? Probieren Sie sich mit Pulswärmern oder rundgestrickten Socken. Für mehr Vielfalt üben Sie verschiedene Muster in kleinen Übungsstücken. So wie Sie anfangs die linken und rechten Maschen gelernt haben, erarbeiten Sie sich nun in kleinen Probestücken verschiedene Muster. Wenn diese gut klappen, steht größeren Projekten nichts mehr im Wege!

Was Mama oder Papa da machen, das möchte ich auch können! Kinder lernen bekanntermaßen durch Nachahmung und sind oft neugierig, wenn die Großen etwas tun, was sie selbst (noch) nicht können. Oft heißt es in solchen Fällen: Das will ich auch!

Eure Kinder beobachten Euch regelmäßig beim Stricken und möchten auch die Nadeln schwingen?
Kein Problem mit den Stricknadeln aus der Nadelschmiede addi, die extra für kleine Kinderhände gemacht sind!
Die addilinos sind Jackennadeln, die nur 20 cm lang sind und somit auch von Kindern gut bewegt werden können, ohne dass zu lange Enden beim Stricken stören. Zudem haben die Nadeln an den Enden herzförmige Maschenstopper in zwei verschiedenen Farben, durch die das Unterscheiden von rechts und links leichter fällt. Eine Extra-Beschichtung sorgt dafür, dass die Maschen ein wenig gebremst werden und nicht so schnell von der Nadel gleiten. addilinos sind in Stärken von 3,5 bis 5 erhältlich, perfekt also für die ersten Projekte der kleinen NachwuchsstrickerInnen!
Neben den Jackennadeln gibt es aus der addilino-Reihe auch Rundstricknadeln für Kinder. Diese sind 60 cm lang und ebenfalls in Stärken von 3,5 bis 5 erhältlich. Sie haben je eine goldene und eine silberne Nadelspitze, die die Unterscheidung erleichtern. Um die Gefahr des unbeabsichtigten Fallenlassens der Maschen zu vermindern, sind die Spitzen etwas gröber als bei „normalen“ Rundstricknadeln. Die außerdem kurz gehaltenen Spitzen sind zudem für Kinderhände gut greifbar.
Wenn die Geduld für rechte und linke Maschen erschöpft ist oder zwischendurch mal etwas ganz schnell gehen soll, kommt die addiLine, das Strickpüppchen von addi, genau richtig. Im Handumdrehen können die Kleinen (und Großen übrigens auch!) damit Strickkordeln herstellen, die sich vielseitig verwenden lassen, etwa, um Strickstücke oder Taschen zu verzieren. Vielleicht braucht ja auch der Lieblingsteddy oder die Puppe einen neuen Schal?
Die kleinen Nadeln sind genau wie ihre großen Kolleginnen natürlich alle „made in Germany“ und versprechen somit hohe Qualitätsstandards.

Wenn es also das nächste Mal „Ich will auch!“ heißt, seid Ihr vorbereitet und könnt dem Nachwuchs zeigen, wie die Nadeln geschwungen werden. Und wenn sich die Kids ihre neuen Sachen irgendwann selber stricken, könnt Ihr Euch wieder Projekten widmen, die nur für Euch sind…

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