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Haare färben in der Schwangerschaft

Haare färben in der Schwangerschaft: Risiken

Die mögliche Gesundheitsgefährdung durch Haarprodukte zum Färben, Glätten oder Locken haben Experten besonders im Hinblick auf schwangere Friseurinnen hin untersucht. Als Ergebnis wurden die Produkte als relativ unbedenklich eingestuft. Sonderlich gesund sind sie aber auch nicht.

So können zum Beispiel chemische Haarfärbemittel (Oxidationshaarfarben) aromatische Amine wie P-Phenylendiamin (PPD) enthalten. In Deutschland darf der künstlich hergestellte Farbstoff in einem Haarfärbeprodukt laut Gesetz nur einen Anteil von bis zu zwei Prozent ausmachen und ausschließlich zusammen mit sogenannten Kupplersubstanzen vorkommen. Dann gilt PPD als gesundheitlich unbedenklich. Ohne diese Kupplersubstanzen kann PPD allerdings Allergien auslösen und das Erbmaterial schädigen. In Deutschland werden solche Bestimmungen gut kontrolliert. Vorsicht geboten ist aber bei ausländischen Produkten zum Haare färben – in der Schwangerschaft ebenso wie auch in allen anderen Lebensphasen.

Beim Auftragen der Produkte auf die Haare kann unser Körper giftige Stoffe über die Kopfhaut aufnehmen. Es ist nicht völlig auszuschließen, dass gerade bei dauerhaften Färbungen mit chemischen Produkten geringe Mengen der gesundheitsschädlichen Substanzen in den mütterlichen Blutkreislauf gelangen beziehungsweise in die Muttermilch übergehen. Bislang ist unklar, ob die kindliche Entwicklung negativ beeinflusst wird, wenn sich schwangere oder stillende Frauen die Haare färben. Schwangerschaft und Stillzeit sollten daher für Frauen der Anlass sein, vorsichtshalber auf chemische Anwendungen möglichst zu verzichten. Das gilt besonders für die ersten drei Monate einer Schwangerschaft.

Haare färben in der Schwangerschaft: Darf ich das?

Die Meinungen hierzu gehen weit auseinander. Darf man überhaupt noch färben? Unter welchen Umständen ist das Färben erlaubt? Und gibt es spezielle Produkte, die für Schwangere völlig unbedenklich sind? Wir verraten dir alles, was du zu diesem Thema wissen solltest.

Das Problem

Die meisten Colorationen – egal, ob vom Friseur oder aus dem Drogeriemarkt – enthalten jede Menge Giftstoffe und sind wahre Chemiekeulen. Klar stellen sich Schwangere da die Frage: Schadet das meinem ungeborenen Baby? Fakt ist, dass selbst Mediziner keine klare Antwort auf diese Frage geben können. Es ist nach wie vor unklar, ob beispielsweise Bleichmittel wie Ammoniumhydroxid und Wasserstoffperoxid Auswirkungen auf den Embryo haben. Die meisten Ärzte halten Colorationen zwar für unbedenklich, doch ganz sicher ausschließen können sie eine mögliche Schädigung nicht. Daher raten Experten vor allem im ersten Drittel der Schwangerschaft vorsichtshalber auf das Färben und Tönen der Haare zu verzichten.

Alternativen zum chemischen Färben während der Schwangerschaft

Wer kein Risiko eingehen will, für den gibt es verschiedene Möglichkeiten:

  • Hairstylist Andreas Kohlhoff rät Schwangeren, auf ammoniakhaltige Colorationen zu verzichten. Hier besitzen vor allem dunkle Farben intensive Farbpigmente, die in die Kopfhaut eindringen können. Ammoniakfreie Haarfarben und Tönungen sind da die bessere Wahl.
  • Töne deine Haare statt sie zu färben. Die auswaschbare Farbe lagert sich außen an das Haar an und dringt nicht ins Innere.
  • Eine noch sanftere Alternative zum herkömmlichen Haare färben sind spezielle Farbshampoos, deren Farbstoffe natürlichen Ursprungs sind (Kamille, Kastanie oder Walnuss). Sie verleihen dem Haar einen strahlenden Glow und frischen die Farbe sanft und schonend auf.
  • Pflanzenfarbe wie rotes Henna ist ein rein natürliches, semi-permanentes Färbemittel, das als gesundheitlich unbedenklich gilt. Daher wird es während er Schwangerschaft gerne zum Färben verwendet. Aber Achtung: Künstlich hergestellt steht Henna im Verdacht, das Erbgut zu schädigen. Also unbedingt auf eine rein traditionell pflanzliche Zubereitung achten.
  • Um einen stark herauswachsenden hellen Ansatz zu überdecken, ist farblich passende Wimpertusche der schnelle Retter in der Not. Einfach direkt auf den Ansatz auftragen und fertig.
  • Du möchtest auf Chemikalien verzichten, nicht jedoch auf farbliche Akzente? Dann sind andersfarbige, ins Haar eingeknüpfte Echthaarsträhnchen für die Zeit der Schwangerschaft eine tolle Sache.
  • Wer auf sein gewohntes Haarfärbeprodukt so gar nicht verzichten möchte, der sollte sich besser nur Strähnchen färben, als das komplette Haar mit der Farbe zu behandeln. Da der Körper die chemischen Substanzen nicht übers Haar selbst, sondern über die Kopfhaut aufnimmt, sind Strähnen eine verträglichere Alternative. Achte außerdem darauf, die Farbe nicht auf die Kopfhaut zu bringen.

Diese Tricks kaschieren einen Ansatz

Frauen, die aufs Färben lieber komplett verzichten wollen, kaschieren ihren herauswachsenden Haaransatz am besten mit einem kurzen, stufigen Haarschnitt. Hier fallen die Haare besonders locker, Farbübergänge wirken natürlicher und sind weniger sichtbar. Der Pixie-Cut ist zum Beispiel gerade super angesagt und die perfekte Frisur für Schwangere!

Auch Haar-Accessoires wie Bänder, Spangen und Reifen verdecken den Ansatz und sehen dazu noch stylisch aus. Wichtig: Die Frisur darf nicht zu akkurat sein. Am besten kaschierst du die rauswachsende Farbe mit unordentlichen und toupierten Styles. Auch ein Pony ist eine hervorragende Ablenkung. Sie es doch als Chance, um einen neuen Look für dich zu entdecken. Wir wünschen viel Spaß dabei!


Medizinische Qualitätssicherung am 2. April 2019 von Dr. med. Nonnenmacher

Wer schwanger ist und sich die Haare färben möchte, wird zahlreiche Meinungen zu diesem Vorhaben finden. Doch stimmt es, dass das Färben der Haare mitunter schlecht für das Ungeborene ist? Gibt es tatsächlich gesundheitliche Risiken oder sind die heutigen Produkte allesamt geeignet, um sich die Haare während der Schwangerschaft zu färben?

Inhaltsverzeichnis

  • 1 Risiken von Haare färben in der Schwangerschaft
  • 2 Sind Naturprodukte besser?
  • 3 Tipps für Haare färben in der Schwangerschaft
  • 4 Ist ein Allergietest hilfreich?
  • 5 Blondieren, glätten, Dauerwelle in der Schwangerschaft
  • 6 Färben ohne Gewissensbisse

Risiken von Haare färben in der Schwangerschaft

Experten sind der Sache auf die Spur gegangen. Wie schädlich ist das Haare färben in der Schwangerschaft? Vorweg: Experten kamen zu dem Ergebnis, dass alle Produkte, die für derartige Vorgänge heutzutage verwendet werden, unbedenklich sind. Doch das bedeutet aber im Umkehrschluss nicht, dass sie gesund sind.

Chemische Haarfärbemittel (sogenannte Oxidationshaarfarben) enthalten nämlich aromatische Amine wie etwa P-Phenylendiamin (auch als PPD bekannt). Das deutsche Gesetz besagt, dass PPD höchstens 2 Prozent in einem Haarfärbeprodukt ausmachen und nur in Kombination mit Kuppersubstanzen vorkommen darf; nur dann gilt PPD als tatsächlich gesundheitlich unbedenklich und auch ungefährlich.

Liegen jedoch keine Kuppersubstanzen vor, können einerseits Allergien, andererseits sogar Schädigungen des Erbmaterials auftreten. Zu beachten ist, dass in Deutschland nicht nur eine klare Vorgabe gegeben ist, sondern die Präparate auch immer wieder kontrolliert werden. Vorsicht ist bei ausländischen Produkten geboten. Wer schwanger ist und seine Haare färben möchte, sollte daher lieber auf deutsche Produkte zurückgreifen.

Natürlich bedeutet das aber auch nicht, dass das Haarfärben zu einhundert Prozent ungefährlich ist. Schlussendlich gelangen die chemischen (und giftigen) Stoffe nicht nur auf die Haare und auf die Kopfhaut, sondern dringen natürlich auch über jene Stellen ein. Aus diesem Grund kann nicht zur Gänze ausgeschlossen werden, dass – wenn dauerhafte Färbungen aufgetragen werden – die Giftstoffe in den Blutkreislauf geraten und sodann in die Muttermilch einfließen.

Es ist auch nicht geklärt, ob es etwaige negative Auswirkungen auf die Entwicklung des Neugeborenen oder Kindes gibt, wenn schwangere oder bereits stillende Frauen ihre Haare färben. Aus diesem Grund sollte man – zumindest bis zum Ende der Stillzeit – auf das Färben der Haare verzichten. Vor allem in den ersten drei Monaten der Schwangerschaft ist es ratsam, überhaupt keine Haarfärbeprodukte (auch nicht aus Deutschland) zu verwenden.

Sind Naturprodukte besser?

Eine sinnvolle Alternative können natürlich Naturprodukte sein. Doch auch wer sich für Produkte auf natürlicher Basis entscheidet, schließt nicht alle Gefahren und Risiken aus, die mitunter möglich sind. So können in den natürlichen Produkten sehr wohl auch Rückstände von Pestiziden enthalten sein. Mitunter können auch chemische Stoffe – auch wenn das Produkt als „Naturprodukt“ gekennzeichnet wurde – enthalten sein.

Wer auf Hennaprodukte setzt, muss ebenfalls damit rechnen, dass sehr wohl Farbverstärker oder auch PPD enthalten sind. Henna enthält auch Pigment Lawson. Pigment Lawson ist künstlich hergestellt und auch in Oxidationshaarfarben enthalten. Es steht unter anderem im Verdacht, das Erbgut zu schädigen. Die einzige tatsächliche Alternative bietet der Hennafarbstoff dann, wenn er tatsächlich pflanzlich zubereitet wurde. Hier liegt definitiv keine Gefahr vor.

Tipps für Haare färben in der Schwangerschaft

Wer dennoch in der Schwangerschaft seine Haar färben oder zumindest tönen möchte, sollte das nicht in Eigenregie machen, sondern einen Friseur aufsuchen. Wer sich dennoch lieber selbst seine Haare färbt, sollte folgende Tipps beachten: Das Haarfärbemittel sollte guter Qualität sein. Wichtig ist, dass die Schwangere auf etwaige Zusatzstoffe achtet.

Der Hautkontakt sollte auf das Minimum reduziert werden. Wichtig sind undurchlässige Gummihandschuhe, die benutzt werden, wenn die Farbe selbst aufgetragen wird. Das Färbemittel sollte keinesfalls länger als notwendig einwirken. Die Farbe sollte nach dem Färben gründlich ausgespült werden.

Ist ein Allergietest hilfreich?

Natürlich können Haarfärbemittel (chemische und auch pflanzliche!) in allen Lebensphasen Allergien auslösen. Dabei sind Hautrötungen, Schwellungen oder ein starker Juckreiz möglich. Aus diesem Grund ist es ratsam, dass das Präparat zu Beginn nur einmal an einer kleinen Hautstelle getestet wird. Die Verbraucherin kann danach sehen, ob sie auf das Präparat reagiert oder nicht.

Derartige Tests sind aber mit Vorsicht zu genießen. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hat mitunter die Warnung ausgegeben, dass derartige Selbstversuche sehr wohl das Risiko einer Allergie erhöhen können. Haben Verbraucherinnen Fragen oder mitunter Bedenken, sollten sie keine Selbstversuche vornehmen, sondern im Vorfeld einen Hautarzt kontaktieren und erst danach die Haare färben.

Blondieren, glätten, Dauerwelle in der Schwangerschaft

Wer glaubt, dass das Färben der Haare die einzige Verschönerungsaktion ist, welche im Rahmen der Schwangerschaft unterlassen werden sollte, irrt. Beim Bleichen oder Glätten der Haare, auch bei einer Dauerwelle, kommen Chemikalien zum Einsatz. Dazu zählen etwa Formaldehyd, Wasserstoffperoxid oder auch Ammoniak (beziehungsweise Oxidationsmittel). Ratsam ist, wenn Schwangere die direkte Anwendung vermeiden und zu Lockenwicklern, Glätteisen oder auch einer Zitrone greifen.

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Wer sich die Haare trotzdem färbt, sollte Naturprodukte verwenden oder zumindest die ersten drei Monate der Schwangerschaft abwarten. Lieber einen Hautarzt kontaktieren, bevor Selbstversuche durchgeführt werden oder sich von einem Friseur beraten lassen, bevor die Haare in Eigenregie gefärbt werden. Fakt ist: Schwangere schaden nicht ihrem ungeborenen Kind, wenn sie sich ihre Haare färben. Diese Ansicht haben auch bereits Experten bestätigen können.

Haare färben in Schwangerschaft und Stillzeit – unbedenklich oder gefährlich fürs Kind?

Viele Schwangere trauen sich nicht, ihre Haare während der Schwangerschaft zu tönen oder zu färben, weil sie Angst haben, das könnte dem ungeborenen Kind schaden. Auch Stillende sind häufig verunsichert, ob man seine Haare färben darf, wenn man noch stillt. Mamaclever hat für euch recherchiert, wie bedenklich das Haarefärben in Schwangerschaft und Stillzeit ist.

Der Glaube, dass es schädlich für das Kind sein könnte, wenn man sich während der Schwangerschaft die Haare färbt, ist weit verbreitet und ich kenne etliche Frauen, die während der Schwangerschaft und teilweise auch während der Stillzeit auf das Färben verzichten. Zurecht?

Zunächst einmal sollte man wissen, dass die Haarfärbemittel und damit die in ihnen enthaltenen Chemikalien nicht durch das Haar in den Körper gelangen, sondern höchstens dann, wenn sie in Kontakt mit der Kopfhaut kommen. Wer sich nur Strähnchen machen lässt, der muss sich eigentlich am allerwenigsten Gedanken machen. Dabei gelangt so gut wie keine Farbe auf die Kopfhaut und ins Blut.

Aber auch alle anderen können beruhigt ihre Haare tönen oder färben. „Hinweise auf gesundheitliche Risiken durch Haarfärbemittel, die während der Schwangerschaft und Stillzeit verwendet werden, liegen derzeit nicht vor“, sagt das Bundesinstitut für Riskobewertung (BfR). Seit einigen Jahren gibt es beim wissenschaftlichen Kosmetikausschuss der Europäischen Kommission eine Liste mit Stoffen, die in Haarfärbemitteln zugelassen sind. Seitdem dürfen zahlreiche gesundheitsgefährdende und nachweislich krebserregende Stoffe in Haarfärbemitteln nicht mehr verwendet werden.

Der Industrieverband Körperpflege- und Waschmittel e.V. (IKW) sagt zum Thema: „Wissenschaftlich gesehen gibt es keinen Grund, während der Schwangerschaft mit dem Kolorieren oder Aufhellen aufzuhören, da die Sicherheit von haarfarbverändernden Mitteln in der Schwangerschaft bei der Produktentwicklung berücksichtigt wird.“ Allerdings solle man bedenken, dass der Körper während der Schwangerschaft und Stillzeit sensibler auf äußere Einflüsse reagieren könne. Wenn man also Zweifel bezüglich seiner persönlichen Verträglichkeit habe, dann solle man unbedingt den Hautarzt befragen, bevor man ein haarfarbveränderndes Mittel anwende.

Was die Hersteller sagen

Die Stillberaterin Katharina Schramm hat drei große Unternehmen angeschrieben, die zum Teil friseurexklusive Haarkosmetika vertreiben, und sie gebeten, dazu Stellung zu nehmen, ob Haarefärben während der Schwangerschaft unbedenklich ist. Die Antworten hat sie in der geschlossenen Facebook-Gruppe „Stillen – Fragen und Antworten“ veröffentlicht. Ich zitiere sie hier für euch.

Die Firma Alcina sagt: „Die Bedenken, dass eine Färbebehandlung unerwünschte, gesundheitliche Folgen haben kann, sind unbegründet.“ Man setze in seinen Formulierungen nur Stoffe ein, die toxikologisch unbedenklich und durch die Kosmetik-Verordnung gesetzlich zugelassen sind. Fruchtschädigende Stoffe seien grundsätzlich verboten. Zudem hätten Kundinnen normalerweise nur im Abstand von ca. sechs bis acht Wochen Kontakt mit Haarfarben und Mitarbeiterinnen schützten sich durch das Tragen von Handschuhen gemäß TRGS 530.

Der Hersteller Goldwell antwortete, dass Haarfarben dem Kosmetikrecht unterlägen, das zu den schärfsten gesetzlichen Bestimmungen in der Europäischen Union und in den USA gehört. „So unterliegen die in Haarfarben eingesetzten Stoffe einer ständigen wissenschaftlichen Überwachung durch entsprechende Fachgremien nationaler und internationaler Behörden, um zu gewährleisten, dass nur sichere und in der Anwendung unbedenkliche Produkte auf dem Markt angeboten werden.“ Dies gelte in besonderem Maße auch für die Anwendung von Haarfarben während einer Schwangerschaft. Der wissenschaftliche Beirat der Europäischen Kommission, der SCCP, habe sich ebenso wie das in Japan für die Zulassung von Haarfarben zuständige Gesundheitsministerium mit allen kritischen Fragen zum Thema auseinandergesetzt und vorhandene sowie neue wissenschaftliche Studien hierzu analysiert. Beide Sicherheitsbehörden seien dabei zu dem Ergebnis gekommen, dass die Anwendung von Haarfarben während der Schwangerschaft kein erhöhtes Risiko für Mutter und Kind darstelle. Wissenschaftliche Analysen des in den USA zuständigen Cosmetic Ingredient Review (CIR) bestätigten diese Ergebnisse. Auch die neuesten Erkenntnisse umfangreicher epidemiologischer Studien in Dänemark, Schweden, den USA und durch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) kämen zu gleichen Ergebnissen.

Und Wella schließlich antwortete: „Alle Wella Haarkosmetika werden einer umfangreichen gesundheitlichen Bewertung unterzogen, bevor sie auf den Markt gebracht werden. Dies gilt vor allem und insbesondere auch für Haarprodukte. Voraussetzung für die Freigabe unserer Produkte ist der Nachweis ihrer gesundheitlichen Unbedenklichkeit, der auch durch das Kosmetikrecht eingefordert wird. Da Frauen im gebärfähigen Alter die bedeutsamste Gruppe der Verwenderinnen von Haarfarben und Dauerwellen sind, ist es ein besonders Anliegen, dass auch unsere von Schwangeren verwendeten Haarkosmetika risikofrei anwendbar sind und die hochgesteckten Kriterien der Produktsicherheit und gesundheitlichen Unbedenklichkeit erfüllen.“

Auch in Großbritannien sieht man keine Gefahr

Auch die Behörden anderer Länder geben Entwarnung. Der National Health Service in Großbritannien ist der Ansicht, dass die Chemikalien, die in dauerhaften Colorationen und Tönungen eingesetzt werden, nicht hochgradig toxisch sind. Die meisten Studien, auch wenn sie begrenzt seien, zeigten, dass es sicher sei, die Haare während der Schwangerschaft zu färben. Einige Studien hätten herausgefunden, dass sehr hohe Dosen der Chemikalien, die in Haarfärbemitteln eingesetzt werden, schädlich sein können. Diese Dosen seien allerdings massiv verglichen mit den sehr geringen Dosen, denen Frauen ausgesetzt sind, wenn sie ihre Haare färben. Viele Frauen entschieden sich, mit dem Haarefärben zu warten bis die ersten zwölf Wochen der Schwangerschaft vorbei sind, da dann das Risiko das Baby zu schädigen sehr viel geringer sei. Wer seine Haare selbst färbe, könne das Risiko noch weiter senken, indem er Handschuhe trage, die Farbe nur für die Mindesteinwirkzeit auf den Haaren lasse, in einem gut belüfteten Raum arbeite und die Kopfhaut danach gründlich abspüle.

Der National Health Service verweist allerdings auch darauf, dass man bedenken solle, dass das Haar während der Schwangerschaft anders auf die Farbe oder eine Dauerwelle reagieren könne als gewöhnlich.

Informationen zu Haarbehandlungen während der Stillzeit seien sehr begrenzt, so der National Health Service. Man wisse aber, dass nur sehr geringe Mengen der Chemikalien wirklich ins Blut gelängen. Das mache es sehr unwahrscheinlich, dass ein signifikanter Anteil in die Muttermilch übergehe. In der Vergangenheit hätten viele Frauen während der Stillzeit ihre Haare gefärbt und es seien keinerlei negative Ergebnisse bekannt.

Kritische Inhaltsstoffe

Nach wir vor sind allerdings einige Stoffe in chemischen Haarfarben enthalten, die bei Fachleuten umstritten sind. Für sie gelten allerdings Mengenbeschränkungen. Dazu zählen zum Beispiel P-Phenylendiamin (PPD) oder aromatische Amine. Das gesundheitliche Risiko von Haarfärbemitteln lässt sich aufgrund der Vielzahl von Inhaltsstoffen und möglicher Wechselwirkungen auch nur schwer abschließend bewerten. Für ängstliche oder unsichere Frauen ist es deshalb vielleicht eine Überlegung wert, erst im zweiten Trimester die Haare zu färben oder sich Strähnchen machen zu lassen.

Sind pflanzliche Haarfärbemittel eine Alternative?

Pflanzenfarben können eine Alternative zu chemischen Haarfarben sein. Die meisten Pflanzenfarben enthalten Henna. Für die gelb-rote Farbe von Henna ist der Farbstoff Lawson verantwortlich. Der geriet vor einigen Jahren in den Verdacht, erbgutschädigende Wirkung zu haben. Nach einer Auswertung von Studien kam das BfR jedoch zu dem Ergebnis, dass von dem Farbstoff nach heutigem Wissen kein erbgutschädigendes Risiko für den Menschen ausgeht.

Trotzdem ist auch bei Färbemitteln auf der Basis von Henna Vorsicht geboten, denn die Begriffe „Naturhaarfarbe“ oder „Pflanzenhaarfarbe“ sind nicht gesetzlich geschützt. Den natürlichen Inhaltsstoffen werden oft chemische Zusätze beigemischt, um die Farbe dunkler oder intensiver zu machen. Vereinzelt wurden in Henna-Produkten chemische Zusätze wie PPD gefunden. PPD ist generell in Haarfärbemitteln zugelassen. Ob die Substanz in einem Haarfärbemittel gesundheitsschädlich wirkt oder nicht, hängt von den weiteren Inhaltsstoffen ab: Wenn die Produkte außerdem so genannte Kupplersubstanzen enthalten, die das PPD binden und eine Weiterreaktion zu gesundheitsschädigenden Stoffen verhindern, dann ist der Stoff bis zu einer Konzentration von 2 Prozent zulässig. In den Henna-Produkten fehlten solche Kupplersubstanzen allerdings. Deshalb wurden sie vom BfR als Gesundheitsrisiko eingestuft.

Je nach Herkunftsland und Anbaugebiet kann Henna auch Rückstände von Pestiziden enthalten. Deshalb sollten Schwangere beim Kauf von Naturhaarfärbemitteln genau auf die Liste der Inhaltsstoffe achten. Fehlt eine solche Liste auf der Packung, dann ist vom Kauf dringend abzuraten. Zertifizierte Naturkosmetik-Produkte garantieren bestimmte Standards, was die Inhaltsstoffe und Produktionsbedingungen betrifft, zum Beispiel den ökologischen, pestizidfreien Anbau der Henna-Pflanzen.

Foto: Flickr/Samantha Steele unter CC BY-NC-ND 2.0

haare färben in der stillzeit die zweite

Antwort:

haare färben in der stillzeit „die zweite“

Liebe anjaschl,
„Haarfärbemittel können eine Vielzahl von Substanzen enthalten, von denen ich einige wichtige Stoffe erläutern möchte.
Langkettige Alkohole wie Cetearylalkohol, Cetylstearylalkohol dienen zur Herstellung von Emulsionen. Bei lokaler Anwendung sind außer Überempfindlichkeitsrekationen der Haut keine Komplikationen beschrieben.
Bei Oleth-30 handelt es sich um Polyethylenglykolether mit Ölsäure, die ebenfalls nicht im Verdacht einer embryotoxischen Wirkung stehen. Entsprechendes gilt für die Polyethylenglykolether Ceteth-5, Ceteareth-7, PEG-2-Stearat.
Für Bleichmittel wie Ammoniumhydroxid und Wasserstoffperoxid liegen bei lokaler Anwendung ebenfalls keine Hinweise auf eine embryonale Schädigung vor.
Ethanolamin wird als Lösungsmittel in der Industrie und in Haarpflegemitteln eingesetzt. Nach lokaler Anwendung bei trächtigen Ratten und Kaninchen zeigten sich selbst bei maternal toxischen Dosen von 225 bzw. 75 mg/kg/d keine Hinweise auf eine embryonale Schädigung (Liberacki et al 1996). Füttert man trächtige Ratten mit hohen Dosen von Ethanolamin (50 bis 500 mg/kg/d) treten dosisabhängige Vergiftungserscheinungen bei Mutter und Embryo auf, ohne daß spezielle Fehlbildungen ausgelöst werden (Mankes 1986).
Der aromatische Alkohol Resorcin ist in Dermatika zur Behandlung von Akne, Seborrhoe, Ekzemen und Psoriasis, aber auch in Kosmetika und vielen Produkten der chemischen Industrie enthalten. Bei Ratten und Kaninchen zeigten sich unter Resorcin 40 bis 500 mg/kg/d bzw. 25 bis 100 mg/kg/d keine fruchtschädigenden Effekte (DiNardo et al 1985; Spengler et al 1986). Das Collaborative Perinatal Project stellte bei 118 Schwangeren keinen Anstieg angeborener Anomalien nach Behandlung mit Resorcin fest, wobei jedoch nur 18 Patientinnen im ersten Schwangerschaftsdrittel exponiert waren (Heinonen et al 1977).
Die drei Aminophenol-Isomere m-, o- und p-Aminophenol werden zum Färben der Haare verwendet. Wie andere Anilinderivate können sie bei Aufnahme in die Blutbahn zu Methämoglobinämie führen (Harrsion & Jollow 1987). In Tierversuchen wurde eine Aufnahme von 11% des p-Aminophenol über die Haut nachgewiesen (Elder 1988). p-Aminophenol, in geringerem Umfang auch o- und m-Aminophenol, führten in Laboruntersuchungen teilweise zu Erbgutveränderungen (Eiche et al 1990, Elder 1988). Inwieweit diese Resultate eine Bedeutung für die menschliche Fortpflanzung besitzen, ist nicht geklärt. Unter Fütterung von trächtigen Ratten mit p-Aminophenol stieg die Fehlbildungsrate nicht an (Burnett 1989). Erst bei maternal toxischen Dosen von 250 mg/kg/d wurden fruchtschädigende Effekte beschrieben (Elder 1988). Es kam zu Defekten an Schädel, Skelett und Darm. Unter Fütterung von Ratten mit m-Aminophenol trat selbst in maternal toxischen Dosen keine Zunahme von Fehlbildungen auf (Re 1984). Eine Studie an Hamstern mit allen drei Isomeren führte bei parenteraler Gabe von p- und o-Aminophenol zu vermehrten Fehlbildungen, jedoch nicht bei m-Aminophenol (Rutkowski & Ferm 1982).
In Tierversuchen mit Ratten wurden handelsübliche Haarfärbemittel, die vor allem Substanzen aus der Klasse der Phenylendiamine enthalten, dem Futter zugesetzt. Unter Dosen bis zu 7.800 ppm ergab sich kein Anhalt für eine Fruchtschädigung. Ähnliche Resultate fanden sich bei Kaninchen unter Fütterung mit Dosen bis 97,5 mg/kg/d (Wernick et al 1975). Marks et al. (1981) injizierten trächtigen Mäusen 2-Nitro-p-Phenylendiamine (2-NPPD), 4-Nitro-o-Phenylendiamin (4-NOPD) und 2,5-Toluendiaminsulfat (2,5-TDS) in das Subkutangewebe. Erst bei maternal toxischen Dosen traten unter 2-NPPD (160 mg/kg/d) und 4-NOPD (256 mg/kg/d) Defekte wie Gaumenspalten und Myokardschäden auf. 2,5-TDS verursachte unter 64 mg/kg/d keine Anomalien. DiNardo et al. (1985) verabreichte trächtigen Ratten fünf oxidative Haarfärbemittel über das Futter, ohne fruchtschädigende Effekte zu erkennen. Diese Färbemittel enthielten folgenden Substanzen: 4,4-Diaminodiphenylsulfat (50 mg/kg/d), N-(2,-hydroxyethyl)-4-nitro-o-p-phenylendiamin (200 mg/kg/d), 2,3-Dihydroxynaphthalen (450 mg/kg/d), N,N-Dimethyl-p-Phenylendiamine (150 mg/kg/d) und Resorcin (500 mg/kg/d).“
„Die bei den genannten Anwendungen benutzten Substanzen sind in der Schwangerschaft meist nicht systematisch untersucht, scheinen aber bei moderatem Umgang keine gravierenden Effekte auf die kindliche Entwicklung zu haben. Wenn man z. B. diverse Inhaltstoffe von Haarfärbemitteln in Tierexperimenten in hohen Dosen verabreicht, können Entwicklungsstörungen ausgelöst werden. Die Dosen übersteigen dabei natürlich den üblichen Gebrauch bei weitem.“
„Eine Schädigung des Säuglings durch Aufnahme problematischer Substanzen über die Kopfhaut und Übergang in die Muttermilch ist bisher nicht beschrieben.
Vorsichtshalber ist ein moderater Umgang mit derartigen Maßnahmen in der Stillzeit zu empfehlen, da viele Substanzen für diese Phase kaum untersucht sind.“ Alle Texte von Dr. Paulus, unserem Medikamenten-Experten hier bei RuB
Moderat meint: ab und zu; maßvoll! Und alle drei Monate Haare färben ist absolut maßvoll!
Liebe Grüße
Martina Höfel

von Martina Höfel am 14.09.2011

Haare färben in der Stillzeit – das sollte man beachten

So kann man sich auch die Haare während des Stillens färben
Auch während der Schwangerschaft und in der anschließenden Stillzeit, möchten Frauen sich etwas Gutes tun. Zum Beauty Programm zählt oft auch das Färben der Haare. Gerade in der Stillzeit sollte jedoch Einiges beachtet werden, da alle Stoffe, welche von der Mutter aufgenommen werden, auch in die Muttermilch gelangen.

01 Darf man während der Stillzeit überhaupt Haare färben?
Grundsätzlich ist das Färben der Haare während der Stillzeit nicht gänzlich schädlich. Von vielen Gynäkologen wird jedoch von einer dauerhaften Coloration während der Stillzeit abgeraten, da die Risiken immer noch relativ Kontrovers diskutiert werden. Wenn man sich dennoch die Haare colorieren möchten, sollte Einiges bedacht werden.

02 Was sollte man beachten, wenn man sich in der Stillzeit die Haare färben möchte?
Bei einer dauerhaften Coloration in der Stillzeit sollten gängige Stoffe, wie Wasserstoffperoxid und Ammoniumhydroxid vermieden werden. Das Haar sollte daher nicht blondiert werden, da viele Hersteller ihren Farben aromatische Amine beimischen. Diese sorgen nach dem Wirken der Bleichmittel für ein schöneres Blond. Allerdings hat sich gezeigt, dass Blondierungen ebenso Substanzen enthalten, welche im Verdacht stehen, schädlich zu wirken. Allerdings gehen sehr wenige dieser Substanzen, beim normalen Färben, in die Blutbahn über. Es wird demnach keine extrem hohe Konzentration, wie beispielsweise bei Tierversuchen erreicht.

Eine empfehlenswerte Alternative zu herkömmlichen Colorationen ist eine Tönung oder eine Färbung mit natürlichen Stoffen wie Henna.

03 Wie sollte beim Färben Verfahren werden?
Besonders in der Stillzeit sollten unbedingt Handschuhe beim Färben der Haare getragen werden. Die Einwirkzeit sollte ebenso minimal gehalten werden. Das Haar unbedingt in einem gut belüfteten Raum färben.

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Aufgepasst! So gefährlich ist Haare färben in der Schwangerschaft

Werdende Mütter aufgepasst! Wir erklären Dir, ob Haare färben für Dich und Dein Baby in der Schwangerschaft und Stillzeit gefährlich ist.

Haare färben – ja oder nein? Diese Frage verunsichert viele schwangere Frauen. Schließlich konnte bislang in zahlreichen Studien nicht eindeutig geklärt werden, ob die in den Colorationen enthaltenen Chemikalien dem ungeborenen Baby schaden oder nicht. Risiken für das Ungeborene können daher nicht gänzlich ausgeschlossen werden. Dass es ein eigens für schwangere Frauen entwickeltes spezielles Haarfärbemittel geben soll, ist im Übrigen ein weit verbreiteter Irrglaube.

Erwiesen ist: Die Chemikalien in Haarfarben und Tönungen können über die Kopfhaut ins Blut gelangen und somit auch das Ungeborene erreichen. Verständlich also, dass das Thema Haare färben in der Schwangerschaft immer wieder für Furore sorgt. Fakt ist: Haarfarben und Tönungen sind unterschiedliche Chemikalien beigemischt. Dauerhafte chemische Colorationen enthalten zudem Oxidationsmittel. Auch wenn die Chemikalien, welche im Verdacht stehen, krebserregend zu sein, inzwischen nicht mehr zugelassen sind, können Stoffe wie beispielsweise das bedenkliche PPD (P-Phenylendiamin) unter Umständen eine heftige Kontaktallergie auslösen.

Ein Beitrag geteilt von Sarah Harrison (@sarah.harrison.official) am Aug 11, 2017 um 10:21 PDT

Haare färben in der Stillzeit

Gut zu wissen: Auch in der Stillzeit können die Chemikalien Dein Baby über die Muttermilch erreichen. Stillenden Müttern wird deshalb vom Färben der Haare während des Stillens abgeraten, um die Gesundheit des Säuglings nicht zu gefährden.

Alternativen zum Haare färben

Du bist schwanger? Dann ist für Dich sicher auch die Schönheitspflege ein wichtiges Thema. Denn besonders schwangere Frauen können sich aufgrund ihres beschleunigten Stoffwechsels über sehr fülliges und schnell wachsendes Haar freuen. Der Nachteil dabei ist jedoch, dass bei gefärbten Haaren der Ansatz noch schneller sichtbar ist. Wer trotz Schwangerschaft partout nicht auf die Farbe im Haar verzichten möchte, für den sind Strähnchen eine gute Option. Der Grund: Bei dieser Variante wird die Coloration nicht auf die Kopfhaut aufgetragen. Naturhaarfarben oder nicht dauerhafte Tönungen sind ebenfalls eine sanftere Alternative im Vergleich zu den dauerhaften Haarfarben, da sie weitaus weniger an aggressiven Chemikalien beinhalten. Wer also auf in der Schwangerschaft auf Nummer sicher gehen will, der greift am besten zu Produkten, die möglichst wenig synthetische Stoffe enthalten.

Übrigens, während der Schwangerschaft ist zwar schlemmen erlaubt, trotzdem sollten eine Reihe von Lebensmitteln unbedingt vermieden werden!

Wimpern färben Farberhalt bei Sport, Sauna und schwimmen Die Wimpern wirken voller und länger Haltbarkeit im Vergleich zu Mascara 2018-12-11 5.0Unsere Meinung

Tipps, Tricks und Testsieger für schön gefärbte Wimpern

Hier erfährst du, welche Vorteile und Nachteile mit dem Färben deiner Wimpern verbunden sind.

Alles zum Thema Wimpern färben, was du benötigst, wie es geht und was es kostet.

Wimpern färben – günstig und simpel selber machen.

Frauen wünschen sich neben dichten und langen Wimpern vor allem auch schwarze Wimpern, um ihren Augen mehr Ausdruck zu verleihen. Besonders im Sommer in dem die Wimperntusche gerne mal verläuft, wechseln zu dieser Jahreszeit viele Frauen auf eine Alternative, das Wimpern färben. Durch die tief schwarzen Wimpern wird das Auge betont und scharf umrissen.

Der Effekt, das Auge wacher und frischer aussehen zu lassen, wird auch in der Sauna, beim Sport oder Schwimmen nicht gerne vernachlässigt. Das Wimpern färben bietet also nicht nur im Sommer, sondern auch zu anderen Gegebenheiten eine perfekte Lösung dauerhaft Ausdrucksstärke zu verleihen.

Das Färben kann für wenig Geld und Zeit bequem zu Hause erledigt werden.

Vorteile:

  • dauerhaft tief schwarze Wimpern (bis zu 5 Wochen)
  • ideale Ergänzung bei Wimpernextensions und anderen Fake Lashes
  • günstige Methode die Wimpern zu verdunkeln, ca. 7 Euro
  • ideal geeignet für Sauna, Sport und Schwimmen
  • kein Verkleben wie bei Wimperntusche

Nachteile:

  • Allergische Reaktionen sind möglich, können aber mit einem kurzen Test selbst geprüft werden.

Zubehör zum Wimpern färben

Mit einem kleinen Equipment, das sowohl Online als auch im Einzelhandel erhältlich ist, kann es auch schon losgehen mit dem Wimpern färben zu Hause.

  • Fettende Creme, z.B. Vaseline
  • Wattepads
  • Wattestäbchen
  • Wimpernpads
  • Kochsalzlösung
  • Applikator
  • Döschen zum Mischen der Färbung
  • Wimpern-Färbemittel
  • Entwicklercreme

Um die Wimpern zu färben, wird zunächst ein professionelles Equipment benötigt, das ein geeignetes Färbemittel enthält. Meist kann man zwischen zwei Farbmöglichkeiten, schwarz oder braun, wählen. Von Natur aus helle Typen mit hellblonden Wimpern ist zu raten das etwas weniger intensive braun zu verwenden, da der Kontrast weicher erscheint und das Auge natürlicher wirken lässt.

Beim Wimpern selber färben kann entweder ein Auge nach dem anderen behandelt werden, oder aber man hilft sich gegenseitig unter Freundinnen.

Anleitung – Anwendung der Wimpernfarbe

  1. Zu beachten ist, dass je nach Hersteller die Anleitung variieren kann. Die hier beschriebene Anleitung bezieht sich auf gängige Produkte. Bitte beachte die Anleitungsbeschreibung des von dir erworbenen Wimpernfärbesets.
  2. Das Auge gründlich reinigen und von Schminkresten sowie von Reinigungsmittelrückständen befreien. Die Kochsalzlösung eignet sich bestens zum Entfetten der Wimpernhärchen.
  3. Anschließend Wimpernpads mit Vaseline eincremen dicht an den unteren Wimpernkranz anlegen, sodass die WImpernhärchen nicht von der Creme berührt werden. Die Vaseline schützt die Haut vor überschüssiger Farbe.
  4. Farbe mit dem Entwickler vermischen und mit einem Stäbchen oder Applikator vom Wimpernansatz bis in die Spitzen auftragen.
  5. Einwirkzeit abwarten, meist 5 bis 10 Minuten. Mit einem Wattepad, das auf die Wimpern gelegt wird, nun die Farbe gemeinsam mit dem Wimpernpad runterziehen und Rückstände gründlich entfernen. Vorsicht: Wimpernfarbe darf nicht in die Augen gelangen. In diesem Fall das Auge sofort mit reichlich klarem Wasser ausspülen, bei Bedarf Arzt aufsuchen.

Inhalt des Augenbauen und Wimpernfärbe-Sets Swiss-O-Par Augenbrauen– und Wimpernfarbe.

Enthaltenes Zubehör des Wimpernfarbe-Set. Zusätzlich sollten Wattepads und Vaseline zur Hand sein.

Die Vaseline zum Schutz für die Haut unter dem Auge auf dem speziellen Wattepad aufgetragen.

Das mit Vaseline behandelte Wattepad wird dicht unter dem Auge angeheftet.

Die Entwicklerflüssigkeit wird dem Wattestäbchen vorsichig auf die Wimpern aufgetragen.

Das Farbgel wird mit dem Kämmchen auf die Wimpern gründlich aufgetragen.

Die Einwirkzeit beträgt 1 Minute. deshalb: Farbgel zügig auftragen.

1 Minute wirken lassen!

Bei geschlossenem Auge wird mit dem Wattepad die Farbe vorsichtig abgenommen. Zuletzt mit warmen Wasser gründlich nachspülen.

Der Zeitaufwand zum Wimpern Färben ist wirklich gering, in weniger als 30 Minuten profitiert man bereits von dem Ergebnis schön dunkel gefärbter Wimpern.

Tipp: Das Wimpern Färben allein verschafft zwar dunkle Wimpern von Ansatz bis in die Spitzen, um jedoch Form, Fülle und Länge zu optimieren können weitere Produkte Anwendung finden, wie z.B. Wimpernseren, Wimpernwelle, Fake Lashes oder Mascara. Und wer auf Trendprodukte setzt, kann es mit magnetischen Wimpern versuchen, dem Augenmake-up das gewisse Etwas zu verleihen.

Augenbrauen färben

Neben den Wimpern lassen sich auf gleiche weise natürlich auch die Augenbrauen entsprechend färben. So erhältst du ein ebenmäßiges Bild und eine natürliche Färbung der Augenpartie.

Dazu kann mit Vaseline der zu färbende Bereich eingegrenzt werden, sodass die Farbe nicht verläuft. Ansonsten wird gleichermaßen vorgegangen wie beim Färben der Wimpern.

Preisvergleich der besten Produkte zum Wimpern färben

Swiss O PAR Wimpern und Augenbrauenfarbe, schwarz

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Vorher- und Nachher-Vergleich

Nach der Wimpern-Färbung und einer anschließenden Wimpernwelle!

Im Vergleich vor- und nach dem Wimpern Färben wird deutlich, dass das Färben besonders dann sinnvoll ist, wenn die eigenen Naturwimpern sehr hell sind. Bei dunklen Typen, ist zwar ebenso ein Effekt sichtbar, da auch Naturdunkle Wimpern in den Sommermonaten, z.B. bei ausgiebigem Sonnenbaden an den Spitzen verblassen können.

Ähnlich, wie man es auch vom Kopfhaar kennt. Nach dem Färben wirken die Wimpern länger und voller. Das Auge wird somit dunkel umrissen und verleiht dem Blick mehr Ausdruck.

Erfahrungen – schöne dunkel gefärbte Wimpern

Der Effekt ist deutlich sichtbar. Beim Sport, Schwimmen oder in der Sauna sind die Augen dunkel umrissen. Gerade an den Orten, an denen das Tages Make-up mit Mascara und Co. einfach verlaufen würde ist das Färben der Wimpern eine willkommene Alternative das Auge in seiner Natürlichkeit zu unterstreichen und die eigenen Wimpern zu betonen.

Auch in Kombination mit anderen Mascara Alternativen ist das Wimpern Färben eine ideale Ergänzung. Wer keinen Mascara nutzen möchte und stattdessen auf Extensions oder falsche Wimpern setzt, sollte zwingend zuvor die Wimpern färben. So lässt sich vermeiden, dass blonde oder helle Wimpernhärchen durch die schwarzen Extensions oder Fake Lashes durchschimmern.

Notwendige Vorsichtsmaßnahmen beim Färben der Wimpern

Während der Färbung ist das Auge fest geschlossen zu halten, sodass keine Farbe ins Auge geraten kann. Hilfreich ist es sich von einer weiteren Person helfen zu lassen oder aber ein Auge nach dem anderen zu behandeln. Sollte dennoch Farbe in die Augen geraten, so ist das Auge sofort gründlich mit reichlich klarem Wasser auszuspülen und nach Bedarf ein Arzt aufzusuchen.

Färben der Wimpern und Augenbrauen während der Schwangerschaft

Der Körper kann chemische Substanzen, die in Haarfärbemitteln enthalten sind, über die Haut aufnehmen. Generell gelten die Anteile der Substanzen, die möglicherweise ungünstig wirken als unbedenklich. Gerade in Deutschland gibt es dazu strenge Richtlinien und die Obergrenzen sind sehr niedrig angesetzt.

Dennoch kann nicht ausgeschlossen werden, ob die kindliche Entwicklung negativ beeinflusst wird, und ob in diesem Zusammenhang Wimpern färben schädlich sein kann. Vorsichtshalber sollten während der Schwangerschaft (besonders in den ersten 3 Monaten) oder Stillzeit auf Haarfärbemittel verzichtet werden.

FAQ – Die häufigsten Fragen zum Thema Wimpern Färben

Welche Produktunterschiede gibt es?

Unseren Erfahrungen nach eignen sich sowohl günstige Produkte aus dem Onlinebereich als auch teure Marken. Unser Favorit ist die Swiss O Par, Farbe für Wimpern und Augenbrauen hat neben der Preiskriterien auch in der Einfachheit der Anwendung gewonnen.

Die Verpackung der einzelnen Komponenten im Färbe-Set sind leicht zu verstehen und die Anwendung erklärt sich wie von selbst. Wir mögen es einfach und die Wimpernfarbe von Swiss O Par macht es uns einfach.

Kann ich die Wimpern färben, wenn ich ein Wimpernserum verwende?

Grundsätzlich ja. Gerade bei dem Einsatz von einem hormonfreien Wimpernserum findet keine Verdunkelung der Wimpernhaare statt. Wer also hellere Wimpernhärchen hat, kann den Volumen- und Verlängerungseffekt mit einer Färbung viel deutlicher hervorheben. Wimpernseren mit Prostaglandinen haben einen zusätzlichen Verdunkelungsseffekt. Falls dieser ausreicht, ist eine Färbung der Wimpern nicht erforderlich. Eine Übersicht welche Wimpernseren Hormone enthalten oder nicht, gibt es hier!

Macht eine Wimperfärbung Sinn wenn Fake Lashes verwendet werden?

Gerade bei hellen Wimpernhaaren ergibt eine Färbung Sinn. Die Fülle und Lange nimmt optisch zu. In vielen Fällen sind dann keine künstlichen Wimpern mehr notwendig. Ein weiterer Punkt ist die Konsistenz der Farbe der Naturwimpern und der künstlichen Wimpern, zu der auch die magnetische Wimpern zählen. Es wirkt natürlicher wenn beide die gleiche Farbe haben.

Kann ich die Wimpern nach einer Färbung mit einer Wimpernwelle behandeln?

Damit die nach der Färbung deutlicher wirkenden Wimpern den maximalen Verlängerungseffekt bekommen, kann eine Wimperndauerwelle durchgeführt werden. Die Wimpernwelle wird oft auch als Wimpernlifting bezeichnet. Die Wimpern werden dadurch nach oben gestellt und wirken dadurch deutlich länger.

Die besten Wimperwellen findest du hier:

  • Wimpernwelle Basis-Set
  • Wimpernwelle Mini Kit
  • RefectoCil Wimperndauerwelle

Fazit

Nach unseren Erfahrungen ist das Wimpernfärben für alle Anwenderinnen von Wimpernextensions, Fake Lashes und Wimpernseren, ein Must-have sofern der Mascara vermieden werden soll.

Auch für Anlässe, an denen man ungeschminkt bleibt, verhilft das Färben der Wimpern zu deutlich ausdrucksstärkeren Augen und verführerischem Blick. Und schon für weniger als 7 Euro ist ein Wimpernfarbe Set mit allen notwendigen Utensilien für den Färbevorgang erhältlich.

Haare färben

Haarfärbung – so funktioniert sie

Wer einfach, schnell und dauerhaft seine Haare färben will, kommt an Oxidationshaarfarben kaum vorbei. Diese chemischen Mittel für das Haarefärben enthalten zwei Bausteine, die miteinander vermischt werden: Ein Oxidationsmittel, meist Wasserstoffperoxid, und die Färbepaste für den gewünschten Farbton. Das Oxidationsmittel zerstört die natürlichen Farbpigmente und hellt das Haar auf. Allerdings greifen die Mittel das schwarze Melanin stärker an als das rote. Deshalb stecken in den Produkten blaue Farbpigmente – sonst entstünde ein orangefarbener Stich beim Haare färben.

Die neue Haarfarbe entsteht erst in der Einwirkzeit. Der Farbstoff wird nicht als Ganzes zugesetzt, sondern er entsteht aus kleinen, farblosen Vorstufen. Sind die Mini-Moleküle in das Haar eingedrungen, findet eine Reaktion mit Wasserstoffperoxid statt. Jetzt sind die Farbmoleküle so groß, dass sie nicht mehr aus dem Haar heraus kommen.

Der neue Farbton ist dauerhaft, er lässt sich nicht durch Haare waschen entfernen. Allerdings wachsen die Haare rund einen Zentimeter im Monat, so dass nach einiger Zeit der Ansatz mit der Naturfarbe deutlich sichtbar wird. Dann ist es an der Zeit für erneutes Haarefärben.

Wie oft Haare färben angezeigt ist, hängt vom persönlichen Geschmack ab – oder vom Zeitpunkt, ab dem man den Kontrast zwischen Ansatz und gefärbtem Haar als störend empfindet.

Ist Haare färben schädlich?

Für Haar und Kopfhaut ist die chemische Prozedur, mit der man die Haare färben kann, ziemlich strapaziös. Über die Kopfhaut können chemische Substanzen auch in den Körper gelangen. Manche Stoffe in den Haarfärbemitteln gelten als Allergieauslöser, beispielsweise Resorcin. Auch Leber- und Nierenschäden sind nicht ausgeschlossen. Handschuhe zur Verringerung der Kontaktfläche mit dem Färbemittel sind deshalb ein Muss, während Sie Ihre Haare färben.

In der Kritik stehen auch aromatische Amine. Manche Produkte enthalten sie als Farbvorstufen. Frühere Studien deuteten darauf hin, dass Haarfarben bei langjähriger Verwendung das Blasenkrebsrisiko steigern. Die Untersuchungen wurden jedoch mit Produkten aus den 60er- und 70er-Jahren durchgeführt. Ob sich das erhöhte Blasenkrebsrisiko allein auf die aromatischen Amine in den Haarfärbemitteln zurückführen lässt, ist nicht sicher.

Wie schädlich ist Haare färben eigentlich genau?

Sich seine Haare zu färben gehört längst zum Beauty-Alltag wie Make-up und Körperpflege. Doch ist Haare färben eigentlich schädlich? Fakt ist: jede Veränderung der natürlichen Farbe oder Struktur schädigt die Haare, die einen mehr und die anderen weniger.

Wie wirkt sich die Farbe auf die Haarstruktur aus?

Um die Haare dauerhaft zu färben, arbeitet man mit sogenannten Oxidationsfärbemitteln. Sie bestehen aus zwei Komponenten – Ammoniak und Wasserstoffperoxid – die kurz vor der Anwendung vermischt werden. Das Ammoniak lässt das Haar aufquellen, so dass die Farbe besser eindringen und nicht mehr ausgewaschen werden kann. Auch beim Blondieren werden die Farbpigmente mithilfe von Bleichmitteln (u.a. auch Wasserstoffperoxid) zerstört. Die aggressiven Substanzen, die dem Haar seine Farbpigmente entziehen, wirken extrem austrocknend auf das einzelne Haar und die Schuppenschicht wird aufgeraut. Dadurch wirken die Haare oft spröde oder brechen leicht. Oha! Man sollte sich also immer in die Hände eines erfahrenen Frisörs oder Farbspezialisten begeben, denn nur er kann die Inhaltsstoffe richtig einschätzen und ein optimales und möglichst schonendes Ergebnis erzielen.

Kann man allergisch reagieren?

Gelangt das Ammoniak an die Kopfhaut, was unvermeidbar ist, bewirkt das eine Alkalisierung, also eine starke basische Veränderung der Haut. „Dadurch wird die Kopfhaut auch durchlässiger für andere Schadstoffe,“ erklärt Doktor Martin Miehe, Hautarzt in Berlin. Zwei chemische Stoffe sind besonders besorgniserregend: p-Phenylendiamin (PPD) und p-Toluylendiamin (PTD). Beide Stoffe können eine Kontaktallergie auslösen. Es kann sofort oder erst Tage später zu Juckreiz, Schuppen, starken Ekzemen, Ausschlag am ganzen Körper oder selten zum Anschwellen einzelner Gesichtspartien führen. In der Regel verursachen dunkle Farben häufiger Allergien. Aber auch bei Blondierungen, wo mit Peroxid gearbeitet wird, kann es zu Hautirritationen kommen. Auch vermeintlich schonendere, ammoniakfreie Haarfarben können Allergien auslösen, wenn sie bedenkliche UV-Filter oder Duftstoffe enthalten.*

Pflanzliche Farben als Alternative?

Naturhaarfarben färben das Haar, indem sie nur in die äußeren Haarschichten eindringen. Sie decken also nicht so gut ab, sind aber trotzdem meist dauerhaft und müssen also herauswachsen. Ein Aufhellen oder Blondieren ist mit Naturhaarfarbe nicht möglich. Neben der Henna-Farbe wird mit vielen Rohstoffen wie Walnussschalen, Weizenauszügen, Blauholz, Salbei, Oregano, Kaffee, Hibiskus, schwarzem Tee und Roter Beete experimentiert. Und doch sind die wenigsten Massenmarkt tauglich, weil der Kunde die selben Farbergebnisse wie mit chemischen Farben erwartet. Weiteres Manko: wurden die Haare ein Mal mit Naturfarbe gefärbt, sollten sie danach auf keinen Fall mit chemischen Mitteln gefärbt werden. Da die Naturfarben auf dem Haar liegen bleiben und nicht wie herkömmliche Colorationen ins Haar eindringen, ist das Ergebnis der Kombination zweier Varianten unberechenbar (z.B. grüne Haare…). Leider kommen auch die meisten Naturfarben nicht ganz ohne chemische Stoffe aus, da ansonsten kein Färbeprozess stattfinden kann. Die Industrie sieht aber in Naturhaarfarben die Zukunft und auch Massenmarktfarben setzen immer mehr auf natürliche Zusätze und weniger Chemie.

Der Haarretter?

Das sogenannte OLAPLEX Treatment wird als Revolution und Haarretter seit fast zwei Jahren in der Friseurbranche gehypt. Mittlerweile arbeitet fast jeder moderne Friseur Salon mit dem 3-Phasen-System. Das besondere bei Olaplex ist der verwendete chemische Aktiv-Wirkstoff, der als Bindungsverstärker agiert und das Haar dauerhaft repariert und stärkt. Olaplex ist Silikon- und Ölfrei und wird folgendermaßen verwendet: im Salon wird der Farbe die N1 (Bond Multiplier) beigemischt. Nach dem Auswaschen wird die N2 (Bond Perfektor) aufgetragen. Für die wöchentliche Pflege zuhause wird die N3 empfohlen, der Hair Perfektor. Prominente Fans wie Jennifer Lopez, Gwyneth Paltrow, Jennifer Aniston und Kim Kardashian schwören darauf. Der Service ist Salon-exklusiv.

Haare färben in Stillzeit und Schwangerschaft: Darf ich das?

Die meisten schwangere Frauen hören irgendwann davon: Haare färben sei tabu. Doch stimmt das wirklich? Wir haben mit unserem Experten Dr. Wolfgang Paulus über das Thema „Haare färben Stillzeit und Schwangerschaft“ gesprochen. Seine Antworten:

Inhalt dieses Artikels

1. Haare färben Stillzeit und Schwangerschaft – ja oder nein?

Um es gleich vorwegzunehmen, die Antwort lautet: grundsätzlich ja!

Frauen, die schwanger sind oder ihr Baby stillen, können sich ihre Haare färben – ohne Nebenwirkungen fürs Kind.

Wir waren selbst überrascht, als wir mit unserem Experten gesprochen haben – Dr. Wolfgang Paulus, Leiter des Instituts für Reproduktionstoxologie am Krankenhaus St. Elisabeth in Ravensburg. Und der Mann muss es wissen: Er forscht seit über 25 Jahren zu den Themen Arzneimittel und Chemikalien in der Schwangerschaft.

2. Das sagen Studien zum Thema Haare färben in Stillzeit und Schwangerschaft

Dr. Paulus: „Diverse Studien haben ergeben, dass die Mengen an Haarfärbemitteln, die beim Friseur eingesetzt werden, nachweisbar keinen Schaden beim ungeborenen Kind verursachen.“

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Es wurden dabei verschiedene chemische Substanzen wie Lösungsmittel oder Alkohole untersucht, die beim Haare färben zum Einsatz kommen. Ebenso ungefährlich für ungeborene Babys seien auch Haarfarben für zu Hause bzw. natürliche Färbemittel wie Henna. Hier gilt es, auf eine gute Qualität und etwaige Zusatzstoffe zu achten.

Bei Studien immer Ausgangssituation betrachten

Bei Studien, die von Vergiftungen und möglichen Fehlbildungen durchs Haare färben in der Stillzeit oder Schwangerschaft sprechen, müsse man sich laut Paulus die Ausgangssituation anschauen: Basis dieser Studien seien oft Tierversuche, bei dem dem Muttertier extrem hohe Dosen eines Wirkstoffs gespritzt wurden, wie sie in der Realität nie vorkommen.

Diese Dosen sind laut dem Gynäkologen aber in keinster Weise mit den Mengen vergleichbar, die man in der Blutbahn einer Schwangeren oder stillenden Mutter findet. Das heißt: Man darf sich prinzipiell auch in den ersten drei Schwangerschaftsmonaten die Haare färben.

Viele Frauen verzichten allerdings darauf, weil sie sich dann besser und auf der sicheren Seite fühlen. Im ersten Trimester werden nämlich die Organe des Ungeborenen angelegt, und die Empfindlichkeit für Fehlbildungen ist am größten.

Kein Risiko für Friseurinnen

Selbst bei Friseurinnen konnten Forscher in Toronto keine Zunahme von Problemen in der Schwangerschaft nachweisen. „Das Risiko für eine Früh- oder Fehlgeburt ist durch das lange Stehen höher als durch das Haarefärben,“ weiß Dr. Paulus. Trotzdem wird empfohlen, dass die Frauen Handschuhe tragen, der Raum gut gelüftet ist und sie sich selbst nicht mehr als drei bis vier Mal die Haare färben lassen.

Die Erkenntnisse werden auch vom Bundesinstitut für Risikobewertung bestätigt: „Hinweise auf gesundheitliche Risiken durch Haarfärbemittel, die während der Schwangerschaft und Stillzeit verwendet werden, liegen derzeit nicht vor.“ (Zum PDF)

3. Du hast Bedenken oder Fragen? Tipps auf einen Blick

Musst du zwar nicht, aber mit folgenden Empfehlungen gehst du auf Nummer sicher:

  • Am besten gehst du zum Friseur deines Vertrauens und lässt dich beraten. Sage unbedingt, dass du stillst oder schwanger bist.
  • Frage nach, ob das Haarfärbemittel in Deutschland hergestellt wurde. Diese seien laut netdoktor.de in puncto Inhaltsstoffe gut kontrolliert.
  • Sanfte Naturhaarfarben oder Henna ohne chemische Inhaltsstoffe wie PPD (P-Phenylendiamin) oder Ammoniak sind eine natürliche Möglichkeit, dein Haar in der Stillzeit oder Schwangerschaft zu färben.
  • Vielleicht ist auch Tönen eine Alternative für dich? Die nicht dauerhafte Farbe ist auswaschbar, legt sich nur außen auf die Haarsubstanz und gelangt damit nicht in die Muttermilch.
  • Juckt dein Kopf? Sofort raus mit der Farbe!
  • Weniger ist mehr – sowohl in der Häufigkeit des Färbens, als auch in der Intensität der Farbe.
  • Lieber Strähnen als eine komplette Haarfarbe. Der Kontakt mit der Kopfhaut ist weitaus geringer.

Photo by Jordan Bauer on Unsplash

Und was ist mit Blondieren?

Angst vor Haare blondieren in der Schwangerschaft musst du übrigens auch nicht haben. Das Wasserstoffperoxid, das die Haare aufhellt, verfällt in der Luft zu Sauerstoff und Wasser – also in zwei natürliche und unproblematische Stoffe.

Wenn du deine Haare selbst färben willst

Achte immer auf die Packungsbeilage und die Inhalte des Mittels. Außerdem solltest du Gummihandschuhe tragen, den Raum gut lüften und die Farbe nicht länger als nötig einwirken lassen. Und: immer gut auswaschen.

Sollte man in der Stillzeit die Haare färben?

Auch frischgebackene Mamas wollen sich ab und zu etwas gönnen. Dazu zählt der Besuch beim Friseur genauso wie das Haarefärben im heimischen Bad. Aber darf man in der Stillzeit überhaupt mit neuen Haarfarben und Tönungen experimentieren oder muss man gänzlich darauf verzichten? Wir haben die Antwort!

Stillen und trotzdem Haare färben: Das musst du beachten

Erst einmal können wir Entwarnung geben: Du musst auch in der Stillzeit nicht auf das Haarefärben verzichten. Auch wenn die Hersteller häufig keine Garantie geben wollen, sind die meisten Farben und Chemikalien – in der beim Färben verwendeten Menge –unbedenklich für dich und dein Baby. Wenn du trotzdem unsicher bist, ob du die einzelnen Mittel verwenden kannst, haben wir folgende Tipps für dich:

# Trage Handschuhe und lüfte gut durch

Wenn du deine Haare selber färben möchtest, solltest du darauf achten, dass du Handschuhe verwendest und das Bad im Anschluss gut lüftest. So schützt du dich und dein Baby vor dem Kontakt mit den Chemikalien.

Wie du dir die Haare ganz einfach selber färben kannst, verrät dir unser Video:

# Spül deine Kopfhaut nach dem Färben ab

Über deine Haare kann keine Farbe ins Blut gelangen (und somit auch nicht in die Muttermilch), über deine Kopfhaut dagegen schon. Lass die Farbe also nicht länger einwirken, als die Verpackung es empfiehlt, und spüle deine Kopfhaut nach dem Färben gründlich mit Wasser.

# Versuch es mit Strähnchen

Damit deine Kopfhaut möglichst wenig in Kontakt mit der verwendeten Haarfarbe kommt, kannst du auch einfach auf Strähnchen umschwenken. So kannst du deinen Haaren ein paar Highlights verpassen und dein Baby trotzdem bedenkenlos stillen. Übrigens: Strähnchen sind auch in der Schwangerschaft unbedenklich!

# Töne lieber statt zu färben

Falls dir Strähnchen nicht reichen, solltest du zur Tönung greifen. Tönen ist schonender zum Haar. Anders als beim Färben werden die Pigmente nicht ins Haar aufgenommen, sondern umschließen es. Dadurch gelangt keine Chemie in deinen Blutkreislauf und auch nicht in deine Muttermilch. Einziger Nachteil: Eine Tönung wäscht sich schneller aus.

Lesetipp

Hier erklärt meine Kollegin, warum das Styling nichts über deine Qualitäten als Mutter aussagt.

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# Bevorzuge natürliche Färbemittel

Wenn du dich trotzdem wegen der Chemikalien sorgst, kannst du auf pflanzliche Haarfärbemittel, wie zum Beispiel Henna, ausweichen. Achte dabei allerdings auf die Zutatenliste. In manchen Asia-Shops oder auf Internetseiten werden vereinzelt Hennafärbungen mit p-Phenylendiamin (PPD) angeboten, welches als gesundheitsschädlich eingestuft wird, da es Allergien auslösen kann.

# Verzichte auf Blondierungen

In der Schwangerschaft und in der Stillzeit solltest du deine Haare besser nicht blondieren, da viele bleichende Produkte Wasserstoffperoxid, Ammoniumhydroxid und aromatische Amine enthalten. Stattdessen kannst du vorübergehend versuchen, deine Haare natürlich aufzuhellen. Dafür kannst du Hausmittel wie Zitronensaft oder Kamillentee benutzen.

Bist du eher eine entspannte Mutter oder doch sehr streng? Unser Quiz verrät es dir!

Welche Art von Mutter bist oder wirst du?

Wie du siehst: Dank dieser einfachen Tipps fürs Färben brauchst du dir keine Sorgen zu machen, dass es beim Stillen für dein Baby gefährlich werden könnte. Du darfst also ruhigen Gewissens eine kleine Typveränderung bei dir durchführen. Falls du trotzdem unsicher sein solltest, empfehlen wir dir, die ersten drei Monate der Stillzeit nur auf natürliche Färbemethoden zurückzugreifen. In dieser Zeit ist das Risiko für Fehlbildungen des Babys erhöht. Danach darfst du wieder alle Haarfarben-Trends bedenkenlos testen. Wie stehst du zum Haarefärben in der Stillzeit? Verrate uns deine Erfahrungen gerne in den Kommentaren.

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