Stillen brust wechseln

Eine oder beide Brüste geben?

In den ersten Tagen und Wochen sollten Sie Ihrem Baby immer beide Brüste nacheinander anbieten. So wird einerseits die Milchbildung angeregt und andererseits die Brustwarzen geschont. Lassen Sie aber erst eine Brust leer trinken – mindestens zehn Minuten lang. Dann bekommt Ihr Baby erst die dünne, durstlöschende und anschliessend die dickere, sättigende Milch. Ausserdem enthält die erste Portion Milch mehr Milchzucker, der durch Darmbakterien in Gase umgewandelt wird, sodass Ihr Baby leichter Blähungen bekommt. 90% der Milchmenge einer Brust wird in den ersten zehn Minuten getrunken. Nur wenn die Brust ganz leer getrunken wird, wird die optimale Milchmenge nachproduziert. Ausserdem könnte sonst durch einen Milchstau eine Brustentzündung ausgelöst werden.

Lösen Sie Ihr Baby von der Brust, indem Sie Ihren Zeigefinger zwischen Mundwinkel und Brustwarze schieben. Lassen Sie Ihr Kind anschliessend aufstossen. Danach geben Sie ihm die zweite Brust so lange, bis es vollständig satt ist. Bei der nächsten Mahlzeit sollten Sie mit der Brust beginnen, mit der Sie beim letzten Mal aufgehört haben. Damit Sie es sich besser merken können: Binden Sie auf dieser Seite ein buntes Bändchen oder stecken Sie eine Sicherheitsnadel an den Träger Ihres BH.

Hat sich der Milchfluss und der Stillrhythmus irgendwann eingependelt, reicht es meist, eine Brust pro Mahlzeit und dann etwas länger zu geben, bei der nächsten dann die andere Brust.

Häufige Fragen zum Thema

Wie lange geht es nach dem Stillen, bis sich wieder genügend Muttermilch in der Brust bildet?

Soll ich mein Baby immer nur an einer oder an beiden Seiten anlegen?

Letzte Aktualisierung : 26-11-19, MR / BH

Berufsverband Deutscher Laktationsberaterinnen IBCLC e.V.

Mythen zum Stillen/ Ammenmärchen

Stillen und Kindererziehung sind sehr emotionale Themen. Über die Jahrhunderte hat sich der Umgang mit Babys verändert, viele Mythen sind entstanden. Da diese heutige Mütter verunsichern, ist es Zeit, mit Mythen und Märchen aufzuräumen:

Stillen ist Instinkt. Wenn eine Mutter stillen möchte, dann klappt das auch.
Falsch! Stillen ist kein Instinkt sondern eine sozial erlernte Fähigkeit. In unserer Gesellschaft fehlen Vorbilder .Stillen ist wie Tanzen: es gibt Naturtalente, die finden sich und tanzen einfach los. Die Meisten benötigen jedoch eine Anleitung.

Die Brust ist zu klein oder zu groß zum Stillen. In unserer Familie hat niemand gestillt, das ist genetisch bedingt,
Falsch! Entscheidend für die Stillfähigkeit ist das Brustdrüsengewebe. Die Größe der Brust ist von der Menge des Fettgewebes abhängig. So kann eine kleine Brust genauso viel Drüsengewebe enthalten wie eine große Brust. Dass früher weniger gestillt wurde, liegt an den damaligen ungünstigen Rahmenbedingungen. Die Frauen haben oft wenig Unterstützung erhalten und konnten deshalb nicht erfolgreich stillen.

Die Trinkmenge der Mutter beeinflusst die Milchmenge.
Falsch! Weder macht viel Trinken viel Milch, noch kann wenig Trinken die Milchmenge mindern. Viel zu Trinken führt zu häufigem Wasserlassen, wenig Trinken beeinträchtigt den Kreislauf. Stillende Frauen sollten sich nach ihrem Durstgefühl richten. Die Milchmenge wird hauptsächlich durch häufiges und langes Stillen beeinflusst.

Wenn die Mutter etwas Falsches gegessen hat, bekommt ihr Baby Bauchschmerzen und Blähungen.
Falsch! Es gibt keine Still-Diäten. Noch nie haben wir die Möglichkeit gehabt, unser Essen so auszuwählen, wie in den letzten 50 Jahren. Das Baby kennt das, was die Mutter isst, bereits aus der Zeit der Schwangerschaft über das Fruchtwasser. Die Mutter kann alles essen, was ihr schmeckt und bekommt.

Abends reicht meist die Milch nicht aus.
Falsch! Weltweit sind die Säuglinge abends unruhiger – unabhängig davon, ob sie gestillt werden oder nicht. Stellen Sie sich vor, Sie sind zum 8-Gänge-Menü eingeladen. So möchten es unsere Babys in den ersten Wochen haben. Nach dem langen abendlichen Menü schlafen sie oft einen längeren Zeitraum In der Fachsprache heißt das viele Stillen „Clusterfeeding“. Die Babys bekommen so abendlich genug Kalorien und reservieren sich mit dem häufigen Trinken gleichzeitig die Milchmenge für den nächsten Tag.

Es ist normal, dass Stillkinder entweder täglich mehrmals oder auch mal 10-14 Tage keinen Stuhlgang haben.
Falsch! In den ersten vier bis sechs Wochen sollten Stillkinder dreimal und mehr Stuhlgang pro Tag haben. Das zeigt, dass sie genug Muttermilch bekommen. Danach kann sich der Stuhlgang umstellen, manche haben weiterhin öfter Stuhlgang, andere nur alle paar Tage, auch 10-14 Tage Abstand können dann normal sein.

Bei jeder Stillmahlzeit müssen beide Brüste leer getrunken werden, sonst gibt es einen Milchstau.
Falsch! Eine Brust kann nie leer getrunken werden, sie funktioniert nicht wie eine Flasche. Es wird ständig Milch nachgebildet. Die Brüste sollten nach der Stillmahlzeit weicher sein. Ein ausreichend langes Stillen an der einen Seite und bei Bedarf an der anderen Seite, sowie ein Wechsel zwischen den Seiten sind ausreichend. Ein Milchstau wird oft durch Stress verursacht, weil dann etwas mehr Milch gebildet wird, diese aber nicht fließen kann.

Es müssen Abstände zwischen dem Stillen von zwei Stunden eingehalten werden.
Falsch! Das ist eine willkürliche Festlegung. Häufiges Stillen macht keine Bauchschmerzen, auch dann nicht, wenn der Magen vor der nächsten Stillmahlzeit nicht ganz entleert war. Wichtig ist, dass die Babys durch ausreichend langes Stillen an einer Brust an die energiereiche Hintermilch kommen. Mal ehrlich – bekommen Sie Bauchschmerzen, wenn Sie kurz nach dem Essen wieder Appetit haben und evtl. etwas Süßes hinterher essen?

Meine Milch ist zu dünn, deshalb wird mein Baby nicht satt.
Falsch! Die Muttermilch aller Frauen entspricht den Bedürfnissen ihrer Babys. Sie enthält zu 88 % Wasser, um den Flüssigkeitsbedarf zu decken. Die weiteren Bestandteile setzen sich größtenteils aus Fett, Milchzucker und Eiweiß zusammen, genau in der für Menschenbabys notwendigen Menge.

Weiße Lebensmittel machen mehr Milch, z.B. Sahne, Milch, Joghurt, Quark.
Falsch! Die Milchmenge lässt sich am meisten durch die Stillfrequenz beeinflussen. Häufiges Stillen, ausreichend lange Stillmahlzeiten sowie ggf. Wechselstillen (re, li, re, li) erhöhen die Milchmenge. Lebensmittel und Getränke, wie Malzbier, können dies kaum beeinflussen. Ein geringer Einfluss wird hochdosiertem Bockshornkleesamen (Kapseln) oder Vitamin B nachgesagt. Jede Kultur kennt solche Galaktagogen.

Wenn eine Mutter stillt, darf sie keinen Sport treiben, denn dann wird die Milch sauer und das Baby mag die verdorbene Milch nicht trinken.
Falsch! Jede stillende Mutter darf Sport treiben. Aber auch während der Stillzeit gilt: Langsames Beginnen, damit sich der Körper anpassen kann. Muskelkater ist ein Zeichen von Überanstrengung der Muskulatur. Nach exzessiven sportlichen Tätigkeiten kann sich die Milch gering geschmacklich verändern. Das ist jedoch nicht gesundheitlich beeinträchtigend für das Baby. Die Milch ist weder schlecht, noch sauer.

Wenn Babys abends richtig satt und vollgefüllt sind, schlafen sie besser.
Das ist ein Argument, das die Industrie gern ausnutzt, damit ein „Gute-Nacht-Brei“ gefüttert wird. Doch leider funktioniert es weder bei uns Erwachsenen, noch bei den Babys. Wir Erwachsene sollen abends leichte Kost zu uns nehmen, um besser schlafen zu können. Babys haben ein anderes Schlafverhalten als Erwachsene, doch auch sie werden nachts meist nicht deshalb wach, weil sie Hunger haben, sondern aus anderen Gründen. Sie schlafen gern beim Stillen wieder ein, Stillen macht sowohl das Baby als auch die Mutter müde. Wenn es Mutter und Kind damit gut geht, muss nichts geändert werden. Die Schlafreife eines Kindes kann nicht durch die Ernährung beeinflusst werden.

Nach dem 6. Lebensmonat dürfen Babys nachts nicht mehr gestillt werden
Falsch! Es gibt dazu keine wissenschaftlichen Studien. Weder gewöhnen sich Babys an nächtliches Essen lebenslang, noch werden sie zu dick. Babys werden durch das Stillen nicht überfüttert, sie regulieren die Nahrungsaufnahme selbst. Stillen ist mehr als nur Ernährung, es stillt alle Bedürfnisse, auch die nach Nähe und Geborgenheit. Mit vier Monaten müssen Baby Beikost erhalten, weil die Inhaltsstoffe der Muttermilch weniger werden. Falsch! Muttermilch enthält immer die richtige Zusammensetzung für das Baby. Mit sechs Monaten sind wieder vermehrt unspezifische Antikörper in der Muttermilch, weil das Baby nun aktiver wird und sich selbst Vieles in den Mund steckt. Rund um den sechsten Lebensmonat sind die Babys soweit, auch anderes bekommen zu können als Muttermilch. Bis zum Beginn des fünften Lebensmonats sollten Babys nur Muttermilch oder Pre-Nahrung bekommen, wenn nicht oder nur teilweise gestillt wird.

Nach 6, 7, 10,… Monaten gehört die Brust wieder dem Mann, die Mutter sollte nun langsam abstillen.
Falsch! Wie ein Paar mit Sex nach der Schwangerschaft umgeht, ist individuell und von der Stillzeit unabhängig. Generell gehört der Busen der Frau und weder dem Kind noch dem Mann.

Babys werden verwöhnt, wenn sie zu häufig gestillt oder getragen werden oder sogar im Zimmer der Eltern schlafen.
Falsch! Ein Menschenbaby braucht häufig Nahrung, da es schnell wachsen muss. Die Muttermilch ist optimal angepasst und der kleine Magen braucht viele kleine Mahlzeiten tagsüber und nachts. Babys erwarten, getragen zu werden und, Körperkontakt zu haben. Sie schlafen natürlicher, wenn sie im Zimmer der Eltern schlafen. Verwöhnen ist, Jemandem etwas abzunehmen, das er alleine kann. Babys können nicht selbst zur Mutter kommen, sich Nahrung holen oder Körperkontakt suchen. Großeltern und Urgroßeltern haben oft eine andere Meinung.

Stillen führt zu Haarausfall.
Falsch! Während der Schwangerschaft ist alles auf Erhalt angelegt. Der normale Haarausfall geht dadurch zurück. Ca. drei Monate nach der Geburt ändert sich dies wieder, aufgrund der Beendigung der Schwangerschaft , unabhängig vom Stillen.

Stillen zehrt, die Mutter verliert immer mehr an Gewicht, das Kind saugt die Mutter aus.
Falsch! Normalerweise hat der Körper während der Schwangerschaft ein Polster angelegt. Stillen erleichtert die erwünschte Gewichtsabnahme der Mutter., idealerweise ca. 500 g pro Woche . Ein Kind zu haben ist anstrengend. Die Frauen sollten darauf achten, dass sie nicht zu kurz kommen. Meist denken sie an sich selbst zuletzt, Baby, Kinder, Ehemann und Haushalt haben Vorrang. Da hilft es den Frauen, sich selbst auch etwas Gutes tun zu können. Ein Mittagsschlaf z.B. ist kein Luxus, sondern eine Pflichtübung einer jungen Mutter. Unabhängig davon, ob sie stillt oder nicht. Muttersein bedeutet Präsenz 24 Std. am Tag, 7 Tage die Woche, 52 Wochen im Jahr – ohne gesetzlich geregelte Ruhephasen. Das wird keinem Arbeitnehmer zugemutet und hier benötigen die Frauen Unterstützung!

Bei vielen Krankheiten oder Medikamenteneinnahmen muss eine Stillpause eingelegt werden.
Falsch! Es gibt nur wenige Erkrankungen der Mutter, bei denen nicht gestillt werden darf, z. B. bei einer HIV-Infektion der Mutter. Auch bei Medikamenteneinnahmen kann meist ein stillverträgliches Medikament gewählt werden. Eine individuelle Beratung von kompetentem Fachpersonal ist jedoch erforderlich, Medikamenteneinnahme ohne Rücksprache sollte vermieden werden.

Wenn eine Frau wieder schwanger ist, darf sie nicht weiterstillen.
Falsch! Es gibt keine Untersuchungen, die bestätigen, dass das Stillen eine erneute Schwangerschaft beeinträchtigt. Es kann für die Mutter aber anstrengend sein. Die Brustwarzen (Mamillen) werden am Anfang der erneuten Schwangerschaft wieder sensibler, das Stillen kann unangenehm sein. Dann kann die Mutter die Stillfrequenzen und auch die jeweilige Stilldauer begrenzen . Die Milchzusammensetzung wird wieder dem Kolostrum (Vormilch) angepasst, der Geschmack kann sich dadurch leicht ändern. Stillen während einer erneuten Schwangerschaft ist eine individuelle Entscheidung, die jede Familie selbst treffen sollte. Trotzdem wird empfohlen, bei Neigungen zu Früh- und Fehlgeburten sicherheitshalber abzustillen.

Langes Stillen – über ein Jahr hinaus – verzieht die Kinder. Falsch!
Die Globale Strategie der Säuglingsernährung empfiehlt weltweit ein aus-schließliches Stillen in den ersten sechs Monaten sowie ab dem sechsten Lebensmonat Zufüttern von geeigneten Nahrungsmitteln mit weiterem Stillen bis zu zwei Jahren und länger. Wie lange ein Kind gestillt wird, sollte jede Familie für sich entscheiden.

Durch Stillen bekommt man Hängebrüste.
Falsch! Die Form der Brust ist genetisch festgelegt. Die Brust wird in der Schwangerschaft auf das Stillen vorbereitet, diese Veränderung passiert unabhängig vom Stillwunsch der zukünftigen Mutter. Nach dem Abstillen – egal, ob sofort nach der Entbindung oder Monate danach – dauert es einige Zeit, bis das Drüsengewebe sich zurückgebildet hat und wieder mehr Fett eingebaut wird. Dann hat die Brust wieder ihre Form. Ganz gering kann sich die Größe der Brust ggf. durch Gewichtszu- oder abnahme verändern. Die größten Veränderungen passieren somit nach der Pubertät, durch die Schwangerschaft und durch das Älterwerden. Wer keine Veränderung an der Brust möchte, müsste diese natürlichen Vorgänge verhindern.

Hellhäutige und Rothaarige bekommen leichter wunde Brustwarzen (Mamillen).
Falsch! Die Pigmentierung des Brustwarzenvorhofes (Areola) macht eine Brustwarze nicht widerstandsfähiger. In den ersten Tagen, bis die Milch reichlich fließt, hilft eine sanfte Massage, bevor das Kind angelegt wird. Das schont die durch Schwangerschaftshormone noch sehr sensiblen Brustwarzen. Wunden entstehen durch falsches Anlegen und falsches Saugen des Kindes. Wenn dies passiert, sollte sofort professionelle Hilfe geholt werden. Wunde Brustwarzen kommen weltweit vor, unabhängig von der Haarfarbe, Hauttyp, Hautfarbe oder Kultur.

Wenn eine Mutter hohes Fieber hat, sollte sie eine Stillpause einlegen.
Falsch! Wenn eine Mutter krank ist, braucht sie Unterstützung und Behandlung. Das Baby bekommt kein Fieber über Inhaltsstoffe in der Muttermilch. Die Milch ist auch nicht zu heiß für das Kind.

Nach einer Narkose oder nach einer Zahnbehandlung mit örtlicher Betäubung muss eine Stillpause eingelegt bzw. einmalig abgepumpt und die abgepumpte Milch verworfen werden.
Falsch! Wenn die Mutter nach einer Narkose wieder wach ist und ihr Kind selbst zu sich nehmen kann, kann sie stillen, weil dann in ihrem Körper – und somit auch in ihrer Brust – keinen nennenswerten Mengen an Narkotika enthalten sind, sonst wäre sie ja nicht wach. Nach einer örtlichen Betäubung muss keine Pause eingelegt werden.

Nächtliches Stillen macht Karies beim Kind.
Falsch! Im Gegensatz zum Flaschennuckeln führt nächtliches Stillen nicht zu Karies. Auch der Lactosegehalt der Muttermilch ist kein Risikofaktor dafür. In den sogenannten zivilisierten Völkern kann es durch sehr frühzeitige, den Eltern oft unbewusste Zuckerbelastung des Kindermundes und durch unzureichende Zahnpflege zu Karies der Milchzähne kommen.

Eine Mutter, die raucht, darf nicht stillen!
Falsch! Das Baby wird vor allem durch Passivrauchen über die Luft beeinträchtigt. Die Familie sollte gut beraten werden, am besten schon in der Schwangerschaft. Vor allem ist es wichtig, nicht in der Wohnung und nicht vor dem Stillen zu rauchen. Wenn eine Mutter sehr viel raucht, wird sie weniger Milch haben. Besser ist: weniger zu rauchen und zu stillen, als nicht zu stillen.

Frauen sind schlechte Mütter, wenn sie nicht stillen.
Falsch! Keine Frau ist verpflichtet zu stillen, wenn sie sich nach guter Information anders entschieden hat. Jede Mutter braucht eine individuelle Anleitung nach der Geburt eines Babys. Stillen erleichtert die Mutter-Kind-Bindung, ist aber keine Garantie. Bindungsförderndes Flaschengeben kann für Familien eine Alternative sein.

Stillen ist an allem Schuld.
Die Familienmitglieder, Nachbarn und Freunde, oft sogar das Gesundheitspersonal, werden dem Stillen die Schuld geben, wenn Mutter oder das Kind müde, nervös, weinerlich oder krank sind. Wann immer etwas eintrifft, das nicht in das Bilderbuchleben hineinpasst, wird der Mutter von jedermann geraten, mit dem Stillen aufzuhören. – Leider!

Zusammengetragen 2014 durch Gudrun von der Ohe, Ärztin sowie Still- und Laktationsberaterin IBCLC, www.stillberatung.info

Eigentlich ist das Stillen ja das Normalste von der Welt und das Saugen ein angeborener Reflex. Aber trotzdem gibt es immer wieder Anfangsprobleme, die oft vermeidbar sind. Damit das gelingt und die Stillzeit eine schöne wird, hier meine Tips für einen guten Start:

Vorbereitende Maßnahmen

In der ersten Zeit ist es günstig, wenn beim Stillen die selben Bedingungen vorherrschen wie bei einem schicken Essen: Eine ruhige Atmosphäre, Entspanntheit, eine angenehme Raumtemperatur, genügend Zeit, Intimität und bequemes Sitzen oder Liegen.
Um unnötigen Stress zu vermeiden, ist es gut wenn du schon auf frühe Hungerzeichen deines Kindes reagierst. Wenn es anfängt zu schmatzen, mit der Zunge zu spielen und etwas quengelt, solltest du dich schon bereitmachen. Ansonsten schreit dein Kind irgendwann richtig und dann ist die entspannte Atmosphäre dahin.
Am besten stellst du dir etwas zum Trinken hin, da dich das Stillen durstig macht. Leg dir Hilfsmittel wie ein (Still-)Kissen, oder einen Hocker für die Füße bereit. Und dann finde eine Position, die du auch noch die nächsten zwanzig Minuten angenehm findest.
Dein Kind sollte dir mit dem ganzen Körper zugewandt liegen. Ziehe dein Kind zur Brust. Das ist viel komfortabler als umgekehrt.
Um einem Wundwerden der Brustwarze vorzubeugen, ist es günstig von Anfang an aus wechselnden Positionen heraus zu stillen. Dadurch verteilt sich die Belastung auf unterschiedliche Bereiche der Brust.

Korrekt trinken

So kannst du überprüfen, ob dein Kind korrekt trinkt:

  • Sind die Lippen nach außen gestülpt?
  • Befindet sich die Zunge über der unteren Zahnleiste?
  • Wird genügend Brustgewebe erfasst?
    Es sollte nicht nur die Brustwarze selbst, sondern auch ein Teil des Warzenhofs im Mund verschwinden.

Seitenwechsel

In der Regel lassen satte Kinder die Brust von selbst los. Wenn Du aber beispielsweise während der Stillmahlzeit die Seite wechseln möchtest, löse erst das Vakuum, bevor du dein Kind von der Brust „abdockst“. Dazu schiebst du einfach vorsichtig deinen kleinen Finger in den Mundwinkel.

Pflege

Ist die Mahlzeit beendet, gönne der Brustwarze noch etwas Freiluft. Zusätzlich kann noch ein Tropfen Muttermilch auf der Brustwarze verteilt werden und dort trocknen. Das pflegt die Brust. Wenn das nicht reichen sollte und die zarte Haut trocken wirkt, kann man zusätzlich etwas Wollwachs (Lanolin) verwenden. So wie bei trockenen Lippen im Winter. 😉

Saugverwirrung

Du solltest zumindest in den ersten drei Wochen auf den Einsatz eines Schnullers verzichten, da das zu einer sogenannten Saugverwirrung führen kann. Die Kinder akzeptieren dann die Brust nicht mehr, oder nuckeln nur noch an ihr herum ohne richtig zu saugen.

Routine

Wenn das Stillen für euch beide routinierter geworden ist, geht auch „fast food“: Mal eben zwischendurch, in der Öffentlichkeit, zur Not sogar im Stehen oder in der U-Bahn.
Mein Tip: Nimm für diesen Fall immer ein großes Tuch mit unter dem jederzeit ein bisschen Intimität entstehen kann.

Wissensdurst gestillt?

Ich plädiere ja dafür, sich im Vorfeld nicht zu sehr verrückt zu machen. In der Regel klappt alles von ganz alleine. Denn Stillen ist ja das Normalste von der Welt und das Saugen ein angeborener Reflex.
Für weitere Tips und Hilfe bei Problemen steht euch Hebammenhilfe zu.

(Symbolbild) Stillen und Zufüttern mit Pre-Nahrung / ©Petunyia – .com

Für mich war schon während der Schwangerschaft klar, dass ich auf jeden Fall Stillen möchte. Nur ist es „blöderweise“ so, dass der Milcheinschuss ja nicht direkt ab Geburt da ist – zumindest bei mir nicht. Bei unserem Kleinen war es dann auch noch so, dass er die ersten zwei Tage nach der Geburt zur Beobachtung auf der Station war. Wir waren zwar ständig bei ihm und haben ihn auch alle drei Stunden zum Stillen angelegt, aber da kam natürlich noch nicht wirklich was, weshalb er auf der Station zusätzlich Pre-Nahrung erhalten hat.

Nachdem er dann zu uns in das Familienzimmer gekommen ist, kam sie: Die erste gemeinsame Nacht. Und es kam, wie es kommen musste. In der ersten Nacht bei uns im Zimmer war er extrem unruhig, hat angefangen zu schreien und sich dann auch richtig eingeschrien. Vermutlich eine Mischung aus Hunger und „alles ist neu“, schließlich war es ja die erste Nacht.

Die erste Nacht ohne Pre-Nahrung

Wir haben alles versucht, was wir vorher als Tipp bekamen. Ganz viel Kuscheln, an der Brust anlegen, Schaukeln und Wippen, Umherlaufen, und und und – es half alles nichts. Wir haben dann eine Schwester gebeten, uns Pre-Nahrung fertig zu machen, damit wir Zufüttern können. Und die Antwort: „Das machen wir hier nicht, um die Stillbeziehung zwischen Mutter und Kind zu fördern.“ Das erschien uns zwar irgendwie logisch, aber man stelle sich die Situation Nachts um zwei Uhr vor. Das Kind schreit seit über 90 Minuten und man hat genau drei Lösungsmöglichkeiten:

  • Stillen (nur das nach zwei Tagen noch nicht wirklich Muttermilch kommt)
  • Pre Nahrung (wollten die Schwestern auch nicht, das Kind soll sich an die Brust gewöhnen)
  • Schreien lassen und mit Körperkontakt beruhigen (versuchten wir ja erst 90 Minuten…)

Nachdem der kleine Wurm dann eine weitere halbe Stunde nur geschrien hat, haben wir eine Nachtschwester ziemlich bestimmt „gefragt“, ob wir doch bitte Pre Nahrung bekommen. Und dann kamen die Fragen wieder: „Haben Sie schon angelegt? Haben Sie es mit Kuscheln versucht?“. Oh je, wir versuchen hier seit zwei Stunden nichts anderes, jetzt gib uns die Milch bitte. Und 20 Minuten später war dann endlich Ruhe und der kleine Wurm zufrieden und satt.

„Gib dem Kind, was es braucht!“

Einen Tag später sind wir dann nach Hause und die Verzweiflung kam. Was dürfen wir denn jetzt? Können wir Stillen und zufüttern mit Pre-Nahrung? Dürfen wir den – wie wir gemerkt haben bei den Schwestern ebenfalls sehr unbeliebten – Schnuller verwenden? Wie sollen wir die ersten Nächte überhaupt überstehen? Zuhause angekommen war die erste Nacht das gleiche „Theater“, wie in der Nacht im Krankenhaus. Wenn es viel ist, haben wir eine Stunde geschlafen. Am nächsten Tag kam Nachmittags unsere Hebamme das erste Mal zu Besuch, um uns zu unterstützen und Fragen zu beantworten. Und natürlich wollten wir wissen, wie wir mit der Situation umgehen sollen. Einfach schreien lassen und abwarten?

Und Ihre Aussage war das krasse Gegenteil von den Schwestern im Krankenhaus. Ihre schlichte Aussage: „Gib dem Kind, was es braucht.“ Und wenn es Hunger hat und aus der Brust noch nichts rauskommt, dann kann natürlich mit Pre-Nahrung zugefüttert werden. Es ist nur wichtig, die Geduld aufzubringen, und das Anlegen jedes Mal zu versuchen. Und das ist wichtig, hier muss man wirklich konsequent sein und es immer wieder versuchen, auch wenn das Baby unruhig wird und es noch nicht so richtig klappen will. Häufig reichen dem Neugeborenen am Anfang ein paar wenige Tropfen. Und sollte er doch noch Hunger haben, dann wird eben mit Pre-Nahrung zugefüttert. Und durch diese „Erlaubnis“ war plötzlich die ganze Anspannung auf einen Schlag weg.

Milchproduktion mit Milchpumpe anregen

(Symbolbild) Stillen und zufüttern mit Pre-Nahrung – Milchproduktion mit einer Milchpumpe anregen / ©dml5050 – .com

Der kleine Wurm ist zu diesem Zeitpunkt fünf Tage alt und auch der Milcheinschuss ist da. Mittlerweile kommt bei jedem Anlegen etwas Milch. Um die Milchproduktion anzuregen, habe ich parallel mit einer Milchpumpe abgepumpt, wenn der kleine Mann nicht fleißig genug war. Das heißt, dass ich versucht habe, ihn wie empfohlen an jede Brust etwa 20 Minuten anzulegen, aber das funktioniert in der Praxis nun mal nicht immer. Unser Sohn ist häufig eingeschlafen, ihn dann wieder wachzubekommen, hat nicht wirklich geklappt. Man kann versuchen, ihn hinterm Ohr zu streicheln, das hat bei uns aber auch nur für 30 Sekunden geholfen 😉

Deshalb habe ich dann nach dem Anlegen die Milchpumpe verwendet, um die Milchproduktion anzuregen. Das war in den ersten Tagen der Anwendung auch ziemlich nervig, weil Christian dann die zuvor abgepumpte Milch gefüttert hat, während ich schon wieder gepumpt habe. Das führt dazu, dass die ersten zwei Tage ein Fulltime-Job waren. Denn zum Abpumpen gehört ja auch immer sauber machen und Desinfizieren. Aber es hat geholfen, wir haben in den ersten zwei Wochen tatsächlich nur ein einziges Mal Pre-Nahrung zufüttern müssen. Ob das an der Entspannung durch die Erlaubnis lag? Vielleicht, denn dadurch ist wirklich extrem viel Last abgefallen.

Ich pumpe weiterhin ab und zu mal ab, vor allem dann, wenn ich unterwegs bin. Dann hat Christian Muttermilch, die er für den kleinen Wurm im Flaschenwärmer warm machen kann. Und wenn mal keine da sein sollte, kann er ja die Pre-Nahrung verwenden 🙂

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Nur in wenigen Fällen ist nach der Geburt Deines Babys das Zufüttern von industrieller Säuglingsnahrung oder gar Zuckerlösung aus medizinischer Sicht notwendig. Übereiltes oder sogar unnötiges Zufüttern kann einen Teufelskreis für einen schwierigen Stillbeginn in Gang bringen. Mit diesem Beitrag möchte ich Dir mehr Selbstbewusstsein für einen guten Start in die Stillzeit in der Klinik geben – und Dir erklären, wie Du das Zufüttern im Krankenhaus nach der Geburt verhindern kannst, wenn Du stillen möchtest.

Inhalt

Ein guter Still-Start macht Zufüttern im Krankenhaus unnötig

Wenn Dein Kind auf der Welt ist, sollte es so früh wie möglich zum Stillen an Deine Brust angelegt werden. Optimalerweise geschieht dies noch im Kreißsaal. Sollte das nicht möglich sein, holst Du Dir spätestens auf der Station Hilfe beim Anlegen oder, wenn Dein Kind in der Kinderklinik ist, beim Abpumpen mit der Milchpumpe.

Für einen guten Stillstart ist es wichtig, dass Du verstehst, wie die Milchbildung und das Stillen funktioniert. Du solltest wissen, was in Deinem Körper in den ersten Tagen nach der Geburt passiert. Ein Aufklärungsgespräch mit einer Hebamme noch in der Schwangerschaft wird Dir dabei helfen. Nur durch die Stimulation der Brust wird in Deinem Körper ein Hormon ausgeschüttet, das für die Milchbildung zuständig ist. Vereinfacht gesagt: Nur, wenn Du Dein Kind an die Brust legst oder abpumpst, weiß Dein Körper, dass er Milch produzieren muss. Wenn Du zu Beginn der Stillzeit zu wenig stillst oder pumpst, weil Dein Kind mit Ersatznahrung zugefüttert wird, verzögert sich in den meisten Fällen der Milcheinschuss und von Beginn an produzierst Du zu wenig Milch. Dieses Versäumnis ist häufig schwer und nur mühevoll aufzuholen!

Also merke Dir für den Beginn der Stillzeit:

  • Bald stillen
  • Oft stillen
  • Uneingeschränkt stillen
  • Keine Flüssigkeit oder andere Nahrung dazugeben, außer in medizinisch begründeten Fällen!

Wenn es mit dem anfänglichen Stillen nicht klappen will, zögere nicht, Dir helfen zu lassen: In vielen Geburtskliniken gibt es Stillberaterinnen und Still-erfahrene Schwestern und Hebammen, die Dir beim Anlegen helfen können und Dir bequeme Stillpositionen zeigen.

Auch, wenn das Anlegen im Kreißsaal nicht möglich ist, weil Dein Kind noch nicht richtig saugen möchte oder es in der Kinderklinik ist, kannst Du ihm etwas von Deinem wertvollen Kolostrum zukommen lassen. Bitte eine Hebamme um Hilfe: Sie soll Dir eine Brustmassage zeigen. Mit einer kleinen 1ml-Spritze kannst Du dann wenige Tropfen Kolostrum direkt von der Brustwarze aufsaugen. Dies kannst Du oder die Säuglingsschwester Deinem Kind langsam in den Mund spritzen. Die meisten Kinder schlürfen oder lecken es genüsslich und dankend auf.

Zufüttern im Krankenhaus: Oft zu leichtfertig

Wir können uns glücklich schätzen, dass wir hier jederzeit die Möglichkeit des Zufütterns haben. Zufüttern kann in einigen Fällen ein Segen für Dein Kind sein, manchmal überlebenswichtig!

In einigen Fällen wird aber viel zu schnell zugefüttert. Wenn Du das Gefühl hast, dass Dein Baby sehr schnell zugefüttert werden soll, traue Dich, die Situation zu hinterfragen. Frage genau nach, warum Dein Kind zugefüttert werden soll und ob es dazu Alternativen gibt.

  • Warum wird Dir ein Fläschchen mit Pre-Milch für Dein Kind angeboten, aber nicht die Milchpumpe?
  • Hast Du wirklich zu wenig Milch?
  • Welche Stillhilfen kannst Du in Anspruch nehmen, bevor Pulvermilch ins Spiel kommt?

Ein Grund für übereiltes Zufüttern im Krankenhaus-Alltag kann z.B. Personalmangel sein: Einem hungrigen Kind ein Fläschchen zu geben, erfordert weniger Zeit, als einer erschöpften Neu-Mama und einem müden Neugeborenen beim Stillen zu helfen. Eigeninitiative und eine gute Vorbereitung auf das Stillen sind deshalb wichtig.

Mögliche Folgen von Zufüttern im Krankenhaus nach der Geburt:

  • Verspäteter Milcheinschuss: Somit steigt die Gefahr, dass Du Dein Kind noch mehr zufüttern musst.
  • Verminderte Milchmenge, die Du zuhause mühsam steigern musst.
  • Eine Saugverwirrung Deines Kindes, die bewirkt, dass es schwerer an die Brust geht.
  • Gesundheitliche Probleme der Mutter, die volles Stillen erschweren (z.B. Brustkrebs oder Schilddrüsenerkrankung)

Übrigens: Laut verschiedener Statistiken sind nur rund 2-4 Prozent der Mütter aus rein biologischen Gründen nicht in der Lage, ihr Kind zu stillen. Aber: Weil so viele äußere Einflüsse den Stillbeginn erschweren können – darunter eben auch das Zufüttern im Krankenhaus – haben so viele Frauen Stillprobleme.

Zufüttern im Krankenhaus: Wenn möglich mit Muttermilch

Es gibt wenige Gründe, aus denen Dein Kind nach der Geburt mit Säuglingsersatznahrung zugefüttert werden muss, wenn Du eigentlich stillen willst. Wasser oder Glukose-Lösung sollte eigentlich gar nicht mehr gegeben werden. In wenigen Fällen ist eine Glukose-Lösung notwendig. Dies sollte nur medizinische Gründe haben!

Wenn neben dem Stillen ein Zufüttern notwendig ist, sollte in erster Linie immer abgepumpte Muttermilch gegeben werden. Du kannst Muttermilch durch Brustmassagen oder Abpumpen gewinnen. Um eine ausreichende Stimulation der Brust zu erreichen, sollte auf eine Milchpumpe zurückgegriffen werden. Pre-Nahrung sollte nur zugefüttert werden, wenn keine Muttermilch zur Verfügung steht.

Gründe, die Zufüttern im Krankenhaus mit Pre-Nahrung rechtfertigen:

  • Der Blutzuckerspiegel Deines Babys spielt sich trotz Stillen nicht richtig ein.
  • Dein Kind hat schon bei der U2 mehr als 10% seines Körpergewichts verloren.
  • Ein sehr geringes Geburtsgewicht, das heißt, wenn Dein Kind unter einer IUGR (intrauterine Wachstumsretardierung) leidet.

Wie sollte Dein Kind zugefüttert werden?

Wenn Dein Kind aus einem der oben genannten Gründe zugefüttert werden soll, wird in den meisten Kliniken zu einer Flasche gegriffen. Dies solltest Du, wenn es geht verhindern und um eine alternative Zufütterungsmethode bitten. Eine Flasche, wie auch ein Schnuller, kann eine Saugverwirrung bei Deinem Kind auslösen. Ein Teufelskreis kann entstehen, da Dein Kind so immer schlechter aus der Brust trinkt. Besonders gefährdet für die Saugverwirrung sind vor allem Kinder, die sowieso schon Schwierigkeiten haben, an der Brust zu trinken. Wenn Du stillen möchtest, sollten Flaschen und Schnuller in den ersten zwei Wochen möglichst vermieden werden.

Folgende alternative Zufütterungsmethoden können einer Saugverwirrung vorbeugen:

  • Becherfütterung
  • Fingerfütterung
  • Zufüttern mit einem Brusternährungsset

Wenn zugefüttert werden muss, frag nach den diesen alternativen Zufütterungsmethoden. Auch wenn Dir Fachpersonal gegenüber steht, bist Du die Mutter und darfst entscheiden, was und wie man es Deinem Kind gibt.

Zufüttern, weil Du zu erschöpft zum Stillen bist?

Nach einer langen, kräftezehrenden Geburt kann es verlockend sein, wenn die Nachtschwester Dir anbietet, dass Du ein paar Stunden schlafen sollst und sie Deinem Kind eine Flasche gibt, damit es Dich nicht alle zwei Stunden weckt, um an die Brust zu gehen.

Auch wenn es schwer fällt oder Du Dich nicht zu widersprechen traust: Wenn Du stillen möchtest, lehne das frühe Zufüttern mit Ersatznahrung ab und lass Dein Kind häufig an Deine Brust. Es wird sich lohnen!

Denn nicht allein durch die Stimulation Deiner Brust, sondern auch durch den innigen Körperkontakt mit Deinem Baby, der die Ausschüttung des “Kuschelhormons” Oxytocin anregt, wirst Du umso früher Deinen Milcheinschuss haben. Dein Baby wird zufrieden sein – und Dir bleiben möglicherweise ein schwieriger Stillstart und Stillprobleme im Wochenbett zuhause erspart.

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