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11. SSW: Die 11. Schwangerschaftswoche (SSW 11+0)

Sie sind in der 11. SSW und haben nun fast ein Drittel Ihrer Schwangerschaft hinter sich. Die ersten drei Monate der Schwangerschaft werden auch als Frühschwangerschaft bezeichnet und bergen ein hohes Risiko für eine Fehlgeburt. Mit zunehmender Schwangerschaft und in der 11+0 SSW sinkt auch das Risiko eine Fehlgeburt zu erleiden. Da sich bereits in der letzten Schwangerschaftswoche alle Körperteile und Organe Ihres Kindes entwickelt haben, hat es die Embryonalphase hinter sich und wird Fötus genannt. Ab der Schwangerschaftswoche 11 werden die Organe nun weiter wachsen und reifen. Langsam verschwinden auch die üblichen Schwangerschaftsbeschwerden in der 11+0 SSW und Sie haben die schwierigste Phase fast hinter sich gelassen.

SSW 11: Entwicklung des Babys

11. SSW: Ihr Baby nimmt menschliche Züge an

War Ihr Embryo in den ersten Schwangerschaftswochen noch eine Anhäufung aus Zellen, so ist in der 11. SSW schon genau zu erkennen was Arme und Beine sind. Das Köpfchen ist immer noch etwas groß. Ab der 11. SSW werden nun alle Organe und Körperteile wachsen und reifen. Ihr Baby wird in den nächsten drei Wochen fast doppelt so lang werden, was nicht nur die Größe Ihres Babys maßgeblich beeinflussen wird, sondern auch das Wachstum Ihres Babybauchs. Es wiegt jetzt gerade mal 9 Gramm und ist zwischen 4 bis 6 cm (SSL) lang. Klar zu erkennen sind die Finger und Zehen und es wachsen sogar Nägel. Die Zahnknospen sowie die Geschlechtsorgane sind schon vorhanden. Allerdings kann das Geschlecht Ihres Babys erst in einigen Wochen erkannt werden. Bisher bestand das Skelett aus Knorpeln, daraus entwickeln sich in der 11. SSW Knochen. Zudem schließt sich der Brustkorb in der 11. SSW. Es entstehen neue Hautschichten und sind nicht mehr so durchsichtig wie die vorherigen Wochen. Die ersten Härchen bedecken schon den Körper Ihres Kindes. Auch die Augenlider sind nun vollständig entwickelt, die Augen geschlossen und werden sich das nächste Mal erst wieder im 6. Schwangerschaftsmonat öffnen. Ihr Baby kann seine Bewegungen schon steuern, schlucken und ballt sogar seine kleine Hand zur Faust. Allerdings werden Sie die ersten Bewegungen Ihres Babys erstmals zwischen der 16. SSW und 20. SSW spüren.

Schwangerschaftsbeschwerden lassen in der 11. Schwangerschaftswoche nach

In der 11. SSW haben viele Frauen die typischen Schwangerschaftsbeschwerden, wie Müdigkeit, Erbrechen und Übelkeit hinter sich. Leiden aber in der 11. SSW meist noch unter Kreislaufproblemen. Ihr Körper sorgt nun dafür, dass Ihr Kind und die Plazenta mit Blut versorgt werden kann. Ihr Blutvolumen wird sich bis zum Ende Ihrer Schwangerschaft um ca. 50 % steigern. Daher kommt es oftmals zu sehr hohen Puls und bringt Ihren Körper etwas aus dem Gleichgewicht. Dieses Leiden legt sich aber meist nach einer bestimmten Zeit wieder. Planen Sie sich daher regelmäßige Pausen und Erholung ein. Haben Sie lange und anhaltende Kreislaufprobleme, wenden Sie sich an Ihren Frauenarzt. Die erhöhte Durchblutung sorgt allerdings auch dafür, dass Sie in den kommenden Wochen wahrscheinlich warme Hände und Füße haben werden. Achten Sie darauf, täglich 2 bis 3 Liter Flüssigkeit zu trinken. Und das nicht nur in der 11. SSW. Wundern Sie sich aber nicht, wenn Sie jetzt öfters auf Toilette müssen. Die Verstopfung, die Sie in der 10. SSW noch hartnäckig begleitet hat, legt sich meist in der 11. SSW. Allerdings kann es auch in den nächsten Wochen oft zu Magendarmproblemen kommen. Da Ihre Gebärmutter immer noch am Wachsen ist, können auch Bauchschmerzen und Unterleibsschmerzen in der 11. SSW weiterhin auftreten, sind aber in den meisten Fällen kein Grund zur Besorgnis. Treten allerdings Schmierblutung, starke Krämpfe und Fieber mit den Beschwerden auf, wenden Sie sich unverzüglich an Ihren Frauenarzt.

11+0 SSW: Gutes für Sie und Ihr Baby

Sie werden allerdings auch positive Sachen feststellen. So wachsen meist die Haare und Nägel in der 11+0 SSW besser und intensiver. Auch in der 11+0 SSW ist es nicht notwendig für Zwei zu essen. Meist nehmen Sie ca. 2 Kilogramm in den ersten drei Monaten Ihrer Schwangerschaft zu. Ihr Gewicht und Bauchwachstum können Sie mit einer ausgewogenen und nahrhaften Ernährung steuern. In der 11+0 SSW merken die wenigsten Außenstehenden, dass Sie ein Baby erwarten. Meist haben sich Ihr Körper und Sie schon total auf Ihr Baby eingestellt. In vielen Partnerschaften fühlt sich meist der Vater etwas ins Abseits gedrängt. Binden Sie Ihren Partner in die Schwangerschaft mit ein und nehmen Sie ihn ruhig zur Vorsorgeuntersuchung mit, damit er Ihr Baby auch auf dem Bildschirm sehen kann. Achten Sie darauf, dass Sie sich körperlich und seelisch gut fühlen. Sie können Ihre körperliche Veränderungen in der 11+0 SSW mit Wellnessprogrammen oder auch mit passender Haar- und Hautpflege unterstützen. Leichte sportliche Aktivitäten während der Schwangerschaft, wie Walken und Schwimmen, sind in den meisten Fällen unbedenklich und unterstützen Sie dabei fit zu bleiben und Ihren Körper auf die Geburt vorzubereiten. Sprechen Sie ruhig mit Ihrem Frauenarzt drüber. Nach wie vor ist auch für Sie und Ihr Baby eine ausgewogene und gesunde Ernährung in der 11+0 SSW sehr wichtig. Lassen Sie sich ruhig von einem Ernährungsberater helfen und beraten.

11. SSW: Wichtige Termine und Planungen

Haben Sie noch keinen Termin zur großen Vorsorgeuntersuchung mit Ultraschall vereinbart, so wird es in der 11. SSW dringend Zeit. Zwischen der 9. SSW und der 11. SSW findet die erste große Vorsorgeuntersuchung statt. Dabei wird sowohl Ihr Gesundheitszustand als auch die Entwicklung Ihres Babys mit Ultraschall untersucht und festgestellt, ob alles ohne Komplikationen verläuft. Ihr Frauenarzt untersucht dabei Ihr Blutbild und Ihren Urin auf Keime und Zucker. Zusätzlich misst er auch Ihr Baby, die Lage und Bewegung. Das gibt Ausschluss über die Entwicklung und anhand dieser Daten kann Ihr Frauenarzt den Entbindungstermin bestimmen. Ab der 11. SSW können Sie auch zusätzlich weitere Untersuchungen durchführen lassen, die Auskunft darüber geben, ob Ihr Kind eine Behinderung hat. Besteht keine medizinische Notwendigkeit, wird das in den allermeisten Fällen nicht von der Krankenkasse bezahlt. Informieren Sie sich daher ausführlich über diese pränatalen Diagnostik-Maßnahmen und sprechen Sie mit Ihrem Frauenarzt darüber. Machen Sie sich auch Gedanken, in welcher Klinik Sie entbinden möchten oder wie Sie entbinden möchten. Meist ist die Anmeldung in vielen Kliniken schon sehr frühzeitig nötig. Auch die Geburtsvorbereitungskurse können je nach Ort sehr schnell ausgebucht sein. Kümmern Sie sich auch hier schon so früh wie möglich um einen Termin. Denken Sie daran, Ihren Arbeitgeber über Ihre Schwangerschaft zu informieren. Sie können aber ruhig warten, bis Sie den dritten Monat abgeschlossen haben.

Quellen:

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Über Verena Janssen

Die 38-Jährige Autorin und Mutter lebt mit ihrem Mann und ihren Kindern Paul Oskar (7) und Ella Marie (4) in schönen Fulda. Sie liebt Musik und versucht momentan ihren Kindern das Klavier spielen beizubringen. Wenn sie mal etwas Zeit für sich hat, powert sie sich beim Volleyball spielen aus.

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11. SSW: Die 11. Woche der Schwangerschaft

Du befürchtest, dass sich Dein Baby im Bauch vielleicht nicht richtig entwickeln könnte? Dann ist in der 11. SSW die Nackentransparenzmessung eine Möglichkeit, dies zu überprüfen. Die Meinungen zur Pränataldiagnostik gehen jedoch auseinander. Lies Dir in unserem Artikel die Pro und Contra Argumente durch.

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11. SSW: Ultraschall Deines Babys

In der 11. SSW ist der Fötus 34 bis 41 Millimeter groß. Das kindliche Herz ist nun von seiner anfänglichen Platzierung im Kopfbereich in die Brust gerückt. Auch die einst transparente Haut Deines Babys wird dicker und vielschichtiger und unter der Oberfläche entstehen Haarfollikel. An den Händen und Füßen Deines Babys beginnen erste Nägel zu wachsen. Beim männlichen Kind wird in der 11. SSW der Penis sichtbar, das Geschlechtsorgan des Mädchens ist auch schon im Inneren angelegt. Sichtbar ist es jedoch noch nicht. Der etwas in die Länge gezogene Körper Deines Babys führt bereits eine Vielzahl von Bewegungen durch. Da Dein Kind noch vollständig von reichlich Fruchtwasser umgeben ist, reagiert es noch nicht auf äußere Reize. Sein Köpfchen zeigt sich im Ultraschallbild mit ausgeformten Gesichtchen sowie mit Augen und Ohren, die sich stetig zur vollen Reife weiterentwickeln.

Wir danken Dr. Ursula Zollner von der Universitäts-Frauenklinik Würzburg für die zur Verfügung gestellten 3D-Ultraschallaufnahmen:

Was bedeutet 11. SSW?

Wenn Du in der 11. SSW bist, ist Dein Embryo neun Wochen alt. Denn es besteht ein Unterschied zwischen dem Lebensalter und der Schwangerschaftswoche. Die ersten beiden Wochen der Schwangerschaft dienen lediglich dazu, den ungefähren Entbindungstermin berechnen zu können. Somit beginnt die Berechnung ungefähr zwei Wochen vor der Befruchtung, mit dem ersten Tag der letzten Periode.

Gezählt wird dabei folgendermaßen – wenn Du Dich in der 11. SSW befindest, bist Du in der zehnten Woche und x Tage schwanger:

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Dein Körper in der 11. SSW

Dein Blutvolumen steigt in der 11. SSW, was Du am stärkeren Durst spüren kannst. Auf diese Weise fordert der Körper mehr Flüssigkeit ein, die er für das Plus an Blut benötigt. Mehr Blut und der kräftig arbeitende Kreislauf wirken sich auf das eigene Wärmegefühl aus und lassen Deine Hände und Füße wohlig warm werden. Auch Frauen, die immer unter kalten Füßen leiden, können sich nun über warme Füße freuen. Ist das nicht schön? Noch immer lässt Dich der vermehrte Harndrang häufig auch nachts zur Toilette gehen. Durch Deinen veränderten Hormonhaushalt in der Schwangerschaft bist Du anfälliger für Blasenentzündungen. Geh damit auf jeden Fall immer zu einem Arzt.

Hast Du Rückenschmerzen? Das kann daran liegen, dass deine Beckenknochen nachgiebiger werden. Entlaste deinen Rücken so oft es geht. Die Gewichtszunahme in der Schwangerschaft ist von Frau zu Frau unterschiedlich. In der 11. SSW wird Dein Gewicht jedoch schon allein aufgrund des größeren Blutvolumens steigen. Auch Dein Baby ist in den vergangenen Wochen bereits ein gutes Stück gewachsen.

11. SSW: Wann wächst der Bauch?

Mit der 11. SSW schließt Du das erste Drittel der Schwangerschaft ab. Meistens ist zu diesem Zeitpunkt noch kein Bäuchlein zu sehen. Oftmals ist der Unterleib jedoch leicht gewölbt,denn die Gebärmutter füllt das gesamte Becken der Frau aus und wächst in die Bauchhöhle hinein.

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Sind Schmierblutungen in der 11. SSW normal?

Leichte Blutungen sind im ersten Trimester der Schwangerschaft nicht ungewöhnlich. Ungefähr ein Viertel der werdenden Mütter hat sie in den ersten drei Monaten. Die Gründe dafür sind verschieden. Schuld daran können beispielsweise Hormone haben, welche – meist zu dem Zeitpunkt, in welchem Du vor der Schwangerschaft Deine Periode hattest – leichte Blutungen auslösen. Wenn Du an Schmierblutungen leidest, solltest Du diese immer einmal vom Arzt abchecken lassen.

11. SSW: Wann hört die Übelkeit auf?

Du wirst bemerkt haben, dass Übelkeit und Erbrechen deutlich weniger geworden sind als noch vor einigen Wochen. Ab der 11./12. SSW werden sie komplett verschwinden. Schuld an der Übelkeit ist das Hormon Choriongonadotropin (hCG). Je höher die hCG-Konzentration ist, desto häufiger wird Dir übel werden. Zwischen der 12. und 18. SSW sinkt der hCG-Spiegel wieder und somit hört auch die Schwangerschaftsübelkeit auf.

Erkältung in der 11. SSW: Kann es dem Baby schaden?

Weder eine Erkältung noch Husten oder erhöhte Temperaturen bringen Dein Baby in Gefahr. Also keine Sorge, wenn Dich einmal eine Erkältung heimsucht. Das kann in der Schwangerschaft schon einmal vorkommen, da das Immunsystem für das Baby auf Hochtouren arbeitet.

11. SSW: Ultraschall und Nackentransparenzmessung

Die Mehrlingsschwangerschaft

Bedingt durch die immer häufiger werdenden Kinderwunschbehandlungen und das kontinuierlich steigende Alter von Schwangeren kommt es immer öfter zu Mehrlingsschwangerschaften. Mehrlinge haben, im Vergleich zu Einlingen, ein etwas erhöhtes Risiko, schwangerschaftsspezifische Erkrankungen zu entwickeln. Werden mögliche Probleme jedoch rechtzeitig erkannt, können viele Komplikationen vermieden werden. Der Arzt entdeckt die Mehrlinge meist beim ersten oder zweiten Vorsorgetermin bei der Ultraschalluntersuchung.

Nackentransparenzmessung

Normalerweise wird die erste Ultraschalluntersuchung bereits in der 9. bis 12. SSW durchgeführt. Wenn zeitgleich eine Nackentransparenzmessung stattfinden soll, erfolgt die Untersuchung etwas später, zwischen der 11. und 14. SSW. Mithilfe des Ultraschalls wird die Nackenfalte Deines Babys vermessen. Diese Messung fließt mit den Ergebnissen eines Bluttests und weiteren Informationen in die Ergebnisse des Ersttrimesterscreenings ein.

Tipps und Hinweise für die 11. SSW

Zeit nehmen für die Fruchtwasseruntersuchung

Soll in den nächsten Wochen eine Chorionzottenbiopsie oder Fruchtwasseruntersuchung (Amniozentese) durchgeführt werden, solltest Du in Deinem Terminkalender vorsorglich ein paar ruhige Tage eintragen. Nach dem Eingriff solltest Du mindestens 24 Stunden ruhen und eine Woche lang auf Sport und anstrengende körperliche Tätigkeiten verzichten.

Informationsveranstaltungen der Geburtskliniken

In jeder Stadt gibt es eine gewisse Zahl begehrter Geburtskliniken. Nutze ihre Informationsveranstaltungen, um Dir einen Eindruck zu verschaffen. Schau Dir, wenn möglich, die Kreißsäle und Patientenzimmer an. Sind sie ansprechend? Kann Dein Baby in Deinem Zimmer schlafen? Wie freundlich sind Ärzte und Hebammen? Wie hoch ist die Kaiserschnittrate, die Dammschnittrate und die PDA-Rate in diesem Krankenhaus, die als Indikatoren für die Einstellung des medizinischen Personals dienen können? Trifft dies Deine Erwartungen an den Verlauf der Geburt Deines Babys? Diese und viele weitere Fragen kann man an solchen Abenden klären. Die Veranstaltung eignet sich auch gut, um eine Beleghebamme zu finden, die Dich in dieser Klinik bei der Geburt begleiten kann. Denn viele Kliniken stellen Schwangeren Listen mit Hebammen zur Verfügung, die mit dieser Klinik kooperieren.

Regeln bei Haustieren

Wenn Du einige Regeln beachtest, ist die Haltung von Haustieren während der Schwangerschaft kein Problem. Das Allergierisiko für Dein Kind kann dann sogar abnehmen. Hygiene ist das oberste Gebot. Das Tierklo sollte von jemand anderem gereinigt werden und Du solltest Dir nach jedem Kontakt die Hände waschen.

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AnzeigeErfahre mehr über die einzelnen Schwangerschaftswochen im GU-Buch „Das große Buch zur Schwangerschaft“ von den Buchautoren Annette Nolden und Prof. Dr. med. Franz Kainer. Vielen Dank an den GRÄFE UND UNZER Verlag für die Unterstützung.

SSW 11

11. SSW: Das ist jetzt wichtig

Auch, wenn Sie schnell aus der Puste kommen – bewegen Sie sich, es wird Ihnen guttun. Schon eine halbe Stunde pro Tag spazieren zu gehen, bringt Ihren Kreislauf in Schwung. Waren Sie bisher schon sportlich, brauchen Sie aufs Training auch in der 11. SSW oder danach nicht zu verzichten. Richtig dosiert und ausgeführt wirkt sich Sport positiv auf Ihr Wohlbefinden und das Ihres Kindes aus – und zwar bis zum Ende der Schwangerschaft.

Sport kann darüber hinaus Schwangerschafts-Diabetes vorbeugen, eine zu starke Gewichtszunahme verhindern und das Lungenvolumen, das später knapp wird, verbessern. Regelmäßige körperliche Aktivität stärkt außerdem Beckenboden, Sehnen und Bänder, wirkt Haltungs- und Rückenschäden entgegen und macht weniger anfällig für Krankheiten und Kreislaufprobleme. Optimale Sportarten sind ruhige, schonende Aktivitäten wie

  • Schwimmen
  • Aquajogging/Aquafitness
  • Tai-Chi
  • Yoga
  • Gymnastik
  • ruhiges Radfahren

Aber auch Krafttraining oder Laufen sind noch möglich, solange Sie Ihr Training anpassen (am besten mithilfe eines Trainers) und Sie die Belastung entsprechend steuern (z. B. per Pulsmessung).

Verzichten sollten Sie auf Extremsportarten. Ein Marathon ist keine sinnvolle „Schwangerschaftsgymnastik“. Das Gleiche gilt für Risikosportarten wie Klettern, Skifahren oder Reiten sowie Ballsportarten.

Weitere Informationen

So möchten noch mehr zu Ihren Bewegungsmöglichkeiten in der Schwangerschaft wissen? Dann lesen Sie den Beitrag Sport in der Schwangerschaft.

Hebammen-Tipp

Während Sie in der 11. SSW schon voll im „Mami-Modus“ sind, ist für Ihren Partner die Schwangerschaft jetzt noch sehr theoretisch. Vielleicht bleibt sie bis zum Ende ein Paradoxon für ihn. Das ist nicht ungewöhnlich, es fällt Männern als „passiv Beteiligten“ deutlich schwerer, sich in das Thema einzufinden und eventuell auch Verständnis aufzubringen, auch für die hormonverursachten Probleme, mit denen Sie in der 11. SSW zu kämpfen haben. Seien Sie nicht allzu streng oder enttäuscht: Vater werden viele erst im Moment der Geburt. Dann aber umso engagierter.

Judith Däumer, Hebamme

Die erste grosse Vorsorgeuntersuchung ist fällig

Spätestens in der 11. SSW ist auch die erste grosse gynäkologische Untersuchung fällig. Der Arzt misst dabei zunächst Gewicht und Blutdruck. Überschreitet ein erhöhter Blutdruck eine bestimmte Risiko-Grenze, wird unter strenger ärztlicher Beobachtung Acetylsalicylsäure in einer niedrigen Dosierung verordnet, um spätere Schwangerschaftskomplikationen auszuschliessen.

Der Urin wird auf das Vorhandensein von Eiweiss, Zucker, Bakterien und Blut untersucht. Ein Blutbild gibt Aufschluss über den Hämoglobin-Gehalt des Blutes, also über die Sauerstoffversorgung der Mutter und des Kindes, sowie über einen eventuellen Eisenmangel. Ausserdem werden die Blutgruppe, der Rhesus-Faktor und – falls keine zweimalige Röteln-Impfung oder ein Röteln-Antikörper-Nachweis vorliegt – der Röteln-Immunstatus getestet. Im Rahmen der vaginalen Untersuchung kontrolliert der Gynäkologe die Lage der Gebärmutter sowie den Muttermund und schliesst Infektionen oder krankhafte Veränderungen aus.

Die Untersuchung des Babys erfolgt mittels Ultraschall. Dabei wird die Scheitel-Steiss-Länge des Fötus ausgemessen. Auf Basis dieser Daten passt der Arzt gegebenenfalls auch die berechnete Schwangerschaftsdauer an. Ausserdem überprüft er Lage und Bewegungen des Babys sowie die Entwicklung der Extremitäten und Organe. Mittels Kardiotokografie kontrolliert er die Herztätigkeit des Kindes.

Ab der 10. Schwangerschaftswoche können ausserdem erstmals Massnahmen der pränatalen Diagnostik vorgenommen werden, falls sich aus der Ultraschalluntersuchung oder der individuellen Situation der Schwangeren Anhaltspunkte für besondere Risiken ergeben.

Als Untersuchungsmöglichkeiten stehen neben der gezielten Ultraschall-Untersuchung verschiedener Organe – vor allem der Nackentransparenz- oder Nackendichte-Messung – auch Bluttests sowie die beiden invasiven Verfahren der Fruchtwasser-Untersuchung (Amniozentese) und der Chorionzotten-Biopsie zur Verfügung, wobei die Amniozentese erst in der 16. SSW durchgeführt werden kann.

Die Standarduntersuchungen werden grundsätzlich von den Krankenkassen getragen. Bei weiterführenden Gesundheitstests für Mutter oder Kind übernimmt die Kasse die Kosten immer dann, wenn dafür eine medizinische Notwendigkeit besteht.

Bis zur 15. SSW ist nach der Krankenpflege-Leistungsverordnung nur eine einzige Vorsorgeuntersuchung vorgesehen – meist erwarten Ärzte Schwangere dazu in der 11. oder 12. SSW. Ab der 16. SSW steht ein Arzt- oder Hebammenbesuch zunächst jeden Monat, ab der 32. Woche dann in kürzeren Intervallen an. Bereits jetzt sollten schwangere Frauen beginnen, sich Gedanken über ihre „Wunschgeburt“ zu machen und Kontakte zu Krankenhäusern, einem Geburtshaus oder einer Hausgeburthebamme herzustellen. Geburtsvorbereitungskurse haben teilweise lange Wartefristen – eine frühzeitige Terminvereinbarung hilft, spätere Probleme zu vermeiden.

Auch wenn die Schwangerschaft für „Aussenstehende“ noch nicht deutlich sichtbar ist, haben sich der Körper und auch die Psyche der Mutter in der 11. SSW bereits stark auf das Baby eingestellt. Väter haben dabei oft das Gefühl, dass sie für ihre Partnerin derzeit keine grosse Rolle spielen. Auch der Partner sollte jedoch die Möglichkeit bekommen, sich emotional auf das Baby vorzubereiten.

Optimal ist, wenn werdende Eltern die Zeit der Schwangerschaft gemeinsam planen und geniessen, der Vater vielleicht auch zu den Vorsorgeuntersuchungen mitgeht und dabei sein Kind erstmals „live“ erlebt – emotional werden das Paar und später auch das Baby von dieser Nähe auf alle Fälle profitieren.

Erwünscht und wichtig ist ansonsten alles, was das körperliche und seelische Wohlbefinden der Frau – und der werdenden Familie – fördert. Gute Haar- und Hautpflege sowie ein sanftes Sportprogramm sind wichtige Wellness-Faktoren kompensieren die körperlichen Veränderungen und Belastungen durch die Schwangerschaft, gleichzeitig beugen sie späteren Schwangerschaftsbeschwerden, Komplikationen oder auch Depressionen vor.

11. SSW: Das Fehlgeburtsrisiko

In der 11. SSW sind Sie bereits im dritten Monat schwanger und haben die kritische Entwicklungsphase Ihres Babys somit fast hinter sich. Das Fehlgeburtsrisiko sinkt in der 11. SSW rapide und Sie können bald aufatmen. Erleidet eine Frau eine Frühgeburt in den ersten Wochen ihrer Schwangerschaft, merkt sie es meistens gar nicht und erfährt es meist erst durch Ihren Frauenarzt. Viele schwangere Frauen, die sich ein Kind sehnlichst wünschen, leiden sehr unter der Fehlgeburt und brauchen auch oftmals sehr lange bis sie den Verlust überwunden haben. Viele versuchen gleich danach wieder schwanger zu werden und setzen sich selbst enorm unter Druck und erhöhen so das Fehlgeburtsrisiko. Die Gründe warum es zu einer Fehlgeburt in der 11. SSW kommt, sind verschieden. Oftmals kommt es zu Fehlentwicklungen mit dem Erbgut und das Baby wird abgestoßen. Allerdings können Sie auch ein Fehlgeburtsrisiko in der 11. SSW vorbeugen und sogar mindern.

Eine Fehlgeburt in der 11. SSW kann aufgrund verschiedener Faktoren wie Geschlechtskrankheiten, genitale oder plantare Warzenwucherungen und Infektionen der Harnwege verursacht werden.

Sollten Sie eine Fehlgeburt haben, ist es auch wichtig, mit Ihrem Arzt über die Zeit zu sprechen, die Sie warten müssen, bevor Sie versuchen, wieder zu schwanger zu werden. Es wird angenommen, dass ein bestimmter Prozentsatz der Schwangerschaften mit einer spontanen Fehlgeburt endet.

Auch das Alter einer Frau erhöht dieses Risiko. Eine schwangere Frau über 35 Jahren hat ein größeres Risiko für Fehlgeburten als eine Frau, die 25 Jahre alt ist. Chromosomenanomalien sind ein weiterer häufiger Grund für Schwangerschaftsverlust und Fehlgeburten nach 11 Wochen.

11. SSW: Bestehendes Fehlgeburtsrisiko

In der 11. SSW hat Ihr Baby bereits alle körperlichen Anlagen und Organe entwickelt und wird die kommenden sechs Schwangerschaftsmonate weiter wachsen und sich entwickeln. Das Fehlgeburtsrisiko sinkt in der 11. SSW bekanntlich und ist sehr gering. Trotz dessen kann es in der 11. SSW immer noch ein Fehlgeburtsrisiko geben. Nehmen Sie Ihre Schwangerschaft daher nicht auf die leichte Schulter und fallen Sie nicht nach dem dritten Schwangerschaftsmonat wieder in alte Gewohnheiten zurück. Frauen, die Rauchen, Alkohol trinken, Medikamente nehmen oder sogar Drogen konsumieren schaden nicht nur sich selbst, sondern auch ihrem Kind und erhöhen das Fehlgeburtsrisiko in der 11. SSW.

Kommt es zu Missbildungen oder sogar zu mangelhafter Versorgung von wichtigen Nährstoffen, kann es zu einem Abort in der 11. SSW kommen. Besteht ein gesundheitliches Problem, dass die schwangere Frau schwächt und so ihr Immunsystem und Gesundheitszustand maßgeblich beeinflusst, kann das ebenfalls ein hohes Fehlgeburtsrisiko in der 11. SSW mit sich bringen. Viele Frauen wünschen sich meist auch erst sehr spät ein Baby. Im Vordergrund stehen meist die Selbstverwirklichung und die Karriere. Unsere Gesellschaft und auch die Medizin sind auf diese Fälle vorbereitet und kann daher auch Frauen, die erst sehr spät ihr Kind bekommen, hervorragend medizinisch versorgen. Sprechen Sie trotzt dessen mit Ihrem Frauenarzt bevor Sie eine Schwangerschaft mit Ende 30. anstreben, um das Fehlgeburtsrisiko gering zu halten.

Symptome einer Fehlgeburt in der 11. SSW

Eine Fehlgeburt in der 11. bedeutet, dass Sie die Fehlgeburt im ersten Trimester haben und Fehlgeburten im ersten Trimester leider ziemlich häufig sind. Es gibt Anzeichen und Symptome, auf die Sie achten müssen, um festzustellen, ob eine Fehlgeburt vorliegt oder nicht. Ein Prozentsatz der bestätigten Schwangerschaften endet in Fehlgeburten und manchmal passiert es, wenn eine Frau nicht einmal bemerkt hat, dass sie schwanger ist.

Mögliche Ursachen einer Fehlgeburt

  • Genetische Faktoren
  • Systemische Störungen wie Lupus
  • Viren
  • Infektionen wie Chlamydien
  • Immunologische Ursachen wie insulinabhängiger Diabetes
  • Hormonelle Ungleichgewichte

Die Symptome hängen oft von dem Trimester ab, in dem Sie sich befinden. Während es am besten ist, mit Ihrem Arzt darüber zu sprechen, sind hier einige Anzeichen zu beachten.

Zu den Symptomen einer Fehlgeburt in den frühen Stadien gehören Blutungen (die ähnlich wie eine schwere Periode aussieht), Krämpfe und mäßige Schmerzen.
Vaginale Blutungen und Krämpfe sind die häufigsten Symptome einer Fehlgeburt. Blutungen und Krämpfe können schwer, mäßig oder gering sein.

SSW 11: Entwicklung des Babys

11. SSW: So reduzieren Sie das Fehlgeburtsrisiko

Regelmäßige Untersuchungen

Auch wenn sich Ihr Baby bereits in der 11. SSW vollständig entwickelt hat und nun in den kommenden Monaten wachsen und gedeihen wird, ist das Fehlgeburtsrisiko in der 11. SSW zwar gering, aber besteht immer noch. Ein Abort zwischen der 8. SSW und 11. SSW kann meist auch unbemerkt von der Frau bleiben und hat meistens eine Ausschabung zur Folge, da Reste aus der Schwangerschaft noch im Körper der Frau bleiben. Suchen Sie daher einen Frauenarzt auf, wenn Sie das Gefühl haben das etwas schief läuft oder Sie sogar eine Fehlgeburt erlitten haben. Um das Fehlgeburtsrisiko in der 11. SSW so gering wie möglich zu halten, ist es empfehlenswert alle nötigen Untersuchungen durchzuführen. So kann Ihr Frauenarzt feststellen, ob sich Ihr Kind richtig entwickelt und ob Ihre Schwangerschaft ohne Komplikationen abläuft.

Richtige Ernährung und Sport

Achten Sie nach wie vor in der 11. SSW auf eine ausgewogene Ernährung. Nehmen Sie Vitamine und Mineralstoffe zu sich. Vor allem die wichtige Folsäure ist ein Muss während der Schwangerschaft. Wenn Sie eine Schwangerschaft planen, können Sie bereits vor der Befruchtung die Entwicklung Ihres Kindes mit täglich 0,4 mg Folsäure fördern. In den ersten drei Schwangerschaftsmonaten ist eine tägliche Zufuhr von 0,8 mg nötig um den Tagesbedarf an Folsäure zu decken. Danach werden weiterhin 0,4 mg eingenommen, um die wichtige Folsäure auch weiterhin zu liefern. Ihr Frauenarzt kann zudem feststellen, ob es Ihnen z. B. an anderen Mineralien und Vitaminen mangelt und diese Ihnen zusätzlich in Form von Präparaten verschreiben. Vermeiden Sie auch weiterhin Stress und nehmen Sie sich Auszeiten, um das Fehlgeburtsrisiko in der 11. SSW gering zu halten. Auch sportliche Betätigungen können Ihnen helfen fit zu bleiben und so maßgeblich dazu beitragen, dass Sie eine gesunde Schwangerschaft erleben.

Viele Frauen können meistens nach einer Fehlgeburt sofort wieder schwanger werden und ein gesundes Baby zur Welt bringen. Haben Sie bereits mehrere Fehlgeburten erlitten, sollten Sie mit Ihrem Frauenarzt die Gründe herausfinden und möglicherweise mit zusätzlichen Hormonen eine erneute Fehlgeburt vermeiden können.

limango Redaktion

Gratuliere, das erste Drittel der Schwangerschaft ist fast geschafft. Noch befindest Du Dich zwar im Ersttrimester, doch schon in 2 Wochen hast Du das erste Drittel der Schwangerschaft hinter Dir. Hast Du Dir bereits Gedanken über einen möglichen Namen gemacht? Oder hast Du schon seit Jahren einen Namen im Kopf, der es unbedingt werden muss, wenn das Geschlecht des Kindes herauskommt? Leg Dir doch schon einmal eine Liste an, auf die Du alle Namen notierst, die Dir so über den Weg laufen und Dir auf Anhieb gefallen. Falls Du noch völlig planlos bist, dann lies Dir doch auch den Abspann von Filmen und Serien durch, vielleicht stößt Du hier auf etwas, das Dir nie in den Sinn gekommen wäre. Keine Sorge, es ist ja noch nichts in Stein gemeißelt – spätestens, wenn Du Dein Kind in Deinen Armen hältst, wird Dir der Name völlig klar sein! Was sind Deine Lieblingsvornamen für Kinder? Schreib uns doch einen Kommentar – es würde uns sehr interessieren.

11. SSW – wie sieht das Baby aus?

In der 11. SSW beträgt die Scheitel-Steiß-Länge Deines Babys ungefähr 4 cm. Das Gewicht liegt zu Beginn der Woche bei circa 7 Gramm. Nun beginnt die Wachstumsphase so richtig. In den nächsten 3 Wochen wird sich die Körperlänge in etwa verdoppeln.

Die Organe wurden in den letzten Wochen bereits angelegt, nun geht es an die Feinarbeit, die Dein Kind perfekt macht: Auch wenn es noch nicht sichtbar ist, die äußeren Geschlechtsorgane sind nun entwickelt. Beim nächsten Ultraschall wird also bereits eine Geschlechtsbestimmung möglich sein. Auch die Finger und Zehen sind vollständig getrennt. Die Nägel darauf beginnen sogar schon zu wachsen. Die Ohren kommen an ihre endgültige Position und auch die Zahnknospen sind schon vorhanden. Auch die Augenlider sind nun vollständig entwickelt. Öffnen wird das Kleine die Augen jedoch erst im 6. Schwangerschaftsmonat. Die knorpelige Skelettstruktur verknöchert langsam und der Brustkorb schließt sich, sodass das kleine Herz ausreichend Schutz hat.

Die durchscheinende Haut wird immer undurchsichtiger, denn es entstehen immer neue Hautschichten. Auch die Härchen beginnen am ganzen Körper zu sprießen – bald werden sie den gesamten Körper des Fötus bedecken und bei der Geburt wieder ausfallen.

In der 11. Schwangerschaftswoche ist das Gehirn und das Rückenmark bereits entwickelt, weswegen keine mehr durch Folsäuremangel besteht. Ein offener Rücken ist jetzt also so gut wie ausgeschlossen. Trotzdem solltest Du noch bis zum Ende des 1. Trimesters weiter Folsäure zu Dir nehmen. Die Plazenta versorgt Dein Baby nun mit allem, was es braucht. Die Därme beginnen nun zu wachsen und werden in etwa zwei Woche die endgültige Position erreicht haben.

Dein Baby ist bereits sehr aktiv und kann auch Bewegungen schon zielgerichtet steuern: Es kann schlucken, ballt die Faust und öffnet bzw. schließt seinen kleinen Mund. Du wirst die Bewegung Deines Kindes allerdings erst zwischen der 16. Und 20. SSW das erste Mal spüren.

Was spürst Du in der 11. SSW?

Du näherst Dich dem 2. Trimester und langsam lassen Deine Schwangerschaftsbeschwerden endlich ein wenig nach. Dein Körper hat sich an die hormonellen Umstellungen gewöhnt und das Risiko einer Fehlgeburt sinkt drastisch. Vielleicht hast Du auch schon festgestellt, dass Du plötzlich ungewöhnlich durstig bist. Das hängt mit Deinem Blutvolumen zusammen. Bis zum Geburtstermin wirst Du ungefähr 50% mehr Blut im Körper haben als zuvor. Das verlangt natürlich nach mehr Flüssigkeit. Umso wichtiger ist es, auch wenn Du vor der Schwangerschaft wenig getrunken hast, dass Du sehr darauf achtest genug Flüssigkeit zu Dir zu nehmen. Am besten wären mindestens 2 Liter am Tag, eher aber deutlich mehr. Natürlich kann das dazu führen, dass Du häufiger zur Toilette musst. Auch die wachsende Gebärmutter, die auf Deine Blase drückt, ist nicht ganz unbeteiligt daran. Doch mach Dir keine Sorgen, die Gebärmutter wächst nach oben, weswegen dieser Druck bald verschwunden sein wird.

Doch wie immer hat alles auch positive Seiten: Das erhöhte Blutvolumen in Deinem Körper sorgt für warme Hände und Füße. Solltest Du typischerweise vor der Schwangerschaft immer unter kalten Händen und Füßen gelitten haben, dann ist das bis zur Geburt zumindest vorbei!

Wir bereits erwähnt wächst die Gebärmutter nun in deine Bauchhöhle hinein, füllt jedoch schon Dein gesamtes Becken aus. Gegen Ende dieses ersten Trimesters sollte Deine Gewichtszunahme bei etwa 1,5 bis 2 Kilo liegen, noch musst Du nicht für zwei essen. Jedoch ist es absolut wichtig, das Richtige zu essen. Deine Ernährung sollte ausgewogen und vollwertig sein. Achte darauf, dass Dein Körper alle wichtigen Nährstoffe, Mineralien und Vitamine bekommt, die für die Entwicklung Deines Babys so wichtig sind.

Was ist noch wichtig für Dich?

Wie Du bereits bemerkt hast, verändert sich einiges in Deinem Leben – auch schon bevor Dein Kind in Deinen Armen liegt. Über viele Dinge, die Dir immer als selbstverständlich vorgekommen sind, solltest Du Dir nun aber Gedanken machen. Bei Deiner Körperpflege zum Beispiel: Haare färben ist in der Schwangerschaft beispielsweise nicht ungefährlich. Die Chemikalien können über Deine Kopfhaut in Deinen Kreislauf gelangen. Oder Nagellack beziehungsweise Nagellackentferner: Die enthaltenen Lösungsmittel können Schädigungen am Kind noch im Mutterleib verursachen, wie beispielsweise Taubheit oder sogar Fehlgeburten. Solltest Du nicht auf Nagellack verzichten wollen, dann steige für die Zeit Deiner Schwangerschaft auf Nagellack aus der Naturkosmetik um. Auch wenn die nicht so beständig halten wie die anderen, tu es für die Gesundheit Deines Kindes! In Putzmitteln und Wandfarbe können sich ebenfalls schädliche Stoffe befinden. Geh also in diesen 9 Monaten vorsichtig mit Dir um und verwende Handschuhe zum Putzen Deiner Wohnung.

Solltest Du ein schwaches Bindegewebe haben, solltest Du auf jeden Fall bei dem Thema Körperpflege daran denken, häufig Bodylotion und Öle zu verwenden oder Deine Haut zu massieren. Sie wird es Dir danken und die Schwangerschaftsstreifen werden hoffentlich so gut wie möglich ausbleiben.

Welche Untersuchungen sind in der 11. SSW möglich?

Neben der großen Vorsorgeuntersuchung, die in diesen Wochen ansteht, gibt es noch andere gynäkologische Untersuchungen, die möglich sind. Sollte eine Risikoschwangerschaft bestehen, wird Dir Dein Frauenarzt noch andere Arten der pränatalen Diagnostik vorschlagen, um die Gesundheit Deines Kindes festzustellen. Die Chorionzottenbiopsie beispielsweise kann Trisomien oder Stoffwechselkrankheiten bestimmen oder ausschließen. Bei einem Ergebnis, das nicht eindeutig ist, kann auch noch eine Fruchtwasseruntersuchung gemacht werden. Auch eine Nackenfaltenmessung ist ab dieser 11. Schwangerschaftswoche möglich. Sie dient der Untersuchung auf Herz- und Skelettfehler oder auch genetischer Erkrankungen. Diese Untersuchungen werden von der Krankenkasse nur in dringenden Verdachtsfällen und auf deutliches Anraten des Arztes bezahlt.

Hier erfährst Du, wie es in der 12. Schwangerschaftswoche weitergeht: 12. SSW.

Und hier gelangst Du zur 10. Schwangerschaftswoche: 10. SSW.

Besonders in den ersten 12 Wochen einer Schwangerschaft sind die meisten Frauen nicht „in guter Hoffnung„, sondern in permanenter „Vor-Sorge„. Die Angst vor einer drohenden Fehlgeburt ist allgegenwärtig und wird durch zahlreiche Berichte, die durch das Internet geistern, nicht unbedingt gemindert. Möchte man sich etwas Klarheit verschaffen oder gar die Angst etwas mindern, ist es nun nicht unbedingt die beste Lösung, in Internetforen zu lesen oder Dr. Google zu befragen. Ihr kennt das: Nach Symptomen oder Beschwerden zu googeln trägt üblicherweise nicht gerade zur allgemeinen Beruhigung bei …

Die Zahlen, welche die Wahrscheinlichkeit für eine Fehlgeburt angeben, schwanken je nach Quelle übrigens enorm. Wahrscheinlichkeiten von 30 bis 70% werden hierbei angegeben. Woher jedoch diese hohen Zahlen kommen und wie sie sich auf verschiedene Gruppen aufteilen, ist durchaus einen genaueren Blick wert!

Ich habe mir mal die Mühe gemacht und gut zwei Dutzend wissenschaftlicher Publikationen ausgewertet und zahlreiche weitere, fundierte Quellen studiert. Die wichtigsten Erkenntnisse habe ich hier zusammengetragen.

Eine Fehlgeburt beschreibt übrigens den Fall, dass die Schwangerschaft endet, bevor das Kind lebensfähig wäre. Dies ist üblicherweise bis zur 23. Schwangerschaftswoche (SSW) der Fall. Das größte Risiko besteht hierbei bis zu vollendeten 12. SSW und nimmt dann kontinuierlich ab.

Unterscheidung zwischen biochemischer und klinischer Schwangerschaft

Die meisten Quellen gehen davon aus, dass 22 bis 50% aller Schwangerschaften in einer Fehlgeburt enden . Zum größten Teil handelt es sich hierbei um sehr frühe Fehlgeburten, die in der 4. oder 5. SSW stattfinden. D.h. noch vor dem Eintreffen der erwarteten Periode oder kurz danach und werden oft nicht einmal bemerkt. Zu diesem frühen Zeitpunkt war die Schwangerschaft höchstens durch biochemische Methoden, also durch einen Nachweis des Schwangerschaftshormons β-hCG mittels Urin- oder Bluttest, nachweisbar . Ist diese „kritische Phase“ überstanden und es konnte ein vitaler Fötus (d.h. mit Herzschlag) mittels Ultraschall nachgewiesen werden, spricht man von einer klinischen Schwangerschaft. Allgemein wird angenommen, dass „nur“ noch 12-15% aller klinischen Schwangerschaften in einer Fehlgeburt enden .

Und um diese Zahlen mal anders herum auszudrücken: 85-88% aller Schwangerschaften, in denen ein Fötus mit Herzschlag im Ultraschall zu sehen ist (dies ist üblicherweise ab der 6. oder 7. SSW der Fall) enden definitiv damit, dass man nach einer erfolgreichen Schwangerschaft sein Baby im Arm hält!

Ein Blick auf die risikoreichen 12 ersten Wochen

Viele Frauen sind besonders in den ersten 12 SSW sehr verunsichert und befürchten, eine Fehlgeburt zu erleiden. Dies liegt nicht zuletzt daran, dass auf vielen Ratgeberseiten diese erste Zeit als „Hochrisikozeit“ angegeben wird. Dies ist zumindest nicht ganz unbegründet, denn immerhin 80 % aller Fehlgeburten ereignen sich innerhalb dieses Zeitraums .

Allerdings lohnt sich auch hier ein Blick auf die genaueren Zahlen. Eine Unterteilung der ersten 12 SSW in die Zeit vor sowie die Zeit nach der 7./8. SSW macht definitiv Sinn. So besteht das größte Risiko für eine Fehlgeburt in der Zeit um die 5. und 6. Schwangerschaftswoche. Hier liegt das Risiko für einen spontanen Abort bei rund 20% .

Nach diesen sehr frühen Wochen sieht es dann schon gleich ganz anders aus. Die unten angegebenen Zahlen wurden anhand einer im Jahr 2008 veröffentlichten Studie ermittelt. Die Studie wurde über einen Zeitraum von zwei Jahren an 696 gesunden, symptomfreien Schwangeren im Rahmen eines normalen Ersttrimester-Screenings (zwischen der 7. und 12. SSW) in Australien durchgeführt. Ausgehend von dieser Studie betrug das Fehlgeburtsrisiko in der jeweiligen SSW (erstellt nach ):

Eine weitere Studie, die mit 489 Frauen durchgeführt wurde , gibt das Risiko für eine Fehlgeburt in den ersten 20 Wochen (nach Nachweis einer fetalen Herzaktivität ab ca. der 7./8. SSW) mit insgesamt 2% an.

Es macht daher auf jeden Fall Sinn, die „kritischen ersten 12 Wochen“ zu unterteilen! Und die angegebenen Prozentsätze ab der 8. SSW sind doch definitiv extrem ermutigend, oder?

Haben alle Schwangeren ein Fehlgeburtsrisiko von 12 bis 15% in den ersten 12 SSW?

Kommen wir noch einmal zurück auf das bereits erwähnte Fehlgeburtsrisiko von 12 bis 15% in den gesamten ersten 12 SSW. Obwohl es aussagt, dass mindestens 85% aller Schwangeren ihr Baby nach einigen Monaten im Arm halten dürfen, würde es dennoch bedeuten, dass jede 5. oder 6. Schwangere innerhalb dieses Zeitraumes mit einer Fehlgeburt rechnen muss. Kein schöner Gedanke. Allerdings verteilt sich dieses Risiko nicht nur, wie oben bereits erläutert, ungleichmäßig auf die ersten Schwangerschaftswochen, sondern es verteilt sich auch ungleichmäßig auf verschiedene Personengruppen.

Das Problem an diesen Zahlen ist, dass alle Frauen, die eine Fehlgeburt erleiden, gleichermaßen in diesen Prozentsatz eingerechnet werden. Es gibt jedoch zahlreiche Faktoren, die das Risiko für eine Fehlgeburt (leider) erhöhen. So besitzen einige Schwangere ein höheres Risiko als die angegebenen 12 bis 15%, während andere ein deutlich geringes Risiko besitzen. Also lohnt es auch hier, sich die Risikofaktoren etwas genauer anzusehen.

Das Risiko, eine Fehlgeburt zu erleiden, ist unter anderem abhängig…

Je älter die werdende Mutter, desto höher ist das Risiko für eine Fehlgeburt. Verantwortlich gemacht werden hierfür zum einen die größere Anfälligkeit für chromosomale Störungen beim Fötus sowie zum anderen stärkere hormonelle Schwankungen, die den Verlauf einer Schwangerschaft ungünstig beeinflussen können .

In einer dänischen Studie aus dem Jahr 2000 wurden 634.272 Frauen und 1.221.546 Schwangerschaften über einen Zeitraum von 14 Jahren ausgewertet. Insgesamt endeten 13,5% aller erfassten Schwangerschaften in einer Fehlgeburt. Dies unterteilte sich folgendermaßen auf die folgenden Altersgruppen (erstellt nach ):

Eine weitere Quelle gibt folgende Zahlen für das Fehlgeburtsrisiko für die Altersgruppen an:

Eine weitere Studie beziffert das Fehlgeburtsrisiko in der 12. SSW in der Altersgruppe von 35 bis 37 Jahren mit 2,8%, während es bei Frauen, die älter als 40 Jahren waren, bereits 10,8% betrug .

… vom Alter des Vaters:

Auch das Alter der Männer wirkt sich auf das Fehlgeburtsrisiko aus . In diesem Fall werden chromosomale Anomalien der Spermatozoen für das höhere Risiko verantwortlich gemacht . Auch hier ergibt sich ein ähnliches Bild wie bereits beim mütterlichen Alter: Am geringsten war das Fehlgeburtsrisiko in der Altersgruppe unter 25 Jahren. Ab 35 stieg es an (um 43%) und war ab 45 Jahren am höchsten.

… von der Anzahl der vorangegangenen Fehlgeburten:

Je höher die Zahl der vorangegangenen Fehlgeburten, desto größer ist auch die Wahrscheinlichkeit für einen erneuten spontanen Abort . Verantwortlich gemacht wird hierbei jedoch nicht die Fehlgeburt bzw. die Anzahl der erlittenen Fehlgeburten an sich. Vielmehr sind es hauptsächlich genetische Veranlagungen, hormonelle oder immunologische Störungen sowie Infektionen, die immer wieder zu erneuten Aborten führen .

Das gesamte Fehlgeburtsrisiko gliedert sich in diesem Fall wie folgt (Tabelle erstellt nach ):

Nach 7 Fehlgeburten liegt die Wahrscheinlichkeit für eine erfolgreiche Schwangerschaft nur noch bei 20% .

Zusammengefasst: Während das Risiko für eine Fehlgeburt nach Feststellung des fetalen Herzschlags bei gesunden Frauen ohne entsprechende Vorgeschichte mit 2% angegeben wird, liegt es bei Frauen mit vorangegangenen Fehlgeburten im Schnitt bei 18% .

Weitere Risikofaktoren für eine Fehlgeburt:

Während 50 bis 80% aller frühen Fehlgeburten auf genetische Defekte des Embryos zurückzuführen sind (aufgrund des Alters der Eltern, genetischer Vorbelastungen, eines spontanen und zufälligen Ereignisses, äußerer Einflüsse o.ä.) und meist bereits vor der 8. SSW auffällig werden , gibt es noch viele weitere Faktoren, die eine Fehlgeburt auslösen können.

Hier wären unter anderem zu nennen vaginale Infektionen sowie Infekte des Urinaltraktes . Hormonelle Störungen (hierbei hauptsächlich ein Progesteronmangel) sind ebenfalls für viele Fehlgeburten verantwortlich . Das „Gute“ an diesen Ursachen: Viele dieser Infekte und hormonellen Störungen sind, sofern sie erkannt werden, medikamentös gut behandelbar.

Die Einnahme von Medikamenten (z.B. einiger Antibiotika ) kann ebenfalls zu einer Fehlgeburt führen. Am bekanntesten ist sicher der Fall von Thalidomid (Handelsname u.a. Contergan, ein Sedativum und Immunsuppressivum), dessen Einsatz in den späten 50er- / frühen 60er-Jahren nicht nur zu zahlreichen Fehlbildungen, sondern auch zu einer unbekannten Zahl an Fehlgeburten geführt hat. Nicht umsonst gelten für Schwangere heute sehr strenge Richtlinien, was den Einsatz von Medikamenten betrifft.

Neben weiteren Faktoren, wie beispielsweise Untergewicht vor der Schwangerschaft, Diabetes, Bluthochdruck und einem herbeigeführten Schwangerschaftsabbruch innerhalb der letzten zwei Jahre kommen wir nun zum letzten, nicht minder bedeutenden Punkt: einer ungesunden Lebensweise . Zigaretten, Alkohol und Drogen können nicht nur das ungeborene Kind schädigen, sondern sogar zu einer Fehlgeburt führen. Nicht bekannt und nur schwer ermittelbar ist der Prozentsatz an Fällen, bei denen aufgrund dieser Umstände eine Fehlgeburt eingetreten ist.

Ein Fazit zum Schluss

Ich hoffe, dieser Artikel konnte eines verdeutlichen: Nicht alle Schwangeren besitzen das gleiche Risiko für eine Fehlgeburt. Es muss definitiv eine Einteilung erfolgen nach Risikogruppe, Vorgeschichte und Lebensweise. Und auch eine Unterteilung der ersten 12 SSW macht bei der Risikoabschätzung definitiv Sinn.

Und bevor jetzt Einsprüche kommen: Natürlich kann auch eine junge, gesunde Schwangere ohne entsprechende Vorgeschichte, bei der bereits ein vitaler Fötus zu sehen war, eine Fehlgeburt noch nach der 10. SSW erleiden. Und eine ältere (von mir aus auch noch rauchende) Schwangere, die bereits einige Fehlgeburten erleiden musste, kann ein gesundes Baby bekommen.

Aber hier geht es in erster Linie um Statistiken die große breite Masse betreffend. Und da wir uns ja auch gerne von diesen hohen Zahlen verunsichern lassen, schadet ein genauerer Blick auf die Details sicher nicht!

Die beste und mit Abstand ausführlichste Seite rund um das Thema Fehlgeburt (Ursachen, Statistiken, Auslöser, Gegenmaßnahmen, Präventionsmaßnahmen) findet ihr übrigens hier: Miscarriage Research (leider nur in englisch verfügbar).

Und es ist zum Brechen…

Noch ein kleiner Lichtblick zum Schluss für alle, die von der berühmt-berüchtigten Morgenübelkeit geplagt werden: Das Vorhandensein von Schwangerschaftsübelkeit soll das Fehlgeburtsrisiko um 70% verringern . Das macht die Übelkeit jetzt zwar auch nicht besser, aber vielleicht ist es zumindest ein kleiner Trost für alle Betroffenen, wenn sie wieder einmal kopfüber über der Kloschüssel hängen …

Ähnliche Artikel:

Die außerklinische Geburt: Eine risikoreiche Entscheidung oder die bessere Alternative?

Falls ihr Fragen zum Artikel, den angegebenen Zahlen oder Quellen habt, könnt ihr mich gerne kontaktieren! Und falls ihr weitere Daten oder Fakten aus seriösen, wissenschaftlichen Quellen habt, könnt ihr mir diese ebenfalls gerne zukommen lassen!

Quellen:

Wilcox AJ et al, N Engl J Med., 1988, „Incidence of early loss of pregnancy“

Garcia-Enguidanos A et al, Eur J Obstet Gynecol Reprod Biol., 2002, „Risk factors in miscarriage: a review“

Wang X et al, Fertil Steril, 2003, „Conception, early pregnancy loss, and time to clinical pregnancy: a population-based prospective study“

Tong S et al, Obstet Gynecol. 2008, „Miscarriage risk for asymptomatic women after a normal first-Trimester prenatal visit“

Cashner KA et al, Obstet Gynecol, 1987, „Spontaneous fetal los after Demonstration of a live Fetus in the first Trimester“

Nybo Andersen AM et al, BMJ, 2000, „Maternal Age and fetal loss: Population based Register linkage study“

Hop WC, The Lancet, 1990, „Spontaneous abortion rate and advanced maternal age: consequences for prenatal diagnosis“ Kleinhaus K et al, Obstet Gynecol., 2006, „Paternal Age and spontaneous abortion“

Swan SH et al, Am J Epidem, 2005, „Influence of paternal Age on the risk of spontaneous abortion“

Suzuki S et al, Am J Reprod Immunology, 2009, „Live birth rate according to maternal Age and previous number of recurrent miscarriages“

Centers for Disease Control and Prevention, American Society for Reproductive Medicine, Society for Assisted Reproductive Technology, RESOLVE, 1999; „Assisted reproductive Technology success rates“, Atlanta, GA: Center for Disease Control and Prevention, 2001

Miscarriage Research, „Miscarriage Statistics“,

Hyer JS et al, Fertil Steril, 2004, „Predicitve value of the resence of an embryonic heartbeat for live birth: comparison of women with and without recurrent pregnancy loss“

Simpson JL, Clin Obstetrics & Gynecology, 2007, „Causes of fetal wastage“

Okoev et al, Georgian Med News, 2017, „Infectious causes of miscarriage“

Muanda FT et al, CMAJ, 2017, „Use of antibiotics during pregnancy and risk of sponatneous abortion“

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11. SSW: Babygröße und der Babybauch

In der 11. SSW haben Sie fast ein Drittel Ihrer Schwangerschaft erreicht. Nur noch wenige Wochen und Sie können aufatmen. Denn dann haben Sie die kritische Phase der Entwicklung Ihres Babys hinter sich und die Gefahr eine Fehlgeburt zu erleiden ist größtenteils gebannt. Auch in der 11. SSW wird die Babygröße noch von Kopf bis Steiß (SSL) gemessen. In der 11. SSW beträgt die Babygröße gerade mal 4,1 cm und Ihr Baby hat bereits alle notwendigen Körperteile, einschließlich Zahnwurzeln und sogar Fußnägel. Es bewegt sich heftig in Ihrem Babybauch in der 11. SSW, doch noch spüren Sie diese Bewegungen nicht. Ihr Baby ist einfach noch zu klein. Nimmt es aber in den kommenden Wochen an Gewicht zu, was nun auch die primäre Aufgabe Ihres Babys ist, so wird sich auch Ihr Babybauch ab der 11. SSW verändern.

SSW 11: Entwicklung des Babys

11. Schwangerschaftswoche: Babygröße in den kommenden Wochen

In der 11. SSW beträgt die Babygröße gerade mal 4,1 cm (SSL). Alle Organe und Körperteile Ihres Babys sind bereits vollständig entwickelt und Ihr Baby wird die kommenden sechs Schwangerschaftsmonate weiter wachsen und reifen, bis es außerhalb Ihres Körpers überleben und sich selbst versorgen kann. Wie sich die Babygröße bei Ihnen ab der 11. Schwangerschaftswoche entwickeln wird, hängt an vielen Faktoren. Sehen Sie daher die Werte im Internet oder in Fachzeitschriften immer als Durchschnittswerte.

Wenn Sie Bedenken haben bezüglich der Größe Ihres Babys sprechen Sie ruhig mit Ihrem Frauenarzt. Er steht Ihnen während der Schwangerschaft mit Rat zur Seite. Oftmals wird die Babygröße in der 11. SSW mit einer Olive oder einer Kidneybohne verglichen. Bis zur 20. SSW wird Ihr Baby noch von Scheitel bis Steiß gemessen (SSL). Vielleicht sagt Ihr Arzt dazu auch CRL. Da Ihr Baby in den ersten sechs Monaten noch ziemlich gekrümmt daliegt und sich erst später streckt, kann daher meistens nicht von Kopf bis Fuß gemessen werden. Sobald Sie das erste Drittel der Schwangerschaft abgeschlossen haben und in den 4. Schwangerschaftsmonat gehen wird Ihr Baby ca. 7,4 cm messen und kann in der 20. SSW eine Scheitel-Steiß-Länge von 16,4 cm erreichen. Ab der 20. SSW wird Ihr Baby von Scheitel bis zur Ferse gemessen und beträgt somit in der 20. SSW eine Gesamtlänge von ca. 25,6 cm. War die Babygröße in der 11. SSW noch bei ca. 4,1 cm (SSL), misst Ihr Baby zum Ende der Schwangerschaft fast einen halben Meter und kann bis zu 4000 Gramm oder mehr auf die Waage bringen.

11. SSW: Sieht man schon einen Babybauch?

In der 11. SSW schließen Sie erst das erste Drittel Ihrer Schwangerschaft ab. Meist ist für Außenstehende eine Veränderung nur schwer zu erkennen und viele werdende Mamas behalten die Schwangerschaft noch für sich. Oftmals ist nur eine leichte Wölbung des Unterleibs zu erkennen und von einem auffälligen Babybauch in der 11. SSW noch weit und breit keine Spur. In den meisten Fällen bringen Sie ca. 2 kg mehr in den ersten drei Schwangerschaftsmonaten auf die Waage. Der Grund dafür können entweder die Schwangerschaftsbeschwerden sein, wie Verstopfungen oder auch die Heißhungerattacken. Das macht sich meist nur bei der Hose bemerkbar. Sie kann bereits in der 11. SSW unangenehm zwicken oder sogar nicht mehr zu gehen.

Es gibt Hosenerweiterungen mit denen Sie noch nicht gezwungen sind aufgrund Ihres Babybauchs in der 11. SSW neue Kleidung zu kaufen. Sie finden allerdings auch in der 11. SSW schon schicke Schwangerschaftshosen. Achten Sie darauf, dass diese nicht zu eng sitzen und noch eins bis zwei Kilo vertragen können. Sie können aber auch durch weite oder lange Shirts, auffällige Ketten und bunte Halstücher von Ihrem Babybauch in der 11. SSW ablenken. Denken Sie auch jetzt schon dran, Ihren wachsenden Bauch zu pflegen. So fördern Sie nicht nur die Durchblutung, sondern auch die Dehnung Ihres Babybauchs in der 11. SSW. Im Handel finden Sie extra Cremen, Lotionen und Öle, die für die Bedürfnisse in Ihrer Haut abgestimmt sind und diese mit wichtigen Nährstoffen und Flüssigkeit versorgen. Achten Sie darauf, dass es auch Öle gibt, die z. B. vorzeitige Wehen auslösen können.

11. Schwangerschaftswoche (SSW)

Letzte Änderung: 07.08.2018
Nächste Aktualisierung von Till von Bracht • Medizinredakteur Dieser Artikel wurde nachNach höchsten wissenschaftlichen Standards verfasst.

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In der 11. Schwangerschaftswoche (SSW) haben sich beim Fötus bereits die äußeren Geschlechtsmerkmale gebildet – es dauert nun nicht mehr lange, bis das Geschlecht des nun etwa drei Zentimeter großen Babys per Ultraschall bestimmt werden kann.

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Inhaltsverzeichnis

  • Das Blutvolumen nimmt zu
  • Die Mutter
  • Der Embryo
  • Untersuchungen
  • Quellen

Was passiert in der 11. SSW?

In der 11. SSW nimmt das Blutvolumen der werdenden Mutter immer mehr zu. Außerdem ist es jetzt an der Zeit für die erste große Vorsorgeuntersuchung inklusive Ultraschall.

Was bedeutet 11. SSW?

In der 11. SSW ist der Fötus etwa neun Wochen alt – der Unterschied zwischen Lebensalter und Schwangerschaftswoche kommt daher, dass die ersten zwei Schwangerschaftswochen lediglich der Berechnung dienen. Insgesamt umfasst eine Schwangerschaft 40 Wochen oder zehn Monate. Dabei startet die Berechnung etwa zwei Wochen vor der Befruchtung – nämlich mit dem ersten Tag der letzten Regelblutung. Diese Rechnung hat sich bewährt, da sich nicht bei jeder Frau der Termin des Eisprungs rückwirkend eindeutig bestimmen lässt.

In der 11. SSW sind Sie 10 Wochen und x Tage schwanger – die 11. SSW besteht demnach aus den Tagen:

Bis zum errechneten Geburtstermin sind es nun noch etwa 29 Wochen.

Die Mutter in der 11. SSW

Ab der 11. Schwangerschaftswoche (SSW) sind viele Schwangere durstiger als gewöhnlich. Das liegt am Blutvolumen, das weiterhin zunimmt, bis es sich zur Geburt hin um bis zu 50 Prozent vermehrt hat. Wer vor der Schwangerschaft häufig kalte Hände und Füße hat wird diese Zeit genießen, da diese durch das steigende Blutvolumen nun meistens warm sind.

Das sollten Sie in der 11. SSW beachten!

Verstopfung und vermehrter Harndrang sind in dieser Zeit ständige Begleiter vieler werdender Mütter – oft bis zur Geburt hin. Gerade bei Verstopfung sollten Sie in der Schwangerschaft vorsichtig mit selbstgewählten Mitteln sein, da diese dem Fötus schaden können (Rizinusöl etwa kann vorzeitige Wehen auslösen). Besprechen Sie anhaltende Probleme mit Ihrem Frauenarzt.

Auch in der 11. SSW spürt und sieht die werdende Mutter noch nichts von der fortschreitenden Schwangerschaft. Der Bauch wächst in dieser Zeit noch nicht auffällig. Er kann sich jedoch angespannt und aufgebläht anfühlen, was derzeit immer noch an Luftansammlungen im Bauchraum liegt. Vielleicht können Sie jetzt auch die wachsende Gebärmutter tasten – sie ist jetzt etwa so groß wie eine Faust und sitzt direkt hinterm Schambein. Ihren oberen Rand (Fundus) können Sie über dem Schambein ertasten. Das Baby liegt in der Gebärmutter sicher und geschützt.

In der 11. SSW können Sie den Fundus direkt über dem Schambein ertasten. ×

Der Fötus in der 11. SSW

In der 11. Schwangerschaftswoche (SSW) ist der Fötus etwa 3 Zentimeter groß und wiegt um die 15 g. Bis zur 11. SSW haben sich die Anlagen für die äußeren Geschlechtsorgane gebildet und beim männlichen Fötus wird langsam der Penis sichtbar. Eine eindeutige Aussage über das Geschlecht ist zu dieser Zeit aber noch nicht möglich.

Die Haut des Fötus ist mittlerweile schon weniger transparent, da sich immer weitere Hautschichten bilden. An Händen und Füßen wachsen die ersten Nägel. Außerdem bilden sich die ersten Härchen, sodass der ganze kleine Körper nun von einem weichen Flaum bedeckt ist. Jetzt schließt sich auch der Brustkorb des Fötus und bietet dem Herzen ausreichend Schutz.

Sowohl Größe als auch Gewicht des Babys entwickeln sich mit fortschreitender Schwangerschaft immer individueller. Die genannten Werte können daher nur Durchschnittswerte sein. Wenn die Daten Ihres Kindes von diesen Werten abweichen, ist das kein Grund zur Besorgnis.

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Vorsorgeuntersuchungen in der 11. SSW

Zwischen Beginn der 9. SSW und Ende der 12. SSW ist die erste große Vorsorgeuntersuchung inklusive Ultraschall vorgesehen. Dabei sind folgende Untersuchungen und Daten wichtig:

  • mütterliches Gewicht und Blutdruck
  • Urinuntersuchung (Eiweiß, Zucker, Keime)
  • Hämoglobingehalt (gibt Hinweis auf den Eisengehalt)
  • Lage der Gebärmutter (Fundusstand: wird ermittelt über den Abstand von oberem Gebärmutterrand (über die Bauchdecke durch Tasten feststellbar) zum Bauchnabel)
  • Ultraschall:
    • Scheitel-Steiß-Länge (SSL)
      • alternativ zur SSL: Biparietaler Durchmesser (BPD – Abstand von Schläfe zu Schläfe)
    • Lage, Bewegungen und Herzaktivität des Babys
    • Feststellung der Einlings- oder Mehrlingsschwangerschaft
    • Entwicklung von Gehirn, Organen und Gliedmaßen

Die Untersuchung umfasst außerdem eine ausführliche Beratung entsprechend dem Schwangerschaftszeitpunkt.

Im Anschluss an die Ultraschalluntersuchung druckt der Frauenarzt gewöhnlich ein bis mehrere Ultraschallbilder aus und übergibt Sie den werdenden Eltern.

In der 10. bis 12. Schwangerschaftswoche kann bei Bedarf (z.B. bei einer Risikoschwangerschaft oder auf ärztlichen Rat) die sogenannte Chorionzottenbiopsie durchgeführt werden, die genetische Besonderheiten wie Trisomien (z.B. Trisomie 21) und verschiedene Stoffwechselerkrankungen nachweisen kann. Bei unklarem Befund schließt sich an die Chorionzottenbiopsie eine Fruchtwasseruntersuchung (Amniozentese) an.

Zwischen der 11. und 14. Schwangerschaftswoche kann außerdem die Nackenfaltenmessung durchgeführt werden. Sie dient dazu, bestimmte genetische Erkrankungen wie das Down-Syndrom sowie bestimmte Herz- und Skelettfehler auszuschließen oder zu erkennen.

Chorionzottenbiopsie und Nackenfaltenmessung sind keine Kassenleistungen. Wenn sich werdende Eltern für diese Untersuchungen entscheiden, müssen sie die Kosten selber tragen. Es sei denn, der Frauenarzt sieht einen erhöhten Bedarf, etwa im Rahmen einer Risikoschwangerschaft. Dann können die Krankenkassen diese Leistungen in einigen Fällen übernehmen. Die Fruchtwasseruntersuchung gehört erst für Frauen ab 35 Jahren zur Schwangerschaftsvorsorge dazu und ist ab diesem Zeitpunkt eine Kassenleistung.

“ zurück zur 10. SSW weiter zur 12. SSW “

Quellen

Online-Informationen des Pschyrembel: www.pschyrembel.de (Abrufdatum: 7.8.2018)

Online-Informationen der BZgA: www.familienplanung.de (Abrufdatum: 7.8.2018)

Online-Informationen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V.: www.dge.de (Abrufdatum: 7.8.2018)

Online-Informationen des Gemeinsamen Bundesausschusses: www.g-ba.de (Stand: 20.7.2016)

Weyerstahl, T., Stauber, M.: Gynäkologie und Geburtshilfe. Thieme, Stuttgart 2013

Schneider, H., Husslein, P., et al.: Die Geburtshilfe. Springer Verlag. Berlin Heidelberg 2011

Letzte inhaltliche Prüfung: 07.08.2018
Letzte Änderung: 07.08.2018

Schwangerschaftswoche 11 / 11 Wochen schwanger

Sie sind in der 11. SSW nun 11 Wochen schwanger und haben fast das erste Drittel Ihrer Schwangerschaft hinter sich. In Ihrem Mutterpass schreibt Ihr Frauenarzt wahrscheinlich 10+1 bis 10+7, bzw. 11+0. Das bedeutet, Sie sind 10 Wochen und eine bestimmte Anzahl an Tagen schwanger und gehen in die Schwangerschaftswoche 11. Die Organe und Körperteile Ihres Babys sind nun fertiggestellt und werden sich in den kommenden Wochen ihrem Wachstum widmen. Mit der 11. SSW sinkt auch das Fehlgeburtsrisiko und durch weitere Vorbeugung, können Sie das Wachstum Ihres Kindes fördern. Die meisten Schwangerschaftsbeschwerden legen sich in der 11. SSW. Allerdings könnten Sie aber der 11. SSW vermehrt unter Kreislaufproblemen leiden und öfters ins Schwanken kommen.

11. SSW: Ihr Kind widmet sich nun seinem Wachstum

In der 11. SSW wird Ihr Baby Fötus genannt. Denn alle Organe sowie Körperteile sind nun entwickelt und werden die kommenden Schwangerschaftswochen wachsen und reifen. Der Fötus hat in der 11. SSW etwa eine Scheitel-Steiß-Länge von 4 cm und wiegt ca. 7 bis 10 Gramm. Bis zur 20. SSW wird Ihr Baby also noch von Scheitel bis Steiß gemessen, da er meistens nicht gestreckt, sondern gekrümmt liegt. Die Geschlechtsorgane sind nun ebenfalls entwickelt und könnten sogar unter dem Ultraschall gesehen werden. Allerdings ist die Wahrscheinlichkeit sehr groß, dass Ihr Frauenarzt das Geschlecht nicht korrekt bestimmen kann, und wird Sie es Ihnen erst ab der 20. SSW verraten. Bereits in der 11. SSW entwickelt Ihr Baby seine Geschmacksknospen. Auch entstehen im Mund die ersten Zahnknospen, aus denen später die Milchzähne wachsen werden. Langsam fangen sogar die Fingernägel das Wachsen an und die Haut des Fötus ist nicht mehr so durchsichtig, wie vor einigen Wochen. Seine Haut wird bald von Härchen bedeckt. Unter einem Ultraschall können Sie seine zappelnden Bewegungen in der Gebärmutter sehen. Auch wenn Ihr Baby jetzt alle seine Organe hat, ist auch in den kommenden Schwangerschaftsmonaten eine ausreichende Nährstoffzufuhr für Ihr Baby wichtig.

SSW 11: Entwicklung des Babys

11. SSW: Junge oder Mädchen?

Bereits bei der Befruchtung steht das Geschlecht Ihres Kindes fest. In den letzten Wochen hat sich eine Knospe entwickelt, aus der die Geschlechtsorgane Ihres Kindes wachsen werden. In der 11. SSW wäre es rein theoretisch schon möglich, das Geschlecht Ihres Kindes zu bestimmen. Doch hierzu müsste Ihr Baby einmal auf dem Rücken liegen und zum anderen, müsste das Ultraschallgerät Ihres Frauenarztes sehr gut sein. Die Wahrscheinlichkeit, dass Ihr Frauenarzt das richtige Geschlecht bestimmen kann, liegt gerade mal bei 70 % und daher wird er Sie wohl auf die 20. SSW vertrösten um Ihnen das Geschlecht genau verraten zu können. Sollten Sie nicht aus gesundheitlichen Gründen unbedingt das Geschlecht wissen müssen, ist es ratsam noch etwas zu warten, um sich spätere Frustrationen zu ersparen.

11. SSW: Warme Füße und Hände

Viele werdende Mamas leiden in der 11. SSW unter sehr starken Kreislaufproblemen. Das liegt daran, dass Ihr Körper nun mehr Blut produziert und zum Ende Ihrer Schwangerschaft werden Sie sogar 50 % mehr Blut als üblich in Ihrem Körper haben. Das hohe Blutvolumen in Ihrem Körper kommt daher, dass nun die Plazenta und Ihr Baby mit dem Blut versorgt werden. Nehmen Sie sich daher ausreichend Pausen und setzen Sie sich ruhig mal hin, wenn Ihnen wieder etwas schwindelig wird. Trinken Sie ausreichend. Empfehlenswert sind mindestens zwei bis drei Liter täglich. Greifen Sie am besten auf stilles Wasser oder auch Kräutertees zurück. Schwarzer Tee, Kaffee und Cola sind keine Flüssigkeit und können sogar dazu führen, dass Ihr Kind durch das Koffein aufgepusht wird. Spaziergänge und leichte sportliche Betätigungen helfen zudem auch bei Kreislaufproblemen in der 11. SSW. So sind zum Beispiel Walking oder sogar Schwimmen sehr gut geeignet, um Ihren Körper während der Schwangerschaft fit zu halten. Sprechen Sie da ruhig mit Ihrem Frauenarzt darüber und lassen Sie sich von einer Trainerin anlernen.

11. SSW: Essen für Zwei?

Sicherlich werden Sie in der 11. SSW noch von Heißhungerattacken begleitet und verspüren noch immer Appetit auf manchmal sehr seltsame Lebensmittelkombinationen. Das ist nicht ungewöhnlich und in einer Schwangerschaft ziemlich normal. Der Grund dafür ist meist einfach, dass Ihr Körper Energie benötigt und diese mit Nahrung aufnimmt. Möchten Sie während Ihrer Schwangerschaft nicht zu viel zunehmen, können Sie mit einer ausgewogenen Ernährung dazu beitragen, dass Sie nicht unnötiges Gewicht zunehmen und zu dem auch, dass Ihr Kind auch die Nährstoffe bekommt, die es braucht. Sie können Sich von einer Ernährungsberaterin Tipps holen und sich beraten lassen, wie Sie Ihre Ernährung während der Schwangerschaft gestalten können. Leiden Sie zudem noch unter Verstopfungen und Blähungen in der 11. SSW achten Sie auf eine ballaststoffreiche Ernährung, wie z. B. Salate, Obst, Gemüse und Vollkornprodukte. Regen Sie Ihre Verdauung mit genügend Flüssigkeit und Bewegung an.

11. SSW: Zusätzliche Pfunde auf der Waage

Außenstehende merken eher weniger von Ihrer Schwangerschaft. Die Veränderungen an Ihrem Körper merken meist nur Sie und Ihr Partner. So werden zum Beispiel schon sehr schnell Ihre Brüste praller und empfindlich. Meist passt auch der Lieblings-BH nicht mehr. Steigen Sie daher recht schnell auf bequeme Baumwollunterwäsche um. Es gibt extra Schwangerschafts-BHs, die sich angenehm an Ihren Körper schmiegen und Ihre Brüste nicht reizen. Zudem beugen Baumwollunterhöschen vaginale Infektionen vor. In den ersten Monaten nehmen Sie durchschnittlich zwei Kilogramm zu. Meist kommt es durch die Verstopfung oder auch durch das anhaltende Hungergefühl. Meist merken Sie bereits, dass Sie um die Hüften etwas zugenommen haben und Probleme dabei haben Ihre Lieblingshose zu schließen. Wie viel Sie in der Schwangerschaft zunehmen, können Sie größtenteils stark beeinflussen. Mit einer gesunden Ernährung können Sie Ihre Gewichtszunahme während der Schwangerschaft kontrollieren.

11. SSW: Babybauch hallo

In den ersten Schwangerschaftswochen ist der Babybauch eher wenig sichtbar. Meist lassen nur die Hungerattacken ein paar Kilo mehr auf der Waage zeigen. Doch kann der Unterleib bereits in der 11. SSW leicht gewölbt sein. Möchten Sie noch keine Schwangerschaftshose kaufen, können Sie mit Hosenbändern überbrücken. Sollten Sie sich doch für den Kauf einer Schwangerschaftshose entscheiden, nehmen Sie gleich eine mit, die noch ein paar Kilo verträgt und nicht zu eng sitzt. Zusätzlich können Sie mit weiten Shirts und bunten Accessoires oder sogar einer neuen Frisur von Ihrem kleinen Bauch ablenken. Denken Sie auch jetzt schon daran, Ihren Bauch zu pflegen. Mit Öl, Cremen und Lotionen reduzieren Sie die Schwangerschaftsstreifen und fördern die Durchblutung sowie die Dehnung der Haut. Nutzen Sie dazu ausschließlich Produkte, die auch auf Ihre empfindliche Haut abgestimmt sind und z. B. im Handel extra für Schwangere angeboten werden.

Sofern Sie noch keinen Termin für die 11. SSW festgelegt haben, wird es langsam Zeit. Zwischen der 9. SSW und der 12. SSW steht die große Vorsorgeuntersuchung mit Ultraschall an. Dabei wird nicht nur Ihr Gesundheitszustand genaustens geprüft, sondern auch die Entwicklung Ihres Kindes. Ihr Frauenarzt stellt zum Beispiel fest, wie sich das Kind entwickelt. Notiert Größe, Umfang und Fruchtwassermenge und nimmt Proben von Ihrem Blut und Urin um es z. B. auf Keime und Zucker zu messen. Hierbei bespricht Ihr Frauenarzt auch mit Ihnen weitere Untersuchungen, die Sie unternehmen können und ob diese notwendig sind. Bereits in der 11. SSW können verschiedene Untersuchungen durchgeführt werden, um festzustellen, ob Ihr Kind eine Behinderung hat. Informieren Sie sich am besten gründlich über die möglichen Untersuchungen und über die Kosten, die Sie tragen müssen. Nicht alle Untersuchungen werden von der Krankenkasse übernommen, nur wenn eine medizinische Notwendigkeit besteht.

Wichtige Fakten zur 11. SSW:

  • Die Entwicklung der Organe und Körperteile ist abgeschlossen und wir die kommenden Wochen wachsen und reifen.
  • Die Geschlechtsorgane sind bereits entwickelt, aber die Bestimmung ist noch sehr ungenau.
  • Ihr Baby ist jetzt ca. 9 Wochen alt, ca. 4 cm groß und wiegt 7-10 Gramm.

Achtung!

Es machen sich Kreislaufprobleme bemerkbar, trinken Sie daher täglich mindestens 3 Liter.

Beschwerden lindern:

  • Gönnen Sie sich nach wie vor Pausen und Auszeiten.
  • Spaziergänge helfen gegen Kreislaufprobleme.
  • Leichte sportliche Aktivitäten regen die Verdauung an und helfen gegen körperliches Unwohlsein.

Das können Sie tun:

  • Vereinbaren Sie einen Termin zur Vorsorgeuntersuchung mit Ultraschall, falls noch nicht geschehen.
  • Informieren Sie sich über mögliche Zusatzuntersuchungen.
  • Pflegen Sie Ihren wachsenden Bauch mit Cremen, Lotionen und Ölen.
  • Überlegen Sie sich wo und wie Sie Ihr Kind entbinden möchten und nehmen Sie Kontakt zu der Klinik auf.
  • Kümmern Sie sich schon jetzt um einen Geburtsvorbereitungskurs. In manchen Städten sind diese schnell ausgebucht.
  • Informieren Sie Ihren Arbeitgeber jetzt oder in den kommenden Wochen über Ihre Schwangerschaft.

Das ist die 11. SSW (Schwanger­schafts­woche) auf einen Blick

In der 11. SSW ist das Baby etwa drei Zentimeter lang (SSL = Scheitel-Steiß-Länge). Auch wenn sich das Geschlecht noch nicht per Ultraschall bestimmen lässt: Die äußeren Geschlechtsorgane sind jetzt bereits entwickelt.

Zwischen der 9. und 12. Schwangerschaftswoche steht die erste große Vorsorgeuntersuchung mit Ultraschall an. Der Arzt misst dabei das Gewicht der Schwangeren und den Blutdruck. Er untersucht den Urin auf Eiweiß, Zucker und Krankheitserreger und ermittelt den Hämoglobingehalt, der indirekt einen Hinweis auf den Eisengehalt gibt. Außerdem stellt er die Lage der Gebärmutter fest, indem er den Abstand vom oberen Gebärmutterrand (den ertastet er durch die Bauchdecke) zum Bauchnabel misst. Jetzt können auch wichtige Fragen zur Schwangerschaft besprochen werden.

Ultraschalluntersuchung

Im Verlauf des Ultraschalls vermisst der Frauenarzt das Baby vom Scheitel bis zum Po (SSL = Scheitel-Steiß-Länge) und passt gegebenenfalls die Schwangerschaftswoche und damit den Geburtstermin an. Er beobachtet und notiert Lage, Bewegungen und Herzaktivität (mittels CTG = Kardiotokographie) des Babys und überprüft, ob vielleicht sogar Zwillinge unterwegs sind. Zudem untersucht er die Entwicklung von Gehirn, Organen und Armen und Beinen des Babys.

Weitere Untersuchungen in der 11. SSW

Bei einer Risikoschwangerschaft oder auf den Rat des Arztes hin, kann zwischen der 10. und 12. SSW eine Chorionzottenbiopsie durchgeführt werden. Mit ihrer Hilfe kann man genetische Besonderheiten (z.B. Trisomien oder bestimmte Stoffwechselerkrankungen) nachweisen. Ist das Ergebnis nicht eindeutig, kann man eine Fruchtwasseruntersuchung (Amniozentese) anschließen.

Zwischen der 11. und 14. SSW ist außerdem die richtige Zeit für eine Nackenfaltenmessung. Damit ist es möglich, bestimmte genetische Erkrankungen (z.B. das Down-Syndrom) und bestimmte Herz- und Skelettfehler auszuschließen oder zu erkennen.

Chorionzottenbiopsie, Nackenfaltenmessung und Fruchtwasseruntersuchung sind keine Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen. Wer diese Untersuchungen durchführen lassen möchte, muss die anfallenden Kosten selber tragen, solange der Frauenarzt keinen erhöhten Bedarf sieht (etwa im Rahmen einer Risikoschwangerschaft).

Es gibt eine Differenz zwischen Schwangerschaftswoche und Alter des Babys: Insgesamt umfasst eine Schwangerschaft 40 Wochen oder zehn Monate. Dabei startet die Berechnung etwa zwei Wochen vor der Befruchtung – nämlich mit dem ersten Tag der letzten Regelblutung. Die Rechnung hat sich bewährt, weil sich nicht bei jeder Frau der Termin des Eisprungs rückwirkend eindeutig bestimmen lässt. In der 11. SSW ist das Baby daher etwa neun Wochen alt.

Das Baby in der 11. SSW

Das Baby ist in der 11. SSW ungefährt drei Zentimeter lang. Es wiegt jetzt etwa 15 Gramm. Die Haut des Babys erscheint mittlerweile weniger durchsichtig, weil sich immer mehr Hautschichten bilden. In der 11. Schwangerschaftswoche wachsen Finger- und Zehennägel und es bildet sich ein erster Flaum, der den kleinen Körper nach und nach vollständig überzieht.

Junge oder Mädchen?

Wenn ein kleiner Junge unterwegs ist, wird in dieser Woche langsam der Penis sichtbar. Aber auch beim Mädchen sind die äußeren Geschlechtsorgane bereits ausgebildet. Per Ultraschall ist das Geschlecht des Babys aber frühestens in der 14. Schwangerschaftswoche erkennbar.

Im Verlauf der Schwangerschaft werden sich die Größe und das Gewicht des Babys immer individueller entwickeln. Die hier genannten Werte können deshalb nur Durchschnittswerte sein. Werdende Eltern sollten sich daher keine Sorgen machen, wenn die vom Frauenarzt ermittelten Werte von den hier genannten abweichen.

Um die 11. Schwangerschaftswoche herum haben viele werdende Mütter deutlich mehr Durst als zuvor. Das Blutvolumen nimmt immer weiter zu: Bis zur Geburt hat die Schwangere bis zu 50 Prozent mehr Blut im Körper als vor der Schwangerschaft. Dafür muss sie aber jede Menge trinken – was u.a. dazu führen kann, dass sie jetzt häufiger zur Toilette muss. Letzteres ist aber auch darauf zurückzuführen, dass die Gebärmutter stark auf die Blase drückt und das Gewebe im Beckenboden nachgiebiger wird.

Endlich warme Füße
Das steigende Blutvolumen hat aber auch einen angenehmen Effekt: Hände und Füße sind jetzt besser durchblutet und vermutlich meistens warm. Wer vor der Schwangerschaft häufig kalte Hände und Füße hatte, weiß das sicher zu schätzen.

Um die 11. SSW haben viele Schwangere mit Verstopfung zu kämpfen. Aber Vorsicht vor selbstgewählten Mitteln: Damit kann man die Schwangerschaft gefährden. So kann Rizinusöl beispielsweise vorzeitige Wehen auslösen. Jegliche Beschwerden und deren Bekämpfung sollten daher mit dem Frauenarzt besprochen werden.

Weitere Informationen zu Schwangerschaftsverlauf und Babys Entwicklung findest du bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA).

Weitere Schwangerschaftswochen im Überblick:

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