Stillen im liegen

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Stillpositionen – So stillen Sie Ihr Baby bequem

Stillen ist in vielen Positionen möglich (© Nikolay Suslov)

Es gibt verschiedene Positionen, in denen die Mutter ihr Baby stillen kann. Wichtig ist, dass die Mutter selber stabil abgestützt ist, sich wohl fühlt und entspannen kann. Welche Haltung die Mutter schließlich wählt, hängt von ihren persönlichen Präferenzen und der jeweiligen Situation ab.

Bei ungünstigen Stillpositionen kann das Baby die Brustwarze nicht richtig erfassen. Dadurch kann die Brustwarze wund werden und der Säugling kann nicht effektiv trinken. Bei der Mutter können außerdem Verspannungen entstehen.

Es gibt ein paar Grundregeln, die bei allen Stillhaltungen gleichermaßen gelten:

  • Das Baby sollte in engem Körperkontakt zur Mutter, Bauch an Bauch so angelegt werden, dass seine Nase oder Oberlippe direkt vor der Brustwarze liegt. Es sollte den Kopf nicht neigen, überstrecken oder drehen müssen, um die Brustwarze zu erreichen. Ohr, Schulter und Hüfte des Kindes bilden eine Linie.
  • Arme des Babys liegen rechts und links von der Brust, an der es saugt; wenn beide Arme auf einer Seite der Brust liegen, kann es nicht effektiv saugen.
  • Ziehen Sie das Kind zur Brust und nicht die Brust zum Kind!

Die klassischen Stillhaltungen

Es gibt im Wesentlichen drei-vier klassische Stillpositionen, die sich bei den meisten Still-Paaren bewähren; diese sollten hier näher vorgestellt werden. Lassen Sie alle Anlegepositionen von Ihrer Hebamme zeigen und begutachten. Natürlich gibt es darüber hinaus unzählige weitere Möglichkeiten, das Baby beim Stillen zu halten.

Die Wiege-Haltung

Stillen in der Wiegehaltung: Die Mutter sitzt aufrecht, das Köpfchen des Babys liegt in der Armbeuge der Mutter.

Die Wiege-Haltung gilt als die „klassische“ Stillhaltung, weil sie am häufigsten zu sehen ist. Die Mutter sitzt aufrecht und hält das Baby in ihrem Arm. Sie stützt den Rücken oder umfasst den Oberschenkel des Babys. Der Kopf des Babys ruht auf dem Unterarm oder in der Ellenbeuge der Mutter. Arm, Schultern und Rücken der Mutter sollten bequem, z.B. mithilfe eines Stillkissens, abgestützt werden. Die Mutter kann ihre Brust mit der freien Hand mit dem C-Griff (Daumen oben, die Finger unten) stützen. In der Neugeborenenzeit kann vorkommen, dass die Mutter während der gesamten Mahlzeit die Brust auf diese Weise stützen muss, damit sie nicht aus dem Mund des Babys rutscht, später gibt sich das vor allem bei kleineren, festeren Brüsten.

Die Wiege-Haltung ist überall anwendbar, ob zu Hause oder unterwegs. Im Vergleich zum Stillen im Liegen ist die Wiege-Haltung allerdings relativ umständlich durch die erforderliche Polsterung, die sich die Mutter zum Stillen vor allem in der Neugeborenenperiode jedes Mal bauen muss. Ein weiterer Nachteil der Wiegehaltung ist, dass die Mutter den Kopf des Babys nicht führen kann. Zum Abstützen der Brust muss sie außerdem zwischen Baby und Brust greifen. Für erfahrene Stillpaare ist die Wiege-Haltung jedoch einfach und praktisch, sodass sie häufig zum Einsatz kommt.

Die modifizierte Wiege-Haltung

Bei der modifizierten Wiegehaltung hält die Mutter das Köpfchen des Baby mit der Hand. (© Lightfeld studios)

Bei der modifizierten Wiege-Haltung sitzt die Mutter genauso wie bei der einfachen Wiege-Haltung aufrecht. Das Baby liegt Bauch an Bauch vor ihr. Der Hauptunterschied zur einfachen Wiegehaltung ist, dass das Köpfchen des Babys nicht in der Armbeuge, sondern umgekehrt, an der Hand der Mutter liegt. Mit der Hand kann die Mutter das Köpfchen des Babys besser stabilisieren und führen als bei der einfachen Wiegehaltung. So ist das Anlegen von kleinen Neugeborenen, die ihr Köpfchen noch nicht so stabil halten können und stillunerfahren sind, einfacher. Der Handballen der Mutter kommt zwischen seine Schulter-Blätter, die Finger stützen den Kopf, üben aber keinen Druck auf den Hinterkopf aus, was das Stillen stören würde.

Wird das Baby mit einem Stillkissen abgestützt, kann die Mutter mit ihrer freien Hand ihre Brust von hinten im C-Griff unterstützen.

Mit der anderen (äußeren) Hand kann die Mutter ihre Brust von hinten im C-Griff stützen, ohne dass sie zwischen Baby und Brust greifen müsste wie bei der einfachen Wiege-Haltung. Insgesamt ist diese Position stabiler als die einfache Wiegehaltung. Diese Haltung eignet sich gut bei Anlegeproblemen, großen Brüsten, starkem Milcheinschuss sowie für Frühgeborene und kranke Neugeborene.

Football-Haltung

Football-Haltung: Das Baby liegt unter dem Arm der Mutter. So hat die Mutter einen sehr guten Blick auf das Anlegen.

Bei dieser Haltung, die auch Seitenhaltung oder Rückenhaltung genannt wird, liegt das Baby seitlich, unterhalb des Arms der Mutter. Die Beinchen des Babys zeigen zum Rücken der Mutter und stemmen sich gegen die Rückenlehne. Das Köpfchen des Babys wird von der Hand der Mutter gehalten und geführt. Der Vorteil der Seitenhaltung gegenüber der Wiegehaltung ist, dass der Kopf des Kindes gezielter an die Brust herangezogen werden kann. Die Mutter sieht den Mund des Kindes am besten und kann das Anlegen daher gut kontrollieren. So lässt sich das Baby vor allem in der Neugeborenenzeit besser anlegen. Daher wird die Football-Haltung gern zum Erlernen des Stillens eingesetzt. Gut geeignet ist diese Position auch nach Kaiserschnitt, beim Milcheinschuss sowie für frühgeborene und kranke Neugeborene, die beim Stillen viel Unterstützung brauchen. Sie kann auch zum Einsatz kommen, um einen Milchstau im seitlichen Brustsegment zu lösen. Auch für die Football-Haltung braucht man ein Stillkissen oder andere Polsterungen. Sie ist vergleichsweise umständlich und daher eher kurzfristig im Einsatz.

Stillen im Liegen in Seitenlage

Stillen im Liegen in Seitenlage: zum Ausruhen und Schlafen die ideale Stillposition

Stillen im Liegen (in Seitenlage) ist in den ersten Tagen und Wochen nach der Geburt für manche Mütter eine Herausforderung. Der Mund des Babys und die Brust sind im Liegen schwieriger zu sehen und zurechtzurücken als in anderen Stillpositionen. Für fortgeschrittene Stillpaare ist das Stillen im Liegen allerdings eine sehr bequeme und unkomplizierte Haltung, bei der sich die Mutter am besten ausruhen und auch dösen kann. Daher lohnt es sich, diese Position immer wieder zu üben, bis Mutter und Baby damit gut zurechtkommen.

Es ist ganz normal, dass man beim Stillen schläfrig wird und auch eindöst. Wenn das Baby beim Stillen einschläft, kann es liegen bleiben und muss nicht extra geweckt werden. Die Mutter kann trotzdem aufstehen. Die Schlafumgebung muss aber sicher sein. Man kann z.B. eine Futonmatratze auf dem Boden zum Stillplatz einrichten. Auch im Ehebett oder in einem Familienbett kann man sehr gut stillen, wenn die Sicherheitsvorkehrungen eingehalten werden (siehe den Beitrag Stillen in der Nacht). Stillen im Liegen eignet sich auch für die nächtlichen Stillmahlzeiten ausgezeichnet, damit die Mutter nicht extra aufstehen muss und sich trotz häufigem nächtlichen Stillen ausschlafen kann.

In dieser Stillposition liegen Mutter und Baby ganz dicht nebeneinander auf der Seite, sie berühren sich Bauch an Bauch. Der Rücken eines Neugeborenen muss noch gestützt werden: entweder durch den Oberarm der Mutter oder z.B. durch ein zusammengerolltes Handtuch oder ein (Still)Kissen. Ältere Babys können sich auch selbst schon ganz gut halten. Die Mutter stützt sich durch ihren angewinkelten Arm und ihre angewinkelten Beine und umrandet so das Baby. Wer mag, kann zur Abstützung auch eine Deckenrolle im Rücken und ggf. ein Kissen zwischen den Knien verwenden. Jede zusätzliche Polsterung erhöht allerdings den Aufwand vor und nach dem Stillen. Je besser sich das Baby selbst stützen kann, umso einfacher und erholsamer wird auch diese Stillposition. Manchmal liegt das Baby zu weit oben im Vergleich zur Mutter, dann sollte es vor dem Stillen z.B. am Schlafsack heruntergezogen werden, sodass die Brustwarze der Mutter auf der Höhe der Nase des Babys liegt. Das Baby sollte zum Stillen den Kopf leicht nach hinten in den Nacken kippen.

Auch in dieser Stillposition kann das Kind an beiden Brüsten trinken, ohne dass sich die Mutter auf die andere Seite drehen muss. Es ist oft angenehmer, wenn zuerst die untere Brust entleert wird. Dann bietet die Mutter die obere Brust an: Dafür dreht sie ihren Oberkörper weiter zum Kind und legt sich ein Stück weit auf die untere Brust. Wenn die Mutter sich auf die andere Seite drehen möchte, drückt sie das Baby an ihren Bauch und dreht sich zusammen mit dem Baby langsam um.

Stillen im Liegen ist vielleicht die bedeutendste Stillposition: Es ist wichtig, dass möglichst alle stillende Mütter lernen, in dieser Position zu stillen, um auf diese Weise viele Monate und ggf. Jahre bequem und erholsam im Bett und vor allem nachts stillen zu können.

Zurückgelehntes Stillen / Laid-back-Nursing

Auf den Bauch der Mutter gelegt findet das Neugeborene die Brustwarze und dockt selbstständig an.

Es gibt Hinweise, dass Stillprobleme von Anfang an vermieden werden können, wenn beim Andocken das Baby die Führung übernehmen darf. Auf den Bauch der Mutter gelegt robben Neugeborene zur Brustwarze (das nennt man „Breastcrawl“) und erfassen diese selbstständig und korrekt. Möglicherweise kommen Stillprobleme in den klassischen, aufrechten Stillpositionen, in denen die Mutter das Baby anlegt und die angeborenen Such- und Andock-Reflexe des Neugeborenen nicht sinnvoll eingesetzt werden können, viel öfter vor. Auch bei bereits aufgetretenen Stillproblemen, wie wunde, schmerzende Brustwarzen, Anlegeschwierigkeiten oder Brustverweigerung ist diese Stillhaltung hilfreich. In der Stillberatung wird zunehmend empfohlen, das Stillen in dieser zurückgelehnten Stillposition zu erlernen und einzuüben. Die anderen, klassischen Stillpositionen werden eher für fortgeschrittene Stillpaare empfohlen.

Die zurückgelehnte Haltung bietet dem Baby eine große Oberfläche zum Festhalten und Krabbeln (© Kati Molin)

Für das zurückgelehnte Stillen, das auch Biological Nurturing, Laid-back-Nursing, Intuitive Nursing oder Baby-led-Latching genannt wird, lehnt sich die Mutter in eine bequeme, halb sitzende, halb liegende Position zurück. Ihr Kopf, Nacken, Schultern, Rücken und Arme sind mithilfe eines bequemen Sessels oder Bettes und verschiedenen (Still)Kissen bequem abgestützt. Sie fühlt sich wohl und stabil – sie kann sich weitestgehend entspannen, ohne sich selbst halten zu müssen. Die Mutter legt das nackte oder leicht bekleidete Baby bäuchlings in Längs-, Quer- oder Schräglage auf sich rauf. Sie muss das Baby nicht halten, es wird von ihrem Körper stabil abgestützt – ihre Hände sind frei. Das Gesicht des Babys sollte in der Nähe der Brustwarze sein und die Brust berühren, um ihm das Finden der Brustwarze zu erleichtern. Das Baby findet die Brustwarze spontan und dockt völlig selbstständig an. Dazu benutzt es auch seine Händchen und darf zwischendruch auch an seinen eigenen Händchen saugen. Die Mutter braucht keine weitere Anleitung, sie bildet mit dem Baby intuitiv ein Team: Sie kann dem Baby helfen und es bei seinem Vorhaben unterstützen. Sie kann mit ihren Händen die Füße des Babys stützen, um ihm beim Schreiten und Festhalten an ihrem Körper zu helfen. Sie kann auch ihre Brust mit der Hand stützen oder auch nicht, wie es ihr am sinnvollsten erscheint. Hauptsache, Mutter und Kind entspannen sich und fühlen sich wohl. Bei Frauen mit großen Brüsten, bei denen die Brustwarzen nach unten zeigen, dockt das Baby von schräg unten an. Idealerweise haben Mutter und Baby möglichst wenig Kleidung an, um einen direkten Haut-zu-Haut-Kontakt herzustellen. Das zurückgelehnte Stillen funktioniert auch unter leichten Bettdecken, damit Mutter und Baby nicht frieren. Eine leichte Bekleidung des Babys ist auch möglich /z.B. mit einem Body), aber die Füßchen sollten nackt sein, damit das Baby sich gut abstützen kann.

Mehr Bilder und Anleitungen finden sich u.a. auf der Seite www.biologicalnurturing.com. Diese Stillhaltung ist noch relativ neu und wenig bekannt, auch unter Hebammen und Krankenschwestern. Dabei handelt es sich wahrscheinlich um eine natürliche „Ur-Stillhaltung“.

Eine ausführliche deutschsprachige Anleitung zu allen Stillpositionen und insbesondere zum „Laid-back-Nursing“ findet sich im Buch von Regine Gresens „Intuitives Stillen“ und in einem Video-Online-Kurs von ihr (stillkinder.de, kostenpflichtig).

Stillpositionen für besondere Fälle

Stillen nach Kaiserschnitt

Stillpositionen nach Kaiserschnitt

Nach einem Kaiserschnitt kann sich die Mutter kaum bewegen und der Bauch ist sehr empfindlich auf Druck und Berührung, auch das Sitzen ist zunächst nicht möglich. Nach einem Kaiserschnitt empfiehlt sich zunächst das Stillen im Liegen in Rückenlage. So kann die Mutter trotz Narbe schmerzfrei stillen. Das Baby kann mithilfe eines Stillkissens neben der Mutter gestützt werden. Auch das Laid-back-Nursing (s. Abschnitt weiter oben) kann gut funktionieren, wobei das Baby wegen der Narbe nicht auf den Bauch der Mutter gelegt werden soll, sondern weiter oben auf den Brustkorb oder in den Schulterbereich quer. Damit das Baby anhand seiner angeborenen Reflexe andocken kann, soll es Bäuchlings auf die Mutter gelegt und sich dort sicher abstützen können.

Sobald sich die Mutter auf die Seite drehen kann, ist auch diese Stillposition empfehlenswert. Die Mutter dreht sich – ggf. mit Unterstützung von Angehörigen oder Pflegekräften – ganz langsam und vorsichtig auf die Seite, und stützt sich dann mithilfe eines Stillkissens hinter dem Rücken und zwischen den Beinen ab. Die Narbe wird mit einem kleinen Kissen oder Handtuch geschützt, damit das Baby nicht dagegen tritt. Auch die Football-Haltung ist nach einem Kaiserschnitt empfehlenswert (Mehr zum Thema im Artikel Stillen nach Kaiserschnitt).

Stillen im Hoppe-Reiter-Sitz

Hoppe-Reiter-Sitz

Das Kind sitzt aufrecht auf dem Schoss der Mutter, das Gesicht vor der Brust. Diese Position eignet sich gut bei sehr starkem Milchspendereflex und bei einem Milchstau im unteren Bereich der Brust. Auch Babys mit Reflux-, Schluck- oder Atemproblemen profitieren von dieser aufrechten Stillposition. Neugeborene müssen mit der Hand oder einem Stillkissen im Rücken sehr gut gestützt werden.

Vierfüßlerposition

Stillen im Vierfüßlerstand

Wenn die Milch in die Richtung der Gravitation fließen kann, dann verstärkt sich der Milchfluss. Diese etwas umständliche Position wird daher verwendet, um einen Milchstau aufzulösen. Die Mutter steht im Vierfüßlerstand auf Händen und Knien. Das Kind liegt unter ihr auf dem Rücken. Das Kind wird mithilfe von einer Matratze, Kissen oder Decken höher gehoben, damit es bequem an der Brust trinken kann, ohne dass die Mutter eine „Liegestütze“ durchführen muss. Das Kind sollte so angelegt werden, dass sein Kinn zur gestauten Stelle zeigt.

Stillen in der Babytrage

Stillen im Tragetuch oder in der Babytrage

Wenn Babys im Tragetuch oder in der Tragetasche gestillt werden, sind sie im Paradies. Sie dürfen immer in Haut- oder Körperkontakt mit der Mama bleiben und haben die Milchbar direkt vor der Nase. Auf diese Weise können Babys auch unterwegs einfach gestillt werden. Dabei ist allerdings noch zu beachten, dass Babys normalerweise etwas höher gebunden werden (sodass die Mutter auf das Köpfchen einen Kuss geben kann) und die Brust somit relativ weit unten liegt. Manche Mütter heben ihre Brust zum Stillen höher und/oder binden ihr Kind etwas niedriger, damit das Stillen problemlos klappt.

Stillen im Tragetuch ist in traditionellen Kulturen unter den Müttern, die trotz Stillen harte körperliche Arbeit verrichten müssen, sehr verbreitet. Das Baby, das von der Mutter immer am Körper getragen wird, kann sich an der Brust selbst bedienen oder wird zum Stillen nach vorne geschwenkt.

Stillen im Schaukelstuhl oder auf einem Gymnastikball

Stillen im Schaukelstuhl

Durch Stillen in einem Schaukelstuhl lassen sich Babys sehr schön beruhigen. Gleichzeitig kann sich auch die Mutter ausruhen.

Aufgebrachte Babys lassen sich durch sanftes Hüpfen auf einem Gymnastikball oft noch besser beruhigen als auf einem Schaukelstuhl. Vertikale Bewegungen scheinen effektiver zu sein als horizontale.

Quellen:

  • Katharina von Herff: Schmerzen beim Stillen. Vortrag auf dem La Leche Liga Regionaltreffen, Mai 2017.
  • Gresens R: Intuitives Stillen. Kösel Verlag, 2016.
  • Both D, Frischknecht K: Stillen kompakt. Atlas zur Diagnostik und Therapie in der stillberatung. Urban Fischer, 2006.
  • Guoth-Gumberger M, Hormann E: Stillen. So versorgen Sie Ihr Baby rundum gut. Gräfe und Unzer, 2004.
  • Gresens R: Macht unsere Anleitung das Stillen so schwierig? Mittels „Biological Nursing“ können viele der anfänglichen Stillprobleme vermieden werden. Laktation & Stillen. 2014(2).
  • Persönliche Erfahrungen

WEITERER ARTIKEL ZUM THEMA:

  • Das korrekte Anlegen des Babys

PUBLIKATIONEN DER STILLORGANISATIONEN:

  • La Leche Liga: Anlegen und Stillpositionen
  • Deutsches Ausbildungsinstitut für Stillbegleitung (DAIS): Die Kompetenz des Neugeborenen zum Stillen

AUCH INTERESSANT:

  • Welches Stillkissen ist sinnvoll?
  • Das richtige Stillmanagement
  • Die richtigen Stilleinlagen kaufen

Stillpositionen

Ganz egal, für welche Stillposition Sie sich entscheiden: sie sollte in erster Linie für Sie und Ihr Baby bequem sein.

Tipp: Die Stillpositionen gelegentlich zu variieren, kann bei entzündeten Brustwarzen oder einem Milchstau helfen.

Die Wiegehaltung

Der Klassiker unter den Stillpositionen ist die Wiegehaltung. Versuchen Sie auf einem Stuhl, dem Sofa oder Ihrem Bett bequem und vor allem entspannt zu sitzen. Mehrere Kissen im Rücken eignen sich für eine aufrechte Haltung sehr gut. Beim Stillen im Sitzen liegt der Kopf des Babys ganz entspannt in Ihrer Armbeuge. Der Körper liegt Ihnen zugewandt auf dem Schoß und das Baby kann Ihre Brustwarze bequem erreichen.

In dieser Position ist es wichtig, dass Sie Ihre Unterarme, zum Beispiel auf einem Stillkissen abstützen. Vermeiden Sie außerdem, sich zu Ihrem Baby vorzubeugen. Eine ungünstige Haltung kann schnell zu Verspannungen oder Rückenschmerzen führen und die Freude am Stillen trüben.

Hinweis: Für Frauen, die mit Kaiserschnitt entbunden haben, ist die Wiegehaltung häufig unangenehm, da das Baby auf die Narbe drückt.

Der Kreuzgriff

Für Babys, die Probleme beim Anlegen haben, ist der Kreuzgriff (Kreuz-Wiegegriff) empfehlenswert. Anders als in der Wiegehaltung wird der Kopf des Babys nicht mit der Armbeuge, sondern mit der Hand gehalten.

Gesicht und Oberkörper des Babys zeigen in Ihre Richtung. Wenn Sie Ihr Baby mit der rechten Brust stillen, halten Sie Ihr Baby mit dem linken Arm. Der Hinterkopf des Kindes liegt auf Ihrem Daumen und Zeigefinger. So können Sie den Mund Ihres Babys sanft zur Brust führen.

Der Rückengriff

Der Rückengriff wird auch als Football-Haltung bezeichnet und schnell wird klar, warum: Das Baby wird wie ein Fußball oder eine Handtasche unter den Arm „geklemmt“. Vor allem für Frauen mit Kaiserschnitt ist diese Stillposition sehr angenehm, da das Baby nicht auf die Narbe drückt.

Die Füße des Babys zeigen dabei zu Ihrem Rücken, seine Nase ist auf Höhe der Brustwarze und Ihr Kind sollte Sie anschauen. Kopf, Nacken und Schultern Ihres Babys können Sie mit einer Hand sanft stützen.

In dieser Stillposition können mit etwas Übung Zwillinge sogar gleichzeitig gestillt werden. Sie ist außerdem gut für Mütter mit großem Busen und flachen Brustwarzen geeignet. Aber auch wenn Ihr Baby sich schlecht anlegen lässt, kann diese Stillposition helfen, da Sie seinen Kopf besser zur Brust führen können.

Die Hoppe-Reiter-Position

Einige Babys können sich beim Stillen kaum wachhalten. Damit das Kind nicht einschläft, können Sie es zum Stillen aufrecht auf Ihre Oberschenkel setzen. Ihre Brustwarze befindet sich direkt vor dem Mund Ihres Babys. Zur Unterstützung halten Sie den Rücken des Säuglings mit einer Hand.

In dieser Position bekommt er auch besser Luft, als zum Beispiel in der Seitenlage. Wenn Ihr Baby an schmerzhaften Blähungen leidet, kann diese aufrechte Stillposition helfen, dass es weniger Luft schluckt und öfter aufstoßen muss.

Die Seitenlage

Das Stillen in der Seitenlage ist für Mütter mit einem Dammriss bzw. Dammschnitt oder einem Kaiserschnitt besonders angenehm. Sie liegen beim Stillen ganz bequem auf der Seite und das Gesicht Ihres Babys zeigt zu Ihnen. Um in dieser Position stillen zu können, ziehen Sie Ihr Kind ganz nah an Ihren Körper. Sie können dessen Kopf mit Ihrem oben liegenden Arm sanft unterstützen.

Ein zusammengerolltes Handtuch oder ein Stillkissen stützt den Rücken Ihres Babys. Tipp: Für Mütter ist es besonders angenehm, wenn Sie in dieser seitlichen Stillposition ein Kissen zwischen Ihre Knie legen und einige Kissen in den Rücken.

Die Seitenlage ist auch beim Stillen in der Nacht sehr beliebt, da sie für Mama und Kind sehr entspannend sein kann.

Stillen mit Stillkissen

Wenn Sie mit dem Stillen beginnen, kann Ihnen ein spezielles Stillkissen beim Anlegen Ihres Babys helfen. Das Kissen in Form eines Hufeisens legen Sie um Ihren Körper. Es stützt Ihren Rücken sowie Ihren Unterarm und fördert dadurch eine entspannte Körperhaltung. Ihr Baby liegt leicht erhöht und kann bequem an der Brust trinken.

Bei der Wahl Ihres Stillkissens sollten Sie unbedingt auf eine gute Qualität achten. Ist das Stillkissen zu weich oder ungleichmäßig befüllt, kann das Baby beim Stillen nicht in die richtige Position finden. Bei der Mutter kann eine ungünstige Haltung schnell zu Verspannungen und Rückenschmerzen führen.

Tipp: Auch wenn ein Stillkissen sehr hilfreich sein kann, sollten Sie sich nicht davon abhängig machen. Versuchen Sie zwischendurch, Ihr Baby ohne Stillkissen zu stillen. So haben Sie keine Schwierigkeiten, wenn Sie Ihr Kind unterwegs zum Beispiel in einem Café oder auf dem Spielplatz anlegen möchten.

Unterwegs stillen

Damit es auch unterwegs mit dem Stillen klappt, gibt es einige Tipps, die Sie beachten können: Die Wiegehaltung eignet sich von allen Stillpositionen am besten, um Ihr Baby ungestört zu stillen. Genau wie zu Hause sollten Sie sich zum Beispiel in einem Café einen bequemen Stuhl suchen, der Ihren Rücken stützt.

Außerdem ist es praktisch, spezielle Still-Oberteile zu tragen. So können Sie unterwegs ganz unauffällig Ihr Kind stillen und zeigen fast keine Haut. Sollten Sie dennoch kein gutes Gefühl dabei haben, können Sie zusätzlich einen Schal oder ein Tuch über Ihre Brust legen, damit Sie vor Blicken geschützt sind.

Wunde Brustwarzen

Wunde Brustwarzen entstehen häufig dadurch, dass das Baby nicht richtig angelegt wird. Vor allem in der Anfangszeit können diese Probleme auftreten. Junge Mütter sind dadurch häufig verunsichert und geben das Stillen nicht selten ganz auf.

Bei wunden Brustwarzen und bei Milchstau ist es sehr hilfreich, die Stillpositionen regelmäßig zu wechseln. Wenn Ihr Baby sehr hastig aus der Brust trinkt, stillen Sie es häufiger, damit der Heißhunger nicht so groß ist.

Bei Rötungen und kleinen Rissen sind folgende Tipps hilfreich, um die Wundheilung zu unterstützen: Bei einer leichten Reizung können Sie etwas Muttermilch ausstreichen und sanft in die Brustwarze einmassieren.

Sind die Brustwarzen stärker gereizt und eingerissen, können Lanolin (Wollfett) und Heilwolle Linderung verschaffen. Wenden Sie sich bitte an Ihre Hebamme oder eine Stillberaterin, wenn die wunden Brustwarzen nicht abheilen oder Schmerzen hinzukommen.

Stillkissen – so nutzen Sie dievielseitigen Helfer

© fotolia, Svetlana Fedoseeva

Stillkissen sind weit mehr, als ihr Name vermuten lässt. Denn die riesigen, wurstförmigen Allrounder sind nicht nur während der Stillzeit ein Segen.

Die Stillkissen können der werdenden Mama auch schon vor der Geburt ihres Babys reichlich Entspannung schenken. Spätestens ab dem siebten Monat der Schwangerschaft ist es für die werdende Mama gar nicht mehr so leicht, eine bequeme Schlafposition zu finden. Weil die Last des wachsenden Bauchs immer größer wird, gelingt ihr häufig nur noch das Schlafen in der Seitenposition. Das Stillkissen kann diese Last um einiges verringern. Dafür braucht die Schwangere das Kissen nur ihrem Babybauch anzupassen und zwischen den Beinen hindurchzuführen. Der Körper muss nun weniger Gewicht tragen, die Wirbelsäule wird entlastet und Verspannungen der Rückenmuskulatur wird vorgebeugt.

Tagsüber verwandelt sich das Kissen in ein Sitzpolster, das nicht nur angenehm weich ist, sondern außerdem den Rücken stützt. Das ist besonders angenehm, wenn sich die Schwangere kurz vor der Geburt häufig erholen und auch lange sitzen muss.

Stillkissen erleichtern nicht nur das Stillen

Seine eigentliche Berufung erfährt das Stillkissen, wenn das Baby endlich auf der Welt ist. Das lange Stillen und Füttern kann nämlich äußerst anstrengend sein. Verspannungen im Nacken, schmerzende Arme und wunde Brustwarzen sind keine Seltenheit und fast immer die Folge einer falschen Stillposition. Ein Stillkissen kann wesentlich dazu beitragen, dass das Füttern des kleinen Erdenbürgers weniger aufreibend ist. Hufeisenförmig um den Körper geschlungen, erleichtert es nicht nur das Sitzen für die Mami, sondern sorgt außerdem dafür, dass ihr Baby eine bequeme und sichere Stillhaltung einnimmt.

Der große Pluspunkt gegenüber herkömmlichen Kissen ist, dass nicht erst vor jeder Stillmahlzeit eine taugliche Unterlage für das Kind gebaut werden muss. Auf dem Stillkissen liegt oder sitzt es gewissermaßen automatisch stabil und bei richtiger Anwendung auch in der idealen Höhe. Das erleichtert das Anlegen ungemein. Außerdem behält das Baby diese bequeme Position während der gesamten Stillmahlzeit bei. Das erspart nicht nur dem kleinen Wonneproppen Frustrationen, sondern macht das Stillen auch für die junge Mutter um einiges angenehmer.

Mit seinem Einsatz beim Stillen und Füttern sind die Talente des Stillkissens noch lange nicht erschöpft. Viele Mütter verwenden das Kissen auch beim Babyturnen oder für Babys erste Sitzversuche. Und auch als Kuschelkissen im Kinderbettchen oder Kindergarten kann es noch eine ganze Weile unentbehrlich sein.

Tipps für den Umgang mit dem Stillkissen

  • Am leichtesten gelingt das Stillen, wenn Sie das Kissen um den Bauch herum legen. Abhängig davon, an welcher Brust Sie stillen und ob das Baby dabei Bauch-an-Bauch (die Wiege-Haltung) oder unter dem Arm (Football-Haltung) gebettet sein soll, schlingen Sie das Kissen eher um die rechte oder die linke Körperseite.
  • Auch das Stillen im Liegen wird um einiges leichter, denn Dank der erhöhten Liegeposition können Sie Ihren Ellbogen gut abstützen und das Köpfchen Ihres Babys bequem ablegen. Das Baby wiederum kann viel leichter an die Brust gelangen, wenn sein Mund auf Brusthöhe liegt.
  • Wenn Ihr Baby einmal schlecht schläft, können Sie es für einen Moment in das Kissen betten. Das warme, enge Nest beruhigt Ihr Baby, denn es fühlt sich in die Enge Ihres Bauches zurückversetzt. Weil das Kissen verhindert, dass sich Ihr kleiner Engel zur Seite drehen kann und es immer passieren kann, dass er sich einmal verschluckt, sollten Sie ihn stets im Auge behalten.

Die unterschiedlichen Kissentypen

Stillkissen können aus unterschiedlichen Materialien bestehen und alle nur erdenklichen Farben und Designs besitzen. Die größte „Einigkeit“ herrscht noch in Sachen Schutzhülle. Dieser besteht häufig aus Baumwolle oder Mikrofaser, die einfach in der Maschine gewaschen werden können. Das Innenleben eines Stillkissens lässt folgende Entscheidungen zu:

  • Kissen mit Kügelchen aus Styropor oder Schaumstoffflocken sind hygienisch, leicht zu waschen, sehr flexibel und bringen nur wenig auf die Waage. Beim Kauf sollten Sie unbedingt darauf achten, dass das Kissen nicht streng riecht, denn das könnte bedeuten, dass sich gefährliche Gase gebildet haben.
  • Deutlich schwerer fallen Kissen mit Dinkelfüllung aus. Außerdem müssen sie regelmäßig gründlich gelüftet und stets trocken gehalten werden, da sonst Schimmel droht. Klarer Vorteil eines Getreidekissens ist, dass es schnell Körperwärme speichert und abgibt.
  • Ein wahres Federgewicht ist das Kissen mit Wollfüllung. Seine wenig kompakte Füllung bringt es jedoch mit sich, dass es sehr instabil ist. Viele Kissen können Sie jedoch gewissermaßen nachrüsten, indem Sie einfach etwas mehr Wollmaterial nachfüllen.

Viel Phantasie haben die Hersteller auch bei der Formgebung ihrer Stillkissen walten lassen. Der Klassiker hat das Aussehen einer überdimensionierten Wurst und kann gerade oder gebogen und bis zu zwei Metern lang sein. Daneben gibt es auch die Variante, die eher an einen Mond erinnert. Dieser Stillmond besitzt eine abgeflachte, breite Seite, auf der die werdende Mami nachts besonders gut Ihren Babybauch abstützen kann. Später eignet sich der flauschige Mond als Unterlage für das Baby, damit es auf der Krabbeldecke nicht wegrollen kann.

Tipps für den Kauf

  • Damit Sie das richtige Stillkissen für sich und ihren Sonnenschein finden, sollten Sie vor dem Kauf einige Modelle ausprobieren. Vielleicht haben Sie eine Freundin, die gerade stillt. Fragen Sie auch Ihre Hebamme. Sie kann Ihnen auch gleich den richtigen Umgang mit dem Stillkissen erklären und Ihnen dabei helfen, die ideale Stillposition zu finden.
  • Achten Sie darauf, dass das Stillkissen einen Reißverschluss besitzt, damit Sie den Härtegrad variieren können. Außerdem können Sie dadurch das Kissen auch noch vielseitiger einsetzen.
  • Einige Stillkissen werden schon für 20 Euro angeboten, während so mancher Hersteller mehr als 70 Euro verlangt. Der Preisvergleich lohnt also allemal.
  • Achten Sie darauf, dass das Kissen nicht unangenehm riecht. Ein strenger Geruch kann ein Anzeichen für austretende Gase sein.

von Dagmar Fritz, Journalistin

Zuletzt überarbeitet: Februar 2019

Fragen zum Thema an die Stillberaterinnen Biggi Welter und Kristina Wrede

Stillposition mit Stillkissen

Hallo Frau Heindel, ich stille sehr gern mit Stillkissen. Nun meine Frage: Muss ich den Arm beim Wiegegriff immer um das Kind gelegt haben oder kann ich das Baby einfach auf dem Stillkissen ablegen. So hätte ich beide Hände frei. Im Wiegegriff kommt der Arm des Kindes ja …

vicky82

Frage und Antworten lesen

Die Positionen im American Football

Die Defense nimmt Bezug auf den Teil der Mannschaft, in denen ausschließlich defensive Spieler aufgestellt sind. Das Ziel dieser Mannschaft ist nur auf den Gegner ausgelegt. Sie wollen einen möglichen Raumgewinn so schnell wie möglich stoppen, besser verhindern und sich bei Trägern in den Weg stellen. Kaum eine andere Mannschaft ist mit so viel Störsinn ausgestattet wie die Defense beim Football – Ein Job für die ganz harten Kerle eines Teams. Wir wollen nun die einzelnen Positionen und die Besonderheiten der Defense näher vorstellen.

Informationen und Aufgaben der Defense

Bei einem Football Spiel stehen sich in der Regel Offense und Defense gegenüber. Sie verfolgen beide ein gegensätzliches Spiel. Denn die Offense zielt auf einen hohen Raumgewinn und so viele Punkte wie möglich ab. Die Defense möchte eben genau dies verhindern und sich, wenn möglich, über eine Interception den Ball zurückerobern. Doch Vorsicht: Stellt euch auf viele unterschiedliche Formationen und Spiele ein. Wir werden uns bemühen, diese nachvollziehbar zu erklären.

Cornerback

Schaut der Wide Receiver nach vorn, sieht er direkt in die Augen des Cornerback – kurz CB. dieser Spieler hat ein Ziel: Er möchte seinen Gegenspieler am Passfang hindern. Wer auf dieser Position spielen möchte, braucht enorme Geschwindigkeit, sehr belastbare und bewegliche Hüften, um schnell die Richtung wechseln zu können. Darüber hinaus muss der CB ein Bewusstsein dafür entwickeln, was der Wide Receiver als nächstes machen möchte.

Ausgezeichnete Spieler stürmen in dieser Position nicht direkt gegen den Spieler, sprich den Receiver, sondern eher gegen den geworfenen Ball.

Defense End

Hier müssen wir nochmals zwischen der4-3 und der 3-4 Defense unterscheiden:

  • 3-4 Defense: In dieser Formation stehen sehr kräftige und stabile Spieler, die direkt auf den Mann gehen und ihn blocken. Ihnen kommt die Aufgabe der Kontrolle der gesamten Line of Scrimmage zu. Wenige NFL Spieler sind auf diesen Positionen noch dazu so schnell, um auch den Quarterback unter Druck zu setzen.
  • 4-3 Defense: Hier setzen die Mannschaften auf sehr viel leichtere Spieler, die auf Quarterback Jagd gehen. Gerade wenn es zu einem Pass auf dem Feld kommt, genau die richtige Wahl. Wie wir sehen, bedient die Defense wohl eine der facettenreichsten Spieleroptionen, die zwischen sehr kräftigen und sehr agilen Spielern unterscheidet. Wirkliche Top Spieler und Talente verbinden beide Qualitäten miteinander.

Defensive Tackle

An dieser Spielposition finden wir die größten und stärksten Spieler der gesamten Defense einer Mannschaft. Sie versuchen an den Quarterback heranzukommen und ihn beim Lauf zu stoppen. Eine der grundlegenden Qualitäten sind seine schnellen Hände, die den Gegner hindern, sich selbst aus der Position zu schieben.

Free Safety

Der Free Safety – kurz FS – hat die einzige Aufgabe dem Ball zu verfolgen. Kommt es nicht zu einem Laufspiel, sondern zu einem Passspiel, geht er zur Position des Cornerbacks, um ihn zu unterstützen und den Wide Receiver zu verteidigen.

Inside Linebacker

Zumeist gibt es zwei von diesen Spielern mittig in der Defense positioniert. Bestenfalls haben diese Spieler eine sehr starke Physis. Wobei sie aber den Lauf unterbinden und die gesamten Zonen der Pass Coverage abdecken.

Middle Linebacker

Dürfen wir vorstellen: Das ist der Chef der 4-3 Defense. Der Middle Linebacker steht Auge in Auge mit dem Center und behält ihn immer im Blick, um die entsprechenden Anweisungen an seine Mitspieler zu geben.

Der Spy Pass zielt gleichzeitig auf den Quarterback der gegnerischen Mannschaft. Andernfalls hat er genügend Raum, um selbst loszulaufen und Yards zu machen.

Nickel Back

Wir haben es nicht mit der bekannten US Rockband zu tun, sondern mit dem dritten Cornerback. Die Teams setzen bei einem eindeutigen Pass lieber auf den Nickel Back – kurz NB – als auf einen Linebacker, um eine sichere Verteidigung aufzubauen.

Nose Tackle

Zugegeben ein recht ungewöhnlicher Name für einen Spieler, der direkt dem Center gegenübersteht. Dabei hat man den Namen von der Position abgeleitet. In den meisten Fällen handelt es sich um den schwersten Spieler der gesamten Mannschaft. Sie sind damit beschäftigt, zwei der Offensive Liner auszuschalten, um den Linebackern die Chance zu geben, zu tackeln. Wer an dieser Position spielen möchte, braucht nicht nur Kraft und Stärke, sondern sehr viel Disziplin und eine exzellente Technik.

Outside Linebacker

Das Ziel eines Outside Linebackers – kurz OLB – ist es, die seitlichen Laufwege zu verhindern. Neben einem unaufhörlichen Druck, der auf dem Quarterback wirkt, gehören Tackles und Blocks zu seinen Hauptaufgaben.

Strong Safety (SS)

Die erklärten Gegner der Strong Safety – kurz SS – sind die Tight Ends. Bestenfalls zeichnen sich diese Spieler durch ihre enorme Größe und körperliche Stärke aus, die über denen der Free Safety liegt.

Strategien und Taktiken der Defense

Die Vielschichtigkeit der Defense eröffnet dem Defense Coordinator im Zusammenhang mit dem Head Coach vielfältige Aufgaben und taktische Raffinessen. Im Grunde genommen geht es nur darum, den Raumgewinn zu verhindern. Wobei den einzelnen Positionen gleich mehrere Aufgaben zukommen.

Es ist die Kunst des perfekten Zusammenspiels, um bei aller Action und Spannung die Übersicht zu bewahren, die einer Mannschaft schlussendlich den Sieg bringt. So hat letztendlich die Defense einen Einfluss auf den Ausgang des Spiels. Sie bietet für Ihre Offense beste Voraussetzungen für Raumgewinne und unterbindet alle Läufe und Passspiele der gegnerischen Mannschaft.

Die wichtigsten Formationen der Defense

Zu den wichtigsten Aufstellungen gehören 3-4 und 4-3 Defense. Doch was versteckt sich hinter diesem Begriff? Es ist die Front aus 7 Männern, die sich bei 4-3 aus 4 Spielern in der Defensive Line und 3 Linebackern zusammensetzt. Hinter ihnen stehen Safeties und Cornerbacks.

Im Gegensatz dazu ist die 3-4 flexibler und beweglicher, denn die 4 Linebacker haben die Möglichkeit, einen Blitzangriff direkt auf den Quarterback zu starten oder individuell die Empfänger der Pässe aufzuhalten und zu decken. Im Gegensatz zur NFL setzt man bei den College American Football Mannschaften vorwiegend auf die Front aus 8 Männern, wie zum Beispiel 6-2, 4-4 oder 5-3.

Richtig Stillen – wie macht man es richtig?

16. Mai 2018 15 Min.

Zwar bereitet die Natur den Körper einer schwangeren Frau gut auf das Stillen vor, trotzdem gilt: Richtiges Stillen will geübt sein. Und das gilt für frischgebackene ebenso wie für erfahrene Mütter. Denn jedes Baby ist einzigartig und kommt mit seinem ganz eigenen Stillverhalten auf die Welt. Für viele Mütter stellt sich daher die Frage: Wie stille ich richtig? Unsere Stillanleitung verrät es Ihnen.

Vorbereitung auf das Stillen

Babys sind Individualisten: Das eine saugt mit Begeisterung sofort los, das andere lässt sich gerne bitten. Das nächste verlangt viel Milch auf einmal, das vierte trinkt lieber kleine Portionen, dafür aber umso öfter. Damit für alle Kinder und Mütter beim Stillen alles richtig und möglichst entspannt verläuft, sind vor allem zwei Aspekte besonders wichtig:

  1. das richtige Anlegen, also die Art, wie das Baby die Brust erfasst, und
  2. die richtige Stillposition, also die Lage, in der die Mutter das Baby hält.

Die gute Nachricht: Was die körperliche Einrichtung auf Mamas bevorstehende Stillaufgabe betrifft, so arbeitet der weibliche Körper während der Schwangerschaft weitgehend im Autopilot. Durch hormonelle Veränderungen werden die Brüste größer und fester. Wo vorher Bindegewebe und Fett für die Rundungen verantwortlich waren, übernehmen nun die stark wachsenden Milchdrüsen und Milchgänge den Raum. Und falls aus den Brustwarzen bereits vor der Geburt etwas Vormilch austritt, so heißt das nichts anderes als: Test erfolgreich bestanden!

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Ein gemütliches Plätzchen: Suchen Sie sich eine Ruhezone zum Stillen

Was werdende Mütter zur Vorbereitung des Stillens in jedem Fall beitragen können, ist das Abklären der richtigen Rahmenbedingungen. Daher sollten Schwangere schon früh mit ihrem Partner, ihrer Familie und Hebamme über das geplante Stillen sprechen und gemeinsam überlegen, wie sie die Mutter bei ihrer neuen Aufgabe am besten unterstützen können. Für den konkreten Stillstart zuhause sollte eine kleine Ruhezone eingerichtet werden. Denn auch mit einer Anleitung zum Stillen wird es Zeit und Geduld brauchen, das richtige Anlegen und verschiedene Stillpositionen mit dem Baby auszuprobieren und zu meistern.

Ein Stillbereich kann wie folgt aussehen:

  • ruhig
  • ablenkungsarm
  • gegebenenfalls abgedunkelt
  • warm und gemütlich eingerichtet, zum Beispiel mit Decken und (Still-)Kissen
  • ein griffbereites Getränk für die Mutter

Wenn das Stillpaar erst einmal richtig eingespielt ist, klappt’s natürlich auch unterwegs, bei Freunden, im Café oder – für echte Stillprofis – sogar im Tragetuch beim Spaziergang.

Wie stille ich richtig – das Baby anlegen

Immer wieder stellen Hebammen und Stillberaterinnen fest, dass die meisten Stillbeschwerden durch Fehler beim Anlegen verursacht werden. Daher ist es wichtig, möglichst von Anfang an darauf zu achten, dass das Baby die Brust seiner Mutter richtig erfasst. Aber die Mühe lohnt sich: Denn wenn Mutter und Kind beim Stillen über einen längeren Zeitraum richtig entspannen, werden unter anderem wunde Brustwarzen vermieden.

Im Folgenden erhalten Sie eine Anleitung zum Stillen, die Ihnen den Einstieg etwas erleichtern soll:

  1. Welche Stillposition die Mutter auch einnimmt, der Körper des Kindes sollte möglichst immer der Mutter zugewandt und eng an ihren Körper angelegt sein. Am besten befindet sich die Brustwarze dabei schon auf Höhe der Nase oder Oberlippe des Kindes.
  2. Das Kind sollte sein Köpfchen frei bewegen können, aber niemals verdrehen oder überstrecken müssen, um die Brust erfassen zu können. Ohr, Schulter und Hüfte des Kindes liegen dabei idealerweise auf einer Linie.
  3. Wenn sie mag, kann die Mutter ihre Brust mit der Hand stützen. Dazu legt sie, in Form eines großen Cs, den Daumen oberhalb und den Zeigefinger unter der Brustwarze ab, circa drei Zentimeter von der Brustwarze entfernt. So kann sie die Brust auch etwas zusammendrücken und das Baby hat es etwas leichter hat, seinen kleinen Mund anzulegen.
  4. Erfasst das Kind die angebotene Brust nicht instinktiv, so kann die Mutter die Lippen des Babys mit der Brustwarze stimulieren. Dadurch wird der Suchreflex des Kindes aktiviert und es öffnet seinen Mund. Sobald er weit aufgesperrt ist, bringt die Mutter das Baby zur Brust (nicht umgekehrt).
  5. Das Baby sollte mit der Brustwarze immer auch einen guten Teil des Brustgewebes erfassen. Falls das Kind zu weit vorne oder nur an der Brustwarze saugt, bekommt es nicht genug Milch und die Brustwarze wird schnell wund.

Tipp: Falls das Saugen des Kindes der Mutter irgendwelche Schmerzen bereitet, sollte sie schnell den kleinen Finger in den Mundwinkel des Kindes stecken und damit den Saugschluss lösen. Dann kann das Baby von der Brust abgenommen und ein neuer Versuch gestartet werden.

Stillpositionen – wichtig für das richtige Stillen

Jeder Mensch ist anders. Und so wie es ganz verschiedene Stillverhalten gibt, so gibt es auch ganz unterschiedliche Stillpositionen, die Mutter und Kind zusammen ausprobieren und einüben sollten. Denn Abwechslung macht nicht nur Spaß, sondern sie reduziert auch die Gefahr, dass sich Brustwarzen entzünden oder ein Milchstau entwickelt. Eine Übersicht der häufigsten Stillpositionen – inklusive Stillanleitung – mit ihren jeweiligen Vorteilen und Besonderheiten, kann Ihnen und Ihrem Baby helfen, ihre Favoriten zu entdecken. Wichtig ist dabei vor allem, dass die Mutter gut abgestützt ist und beim Stillen entspannen kann.

Wiegehaltung

In Stillanleitungen ist die Wiegehaltung der Klassiker, weil diese Position unterwegs immer gut einsetzbar und somit auch am häufigsten bei anderen Müttern zu beobachten ist. Für unerfahrene Stillende aber zunächst gar nicht so einfach: Bei schlechter Abstützung ermüdet der Arm der Mutter recht schnell und das Baby rutscht in eine ungünstige Lage. Ähnliches kann bei sehr schläfrigen Babys passieren.

Aber: Ungeeignet ist die Position für Mütter unmittelbar nach einem Kaiserschnitt oder anderen Geburtsverletzungen, da das Baby auf die Narben drücken kann.
So wird’s gemacht: Die Mutter sitzt aufrecht und bequem, Rücken und Arme sind mit Kissen gut gestützt. Das Baby liegt seitlich im Arm, Bauch an Bauch mit der Mutter, das Köpfchen in der Armbeuge und der Po mit der Hand stabilisiert. Die andere Hand kann die Brust unterstützen.

Stillanleitung für den Kreuzgriff

Der Kreuzgriff ist eine Variante der Wiegehaltung, die sich gerade für Babys anbietet, die noch etwas Übung für das richtige Anlegen brauchen. Außerdem eignet sich diese Haltung gut bei großen Brüsten, bei starkem Milcheinschuss sowie für Frühgeborene oder kranke Neugeborene.
So wird’s gemacht: Wie in der Wiegehaltung sitzt die Mutter auch in dieser Position aufrecht, das Baby im Arm und vor dem Bauch. Das Baby liegt dabei aber mit dem Köpfchen nicht in der Armbeuge, sondern in der Hand der Mutter, sodass sie das Anlegen des Kindes umso besser unterstützen kann. Hält die Mutter ihr Baby im rechten Arm, füttert sie es mit ihrer linken Brust – und umgekehrt. Sobald das Baby richtig angelegt ist und fleißig trinkt, kann die Mutter den Arm wechseln, um in die stabilere Wiegehaltung zu gelangen.

Stillanleitung für die Football-Haltung

Auch als „Seiten-“ oder „Rückenhaltung“ bekannt, ist die Football-Haltung besonders gut nach einem Kaiserschnitt geeignet, da das Kind nicht vor dem Bauch der Mutter, sondern seitlich positioniert wird. Daher auch eine gute Wahl für sehr nervöse oder schläfrige Babys wie auch für das simultane Säugen von Zwillingen. Außerdem ein geeignetes Mittel bei Milchstau im seitlichen Brustsegment. Selbst bei guter Polsterung durch ein Stillkissen, ist die Haltung aber eine vergleichsweise umständliche Haltung für die Mutter und daher zumeist eher kurzfristig im Einsatz.
So wird’s gemacht: Das Baby liegt seitlich von der Mutter, die Beinchen zum Rücken der Mutter gerichtet, eventuell gegen eine Rückenlehne gestemmt, das Köpfchen nach vorne, sodass die Mutter das Baby mit der Hand einfach an ihre Brust anlegen und dabei auch das Gesicht des Kleinen gut sehen kann.

Anleitung zum Stillen in der Hoppe-Reiter-Haltung

Die Hoppe-Reiter-Haltung ist eher eine Position für ältere Babys, da Neugeborene in dieser Position besonders gestützt werden müssen. Gut geeignet für unruhige, schlecht saugende Babys oder bei verstopfter Nase, denn in der aufrechten Lage bekommt das Baby besser Luft. Ebenso empfehlenswert, falls das Baby nach dem Stillen öfter unter Bauchschmerzen leidet, denn in dieser Position schluckt das Baby weniger Luft. Außerdem ein geeignetes Mittel bei starkem Milchspendereflex der Mutter oder bei Milchstau im unteren Bereich der Brust.
So wird’s gemacht: Das Baby wird aufrecht auf den Schoß der Mutter gesetzt, mit seinem Mund auf Höhe ihrer Brust, die Mutter stützt den Rücken des Babys mit ihren Händen.

Stillen im Liegen (normale Seitenlage)

Ein weiterer Klassiker unter Stillanleitungen und besonders angenehm für das Stillen in der Nacht, ist das Stillen im Liegen. Eine gute Alternative auch unmittelbar nach einem Kaiserschnitt oder Dammriss, anfangs zwar etwas schwieriger, da Brust und Babys Mund im Liegen schwieriger zu überblicken und zurechtzurücken sind, für fortgeschrittene Stillpaare aber sehr bequem und unkompliziert. Vermutlich die wichtigste Position für langfristiges Stillen. Gut geeignet auch für Frauen mit großer Brust.
So wird’s gemacht: Mutter und Kind liegen beide auf der Seite, Bauch an Bauch, ganz dicht nebeneinander, die Brustwarze der Mutter am besten auf Höhe der Nasenspitze des Babys. Sein Rücken stützt ihr Oberarm oder ein passendes Kissen. Sich selbst stabilisiert die Mutter am besten durch angewinkelte Arme und Beine, als ob sie das Baby umrahmt. Aus dieser Stillposition kann das Baby entspannt aus beiden Brüsten trinken, ohne dass sich die Mutter auf die andere Seite drehen muss. Meist ist es für die Mutter dabei angenehmer, wenn zunächst die untere Brust entleert wird.

Stillanleitung für das Back-Lying

Auch als „Rückenlage“ oder „zurückgelehntes Stillen“ bekannt und zunehmend direkt nach der Geburt im Einsatz, da es in besonderer Art die natürlichen und selbstständigen Reflexe des Suchens und Erfassens der Brust beim Baby aktiviert. Möglicherweise die natürliche Ur-Stillhaltung.
So wird’s gemacht: Die Mutter liegt bequem auf dem Rücken, den Oberkörper leicht aufgerichtet, Kopf und Nacken durch Kissen gut gestützt. Das Baby wird in Bauchlage auf den Bauch der Mutter gelegt, mit Blick in Richtung ihrer Brustwarzen, sodass es diese gut sehen und bequem erreichen kann. Übrigens folgt das Baby dabei auch seiner Nase, daher sollte zuvor möglichst keine Seife oder Hautlotion auf die Brustwarzen aufgetragen werden.

Stillen in der Vierfüßler-Position

Eher eine sportliche, um nicht zu sagen umständliche Position für die Mutter, aber gut geeignet, um einen Milchstau aufzulösen, da die Milch der Gravitation folgen kann.
So wird’s gemacht: Die Mutter steht auf allen Vieren, also auf Händen und Knien, während das Kind unter ihr auf dem Rücken liegt. Am besten wird das Kind dabei mit Kissen oder Decken höher gehoben, damit es bequem an der Brust trinken kann und die Mutter nicht auch noch Liegestütze machen muss.

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Wie stille ich richtig im Tragetuch?

Eher verbreitet in traditionellen Kulturen, in denen die Mütter während des Stillens körperliche Arbeit zu verrichten haben. Inzwischen aber auch in der westlichen Kultur als eine fortgeschrittene Position zum Stillen etabliert.
So wird’s gemacht: Das Baby ist fest vor die Brust der Mutter geschnürt, in engem Haut- oder Körperkontakt, die Milchbar direkt vor der Nase. Die passende Bindetechnik für die richtige Höhe von Köpfchen und Brust muss Mama dabei vermutlich ein paar Mal üben, bis das Stillen problemlos klappt.

Nach dem Stillen

Wenn das Baby die Brustwarze frei gibt, kann die Mutter üblicherweise davon ausgehen, dass es satt ist. Einen guten Hinweis können aber auch längere Saug-Pausen oder die Händchen geben: Viele Säuglingen ballen die Fäustchen, wenn sie Hunger verspüren, und öffnen entspannt die Hand, sobald sie genug getrunken haben. Um das Baby von der Brust zu lösen, schieben Sie den kleinen Finger in seinen Mundwinkel. Jetzt ist es an der Zeit für das berühmte Bäuerchen. Hierzu hebt die Mutter (oder der hilfreiche Vater) das Baby vorsichtig hoch und legt es über die Schulter, sodass Brust und Bauch aufliegen. Auch ein sanfter Klaps auf den Rücken ist erlaubt. Kleine Milchrülpser landen am besten auf einem Spucktuch. Sollte das Baby jetzt jedoch nicht aufstoßen: Kein Problem! Es gibt auch Babys, die gar nicht oder nur sehr selten aufstoßen müssen. Und wenn das Kind beim Stillen schon eingeschlafen ist: Süße Träume!

Ach übrigens:

Sollte das Baby nach dem Stillen (selbst bei Anwendung der Hoppe-Reiter-Haltung) regelmäßig unter heftigen, krampfartigen Bauchschmerzen leiden, handelt es sich vermutlich um Dreimonatskoliken, von denen rund 15 Prozent aller Kinder zwischen der zweiten bis zwölften Woche betroffen sind. Ursache hierfür ist häufig eine zunächst noch nicht ausgereifte Darmfunktion, die insbesondere bei zu großen Trinkmengen, zu viel Schlucken von Luft beim Trinken oder ungenügendem Aufstoßen nach dem Trinken schnell überlastet wird. Helfen können,

  • ein entspannter, gleichmäßiger Tagesrhythmus,
  • ein gemütliches, warmes Bad,
  • eine leichte Massage des Babybauches (immer im Uhrzeigersinn) oder
  • die Einnahme von Entschäumern mit dem Wirkstoff Simeticon.
  • Falls das keine Verbesserung bringt, sollte der Kinderarzt konsultiert werden, um auszuschließen, dass das Baby unter einer ernsthaften Erkrankung leidet.

Tipps zum Stillen: ein Anfänger-Guide

Wenn das Stillen nicht von Beginn an reibungslos klappt, zweifeln viele Mütter an sich. Dabei sind „Startschwierigkeiten“ ganz normal. Wir geben ein paar Tipps zum Stillen, damit die Sorgen bald verfliegen.

Wenn das Baby zufrieden an Mamas Brust saugt und ihr dabei ganz tief in die Augen guckt, steht die Welt still vor Glück. Keine Frage: Seinem Baby so nahe zu sein und ihm alles zu geben, was es zum gesunden Wachstum braucht, gehört zu den ganz großen Momenten im Leben. Und das sollten Mütter in vollen Zügen genießen. Doch was ist, wenn das gesunde Stillen nicht von Anfang an reibungslos funktioniert? Dann heißt es, Ruhe bewahren. Jeder Anfang ist schwer. Und es braucht Zeit, bis Mütter und ihre Babys ein eingespieltes Team sind. Dennoch gibt es ein paar grundsätzliche Tipps zum Stillen, die du beachten kannst.

10 Probleme beim Stillen und wie du sie löst

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Damit die Stillbeziehung zwischen Mama und Baby von Anfang an unter einem guten Stern steht, sollte der Säugling möglichst früh nach der Geburt angelegt werden. In den ersten ein bis zwei Stunden findet er die Brustwarze nämlich in der Regel noch ganz ohne Hilfe. Der Suchreflex des Babys ist dann besonders ausgeprägt. Du kannst schön beobachten, wie es sein Köpfchen suchend hin- und her bewegt, wenn es auf deiner Brust liegt. Sobald seine Lippen deine Brustwarze berühren, wird das Suchen noch intensiver und dein Baby sperrt automatisch den Mund weit auf. Diesen Reflex kannst du auch für die weitere Stillzeit nutzen, auch wenn er dann nicht mehr ganz so stark ist.

Das Baby richtig anlegen: C-Griff

Um das Baby immer richtig anzulegen, biete ihm die Brust am besten mit dem sogenannten C-Griff an. Dabei liegen die Finger flach unter der Brust, der Daumen liegt oberhalb der Brustwarze. So stützt du deine Brust mit der ganzen Hand, ohne dass deine Finger den Warzenhof berühren. Damit dein Kind den Mund weit öffnet, um Brustwarze und einen Großteil des Warzenhofes zu erfassen, gibt es einen Trick: Halte deine Brustwarze an den Mund deines Babys. Öffnet das Kind den Mund weit und liegt seine Zunge am Boden der Mundhöhle, führe es mit einer zügigen Bewegung an deine Brust. Achte bitte darauf, dass du das Baby zur Brust führst und nicht umgekehrt: So vermeidest du böse Rückenschmerzen.

Der C-Giff: So legst du das Baby beim Stillen richtig an

Kontrolliere regelmäßig, ob das Baby beim Saugen wirklich auch den Warzenhof umschließt. So werden die Milchdrüsen viel besser stimuliert und du vermeidest, dass das Baby mit seinen Kauleisten die Milchkanäle abdrückt. Das kann passieren, wenn es nur an der Brustwarze saugt und diese zu fest zusammendrückt. Beachtest du diese Tipps, kannst du auch einem Milchstau ziemlich gut vorbeugen. Falls du doch einmal Verhärtungen in der Brust spürst, sie geschwollen ist und schmerzt, haben wir hier ein paar Tipps, wie du einen Milchstau schnell wieder lösst: Milchstau, was tun?

Fließt in den ersten zwei bis drei Tagen nach der Geburt noch nicht viel Milch? Kein Grund zur Sorge. Lasse dein Baby ruhig lange saugen, denn das gibt deinem Körper das wichtige Signal: „Hier ist ein hungriges Neugeborenes, das dringend Nahrung braucht!“ Erst so kommt die Milchbildung in Schwung. Merkst du allerdings, dass dein Baby statt zu trinken nur noch nuckelt, solltest du es zum Schutz deiner Brustwarzen behutsam von der Brust lösen. Schiebe hierzu deinen kleinen Finger vorsichtig in den Mundwinkel deines Kindes. So löst du das Vakuum im Mund des Babys auf und kannst es von der Brust nehmen.

Die Sorge vieler Mütter, nicht genügend Milch zu produzieren ist in der Regel völlig unbegründet. Dein Körper wird so viel Muttermilch produzieren, wie das Baby auch tatsächlich braucht. Allerdings ist es gerade an Anfang hilfreich, sein Baby pro Stillmahlzeit an beiden Brüsten anzulegen, um den Milchfluss anzuregen. Später macht es Sinn, dem Baby pro Mahlzeit nur eine Brust zu geben, damit diese auch richtig geleert werden kann. Welche Stillposition du dabei einnimmst, bleibt dir überlassen. Versuche verschiedenen Positionen aus und variiere. Wenn die Brust auf unterschiedliche Weise vom Baby massiert wird, hältst du die Milch auch gut im Fluss.

Wie stille ich richtig? Stillpositionen einfach erklärt

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Wie viel soll das Baby trinken?

Grundsätzlich wird sich dein Stillrhythmus immer wieder etwas verändern. Das liegt zum einen an der besonderen Zusammensetzung der Muttermilch aber auch an dem Mehrbedarf des Babys in Wachstumsphasen. So ist die Vormilch, das Kolostrum, die nur in den ersten Tagen nach der Geburt produziert wird, recht dünn aber sehr vitamin- und mineralstoffreich. Es ist also völlig normal, wenn Neugeborene öfter nach der Brust verlangen. Auch weil ihr Magen noch nicht so viel fassen kann. Ideal ist, wenn dein Baby am Anfang acht bis zwölf Stillmahlzeiten in 24 Stunden bekommt. Dazwischen sollten – als Faustregel – nie länger als vier Stunden Abstand liegen.

Nach und nach wirst du die Signale deines Babys ohnehin immer besser deuten können und schnell bemerken, wenn es Hunger hat:

  • Auch im Schlaf wirkt es unruhig

  • Arme und Beine zucken

  • Die Augenlider flattern

  • Das Baby macht erste Saug- und Schmatzgeräusche

Ist es wach, setzt der Suchreflex ein. Das Baby öffnet immer wieder den Mund und steckt seine Zunge heraus. Manchmal nimmt es auch sein Fäustchen in den Mund und saugt daran. Legst du dein Kleines jetzt an, sind beide glücklich: das Baby, weil es trinken darf und Mama, weil das Stillen gut klappt.

Aber auch wenn das Baby Hunger hat, ist es ganz normal, dass die Sauggeschwindigkeit immer langsamer wird. Das liegt daran, dass die Muttermilch beim Stillen ihre Zusammensetzung und damit auch Konsistenz ändert: sie wird fetter und damit dickflüssiger. Deshalb fällt dem Baby auch das Saugen etwas schwerer. Häufig wird die Stillmahlzeit mit einem „3-Gänge-Menü“ verglichen. Zunächst gibt es eine vorwiegend durstlöschende Vorspeise, dann eine nahrhafte Hauptspeise und zum Schluss eine Kombi aus Durstlöscher und Sattmacher.

Der richtige Zeitpunkt für Beikost

Wie lange du grundsätzlich stillen möchtest, das ist natürlich deine Entscheidung. Die WHO empfiehlt, Babys mindestens bis zum sechsten Lebensmonat voll zu stillen und erst dann langsam mit dem Abstillen zu beginnen. Bis dahin versorgt die Muttermilch das Kind sicher mit allen wichtigen Nährstoffen. Doch nach und nach wirst du die Essensbedürfnisse des Babys nicht mehr alleine stillen können. Dein Kind will mehr als „nur“ Milch. Etwa in diesem Alter sind die meisten Babys bereit für die erste Beikost.

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Richtig anlegen in 6 Schritten

So hilfst du deinem Baby, deine Brustwarze richtig zu erfassen

1: Überprüfe deine Anlegeposition

Bevor du beginnst und egal für welche Stillposition du dich entscheidest, achte darauf, dass sich Kopf, Hals und Wirbelsäule deines Babys in einer Linie befinden und nicht verdreht sind. Das Kinn des Babys sollte nach oben zeigen und nicht auf seiner Brust aufliegen. Achte auch darauf, dass du es bequem hast – du kannst Kissen verwenden, um deinen Rücken, deine Arme oder das Baby zu stützen.1

2: Motiviere dein Baby, seinen Mund zu öffnen

Halte dein Baby nah bei dir, so dass seine Nase auf gleicher Höhe wie deine Brustwarze liegt. Berühre mit deiner Brustwarze leicht die Oberlippe deines Babys, damit es seinen Mund weit öffnet. Je weiter offen sein Mund ist, desto leichter kann es deine Brustwarze erfassen.1

3: Bring dein Baby an deine Brust

Sobald dein Baby seinen Mund weit öffnet und seine Zunge über sein unteres Zahnfleisch legt, ziehe es an deine Brust und ziele mit deiner Brustwarze in Richtung seines oberen Gaumens. Das Kinn deines Babys sollte das Erste sein, was deine Brust berührt. Dein Baby sollte einen Großteil deines Brustwarzenhofs in seinen Mund nehmen, wobei seine Unterlippe und der Kiefer eher den Bereich unter dem Brustwarzenhof abdecken.1 Wenn dein Brustwarzenhof nicht ganz in seinem Mund ist, ist das völlig in Ordnung – wir alle haben unterschiedlich große Brustwarzenhöfe und unterschiedlich große Babys! Manchen Müttern hilft es, ihre Brust leicht zu formen, während sie ihr Baby anlegen. Probiere einfach aus, was bei euch gut funktioniert.

4: Halte dein Baby eng an deinem Körper, während es an deiner Brust saugt

Denk daran, dass alle Mütter unterschiedlich geformte Brüste und Brustwarzenpositionen haben, daher hast du vielleicht nicht immer die „perfekte“ Anlegeposition. Halte dein Baby wann immer möglich nah bei dir, so dass sein Kinn deine Brust berührt. Die Nasen neugeborener Babys zeigen nach oben, damit sie einfach atmen können, während sie an der Brust liegen, und die Koordination von Saugen und Atmen leicht lernen können.1,2

5: Schau hin und hör zu

Wenn dein Baby trinkt, wird deine Brustwarze an seinen Gaumen gedrückt und von unten leicht von seiner Zunge umschlossen. Das Saugen sollte sich nicht unangenehm anfühlen – eher wie ein leichtes Ziehen. Beobachte dein Baby – anfangs macht es kurze, schnelle Saugbewegungen, um deinen Milchfluss in Gang zu bringen (Milchspendereflex). Sobald die Milch zu fließen beginnt, saugt es langsamer und tiefer mit einigen Pausen, was darauf hinweist, dass es Milch trinkt – ein gutes Zeichen! Du solltest sehen können, wie sich sein Kiefer bewegt, und vielleicht auch Saug- und Schluckgeräusche hören. Das sind alles gute Anzeichen, aber es ist auch wichtig zu überprüfen, ob dein Baby genügend nasse und volle Windeln produziert und gemäß seiner Wachstumskurve zunimmt.2,3

6: So löst du dein Baby von der Brust

Falls dein Baby nicht genug von deiner Brustwarze erfasst, das Anlegen schmerzhaft ist oder das Baby auf deiner Brustwarze kaut oder mit seiner Zunge über das Ende fährt, zieh es wieder von deiner Brust und versuche es erneut. Führe deinen sauberen Finger leicht in seinen Mundwinkel ein, um falls nötig sein Saugen zu unterbrechen.

Gute Stillpositionen

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Wie kriege ich das mit dem Stillen hin?

Lernen Sie die Tipps und Kniffe!
Stillen, eigentlich eine der natürlichsten Sachen der Welt, erfordert trotzdem Übung. Sie müssen lernen, wie Sie Ihr Baby in einer bequemen Haltung halten und beim Trinken unterstützen können. Das erfordert gute Koordination und viel Geduld. Aber der Aufwand, eine für beide bequeme Position zu finden, lohnt sich, denn Sie werden mehrere Stunden am Tag in dieser Haltung verbringen.
Hier sind einige erprobte und bewährte Stillpositionen, die Sie ausprobieren können, und ein Tipp, wie Sie möglichst sanft stillen.

Wiegehaltung (Stillen im Sitzen)

In dieser klassischen Position halten Sie den Kopf Ihres Babys in Ihrer Armbeuge. Setzen Sie sich auf einen Stuhl mit Armlehnen oder ein Bett mit vielen Kissen – wichtig ist, dass Sie die Unterarme abstützen können. Das funktioniert auch mit einem Stillkissen. Legen Sie Ihre Füße auf einen Stuhl, den Couchtisch oder eine andere Erhöhung.
Vermeiden Sie es, sich nach vorne zum Baby zu lehnen – das kann zu Rückenschmerzen führen. Halten Sie Ihr Kind auf dem Schoß (oder auf einem Kissen auf Ihrem Schoß).
Das Baby liegt auf der Seite – Gesicht, Bauch und Knie zeigen zu Ihnen. Die Hüfte des Kindes ist auf einer Höhe mit Ihrem Magen, sein Mund erreicht Ihre Brustwarze.
Legen Sie den unteren Arm des Babys unter Ihren eigenen. Wenn Ihr Säugling an der rechten Brust trinkt, dann legen Sie ihn in die Beuge Ihres rechten Arms. Strecken Sie den Unterarm aus und stützen Sie mit der Hand den Nacken, Rücken und Po.
Halten Sie die Knie des Babys sanft gegen Ihren Körper gedrückt, entweder gegen oder kurz unterhalb der linken Brust. Der Säugling sollte waagerecht liegen oder in einem ganz leicht schrägen Winkel.
Experimentieren Sie in dieser Position ein wenig, indem Sie den Kopf des Babys in Richtung Ihrer Hand schieben. Oft sind es die kleinen Korrekturen, die den größten Erfolg bringen.
Geeignet für: Die Wiegehaltung klappt meist gut bei Babys, die zum errechneten Termin natürlich entbunden wurden. Einige Mütter sagen, diese Position erschwere es, den Mund des Neugeborenen zur Brustwarze zu führen – vielleicht möchten Sie diese Position deshalb erst dann probieren, wenn Ihr Kind schon eine kräftigere Nacken- und Rückenmuskulatur hat (etwa ab einem Monat). Bei Frauen, die einen Kaiserschnitt hatten, kann diese Position zu sehr auf den Unterleib drücken.

Kreuzgriff

Auch bekannt als der Kreuz-Wiegegriff. In dieser Position stützen Sie den Kopf Ihres Babys nicht mit der Armbeuge. Stattdessen vertauschen Ihre Arme die Rollen. Wenn Sie mit der rechten Brust stillen, dann halten Sie Ihr Baby mit der linken Hand und dem linken Arm.
Drehen Sie Ihr Baby so, dass Gesicht, Brust und Bauch in Ihre Richtung zeigen. Greifen Sie mit Daumen und Fingern um seinen Hinterkopf unterhalb der Augen, und führen Sie Babys Mund zu Ihrer Brustwarze.
Geeignet für: Diese Position hilft kleinen Babys und Säuglingen, die Schwierigkeiten beim Anlegen haben.

Rückengriff (oder Footballhaltung)

Wie der Name „Footballhaltung“ vermuten lässt, wird das Kind in dieser Position wie ein Football oder eine Handtasche unter den Arm „geklemmt“ (auf derselben Seite, auf der Sie stillen wollen).
Als Erstes bringen Sie Ihr Baby unter Ihrem Arm in die richtige Ausgangslage: Es sollte Sie anschauen. Seine Nase ist auf der Höhe Ihrer Brustwarze, während seine Füße in Richtung Ihres Rückens zeigen.
Legen Sie Ihren Arm auf ein Kissen in Ihrem Schoß oder direkt neben sich ab und unterstützen Sie Babys Schultern, Nacken und Kopf mit Ihrer Hand. Benutzen Sie den C-Griff (siehe unten), um Ihrem Säugling den Weg zur Brust zu zeigen, das Kinn zuerst.
Seien Sie vorsichtig, drücken Sie das Kind nicht so kraftvoll gegen Ihre Brust, dass es sich sträubt und seinen Kopf gegen Ihre Hand stemmt. Mit Ihrem Unterarm können Sie Babys oberen Rücken unterstützen.
Geeignet für: Sie können diese Position ausprobieren, wenn Sie einen Kaiserschnitt hatten. (Vermeiden Sie aber, dass das Baby auf Ihrem Bauch liegt.) Wenn Ihr Baby sehr klein ist oder sich schlecht anlegen lässt, dann können Sie in dieser Haltung seinen Kopf besser zur Brustwarze führen. Die Position ist auch geeignet für Frauen mit großem Busen, flachen Brustwarzen und für Mütter von Zwillingen.

Seitenlage (im Liegen)

Um auf der Seite im Bett liegend zu stillen, bitten Sie Ihren Partner um Hilfe, er soll Ihnen als Stütze ein paar Kissen in den Rücken legen. Sie können auch ein Kissen zwischen Kopf und Schulter und eines zwischen Ihre angewinkelten Knie legen.
Das Gesicht das Babys zeigt zu Ihnen. Ziehen Sie es dicht zu sich heran und halten Sie seinen Kopf mit Ihrem unten liegenden Arm. Oder unterstützen Sie das Köpfchen mit dem oben liegenden Arm und legen Sie Ihren unteren Arm unter Ihren eigenen Kopf, damit er nicht stört.
Wenn Ihr Baby höher oder dichter an der Brust liegen soll, dann legen Sie ihm eine kleine, gefaltete Decke unter den Kopf. Das Kind sollte sich nicht nach Ihrer Brust strecken müssen und Sie sollten sich nicht nach vorne lehnen müssen.
Geeignet für: Vermutlich werden Sie im Liegen stillen wollen, wenn Sie sich von einem Kaiserschnitt oder einer schweren Geburt erholen wollen. Auch das nächtliche Stillen im Bett kann so angenehmer werden.
Fotos von: Jeb Wallace-Brodeur

Tipps für jede Stillposition

Stützen Sie Ihren Körper ab.
Wählen Sie einen bequemen Stuhl mit Armlehnen, und benutzen Sie viele Kissen, um Ihren Rücken und Ihre Arme zu stützen (die meisten Sofas bieten nicht genug Halt). Legen Sie auch ein paar Polster unter Ihre Füße. Dadurch verhindern Sie, dass Sie sich nach vorne zum Baby lehnen.
Mit einer Fußbank, einem Couchtisch oder einem Buchstapel geht’s auch. Ebenso verhindert ein Kissen oder die Stillschlange auf dem Schoß, dass Sie den Rücken nach vorn beugen.
Egal, in welcher Position Sie stillen: Immer sollte das Baby zu Ihren Brustwarzen gebracht werden, nicht umgekehrt.
Unterstützen Sie Ihren Busen mit dem C-Griff.
Ihr Busen ist größer und schwerer, so lange er Milch produziert. Während des Stillens sollten Sie mit der freien Hand Ihre Brust durch den C-Griff unterstützen. Dabei liegt der Daumen angewinkelt oben auf der Brust, die restlichen vier Finger leicht gekrümmt unten drunter.
Es ist wichtig, dass Ihre Finger mindestens fünf Zentimeter von der Brustwarze und dem Vorhof entfernt sind, damit das Kind nicht stattdessen daran saugt.
Stützen Sie Ihr Baby.
Wenn es sich wohlig und sicher fühlt, dann wird Ihr Baby zufrieden und tüchtig trinken. Mit Ihren Armen, zusätzlichen Kissen, Decken und/oder einem Stillkissen können Sie Babys Kopf, Nacken, Rücken und Hüfte stützen und sie auf eine gerade Linie bringen. Sie können es sanft wiegen oder seinen Arm sanft an der Seite festhalten – das macht das Stillen für Sie beide einfacher.
Ändern Sie Ihre Still-Gewohnheiten.
Wagen Sie Experimente, um eine Stillposition zu finden, die Ihnen möglichst angenehm ist. Die meisten Frauen stellen fest, dass sich ein Milchstau am besten verhindern lässt, wenn man gelegentlich die Stillposition verändert.
Weil jede Position Druck auf einen bestimmten Teil der Brustwarze ausübt, vermeiden Sie dadurch auch wunde Brustwarzen. Und noch ein Tipp: Wenn Sie auch die Seite, auf der Sie mit dem Stillen beginnen, abwechseln, dann erhöhen Sie Ihre Milchproduktion.
Erst entspannen, dann stillen.
Atmen Sie ein paar Mal tief durch, schließen Sie die Augen, denken Sie an etwas Schönes und beruhigen Sie Ihre Gedanken. Stellen Sie ein großes Glas kalte Milch, Saft oder Wasser neben sich, während Sie stillen – wenn Sie selbst genug Flüssigkeit zu sich nehmen, produzieren Sie auch viel Milch.
Wie löse ich mein Baby von der Brust?
Im Idealfall lässt Ihr Baby von selbst los, wenn es beide Brüste leer getrunken hat. Wenn Sie aber vorher die Position Ihres Säuglings verändern möchten, es beispielsweise zur anderen Brust drehen oder das Füttern aus irgendeinem Grund beenden möchten, dann müssen Sie es sanft zum Loslassen überreden.
Schieben Sie dafür vorsichtig Ihren kleinen Finger in seinen Mundwinkel. Ein leises „Plopp“ zeigt Ihnen an, dass Sie den Sog (der sehr stark sein kann) gelöst haben und Sie das Kind von der Brust nehmen können.

Welches Bild kommt Dir beim Thema Stillen in den Sinn? Eine sitzende Mutter, die ihr Baby in den Armen hält, während es aus der Brust trinkt? Diese Wiegehaltung ist sicherlich die bekannsteste Stillposition. Aber es gibt noch einige andere Stillpositionen — und vielleicht merkst Du ja, dass eine andere Stillhaltung deutlich angenehmer für Dich und Dein Baby ist.

Hier erklärt Dir unsere Autorin und Mama-Bloggerin Sandra die 4 wichtigsten Stillpostitionen:

Inhalt

1. Klassisch: Die Wiegehaltung

In der Wiegehaltung legst Du Dein Baby auf Deinen Unterarm und stützt seinen Rücken mit Deiner Hand. Der Bauch des Babys in dieser Stillposition liegt nah an Deinem Oberkörper, der Kopf liegt in Deiner Armbeuge oder auf Deinem Unterarm. Diese Stillposition ist wohl die Bekannteste, weil sie relativ einfach ist. So fällt es im Restaurant bei geübten Müttern kaum auf, ob das Baby einfach so im Arm liegt oder gestillt wird. Wenn Dein Arm entspannt ist, fließt die Milch übrigens besser.

Achte darauf, dass der untere Arm Deines Babys frei zu Deinem Körper zeigen kann, so, als ob es Dich umarmen möchte. Ich habe anfangs den Fehler gemacht, dass ich den Arm meines Sohnes unter seinen Körper gelegt habe, weil ich es nicht besser wusste. Als sein Ärmchen dann frei lag, klappte das Stillen deutlich besser! Wichtig ist außerdem, dass Hüfte und Kopf des Kleinen eine waagerechte Linie bilden, damit es den Kopf beim Trinken nicht verdrehen muss.

Benutze wenn möglich ein Stillkissen oder mehrere Kissen, auf denen Du Deine Unterarme abstützen kannst. So lastet weniger Gewicht auf Deinen Armen — Dein Rücken und Nacken werden es Dir danken. Ich stille am liebsten in der Wiegehaltung im Bett oder auf unserem XL-Sofa, da ich so auch meine Füße hochlegen kann, was für mich deutlich angenehmer ist, als auf einem Stuhl zu stillen.

2. Für Neugeborene: Der Kreuzgriff

Diese Stillposition, auch Kreuz-Wiegehaltung genannt, ähnelt der Wiegehaltung. Der Unterschied zum klassischen Wiegegriff ist allerdings, dass Du den anderen Arm benutzt. In der klassischen Wiegehaltung benutzt Du ja beim Stillen an der rechten Brust den rechten Arm zum Stützen. In dieser Haltung benutzt Du dagegen den linken Arm. Der Kopf Deines Babys liegt also in Deiner Hand und statt in der Armbeuge. Der Vorteil ist, dass Du die Bewegung des Kopfes so besser kontrollieren kannst. Das kann gerade bei Neugeborenen praktisch sein. Auch kannst Du Deinem Baby die Brustwarze besser in den Mund stecken, wenn es das an den ersten Tagen noch nicht allein schafft. Einige Babys mögen es außerdem nicht, wenn ihr Kopf zu sehr eingeengt ist. Auch dann ist diese Stillhaltung eine gute Variante.

Stillen im Kreuzgriff

3. Bequem für Mama: Die Seitenlage

Das Stillen in Seitenlage hast Du vielleicht schon einmal bei einer Freundin gesehen. Besonders in der Nacht ist diese Stillposition bequem, weil Du im Bett liegen bleiben kannst und Dich nicht aufsetzen musst. Dazu legst Du Dein Baby Dir gegenüber auf die Seite und eng an Deine untere Brust. Dabei stützt Du seinen Kopf mit Deinem oberen Arm. Entweder legst Du Deinen Kopf ab oder stützt ihn mit der freien Hand. Die Seitenlage hat den Vorteil, dass nach der Geburt eine Damm- oder Kaiserschnittnaht nicht so stark belastet wird. Und nicht nur Dein Baby, auch Du kommst beim Stillen in Seitenlage zur Ruhe — egal, wie schwer Dein Kind ist und wie lange es zum Trinken braucht.

Stillen in Seitenlage

Meine Hebamme hat mir den Tipp gegeben, ein gerolltes Handtuch hinter meinen Sohn zu legen, da ich ihn so weniger stützen muss und mich mehr auf das Stillen konzentrieren kann. Meine Freundinnen sind in dieser Position regelmäßig zusammen mit ihrem Baby eingeschlafen. Ziemlich praktisch, oder?

4. Nach einem Kaiserschnitt: Der Rückengriff

Stillen in der Footballhaltung

Diese Position wird auch Footballhaltung genannt — weil Du Dein Baby quasi wie einen Football unter Deinen Arm klemmst. Der Kopf zeigt dabei nach vorne zu Deiner Brust, die Füße zu Deinem Rücken. Am besten legst Du Dein Baby auf ein Stillkissen, dann ist es einfacher. Wenn Dein Baby auf Deiner rechten Seite liegt, stillst Du dann auch mit der rechten Brust. Mit Deiner rechten Hand kannst Du den Kopf Deines Kleinen noch ein wenig stützen.

Wenn Du ein Kaiserschnitt gehabt hast, ist diese Stillhaltung besonders schonend, da das Kleine so nicht auf Deinem Bauch liegen muss. Ebenfalls praktisch ist die Footballhaltung, wenn Du Zwillinge geboren hast: Der Rückengriff erlaubt es Dir, beide Kinder gleichzeitig zu stillen. Viele Mütter stillen ihr Kind außerdem im Rückengriff, wenn sie einen Milchstau unterhalb der Brustwarze haben. So massiert das Kinn des Babys beim Trinken die verhärtete Stelle.

Welche Stillposition ist die beste für Dich?

Letztendlich weißt Du vor der Geburt nie, welche Stillpositionen Dir und Deinem Baby am besten gefallen werden. Ich habe zum Beispiel alle ausprobiert, stille meinen Sohn aber komplett nur in der Wiegehaltung. Irgendwie finde ich die anderen Positionen unbequem und mein Sohn konnte in der Seitenlage und Co. auch schlechter trinken. Es ist allerdings in gerade in der Anfangszeit empfehlenswert, immer mal wieder zwischen den Stillpositionen zu variieren, weil Deine Brust besonders gut entleert wird. So beugst Du einem Milchstau vor und Deine Milchproduktion reguliert sich auch besser.

Es ist auch gut möglich, dass Du Deine gewohnten Stillpositionen noch einmal änderst, wenn Dein Kind schon ein paar Monate alt ist. Die Seitenlage ist beispielsweise deutlich bequemer für Dich, wenn Dein Kind schon selbstständig auf der Seite liegen kann und es Deine Brustwarze schon ganz allein im Dunkeln findet. Umgekehrt wird Dir der Kopf Deines Babys nach einiger Zeit mit Sicherheit zu schwer werden, um ihn im Kreuzgriff mit der Hand zu stützen.

Teste auf jeden Fall alle verschiedenen Stillhaltungen aus — und das auch mehr als einmal. Wenn Du unsicher bist, frag einfach Deine Hebamme, ob Ihr in ihrem Beisein “Trockenübungen” machen könnt. Schließlich musst Du Dich und auch Dein Baby sich erst einmal an die neue Position gewöhnen. Und vielleicht merkst Du Dann ja, dass Euch die Footballhaltung oder die Seitenlage besonders gut gefällt. Das wichtigste ist, dass Du und Dein Baby sich beim Stillen wohl fühlen — ganz egal, wie die Stillposition dann auch immer aussehen mag!

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