Ssw ziehen im unterleib

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Wilde Wehen

Bereits ab der Mitte der Schwangerschaft, spätestens aber im letzten Schwangerschaftsdrittel und besonders stark um die 32. Schwangerschaftswoche herum kommt es in der Gebärmuttermuskulatur zu Kontraktionen, also einem abwechselnden Zusammenziehen und Entspannen der Muskulatur. Wenn dies nicht Ihre erste Schwangerschaft ist, können diese Kontraktionen manchmal sogar schon in der 20. Schwangerschaftswoche einsetzen.

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Die Gebärmutter übt

Diese Kontraktionen werden auch als wilde Wehen, Schwangerschaftswehen oder Übungswehen bezeichnet; der Fachbegriff ist „Braxton-Hicks-Kontraktionen“. Sie sind völlig harmlos. Die Schwangerschaftswehen sind sozusagen ein Training für die Gebärmutter und dienen dazu, die Stoffwechselleistung im Muskelgewebe zu erhöhen und damit ein weiteres Wachstum des Uterus zu ermöglichen.

Auf jeden Fall ist es wichtig, sie von „echten Wehen“ zu unterscheiden, die geburtsaktiv sind und den Gebärmutterhals verkürzen bzw. den Muttermund öffnen. Kommt es zu echten Wehen mehr als zwei Wochen vor dem errechneten Geburtstermin (vorzeitige Wehen), müssen evtl. Massnahmen ergriffen werden, um eine Frühgeburt zu vermeiden.

Wie fühlen sich Übungswehen an?

Viele Schwangere bemerken sie gar nicht. Andere Schwangere nehmen sie stärker wahr und sind besorgt. Das Spannungsgefühl (wie ein breiter Gürtel, der sich um den Leib zieht) wird möglicherweise als unangenehm, aber selten als schmerzhaft empfunden. Der Bauch wird dabei hart. Manchmal verformt er sich dabei und ist gar nicht mehr gleichmässig rund.

Vorwehen sind schwach, unregelmässig, dauern meist weniger als 30 Sekunden, höchstens aber eine Minute und kommen maximal dreimal pro Stunde vor. Ein Ziehen läuft eventuell vom Rücken bis in die Beine. Auf jeden Fall werden die „wilden Wehen“ schwächer, wenn Sie sich Ruhe gönnen oder ein warmes Vollbad nehmen – aber bitte nie, wenn sie alleine sind! Werden die Wehen in der Badewanne stärker, haben Sie „echte Wehen“.

Am besten sind Übungswehen zu beobachten, wenn man entspannt auf dem Rücken liegt und die Hände auf den Bauch legt. Zieht sich der Bauch zusammen, spürt man dies ganz deutlich und kann die Kontraktion in der Rückenlage beobachten. Nach einiger Zeit entspannt sich alles wieder.

Nicht überanstrengen!

Schwangere mit einer empfindlichen Gebärmutter können auch bis zu zehn Übungswehen pro Stunde spüren. Ist das bei Ihnen der Fall, bedeutet das „Vorsicht – Ruhepause!“. Am besten legen Sie sich hin. Versuchen Sie, sich zu entspannen. Denn auch aus harmlosen Übungswehen können bei Überanstrengung echte Wehen werden. Wenn Sie häufig einen harten Bauch haben, sollten Sie das Ihrem Frauenarzt, Ihrer Frauenärztin oder Ihrer Hebamme mitteilen. Auf jeden Fall ist dies beobachtenswert, denn Übungswehen sollen noch keine Auswirkungen auf die Festigkeit und den Verschluss des Muttermundes haben.

Erst in den letzten Wochen der Schwangerschaft darf sich der Gebärmutterhals (die Zervix) unter dem Einfluss der Schwangerschaftshormone lockern. Dabei besteht die Möglichkeit, dass sich der Schleimpfropf löst.

Häufige Fragen zum Thema

Wie kann ich harmlose Vorwehen von echten vorzeitigen Wehen unterscheiden?

Vorwehen sind in der Regel schmerzlos, dauern ungefähr 25 Sekunden und werden schwächer bei Ruhe oder in einem warmen Bad. Sie sollten nicht häufiger als dreimal pro Stunde bzw. zehnmal pro Tag kommen.

Kontraktionen, die länger als 20 und bis zu 60 Sekunden andauern, über eine Stunde hinweg alle…

vollständige Antwort lesen Ab wann muss man nichts mehr gegen vorzeitige Wehen tun?

Die meisten Geburtshelfer meinen: Wenn Ihre Schwangerschaft die 34. Woche überschritten und Ihr Baby sich bis dahin normal entwickelt hat, darf man den Wehen ihren Lauf lassen. Allerdings sollte die Geburtsklinik auf die Entbindung eines Frühgeborenen vorbereitet und für seine Versorgung speziell…

vollständige Antwort lesen Darf ich bei Wehen Schmerztabletten nehmen?

Sicher unbedenklich ist es, wenn Sie gegen die Wehenschmerzen Schmerzmittel Paracetamol einnehmen, allerdings wird das vermutlich nicht viel helfen. Wehenschmerzen sind eben doch etwas stärker als Menstruations-Beschwerden.

Gegen Ende der Schwangerschaft bzw. vor der Geburt sind NSAID / NSAR…

vollständige Antwort lesen Wie fühlen sich Wehen an?

So einfach lässt sich das nicht sagen, weil es jede Frau etwas anders empfindet. Schwangere sehr unterschiedlich auf Wehenschmerzen, je nach persönlicher Situation.

Viele sagen, es sei wie Mensschmerzen, nur sehr viel schlimmer. Oft wird auch beschrieben, dass sich die Kontraktion wie ein Band…

vollständige Antwort lesen Wie heiss darf das Badewasser in der Schwangerschaft sein? Kann ein Vollbad Wehen auslösen?

Wenn Sie keine Anzeichen für einen vorzeitigen Blasensprung oder vorzeitige Wehen haben, dürfen Sie ohne Bedenken ein warmes Bad zur Entspannung nehmen. Warmes Wasser kann zwar schon vorhandene echte, auch vorzeitige Wehen verstärken. Es ist aber sehr unwahrscheinlich, dass ein Vollbad geburtsaktive…

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Letzte Aktualisierung : 22-12-19, BH / swissmom-Hebammenteam

Ziehen im Unterleib

Ziehen im Unterleib kann viele Gründe haben

Ziehende Schmerzen im Unterleib ohne Bezug zum weiblichen Zyklus oder einer Schwangerschaft können viele Gründe haben. Es kommt auf die Art der Schmerzen an. Sind sie krampfartig, brennend, ziehend, in Ruhe oder Bewegung. Auch andere Faktoren, wie Allgemeinbefinden oder Fieber können diagnostische Hinweise geben. Starke Unterleibsschmerzen weisen können auf eine Entzüngung, aber auch eine geplatzte Zyste hinweisen. Auch Blasen- oder Nierensteine machen sich zumindest anfangs durch einen ziehenden Schmerz im Unterleib bemerkbar. Aber es können auch viele andere Erkrankungen dahinterstecken.

Auch psychosomatische Faktoren können bei solchen Beschwerden eine Rolle spielen. Bei stärkeren und/oder sich steigernden Schmerzen, Blutungen außerhalb der Periode sowie Fieber sollten die Betroffenen so schnell wie möglich einen Arzt aufsuchen, um schwere Erkrankungen und Komplikationen auszuschließen.

Typische gynäkologische Ursachen für Unterleibsbeschwerden sind – neben zyklusbedingten Schmerzen – Entzündungen der inneren Geschlechtsorgane (Gebärmutter, Eileiter, Eierstöcke), Chlamydieninfektionen, Endometriose (Absiedlungen von Gewebeinseln der Gebärmutterschleimhaut außerhalb des Uterus), Positionsveränderungen der Gebärmutter, Narben sowie Myome und andere (gut- oder bösartige) Tumore.

Unterleibsbeschwerden durch Menstruation und Zyklus

Vor allem junge, aber auch ältere Frauen klagen in den ersten Jahren nach dem Einsetzen ihrer Periode über starke Menstruationsbeschwerden, die sich bis zu kolikartigen Krämpfen steigern können. Die weiblichen Geschlechtsorgane sind in dieser Zeit zunächst noch damit beschäftigt, sich auf die hormonellen und muskulären Anforderungen des weiblichen Zyklus einzustellen.

Mit zunehmendem Alter und vor allem nach der ersten Schwangerschaft nehmen solche Beschwerden sehr oft ab, was aber nicht unbedingt sein muss. Mediziner gehen unter anderem von einer fortscheitenden Desensibilisierung der Uterusnerven gegenüber zyklusbedingten Schmerzen aus. Andere Frauen haben bis zum Eintritt der Wechseljahre mit Menstruationsschmerzen zu kämpfen.

Der sogenannte Mittelschmerz meldet den Eisprung, tritt also in der Zyklusmitte und auf der Seite des gerade aktiven Eierstockes auf. Manche Frauen nehmen ihn gar nicht wahr oder verspüren nur ein leichtes Ziehen, andere berichten über – allerdings schnell vorübergehende – krampfartige Schmerzen.

Ist Ziehen im Unterleib ein Zeichen für den Eintritt einer Schwangerschaft?

Ziehen im Unterleib ist ein eher unspezifisches Anzeichen für eine Schwangerschaft. Frauen, die sich ein Baby wünschen, haben in den letzten Tagen und Wochen möglicherweise sehr genau in sich hineingehört und gespürt, dass sich in ihrem Körper etwas verändert hat und deuten dieses Signal auf Anhieb richtig – vielleicht bereits zusammen mit plötzlicher Müdigkeit, Veränderungen des Busens und des Geschmacksempfindens oder ersten „Schwangerschaftsgelüsten“.

Andere halten das Ziehen im Unterleib zunächst für einen Vorboten der nächsten Periode und denken erst an eine Schwangerschaft, wenn ihre Monatsblutung ausbleibt.

Ziehen im Unterleib – während der gesamten Schwangerschaft normal

Falls wirklich ein Baby unterwegs ist, kann das Ziehen im Unterleib bereits in den nächsten Wochen – also noch in der frühen Schwangerschaft – recht heftig werden. Die Ursache dafür ist das Wachstum des Uterus, was auch die sogenannten Mutterbänder zunehmend beansprucht. Aber auch die gesamte Auflockerung des Gewebes durch die Hormone kann schmerzähnliche Symptome machen.

Die Mutterbänder bestehen aus Bindegewebe und glatter Muskulatur, verlaufen auf beiden Seiten der Gebärmutter zur Beckenwand und von dort nach unten bis zur Vulva – ihre Aufgabe besteht darin, den Uterus in einer aufrechten, stabilen Position zu halten.

Das Ziehen an den Mutterbändern wird die Frauen bis zur Geburt begleiten: Durch das Wachstum von Uterus und Baby nimmt es im Verlauf der Schwangerschaft kontinuierlich zu, auch die Bewegungen des Babys sind in dieser Hinsicht ein „Belastungsfaktor“. Ebenso kann die Dehnung der Gebärmuttermuskulatur zeitweise ein ziehendes Gefühl zur Folge haben.

Das Ziehen im Unterleib ist während der gesamten Schwangerschaft normal und in der Regel kein Zeichen für gesundheitliche Probleme.

Wärme, Ruhe und Entspannung lindern Mutterbandschmerzen in der Schwangerschaft

Das Ziehen im Unterleib empfindet jede Schwangere anders. Manche Frauen bemerken es kaum oder nur selten, für andere kann es sehr belastend werden. Durch körperliche Beanspruchungen oder auch durch Drehungen im Schlaf kann sich das Ziehen noch verstärken.

Hebammen und Ärzte raten bereits ab dem Beginn der Schwangerschaft dazu, schwere körperliche Tätigkeiten so weit wie möglich zu vermeiden (was sanftem Ausgleichsport jedoch auf keinen Fall entgegensteht). Wenn sich das Ziehen im Unterleib sehr stark und unangenehm bemerkbar macht, helfen Ruhepausen.

Viele Frauen finden eine Bauchmassage mit milden Massageölen oder -Lotionen sehr entspannend. Auch Wärme – Wärmflasche, Heizkissen oder ein warmes Bad – kann solche Beschwerden meist schnell lindern. In der späten Schwangerschaft können Stützbänder oder Bauchtücher für eine wirksame Entlastung der Mutterbänder sorgen.

Da sie die Blutzirkulation etwas behindern, sollten sie jedoch nur tagsüber getragen werden. Bei stärkeren Schmerzen sind oft Ölkompressen in der Leistengegend hilfreich.

Bei starken Schmerzen und weiteren Symptomen ist schnelle ärztliche Hilfe wichtig

Wenn Unterleibsschmerzen in der Schwangerschaft länger anhalten, stärker werden, mit Krämpfen, Fieber, Durchfall und Erbrechen, Blutungen oder Gebärmutterkontraktionen verbunden sind, ist unverzüglich ärztliche Hilfe angesagt. Bei sehr heftigen Beschwerden kann auch die Fahrt in die Notaufnahme eines Krankenhauses angeraten sein.

Hinter solchen Symptomen können sich ernste Erkrankungen verbergen, die nicht nur der Mutter, sondern auch dem Kind gefährlich werden können. Auch vorzeitige Wehen oder eine Fehlgeburt können sich durch ziehende Unterleibsschmerzen ankündigen, bei einer drohenden Fehlgeburt sind diese meist auch mit Blutungen verbunden.

Anhaltendes Ziehen im Unterleib bei ausbleibender Regel und anderen körperlichen Anzeichen für eine Schwangerschaft, jedoch ohne im Ultraschallbild nachweisbaren Embryo ist ebenfalls ein Alarmsignal.

Hinter dieser Konstellation kann sich eine extrauterine (außerhalb der Gebärmutter angesiedelte) Schwangerschaft – meist eine Eileiter-Schwangerschaft – verbergen, die unerkannt zu lebensbedrohlichen Komplikationen führen kann. Aber auch ein entzündeter Blinddarm – Appendizitis – kann die Ursache sein.

Ein „falscher Alarm“ ist kein Problem

Generell gilt: Ein „falscher Alarm“ wegen solcher Symptome ist für Ärzte und Hebammen kein Problem – falsches Zögern kann dagegen zu gravierenden Problemen führen. Gerade Frauen, die zum ersten Mal ein Kind erwarten, müssen erst Sicherheit gewinnen, um die Signale ihres Körpers richtig einzuordnen.

Falls es keine ernsten medizinischen Gründe für Schmerzzustände und damit verbundene weitere Symptome gibt, werden die Untersuchung und vor allem ein klärendes Gespräch mit Hebamme oder Arzt auch dabei helfen, Ängste abzubauen.

SSW 38

38. SSW: Das ist jetzt wichtig

Sobald Ihr Baby das Licht der Welt erblickt, dauert es nicht mehr lang, bis Sie zum ersten Mal Windeln wechseln müssen. Der erste Stuhlgang Ihres Kindes heißt Mekonium. Das ist die medizinische Bezeichnung für Kindspech. Es wird für gewöhnlich 12 bis 48 Stunden nach der Geburt ausgeschieden. Dauert es länger als vier Tage, sollte ein Arzt abklären, ob ein gesundheitliches Problemen vorliegt.

Das Kindspech sammelt sich während der Schwangerschaft im Darm des Kindes an: Im Mutterleib ist die zarte Babyhaut lange Zeit von einem zarten Flaum bedeckt. Wenn ab der 30. SSW (und auch noch in der 38. SSW) dem Baby diese Lanugo-Haare langsam ausfallen, gelangen sie ins Fruchtwasser. Auch etwas Käseschmiere kann darin schwimmen. Alles zusammen kann das Baby schlucken. Im Darm vermengen sich Lanugo-Haare und Käseschmiere mit Eiweißen, Zucker, Kalium, Natrium und Spurenelementen – es bildet sich ein meist zäher, geruchloser und grünlich oder schwärzlich gefärbter Stuhl. Dieses Kindspech scheiden manche Babys schon im Mutterleib aus. Das Fruchtwasser erscheint dann nicht mehr klar und milchig-gelb, sondern leicht grünlich verfärbt und trüb. Dies ist nicht selten und normalerweise nicht gefährlich.

Hebammen-Tipp

Je näher der Geburtstermin rückt, desto angespannter werden vermutlich Ihre Nerven. In dieser Zeit, in der es jeden Moment soweit sein kann, sind Bald-Mamis oft sehr leicht reizbar, aggressiv und ungeduldig. Kein Wunder, schließlich liegen Monate des Hormonkarussells, der körperlichen Veränderungen und seelischen Achterbahnfahrten hinter ihnen und viele Frauen möchten nun einfach nur noch, dass „es vorbei“ ist. Und das ist die Schwangerschaft in der 38. SSW ja auch bald. Halten Sie durch, bald haben Sie es geschafft!

Judith Däumer, Hebamme

38. SSW (Schwangerschaftswoche)

Die 38. Schwangerschaftswoche ist die erste von vier Wochen, in denen es absolut normal ist, dass die Geburt vonstatten geht. Somit gilt das Kind nicht mehr als Frühgeborenes, wenn es ab jetzt auf die Welt kommt. Die Mutter sollte darauf vorbereitet sein, dass jetzt jederzeit die Geburt erfolgen kann. Sie kann die Geburtswehen daran erkennen, dass sie in kurzen, immer geringeren Zeitabständen auftreten und stärker werden. Das Kind ist in der 38. Schwangerschaftswoche im Prinzip fertig entwickelt. Es macht erst zur Geburt und danach wieder weitere deutliche Entwicklungsschritte durch. Als Abkürzung für die 38. Schwangerschaftswoche ist oftmals 38. SSW zu lesen.

Die Entwicklung des Kindes zur 38. Schwangerschaftswoche

Das ungeborene Kind hat in der 38. SSW eine Körpergröße (Kopf bis Fuß) von durchschnittlich 49 Zentimetern. Es bringt etwa 3100 Gramm auf die Waage. Je länger das Kind schon existiert, umso deutlicher können diese Werte aber auch vom Durchschnitt abweichen. Menschen sind nun einmal unterschiedlich groß und schwer, so auch im Mutterleib. Außerdem wiegen Jungen bereits jetzt im Durchschnitt einen Tick mehr als Mädchen.

Das Kind besteht in der 38. Schwangerschaftswoche erst seit zirka 36 Wochen. Die Schwangerschaftswochen werden in der Praxis nämlich von der letzten Monatsblutung aus gezählt, die rund zwei Wochen vor der eigentlichen Zeugung liegt. Der berechnete Geburtstermin liegt am Schluss der 40. Schwangerschaftswoche, also noch ein wenig in der Zukunft. In der 38. SSW kommen trotzdem schon viele Kinder zur Welt.

Die Entwicklung des Kindes im Mutterleib ist im Prinzip abgeschlossen. Alles Weitere geschieht bei beziehungsweise nach der Geburt. Das Fruchtwasser kann in der 38. SSW knapp werden, weil das Kind groß geworden ist und der Raum in der Gebärmutter sehr eng ist. Die meisten Kinder befinden sich in der 38. Schwangerschaftswoche in einer Position, die günstig für die Geburt ist, nämlich mit dem Kopf nach unten. Viele haben sich auch schon mit dem Kopf in Richtung Becken bewegt (so genannte Einstellung). Manche haben sich aber gar nicht regelrecht gedreht.

Doch auch wenn das Kind mit dem Kopf nach unten liegt, gibt es Unterschiede, wie vorteilhaft die Lage ist. Denn nicht immer hat das Kind die normale Kopflage, die vordere Hinterhauptslage. Bei dieser optimalen Position ist das Gesicht nach hinten zum mütterlichen Rücken gerichtet und der Kopf aus der Sicht des Kindes nach vorne in Richtung dessen eigener Brust gebeugt. Schaut das Kind jedoch aus mütterlicher Sicht nach vorne, dann besteht eine hintere Hinterhauptslage und die Geburt droht schwierig zu werden. Die Geburt kann in diesem Fall öfter stocken oder eine verhältnismäßig lange Zeit dauern. Ähnliches gilt für die Vorderhauptslage, bei der die kindliche Vorderseite zwar zum mütterlichen Rücken gedreht ist, der Kopf des Kindes aber in Richtung Nacken gestreckt ist.

Weitere mögliche Lagen, die beim Geburtsvorgang hinderlich sind, sind verschiedene Varianten der Beckenendlage (z. B. Steißlage) und der Querlage. Gegebenenfalls kann bei den verschiedenen ungünstigen Kindslagen ein Kaiserschnitt in Betracht kommen, oder es können Hilfsmittel wie Saugglocke oder Zange zur Geburt verwendet werden. Wenn sich die Geburt noch nicht abzeichnet, kann mit bestimmten Handgriffen oder Bewegungsübungen vorsichtig versucht werden, das Baby in die richtige Position zu bekommen.

Die Käseschmiere (Vernix caseosa), eine Substanz auf der kindlichen Haut, die gegen Einflüsse innerhalb der Gebärmutter schützt, ist zum großen Teil verschwunden. Die Lanugo-Behaarung ist zur 38. SSW ebenfalls meist abgestoßen, spätere Körper- und Kopfhaare sind dafür teilweise vorhanden.

Der Mutterkuchen (die Plazenta) kann in der 38. Schwangerschaftswoche beginnen, an Funktionsfähigkeit einzubüßen. Die Plazenta ist dazu da, das Kind mit Sauerstoff und anderen lebenswichtigen Substanzen zu versorgen. Das Organ ermöglicht einen Austausch von Stoffen zwischen dem mütterlichen und dem kindlichen Blut, ohne dass sie direkt in Kontakt kommen.

Was passiert mit der Mutter in der 38. Schwangerschaftswoche?

Die werdende Mutter hat selbstverständlich in der 38. Schwangerschaftswoche einen Bauch mit enormer Ausdehnung. Die Brüste sind ebenfalls größer als vor der Schwangerschaft und geben oftmals eine Vormilch ab. Der körperliche (und seelische) Zustand macht vielen Frauen in der 38. Schwangerschaftswoche zu schaffen. Sie werden durch die Ungewissheit, wann das Kind kommt, ebenso belastet wie durch die körperlichen Schwierigkeiten, die sie jetzt haben.

Zu den möglichen Beschwerden gehören Müdigkeit, Rücken- und Beckenschmerzen oder Schwellungen an Beinen und Armen. Am Bauch kann es durch den Spannungszustand zu einem Juckreiz kommen. Möglich sind auch Erscheinungen wie Übelkeit, Verstopfung, Harndrang oder auch ungewollter Abgang von Harn. Gegen viele dieser Symptome können einfache Maßnahmen helfen.

Wie zeichnet sich eine einsetzende Geburt ab?

Gerade Schwangere, die zum ersten Mal ein Kind bekommen, wissen nicht, wie es sich anfühlt, wenn die Geburt kurz bevorsteht. Sie haben die Sorge, es nicht mitzubekommen, dass die Geburtswehen kommen. Doch die Geburtswehen sind unverkennbar, dies merken auch Erstgebärende deutlich.

Schon seit einigen Wochen treten immer wieder Vorwehen (Übungswehen) oder auch Senkwehen auf. Sie haben noch nichts direkt mit der Geburt zu tun. Die Vorwehen sind unregelmäßig und liegen zeitlich recht weit auseinander.

Die echten Geburtswehen werden im Gegensatz zu den vorherigen Wehenarten nach und nach stärker. Geburtswehen liegen in ihrem Verlauf zeitlich immer näher beieinander. Als weiteres Kennzeichen nehmen die Geburtswehen nicht nach, wenn der Körper umgelagert wird, sondern werden eher noch stärker. Dagegen werden Übungswehen schwächer, wenn die Schwangere sich bewegt beziehungsweise umsetzt. Auch wenn die angehende Mutter in warmem Wasser badet, nehmen Übungswehen ab und Geburtswehen eher zu.

Darüber hinaus kommen ganz andere Hinweise auf eine zeitnah erfolgende Geburt vor. Dazu gehört das Zeichnen, also ein Abgang eines Schleimklumpens, der zuvor den Muttermund abgedichtet hat. Ein wenig Blutbeimengung kann dabei sein (nur wenn viel helles Blut mit abgeht, sollte eine umgehende ärztliche Kontrolle vorgenommen werden). Das Zeichnen kann eine kurze Zeit vor der Geburt auftreten, aber auch schon Wochen zuvor ablaufen.

Viele baldige Gebärende verspüren auch eine Unruhe und Nervosität, sie können sich nicht mehr konzentrieren. Einige leiden kurz vor der Geburt an einem mäßigen Durchfall. Und oftmals lässt sich beobachten, dass die Gewichtszunahme der Schwangeren um eine Woche, bevor das Kind zur Welt kommt, stagniert oder sogar rückläufig ist.

Wichtige Untersuchungen für die 38. SSW

Die Vorsorgeuntersuchung für Schwangere wird inzwischen alle zwei Wochen durchgeführt. Sie fällt deshalb nicht selten in die 38. SSW. Die Schwangere wird noch einmal auf körperliche Gegebenheiten wie ihr Gewicht oder ihren Blutdruck hin untersucht. Der Arzt tastet den Bauch ab und kann damit unter anderem die Kindslage feststellen. Mit einem CTG (Cardiotokographie) werden die Wehentätigkeit und auch der Herzschlag des Sprösslings aufgezeichnet. Des Weiteren wird noch einmal Blut abgenommen, auch eine Urinprobe muss die werdende Mutter abgeben. Der Arzt tastet nach dem Muttermund und schaut, ob er sich bereits geweitet hat. Der Arzt kann ebenso beurteilen, ob die Plazenta (Mutterkuchen) noch voll ihre Aufgabe erfüllt und feststellen, ob das Baby noch genügend Fruchtwasser zur Verfügung hat. In einigen Fällen empfehlen sich Zusatzuntersuchungen, neben einer möglichen Ultraschalluntersuchung z. B. auch ein Abstrich, um eine eventuelle Bakterienbesiedlung (Gruppe-B-Streptokokken) auszuschließen.

Welche Empfehlungen können für die 38. SSW gegeben werden?

Die Kliniktasche mit den wichtigsten Utensilien (Klamotten, Pflegemittel, Papiere) sollte gepackt bereitstehen. Falls ein Auto vorhanden ist, sollte es immer bereit sein und ausreichend betankt sein, so dass bei beginnender Geburt schnell die Klinik erreicht werden kann. Ansonsten sollte Geld bereitliegen, um ein Taxi nehmen zu können. Dieses Taxigeld kann in aller Regel von der Krankenversicherung zurückverlangt werden.

Wie in allen vorherigen Abschnitten der Schwangerschaft gilt: Kein Alkohol, keine Zigaretten, keine Drogen! Die Gefahr von Störungen und Schäden des Kindes ist immer gegeben. Auch mit Medikamenten muss die werdende Mutter vorsichtig sein und mit dem Arzt absprechen, ob ein Mittel bei Schwangeren angewendet werden darf. Die angehende Mutter sollte sich ausgewogen ernähren und auf die Zufuhr von wichtigen Stoffen wie Mineralien oder Vitaminen achten. Sie sollte genügend trinken, ideal dafür ist Mineralwasser. Die werdende Mutter sollte sich jetzt, so weit wie möglich, entspannen. Auch sollte sie keine körperlichen Anstrengungen mehr in Kauf nehmen.

39.SSW – Die Wochen deiner Schwangerschaft

Die Geburt kann jetzt jeden Tag stattfinden. Wenn du das erste Mal ein Kind gebärst, ist es wahrscheinlich schwierig für dich, die Anzeichen und körperlichen Signale zu deuten. Besinne dich darauf, was du bei deinem Geburtsvorbereitungskurs gelernt hast. Natürlich ist es schwierig durch einen Kurs auf jede individuelle Geburt vorbereitet zu sein, deshalb solltest du nicht leichtsinnig die Signale ignorieren. Eine Fahrt in die Klinik ist besser, als mit der Unsicherheit zu Hause zu verharren. Die Anzeichen einer Geburt sind für Erstgebärende schwer zu deuten. Der Geburtsvorbereitungskurs dient dazu, diese Anzeichen deuten zu lernen. Die Geburt ist mit Schmerzen verbunden, die nicht nur in Form von Wehen auftreten werden. Im Fall eines Blasensprungs musst du sofort handeln.

Video zur 39.Schwangerschaftswoche – Entwicklung von Mutter und Embryo

Dein Baby in der 39.SSW

Dein Baby misst der 39.Schwangerschaftswoche (39.SSW) circa 50,7 Zentimeter und wiegt ungefähr 3550 Gramm. Das kann natürlich variieren und so solltest du dich nicht auf Vorgaben, wie groß und schwer dein Baby sein sollte, versteifen. Wusstest du, dass es Babys gibt, die bei der Geburt bereits ein Zähnchen haben? Das kommt natürlich sehr selten vor, zeigt aber, dass die Natur keine genauen Vorgaben kennt. Im Grunde sind bereist alle 20 Milchzähne vorhanden und warten nur darauf, sich bald durch das Zahnfleisch zu drücken.

Es gibt Milchzähen, die erst im Kleinkindalter durchbrechen werden und auch diese sind bereits vor der Geburt unter dem Zahnfleisch angelegt. Bei den meisten Babys wird der erste Zahn ab dem sechsten Monat sichtbar. Bis zum ersten Lebensjahr sind es dann zumeist sechs kleine Zähnchen. Es ist also nicht wunderlich, aber auf jeden Fall die Ausnahme, dass bereist vor der Geburt ein Zähnchen sichtbar sein könnte. Dies ist vielleicht eine Information, die du in der 39.Schwangerschaftswoche (39.SSW) noch nicht wusstest?

Das Durchbrechen der Zähne durch das Zahnfleisch muss nicht immer mit Schmerzen verbunden sein. So gibt es Babys, bei denen die Eltern es nicht einmal mitbekommen, dass die Zähnchen sichtbar werden. Andere wiederum teilen dies lautstark mit, was für viele junge Eltern einige schlaflose Nächte bedeuten kann. Du kannst dich auf eine spannende Zeit freuen, denn es gibt viele Dinge, die sich nach der Geburt von Tag zu Tag ändern werden. Dein Baby verändert sich immer zu und die Entwicklung scheint kein Ende zu erfahren. Um die Entwicklung stets zu fördern und nicht zu überfordern ist der Ansatz der Selbstregulierung ein Wichtiger.

Die Mama in der 39.SSW

Wenn die Geburt beginnt, gibt es erste Anzeichen , die darauf deuten, dass es los geht. Dein Körper bereitet sich in den letzten beiden Moneten deiner Schwangerschaft intensiv auf die Geburt vor. Hier kommt es nun verstärkt zu Veränderungen deines Körpers und zu weiteren Ausschüttungen von Hormonen. Diese Veränderungen können dann natürlich auch Ziehen im Unterleib bewirken die nicht zwingend etwas mit Wehen zu tun haben müssen.

39. SSW – Ziehen im Unterleib

Ziehen im Unterleib kann viele Gründe haben. Es muss jedoch nicht zwingend etwas mit deiner Wehentätigkeit zu tun haben, auch wenn du dich bereits in der 39.Schwangerschaftswoche befindest. Dein Becken hat sich die gesamte Schwangerschaft dahingehend verschoben, dass es zum Ende deiner Schwangerschaft in der optimalen Lage für die Geburt steht. Verantwortlich hierfür war und ist die Ausschüttung des Hormons Relaxin, was Mutterbänder und Gelnke lockert. Ein Ziehen im Unterleib kann mit der Veränderung deines Körpers einhergehen und ist ein Signal, dass es bald mit der Geburt losgeht. Außerdem kann das Ziehen im Unterleib, ab der 39.SSW, auch mit dem Absenken deines Babys in dein Becken zusammenhängen (wenn dies nicht schon bereits geschehen ist). Der Druck des Köpfchen deines Babys auf deinen Muttermund, kann auch ein Ziehen im Unterleib bewirken.

Ein weitere Gund für dein Ziehen und Stechen im Unterleib in dieser reifen Phase deiner Schwangerschaft kann auch eine kurze, intervallartige Wehentätigkeit sein, die nur 1 bis 2 Tage anhält und dann wieder verschwindet. Dieses Ziehen im Unterleib ist dann die Vorstuffe auf das was bald kommen wird und kann der Startschuss zur Geburt sein. Muss es aber nicht, da es oft auch vor kommt, dass nach 2 Tagen Vorwehen, sich das ganze wieder einstellt und das Ziehen im unteren Bereich deiner Gebärmutter wieder verschwindet. Wichtig in diesem Zusammenhang ist folgendes:

Ziehen im Unterleib in Begleitung von

  • Fieber
  • Ohnmacht
  • starke Blutungen
  • unscharfes Sehen
  • sarkes Erbrechen

bedeutet immer einen sofortigen Aufbruch ins Krankenhaus. Außerdem solltest du ins Krankenhaus, wenn du dein Baby nicht so spührst wie gewohnt.

Die Anzeichen zur Geburt

Die Vorwehen

Diese Vorwehen treten in den letzten Wochen und Tagen der Schwangerschaft auf und sind die erste Vorbereitung deines Körpers auf die Geburt. Diese setzen jedoch nicht bei allen werdenden Mamas ein. Der Schmerz variiert zwischen einem lauen Gefühl im Unterleib bis zu einem leichten Stechen. Es kann sein, dass diese Vorwehen nahtlos in die sogenannten Senkwehen übergehen.

Dein Bauch senkt sich nach unten

Wenn sich dein Bauch senkt, ist das ein Anzeichen für eine bevorstehende Geburt. In Verbindung mit der Senkung setzen auch Wehen ein. Diese Wehen werden auch Senkwehen oder vorgeburtliche Wehen genannt. Diese Senkwehen können von Geburtswehen unterschieden werden, da sie unregelmäßig auftreten, nicht so schmerzhaft sind und das Absinken bemerkbar ist.

Leichter, bis starker Ausfluss

Dieser Ausfluss ist leicht blutig und ist mit dem Auflösen des Schleimpfropfs verbunden. Dieser Schleimpfropf hat die Aufgabe den Muttermund während deiner Schwangerschaft zu verschließen. Dieser verschwindet nun und löst sich auf. Das Austreten von Ausfluss aus deinem Vaginalbereich kann einige Tage vor Beginn der Geburtswehen eintreten. Der Ausfluss kann mal leichter und mal stärker ausfallen. Dies ist auch personenabhängig.

Krampfartige Schmerzen – Die Geburtswehen

Sobald du Schmerzen im Rücken und im Unterleib spüren wirst, welche vorerst etwas schwächer waren und dann mit der Zeit immer stärker und regelmäßiger auftreten, handelt es sich sehr wahrscheinlich um Geburtswehen. Treten diese Wehen regelmäßig im Fünf-Minuten-Takt auf, wird es Zeit für dich ins Krankenhaus zu fahren.

Der Blasensprung

Den Blasensprung wirst du in vielen Fällen durch ein krachendes Gefühl im Unterleib wahrnehmen. Es kann jedoch vorkommen, dass der Blasensprung unbemerkt auftritt. Läuft klare Flüssigkeit aus deinem Vaginalbereich, der süßlich richt, kann es sein, dass es sich um das Fruchtwasser handelt. Die Fruchtblase ist in diesem Fall sozusagen gerissen oder gesprungen. Ein Blasensprung kann vor den Wehen geschehen oder auch während der Wehen. Ist deine Fruchtwasserblase gesprungen, solltest du im liegen in die Klinik transportiert werden und das unmittelbar. Wichtig ist, dass du dich vorsorglich hinlegst, damit die Flüssigkeit sich nicht verteilen kann. Eine bakterielle Infektion könnte sonst die Folge sein.

Du solltest die Anzeichen einer Geburt nicht unterschätzen und immer sofort nach Gefühl handeln. Begib dich also sofort in die Klinik wenn:

  • deine Fruchtblase geplatzt ist
  • starke Blutung eintreten
  • wenn du das Gefühl hast, dass dein kleines Baby in deinem Bauch sich weniger bewegt als sonst
  • du andauernde Schmerzen verspürst. (Dauerschmerzen sind Schmerzen auch zwischen den Wehen)
  • bei Sehstörungen, sehr starker Übelkeit und starkes Erbrechen
  • bei Ohnmacht

Die Geburt steht in der 39.Schwangerschaftswoche (39.SSW) also kurz vor der Tür. Sollten die Wochen vergehen und dein Baby ist immer noch nicht da, solltest du trotzdem ruhig bleiben. Fast alle Babys werden nicht zu ihrem Stichtag geboren. Statistisch gesehen stimmt der Stichtag nur zu 5% mit dem tatsächlichen Geburtstag überein. Im Fall einer Übertragung, also einer Schwangerschaft bis über die 41.Schwangerschaftswoche (41.SSW) hinaus, wird dein Gynäkologe rechtzeitig Maßnahmen ergreifen.

Wehen: So erkennen Sie die Anzeichen einer nahenden Geburt

So gefürchtet die Wehen auch sind, sie gehören zum normalen Geburtsablauf dazu. Besonders Erstgebärende können sich nur schwer eine Vorstellung davon machen, woran sie das Näherrücken der Entbindung erkennen. Einige Anzeichen deuten jedoch klar darauf hin, dass die Geburt unmittelbar bevorsteht.

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Übungswehen und Senkwehen: Frühe Geburtsvorbereitungen

Die Gebärmutter ist ein dicker und zäher Muskel. Zieht sich dieser zusammen, sprechen Mediziner laut dem Gesundheitsportal „urbia.de“ von einer Kontraktion oder Wehe. Echte Wehen oder Geburtswehen unterscheiden sich von sogenannten wilden Wehen, Übungswehen oder Senkwehen. Letztere dienen dazu, das Baby schon einige Wochen vor der Geburt ins Becken der Mutter zu schieben und die Gebärmutter auf die Geburt vorzubereiten. Sie sind also mit einer Art Training gleichzusetzen – nicht aber mit den Anzeichen, die auf eine tatsächlich unmittelbar bevorstehende Geburt hindeuten.

In der Regel empfinden Frauen die Übungswehen als unangenehm – ähnlich dem Ziehen im Unterleib zu Beginn der Menstruation –, jedoch längst nicht als dermaßen schmerzhaft wie die tatsächlichen Anzeichen der Geburt. Mit zunehmendem Verlauf der Schwangerschaft häufen und verstärken sich die Übungskontraktionen. Entspannend wirken ein warmes Bad oder gezielte Atemübungen.

Geburtswehen: Krampfartige Schmerzen und Kontraktionen

Echte Wehen hingegen steigern sich allmählich. Nicht nur die Schmerzintensität nimmt zu, auch die Abstände werden kürzer. Typischerweise empfindet die werdende Mutter ein starkes Ziehen im gesamten Unterleib, speziell in der Scheidenregion, vergleichbar mit Krämpfen. Bei einigen Frauen strahlen die Schmerzen auch in Bauch, Rücken und Oberschenkel aus. Je kürzer die Pausen zwischen den Kontraktionen werden, desto klarer lässt sich erkennen: Die Frau muss ins Krankenhaus. Ein sonst so entspannendes Bad kann die Anzeichen sogar noch verstärken.

Während einer Geburt erkennen Mediziner übrigens mehrere Formen von Schmerzen, die auf verschiedene Phasen des Geburtsvorgangs hindeuten. Der Arzt oder die Hebamme wird Ihnen mitteilen, ob es sich um Eröffnungswehen, Presswehen, Nachgeburtswehen oder Nachwehen handelt.

Deutliche Anzeichen einer nahenden Geburt: Was tun?

Während Sie darauf warten, dass es losgeht, sollten Sie unbedingt aktiv bleiben: Laufen Sie herum und trinken Sie genügend Wasser. Sobald die Schmerzen zunehmen, erinnern Sie sich an die im Geburtsvorbereitungskurs gelernten Entspannungsübungen.

Sobald die Wehen in regelmäßigen, kürzeren Abständen wiederkehren und dabei an Stärke noch zunehmen, sollten Sie sich zur Entbindungsstation begeben oder Ihre Hebamme kontaktieren. Das Portal „schwangerschaft.net“ spezifiziert Kontraktionen, die zwischen 20 und 60 Sekunden andauern und alle fünf bis sieben Minuten wiederkommen, als Geburtswehen. Damit einher gehen in vielen Fällen weitere Anzeichen, zum Beispiel Rückenschmerzen, Durchfall, Übelkeit und Muskelzittern.

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Ein untrügliches Anzeichen, an dem Sie erkennen, dass Ihnen eine Entbindung kurz bevorsteht, ist das Platzen der Fruchtblase. Dies betrifft jedoch nicht alle Frauen: Bei rund 80 Prozent erfolgt der Blasensprung erst während oder nach den Wehen oder sogar erst durch einleitende Maßnahmen des Arztes.

Unterleibsschmerzen: Ursachen, Diagnose, Therapie

Unterleibsschmerzen: Wichtige Ursachen, mögliche Begleitsymptome

Frauenkrankheiten, Venenkrankheiten

  • Chlamydieninfektionen (möglich sind Ausfluss, Probleme beim Wasserlassen und Stuhlgang; mehrheitlich verläuft die Infektion jedoch längere Zeit chronisch-schleichend, ohne Beschwerden zu bereiten)
  • Entzündungen der Gebärmutter (Ausfluss, Blutungen außerhalb der Regel)
  • Eileiter-, Eierstockentzündung (oft Fieber, Ausfluss, Zwischenblutungen)
  • Eitrige Gewebeeinschmelzung (Abszess)
  • Stieldrehung, Durchbrechen von Zysten am Eierstock beziehungsweise Tumoren (akute Schmerzen)
  • Myome, Polypen in der Gebärmutter (oft Blutungsstörungen)
  • Endometriose (oft Zwischenblutungen, heftige Regelschmerzen)
  • Eileiterschwangerschaft (Ausbleiben der Regel, anschließend Unterleibsschmerzen, Schmierblutungen)
  • Fehlgeburt, Abgang (starke Blutungen)
  • Gebärmutterhalskrebs, Gebärmutterkrebs (stark riechender Ausfluss, Blutungen außerhalb der Regel, nach der Menopause)
  • Eierstockkrebs
  • Operationsfolgen
  • Fehlbildungen
  • Scheidenverengungen
  • Rückwärts geneigte Gebärmutter, Gebärmuttersenkung
    Venenkrankheiten:
  • Krampfadern, Thrombose der Bein- und /oder Beckenvenen (mögliche Warnzeichen: neben Schweregefühl und Schmerzen auch Schwellungen im Bein, in der Leiste, Wärmegefühl, bläulich verfärbte Haut)

(siehe Kapitel „Frauenkrankheiten“)
Darmstörungen, Darmerkrankungen

  • Verstopfung
  • Blinddarmentzündung (Schmerzen häufig in der rechten Leistengegend, aber auch nicht genau lokalisierbar, diffus, möglicherweise Fieber, Schwäche, Übelkeit, Erbrechen)
  • Akute Darminfektionen (häufig Durchfälle, Fieber, Übelkeit)
  • Chronische Darmerkrankungen: Morbus Crohn, Colitis ulcerosa (auch Durchfälle)
  • Verdrehung von Darmteilen
  • Divertikelentzündungen (kolikartige Schmerzen, Verstopfung oder Durchfall, leichtes Fieber) und Komplikationen wie Abszesse
  • Einblutungen in die Bauchhöhle
  • Reizdarmsyndrom (oft Blähungen, Verstopfung oder Durchfall)
  • Leistenbruch, Hernien (Alarmzeichen: heftige Schmerzen in der Leistengegend, Übelkeit, Erbrechen, Kreislaufprobleme)
  • Dickdarmkrebs (Blut im Stuhl, Verstopfung und Durchfall, Gewichtsverlust)

(siehe Kapitel „Darmerkrankungen“)
Harnwegsprobleme

  • Blasenentzündungen (Schmerzen und Probleme beim Wasserlassen)
  • Blasensteine
  • Harnleitersteine, Koliken, Sperren (heftige, krampfartige Schmerzen, Übelkeit, blutiger Urin möglich)
  • Nierensteine
  • Nierenbeckenentzündung (Schmerzen in der Flanke, Schüttelfrost, Fieber, ausgeprägtes Krankheitsgefühl)
  • Reizblase, Urethralsyndrom (Harndrang, Schmerzen beim Wasserlassen)

(siehe Kapitel „Harnwege“)
Probleme beim Mann

  • Hodentorsion (Schmerzen im Hoden, in der Leistengegend, Hodenverfärbung)
  • Chronische Prostataentzündung (vor allem junge Männer; meist Harnentleerungsstörungen)
  • Samenblasenentzündung (Probleme beim Wasserlassen)
  • Venenprobleme (im kleinen Becken selten; siehe oben: Frauenkrankheiten)

(siehe Kapitel „Männerkrankheiten“)
Psychische Störungen, weitere Ursachen

  • Stress, Burn-out (typische Stress- beziehungsweise Burn-out-Symptome wie Erschöpfung, Müdigkeit, Schlafstörungen, Kopfschmerzen, Verdauungsprobleme)
  • Sexuelle Probleme
  • Traumata (zum Beispiel nach Missbrauch)
  • Depressionen, Persönlichkeitsstörungen (jeweils typische psychische Symptome)
  • Chronisches Unterbauchschmerzsyndrom als psychosomatische Störung (Ängste, depressive Verstimmungen, Müdigkeit, Kopf- und Rückenschmerzen)
    Weitere Ursachen:
  • Bandscheibenvorfall (ziehende Schmerzen im Kreuz, die ins Bein ausstrahlen können, Lähmungserscheinungen)
  • Wirbelsäulenschäden (in den Unterbauch ausstrahlende Schmerzen)
  • Fibromyalgie (Schmerzen in Muskeln und Gelenken)

(siehe Kapitel „Psyche, Rücken, Fibromyalgie“ , das Ihnen auch Selbsthilfe-Tipps gibt und ein Video mit einfachen Yoga-Übungen zeigt)
In den verlinkten Kapiteln finden Sie weitere Informationen zu den Ursachen und wichtigen Untersuchungen.

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