Stärken von kindern

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Von Michael Hartl 12. Dezember 2014

Die kalt-nasse Jahreszeit ist da und die ein oder der andere hat dies auch schon am eigenen Körper spüren dürfen. Die ersten Menschen in meinem Umfeld sind krank. Und auch ich durfte gerade ein paar Tage ruhiger angehen lassen. Nach einem Krankenbesuch durfte ich feststellen, dass mein Immunsystem nicht fit genug dafür war.

Anlässe genug, um sich mal wieder mit dem Immunsystem auseinanderzusetzen. Was stärkt es? Was schwächt es? Und wie lässt sich das in einen Schwung simpler Ansätze zusammenfassen?

Immunsystem natürlich stärken – die Basics

1. Ausreichender Schlaf

In der heutigen Zeit vielleicht einer der größten Stressverursacher und Krankmacher: Zu wenig Schlaf. Für deine Abwehrkräfte bedeutet weniger als sieben bis neun Stunden Schlaf pro Nacht recht sicher eine mangelnde Produktion von Antikörpern. Die sind aber wichtig, wenn du gesund bleiben willst.

Guten und tiefen Schlaf zu finden, scheint vielen Menschen immer schwerer zu fallen. Ich höre so oft Bewunderung, wenn ich erzähle, dass ich mich abends hinlegen und innerhalb von 10 Minuten einschlafen kann. Ich bin überzeugt, dass das jede*r kann. Ich versuche dafür einen Rhythmus zu finden. Nicht einen Tag um 21 Uhr ins Bett, am nächsten um 23 Uhr und am Wochenende erst um 4 Uhr früh. Ideal hat sich für mich herausgestellt, jeden Tag zur selben Zeit ins Bett zu gehen. Deine Uhrzeit ist die Zeit, zu der du unter der Woche aufstehen möchtest, minus 9 Stunden.

Ansonsten hilft mir beim zügigen Einschlafen und für einen entspannten Schlaf früh aufzustehen, unter tags Sport zu machen und den Abend nicht bis kurz vor dem Bett gehen mit Stress wie angeregten Diskussionen oder am Computer zu verbringen. Als viel idealer empfinde ich es, beruhigende Dinge zu tun. Ein nettes Buch lesen, etwas zeichnen oder Atemübungen machen. Dazu Kamille-, Zitronenmelisse- oder Hopfen-Tee.

2. Stress reduzieren

Der zweite große Faktor, der wohl als einer der Krankmacher zählen darf, ist Stress. Dabei geht es mir nicht um kurzzeitigen Stress. Der gilt, so weit ich weiß, nicht als problematisch fürs Immunsystem. Er hilft uns viel eher, leistungsfähig zu sein. Von der Steinzeit aus betrachtet ist Stress auch irrsinnig sinnvoll als Reaktion des Körpers auf Ausnahmesituationen. Sprich: zur Vorbereitung auf Kampf oder Flucht. Nur war das ja nicht eine solche Situation nach der anderen damals.

Somit wird Stress zum Problem für die Gesundheit, wenn er dauerhaft wird. Lang anhaltender Stress belastet das Immunsystem und schwächt es damit deutlich. Also: Stressige Umstände beseitigen und öfter ganz bewusst entspannen. Der einen hilft Sport, der anderen Meditation, wieder anderen die Sauna, ein Spaziergang oder Atemübungen. Ganz egal was dir hilft: Finde es heraus und nutze es! Für ein entspannteres und gesünderes Dasein.

3. Zufrieden Alkohol und Tabak weglassen

Beide Substanzen haben verschiedenste Wirkungen auf den Körper. Und alle Menschen ab einem gewissen Alter sind frei, diese Wirkungen auch mal zu nutzen. Wer diese natürlichen Reaktionen des Körpers, die zum Teil einfach Vergiftungserscheinungen sind, aber mehrmals die Woche hervorruft, konsumiert zu viel davon. Neben all den anderen süchtig und krank machenden Wirkungen sind aber beide auch schlecht für das Immunsystem. Geraucht hab ich zum Glück noch nie, weil ich mir schon denke, dass es schwer ist, so eine Sucht los zu werden. Alkohol genehmige ich mir ab und zu ein Glas. Mein Ideal ist aber auch hier, wieder gar keinen zu trinken.

Essen und Trinken

Foto von Nomadic LassFoto von TSCHAEKOBIzuckersüße Erbsen
Foto von LoboStudioHamburg ()Und ebenso lecker: Haselnüsse 🙂

4. Knoblauch

Der Wunderstoff im Knoblauch heißt Allicin. Er kommt nur in dieser leckeren Pflanze vor. Wenn sich dieser Stoff durch verschiedene Reaktionen umwandelt, entsteht der für Knoblauch typische Geruch. Wenn das Allicin in den Magen kommt, ist es dort ein echter Immunsystem-Booster! Denn Allicin tötet dort auch noch in 100.000-facher Verdünnung Bakterien ab! Ideal roh gegessen. Zum Beispiel ganz fein gehackt in einem Salat-Dressing oder direkt am Tisch über das Essen gestreut.

5. Brokkoli und Karfiol

Eines meiner absoluten Lieblingsgemüse ist der Brokkoli. Der, und besonders dessen Sprossen, und Karfiol (Blumenkohl) enthalten große Mengen an Antioxidantien. Diese Stoffe fangen im Körper die sogenannten „freien Radikalen“. Wen das näher interessiert, bitte einfach die Suchmaschine deiner Wahl befragen.

Viel interessanter finde ich nämlich einen bestimmten Stoff, der in Brokkoli und Karfiol in großen Mengen vorhanden ist: Glutathion. Der Viren attackiert. Ganz nebenbei ist mit Cholin ein Bakterien-Killer in diesen Pflanzen. Gesund und lecker!

6. Abwechslungsreich essen

Ich versuch insgesamt einfach sehr abwechslungsreich zu essen! Ein sehr wichtiger Stoff für unsere Abwehrkräfte ist Vitamin E. Das findet sich massig in pflanzlichen Ölen und Nüssen. Also nutze ich diese gesunden Geschenke der Natur! Und auch Ölsaaten, viel grünes Gemüse, Obst, Linsen, Bohnen, Erbsen und Haferflocken. Und wo es geht, immer Vollkorn! 🙂

7. Ausreichend Wasser trinken

Unser Körper besteht zu 75 Prozent aus Wasser. Irgendwie logisch, dass das Trinken daher keine untergeordnete Rolle spielen sollte. Genug zu trinken ist wichtig, um dem Körper zu helfen, Gifte auszuscheiden. Und die wollen wir ja loswerden, wenn wir gesund bleiben wollen! Zu wenig Wasser führt darüber hinaus auch zu Verstopfungen und Konzentrationsschwierigkeiten.

Also versuche ich immer ausreichend trinken. Auch wenn ich glaube, dass ich das an vielen Tagen nicht gut schaffe. 2 bis 3 Liter Wasser pro Tag, hab ich gelesen; wer Sport macht, braucht deutlich mehr! Und im Sommer gleich nochmal nen Liter mehr einrechnen.

Aber keine Angst: Du musst das nicht alles übers Trinken aufnehmen. Gut die Hälfte davon kannst du locker über wasserhaltige Lebensmittel wie frisches Gemüse und Obst aufnehmen.

Bewegung und frische Luft

8. Regelmäßiger Sport

Ganz abgesehen von den positiven Wirkungen auf den Körper und dein Wohlbefinden, welches natürlich auch zu deiner Gesundheit beiträgt, hat der Sport zwei ganz direkte Auswirkungen auf dein Immunsystem. Zum einen wird durch den erhöhten Kreislauf dein ganzer Körper auf Hochleistung gebracht. Alle Zellen werden besser versorgt und Stress abgebaut. Die andere positive Auswirkung ist, dass du am Abend einfach deutlich schneller einschlafen und in einen tieferen Schlaf fallen wirst. Also regelmäßig ein wenig Sport hilft deinem Immunsystem. Es geht nicht darum, Profisportler*in zu werden oder dich von 0 auf 100 mit einem Extrem-Training zu überlasten.

Und ja, ich weiß, da sind innere Widerstände, die einen zurückhalten wollen. Ich schaffe auch seltener Sport zu machen, als es meinem Ideal entspricht. Aber jedes Mal raus gehen und mich draußen bewegen ist ein Beitrag für meine Gesundheit. Und oft muss ich mich ja nur überwinden, los zu gehen. Wenn ich dann erst Mal unterwegs bin, finde ich eh nicht so schnell wieder heim. 😉

9. Sonnenlicht

Genug Aufenthalt im Freien ist auch wichtig (und soooooo schön!), weil wir dann genug Sonnenlicht abbekommen. Durch direkte Sonneneinstrahlung auf unsere Haut wird dort nämlich das Vitamin D produziert. Und du ahnst es schon: Dieses Vitamin ist wichtig für deine Abwehrkräfte! Es hat aber auch Einfluss auf das Zellwachstum im Körper und kann Diabetes und Krebs vorbeugen.

Der zweite wichtige Faktor, warum ich jeden Tag mindestens eine Stunde im Freien sein will, ist das Glückshormon Serotonin. Das schüttet unser Körper aus, wenn er Sonne abbekommt. Serotonin beseitigt Stress und erhöht die Stimmung. Beides wichtige Faktoren für unsere Gesundheit.

10. Frische Luft

Was gibt es besseres am Morgen oder abends vor dem Bett gehen als raus zu gehen und frische Luft zu atmen? Gerade die kühle Winterluft fördert noch dazu unser Immunsystem. Sie regt die Durchblutung an und fordert unsere Abwehr ein wenig heraus; gerade so, dass sie leistungsfähiger wird. Damit ist Sport im Freien natürlich ideal! Und an Tagen mit Sport-Pause genieße ich einen entspannten Spaziergang, um eine Stunde draußen zu sein.

Kurz und knapp: Immunsystem natürlich stärken

Mir scheint sich ein weiteres Mal zu bestätigen, dass sich ein naturnahes Leben als recht gesund herausstellt. Wenn ich wilder lebe, mit der Sonne raus aus dem Bett, mich mehrmals täglich draußen an der frischen Luft bewege, über den Tag verteilt viel Wasser trinke und mir frisches Obst und Gemüse mit pflanzlichen Ölen und Nüssen schmecken lasse, mache ich schon so einiges richtig. Zumindest wenn es um meine Gesundheit geht.

Mach mit!

Willst auch Du Dein Immunsystem natürlich stärken? Welche einfachen, lebensbejahenden Wege kennst du dazu noch, die ich hier nicht aufgeführt habe?

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Immunsystem stärken: 25 Tipps für eure Abwehr

Warum sollten wir das Immunsystem stärken?

Ein intaktes Immunsystem wehrt zuverlässig Erkältungen oder eine Grippe ab. In den kalten Monaten brauchen wir dafür vor allem drei Dinge: Licht, um das lebenswichtige Vitamin D und Stimmungshormone wie Serotonin auszuschütten, Bewegung, um die Abwehrzellen und Botenstoffe des Immunsystems auf Trab zu bringen. Und ausreichend Ruhe, um das Stresshormon Cortisol abzubauen.

Mit diesen 25 Tipps stärkt ihr euer Immunsystem:

1. Sonne tanken

Treffen Sonnenstrahlen auf unsere Haut, bildet sie Vitamin D. Das aktiviert unsere Killerzellen – Zellen unseres Immunsystems, die kranke Zellen erkennen und abtöten. Besonders viel Vitamin D steckt übrigens auch in Sardinen oder Lachs. Esst also häufiger mal Fisch – seine Omega-3-Fettsäuren hemmen zudem Entzündungen – und geht danach an die frische Luft.
Hier haben wir die besten Fischrezepte für euch.

2. Gelassenheit lernen

Gönnt euch öfter mal eine Pause und versucht, euch nicht allzu sehr zu stressen. Euer Körper wird es euch danken, denn Angst, Depressionen und chronischer Stress können Entzündungen verursachen und das Immunsystem schwächen.

3. Freundschaften pflegen

Der gemeinsame Kinobesuch, die Doppelkopfrunde, das Kochen mit Freunden: Nehmt euch Zeit für Freunde und Familie. Deren Unterstützung baut nicht nur den Alltagsdruck ab, sondern erhöht auch eure Zufriedenheit und eure Abwehrkraft, zeigen Studien.

4. Bewegen, bewegen, bewegen

Regelmäßige Bewegung, vor allem Ausdauersportarten wie Laufen oder Schwimmen, aktiviert die Killerzellen und andere Helfer unseres Immunsystems. Wer etwa mehrmals in der Woche joggt, wird seltener krank und leidet weniger, wenn ihn ein Virus doch mal erwischt. Außerdem hilft Sport beim Stressabbau.

Doch Obacht: Viel hilft nicht viel. Wer zu lange oder zu intensiv trainiert, schadet seinem Immunsystem. Wird Sport für unseren Körper zum Stressfaktor, sind wir sogar anfälliger für Infekte. Daher gilt: Habt ihr euch bereits einen Virus eingefangen, solltet ihr eine Sportpause einlegen, bis es euch wieder besser geht.

5. Ausreichend schlafen

Im Schlaf kreist das Stresshormon Cortisol, das die Immunabwehr bremst, nur noch reduziert im Körper. Außerdem schütten wir nachts Wachstumshormone aus, die auch für die Wundheilung gebraucht werden. Versucht daher, mindestens sieben Stunden Schlaf zu bekommen. Hier findet ihr unsere besten Tipps gegen Schlaflosigkeit.

6. Wärmeregulation trainieren

Regelmäßige Saunagänge halten das Herz-Kreislauf-System fit und stärken die Abwehrkräfte. Durch den Wechsel von heiß und kalt lernt der Körper, die Schleimhäute mehr oder weniger stark zu durchbluten: Bei Hitze weiten sich die Gefäße, bei Kälte ziehen sie sich zusammen. So kann sich der Körper besser auf ungewohnte Temperaturen einstellen.

7. Saisonal essen

Rhabarber im Frühling, Beeren im Sommer, Äpfel und Möhren im Herbst, Kohl im Winter: Richtet eure Ernährung möglichst an den Jahreszeiten aus und esst heimisches Obst und Gemüse. So bekommt ihr frische, gesunde Ware, sparen Geld und tun obendrein noch etwas für die Umwelt. Mit dem BRIGITTE.de Saisonkalender könnt ihr euch schnell und einfach einen Überblick verschaffen.
Hier gibt es unsere besten Herbstrezepte und Winter-Rezepte für Genießer.

8. Häufig lüften

Je feuchter die Luft, desto schneller nehmen ausgenieste Schleim- und Speicheltröpfchen Wasser auf und sinken durch dessen Gewicht zu Boden. Dort sind sie ungefährlich. Die Feuchtigkeit tut auch der Nasenschleimhaut gut. Zudem enthält Luft von draußen natürlich viel weniger Viren. Das Robert-Koch-Institut empfiehlt drei bis vier Mal am Tag mindestens zehn Minuten Frischluftzufuhr, am besten mit einer Stoßlüftung.

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9. Geschützt aufs Rad steigen

Kälte an sich ist kein Grund für eine Erkältung. Steigt daher lieber aufs Fahrrad, statt mit Bus und Bahn zu fahren – denn zwischen vielen Menschen steckt ihr euch viel eher mit einem Infekt an. Allerdings solltet ihr euch beim Radfahren schützen. Tragt eine (möglichst winddichte) Jacke und bindet euch einen Schal vor Mund und Nase, damit ihr keine kalte Luft einatmet. Der Grund: Bei niedrigen Temperaturen ziehen sich die Gefäße der Atemwege zusammen und die Abwehrzellen des Immunsystems gelangen nicht mehr so schnell an ihren Einsatzort – entsprechend ungehindert können sich die Erkältungsviren vermehren.

10. Viren wegspülen

Alles, was Erreger, die gerade im Nasen-Rachen-Raum angelangt sind, wegspült, mindert deren Überlebenschancen. Neben Nasenspülungen bringen auch Heißgetränke, Suppen und scharfes Essen die Nase zum Laufen. Wir haben da zum Beispiel ein sehr wirksames Rezept für Hühnersuppe für euch.

11. Sicher fliegen

Oft ist es im Flugzeug wegen der Lüftungstechnik zu kalt. Deswegen solltet ihr immer einen dicken Pullover mit an Bord nehmen – und viel trinken. Denn die Luft aus der Klimaanlage trocknet die Schleimhäute aus, Erkältungsviren können uns so leichter angreifen.

12. Ausgewogen ernähren

70 Prozent unserer Immunzellen sammeln sich im Darm. Eine vielseitige Ernährung hält ihn gesund. Esst viel verschiedenes Obst und Gemüse, Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte und Nüsse.

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13. Nicht im Eispalast nächtigen

Ja, frische Luft ist gut und gerade im Schlafzimmer sollte es nicht zu warm sein. Allerdings taugt ein eisiges Schlafzimmer nicht zur Abhärtung. Kühl schlafen ist zwar okay, aber weniger als 18 Grad sind Stress für den Körper.

14. Finger weg vom Gesicht

Wir überlegen, telefonieren, träumen – und greifen dabei oft ganz unbewusst an unsere Augen oder die Nase. Durchschnittlich alle vier Minuten fassen wir uns ins Gesicht! Wer es schafft, das zu reduzieren, vermindert auch die Angriffsmöglichkeiten der Viren.

15. Gut zu sich sein

Negative Belastungen lassen unseren Cortisolspiegel dauerhaft steigen und schwächen so unsere Abwehrkräfte. Vermeidet also die üblichen Stress-Begleiter und Krankmacher wie Alkohol, Rauchen, Schlafmangel und schlechtes Essen.

16. Füße baden

Eignen sich prima für zu Hause: Heiß-kalte Fußbäder bringen euren Kreislauf in Schwung. Stellt dafür zwei Wassergefäße nebeneinander, eins mit kaltem und eins mit etwa 38 Grad warmem Wasser, das bis zur Wadenmitte reicht. Stellt eure Füße rund drei Minuten ins warme und anschließend bis zu 20 Sekunden ins kalte Wasser. Wiederholt dies drei Mal. Beendet das Fußbad immer mit kaltem Wasser.

17. Hände waschen

Wer sich fünf Mal am Tag gründlich die Hände wäscht, ist Untersuchungen zufolge nur halb so oft erkältet. Bitte beachten: Seife auch zwischen den Fingern 20 bis 30 Sekunden verreiben, dann sorgfältig abspülen und abtrocknen. Macht es euch zur Routine, immer gleich die Hände zu waschen, wenn ihr zu Hause oder im Büro ankommt.

18. Öfter küssen

Unser Immunsystem ist auf Lernen ausgelegt. Je mehr Erreger es bekämpfen muss, desto bessere Waffen entwickelt es – zumindest solange ein gewisses Maß nicht überschritten wird. Deswegen schadet es Kindern auch nicht, mit Schmutz in Berührung zu kommen. Und aus dem gleichen Grund soll auch Küssen gesund sein: Denn die Keime des Partners trainieren die Abwehrkraft.

19. Brei löffeln

Durchbrecht öfter eure Frühstücksgewohnheiten: Warmer Frühstücksbrei aus Hafer, Weizen oder Hirse tut gerade morgens gut, denn Erhitzen macht Schrot und Korn leichter verdaulich. Nach ayurvedischer Lehre läuft unser „Agni“ – das Verdauungsfeuer – morgens auf Sparflamme. Und ist dann schnell überfordert, wenn wir ihm Brot, Wurst, Käse und eventuell noch ein Ei servieren. Inzwischen empfehlen auch westliche Ernährungsexperten Frühstücksbrei mit warmer Körner- und Flockenkost, weil sie uns rundum versorgt: mit Eiweiß, Fett, Kohlenhydraten, B-Vitaminen, Ballast- und Mineralstoffen.
Wir haben noch mehr leckere Ideen für ein gesundes Frühstück für euch.

20. Flexibel kleiden

Oft bemerken wir Wetterumschwünge zu spät – gehen morgens zu dick oder zu dünn angezogen aus dem Haus. Damit die falsche Kleiderwahl nicht gleich in einer Erkältung endet, solltet ihr möglichst mehrere Kleidungslagen übereinander tragen. Mit diesem „Zwiebel-Look“ seid ihr in den kühlen Monaten gut gewappnet. Denn wenn ihr friert, kommen die Abwehrzellen des Immunsystems nicht mehr so schnell an ihren Einsatzort – umso schneller können sich Erkältungsviren vermehren.

21. Geist und Körper entspannen

Jeder Mensch hat seine eigene Methode, den Alltagsdruck abzubauen. Nachweislich hilfreich für innere Ruhe und Wohlbefinden sind neben regelmäßigem Sport und ausreichend Schlaf Entspannungsmethoden wie Yoga-Übungen, autogenes Training oder progressive Muskelentspannung. Auch Meditation, Tai-Chi- oder Qigong-Übungen sind hilfreich. Entsprechende Kurse gibt es inzwischen deutschlandweit.

22. Dampf ablassen

Auch wenn ihr euch noch so viel Mühe gebt – Wut und Kummer lassen sich nicht immer vermeiden. Bleibt nicht passiv. Haut auf den Tisch, stampft wütend auf: Wer Dampf ablässt, regt die Aktivierung von T-Zellen an – das sind die Spezialisten der Abwehr. Wenn ihr es leiser mögt: Sprech mit einem vertrauten Menschen über eure Nöte. Oder führt ein Tagebuch, das hat eine ähnliche Wirkung.

23. Mehr lachen

Über unser Nerven- und Hormonsystem beeinflusst die psychische Verfassung den Zustand der körpereigenen Abwehrkräfte. Besonders anfällig für Infektionen sind wir, wenn uns Sorgen bedrücken. Umgekehrt funktioniert die Abwehr gut, wenn wir uns wohlfühlen oder frisch verliebt sind. Aber auch kleine Vergnügungen stimulieren unser Immunsystem. Versuche haben gezeigt, dass Lachen den Gehalt an Immunglobulin im Blut ansteigen lässt. Also dann: Komödien ansehen, ins Kabarett gehen oder selbst mal Quatsch machen.

24. Naturheilmittel ausprobieren

Hat euch die Erkältung bereits erwischt, könnt ihr auch Naturheilmittel einnehmen. Extrakte der afrikanischen Geranie (Umckaloabo) oder Echinacea-Präparate (Roter Sonnenhut) können bestimmte Abwehrzellen aktivieren. Eindeutig wissenschaftlich belegt ist das zwar nicht, doch viele Studienergebnisse deuten auf deren Wirksamkeit hin.

25. Vitamine sammeln

Nehmt über Obst und Gemüse ausreichend Vitamine zu sich. Das zahlt sich aus:

  • Der Klassiker Vitamin C fängt die Freien Radikale – aggressive Sauerstoffteilchen, die unsere Zellen beschädigen. Es kann zwar einer Erkältung nicht vorbeugen, dafür aber die Infektdauer und die Symptome mindern.
  • Vitamin A hält die Oberflächen der Schleimhäute feucht und verstärkt dadurch ihre Abwehrleistung. Darum spielt dieses Vitamin besonders bei Erkrankungen eine wichtige Rolle, deren Verursacher durch die Schleimhaut dringen.
  • Vitamin B6 aktiviert die Abwehrzellen und stimuliert die Produktion von Botenstoffen im Immunsystem. – Vitamin E schützt vor Freien Radikalen und fördert das Heranwachsen und Reifen der Abwehrzellen. Auch die Spurenelemente Zink, Eisen, Selen und Kupfer beeinflussen die Aktivität des Immunsystems positiv.

Immunsystem stärken: 10 Do’s & 5 Don’ts für bessere Abwehrkräfte

Ein starkes Immunsystem schützt den Körper vor Infekten und sorgt für eine bessere Lebensqualität. Die körpereigene Abwehr erkennt Viren und Bakterien und bekämpft sie, sodass wir die Keime meist nicht bemerken. Damit das auch so bleibt, geben wir dir Do’s und Don’ts für wirklich starke Abwehrkräfte an die Hand.

Die Zusammensetzung des Immunsystems

Wie der Name schon sagt, handelt es sich bei der körpereigenen I

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Zusammensetzung des Immunsystems

mmunabwehr um ein sensibles und komplexes System, an dem der ganze Organismus beteiligt ist. Es setzt sich aus verschiedenen Organen, Geweben, Zellen und Molekülen zusammen. Beteiligt sind unter anderem die Lymphknoten, Milz und Mandeln, das Knochenmark, der Thymus und spezielle Blutzellen. Die Immunabwehr setzt sich aus zwei Teilen zusammen und unterscheidet sich grundsätzlich zwischen der spezifischen und unspezifischen Immunabwehr, die sich gegenseitig unterstützen und eng miteinander verbunden sind.

Die unspezifische Immunabwehr

Die unspezifische Immunabwehr wehrt sich gegen alles, was körperfremd erscheint, ist die erste Verteidigungsfront des Körpers und seit der Geburt aktiv. Sie wird deshalb als angeborene Immunabwehr bezeichnet. Gelangen Viren oder Bakterien in den Körper werden die Fress- und natürlichen Killerzellen aktiviert. Sie können die Erreger identifizieren, in sich aufnehmen und zerstören.

Die spezifische Immunabwehr

Die spezifische Immunabwehr, die auch als erworbene Immunabwehr bezeichnet wird, bildet sich nach dem ersten Kontakt mit einem bestimmten Erreger aus. Sie kommt ins Spiel, wenn gefährliche Fremdzellen von der unspezifischen Immunabwehr nicht direkt erkannt werden. Nach dem Erstkontakt bleiben spezifische Antikörper und Gedächtniszellen erhalten, die den Erreger bei einem erneuten Kontakt gezielt bekämpfen können. B-Zellen markieren mit speziellen Eiweißstoffen, den sogenannten Antikörpern, und machen sie so für die Fress- und natürlichen Killerzellen kenntlich.

Antigene

Antigene bezeichnen Merkmale auf Oberflächen, die vom Körper als fremd erkannt werden und deshalb eine Immunreaktion auslösen. Viren und Bakterien besitzen solche Oberflächenmerkmale. Auch auf eigenen Körperzellen kommen Antigene vor, werden aber vom Immunsystem nicht als Fremdkörper erkannt und lösen deshalb keine Immunreaktion aus. Auf alle Antigene, die nicht in der Erbsubstanz festgelegt sind, reagiert das Immunsystem mit der Bildung von Antikörpern.

Antikörper

Antikörper sind Eiweißstoffe, die vom Immunsystem gebildet werden, sich an Fremdkörper haften und diese zerstören können. Wenn ein Antigen vom Immunsystem als fremd erkannt wird, produzieren die Immunzellen passgenaue Antikörper, die sich mit den Antigenen zu einem Antigen-Antikörper-Komplex verbinden. Nun aktiviert der Komplex entweder weitere Eiweißstoffe, die die Fremdsubstanz zerstören oder macht spezielle Immunzellen auf den Fremdstoff aufmerksam, welche den gesamten Komplex zerstören und entfernen.

Aufgaben des Immunsystems

Das Immunsystem wird tätig, bevor du es überhaupt merkst

Dein Organismus wird zu jeder Zeit mit verschiedenen Viren, Bakterien und Krankheitserregern konfrontiert, die in deinen Körper eindringen und sich dort ausbreiten wollen. Dank des Immunsystems werden die meisten Eindringlinge, die deinem Körper schaden könnten, sofort abgewehrt, ohne dass du dies überhaupt merkst. Auch wenn es bereits zu einer Erkrankung kam, heilt diese schneller und ist erträglicher, wenn du dich auf ein starkes und funktionierendes Immunsystem verlassen kannst. Dein Immunsystem ist aber nicht nur für die Abwehr und Vernichtung von schädlichen Fremdkörpern zuständig, sondern zerlegt auch die anfallenden Zelltrümmer und setzt Reparaturprozesse und die Wundheilung in Gang.

Eine konkrete und passende Immunantwort kann nur dann erfolgen, wenn du dein Immunsystem im Gleichgewicht hältst und Faktoren, die dein Immunsystem schwächen können, umgehst. Bei einer ungenügenden Immunantwort kann es andernfalls zu Infektanfälligkeiten oder einer Immunschwäche kommen. Eine übermäßige Immunantwort ist allerdings genauso schädlich und äußert sich in Überempfindlichkeiten wie etwa Allergien oder Autoimmunkrankheiten und Entzündungen.

Immunsystem aufbauen und stärken

Immunsystem aufbauen und stärken

Häufige und leichte Erkältungen sind das deutlichste Anzeichen dafür, dass dein Immunsystem nicht intakt und geschwächt ist. Aber auch andere Symptome wie Konzentrationsprobleme, Antriebslosigkeit und Müdigkeit sowie eine schlechte Wundheilung gelten als Indiz für ein geschwächtes Immunsystem. Die gute Nachricht ist, dass du selbst für dein Immunsystem verantwortlich bist und auf viele Faktoren einen Einfluss hast, die dein Immunsystem entweder stärken oder schwächen können. Denn ein starkes oder schwaches Immunsystem ist keineswegs veranlagt.

Don’ts für starke Abwehrkräfte

Wenn du dein Immunsystem aufbauen und deine Abwehrkräfte stärken möchtest, solltest du einige Faktoren meiden, die dein Immunsystem schwächen oder dessen Arbeit behindern können.

Immunsystem nur im Winter stärken

Es ist ein Irrglaube, dass du dein Immunsystem nur während der kalten Wintermonate benötigst. Viren und Bakterien lauern auch im Sommer überall und können nur von einem starken Immunsystem erfolgreich abgewehrt werden. Zudem ist dein Immunsystem auch für die Wundheilung zuständig, auf die du schließlich ganzjährig angewiesen bist. Es kann zwar nicht schaden, wenn du im Winter zusätzlich auf eine ausreichende Vitamin- und Mineralstoffzufuhr achtest, dennoch solltest du diese ganzjährig im Blick haben. Dein Organismus ist ein komplexes System, das dauerhaft gut versorgt werden muss.

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Einen stressigen Lebensstil führen

Sicher kennst du das – auf der Arbeit jagt eine Deadline die andere, du hetzt von Termin zu Termin und auch privat ist dein Kalender voll. Und wenn du es am wenigsten gebrauchen kannst und dafür überhaupt keine Zeit hast, wirst du krank. Ausgerechnet jetzt, denkst du dir. Dabei ist das gar nicht so unwahrscheinlich und du hättest es kommen sehen können. Dauerhafter und chronischer Stress behindert deine Immunabwehr und begünstigt Krankheiten. Grund dafür ist die Abnahme der Abwehrzellen in deinem Körper. Zudem arbeiten die verbliebenen Zellen wesentlich langsamer, wodurch Fremdkörper nicht mehr schnell genug bekämpft werden und sich ausbreiten können.

Wenig schlafen

Wenig oder schlechter Schlaf – Gift für deine Abwehrkräfte

Mit einem vollen Terminkalender und einem stressigen Lebensstil geht meist auch ein Schlafdefizit einher. Doch warum solltest du dich erst ausruhen und ausreichend schlafen, wenn du schon krank bist? Sicher weißt du, wie gut dir die Erholung bei deiner letzten Erkältung tat. Ausreichend viel Schlaf tut aber auch deinem gesunden Körper gut, der besonders viele Abwehrzellen bildet, während du schläfst. Sicher hast du schon mal davon gehört, dass Schlaf für dein Gedächtnis sehr wichtig ist. Doch nicht nur dein Gehirn, auch dein Immunsystem hat ein Gedächtnis, das besser funktioniert, wenn du genügend schläfst.

Frische Luft im Winter meiden

Draußen ist es eiskalt und du möchtest dich nicht erkälten, klar. Damit es im Haus oder Büro nicht zu kalt wird, bleiben auch die Fenster geschlossen. Doch das ist genau der falsche Ansatz. Abgestandene, sauerstoffarme und warme Luft setzen dem Körper zu und machen ihn anfälliger für Krankheiten. Deshalb solltest du dich auch bei kalten Temperatur an der frischen Luft bewegen und darauf achten, dass du regelmäßig lüftest. Bewegung an der frischen Luft fördert die Durchblutung und das von der Sonne produzierte Vitamin D und der aufgenommene Sauerstoff unterstützen dein Immunsystem.

Alkohol und Nikotin konsumieren

Vorsicht bei zu viel Alkohol

Für dich vielleicht ein Genuss, für dein Immunsystem ein Alptraum – Alkohol und Nikotin. Beide Stoffe wirken hemmend und blockierend auf das komplexe Zusammenspiel des Immunsystems. Bei übermäßigem Alkoholkonsum kann das Immunsystem sogar beinahe gänzlich deaktiviert werden. Rauchen zerstört zudem die schützenden Schleimhäute der Bronchien und kann dort Entzündungen verursachen. Außerdem kann Nikotin die Funktion von bestimmten weißen Blutkörperchen beeinträchtigen, sodass Fremdkörper und Krankheitserreger leichtes Spiel haben. Hier erfährst du, wie du mit dem Rauchen aufhören kannst.

Do’s für starke Abwehrkräfte

Aktion ist besser als Reaktion. Dieser Spruch gilt auch, wenn du dein Immunsystem stärken möchtest. Neben einigen Faktoren, die du meiden solltest, wenn du dein Immunsystem nicht schwächen möchtest, gibt es noch viel mehr Möglichkeiten, um dein Immunsystem aktiv zu stärken.

Ausreichend trinken

Nicht nur im Sommer, wenn du viel schwitzt, ist trinken wichtig, sondern auch im Winter solltest du deinen Körper mit ausreichend Flüssigkeit versorgen. Das liegt an der trockenen Heizungsluft. Diese kann Haut und Schleimhäute austrocknen und so anfälliger für Viren und Bakterien machen. Das sorgt für ein geschwächtes Immunsystem. Versuche darum täglich mindestens zwei Liter Wasser oder ungesüßte Tees zu trinken.

Gesunde Ernährung

Gesunde Ernährung – essentiell fürs Immunsystem

Die Ernährung spielt für das Immunsystem eine besonders wichtige Rolle. Eine ausgewogene Ernährung kann mit einer optimalen Nährstoffabdeckung das Immunsystem besonders stärken. Das liegt daran, dass die Darmflora eng mit dem Immunsystem verbunden ist. Knapp 80 Prozent der Immunzellen befinden sich im Darmtrakt. Diese kannst du mit einer gesunden Ernährung positiv beeinflussen.

Lebensmittel mit viel Vitamin A, C und E können das Immunsystem stärken. Dazu gehören Obst- und Gemüsesorten wie Zitronen, Orangen, Johannisbeeren, Grünkohl, Brokkoli und Möhren. Auch bestimmte Getreidesorten, Nüsse und Gewürze können positiv auf das Immunsystem wirken, da sie wichtige Nährstoffe und Vitamine enthalten. Basische Ernährung bietet sich ebenfalls für eine gesunde Darmflora an. Bei einer basischen Ernährungsweise meidet man säurehaltige Lebensmittel wie Fleisch, Fisch, Milchprodukte und Hühnereier und greift vermehrt auf sogenannte basische Lebensmittel wie Obst und Gemüse zurück. Allerdings sind auch Probiotika für den Darm enorm wichtig. Diese sind überwiegend in Joghurts und vor allem in probiotischen Joghurts enthalten.

Anzeichen für eine gestörte Darmflora sind beispielsweise:

  • Blähungen
  • Aufstoßen
  • Krämpfe
  • Koliken

Fastenkur

Wenn du weniger Appetit hast, kannst du einen Fastentag einlegen. Dieser kann ein kleiner Detox für deinen Körper sein und dich von Giftstoffen befreien. Dies lohnt sich vor allem dann, wenn du dich in der Vergangenheit eher ungesund ernährt hast. Ein Detox soll den Körper von den daraus resultierenden Schadstoffen im Körper befreien und kann so dein Immunsystem stärken. Hier erfährst du, wie ein Detox funktioniert.

Optimale Mikronährstoffversorgung

Eine optimale Funktionsweise des Immunsystems ist dann gewährleistet, wenn der Körper mit ausreichend Nährstoffen versorgt ist. Für das Immunsystem sind besonders die Vitamine C und D und das Spurenelement Zink wichtig. Vitamin C ist ein Antioxidant, das den Körper vor zellschädigenden Stoffen schützt. Besonders viel Vitamin C befindet sich beispielsweise in Zitrusfrüchten, Beeren und Paprika. Zudem verfügen viele Superfoods wie Acerola, Aronia und Sanddorn über einen hohen Gehalt an Vitamin C. Aroniasaft kann aufgrund seines hohen Anthocyanidingehalts, der die dunkle Färbung des Saftes verursacht, das Immunsystem besonders stärken und gilt als wahres Wundermittel in der Erkältungszeit.

Auch Vitamin D spielt für das Immunsystem eine wichtige Rolle. Es unterstützt die natürliche Funktionsweise des Immunsystems. Ein Mangel an Vitamin D kann das Immunsystem schwächen. Das Vitamin bildet sich unter Einwirkung von Sonnenlicht selbst im Körper. In Ländern mit weniger Sonnenstunden – so auch in Deutschland – haben viele Menschen einen Vitamin-D-Mangel. Nur in wenigen Lebensmitteln ist Vitamin D in nennenswerten Mengen enthalten, so beispielsweise in Eiern, Kalbfleisch und Avocados. Viele Menschen müssen daher auf Nahrungsergänzungsmittel zurückgreifen, um ausreichend Vitamin D aufzunehmen.

Zink ist ebenfalls ein wichtiger Nährstoff für das Immunsystem. Er ist an besonders vielen Stoffwechselvorgängen beteiligt und schützt die körpereigenen Zellen. Die Abwehrfunktion des Körpers ist maßgeblich vom Zinkhaushalt abhängig. Eine ausreichende Zinkzufuhr sollte darum täglich gewährleistet sein, um ein starkes Immunsystem beizubehalten. Zink findet sich vor allem in tierischen Lebensmitteln.

Regelmäßige Bewegung

Regelmäßige Bewegung für bessere Abwehrkräfte

Ausreichend Bewegung und Sport sind nicht nur für ein gesundes Herz-Kreislauf-System wichtig sondern auch für das Immunsystem. Das Immunsystem profitiert von einem funktionierenden Kreislauf. Darüberhinaus kann Bewegung die Schleimhäute feucht halten und so vor Viren und Bakterien schützen. Deine Bewegungseinheit solltest du am besten nach draußen verlegen. Frische Luft tut deinen Schleimhäuten gut und stärkt dein Immunsystem. Schon ein zügiger Spaziergang kann als tägliche Bewegungseinheit ausreichen. Wenn du bereits krank bist, solltest du jedoch auf anstrengende Sporteinheiten verzichten.

Entspannungstechniken

Stress kann deinem Immunsystem zusetzen und die körpereigene Abwehr beeinträchtigen. Darum solltest du für mehr Entspannung in deinem Alltag sorgen. Praktiziere meditative Sportarten wie Yoga, die Körper und Geist entspannen. Lege öfter mal eine Pause ein und achte auf ausreichend Schlaf. Um allgemein gelassener zu werden, kannst du Entspannungstechniken wie Autogenes Training und Progressive Muskelentspannung in deinen Alltag integrieren. Wie diese genau funktionieren, erfährst du in unserem Ratgeber zum Thema Entspannungstechniken.

Saunieren und Wechselduschen

Wechselduschen und Saunagänge können dein Immunsystem trainieren. Der Wechsel von kalten und warmen Temperaturen trainiert deinen Körper auf die extremen Temperaturunterschiede zwischen Innen- und Außentemperatur im Winter. Zudem kurbeln Wechselduschen deinen Stoffwechsel an und fördern die Durchblutung. Dies kann sich positiv auf dein Immunsystem auswirken. Bei bereits bestehenden Erkrankungen solltest du jedoch auf Saunagänge und Wechselduschen verzichten.

Hände waschen

Hygiene ist der wichtigste Faktor, um sich vor Krankheiten zu schützen. Darum solltest du vor allem in der Erkältungszeit regelmäßig deine Hände waschen. Besonders wenn du viel Zeit mit Menschen verbringst, ist Hygiene unabdingbar. Bei größeren Menschenmengen ist die Wahrscheinlichkeit besonders groß, dass ein Erkälteter darunter ist. Vermeide darum engeren Körperkontakt und wasche dir regelmäßig die Hände, um die Ansteckungsgefahr zu verringern.

Gute Laune

Auch dein innerliches Befinden wirkt sich auf dein Immunsystem aus. Lächeln und gute Laune steigern nachweislich die Abwehrzellen im Blut. Versuche daher, positiv durch dein Leben zu gehen und glücklich zu sein. Das stärkt dein Wohlbefinden in allen Aspekten und sorgt dafür, dass du körperlich und psychisch gesund bleibst.

Impfungen

Impfungen sind auch heutzutage noch umstritten, doch sie können nicht nur vor Krankheiten schützen sondern auch dein Immunsystem stärken. Der Impfstoff sieht dem Erreger einer Krankheit sehr ähnlich. Dem Körper wird so eine Infektion vorgetäuscht, obwohl dieser eigentlich nicht krank ist. Dies hat zur Folge, dass der Körper Abwehrzellen gegen diesen Erreger bildet und vor diesem geschützt ist, wenn der Erreger tatsächlich den Körper befällt. Mit der Zeit kann die Immunität des Körpers jedoch nachlassen. Darum ist es wichtig, die entsprechenden Impfungen regelmäßig aufzufrischen. Einige Impfungen halten allerdings ein Leben lang.

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Abwehrkräfte von Kindern stärken: Tipps um das Immunsystem aufzubauen

Das Immunsystem deines Kindes baut sich über die Jahre immer weiter auf. Wir zeigen dir, wie du die Abwehrkräfte deines Kindes stärken und so Erkrankungen vorbeugen kannst.

Frische Luft für stärkere Abwehrkräfte

Mit Kindern draußen spielen – gesund fürs Immunsystem!
(Foto: CC0 / / vborodinova)

Schon von Babyalter an solltest du das ganze Jahr über viel Zeit draußen an der frischen Luft mit deinem Kind verbringen. Solange du dein Baby oder Kind in den Wintermonaten warm anziehst, tut ihm die frische Luft gut und stärkt seine Abwehrkräfte.

Forscher der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) in München haben herausgefunden, dass Kinder auf Bauernhöfen weniger zu Allergien neigen als Stadtkinder, die oftmals in einer keimfreieren Umgebung aufwachsen. Dein Kind kann also ruhig auch mal draußen im Matsch spielen. Ideen für passende Spiele: Draußen spielen: 5 sinnvolle Spiele für Kinder

Hygiene ja, aber bitte nicht klinisch rein

Die richtige Hygiene für gesunde Kinder
(Foto: CC0 / / Myriams-Fotos)

Aus den Ergebnissen der Forscher der LMU München lassen sich auch Rückschlüsse auf die Hygiene ziehen, die ein Kind benötigt. Zu viel Hygiene und keimfreie Umgebungen begünstigen Allergien. Aggressive Reiniger, die fast alle Bakterien abtöten, sind damit eher schädlich für das Immunsystem deines Kindes sind.

Ökologisches Putzen mit Hausmitteln ist also nicht nur umweltfreundlicher, sondern sehr wahrscheinlich auch die gesündere Variante für die Abwehrkräfte deines Kindes. Halte dein Kind auch fern von Desinfektionsmittel, zum Händewaschen ist eine natürliche Seife die bessere Wahl.

Gesunde Ernährung für starke Abwehrkräfte

Eine gesunde und abwechslungsreiche Ernährung bei deinem Kind kann sein Immunsystem stärken. Auf die folgenden Punkte solltest du bei der Ernährung achten:

  • Gib deinem Kind frisches Obst und Gemüse, so dass es wichtige und abwehrstärkende Vitamine (z.B. Vitamin C), Ballaststoffe und Mineralstoffe zu sich nehmen kann. Unser Saisonkalender für Gemüse und Obst hilft dir dabei, regional wachsende Vitaminlieferanten zu wählen.
  • Bio-Vollkornprodukte sind geladen mit Ballaststoffen, die ebenfalls das Immunsystem stärken. Vollkorn kannst du auch gut in einem Brot verwerten: Brot backen in einer Stunde: einfaches Rezept
  • Dein Kind braucht genug Flüssigkeit – am besten Wasser oder ungesüßten Tee.

Dein Kind braucht genügend Schlaf

Genügend Schlaf ist wichtig für die Abwehrkräfte deines Kindes.
(Foto: CC0 / / smengelsrud)

Genügend Schlaf kann das Immunsystem deines Kindes positiv unterstützen. Kinder haben in der Regel ein höheres Schlafbedürfnis als wir Erwachsene. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) gibt auf ihrer Webseite eine Orientierungshilfe, wie viel Schlaf dein Kind ungefähr braucht.

So wird dort angegeben, dass ein Säugling 17 Stunden Schlaf braucht, ein zweijähriges Kind 13 Stunden und ein sechsjähriges Kind noch elf Stunden. Dies kann von Kind zu Kind variieren, gibt dir aber eine Idee, wie viele Stunden Schlaf pro Tag in etwa angemessen sind.

Bewegung ist gesund und stärkt das Immunsystem

Dein Kind braucht genug Bewegung.
(Foto: CC0 / / Skitterphoto)

Ausreichend Bewegung ist wichtig für jeden Menschen – natürlich auch für Kinder. Es gibt schon ab dem Babyalter Gruppen, in denen die Kleinen sich austoben können. Biete deinem Kind die Möglichkeit, sich zu bewegen und seiner Energie freien Lauf zu lassen, sei es in einer Spiel- oder Sportgruppe oder auf dem Spielplatz.

Mentale Stärkung – Stress vermeiden

Geborgenheit und Stress vermeiden tut deinem Kind gut.
(Foto: CC0 / / Pezibear)

Wie für uns Erwachsene sind stressige Situationen auch für Kinder nicht gesund. Versuche daher, Stress zu meiden, also zum Beispiel Hektik, Streit oder zu viele Termine an einem Tag. Ein aktives Leben tut deinem Kind zwar gut, aber auch nur in Maßen statt in Massen. Du kannst dein Kind auch bereits in jungen Jahren schon mit wohltuenden Entspannungsübungen vertraut machen.

Wichtig für dein Kind sind ebenfalls Momente der Geborgenheit, wie z.B. gemeinsames Kuscheln oder zusammen ein Buch lesen. Nimm dir Zeit für dein Kind und spiele mit ihm. Dies tut der Seele gut und hilft auch die Abwehrkräfte deines Kindes zu stärken.

(Foto: Foto: CC0 / / PIRO4D)

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Wie Sie mit diesen 5 Hausmitteln das Immunsystem Ihrer Kinder stärken

von Claudia Galler
verfasst am 23.01.2017

Ist Ihr Kind häufig krank, leidet es womöglich an einer Immunschwäche (© granata68 – fotolia)

Laufende Kindernasen sind in den Wintermonaten keine Seltenheit. Was Sie tun können, damit sich daraus nicht immer ein langandauernder Infekt entwickelt, verrät die jameda Gesundheitsredaktion in diesem Gesundheitstipp.

Das Immunsystem

Zu Beginn des Lebens sind Säuglinge durch Antikörper der Mutter, die über das Blut und die Muttermilch übertragen werden, vor vielen Krankheitserregern geschützt. Auch der Darm von Neugeborenen wird erst bei der Geburt durch Bakterien der mütterlichen Vaginalflora besiedelt.

Anschließend entwickelt sich das Immunsystem von Kindern weiter, indem es mit fremden Keimen in Berührung kommt. Bei diesem „Lernprozess“ bleiben grippale Infekte und Kinderkrankheiten nicht aus – als normal bei Kleinkindern gelten 8-10 Infekte im Jahr. Gerade in der Kita und im Kindergarten stecken sich die Kleinen jedoch sehr leicht an, da sie eng zusammenspielen und Keime auch über Spielzeug weitergegeben werden können.

Für ein starkes Immunsystem der Kleinen

Sonnenhut (Echinacea) und Pelargonienwurzel sind Heilpflanzen, die die Immunabwehr stärken. Kinder können sie als Saft oder Tropfen einnehmen. Je nach Fertigpräparat sind die Zubereitungen für Kinder ab 1 Jahr bei Pelargonienwurzel und 2 bzw. 4 oder 6 Jahren bei Sonnenhut zugelassen. Holunderbeerensaft ist ebenfalls gut für die Abwehr, er enthält viel Vitamin V und sekundäre Pflanzenstoffe.

2. Schüßler Salze

Die Biochemie nach Dr. Schüßler empfiehlt für Kinder, die oft an Infekten leiden, eine Kur aus Nr. 3 Ferrum phosphoricum, dann Nr. 7 Magnesium phosphoricum und abschließend Nr. 6 Kalium sulfuricum für je 2-4 Wochen. Sind Kinder nach einem Infekt noch lange schwach und blass, gibt man Nr. 2 Calcium phosphoricum, Nr. 3 Ferrum phosporicum und Nr. 11 Silicea in Kombination. Bei schwacher Darmflora, z.B. nach Antibiotika-Einnahme, wird Nr. 3 Ferrum phosphoricum empfohlen.

3. Homöopathische Globuli

Abhängig von weiteren Symptomen werden in der Homöopathie die Einzelmittel Echinacea, Calcium carbonicum, Ferrum phosphoricum, Kalium jodatum, Pulsatilla, Silicea oder Thuja empfohlen. Eltern können aber auch auf Fertigpräparate zurückgreifen, die Kombinationen verschiedener Einzelmittel enthalten.

4. Darmbakterien

Viel Bewegung ist gut für das Immunsystem! (© sonyae_iStock)Darmbakterien sind ein bedeutender Teil der Immunabwehr. Sind sie geschwächt wie z.B. aufgrund einer Darmfehlbesiedelung oder der Einnahme von Antibiotikum, kann man sie über Präparate mit probiotischen Keimen wie Bifidobakterien und Laktobazillen wiederaufbauen.

5. Frische Luft und Bewegung

Eine abwechslungsreiche Ernährung mit viel Obst und Gemüse versorgt die Kinder mit allen wichtigen Nährstoffen. Auch regelmäßige Bewegung an der frischen Luft und ausreichend Schlaf stärken das Immunsystem. Kinder sollten zudem keinem Zigarettenrauch ausgesetzt werden!

Was deutet auf eine Immunschwäche hin?

Wiederholt schwere Infektionen wie Lungen- oder Nasennebenhöhlenentzündung, Mittelohrentzündung sowie lokale und systemische bakterielle Infektionen, häufiger Durchfall, Wachstumsstörungen, Rückfälle und lange Regenerationszeiten können Anzeichen für eine Immunschwäche bei Kindern sein.

Die Kleinen werden dann eng vom Kinderarzt betreut. Die Therapie richtet sich nach der Art des Defekts, hier können z.B. regelmäßig Abwehrkörper gegeben oder vorbeugend Antibiotika und Antimykotika verabreicht werden – so kann durch eine Stammzellenübertragung ein gesundes Immunsystem aufgebaut werden.

Das Immunsystem bei Kindern

Das Immunsystem von Kindern muss erst eigene Antikörper gegen die verschiedenen Erreger aufbauen, mit jeder Erkrankung lernt es also dazu. Im Laufe der Jahre baut das körpereigene Immunsystem auf diesem Weg eine zunehmend bessere Abwehr auf, wodurch die Zahl der leichten Erkrankungen mit steigendem Alter der Kinder zurück geht. Da zusätzlich jedoch verschiedene andere Faktoren auf das Immunsystem einwirken, kann es bei gleichaltrigen Kindern auch zu großen gesundheitlichen Unterschieden kommen.

Das Immunsystem bei Neugeborenen

Schon während der Schwangerschaft entwickelt sich die Körperabwehr des Ungeborenen. Ab dem vierten Schwangerschaftsmonat erhält der Fötus über die Plazenta Antikörper der Mutter, die ihm einen ersten Schutz im Mutterleib bieten und das Immunsystem in den ersten Monaten nach der Geburt positiv unterstützen. Zu früh geborene Kinder sind beispielsweise eher anfällig für Infekte, da weniger Antikörper von der Mutter übertragen werden.

Bei der Geburt arbeitet das Immunsystem des Kindes bereits, es ist jedoch noch nicht vollständig entwickelt. In der ersten Zeit wird das Kind vor allem durch das Stillen gestärkt, denn über die Muttermilch werden weitere wertvolle Abwehrkräfte von der Mutter zum Kind weitergegeben. Das so entwickelte, von Geburt an vorhandene unspezifische Immunsystem versucht zwar Erreger abzuwehren, kann aber noch nicht auf bestimmte Erregertypen reagieren.

Erst rund drei Monaten nach der Geburt beginnt das kindliche Immunsystem von sich aus geordnet zu arbeiten, eigene Abwehrkräfte zu entwickeln und damit das spezifische Immunsystem aufzubauen. Denn mit jeder Krankheit, die das Baby bzw. das Kleinkind erlebt, wächst das so genannte immunologische Gedächtnis, das dem Körper vermittelt, wie bestimmte Erreger abgewehrt werden können. Unterstützt wird das Immunsystem auch von so genannten Fresszellen, die abgestorbene Zellen im Körper entfernen und so dafür sorgen, dass keine Infektionsherde entstehen können.

Entwicklung des Immunsystems in der Kindheit

Da das kindliche Immunsystem also erst trainiert werden muss und lernt, wie es mit bestimmten Bakterien, Viren oder Pilzen umzugehen hat, ist die frühe Kindheit von zahlreichen Erkrankungen geprägt. In den ersten vier Lebensjahren haben Kinder durchschnittlich fünf Infekte der Atemwege pro Jahr. Bis zur Vorschulzeit können es sogar bis zu 12 einfache Atemwegskrankheiten jährlich sein – im Schulalter immer noch bis zu etwa acht.

Gerade im Kindergarten oder in der Schule werden Krankheiten schnell von einem Kind zum nächsten weitergegeben. Niesen, Husten und Sprechen sowie verunreinigtes Spielzeug oder herumliegende Taschentücher sorgen dafür, dass der Krankheitserreger schnell das nächste Kind erreicht.

Trotzdem müssen Eltern nicht übervorsichtig sein und sollten keinesfalls versuchen, ihr Kind in möglichst steriler Umgebung aufwachsen zu lassen. Denn dies führt nicht unbedingt zu weniger Krankheiten. Eine zu sterile Lebensumgebung kann sich – wie Studien gezeigt haben – nachteilig auswirken und verstärkt unter anderem das Risiko später allergische Auffälligkeiten zu entwickeln. Kinder brauchen den Kontakt zu unterschiedlichen Erregern, damit das eigene Immunsystem Antikörper entwickeln kann und so eine positive Grundlage für die Gesundheit im Erwachsenenalter bildet.

Wie kann ich das Immunsystem meines Kindes stärken?

Der allgemeine Gesundheitszustand, Umwelteinflüsse, Ernährung, Bewegung, aber auch familiäre Vorbelastungen oder Vorerkrankungen können sich auf das Immunsystem auswirken. Da diese Faktoren von Kind zu Kind unterschiedlich ausfallen, ist es möglich, dass ein Sprössling kaum Krankheiten durchmacht, während ein befreundetes Kind ständig das Bett hüten muss.

Leider ist es nicht möglich, Kinder vor allen Erkrankungen zu schützen. Eltern können aber darauf achten, das Immunsystem ihres Nachwuchses mit einigen Punkten zu stärken:

  • Gesunde, ausgewogene Ernährung mit Gemüse, Obst und Ballaststoffen
  • regelmäßige Bewegung, möglichst an der frischen Luft und auch im Winter oder bei schlechtem Wetter
  • ausreichend Schlaf
  • Vermeiden von Stress oder anderen seelischen Belastungen, die sich ebenfalls negativ auf die Gesundheit auswirken können.

Auch regelmäßiges Händewaschen kann vorbeugend gegen Erkrankungen wirken, vor allem nach dem Naseputzen oder nachdem man mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder an viel frequentierten Orten unterwegs war. Eltern sollten bei all diesen Punkten mit gutem Beispiel voran gehen und ihren Kindern eine gesunde Lebensweise vorzeigen.

Bei ausgewogener Ernährung sind auch Nahrungsergänzungsmittel, also etwa die Einnahme von zusätzlichen Vitaminen, nicht notwendig. Auf frische Luft sollte nicht nur im Zusammenhang mit Bewegung geachtet werden, sondern auch im eigenen Heim. Trockene Heizungsluft kann im Winter die Schleimhäute reizen und austrocknen und Krankheitserreger haben dann ein leichteres Spiel. Deswegen sollten Wohnräume gerade in der kalten Jahreszeit öfters gelüftet werden. Halten sich Kinder und Familie tagsüber länger in geschlossenen Räumen auf, ist mehrmaliges Stoßlüften von jeweils fünf bis zehn Minuten ein gutes Mittel um trockene und abgestandene Luft aus dem Wohnraum zu entfernen. Die Raumtemperatur unter Tags sollte im Winter rund 22 Grad betragen (in Schlafräumen etwa 18 Grad).

Passivrauchen kann das Immunsystem von Kindern ebenfalls schwächen. Raucher sollten also unbedingt darauf achten, nicht in Gegenwart ihrer Kinder zur Zigarette zu greifen und wenn möglich in der eigenen Wohnung auf das Rauchen verzichten.

Zur Stärkung des Immunsystems können auch Kneippkuren schon von Kindern in Anspruch genommen werden. Im Mittelpunkt stehen dabei kalt-warme Wechselbäder, die oft nur auf den Beinen angewandt werden. Je jünger das Kind ist, desto geringer sollten allerdings die Temperaturunterschiede bei den Güssen sein.

Ein weiterer wichtiger Aspekt hinsichtlich der Gesundheit von Kindern, sind verschiedene Impfungen. Schon im ersten Lebensjahr werden einige davon vorgenommen. Welche Impfungen notwendig sind und wann diese durchgeführt werden müssen, sollte mit einem ev. für Impfkritik offenen Kinderarzt besprochen werden.

Probleme mit dem Immunsystem

Da besonders Kleinkinder oft krank werden können, sind Schnupfen und Husten meistens harmlos und stellen für Kinder mit intaktem Immunsystem keine Probleme dar. Eltern sollten ihren erkrankten Nachwuchs aber in jedem Fall dann zum Arzt bringen, wenn das Kind starke Beschwerden, hohes Fieber oder Atemprobleme hat bzw. eine gegebene Krankheit nicht abheilt.

Als infektanfällig werden Kinder erst dann bezeichnet, wenn Krankheiten öfter als zehn bis 12 Mal im Jahr auftreten, diese sehr lange anhalten oder mit weiteren Komplikationen verbunden sind.

Superhelden­wissen

Gut geschützt: Bei Kindern ist es besonders wichtig, dass Ihre Abwehrkräfte gut funktionieren. Hier erfahren Sie alles darüber, wie ihr Immunsystem am besten lernt sich gegen Infekte zu wehren. Und wir zeigen Ihnen, was das kindliche Immunsystem liebt: Ein Trainingsplan in 5 Schritten.

Sie lauern überall: Fiese Schnupfen-Erreger, Viren und Bakterien, die den Körper und die Gesundheit attackieren. Und als Eltern haben Sie es sicher längst schon bemerkt: 10 bis 12 Infekte pro Jahr sind durchaus normal. Trotzdem können Sie einiges dafür tun, um Schnupfen und grippalen Infekten ein Schnippchen zu schlagen. Die besten Tipps für Eltern:

1. Bewegung und frische Luft

Nasskalter Regen, Wind oder Eiseskälte: Haben Sie Angst, dass sich Ihr Kind da erst recht erkältet oder ansteckt? Das Gegenteil ist der Fall! Selbst bei schlechtem Wetter in der kalten Jahreszeit sollten Sie und Ihr Kind täglich etwas Zeit draußen verbringen. Denn frische Luft stärkt das kindliche Immunsystem. Wichtig ist natürlich die richtige Kleidung: Am besten im Zwiebellook, dann kann man schnell etwas ausziehen, wenn man ins Schwitzen kommt. Etwas Bewegung hält außerdem den Stoffwechsel auf Trab und wirkt sich ebenfalls positiv aufs Imunsystem aus. Denn das Rennen, Hüpfen und Toben macht Kinder nicht nur glücklich, dabei werden auch Botenstoffe gebildet, die das Wohlbefinden steigern – und die wiederum Stress entgegenwirken, der das Immunsystem schwächt. Und: Zumindest von April bis Oktober sogt die Sonne dafür, dass wir genügend Vitamin D bilden, das die normale Funktion des Immunsystems unterstützt (siehe nächster Punkt).

2. Gesunde Ernährung

Eine gesunde und ausgewogene Ernährung enthält alles was das Immunsystem braucht. Hierüber freuen sich die Abwehrkräfte besonders:

Das Trinken nicht vergessen:

Viele Eltern achten vor allem auf das was Ihre Kinder essen. Für unsere Abwehrkräfte ist ausreichend Flüssigkeit aber auch ein entscheidender Faktor. Denn nur mit „dünnem“ Blut können die kleinen Abwehrzellen rasch am Einsatzort sein. Ideal: Wasser, Schorle oder auch Tee. Sie sind unsicher, wie viel Ihr Kind trinken soll? Das Forschungsinstitut für Kinderernährung empfiehlt für Einjährige ca. 600 ml, für Fünfjährige etwa 800 ml und für Zehnjährige rund 1 Liter am Tag.

Viel frisches Obst und Gemüse:

Wählen Sie am besten saisonales und regionales Obst und Gemüse, das nährstoffreicher ist als weit gereiste Sorten. Grundsätzlich brauchen Kinder für ein fittes Immunsystem dieselben Nährstoffe wie Erwachsene. Und das sind eine ganze Menge: Neben Vitamin C und Zink auch Vitamin D, Kupfer, Eisen, Folsäure, Vitamin B12 und B6. Je bunter die Ernährung Ihres Kindes, umso mehr dieser Nährstoffe nimmt es auf.

  • Vitamin D unterstützt das Immunsystem (Bikle, 2009). Das Vitamin bildet sich über die Haut mithilfe von Sonne. Im Winter ist die Strahlung hierfür jedoch zu gering. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) hat ermittelt, das rund 60 % der Bevölkerung nicht genügend Vitamin D aufnehmen. Und: Klar, in der prallen Sonne muss Lichtschutz sein. Wer auch in der Übergangszeit Sonnencreme verwendet, sollte noch mehr auf eine ausgewogene Ernährung und Vitamin-D-reiche Lebensmittel achten.
  • Idealerweise sollte die Menge an Gemüse noch etwas größer sein als die Menge an Obst, denn Gemüse enthält im Schnitt noch mehr gesundheitsfördernde Stoffe. Leider erreichen die meisten Kinder die empfohlene Menge von fünf Kinderhänden voll Obst und Gemüse am Tag nicht. Gemüse mag Ihr Kind nicht? Streichen Sie Möhre, Brokkoli & Co. trotzdem nicht gleich vom Speiseplan. Bieten Sie verschmähte Sorten immer wieder an, mal als Rohkost, mal püriert in der Suppe, mal als Rösti oder überbacken.

Vollkorn für den Darm:

Ein großer Teil unseres Immunsystems sitzt im Darm. Und auch wenn die genauen Mechanismen dahinter noch nicht vollständig erforscht sind, spielt unser Darm für die Gesundheit wohl eine noch größere Rolle als bisher angenommen. Das schmeckt dem Darm: Ballaststoffe aus Vollkornbrot, braunem Reis oder Vollkornnudeln. Außerdem fermentierte Lebensmittel wie Naturjoghurt.

3. Starker Geist – starke Abwehrkräfte

Ein langer Tag im Kindergarten oder Hort, Nachmittagstermine und Leistungsdruck in der Schule – auch Kinder können schon gestresst sein. Stehen sie dauerhaft unter Strom, bildet ihr Körper genau wie bei Erwachsenen Stresshormone (Cortisol), die erwiesenermaßen die Immunabwehr schwächen. Sorgen Sie daher gut dafür, dass Ihre Kinder jeden Tag etwas Zeit für Muße haben. Eine halbe Stunde gemütlich Lesen in Mamas oder Omas Arm, einfach auf dem Sofa kuscheln oder auch nur Tagträumen – kleine Pausen und viel Liebe stärken die Seele und die Gesundheit.

4. Jeden Keim vernichten? Besser nicht!

Unser Immunsystem braucht etwas Dreck, wenn es gut funktionieren soll. Übertriebene Hygiene ist daher fehl am Platz und begünstigt Allergien. Das belegen mittlerweile viele Untersuchungen. Natürlich ist ein gewisses Maß an Sauberkeit wichtig, etwas Staub oder Schmutz trainieren aber das kindliche Immunsystem. Der alltägliche Kontakt zu Eindringlingen aller Art wirkt quasi wie eine kleine Impfung – die Abwehrzellen lernen dazu und reagieren beim nächsten Mal umso schneller. Aggressive Reinigungsmittel und desinfizierende Seifen sind also – außer bei Noro-Viren – nicht nötig. Besser: Normale Seife und natürliche Reinigungsmittel wie Essig.

Viren stoppen: 2 Dinge, die sofort helfen:

Hände waschen: Es ist kein Geheimnis, aber Hände waschen ist der beste Schutz vor Ansteckung.

Gut lüften: In warmen Räumen tummeln sich Tausende vor Viren. Dagegen hilft 5-minütiges Stoßlüften, am besten mehrmals am Tag.

5. Ausreichend Schlaf

Achten Sie darauf, dass Ihre Kinder ausreichend schlafen. Ein gesunder Schlaf hilft dabei, das Immunsystem Ihres Kindes zu unterstützen. Forscher haben untersucht, wie das Immunsystem von Schlecht-Schläfern auf Impfungen reagiert. Das Ergebnis: Wer gut und ausreichend schlief, hatte deutlich mehr Abwehrstoffe gegen die Krankheit gebildet als wer eine zu kurze Nachtruhe hatte. Natürlich ist das Schlafbedürfnis von Kind zu Kind sehr unterschiedlich, aber es gibt Richtwerte, an denen Sie sich orientieren können.

Durchschnittliche Schlafdauer von Kindern

1 – 2 Jahre 12,5 Stunden

3 – 5 Jahre 11,5 Stunden

6 – 13 Jahre 10 Stunden

14 – 17 Jahre 9 Stunden

Das Immunsystem stärken bei Babys

Jede Mama gibt Ihrem Baby den wichtigen Nestschutz mit, der Ihr Kind in den ersten Monaten vor vielen Krankheitserregern schützt. Auch darüber hinaus ist Muttermilch ein wertvoller Lieferant für Abwehrstoffe, bis das Baby sein eigenes Immunsystem aufgebaut hat.

Schon wieder krank?

Ihr Kind hat sich einen Infekt eingefangen? Klar, das ist anstrengend für Eltern und Kind. Aber es ist letztlich gut fürs Immunsystem. Jetzt kann es wieder richtig trainieren, um noch stärker und schlagkräftiger zu werden.

Immunsystem stärken: die besten Tricks

Ganz ohne Schnupfen kommen nur die wenigsten durch Herbst und Winter. Aber mit einer guten Abwehr können Sie die Erkältung schnell wieder besiegen. Wir zeigen Ihnen, wie Sie Ihr Immunsystem stärken.

Nass-kaltes Wetter, Wind und Regen dazu noch schniefende und hustende Menschen in Bus und Bahn. Im Herbst und im Winter ist unser Immunsystem im Dauereinsatz. Es kämpft gegen fiese Erkältungserreger und versucht uns vor Schupfen, Husten und Co. zu schützen. Höchste Zeit, es bei seinem Einsatz zu unterstützen.

Das Immunsystem ist unsere körpereigene Schutzpolizei gegen Eindringlinge jeder Art. Doch wie effektiv unsere Abwehr gegen Krankheiten arbeiten kann, ist auch stark von uns selbst abhängig.
Es gibt einige Faktoren, welche das Immunsystem schwächen – und in der Regel sind diese hausgemacht. Zu den größten Feinden eines gesunden Immunsystems gehören:
• Stress
• Falsche Ernährung
• Zu wenig Bewegung
• Schlafmangel
Wer permanent unter Strom steht, kaum schläft, zu wenig Obst und Gemüse isst und nur selten Sport macht, kann seinem Immunsystem schaden. Sie werden anfälliger für Infektionen aller Art und haben zum Beispiel auch an einer Erkältung länger zu kämpfen. Gerade in der Hauptsaison für Schnupfen und Co. muss das nicht sein. Sein Immunsystem zu stärken erfordert nicht viel Aufwand und schon gar keine Medikamente. Das Wichtigste – nicht nur für eine starke Abwehr – ist eine gesunde Ernährung. Das gilt besonders für die Kinderernährung.

Lebensmittel, die das Immunsystem stärken

Welche Lebensmittel die besten für eine starke Abwehr sind, darüber gibt es einige Ernährungsmythen. So ist es zum Beispiel falsch, dass man einer Erkältung vorbeugen kann, indem man nur möglichst viel Vitamin C zu sich nimmt. Da sich die Vitamine untereinander in ihrer Funktion ergänzen, sollte man auf eine ausgewogene Aufnahme achten und eine einseitige Ernährung vermeiden. So sind neben Vitamin C auch die Vitamine A und E wichtig (z.B. in Karotten, Paprika, Pflanzenölen) ebenso wie das Sonnen-Vitamin D.

Vitamine: In ihrem Zusammenspiel aktivieren Vitamine bestimmte Immunzellen und deren Bildung. Mit Ausnahme des Vitamin D, das die Haut mittels UV-Strahlung erzeugt, kann unser Körper Vitamine allerdings nicht selbst herstellen. Daher ist es wichtig, ihn über unsere Ernährung damit zu versorgen.
➤ Ernährungstipp: Vitamine können gut über Obst und Gemüse aufgenommen werden. Karotten und Paprika enthalten zum Beispiel viel Vitamin A und E, Zitrusfrüchte vorwiegend Vitamin C. Die B-Vitamine können über eiweißhaltige Lebensmittel wie Milch, Käse oder Joghurt aufgenommen werden, aber auch mit Fleisch und Vollkornprodukten.

Neben den Vitaminen sind auch Nährstoffe wie Eisen, Zink, Jod und das Spurenelement Selen essenziell, um die Abwehr zu aktivieren.

Gesundheit

Wie Babys Immunsystem funktioniert

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Wie für so vieles ist also eine ausgewogene Ernährung mit Fleisch, Fisch, Gemüse und Obst das beste Rezept für eine starke Immunabwehr. Die ideale Ergänzung dazu ist Bewegung. Lesen Sie auf der nächsten Seite, warum Sport so wichtig ist, aber warum man es damit auf keinen Fall übertreiben sollte. Außerdem: Die wohl angenehmste Medizin gegen eine Erkältung und was Sie tun können, um das Immunsystem bei Kindern zu stärken.

Immunsystem stärken bei Kindern

Wir haben bereits allgemein erklärt, wie Sie Ihr Immunsystem stärken – bei Kindern ist ein anderer Faktor ganz entscheidend: das Training. Denn so absurd es auch klingt, Krankheiten stärken bei Kindern das Immunsystem.

Immunsystem stärken – bei Kindern ist Training angesagt

Viele der eben genannten Tipps, wie Sie Ihr Immunsysten stärken, helfen auch Kindern dabei, eine starke Abwehr aufzubauen. Toben und spielen an der frischen Luft, genügend Schlaf sowie eine ausgewogene Ernährung unterstützen das Immunsystem bei seiner Arbeit. Allerdings ist das Immunsystem bei Kindern und vor allem bei Babys noch nicht so weit entwickelt wie das ihrer Eltern. Es muss also trainiert werden. Und das geht nur, wenn das Immunsystem auch etwas zu tun bekommt. So unlogisch es also klingen mag: Krankheiten stärken das Immunsystem.
Doch einige überfürsorgliche Eltern neigen dazu, für extreme Hygiene im Umfeld des Babys zu sorgen und flüchten vor jeder Schnupfennase. So lernt das Immunsystem die Keime, gegen die es sich zur Wehr setzen sollte, aber nicht kennen und der Trainingseffekt bleibt aus. Das Sprichwort „Dreck macht Speck“ hat also seine Berechtigung. Zehn bis zwölf Infekte pro Jahr gelten bei Kindern bis zum Schulalter als völlig normal. Nach und nach lernt das Immunsystem, wie es auf welche Eindringlinge reagieren muss und härtet den Körper ab.
Das soll jedoch nicht heißen, dass Sie Ihr Baby bereitwillig jeden Krankheiten aussetzen müssen. Gerade bei Magen-Darm-Grippe ist bei Babys und Kleinkindern noch große Vorsicht geboten. Der krankheitsbedingte Flüssigkeitsverlust kann für Babys nach wie vor gefährlich werden. In solchen Fällen ist es doch besser, sorgfältiger auf die Hygiene zu achten. Ansonsten gilt: die Balance halten zwischen Hygiene und dem sprichwörtlichen Speck-Dreck.

Was dem Immunsystem schadet

Ob man sein Kind impfen lassen soll oder nicht, darüber gibt es nach wie vor große Diskussionen – vor allem um die Sechsfachimfung beim Säugling. Im Allgemeinen sind Impfungen für das Immunsystem auf jeden Fall nicht schädlich. Dadurch, dass die Krankheitserreger beim Impfen in sehr schwacher Form verabreicht werden, kann das Immunsystem gut darauf reagieren und über die Infektion lernen.
Definitiv schädlich für das Immunsystem sind Zigarettenrauch und Feinstaub. Daher sollte wenigstens zu Hause und im Auto nicht geraucht werden! Auch Schimmelpilze in der Wohnung können die Gesundheit beeinträchtigen, wenn die Sporen eingeatmet werden, und die Lunge schädigen. Auch hier ist zwar nicht das Immunsystem direkt betroffen, aber wenn es noch nicht vollständig ausgereift ist, ist es auch anfälliger für Schadstoffe.

Damit Ihre Familie gut durch die Erkältungszeit kommt, sollten Sie das ganze Jahr darauf achten, das Immunsystem zu unterstützen. Eine gesunde Ernährung, viel Bewegung und genügend Schlaf sind dafür das A und O. Hat es Sie doch erwischt, dann haben wir hier ein paar Tipps für Sie, damit Sie schnell wieder gesund werden:
➤ Hausmittel gegen Erkältung
➤ Erkältung beim Baby
➤ Erkältung bei Kindern
➤ Erkältung in der Schwangerschaft

Sport hält das Immunsystem fit

Eine gesunde Ernährung bewirkt zwar schon viel, aber ohne etwas Schweiß geht es leider nicht. Denn Bewegung hält das Immunsystem fit: Klar, das wussten wir schon. Hier kommen deshalb noch ein paar andere Tipps. Und einer wird Ihnen besonders viel Freude bereiten!

Bewegung tut gut – schlafen auch

Regelmäßiger Ausdauersport wie Joggen, Walken, Schwimmen oder Radfahren ist optimal, um das Immunsystem dauerhaft zu stärken. Entwarnung für Sport-Muffel: auch lange Spaziergänge reichen aus. Das Herz-Kreislauf-System in Schwung halten, das ist das Ziel. Übertreiben Sie es aber nicht mit dem Sport. Wer seinem Körper dauerhaft Höchstleistungen abverlangt, belastet dadurch das Immunsystem.

Was uns zum nächsten Immun-Booster bringt: Entspannung. Neben ausreichend Bewegung sind auch bewusste Ruhepausen für unsere Abwehrkräfte wichtig. Wer dauerhaft unter Stress leidet, schwächt sein Immunsystem. Der Körper schüttet bei Anspannung das Stresshormon Kortisol aus – und das kann sich nachteilig auf die Abwehrkräfte auswirken. Klar, es ist nicht immer leicht, Stress zu vermeiden. Umso bewusster sollten Sie sich eine Auszeit gönnen: sei es in der warmen Badewanne, der Sauna oder einfach auf der Couch.
Außerdem ist Stress oft die Ursache für Einschlafprobleme und Schlafmangel. Und den gilt es auf jeden Fall zu vermeiden. Denn unser Immunsystem arbeitet nachts effektiver. Schlafen wir also ständig zu wenig, kann sich das auf die Gesundheit auswirken. Wie viele Stunden Schlaf der Körper braucht, das ist ganz individuell. In der Regel geht man bei Erwachsenen von sieben bis neun Stunden pro Nacht aus. Kinder sollten je nach Alter zwischen zehn und zwölf Stunden schlafen. Dabei ist allerdings vor allem die Schlafqualität entscheidend. Besonders die Tiefschlafphasen sind wichtig. Für Kinder noch mehr als für Erwachsene. Kinder brauchen Schlaf, um das Erlebte vom Tag zu verarbeiten und damit sich der Körper regenerieren und wachsen kann. Leider kommt es immer häufiger vor, dass Kinder regelmäßig Einschlafprobleme haben? Was dagegen hilft, lesen Sie hier.

Weitere Tricks, um das Immunstem zu stärken

Immer noch unterschätzt wird der Darm. Unappetitlichen Assoziationen ist es geschuldet, dass wir ihm nicht die Aufmerksamkeit zukommen lassen, die er eigentlich verdient. Im Darm sammeln sich etwa 70 Prozent der Immunzellen und ist damit das größte Immunorgan des Körpers. Eine intakte Darmflora ist daher ganz entscheidend für unsere Gesundheit. Wir sollten also der falschen Scham lebe wohl sagen und auch dem Darm mehr Beachtung schenken. Wer ihn pflegen will und ihm etwas Gutes tun will, der sollte auf eine Ballaststoffreiche Ernährung achten.
Aber nicht nur das Pflegeprogramm tut unserem Körper gut. Manchmal dürfen Sie auch hart zu ihm sein. Härten Sie ihn ab und machen ihn erkältungsfest. Das geht zum Beispiel mit Sauna oder kalten Güssen. Der Wechseln von warm und kalt stresst den Körper zwar vorrübergehend, auf lange Sicht gesehen ist das aber ein gutes Training für das Immunsystem.
Den schönsten Trick für ein starkes Immunsystem haben wir uns aber bis zum Schluss aufgehoben. So simpel wie schön: Küssen. Küssen ist ein echtes Wunderpaket für unsere Abwehrkräfte. Zwar werden dabei Viren und Bakterien ausgetauscht, doch gerade das ist ein absolut sanftes Training für unser Immunsystem. Dazu kommt, dass Küssen den Kreislauf anregt und ein hervorragender Stresskiller ist. Schreiben Sie sich daher nicht nur in der kalten Jahreszeit mehr Kuscheln unbedingt auf die To-do-Liste!
Natürlich sind nicht alle dieser Tipps auch für Kinder geeignet. Den Körper mit Sauna oder Kneipen abzuhärten, davon ist abzuraten. Lesen Sie auf der nächsten Seite, wie Sie das Immunsystem bei Kindern sanft stärken. Eines ist dabei nämlich besonders wichtig: das Training.

Stärkungdes Immunsystems

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  • Contramutan® N Saft Anwendungsgebiete: Fieberhafte und grippale Infekte, Katarrhe und Entzündungen in Nasen- und Rachenraum. Auch zur Vorbeugung bei erhöhter Ansteckungsgefahr. Warnhinweis: Enthält 3,6 Vol.-% Alkohol. Packungsbeilage beachten! Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
  • Contramutan® Tabletten Die Anwendungsgebiete leiten sich von den homöopathischen Arzneimittelbildern ab. Dazu gehören: Fieberhafte grippale Infekte mit Entzündungen der oberen Luftwege. Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
  • Contramutan® Tropfen Anwendungsgebiete: Die Anwendungsgebiete leiten sich von den homöopathischen Arzneimittelbildern ab. Dazu gehören: Fieberhafte, grippale Infekte mit Entzündungen der oberen Luftwege. Warnhinweis: Enthält 33,4 Vol.-% Alkohol. Packungsbeilage beachten! Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Immunsystem stärken: So hält Ihr Kind den ganzen Herbst und Winter ohne Erkältung durch

Das kindliche Immunsystem muss noch feste üben: Bis Ihr Kind in die Schule kommt, stehen reihenweise Erkältungen und harmlose Infekte auf dem Programm. Bis zu 12 Infekte pro Jahr gelten bei Kindergartenkindern noch als normal. Es kommt eher darauf an, wie die Infekte verlaufen. Bleibt es bei der Schniefnase und vielleicht anfangs etwas erhöhter Temperatur? Oder bekommt Ihr Kind jedes Mal eine Mittelohrentzündung oder Bronchitis dazu? Braucht es in den Herbst- und Wintermonaten regelmäßig Antibiotika? Dann sollten Sie seinem Immunsystem mit unseren Tipps auf die Sprünge helfen.

Für Kinder ab zwei Jahren: Mit Kneipp das Immunsystem stärken und der Erkältung vorbeugen

Seit über 100 Jahren haben sich Kneippsche Anwendungen zur Immunstärkung bewährt. Wassertreten, Wechselbäder und kalte Güsse sind für Kinder ab zwei Jahren wirksame Methoden zur Abhärtung, um den Kreislauf zu aktivieren und die Blutgefäße zu trainieren.
Wichtig: Wassertreten und kalte Güsse dürfen nicht praktiziert werden, wenn Ihr Kind kalte Füße hat! Eventuell können Sie die Füße zuvor durch ein warmes Fußbad erwärmen. Bitte legen Sie immer eine rutschfeste Matte in Dusche oder Badewanne, damit Ihr Kind nicht ausrutscht. Am wirksamsten sind die Kneipp-Anwendungen, wenn sie täglich durchgeführt werden. Ist das nicht möglich, sollte Ihr Kind wenigstens jeden zweiten oder dritten Tag kneippen. Lassen Sie Ihr Kind morgens Wasser treten oder verabreichen Sie ihm einen Knie- oder Fußguss – je nachdem, was Ihnen beiden sympathischer ist. Das Wasser sollte bei allen Anwendungen etwa 18 bis 22 °C kalt sein.

  • Wassertreten für ein starkes Immunsystem: Füllen Sie eine Wanne mit kaltem Wasser, sodass es Ihrem Kind etwa bis Wadenmitte geht. Dann sollte Ihr Kind wie ein Storch durch das Wasser waten: Ein Bein so anwinkeln, bis der Fuß ganz aus dem Wasser gehoben wird, dann wieder auf den Wannenboden stellen und das andere Bein anwinkeln und den Fuß aus dem Wasser heben. Am besten machen Sie es Ihrem Kind anfangs einmal vor. Lassen Sie Ihr Kind 1 bis 2 Minuten lang Wassertreten, dann streifen Sie das Wasser von den Füßen ab (nicht abtrocknen) und ziehen ihm warme Socken über. Lassen Sie es dann springen und tollen, damit die Füße sich wieder erwärmen.
  • Fußguss gegen Erkältung: Stellen Sie Ihr Kind in die Dusche oder Badewanne und bitten Sie es, sich festzuhalten (am Handgriff oder notfalls an der Armatur). Dann soll es ein Bein etwas anheben, sodass es Ihnen die Fußsohle zuwendet. Führen Sie den kalten Wasserstrahl aus der Handbrause zügig von den Zehen über die Fußsohle zur Ferse. Das Wasser muss die Fußsohle dabei vollständig umfließen. Anschließend kommt der andere Fuß dran, und Sie wiederholen das Ganze noch einmal an beiden Fußsohlen.
  • Vermeidet eine Erkältung – der Knieguss: Stellen Sie Ihr Kind in die Dusche oder Badewanne. Fahren Sie nun mit dem kalten Wasserstrahl über die Beine Ihres Kindes: Sie beginnen am rechten Außenknöchel, fahren über die Außenseite des Unterschenkels hoch bis über das Knie,„umkreisen“ einmal die Kniescheibe und führen den Wasserstrahl an der Innenseite des Unterschenkels wieder nach unten. Dann kommt der linke Fuß dran, wo Sie ebenfalls am Außenknöchel beginnen Anschließend den gesamten Vorgang einmal wiederholen.

Mein Tipp für ein starkes Immunsystem:

Für die Güsse ist ein spezielles Gießrohr (aus dem Sanitätsgeschäft) viel besser geeignet als die Handbrause. Ersatzweise können Sie einen ähnlichen Effekt aber auch mit einer 10-Liter-Gießkanne (ohne Brauseaufsatz) erzielen.

Abends empfiehlt sich ein Wechselfußbad, denn das wirkt zusätzlich beruhigend und schlaffördernd. Haben Sie nur abends Zeit, mit Ihrem Kind zu kneippen, können Sie natürlich auch die für morgens empfohlenen Anwendungen auf den Abend verlegen, wobei Ihr Kind dann mit den warmen Socken gleich ins Bett schlüpfen sollte.
Wechselfußbad gegen eine Erkältung: Hierfür brauchen Sie zwei Eimer (oder Schüsseln) und einen Stuhl. Befüllen Sie einen Eimer mit 20 °C kaltem Wasser, den anderen mit 38 °C warmem Wasser. Es sollte so viel Wasser im Eimer sein, dass die Waden Ihres Kindes zu zwei Dritteln im Wasser sind. Stellen Sie die Eimer direkt nebeneinander auf und rücken Sie den Stuhl heran, auf dem Ihr Kind Platz nimmt. Es taucht die Füße zunächst fünf Minuten in den Eimer mit warmem Wasser, dann für 10 Sekunden in den Eimer mit kaltem Wasser. Je nachdem, ob Ihr Kind noch mitmachen mag, können Sie den Wechsel von warm zu kalt 1- bis 2-mal wiederholen.Wenn Sie während des Wechselfußbades eine Geschichte vorlesen oder erzählen, macht Ihrem Kind die Sache sicherlich mehr Spaß! Streifen Sie zum Schluss das Wasser von den Beinen Ihres Kindes ab und stecken Sie es ins Bett. Damit das Bett nicht nass wird, können Sie die noch etwas feuchten Beine locker in ein Frottee-Handtuch einschlagen.

Saunagänge sind gut für das Immunsystem und auch für das Kind

Saunagänge stärken die Abwehrkräfte, das ist allgemein bekannt. Dass bereits Ein- und Zweijährige mit in die Sauna dürfen, hingegen weniger. Sie sollten nur folgende Regeln beachten:
Fragen Sie den Kinderarzt, bevor Sie Ihr Kind das erste Mal in die Sauna mitnehmen. Lassen Sie Ihr Kind nur dann in die Sauna, wenn es sich wohl fühlt und völlig gesund ist. Begrenzen Sie die Saunagänge auf maximal 2-mal sechs Minuten (beginnen Sie mit noch kürzeren Zeiten). Gibt es mehrere Schwitzkabinen, wählen Sie zunächst die mit der niedrigsten Temperatur. Setzen Sie sich auf die unteren Bänke, denn oben ist es besonders heiß. Fühlt Ihr Kind sich nicht mehr wohl, sollten Sie die Schwitzkabine sofort verlassen. Kühlen Sie Ihr Kind nur mit lauwarmem, nicht aber mit ganz kaltem Wasser ab. Ziehen Sie Ihrem Wickelkind eine spezielle Schwimmwindel an.

Für ein bärenstarkes Immunsystem …

… braucht Ihr Kind außerdem

  • regelmäßige Bewegung an der frischen Luft: mindestens 30 Minuten täglich, bei schlechtem Wetter nicht länger als eine Stunde, bei Frost unter –10 °C maximal 30 Minuten, bei gutem Wetter so lange wie möglich;
  • ausreichend Entspannung: auch Kinder brauchen tagsüber mal eine Erholungspause! Das muss nicht unbedingt ein Mittagsschlaf sein, auch Entspannungsmusik hören, Kuscheln oder Vorlesen eignen sich;
  • eine gesunde Ernährung: Die Tabelle zeigt Ihnen, welche Fitmacher das Immunsystem braucht, und nennt die besten Quellen. Aber auch regelmäßige Essenszeiten und eine stressfreie Atmosphäre bei Tisch stärken das Immunsystem. Eine Studie fand heraus, dass Menschen, die morgens regelmäßig und in Ruhe frühstücken, weniger anfällig für eine Erkältung sind;
  • genügend Schlaf: Kinder von ein bis drei Jahren brauchen etwa 11 bis 12 Stunden Schlaf, Kinder von vier bis sechs Jahren 10 bis 11,5 Stunden. Das Schlafzimmer sollte nicht wärmer als 18 °C und gut gelüftet sein. Ziehen Sie Ihr Kind nicht zu warm an, am besten ist ein Baumwoll-Schlafanzug und eventuell im Winter zusätzlich ein Unterhemd;
  • eine rauchfreie Umgebung: Kinder aus Raucherhaushalten sind erwiesenermaßen häufiger krank als rauchfrei aufwachsende Kinder.

Immunsystem beim Baby: So kann man es stärken

Das Bedürfnis seinen Säugling zu schützen, ist natürlich und richtig. Doch manche Eltern übertreiben diesen Schutz. Sie sorgen für extreme Hygiene im Umfeld des Babys, desinfizieren den Kinderwagen, lassen kaum jemand an das Kind heran, schon gar kein Tier und flüchten vor jeder Schnupfennase. Doch das kann dazu führen, dass das Immunsystem des Babys sich langweilt und beginnt, mit Kanonen auf Spatzen zu schießen.

Kindesentwicklung – Die Meilensteine der Kindheit

Kindesentwicklung
Die Meilensteine der Kindheit

Die körpereigene Abwehr muss sich erst einmal entwickeln. Kein Wunder also, dass Kinder in ihren ersten Lebensjahren häufiger krank sind. Das ist völlig normal. „Ein starkes Immunsystem kann sich nur bei entsprechendem Kontakt zu natürlichen Keimen und Umweltfaktoren entwickeln. Dem sollte man die Kinder nicht durch Isolation entziehen“, erklärt Jan-Holger Schiffmann vom Südklinikum Nürnberg. Er verweist damit auf die Eltern, die glauben, ihr Kind zu schützen, wenn sie es fern halten von anderen Kindern oder Menschenansammlungen. Das Gegenteil ist nämlich der Fall. Studien belegen, dass in Ostdeutschland Allergien seltener waren, weil die Kinder früher in der Krippe betreut wurden und sich gegenseitig ansteckten.

Ähnlich ist es bei Kindern, die mit Geschwistern aufwachsen: „Wenn man davon ausgeht, dass das Immunsystem von Säuglingen, die in einer Großfamilie aufwachsen, in höherem Ausmaß mit natürlichen Keimen konfrontiert ist und damit auch besser trainiert wird, könnte man daraus positive Rückschlüsse im Hinblick auf die Ausreifung des Immunsystems ziehen“, so der Chefarzt der Kinder- und Jugendklinik gegenüber der Elternredaktion von t-online.de.

Bei ansteckenden Krankheiten Vorsichtsmaßnahmen einhalten

Aber natürlich muss man auch bedenken, dass manche Krankheiten, die für uns einfach nur unangenehm sind, einem Baby schnell gefährlich werden können. Das Paradebeispiel ist die Magen-Darm-Grippe, da der Flüssigkeitsverlust gravierende Auswirkungen haben kann. In einem solchen Fall ist es also sicher ratsam, ein paar Vorsichts- und Hygienemaßnahmen extra einzuhalten: „Hierzu gehören insbesondere das gründliche Händewaschen, aber auch die Vermeidung von engen Körperkontakten mit dem Erkrankten.“ Trotzdem muss das betroffene Familienmitglied jetzt nicht gleich ausquartiert werden, nur weil man ein Baby zuhause hat.

Dreck macht Speck

Besondere Hygiene im Krankheitsfall ist aber nicht zu verwechseln mit den heutzutage teilweise übertriebenen Hygienemaßnahmen in manchen Familien. Denn auch sie können die wichtigen Schritte bei der Entwicklung der körpereigenen Abwehrkräfte hemmen. „Das ist natürlich kein Freifahrtschein, aber ein bisschen Dreck hat sicher noch keinem geschadet“, meint der Kinder- und Jugendarzt Gerd Schauerte vom Asthmazentrum des Christlichen Jugenddorfes Berchtesgaden. Denn muss sich das Immunsystem nicht mit Umweltkeimen auseinandersetzen, dann hat es nichts zu tun und stürzt sich mit Begeisterung auf Allergene. Rund 15 Prozent aller Kinder und Jugendlichen in Deutschland kämpfen mit Allergien. Neurodermitis ist auf dem Vormarsch, allein die Zahl der Asthmapatienten hat sich seit dem Zweiten Weltkrieg inzwischen verzehnfacht.

Impfen stärkt das Immunsystem

Doch auch die Bedenken, die einige Eltern in Bezug aufs Impfen hegen, teilt der Allergologe nicht. Er ist der festen Überzeugung, dass das Impfen sogar von Vorteil ist für das Immunsystem. „Impfen schadet den Kindern nicht. Im Gegenteil: Impfungen stärken das Immunsystem, weil sich der Körper mit abgetöteten oder abgeschwächten Krankheitserregern auseinandersetzen muss. Das Immunsystem braucht für eine gute Entwicklung eine Beanspruchung, es muss gefördert und gefordert werden.“

Schon ein Neugeborenes darf mit in den Stall

Man konnte feststellen, dass Kinder, die auf dem Bauernhof aufwachsen, ein deutlich besseres Immunsystem haben als andere. „Diese Kinder haben eindeutig weniger Allergien. Die Auseinandersetzung mit Bakterien, die zum Beispiel im Kuhstall vorkommen, scheint gut zu sein“, erklärt Schauerte. Aber er fügt schmunzelnd hinzu: „Zwei Wochen Urlaub auf dem Bauernhof bringen in dieser Hinsicht allerdings wenig.“ Sind aber wahrscheinlich trotzdem besser als nichts. „Ob es sinnvoll ist, dass Mutter und Kind in den ersten Wochen nach der Geburt einen Tierstall aufsuchen, sollte jeder für sich entscheiden“, so Schiffmann. „Im Hinblick auf die Entwicklung des Immunsystems spricht diesbezüglich nichts dagegen.“

Lebensmittel-Mythen

Dass Stillen in den ersten vier Monaten einen guten Schutz gegen Allergien bietet, weiß man. Die Muttermilch hat einen entscheidenden Einfluss auf die Darmflora des Babys und ist die in Ordnung, hat es das Immunsystem einfacher. In einem allerdings haben sich die Experten jahrelang getäuscht: Es ist nicht notwendig, wahrscheinlich sogar eher nachteilig, wenn Mütter aus Angst vor Allergien während der Schwangerschaft und Stillzeit auf bestimmte Lebensmittel wie Nüsse oder Fisch verzichten. „Gerade Seefisch hat sich als sinnvoll herausgestellt, egal ob von der Mutter während der Stillzeit genossen oder später in Breien“, so die Erfahrung des Allergologen. Babys, die die Beikost gerade erst entdecken, sind in der Regel sehr neugierig. Und diese natürliche Neugier auf Lebensmittel aller Art in kleinen Mengen bringt letztendlich ihr Immunsystem auf Trab.

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Ein starkes Immunsystem

Oft hat man als Mutter oder Vater das Gefühl, dass die gesamte Familie von einer Erkältung in die nächste rutscht. Ist das eine Kind gesund, folgt das nächste, dann der Papi und/oder Mami. Mit welchen einfachen Mitteln lassen sich Abwehrkräfte und ein schwaches Immunsystem des Kindes stärken, so dass Erkältungen seltener Einzug erhalten?

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Das Immunsystem als körpereigener Schutzmechanismus

Unser Immunsystem ist ein körpereigener Schutzmechanismus, um schädliche Einflüsse, wie Krankheitserreger und Fremdstoffe, von uns abzuwehren. Ist das Immunsystem aber geschwächt, verliert es gegen die Viren und wir werden krank. Häufige Erkrankungen des Kindes können mühsam sein und an den eigenen Kräften zehren, sind aber gleichzeitig für die spätere Gesundheit des Kindes wichtig.

Stärkung des Immunsystems – 12 Tipps!

Wie oft das Kind tatsächlich krank wird, hängt von Faktoren wie Ernährung, Bewegung, familiären Vorbelastungen und dem allgemeinen Gesundheitszustand ab. Mit folgenden Tipps kannst du zur Stärkung des Immunsystems beitragen:

  • Gesunde Ernährung mit vielen verschiedenen Früchten, Gemüsen und Ballaststoffen (drei Portionen Gemüse und zwei Portionen Früchte, davon mindestens eine Portion roh)
    Mit Schwung in den Tag startest du mit einem frisch gepressten Orangensaft (viel Vitamin C), ins Müesli frische Früchte schnippeln, Cherrytomaten eignen sich wunderbar als Snack, Gemüse kann man auch mal als Sauce kochen. Denke auch an Vollkornprodukte, diese haben viel mehr Mineralstoffe, als Weissmehlprodukte.
  • Ausreichend Bewegung an der frischen Luft, auch im Winter oder bei schlechtem Wetter
  • Genügend Schlaf: Der Körper braucht diese Erholungszeit, um neue Kraft zu tanken.
  • Die richtige Kleidung: Gerade in der kälteren Jahreszeit empfiehlt sich das Zwiebel-Look-System. Zwischen den verschiedenen Kleidungsschichten bilden sich wärmende Luftpolster und bei Bedarf kann ganz einfach eine Schicht ausgezogen werden.
  • Vermeide kalte Füsse
  • Viel trinken (Wasser oder ungesüsste Tees)
  • Regelmässiges Händewaschen
  • Wohnräume öfter lüften (5-10 Minuten Stosslüften)
  • Vermeiden von Stress und anderen psychischen Belastungen
  • Rauchen im Umfeld der Kinder vermeiden
  • Wechselduschen wirken belebend, entgiften und verbessern den Blutkreislauf. Dusche anfangs nur die Füsse und Arme mit dem kalten Wasser ab. Beim nächsten Mal beginne wieder mit den Füssen und den Armen, brause dann auch vorsichtig die Beine, den Brustbereich und den Rücken ab. Zum Schluss der empfindliche Bauch. Singen und jauchzen erlaubt…
  • Starte täglich mit einer Portion Optimismus in den Tag. Lache viel – und finde genügend Zeit für dich selbst.

Mami und Papi sollten als gutes Vorbild vorangehen und den Kindern eine gesunde Lebensweise vorleben. Dazu gehört unter anderem auch eine positive Lebenseinstellung. Trainiere eine positive Sichtweise und finde einen Weg, Stress einfacher zu bewältigen. Positive Gefühle durch Vergnügen, Spass und Humor sind sehr wichtig, um glücklich durchs Leben zu gehen und optimistisch zu denken. Eine positive Lebenseinstellung kann das Immunsystem beeinflussen!

Weitere Tipps zur Stärkung des Immunsystems

Erkältungen mit Schnupfen und Husten sind meist harmlos und stellen für Kinder mit intakter Abwehr keine Probleme dar. Wenn starke Beschwerden, hohes Fieber oder Atemprobleme hinzukommen oder die Krankheit nicht abheilt, sollte der Kinderarzt hinzugezogen werden. Als krankheitsanfällig werden Kinder erst dann bezeichnet, wenn Infekte öfter als 10-12 Mal im Jahr vorkommen, diese sehr lange dauern oder mit weiteren Komplikationen verbunden sind.

Diverse Hausmittel aus der Natur sind bei diversen Krankheiten oft die sanfteste Lösung; diese hat man am besten im Haushalt vorrätig.

Wie Sie das Immunsystem stärken

„Sicher, Kinder sind oft krank, aber so oft?“ wundern sich Eltern, wenn die Nase ihres Kindes – kaum hat sie sich beruhigt – schon wieder läuft. Aber auch viele Erwachsene sind anfällig für Erkältungen, wenn die Immunabwehr schwach ist. Mit Hilfe dieser Tipps lässt sich das Immunsystem stärken.

Wenn Kinder oft krank werden, kann das an einem schwachen Immunsystem liegen – Abhärtung hilft. Foto: iStock, Tatiana Gladskikh, Thinkstock

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Von Sigrid Schulze

Kaum zwei Wochen ist es her, dass Svens Nase ununterbrochen lief. Nun ist er schon wieder erkältet. Besorgt fragen sich die Eltern, ob Sven besonders anfällig für Erkältungskrankheiten ist.

„Vier bis neun grippale Infekte pro Wintersaison sind durchaus normal“, beruhigen Dr. med. Reto Schnyder und Dr. med. Thomas Fuhrer der Arztpraxis Hittnau. „Kompliziertere Infekte wie Mittelohrentzündungen, Anginen oder eitrige Bronchitiden können drei bis fünf Mal pro Saison auftreten.“ Zum Glück nimmt die Anzahl der Infekte ab, je älter das Kind wird. „In unserer Praxis sehen wir Mittelohrentzündungen bei Schulkindern schon selten und bei Erwachsenen praktisch gar nicht mehr“, so die Ärzte.

Warum Kinder oft krank sind

Kinder sind oft krank – und das hat seine Gründe.

Viele Viren

Grippale Infekte werden durch viele verschiedene Viren ausgelöst. „Bis heute sind zum Beispiel mehr als 200 sogenannte Rhino-Viren bekannt, die einfache Erkältungskrankheiten auslösen können“, so Dr. med. Reto Schnyder und Dr. med. Thomas Fuhrer. „Daneben gibt es fast 100 bekannte sogenannte Adeno-Viren, die eine grippeartige Erkrankung bewirken, also eine Erkrankung mit Fieber, Glieder-, Kopf-, Halsschmerzen und oft auch mit Husten.“ Hat ein Mensch eine dieser Infektionen ein Mal durchgemacht, ist er zwar für den Rest des Lebens immun gegen diesen Virus. Doch da es so viele verschiedene Erreger gibt, hat jeder das ganze Leben lang immer wieder mit neuen Erkältungen zu kämpfen.

Leichte Übertragung

Erreger, die Erkältungs-Krankheiten verursachen, lassen sich leicht durch Niesen oder Husten in Form von kleinsten Flüssigkeitströpfchen verbreiten. Weil Kinder beim Spielen sehr engen Kontakt untereinander haben, ist bei ihnen die Ansteckungsgefahr besonders hoch.

Schwaches Immunsystem

Antikörper in der Muttermilch schützen Säuglinge am Anfang ihres Lebens vor grippalen Infekten. Wenn dieser Schutz im Laufe des ersten Lebensjahres nach und nach abnimmt, ist das eigene Immunsystem längst noch nicht aufgebaut. Das Immunsystem muss erst noch lernen, mit jedem einzelnen Erreger umzugehen – und das dauert lange. „Die Kindheit ist eine intensive Trainingszeit des Immunsystems und das Kind ein geradezu natürlicherweise infektanfälliges Wesen“, heisst es im Ratgeber „Gesundheit für Kinder: Kinderkrankheiten verhüten, erkennen, behandeln“ von Dr. med. Herbert Renz-Polster, Dr. med. Nicole Menche, Dr. med. Arne Schäffler (Kösel-Verlag 2010).

Hilfreiche Tipps zur Stärkung des Immunsystems:

Frische Luft stärkt die Abwehrkräfte

Wichtig ist, für ein gutes Raumklima zu sorgen. Wird die Innenluft durch das Heizen im Winter zu trocken, verlieren auch die Schleimhäute in Nase und im Rachen Feuchtigkeit. Bakterien und Viren können in ausgetrocknete Schleimhäute leichter eindringen und Entzündungen und Erkältungen auslösen. Die Luftfeuchtigkeit sollte deshalb mindestens 30 Prozent betragen. Am leichtesten lässt sich ein gutes Raumklima durch mehrmaliges Stoss-Lüften am Tag erreichen. Stoss-Lüften heisst: Alle Fenster für mehrere Minuten weit öffnen!

Wer jeden Tag an der frischen Luft ist, tut seinen Schleimhäuten besonders viel Gutes. Auch Säuglinge profitieren, warm eingemummelt, von Spaziergängen, die auch bei sehr kaltem Wetter nicht schaden. Im Gegenteil: Die Schleimhäute werden widerstandsfähiger gegen Krankheits-Erreger.

Naturmedizin zur Stärkung des Immunsystems

Schon die Indianer Nordamerikas nutzten den purpurfarbene Sonnenhut, der auch Echinacea purpurea genannt wird, als Heilpflanze gegen Husten, Halsschmerzen und Mandelentzündung. „Er wirkt stärkend auf das Immunsystem“, so Michaela Girsch, Mit-Autorin des Fachbuchs „Heilpflanzen in der Kinderheilkunde“ (Sonntag-Verlag). Bei immer wiederkehrenden Erkältungen kann es sinnvoll sein, Echinacea-Präperate über einen längeren Zeitraum einzunehmen. Michaela Girsch: „Da das Immunsystem jedoch nicht unbegrenzt stimuliert werden kann, sollte die Einnahmedauer mehrere Wochen nicht überschreiten.“

Abhärtung und Stärkung des Immunsystems hilft im Winter gegen Schnupfen und Grippe. Foto: © lunamarina – Fotolia.com

Kneippen stärkt die Immunabwehr

Wer vom Kneippen spricht, denkt meist an ältere Menschen, die durch kaltes Wasser waten. Kneippen fördert aber nicht nur die Gesundheit von Erwachsenen, sondern auch die Immunabwehr von Kindern. Beim regelmässigen Kneippen trainiert der Körper, die Blutgefässe schnell zusammen zu ziehen, wenn es kalt ist, und sie zu erweitern, sobald es wieder warm ist. Das hat zur Folge, dass der Körper im Winter nicht so schnell friert und dadurch weniger anfällig für Viren ist. „Abhärten“, so nannte der Allgäuer Pfarrer Sebastian Kneipp (1821 – 1897) diese von ihm erkannten Zusammenhänge.

Sebastian Kneipp hat in seinem Leben viele Anwendungen beschrieben. Manche machen sicher auch Kindern zusammen mit ihren Eltern Spass. Wie wäre es zum Beispiel, jeden Morgen über eine taunasse Wiese zu laufen? Diese Anwendung benötigt nur wenig Grünfläche – und wenige Minuten Zeit. Gerade ist etwas Schnee gefallen? Was mit Tau geht, funktioniert auch mit Schnee. Schon nach wenigen Wiederholungen gewöhnen sich die Füsse an den Schnee – und empfinden ihn als weniger kalt.

Kinder reagieren gegen Kälte empfindlicher als Erwachsene

Sobald die Füsse kalt werden, gilt es aufzuhören und drinnen mit warmen Socken ein wenig Gymnastik machen, bis die Füsse wieder warm sind. „Der kindliche Wärmehaushalt reagiert empfindlicher als der von Erwachsenen. Der kleine Körper verliert sehr schnell und sehr viel an Körperwärme“, darauf weist der Kneipp-Verein Meilen hin. Auch vor dem Kneippen muss der Körper warm sein.

Sebastian Kneipp propagierte übrigens das Barfussgehen schlechthin. Er wurde nicht müde, Mütter zu ermahnen, Kinderfüssen ihre natürliche Freiheit zu lassen. „Barfuss laufen“, sagte er, „ist das natürlichste und einfachste Abhärtungs-Mittel überhaupt.“

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