Storchenbiss BEI babys

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Storchenbiss beim Baby: Ursachen, Entfernen – ja oder nein?

Die markanten Flecken auf der Haut von Neugeborenen sehen so aus, als hätte der Klapperstorch zu fest zugepackt – daher rührt die Bezeichnung „Storchenbiss“. Wenn die roten Hautflecken sich im Gesicht des Babys befinden, machen sich viele Eltern Sorgen, ob ihr Kind für immer davon gezeichnet sein wird. Wir erklären, welche Ursachen der Storchenbiss hat und unter welchen Umständen man ihn entfernen lassen kann.

In der Fachsprache wird der Storchenbiss Naevus simplex genannt. Charakteristisch sind blassrote, flache Flecken auf Stirn, Augenlidern, Nasenspitze, Oberlippe oder im Nacken des Neugeborenen. In der Regel sind sie kein Grund zur Beunruhigung. Storchenbisse verschwinden meist bis das Kind eineinhalb Jahre alt ist, wie Professor Hans-Jürgen Nentwich, Vorstandsmitglied des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte erklärt.

Das ist die Ursache für den Storchenbiss

Die Flecken entstehen, wenn sich eine Ansammlung von Blutgefäßen dicht unter der Hautoberfläche ausweitet. Drücken Eltern auf den Fleck, verblasst er meist. Wenn das Kind weint, sich aufregt oder die Körpertemperatur steigt, kann sich der Fleck dunkler färben. Normalerweise muss ein Storchenbiss nicht behandelt werden. Hält die Hautverfärbung länger als drei Jahre an und stört, kann sie mit einem Laser beseitigt werden.

Storchenbiss oder Feuermal?

Ein Drittel aller Babys kommt mit einem Storchenbiss auf die Welt. Viel seltener sind Feuermale, die bei weniger als einem Prozent der Neugeborenen auftreten. Sie sind dunkelrot bis violett und können sich großflächig ausdehnen. Feuermale gehen ebenfalls auf eine krankhafte Erweiterung der Blutgefäße unter der Haut zurück. Im Gegensatz zum Storchenbiss bleibt ein Feuermal dauerhaft und wird unter Umständen sogar noch dunkler und verhärtet. Am häufigsten erscheinen Feuermale im Gesicht, aber sie können auch an anderen Körperstellen auftreten. Wenn das Kind sein Feuermal als störend empfindet, kann es per Laser entfernt werden. Allerdings zieht sich die Behandlung über mehrere Jahre hin.

„Der Kinder- und Jugendarzt sollte alle Hautmale untersuchen. Er kann alleine durch das Betrachten, das heißt durch Blickdiagnose, erkennen, ob es sich um ein Geburtsmal oder um etwas anderes handelt“, sagt Nentwich.

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Feuermal

Feuermale sind immer gutartig und benötigen daher nicht zwingend eine Therapie. Ob eine Behandlung notwendig ist, hängt vor allem von der betroffenen Stelle ab. Stellt ein Feuermal ein kosmetisches oder auch psychologisches Problem dar, kann dies für die Betroffenen oft sehr belastend sein – dies gilt besonders für ein Auftreten im Gesicht. Zur Therapie stehen zwei Möglichkeiten zur Verfügung:

  • Lasertherapie
  • Camouflage

Lasertherapie

Mithilfe eines gepulsten Farbstofflasers können Feuermale aufgehellt werden. Das Feuermal verschwindet jedoch nicht vollständig. Der Erfolg der Lasertherapie hängt von der betroffenen Körperregion und der Tiefe der veränderten Blutgefäße ab. Da die Lasertherapie etwas schmerzhaft ist, erhalten Säuglinge und Kleinkinder eine Vollnarkose.

Hinweis Auch nach anfänglich gutem Ansprechen auf die Lasertherapie können Feuermale zu einem späteren Zeitpunkt wieder nachdunkeln. In diesen Fällen kann die Lasertherapie wiederholt werden.

Was passiert bei der Lasertherapie?

Bei einer Lasertherapie wird die Fläche des Feuermals mit mehreren Laserstrahlimpulsen behandelt. Die Entfernung erfolgt durch Photothermolyse. Durch das Erhitzen werden die rötlichen Farbstrukturen gezielt zerstört und es kommt zum Platzen der roten Blutkörperchen und der Kapillaren. Ein eingebautes Kühlsystem des Lasers sorgt dafür, dass die Hautoberfläche gekühlt wird und dadurch andere Strukturen der Haut unversehrt bleiben. Durch die Laserbehandlung entsteht zunächst eine dunkelrote bis blaue Verfärbung an der betroffenen Stelle, die in den ersten zwei bis drei Tagen am deutlichsten sichtbar ist und innerhalb von ca. zehn Tagen vollständig verblasst. Auch eine vorübergehende Schwellung ist möglich. Sehr selten kommt es zur Blasen- oder Krustenbildung. Eine Narbenbildung ist ebenfalls selten.
Es sind in der Regel ca. vier bis sechs Behandlungen im Abstand von sechs bis acht Wochen notwendig, um eine Aufhellung zu erreichen. Beim Vorliegen von großflächigen Feuermalen können auch mehr als sechs Behandlungen erforderlich sein. Ein unbehandeltes Feuermal kann im Laufe der Zeit manchmal kleine gutartige Gefässknötchen (Granuloma pyogenica) bilden, die leicht bluten. Diese können mit Vereisung (Kyrotherapie) behandelt bzw. chirurgisch entfernt werden.

Hinweis Die vollständige Rückbildung bei Kleinkindern wird in der Literatur mit bis zu 75 Prozent, eine sehr gute Aufhellung bei Kinder unter 18 Jahren mit 60 Prozent und eine mäßige Aufhellung bei über 18-Jährigen mit 48 Prozent angegeben. Die Behandlung im Erwachsenenalter ist weniger erfolgreich.

Was ist nach der Lasertherapie zu beachten?

Nach der Laserbehandlung sollte die betreffende Hautstelle mit Hyaluronsäure oder Silikon-haltiger Creme gepflegt werden. Bereits vor und auch nach der Lasertherapie ist auf einen ausreichenden Sonnenschutz zu achten, da eine gebräunte Haut eine Abschwächung des Laserseffekts verursacht. Im Sommer sollten Laseranwendungen exponierter Stellen vermieden werden.

Camouflage: Alternative zur Lasertherapie

Alternativ zur Laserbehandlung lassen sich Feuermale mittels einer Camouflage kaschieren. Dabei handelt es sich um ein spezielles Make-up auf einer Wachs-Öl-Basis, das extrem deckend und resistent ist. Die Abdeckung des Naevus flammeus ist jedoch meist sehr zeitaufwendig und verschafft häufig nur eine bedingte optische Verbesserung.

Etwa 50 Prozent aller Babys kommen mit einem Storchenbiss auf die Welt. Am häufigsten tritt er im Nacken (hiervon stammt auch die Bezeichnung Storchenbiss: Da hat der Storch wohl zu fest zugepackt!), manchmal aber auch auf der Stirn, der Nasenwurzel oder dem Augenlid auf.

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Was ist ein Storchenbiss?

Ein Storchenbiss ist eine Ansammlung von erweiterten Blutgefäßen knapp unter der Haut. Da die Blutgefäße etwas tiefer liegen, sind sie nicht als solche zu erkennen, sondern nur als eine Hautverfärbung. Wenn sich Dein Baby anstrengt und schreit, kann der Storchenbiss besser sichtbar sein, da er sich aufgrund der erhöhten Durchblutung dunkler färbt. Was genau die Ursache dafür ist, darüber ist sich die Wissenschaft noch nicht im Klaren.

Muss ich den Storchenbiss behandeln lassen?

Die Hautverfärbung ist harmlos und verschwindet in der Regel von alleine wieder. Meistens geschieht das im ersten Lebensjahr. Der Storchenbiss ist völlig ungefährlich und muss nicht behandelt werden. Nur in ganz wenigen Fällen will der Storchenbiss nicht von alleine verblassen. Hält die Hautverfärbung länger als bis zum dritten Lebensjahr an, dann kannst Du Dich bei Deinem Kinderarzt über mögliche Therapien, wie zum Beispiel eine Lasertherapie, informieren.

Hat mein Kind einen Storchenbiss oder ein Feuermal?

Für den Laien kann ein Storchenbiss einem Feuermal sehr ähneln. Während der Storchenbiss nur im Kopfbereich zu finden ist, kann das Feuermal am ganzen Körper sein. Die Ursache eines Feuermals ist ebenfalls eine krankhafte Erweiterung der Blutgefäße, die in der Regel ebenfalls gutartig und harmlos ist. Der Unterschied zum Storchenbiss ist, dass ein Feuermal nicht im Laufe der Zeit verblasst, sondern symmetrisch zum Körper wächst und die Verfärbung der Haut intensiver wird. Die Verfärbung kann von dunkelrot bis violett reichen. Du solltest wissen, dass Feuermale manchmal in Verbindung mit anderen, erblich bedingten Krankheiten stehen können. Auch wenn die Wahrscheinlichkeit sehr gering ist, solltest Du es von einem Arzt auf jeden Fall ausschließen lassen. Ob ein Feuermal eine Behandlung erfordert, hängt vor allem von seiner Lage ab und wie es die betroffenen Personen belastet. Da das Feuermal wächst, ist es in dem Fall ratsam, ein Feuermal frühzeitig behandeln zu lassen, am besten bereits im Säuglings- oder Kleinkindalter. Behandelt wird das Feuermal ebenfalls mit einer Lasertherapie. Informiere Dich dazu bei Deinem Kinderarzt.

Storchenbiss & Feuermal: Unterschied zum Blutschwämmchen

Es ist wichtig, dass der Arzt ein Feuermal bei der Diagnose frühzeitig vom Blutschwämmchen abgrenzt. Ein Blutschwämmchen kann in den ersten Wochen genau wie das Feuermal als rötlicher, großflächiger Fleck erscheinen, verändert sich dann aber bereits in den ersten vier bis sechs Wochen schnell. Das heißt, es bekommt eine dunklere Farbe, dehnt sich in den Randbereichen aus und ist zunehmend erhabener oder knotiger, da es sich um einen gutartigen embryonalen Tumor handelt. Aus diesem Grund sollte bei einem Blutschwämmchen ebenfalls eine frühzeitige Behandlung angestrebt werden und Babys mit einem unklaren rötlichen Fleck sollten regelmäßig untersucht werden.

Wichtig für Dich zu wissen ist: Du kannst weder einen Storchenbiss, noch ein Feuermal oder ein Blutschwämmchen vorbeugen! Du hast in der Schwangerschaft und bei der Geburt nichts falsch gemacht. Es ist einfach eine Laune der Natur und zum Glück in der heutigen Zeit gut zu Behandeln.

Was sind die Unterschiede zwischen Blutschwämmchen, Storchenbiss und Feuermal?

Blutschwämmchen, Storchenbiss und Feuermal werden durch krankhafte Veränderungen der Blutgefäße verursacht. Damit ist es aber mit den Gemeinsamkeiten auch schon weitestgehend vorbei. Ein Feuermal ist angeboren und bleibt über die gesamte Lebensspanne erhalten. Prominentes Beispiel eines Feuermal-Trägers ist Michail Gorbatschow, der in den achtziger und frühen neunziger Jahren die Geschicke der Sowjetunion lenkte. Zwar gibt es auch angeborene Formen der Blutschwämmchen, zumeist bilden sie sich aber in den ersten Lebenswochen nach der Geburt und unterliegen einer gleich ablaufenden Entwicklung.

Das Blutschwämmchen (Hämangiom) entwickelt sich

Bei Blutschwämmchen handelt es sich um gutartige Geschwülste, die durch eine unkontrollierte Wucherung von Blutgefäßen verursacht werden. Sie können sich auf die Hautoberfläche beschränken oder tiefer in das Gewebe hineinreichen. Manchmal finden sie sich im Körperinneren wie beispielsweise an der Leber. Ihre Form kann zur Umgebung hin scharf begrenzt sein oder sie kommen segmental, auf ganze Körperareale verteilt vor. Teils sind sie deutlich über ihre Umgebung erhaben und zeigen eine intensiv hell- bis dunkelrote Färbung. Sie können auch mit einer Knotenbildung einhergehen, müssen aber nicht. Blutschwämmchen oder Hämangiome können flächig vorkommen und nur ein oder zwei Millimeter hoch sein. Ihre Bildung beginnt meist in den ersten vier Lebenswochen und hält über mehrere Monate an. Danach gehen sie in eine Art Ruhephase über, deren Dauer stark variiert. Die dritte, weitaus längste Phase ist die Rückbildung, die idealerweise im völligen Verschwinden endet. Der Rückbildungsprozess ist meist langwierig, er kann über mehrere Jahre andauern. Größtenteils ist er im Alter von zehn Jahren abgeschlossen.

Das Feuermal (Naevus flammeus) behält seine Form

Das Feuermal oder Naevus flammeus wird immer vor der Geburt bereits im Mutterleib angelegt. Es ist ebenso wie die Blutschwämmchen von unterschiedlich roter Färbung. Sein Entstehungsort beschränkt sich auf die obersten Hautschichten. Die Hautveränderungen, die ein Feuermal hervorrufen, gehen auf eine krankhafte Erweiterung der kapillaren Blutgefäße zurück. In den kleinen oberflächlichen Blutgefäßen fehlen die Nervenfasern, die normalerweise die Weite des Gefäßes regulieren. Dadurch ist es dauerhaft erweitert und sorgt für eine Rotfärbung der Haut.

Feuermale sind unregelmäßig geformt und scharf begrenzt. Ihre Größe variiert von einigen Millimetern bis hin zu mehreren Zentimetern. Im Extremfall können sie sich jedoch auch über mehrere Körperregionen erstrecken. Besonders häufig treten Feuermale im Gesicht, im Nacken und in der Kreuzbeinregion auf. Gliedmaßen sind vergleichsweise selten betroffen.

Auch die Feuermale können einer zeitlichen Entwicklung unterliegen. Durch die zunehmende Erweiterung der Blutgefäße in den ersten Lebensjahren kann es zu einer dunklen Tönung der roten Flecken kommen, was ihnen den Beinamen Portweinflecken eingebracht hat. Ab dem Jugendalter kann es zudem zu einem Wachstum der Gefäße und zur Bildung dunkelroter Knötchen kommen, die als kleine Erhebungen auf der Hautoberfläche sichtbar werden. Anders als das Blutschwämmchen, das im Verlauf seiner Entwicklung an Größe zunimmt und auch seine Form verändern kann, bleibt die Form eines Feuermals erhalten. Seine Größe nimmt lediglich proportional zum Wachstum des gesamten Körpers zu. Im Gegensatz zum Hämangiom bildet sich ein Feuermal nicht von selbst zurück. Wenn es als störend oder entstellend empfunden wird, kann es jedoch mithilfe einer Lasertherapie entfernt werden.

Der Storchenbiss – ein ganz spezielles Feuermal

Tritt ein Feuermal im Nacken eines Kindes auf, spricht man landläufig auch von einem Storchenbiss. Der komplette Fachausdruck für einen Storchenbiss lautet Unna-Politzer-Nackennaevus, benannt nach den beiden Hautärzten Unna und Politzer, die ihn als erstes beschrieben haben. Er kommt bei vielen Kindern vor und ist weniger intensiv gefärbt und nicht so deutlich gegen die umgebende Haut abgegrenzt wie die anderen Feuermale. Darüber hinaus kommt es vor, dass er sich im Verlauf der ersten Lebensjahre aufhellt. Die Größe variiert zwischen wenigen Millimetern und etwa zehn Zentimetern. Der Storchenbiss ist meist so unauffällig, dass er weder ästhetische Probleme bereitet noch aus anderen Gründen entfernt werden muss.

Allerdings existieren noch weitere Sonderformen des Naevus flammeus, die weniger unbedenklich sind. So tritt beispielsweise das Sturge-Weber-Syndrom auf einer Stirnhälfte und dem gleichseitigen Oberlid auf. Neben den oberflächlichen Blutgefäßen sind auch die Gefäße in der Aderhaut des Auges erweitert. Dies führt zur Erhöhung des Augeninnendrucks und damit zur Ausbildung eines Glaukoms (Grüner Star). Ein Feuermal im Bereich der Lendenwirbelsäule kann zwar auch zufällig entstehen, es kann aber auch Indikator für eine Fehlbildung des unteren Rückenmarks sein. Beim Klippel-Trenaunay-Syndrom verläuft ein Feuermal in Längsrichtung eines Beines oder Armes. Von der Erweiterung sind in diesem Fall nicht nur die oberflächlichen Blutgefäße betroffen, sondern auch größere Venen im Fettgewebe der Unterhaut. Es bilden sich Krampfadern. Wenn auch größere Blutgefäße im Bereich der Muskulatur oder Knochen in die Veränderungen einbezogen sind, kann es zu einem verstärkten Wachstum der betroffenen Gliedmaße kommen.

Müssen Blutschwämmchen und Feuermal behandelt werden?

An sich handelt es sich bei beiden krankhaften Veränderungen der Blutgefäße um ungefährliche Erscheinungen, die nicht zwingend medizinisch versorgt werden müssen. Die Gefahr, die von Hämangiomen ausgeht, ist indirekt. Sie können die Funktion anderer Organe empfindlich stören und müssen dann unbedingt behandelt werden. Das Feuermal hat fast ausschließlich ästhetische Auswirkungen. Die Beeinträchtigung des Aussehens, insbesondere bei Feuermalen im Gesicht, am Hals oder im Bereich des Dekolletés, kann ganz erheblichen Einfluss auf die psychische Gesundheit des betroffenen Patienten oder der betroffenen Patientin haben. Feuermale können die nicht gewollten Blicke der Mitmenschen auf sich ziehen und Anlass für Ausgrenzung und Hänseleien sein.

Was ist der Unterschied zwischen einem Storchenbiss und einem Feuermal?

Der Storchenbiss ist eine Sonderform des Feuermals. Ein Storchenbiss tritt ausschließlich im Gesicht oder im Nacken auf und ist wesentlich blasser als ein Feuermal. Während ein Feuermal ein Leben lang besteht, kann der Storchenbiss mit der Zeit verblassen.

Welche Ursachen sind für die Hautveränderungen verantwortlich?

Feuermale sind nicht genetisch bedingt. In der Regel sind erweiterte Blutgefäße unter der Haut für die Veränderung verantwortlich. Steigt die Durchblutung, ist auch der rote Fleck wesentlich sichtbarer.

Wie kann ein Storchenbiss bzw. ein Feuermal behandelt werden?

Feuermale können mithilfe einer Lasertherapie aufgehellt werden. Diese Behandlung ist bereits für Babys oder Kleinkinder geeignet. In den meisten Fällen bleiben keinerlei Narben zurück.

Es ist eine alte Mär, dass der Storch die Babys bringt. Dennoch wird sie Kindern noch heute gerne erzählt. Hat dieser zu fest zugebissen, bildet sich eine Hautverfärbung, die umgangssprachlich als Storchenbiss bezeichnet wird. So einfach ist die medizinische Erklärung für dieses Phänomen jedoch nicht.

In diesem Artikel erklären wir Ihnen, wie Sie erkennen können, ob es sich bei der Hautveränderung um einen Storchenbiss oder ein Feuermal handelt. Wir zeigen Ihnen außerdem die Ursachen und die möglichen Therapien auf.

1. Storchenbiss oder Feuermal – das sind die Unterschiede

Der Legende nach bringt der Storch die Babys.

Vielen Kindern wird immer wieder erzählt, dass die Babys vom Storch gebracht werden. Dieser packt die Babys dabei im Nacken oder im Gesicht und bringt sie zu ihren Eltern. Dabei kann es schon mal passieren, dass der Storch zu fest zupackt und ein roter Fleck entsteht. Aus dieser Sage hat sich der Begriff Storchenbiss entwickelt.

In vielen Fällen werden die Begriffe Feuermal und Storchenbiss synonym verwendet. Dies ist jedoch nicht ganz richtig.

Ein Feuermal, medizinisch als Naevus flammeus bezeichnet, macht sich als scharf begrenzter dunkelroter Fleck auf der Haut bemerkbar. Während er in einigen Fällen bereits bei der Geburt sichtbar ist, entwickelt er sich wiederum bei anderen Kindern erst im Laufe der Zeit. Die Größe des Flecks kann zwischen wenigen Millimetern und einigen Zentimetern betragen. In vielen Fällen sind sie auf eine Körperhälfte begrenzt.

Der Storchenbiss, auch Naevus flammeus simplex genannt, ist eine Sonderform des Feuermals. Fast jeder dritte Säugling ist davon betroffen. Bei den meisten Kindern verschwindet er jedoch im Laufe des ersten Lebensjahres von selbst.

Während ein Feuermal am ganzen Körper, beispielsweise auch am Arm oder Bein auftreten kann, ist der Storchenbiss auf das Gesicht und den Hinterkopf begrenzt.

Die Unterschiede im Überblick:

Feuermal Storchenbiss
Häufigkeit sehr selten; nur etwa 2 von 100 Neugeborenen relativ häufig; 60-70% der Babys
Aussehen dunkelrote Färbung der betroffenen Stellen blasse, hellrote Flecken
Körperstelle kann am gesamten Körper auftreten vorwiegend im Bereich der Nasenwurzel, der Stirn, des Hinterkopfes und des Nackens
Prognose bleibt zumeist ein Leben lang bestehen verschwindet häufig im ersten Lebensjahr von selbst

2. Ein Feuermal tritt aufgrund erweiterter Blutgefäße auf

Weisen die Blutgefäße eine Fehlbildung aus, können sich auf der Haut Feuermale bilden.

Die Entstehung eines Feuermals bzw. eines Storchenbisses sind immer noch weitestgehend ungeklärt. Forscher haben jedoch herausgefunden, dass eine Gefäßerweiterung in dem betroffenen Bereich zu dieser Hautveränderung führt. Besonders intensiv sind die Stellen zu sehen, wenn sie stark durchblutet werden. Warum es zu dieser Fehlbildung der Gefäße kommt, ist jedoch weiterhin unklar.

Leidet das Kind nicht zusätzlich unter anderen Krankheiten oder Fehlbildungen, kann die Entstehung auch nicht auf eine Vererbung zurückgeführt werden. Das gilt auch dann, wenn sich mehrere Male zeigen.

Nur in seltenen Fällen tritt ein Feuermal beim Baby in Verbindung mit anderen Krankheiten, wie z.B. dem Sturge-Weber-Syndrom auf. Leidet Ihr Kind unter einem Feuermal im Gesicht, beträgt die Wahrscheinlichkeit dieses Syndrom zu haben, lediglich bei 6%.

Verläuft das Feuermal beim Baby in Längsrichtung an einem Bein oder am Arm, kann ein Kind unter dem Klippel-Trénaunay-Syndrom leiden. Bei dieser Krankheit sind Venen und Krampfadern vergrößert.

Ein Irrglaube ist, dass sich ein Feuermal beim Baby entwickelt, wenn die Mutter während der Schwangerschaft beispielsweise zu enge Kleidung trägt. Auch durch den Einsatz einer Saugglocke oder einer Zange können keine Feuermale entstehen.

3. Hautverfärbungen regelmäßig untersuchen lassen

Ausnahme: Blutschwämmchen

Ein Blutschwamm lässt sich hingegen daran erkennen, dass er im Gegensatz zu einem Feuermal oder einem Storchenbiss mit der Zeit wächst. Bei einem Blutschwämmchen handelt es sich um einen knäuelförmigen gutartigen Tumor, sodass eine frühzeitige Behandlung dringend notwendig ist.

Auch wenn Feuermale und Storchenbisse in der Regel harmlos sind, sollten Sie die Hautveränderungen beim Arzt abklären lassen. Dieser kann zumeist mit bloßem Auge erkennen, um welche Erkrankung es sich handelt. Um eine Einblutung oder eine Fehlbildung der Blutgefäße innerhalb der Hirnhaut auszuschließen, kann er zusätzlich spezielle Untersuchungen durchführen.

Mittels Ultraschall lässt sich feststellen, ob auch tiefer sitzende Blutgefäße einen erhöhten Blutfluss aufweisen. Zudem ist es wichtig, dass ein Arzt prüft, ob das Feuermal beim Baby als einziges Symptom auftritt oder in Verbindung mit anderen Erkrankungen steht.

Um beispielsweise Tumore auszuschließen, ist es außerdem wichtig, dass Sie Ihr Kind regelmäßig untersuchen lassen. Dies gilt vor allem dann, wenn sich das Feuermal im Gesicht und in der Nähe der Augen befindet.

4. Ein Feuermal beim Baby lasern lassen

Da das Lasern Schmerzen bereiten kann, werden Babys und Kleinkindern unter Narkose behandelt.

Da ein Storchenbiss in den ersten Lebensjahren zumeist von selbst wieder verschwindet, ist eine spezielle Therapie in diesem Fall nicht notwendig. Anders sieht es jedoch bei Feuermalen aus, die das zumeist das ganze Leben lang bestehen bleiben.

Dass ein Feuermal in den meisten Fällen harmlos ist, bedeutet jedoch nicht, dass Betroffene nicht darunter leiden müssen. Die Hautveränderung kann für viele betroffene Kinder und Jugendlich eine große seelische Belastung darstellen. So gibt es viele Kinder, die aufgrund eines Feuermals von Mitschülern gemobbt werden.

Eine erste Möglichkeit ist es, die betroffene Stelle mit speziellem medizinischem Make-up abzudecken. Hierzu benutzt man hellgrünes Make-up, um den dunkelroten Fleck zu neutralisieren. Daraufhin wird normales, hautfarbenes Make-up und Puder aufgetragen. Diese Maßnahme ist jedoch sehr zeitaufwendig.

Weiterhin ist es auch möglich, das Feuermal mittels Laser entfernen zu lassen. Dabei werden die erweiterten Blutgefäße mit Laserstrahlen verödet. Diese Behandlung kann jedoch schmerzhaft sein, sodass sie für Babys in einer kurzen Vollnarkose durchgeführt wird. Im besten Fall kann das Feuermal in vier bis acht Sitzungen vollständig beseitigt werden. Die Risiken einer solchen Laserbehandlung sind sehr gering.

Tipp: Wenn Sie das Gefühl haben, dass Ihr Kind psychisch stark unter dem Feuermal leidet, sollten Sie sich unbedingt Hilfe holen. Geeignete Anlaufstellen finden Sie hier.

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Storchenbiss und Blutschwamm

Veränderungen der Haut im Säuglingsalter

Als größtes Organ des menschlichen Körpers muss sich auch die Haut erst nach und nach der neuen Umgebung anpassen. Da insbesondere ihre Barrierefunktion in den ersten Wochen und Monaten nach der Geburt noch nicht vollständig entwickelt ist, kann es zu sichtbaren Veränderungen an der Hautoberfläche kommen. Pickelchen, Schuppen oder trockene Hautstellen sind im Säuglingsalter jedoch größtenteils harmlos. Eine Abklärung beim betreuenden Kinderarzt/bei der betreuenden Kinderärztin empfiehlt sich dennoch, da die Haut auch wichtige Hinweise z.B. auf Krankheiten oder Unverträglichkeiten beim Baby geben kann. Der Arzt/die Ärztin ist außerdem erste Anlaufstelle bei Fragen rund um die richtige Pflege der empfindlichen Hautstellen. Die Abstimmung der Inhaltsstoffe spielt dabei ebenso eine Rolle wie Dauer und Art der Anwendung.

Neugeborenenakne

In den ersten Lebenswochen reagiert zarte Babyhaut besonders sensibel. Bei rund 30% aller Säuglinge entsteht daraufhin die so genannte Neugeborenenakne, die auch hormonell bedingt sein kann. Das sind kleine rote oder rötliche Pickel, die mit einem gelben Punkt gefüllt sind. Die Hautveränderung zeigt sich überwiegend im Gesicht, kann jedoch auch an den Ohren, am Hals und am Brustkorb auftreten. Ein Grund zur Sorge besteht im Allgemeinen nicht. Die Pickelchen sind harmlos und bilden sich nach wenigen Monaten wieder von selbst zurück. Eine gesonderte Behandlung ist nicht erforderlich – wer möchte, kann jedoch eine spezielle Creme zur Pflege der betroffenen Hautstellen besorgen (in der Apotheke oder beim Kinderarzt/der Kinderärztin).

Milchschorf

Dabei handelt es sich um eine Veränderung der Kopfhaut. Wenige Wochen nach der Geburt entstehen am Kopf des Babys weißliche Schuppen, die sich im Laufe der Zeit braun oder gelblich verfärben. Die Schuppen haften fest an der Kopfhaut und sollten keinesfalls abgezogen werden, da dies einerseits für das Baby schmerzhaft ist und andererseits eine Entzündung auslösen kann. Milchschorf ist unbedenklich und verschwindet normalerweise in den ersten Lebensjahren von selbst. Wenn sich das Baby jedoch auffallend oft am Kopf kratzt oder man den Eindruck hat, dass die Schuppen störend sind (jucken), kann der Schorf nach Absprache mit dem Kinderarzt/der Kinderärztin behandelt werden.

Ein ausführlichen Artikel zum Thema ist Milchschorf auf KindAktuell.at

Neurodermitis

Leidet ein Kind unter atopischer Dermatitis (Neurodermitis), zeigt sich dies häufig schon im Säuglings- oder Kleinkindalter. Die entzündliche Hautkrankheit ist vererblich und nicht heilbar. Die juckenden, rötlichen, manchmal auch nässenden Ekzeme entstehen hauptsächlich am Kopf (nicht zu verwechseln mit Milchschorf) oder im Gesicht – später breiten sie sich auf den gesamten Körper aus. Glücklicherweise ist Neurodermitis keine gefährliche Hauterkrankung. Sie ist jedoch äußerst unangenehm und nicht selten leiden Betroffene im Alltag darunter. Da Neurodermitis auch für Babys eine große Belastung darstellen kann, ist eine ehestmögliche Abklärung beim Hautarzt/bei der Hautärztin unabdingbar.

Wir empfehlen dazu den Artikel: Neurodermitis bei Kindern

Wunder Po

Gleich ob mit Stoffwindeln oder Wegwerfwindeln gewickelt wird, rote oder wunde Hautstellen am Po gehören für viele Eltern zum Wickelalltag dazu. Im Windelbereich entsteht ein feuchtes Klima – Urin und Stuhl reizen die sensible Haut zusätzlich. Wie sehr Babys unter dem Wundsein leiden, ist individuell verschieden. Für manche Kinder ist es einfach „nur“ unangenehm. Andere spüren beim Windelwechsel und beim Ausscheiden von Urin/Stuhl ein Brennen und Jucken. Betroffene Babys sollte man so oft wie möglich nackt liegen und strampeln lassen. Außerdem haben sich zinkhaltige Cremen, Wundheilsalben, die Reinigung mit feuchten Tüchern, Kamillenwickel und häufiges Wechseln der Windeln bewährt.

Wichtig: ein wunder Po sollte nicht mit Windeldermatitis oder Windelsoor (Pilzbefall) verwechselt werden. Bleiben die Beschwerden über mehrere Tage bestehen, empfiehlt sich die Abklärung beim Kinderarzt/der Kinderärztin.

Einen informativen Artikel zum Thema findet ihr unter „Der Popo ist rot!“ auf Babyforum.at

Steißfleck

Hierbei handelt es sich um eine Verfärbung der Haut im Steißbereich. Die betroffene Hautstelle zeigt eine rötlich-violette Pigmentierung, die im Laufe der ersten Lebensjahre jedoch wieder verschwindet. In Europa ist der Steißfleck selten, häufiger ist er im asiatischen Raum zu beobachten.

Storchenbiss: Was das Hautmal auf Babys Haut bedeutet

Einen Storchenbiss hat jedes zweite Kind. Wir erklären dir, woran du ihn erkennst und wie du ihn von weniger harmlosen Hautmalen unterscheiden kannst.

Der Storchenbiss ist keine Seltenheit

Bei einem so genannten Storchenbiss handelt es sich um eine unregelmäßige Rötung der Haut, die häufig an Neugeborenen zu sehen ist. Sie findet sich meistens am Kopf und fast immer im Nacken, direkt unter dem Haaransatz.

Etwa die Hälfte aller Babys kommen mit einem Storchenbiss auf die Welt. Bei den meisten verschwindet er nach kurzer Zeit ganz von selbst wieder. Manchmal bleibt das Mal aber auch ein Leben lang sichtbar. Bei Erwachsenen sieht man ihn jedoch nur selten, weil Haare die Rötung im Nacken verdecken.

Seinen Namen verdankt der Storchenbiss dem bekannten Aberglauben, dass der Storch Neugeborene zu den Eltern bringt. Die rote Stelle zeigt angeblich, wo der Storch das Kind im Schnabel gehalten hat.

Ein Storchenbiss ist weitgehend harmlos

Ein kaum noch sichtbarer Storchenbiss im Nacken einer erwachsenen Frau. (Stork Bite von Teresahatfield unter CC BY-SA 3.0)

Medizinisch gesehen handelt es sich beim Storchenbiss (naevus occipitalis) um eine Fehlbildung der Blutgefäße. Die Rötung ist bereits bei der Geburt ausgebildet. So erkennst du sie:

  • Der Storchenbiss tritt fast ausschließlich am Kopf und vor allem im Nacken des Kindes auf.
  • Die gerötete Haut ist eben und nicht geschwollen.
  • Der Storchenbiss wird heller, wenn du leicht mit dem Finger darauf drückst.
  • Der Fleck wächst nicht weiter.
  • Die Verfärbung ist von der umliegenden Haut deutlich abgegrenzt.

Wenn du diese Symptome bei deinem Kind erkennst, musst du dir keine Sorgen machen: Der Storchenbiss ist vollkommen harmlos und muss nicht von einem Arzt behandelt werden.

Erst wenn das Mal nicht in den ersten drei Lebensjahren von selbst verschwindet, solltest du es untersuchen lassen. Es könnte dann dein, dass der Storchenbiss im Gesicht oder am Hals bestehen bleibt – das empfinden viele als kosmetischen Makel. Allerdings können Storchenbisse relativ leicht entfernt werden.

Storchenbiss oder Feuermal? Vorsicht bei diesen Symptomen

Obwohl der Storchenbiss vollkommen harmlos ist, lohnt sich ein genauer Blick auf das Mal. Denn in seltenen Fällen kann es sich um ein echtes Feuermal (naevus flammeus) handeln.

So unterscheidest du das Feuermal von einem Storchenbiss:

  • Ein Feuermal kann sich auch erst nach der Geburt entwickeln und überall am Körper auftreten.
  • Im Vergleich zum Storchenbiss tritt es viel seltener auf: Weniger als ein halbes Prozent aller Kinder haben ein Feuermal.
  • Darüber hinaus kann sich das Feuermal ausdehnen.
  • Das Feuermal ist meist deutlich dunkler als ein Storchenbiss, weshalb es auch als „Portweinfleck“ bezeichnet wird.

Das Feuermal ist zwar deutlich auffälliger, aber ebenso in den meisten Fällen harmlos. Allerdings solltest du es von einem Kinderarzt untersuchen lassen. Der Fleck kann nämlich als Symptom schwererer Krankheitsbilder auftreten und das Kind einschränken, wenn er sich ungehindert im Gesicht ausbreitet.

Daran erkennst du ein Hämangiom

Der Blutschwamm unterscheidet sich durch die sichtbare Erhebung deutlich vom Storchenbiss. (Foto: )

Auch der sogenannte Blutschwamm ist den Storchenbiss auf den ersten Blick ähnlich. Diese ungefährlichen Hämangiome sind allerdings dunkler und etwas bläulich. Außerdem bilden sie eine deutlich spürbare Erhebung unter der Haut.

Wie auch das Feuermal kann der Blutschwamm im Gesicht des Kindes problematisch sein und als Symptom anderer Erkrankungen auftreten. Wenn du dir also unsicher bist, ob es sich bei einem roten Mal wirklich nur um einen Storchenbiss handelt, solltest du einen Kinderarzt aufsuchen.

Weiterlesen auf Utopia.de:

  • Schürfwunden behandeln: So solltest du vorgehen
  • Filmtipp: EINGEIMPFT – Familie mit Nebenwirkungen
  • Schluckauf beim Baby: Ursachen und was dagegen hilft

Ausführliche Bild-Credits: Stork Bite von Teresahatfield unter CC BY-SA 3.0, Capillary haemangioma von User:Zeimusu unter Public Domain

Der Storchenbiss

Insgesamt weisen rund 60 bis 70 Prozent der Neugeborenen nach der Geburt dieses auffällige Mal auf. Die genauen Ursachen für den Storchenbiss beim Kind sind nicht erforscht. Ärzte vermuten allerdings einen Hintergrund in einer kleinen Fehlfunktion, die sich bei der Umstülpung des Neuralrohrs innerhalb einer Entwicklungsphase vom Baby ergibt. Besonders auffällig leuchtet das Mal, wenn der Säugling schreit oder sehr aufgeregt ist. Das liegt daran, dass das Mal dann stärker durchblutet wird.

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Das häufige Vorkommen am Hinterkopf vom Baby führte zur Bezeichnung

Weil das rote Mal sehr häufig an der unteren Haargrenze am Hinterkopf beim Säugling auftritt, wurde diesem Mal der Name Storchenbiss gegeben. Es wirkt nämlich optisch so, als hätte der Storch, der in Mythen die Babys bringt, das Kind hier mit dem Schnabel festgehalten.

Muss das Mal behandelt werden?

Kinderärzte betonen immer wieder, dass Kinder, die mit einem solchen Mal geboren wurden, keinesfalls deshalb behandelt werden müssen. Das liegt zum einen daran, dass das rote Mal zwar mehr oder weniger auffällig, allerdings völlig ungefährlich ist. Eltern müssen sich also keine Sorgen machen, wenn ihr Baby mit dem roten Mal geboren wird. Zum anderen ist es der Fall, dass bei Kindern dieses Mal, sofern es stark sichtbar beispielsweise an der Stirn vorhanden ist, sich bis zum zweiten Lebensjahr des Babys deutlich erhellt und dass Kinder es bis zum sechsten Lebensjahr komplett verlieren.

Befindet sich das Mal im Nackenbereich der Kinder, dann bleibt es möglicherweise zeitlebens erhalten, wird allerdings vom stärker werdenden Haarwuchs überdeckt und damit unsichtbar. Eine Vergrösserung mit dem Wachstum des Babys muss nicht befürchtet werden. Bleibt ein Mal im sichtbaren Bereich auch im fortgeschrittenen Alter beim Kind bestehen, kann es mittels Laser verödet werden. Auch besteht die Möglichkeit, mittels Camouflage-Make-up im Erwachsenenalter den Storchenbiss unsichtbar zu machen.

Woher kommt das rote Mal?

Die Gründe, warum zahlreiche Babys mit diesem Mal geboren werden, andere hingegen nicht, ist nicht komplett erforscht. Grundsätzlich entstehen die roten Male durch eine Erweiterung von kapillaren Hautgefässen. Mittels Glasspatel können diese Gefässe kurzfristig entleert werden, damit verschwindet die rote Färbung der Male kurzfristig. Ärzte bezeichnen das Mal übrigens medizinisch als Naevus flammeus.

Können Mütter diesem Mal vorbeugen?

Die Male entstehen aufgrund von kleinen Fehlbildungen der kapillaren Hautgefässe. Mütter müssen sich deshalb keinen Vorwurf machen, dass sie möglicherweise die Bildung des Mals innerhalb der Schwangerschaft durch ein Fehlverhalten begünstigt haben. In früheren Zeiten wurde immer behauptet, dass das Mal deshalb beim Baby entsteht, weil eine Mutter sich innerhalb der Schwangerschaft erschreckt und sich deshalb mit der Hand im Gesicht oder am Kopf berührt. Nach dieser Sage entwickelt sich dann der Storchenbiss genau an dieser Körperstelle des Säuglings. Das ist aber eine Geschichte, die aus dem Reich der Ammenmärchen stammt und die absolut unwahr ist. Mütter können dem Mal nicht vorbeugen.

Unterschiede zwischen dem Storchenbiss und dem Feuermal beim Kind

Das als Biss bezeichnete Mal, das Kinder bei ihrer Geburt häufig aufweisen, findet sich üblicherweise im Gesicht oder am Kopf wieder. Das Feuermal dagegen kann am gesamten Körper auftreten, auch wenn beide Male die gleiche Ursache – nämlich die erweiterten Blutgefässe – als Ursache haben. Ein weiterer Unterschied liegt darin, dass das Feuermal üblicherweise für das gesamte Leben erhalten bleibt und nicht im Laufe des Kleinkindalters verblasst. Das Blutschwämmchen oder das Feuermal sind übrigens auch nicht zwingend sofort nach der Geburt vorhanden, können sich auch durchaus danach noch entwickeln und oftmals rasant wachsen. Aber auch diese Male sind normalerweise völlig harmlos. Trotzdem solltest du diese vom Kinderarzt anschauen lassen.

Wenn ein Mal zu jucken oder zu bluten anfängt oder rasch wächst, solltest du einen Arzt aufsuchen.

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