Ssw 30 bauch

Ebersberg – Meist beginnt es mit einer Art Beule am Bauch oder in der Leiste. Wird diese im Lauf der Zeit größer oder gar schmerzhaft, ist es ratsam, einen Arzt aufzusuchen. Denn ohne Behandlung kann es zu einem lebensbedrohlichen Darmverschluss kommen. Über Ursachen, Risiken und Therapiemöglichkeiten sprachen wir mit dem Chefarzt der Allgemein-, Visceral- und Gefäßchirurgie in der Kreisklinik Ebersberg, Dr. Peter Kreissl, und Oberarzt Dr. Stefan Herold. Die Abteilung trägt seit 2013 das Siegel „Qualitätsgesicherte Hernienchirurgie“ der Deutschen Hernien Gesellschaft.

Wodurch entstehen Bauchwandbrüche?

Dr. Kreissl: Sie können verschiedene Ursachen haben, je nach Art des Bruches. Es gibt Narbenbrüche, die aufgrund einer nicht oder nur teilweise verheilten Bauchdecke nach einer Operation entstehen. Durch diese Schwachstelle, auch Bruchpforte genannt, kann sich der Darm schieben, der dann das Bauchfell ausstülpt und einen Bruchsack bildet, den Betroffene als Beule wahrnehmen. Die typischen Schwachstellen der Bauchwand finden sich jedoch am Nabel und in der Leiste. Durch einen erhöhten Bauchinnendruck, zum Beispiel bei Übergewicht oder in der Schwangerschaft, sowie bei zunehmender Bindegewebsschwäche im Alter kann ein Bruch ausgelöst werden. Schweres Tragen kann zwar begünstigend wirken, ist aber nicht die Ursache.

Gibt es außer der tastbaren Vorwölbung noch andere Symptome?

Dr. Herold: Wenn sich der Bruch vergrößert, treten meist lokale Schmerzen auf. Kommen Übelkeit und Erbrechen hinzu, sind das bereits Anzeichen für einen Darmverschluss oder eine Bauchfellentzündung. Dann sollte man unverzüglich in die nächste Notaufnahme fahren.

Wie kann es zu diesen schweren Folgen kommen?

Dr. Herold: Wird der Darm durch den Bruch eingeklemmt, kommt es zu Durchblutungsstörungen der Darmwand bis hin zum Absterben von Teilen des Darms. Außerdem kann sich der Darminhalt in den Bauchraum entleeren, was eine Bauchfellentzündung zur Folge hat. Damit es gar nicht erst zu solchen lebensbedrohlichen Situationen kommt, raten wir, größer werdende Brüche rechtzeitig operieren zu lassen.

Welches Verfahren wird dafür angewendet?

Dr. Kreissl: Das ist davon abhängig, um welche Art von Bruch es sich handelt, wie alt der Patient ist und welche Risikofaktoren bestehen. Letztlich spielt auch die Expertise des Arztes eine wichtige Rolle. In der Kreisklinik Ebersberg führen wir ca. 600 Bruchoperationen pro Jahr durch. Wir haben uns insbesondere auf minimal-invasive Techniken spezialisiert. Das heißt, durch drei kleine Schnitte werden die Operationsinstrumente eingeführt und ein Kunststoffnetz über die Bruchlücken gelegt und befestigt. Die Alternative hierzu sind die klassisch offenen Operationsverfahren. Hier wird die Bruchlücke entweder mit körpereigenem Gewebe oder auch durch eine Netzimplantation verschlossen.

Was sind die Vor- und Nachteile der verschiedenen Verfahren?

Dr. Kreissl: Für jeden Patienten bedarf es immer eines individuellen Konzeptes. Das Einsetzen eines Kunststoffnetzes bei Leistenbrüchen wird von der Europäischen Herniengesellschaft bei Patienten über 30 Jahren empfohlen, da ab diesem Alter das Bindegewebe schwächer wird und verstärkt werden sollte. Das Auftreten von erneuten Brüchen wird durch das Netz ebenfalls deutlich reduziert. Bei jüngeren Patienten mit kräftigem Bindegewebe ist der Verschluss mit körpereigenem Gewebe eine gute Option, zumal die OP auch ambulant durchgeführt werden kann. In der Kreisklinik steht dafür das Ambulante Operationszentrum zur Verfügung. Bei der minimal-invasiven Technik haben die Patienten nach der OP in der Regel weniger Schmerzen, sie erholen sich rascher und können sich auch bald wieder normal körperlich belasten.

Kann man einem Bauchwandbruch vorbeugen?

Dr. Herold: Das ist schwierig, denn wie schon gesagt, ist die Ursache meist eine genetisch bedingte Bindegewebsschwä- che. Betroffene können jedoch verhindern, dass der Bruch lebensbedrohlich wird. Kleine Brüche sollten beobachtet werden.

Lässt sich die Vorwölbung nicht mehr zurückschieben: unbedingt in die Klinik kommen! Am besten ist es, frühzeitig eine Operation zu planen. Je kleiner der Bruch, desto unkomplizierter ist der Eingriff und die Patienten können schon wenige Tage danach in ihren normalen Alltag zurückkehren. red

Schwellung der Bauchdecke rechts und Schmerzen

Hallo

nach einer über 10 Jährigen Krankheitsgeschichte ohne wirkliche Diagnose wollte ich meinen Fall hier einmal vorstellen.

Beginn der fim folgenden beschriebenen Symptome war ca 2002. Damals hatte ich hin und wieder Bauchschmerzen und ein völle Gefühl. Meine Hausärztin Diagnostizierte Gallensteine äußerte aber das diese nicht die Ursache für die Probleme seien könnte. Nach mehreren Monaten verschlimmerten sich die Symptome. Ich konnte Nachts häufig nicht liegen da ich in der rechten Bauchseite starke schmerzen hatte. Im sitzen und stehen wurde es stets besser. Nach der Untersuchung durch einen Gastroenterologen der bestätigte das die Gallensteine nicht das Problem seien veruchte ich auf Lactose zu verzichten und stellte fest das es besser wurde. Ein Lactosintolaranztest (über Blutzucker) gab kein klares Ergebnis, jedoch führte die Eingenommene Lactose zu starken Symptomen. Im folgenden wurden die Symptome immer schlimmer so das ich irgendwann in ein Krankenhaus ging. Dort wurde mir angeraten die Galle entnehmen zu lassen. Ich wollte eine zweite Meinung durch einen weiteren Gastroenterologen der klar äußerte das er die Galle nicht entnehmen würde und schlug einen Fructosintolaranz test vor. Dieser (h2Atemtest) war auch nicht wirklich eindeutig aber auch hier waren die Symptome nach einnehmen der Fructose eindeutig.

Seit dem (ca. 2007) versuche ich möglichsr Lactose und Fructosefrei zu leben. Obst und Gemüse geht nur serhr wenig. (Auch Saccharose geht nicht) Trotzdem habe ich immer wieder mal starke schmerzen in der rechten Bauchhälfte und eine starke Schwellung rechts vom Bauchnabel (teilweise bis zu 4 cm). Nach einen weiteren Besuch in dem Krankenhaus bei dem ich mich beschimpfen lassen musste das ich selber schuld sei und der andere Arzt keine Ahnung habe wechselte ich das Krankenhaus. (Seltsam waren auch die Aussage zu den Steinen. Beim ersten mal hieß es ich hätte mindesten 5 Steine mit 2 cm Durchmesser beim zweiten waren es plötzlich nur 4 Steine von 0,5 cm Durchmesser). Nachdem ich wieder einmal starke schmezen hatte gin ich in ein anderes Krankenhaus… dort ging es recht schnell in den OP – stark entzündeter Blinddarm. Durch meine Zuckerfrei ernährung hatte ich bis dahin ca 50 Kilo abgenommen was, wenn ich ehrlich bin, nicht nur schlecht war da ich mit 160 Kg bei 192cm ja doch viel zu viel auf den Rippen hatte.

Nach der Blinddarm Op hatte ich erst mal 3 – 4 Monate Ruhe keine Schmerzen keine Blähungen nichts. Dann ging es leider wieder los. Im Krankenhaus hieß es (mehrmals) : Die Galle ist es nicht, wir sehen nur viel Luft im Darm da müssen sie durch.

Zwischndurch hatte ich dann noch eine Magenspiegelung die eine leichte Gastritis und Duodenitis zum Ergebnis hatte. (keine Helicobacter pylori nachweisbar)

Eine Stuhlprobe im Jahr 2016 ergab eine Fehlbesiedlung im Darm (zu viel Escherichia Coli und Clostridium species, zu wenig Enteroccus) und einen erhöten alpha-1-antitrypsin wert (39mg/dl) Eine Behandlung mit LGlutamin und Probiotika führt zu keiner Änderung.

Seitdem habe ich immer wieder Phasen (1-2 Monate) wo ich keinerlei Symptome habe und dann plötzlich über 2-3 Wochen wieder starke Schmerzen in der rechten Bauchhälfte von unterhalb dem Rippenbogen bis kurz oberhalb der Hüfte mit einer starken Schwellung des Bauches auf dieser Seite. Die Schmerzen treten stets Nachts (4-6 h nach der letzten Mahlzeit) auf und dauern 4 -6 Stunden an. Teilweise so stark das liegen und sitzen nicht möglich ist und nur bei Bewegung etwas besser wird. Meine Ernährung ist dabei stets dieselbe.

Vor zwei Wochen kamen schmerzen in der Magenggegend hinzu die mein Hausarzt als Duodenitis Diagnostizierte. Nach einer 7 tägigen Behandlung mit Omeprazol wurde es besser.

Das ist Stand bis heute. Was mir seltsam vorkommt ist das es immer wieder lange Perioden ohne Symptome gibt die sich nicht erklären lassen (Auch Stress spielt da keine Rolle). Ins Krankenhaus gehe ich eigentlich nicht mehr da mir mehrfach nicht geholfen werden konnte. Mein Hausarzt macht eigentlich auch nichts außer ein Blutbild das immer unauffällig ist. Wenn ich (wegen der Eingeschränkten Ernährung) ein größeres Blutbild (Zink, Vitamine) möchte muss ich es selber zahlen (ok ich muss hier auch mal meinen Frust loswerden).

Jetzt hat es mich grade wieder erwischt. Im liegen starke schmerzen im rechten Bauch und eine Schwellung. Ich frag mich ob ich irgendwas tun kann? Noch ein anderes Krankenhaus? Ein neuer Hausarzt? Oder muss ich mich weiter damit abfinden?

Gruß

Sven

30. Schwangerschaftswoche

Entwicklung des Babys

(Sebastian Kaulitzki / Fotolia.com)

Ihr Baby hat in dieser Woche etwa ein Gewicht von 1.400 Gramm erreicht und ist ungefähr 38 cm groß. Seine Füße sind fast 6 cm lang, sein Köpfchen hat einen Durchmesser von etwa 8 cm.

Zu diesem Zeitpunkt der Schwangerschaft beginnt der Körper des Babys langsam, sich auf die Geburt und die Umstellung des Kreislaufs nach der Geburt vorzubereiten. Während der Schwangerschaft wird das Baby über die Nabelschnur mit Sauerstoff versorgt, die Durchblutung der Lunge ist stark gedrosselt. Während der Geburt kann es aufgrund der Kontraktionen bei den Wehen und einer Einengung der Nabelschnur bei der Passage durch den Geburtskanal vorübergehend zu einer eingeschränkten Sauerstoffzufuhr kommen. Das Baby muss dann das Blut gezielt in jene Körperregionen umleiten, die auf Sauerstoffmangel besonders sensibel reagieren würden. Dies sind vor allem das Herz, das Gehirn und die Nieren. Mit dem ersten Atemzug nach der Geburt wird die Lunge durchblutet und die Druckverhältnisse im kindlichen Kreislauf ändern sich. Mit der Durchtrennung der Nabelschnur wird die Verbindung zur Plazenta schließlich endgültig beendet.

Was tut sich bei der Mutter?

Auch in den letzten Wochen der Schwangerschaft sind eine ausgewogene Ernährung und die Versorgung mit wichtigen Nährstoffen von großer Bedeutung. Sie sollten jetzt vor allem auf die ausreichende Zufuhr von Kalzium achten – das Baby benötigt dieses, um seine Knochen zu stärken. Der tägliche Bedarf an Kalzium beträgt zu diesem Zeitpunkt etwa 1.200 mg. Optimalerweise sollten Sie diese Menge an Kalzium aufgeteilt auf vier kleine Portionen über den Tag verteilt zu sich nehmen. Hier sind einige Beispiele für kleine Portionen wertvoller Kalziumlieferanten:

  • 250 ml Milch oder Jogurt
  • 30 g Schnittkäse (z.B. Emmentaler)
  • 200 g Brokkoli
  • 300 g Fenchel oder Lauch
  • 150 g Grünkohl
  • 2 l kalziumreiches Mineralwasser (150 mg/l)
  • 120 g Mandeln oder Haselnüsse
  • 90 g Ölsardinen
  • Auch Vollkornbrot, Fisolen, Brombeeren oder kalziumangereicherte Sojaprodukte sind reich an Kalzium.

Mutter-Kind-Pass-Untersuchung

Zwischen der 30. und der 34. Woche sollte die vierte Mutter-Kind-Pass-Untersuchung stattfinden. Gleichzeitig ist dies der Zeitpunkt für die letzte offiziell empfohlene Ultraschalluntersuchung. Die meisten Ärzte führen allerdings auch im Rahmen der fünften Mutter-Kind-Pass-Untersuchung zwischen der 35. und der 38. Woche noch einen Ultraschall durch.

Im Rahmen der gynäkologischen Untersuchung wird auch darauf geachtet, ob Infektionen vorliegen. Zudem wird eine Urinprobe genommen, um einen eventuellen Schwangerschaftsdiabetes erkennen und behandeln zu können.

Die Ultraschalluntersuchung dient nun vor allem der Wachstumskontrolle des Babys. Es ist jetzt bereits so groß, dass es im Ultraschall nicht mehr im Ganzen zu sehen ist; dafür können Sie sein Gesicht oder andere Körperteile im Detail betrachten. Der Durchmesser des Kopfes und des Bauches Ihres Babys wird gemessen und das Gewicht geschätzt. Auch die Funktion der Organe, vor allem des Herzens, wird noch einmal kontrolliert.

Daneben sind die Bestimmung der Lage des Babys und der Sitz der Plazenta von Bedeutung. Auch der berechnete Geburtstermin wird noch einmal nachkontrolliert.

Gegen Ende der Schwangerschaft wird zusätzlich häufig ein CTG (Kardiotokogramm) durchgeführt – dies geschieht meist in dem Krankenhaus, in dem Sie entbinden werden. Damit können gleichzeitig die Herzfrequenz Ihres Babys und eine eventuelle Wehentätigkeit Ihrer Gebärmutter, die Sie möglicherweise noch gar nicht wahrnehmen, beurteilt werden. Eine CTG-Aufzeichnung dauert etwa 30 Minuten. Sie können sich dabei entspannt hinlegen und den Herzschlägen Ihres Babys zuhören.

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Autoren:
Dr.med. Kerstin Lehermayr
Medizinisches Review:
OÄ Dr. Angela Ramoni
Redaktionelle Bearbeitung:
Mag.(FH) Silvia Hecher,MSc

Aktualisiert am: 02.12.2014 | 14:47

Weyerstahl T., Stauber M.: Gynäkologie und Geburtshilfe, Duale Reihe; Georg Thieme Verlag KG Stuttgart; 4. Auflage 2013
Huch R.: Glücklich schwanger von A bis Z – Gut beraten in 280 Alltagsfragen: von Autofahren bis Zunehmen; TRIAS Verlag in MVS Medizinverlage Stuttgart GmbH & Co KG Stuttgart; 2011
Jahn-Zöhrens U.: Entspannt erleben – Schwangerschaft und Geburt; Hrsg: Deutscher Hebammenverband e.V.; TRIAS Verlag in MVS Medizinverlage Stuttgart GmbH & Co KG Stuttgart; 2011
Huch R., Largo R.: Schwangerschaft, Geburt und erste Babymonate; TRIAS Verlag in MVS Medizinverlage Stuttgart GmbH & Co KG Stuttgart; 2009
Sonntag K.: Schwanger! Tag für Tag: Mein Kalender für eine aufregende Zeit; TRIAS Verlag in MVS Medizinverlage Stuttgart GmbH & Co KG Stuttgart; 2009
Ulfig N.: Kurzlehrbuch Embryologie; Georg Thieme Verlag KG Stuttgart; 2.Auflage 2009
Sadler T.W.: Medizinische Embryologie; Georg Thieme Verlag Stuttgart; 11.Auflage 2008

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SSW 30: Spektakel im Bauch

Mittlerweile hatte sich ein stattlicher Babybauch breit gemacht. Ich fand es herrlich. Generell fühlte ich mich super. Es ging mir und dem Baby gut. Der Platz wurde nun immer enger in meinem Bauch. Mittlerweile konnte man die Aktivitäten in meinem Inneren genau beobachten. Es war genau zu erkennen, wie sich das kleine Knödelchen seitlich drehte. Dabei bildete sich eine große Beule an der Bauchoberfläche, die im nächsten Moment aber auch schon wieder verschwand. Das war in den meisten Fällen der Po. War die Beule etwas länger, war es der Rücken. Manchmal sah man auch nur ein kleines zuckendes Beulchen, hierbei handelte es sich dann um ein Füßchen. Vor allem in den Abendstunden, wenn Ruhe einkehrte, wurde die Kleine zunehmend aktiver. Ich hätte das Ganze stundenlang bewundern können. Immer öfter versuchte ich nun auch mit dem Baby zu interagieren. Von außen tippte ich die kleinen Wölbungen immer wieder mal an, krabbelte oder kitzelte sie. Je nachdem, wie sich die kleine Dame gerade drehte.

Für andere war das natürlich ebenfalls ein absolutes Spektakel und lustig mit anzusehen. Ich wurde immer wieder danach gefragt, wie sich sowas anfühlt und ob es weh tut. Ich hatte dabei zum Glück keine Schmerzen. Es war lediglich ein merkwürdiges, schwer zu beschreibendes Gefühl. Gerade wenn sie sich seitlich drehte. Es wurde mir sprichwörtlich ein wenig flau um die Magengegend herum. Hin und wieder kam es vor, dass sie sich drehte während ich irgendwo stand. Hier verspürte ich dann einen starken Druck auf die Blase und durfte sofort rennen. Ohnehin musste ich mittlerweile ständig auf Toilette. Wie man das halt so von Schwangeren kennt. Die kleinen Tritte hingegen piksten oder kitzelten mich. Wenn es blöd lief, landete eines der kleinen Füßchen in bzw. unter meinem Rippenbogen. Das war unter Umständen etwas unangenehm. Man könnte es mit einem kleinen Stromschlag vergleichen. Schmerzhaft war das aber alles nicht. Jedenfalls für mich. Jede Frau empfindet das natürlich anders, daher ist es schwer, eine pauschale Aussage zu treffen.

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Die 26. Woche schwanger: richtig krank

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Du strahlst ja so!

Nachdem mich die Grippe und kleinere Strapazen der letzten Wochen wortwörtlich etwas alt aussehen ließen, kam jetzt mein Comeback. Mir ging es seelisch und körperlich einfach bombastisch. Wirklich unglaublich, wie unterschiedlich die einzelnen Schwangerschaftswochen sein können. Es veränderte sich ständig alles – heute so, morgen so. Ich fühlte mich plötzlich rundum wohl. Das machte sich glücklicherweise auch äußerlich bemerkbar. Ich hatte tolles glänzendes Haar, eine astreine rosige Haut und schöne Fingernägel. Es war fantastisch.
Ich fühlte mich so wohl in meiner Haut wie schon lange nicht mehr. Außenstehende nahmen das ebenfalls wahr. Immer wieder wurde ich auf das Strahlen in meinen Augen angesprochen. Die Hormone leisteten wirklich ganze Arbeit. Ich war bis zum Rand vollgestopft mit ihnen, in dieser Woche anscheinend ausschließlich mit den Guten. Ein wunderbares Gefühl. So konnte es weitergehen. Obwohl es ja immer heißt, dass das zweite Trimester das Schönste sein soll, fühlte ich mich im dritten Schwangerschaftstrimester besser aufgehoben.
Im zweiten Schwangerschaftstrimester hatte ich viel Stress, viele Probleme mit mir selbst und wurde öfter von seelischen Tiefs heimgesucht. Ich zerbrach mir oft den Kopf über ungelegte Eier und hatte Angst vor der Zukunft. Das alles war mittlerweile wie weggeblasen. Ich war wieder voll und ganz ich selbst und freute mich auf das zukünftige Dasein als Mama. Auch meinen „neuen“ Bauch fand ich unglaublich toll. Das hätte ich selbst nicht von mir erwartet. Ein großer runder Bauch kann für eine Frau unter Umständen eine ziemlich beängstigende Vorstellung sein. Nicht für mich. Ich zog gerne körperbetonte Kleidung an und trug meinen Babybauch stolz vor mir her. Ich freute mich über jeden Zentimeter Bauchumfang der dazu kam. Auch mein Freund war ein großer Babybauchfan. Er fand ihn weder beängstigend, noch unattraktiv. Ganz im Gegenteil. Es gab so gut wie keinen Abend mehr, an dem er nicht mit der Hand auf meinem Bauch einschlief.

Schwangerschaftsstreifen? Nein! Kuchen!

Eines sollte aber nicht ausbleiben. Natürlich machte auch ich mir irgendwann Gedanken über Schwangerschaftsstreifen. Freude über den Babybauch hin oder her. Ich gehöre zu den Frauen, die nicht mit dem besten Bindegewebe gesegnet wurden. Seit der Pubertät habe ich den einen oder anderen Dehnungsstreifen an den Oberschenkeln. Ich rechnete also mit dem Schlimmsten. Bisher war zum Glück noch nichts zu sehen. Das konnte sich aber von heute auf morgen ändern. Es gibt ja bekanntlich Fälle, da ist der Bauch noch am Tag der Geburt gerissen.
Von allen Seiten wurde ich daher mit Cremes und Ölen versorgt. Ob von Freunden, anderen Müttern oder durch irgendwelche kostenlosen Geschenke, die plötzlich per Post eintrudelten. Überall wurde mir suggeriert, dass Schwangerschaftsstreifen hässlich und tunlichst zu vermeiden seien. Ich sei selbst daran schuld, wenn sie kommen. Mit der richtigen Vorsorge würden diese gar nicht erst entstehen. Man müsse nur früh genug damit anfangen. Am besten direkt nach dem ersten Schwangerschaftsmonat. Die Palette der Dehnungsstreifenprodukte ist natürlich riesig und teilweise sehr teuer. Also ein außerordentlich lukrativer Markt. Es wurde mir von allen Seiten in den Kopf gehämmert. „Dehnungsstreifen sind böse!“ „Du musst etwas dagegen tun!“
Also fing auch ich wie im Wahn mit dem Cremen, Ölen und Einmassieren an. Am besten nach dem Duschen, vor dem Duschen, während des Essens, während eines Spazierganges, in der Achterbahn, auf allen Vieren während man rhythmisch zu Lambada tanzt und im Schlaf. Denn merkt euch: Man kann nie genug Vorsorge betreiben! 😉 Das Ganze machte ich überzeugt ca. zwei Wochen lang mit. Dann ließ meine Motivation so langsam nach und ich fragte mich ernsthaft, ob das alles Sinn ergibt. Klar war der Bauch zart und weich danach, aber ob ich dadurch wirklich verschont bleiben sollte, war fraglich. Musste ich wirklich Öle für 20-30 Euro kaufen, hätte Olivenöl nicht denselben Effekt? Wie soll das alles funktionieren? Wie kommen die Dehnungsstreifen überhaupt zu Stande? Kann man diese wirklich verhindern?

Tipps fürs dritte Trimester

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Ich sprach meine Hebamme auf das Thema Dehnungsstreifen an und bat sie um Rat. Sie holte mich relativ schnell auf den Boden der Tatsachen zurück und meinte, dass man im Grunde nichts gegen sie machen kann. Die ganzen Produkte würden so minimal Abhilfe verschaffen, dass man es auch sein lassen kann. Ich sah das mittlerweile ähnlich. Das Einzige, was sie empfehlen konnte, war Zupfen. Ich sollte aber auch hier keine Wunder erwarten. Entweder man bekommt Schwangerschaftsstreifen oder man bekommt sie eben nicht. Das ist Veranlagung. Ich investierte somit fortan meine Zeit in „mentale“ Dehnungsstreifenvorsorge.
Ich stellte mich einfach darauf ein, welche zu bekommen und diese als einen Teil meines Körpers zu akzeptieren. Alles halb so wild. Nichts wofür sich Frau schämen müsste. Auch wenn uns Werbung und Gesellschaft gerne anderes glauben lassen. Der Körper leistet so viel, ich leiste so viel…also kann ich mir auch Dehnungsstreifen leisten! Ende und aus! Das machte ich mir bewusst. Das Thema Dehnungsstreifen war somit nach kürzester Zeit vom Tisch. Nun konnte ich meine Zeit wieder wichtigeren Dingen widmen. Kuchen essen zum Beispiel! Ist ja auch irgendwie ´ne Art Bauchvorsorge. 🙂
Alle Folgen meines Schwangerschaftstagebuchs findet ihr auf der Themenseite „Schwangerschaftstagebuch“ hier bei familie.de. Und natürlich freue ich mich über jeden einzelnen Kommentar, ob direkt hier oder bei Facebook!
Eure Daniela

30. SSW: Gewichtszunahme und Bauchumfang

In der 30. SSW steht die Geburt schon kurz bevor. Der Bauchumfang wächst ab der 30. SSW weiter. Bis zur Geburt sind es noch etwa zehn Wochen. Da kann die eine oder andere werdende Mama denken, wo denn noch was wachsen soll? Bei vielen Frauen ist schon in der 30. SSW der Bauchumfang sehr ausgeprägt. Unvorstellbar, dass in den letzten Wochen noch eine weitere Zunahme möglich sein soll. Doch ab der 30. SSW ist eine deutliche Gewichtszunahme noch üblich. Insgesamt etwa um die 14 kg nehmen Frauen im Durchschnitt während der Schwangerschaft zu.

30. SSW: Gewichtszunahme in den letzten Schwangerschaftswochen

War die Gewichtszunahme im ersten Drittel gering oder gar nicht vorhanden. Etwa 1,5 bis 2 Kilogramm können Frauen in den ersten Wochen ihrer Schwangerschaft zunehmen. Im zweiten Drittel sind es meistens zwischen sechs bis acht Kilogramm mehr auf der Waage. Im letzten Drittel und ab der 30. SSW macht sich das Baby deutlich an eine Gewichtszunahme. Daher nehmen Frauen im letzten Drittel der Schwangerschaft noch rund vier bis sechs Kilogramm zu. Insgesamt sind das im Schnitt um die 14 Kilogramm mehr auf der Waage.

Nehmen Frauen mehr zu, kann das verschiedene Gründe haben. Der meiste Grund ist eine falsche Ernährung und ein Ammenmärchen, dass die meisten Mütter noch bis heute anwenden. Sie essen in der Schwangerschaft für zwei Personen. Dabei braucht das Kind nicht wirklich mehr, denn es ist noch so klein, dass es nicht mal eine ganze Erwachsenenportion schafft. Was das Kind in der Schwangerschaft braucht, sind Nährstoffe und Vitamine, die durch eine gesunde und nährstoffreiche Ernährung aufgenommen werden können. Frauen, die eine deutliche Gewichtszunahme in der Schwangerschaft bemerken, sollten das mit Ihrem Frauenarzt oder Hebamme besprechen. Grund dafür können auch Wassereinlagerungen oder auch eine Schwangerschaftsdiabetes sein.

SSW 30: Entwicklung des Babys

30. SSW: Bauchumfang wächst weiter

Der Bauchumfang ist bei den meisten Frauen in der 30. SSW sehr ausgeprägt. Deutlich ist die Schwangerschaft zu sehen und die Schwere des Bauches drückt auf den Rücken und verursacht auch andere Beschwerden, mit denen Sie womöglich jeden Tag kämpfen. Ein Bauchumfang von etwa 110 Zentimeter kann schon mal drin sein. Um Ihren Bauchumfang in der Schwangerschaft zu messen, können Sie sich einfach ein Maßband besorgen und dieses um Ihren Bauch in Höhe Ihres Nabels legen. Doch wieso wächst der Bauchumfang so deutlich, sind das nur zusätzliche Kilos oder nur das Baby, das den Bauchumfang ab der 30. SSW so wachsen lässt? Das zusätzliche Gewicht in der Schwangerschaft kommt nicht allein nur vom Bauch. Auch die Brüste nehmen bis zum Ende der Schwangerschaft um etwa 500 Gramm zu. Zusätzlich ist im Körper ein vermehrtes Blutvolumen von etwa 50 % zu verzeichnen, das macht hier noch mal um die 2.000 Gramm. Dazu kommen noch Flüssigkeiten, die eingelagert werden, um eine Reserve für die Zeit nach der Geburt aufzubauen mit etwa 3.000 Gramm.

Das Baby wiegt bis zum Ende der Geburt um die 3.500 Gramm, etwa 500 Gramm wiegt die Plazenta, die als Nachgeburt ausgeschieden wird. Das Fruchtwasser wiegt um die 1.000 Gramm und befindet sich in der 1.500 Gramm schweren Gebärmutter. Um die 2.000 Gramm baut Ihr Körper an Reserven in der Schwangerschaft auf, um auf die Zeit nach der Geburt vorbereitet zu sein. Das der Bauch hier zum Ende der Schwangerschaft noch mal um ein Stück wächst, ist daher nicht verwunderlich, denn Ihr Baby hat noch lange sein Geburtsgewicht nicht erreicht. Um eine große oder unnötige Gewichtszunahme bis zum Ende der Schwangerschaft zu vermeiden, können Sie noch immer auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung umsteigen, falls Sie das noch nicht getan haben. Denken Sie auch daran, dass nach der Geburt die meisten Kilos von alleine wieder weggehen, bedingt durch das Stillen.

Quellen:

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Über Verena Janssen

Die 38-Jährige Autorin und Mutter lebt mit ihrem Mann und ihren Kindern Paul Oskar (7) und Ella Marie (4) in schönen Fulda. Sie liebt Musik und versucht momentan ihren Kindern das Klavier spielen beizubringen. Wenn sie mal etwas Zeit für sich hat, powert sie sich beim Volleyball spielen aus.

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  • Der richtige Zeitpunkt zum schwanger werden – so berechnen Sie ihren Eisprung – Januar 11, 2018
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  • Männer im Kreißsaal – mit oder ohne die bessere Hälfte? – November 19, 2017
  • Richtig essen für zwei – Tipps zur Ernährung in der Schwangerschaft – November 19, 2017
  • Geschwollene Beine in der Schwangerschaft – November 19, 2017

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Die 30. Schwangerschaftswoche (30. SSW)

Die 30. Schwangerschaftswoche (SSW) startet für dich – das heißt: mit der 30. Schwangerschaftswoche sind es nur noch 11 Wochen bis es soweit ist: Dein Kind erblickt das Licht der Welt!

  • Die 10 wichtigsten Helferchen
  • Veränderungen des Körpers ab der 30. SSW
  • Entwicklungen des Babys ab der 30. SSW
  • Kernthema: Schwangerschaftsbeschwerden ab der 30. SSW

Doch bis dahin vergehen noch 10 Wochen und diese Zeit solltest du so gut wie möglich auskosten. Zu den Wohltaten, die du dir bis zur Geburt auf jeden Fall gönnen solltest, gehört genügend Erholung, Entspannung und viel Schlaf.

Vor allem Schlaf wirst du nach der Geburt wahrscheinlich nicht mehr so oft haben, weil dein Neugeborenes ständig deine Aufmerksamkeit und Fürsorge einfordert und dir und deinem Partner kaum Schlaf zulässt.

Auch wenn dich im dritten Schwangerschaftstrimester wieder einige Beschwerden wie Unterleibsschmerzen, Ziehen im Unterleib, Bauchschmerzen oder Rückenschmerzen physisch und psychisch belasten, solltest du versuchen, das Beste aus den letzten 11 Schwangerschaftswochen (SSW) zu machen und auch die Unterstützung deines Partners oder deines Umfelds einholen, wenn sie dir nicht schon längst angeboten wurde.

Medizinischen Beistand bekommst du während deiner Schwangerschaft von dem Frauenarzt deines Vertrauens oder von deiner Hebamme, die dich womöglich schon seit den ersten Schwangerschaftswochen begleitet, unterstützt und beratend zur Seite steht.

In der 30. Schwangerschaftswoche (SSW) wissen fast alle Schwangeren, ob sie ein Kind, Zwillinge oder Mehrlinge erwarten. Die Anzahl von Zwillingen ist in den letzten Jahren gestiegen, was unter anderem an der Vielzahl von künstlichen Befruchtungen liegt, die anscheinend eine höhere Rate von Zwillings- und Mehrlingsschwangerschaften zur Folge haben.

Auch das Geschlecht wissen inzwischen viele schwangere Frauen, so dass einige bereits jetzt schon die Gelegenheit nutzen, um Babykleidung und nützliches Babyzubehör einkaufen oder gemütlich von zuhause aus bestellen.

Außerdem ist es zwischen der 29. und 32. Schwangerschaftswoche mal wieder Zeit für eine große Vorsorgeuntersuchung, die die letzte Untersuchung mit Ultraschall vor der Schwangerschaft ist – es sei denn, du hast eine Risikoschwangerschaft, denn dann sind eventuell noch mehr Untersuchungen geplant.

Die 10 wichtigsten Helferchen für eine unbeschwerte Schwangerschaft

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Veränderungen des Körpers ab der 30. SSW

Von Woche zu Woche wird dein Bauch größer und dein Bauchumfang weiter, da die Entwicklung deines Babys stetig voranschreitet und es immer mehr Platz in deiner Gebärmutter einnimmt.

Dadurch kann es ähnlich wie im ersten Trimester zu schwangerschaftstypischen Beschwerden wie Übelkeit, Unterleibschmerzen, Ziehen im Unterleib und Rückenschmerzen oder Kurzatmigkeit, besonders bei körperlichen Tätigkeiten kommen. Wenn diese Symptome allerdings übermäßig oft auftreten oder äußerst schmerzhaft sind, dann ist es nötig, einen Arzt zu konsultieren und die Ursachen dieser Schmerzen abzuklären.

Eine Gewichtszunahme bis zu 11 Kilo – bei normalen Ausgangsgewicht laut BMI – vor allem durch Wassereinlagerungen ist während einer Schwangerschaft durchaus normal und kein Grund zur Sorge. Die meisten Schwangeren verlieren die zusätzlichen Kilos nach der Geburt innerhalb von ein paar Monaten.

Auch Übungswehen gehören wie bereits in der letzten Woche zum normalen Erscheinungsbild der 30. Schwangerschaftswoche (SSW), solange sie sich nicht zu Senkwehen entwickeln, die dann bereits Vorboten der Geburt wären.

Müdigkeit ist ein weiteres Anzeichen dafür, dass deine Schwangerschaft voranschreitet und du dir Erholung verdienst. Dabei ist es nun wichtig, dass du nicht mehr auf dem Rücken liegst, da dies durch das Gewicht des Babys in deinem Bauch zu Kreislaufstörungen oder schlimmstenfalls zu einem Kreislaufkollaps, dem sogenannten Vena-cava-Syndrom, kommen kann. Ein Stillkissen kann dir dabei helfen, bequem auf der Seite zu liegen und eine angenehme Schlafposition zu finden.

In der 30. Schwangerschaftswoche (SSW) ist es ein guter Zeitpunkt, um noch einmal zum Zahnarzt zu gehen, um eine Kontrolluntersuchung oder sogar eine professionelle Zahnreinigung durchführen zu lassen, da auch die Zähne in der Schwangerschaft in Mitleidenschaft gezogen werden können.

Entwicklungen des Babys ab der 30. SSW

Auch das Baby in deinem Bauch macht enorme Entwicklungssprünge. Inzwischen besitzt es ein Gewicht von 1400 g und eine Länge von 40 cm, die du auch zu spüren bekommst.

Das Ungeborene lutscht eifrig am Daumen und spürt immer mehr Impulse, wie Streicheleinheiten von außen, durch die Bauchdecke hindurch. Insgesamt wird es sensibler, was zur Folge hat, dass es auch Schmerzen, wie beispielsweise durch medizinische Eingriffe im Mutterleib, spürt.

Außerdem wird das kleine Wesen in deinem Bauch immer selbstständiger, da es nun seine Körpertemperatur unabhängig von deiner regulieren kann. Auch seine Kopfhaare wachsen nun und ersetzen den vorherigen Lanugo-Haarflaum.

Ab der 30. Schwangerschaftswoche nimmt es die eingerollte Fötus-Stellung ein, auch wenn es vielleicht noch gar nicht in der richtigen Geburtsposition befindet, denn es wird immer enger in Mamas Bauch. Spätestens in der 36. Schwangerschaftswoche (SSW) sollte das Baby in der richtigen Position, der vorderen Hinterhauptslage, im Mutterleib liegen, denn dann ist eine Geburt sowohl für die werdende Mama als auch für das Baby am unkompliziertesten.

Schwangerschaftsbeschwerden ab der 30. SSW

Körperliche Beschwerden während der Schwangerschaft – davon ist fast jede Schwangere mehr oder weniger stark betroffen. Besonders im ersten Schwangerschaftsdrittel, d.h. zwischen der 5. SSW und der 12. SSW, klagen die meisten schwangeren Frauen über typische Schwangerschaftsbeschwerden: Unterleibschmerzen bzw. Bauchschmerzen, Kopfweh, Müdigkeit, Rückenschmerzen, menstruationsartiges Ziehen im Unterleib und Übelkeit – all das sind typische Symptome, unter denen viele Frauen in dem ersten Schwangerschaftstrimester leiden. Der Körper stellt sich auf die ungewohnte Situation, die Schwangerschaft, ein und teilt dies der schwangeren Frau in Form solcher Anzeichen mit.

Glücklicherweise lassen diese Symptome im zweiten Schwangerschaftsdrittel, d.h. zwischen der 13. SSW und der 27. SSW, bei dem Großteil der Schwangeren nach, so dass aus körperlicher Sicht das zweite Trimester als das entspannteste und unkomplizierteste Trimester empfunden wird.

Allerdings beginnen mit dem dritten Trimester, d.h. ab der 28. SSW bis zur Geburt in der 40. SSW, erneut körperliche Beschwerden. Der Grund für die Beschwerden liegt nun vor allem in der wachsenden Gebärmutter und dem stets wachsenden Bauchumfang der werdenden Mutter. Durch das zunehmende Gewicht des Ungeborenen in dem Bauch der Mutter wird die Gebärmutter gedehnt und der Bauch wächst dadurch mit.

Damit verbunden ist eine Gewichtszunahme – bei in nicht-schwangeren Zustand normalgewichtigen Frauen bis zu ca. 16 kg. Zu den möglichen Unannehmlichkeiten gehören dann Sodbrennen, Verstopfung, Kurzatmigkeit und vermehrten Harndrang. All diese Symptome lassen sich darauf zurückführen, dass die Organe der Mutter durch den wachsenden Platzbedarf des ungeborenen Kindes sozusagen „eingeengt“ werden und dann Schmerzen verursachen. Auch die Wirbelsäule der werdenden Mutter wird durch den größeren Bauchumfang und den dadurch gelockerten Bandapparat belastet, was zu Rückenschmerzen führt.

Die Kindsbewegungen, die die Schwangere vor allem dann bemerkt, wenn sie sich ausruhen möchte und still liegt, sind einerseits ein schönes und willkommenes Zeichen des ungeborenen Nachwuchses. Andererseits ist es für mache werdende Mutter schwer, unter diesen Umständen einen erholsamen Schlaf zu finden, weshalb Schwangere im dritten Trimester vermehrt unter Müdigkeit leiden.

Selbstverständlich ist eine Schwangerschaft keine Krankheit, aber man sollte sich der großen körperlichen Veränderungen bewusst sein und sich während der gesamten Schwangerschaft schonen. Besonders wenn die Schwangerschaftssymptome verstärkt auftreten, wie es im ersten und dritten Trimester der Fall ist, ist es ratsam, sich im Bett oder auf dem Sofa auszuruhen und alltägliche Aktivitäten, wie Einkaufen, Putzen, Kochen, etc. zu unterlassen und diese Dinge von anderen Personen im nahen Umfeld erledigen zu lassen.

Ab dem drittem Trimester können auch Übungswehen oder Vorwehen auftreten, die, wie der Name schon sagt, die eigentlichen Geburtswehen „üben“, d.h. simulieren, aber nicht lange andauern und nur für kurze Zeit leichte, minimale Schmerzen im seitlichen Bauchbereich verursachen und einen harten Bauch erzeugen. Sollten diese Wehen allerdings länger, stärker oder regelmäßig auftreten, so sollte man einen Arzt aufsuchen, um frühzeitige Geburtswehen, d.h. Senkwehen oder Frühwehen, und somit eine bevorstehende Frühgeburt auszuschließen.

Eindeutige Anzeichen, dass die „richtigen“ Wehen, d.h. die Senkwehen oder Frühwehen, einsetzen, sind das Ablösen des Schleimpfropfs im Gebärmutterhals und der Fruchtblasensprung, bei dem Fruchtwasser vaginal austritt. Beide Anzeichen setzen bestenfalls erst zum errechneten Geburtstermin, d.h. um die 40. SSW, ein.

Das dritte und letzte Schwangerschaftstrimester ist für viele Schwangere vor allem durch die körperlichen Einschränkungen und Beschwerden das anstrengenste. Allerdings ist im Gegensatz zum ersten Trimester das Risiko einer Fehlgeburt stark minimiert, da das Ungeborene bei einer frühzeitigen Geburt im dritten Trimester und bei der heutigen, medizinischen Ausstattung bereits gute Überlebenschancen hat.

Falls du also momentan im dritten Trimester deiner Schwangerschaft bist, dann kannst du zuversichtlich nach vorne und auf die baldige Geburt deines Kindes blicken. Bei weiteren und spezifischeren Fragen rund um die Schwangerschaft, zu deinem ungeborenen Baby und zu Schwangerschaftsbeschwerden fragst du am besten deinen Frauenarzt oder deine Hebamme, die dir individuelle und professionelle Auskunft geben können.

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Die Woche davor: 29. SSW

Die Woche danach: 31. SSW

30. SSW (30. Schwangerschaftswoche)

Das Baby übt weiter seine lebenswichtigen Reflexe wie Greifen, Drehen, Atmen und Schlucken. Es nimmt an Masse zu, wobei jetzt in der 30. SSW die Organe schon alle angelegt und entwickelt sind. Sie reifen weiter heran. Allen voran macht die Lunge Entwicklungsfortschritte und produziert jeden Tag mehr Lungenbläschen. Eventuell findet in dieser Woche die dritte der drei regulären Ultraschall-Untersuchungen in der Schwangerschaft statt.

Die Entwicklung der Organe ist in der 30. SSW abgeschlossen. Alle Anlagen sind vorhanden. Auch die Zahnanlagen befinden sich schon im Kiefer. Jetzt steht das weitere Reifen der Organe, vor allem der Lunge, im Mittelpunkt. Das Baby übt das Ein – und Ausatmen durch die Nase und verschluckt dabei auch eine Menge Fruchtwasser. Dadurch kann es jetzt häufiger einen Schluckauf bekommen. Die Vernetzung im Gehirn und der Nervenzellen am ganzen Körper geht weiter. Auch lagert das Baby weiterhin Fett ein. Das gespeicherte Fett dient nicht nur nach der Geburt als Reserve für das Baby, sondern ermöglicht ihm bereits jetzt eine eigenständige Wärmeregulation. Die Bildung der roten Blutkörperchen erfolgt nun nicht mehr in der Milz, sondern im Knochenmark wie bei einem Erwachsenen.

Die feine Körperbehaarung, an der die sogenannte Käseschmiere haftet, die Lanugobehaarung, verschwindet nach und nach. Bei manchen Babys verbleibt noch ein wenig Flaum auf der Haut, der erst nach der Geburt ausfällt. Wenn das Baby Kopfhaar hat, wird dieses stattdessen etwas dichter.

Das Baby nimmt weiter rasch an Gewicht zu und ist zum Ende der 30. Schwangerschaftswoche etwa 40 Zentimeter lang und wiegt durchschnittlich 1.350 Gramm.

Die Schwangere in der 30. SSW

Für Mütter beginnt im dritten Schwangerschaftsdrittel die Zeit des Wartens auf das Baby. Die größeren körperlichen Umstellungen haben schon stattgefunden. Das Baby und mit ihm der Babybauch wachsen sichtbar Woche für Woche weiter. Der Kontakt zwischen Eltern und Kind ist mittlerweile intensiver.

Wenn Du und Dein Partner oder Deine Partnerin jetzt häufig mit dem Baby sprechen, wird es sich später an Eure Stimmen erinnern und sich eher beruhigen lassen. Du kannst Deinem Baby auch schon etwas vorsingen, wenn Du möchtest. Manche Babys reagieren auf schöne Melodien und Musik. Dass bestimmte Musikrichtungen Babys Entwicklung nachhelfen, konnte nicht bestätigt werden. Immer noch hält sich zum Beispiel hartnäckig das Gerücht, dass Babys Gehirnentwicklung durch Klassikmusik gefördert wird. Fest steht: Babys bekommen sehr wohl mit, was in der Welt „draußen“ passiert. Sie erkennen Stimmen und Melodien nach der Geburt wieder.

Es kann sein, dass die wachsende Gebärmutter Probleme verursacht, weil sie die umliegenden Organe verdrängt. Das gilt besonders für die Blase, den Magen-Darm-Trakt und die Lunge. Die Folge ist häufiger Harndrang, der zusätzlich dadurch verstärkt wird, dass die Nieren jetzt mehr verstoffwechseln müssen und daher mehr Urin produziert wird. Auch Kurzatmigkeit kann nun in der 30. SSW weiter zunehmen. Durch die Lageveränderung und einen lockeren Muskeltonus schließt der Magen manchmal nicht mehr richtig und es kommt zu Sodbrennen. Sobald das Baby zum Ende der Schwangerschaft tiefer ins Becken rutscht, hört das Sodbrennen in der Regel auf.

Kreislaufprobleme im Liegen? Das Baby behindert den Blutfluss

Manchmal kann es während des Liegens auf dem Rücken zu Kreislaufproblemen wie Schwindel kommen. Dieses Phänomen tritt besonders in den letzten Schwangerschaftswochen auf, wenn das Baby schon relativ groß und schwer ist. Das Baby drückt dabei auf die Hohlvene (Vena vaca), die das Blut zurück zum Herzen transportiert. Durch die Behinderung des Rückstroms treten Schwindel, vermehrtes Schwitzen, ein „Rauschen im Kopf“ oder sogar Herzrasen auf – besonders bei längerem Liegen auf dem Rücken. Viele Schwangere liegen daher gerne auf der Seite. Unterstützt werden kann diese Liegeposition auch durch ein Seitenschläferkissen, das den Bauch sanft abstützt.

Wenn sich beim Liegen auf dem Rücken Beschwerden zeigen, drehst Du Dich am besten auf die Seite. Normalerweise hören die Symptome dann nach einigen Sekunden/Minuten wieder auf.

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