Spielzeug selber machen

Seit ich selbst Kinder habe, denke ich wieder viel öfter über meine eigene Kindheit nach und möchte ihnen natürlich all das weitergeben, das auch ich geliebt habe. Ich möchte „alles richtig“ machen und lese viel, stöbere in Foren, bastle und werke. Heute möchte ich Ihnen das Thema Montessori näher bringen, Ihnen einige Bastelanleitungen an die Hand geben, wie Sie verschiedenes Material selbst herstellen können und natürlich passende Übungen dazu vorstellen. Ich werde auch gelegentlich das Wort Spielzeug einsetzen.

Zuerst erfolgt ein grober Überblick zu Maria Montessori und Ihren wichtigsten Leitsprüchen. Im Anschluss stelle ich einige Projekte vor und gebe Anregungen zum Umgang damit. Dann folgen einige Projekte, die ich gerne noch umsetzen würde.

Schwierigkeitsgrad 1/5
(auch für Anfänger geeignet)

Material kosten 1/5
(ab EUR 0,- aus der Resteverwertung)

Zeitaufwand 1-3/5
(fast jedes Spielzeug kann ganz schnell und einfach selbst erstellt werden)

Entwicklungsphasen

Mehr als 100 Jahre ist es nun her, dass Maria Montessori (im folgenden „MM“) erkannte, dass gerade die ersten drei Lebensjahre die wichtigsten Bildungsjahre im Leben eines Menschen sind, welche zur damaligen Zeit jedoch gesellschaftlich ganz und gar nicht so gewertet wurden.

Grundsätzlich unterteilte sie die Entwicklung in drei Phasen:

  • 0-6 Jahre als erstes Kindheitsstadium (Fähigkeiten und Persönlichkeit bilden sich aus)
    wobei hier den Jahren 0-3 die prägendste Zeit zukommt, welche von ihr als unabänderlich gespeichert angesehen wird; die Unversehrtheit anderer Individuen soll in diesen Jahren konsequent gelehrt und verfestigt werden (niemanden verletzen, Höflichkeit, usw.)
  • 6-12 Jahre als zweites Kindheitsstadium (die „stabile“ Phase)
  • 12-18 Jahre als Jugendalter (körperliche und psychische Veränderungen) Platz in der Gesellschaft einnehmen, sich selbst annehmen und Selbstvertrauen stärken, Verantwortung übernehmen in Form eines „Bauernhofs“

Es gibt noch eine vierte Phase, die leider oft unerwähnt bleibt: die Reifezeit von 18-24 Jahren.

In diesen Phasen treten immer wieder Zeiträume auf, in denen die Kinder für spezielle Themen besonders empfänglich sind, sodass sie sich auch ganz leicht darauf fokussieren und konzentrieren können. Unterstützt durch Übungen nach Montessori lernen sie in dieser Zeit besonders effektiv. Daraus resultieren tiefe Erkenntnisse, welche sich äußerst positiv auf das jeweilige Kind in seiner Gesamtheit auswirkt. Um solche Zeiträume zu erkennen und Konzentrationsanreize zu schaffen, entwickelte MM spezielle Materialien für Übungen und erforschte, welche Umgebung die Kinder brauchten, um öfter und leichter in die entsprechende Stimmung zu kommen.

Kinder wollen die Welt im wahrsten Sinne des Wortes BEGREIFEN! Sie möchten alles angreifen, daran riechen, es (aus)kosten.

MM war der Meinung, dass Kinder aus sich heraus lernen und sich in der Gesellschaft eingliedern wollen und Belohnungen sowie Strafen dabei hinderlich sind. Frei lernen bedeutete für sie aber keineswegs einen Laissez-faire-Stil, ganz im Gegenteil: jedes Kind wurde genau beobachtet und gemäß seiner Anlagen liebevoll entwicklungsunterstützend angeleitet, ganz entsprechend ihrer Vorstellung von der „Kosmischen Erziehung“.

Dieses Konzept setzt den Schwerpunkt bei den 3-12jährigen. Die Zeit von 0-3 Jahren soll darauf vorbereiten. Hierbei geht es, grob umrissen, um die Erfassung der großen Zusammenhänge. In den Jahren davor liegt der Schwerpunkt im Erleben mit allen Sinnen, um Ausfeilung der Grob- und Feinmotorik, um Erfassung verschiedener mathematischer Konzepte (Paarung, Strukturen, Wiederholungen usw.), um das Erkennen von Gemeinsamkeiten und Unterschieden und vieles mehr. Dabei werden die Materialien jeweils dem Entwicklungsstand des Kindes angepasst. So können Kinder in den unteren Entwicklungsstufen beispielsweise Gegenständen nach Farben sortieren, später nach Größen und anderen Gemeinsamkeiten, noch später können Sie diese benennen und richtig zuordnen.

Die verschiedenen Entwicklungsstufen und wie man Kinder zuordnen kann wird in vielen Büchern beschrieben. Mir persönlich gefällt die Arbeit unter Anleitung des Buchs „Praxisbuch Kosmische Erziehung. Mit Interesse lernen.“ von Thomas Helmle und Petra Wöbcke-Helmle. (Verlag Herder GmbH, Freiburg im Breisgau 2016, ISBN 978-3-451-37505-7)besonders. Sowohl die Zuordnung zur passenden Stufe als auch die Aufbereitung der einzelnen Themen sind leicht verständlich erklärt und können somit einfach umgesetzt werden. Die Schwerpunkte dieses Buches liegen auf den Bereichen Geografie und Geologie:

“ Die Bereiche Mathematik, Sprache(n), Sport, Musik und Kunst werden in anderen Bänden dieser Buchreihe ausführlich besprochen. Deshalb streifen wir sie nur gelegentlich in ihren Vernetzungen. Die Wissensbereiche Geografie und Geologie möchten wir dagegen exemplarisch ausführlicher darstellen. Schon Maria und Mario Montessori hatten die Geografie als Ausgangspunkt der Kosmischen Erziehung gewählt.“

Montessori-Leitsätze

Hilf mir es selbst zu tun.

(Zeig mir, wie es geht. Tu es nicht für mich, ich kann und will es allein tun. Hab Geduld, meine Wege zu begreifen. Sie sind vielleicht enger, vielleicht brauche ich mehr Zeit, weil ich mehrere Versuche machen will. Mute mir auch Fehler zu, denn aus ihnen kann ich lernen.)

Nicht das Kind soll sich der Umgebung anpassen, sondern wir Erwachsenen sollten die Umgebung dem Kind anpassen.

Selbsttätigkeit führt zu Selbstständigkeit.

Material und Gestaltung

Je ästhetischer das Material, desto größer das Interesse der Kinder: Wenn die Arbeitsmittel schön bunt sind, einmal rau – einmal glatt – einmal geriffelt – einmal gekörnt, leichter oder schwerer, geruchsneutral oder duftend, macht die Beschäftigung damit gleich doppelt so viel Spaß!

Zudem soll das „Spielzeug“ möglichst einfach gestaltet sein, sich also immer auf ein konkretes Lernziel konzentrieren. Nach dieser Vorstellung soll aber auch die Anzahl der Entwicklungsmaterialien in einem Raum begrenzt sein, um den Kindern die Konzentration zu erleichtern.

Das Material soll einen ersten Einblick und eine gute Übersicht über diverse Themen geben, zu denen die Kinder später tieferführendes Wissen ansammeln können. Zum Beispiel wird ein Jahreskreis mit den vier Jahreszeiten aufgelegt. Das ergibt einen groben Überblick des gesamten Jahres. Im nächsten Schritt kann jedes Viertel davon weiter unterteilt werden mit Beispielbildern der Pflanzen, die zu dieser Zeit blühen, den Festen die zyklisch begangen werden usw. Später folgen die Monatsnamen. Dabei gilt, dass pro Thema jeweils nur ein Überblicksmaterial gewählt wird. Vereinfacht gesagt: gibt es einen Jahreskreis, sollte man nicht zusätzlich eine Jahreskette (lineare Darstellung) anwenden.

Bastelanleitungen

… für Spielzeug nach Montessori und Übungen

1. Sortieren

Besorgen Sie sich kleine Schälchen in verschiedenen Farben (beispielsweise beim Möbelschweden) und sammeln Sie im Haushalt viele kleine Gegenstände und Spielzeug in den entsprechenden Farben zusammen. Alternativ können Sie auch kleine bunte Bastelpompons verwenden. Eine Steigerung wäre, das Kind mit einer Pinzette sortieren zu lassen. Weitere Variationen: Nehmen Sie die Schüsseln weg und lassen Sie das Kind die Pompons nach der Größe sortieren. Lassen Sie das Kind die Farben in verschiedenen Reihenfolgen anlegen – zum Beispiel wie beim Regenbogen (rot, orange, gelb, usw.). Schreiben Sie auf Karteikarten oder kleine Kartons (oder laminiertes Papier) jeweils in Groß- und Kleinbuchstaben die Farben auf und lassen Sie sie zuordnen.

2. Stecken

Bohren Sie an der Unterseite einer Chipsdose mit einer Schere ein Loch. Durch dieses Loch können Pompons in verschiedenen Größen und Farben, bunte Tücher und vieles mehr in die Dose gesteckt werden. Zum Herausnehmen öffnen Sie einfach den Plastikdeckel an der Oberseite. Die Dose kann ganz nach Geschmack (auch gemeinsam mit den Kindern) dekoriert werden.

3. Entdecken

Sammeln Sie leere kleine Plastikflaschen, entfernen Sie jeweils das Etikett und füllen Sie Wasser sowie kleinere interessante Gegenstände ein. Den Deckel verkleben Sie zur Sicherheit von innen mit der Heißklebepistole. Sie können hier ganze Themenreihen abdecken wie zum Beispiel eine Reihe mit Flaschen, in der jede mit Gegenständen in einer anderen Farbe bestückt ist. Eine Reihe mit unterschiedlichen Blumenblüten (diese sind jedoch nicht lange haltbar). Eine Reihe mit verschiedenen Glitzergegenständen usw. Beispiele zum Füllmaterial: Strohhalme in 1 cm-Stücke schneiden, Glitzerpulver, Waterbeads, Streudeko wie Tischkonfetti usw. Variation: Die Trockenvariante. Füllen Sie verschiedene Gegenstände in klare Plastikflaschen und verschließen Sie diese. Hier können auch größere Flaschen zum Einsatz kommen. Füllen sie thematisch Gegenstände ein: alles Grün, Weihnachtssachen, Badespaß usw.

4. Farbenlehre

Statten Sie bei Ihrem nächsten Baumarktbesuch der Farbabteilung einen Besuch ab! Es liegen immer Farbkarten auf. Nehmen Sie sich einige in den Hauptfarben mit Nuancen mit und basteln Sie daraus ein Farbenbuch. Schreiben Sie die Farben in Groß- und Kleinbuchstaben darauf. So lernen die Kinder, dass jeder Farbe viele „Gesichter“ haben kann (zum Beispiel grün: dunkelgrün, blaugrün, hellgrün, mint usw.).

5. Rechnen

Ein tolles Spielzeug für mathematische Übungen sind die Rechenperlen. Bastelanleitungen findet man dazu keine, weil sie so einfach herzustellen sind. Sie benötigen lediglich Holz- oder Plastikperlen (gerne auch in verschiedenen Farben), etwas Basteldraht und eine Zange. Damit fertigen Sie Spielzeug mit 1 bis 10 Perlen an. Mit diesem Material kann das Kind Mathematik „begreifen“. 2+3=5 Ein Stück mit zwei Perlen wird aufgelegt, direkt daneben ein Stück mit drei Perlen und daneben noch ein Stück mit fünf Perlen. 10 1er ergeben 1 10er, 2 5er auch.

6. Geometrie

Das Geoboard oder Geobrett ist ebenfalls ein großartiges Spielzeug nach Montessori, bei dem Geometrie und Mathematik kombiniert werden können. Sie benötigen ein quadratisches Holzstück, in welches Sie in regelmäßigen Abständen Nägel (mit abgerundeten Köpfen) einschlagen, sodass ein Raster entsteht. Mit etwas breiteren, bunten Gummibändern kann das Kind nun die Nägel umspannen und so verschiedene Formen wie Dreiecke, Rechtecke Quadrate usw. bilden. Durch Überschneidungen verschiedener Formen kann ihm zum Beispiel auch die Mengenlehre näher gebracht werden. Auch zum Bereich Schreiben und Lesen lernen gibt es viele Bastelanleitungen im Internet. So können Sie beispielsweise Kärtchen erstellen, auf die sie zuerst Punkte zeichnen (das Raster des Bretts) und dann verschiedene Buchstaben vorzeichnen, die das Kind am Brett mit den Gummiringen nachbauen kann. Alternativ können Sie auch verschiedene Formenbücher mit unterschiedlichen Übungen anlegen, die Sie zusammenheften und jeweils nach Interesse austauschen.

7. Biologie

Mein Minimann interessiert sich momentan sehr für den Tod und alles, was dazu gehört. Besonders spannend findet er Skelette. Für dieses Projekt benötigen Sie einen dunklen Bogen Buntpapier, auf den Sie mittels eines weißen Buntstifts oder eines Kreidestifts einen Schädel aufmalen. Schneiden Sie verschiedene Wattestäbchen in unterschiedlichen Längen durch und lassen Sie das Kind ein Skelett auflegen.

Sie sehen, dass bei fast jedem Material zwar ein Schwerpunkt ersichtlich ist, sich aber viele Teilbereiche überschneiden. Gerade das „Vernetzen“ macht diese Art von Spielzeug so interessant und vielseitig. Die Übungen können gezielt an jedes Kind und seinen aktuellen Entwicklungsstand angepasst werden und es sind mit etwas Recherche unzählige Bastelanleitungen zu finden, die leicht umsetzbar sind. Wenn Sie tiefer in die Materie von Montessori eindringen möchten, um aufwendigeres Spielzeug selbst zu erstellen, lege ich Ihnen nahe, sich Übungsbücher zuzulegen.

Weitere Ideen

Die Regenbogenwippe

Ein großer Wunsch von mir ist seit langem die Regenbogenwippe. Eigentlich ist die Erstellung keine Hexerei. Man benötigt nur ein paar Bretter und zwei Zuschnitte. Was mich immer abhält sind die Farben. Unbedenkliche Farben für Kinder sind sehr teuer, aber in bunt machen die Übungen einfach gleich doppelt so viel Spaß.

Der Jahreskreis

Wie bereits weiter oben beschrieben ist dies ein Projekt mit vielen Möglichkeiten und Variationen, also ein Großprojekt. Dazu möchte ich mir gerne vorab überlegen, was genau ich einbauen möchte. Momentan habe ich so viele Ideen, dass ich mich noch nicht entscheiden kann. Am ehesten wird es voraussichtlich eine vierteilige Grundfläche in Kreisform, auf die dann verschiedene Einzelteile aufgelegt werden können, die ich laminieren möchte.

Die Zwirnpiratin

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Montessori inspirierte Spiele selber machen: Alles rund um Knöpfe

Wieviel Spielzeug braucht wohl ein Kind? Diese Frage haben wir hier schon mal beantwortet. Auch meine Kinder besitzen mehr Spielzeug als mir lieb ist. Autos, Züge, Puppen, Puppenküche, Spiele, und so weiter. Irgendwie hat sich da in den letzten fünf Jahren doch so einiges angesammelt. Ihr kennt das sicherlich… Dabei sind es doch oft die täglichen, kleinen Dinge mit denen sie sich stundenlang beschäftigen können. Eines dieser Dinge sind Knöpfe. Knöpfe sind vielfältig: sie sind mal klein, mal groß, mal bunt mal einfärbig, mal rund, mal eckig, mal als Figur, mal mit Glitzer….. Was man mit Knöpfen so alles anstellen kann, möchte ich euch heute erzählen.

Woher bekomme ich Knöpfe zum Spielen

Verschiedene Knöpf zu finden, ist gar nicht so schwer wie ihr denkt. Da kann ich euch zwei ganz tolle Tipps geben:

Fragt mal bei euren Omas nach. Früher haben die Mütter sehr viel geschneidert und selber genäht. In der Nachkriegszeit war eben das Geld rar. Und wenn ein Kleidungsstück dann wegen Flecken und Rissen nicht mehr tragbar war, dann hat meine Oma sämtliche Knöpfe herunter geschnitten und aufbewahrt. So ist eine ganz beachtliche Knopfsammlung meiner Oma zusammengekommen. Und als ich sie fragte, ob sie denn wohl irgendwo ein paar Knöpfe herumliegen hat, da hatte sie eine irrsinnige Freude, dass ihre alten Knöpfe für mich so wertvoll sind und ich so eine Freude damit habe.

Falls in eurer Familie keine Knopfsammlung angelegt wurde, dann rate ich euch, auf Flohmärkten Ausschau zu halten. Oft hat man da auch eine ganz tolle Auswahl. Oder ihr kauft euch auf Flohmärkten alte Kleidung mit coolen und ausgefallenen Knöpfen, wo ihr einfach die Knöpfe abtrennt. Diese Kleidungsstücke könnt ihr oft um ein paar Cent kaufen. Ein Flohmarktbesuch lohnt sich also.

Knopfsammlung meiner Oma – ein Teil davon

Was kann man jetzt mit einer Knopfsammlung alles anstellen?

Zuerst mal empfehle ich euch die Knöpfe in einen kleinen Korb/eine Schüssel zu geben, damit sie die Kinder untersuchen und begutachten können. Ihr werdet sehen, dass das für die Kinder schon unglaublich spannend ist. Jeder Knopf schaut anders aus und manche werden ihnen besonders gefallen. Außerdem sind Knöpfe klein und kleine Dinge ziehen Kinder oft magisch an. Beobachtet erstmal die Kinder was sie mit den Knöpfen so machen. Vielleicht beginnen sie mit ihnen Muster zu legen. Vielleicht probieren sie, ob sie die Knöpfe rollen können. Es ist unglaublich spannend den Kindern dabei zuzusehen, wie ihr Geist arbeitet und sie neue Materialien erkunden und der Phantasie dabei freien Lauf lassen.

Knöpfe Memory: Pärchen suchen

Für das Memory Spiel braucht ihr 24 besondere Knöpfe und immer zwei gleiche davon: also insgestamt 48 Knöpfe bzw 24 gleiche Knopfpaare. Außerdem empfehle ich euch noch eine Sortierbox wie diese hier. Gebt nun alle Knöpfe in eine kleine Schüssel und stellt die Sortierbox daneben. Nun kann das Kind immer zwei und zwei Knöpfe in eine Unterteilung sortieren. Wie ihr schon wisst, verwenden wir immer Tabletts für solche „Übungen“. Somit hat das Kind einen definierten Arbeitsbereich.

Das Spiel eignet sich für Kinder ab 1,5 Jahren. Aufgrund der Verschluckungsgefahr, lasst kleine Kinder bitte nicht aus den Augen.

Knöpfe sortieren: Farben zuordnen

Für dieses Spiel verwendet ihr am besten ganz viele unterschiedliche Knöpfe. Außerdem benötigt ihr wieder eine Sortierbox und verschiedene Farbkartons. Ich habe hierfür aus dem Baumarkt die Farbkarten verwendet und entsprechend zugeschnitten. In jede Unterteilung kommt nämlich so eine Farbkarte rein. Die Knöpfe befinden sich zu Beginn wieder in einer kleine Schüssel. Nun kann das Kind die Knöpfe in die entsprechenden Farbbereiche einordnen. Lasst dem Kind hierbei freie Auswahl welchen Knopf es welcher Farbe zuordnet. Viele Knöpfe sind bunt und das Kind wird vielleicht den Knopf zu einer anderen Farbe legen, als ihr es würdet.

Das Spiel eignet sich für Kinder ab 1,5 Jahren.

Knöpfe auflegen: Formen legen

Knöpfe eignen sich sehr gut um mit ihnen Muster zu legen. Man kann mit ihnen schöne Blumen legen, oder ein Haus. Meine Kinder haben beispielsweise probiert wie lange die Schlange reicht, wenn man jeden Knopf hintereinander legt. Größere Kinder können sogar schöne Mandalas legen. Beim Auflegen der Muster sind die Kinder höchst konzentriert, denn sie müssen ganz vorsichtig und mit Fingerspitzengefühl dabei vorgehen um nichts zu verrutschen. Eine ganz besondere Feinmotorikübung also…

Das Spiel ist für Kinder ab 2,5 Jahren geeignet – je älter die Kinder sind, desto wunderbarer werden die Formen die sie legen.

Knöpfe annähen: Erste Handarbeitsübung

Zum Knöpfe annähen benötigt ihr große Knöpfe mit großen Löchern. Außerdem braucht ihr auch noch einen Stickrahmen, einen grobmaschigen Stoff, einen Faden und eine ganz stumpfe Nadel. Zeigt dem Kind erstmals vor, wie ein Knopf angenäht wird. Das Kind sollte dabei neben euch sitzen, damit es die gleiche Perspektive hat wie ihr. Arbeitet ganz ganz langsam und am besten ohne viel Erklären. Das Kind lernt auch beim Zuschauen ganz viel – eventuell sogar mehr als wenn ihr dabei viel erklärt. Je älter die Kinder sind, desto kleiner können die Knöpfe werden.

Die Übung eignet sich für Kinder ab 3,5 Jahren.

Knöpfe annähen ist für die Kinder meist was ganz besonderes, denn eigentlich dürfen das nur die „Große“ und deshalb ist es auch so spannend Übrigens sollten Knöpfe auch in jeder Bastelkiste liegen. Meine Kinder kleben sie liebend gern auf ihre Bastelwerke: mal als Augen, Räder, Einschaltknopf (bei einem Radio), …

Na was meint ihr? Gefallen euch die Knopfspiele und Übungen? Habt ihr vielleicht weitere Vorschläge die wir in unsere Knopfsammlung aufnehmen können? Ich finde die Beschäftigung mit Knöpfen eine ganz wunderbare Sache, die die Kinder in den Bann ziehen kann. Alltagsgegenstände können oft viel spannender sein als so manches Spielzeug.

In einem kleinen Stoffsäckchen sind die Knöpfe auch schnell mal bei Restaurantbesuchen mitgenommen. Als Beschäftigungstherapie sozusagen.

Alles Liebe, Lisbeth

Lisbeth

Ich bin Lisbeth. Gemeinsam mit Anni schreibe ich auf „Einer schreit immer“ über meinen Mama-Alltag. Ich habe zwei Kinder, die nicht mal zwei Jahre auseinander sind. Mein Sohn ist vier, die Minidame zwei. Mein Mann, meine Kinder und ich verbringen viel Zeit draußen an der frischen Luft: egal ob beim Sport, auf Ausflügen oder einfach in der Sandkiste. Wenn sich nicht alles gerade um die Kinder dreht, bastle ich gerne und mache meinem Namen als DIY-Queen alle Ehre. DIY-Beiträge von mir findest du HIER.

Noch mehr Montessori inspirierte Spielsachen?

  • Die TOP 11 Montessori-Spielzeuge
  • Farben und Formen zuordnen
  • Schleich Tiere zuordnen

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Babyspielzeug selber basteln

Babyspielzeug selber basteln ist gar nicht so schwer
Foto: © alho007

Inhaltsverzeichnis dieses Artikel:

  • Wie Babyspielzeug selber basteln?
  • Nudeln kann man nicht nur essen
  • Fühlsäckchen nähen
  • Schmusetuch nähen
  • Fühlbrett basteln
  • Sicherheit ist oberstes Gebot

Wie kann man Babyspielzeug selber basteln?

Wenn Babys nicht gerade friedlich schlummern, dann sind sie sehr an ihrer Umwelt interessiert und entdecken täglich neue spannende Dinge. So vieles gibt es zu sehen und zu fühlen!
Mit ihren kleinen Händchen und natürlich auch mit dem Mund werden die unterschiedlichsten Sachen ertastet und untersucht. Viele Eltern möchten ihrem Baby mit speziellem Spielzeug eine Freude machen und so seinen Forscherdrang unterstützen. In Babyfachmärkten und in den Spielwarenabteilungen großer Warenhäuser findet sich eine riesige Auswahl an Spielwaren für Babys jeglichen Alters. Doch Sie müssen gar nicht unbedingt shoppen gehen, um Ihrem Nachwuchs eine Freude zu bereiten. Aus einfachen Dingen, welche sich in jedem Haushalt finden, können Sie im Handumdrehen Spielzeug für Ihren kleinen Liebling selbst herstellen.
Was können Eltern mit Babys spielen?

Nudeln kann man nicht nur essen

Nein, sie taugen auch prima für ein ganz besonderes Spielzeug! Füllen Sie einfach eine Kunststoffflasche (ideal ist ein Exemplar mit einer großen Öffnung) mit einer Hand voll Nudeln. Die Flasche wird nun sehr gut zugeschraubt, so dass sie sich keinesfalls durch eine normale Handhabung wieder öffnen lässt. Diese Nudel-Flasche ist eine wunderbare Rassel. Ihr Baby kann sie in die Hände nehmen, dabei zuschauen, wie sich die Nudeln im Inneren bewegen und wenn Ihr kleiner Schatz etwas größer ist, dann kann er die Flasche ganz allein durch die Wohnung rollen. Dabei entstehen interessante Geräusche. Einen ähnlichen Effekt erzielen Sie, wenn Sie anstatt der Nudeln einige bunte Knöpfe in die Flasche füllen.

Fühlsäckchen nähen

Babys begreifen im wahrsten Sinne des Wortes ihre Umwelt. Mit selbst gebastelten Fühlsäckchen kann das Kleine nach Herzenslust neue Materialien entdecken und jede Menge Spaß haben. Sie brauchen nur verschiedene Stoffreste, diverses Füllmaterial (wie Knöpfe, Kirschkerne, Knisterfolie…) sowie Nadel und Faden. Schneiden Sie den Stoff zurecht und nähen Sie eine Art Kissenbezug, welcher vorerst an einer Seite noch offen bleibt. Jetzt befüllen Sie die Säckchen und nähen am Ende den Bezug sorgfältig zu.
Vorsicht: achten Sie ganz genau darauf, dass der Inhalt wirklich nicht herausrutschen kann, da sonst die Gefahr des Verschluckens von Kleinteilen besteht!

Schmusetuch nähen

Ein Schmusetuch begleitet Ihr Baby über eine lange Zeit hinweg. Zwar gibt es im Fachhandel genügend Auswahl, jedoch ist ein selbst gefertigtes Schmusetuch etwas ganz besonderes! Suchen Sie sich ein Stück weichen, anschmiegsamen Stoff und legen diesen doppelt, so dass Sie ihn am Ende zusammennähen können.
Besticken Sie nun das Tuch mit dem Namen ihres Babys und, wenn Sie mögen, noch mit weiteren Daten (Geburtstag, Gewicht etc.) und kindlichen Motiven (Sonne, Teddy…) Dafür eignet sich spezielles Stickgarn in verschiedenen Farben sehr gut.
Nähen Sie dann das Tuch zusammen, so dass die Enden des Garnes im Inneren verschwinden.
Tipp: wählen Sie für das Schmusetuch einen Stoff, welchen Sie schnell und unkompliziert waschen können.

Fühlbrett basteln

Nicht nur eine Bastelidee für eingefleischte Handwerker: kaufen Sie ein Brett oder sägen Sie sich selbst eines zu recht. Mit Sandpapier behandelt wird das Holz schön glatt und das Baby kann sich so keinen Schiefer einziehen. Kleben Sie nun auf das Brett ganz verschiedene Materialien – (Kunst)-Fell, (Kunst)-Leder, Spiegelfolie, Reste einer Sisalmatte…- schauen Sie einfach, was sich noch im Haushalt findet. Wenn alles gut getrocknet ist, dann kann Ihr Baby auf Entdeckungsreise gehen.

Sicherheit ist oberstes Gebot

Selbsthergestelltes Babyspielzeug ist leicht zu basteln und Eltern können dabei ihre kreative Ader zeigen. Aber vergessen Sie nie: im Gegensatz zu gekauften Spielwaren sind die Self-made-Klassiker nicht TÜV-geprüft und weisen natürlich auch kein GS-Siegel auf. Für die Sicherheit sind Sie daher ganz allein verantwortlich! Das heißt: achten Sie peinlichst genau darauf, dass sich vom Spielzeug keine Kleinteile ablösen lassen und dass auch der Inhalt diverser selbst gemachter Rassel-Flaschen, Döschen etc. nicht herausfallen kann. Babys nehmen jedes Spielzeug in den Mund, daher ist besondere Vorsicht bei angenähten Knöpfen angesagt. Möchten Sie damit die Gegenstände zum Fühlen verzieren, so müssen diese wirklich sehr fest angenäht werden! Generell darf Babyspielzeug keine scharfen Kanten haben und sollte nur mit unbedenklichen Farben oder Lacken behandelt sein. Wie so oft gilt auch hier: weniger ist manchmal mehr und in natur sind viele Spielzeuge doch am schönsten.

Auch diese Spielzeuge können Sie selber basteln:

  • Plüschtiere
  • Nachziehtiere
  • Mobile
  • Knopf-Kette
  • Steck-Spiel
  • Rasseln
  • Erlebnisdecke

Zu guter Letzt noch ein wichtiger Hinweis: lassen Sie Ihren kleinen Schatz niemals allein, wenn er sich mit selbst gebasteltem Spielzeug beschäftigt. So sind Sie auf der sicheren Seite und können zudem live miterleben, mit welcher Freude Ihr Baby spielt. Lesen Sie auch: Spielen in der Krabbelgruppe.
Text: K. L. / Stand: 02.02.2020

Lesenswerte Artikel:

Babyspielzeug:

Baby:

Danke, dass du dir Zeit für meinen Blog genommen hast.


Im heutigen Beitrag stelle ich dir die aktuelle Lieblingsbeschäftigung von meinem 2-jährigen Sohn vor, das wahrscheinlich einfachste DIY Motorikspielzeug aller Zeiten.

Motorikspielzeug

Ich wusste anfangs ehrlich nicht, was für eine Welle ich durch dieses Spielzeug beim kleinen Mann auslösen würde.

Ich dachte mir nur so: Joah, wird ihm bestimmt gefallen…

Mittlerweile weiß ich, dass dieses Spielzeug nicht nur Spaß macht, sondern auch ideal ist zur Förderung der:

  • Motorik,
  • Geschicklichkeit,
  • Fingerfertigkeit und
  • Hand Augen Koordination

Materialien

Das Coole an diesem Motorikspielzeug: Du brauchst echt nicht viel dazu, weil es so einfach ist:

  • ein Stück Holz, das stabil liegt bzw. steht
  • Nägel und/oder Nagelschrauben* in den unterschiedlichsten Längen und Stärken
  • einen kleinen, aber echten Hammer* – Wir hatten einen 100 g leichten Schlosserhammer mit einer Länge von ca. 26 cm, das war für den Kleinen ideal

Connex Schlosserhammer 100 g, Holzstiel / Hammer / Ingenieurhammer / Stahlhammer / Werkzeug / COX600010*

  • nach DIN 1041 gefertigt
  • mit hochwertigem Holzstiel

4,79 EUR Zum Angebot* Preis inkl. MwSt., zzgl. Versandkosten. Zuletzt aktualisiert am 28.12.2018 um 19:09 Uhr. Es handelt sich um Werbe-Links.

Los geht’s

Und dann kann’s auch schon losgehen. Jetzt machen wir Nägel mit Köpfen. Sorry, das musste jetzt sein…

Also, du kannst dir bestimmt schon denken, was jetzt kommt. Die Nägel werden ins Holz gekloppt. Fertig. Das ist alles. Und es macht meinem Sohn so IRRE viel Spaß!

Anfangs musste ich noch die Nägel festhalten. Da hatte ich ehrlich gesagt ein wenig Angst, dass mir danach ein paar Finger fehlen. Vor allem, weil der Kleine immer so weit ausholte!

Als ich ihm das sagte, hämmerte er allerdings so zaghaft, dass der Nagel keinen einzigen Millimeter vorankam.

Nach einer Weile hatte der kleine Mann den Dreh raus und konnte die Nägel dann auch selber halten.

Sicherheit, Altersempfehlung

Ob dein Kind schon „alt genug“ ist, kannst nur du einschätzen. Du kennst dein Kind besser als irgendjemand sonst.

Ich für meinen Teil sehe meinen Sohn auch schon sehr gern mit Lego spielen. Das kann bei den kleinen Bausteinen eine ganz schöne Fummelarbeit sein. Er ist also schon etwas geübt in Präzisionsarbeit.

Und selbst bei uns hat es wie gesagt etwas Übung gebraucht, bis der kleine Mann wusste, wie viel Kraft er einsetzen muss, um den Nagel ins Holz zu treiben.

Lies auch

  • 1. Dezember 2016Dieses Jahr wird es nichts mit dem selbst gebastelten Adventskalender. … Weiterlesen “

Anfangs war er noch hoch konzentriert, später schaute er während er hämmerte hoch, um zu sehen, was die anderen machten. Da musste ich ihn wieder dran erinnern, beim Hämmern hinzugucken bzw. das Hämmern zu unterbrechen.

Unfälle hatten wir keine. Außer leicht gerötete Haut, weil der Kleine den Nagel zu weit oben festhielt und beim Hämmern immer leicht vom Hammer berührt wurde. Aber Übung macht den Meister, nicht wahr?

Wenn du ganz unsicher bist, kannst du dich ja an den Altersempfehlungen für Hammerspiele* orientieren; die sind i.d.R. für Kinder ab 3 Jahren.

Aber wie gesagt: Ob diese Beschäftigung für dein Kind geeignet ist, könnt nur ihr gemeinsam herausfinden. Begleite dein Kind dabei. Immerhin könnte es sich auch unerwartet die Nägel in den Mund stecken. Lass es mit diesem Motorikspielzeug also niemals allein.

Und wenn ihr schon etwas Übung im Hämmern habt, könnt ihr euch ja mal an ein Windlicht aus einer Dose wagen.

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Motorikspielzeug für die kleinen Erdenbürger
Motorikspielzeug wird besonders für die Kleinen im Altern zwischen 0 und 6 Jahren angeboten. Die speziellen altersspezifischen Bedürfnisse für Jungen und Mädchen können so abgedeckt werden. Spezielles Spielzeug, welches einen gewissen Lernerfolg hat, ist wichtig für die Entwicklung der motorischen Fähigkeiten. Aber auch die Denkprozesse werden enorm angeregt. Es geht daher grundlegend darum, dass bei den Kindern die Neugier geweckt und das Entdecken interessant gestaltet wird. Gerade die ersten Lebensjahre sind für alle Kinder besonders spannend. In dieser Zeit lernen sie unglaublich viel. Um es ihnen nicht langweilig werden zu lassen, sind von Experten besondere Spielsachen entwickelt worden, die jedes Kind in jedem Alter beherrschen kann. Die Wahrnehmungen Greifen, Tasten und Fühlen sind die Ersten, mit denen ein kleines Kind in Berührung kommt. Hier ist Motorikspielzeug für Kleinkinder, also Babys, bestens geeignet. Beißringe, Rasseln und Greiflinge sind das Größte für kleine Kinderhände.
Sie fühlen sich sehr gut an, quietschen oder rasseln bei entsprechender Bewegung und lassen die Augen strahlen durch die kräftigen Grundfarben.
Im weiteren Verlauf der Entwicklung kommt das Sitzen, Stehen, Gehen und die Balance hinzu. Auch diese Schritte sollten mit dem entsprechenden Motorikspielzeug unterstützt werden. Schiebespielzeuge verlangen regelrecht, dass die Kids sich hinstellen müssen. Sie werden trainiert und haben gleichzeitig einen Heidenspaß dabei.
Geschichten ausdenken und los spielen
Nicht nur das Kinderlachen ist ansteckend, sondern es erfreut jedes Mutterherz und jedes Vaterherz, wenn die Kinder eine Aufgabe bewältigt haben. Den Glanz in den Augen und den Stolz kann niemand mit Worten beschreiben. Motorikspielzeug eignet sich zudem hervorragend zum Verschenken.
Das Alter des Kindes ist bekannt und in einem Fachgeschäft oder in einem Onlineshop kann entsprechend das Spielzeug ausgewählt werden. Die Eltern werden sich bedanken, dass keine Trommel geschenkt wurde. Diese macht einfach nur Krach und nach einer gewissen Zeit ist sie verschwunden. Der Lerneffekt ist hierbei nur bedingt gegeben. Für kleine Männer ist das Holzauto wohl die klassischste Spielzeugmöglichkeit. Es kann durch die gesamte Wohnung gefahren werden und am Abend schläft es im Regal einfach mit. Mädchen spielen auch gern mit Autos, doch eine Puppe wäre wahrscheinlich interessanter. So können bereits die ersten Rollenspiele ausgedacht und die Kreativität in Geschichten umgesetzt werden. Ein Kasperletheater ist ebenfalls ein sehr gutes Motorikspielzeug. Die Handpuppen brauchen eine entsprechende Rolle und müssen so gesteuert werden, dass die Köpfe nicht zusammenstoßen und dass die Puppe, die gerade erzählt auch entsprechend bewegt wird. Das ist eine Höchstleistung für kleine Rabauken und mit den erwachsenen Fähigkeiten in keiner Weise zu vergleichen.
Alphabet und Zahlen spielerisch lernen
Besonders wertvolle Motorikspielzeuge sind solche, die ein Bauen, Stecken und Stapeln fordern.
Bauklötze, Puzzle und Steckspiele aus Holz sind besonders empfehlenswert. Sobald die Kinder anfangen sich dafür zu interessieren, können diese Spielsachen in den Alltag integriert werden. Für Vorschulkinder sind Steckpuzzles mit Buchstaben oder Zahlen optimal. Sie können das im Kindergarten gelernte Lied der Buchstaben gleich in die Tat umsetzen und beweisen, dass sie das ABC beherrschen. Die farbenfrohen Buchstaben lassen keine lange Weile aufkommen und die Motivation dieses Puzzle zu knacken ist bei jedem Kind vorhanden. Ein Brummkreisel ist auch für die bereits älteren kleinen Kinder gedacht. Auch wenn es nach keiner Herausforderung aussieht, aber dieser Kreisel muss mit unheimlich viel Geschick so balanciert und gedreht werden, dass er sich eigenständig bewegt. Genau mit solchen Motorikspielzeugen wird die Ausdauer und die Geduld an einem Spiel erheblich auf die Probe gestellt.
Neben Steckspielzeugen als Motorikspielzeug gibt es natürlich auch das akustische Spiel. Musikinstrumente fördern die Sinne – selbst eine Trommel, jedoch nur im entsprechenden Alter des Verstehens. Ebenfalls als Spielzeuge zum Trainieren der Motorik zählen Nachziehtiere und Badespielzeug. Die kleinen Tiere müssen so gezogen werden, dass sie nicht umfallen. Kommt eine Türschwelle, sollte das Kind bemerken, dass es das Nachziehtier eventuell rüberheben muss. Beim Badespielzeug sind kleine Wasserräder, die mit Saugnäpfen an der Badewanne befestigt werden ein Spaß ohne Ende. Mit farbenfrohen Bechern kann das Wasser hineingekippt werden und das Rad dreht sich. Auch hierbei wird die Fähigkeit der Überlegung und der Motorik geschult.
Anspruchsvolles Motorikspielzeug
Wer sich nicht für ein Motorikspielzeug entscheiden kann oder nicht genau weiß, welches er auswählen soll, der schaut sich einfach im Spielzimmer beim Kinderarzt um. Dort finden sich immer wertvolle Trainingseinheiten für die unterschiedlichsten Sinne der Kinder. Sehr beliebt ist dabei der Motorikwürfel, welcher gleich mehrere Fähigkeiten fordert.
Es ist eine Steckeinheit mit geometrischen Formen vorhanden sowie ein kleines Hammerspiel. Bunte Kugeln, die über geschwungene Drähte rollen und dabei noch angenehme Geräusche machen. Bereits im sehr frühen Alter können als Alternative oder Erweiterung zu einfachen Bauklötzen die Schraubklötze gewählt werden. Eine Holzschraube steht als Anfangssituation zur Verfügung sowie viele bunte verschieden geformte Klötze, die mit einem passenden Innengewinde versehen sind.
Der geometrische Formensortierer ist für die kleinen Entdecker ab dem zweiten Lebensjahr perfekt. Die vielen strahlenden Farben fordern die Fertigkeit, in Form und Anzahl der Lochung, die Formen zu sortieren. Sie müssen zählen, Farben erkennen und gleichzeitig sortieren. Hier wird besonders die räumliche Wahrnehmung verständlich trainiert und auch die Logik sowie kritisches Denken muss gelernt werden. Die Hand-Augen-Koordination bei der Feinmotorik ist hierbei hauptsächlich gefragt. Fädelspielzeuge sind ebenfalls sehr beliebte Motorikspielzeuge. Kleine bunte Fahrzeuge müssen mit einer Kordel verbunden werden und ergeben im Endergebnis eine Kolonne. Die kleinen, anfangs ungeschickten, Finger lernen mit jedem Versuch, dass es besser gehen kann.
Allein oder gemeinsam – es macht einfach Spaß
Kinder sind sehr ausdauernde und energische Spieler. Sie werden sich so lange damit beschäftigen, bis es geklappt hat. Für die ersten Versuche oder für die Erklärung des Spiels ist ein Erwachsener eine gute Hilfestellung. Einfach den Kindern zeigen, wie es geht, alles wieder auseinanderbauen und selber machen lassen. Bei Geschwistern ist es besonders interessant zu beobachten, da das ältere Geschwisterchen im Prinzip die Rolle des Erwachsenen übernimmt. So bringen sie sich gegenseitig die unterschiedlichen motorischen Fähigkeiten bei. Die vielen pädagogisch wertvollen Spielsachen für Kinder in jedem Alter bis zur Schule finden Sie natürlich auch bei www.pirum.holzspielzeuge.de. Hier gibt es für jedes Interesse, für jedes Kind und jedes Alter das passende Spielzeug für gemeinsame Erlebnisse oder auch für kleine selbstständige Entdeckungsreisen. Eltern fördern mit dem richtigen Spielzeug die Entwicklung ihrer Kinder und ebnen einen guten Weg ins Erwachsenenleben.
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Lern- & Motorikspielzeug

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Warum ist Motorikspielzeug für kleine Kinder wichtig?

Babys und Kleinkinder lieben es die Welt zu erkunden. Durch ihre Abenteuerlust und Neugier entdecken und lernen sie immer wieder Neues. Motorikspielzeug kann dabei helfen diesen Lernprozess zu fördern. Egal ob Bauklötze, Steckspiele oder Greiflinge, jedes Spielzeug leistet einen Beitrag zur positiven Entwicklung der motorischen Fähigkeiten Deines KindesEs wird gegriffen, getastet, gefühlt und gehört. Dabei werden viele verschiedene Reize aufgenommen und verarbeitet. Gleichzeitig wird der Denkprozess angeregt. Babys müssen überlegen wie sie ein Klötzchen in eine Öffnung bekommen, oder wie sie mit einem Spielzeug ein Geräusch machen können. Dein Kleines wird schnell verstehen wie es funktioniert und sich daran erfreuen selbstständig etwas gelernt zu haben.

Animiere Dein Baby spielerisch zum Lernen

Mit den Motorikspielzeugen kann Dein Baby viele neue Eindrücke bekommen. Ziel dieser Spielzeuge ist es, die Bedürfnisse der einzelnen Altersklassen abzudecken. Gerade die ersten Lebensjahre sind besonders aufregend, da Dein Baby in dieser Zeit ständig dazulernt. Wichtig ist, dass Dein Kleines nicht an Interesse verliert. Die bunten, aufregenden und abwechslungsreichen Spielsachen sorgen dafür, dass keine Langeweile aufkommt. Mit jedem Spielzeug steht Dein Baby vor einer neuen Herausforderung und muss versuchen die Aufgabe zu lösen. Dabei freut sich nicht nur Dein Kleines wenn es zu einer Lösung kommt. Auch die Eltern werden sich freuen, wenn die Aufgabe erfolgreich gelöst wurde.
Die bunten Spielsachen eignen sich auch perfekt als Geschenk. Die große, fast grenzenlose Auswahl bietet Deinem Baby genug Abwechslung, um immer wieder neue und tolle Erfahrungen zu machen.

Was muss ich beim Kauf von Motorikspielzeug beachten?

  • Farben: Das Motorikspielzeug soll die Aufmerksamkeit Deines Kleinen auf sich ziehen. Dies schafft man am besten mit bunten Farben.
  • Material: Beim Kauf hast du die Wahl zwischen Modellen aus Holz oder Plastik. Beide Materialien haben ihre Vorteile. Die Entscheidung liegt am Ende bei dir. Wichtig ist jedoch, dass das Spielzeug schadstofffrei ist.
  • Sicherheit: Achte beim Kauf darauf, dass keine Kleinteile angebracht sind, die Dein Baby verschlucken könnte. Auch sollt es keine scharfen Ecken und Kanten geben, an denen Dein Kleines sich verletzen könnte
  • Alter und Entwicklungsstand: Die Spielzeuge sollten dem jeweiligen Alter und auch dem Entwicklungsstand Deines Babys entsprechen. Zu schwierige Spielzeuge können die Motivation nehmen und zu Desinteresse führen.
  • Pflege: Durch den ständigen Gebrauch der Motorikspielzeuge können diese schnell dreckig werden. Da Dein Baby sowohl mit den Händen als auch mit dem Mund alles erkundigt ist es wichtig, dass die Spielzeuge regelmäßig gereinigt werden.

Mit Motorikspielzeug das Spielverhalten fördern

  • Ab dem 3. MonatWas für motorische Fähigkeiten hat Dein Baby schon?

    Ab dem dritten Lebensmonat wird der Greifreflex bei Babys weiter ausgeprägt. Oft heben sie sich an den Fingern der Eltern fest. Die Hand-Auge-Koordination wird immer besser. Dein Kleines wird nun anfangen gezielt nach Gegenständen zu greifen und versuchen sie festzuhalten. Jedoch schaffen sie es meistens noch nicht etwas gewollt wieder loszulassen. Jetzt wird auch alles mit dem Mund erkundet. Die Bewegung zum Mund schaffen Babys in diesem Alter relativ gut. Auch wird bereits versucht Gegenstände von einer Hand die andere zu geben.

    Welches Spielzeug eignet sich am besten?Rasseln, Greiflinge, Beißringe, Spielmatten, Hängespielzeug

  • Ab dem 6. Monat

    Was für motorische Fähigkeiten hat Dein Baby schon?

    Ab dem 6. Monat können Babys oft schon sitzen und die ersten Grabbelversuche werden auch schon unternommen. Dein Baby kann jetzt auch schon gezielt nach bestimmten Gegenständen greifen und den Gegenstand von einer Hand in die andere geben. Auch kann es jetzt schon klatschen und winkt dir gelegentlich zu. Dein Liebling wird schnell merken, dass wenn man zwei Gegenstände gegeneinander klopft, ein tolles Geräusch entsteht, und dies immer wieder machen.

    Welches Spielzeug eignet sich am besten? Stoff- und Lochbälle, Spieltrapez mit Greiflingen, Spiegeln und Rasseln, Fühlbücher

  • Ab dem 9. Monat

    Was für motorische Fähigkeiten hat Dein Baby schon?

    Dein Kleines kann nun richtig greifen und gewollt auch wieder loslassen. Es beherrscht nun den Scheren- und Zangengriff. Somit ist essen zuerst mit den Fingern und später auch mit einem Löffel möglich. Türmchen können nun gebaut werden und danach mit Freude wieder umgeschmissen werden. Ab dem 9. Monat fangen Babys auch langsam an sich an Gegenständen hochzuziehen und die ersten Gehversuche zu machen.

    Welches Spielzeug eignet sich am besten? Steck- und Stapelspielzeug, Bauklötze, Ball

  • Ab dem 1. Geburtstag

    Was für motorische Fähigkeiten hat Dein Baby schon?

    Ab dem 1. Geburtstag können Kleinkinder schon immer besser stehen und auch schon die ersten Schritte alleine machen. Wenn Mama oder Papa es an die Hand nehmen, kann es sogar schon mehrere Schritte laufen. Mittlerweile kann Dein Liebling nach allem greifen und es auch festhalten. So ist nichts mehr sicher vor ihm. Auch können schon feinere Arbeiten, wie zum Beispiel Kugeln auffädeln gemacht werden. Mit einem Jahr fangen Kinder auch an sich Geschichten auszudenken und ihrer Kreativität freien Lauf zu lassen.

    Welches Spielzeug eignet sich am besten? Kugelbahnen, Nachziehspielzeug, Motorikwürfel, Holzpuzzle, Klopfbank, Steck- und Stapelspielzeug

  • Ab dem 2. Geburtstag

    Was für motorische Fähigkeiten hat Dein Baby schon?

    Im dritten Lebensjahr entwickelt sich die Feinmotorik von Kindern immer weiter. Die Hand-Auge-Koordination verbessert sich immer weiter. Dadurch werden einzelne Handgriffe immer präziser. Da Kinder das Handgelenk nun routiniert beugen und drehen können, stellen sie sich jetzt beim Türmchen bauen immer geschickter an. Mit 2 Jahren können Kinder schon richtig gut laufen. Jetzt wird auf alles hochgeklettert. Ob Treppen, Stühle oder Betten – nichts ist mehr sicher. Am besten finden Kinder es wenn sie davon noch runter springen können. Balancieren steht jetzt ebenfalls hoch im Kurs.

    Welches Spielzeug eignet sich am besten? Schiebespielzeug, Schraubklötze, Kugelbahnen, Steckbretter, Puzzle

  • Ab dem 3. Geburtstag

    Was für motorische Fähigkeiten hat Dein Baby schon?

    Ab einem Alter von drei Jahren können Kinder Zusammenhänge erkennen und nachverfolgen. Auch können sie oft schon mit einer Kinderschere Papier schneiden und bestimmte Formen zeichnen. Deckel mit einem Schraubverschluss können schon auf- und abgeschraubt werden. Auch das Stapeln der Bauklötze geht jetzt immer besser und so wird der Turm immer höher. Mittlerweile ist das Klettern auf Kinderspielgeräte wie Schaukelpferde sehr einfach. Hüpfen und Balancieren ist immer noch sehr beliebt und bald kann auch das Dreirad fahren ausprobiert werden.

    Welches Spielzeug eignet sich am besten? Bilderbuch, Leg- und Würfelspiele, Lego Duplo, Dreirad

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