Ssw 37 6

Die Geburt steht kurz bevor

Spätestens in der 38 SSW werden vor allem Erstgebärende langsam nervös und fragen sich, wie sie erkennen, dass es „losgeht“.
Wir haben wichtige Geburtsanzeichen für Sie zusammengestellt.

  • Anzeichen für die bevorstehende Geburt
  • Blutungen in der 38 SSW
  • Was tun bei plötzlichem Blasensprung?
  • Warum Plazenta und Fruchtwasser jetzt überwachen?
  • Das Baby in der 38 SSW

„Ich bin etwas verunsichert: Die Senkwehen kenne ich ja bereits, aber wie fühlen sich denn die richtigen Wehen an? Die tun am Anfang auch nicht immer wirklich weh, habe ich gehört. Was ist, wenn ich nicht rechtzeitig bemerke, dass es losgeht? Und wenn ich eine Sturzgeburt habe? Was muss ich dann tun, was kann Thomas machen? Wahrscheinlich mache ich mir mal wieder zu viele Gedanken.

Meine Hebamme sagt: Keine Angst, Geburtswehen wirst du auf jeden Fall bemerken. Und was die Sturzgeburt angeht: Diese Geburt ist bei Erstgebärenden höchst unwahrscheinlich. – Unwahrscheinlich heißt aber nicht unmöglich, oder?
Im Geburtsvorbereitungskurs habe ich gelernt, dass ich ein heißes Bad nehmen kann, um echte Wehen von Senkwehen zu unterscheiden. Die Senkwehen gehen von der Wärme und Entspannung eher weg, die Geburtswehen werden stärker. Mal sehen, ob ich im Ernstfall noch die Ruhe zu solchen Tests habe. Wahrscheinlich sause ich mit Thomas schon beim geringsten Anzeichen in die Klinik!“

Carlas Tagebuch 38. Schwangerschaftswoche (SSW)

Unsere Tagebuchschreiberin ist nervös, das hat sie mit den meisten Frauen in dieser Schwangerschaftsphase gemeinsam. Besonders Erstgebärende sind trotz aller guten Ratschläge durch ihre Hebamme oft verunsichert. Sie machen sich Sorgen darum, den passenden Zeitpunkt für die Abfahrt in die Klinik zu verpassen – oder, ganz im Gegenteil, einen Fehlalarm auszulösen. Auch ein plötzlicher Blasensprung in aller Öffentlichkeit oder eine Sturzgeburt ist Thema ihrer Gedanken.

Anzeichen für die bevorstehende Geburt

Um die Unsicherheiten so klein wie möglich zu halten, fassen wir hiermit zusammen, welche Anzeichen bei einer bevorstehenden Geburt auftreten.

  • Wehen verstärken sich mit der Zeit, werden eventuell schmerzhafter, kommen in immer kürzeren Abständen.
  • Kräftige Wehen im regelmäßigen Abstand von unter fünf Minuten treten auf.
  • Die Wehen verstärken sich im heißen Bad oder beim Treppenlaufen.
  • Geburtswehen verschwinden nicht bei Positionsveränderung.
  • Bei vielen Schwangeren tritt kurz vor der Geburt Durchfall auf.
  • Zahlreiche Frauen verspüren eine ungewohnt starke innere Unruhe.
  • Ein besonderes Geburtsanzeichen ist der Blasensprung: Das Fruchtwasser läuft durch Scheide heraus. Das Platzen der Fruchtblase ist nicht immer sofort mit Wehen verbunden.

Blutungen in der Hochschwangerschaft

Ein ernstzunehmendes Alarmzeichen ist frisches, hellrotes Blut, das aus der Scheide austritt: Dieses Symptom deutet auf eine Plazenta-Ablösung hin! Die Schwangere sollte sich sofort hinlegen und den Krankenwagen rufen. Beim Abgang des schützenden Schleimpfropfes am Muttermund kann eventuell ebenfalls etwas Blut dabei sein, doch dieses ist im Normalfall dunkel gefärbt und tritt nur in kleinen Mengen auf. Im Gegensatz zur vorzeitigen Ablösung der Plazenta gehört die Schleimpfropfablösung zu einer normalen Geburt dazu.

Der plötzliche Blasensprung: Jetzt geht es zügig los!

Bei etwa 10 Prozent aller Schwangeren beginnt die Geburt mit einem plötzlichen Blasensprung und beinah gleichzeitig einsetzenden Geburtswehen. In wenigen Fällen bleiben die Geburtswehen zunächst aus. Der Blasensprung an sich ist nicht schmerzhaft, manche Frauen hören ein reißendes Geräusch und spüren eine deutliche Entspannung in der Bauchregion. Dann rinnt das klare Fruchtwasser tröpfchenweise oder schwallartig durch die Scheide ab.

Was ist beim Blasensprung zu tun?

Wenn das Köpfchen des Babys bereits fest im Becken liegt, besteht beim plötzlichen Blasensprung keine Gefahr für das Kind. Sollte dies allerdings nicht der Fall sein, kann es zu einem Nabelschnurvorfall kommen, wenn die Nabelschnur zwischen Babykopf und Muttermund gerät. Zur Vorsicht sollte die Schwangere sich nun so schnell wie möglich in leichte Seitenlage begeben und einen Krankenwagen rufen. Es gibt allerdings keinen Grund zur Panik: Das plötzliche Reißen der Fruchtblase gehört einfach zum Abenteuer Geburt dazu.

Ab der 38. SSW: besondere Überwachung von Plazenta und Fruchtwasser

Der Frauenarzt wird ab der 38. SSW besonders darauf achten, dass die Plazenta nicht übermäßig verkalkt ist und das Baby in genügend Fruchtwasser schwimmt. Manchmal entstehen nämlich im letzten Endspurt noch Versorgungsengpässe, die sich unter anderem im Fruchtwassermangel äußern: Dann ist schnelles Handeln gefragt, zumeist steht eine Geburtseinleitung oder ein Kaiserschnitt bevor.

Was der Muttermund uns verrät

Auch prüfen Arzt und Hebamme regelmäßig mittels Ertasten den Zustand des Muttermundes. Zur Geburt hin wird der Muttermund weicher und der Gebärmutterhals verkürzt sich. Ist der Gebärmutterhals vollständig „verstrichen“, beginnt mittels Wehentätigkeit das allmähliche Öffnen des Muttermundes bis auf 10 cm. Vor allem während der Geburt verrät der Zustand dieser wichtigen Körperzone, inwieweit der mütterliche Körper geburtsbereit ist. Öffnet sich der Muttermund bereits viele Wochen vor dem ET, ist für die Mutter im Regelfall strenge Bettruhe angesagt. Doch nun, in der 38. SSW, warten alle auf dieses willkommene Zeichen!

Das Baby in der 38. SSW

In dieser Schwangerschaftswoche haben die meisten Kinder bereits die 3.000 g-Marke überschritten, sie wiegen durchschnittlich zwischen 3,1 und 3,4 kg. In vielen Fällen sind Jungen etwas schwerer als Mädchen, doch das ist nur eine Faustregel, die sich nicht immer bewahrheiten muss. Gemessen vom Scheitel bis zur Ferse ist das Baby etwa 50 cm lang, passt also bereits in die Babykleidung Größe 50 für Normalgeborene. Häufig müssen die süßen Bodys und Strampler allerdings noch einige Tage im Schrank warten, bis der große Tag der Geburt endlich kommt.

Die 38. Schwangerschaftswoche auf einen Blick:

  • Anzeichen für die anstehende Geburt
  • Das Baby hat bereits ein Gewicht von ca. 3000 g erreicht und ist für die Geburt bereit
  • Plazenta und Fruchtwasser werden jetzt besonders kontrolliert
  • 38 SSW: Der Muttermund verändert sich

limango Redaktion

Die Spannung steigt. Die meisten Babys werden 14 Tage vor oder nach dem errechneten Geburtstermin geboren. Es ist also gut möglich, dass es jeden Tag so weit ist. Mach Dich bereit und platziere Deinen Klinikkoffer griffbereit, denn schon bald hältst Du Dein Baby im Arm!
Sollte ein Kaiserschnitt geplant sein, findet dieser meist in der 38. Schwangerschaftswoche statt, um zu vermeiden, dass das Kind sich für eine natürliche Geburt bereit macht und Wehen kommen.
Aber nicht nur Dein Baby bereitet sich vor, auch Deine Gedanken kreisen nun vermehrt um die Geburt, um Dein Baby und um alles, was in Zukunft auf Dich zukommt. Um den ganz neuen Lebensabschnitt mit Baby! Vielleicht notierst Du Dir ein paar Deiner Gedanken in Deinen Schwangerschaftskalender, um Dich später auch an diese Phase der Schwangerschaft erinnern zu können.

Wie weit ist Dein Baby in der 28. SSW?

Das dritte Trimester nähert sich seinem Ende: Der Fötus gilt bei einer Geburt ab der 38. Schwangerschaftswoche nicht mehr als Frühchen, sondern als termingerecht zur Welt gekommen. Mittlerweile beträgt die Scheitel-Fersen-Länge Deines Kindes in etwa 49 Zentimeter, außerdem hat es wahrscheinlich mit circa 3.100 Gramm die 3-Kilo-Marke überschritten. Es ist jetzt bereit für die Geburt, wobei jeder weitere Tag in Deinem Bauch gut für die Entwicklung ist und es noch neue Energie tanken lässt. Gerade, wenn es nicht Dein erstes Kind ist, ist es absolut normal, wenn es die Geburtsposition noch nicht eingenommen hat, das kann auch ganz knapp vor der Geburt noch passieren. Falls es sich die Position nicht verändert, gibt es vor einem Kaiserschnitt noch die Möglichkeit der äußeren Wendung durch eine erfahrene Hebamme oder einen Arzt.

Die Organe und Reflexe Deines Babys sind in der 38. SSW völlig ausgebildet. Die Lunge ist das einzige Organ, das am Ende noch den letzten Schliff bekommt. Ab dieser 38. SSW beginnt sie Kortison zu produzieren, das dafür sorgt, dass die Lungen sich beim ersten Atemzug vollständig entfalten. Trotzdem dauert es nach der Geburt meist mehrere Stunden bis die Atmung in ihren Rhythmus gefunden hat. In den letzten Schwangerschaftswochen sind auch der Schädel und das Gehirn Deines Babys noch einmal deutlich gewachsen. Der Durchmesser liegt jetzt bei etwa 10 Zentimeter. Auf diese Größe wird sich auch Dein Muttermund öffnen.

Was passiert bei dir in der 38. SSW?

Was Dich in dieser wahrscheinlich vorletzten Schwangerschaftswoche vor der Geburt wahrscheinlich am meisten beschäftigt, ist die Frage, woran Du erkennst, dass es losgeht. Übungswehen und wahrscheinlich auch Senkwehen sind Dir bereits bekannt, aber wie unterscheiden sie sich von den Geburtswehen? Der Unterschied liegt darin, dass die Geburtswehen immer stärker werden und in immer kürzer werdenden Abständen auftreten. Solltest Du Dir nicht sicher sein, dann nimm ein Bad. Senk- oder Übungswehen lassen im warmen Wasser nach, Geburtswehen hingegen verstärken sich. Auch ein Positionswechsel bringt keine Linderung. Sollte all dies für Dich zutreffen, dann kannst Du Dir relativ sicher sein: Dein Kind kommt!

Aber es gibt auch Anzeichen, die Tage zuvor bereits auf die anstehende Geburt hindeuten:

  • Eine plötzliche innere Unruhe und Ungeduld.
  • Leichter Durchfall bereits einige Tage zuvor.
  • Du nimmst nicht mehr zu, vielleicht sogar ab.
  • Das Zeichnen tritt auf. Das ist leichter Ausfluss, oftmals leicht blutig oder pink. Sollte er aber stark und hellrot sein, dann such Deinen Arzt auf, das könnte nämlich auf eine frühzeitige Ablösung der Plazenta hindeuten.

Grundsätzlich gilt natürlich bis zur Geburt, dass Du Dich und Deinen Babybauch ausruhen und Dir viel Zeit für Dich nehmen solltest. Auch Dein Partner sollte jetzt etwas kürzer treten, denn auch auf ihn kommt eine spannende und gleichzeitig anstrengende Zeit zu.

Wenn noch nicht geschehen, solltest Du allerdings die letzten Tage für Behördengänge nutzen, denn die Krankenversicherung muss beispielsweise informiert werden, ebenso kann bereits jetzt die Anerkennung der Vaterschaft bei unverheirateten Paaren erfolgen. Außerdem kannst Du Dein Elterngeld schon einmal beantragen. All diese Dinge werden am besten noch vor der Entbindung erledigt, damit Du Dich danach voll auf Dein Kind und die neue Aufgabe konzentrieren kannst und nach der Geburt nur noch die Geburtsurkunde bei allen Ämtern nachreichen musst.

Was passiert in den vier Stadien einer natürlichen Geburt?

1. Phase

Die erste Phase ist die Eröffnung des Geburtsweges. Dazu gehört bereits, dass sich der Schleimpfropf löst, der den Muttermund verschließt. Das darauffolgende Zeichnen, ist ein sichtbares Zeichen dafür, dass es losgeht. Während dieser Phase öffnet sich der Muttermund auf bis zu zehn Zentimeter und der Gebärmutterhals wird kürzer und weicher. Dann folgen schon die Eröffnungswehen. Dabei hat jede Frau ihr eigenes Tempo.

2. Phase

Diese Phase ist eine Art Übergangsphase. Sie beginnt, sobald der Muttermund sich auf etwa acht Zentimeter geweitet hat und endet, sobald er komplett geöffnet ist. Die Häufigkeit der Wehen nimmt gerade ein bisschen ab, werden jedoch dafür intensiver und länger. Oftmals platzt jetzt die Fruchtblase.

Für diese Phase der Geburt ist es ganz normal, dass Du zwischen Wut, Schmerz und Müdigkeit schwankst. Abhilfe schaffen hier Atemübungen oder wenn die Schmerzen zu stark werden sogar homöopathische oder schmerzlindernde Mittel.

In dieser sogenannten Austreibungsphase findet das Pressen durch den Geburtskanal statt. Mit jeder Presswehe, gelangt Dein Baby ein Stück weiter. Das Verlangen Dein Kind herauszupressen ist für Dich nun ein körperliches Verlangen, das Du auch solange beibehältst, bis die Geburtshelfer den Kopf deutlich sehen können und Dich dann darauf hinweisen, dass Du nur noch hecheln sollst, damit Dein Kind sanft zur Welt kommen kann.

Solltest Du nicht zum ersten Mal schwanger sein, kann es sein, dass diese Phase nur fünf bis 10 Minuten dauert. Falls es Deine erste Schwangerschaft ist, kann sie bis zu zwei Stunden dauern. Aber Deine Geburtshelfer werden alles dafür tun, damit Du diese Phase gut hinter Dich bringst.

4. Phase

Ist Dein Kind dann geboren, folgt die letzte Phase: die Nachgeburt. Die Wehen sind nur noch leicht zu spüren und sorgen nun noch dafür, dass auch die Plazenta und die Eihäute ausgestoßen werden. Ist das geschehen, zieht sich die Gebärmutter zusammen und die Blutungen stoppen.

Sobald Du Dein Baby das erste Mal zum Stillen anlegst, werden Hormone frei, die die Abstoßung der Plazenta fördern. Vielleicht erhältst Du auch eine Injektion, die das Pressen für die Nachgeburt komplett überflüssig werden lässt.

Hier erfährst Du, wie es in der 39. Schwangerschaftswoche weitergeht: 39. SSW.

Und hier gelangst Du zur 37. Schwangerschaftswoche: 37. SSW.

Die Hitze macht mich fertig. Oder doch die Warterei? Oder das Analysieren jeglicher Anzeichen? Oder die bleierne Müdigkeit gepaart mit Schlaflosigkeit, innerer Unruhe, Übelkeit und einer leichten Erkältung? Vielleicht alles zusammen. Vielleicht auch die Hitzewallungen, die sich anfühlen, als wäre man in den Wechseljahren.

Heute hat mir jemand Nettes eine Hypnobirthing CD vorbeigebracht. Ich bin zu müde um sie mir anzuhören. Ich hatte überlegt, Yoga zu machen. Es ist zu heiß. Mir ist eingefallen, dass ich vergessen habe, mich über Heublumendampfbäder zu setzen, meinen Damm zu massieren (oder den Mann zu verdonnern, ihn mir zu massieren) und auch regelmäßig Himbeerblättertee zu trinken. Mir ist ebenfalls eingefallen, dass ich mir diese Woche noch einen Termin bei der Hebamme zwecks Akupunktur holen sollte. Sollte. Sollte ich tun. In Wahrheit bin ich zu müde. Oder ich habe die leise Hoffnung, dass ich um den Pieks im kleinen Zeh herum komme, weil die kleine Maus sich doch diese Woche noch auf den Weg macht und tatsächlich der Entbindungstermin falsch berechnet war.

Seit dem ersten Monat sage ich permanent, dass ich 2 Wochen eher bin, dass der Entbindungstermin nicht stimmen kann. Die Frauenärztin aber hat ihn nach der Größe des Kindes berechnet. Fazit: Das Kind ist nun laut dem Chefarzt des Krankenhauses aber doch sehr viel größer. Natürlich. Wir sind ja auch größer als normal. Und nun habe ich das Problem. Wenn sie diese Woche nicht kommt, werde ich mich damit auseinander setzen müssen. Ich werde dafür gerade stehen und sagen müssen, dass vielleicht doch der alte Entbindungstermin gestimmt hat und es keinerlei Grund gibt, das Kind zu holen. Ich hoffe sehr, dass sie tatsächlich nicht erst in 3 Wochen zur Welt kommt. Das ist momentan noch eine halbe Ewigkeit.

Diese Warterei hat aber auch etwas Gutes:

  • die Vorfreude steigt
  • weniger Termine
  • man gewöhnt sich schon mal an den “Ausnahmezustand- Baby”
  • man ist nie wieder in seinem Leben so bereit
  • die wichtigsten Punkte auf der to-do Liste sind tatsächlich mal abgearbeitet
  • viel Ruhe (zumindest seit heute ist mehr Ruhe), viel Zeit
  • besinnen auf das Wesentliche

Schwangerschaftsstrapazen: Nichts gravierendes, aber man, also ich, wird schwerfälliger. Wie eine alte Omi. Nachts schlafen ist nur mit viel Unterbrechung möglich. Sich des Nachts von einer Seite auf die andere rollen ist man nur imstande, wenn man sich dabei den Bauch hält und das Baby quasi mit rollt. Mein Tipp für besseren Schlaf: Den liebsten Partner bitten, einem die Füße mit Lavendelöl einzumassieren. Hat eine unglaublich beruhigende Wirkung.

Trinken und Essen: Sehr viel. Sehr viele Kohlenhydrate und Obst en masse.

Geschwistergefühle: Warten, Unruhe und Aufregung auch auf Seiten der großen Schwestern.

Stimmung: Schlecht. Immer schlechter. Immer müder und dadurch auch nervlich leicht angespannt. Versuche, das nicht an meiner Familie auszulassen. Die sind nämlich extrem verständnisvoll und liebevoll. Alle. Auch die Mütter&Väter und auch meine Brüder. Ich merke, dass ich in der Öffentlichkeit nicht mehr so fröhlich, sondern eher angespannt bin und es mir schwer fällt, zu lächeln. Damit ein Entschuldigung an all unsere lieben Nachbarn, die meistens nur ein kurzes Winken von mir bekommen. Das kommt von Herzen, mehr kann ich gerade nicht geben.

Körpergefühl: Nicht besonders. Schwerfällig. Müde. Könnte besser sein, könnte aber auch viel, viel schlimmer sein. Ich will mich nicht beschweren.

Babyshopping: Eine liebe Freundin hat mir noch 2 Sommerstrampler genäht und ein paar Sommermützchen. Ich muss sie euch zeigen, denn sie sind zuckersüß und allerliebst. Außerdem ist noch ein Stilloverall für mich von Mamalicious eingezogen.

38. Schwangerschaftswoche (SSW)

Die vier Stadien der natürlichen Geburt

Eine natürliche Geburt ist ein Prozess, der in drei unterschiedlichen Stadien abläuft:

1. Phase

In der ersten Phase geht es darum, den Geburtsweg zu eröffnen. An ihrem Ende hat sich der Muttermund auf einen Durchmesser von rund zehn Zentimetern erweitert. Der Gebärmutterhals ist jetzt verkürzt und deutlich weicher. Dieser Prozess beginnt bereits vor den ersten Wehen. Ein sichtbares Signal dafür ist das sogenannte Zeichnen, das darauf hinweist, dass sich der Schleimpfropf vor dem Muttermund gelöst hat. Bei Frauen, die schon Kinder haben, folgen oft unmittelbar darauf die ersten Eröffnungswehen.

Bei den Wehen hat jede Frau ihr eigenes Tempo und ihren eigenen Rhythmus. Wenn die frühen Wehen in ihre aktive Phase kommen, werden sie häufiger, schmerzhafter und dauern länger an. Bis der Muttermund vollständig geweitet ist, kann es trotzdem noch mehrere Stunden dauern.

2. Phase

Die Übergangsphase beginnt, wenn sich der Muttermund auf rund acht Zentimeter geweitet hat und endet, wenn er völlig offen ist oder wenn die Frau das Bedürfnis verspürt, zu pressen. In diesem Stadium nimmt die Häufigkeit der Wehen ab, die einzelne Wehe ist jedoch stärker und dauert länger an. Der Blasensprung erfolgt oft in dieser Phase.

Dieses Stadium die schwierigste Phase der Geburt. Viele Frauen schwanken jetzt zwischen Wut, Schmerz und Müdigkeit. Die Konzentration auf das Atmen hilft, die Schmerzattacken auszuhalten. Wenn die Gebärende dabei an ihre Grenzen stösst, bringen homöopathische Mittel, Akupunktur, schmerzlindernde Medikamente (Meptid, Pethidin) oder – bei sehr starken Schmerzen – eine Epidural-Anästhesie Erleichterung.

3. Phase

In der Austreibungsphase presst die Mutter ihr Baby durch den Geburtskanal. Mit jeder Presswehe kommt das Kind darin ein Stück voran. Die Mutter verspürt die Notwendigkeit zu pressen als ein starkes körperliches Verlangen. Wenn der Kopf zwischen den Wehen nicht mehr in die Scheide zurücktritt, werden die Geburtshelfer die Mutter bitten, nicht mehr zu pressen, sondern während der folgenden Wehen zu hecheln, um das Baby sanft und langsam auf die Welt zu bringen.

Bei Frauen, die schon Kinder haben, dauert dieses Stadium oft nicht länger als fünf bis zehn Minuten, bei Erstgebärenden zum Teil auch mehrere Stunden. Die Austreibungsphase sollte jedoch auch beim ersten Kind nicht länger als zwei Stunden dauern. Eine aufrechte Position kann die Geburt in dieser Phase unterstützen.

4. Phase

Auf die Geburt des Kindes folgt die Nachgeburt. Die Wehen haben sich jetzt stark abgeschwächt und sorgen dafür, dass auch die Plazenta und die Eihäute ausgestossen werden. Danach zieht sich die Gebärmutter stark zusammen, um Blutungen zu stoppen. Wenn die Mutter das Kind zum ersten Mal zum Stillen anlegt, werden Hormone ausgestossen, welche die Ablösung der Plazenta fördern. In vielen Krankenhäusern erhält die Mutter dafür auch eine Injektion, die das Pressen für die Nachgeburt überflüssig macht.

38. Woche

Wenn bei Ihnen aus irgendeinem Grund ein geplanter Kaiserschnitt vorgesehen ist, wird er frühestens nach Ende dieser 38. SSW, wahrscheinlich aber erst nach Ende der 39. SSW, stattfinden.

Vor nicht allzulanger Zeit wurde solch eine Schnittentbindung noch meist in der 38. Schwangerschaftswoche durchgeführt. Heute wartet man lieber bis ans Ende der 39. Woche oder zu Beginn der 40. Woche, weil die Risiken des Eingriffs geringer und der Zustand des Kindes nach der Geburt dann meist besser sind.

Wassergeburten werden an sehr vielen Entbindungskliniken angeboten wird: Lesen Sie unsere Informationen über die Vor- und Nachteile einer Wassergeburt.

Viele Frauen haben vor der Geburt regelrechte Alpträume. Lassen Sie sich nicht verrückt machen; das sind keine „Vorahnungen“, sondern nur ein seelisches Reinemachen. Angeblich soll nach intensiven Alpträumen die Geburt leichter sein. Die Angst vor der Geburt ist ausserdem völlig normal. Zuviel Unbekanntes und Unangenehmes liegt darin, das man in seinen Ausmassen nicht erfassen kann. Schliesslich ist da auch noch die Angst, während der Geburt die Kontrolle zu verlieren, nicht mehr über seinen eigenen Körper bestimmen zu können und anderen so restlos ausgeliefert zu sein. Machen Sie sich immer klar, dass Geburtsschmerz ein natürlicher Teil des Geburtserlebnisses ist – und Sie wissen zu jedem Zeitpunkt, wofür Sie die Schmerzen ertragen. Dieses Gefühl macht die Geburt für die meisten Frauen leichter als eine Zahnarzt-Behandlung ohne Spritze. Und auch das Nachgeben, das Mitgehen, das Sich-Öffnen ist für den Ablauf einer Geburt wichtig. Da steht Körperkontrolle nur im Weg!

In jeder Lage sollten Sie jetzt Entspannung bewusst anwenden können. Denn eine normale, bequeme Körperhaltung gibt es für Hochschwangere nicht mehr. Nach spätestens zehn Minuten tut es wieder irgendwo weh… Kein Wunder: Die Gebärmutter ist nun zwanzig Mal schwerer als vor der Schwangerschaft. Alle Muskeln, Sehnen und Bänder sind maximal beansprucht. Das macht sich vor allem im Bereich der unteren Wirbelsäule bemerkbar. Zudem ist die Wirbelsäule durch Wassereinlagerungen in den Bändern auch nicht mehr so stabil, denn die grossen und kleinen Gelenke Ihres Körpers bereiten sich schon auf die Dehnung bei der Geburt vor. Versuchen Sie, den Rücken immer so gerade wie möglich zu halten und das Becken beim Gehen etwas nach vorne zu kippen: Ein Hohlkreuz und der typische Schwangeren-Watschelgang verschlimmern nur die Rückenschmerzen. Wie wäre es, wenn Sie sich eine entspannende Massage gönnen? Die meisten werdenden Väter sind froh, wenn sie aktiv helfen können! Tipp: Lassen Sie Ihren Partner mit der flachen Hand einen Tennisball über Ihren Rücken rollen. Das tut so richtig gut!

Linksammlung „Geburtskarten“

Info Newsletter

Haben Sie schon den swissmom-Newsletter abonniert ? Er bringt Ihnen alle zwei Wochen am Montag – natürlich gratis – Neuigkeiten rund um’s Kinderkriegen und Kinderhaben. Dazu Linktipps, Veranstaltungshinweise, Buchempfehlungen und die heissesten Themen aus dem swissmom-Forum.

Ihr Baby ist in jeder Hinsicht „ausgereift“. Alle Organe sind vollständig ausgebildet und funktionsfähig. Fettpolster sind angelegt, Lanugohaare und Käseschmiere (Vernix caseosa) zum grössten Teil verschwunden. Auch alle Sinne sind ausreichend entwickelt. Falls Ihr Baby jetzt geboren wird, zählt es nicht mehr als Frühgeburt, sondern als „termingerecht geboren“.

Die grossen Schädelnähte am Kopf Ihres Kindes verknöchern erst im Laufe des ersten Lebensjahres. Sie lassen sich deshalb beim Durchtritt durch den Geburtskanal etwas zusammenschieben, das erleichtert die Geburt! Die rautenförmigen Knochenlücken, die nur von Haut bedeckt sind, nennt man Fontanellen. Die grosse Fontanelle wird ungefähr mit 18 Monaten geschlossen sein.

Ihre Schwangerschaft in Zahlen:

  • 38. Woche nach dem 1. Tag d. letzten Periode
  • 37 Wochen + 1 – 7 Tage (ärztliche Berechnung)
  • 36. Woche nach der Befruchtung
  • Kopfdurchmesser des Fetus: ca. 89-102 mm
  • Gewicht des Fetus: ca. 3150 g
  • Länge des Fetus: ca. 48 cm

Häufige Fragen in dieser Woche:

Kann es sein, dass man einen Blasensprung gar nicht bemerkt?

Seit einigen Wochen schnarche ich nachts. Heisst das, dass mein Baby nicht genug Luft bekommt?

Sind die Rippenschmerzen in den letzten Schwangerschaftswochen ein Alarmzeichen?

Zur 37. Woche

Zur 39. Woche

Letzte Aktualisierung : 14-11-18, BH

Schwangerschaftskalender: 38. SSW

Prinzipiell kann beim Endspurt der Schwangerschaft jeden Moment die Fruchtblase platzen, auch wenn noch keine Wehen eingesetzt haben. In der Klinik wird dann entschieden, ob abgewartet, oder die Geburt eingeleitet wird. Ein Kaiserschnitt ist nur bei Komplikationen nötig.

Größe und Entwicklung das Babys in der 38. SSW

Das Baby ist nun ungefähr 49 Zentimeter groß und 3100 Gramm schwer. Möglicherweise hat es schon eine üppige Haarpracht. Die Haarfarbe bei der Geburt ist allerdings nicht unbedingt die bleibende – sie kann sich innerhalb der ersten Lebensmonate noch deutlich verändern.

Blasensprung – es geht los

Fruchtblase und Fruchtwasser haben das Baby bisher sicher eingeschlossen und es vor äußeren Einflüssen wie Keimen und Erschütterungen geschützt. Damit es bei der Geburt den Weg durch den Muttermund antreten kann, muss die Hülle jedoch weichen. Wann die Fruchtblase springt, ist individuell sehr unterschiedlich – bei einigen Schwangeren passiert dies erst während der Eröffnungsphase der Geburt, andere überrascht es ohne jede Vorwarnung noch vor dem Einsetzen der Wehen.

Wenn das Baby bei der letzten Vorsorgeuntersuchung mit dem Kopf noch nicht fest im Becken verankert war, müssen Sie sich umgehend flach auf den Rücken legen, um einen Nabelschnurvorfall zu verhindern. Bei dieser seltenen Komplikation wird die Nabelschnur zwischen dem nach unten drückenden Kopf des Babys und dem Becken eingeklemmt, sodass die Sauerstoffversorgung unterbrochen wird.

Grundsätzlich sollten Sie sich nach einem Blasensprung auch ohne Wehen in die Klinik begeben, da nun ein erhöhtes Infektionsrisiko besteht. Wenn dann innerhalb eines Tages keine Anzeichen für Wehen erkennbar sind, wird die Geburt in der Regel künstlich eingeleitet, um Komplikationen vorzubeugen.

Kaiserschnitt rettet das Baby bei Komplikationen

Besondere Umstände können dazu führen, dass das Baby nicht auf dem normalen Weg durch den Geburtskanal entbunden werden kann. In diesem Fall wird das Baby per Kaiserschnitt auf die Welt geholt. Sofern kein Notfall vorliegt, können die meisten Kaiserschnitte mit einer Spinal- oder Epiduralanästhesie, also einer Rückenmarksbetäubung, durchgeführt werden.

Gründe für einen geplanten Kaiserschnitt sind zum Beispiel eine Plazenta praevia, eine fortgeschrittene Präeklampsie, eine mütterliche Genitalherpesinfektion oder auch ein zu enges Becken. Individuell entschieden wird die Notwendigkeit eines Kaiserschnitts bei Mehrlingsgeburten oder Beckenendlage. Bei einer günstigen Ausgangssituation ist eine natürliche Entbindung prinzipiell möglich. Ein sofortiger Notkaiserschnitt ist allerdings unumgänglich, wenn unter der Geburt die Herztöne des Babys abfallen oder sich die Nabelschnur verwickelt. In der Regel muss die Mutter dafür eine Vollnarkose erhalten, da für die Rückenmarksanästhesie nicht genügend Zeit bleibt.

Eine Geburt lässt sich nicht planen

Jede Geburt verläuft anders. Selbst wenn Sie bei einer Geburt ohne Komplikationen können Ihre Bedürfnisse während der Wehen ganz andere sein, als Sie es sich noch in der 38. Schwangerschaftswoche vorgestellt haben. Manche Schwangere, die sich vorher für eine Wassergeburt entschieden hatte, fühlt sich dann während der Wehen im Bett viel wohler. Legen Sie sich nicht fest und versuchen Sie, die Geburt auf sich zukommen zu lassen.

  • Spektakuläre Bilder: Zwischen den Welten – die Magie der Geburt
  • Diese Fakten sollten Schwangere kennen: Was tun, wenn die Fruchtblase platzt?
  • Schwangerschaftsvergiftung: Präeklampsie ist ein häufiger Grund für Frühgeburten
  • Die Geburt durch Operation: Zehn gute Gründe für den Kaiserschnitt
  • Geburt: 75 Prozent der Klinikgeburten in der “falschen“ Position

Während der Wehen können Sie unterschiedliche Geburtspositionen ausprobieren und sehen, was Ihnen gut tut. Ob Sie die Schmerzen im Liegen, im Vierfüßlerstand oder auf dem Gebärhocker besser ertragen, können Sie nur in der tatsächlichen Situation erspüren.

Schwangerschaftskalender

38. Schwangerschaftswoche (38. SSW)

In Filmen gehen Geburten immer auf die gleiche Weise los: Gerade noch fühlte sich die Schwangere blendend, dann ein Schrei, und schon kann sie kaum noch stehen, so stark sind die Wehen. Mit der Realität hat das wenig zu tun. Hier die wichtigsten Zeichen, dass die Geburt begonnen hat:
Wehen. Okay, mit Wehen beginnt die Geburt tatsächlich, aber sie kommen nicht überfallsartig. Zuerst lassen sie sich von den Vorwehen, die Du kennst, kaum unterscheiden. Beobachte, ob die Wehen regelmäßig sind. Noch wichtiger: Dauern sie zwischen 30 und 60 Sekunden? Lassen sich die Wehen nicht mehr ignorieren, kommst Du dabei aus der Puste, hast das Bedürfnis, laut auszuatmen? Das sind gute Zeichen dafür, dass es losgeht. Als Test kannst Du ein warmes Bad nehmen oder Dich ins warme Bett kuscheln. Vorwehen werden dabei eher schwächer, echte Wehen dagegen legen dann richtig los.
Blasensprung. Nur selten fließt das Wasser beim Blasensprung im Schwall, meist tröpfelt es nur ein bisschen. Aber sobald Fruchtwasser abgeht, hat die Geburt begonnen. Meist setzen die Wehen unmittelbar danach ein. Auf jeden Fall solltest Du in die Klinik gehen, wenn die Fruchtblase offen ist.
Blutung. Wenn sich der Muttermund zu öffnen beginnt, löst sich der Schleimpfropfen, der die Gebärmutter für die Zeit der Schwangerschaft verschlossen hat. Mit dem Schleim geht meistens auch etwas bräunliches Blut ab. Spätestens ein bis zwei Tage danach setzen fast immer die Wehen ein.

38. SSW: Geburt beschleunigen

Mit der 38. SSW steigt die Belastung auf den Körper der schwangeren Frau. Einige sind schon jetzt fertig und wollen einfach nur noch das es losgeht. Der Bauch ist kugelrund, Hausarbeit machen fällt schwer, Bewegungen gehen nur mühsam und man ist einfach nur bereit. Doch die Wehen wollen nicht anfangen und die Geburt ist in der 38. SSW noch nicht in Sicht. Doch gibt es mehrere Methoden und Hausmittel, die die Geburt beschleunigen können. Wichtig ist, dass Sie vorher mit Ihrem Frauenarzt oder Hebamme Rücksprache halten. Es kann sein, dass Ihr Baby noch gar nicht so weit ist und Sie durch Ihre Hektik das Baby gefährden.

38. SSW: Geburt beschleunigen vorteilhaft?

Damit die Geburt in der 38. SSW starten kann, ist es notwendig, dass die Wehen beginnen. Es gibt sehr viele harmlose Tipps, die dabei helfen, die Wehen beginnen zu lassen und dem Baby einen kleinen Stups zu geben. Aber denken Sie daran, die Geburt geht auch in der 38. SSW erst los, wenn Ihr Baby soweit ist. Manchmal strengen Frauen sich sehr stark an und probieren alles, und doch passiert nichts. Bevor Sie damit beginnen, die Geburt in der 38. SSW zu beschleunigen, sollten Sie ehrlich mit sich selbst sein, sind Sie fit und geht es Ihrem Baby aktuell gut? Sind Ihr Körper und Ihr Baby schon bereit für die Geburt in der 38. SSW? Liegt das Baby schon richtig? In den meisten Fällen ist dies noch nicht der Fall, daher sollte oftmals auch gewartet werden bis die 40. SSW beginnt, bevor verschiedene Hausmittelchen angewendet werden um die Geburt zu beschleunigen. Kombinieren Sie nicht mehrere Hausmittelchen miteinander.

Manche wirken erst nach Tagen und können bei erhöhter Dosis sogar zu Komplikationen führen. Die wenigstens Kinder kommen wirklich am errechneten Geburtstermin zur Welt. Die meisten Kinder erblicken bereits zehn Tage vorher oder auch nach dem Entbindungstermin das Licht der Welt. Auch wenn Sie bereits zehn Tage über dem Termin sind, ist das meistens kein Grund zur Sorge. Solange es keine Komplikationen gibt, wird auch Ihr Arzt keine Vorkehrungen treffen. Daher empfiehlt es sich erst ab der 40. SSW mit Hausmitteln oder verschiedenen Techniken zu versuchen, Wehen auszulösen. Befindet sich das Kind allerdings in Gefahr, bekommt keine Nahrung oder wird nicht ausreichend versorgt, platzt die Fruchtblase und treten keine Wehen ein, werden durch Medikamenteneingabe die Wehen künstlich ausgelöst.

SSW 38: Entwicklung des Babys

38. SSW: Wehen auslösen für eine schnellere Geburt

Hebammen raten öfters dazu, auf eine Bauchmassage zurückzugreifen um die Muskulatur der Gebärmutter zu stimulieren und die Wehen zu fördern. Für die Bauchmassage vermengen Sie 10 ml Mandelöl mit je zwei Teelöffeln Zimtöl, Nelkenöl, Eisenwurzöl und Ingweröl. Feuchten Sie den Babybauch mit warmen Wasser an und massieren Sie ihn nun mit dem zusammengemischten Öl. Hilfreich für die Wehentätigkeit ist auch ein warmes Bad. Wichtig ist, dass Ihr Kreislauf das mitmacht! Fügen Sie etwas auch Kräuter und Öle dem Wasser bei. Empfohlen werden Zimtblätter, Nelkenöl oder Ingwerwurzelöl. Baden Sie aber nicht, wenn Sie alleine zuhause sind. Es kann sein, dass Sie Hilfe brauchen, wenn Ihr Kreislauf das Bad zu viel wird oder wenn auf einmal die Wehen beginnen. Sehr viele Frauen empfehlen Geschlechtsverkehr. Sex kann durch die Erregung das Wehenhormon Oxytocin auslösen und zudem enthalten Spermien Prostaglandine. Dieses macht den Muttermund weich und hilft den Gebärmutterhals sich zu verlängern.

Bei einem Orgasmus zieht sich auch die Gebärmutter zusammen und kann Wehen auslösen. Daher empfiehlt es sich auch in den letzten Wochen der Schwangerschaft, solange es Ihnen gut geht, regelmäßig Sex zu haben. Eine andere Möglichkeit Oxytocin freizusetzen, damit die Wehen kommen, ist es die Brustwarzen zu stimulieren. Allerdings nur, wenn Ihr Muttermund schon geöffnet ist und eine Hebamme in der Nähe ist und Ihnen eine Anleitung geben kann. Ist die Gebärmutter bereit, setzen die Wehen innerhalb einer Stunde ein. Machen Sie das, obwohl Ihr Körper noch nicht startklar ist, löst die Stimulation eine Überreaktion des Körpers aus. Es machen sich starke und lang anhaltende Wehen bemerkbar.

In der SSW 38 zu Hause nicht mehr übertreiben

Um die Wehentätigkeit zu beschleunigen kann es auch helfen, einen Spaziergang einzulegen oder andere (leichte) Tätigkeiten im Haushalt zu machen. Achten Sie darauf, sich nicht zu überanstrengen und nichts Schweres zu machen. Sparen Sie sich die Kräfte für Ihre Geburt. Alternativ können Sie sich auch auf einen Gymnastikball setzen und Ihr Becken kreisen lassen. Oftmals steigen schwangere Frauen auch Treppen, damit die Wehen losgehen. Manche Frauen greifen auf geburtsvorbereitende Akupunktur oder Homöopathie zurück und machen damit gute Erfahrungen. Fragen Sie bei Ihrer Hebamme nach. Es gibt auch die Möglichkeiten durch Teetrinken, die Wehen zu fördern. Dabei kann ein eigener Tee gemischt werden oder auf etwa vier Tassen pro Tag Himbeerblättertee zurückgegriffen werden. Hierbei wird der Absud der Blätter getrunken. Erhältlich ist dieser Tee in der Apotheke.

Quellen:

Bewertung: Unbewertet 1 Stern 2 Sterne 3 Sterne 4 Sterne 5 Sterne Bewertungen: 1405 Ihre Bewertung: {{rating}}

  • Über den Autor
  • Letzte Beiträge

Über Verena Janssen

Die 38-Jährige Autorin und Mutter lebt mit ihrem Mann und ihren Kindern Paul Oskar (7) und Ella Marie (4) in schönen Fulda. Sie liebt Musik und versucht momentan ihren Kindern das Klavier spielen beizubringen. Wenn sie mal etwas Zeit für sich hat, powert sie sich beim Volleyball spielen aus.

  • Erfahrungsbericht zu Kinderwagen Hartan Racer GTS – Oktober 24, 2019
  • Mit dem Fahrrad zur Schule: Darauf sollten Eltern achten – September 2, 2019
  • Wie der Muttizettel die Erziehung positiv beeinflusst – Juli 18, 2019
  • Vorbereitung auf die Geburt – Welche Optionen habe ich? – Juni 6, 2018
  • Brustpflege beim Stillen – Juni 2, 2018
  • Der richtige Zeitpunkt zum schwanger werden – so berechnen Sie ihren Eisprung – Januar 11, 2018
  • Mutterbänder – Dezember 11, 2017
  • Männer im Kreißsaal – mit oder ohne die bessere Hälfte? – November 19, 2017
  • Richtig essen für zwei – Tipps zur Ernährung in der Schwangerschaft – November 19, 2017
  • Geschwollene Beine in der Schwangerschaft – November 19, 2017

Alle Beiträge anzeigen

Wann beginnt eine Geburt?

(Zdenek Rosenthaler / )

Welche Veränderungen sind gegen Ende der Schwangerschaft festzustellen?

Die meisten Frauen nehmen schon im Laufe der Schwangerschaft immer wieder unregelmäßige Kontraktionen der Gebärmutter wahr, die sich meist als ein Hartwerden des Bauches äußern und nur wenig bis gar nicht schmerzhaft sind. In den letzten Tagen vor der Geburt werden diese so genannten Vorwehen zunehmend häufiger, kräftiger und unangenehmer und rauben vielen Frauen den Schlaf.

Auch andere körperliche Veränderungen können darauf hindeuten, dass die Geburt nicht mehr lange auf sich warten lässt. Viele Frauen berichten etwa über eine starke innere Unruhe und Nervosität, verbunden mit schlechtem Schlaf. Auch wiederkehrende Schmerzen im Bereich der Beckenknochen mit dem Gefühl, nicht mehr angenehm sitzen zu können, sowie ziehende Schmerzen im Kreuz- oder Schambeinbereich treten häufig auf.

Einige Frauen berichten über Durchfall sowie Übelkeit oder Erbrechen, kurz bevor die Wehen beginnen. Auch der vaginale Ausfluss kann sich in den letzten Tagen vor der Geburt verändern, oft wird er flüssiger oder leicht blutig.

Woran merkt man, dass es „losgeht“?

Einige Frauen bemerken als erstes typisches Anzeichen der beginnenden Geburt den Abgang eines weißlich-glasigen vaginalen Schleimpfropfes – dieses Geschehen wird in der Medizin auch „Zeichnen“ genannt.

In der Schwangerschaft verschließt dieser Pfropf den Gebärmutterhals und stellt eine Barriere für den Eintritt von Krankheitserregern dar. Er kann gleichzeitig mit dem Einsetzen der ersten Wehen oder schon einige Tage davor abgehen, oft in Kombination mit einer leichten Schmierblutung.

Wenn sich regelmäßige und zunehmend stärker werdende Wehen entwickeln, dann hat die Geburt angefangen. Die Wehen sind als Kontraktionen in der Gebärmutter zu spüren. Wenn Sie eine Hand auf den Bauch legen, können Sie spüren, wie die Gebärmutter in regelmäßigen Abständen zunehmend härter wird und sich dann wieder entspannt. Geburtswehen treten nach einem sehr regelmäßigen Muster auf und nehmen stetig an Intensität zu.

Am Anfang liegen zwischen den einzelnen Wehen ungefähr zehn bis 15 Minuten. In der Folge verkürzt sich dieser Zeitabstand. Wenn es nur noch vier bis fünf Minuten zwischen den Wehen sind, sollten Sie die Entbindungsstation aufsuchen.

Zeitgleich mit dem Beginn der Geburtswehen oder auch schon vor dem Einsetzen der ersten Wehen kann es zu einem Blasensprung kommen. Das Fruchtwasser geht dabei in einem Schwall ab oder fließt nur langsam ab. Letzteres passiert, wenn die Fruchtblase sich an einer höheren Stelle öffnet und der Kopf des Babys den Abfluss behindert.

Bei einem Blasensprung sollten Sie in jedem Fall so schnell wie möglich ein Krankenhaus aufsuchen, vor allem wenn der errechnete Geburtstermin noch einige Wochen entfernt ist.

Das Baby muss in diesem Fall beobachtet werden, und der Arzt wird entscheiden, ob versucht wird, die Schwangerschaft aufrecht zu erhalten oder ob das Baby schon frühzeitig geboren werden sollte. Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob der vorangehende Teil des Kindes fest im Becken sitzt, sollten Sie sich nicht scheuen, die Rettung zu rufen!

Wann sollte man sofort die Entbindungsstation aufsuchen?

Im Allgemeinen gilt: Wenn die Wehen über einen Zeitraum von etwa einer bis eineinhalb Stunden in regelmäßigen Abständen wiederkehren (etwa alle zehn bis 15 Minuten) und die Dauer der einzelnen Wehen länger wird (mehr als 40 bis 50 Sekunden), sollte das Krankenhaus aufgesucht werden.

In folgenden Situationen sollten Sie nicht auf regelmäßige Wehen warten, sondern so bald wie möglich ins Krankenhaus fahren:

  • wenn Sie den Verdacht haben, dass die Fruchtblase geplatzt ist
  • wenn Sie Blutungen haben
  • wenn Sie schmerzhafte, andauernde Kontraktionen oder Schmerzen in der Gebärmutter verspüren
  • wenn Sie das Gefühl haben, dass der Fetus sich deutlich weniger bewegt als in den Tagen davor
  • wenn Sie Wehen verspüren und die Entbindung per Kaiserschnitt geplant ist
  • wenn Sie Zwillinge erwarten oder wenn Sie bei einer früheren Geburt Ihr Kind sehr schnell bekommen haben

Im Zweifelsfall können Sie in der Entbindungsstation Ihre Hebamme nachfragen, wann der richtige Zeitpunkt für Sie gekommen ist, ins Krankenhaus zu gehen.

Vergessen Sie Ihren Mutter-Kind-Pass nicht denken Sie eventuell auch an die Versicherungspolizze sowie wichtige persönliche Dinge (Zahnbürste, etc.).

++ Mehr zum Thema: Das sollte ich auf die zur Entbindungsstation mitnehmen ++

Bleiben Sie informiert mit dem Newsletter von netdoktor.at

Autoren:
Dr.med. Kerstin Lehermayr, Univ. Prof. Dr. Martin Häusler (2001)
Medizinisches Review:
Petra Welskop, Präsidentin des Österreichischen Hebammengremiums
Redaktionelle Bearbeitung:
Philip Pfleger

Aktualisiert am: 18.11.2014 | 09:29

Weyerstahl T., Stauber M.: Gynäkologie und Geburtshilfe. Duale Reihe; Georg Thieme Verlag Stuttgart, 4. Auflage 2013
Geist C., Harder U., Stiefel A.: Hebammenkunde – Lehrbuch für Schwangerschaft, Geburt, Wochenbett und Beruf. Hippokrates Verlag in MVS Medizinverlage Stuttgart, 5. Auflage 2012
Jahn-Zöhrens U.: Entspannt erleben – Schwangerschaft und Geburt. Hrsg.: Deutscher Hebammenverband e.V.; TRIAS Verlag in MVS Medizinverlage, Stuttgart 2011
Huch R., Largo R.: Schwangerschaft, Geburt und erste Babymonate. TRIAS Verlag in MVS Medizinverlage, Stuttgart 2009

Weitere Artikel zum Thema

Wehen

Wehen sind die treibende Kraft für die Geburt. Die Gebärmutter bereitet sich schon in der Schwangerschaft darauf vor.

Was passiert bei der Geburt

Die Geburt ist der Abschluss der Schwangerschaft. Diesem Zeitpunkt fiebert jede Schwangere entgegen.

Eröffnungsperiode

In der Eröffnungsperiode weitet und lockert sich der Muttermund zunehmend, bis er schließlich vollständig eröffnet ist.

About the author

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.