Stillen baby schläft ein

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Macht dich das Stillen nur noch fertig, weil dein Baby einfach nicht satt wird?

Willst du nicht aufhören zu Stillen – obwohl du ständig gesagt bekommst, dass das wohl besser wäre?

Vielleicht hast du aus purer Verzweiflung bereits ein Fläschchen Pre gegeben, denn sonst würde dir dein Baby nur noch am Busen hängen.

So geht das seit Tagen.

Seit Wochen.

Und manchmal wird dein Baby richtiggehend wütend und zerrt an deiner Brustwarze. Du hoffst inständig, dass euch dabei niemand sieht – denn ja, das tut so weh wie es aussieht.

Außerdem tut dir das kleine verzweifelte Baby-Wesen einfach nur leid!

Als du ihm das Fläschchen gegeben hast, war dir auch klar warum – dein Baby hat Hunger! Schließlich war die komplette Menge innerhalb weniger Augenblicke geleert und dein Baby ist endlich zufrieden eingeschlafen. Weder nach 4, noch nach 5 noch nach 6 Stunden hatte es Lust zu Stillen danach.

Beschreibt das im Ansatz deine Situation?

Dann fragst du dich vielleicht, wie es mit dem ausschließlichen Stillen klappen kann, ohne, dass deine Nerven irgendwann völlig blank liegen. Und du fragst dich, wie du deine Milch auf das Maß steigern kannst, damit dein Baby zufrieden sein und gut wachsen kann.

Da die Menge deiner Milchproduktion sich im Verlauf der Stillzeit immer wieder an einen wachsenden Bedarf anpassen muss, ist dein Körper geradezu darauf ausgelegt, diese innerhalb kürzester Zeit zu boostern.

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Und am wichtigsten: Was DU tun kannst.

Was das für dich bedeutet?

Nimm dir 3 Tage Zeit – nur für dich, dein Baby und das Stillen. Lass dich in dieser Zeit versorgen, als wären es die ersten Tage nach der Geburt. Verkriech dich im Bett oder verkrümel dich aufs Sofa. Und richte es dir so ein, dass du es wirklich genießen kannst.

Und dann machst du folgendes:

#1 – Achte auf frühe Stillzeichen

Je stärker der Hunger deines Babys ist, desto schwieriger ist es mit dem Anlegen. Nun hast du in Ruhe Zeit, das Aufwachen deines Babys und die frühen Stillzeichen wahrzunehmen.

Die Grafik der Gesundheitsbehörde von Queensland zeigt ganz wunderbar, was dann nach und nach passiert.

© State of Queensland (Queensland Health) 2012 | CC BY NC ND 3.0

Die frühen Zeichen für Hunger sind wirklich unscheinbar und können leicht übersehen werden. Deshalb kannst du nun besonders darauf achten.

#2 – Führe eine Brustmassage vor dem Anlegen durch

Sobald du merkst, dass sich dein Baby zunehmend mit Hunger meldet, kannst du bereits anfangen dir alles für die kommende Stillmahlzeit zu richten.

Vielleicht möchtest du noch einmal zur Toilette oder brauchst noch ein Glas Wasser. Wenn du alleine bist, ist es gut, wenn alles was du eventuell brauchst in erreichbarer Nähe liegt.

Eine liebevolle Brustmassage hilft deinen Hormonen auf die Sprünge. Sie dauert etwa 30 Sekunden und macht es deinem Baby leicht, schon ab dem ersten Saugen von deiner Milch zu trinken.

So nutzt dein Baby die komplette Zeit, um zu trinken. Gerade, wenn dein Baby eher müde und schläfrig ist, ist diese Massage ein “Muss”.

Mit der Handentleerungsbewegung, beförderst du den ersten Tropfen deiner Milch auf die Mamillenspitze. Dein Baby weiß sofort, wo es seine Mahlzeit findet und wir richtiggehend gelockt.

Die im hier verlinkten Video gezeigte Methode zum Entleeren deiner Brust von Hand kannst du auch nutzen, wenn du zusätzliche Muttermilch gewinnen möchtest. Oder wenn du einen Milchstau hast.

Betrachte genau die Bewegung der Finger – nur wenn die Milchgänge wirklich zwischen deinen Fingern liegen, wirst du deine Milch gut entleeren können.

#3 – Sorge dafür, dass das Anlegen korrekt & schmerzfrei ist

Wenn das Stillen weh tut, steht das häufig auch einer reichlichen Milchproduktion im Weg.

  • Bei Schmerzen wird der Milchspendereflex schlechter ausgelöst
  • Ohne korrektes Anlegen ist der Milchtransfer reduziert und erschwert
  • Schmerzen & Verletzungen sind ein deutliches Zeichen dafür, dass das Saugen noch nicht ideal klappt

Da Stillen zwar auf Instinkten basiert in der Folge doch erlerntes Verhalten ist, erleben wir häufig ein Dilemma. Meist haben wir wenn überhaupt nur wenige Frauen in unserem Umfeld stillen sehen.

Doch es hat auch etwas Gutes – denn wenn etwas erlernbar ist, dann kann man es ja lernen.

Dazu eignet sich ein Stillvorbereitungskurs während der Schwangerschaft. Oder ein Kurs wie dieser hier, in dem du die Technik des richtigen Anlegens in Videos* gezeigt bekommst.

In einer Stillgruppe lernst du andere Mamas kennen und kannst sie möglicherweise auch beim Stillen beobachten.

Bist du bereits im Wochenbett, dann kann dir deine Hebamme oder Stillberaterin zeigen, wie du deinem Baby helfen kannst so zu Stillen, dass es für dich keine Schmerzen verursacht.

#4 – Hab viel Hautkontakt mit deinem Baby

Zum einen verändert Hautkontakt deine allgemeine hormonelle Situation. Sie verbessert deinen Oxytocinhaushalt – genau das, was du brauchst, damit die Milchbildung in Schwung kommt.

Außerdem hilft der Hautkontakt deinem Baby mit all seinen Körperfunktionen. Sein Puls wird ruhiger und ebenso die Atmung. Es verplempert weniger Energie. Auch der Wärmeerhalt des kleinen Körpers wird nun von dir unterstützt.

Im Hautkontakt können auch viele der stillunterstützenden Reflexe deines Babys besser zum Einsatz kommen. Weniger rutschige oder klemmende Kleidung stört euch beim Anlegen.

#5 – Häufig Stillen ist das A und O

Jedes Mal, wenn ein paar Tropfen Muttermilch entnommen werden, wird umgehend neue Milch nachgebildet. Dabei werden mehrere Ebenen in deinem Körper angesprochen, die sich alle auf deine reichliche Milchbildung auswirken.

Babys, die gut wachsen und zunehmen, stillen meist ca. 8-12x in 24 Stunden.

Soll die Milch mehr werden, braucht es meist 10-12 oder sogar mehr Mahlzeiten in 24 Stunden. Dazu gehört auch mindestens eine Phase mit Clusterstillen, in der ihr über mehrere Stunden hinweg kaum etwas anderes tun werdet, außer zu Stillen.

Hat sich die Milchmenge hochreguliert und an den höheren Bedarf angepasst, werden die Stillmahlzeiten häufig wieder etwas seltener und pendeln sich im natürlichen Bedarf deines Babys ein.

Hier erkläre ich in einem kurzen Video, warum häufige Stillmahlzeiten nicht nur “ok”, sondern wichtig sind.

#6 – Mit Wechselstillen boosterst du die Milchmenge

Häufig wird empfohlen Babys möglichst lange an jeder Seite stillen zu lassen.

Dahinter steht das Wissen, dass deine Milch im Verlauf einer Stillmahlzeit immer fettreicher wird. Das ist natürlich besonders wertvoll für dein Baby, wenn es noch mehr an Gewicht zunehmen darf.

Ist die Milchproduktion bereits eher knapp, kann es sein, dass dein Baby leider mehr am Busen schläft statt zu trinken. Es wird kein zweiter oder dritter Milchspendereflex ausgelöst und dein Baby wartet dösend vor sich hin. Erst wenn du es von der Brust löst, wird es wieder munter – oder schläft sogar dann weiter.

Beim Wechselstillen nutzt du genau den Moment, an dem dein Baby schläfrig wird und keine besondere Lust am Saugen mehr hat. Oder dein Baby saugt noch, aber nicht mehr so stark und du hörst es auch nicht mehr Schlucken.

Dann wechselst du die Seite und lässt auch dort dein Baby so lange trinken, bis es aufhört zu schlucken oder schläfrig wird.

In der Zwischenzeit hat sich das Reservoir der ersten Seite wieder gefüllt. Wenn du nun zurückwechselst ist das Stillen und das Auslösen des Milchspendereflexes wieder einfacher.

Eure Stillmahlzeit wird effektiver werden und dein Baby wird mehr und mehr auch die fettreichere Milch bekommen. Ihr wechselt einfach so lange, bis dein Baby satt ist.

Hier erkläre ich das Wechselstillen auch nochmal in einem kurzen Video.

#7 – Die Brustkompression unterstützt dich als Königsdisziplin

Eine Methode die perfekt mit dem Wechselstillen Hand in Hand gehen kann ist die Brustkompression. Dabei unterstützt du dein Baby beim Entleeren der Milch aus deiner Brust.

Idealerweise kann die Brustkompression auch angewandt werden, wenn ihr bereits wisst, dass ein Zungenbändchen euch den Milchtransfer erschwert. Oder auch beim Stillen mit dem Stillhütchen.

Funktionieren kann die Brustkompression nur, wenn sie korrekt und zielgerichtet eingesetzt wird – deshalb betrachte im verlinkten Video genau den jeweiligen Moment, in dem die Kompression aufgebaut und losgelassen wird (das Video heißt: 4 DAY OLD AFTER TONGUE-TIE RELEASE WITH COMPRESSIONS). Es ist immer im Einklang mit deinem Baby – du reagierst auf seine Saugpause mit der erneuten Kompression oder dem Loslassen.

Diesen Blogartikel kannst du dir auf Pinterest speichern

Du kannst einiges tun, wenn dein Baby nicht satt wird

Oft lässt sich beobachten, dass fehlende Milch durch einige Maßnahmen innerhalb weniger Tage geboostert werden kann.

Ist die Gewichtsentwicklung deines Babys bereits beeinträchtigt oder wurde bereits das Zufüttern empfohlen, erörtern wir in einer Stillberatung, welche zusätzlichen Maßnahmen notwendig werden.

Sollte sich deine Milchmenge innerhalb von 3 Tagen nicht anpassen lassen oder kommen weitere Schwierigkeiten hinzu, ist es ratsam mit einer fachlich qualifizierten Stillberatung nach Ursachen des Milchmangels zu suchen.

Darüber hinaus bin ich mir sicher, dass du mit dieser Anleitung wichtige Schritte gehen kannst, um für dein Baby die Menge an Milch bereitszustellen, die es braucht, um gesund zu wachsen und zu gedeihen.

Alles Liebe und bis bald,
~Tabea

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Tabea Laue | Kinderkrankenschwester & IBCLC-Stillberaterin

Ich berate Frauen in der Vorbereitung auf die Stillzeit, helfe beim Lösen von Stillproblemen und darüber hinaus in allen Phasen der Stillzeit, beim Tandem-Stillen und bis hin zum Abstillen.

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„Am Abend wird mein Baby meist nicht satt!“ – Clusterfeeding

Wer kennt diesen Satz oder diese Situation nicht. Am späten Nachmittag oder am Abend, ganz egal. Irgendwann ist es soweit: Das Kind ist super unruhig und würde am liebsten die ganze Zeit gestillt und getragen werden, am besten beides gleichzeitig und das notfalls bitte über Stunden.

Genau dieses Szenario hatte ich mit zwei meiner drei Kinder auch recht ausgeprägt. Besonders mein ältester wollte ab 21Uhr nur noch geschleppt und gestillt werden. Nicht selten habe ich dann im Laufen gestillt. Er war sehr klein und zart, da ging das ganz gut. Aber es war wirklich jeden Abend gleiche, für gut 2 Stunden und dann schlief er ein.

Clusterfeeding…

nennt man dieses Phänomen. Ich denke min. 90% der Eltern kennen es, vielleicht auch nicht unter diesem Namen.

Clusterfeeding kommt aus dem englischen und bedeutet soviel wie „Anhäufung von Mahlzeiten in kurzer Zeit“. Es ist bei Babys hormonell gesteuert und wirklich alle Babys „clustern“ zwischenzeitlich und es ist eine ganz normale Reaktion und hat nichts damit zu tun, das Ihr zu wenig Milch habt!

Im Gegenteil, durch das Clusterfeeding sichern sich die Kinder so zu sagen ihren Milchbedarf für die nächsten Stunden bzw. den nächsten Tag.

Die Nachfrage regelt das Angebot, je öfter das Kind an der Brust trinkt, desto mehr Milch wird produziert.

Durch das Clustern signalisiert das Baby: ich brauche Milch, bitte noch mehr produzieren, auch wenn ich gleich mal länger schlafe.

Genau das passiert nämlich meist nach dem Clustern – die Babys fallen in einen recht tiefen Schlaf, der etwas länger dauert als gewöhnliche Schlafphasen.

Es wird vermutet das Baby durch das Clustern versucht seinen Verdauungstrakt vollständig zu füllen und so eine längere Schlafphase gut und sicher zu überstehen, ohne zu Hungern.

Die Muttermilch ist im Regelfall etwa nach 90 Minuten verdaut, nach dem Clustern schlafen Babys aber meist 2-4 Stunden.

Mit Muttermilch kein Problem denn genau das macht sie so besonders und nicht vergleichbar mit Ersatznahrung. Muttermilch ist so zusammengesetzt, das sie leicht verdaulich ist, ohne den Körper des Babys zu belasten. Ihr könnt euer Babys daher mit Muttermilch auch nicht überfüttern. Ersatznahrung liegt dagegen viel schwerer im Magen und benötigt länger im Verdauungstrakt. Beide haben aber etwa die selbe Kalorienzahl! Ersatznahrung ist also nicht sättigender als Muttermilch!

Regine Gresens, Hebamme und Still- und Laktationsberaterin IBCLC erklärt es auf ihrer Seite Stillkinder.de noch genauer:

„Mein Baby möchte oft wieder trinken, nachdem es etwa zehn Minuten vorher gerade fertig geworden ist.

In den ersten Tagen wird sein Hunger teilweise von einem Hormon, genannt Cholecystokinin oder CKK, gesteuert. Ein hoher Hormonwert sagt ihm, dass es satt ist. Ein niedriger Wert teilt ihm mit, dass es Hunger hat.

Nach ungefähr zwanzig Minuten Saugen, sagt ihm sein CCK-Wert, dass es satt ist … aber er sinkt nach weiteren zehn oder zwanzig Minuten wieder, deshalb denkt es, es hat schon wieder Hunger.

Diese Schlaufe kann sich mehrere Male wiederholen, man nennt es ein „Clusterfeeding“, d.h. gehäuftes Trinken, bevor es dann in einen tiefen, langen Schlaf fällt. Wahrscheinlich ermöglicht ihm diese Methode sein gesamtes Verdauungssystem zu füllen, so dass es sich erlauben kann, länger zu schlafen ohne einen übergroßen Hunger zu riskieren.

Ihre Milch ist nach etwa neunzig Minuten voll verdaut, daran können Sie sehen, warum es mehrmals „voll tanken“ möchte, bevor es eine große Pause macht.

Und Sie können erkennen, warum das Ruhighalten mit einem Schnuller seine Gewichtszunahme beeinträchtigen kann. Denken Sie daran, es war das Saugen, nicht das Schlucken, das ihm mitgeteilt hat, dass es satt ist.“

Also bitte versucht durchzuhalten, ja es ist anstrengend, aber alle Clusterphasen gehen vorbei.

Macht es Euch mit Baby bequem, oder schlaft gemeinsam und stillt dabei im Liegen, es geht!

Bitte nehmt das Clustern nicht als Grund Euer Babys zuzufüttern! Ehrlich das geht nach hinten los! Dann werdet ihr mit der Milchbildung Probleme bekommen, besonders wenn nächtliche Stillmahlzeiten weg fallen. Denn nachts werden die milchbildenden Hormone am stärksten ausgeschüttet.

Hinzu kommt das sich euer Kind auf den Sauger prägen kann und dann der Brust vorzieht. Babys sind zwar klein, aber nicht doof. Aus der Flasche kommt halt ab dem ersten Saugen auch was raus, bei der Brust nicht.

9 Tipps, damit Ihr Baby satt wird

1. Legen Sie Ihr Baby regelmässig an die Brust

Versuchen Sie nicht, einen strengen Rhythmus einzulegen, sondern stillen Sie Ihr Baby dann, wenn es Hunger hat. Selbst dann, wenn die letzte Stillmahlzeit nur eine Stunde oder gar nur 20 Minuten her ist.

Wie oft ein Baby gestillt werden soll, hängt vom Alter aber auch vom Baby selbst ab. Neugeborene möchten im Durchschnitt alle zwei bis drei Stunden gestillt werden. Manche Babys schlafen relativ lang am Stück und wollen dann umso häufiger gestillt werden. Wenn Ihr Neugeborenes länger als vier Stunden am Stück schläft, sollten Sie Ihr Baby bis zur 12. Woche wecken, um es zu stillen. Es kann aber auch gut sein, dass Sie Ihr Baby bis zu 19 mal am Tag stillen müssen.

Damit Sie Ihr Baby regelmässig und einfach auch in der Nacht stillen können, ist es von Vorteil, wenn Sie Ihr Baby bei Ihnen im Zimmer, evt. sogar in einem Beistellbett schlafen lassen, sodass Sie nicht einmal aufstehen müssen, wenn Ihr Baby Hunger hat.

2. Geben Sie Ihrem Baby genügend Zeit zum Trinken

Achten Sie darauf, dass Ihr Baby genügend Zeit zum Trinken hat. Wenn es satt ist, wird es von selbst aufhören zu trinken und ihre Brust loslassen. Bieten Sie ihm dann die andere Brust an. Normalerweise wird es dort noch etwas weitertrinken.

Wie lange ein Baby trinkt ist ganz unterschiedlich: Neugeborene brauchen sieben bis 30 Minuten pro Stillmahlzeit. Aber auch 45 Minuten können durchaus normal sein.

Manche Babys schlafen an der Brust ein, bevor sie zu Ende getrunken haben. Besonders dann, wenn sie zu warm angezogen sind. In diesem Fall sollten Sie Ihr Baby wecken und vielleicht ein Jäckchen ausziehen. Es kann aber auch sein, dass Ihr Baby wirklich satt ist und drum einschläft oder im Schlaf noch leicht weiternuckelt, ohne zu saugen. Dann lösen Sie Ihr Baby, indem Sie ihm Ihren Finger vorsichtig in den Mundwinkel stecken, sodass das Vakuum gelöst wird. Ansonsten könnten Ihre Brustwarzen durch das reine Nuckeln wund werden.

Baby zieht beim Stillen an Brustwarze und zappelt, was tun?

Antwort auf:

Baby zieht beim Stillen an Brustwarze und zappelt, was tun?

Liebe Sommersprotte,
es gibt zwei Hauptursachen für ein solches Verhalten: Saugverwirrung und übermäßig starker Milchspendereflex.
Falls Ihr Kind einen Schnuller oder auch (gelegentlich) Flasche bekommt, sollten Sie diese künstlichen Sauger für eine Weile weglassen und schauen, ob sich das Verhalten bessert. Wenn die Saugverwirrung noch nicht zu stark ausgeprägt ist, kann das schon ausreichen, dass das Baby wieder lernt die Brust gut anzunehmen.
Beobachten Sie in den nächsten Tagen die Stillzeiten einmal ganz genau. Können Sie sehen, wie Ihre Milch in einem kräftigen Strahl aus Ihrer Brust herauskommt? Verschluckt sich Ihr Baby? Läuft Milch aus seinem Mundwinkel?
Möglicherweise haben Sie einen sehr starken Milchspendereflex, mit dem Ihr Baby nicht zurecht kommt und er protestiert deshalb so.
Bei einem sehr starken Milchspendereflex hat es sich bewährt, das Baby von der Brust zu nehmen sobald die Milch zu fließen beginnt (legen Sie sich eine Windel zum Auffangen der Milch hin) und erst nach ein bis zwei Minuten weiter zu stillen, wenn der Milchfluss etwas nachlässt. Eine weitere Möglichkeit ist das „Berg auf Stillen“. Dazu halten Sie Ihr Baby so, dass sein Kopf, Nacken und Hals höher liegen als Ihre Brustwarze. Beim Stillen mit dem Rückengriff lehnen Sie sich dabei nach hinten, beim Wiegengriff stützen Sie Ihr Baby von unten mit zwei Kissen in Ihrem Schoß und lehnen sich, möglichst in einem bequemen Sessel sitzend, zurück.
Weitere Möglichkeiten bei einem starken Milchspendereflex sind:
erhöhen Sie die Häufigkeit der Stillmahlzeiten. Dadurch verringert sich die Menge der gestauten Milch in den Milchseen und damit die Milchmenge, die während des Milchspendereflexes freigegeben wird. Wenn Sie die Abstände zwischen den Stillmahlzeiten vergrößern, verschlimmert sich das Problem noch weiter.
bieten Sie nur eine Brust pro Mahlzeit an. Dieser Vorschlag passt nicht zu dem, was üblicherweise gesagt wird. Aber das Ziel ist es die Brust weniger zu stimulieren. Wenn Ihr Baby quengelt und oft trinken möchte, kann es nötig sein, dass Sie ihm mehrere Male dieselbe Brust über einen Zeitraum von zwei bis drei Stunden anbieten, bevor Sie die Seite wechseln Wenn sich die zweite Brust zwischendrin zu voll anfühlt oder spannt, sollten Sie gerade soviel Milch ausstreichen, dass Sie sich wohlfühlen, um die Milchproduktion nicht zu sehr anzuregen.
stillen Sie Ihr Baby wenn es gerade wach geworden ist. Es wird dann eventuell nicht so stark saugen, wie wenn es richtig wach und hungrig ist. Wenn das Baby weniger intensiv saugt, ist häufig auch der Milchspendereflex weniger stark.
versuchen Sie verschiedene Stillpositionen (auch das Berg auf Stillen, dazu halten Sie Ihr Baby so, dass sein Kopf, Nacken und Hals höher liegen als Ihre Brustwarze. Beim Stillen im Rückengriff lehnen Sie sich dabei nach hinten, beim Wiegengriff stützen Sie Ihr Baby von unten mit zwei Kissen in ihrem Schoß und lehnen sich, möglichst in einem bequemen Sessel sitzend, zurück. Eventuell kann Ihr Baby auch schon an ihrer Brust trinken während es auf Ihrem Bauch liegt. So könnten Sie im Liegen stillen und das Baby anschließend auf Ihrem Bauch einschlafen lassen.)
lassen Sie das Baby oft aufstoßen.
vermeiden sie den Gebrauch von künstlichen Saugern und Schnuller. Mit dem Schnuller lässt sich ein Baby vielleicht hinhalten, aber es bleibt hungrig. Die Milch wird dann um so mehr mit Macht herausschießen, vor allem je mehr das ausgehungerte Baby kräftig saugen wird.
Falls Ihr Baby eine Flasche oder einen Schnuller bekommt, kann es auch sein, dass es mit dem Wechsel zwischen den beiden Saugtechniken nicht zurecht kommt und nun deshalb an der Brust frustriert reagiert.
In jedem Fall ist es empfehlenswert, dass Sie sich mit einer Stillberaterin in Ihrer Nähe in Verbindung setzen und sich beim Stillen zuschauen lassen. Aus dem, was die Kollegin sieht, kann sie Rückschlüsse ziehen und Ihnen dann gezielte Tipps geben.
Frage doch mal bei LLLItalien nach. Auskunft kann dir Sheri Khan in Rom email: [email protected] geben.
LLLiebe Grüße
Biggi Welter

von Biggi Welter, Stillberaterin am 27.08.2012

Danke, dass du dir Zeit für meinen Blog genommen hast.

Komm, du kennst das doch sicher auch: Du stillst dein Baby und nebenan wird die freie Brustwarze mit Daumen und Zeigefinger bearbeitet, gezwirbelt, gedreht und sonstwie durch den Fleischwolf gezogen.

Gibt es eine Erklärung für dieses Zuppeln? Und wie, um Himmels Willen, geht es wieder weg? Gibt es irgendwelche Alternativen? Das erfährst du im folgenden Beitrag.

Baby spielt beim Stillen mit der Brustwarze

Ich erinnere mich noch genau, als das mit dem Zuppeln losging. Mein Baby fuhr mit seiner kleinen Hand ganz grobmotorisch über meine Brust. Es wirkte wie ein unkoordiniertes Streicheln.

Links und rechts auf meinen Brüsten sitzen zwei Melanome – wie große Leberflecken. Da strich mein Baby eines Abends zufällig drüber und war begeistert davon. Es war höchst fasziniert, was es da gerade entdeckt hatte.

Ich machte mir nichts aus dieser für mich relativ kleinen Entdeckung. Ich sah mir das Schauspiel an, war entzückt von dieser Süßigkeit und kuschelte mich weiter an meinen kleinen Spatz heran.

Gewöhnung

So ergab es sich, dass mein Sohn jedes Mal beim Stillen meine Melanome erkundete, streichelte, zupfte usw.

Mit der Zeit bemerkte ich, dass das ganz schöne Schmerzen verursacht. Nämlich dann, als mein Baby anfing, meine Melanome aufzukratzen. Es war nicht böse gemeint. Es beruhigte ihn. Er spürte einfach nicht den Schmerz, den ich spürte. Also machte er weiter mit dem Kratzen, während ich nun verzweifelt versuchte, es zu unterbinden.

Das funktionierte mal so, mal so. Die freie Brust war zugedeckt, das Melanom auf der anderen Brust deckte ich mit meiner Hand ab, manchmal war auch ein Pflaster drauf, weil es geblutet hatte.

Alternative gesucht und gefunden

Das fand Minimi manchmal aber nicht so toll, weil er ja nichts mehr zum Kratzen hatte und ging wieder auf die Suche, indem er mit seinem Ärmchen herumfuhrwerkte… und dabei über die freie Brustwarze strich. Minimis Zuppel-Alternative war gefunden! Und ich Dödel ließ es zu. Tat ja nicht weh. Störte mich auch nicht. Ja. NOCH nicht!

Schon bald machte er mich mit seinem Knubbeln schier wahnsinnig. Ich hasste dieses Gefühl. Es war mir total unangenehm. Doch im Gegenzug sah ich, wie es mein Baby beruhigte. Also ertrug ich es, während ich fast explodierte.

Limit erreicht

Dass das nicht lange gut gehen kann, wenn man etwas über sich ergehen lässt, was man überhaupt nicht will, und dann aggressiv wird, war klar. Ich beschwerte mich bei meinem Mann, wie nervig dieses Kneifen und Pulen doch sei.

Mein Mann denkt da immer ziemlich einfach: „Wenn du es nicht magst, dann lass es.“ Fertig. Sonst noch ein Problem?

Ich hatte also wieder zu mir gefunden. Wollte für mich einstehen. „Ende mit Nippeltwist!“, sagte ich mir. Nur hatte ich die Rechnung ohne den kleinen Nippelzwicker gemacht…


Umgewöhnung

Der fand es nun gar nicht toll, dass ich ihm sein Beruhigungsmittel plötzlich verweigerte. Er protestierte lautstark und schlief trotz der Möglichkeit, „nur“ gestillt zu werden, schlechter und viiiiiel später ein.

Also was tun? Er will knubbeln, ich aber nicht meine Brustwarzen dafür hinhalten.

Viele Mamas haben bzw. hatten dieses Problem und ihre ganz persönlichen Methoden gefunden, um ihrem Kind eine Alternative zum Knubbeln anzubieten.

Alternativen zum Nippeltwist

Hier ist alles erlaubt, was das Kind statt der Nippel zum Fummeln und Zwicken nehmen kann. Wie wäre es damit:

  • eine Stillkette*, die die Mama sich umhängt und ihr Kind daran spielen lässt
  • ein Spielzeug, z.B. ein kleiner Massageball, zum Kneten und Ziehen
  • ein Stofftier
  • ein Schnuffeltuch mit Knoten

Meine Empfehlung für dich Stillkette aus Holz – Ein ideales Geschenk zur Geburt & eine wunderschöne Hilfe beim Stillen! Verschiedene Farben (türkis)*

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Eine Mutter schwörte sogar auf Stilleinlagen, mit denen ihr Kind liebend gern während der Stillzeit spielte und davon mittlerweile sogar in den Schlaf begleitet wird.

Was ich auch schon bei uns beobachten konnte: Dass mein Baby extrem gern mit den großen Knöpfen auf meiner Stillbluse* spielte. Auch eine Möglichkeit, die Brustwarze aus der Schusslinie zu nehmen…

Andere wiederum halten lieber ihren Hals oder ihr Ohr hin, statt sich an den Nippeln rumzwirbeln zu lassen. Manche begnügen sich auch mit Mamas Hand.

Warum?

Vielleicht hilft es dir auch, wenn du weißt, aus welchem Grund dein Kind so gern mit deiner Brust spielt.

Mir fiel beispielsweise auf, dass mein Sohn ewig nuckelte, aber nicht trank. Sobald er jedoch ein paar Mal an der Brustwarze rumspielte, löste er den Milchspendereflex aus und er trank in vollen Zügen. Ist das bei dir auch so?

Womöglich ist das Brustzuppeln mit dem Milchtritt bei Katzen, Hunden, Mäusen und Schweinen zu vergleichen, damit der Milchspendereflex ausgelöst wird. Kälber, Lämmer, Zicklein und bestimmt noch andere Tiere wiederum lösen diesen mit Kopfstößen aus.

Wenn dein Baby beim nächsten Mal also wieder deine Brust knetet und an den Nippeln zieht, könnte dies durchaus dazu dienen, die Milch besser fließen zu lassen.

Ob es nun einen Grund dafür geben mochte oder nicht: ICH für meinen Teil wollte das nicht mehr. Auch wenn das bedeutete, dass der Milchspendereflex später ausgelöst wird.

MEINE Lösung bestand aus mehreren Kleinigkeiten:

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1. Ehrlichkeit

Auch, wenn mein Sohn „nur“ ein Baby war und mich wahrscheinlich (noch) nicht verstand, sagte ich ihm, dass mich das Zuppeln stören würde. Dass es mir unangenehm sei. Dass es mich aggressiv mache. Ich war einfach ehrlich.

2. Eigene Grenzen wahren

Was für meinen Sohn reinste Entspannung war, war für mich die reinste Tortour. Denke ich an diese Zeit zurück, in der ich es Zähne knirschend ertrug, kann ich nur mit dem Kopf schütteln.

Warum lasse ich es über mich ergehen, dass mir mein Kind die Nippel wund reibt, obwohl ich dieses Gefühl nicht leiden kann?

Ich musste für meine persönlichen Grenzen einstehen. Das Zuppeln ging mir an die Substanz. Es war MEINE Aufgabe, mich in meiner Haut wieder wohl zu fühlen. Also legte ich seine Hand immer wieder beiseite, streichelte sie, bot die o.g. Alternativen an, redete mit ihm.

3. Kind fragen

Anfangs war es schwierig, es durchzustehen, weil mein Sohn nunmal an dieses Beruhigungsmittel gewöhnt war. Aber mein Entschluss stand fest. Ich wollte das einfach nicht. Und so fand er nach einigen Tagen eine Methode, mit der er persönlich zurecht kam: Er stopfte seine Hand in meinen Ausschnitt und vergrub seine Hand unter meiner freien Brust. So schlief er dann ein, während er gestillt wurde. Ab und zu will er auch einfach nur seine Hand auf meine Brust legen und das genügt ihm schon. Wir haben unseren Weg gefunden.

Ich muss allerdings gestehen, dass ich nicht immer konsequent bin. Wenn es mich tatsächlich mal nicht stört, dass mein Kind rumknubbelt, dann lasse ich das auch zu. Stört es mich wieder, stehe ich auch dafür ein und das akzeptiert er mal mehr und mal weniger und sucht sich dann seine Alternative.

Ich kann dir nicht sagen, ob es verwirrend für dein Kind sein wird, wenn du es mal pulen lässt und mal wieder nicht. Für mich hat sich das „richtig“ angefühlt. Ja sagen, wenn ich es auch so meine. Nein sagen, wenn ich es so meine.

Was hat dir bzw. deinem Kind geholfen, nicht mehr an den Brustwarzen zu zupfen? Oder stört es dich sogar gar nicht?

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Baby schreit beim Stillen: Ursachen & Tipps!

Dein Baby schreit beim Stillen und Du willst wissen warum? Für das Weinen, Quengeln und Brüllen beim Stillen kann es viele Gründe geben. Die häufigsten Ursachen für das Schreien beim Trinken an der Brust und hilfreiche Tipps, wie Du Dein schreiendes Baby beruhigen kannst, verraten wir Dir hier.

Dein Baby schreit beim Stillen?

Kaum bist Du dabei Dein Kind an die Brust zu legen, geht es auch schon los: Dein Baby schreit beim Stillen. Wenn sich Babys die Seele aus dem Leib schreien, dann blutet das Herz jeder Mutter. Die tut bekanntlich alles in ihrer Macht stehende, um dem Kreischen ein Ende zu bereiten. Doch was, wenn das Baby beim Stillen weint, ohne dass die Ursache für das Gebrüll erkennbar ist?

Baby schreit beim Stillen – Ursache & Lösung

Um dem Geschrei auf den Grund zu gehen, musst Du zunächst feststellen, wann genau Dein Baby beim Stillen schreit: Weint es vor dem Trinken, während des Stillens oder beginnt es zu weinen, nachdem Du ihm die Brust gegeben hast? Vom Zeitpunkt des Schreiens kannst Du ableiten, an was es Deinem Kind fehlen könnte oder was es womöglich sogar stört und was Du dagegen tun kannst.

Es gibt einige wirksame Tipps, damit Dein Baby beim Stillen zu schreien aufhört.

Baby schreit vor dem Stillen

# Ungewohnter Duft: Schreit Dein Baby vor dem Stillen, könnte es sein, dass es durch ungewöhnliche Umstände irritiert ist. Möglicherweise nimmt Dein Kind einen fremden Duft wahr. Ein neues Waschmittel, Deodorant oder Duschgel könnte die Ursache dafür sein, dass Dein Baby beim Stillen schreit. Damit Dein Kind weder abgelenkt ist, noch sich gestört fühlt und bestenfalls sein Schreien einstellt, kannst Du Folgendes versuchen: Dusche vor dem Stillen ohne Duschgel und trage anschließend Kleidung, die ohne Waschmittel gewaschen wurde. Wenn Dein Baby danach wieder ruhig trinkt, weißt Du, dass ein unbekannter Duft dafür verantwortlich war, dass Dein Baby beim Stillen weint.

Dein Baby weint beim Stillen? Biete ihm keine künstlichen Sauger und Nuckel an.

# Verstopfung: Ein größeres Baby schreit beim Stillen manchmal, wenn es vom Zufüttern – der Gewöhnung an Brei – Verstopfung hat. Hör vorübergehend mit dem Zufüttern von breiiger Baby-Nahrung auf und frag eine Stillberatung um Rat, wenn das Problem anhält.

# Saugverwirrung: An der Brust zu trinken, erfordert für Babys eine andere Technik als an einem künstlichen Sauger zu nuckeln. Bietest Du Deinem Kind mal die Brust, mal einen Nuckel an, kann das den Zwerg gehörig durcheinanderbringen – das Baby schreit beim Stillen. Um dies zu vermeiden, solltest Du Deinem Kind gerade in den ersten Lebenswochen nur die Brust geben und auf alle künstlichen Sauger verzichten. Solange Dein Baby nicht trinkt, kannst Du Muttermilch abpumpen und ihm diese mit einem Löffel einträufeln. Nach ein oder zwei Tagen sollte sich die Saugverwirrung legen und Dein Kind wieder normal trinken.

Weitere Tipps, wenn Dein Baby beim Stillen schreit, bekommst Du in diesem Video:

Baby schreit während des Stillens

# Geschmack der Milch: Starke Gewürze oder körperliche Anstrengung vor dem Stillen können den Geschmack Deiner Muttermilch vorübergehend beeinflussen. Wenn Du etwas vanillehaltiges – z. B. einen Joghurt oder Milchreis mit natürlicher Vanille – isst, neutralisiert das ungewohnte Aroma die Milch und lässt sie angenehmer schmecken.

# Darmbewegungen: Wenn Dein Baby beim Stillen schreit, sind möglicherweise auch Bauchschmerzen der Auslöser. Starke Darmbewegungen können sehr schmerzhaft für Babys sein. Ein warmes Bad oder ein lauwarmes Wärmekissen auf den Bauch des Babys können helfen, schmerzhafte Verspannungen zu lösen.

# Schnupfen: Hat Dein Kind Schnupfen, kann es beim Trinken weder atmen, noch seinen Hunger in Ruhe stillen. So befremdlich es vielleicht zunächst klingen mag: Spritze einen Tropfen Muttermilch in jedes Nasenloch Deines Babys, damit seine Nase wieder frei wird.

# Falsche Brust: Einige Babys bevorzugen eine Seite der Brust, an der sie lieber trinken. Dein Baby schreit beim Stillen wahrscheinlich regelmäßig, weil es das Trinken an der anderen Brust verweigert. Das kann an unterschiedlich geformten Brustwarzen liegen, aber auch daran, dass die Milch auf einer Seite leichter ausströmt als aus der anderen. Tipp: Stille Dein Kind im Wiegegriff und lass es von einer Brust zur anderen gleiten. Beende das Stillen mit der bevorzugten Seite, denn das Baby ist gegen Ende des Stillens müde und an seiner Lieblingsseite fällt ihm dann das Trinken leichter.

# Brust-Schimpf-Phase: Mit den Wochen und Monaten bekommt Dein Baby ein Gefühl für Du und Ich. Es lernt, dass die Brust nicht ihm, sondern Dir gehört und Du diejenige bist, welche die Brust gibt und nimmt. Das nennt man die Brust-Schimpf-Phase. Das Kind erlebt in dieser Zeit so etwas wie seine erste Pubertät. Das Baby schreit beim Stillen, schimpft die Brust an und lernt so seine erste Eigenständigkeit. Dabei trinkt das Kind erst, lässt dann von der Brust ab und schreit unerwartet wütend los. Wenn Du diesen kindlichen Denkansatz verstanden hast, dann fällt es in der Regel leichter das Stillen weiter durchzuführen. Diese Phase beginnt in der Regel ab dem 3. Monat und dauert ein paar Wochen an.

# Wachstumsschub: Wenn ein Baby beim Stillen schreit, ist oft ein gewöhnlicher Wachstumsschub der Grund. In der Regel fühlen sich die Kleinen dabei nicht besonders wohl und reagieren, indem sie heftig zu weinen beginnen. In den ersten 14 Monaten durchlebt ein Baby acht Wachstumsschübe, bei denen es Größe, Sinne und Wesen entwickelt. Die Folgen sind häufig Unsicherheiten und Schreien beim Stillen.

# Zu wenig Milch: Du solltest nicht beginnen abzustillen, wenn Du es nicht mehr aushältst, dass Dein Baby beim Stillen schreit. Denn möglicherweise ist einfach eine ungenügende Milchmenge die Ursache. Produziert Deine Brust nicht mehr ausreichend Milch und Dein Baby saugt trotzdem weiter, wird sich das schnell durch wunde Brustwarzen beim Stillen bei Dir bemerkbar machen. Die Milchmenge steigern und länger stillen, ist aber durchaus möglich.

Vielleicht ist zu wenig Muttermilch der Grund, dass Dein Baby beim Stillen schreit.

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Baby schreit nach dem Stillen

# Luft im Bauch: Wahrscheinlich ist nach dem Trinken noch Luft im Bauch, die Deinem Baby Schmerzen bereitet und es brüllen lässt. Lass Dein Kind deshalb nach dem Stillen das berühmte Bäuerchen machen und gut aufstoßen.

# Koliken: Es kann aber auch sein, dass Dein Baby beim Stillen schreit, weil es besonders in den ersten drei Lebensmonaten zu Dreimonatskoliken neigt und von Bauchschmerzen geplagt ist. Der sogenannte Fliegergriff (das Baby bäuchlings auf dem Arm halten) und ein Wärmekissen auf dem Bauch des Babys helfen, die schmerzhaften Verspannungen zu lösen.

Wichtig: Egal, wie laut Dein Baby beim Stillen weint – lass Dich nicht stressen. Sobald Dein Kind davon Wind bekommt, dass Du Dich mit der Situation überfordert fühlst, überträgt sich der Stress auf Dein Baby und es schreit umso heftiger. Wie so häufig, liegt hier also die Kraft in der Ruhe und natürlich in unseren Tricks.

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Du hast zum ersten Mal ein Baby bekommen und bist über deinen Körper irritiert? Wir kennen das Gefühl und geben Entwarnung: Es wird alles gut! In unserem Video erfährst Du, was jetzt mit deinem Körper passiert:

Dein Baby schreit beim Stillen? Das ist kein Grund zu verzweifeln: Mit unseren Tipps kannst Du die Ursachen des Geschreis wirksam bekämpfen, wenn Dein Baby beim Stillen weint. Sollte Dein Baby trotz aller Kniffe dennoch weiter beim Stillen schreien, lass alle anderen möglichen Ursachen – wie Ohrenschmerzen, ein Soor oder auch Halsschmerzen – von einem Arzt abklären. Vielleicht ist Dein Kind aber auch ein Schreibaby? Verrate uns doch in den Kommentaren, mit welchen Tricks Du dein Baby beruhigst.

Baby schläft beim Stillen immer ein und lässt sich nicht wecken

Antwort auf:

Baby schläft beim Stillen immer ein und lässt sich nicht wecken

Liebe Babybunny00,
der Organismus eines Neugeborenen ist auf viele, kleine Mahlzeiten eingestellt. Sein Magen hat etwa die Größe eines Teebeutels. Kleine Mengen an Muttermilch sind also absolut richtig und in Ordnung.
Wichtig ist, dass Ihr Baby ab dem zweiten, dritten Tag mindestens drei bis vier Darmentleerungen hat und ausreichend Urin ausscheidet. Eine Gewichtsabnahme von etwa sieben Prozent des Geburtsgewichtes innerhalb der ersten Tage ist normal, bis zehn Prozent sind bei einem ansonsten gesunden Kind tolerierbar. Spätestens mit drei Wochen sollte Ihr Baby sein Geburtsgewicht wieder erreicht haben.
Wenden Sie sich am besten einmal an eine Stillberaterin vor Ort, die sich einmal ansehen kann, ob Ihr Baby korrekt saugt.
Adressen von Stillberaterinnen finden Sie im Internet unter:
http://wwwlalecheliga.de (Stillberaterinnen der La Leche Liga), http://www.afs-stillen.de (Stillberaterinnen der Arbeitsgemeinschaft freier Stillgruppen) oder http://www.bdl-stillen.de (Still- und Laktationsberaterinnen IBCLC).
Bis Sie eine Stillberaterin erreichen, hier ein paar Tipps, die sich beim Wecken eines schläfrigen Babys bewährt haben:
Aufwecktechniken
• Versuchen Sie das Baby aufzuwecken, wenn es sich in einem leichten Schlafstadium befindet. Achten Sie auf rasche Augenbewegungen unter den geschlossenen Lidern, Bewegungen von Armen und Beinen, Saugbewegungen der Lippen und Veränderungen im Gesichtsausdruck ihres Babys.
• Dämpfen Sie das Licht. Grelles Licht veranlasst das Baby, seine Augen zu schließen.
• Lockern Sie die Bettdecke oder nehmen Sie die Decke weg.
• Bei warmen Raumtemperaturen ziehen Sie das Baby aus bis auf die Windel. Bei Temperaturen über 27° C nimmt die Saugaktivität ab.
• Sprechen Sie mit dem Baby und versuchen Sie, Blickkontakt herzustellen.
• Halten Sie das Baby aufrecht.
• Bewegen Sie das Baby sanft auf und ab, während Sie es auf ihrem Schoß halten. Dabei heben Sie seinen Kopf, seine Schultern und seinen Körper an und beugen es in der Hüfte. Versuchen Sie niemals, das Baby in der Taille zu beugen, dadurch können innere Verletzungen hervorgerufen werden.
Steigerung der Stimulation
• Reiben oder klopfen Sie den Rücken des Babys oder lassen Sie Ihre Finger an seiner Wirbelsäule entlang spazieren.
• Wechseln Sie die Windeln.
• Massieren Sie sanft Hände und Füße des Babys.
• Verstärken Sie den Hautkontakt mit Ihrem Baby. Massieren Sie das Baby oder baden Sie es.
• Bewegen Sie die Arme und Beine des Babys wie bei „backe, backe Kuchen.“
• Reiben Sie die Stirn und die Wangen des Babys mit einem kühlen, feuchten Waschlappen ab.
• Lassen Sie Ihre Fingerspitzen um die Lippen des Babys kreisen.
• Tropfen Sie etwas ausgestrichene oder abgepumpte Muttermilch auf die Lippen des Babys.
Das Interesse des Babys aufrecht erhalten
• Die Hand, die die Brust abstützt, muss das Gewicht der Brust vom Kinn des Babys nehmen.
• Wechseln Sie die Seite, sobald das Baby das Interesse am Saugen verliert.
• Wenn Sie die Brustseite wechseln, lassen Sie das Baby dazwischen aufstoßen oder wickeln Sie es, um sein Interesse wach zu halten.
• Versuchen Sie das Baby in der Unter dem Arm Haltung statt der Wiegenhaltung zu stillen.
• Massieren Sie den Oberkopf des Babys beim Stillen in kreisenden Bewegungen.
Sie werden nicht alle diese Tipps verwirklichen können. Suchen Sie sich die heraus, die Ihnen passend erscheinen.
Wenn sich das Stillen erst einmal eingespielt hat, dann werden Sie gerade durch das Stillen viel mehr Freiraum und Zeit für Ihr größeres Kind haben, denn Sie sind mobiler und unabhängiger (sie brauchen keinen Strom, kein Wasser, müssen keine Flaschen usw. mitschleppen) und haben beim Stillen eine Hand frei, um sich mit Ihrem Sohn zu beschäftigen.
Auch wenn der Anfang manchmal schwer ist, das Durchhalten lohnt sich. Wenden Sie sich wirklich für gezielte und direkte Hilfe an eine Kollegin vor Ort.
LLLiebe Grüße
Biggi Welter

von Biggi Welter, Stillberaterin am 25.11.2009

Was tun, wenn Babys beim Stillen einschlafen?

Haben Sie Ihr Baby richtig angelegt?

Sollte Ihr Baby während des Fütterns immer wieder ein Nickerchen einlegen, ist es wahrscheinlich, dass es Ihre Brustwarze mit dem Mund nicht richtig zu fassen bekommt und nur wenig trinkt. Das führt beim Kleinen zu Frust – und womöglich statt Schreien zum Einschlafen. Überprüfen Sie am besten, wie Sie Ihr Baby an Ihre Brust angelegt haben. Sie sollten darauf achten, dass Ihr Nachwuchs möglichst eng anliegt und dementsprechend viel Ihrer Brust erfassen kann. Darüber hinaus ist es wichtig, dass Ihr Baby in entspannter Körperhaltung problemlos trinken kann und nicht etwa seinen Kopf verdrehen muss, um an seine Nahrung zu kommen.

Saugverwirrung: Wenn Ihr Baby falsch nuckelt

Wenn Sie ein Baby bekommen, sollten Sie mit dem Einsatz von Schnullern eher sparsam umgehen. Stecken Sie Ihrem Kind ständig einen Schnuller in den Mund, gewöhnt es sich an das Nuckeln und wird dadurch womöglich saugfaul. Dies kann dann anschließend zu Problemen beim Stillen führen: Statt zu futtern, schläft der Nachwuchs einfach ein.

Einschlafen an der Brust: Ihr Baby ist satt

Sollte Ihr Baby beim Stillen einschlafen, ist das kein Grund zur Panik, da dies auch einen ganz natürlichen Grund haben kann. Ihre Muttermilch sättigt nämlich nicht nur, es sind überdies Stoffe enthalten, die Ihr Kleines müde machen. Und welcher Ort wäre für Ihr gesättigtes Baby geeigneter zum Einschlafen als Ihre Brust, an der es warm und sicher ist? Beobachten Sie Ihr Kind also gut und lernen Sie die Situation richtig einzuschätzen.

Neugeborenes kriegt Brustwarze nur schwer zu fassen

Hallo
also herzlichen Glückwunsch erstmal.
Bei mir ist es zwar schon eine ganze Weile her aber auch meine Tochter kam gut 4 Wochen zu früh und hatte am Anfang Mühe die Brustwarze richtig zu fassen zu bekommen.
Das kurze abpumpen habe ich auch gemacht wenn die Brüste zu voll und zu hart waren. Du kannst auch alternativ dazu die Milch ausstreichen.
Dazu die Brust vorher anwärmen( ich hab sie immer unter warmes Wasser gehalten) und dann die Brust mit der Hand umfassen und mit Daumen und Zeigefinger vom Ansatz bis zur Brustwarze mit sanftem Druck ausstreichen.
Wenn du ihn anlegst wie machst du das? Kind zur Brust und ihn dann randrücken?
Das reicht bei den ganz kleinen oft nicht .
Versuche mal deine Brust bzw. deinen Brustwarzenvorhof mit Daumen und Zeigefinger zu fassen und ihm das dann aktiv in den Mund zu stecken.
Er muß dabei mit dem Kopf und auch seinem Körper vollständig zu deiner Brust gedreht sein.
Er darf sich nicht verdrehen müssen sonst kann er leicht die Warze wieder verlieren.
Wenn er sich dann festgesaugt hat, kannst du ihn beim Trinken unterstützen indem du sanft! deine Brust weiter austreichst .
Aber wirklich nur ganz sanft sonst kann er sich verschlucken wenn die Milch zu stark sprudelt.
Es ist normal das er am Anfang schnell erschöpft ist und dann einschläft. Immer wieder anlegen beim kleinsten Pieps und beim Trinken ab und zu neben dem Ohr massieren das animiert zum weitertrinken.
Und blos keinen Rythmus beim füttern wie alle 2 oder alle 4 Stunden sondern absolut nach Bedarf.
Wenn du dir unsicher bist kannst du auch eine Stillberaterin zum Beispiel der La Leche Liga kostenlos kontaktieren.
Ein gutes Stillbuch hat mir ebenfalls sehr weitergeholfen. Zum Beispiel „Das Stillbuch“ von Hannah Lothrop
Ich wünsche dir alles Gute und eine wunderschöne Stillzeit mit deinem schatz
Ihr seid ja noch ganz am Anfang aber ihr schafft das bestimmt.
LG Anja mit Aileen 8 Jahre(3 Jahre gestillt) und Caitlin 5 Jahre( 2 Jahre gestillt)

Erfolgreich mit Flach- oder Hohlwarzen stillen

Flach- und Hohlwarzen

Hohl- und Flachwarzen entwickeln sich während der Pubertät oder sind angeboren.

Der Grund für die Entstehung von Hohlwarzen sind häufig verkürzte Milchgänge des Brustgewebes, die zu Verklebungen führen und die Brustwarzen nach innen ziehen können. Eingezogene Brustwarzen, die unbehandelt bleiben, können sich zum Stillproblem entwickeln, weil das Baby beim Trinken die Brustwarze nicht richtig mit seinem Mund aufnehmen bzw. greifen kann.

Die Brustwarzen sind bei jeder Frau unterschiedlich geformt, auch bei Flach- und Hohlwarzen:

  • Flachwarzen charakterisieren sich dadurch, dass sie sich nicht über das Niveau der Areola erheben.
  • Hohlwarzen sind in die Areola eingestülpt oder eingezogen.

Diese Brustwarzenformen können beim Stillen des Babys manchmal problematisch sein. Einige Neugeborene haben jedoch keine Probleme mit dem Erfassen von Flach- oder Hohlwarzen.

Die Hebamme kann bereits in der Schwangerschaft überprüfen, z.B. durch Druck auf die Mamille, ob die Warzen sich richtig aufrichten können. Können sich beide oder eine Brustwarze nicht nach außen aufrichten, sind wahrscheinlich die Michgänge zu kurz.

Wie unterscheidet man eine „normale“ von einer „flachen“ Brustwarze?

Das können Sie zu Hause auch selbst überprüfen. Drücken Sie Daumen und Zeigefinger sanft auf den Rand des Warzenhofes. Die „normale“ Brustwarze bleibt hervorstehend, die Flachwarze, „schlupft“ dabei zurück. Bei etwa 10 % der Frauen kommen Flachwarzen vor.

Stillen mit Flach- oder Hohlwarzen

Der Stillerfolg bei flachen Warzen hängt davon ab, ob die Brust im Bereich der Mamille weich genug ist, damit das Baby viel Brustgewebe mit dem Mund aufnehmen kann. Um das Stillen problemlos zu genießen, muss die weite Öffnung des Mundes des Babys unterstützt und gefördert werden.

Bei Saug- und Anlegeproblemen kann man z.B. Brusthütchen wie TULIPS verwenden, die zugleich vor wunden und gereizten Brustwarzen schützen und die Schmerzen beim Stillen lindern können. Der Vorteil der Tulips liegt darin, dass das Baby den mütterlichen Geruch während der Stillzeit wahrnehmen kann und neue Verletzungen vermieden werden.

Stilltipps für Flachwarzen

Tipp 1: Vor dem Anlegen drücken Sie einige Tropfen Muttermilch aus der Brust. Der Geruch der Milch kann die Motivation des Babys steigern.

Tipp 2: Wenn Sie stillen wollen und flache Brustwarzen haben, ist eine andere Möglichkeit z.B. die Brustwarze vor dem Anlegen durch Stimulation zur Aufrichtung zu bringen und diese dem Kind so anzubieten. Drücken Sie sanft mit zwei Fingern auf den Warzenhof, damit die Brustwarze leicht hervortritt.

Tipp 3: Wenn Sie Schwierigkeiten beim Anlegen des Babys haben, können Sie die Brustwarze durch Abpumpen mit einer elektrischen Pumpe vor dem Anlegen stimulieren bzw. vorbereiten. So wird die Brustwarze sanft hervorgezogen und das Baby kann leichter trinken.

Tipp 4: Bei Flach- und Hohlwarzen ist es empfohlen auf Sauger und Schnuller zu verzichten, da beim Baby leichter eine Saugverirrung auftreten kann.

Behandlung von Flach- und Hohlwarzen

Brustschilder oder Brustwarzenformer

Eine Möglichkeit, Hohl- und Flachwarzen zu behandeln, sind Brustschilder oder Brustwarzenformer. Sie bestehen aus zwei übereinander liegenden, durchsichtigen Plexiglasschalen von etwa 10 cm Durchmesser. Die Schale, die auf der Brust liegt hat ein kreisförmiges Loch für die Brustwarze und die obere Schale ein oder mehrere Luftlöcher.

Es empfiehlt sich, die Brustwarzenformer anfangs 10 Minuten und später bis zu 8 Stunden täglich einzulegen. Durch den Druck auf den Warzenhof kommen die Brustwarzen durch die Öffnung und werden so darauf trainiert, stärker hervorzutreten. Die Brustschilder können auch während der Stillzeit getragen werden.

Niplette

Eine neuere und wirksame Methode zur Behandlung von Flach- und Hohlwarzen, ist die Niplette. Durch eine sanfte Saugwirkung werden die verkürzten Milchgänge vorsichtig gedehnt, um eine Korrektur der flachen Warzen zu bewirken. Die Niplette besteht aus einem durchsichtigen Brustwarzenformteil mit einem kleinen Schlauch.

Dieser Teil wird auf die eingezogene Warze gesetzt. Anschließend wird mit einer kleinen Saugpumpe die Luft aus der Form abgesaugt. Damit soll die Warze in die richtige Form gebracht werden. Es empfiehlt sich, die Niplette zwei bis drei Wochen lang im BH, ca. 8 Stunden (Tag oder Nacht) zu tragen, danach sollte sie nur gelegentlich verwendet werden.

Stillhütchen

Bei ungünstiger Brustwarzenform werden häufig auch Stillhütchen (Brust- oder Saughütchen genannt) getragen. Diese Stillhütchen bestehen aus Silikon, Gummi oder Latex und werden auf die Brustwarze gelegt. Beim Stillen trinkt das Baby durch diese Hütchen wie durch einen Sauger. Bei der Nutzung von Stillhütchen könnte manchmal der Milchflussreflex gestört werden, da die Brust nicht durch Hautkontakt stimuliert wird, deswegen tritt bei einigen Babys Saugverwirrung oder Veränderung des Saugrhythmus auf.

Pflege von Flach- und Hohlwarzen

  • Pflegender Multi-Mam Brustwarzenbalsam: Der Multi-Mam Balsam basiert auf pflanzlichen Ölen und schützt die Brustwarzen vor und während des Stillens, da er die Haut weich und geschmeidig hält. Der Balsam eignet sich für die Pflege von trockenen und sensiblen Brustwarzen, ist nicht klebrig und hat weder Geschmack noch Geruch auf der Haut.
  • Atmungsaktive Stilleinlagen LilyPadz: Eine weitere Methode zur Pflege von Brustwarzen sind die atmungsaktiven, wiederverwendbaren Stilleinlagen LilyPadz. Flach-und Hohlwarzen brauchen zusätzlich frische Luft, deswegen eignen sich LilyPadz hier sehr gut. Sie sind nicht-absorbierend und bestehen aus einem weichen und atmungsaktiven Silikon. LilyPadz schützen vor auslaufender Muttermilch und gewährleisten eine gute Belüftung der Brust. Sie fühlen sich an wie eine zweite Haut über Ihrer Brust, bleiben unter Ihrer Kleidung unsichtbar, diskret und verrutschen nicht.
  • Warzen trockenhalten: Lassen Sie Muttermilch und Speichel des Babys nach dem Stillen antrocknen. Sonnenlicht, Lüftung sowie Stilleinlagen aus Seide und Wolle unterstützten den Heilungsprozess. Sobald die Stilleinlagen feucht oder nass sind, wechseln Sie diese sofort, sonst entsteht ein feuchtes Milieu für Keime und Bakterien.
  • Flache Warzen schlupfen anfangs nach dem Stillen häufig zurück bzw. werden von der Kleidung zusammengedrückt. Dadurch können Schrunden zwischen Warze und Warzenhof entstehen.
  • Flach- und Hohlwarzen nicht mit Seife oder alkoholischen Desinfektionsmitteln waschen und abspülen, denn das macht die Haut trocken und rissig.
  • Reißen Sie das Baby zum Ende der Stillmahlzeit nicht von der Brust, sondern führen Sie vorsichtig den kleinen Finger zwischen die Zahnleisten des Kindes.

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Quellen: Ardo Medical Ratgeber (2014): http://www.ardomedical.de/ratgeber.html Höfer, Silvia (2012):Hebammen-Gesundheitswissen: Für Schwangerschaft, Geburt und die Zeit danach. Gräfe und Unzer Verlag. Lothrop, Hannah (2000): Das Stillbuch. Kösel-Verlag, München. Reich-Schottky, Utta (2010):Stillen & Stillprobleme. Ferdinand Enke Verlag Stuttgart. Stiefel, Andrea & Geist, Christine & Harder, Ulrike (2013): Hebammenkunde. Lehrbuch für Schwangerschaft, Geburt, Wochenbett und Beruf. Hippokrates Verlag Stuttgart

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