Streit schlichten regeln

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Wenn zwei sich streiten …

Konflikte zwischen Kindern achtsam begleiten

Co-Autorin:Kathrin Hohmann
Konflikte bergen Chancen und dienen im besten Fall der Verdeutlichung unterschiedlicher Standpunkte und Meinungen. Die Erziehungswissenschaftlerinnen Kira Daldrop und Kathrin Hohmann beschreiben, wie Konfliktabbrüche oder Konfliktvermeidung reduziert werden können und eine soziale Gemeinschaft entsteht, wenn die Bedürfnisse der Gruppe und der Einzelnen Beachtung finden.
Wie Menschen in Konflikten reagieren, hängt wesentlich davon ab, welche Erfahrungen sie im frühen Alter mit beziehungsweise in Konflikten machten. Wenn es schwierig wird, sind wir alle dazu geneigt, auf diese Erfahrungen und daraus entstandenen Handlungsmuster zurückzugreifen. Das gilt selbstverständlich für pädagogische Fachkräfte, die Konflikte von Kindern begleiten oder in der Kita selbst Konflikte austragen ebenso wie für die Kinder und Eltern, die die Einrichtung besuchen. In einer Kita treffen viele Menschen aufeinander. Auch wenn viele sich ihre Einrichtung als einen Ort voll Harmonie und Freude und vor allem ohne Konflikte wünschen: Konflikte gehören zum Leben und der Umgang mit ihnen stellt nicht nur Kinder immer wieder vor große Herausforderungen. Dafür ein Beispiel aus unserer Einrichtung, wie Sie es ähnlich vermutlich auch kennen:
Sophia und Leon spielen gemeinsam im Flurbereich und bauen mit Decken eine Höhle. Lily, Henriette und Maria kommen hinzu und möchten ebenfalls dort spielen. Sie nehmen sich Decken und Kissen, das Baumaterial von Sophia und Leon, und beginnen sich damit zu verkleiden. Sophia empört sich
laut „Ey, das gehört uns, wir brauchen das alles“ und Leon beginnt an einer Decke zu ziehen, die Maria in der Hand hält. Christine, die Erzieherin, beobachtet die Szene aus der Ferne.
Problematisch ist im Grunde nie der Konflikt an sich, sondern vielmehr unser Umgang mit ihm. Positiv betrachtet bergen Konflikte, wie der eben geschilderte, sogar ein hohes Lernpotenzial sowohl für die einzelnen Kinder als auch für die gesamte Gruppe. Durch Konfrontationen lernen Kinder andere Sichtweisen kennen, erfahren prosoziales Verhalten und lernen soziale Werte aufzubauen (vgl. Marx, S. 1). Regeln miteinander auszuhandeln, sie zu überprüfen und anzupassen, gehört zum Leben in einer Gemeinschaft genauso dazu, wie gemeinschaftsverträgliche Handlungsstrategien bei Konflikten zu entwickeln. Hierfür benötigen sie verlässliche Erwachsene, die die Kinder in ihren Auseinandersetzungen wertschätzend begleiten und den Aushandlungsprozess unterstützen (vgl. ebd.).

Was ist ein Konflikt?

Begegnen sich Menschen mit unterschiedlichen Meinungen, Bedürfnissen oder Interessen, entstehen gelegentlich Reibungen und unter Umständen entwickelt sich ein Konflikt. Dieser ist erst einmal nicht mehr als ein Zusammenstoß, ein Zwiespalt oder ein Zusammentreffen, was letztlich Veränderung und Entwicklung unter Menschen ermöglichen kann (vgl. Focali 2011, S. 54). „Konflikte sind ein Motor, um soziales Verhalten zu lernen“ (Marx, S. 1). Sie bieten Chancen, treiben Entwicklungen voran und helfen Kindern u.a. ihre Perspektivübernahme zu entwickeln (vgl. ebenda, S. 1).
Das Wissen um unterschiedliche Konfliktmotive, Konfliktarten und Konflikttypen ist für eine gelingende Abstimmung auf die jeweilige Situation und die beteiligten Kinder sehr hilfreich. Weil Motive und Auslöser nicht immer auf den ersten Blick zu erkennen bzw. zu durchschauen sind, sollten wir – bei präventivem Eingreifen als auch bei notwendigen Interventionen – im Hinterkopf behalten, dass Konflikte für die Entwicklung von Kindern von Bedeutung sind.
Doch auch wenn die Motive eines Konfliktes offensichtlich sind, die eigentliche Bedeutung liegt meist tiefer und ist weniger leicht erkennbar. Es ist ähnlich wie beim Eisberg: Die Themen, Interessen und Forderungen an der Oberfläche sind sichtbar, die darunter liegenden individuellen Wünsche, Ängste und Emotionen sind weniger greifbar.
Für eine gute Begleitung der Kinder beim Erwerb von Handlungsstrategien zur Bewältigung konflikthafter Situationen ist es darüber hinaus sinnvoll, eine Vorstellung davon zu haben, welche unterschiedlichen Konflikttypen es gibt.
Konflikte sind komplexe Geschehnisse. In den wenigsten Fällen lassen sie sich rein objektiv erklären oder auf eine einzelne Ursache zurückführen. Weil wir immer auch mit unseren eigenen Empfindungen beteiligt sind, ist es gut, hin und wieder unsere eigenen Einstellungen zu Konflikten und unsere Konfliktmuster zu reflektieren (vgl. Focali 2011, S. 56 ff.). Folgende Fragen können dafür hilfreich sein:

  • Wie bewerte ich Konflikte grundsätzlich?
  • In welchen Situationen reagiere ich angespannt?
  • Wie reagiere ich meistens auf Konflikte?
  • Warum reagiere ich in dieser Situation so?
  • Wie sieht für mich eine gute Konfliktlösung aus?
  • Welcher Konflikttyp bin ich?

Insbesondere akute Streitsituationen mit aggressiver Auseinandersetzung sind stressbelastete Situationen. Weil Stress und Überforderung Ärger und Wut auslösen können, die möglicherweise unbedachte Reaktionen (Strafen, Gewalt) hervorrufen, die eine professionelle Konfliktbegleitung verhindern (vgl. Hohmann 2018), sollten wir, wenn wir spüren, dass unsere Impulskontrolle und Frustrationsgrenze sinkt und wir einen Konflikt nicht mit Ruhe lösen können, eine weitere pädagogische Fachkraft einbeziehen.

Konfliktmotive, Konfliktarten und Konflikttypen
Mögliche frühe Motive1 für Konflikte unter Kindern sind (vgl. Haug-Schnabel 2011, S. 53f.):

  • Unterbrochene Handlung: Kinder reagieren auf die Störung oder Unterbrechung ihres Tuns und erkämpfen ihr Spielobjekt, um die Handlung fortzuführen
  • Neugier/Exploration: Bespielte Objekte möchten erlangt werden, um mit ihnen zu explorieren. Sie wirken eventuell durch die Bewegung durch das Kind besonders interessant
  • Erweckte Bedürfnisse: Durch die Beobachtung beispielsweise eines trinkenden Kindes wird an den eigenen Durst erinnert. Das Kind möchte die Flasche entwenden und das Bedürfnis stillen
  • Besitz: Kinder möchten bestimmte Objekte erlangen, sie besitzen und mit „meins“ benennen
  • Hierarchie: Hierbei kämpfen Kinder um einen Gegenstand, der Besitz lässt es stärker wirken und in der Rangordnung wachsen
  • Kontakt- und Erregungssuche: Kinder nehmen zum Teil unkontrollierte Kontakte auf, um der Einsamkeit und Langeweile zu entkommen und Aufmerksamkeit zu erhalten

Unabhängig davon, ob es sich um Konflikte zwischen Kindern oder Erwachsenen handelt, unterscheiden wir fünf Konfliktarten (vgl. Focali 2011, S. 64):

  • Interessenkonflikt: Besitzverhältnisse werden ausgehandelt, die Dauer einer Spielzeugnutzung etc.
  • Beziehungskonflikt: ähnlich wie bei der Hierarchie geht es bei diesem Konflikt um die Sicherung von Freundschaften
  • Sachverhaltskonflikte: es verstecken sich oft Missverständnisse, unklare Absprachen oder Ursachen, die es zu klären gilt
  • Strukturkonflikte: Strukturen können ein Auslöser für Konflikte darstellen, ebenso ungünstige Rahmenbedingungen und Räumlichkeiten2
  • Wertekonflikte: treten häufig auf, wenn es um die Einhaltung gemeinsamer Regeln geht und die Verständigung über verschiedene Standpunkte

Wir unterscheiden – ebenfalls unabhängig davon ob es sich um Konflikte zwischen Kindern oder Erwachsenen handelt – vier Konflikttypen (vgl. Focali 2011, S. 59):

  • Menschen, die eher kämpfen
  • Menschen, die eher die Flucht antreten
  • Menschen, die an Aushandlungen/Lösungen interessiert sind
  • Menschen, die vermeidend reagieren und sich dem Schiedsspruch unterwerfen

Konfliktbegleitung

Konflikte sollten wir nicht vorzeitig bewerten oder beenden. Um die richtige Entscheidung zu treffen, hilft es, sich Zeit für einen schnellen Überblick der Situation zu nehmen: Wer ist beteiligt? An welcher Stelle des Konfliktes befinden sich die Kinder? Besteht Gefahr, dass jemand zu Schaden kommt?
Wenn ein Konflikt tatsächlich zu eskalieren droht und wir uns entscheiden, aktiv einzuschreiten, entscheidet maßgeblich unser Interaktionsverhalten darüber, wie der Konflikt weiter verläuft, gelöst wird und welche Möglichkeiten wir den Kindern zugestehen. Je nach Zeitpunkt des Eingreifens der pädagogischen Fachkraft kennen wir unterschiedliche Strategien, die als eine Handlungsorientierung hilfreich sein können.
Denken wir noch einmal an das Beispiel, in dem sich Sophia, Leon und die drei Mädchen demselben Spielplatz und Material zuwenden: Bereits wenn deutlich wird, dass sich zwei Bedürfnisse nicht vereinbaren lassen, kann es für Kinder hilfreich sein, von der pädagogischen Fachkraft eine Rückmeldung zu bekommen. Wir können den Kindern verbalisieren, was wir wahrnehmen und
ihnen durch offene Fragen eine andere Perspektive ermöglichen: Was können wir tun? Welche Ideen haben wir jetzt in dieser Situation? Impulse im Sinne der Erweiterung der Handlungsmöglichkeiten
der Kinder können durchaus hilfreich sein, das Vorgeben einer Lösung hingegen nicht.
Befinden sich Kinder mitten in einer direkten Konfrontation, wird eine solche klare sprachliche Aussage oder ein Rückzug aus der Situation nicht unmittelbar möglich sein. Wenn Kinder schreien, kreischen oder beginnen zu weinen, ohne den Kampfplatz zu verlassen und das eigene Bedürfnis aufzugeben (vgl. Haug-Schnabel 2012, S. 12), brauchen sie an erster Stelle unseren Schutz und einen Streitschlichter.
Besonders destruktive Konflikte sollten wir unterbrechen. Dafür kann die Anwendung eines Notfallprogramms mit der 3-Stufen-Regel hilfreich sein: Im ersten Schritt stoppen wir die Auseinandersetzung, im zweiten trennen wir die Kinder, indem wir uns z.B. zwischen sie begeben und erst im dritten Schritt sprechen wir sie an, um die aufgewühlte Situation zu regulieren. Bei diesem Vorgehen sollten wir Ruhe bewahren – tiefes Ein- und Ausatmen kann dafür unterstützend wirken –, Sicherheit ausstrahlen (vgl. Haug-Schnabel 2011, S. 118) und in kurzen Sätzen sprechen. Sanftes Berühren oder Halten kann Sicherheit signalisieren, bevor wir beginnen, die Situation verbal zu beschreiben und die Gefühle und Bedürfnisse der Kinder zu übersetzen: „Leon, du hältst die Decke noch fest. Du willst nicht, dass Maria sie nimmt und bist wütend, weil sie nicht loslässt. Ich habe gehört, wie du ganz laut ›lass los‹ gerufen und noch fester gezogen hast.“
Kindern, die auch dann in einer scheinbar ausweglosen Situation verharren, aus der eines als Verlierer hervorgehen würde, können wir durch die Auswahl von zwei Möglichkeiten einen überschaubaren Handlungsrahmen bieten. Von einer offenen Frage, wie z.B. „Was können wir jetzt tun?“ können sie in aufgeladenen Situationen überfordert sein, eine Auswahl hingegen kann sie wieder handlungsfähig machen. Ob wir die geeignete Variante gewählt haben, können wir an der Reaktion der Kinder ablesen und ggf. nachsteuern.
Häufig haben Kinder nach einem Konflikt das Bedürfnis, uns zu berichten, was ihnen geschehen ist. Oft ist es gar nicht einfach herauszufinden, was, warum, in welcher Art und Weise passiert ist. Maßnahmen. wie das zur Redestellen von Kindern oder das Einfordern einer Entschuldigung für etwas, was in ihren Augen nicht der Wahrheit entspricht, können zu einem Ungerechtigkeitserleben führen. Dies sollten wir unbedingt vermeiden und stattdessen das aktuelle Bedürfnis des kontaktsuchenden Kindes ergründen und beantworten – z.B. durch Nähe und Trost oder Ideen, was es das nächste Mal in der konkreten Situation machen kann – und es nach einem positiven, freudvollen Abschluss und Übergang in das Gruppengeschehen begleiten (vgl. Haug-Schnabel 2012, S. 13).

Was Kinder brauchen

Kinder brauchen Handlungsmöglichkeiten, wie sie empathisch und gewaltfrei miteinander agieren können. Deshalb müssen wir ihre Ideen und Vorschläge ernst nehmen und uns mit ihnen in einen ehrlichen Aushandlungsprozess begeben. Die Entwicklung der Perspektivübernahme, der Emotionsregulation und die voranschreitende sprachliche Entwicklung helfen Kindern, Konflikte
jetzt und in Zukunft besser bewältigen zu können. Wir sollten Kindern alltäglich signalisieren: Bei einer Auseinandersetzung finden wir eine Lösung!
Das Übersetzen ihrer Bedürfnisse und Anliegen ist dafür ein wunderbares Mittel: „Ben, du schaust Mari und Jacob beim Bauen zu. Möchtest du auch mit den Steinen etwas bauen? Du kannst fragen: Kann ich mit euch zusammen spielen?“
Besonders Kinder, die häufig in Konflikte geraten, brauchen eine gute Konfliktbegleitung, um ihre Handlungsspielräume zu erweitern, denn sie müssen noch lernen, wie sie mit Situationen umgehen, in denen sie ein Bedürfnis haben, das Einfluss auf andere haben kann und ggf. in Konflikt zu einem anderen Bedürfnis steht. Um sie zu stärken, können wir sozial anerkannte Strategien bzw. Alternativen zu einer Auseinandersetzung in ihren Fokus rücken oder mögliche Handlungsalternativen mit ihnen gemeinsam entwickeln.

Literatur

Anmerkungen:
(1) Nach einer Untersuchung von Schweizer Entwicklungsforschern, Simoni et al.
(2) Forschungen haben bewiesen, dass es bei größeren Kindergruppen eine erhöhte Konflikthäufigkeit gibt (vgl. Haug-Schnabel 2011, S. 93)
Übernahme des Beitrags miit freundlicher Genehmigung aus Betrifft KInder 3-4/2018, S. 17-20
AdmirorFrames 2.0, author/s Vasiljevski & Kekeljevic.
Zuletzt bearbeitet am: Donnerstag, 26. April 2018 14:46 by Karsten Herrmann

Wie Kinder Konflikte lösen und Streit schlichten

Kinder können Streit und Konflikte gut selbst lösen. Lesen Sie hier, welche Strategien Kinder anwenden, um Streit und Konflikte zu schlichten.

Kinder können Konflikte selbst lösen

Kinder streiten, klar. Aber sie sind auch erstaunlich gut in der Lage, ihre Konflikte selbst zu lösen. Und Kinder entwickeln dabei, ihrem Alter entsprechend, die unterschiedlichsten Strategien um einen Streit zu schlichten. Das beeindruckt auch Erwachsene: eine dritte Möglichkeit finden, wenn sich die ersten beiden nicht miteinander vereinen lassen – das macht Sinn.

Jüngere Kinder sind zu Kompromissen noch nicht in der Lage, haben aber auch schon ganz beeindruckende Strategien, um Streit zu schlichten. Die mögen Eltern mitunter irritieren, aber „wir werden vor allem jüngeren Kindern nicht gerecht, wenn wir ihr Streit- und Konfliktlösungsverhalten aus dem Blickwinkel der Erwachsenen deuten und bewerten“, hat Professor Renate Valtin beobachtet. Die Pädagogin an der Humboldt-Universität Berlin hat 80 Kinder im Alter von fünf bis zwölf Jahren zum Thema Streiten und Vertragen befragt. Und sie hat Bemerkenswertes herausgefunden.

Kleinkind

Wenn Kinder Streit haben

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Strategie 1: Einfach aufhören

Vor allem jüngere Kinder im Alter bis etwa acht Jahren beenden einen Konflikt oft, indem sie schlicht aufhören, sich zu streiten. – „Einfach aufhören. Man verträgt sich und ist wieder Freund“, so lautet, ganz pragmatisch, der Lösungsvorschlag des achtjährigen Sven. Und auch für Stephan, fünf Jahre alt, ist die Sache klar: „Ganz einfach: Ich sag‘: ,Wollen wir uns wieder vertragen?‘, dann vertragen wir uns und spielen wieder.“

Strategie 2: Sich entschuldigen

Wenn eines der Kinder sich entschuldigt, ist der Steit vorbei. -Dabei geht es bei den kleinen Kämpfern nicht unbedingt um ein Anerkennen der Schuld oder darum, Abbitte zu leisten. Auch das Entschuldigen ist eher wie eine Formel, mit der Streit beigelegt werden kann. Das geht ganz leicht, wie man in diesem Beispiel erkennen kann: Anna hat dem Nachbarskind den Flummi weggetreten, und das, wo es gerade kurz davor war, den Flummi-Dribbel-Rekord aufzustellen! „Du blöde Kuh, ich spiel‘ nie mehr mit dir!“ Die beiden funkeln sich an. „Entschuldigung“, murmelt Anna. Kurzels Grummeln bei der Kontrahentin. Dann: „Okay. Willst du morgen mitspielen?“ Kinder sind zum Glück selten nachtragend.

Strategie 3: Sich aus dem Weg gehen

Wenn die Wut zu groß ist, geht man sich erst mal aus dem Weg. – Mit den Worten des kleinen Dirk: „Manchmal hört der Streit nicht auf, dann hau‘ ich lieber mal ab.“ Weggehen, bis der Zorn verraucht ist – das raten Mediatoren auch ihren erwachsenen Klienten. Denn in der ersten Aufregung fallen oft Worte, die wir später bedauern. Und bei den Kleinen fliegen dann auch schon mal die Fäuste. Wenn also zwei zankende Kinder erst mal auseinandergehen, sollten Eltern sie auch lassen. Meist finden sie ganz schnell von ganz allein wieder zusammen, in einer weniger aufgeladenen Atmosphäre.
Und genauso etwas, was viele Eltern glauben, in langwierigen Prozessen erst anerziehen zu müssen, das gelingt vielen kleinen Diplomaten ganz von allein, nämlich:

Strategie 4: Einfach mal nachgeben

Denn es gibt sie nun einmal: das letzte Bonbon, das einzige rote Rennauto, den Drachen, den nur einer an der Leine halten kann. Da kann es passieren, dass ein Kind verzichtet und sich etwas anderes sucht. „Na gut, dann nimm du den Rennwagen. Ich nehm‘ dafür die Polizei.“ Konflikt entschärft, und schon ist Ruhe auf dem Autoteppich. Und solange nicht immer der Gleiche nachgibt, können Erwachsene ganz entspannt zuschauen.
Und wenn die Idee nicht von allein zündet, ist das eine gute Gelegenheit, ein bisschen Konfliktlösung zu üben. Machen Sie den Kindern Angebote: Wer kann was spielen, so dass beide zufrieden sind? Fragen Sie die Kinder, bieten Sie Alternativen an, und lassen Sie die Kleinen dann selbst entscheiden. Das schult – und kann enorm stolz machen! Und es ist ein erster Schritt in Richtung „Vertragen für Fortgeschrittene“.

Kleinkind

Streiten trainiert Freundschaften und Bindungen

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Strategie 5: Den goldenen Mittelweg suchen

Der zwölfjährige Michael beschreibt das Ganze so: „Wenn einer sagt: ,Nein, wir tun es nicht!‘, und der andere sagt: ,Wir tun es doch!‘, können die beiden doch einfach bestimmen: ,Okay, wir tun es morgen.“
„Die meisten älteren Kinder erkennen, dass beide Parteien einen Beitrag zur Streitbeendigung zu erbringen haben und dass der andere in irgendeiner Form zu besänftigen ist“, erklärt Professor Renate Valtin. „Mit zunehmendem Alter wird Freundschaft als zweiseitige Beziehung gesehen und Konfliktlösung als ein Prozess des Aushandelns, der von beiden und zu beiderseitiger Zufriedenheit zu leisten ist.“
Strategie 6: Auch mal Fehler eingestehen
Die Frage, wer recht hat, spielt insbesondere bei älteren Kindern durchaus eine Rolle. Den Fehler einzugestehen, ist dann oft der einzige Weg zum Frieden. „Ich würde ihm erstmal die Meinung sagen“, beschreibt Sven, zwölf Jahre, eine solche Situation. „Und wenn er dann selber sagt ,Na gut, das war nicht richtig von mir‘, dann würde ich mich wieder mit ihm vertragen.“
Für Eltern ist es daher wichtig, schon früh mit ihren Kindern zu üben, dass und wie man sich entschuldigt. Denn wer nicht gelernt hat, Fehler zuzugeben, der tut sich später schwer mit dem Aussprechen von Entschuldigungen – und also damit, sich wieder zu vertragen. Auch hier gilt: Früh übt sich. Also: Fangen Sie zeitig, aber natürlich behutsam an, mit kleinen Streithammeln zu üben, wie man Konflikte löst. Und schauen Sie genau hin, wie die Kleinen das machen – wir können wirklich nur lernen dabei.

Streit schlichten: Auseinandersetzungen beenden

Auseinandersetzungen und Streit lassen sich nicht immer verhindern. Zu vielseitig sind die möglichen Auslöser und wo immer Menschen aufeinander treffen, kann es Reibungspunkte geben, die mitunter schnell eskalieren. Für manchen reicht schon eine Kleinigkeit, die hochgeschaukelt wird, bis sich ein handfester Krach entwickelt hat, bei dem gebrüllt, gemeckert und verbal angegriffen wird. Ein solches Gewitter kann eine reinigende Wirkung haben und es tut gut, seinem Ärger Luft zu machen, doch ist es wichtig einen Streit schlichten zu können, bevor dieser komplett ausufert. Leichter gesagt als getan, denn einmal in Rage geredet und aufgebracht, kann das Streit schlichten durchaus schwierig werden. Am Ende hilft vor allem eine offene Kommunikation und vor allem auch der Wille, einen Streit schlichten zu wollen…

Inhaltsverzeichnis: Das erwartet Sie in diesem Artikel

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Streit schlichten: Es darf ruhig Unstimmigkeiten geben

Ein Streit fühlt sich selten gut an. Die Gemüter sind erhitzt, Frust bahnt sich seinen Weg nach außen und trifft dabei nicht selten den falschen, der vielleicht gar nichts dafür kann, unterschiedliche Meinungen treffen aufeinander und sind scheinbar kaum zu vereinbaren oder im schlimmsten Fall werden unschöne Bemerkungen gemacht, die später vielleicht sogar noch einmal bereut werden.

Kurz gesagt: Streiten ist eine unangenehme Sache, bei der wir uns in der Regel von unserer besonders fiesen Seite zeigen und uns manchmal selbst davor erschrecken, wie gemein wir eigentlich sein können, um dem Kontrahenten eins auszuwischen. Auf der anderen Seite sollten Streitigkeiten und Auseinandersetzungen aber auch nicht verteufelt werden – weder im Privatleben, noch im Beruf, wenn gemeinsam gearbeitet wird.

Tatsächlich kann ein Streit durchaus gut und sinnvoll sein, auch wenn es sich während der Auseinandersetzung nicht wirklich so anfühlt. Solange es im Rahmen bleibt, sind Meinungsverschiedenheiten sogar notwendig, um auf einen gemeinsamen Nenner kommen zu können. Wer ständig nur Ja und Amen sagt geht vermutlich jeder Diskussion aus dem Weg, wird am Ende aber auch regelmäßig übergangen und ist mit den Ergebnissen unzufrieden, da diese seine Ansichten nicht berücksichtigen.

Auch zwischenmenschlich erfüllt der Streit eine wichtige Funktion. Er sorgt dafür, dass Konflikte nicht endlos lange vor sich hin schwelen und dabei immer gefährlicher werden. Ein kurzer, selbst heftiger Streit ist besser als ein Problem, dass über Wochen unausgesprochen bleibt und irgendwann explodiert.

Dabei gilt aber immer ein wichtiger Faktor: Auseinandersetzungen zu beginnen und diese auszufechten ist nicht die Herausforderung. Entscheidend ist, dass Sie auch in der Lage sind, einen Streit schlichten zu können. Bevor dieser vollkommen aus den Fugen gerät. An dieser Stelle tun sich viele Streithähne aber schwer.

Warum es schwer ist, einen Streit schlichten zu wollen

In der Theorie klingt es so einfach. Beide Parteien beruhigen sich, es folgen entschuldigen und Sätze wie Ich war aufgebracht, ich weiß, dass du eigentlich nichts dafür kannst. Ich hab meinen Ärger an der falschen Person ausgelassen… Es werden sich die Hände gereicht und es herrscht wieder eine Friede, Freude, Eierkuchen Atmosphäre, als wäre nie etwas gewesen. Leider ist dieser märchenhafte Ausgang oftmals tatsächlich der Fantasie vorbehalten, denn die harte Realität sieht ein wenig anders aus.

Statt den Streit zu schlichten, gehen die Widersacher irgendwann beide genervt auseinander, versuchen den anderen möglichst zu ignorieren, fühlen sich missverstanden oder zu unrecht attackiert. Vertragen und den Streit schlichten? Das Warten darauf ist oft vergebens.

Aber warum fällt das Streit schlichten so schwer? Dahinter stehen zwei Gründe:

  • Die Emotionen kochen hoch

    Rational betrachtet ist es natürlich sinnvoll, den Streit schlichten zu wollen. Doch denken Streithähne in diesem Moment nicht rational, sondern werden größtenteils von ihren Emotionen gesteuert. Es wird sich dabei voll und ganz auf die Wut, den Frust und den empfundenen Ärger konzentriert, so dass kein Raum bleibt, sich darüber Gedanken zu machen, den Streit zu schlichten.

  • Der erste Schritt ist der schwerste

    In vielen Situationen sind alle Beteiligten froh, wenn der Streit geschlichtet wird – es scheitert jedoch immer wieder daran, dass niemand den ersten Schritt auf den anderen zugeht. Entweder wissen Sie nicht, was Sie sagen wollen oder Sie sind zu stolz und wollen nicht den Eindruck machen, sie würden einknicken und im Streit nachgeben.

Tipps zum Streit schlichten

Ein Streit, der sich ewig in die Länge zieht und Beziehungen langfristig zerstört ist nicht nur anstrengend, sondern kann sich auch negativ auf Glück und Zufriedenheit auswirken. Gehen Sie beispielsweise jeden Morgen mit dem unguten Gefühl zur Arbeit, dass im Büro ein Kollege wartet, mit dem Sie sich ordentlich verkracht haben, ohne den Streit jemals zu schlichten, ist die Stimmung entsprechend schlecht.

Soweit muss es aber erst gar nicht kommen, denn einen Streit schlichten ist zwar nicht immer leicht, aber auch keine unmögliche Aufgabe. Die folgenden Tipps können Ihnen dabei helfen, in Zukunft einen Streit besser zu schlichten und die Wogen zu glätten:

  • Entwickeln Sie die richtige Einstellung

    Um einen Streit schlichten zu können, brauchen Sie zunächst die richtige Einstellung. Soll heißen: Sie müssen den Streit wirklich schlichten wollen und nicht einfach nur genervt von der Situation sein. Mit dem Gedanken Ich will bloß meine Ruhe haben… werden Sie nicht viel dazu beitragen können, die Auseinandersetzung wirklich zu beenden.
    Rufen Sie sich ins Gedächtnis, wie viel Energie und gute Laune durch den Streit verloren geht und dass Sie eigentlich die Harmonie in Ihrem Umfeld schätzen. So werden Sie sich nicht mehr nur auf den Streit konzentrieren, sondern Ihre Gedanken auf eine Lösung richten, um den Streit zu schlichten.

  • Kommen Sie erst einmal zur Ruhe

    Solange die Gemüter noch erhitzt sind, ist es schwer, einen Streit schlichten zu wollen. Die Wut ist noch zu frisch und solange das Adrenalin vom Streit noch im Körper ist, wird der Versuch wahrscheinlich eher nach hinten los gehen und eine weitere Runde des Geplänkels einläuten.
    Besser ist es deshalb, wenn Sie sowohl sich als auch Ihrem Gegenüber ein wenig Zeit lassen, um sich zu beruhigen. Dabei ist es völlig in Ordnung, wenn jeder erst einmal für sich bleibt und sich im Job beispielsweise ins eigene Büro zurückzieht. Ist der erste Rauch dann verflogen, kann der Streit einfacher geschlichtet werden.

  • Warten Sie nicht auf den anderen

    Wie bereits erwähnt: Der erste Schritt ist besonders schwer, wenn Sie einen Streit schlichten wollen. Gerade deshalb sollten Sie diesen wichtigen Schritt tun, da Ihr Kontrahent es möglicherweise nicht schafft. Wenn Sie nur darauf warten, dass der andere die Aussöhnung herbeiführt, dauert der Streit möglicherweise ewig an.

  • Bitten Sie um Entschuldigung

    Nach einem Streit sollten Sie auf jeden Fall um Entschuldigung bitten – selbst wenn Sie das Gefühl haben, dass eigentlich der andere Ihnen ein Sorry schuldet. Zum einen zeigen Sie damit Größe, da Sie bereit sind, für Ihr Verhalten geradezustehen und auch einzusehen, dass Sie möglicherweise im Streit nicht ganz fair waren.
    Auf der anderen Seite erleichtern Sie es damit, den Streit zu schlichten. Eine Entschuldigung Ihrerseits öffnet dem anderen eine Tür und macht es ihm leichter, auch einen Schritt auf Sie zuzugehen.

  • Hören Sie dem Gegenüber weiterhin zu

    Einen Streit zu schlichten bedeutet nicht, dass die Kommunikation und der Austausch an dieser Stelle enden. Um das Problem wirklich aus der Welt zu schaffen und nicht über ähnliche Punkte erneut aneinanderzugeraten, ist es wichtig, weiterhin zuzuhören und auf Ihren Gegenüber einzugehen.
    Was hat ihn so wütend gemacht? Was ist ihm besonders wichtig? Wo ist er zu Kompromissen bereit? Gerade wenn der Streit geschlichtet ist und miteinander geredet wird, können Sie wichtige Informationen erhalten.

  • Nutzen Sie Ich-Formulierungen

    Beim Streit schlichten wird jedes Wort auf die Goldwaage gelegt und mit Vorwürfen oder Anschuldigungen – selbst wenn diese gar nicht so gemeint sind – schlagen Sie den ganz falschen Ton an. Das Problem: Viele Formulierungen klingen automatisch wie eine Beschuldigung, sobald Sie den Satz mit „Du“ beginnen. Der Angesprochene fühlt sich sofort angegriffen: Du hast…, Du willst… oder Du denkst… sind immer implizite Vorwürfe.
    Einen Streit schlichten Sie besser mit Ich-Botschaften, mit denen Sie die Lage schildern und Ihre Sicht der Dinge wiedergeben, ohne Ihren Gesprächspartner dabei anzugreifen. Ich denke…, Ich sehe das so… Ich bin der Meinung… Damit nehmen Sie der Situation gleich eine Menge Konfliktpotenzial.

  • Suchen Sie nach Gemeinsamkeiten

    Es mag sich vollkommen gegensätzlich anfühlen, doch selbst im Streit gibt es fast immer Punkte, auf die sich beide Seiten trotz unterschiedlicher Ansichten einigen können. Diese Gemeinsamkeiten sind wichtig, um einen Streit schlichten zu können. Legen Sie den Fokus auf die Dinge, die sie gemeinsam haben und beginnen Sie an dieser Stelle, eine Lösung zu suchen, mit der beide Seiten gut leben können.

Streit schlichten durch gewaltfreie Kommunikation

Auch die Kommunikationstrainerin und Expertin für gewaltfreie Kommunikation Susanne Lorenz sieht den Schlüssel, um einen Streit schlichten zu können, in der Verständigung untereinander. Wird falsch kommuniziert, führt schnell eins zum anderen und anstatt eine Auseinandersetzung beizulegen, wird diese nur schlimmer.

Aus der gewaltfreien Kommunikation hat Lorenz vier Schritte abgeleitet, die dabei helfen, einen Streit zu schlichten:

  1. Streit schlichten: Auslöser beobachten

    Beim Schritt der Beobachtung wird Abstand von der auslösenden Situation gesucht und diese wird aus einer wertfreien Perspektive betrachtet. Nützlich ist es, sich vorzustellen, die Situation wie eine Kamera zu sehen: Was ist konkret passiert oder nicht passiert? („Vorhin bin ich im Flur an dir vorbei gegangen und habe Hallo gesagt, von dir kam kein Hallo zurück.“)
    Dadurch wird es möglich, bewertende Interpretationen, die zu negativen Gefühlen führen, von der wertfreien Betrachtung zu trennen. Bei regelmäßiger Anwendung fallen die verurteilenden Gedanken schneller auf und es entsteht ein Bewusstsein für die Verbindung von diesen Gedanken und den daraus folgenden negativen Gefühlen.
    Mit Hilfe dieser Kommunikationsform können Situationen mit Abstand betrachtet und Beobachtung von Interpretationen getrennt werden.

  2. Streit schlichten: Gefühle analysieren

    Im zweiten Schritt geht es darum, zu analysieren, was in der entsprechenden Situation gefühlt wird. Wichtig ist zu verstehen, dass dieses Gefühl lediglich von der Situation ausgelöst und nicht verursacht wurde. Ursache für die Gefühle sind die erfüllten oder nicht erfüllten Bedürfnisse, auf die im nächsten Schritt eingegangen wird. Durch die gewaltfreie Kommunikation wird die Verantwortung für die eigenen Gefühle übernommen. Somit erhält man die Macht über die eigene Gefühlswelt zurück.
    Fühle ich mich wohl, liegt es daran, dass meine Bedürfnisse erfüllt sind. Bei Unwohlsein liegen unerfüllte Bedürfnisse vor. Nun besteht die Möglichkeit dies zu ignorieren oder dagegen vorzugehen. Letzteres kann ich mit dieser Methode.
    Wir differenzieren echte Gefühle und solche, die eher Interpretationen darstellen (übergangen, mißverstanden etc.). Grund hierfür ist, dass der Gesprächspartner sich bei letzterem eher in die Ecke gedrängt fühlt, da man ihm etwas unterstellt. Dies passiert nicht, wenn echte Gefühle genannt werden. Die sieben Basisemotionen von Paul Ekman (amerikanischer Anthropologe und Psychologe) geben hier Hilfestellung bei der Analyse: Überraschung, Ekel, Freude, Ärger, Trauer, Angst, Verachtung.
    Im Businesskontext ist es einfacher, von Überraschung oder auch Irritation zu sprechen als zuzugeben, dass man Angst hat oder sich vielleicht hilflos fühlt. Oft ist es so, dass Menschen sich nicht trauen, ihre Gefühle preiszugeben, besonders, wenn sie den Eidnruck haben, das könnte ausgenutzt werden. Bei der authentischen Nutzung der gewaltfreien Kommunikation wird das Gegenüber dadurch jedoch eher erreicht, als wenn Drohungen oder Warnungen ausgesprochen werden. Wie bereits erwähnt, führt dies nicht dazu, dass ein Streit geschlichtet wird, sondern feuert ihn noch weiter an.
    Das Beispiel: „Vorhin bin ich im Flur an dir vorbei gegangen und habe Hallo gesagt, von dir kam kein Hallo zurück. „Ich bin überrascht,…“

  3. Streit schlichten: Bedürfnisse erkennen

    Weiterhin werden die eigenen nicht erfüllten Bedürfnisse der Situation analysiert. Diese gilt es zu erfüllen, damit positive Gefühle wieder möglich sind. Die Grundannahme besteht darin, dass unsere Bedürfnisse unsere Gefühle auslösen. Sind sie erfüllt, geht es uns gut. Sind unsere Bedürfnisse nicht erfüllt, fühlen wir uns unwohl. Um letzteren Zustand zu ändern, ist es elementar, die nicht erfüllten Bedürfnisse zu erkennen und Abhilfe zu schaffen (dies erfolgt durch den vierten Schritt „Bitte“). Im obrigen Beispiel hieße es „weil mir der Kontakt wichtig ist.“
    Bei der Formulierung ist darauf zu achten, dass dieses Gefühl vorhanden ist, „weil mir der Kontakt wichtig“ ist und nicht, „weil du mich nicht gegrüßt hast.“
    Somit kann gefolgert werden, dass unsere Bedürfnisse unsere Taten lenken. Für die eigenen Bedürfnisse sind wir selbst verantwortlich. Um sie zu erfüllen, gibt es verschiedene Wege: wir können sie uns selbst erfüllen oder andere fragen. Auch verschiedene Strategien stehen dabei zur Verfügung. Eine weitere Erkenntnis ist, dass Menschen nicht für die Erfüllung der Bedürfnisse anderer zuständig sind.
    Hierbei geht es nicht um puren Egoismus, lediglich darum, auf die eigenen Bedürfnisse zu achten und zu sehen, dass die eigene Kraft davon abhängt, wie wir mit uns und unseren Bedürfnissen umgehen. Anders ausgedrückt: Die Bedürfnisse werden als Motivator für Handlungen erkannt.

  4. Streit schlichten: Änderung erbitten

    Bei dieser Analyse bleibt es nicht. Durch den letzten Schritt, die Bitte, ändert sich etwas an der Situation und eine Handlungsorientierung erfolgt. („Kannst Du mir bitte sagen, ob Du mich gesehen hast?“)
    Somit deckt die gewaltfreie Kommunikation beide Ebenen der Kommunikation ab, die Sachebene (durch die Beobachtung und Bitte) und die Beziehungsebene (durch Gefühl und Bedürfnis).
    Desweiteren geht es der gewaltfreien Kommunikation darum, dass wir erkennen, dass Menschen gern helfen und sich gegenseitig unterstützen. Bekommen Personen die Möglichkeit, freiwillig zu helfen, tun sie dies gern. Sobald jedoch Druck aufkommt, verschließen sie sich und helfen weniger gern.
    Folglich ist es wichtig, dass Bitten mit der richtigen Haltung ausgesprochen werden. Als Bitte und nicht als Forderung, so dass der Gegenüber die Möglichkeit hat, dieser Bitte nicht nachzukommen. Diese Bitte kann an sich selbst gerichtet sein, an den Betroffenen, mit dem die Situation besteht oder an jemand anderes. Dabei kann die Bitte ganz einfach sein. Beispielsweise Kannst du mir bitte sagen, ob du bereit bist, mit mir über dieses Thema zu reden? Oder auch Kannst Du mir erklären, woran es lag?

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Konflikte lösen: Streit schlichten mit Ich-Botschaften

Jeder kennt Situationen, in welchen er bei einem Streit wütend, frustriert oder traurig ist. Das Verhalten anderer Menschen kann einen manchmal zum Wahnsinn treiben. Doch ein Streit ist nur dann destruktiv, wenn sich die Fronten verhärten und keiner bereit ist, den Konflikt zu lösen.

In einem Konflikt ist keine Form von „Recht haben wollen“ dazu geeignet, zu einer konstruktiven Konfliktlösung beizutragen. Beide Seiten können nur verlieren. Jener, der seinen Standpunkt durchsetzt, verliert das Vertrauen des anderen. Der andere muss seinen Standpunkt und damit verbundene Bedürfnisse zurückstellen.

Jeder hat die Möglichkeit diesen Teufelskreis zu durchbrechen und nach einer Lösung des Konflikts zu streben. Die Aufgabe besteht darin, was eine Lösung für beide Seiten sein könnte, anstatt auf seinem Standpunkt zu beharren.

Um Konflikte zu lösen, gibt es eine einfache und wirkungsvolle Kommunikationstechnik, die es beiden ermöglicht, ein verständigungsorientiertes Gespräch zu führen. Die Technik besteht darin, negative „Du-Botschaften“ in positive „Ich-Botschaften“ zu verwandeln. Was das ist und wie es funktioniert, erfahren Sie nachfolgend.

Was sind „negative Du-Botschaften“?

Bei negativen Du-Botschaften wird ein Verhalten des anderen problematisiert, d. h., das Gegenüber wird zum „Problem“ gemacht. Zum besseren Verständnis, einige Beispiele für Du-Botschaften:

  • „Du hast schon wieder deine Jacke nicht zugemacht – langsam wird mir das zu blöd mit dir.“
  • „Meine Güte bist du dumm, denk doch mal nach, bevor du etwas tust!“
  • „Mensch sind Sie ungeschickt, passen Sie doch besser auf!“
  • „Du Trampel, jetzt ist mein Handy kaputt!“
  • „Tu nicht so scheinheilig, in Wirklichkeit denkst du doch ganz anders über das Thema.“

Wie fühlen Sie sich, wenn Sie so etwas zu hören bekommen? Vermutlich nicht sonderlich gut. Negative Du-Botschaften haben fast zwangsläufig zur Folge, dass sich der Partner angegriffen fühlt und sich zu verteidigen bzw. zu rechtfertigen sucht.

Bringt man solche Anschuldigungen noch in einem rauen Ton vor, ist es nicht verwunderlich, auch die Gefühle des anderen zu verletzen – ihn wütend oder traurig zu machen. Ein destruktiver Streit oder Konflikt „lebt“ von der Konfrontation und dem „Recht haben wollen“ mindestens eines Beteiligten.

Konflikte lösen, heißt die eigene Kommunikation zu verändern

Bei negativen Du-Botschaften kommt es fast zwangsläufig zu einem „Stellungskrieg“, den keiner verlieren will – schließlich „muss“ man sein Gesicht wahren. Dabei entsteht das Problem oftmals gar nicht durch den Inhalt – oder dem Kern der Kritik – sondern dadurch, dass man das Problem ungeschickt und viel zu allgemein formuliert.

Eine Möglichkeit die Kommunikation positiv zu ändern ist, die negativen Du-Botschaften in positive Ich-Botschaften umzuformulieren. Eine Ich-Botschaft bedeutet, dass ich „über mich selbst spreche“, meine eigenen Gefühle mitteile, MEIN Problem thematisiere.

Ich rede ganz konkret über meine Gefühle und mein Verständnis oder mein Erleben der Situation. Damit kann ich über dasselbe Problem reden, wirke aber weder verletzend noch beschuldigend.

Was sind positive Ich-Botschaften?

Eine positive „Ich-Botschaft“ besteht aus drei Komponenten:

  • Gefühle offenbaren: Eigene Gefühle werden geäußert, die sich auf eine konkrete Situation oder Verhalten des anderen beziehen.
  • Sachlich: Die Situation (Auslöser) wird beschrieben, der Grund für die Kritik ist. Hier ist es wichtig konkret zu werden, damit sich der andere die Situation bildhaft vorstellen kann.
  • Auswirkungen: Dem Adressaten werden die Auswirkungen seines Verhaltens mitgeteilt. Manchmal wird in diesem Schritt auch eine Bitte an den Adressaten geäußert.

Ein Beispiel zur Anwendung von Ich-Botschaften: Statt „Du ignorierst mich ständig“ – „Ich war beim letzten Fest eifersüchtig, da ich die Befürchtung hatte dich im Gespräch mit … zu stören. Ich hätte mir gewünscht, mehr mit dir in Kontakt zu sein …“

Aus der Verallgemeinerung der negativen Du-Botschaft wurde eine konkrete und nachvollziehbare Aussage gemacht, welche das eigene Erleben betrifft.

Man lässt das Beurteilen (auch Verurteilen) des anderen weg und gibt zu, dass man selbst ein „Problem“ hat, das gelöst werden will. Dadurch kommt der andere gar nicht in die Lage sich verteidigen zu müssen, sondern hat nun die Möglichkeit sein eigenes Erleben zu formulieren.

Konflikte lösen: Vorteile von positiven Ich-Botschaften

Diese Umformulierung des „Problems“ entschärft die Situation wesentlich und ermöglicht es beiden Seiten, sich mit einer Lösung des Problems zu beschäftigen, statt einen „Schuldigen zu suchen“. Weitere Vorteile zur Lösung von Konflikten mit positiven Ich-Botschaften sind:

  • Partnerschaftlicher Umgang: Teilt man dem Gegenüber seine eigenen Gefühle mit, zeigt man ihm die eigene Verletzlichkeit. Damit lassen sich Abwehrreaktionen vermeiden. Man stellt sich nicht als „gebieterischer Tyrann“ dar, sondern als Mensch mit Gefühlen und Bedürfnissen.
  • Verstehen: Die konkrete Situation (Fakten) ist wichtig, damit der andere weiß, worum es geht. Jemanden zu sagen, dass er sich generell unzuverlässig verhält, wirkt pauschal abwertend. Besser wäre es zu erwähnen, dass man bereits zweimal vergebens auf ihn gewartet hat.
  • Schutz der Interessen: Benennen Sie die Wirkungen problematischer Verhaltensweisen des anderen auf Sie selbst. So erkennt Ihr Gegenüber die eigenen Befürchtungen (oder den Schaden) und weiß, was er beim nächsten Mal besser machen kann.
  • Akzeptanz und Vertrauen: Ich-Botschaften regen andere Menschen an, ebenfalls Ich-Botschaften zu verwenden. Damit entsteht eine Situation der Offenheit und des Vertrauens. Solche „Selbstoffenbarungen“ können auch nach längerem Streit heilsam wirken.
  • Entschärfen und Öffnen: Ich-Botschaften entschärfen auch festgefahrene Situationen. Sie können eingesetzt werden, um einen Streit zu beenden. Ich-Botschaften öffnen die Situation. Sie machen es dem anderen leichter zuzuhören und zu verstehen.

Vorsicht Falle: Versteckte negative Du-Botschaften

Manche Du-Botschaften verkleiden sich in „scheinbare“ Ich-Botschaften. Diese sollten Sie erkennen und entsprechend umformulieren. Einige Beispiele:

  • Verkleidete Du-Botschaft: „Ich finde, dass du unmöglich aussiehst.“ Hier handelt es sich um eine Du-Botschaft: „Du siehst unmöglich aus“. Formulierungen, wie „Ich finde …“ reichen nicht aus, um aus einer Du-Botschaft eine Ich-Botschaft zu machen. Achten Sie auf Äußerungen, die wie eine Beschuldigung, Vorwurf oder ein Urteil wirken, unabhängig davon, dass sie mit einem „Ich“ beginnen.
  • Versteckte Du-Botschaft: Bei einer Antwort auf etwas Gesagtes: „Das ist völlig widersinnig“, handelt es sich um eine versteckte Du-Botschaft: „Du äußerst Widersinniges“. Auch verdeckte Du-Botschaften wirken verletzend. In einer Ich-Botschaft umformuliert, hört es sich respektvoller an: „Ich verstehe deine Behauptung … nicht.“
  • Ich-Bezogenheit: Ich-Botschaften dürfen nicht mit Äußerungen von Ich-bezogenen Menschen verwechselt werden. Wer ausschließlich von sich selbst erzählt, ohne sich auf einen anderen Menschen zu beziehen, äußert keine Ich-Botschaften, sondern wirkt selbst-bezogen.
  • Der ewige Kritiker. Es gibt Menschen, die häufig nur das Haar in der Suppe suchen (und finden). Sie spezialisieren sich auf Themen, über die sie nörgeln können. Dies erzeugt schnell eine negative Erwartungshaltung beim Gegenüber – „Der will mich schon wieder kritisieren!“ Hier hilft nur ein ausgeglichenes Verhältnis zwischen Lob und Tadel, sonst wird der Tadel irgendwann per se abgelehnt.
  • Abschwächungen: Vermeiden Sie es, abschwächende Formulierungen zu verwenden, z. B. „Es hat mich ein bisschen geärgert, dass …“, oder: „Ich war ein wenig traurig …“. Das wirkt unsicher, manchmal wenig glaubhaft und entwertet das, was Sie sagen wollen. Lassen Sie die Wörter: „ein bisschen“, „ein wenig“ einfach weg. Äußern Sie Ihre Gefühle ehrlich. Doch Vorsicht: Eine Abschwächung kann auch ohne die oben genannten Wörter formuliert werden. Ein Beispiel: „Ich hatte Angst, als du nicht, wie verabredet, nach Hause kamst …“. Doch das Gefühl war in Wirklichkeit wesentlich heftiger: „Ich war starr vor Angst, als du nicht nach Hause kamst …“.

Fazit – Konflikte bewusst lösen …

Ich-Botschaften zu kommunizieren, will geübt sein. Die eigentliche Kunst bei der Verwendung von Ich-Botschaften ist, dass man sich seiner eigenen Gefühle und Bedürfnisse bewusst sein muss, bevor man sie äußern kann. Vor jeder Ich-Botschaft steht somit die Frage, welche Gefühle, Ängste, Probleme hat das Verhalten meines Partners bei MIR ausgelöst?

Erst wenn man sich selbst bewusst ist, welcher Wert oder welche Bedürfnisse verletzt wurden, kann man diese auch benennen. Das ist vor allem anfangs viel schwerer, als den anderen zum Sündenbock des eigenen negativen Erlebens zu machen.

Es erfordert Charakter, Selbstkritik und die Einsicht, dass niemand außer man selbst die eigenen negativen Gefühle erzeugt.

Doch der Vorteil dieser Methode ist, dass man eigene Probleme MIT anderen lösen kann – der Partner zum Helfer und nicht zum Feind wird. Langfristig kann so die eigene Beziehung wachsen – man klärt Probleme, statt neue Schlachtfelder zu eröffnen.

Es wird vermutlich einige Zeit brauchen, bis man sein Verhalten derart ändern kann – aber es lohnt sich. Schon beim ersten Konflikt, den man positiv aufgelöst hat, wird man mit positiven Gefühlen belohnt.

Viel Erfolg beim Lösen von Konflikten mit positiven Ich-Botschaften!

Konflikte lösen: Mit diesen Fragen können Sie Streit im Team schlichten

Ihre Mitarbeiter motzen sich an? Statt sich auf ihre Arbeit zu konzentrieren, verschwenden Büronachbarn ständig Zeit mit Kleinkriegen? Mit diesen Fragen helfen Sie, Konflikte schnell und nachhaltig zu lösen.

Die Emotionen kochen schnell hoch, wenn im Unternehmen die Fetzen fliegen. Statt einen kühlen Kopf zu bewahren, stürzen wir uns auf den vermeintlichen Gegner, werden laut, sagen Dinge, die wir später bereuen. Ganz nach dem Motto: „Auf ihn mit Gebrüll.“ Diese Strategie verschafft Ihnen vielleicht kurzfristig Erleichterung, weil der angestaute Zorn mal raus kann. Nachhaltig ist sie nicht.

Wie aber können Sie es besser machen? Wie reagieren Sie als Chef oder Chefin klug und besonnen in haarigen Konfliktsituationen? Indem Sie Fragen stellen. So einfach und banal diese Strategie klingt: Fragen können wirklich eine Art Wundermittel sein, um Konflikte zu lösen. Mit Fragen helfen Sie Ihren Mitarbeitern, aus alten Gewohnheiten auszubrechen und neue Lösungen zu entdecken.

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Warum Fragen wichtig sind

Die meisten Führungskräfte unterschätzen die Macht der Fragen. Sie senden stattdessen: Feedback, Empfehlungen, Tipps, Anordnungen. Gerade in Konflikten tendieren wir dazu, den anderen mit unserem Feedback zu überschütten. Wir reden und reden – und es kommt (fast) nichts an.

Wenn Sie Ihren Mitarbeitern eine Frage stellen, begeben Sie sich automatisch in eine andere Rolle, die des offenen, interessierten Zuhörers. Sie erfahren Neues, sie verstehen, sie wechseln die Perspektive. Ohne Zuhören lassen sich Konflikte nicht lösen.

Mit Fragen decken Sie zum Beispiel das „Problem hinter einem Problem“ auf: Oft entzündet sich ein Konflikt an einer Kleinigkeit: Der Jalousie, die ein Kollege immer runterlassen und der Sitznachbar öffnen will. Den dreckigen Kaffeetassen in der Küche. Tatsächlich steckt hinter solchen Streitigkeiten meist etwas ganz anderes: verletzte Werte, Kränkungen oder zum Beispiel Verlustangst, weil ein Mitarbeiter fürchtet, der neue Büronachbar könnte ihm nicht nur das Tageslicht streitig machen, sondern auch seine bisherige Stellung im Team. Nur wenn Sie gezielt nachhaken, werden Sie herausfinden, worum es bei einem Streit wirklich geht.

Mit diesen Fragen ergründen Sie das Problem

  • Was ärgert dich am Verhalten von Kollege Müller?
  • Wann genau ist die Situation eingetreten?
  • Welche Folgen hatte das für dich?
  • Was hast du bislang unternommen?

Mit diesen Fragen fordern Sie Mitarbeiter auf, die Perspektive zu wechseln

Die meisten Konflikte lassen sich lösen, wenn die Streitpartner eine andere Perspektive einnehmen als die eigene. Aus der Sicht eines Kollegen, Kunden oder Chefs sieht die Welt plötzlich ganz anders aus. Diese Erkenntnis ist der erste Schritt zum Kompromiss.

  • Wie würdest du an meiner Stelle handeln?
  • Was denkt wohl der Kollege im Nachbarbüro, wenn er euch dabei beobachtet, wie ihr euch streitet?
  • Welche Schwierigkeiten entstehen unserem Kunden durch den Streit?
  • Was wünscht sich wohl der Kollege Max Müller von dir?

Diese Fragen helfen bei verhärteten Fronten

Und wenn die Fronten so verhärtet sind, dass sich keiner mehr bewegen mag? Dann helfen hypothetische Fragen. Zum Beispiel:

  • Wie würdest du das Problem angehen, wenn Geld und Platz überhaupt keine Rolle spielen?
  • Was müsste passieren, dass ihr euch morgens aufeinander freut?
  • Was würdest du tun, wenn du ganz allein entscheiden könntest?

Vor allem bei Menschen mit Humor kann eine extreme, fast schon komödiantische Übertreibung den Knoten platzen lassen. Paradoxe Fragen sorgen meist für einen Überraschungseffekt, der so verblüffend ist, dass ein Konflikt plötzlich weniger scharf und schwerwiegend erscheint. Vielleicht kennen Sie das Phänomen: Manchmal können wir ganz anderes reagieren als gewohnt, wenn wir extrem überrascht werden.

Nutzen Sie für diesen Effekt Fragen wie:

  • Was müsstest du tun, um Max in den Wahnsinn zu treiben?
  • Wie könntest du dich noch mehr mit Max Müller streiten?
  • Wie müsstest du dich verhalten, um dein Problem zu behalten?

Beachten Sie diese Grundregeln

Wenn Sie Konflikte mit Fragen lösen wollen, sollten Sie diese wichtigen Grundsätze beachten:

  1. Nutzen Sie offene W-Fragen: Was, wie, wer, wann? Anders als geschlossene Fragen, die sich mit Nein oder Ja beantworten lassen, helfen offene Fragen, ein Problem zu ergründen. Also nicht: „Bist du sauer auf Max Müller?“. Sondern: „Warum bist du sauer auf Max Müller?“
  2. Bleiben Sie dran: Wenn Sie nach der ersten Frage keine zufriedenstellende Antwort bekommen, haken Sie nach. Formulieren Sie die Frage zum Beispiel anders. Der Kern eines Konflikts versteckt sich oft unter vielen Schichten nebensächlicher Animositäten. Denken Sie dabei an eine Zwiebel, die Sie Schicht für Schicht häuten müssen, bevor Sie das Innerste freilegen.
  3. Halten Sie Pausen aus: Wenn Sie eine Frage stellen, braucht Ihr Gegenüber einen Moment, um darüber nachzudenken. Geben Sie ihm die Zeit – auch wenn es schwer fällt.

Perfekt vorbereitet auf Mitarbeitergespräche

Mit der Checkliste „Perfekt vorbereitet auf Mitarbeitergespräche“ gehen Sie als Führungskraft mit einem guten Gefühl ins Gespräch mit Ihren Mitarbeitern – und wissen genau, was Sie sagen wollen. Jetzt Checkliste herunterladen!

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Wenn es zu Freundschaften oder Liebesbeziehungen kommt, ist der Umgang mit Konflikten in der Regel bewusster, denn allen Beteiligten ist klar, dass sie das Verhältnis jederzeit aufkündigen können. Diese Tatsache macht das Lösen von Problemen leichter, weil man unter Umständen den anderen nicht verlieren will.

Familienprobleme erkennen und angehen

Innerhalb von Familien werden Probleme nicht selten so lange nicht angesprochen, bis sie nicht mehr zu ignorieren sind. Das Verhältnis zu den Eltern und zu den Kindern wird schlicht als gegeben akzeptiert. Eine Tatsache, für die man augenscheinlich nicht viel tun muss.

Um ein harmonisches Familienleben führen zu können, ist es jedoch unerlässlich, Konflikte und Probleme mit der gleichen Diplomatie wie Dringlichkeit anzugehen, wie Sie es auch bei Streit außerhalb des familiären Kreis tun würden.

Die folgenden Tipps können dabei helfen, schnell Probleme aus der Welt zu schaffen.

Um was immer es sich handelt, darf es auf keinen Fall unter den Teppich gekehrt werden. Sonst gärt und schwelt es vor sich hin, bis es schließlich zu dem großen Knall kommt. Offenheit und Kommunikation untereinander ist der wichtigste Schlüssel zur Bewältigung einer Krise.

Lösen Sie Probleme und Konfliktherde sofort

Da Kinder nicht einfach so aus dem Leben ihrer Eltern verschwinden können, werden Reibungspunkte teils schlicht ignoriert oder übergangen. Dies führt jedoch dazu, dass eine innere Distanz zwischen Kindern und Eltern aufgebaut wird, die nicht immer sofort erkennbar sein muss.

Kritisch ist dabei vor allen Dingen, dass sich über die Jahre und weit über die Zeit der Kindheit hinaus immer mehr Probleme anhäufen können, über die man sich nie so richtig ausgesprochen hat. Schaffen Sie daher Streit sofort aus der Welt.

In einer Krisensituation machen sich die meisten Eltern Sorgen, dass die Kinder darunter leiden. Das tun sie sicherlich, aber noch mehr, wenn nicht ganz offen damit umgegangen wird.

So können Kinder auch lernen und erfahren, dass es zwar schwierige Situationen gibt, dass man mit denen aber auch umgehen und sie schließlich bewältigen kann. Dies kann das Selbstbewusstsein der Kinder stärken. Konflikte und der Umgang mit ihnen wollen gelernt sein.

Achten Sie auf eine vollständige Schlichtung

Ein klärendes Gespräch allein schafft das Problem noch nicht aus der Welt. Finden Sie einen Weg, dass den Streitpunkt behoben wird, indem beide Parteien einen Schritt aufeinander zugehen müssen. Andernfalls ist der Konfliktherd nur temporär behoben und es kann zu Frustration kommen, die sich unterschwellig in anderen Streitsituationen bemerkbar macht.

Arbeiten Sie an der Kommunikation

Im gleichen Haus zu leben und die gleiche Sprache zu sprechen, bedeutet noch lange nicht, dass Sie sich auch gegenseitig verstehen. Nicht jeder von uns ist in der Lage, seine Gefühlswelt gekonnt in Worte zu packen.

Als Erwachsener sollten Sie deshalb daran arbeiten, Ihre kommunikativen Fertigkeiten zu verfeinern, um in Streitsituationen nicht den eigenen Emotionen zum Opfer zu fallen.

Bringen Sie auch Ihren Kindern bei, wie man bei Streitigkeiten auf den anderen zugehen kann und so schnell eine Lösung des Problems erhält.

Den Kindern Sicherheit geben

Wichtig bleibt immer der respektvolle Umgang miteinander. Familienkrisen können bei Kindern eine Vielzahl an unterschiedlichen Gefühlen hervorrufen, am schlimmsten ist es, wenn sie sich schuldig fühlen. Darauf sollten die Eltern eingehen, auch wenn sie mit eigenen Krisenschmerzen beschäftigt sind.

Sie müssen Eltern bleiben und die Situation tragen, damit sich das Kind nicht verantwortlich fühlt. Die Eltern müssen gemeinsam an einem Strang ziehen, um den Kindern das Gefühl von Sicherheit und Schutz zu geben.

Den Kindern ein Vorbild sein und sie miteinbeziehen

Kinder dürfen die Eltern ruhig auch einmal traurig oder hilflos erleben, davon bricht die Welt nicht zusammen. Es stärkt ihre Persönlichkeit, wenn sie erleben, dass die Eltern die Situation auch wieder meistern. Leben ist nicht immer nur Glück und Zufriedenheit, es sind gerade die Krisen, die uns stärken und zusammenschweißen.

Deshalb sollten sich Eltern nicht mit Selbstvorwürfen kasteien, wenn es zu einer Krise gekommen ist, sondern vielmehr einen Weg herausfinden, um den Kindern zu zeigen, wie man mit Krisen umgeht. Dafür ist es wichtig, dass die Kinder mit einbezogen und nicht ausgegrenzt werden. Sie merken so oder so, wenn etwas nicht stimmt.

Fazit

Natürlich können Familienkrisen viele Gesichter und unterschiedliche Schwere haben. Was immer die Familienkrise auslöst muss aber aggressionsfrei angeschaut werden, um eine Möglichkeit zu finden damit möglichst konstruktiv umzugehen.

Sie wollen einen Konflikt lösen? 8 Lösungsansätze!

0 Kommentare | Burkhard Heidenberger schreibt zum Thema „Lebensfreude & Vereinfachung“:

Konflikte sind belastend – keine Frage!

Je intensiver die Auseinandersetzung und je länger deren Dauer, desto stärker auch die Einbußen in der Lebensqualität.

Etwa ein langanhaltender Streit mit einem Nachbarn, Arbeitskollegen oder Geschäftspartner – er ist zermürbend und zerrt an den psychischen Kräften.

Allerdings kann ein offen ausgetragener Konflikt durchaus auch positive Seiten haben, wenn damit eine Sache bereinigt wird.

Nun mag es Konflikte geben, die mit der Zeit abschwächen. Irgendwann ist „Gras über die Sache gewachsen“ und man findet wieder im Guten zueinander. Diese Auseinandersetzungen gehören aber eher zur Ausnahme.

Wollen Sie den Konflikt überhaupt beenden?

Belastet Sie ein Konflikt, der viel Zeit in Ihrem Leben einnimmt?

Dann gilt es, sich zuallererst zu fragen:

Will ich den Konflikt überhaupt beenden? Will ich Frieden schließen?

Nur wenn Sie auf diese Fragen mit einem klaren Ja antworten können, ist fruchtbarer Boden für die Konfliktlösung vorhanden. Allerdings werden zur Lösung immer mindestens zwei Personen benötigt. Wenn bei beiden Konfliktparteien grundsätzlich eine Schlichtungsbereitschaft gegeben ist, dann ist der Weg für eine Beilegung geebnet.

Aber ein Konflikt löst sich in den seltensten Fällen von alleine. Deshalb: Werden Sie aktiv!

Was genau ist der Grund für die Auseinandersetzung?

So banal die Frage klingen mag, sie ist es nicht! Insbesondere bei Konflikten, die bereits über einen längeren Zeitraum gehen, ist der genaue Grund, der Auslöser oft vergessen.

Sollten Sie diese Frage nicht eindeutig beantworten können, zeugt das davon, dass die Auseinandersetzung oft nur noch auf persönliche Befindlichkeiten beruht.

Wie einen Konflikt lösen? So eher nicht!

8 Tipps zur Beilegung des Konflikts

Im Folgenden habe ich einige Lösungsansätze zur Konfliktlösung aufgelistet.

1. Machen Sie den ersten Schritt!

Häufig ist der größte Bremser auf dem Weg zur Konfliktlösung falscher Stolz! Auch wenn beide Streitparteien an einer Versöhnung interessiert sind, will niemand den ersten Schritt machen. Und so wird eine für beide Kontrahenten belastende Auseinandersetzung oft sogar über Jahre weiter ausgetragen.

Machen Sie den ersten Schritt! Gehen Sie auf die andere Person zu. Dabei ist noch niemandem ein Zacken aus der Krone gebrochen.

Im Gegenteil! Für mich ist das ein Zeichen von persönlicher Größe und zeugt von Charakterstärke!

Natürlich kommt es auch auf den Grund an, woraus der Konflikt entstanden ist. Wird dieser als schwerwiegend empfunden, fällt der „erste Schritt“ umso schwerer.

2. Suchen Sie das Gespräch

Versöhnungsbereitschaft signalisieren und damit den ersten Schritt machen, ist schön und gut. Aber ein Konflikt lässt sich in der Regel nur mit einer klaren Aussprache lösen.

Oft entstehen aus trivialen Gründen die schlimmsten Auseinandersetzungen. Oder aus einem Irrtum heraus, einer missverstandenen Aussage.

Ein klärendes Gespräch ist die Basis zur Konfliktlösung.

3. Neutrale Person(en) hinzuziehen

In manchen Fällen ist es sinnvoll, eine weitere, unparteiische Person miteinzubeziehen. Eine Person, die einen objektiven Blick auf die Situation wirft.

Denn genau eine solche objektive Perspektive lässt häufig Lösungsvorschläge und -wege erkennen, auf welche die Streitparteien niemals gekommen wären.

4. Bieten Sie einen Kompromiss an

Wenn zwei Parteien auf ihren Standpunkt beharren und jeder seine Interessen durchsetzen will, dann wird es kaum zu einer Versöhnung kommen. Unterbreiten Sie Kompromissvorschläge. Auch wenn mit einem Kompromiss wahrscheinlich beide Parteien nicht wirklich glücklich sind, so ist er in der Regel immer noch besser, als über einen langen Zeitraum den nervenaufreibenden Streit offen auszutragen.

5. Die Sache ignorieren und auf sich ruhen lassen

Nun gibt es durchaus auch Auseinandersetzungen, die sich nicht so einfach bereinigen lassen – vor allem, wenn die „Gegenpartei“ hierzu nicht gewillt ist.

Manchmal ist es auch sinnvoll, die Sache auf sich ruhen zu lassen und den Streit zu ignorieren. Begegnen Sie Ihrem „Gegner“ aber weiterhin höflich – auch wenn das leicht gesagt bzw. geschrieben ist.

Allein dieses höfliche und respektvolle Begegnen öffnet vielleicht zu einem späteren Zeitpunkt das Tor zur Konfliktlösung.

6. Der Klügere gibt nach – wenn auch nur zum Schein

„Du hast Recht, und ich hab endlich meine Ruh.“

In diesem Sprichwort steckt mehr als ein Körnchen Wahrheit. Denn tatsächlich lässt sich oft ein Streit beilegen, indem eine Partei nachgibt. Oder er entsteht gar nicht, weil man dem Gegenüber einfach Recht lässt.

Beispielsweise bei Besserwissern kann diese Strategie funktionieren. Weitere Strategien im Umgang mit Besserwissern habe ich hier beschrieben.

Ein Nachgeben ist vor allem dann sinnvoll, wenn der Verzicht für Sie keine wirklichen Nachteile bringt. Fragen Sie sich deshalb bewusst:

„Welche Nachteile, aber auch welche Vorteile entstehen mir, wenn ich in dieser Sache nachgebe?“

Allein die Beantwortung dieser Frage bringt oft die Erkenntnis, dass es alles andere als sinnvoll ist, einen Streit vom Zaun zu brechen.

7. Verzeihen Sie!

Nicht nachtragend sein und vergessen können, fällt vielen Menschen schwer. Denn es ist nicht immer leicht, jemandem zu vergeben, der einen schwerwiegenden Fehler begangen hat. In diesem Fall sollten Sie zumindest auf einer Entschuldigung bestehen, wenn eine solche für Sie akzeptabel ist.

Des Weiteren bieten Sie damit Ihrem Gegenüber die Möglichkeit, den Konflikt zu bereinigen.

8. Gemeinsame Erlebnisse erleichtern das Frieden schließen

Manchmal lässt sich ein ernster Streit auch durch eine gemeinsame Unternehmung, ein gemeinsames Erlebnis mit weiteren „neutralen“ Personen beenden.

Das habe ich beispielsweise bei einem Klassentreffen erlebt:

Zwei ehemalige Klassenkameraden, die sich während der Schulzeit partout nicht ausstehen konnten, haben bei diesem Treffen gemerkt, dass sie mittlerweile doch recht gut miteinander können. Natürlich spielt hier auch der Reifeprozess vom Jugendlichen zum Erwachsenen eine wesentliche Rolle. Aber ohne dieses Treffen hätten wohl beide immer noch keine gute Meinung voneinander.

Eine Situation mit der Möglichkeit der Konfliktbereinigung lässt sich zu diesem Zweck auch speziell arrangieren. Am besten von Personen, die nicht in die Auseinandersetzung involviert, aber doch an einer Beilegung interessiert sind. Auch sollten bei dieser Unternehmung weitere Personen anwesend sein. So lässt sich die Begegnung der beiden„Gegner“ wesentlich ungezwungener anbahnen.

Um einen Konflikt zu lösen bzw. einen Streit zu schlichten, gehört grundsätzlich die Bereitschaft beider Konfliktparteien dazu. Allein diese Bereitschaft reicht aber noch nicht aus. Jemand muss den ersten Schritt wagen.

Im Folgenden die genannten Lösungsansätze nochmals zusammengefasst:

Als Grundsatzfrage gilt: Will ich den Konflikt überhaupt beenden? Will ich Frieden schließen?

Wenn ja, werden Sie aktiv!

  • Erörtern Sie den genauen Grund für die Auseinandersetzung.
  • Machen Sie den ersten Schritt! Signalisieren Sie Ihre Versöhnungsbereitschaft.
  • Suchen Sie das Gespräch.
  • Beziehen Sie bei Bedarf neutrale Personen mit ein.
  • Falls erforderlich, bieten Sie Kompromissvorschläge an.
  • Bahnt sich keine Konfliktlösung an, lassen Sie die Sache möglichst ruhen.
  • Hin und wieder ist ein Nachgeben zur Konfliktlösung bzw. -vermeidung die beste Lösung.
  • Wenn es angebracht ist, verlangen Sie eine Entschuldigung und dann verzeihen Sie.
  • Gemeinsame Erlebnisse bzw. Unternehmungen können die Konfliktlösung begünstigen.

Zum Weiterlesen:

  • Ein Streitgespräch führen: So haben Sie die gute Karten
  • Frieden im Privatleben – eine Lehrgeschichte
  • Richtig streiten will gelernt sein!
  • Sie wollen sich entschuldigen? 10 Tipps für die richtige Entschuldigung
  • 10 Tipps und Übungen für mehr Schlagfertigkeit
  • Wie Kinder lernen, Konflikte selbst zu lösen
  • So lässt sich ein Konflikt lösen
  • Gedächtnisprotokoll schreiben? So geht’s!

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Konflikte und Streit in der Familie – Konflikte in der Familie lösen

In einer Familie läuft nicht immer alles harmonisch und friedlich ab. Es gibt viele Punkte, die zu Stress, Streitigkeiten oder Konflikten innerhalb der Familie führen können. Das ist ganz natürlich, schließlich gehören Auseinandersetzungen zum Leben dazu.
Viele alltägliche Probleme können nach einer Diskussion gelöst werden. Es gibt aber auch Dinge, die sich auf den ersten Blick kaum lösen lassen. Vor allem wenn es um Fragen der Erziehung geht, wird es schwierig, denn hier reagieren alle Betroffenen sehr sensibel. Wenn Großeltern den jungen Eltern in die Erziehung hineinreden oder die jungen Eltern nach Auffassung der älteren Generation einfach alles falsch machen, kann es zu ernsten Auseinandersetzungen kommen.
Aber auch viele andere Dinge können zu Konflikten in der Familie kommen. Häufig werden diese Probleme über einen längeren Zeitraum verdrängt und kommen erst zur Sprache, wenn es beinahe zu spät ist. Wer sich bereits längere Zeit im Stillen über etwas geärgert hat, bringt viel aufgestaute Wut mit, so lässt sich ein Problem nur selten aus der Welt schaffen.
Gehen Sie gelassen mit Konflikten um und seien Sie kompromissbereit – so schaffen Sie die Basis für ein friedliches und harmonisches Familienleben.

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