Sprechen ab wann

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Die meisten Kinder sprechen um ihren ersten Geburtstag herum das erste Wort. Einige sind kleine Schwämme, die Sprache nahe zu aufsaugen und täglich den Wortschatz erweitern. Andere finden, dass „Mama“, „Da“ und „Ham“ zunächst vollkommen reicht.

Um herauszufinden, wie der Spracherwerb tatsächlich funktioniert, haben Forscher des Massachusetts Institute of Technology in Cambridge fast lückenlos die ersten drei Jahren im Leben eines kleinen Jungen dokumentiert und jedes Wort, dass der Junge sagte oder hörte per Mikrofon aufgenommen. Das Ergebnis: Das Kind lernte die Wörter schneller, die in einem sogenannten charakteristischen Kontext benutzt wurden.

Genau die Erfahrung machen die meisten Eltern auch, denn Kinder sprechen meist die Wörter zu erst, die sie am häufigsten hören und mit etwas bestimmten verbinden. Etwa „Ei“ für Streicheln, „Tzüss“ beim Winken und „Aam“ mit ausstreckten Armen um hochgehoben zu werden. Auch „Winnel“ ist oft eines der ersten Wörter. Auf Platz Eins der ersten Wörter ist allerdings laut einer Studie in Deutschland „Mama„.

Zweijährige erobern die Welt – und auch Sprache (c) Thinkstock

Die U7 steht an – müssen die Kinder dafür üben?

Egal, ob ein Kind eher ein Sammler oder eher ein wortkarger Typ ist, viele Eltern haben das Gefühl, dass sie um den zweiten Geburtstag herum das Sprechen lernen besonders fördern sollten. Denn eine U- Untersuchung steht ja bevor. Bei der U7, die zwischen dem 20. und dem 24. Lebensmonat ansteht, wird tatsächlich untersucht, wie gut das Kind schon kommunizieren kann. Es sollte rund 250 Wörter verstehen und mindestens 20 bis 50 Wörter selbst sprechen können und zwei Wort-Kombinationen sicher verwenden („Da Ball“, „Keks ham“).


Um den zweiten Geburtstag herum sollten Kinder auch Tierbilder benennen, einfache Aufforderungen und seinen Vornamen verstehen. Doch für die Untersuchung sollte auf keinen Fall gezielt geübt werden. Die meisten Kinder unterhalten sich gern mit dem Kinderarzt, wissen wo ihre Nase ist und holen auf Wunsch einen Ball oder eine Hose. Haben sie allerdings Probleme, ist es wichtig, dass der Arzt diese mitbekommt, denn nur so kann der Spracherwerb rechtzeitig gefördert werden. Manchmal etwa hat ein Kind auch Sprachprobleme, da es bestimmte Laute nicht hören kann.

Da, Mama, Papa – guckt! (c) Thinkstock

Welche Wörter sollten die Kleinsten schon kennen?

Vor allem die, die ihren Alltag prägen. Wenn Jungen eher „Auto“ oder „Bagger“ sagen, mag das daran liegen, dass sie entweder mehr Bilderbücher angucken, in denen die beliebten Fahrzeuge zu sehen sind, oder sie finden sie eben einfach toll.

Wirklich „können müssen“ trifft es bei dieser Wörterliste nicht wirklich. Es gibt Kinder, die sagen gleich „Autobecher“, andere finden das Wort „Windel“ wichtiger, als etwas „Nase“. Mehr über das Thema „Sprechen lernen“ mit konkreten Tipps für Eltern auch in unserem Artikel „Sprechen lernen – kinderleicht?“.

25 Wörter, die (fast) jede/r Zweijährige können sollte:

  1. Mama
  2. Papa
  3. Oma
  4. Opa
  5. Da
  6. Ball
  7. Buch
  8. Teddy
  9. Puppe
  10. Hund
  11. Baby
  12. Hallo
  13. Tschüss
  14. Heiß
  15. Auf
  16. Zu
  17. Alle
  18. Mehr
  19. Nein
  20. Ja
  21. Hochheben
  22. Danke
  23. Bitte
  24. Schuhe
  25. Nase

Die Sprachentwicklung im Überblick 

Sprachentwicklung von der Geburt bis zum Einschulungsalter

Die vorsprachliche Entwicklung

Geburt bis 3 Monate

Zwar kann das Baby in seinem ersten Lebensjahr noch nicht sprechen, aber es erwirbt schon die grundlegenden Fähigkeiten, die es brauchen wird, um das Sprechen und die Kommunikation in seinen kommenden Lebensjahren zu erlernen. Es macht viele notwendige Erfahrungen mit der Sprache in seiner Umgebung und mit der Funktionsweise seiner Sprechorgane. Diese Phase der Sprachentwicklung wird bis zu den ersten richtigen Worten des Kindes als vorsprachliche Entwicklungsphase bezeichnet.

In den ersten drei Monaten muss sich das Baby erst an sein neues Leben außerhalb des Mutterleibs gewöhnen und ist daher noch nicht so zugewandt und nur kurzzeitig aufmerksam. Es verschläft ja auch noch einen großen Teil des Tages. 
Immerhin erfüllt es aber bereits die wichtigste Voraussetzung zum Sprechenlernen: es kann hören, und das sogar schon vor der Geburt. 
Außerdem bevorzugt es menschliche Laute und Sprache gegenüber allen anderen Geräuschen in seiner Umgebung, hört aufmerksam zu und beobachtet schon fasziniert die Mundbewegungen seines Gegenübers. 
Über das Schreien tritt es intensiv mit seiner Umwelt in Kontakt und trainiert dabei auch seinen Stimmapparat. Mit der Zeit verdeutlicht sich dem Baby der Zusammenhang zwischen seinem Schreien und der darauffolgenden Reaktionen seiner Mitmenschen: es übt sich in der frühesten Kommunikation, indem es seine Bedürfnisse laut und deutlich äußert und Abhilfe erwartet.

3 bis 6 Monate

Etwa ab dem dritten Monat ist das Baby schon wesentlicher wacher und wendet sich seiner Umgebung aufmerksamer und ausdauernder zu.
Es lächelt jetzt bewusst das sogenannte „soziale Lächeln„, reagiert also freundlich auf menschliche Gesichter. Außerdem kann es sich nun differenzierter äußern, es schreit nicht mehr ausschließlich, sondern kann sich auch über gurren, quietschen, lallen, juchzen und brabbeln mitteilen. Wenn seine Umwelt erfreut auf diesen Fortschritt reagiert, kann das Baby bald die ersten „Gespräche“ führen, indem es auf Ansprache reagiert und wiederum eine Antwort abwartet. 
Diese Phase der Sprachentwicklung wird als erste Lallphase bezeichnet. Das Baby experimentiert mit seinen Artikulationsorganen, seiner Stimme und der Atmung und genießt die Empfindungen im Mund- und Rachenbereich, die es zu immer neuen Lautäußerungen anregen. Diese Lallphase ist sozusagen international, denn alle Babys auf der ganzen Welt verwenden in dieser Zeit alle denkbaren Laute, auch wenn diese in ihrer eigenen Muttersprache gar nicht vorkommen. So bildet ein japanisches Baby zum Beispiel noch die Laute „l“ und „r“, obwohl es diese Unterscheidung im Japanischen bekanntermaßen nicht gibt. Man kann also davon augehen, dass diese erste Lallphase ein angeborener Anteil der Sprachentwicklung ist, denn auch taubgeborene Babys lallen im ersten Halbjahr.
Mit ca. 6 Monaten erkennt das Baby seinen Namen und wendet z.B. den Kopf, wenn es gerufen wird. Ansonsten versteht es zwar keine sprachlichen Inhalte, kann aber Bedeutungen über den Stimmklang und die Satzmelodie erfassen, etwa ob seine Mutter mit ihm scherzen will oder es beruhigen will.

  • Bereits in diesem Alter kann man mit Fingerspielen, Kinderreimen und Liedern beginnen.Den Babys verdeutlicht sich durch die besondere Intonation und die Wiederholung der Sprachrhythmus, was die Sprachentwicklung fördert.

6 bis 10 Monate

In diesem Alter kommt das Baby in die zweite Lallphase. Diese unterscheidet sich von der ersten dahingehend, dass die „Internationalität“ seiner Lautäußerungen verschwindet. Dies liegt daran, dass von jetzt an nicht mehr die Berührungsempfindungen im Mund- und Rachenbereich entscheidend sind für die Lautproduktion, sondern die sprachliche Anregung aus der Umwelt. Die Sprache des Kindes entwickelt sich von diesem Zeitpunkt an nur dann weiter, wenn es Sprachäußerungen wahrnehmen und nachahmen kann. Taubgeborene Kinder hören in diesem Alter langsam mit der Lautproduktion wieder auf, da sie ja weder ihre Mitmenschen sprechen hören noch ihre eigenen Laute wahrnehmen können. Gesunde Kinder hingegen lallen nun auch ganze Silben und Silbenverdopplungen wie etwa „lalala“ und „bububu“.Auch haben sie viel Spaß an „Brabbel-Gesprächen“ mit ihrer Familie und üben sich im Nachahmen der Lautäußerungen ihrer Umgebung und auch ihrer eigenen Lautproduktion – einer wichtigen Fähigkeit für die weitere Sprachentwicklung. 
Auch das Sprachverständnis beginnt sich nun zu entwickeln: das Baby versteht schon einige Namen von alltäglichen Gegenständen („Flasche“, „Bett“) und bekannten Personen.

Es versteht auch kleine Fragen mit diesen Wörtern, wie z.B. „Wo ist der Ball?“ und wendet sich dorthin oder zeigt darauf.

  • Für Babys ist es jetzt besonders erfreulich, wenn ihr Gegenüber sich in ihrer Brabbel-Sprache mit ihm „unterhält“: einfach mal Baby nachahmen!
  • Wenn das Kind in diesem Altersbereich aufhört, Lautäußerungen zu bilden, statt Silben und Silbenverdopplungen zu lautieren, kann der Verdacht auf Hörprobleme Babys brauchen jetzt die sprachliche Anregung aus der Umwelt, um sich sprachlich zu entwickeln, während sie in der ersten Lallphase durch die ihnen angenehmen Empfindungen im Mundbereich beim Gurren, Quietschen und Lallen zu diesen Äußerungen angeregt werden. Kann das Baby weder seine Umwelt noch sich selbst hören, bleibt das Lallen nach dem 7.Monat aus. In diesem Fall sollte man sich an einen Fachmann wenden.

bis 12 Monate

Aus den intensiven Lautspielchen des Kindes sind jetzt regelrechte Lallmonologe geworden, d.h. es lallt ausdauernd und mit viel Freude lange Silbenketten, wie z.B. „lalaaa-papa-brrr-atta-guguu“.
Die Bezugspersonen des Kindes erwarten um diese Zeit das berühmte erste Wort, nämlich „Mama“ oder „Papa“ und reagieren entsprechend überschwänglich, wenn sie es aus den Äußerungen ihres Kindes herauszuhören glauben („mamamama“). Tatsächlich weiß das Kind zu diesem Zeitpunkt meist noch nicht, was es da eben gesagt hat, bzw. was damit gemeint ist, aber im Laufe der Zeit erkennt es dank der erfreuten Verstärkung seiner Umgebung den Zusammenhang zwischen seinem Lallen und der glücklich strahlenden Mama Ein wichtiger Augenblick, denn das Kind weiß von jetzt an, dass es Lautäußerungen bestimmte Bedeutungen geben kann, die etwas Positives in seiner Umgebung bewirken. Das Ende der vorsprachlichen Entwicklung ist erreicht!

Wichtig ist es jetzt, die eigene Freude zu zeigen, wenn das Babys etwas äußert, das wie ein Wort klingt. Wenn man das Gesagte wiederholt, das Baby lobt und sich überschwänglich freut, wird es die Laute immer wieder sagen, um die Freude des Erwachsenen zu erleben. Auf diese Weise lernt es in nächster Zeit viele Wörter.

Die sprachliche Entwicklung

1 bis 1,5 Jahre

Ähnlich, wie das Kind „Mama“ und „Papa“ gelernt hat, indem seine Eltern seinen Lallmonologen eine Bedeutung verliehen, lernt das Kind bis zum 18. Monat ca. 2-10 weitere Wörter. Diese beziehen sich ausschließlich auf sichtbare und konkrete Dinge aus seiner Umgebung und sind oft in einer speziellen „Kindersprache“ gesprochen (wie „Mimi“ für Milch oder „wauwau“ für Hund). Außerdem macht das Kind häufig Benennungsfehler, indem es Bedeutungen von Begriffen entweder zu weit ausdehnt („wauwau“ ist dann z.B. nicht nur der Hund, sondern auch das Pferd und die Kuh) oder zu sehr einengt („Auto“ ist nur das Spielzeugauto, das man in die Hand nehmen kann, nicht aber das große, in dem man mit Mama fährt). Das ist ganz normal und liegt daran, dass das Kind eben bisher nur wenige Wörter kennt.
Es versteht jetzt aber schon ganz gut, indem es die Schlüsselwortstrategie anwendet und auch die Mimik und Gestik der Sprecher deutet. Auf diese Weise versteht es Verbote („Fass die Blume nicht an!“, obwohl es vielleicht das Wort „Blume“ nicht kennt, weiß es, was gemeint ist, wenn Papa auf die Pflanze deutet), einfache Fragen („Wo ist…?“) und kann kleine Aufträge erfüllen („Hol mir…“).
Für all die neuen Wörter, die es lernt, muss es die einzelnen Laute neu erwerben, die es zuvor ja willkürlich aneinandergereiht hat, während es sie jetzt gezielt an bestimmten Positionen im Wort artikulieren muss. Zuerst erwirbt es neben den Vokalen die Lippenlaute, nämlich m, n, p, b.
Wenn das Kind sich sprachlich äußert, benutzt es so genannte Ein-Wort-Äußerungen. Ein einziges Wort kann für einen ganzen Satz stehen, den es natürlich noch nicht bilden kann. So kann „Tür“ je nach Kontext, Stimmklang und Satzmelodie bedeuten: „Das ist eine Tür.“, „Mama, mach bitte die Tür auf!“ oder „Ist Papa durch die Tür weggegangen?“ usw.

Das Kind nutzt hierbei fast nur Substantive, wenige Verben als ganzes Wort („Haben!“) und ungeformt, ansonsten „das“ als Zeigepronomen und evtl. „meins“. Es kommen in der Regel keine Adjektive, Artikel, Konjunktionen und Präpositionen unter diesen ersten 10 Wörtern des Kindes vor.

  • Wenn man verstanden hat, was das Kind mit seiner Ein-Wort-Äußerung sagen will, kann man es in einen korrekten kleinen Satz verpackt wiederholen. Das Kind lernt so, immer mehr Wörter zu kombinieren
  • („Ball!“ – „Du willst den Ball? Warte, ich hole ihn dir…. Hier hast du den Ball.“); außerdem merkt es, dass ihm zugehört wird und seine Kommunikationsversuche Erfolg haben. Das ist sehr wichtig für die weitere Sprechfreude.

Wenn das Kind bis zum 18.Lebensmonat seine Lautäußerungen nicht weiterentwickelt und nicht mindestens 2 sinntragende Wörter verwendet (dazu zählt auch, wenn das Kind z.B. seine Schlafdecke immer als „bubu“ bezeichnet) oder es einfache Aufforderungen wie „Hol den Teddy vom Tisch!“ nicht versteht bzw. Gegenstände auf Anfrage nicht zeigen kann („Wo ist das Auto?“), verzögert sich möglicherweise die Sprachentwicklung des Kindes. Um sicher zu sein und Hinweise zur Förderung zu erhalten, sollte man sich in einem solchen Fall an einen Kinderarzt oder Logopäden wenden.

1,5 bis 2 Jahre

Sobald das Kind etwa 50 Wörter spricht, erfolgt die „Wortschatzexplosion“ : das Kind lernt von jetzt an sehr viel schneller neue Wörter, so dass es innerhalb von wenigen Monaten einen Wortschatz von ca. 200 Wörtern hat.
Weil ihm nun mehr Ausdrucksmöglichkeiten zur Verfügung stehen, kann es zu einer Art Satz aneinanderreihen, um sich mitzuteilen. Die Verben und Adjektive, die es jetzt neben vielen Substantiven benutzt, sind weiterhin ungeformt. Zusätzlich lernt es einige Possessivpronomen („mein“, „dein“) und kann die Mehrzahl mit Hilfe des Plural-s ausdrücken.
Sein Sprachverständnis ist seiner aktiven Sprache nun bereits weit voraus.
Die gezielte Artikulation der Laute w, f, t, d, l, h kommt hinzu. Insgesamt spricht das Kind aber noch recht undeutlich und wird u.U. nur von seinen Bezugspersonen verstanden, da es viele Wörter auch stark vereinfacht ausspricht (z.B. „Nane“ statt Banane, „Lade“ statt Schokolade, „Piepa“ statt Spielplatz).
Ansonsten befindet sich das Kind jetzt im ersten Fragealter. Es will alles in seiner Umgebung kennenlernen und vor allem alle Bezeichnungen der Dinge wissen. Es fragt noch nicht mit den Fragepronomen, sondern nutzt die Satzmelodie („Das da?“).

  • Jetzt kann man verstärkt Adjektive benutzen, um die Eigenschaften von Gegenständen zu beschreiben. Das Kind wird sie schnell in seinen Wortschatz aufnehmen, wenn sie direkt aus seinem unmittelbaren Lebensumkreis stammen (heiße Milch, liebes Mädchen, schöne ..).

Gebraucht das Kind am Ende des 2.Lebensjahres nur wenige, unverständliche Lautgebilde, statt mindestens 10 Wörter zu sprechen, liegt der Verdacht nahe, dass das Kind an einer Sprachentwicklungsverzögerung oder -Störung leidet. Evtl. ist aber auch lediglich der Wortschatz eingeschränkt, und die anderen Bereiche der Sprachentwicklung (Grammatik, Artikulation, Sprachverständnis) werden sich annähernd normal entwickeln. Zur Abklärung auf jeden Fall Rat suchen!

2 bis 2,5 Jahre

In diesem Alter weitet das Kind seine Satzkonstruktionen auf ungeformte Mehrwortsätze aus, d.h., es wendet zwar noch kaum Regeln des Satzbaus an, reiht aber mehr als 2 Wörter aneinander. Es hat nun aber bemerkt, dass bestimmte Wörter im Satz angepasst verwendet werden. Es sagt z.B. nicht „groß Hund“, sondern „großes Hund“, was natürlich noch immer nicht richtig ist, aber verdeutlicht, dass das Kind beginnt, sprachliche Regeln wahrzunehmen. Ebenso versucht es, das Partizip zu bilden („ich geslaft“). 
Manche Kinder können von sich schon als „Ich“ sprechen, andere verwenden immerhin ihren Vornamen, wenn sie über sich selbst sprechen. 
Der Wortschatz des Kindes wächst weiterhin schnell und es kommt zu Wortneuschöpfungen, wenn das Kind ein Wort nicht kennt und sich ein eigenes, meist durchaus sinnvolles, dafür ausdenkt („Eierbrate“ für Pfanne, „Blumengieße“ für Gießkanne).

Das Sprachverständnis des Kindes ist soweit entwickelt, dass es das meiste auf seinem Niveau Gesprochene verstehen kann, u.a. auch Präpositionen.
Die Rachenlaute k, g, ch, r sind die letzten einzelnen Laute, die das Kind erwerben muss. Es spricht nun relativ deutlich. Schwierigkeiten hat es besonders noch mit Anlautverbindungen wie kr oder tr. 
Der Erwerb der Fragepronomen wie „was“ oder „wo“ leitet über in die nächste Entwicklungsphase.

2,5 bis 3 Jahre

Mit dem Erwerb der Fragewörter kommt das Kind in das zweite Fragealter. Durch ständiges Fragen über seine Umgebung, seine Erlebnisse und die Gründe für Handlungen erweitert das Kind sein Wissen enorm, womit natürlich auch ein Anwachsen des Wortschatzes verbunden ist.
Sein Sprachverständnis ist jetzt nicht mehr wesentlich eingeschränkt, es hat höchstens noch Schwierigkeiten mit feineren Abstufungen wie „klein“, „kleiner“ und mit komplexen Sätzen.
Seine Aussprache auch von Anlautverbindungen wird zunehmend besser und das Kind ist nun auch für Fremde gut verständlich. Schwierig bleiben Verbindungen aus 3 Konsonanten wie „Pfl“ in Pflaume. Auch die Zischlaute (s, sch, ch) werden oft noch falsch gebildet, was aber als normal zu bezeichnen ist.
Das Kind kann jetzt erste komplette Sätze nach dem Muster Subjekt-Prädikat-Objekt bilden und konjugiert auch die meisten Verben und dekliniert Adjektive korrekt. Natürlich sind aber Fehler in diesem Alter noch ganz normal. 
Möglicherweise fällt Eltern auf, dass das Kind früher schon einmal korrekt z.B. „gegangen“ gesagt hat, während es jetzt plötzlich wieder „gegeht“ sagt. Dies ist kein Rückschritt, sondern im Gegenteil ein Fortschritt, denn es zeigt, dass das Kind die Regeln der Sprache abgeleitet hat und beginnt, sie konsequent zu verwenden. 
Die Ausnahmen der Regeln muss es hingegen erst noch lernen. Zuvor hatte es also das Wort „gegangen“ als Ganzes erworben, während es jetzt das Partizip aus dem Wort „gehen“ eigenständig bilden will. Es weiß noch nicht, dass es sich um ein unregelmäßiges Verb handelt.

Des Weiteren kombiniert das Kind erste Nebensätze mit Hauptsätzen mit Hilfe der Konjugationen „und“, „aber“, „oder“, benutzt einige Präpositionen („auf“, „unter“) richtig und baut Fragen richtig auf.

  • Wenn das Kind mit 3 Jahren noch immer keine Wörter bildet und stattdessen immer wieder dieselben, unverständlichen Lautgebilde benutzt, ist die Sprachentwicklung ausgeblieben . In diesem Fall muss spätestens jetzt logopädische Abklärung erfolgen!
  • Wenn die Lautbildung des Kindes mit 3 Jahren noch bei vielen Lauten gestört ist, die es eigentlich schon erworben haben sollte (z.B. m, p, n, b) könnte eine Lautbildungsstörung entweder isoliert oder im Rahmen einer Sprachentwicklungsverzögerung Als normal hingegen ist es zu bewerten, wenn das Kind lediglich Konsonantenverbindungen am Wortanfang wie kr, tr oder pfl nicht korrekt bilden kann oder es noch lispelt.
  • Wenn das Kind noch keine Ansätze über Zwei-Wort-Äußerungen hinaus zeigt, ist möglicherweise die Ausbildung des grammatischen Regelsystem bei ihm verzögert.
  • Ansonsten sollte bei andauernd näselndem Stimmklang oder überwiegend heiser klingender Stimme ein Facharzt aufgesucht werden.

3 bis 3,5 Jahre

Das Fragealter und der schnelle Wissenserwerb setzen sich fort und der Wortschatz des Kindes wächst stark. Es kann zum altersgemäßen Stottern kommen, weil das Kind noch mehr Zeit zur Planung des Satzbaus benötigt, als es sich selbst zum Sprechen geben will. Solange diese Sprechunflüssigkeiten nicht länger als ein halbes Jahr andauern und bestimmte Merkmale nicht vorkommen (vgl. hier), sind sie als normale Vorkommnisse der Sprachentwicklung anzusehen und sollten nicht überbewertet werden.

Das Lautsystem des Kindes ist jetzt komplett. Falls es nur noch Probleme bei Anlautverbindungen oder den Zischlauten hat, besteht meistens noch kein Grund für eine logopädische Behandlung.
Der Satzbau des Kindes wird auch bei komplexeren nebengeordneten Sätzen korrekter. Des weiteren hat das Kind inzwischen eine gewisse Vorstellung von Zeit (gestern, heute, gleich, morgen) und will diese auch grammatikalisch mit Hilfe der Zeitformen ausdrücken, was ihm aber noch nicht zuverlässig gelingt.

4 bis 6 Jahre

Am Ende dieses Zeitraums ist die Sprachentwicklung des Kindes im wesentlichen abgeschlossen. Es spricht also fließend, erzählt gerne und viel, kann telefonieren, von seinen Erlebnissen zusammenhängend und variierend berichten und Gehörtes nacherzählen. Es versteht alles Gesprochene aus seinem Lebensbereich, insgesamt etwa 23000 Wörter. Selbst benutzen kann es mit 4 Jahren ca. 1500, mit 6 Jahren bereits 5000 Wörter. Der Wortschatz entwickelt sich auch weiterhin.
Das Kind kann nun in komplexen Sätzen sprechen, die Zeitformen verwenden und auch über abstrakte Zusammenhänge reden.
Mit ca. 6 Jahren spricht das Kind grammatikalisch fehlerfrei. Einige grammatische Formen, wie etwa das Passiv („Das Auto wurde gestohlen.“), werden erst zwischen dem 7. und 9. Lebensjahr erworben.
Mit der Einschulung soll das Kind alle Laute und Lautverbindungen einschließlich der Zischlaute richtig verwenden können. Falls das Kind jetzt noch Schwierigkeiten mit dem s, sch oder ch hat (Zischlautstörung, sog. Lispeln), sollte es logopädisch behandelt werden.

  • Liegen mit 4 Jahren noch gestörte Lautbildung (abgesehen vom Lispeln, das erst bis zum 6.Jahr verschwunden sein sollte), gestörte Grammatik, ein eingeschränkter Wortschatz und/ oder Sprachverständnis vor, sollten diese bald behandelt werden.
  • Auffällig ist es ebenso, wenn das Kind noch in Babysprache redet oder eine Eigensprache verwendet, die Menschen außerhalb seines direkten Umfeldes nicht verstehen würden.

Weitere vorkommende Störungen sind die Sprechverweigerung (Mutismus), das überhastete, undeutliche Sprechen (Poltern) und das Stottern.

Von ‚Dada‘ bis hin zum ersten Wort ist es ein weiter Weg. Ist der Tag gekommen, an dem das erste Wort über die Lippen des kleinen Schützlings kommt, platzen Eltern fast vor lauter Stolz – vor allem, wenn das erste Wort Mama oder Papa ist.

Die meisten Kinder können etwa mit vier Jahren ein Gespräch führen, in dem sie sich ihrem Gesprächspartner gegenüber gut verständlich machen können. Auf dem Weg dorthin durchlaufen Kinder unterschiedliche Etappen der Sprachentwicklung und es kommen nahezu täglich neue Laute und/oder Wörter hinzu, die sie in ihre Kommunikation aufnehmen. Welche Etappen das genau sind und was sie beinhalten, möchten wir hier gerne verraten, um eine Orientierung zu geben, wie man die Fortschritte eines Kindes einordnen kann.

Der Anfang: ohne Worte

Zu Beginn ihres Lebens geben Babys einfache Laute von sich. Durch die Lautbildung beginnen Säuglinge aber bereits im ersten Monat mit ihrer Umwelt zu kommunizieren. Hunger, Schmerz, Müdigkeit oder auch Zufriedenheit signalisieren sie ihren Eltern gegenüber mit Wimmern, Schreien, Fiepen, Glucksen oder Gurgeln.

Bereits nach kurzer Zeit können besonders Mütter die Laute ihres Babys zuordnen und einschätzen, ob das Kind müde, hungrig oder die Windeln voll hat. Durch die jeweilige Reaktion der Mutter versteht das Baby, dass auf bestimmte Geräusche entsprechende Handlungen folgen, sodass es weiß, welche Geräusche es von sich geben muss, um die gewünschte Reaktion zu erzielen.

Ein halbes Jahr: Brabbelei

Auf das Glucksen, Wimmern, Gurgeln und Schreien folgt mit rund vier Monaten das erste Gemurmel. Das Baby entdeckt die Zunge, übt sich in Schnalzgeräuschen und spielt mit der Sprechmuskulatur und der weiteren Bildung von Lauten in verschiedenen Lautstärken, was für Eltern und Außenstehende manchmal ganz schön anstrengend sein kann.

Ab dem sechsten Monat gleicht die Kommunikation zwar immer noch einem etwas undeutlichen Gemurmel, aber oft haben Eltern bereits das Gefühl, erste Intonationen erkennen zu können, mit denen das Baby reagiert. Dieses Gefühl täuscht nicht, denn tatsächlich hören Babys in diesem Alter bereits sehr aufmerksam zu und versuchen vieles nachzuahmen, was ihre Eltern ihnen vormachen. So manches Mal klingt ein Ton schon fast wie richtige Sprache, auch wenn es meistens nur aneinandergereihte Silbenformungen sind, wie das berühmte „Dadada“.

Mit einem Jahr: das erste Wort

Dann geht es bei den meisten Kindern mit den ersten Wörtern los. Ein- und zweisilbige Wörter bringen sie zu allererst über die Lippen und versehen diese auch mit einer Bedeutung. Mama und Papa sind dabei die Klassiker – sehr zur Freude der Eltern, wodurch das Kind wiederum motiviert wird, weitere Wörter zu bilden.

Mit eineinhalb bis zwei Jahren erweitert sich der Wortschatz um Substantive und steigt geradezu explosionsartig an. Kinder zeigen auf Gegenstände und erfragen die Bezeichnung dafür und entdecken so auf ihren ganz eigene schlaue Art und Weise die Welt. Mehr als zehn neue Wörter pro Tag sind dabei keine Seltenheit. Nun folgen langsam auch die Zwei-Wort-Sätze, wie z. B. „Mama kommen“ oder „Ball haben“ – ein großer Schritt in der Sprachentwicklung.

Ab zwei Jahren nehmen sich Kinder als eigene Persönlichkeiten wahr und unterscheiden zwischen „Ich“ und „Du“. Drei-Wort-Sätze kommen nun auch hinzu, sodass Sätze wie „Ich habe Durst“ gebildet werden können.

Im dritten Lebensjahr sind viele Kinder dann bereits so weit, dass sie sich unterhalten können und dabei auch schon Fragen stellen und beantworten. Oft nutzen sie jetzt schon Betonungen, um ihren eigenen Worten mehr Ausdruck zu verleihen.

Was tun, wenn das Kind Sprachprobleme hat?

Eltern sollten sich grundsätzlich nicht allzu große Sorgen machen, wenn bei ihrem Kind nicht alles nach Schema F abläuft, denn jedes Kind hat sein ganz individuelles Tempo, wenn es darum geht, das Sprechen zu erlernen. Druck hilft in keinem Fall, stattdessen sollten Eltern sich in dieser Sache etwas in Geduld üben und dem Kind die Möglichkeit geben, sich in seiner eigenen Geschwindigkeit entwickeln zu können.

Bedenklich ist es jedoch, wenn das Kind den Anschein erweckt, nicht richtig hören zu können und deswegen auch nicht anfängt vor sich hin zu murmeln oder die Eltern nachzuahmen. Und auch, wenn das Kind Konsonanten häufig vertauscht, sollte ein Kinderarzt oder HNO-Arzt aufgesucht werden, um die Situation abklären zu lassen. So können eventuelle Verzögerungen in der Sprachentwicklung häufig wieder ausgeglichen werden.

Stottern ist ebenfalls ein Grund, der dazu führen kann, dass ein Kind in der Sprachentwicklung zurückliegt. Der Besuch bei einem Logopäden kann sehr hilfreich sein, um zu ergründen, ob es sich um ein chronisches Problem handelt oder aber nur die Aufregung beim Sprechen der Grund für das Stottern ist. Vor dem fünften Lebensjahr ist das allerdings nicht zwingend notwenig, weil es sich davor oft auch von alleine erledigt.

Die frühkindliche Entwicklung eines Menschen determiniert den weiteren Verlauf seines Lebens. Psychologen weltweit beobachten in groß angelegten Langzeitstudien den Zusammenhang der frühen Ontologie mit anderen Variablen, wie Bildung, späteres Einkommen und Lebenszufriedenheit. Ein Kind geht in den ersten elf Jahren seines Lebens die wichtigsten Entwicklungsschritte durch und erreicht mit zunehmendem Alter neue „Meilensteine“, die ihm dabei helfen erfolgreich in das Leben zu starten.

Einer, wenn nicht der wichtigste Meilenstein, ist die Fähigkeit zum Sprechen. Im Durchschnitt können Säuglinge ab dem 18. Lebensmonat ihr erstes, klar verständliches Wort aussprechen. Meist ist das Wort eines, das dem Kind durchaus vertraut ist, wie zum Beispiel „Mama“ oder „Papa“.

Wie lernt ein Kind zu sprechen?

Die Fähigkeit zu Hören bildet die Grundlage für das Sprechen und entwickelt sich bereits im Mutterleib ab dem dritten Schwangerschaftsmonat. Die Akustik ist zwar weitgehend eingeschränkt und auch die kognitiven Fähigkeiten müssen sich noch entwickeln, jedoch kann das Baby schon die Stimme der Mutter, im Gegensatz zu einer fremden Stimme, unterscheiden. Liest die Mutter dem Embryo regelmäßig eine Geschichte vor, so erkennt dieser sie auch nach der Geburt. Nach der Niederkunft dienen vertraute Autoritätspersonen (in den meisten Fällen die Eltern) als Vorbild für die basale Sprachproduktion: Ein Baby experimentiert wie ein Wissenschaftler mit Silben, Konsonanten, Rhythmik und Tonalität. Das für uns unverständliche „ba ba ba“, oder „geh geh geh“ ist für den Säugling ein ernsthafter Versuch es den Peers gleich zu tun.

Zwischen dem 18. und 24. Lebensmonat wird das erste, klar verständliche Wort gesprochen. In der Grundgesamtheit liegen die Werte normalverteilt, das heißt, dass Abweichungen nach unten oder oben hin völlig normal sind und man sich vorerst nicht zu sorgen braucht. Innerhalb kürzester Zeit baut sich das Kleinkind ein kleines Wortschatz Repertoire auf, wobei es durchaus zu Mehrdeutungen kommen kann. Ein Beispiel: Lernt das Kind das Wort „Hund“, weil die Eltern einen goldenen Labrador haben, so nennt er den Labrador auch „Hund“. Das Kind würde jedoch auch eine Katze, die es beim spazieren gehen sieht „Hund“ nennen und zwar bis es merkt, dass die Kategorie „Hund“ entweder ausgeweitet, oder enger spezifiziert werden sollte. Diese Akkommodation oder Adaptation, im Sinne einer Ausweitung oder Anpassung, nimmt enorm viel Zeit in Anspruch und wird bis zum Lebensende nicht völlig abgeschlossen sein.

Was tun, wenn mein Kind nicht spricht?

Problematisch wird es erst, wenn das erste Wort nach dem Erreichen des vierten Lebensjahres ausbleibt, denn dann könnte es sich eventuell um eine angeborene Sprachbehinderung (Broca- oder Wernicke-Aphasie) handeln. Eine Schädigung des Wernicke-Areals im Parietallappen bedeutet, dass die Wahrnehmung der Sprache nicht möglich ist. Obwohl das Kind einen hört, kann es aus dem Gesprochenen keinen Sinn schließen. Umgekehrt ist das klinische Bild bei einer Schädigung des Broca Areals im Frontallappen: Dabei ist die Sprachproduktion nicht mehr möglich und das Kind kann, trotz verstandenen Inhalt, sprachlich nicht reagieren.

Möglich wäre auch Autismus, eine sozio-psychische Erkrankung, die bei Kindern vor allem durch ihre fehlende soziale Kommunikation auffällig wird. In seltenen Fällen könnte es sich auch um eine psychische Störung handeln. Forscher fanden heraus, dass Kinder bei besonders traumatischen Erlebnissen in Kriegsgebieten deutlich später anfingen zu sprechen, als ihre gleichaltrigen „Peers“ in friedlichen Gebieten. Wichtig wäre es dann umgehend zum Kinderarzt zu gehen und so früh es möglich ist zu intervenieren.

Wie kann ich meinem Kind helfen seine Muttersprache zu lernen?

Doch kehren wir wieder zurück zum neurotypischen Verlauf der Sprachentwicklung und widmen uns der allgegenwärtigen Frage, die uns Eltern immer wieder beschäftigt: Wie kann ich mein Kind beim Spracherwerb unterstützen? Gegen Rousseau’s Philosophie, die Kinder ihrem natürlichen Drang zu überlassen und sie „frei“ entfalten zu lassen, ist es durchaus sinnvoll, seinem Kind eine unterstützende Hand zu reichen. Wenigstens so lange, bis dieser nicht mehr länger auf sie angewiesen ist.

Eltern können schon mit sehr wenig sehr viel bewirken, zum Beispiel durch das aktive Vorlesen. Dabei nimmt ein Elternteil ein Buch in die Hand und liest dem Kind daraus vor. Dieses muss jedoch am Lesevorgang beteiligt sein, in dem man mit dem Finger über die Stellen streicht, die gerade vorgelesen werden. So lernt das Kind, dass Wörter voneinander getrennt werden und, dass nach langen Wortsequenzen pausiert wird, etc.

Auch wäre es eine Möglichkeit Kindern schon im frühen Alter mit Meditation vertraut zu machen, wie es in ostasiatischen Ländern typisch ist; Meditation regt nicht nur die Kreativität an, sondern fördert auch das Konzentrationsvermögen und die Auffassungsgabe. Es kann auch problemlos in das Familienleben eingebaut werden und zu einem kleinen Ritual etabliert werden, was zusätzlich im Bezug auf die Eltern-Kind-Beziehung als förderlich erweisen kann. Auch sind Musik und Klatschspiele sehr effektiv, um dem Kind ein besseres Gefühl für die Tonalität und Rhythmik zu geben, die einen positiven Effekt auf die späteren Sprachfertigkeiten haben.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Kinder schon früh beginnen sich mit der Welt vertraut zu machen. Das Sprechen ist eines der wichtigsten Meilensteine in der frühen Kindheit und sollte als solches nicht unterschätzt werden.

Der Sprache förderliche Maßnahmen sind:

  • Aktives Vorlesen
  • Meditation
  • Musik, Klatschen

Denn jene Kinder, die diese wichtigen Entwicklungsschritte erfolgreich abschließen, haben die besten Voraussetzungen für eine positive, kognitive Entwicklung.

Ihre Praxis für Sprachtherapie Prollius

Sprachprobleme bei Kindern

Das erste Mal ‚Papa‘ aus dem Mund deines Kindes zu hören ist einfach großartig. Du kannst davon nicht genug bekommen und hast, bis es endlich soweit war, unzählige Male deinem Baby die Wortsilbe ‚pa‘ vorgesagt. Intuitiv hast du das getan, was Babys für die Sprachentwicklung brauchen: Laute hören, und Lippenbewegungen sehen, um daraus selbst Laute zu nachzubilden. Durch das geduldige Wiederholen sowie deine sicht- und hörbare Freude über das erste ‚babababa‘ wird dein Kind lernen, von ‚babababa‘ immer mehr seine babyhafte Sprache zu verfeinern, bis es endlich Papa sagen kann.

Das klappt normalerweise sehr gut und früher oder später wird sich der Wortschatz deines Kindes so erweitert haben, dass es nicht nur einzelne Wörter, sondern sogar schon einfache Sätze bilden kann. Wann und in welchem Umfang dein Kind sprechen lernt und es seinen Wortschatz ausbaut, bestimmt dein Kind selbst. Es gibt Kleinkinder, die sehr früh quasseln wie ein Wasserfall und es gibt die Spätzünder, die sich mit dem Sprechen Zeit lassen. Ist dein Kleinkind „sprachfaul“, musst du dir erst einmal keine Sorgen machen, ob dein Kind eine Sprachstörung hat.

Auch eine undeutliche oder falsche Aussprache lässt noch nicht zwingend auf ernsthafte Sprachprobleme bei Kindern deuten. Verbessern sich Aussprache und Wortschatz deines Kindes trotz Übung nicht deutlich, kann jedoch eine Sprachentwicklungsverzögerung oder eine Sprachstörung vorliegen.

Hat mein Kind Sprachprobleme?

Falls dein Kind beim Reden Auffälligkeiten zeigt, kann dies aber ein Hinweis auf Sprachprobleme sein. Mit diesem Ratgeber wollen wir dir helfen, mögliche Probleme bei der Sprachentwicklung deines Kindes frühzeitig zu erkennen. Sollte dein Kind wirklich eine Sprachstörung haben, sind frühe Diagnostik und Gegenmaßnahmen wichtig, um das Kind beim Erlernen der Sprache zu unterstützen.

Immer mehr Kinder haben Sprachdefizite, wie die Untersuchung der Barmer zeigt. Probleme bei der Sprachentwicklung werden oft erst bei der Einschulungsuntersuchung festgestellt und die betroffenen Kinder starten dann benachteiligt in die Grundschule.

Umso früher die Ursache gefunden wird, desto schneller kann ein Kind seine sprachlichen Defizite aufholen und findet den Anschluss an Gleichaltrige. Im Idealfall ist bis zur Einschulung eine deutliche Verbesserung der Sprachentwicklung festzustellen. Denn als Schulkind ist ein altersgerechtes Sprachniveau wichtig, um lernen zu können.

Sprachentwicklung: Wie gut soll ein Kind in welchem Alter sprechen können?

Vorweg möchten wir dich beruhigen. Es gibt keinen festen Zeitpunkt, an dem dein Kind dieses oder jenes können muss. Jedes Kind entwickelt sich in seinem eigenen Tempo und oft überholen Kinder Gleichaltrige, obwohl sie anfangs beim Sprechen zu den Spätzündern gehörten.

Entwicklungsschritte beim Sprechen sind durchschnittliche Werte

Nur anhand von Beobachtungen vieler Kinder lässt sich ein Mittelwert bestimmen, in welchem durchschnittlichen Alter Kinder etwas können. Einige Kinder können das etwas früher, andere etwas später. Erst, wenn sich bei deinem Kind eine deutliche (!) Abweichung von diesem Mittelwert abzeichnet, muss genauer hingeschaut werden, ob dein Kind Sprachprobleme hat. Dabei bekommst du ohnehin Unterstützung vom Kinderarzt und von der Kita.

Baby´s erste Worte

Etwa hab dem 7. Lebensmonat entdecken Babys ihre Stimme und bilden unkontrollierte Laute, die sich wie Gurren oder Juchzen anhören. Bis zum 10. Lebensmonat können Kinder Silben aneinander hängen. Das kann dann ma-ma-ma oder ba-ba-ba sein. Um den 1. Geburtstag sprechen Kinder schon etwas mehr. Es werden verschiedene Silben gemixt. Das kann sich anhören wie ma-ba-ga oder am-am-ba. Im Alter von 1 Jahr bis 1,5 Jahre lernen die meisten Kinder zu verstehen, das Worte sich unterscheiden und sie einen Sinn haben.

Etwa mit eineinhalb Jahren können Kinder mitunter den Wau-Wau klar zuordnen und den Hund so benennen. Die Worte klingen zwar noch nicht ganz richtig, aber das Kind hat seinen eigenen Wortschatz kreiert, den auch du erkennen kannst. Kleinkinder in diesem Alter sind schon in der Lage, etwa 2-10 Wörter zuzuordnen und so können sie die für sie wichtigsten Dinge beim Namen nennen. Auch das Sprachverständnis ist schon ganz gut.

Einfache Sätze werden verstanden. Es gibt Kinder, die in diesem Alter noch keine Lust auf sprechen haben. Sie verweigern es, die Sprachübungen mit Mamas und Papas nachzuplappern.

Sprachentwicklung beim Kleinkind

Im zweiten Lebensjahr nimmt die Sprachentwicklung Fahrt auf. Bis zum 2. Geburtstag beherrschen die Kinder durchschnittlich 20 – 50 Wörter und sie sind in der Lage aus zwei oder drei Wörtern einfachste Sätze zu bilden (z. B. Papa essen, Mama Tür).

Circa mit 2,5 Jahren weitet sich der Wortschatz deines Kindes aus, es versteht fast alles, was du sagst und dein Nachwuchs kann sich gut verständigen. Außerdem bilden die Kleinen in dem Alter eigene Worte für Dinge, von denen sie noch nicht genau wissen, wie es heißt, aber von dem sie etwas Charakteristisches kennen. Der Mann mit dem Hund heißt „Hundemann“, die Frau mit dem schönen Auto heißt „Autofrau“.

Dein Kind kann vermutlich den Hund als „schöner Wau-Wau“ beschreiben.
Bis zum 3. Geburtstag kann sich dein Kind zur Quasselstrippe entwickelt haben und löchert dir mit 1000 Fragen den Bauch:

  • wer
  • wie
  • was
  • warum
  • wieso

Das sind nun die Lieblingswörter vieler Kinder, die bereits 2-3 kleine Sätze aneinanderreihen können und sogar in Ich-Form erzählen. Im nächsten halben Jahr werden die Sätze präziser und länger. Nach wie vor gibt es Laute, die einfach zu kompliziert gebildet und deshalb von Kleinkindern noch nicht sicher beherrscht werden.

Dazu gehören z. B:

  • sch
  • ch
  • ck
  • z
  • tz

Erste sprachliche Reife von 4-6 Jahre

Im Alter von 4-6 Jahren erreicht die Sprachentwicklung ihre Reife. Alle Laute können gebildet werden und die Sätze sind grammatikalisch ordentlich und dazu geeignet, Gedanken und Geschichten zu kommunizieren. Eine ausführliche Beschreibung der einzelnen Entwicklungsetappen findest du hier in tabellarischer Form.

Wie erkennt man Sprachprobleme bei Kindern?

Als Papa kennst du dein Kind sehr genau und kannst z. B. erkennen, wenn dein Kind keine Lust hat und deshalb wenig spricht. Keine Lust auf reden heißt aber nicht, dass dein Kind nicht sprechen kann. Höre genau hin, ob dein Kind einzelne Wörter wenigstens ab und zu ausspricht und ob die Aussprache altersgerecht erscheint. Wächst der Sprachschatz, ist das ein gutes Signal.
Versteht dich dein Kind, wenn du es etwas fragst oder du ihm eine kleine Aufgabe gibst, ist auch dies ein positives Zeichen. Probiere Anweisungen und Fragen wie:

„Gib dem Papa den Ball.“
„Hole mir das Auto.“
„Willst du eine Banane?“
„Wo ist dein Schnuller?“

Kleinkinder haben Spaß daran, wenn sie kleine Aufgaben gestellt bekommen, die sie erfüllen und dafür Lob erhalten. Diese kindliche Spielfreude kannst du nutzen, um mit deinem Nachwuchs seine Sprache zu trainieren. Bitte es häufig, etwas zu tun. Frage es viel, so dass es antworten muss. Die Techniker Krankenkasse empfiehlt Eltern, beim Verdacht auf eine Sprachentwicklungsverzögerung mit dem Kind beim Kinderarzt vorzusprechen und gibt Eltern hier weitere Tipps.

Spielend die Sprache üben & Sprachprobleme erkennen

Spielerisch kannst du dein Kind dazu animieren, mehr zu sprechen. Spiele mit deinem Kind ein Memory und benennt zusammen das, was als Motiv auf der Spielkarte zu sehen ist. Indem ihr häufig spielt, sollte sich der Sprachschatz kontinuierlich steigern.

Während dem Memory-Spiel hast du Gelegenheit, dein Kind die Bezeichnung der einzelnen Motive wiederholen zu lassen. So hörst du, ob die Aussprache dem Alter entsprechend okay ist. Falls nicht, sprich deinem Kind das Wort langsam und deutlich vor. Durch die zahlreichen Wiederholungen sollte sich die Aussprache verbessern.
Vielleicht merkt dein Kind sehr schnell, dass du ihm Worte entlocken willst. Wenn es keine Lust hat, kann es sich verweigern. Statt der Frage: „Wie heißt das Tier auf der Karte?“ kannst du ein paar Tricks versuchen:

  • Sage bei der Auto-Karte: „Schau mal, die Katze ist schön!“ – Korrigiert dich dein Kind?
  • Sage bei der Karte mit dem Haus: „Ich habe den Vogel gefunden!“ – Bemerkt dein Kind den Fehler?
  • Frage es: „Weißt du, wo die Karte mit dem Hase liegt?“ – Macht es sich auf die Suche nach dem Hasen?

Frage-Antwort-Spiele für dein Kind

Außerdem solltest du deinem Kind möglichst oft Fragen stellen, die es beantworten kann. Achte dabei auf Fragen, die nicht nur mit ‚ja‘ oder ’nein‘ oder einem Kopfnicken bzw. Kopfschütteln zu beantworten sind.

Das Spiel ‚Ich sehe was, was du nicht siehst‘ eignet sich sehr gut. Du beschreibst deinem Kind etwas, das du siehst und es muss erraten, was du beschreibst. Dabei hört dein Kind deine Aussprache, es muss aber auch raten, ob du den Tisch, den Stuhl, die Uhr oder das Bild an der Wand meinst. Vereinbare als Spielregel, dass es nicht erlaubt ist, mit dem Finger auf den Gegenstand zu zeigen.

Spricht dein Kind beim Raten die Wörter falsch aus, kannst du unauffällig korrigieren, indem du wiederholst: „Nein, nicht das Bild.“

Kommt ihr dabei gut voran, intensiviere das Spielen. Im Alltag gibt es überall etwas zu entdecken. Frage es immer wieder, was dieses oder jenes ist. Lernt zusammen ein kleines Kinderlied und lese deinem Kind häufig vor und rede mit ihm über die vorgelesene Geschichte.

Vorsorgeuntersuchungen und Kita decken Sprachprobleme auf

Beim Überprüfen der Sprachentwicklung kommen dir Kinderarzt und Kindergarten zu Hilfe. Während der Vorsorgeuntersuchungen beim Kinderarzt wird sich der Arzt mit deinem Kind unterhalten und dir Fragen über die sprachliche Entwicklung deines Kindes stellen. Dabei fallen Sprachstörungen oft auf. Der Kinderarzt kann dich beraten, wie du mit deinem Kind das Sprechen üben kannst.

Außerdem kann er dich mit deinem Kind zu einem Logopäden überweisen, der sich die Sprachentwicklung deiner Tochter / deines Sohnes näher anschaut.
Geht dein Kind bereits in die Kita, achten die Erzieherinnen ebenfalls auf die Entwicklung der Sprache und werden dich oder deine Frau bei Auffälligkeiten ansprechen. Im Kindergarten wird ohnehin die Sprachentwicklung der Kindergartenkinder gefördert. Die Kleinen lernen Lieder, singen beim Stuhlkreis und die Erzieher regen die Kleinen spielerisch dazu an, miteinander zu reden.

Woher kommen Sprachprobleme bei Kindern?

Wenn Kinder beim Entwicklen ihrer Sprache Probleme haben oder Laute auch kurz vor der Einschulung noch nicht richtig bilden können, kann dies diverse Ursachen haben. Die Ursachenforschung ist immens wichtig, um das Kind beim sprechen lernen zu unterstützen.

Sprachentwicklungsstörungen können z. b. verursacht werden durch:

  • körperliche Ursachen
  • psychische Ursachen
  • Autismus
  • Behinderung
  • zu wenig reden mit dem Kind
  • undeutliche Aussprache der Eltern

Es ist nur selten möglich, Gründe für eine Sprachentwicklungsstörung auf Anhieb auszumachen – es sei denn, es sind etwaige Gründe bereits bekannt. In jedem Fall solltest du mit dem Kinderarzt in engem Kontakt stehen, da er dein Kind gut kennt und oftmals einen „Tipp“ hat, was ursächlich sein könnte. Unter Umständen ist aber eine aufwändige Diagnostik notwendig. Nachfolgend zwei Beispiele, die sehr oft beim Erlernen der Sprache behindern.

Probleme mit dem Gehör als Ursache für Sprachstörung

Eine vorausgegangene Mittelohrentzündung oder eine andere Erkrankung mit dem Ohr kann für die Sprachstörung verantwortlich sein. Ein Kind, das nicht gut hört, versteht vorgesagte Wörter nicht und kann deshalb die Laute nicht nachbilden.

Kinderärzte schicken betroffene Familien darum fast immer zum Ohrenarzt, um das Gehör zu überprüfen. Bei beeinträchtigtem Hörvermögen kann es notwendig sein, dass dein Kind ein Hörgerät bekommt. Sobald es dann richtig hören kann, wird durch intensive Sprachförderung der Rückstand bei der Sprachentwicklung meist sehr schnell nachgeholt.

Problemzentrum Mund: Zähne, Kiefer und Lippenbändchen als Ursache

Der Grund für die schlechte Sprachentwicklung kann sogar im Mund sitzen. Ein zu kurzes Lippenbändchen, eine Zahnfehlstellung oder eine Kieferfehlstellung kommt ebenfalls in Betracht. So schränkt ein zu kurzes Lippenbändchen die Bewegungsfreiheit der Zunge ein, wodurch verschiedene Laute aufgrund anatomischer Einschränkungen gar nicht erst gebildet werden können.

Durch einen kleinen operativen Eingriff kann dies behoben werden. Anschließende Logopädie lässt das Kind schnell die Sprachdefizite aufholen.

Ursache für Sprachprobleme diagnostizieren

Der Kinderarzt wird dein Kind untersuchen. Manchmal lassen sich anhand der Symptome Ursachen erkennen. Dies ist z. B. beim verkürzten Lippenbändchen sehr einfach. Ist es zu kurz, kann dein Kind die Zunge nur wenig aus dem Mund strecken. In der Kinderarztpraxis kann zumindest oberflächlich untersucht werden, ob dein Kind gut hört.

Dennoch sind die Untersuchungsmöglichkeiten in der Kinderarztpraxis beschränkt, so dass der Mediziner dich an Experten überweisen wird. Dies kann eine Überweisung in eine Ohrenarztpraxis oder in die Uniklinik sein, wo bessere Gerätschaften für die Untersuchungen bereitstehen. Ebenfalls ist eine Überweisung in ein Sprachzentrum denkbar. Sobald die Diagnostik abgeschlossen ist, kann die Sprachförderung beginnen. Während der Therapie solltest du dein Kind intensiv begleiten und jede Gelegenheit nutzen, um spielerisch mit ihm sein Sprachdefizit zu minimieren. Bei guter Therapie kann es fast jedes Kind schaffen, seine Probleme beim Sprechen aufzulösen und sich altersgerecht weiterentwickeln.

Normale Sprachentwicklung bei Kindern vom 1.-3. Lebensjahr

Stufen der Sprachentwicklung bei Kindern vom 1.-3. Jahr

ab 1.Lebensjahr

  • beginnt vorgesprochene Wörter nachzusprechen (11.Monat)
  • kann einen Gegenstand identifizieren,wenn dessen Namen genannt wird
  • ,,da“ wird als Zeigewort benutzt
  • spricht erste deutliche Wörter (meistens Mama,Papa)
  • gleichzeitig macht das Kind seine ersten Schritte
  • Blickkontakt wird zur Kommunikation genutzt
  • Eltern sollten die Sprache ihres Kindes immer unterstützen!
  • nach Mama und Papa kommen weitere Wörter hinzu (z.B /ato/ für Auto, /lulli/ für Schnuller)
  • ihr Kind hat nun entdeckt das bestimmte Wörter oder Äußerungen mit bestimmten Abläufen oder Gegenständen verbunden sind
  • mit 18 Monaten kann ihr Kind bereits 3 Wörter sprechen (ausgenommen Mama und Papa)…einige Kinder legen hiernach eine kleine Pause ein

Die meisten Kinder nutzen diese Pause bis zum 2.Geburtstag, um genügend Wörter für die nächste Phase der 50 Wortgrenze (50 versch. Wörter) der Sprachentwicklung zu sammeln.

ab 2.Lebensjahr

  • 50 Wortgrenze ist langsam erreicht
  • Wörter werden jetzt kombiniert (als Frage/ Antwort oder meinen Besitz anzuzeigen und vieles mehr)
  • danach beginnt das Kind die sogenannten Zwei-Wort-Sätze (z.B. Mama weg,Teddy da)
  • 1. Fragealter beginnt (Kind fragt den ganzen Tag und möchte Erklärungen haben) z.B. ,,Was ist das?“
  • Wortschatzexplosion, wird die Zeit des rasanten Anwachsens des gesprochenen Wortschatzes genannt (das was das Kind schon selber sprechen kann)
  • der Wortschatz wächst auf 250 Wörter
  • täglich werden dadurch 5-9 neue Wörter gelernt/erlernt (Wörter müssen noch nicht korrekt ausgesprochen werden vom Kind)
  • ihr Kind versteht immer mehr Wörter und Situationen, weil sein Wortschatz täglich wächst

ab 2,5 Jahren

  • der Wortschatz wächst weiter
  • Sätze werden immer länger (3-4 Wortsätze)
  • Laute der Muttersprache werden Schritt für Schritt erlernt,die Zunge beherrscht ihr Kind schon sehr gut (erste Laute: /k/,/g/,/ch/,/r/)
  • viele Kinder lassen sich hierbei auch noch Zeit, das erlernen der Zisch-und Rachenlaute werden weiterhin ausdifferenziert
  • längere Aufforderungen werden vom Kind verstanden
  • falsch gesprochene Wörter sollten von den Eltern durch korrektives Feedback beiläufig verbessert werden! –> Beispiel: Sie greifen z.B. einen Satz des Kindes auf, wiederholen ihn richtig und erweitern ihn.

ab 3. Lebensjahr

  • der Wortschatz wird immer größer (nach dem 3. Jahr auf 800 Wörter)
  • die Wörter entsprechen jetzt mehr der Wortbedeutung von Erwachsenen
  • einfache Sätze werden jetzt richtig gebildet
  • einige Kinder beginnen schon Nebensätze zu bilden (/und/, /oder/ & /dann/- Sätze, später folgen: /wenn/,/weil/ und /als/
  • schwierige Lautverbindungen werden erlernt (bl-,kl-,kn- usw.)
  • 2.Fragealter beginnt: Mit der Frage ,,Warum? erwirbt das Kind zunehmend mehr Wissen von der Welt

Wann fangen Kinder an zu sprechen: Neue Welten

Nichts macht Eltern stolzer, wenn der Nachwuchs das erste Wort von sich gibt. Wann beginnt das Abenteuer Sprache bei Kindern?

Die Kommunikation eines Kindes fängt schon früh an, man erschrickt sich mächtig, dass man plötzlich aus dem warmen Bauch in die kalte Außenwelt geholt wurde – und schreit. Nach und nach entdeckt das Baby, dass es mit verschiedenen Arten von Schreien ein bestimmtes Bedürfnis ausdrücken kann und Mama und Papa reagieren. Auf der anderen Seite wissen bald die Eltern, was die bestimmten Schreie, Wimmern und Gurgeln bedeuten. Bis das Kind dann spricht, dauert es aber noch ein bisschen. Wann aber ist es soweit und das Kind fängt an zu sprechen?

Wann fangen Kinder an zu sprechen?

Plappern und Lallen: Die erste Sprache

Ab dem vierten Monat geht es mit dem Geplapper los, Vokale und Konsonanten werden miteinander verbunden. Die Kleinen brabbeln los, sie experimentieren, was ihnen aus dem Mund alles entweichen kann, sie entdecken Gaumen, Kehlkopf, Zähne, die Zunge und Lippen. Sie spielen mit der Lautstärke und wechseln zwischen laut und leise. Übrigens plappert und lallt das Kind international – noch hören sich in dem Alter alle Babys gleich an, das ändert sich dann ungefähr mit dem sechsten Monat, denn dann nehmen sie mehr wahr und machen ihre Eltern nach. Diese Nachahmung ist wichtig, denn ohne sie fängt das Kind nicht an zu sprechen, das merkt man dann bei tauben Babys, die ihre Eltern nicht hören können und dann verstummen.

Aus den unverständlichen Monologen werden Worte

Ab dem sechsten Monat ahmen Kinder Sprachmelodien nach und eigentlich hört sich das, was sie dann von sich geben wie richtige Worte an, aber es sind immer noch aneinandergereihte Silben. Um das erste Lebensjahr herum hört man dann das erste Wort, einsilbig, vielleicht zweisilbig. Ihre Umgebung ist verzückt und das spornt die Kinder noch mehr an, sich an neuen Wörtern zu versuchen. Wie bei allen Entwicklungen gibt es Unterschiede – es gibt Kinder, die brabbeln vor sich hin und haben schon mit sieben Monaten ein Mama oder Dada drauf, andere brauchen länger, präsentieren dann aber mit 18 Monaten gleich ein größeres Repertoire. Also nicht verrückt machen lassen, wenn der Nachwuchs noch nichts von sich gibt.

10 Wörter am Tag: Sprechen lernen

Man geht davon aus, dass die Kinder bis zu 200 Wörter in ihrem Wortschatz haben, wenn sie das zweite Lebensjahr erreicht haben. Aber dann geht es los: Täglich können die Kleinen bis zu 10 Wörter lernen. Sie können ihre Wünsche formulieren und zwischen sich und der Welt unterscheiden. Zwei-Wörter-Sätze werden zu Drei-Wörter-Sätzen. Längere Gespräche sind möglich.
Natürlich möchten die Eltern den Redefluss ihres Kindes verbessern und unterstützen, hierbei gilt: Je mehr man miteinander redet, desto besser wird der Wortschatz der Kleinen. Dabei sollte man einige Dinge beachten:
• Kinder anschauen: Die Kleinen schauen ganz genau auf den Mund, um die Wörter nachzumachen, Konsonanten wie K oder T können sie nicht sehen, deshalb kann es sein, dass sie sie am Anfang verwechseln.
• Keine Babysprache: So niedlich es ist, aber man sollte den Kindern in ganzen Sätzen und mit den richtigen Wörtern antworten. So lernen sie nach und nach, es richtig zu machen.
• Vorlesen: Je mehr man vorliest, desto mehr nimmt das Kind auf. Filme oder Audio erweitern den Wortschatz am Anfang nicht so sehr wie tägliche Vorleserunden.
• Singen und Reime machen Spaß und fördern die Lust auf mehr Sprache.
• Nicht unterbrechen und ausreden lassen, damit sich erst gar keine Sprachhemmung entwickeln kann.

Vom 1. bis zum 5. Lebensjahr

Sprachentwicklung bei Kindern und Babys: Gemeinsam sprechen lernen

Weiterlesen Vom 1. bis zum 5. Lebensjahr Weiterlesen

Wenn man also oft mit den Kleinen kommuniziert, ihnen Geschichten erzählt, nicht in der Babysprache verharrt und ihnen in ganzen Sätzen antwortet, hat man schon einen guten Grundstock gelegt. Jedes Kind entwickelt sich aber anders und man sollte nicht panisch werden, wenn es nicht mit acht Monaten ein „Mama“ herausgebracht hat – wenn es sich ansonsten gut entwickelt und an seiner Umgebung interessiert ist, besteht kein Grund zur Sorge. Sollte das Baby allerdings nicht auf Geräusche reagieren, wäre ein Gang zum Kinderarzt zu empfehlen, damit das Gehör getestet wird. Ansonsten immer viel mit dem Nachwuchs reden, irgendwann fangen die Kinder an zu sprechen – ganz bestimmt. Und dann sehnt man sich manchmal nach den Zeiten der Ruhe.

Sprachentwicklung: Ab wann sprechen Kinder?

Die Sprachentwicklung bei Babys und Kindern

Wie Kinder sprechen lernen ist ein ganz besonderer und komplexer Vorgang. Wissenschaftler sind immer noch dabei die Sprachzentren und das Lernvermögen des Menschen zu erkunden. Doch für uns Eltern ist es einfach nur bezaubernd zu hören, wie aus den niedlichen Geräuschen die erste Worte werden.

Dabei durchläuft dein Baby wichtige Meilensteile der Sprachentwicklung, die weltweit in jeder Kultur anzutreffen sind. Auch wenn sich diese Meilensteine grob in Lebensmonaten festhalten lassen, sollte man nicht vergessen, dass jedes Baby und Kind unterschiedlich schnell lernt. Kleine Abweichungen vom Schema sind kein Grund zur Sorge. Welche Zeiträume welchen Entwicklungsstand genau entsprechen, erfährst du in diesem Artikel.

Babys lernen schon im Mutterleib

Schon ab der 24. Schwangerschaftswoche entwickelt sich das Hörvermögen deines Babys. Ab da lauscht es deinem Herzschlag, deinem Atem und deiner Stimme. Tagein, tagaus. Es gewöhnt sich an deine Klangfarbe, das Volumen und hört ob es dir gut oder schlecht geht. Das ist nicht nur wichtig für die Bindung zwischen Mutter und Kind, sondern ebnet den Weg für die weitere Sprachentwicklung in der eigenen Muttersprache.

Voraussetzungen für den Spracherwerb von Babys

Grundsätzlich kommen alle gesunden Babys mit den nötigen Kapazitäten und Fähigkeiten, um Sprechen zu lernen, zur Welt. Eine der wichtigsten Voraussetzungen ist ein gutes Gehör. Aber auch andere Sinnesorgane spielen dabei eine Rolle für das richtige Verständnis.

Genauso wie seine Umwelt und Umgebung als auch die gebotene Anregung, Wärme und Liebe der Bezugspersonen. Das heißt sowohl körperliche, als auch psychologische Faktoren spielen eine Rolle beim Spracherwerb. Ein Kind muss gesund sein und sich geliebt und akzeptiert fühlen, um sein volles Potenzial nutzen zu können.

Kinder haben genug Eigenmotivation zum Sprechen

Babys wollen von sich aus Sprechen lernen und kommunizieren. Die Kommunikationsform des Menschen ist einzigartig und angeboren. Die komplexen Sprachzentren im Gehirn sind schon vor der Geburt vorhanden. Sie sorgen dafür, dass alle Kinder ungefähr die gleichen Prozesse des Spracherwerbs durchlaufen.

Das lässt sich auch darin feststellen, dass Babys schon sehr früh eine eigene Babysprache entwickeln, um zu kommunizieren. Darum verstehen Eltern ihre eigenen Babys schon lange bevor sie die ersten Wörter sprechen. Geräusche, Mimik und Gestik werden bestimmten Bedeutungen zugeordnet. Auch Gebärdensprache oder Babysignale lernt das Baby früher als das akustische Sprechen. Das verdeutlicht die bereits aktiven Sprachzentren, das Sprachverständnis und die Kommunikationsfreude von Babys.

Babys kommunizieren schon, bevor sie sprechen können

Sprechen Lernen: Die Stufen des Sprechen lernen

Die Phasen der Sprachentwicklung lassen sich ähnlich einteilen wie die Entwicklung der Motorischen Fähigkeiten bei Babys. Trotzdem hat jedes Kind sein eigenes Tempo und die Altersangaben sind nur grobe Richtwerte.

  • Der Spracherwerb beginnt bereits vor der Geburt. Nachdem das Baby im Mutterleib erstmal nur zugehört hat, ist der erste Laut den es von sich geben wird das Schreien. Darauf folgen in den ersten Wochen bereits glucksen und gurren.
  • Ab dem 3. Monat beginnt es aktiv sich an neuen Geräuschen und Silben auszuprobieren. Schmatzen, Zischen und Lallen in verschiedenen Tonlagen lässt deutlich sehen, dass es seine Umwelt wahrnimmt, versteht und versucht zu interagieren. Das Lallen wird zum Brabbeln, mit eigener Betonung. Es versteht die Bedeutung seines eignen Namen, Mama und Papa.
  • Mit einem Jahr etwa, entstehen so Babys erste Wörter. Sie stehen auch gleichzeitig für ganze Sätze. Jetzt lernt dein Baby neue Wörter in einem rasenden Tempo. Aus Einwortsätzen werden schnell Zwei- und Dreiwortsätze.
  • Ab dem dritten Lebensjahr kennt der Redefluss kein halten mehr. Fragen, Sachverhalte und Vorhaben werden sicher und grammatikalisch korrekt ausgedrückt. Der nächste große, und letzte Schritt ist das Lesen und Schreiben lernen. Die Verbindung von Lauten mit entsprechenden Schriftzeichen.

Symbolisch: Der Sprachbaum nach Wendlandt

Der Sprachbaum nach Wendlandt ist eine symbolische Darstellung des Spracherwerbs bei Babys und Kindern. Er umfasst alle Umgebungseinflüsse sowie biologische und soziologische Einflüsse, welche die Sprachentwicklung deines Babys beinhaltet. Die Form des Baums verdeutlicht sehr anschaulich, welche Fähigkeiten wann und zu welchen Bedingungen erreicht werden können.

So stellen die Wurzeln des Baumes alle wichtigen Voraussetzungen dar, die ein Baby mit auf die Welt bringt. Dazu gehören seine Muttersprache und Kultur, Lautieren, Sinnesorgane und gehirnliche Kapazitäten. Der Stamm entspricht der Sprachfreude und dem Sprachverständnis, die einem starken Halt für die kommende Baumkrone darstellen müssen. Wie jeder Baum braucht auch dieser Wasser in Form von Sprachanregung, um zu wachsen.

In der Krone entfaltet sich letztendlich der Sprachwortschatz des Kindes. Die richtige Grammatik wird automatisch integriert. Alle Laute werden eingeübt und korrekt ausgesprochen. Die Spitze der Krone ist die Lese- und Schreibfähigkeit. Doch nicht zu vergessen für ein gesundes Wachstum ist die Sonne. Sie steht sie für die elterliche Liebe, Zuneigung und Akzeptanz. Nur so kann ein gesundes Wachstum gelingen.

Sprachentwicklung: Tabelle für Baby und Kind

Entwicklungsschritte Aktive Sprache Sprachverständnis
0 – 3 Monate Schreien, weinen, glucksen, gurren
3 – 6 Monate Beginn der Lallphase, Geräusche und Vokale Reaktion auf Geräusche
6 – 8 Monate Brabbeln in Doppelsilben Eigener Name
8 – 12 Monate Lautkombinationen bekommen Bedeutungen Einzelwörter, Verbote, Aufgaben werden erkannt
12 – 18 Monate Einwortäußerungen, Protowörter Etwa 50 Wörter
18 – 24 Monate Zwei- bis Dreiwortsätze Etwa 200 Wörter
24 – 36 Monate Komplizierte Laute, kurze Sätze, Warum-Fragen Farben, Handlungen und Bilder werden erkannt
Bis 5 Jahre Alle Konsonanten, zählen und grammatikalische Regeln Etwa 2000 Wörter
Ab 6 Jahren Sch-Laut und alle grammatikalischen Regeln Ausgereift

Das Sprachliche Vorbild für Babys und Kinder

Auch wenn ein Baby alle nötigen Voraussetzungen zum Sprechen bereist mit auf die Welt bringt, liegt der Erfolg des Spracherwerbs in den Händen der Bezugspersonen und seiner Umgebung. Babys kommen sprachlich international zur Welt. Welche Sprache und wie gut sie diese lernen, hängt davon ob was und wie viel im Umfeld gesprochen wird.

Kindern lernen von Vorbildern. Sie haben eine natürliche Freude am Sprechen und möchten kommunizieren. Darum ist es wichtig, dass Sprache allgegenwärtig ist. Die Eltern sollten viel und gerne über die Welt, Gedanken und Gefühle sprechen. Alles benennen und kommentieren und dabei das Kind aktiv mit einbeziehen, es anregen zum nachahmen und teilnehmen.

Wie kann ich mein Kind beim Sprechen fördern

Du kannst dein Kind zusätzlich in vielen Bereichen beim Spracherwerb unterstützen. Um die Freude am Sprechen zu bewahren, ist es aber vor allem wichtig, das Kind nicht unter Druck zu setzen. Jedes Kind lernt in seinem eigenen Tempo. Und auch wenn es Phasen gibt, in denen es nicht viel spricht, lernt und versteht es mehr als wir manchmal annehmen.

Ein geduldiger, liebevoller Umgang bietet die besten Vorrausetzungen. Höre deinem Kind ruhig zu und lass es immer aussprechen, auch wenn es mal länger dauert. Korrigiere es nicht, sondern wiederhole authentisch und natürlich das Gesagte in der richtigen Form. So entgeht ihr Frustrationen auf beiden Seiten. Fehler gehören zum lernen dazu und sollten nicht kritisiert werden.

Sprich viel mit deinem Baby, benenne alles Mögliche

Du kannst schon früh damit beginnen deinem Baby aus Kinderbüchern vorzulesen. Anschauliche Babybücher mit vielen Farben und Formen regen auch weitere Sinne an, um zu entdecken und lernen. Zu Beginn reichen kurze Geschichten oder das Beschreiben von Bildern. Zusätzliche Gesten unterstreichen das Gelesene. Auch Singen und Reimen bereiten Freude und laden zum Mitmachen ein.

Du kannst alles kommentieren und erklären, was ihr den ganzen Tag macht. Die meisten Eltern machen das ganz intuitiv. Sie spreche langsam und deutlich, in einfachen Worten. Die Tonlage ist dabei etwas höher und es werden am Ende bereits Pausen eingebaut, als würde man auf eine Antwort warten. Das ist genau richtig!

Eine Baby- oder Robotersprache ist nicht förderlich. Langsam und deutlich sprechen schon.

Die Kombination von Sprache mit Gesten

Gesten sind ein tolles Hilfsmittel im Alltag, um Handlungen mit Sprache zu verknüpfen. Babys fällt es viel leichter, sich mit Hilfe von Gesten auszudrücken. Denn das klappt schon lange bevor die ersten Wörter kommen. Arme und Hände austrecken, um auf den Arm genommen zu werden. Die Finger zum Mund führen, um Hunger anzuzeigen. Viele dieser Gesten entstehen ganz von alleine.

Gestikulieren begleitet auch uns Erwachsene ganz automatisch beim Sprechen. Versuche doch einmal ganz aktiv darauf zu achten, deine Sätze mit den Händen zu verdeutlichen. Du wirst sehen, dass dein Baby dich nicht nur besser versteht, sondern es auch bald nachahmen wird. Eine große Freude für die kleinen, denn sie wollen vor allem verstanden werden.

Was kann die Sprachentwicklung beeinträchtigen?

Es gibt ein paar Faktoren, die die Sprachentwicklung bei Babys und Kindern verlangsamen können. Dazu gehören meistens körperliche Beeinträchtigungen, wie schlechtes Hörvermögen durch Polypen, frühere Hirnhautentzündungen oder Probleme mit Mund und Lippen. Sollten bei der U7 hier Auffälligkeiten auftreten, wird euch der Kinderarzt an einen HNO Arzt weiterleiten.

Sprachstörungen können auch bei allgemeinen Entwicklungsstörungen, oder einem Rückstand auftreten. Das kann entweder mit Fehlbildungen oder schweren Traumata einhergehen. Darum ist es besonders wichtig, liebevoll und mit viel Geduld an das Thema heran zu gehen. Falls du die Vermutung hast, dass dein Kind etwas zurückliegt oder Schwierigkeiten hat, sprich deinen Kinderarzt darauf an.

Die meisten Sprachstörungen sind Verzögerungen. Das heißt, du musst dir keine großen Sorgen machen. Jedes Kind ist in seiner Sprachentwicklung ganz individuell und durchläuft manche Phasen früher oder eben später.

Mögliche Sprachstörungen bei Kindern

Die häufigsten möglichen Sprachstörungen bei Kindern sind das Stottern, Poltern und Stammeln. Die Ursachen für diese Störungen sind sehr komplex und gehen oft mit Hypernervosität und fehlender Konzentrationsfähigkeit einher.

Stammeln und Lispeln sind allerdings Erscheinungen im Kleinkindalter, die nach dem 4.-6. Lebensjahr von alleine wieder abnehmen und verschwinden. Es ist immer ratsam, die Kinder nicht unter Druck zu setzen oder sich übermäßig Sorgen zu machen.

Gerade das Sprachverhalten spiegelt schnell den emotionalen Zustand wieder. So kann zum Beispiel die Ankunft eines neuen Geschwisterchens oder der Eintritt in eine Krabbelgruppe Auswirkungen darauf haben. Sollten vermehrt Sprachfehler auftreten, kannst du zusammen mit deinem Kinderarzt besprechen, ob ein Besuch bei einem Logopäden sinnvoll ist.

Fazit

Die meisten Kinder entwickeln sich ganz wunderbar und ohne Probleme. Jedes zu seiner eigenen Zeit. Besonders das Sprechen lernen ist so komplex, dass es viel Übung, Fehler und Zeit bedarf. Dabei durchläuft dein Baby schon von Geburt an notwendige Phasen des Spracherwerbs.

Besonders wichtig für eine gesunde Entwicklung sind gute Sprachvorbilder. Also Mama und Papa, die viel und mit Freude mit ihrem Baby sprechen. Die Kommunikation sollte immer auf Augenhöhe, mit viel Geduld und Liebe angegangen werden. So gibst du deinem Baby einen vertrauensvollen Raum, um sich ganz in seinem eigenem Tempo zu entwickeln. Denn für die Sprachentwicklung bedarf es vor allem der Freude und Motivation zum Sprechen.

Das Sprachverständnis geht dabei dem eigentlichen Sprechen immer voraus. Unsere Kinder verstehen viel mehr, als sie uns zeigen können.

Erst ab dem 6. Lebensjahr vollendet sich der Spracherwerb, wenn das Kind Lesen und Schreiben lernt. Bis dahin sind undeutliches Sprechen und Fehler völlig normal und bedürfen in den meisten Fällen keiner Behandlung. Sollte es trotzdem zu Auffälligkeiten kommen, wird der Kinderarzt diese bei den U-Untersuchungen feststellen. Die meisten Verzögerungen wachsen von selbst heraus oder lassen sich mithilfe von logopädischen Übungen schnell beheben.

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links

https://www.kindergesundheit-info.de/themen/entwicklung/entwicklungsschritte/sprachentwicklung/ https://www.knetfeder.de/kkpwp/sprache/ https://www.birgit-lange.de/themen/auswahl/sprachentwicklung.html https://www.apotheken.de/krankheiten/4261-sprechstoerungen-und-sprachstoerungen

In meinem Lebenslauf finden sich neben dem Abschluss eines wirtschaftlichen Studiums auch Stationen im Bereich Marketing und Kommunikation. Als mein Kind zur Welt kam, eröffnete sich ein neues Universum. Selbst erschlagen vom Angebot für Eltern und ihre Kinder, hätte ich mir oft einfache Entscheidungshilfen gewünscht. Zusammen mit dem Team von babysicherheit24.de beschäftige ich mich eingehend mit der Materie. Mein Wissen und meine Erfahrungen der letzten 8 Jahre Elternschaft möchte ich nun mit unseren Lesern teilen.

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