Spermien verbessern medikamente

Alkohol und männliche Fruchtbarkeit

Mailand (Italien) – Übermäßiger Alkoholkonsum schadet der männlichen Fruchtbarkeit. Doch Männer von Paaren mit unerfülltem Kinderwunsch, die moderate Mengen an Alkohol tranken, hatten eine bessere Spermaqualität als die, die weniger konsumierten. Das berichten italienische Mediziner im Fachblatt „Andrology“. Demnach könnte sich ein wöchentlicher Alkoholkonsum, der vier bis sieben Gläsern Wein entspricht, positiv auf die Spermaproduktion auswirken. Ob dieser Zusammenhang generell auf alle Männer übertragbar ist, bleibt noch zu klären. Falls eine ursächliche Beziehung vorliegt, dürfte wohl nicht der Alkohol selbst, sondern eher einer der anderen Inhaltsstoffe alkoholischer Getränke dafür verantwortlich sein.

„Die Dosis macht das Gift. Deshalb empfehlen wir den Männern, die sich an unsere Klinik wenden, den Alkohol zu begrenzen, aber nicht ganz auf Alkohol zu verzichten“, sagt Elena Ricci vom Policlinico di Milano. Schätzungen zufolge blieben etwa 15 Prozent aller Paare ungewollt kinderlos. In 30 Prozent der Fälle liege die Ursache dafür beim Mann. Inwieweit neben genetischen Merkmalen auch Umweltfaktoren, Ernährung und Lebensstil für die verminderte Fruchtbarkeit von Bedeutung sind, ist noch ungeklärt.

An der Querschnittsstudie der Mailänder Reproduktionsmediziner beteiligten sich 323 Männer im Alter von durchschnittlich 39 Jahren, deren Kinderwunsch sich bisher nicht erfüllt hatte. Sie gaben Auskunft über ihren Konsum an Alkohol, Tabak und koffeinhaltigen Getränken sowie über ihre generelle Ernährung und körperliche Aktivitäten. Jeweils etwa 30 Prozent tranken täglich bis zu 5 Gramm, 5 bis 14 Gramm oder mehr als 14 Gramm Alkohol. Das entspricht bis zu 3, 4 bis 7 oder mehr als 7 Drinks pro Woche, wobei ein Drink einem achtel Liter Wein, 330 Milliliter Bier oder 30 Milliliter Hochprozentigem entspricht. Etwa zehn Prozent der Männer erklärten, gar keinen Alkohol zu trinken. Es gab keine Testpersonen mit übermäßigem Alkoholkonsum von mehr als 25 Drinks pro Woche.

Die Gruppe der Probanden, die sich 4 bis 7 Drinks wöchentlich gönnten, produzierte das größte Volumen an Ejakulat. Auch Spermienkonzentration und Gesamtzahl der Spermien waren höher als bei denen, die nur sehr wenig Alkohol tranken. Zwischen der Beweglichkeit der Spermien und der konsumierten Alkoholmenge bestand kein Zusammenhang. Ein höheres Alter war mit einem geringeren, kalorienreichere Nahrung und größere Zufuhr von Koffein mit stärkerem Alkoholkonsum verbunden. Doch auch nach Berücksichtigung dieser und weiterer Einflussfaktoren hatten insgesamt Männer mit mäßigem Alkoholkonsum die beste Spermaqualität. Da sämtliche Testpersonen Männer waren, die eine Fruchtbarkeitsklinik aufsuchten, beziehen sich die Ergebnisse dieser Studie streng genommen nur auf Männer mit möglicherweise eingeschränkter Sexualfunktion, räumen die Autoren ein.

Eine ursächliche positive Beziehung zwischen Alkoholkonsum und Spermaqualität sei zwar nicht bewiesen, aber durchaus plausibel, schreiben die Forscher. So enthielten Wein und Bier Polyphenole wie Resveratrol und Xanthohumol, deren gesundheitsfördernde Effekte erwiesen sind. Diese Inhaltsstoffe könnten eine positive Wirkung auf die Sexualfunktion haben – sofern die schädigende Wirkung sehr hoher Alkoholmengen nicht überwiegen. Denn eine übermäßige Alkoholzufuhr verringert die Testosteronproduktion und die Fruchtbarkeit des Mannes.

Alkoholkonsum steigert Spermaproduktion und Fruchtbarkeit

Mäßiger Alkoholkonsum zwischen vier und sieben Gläsern Bier oder Wein pro Woche sorgt laut einer italienischen Studie für eine erhöhte Spermaproduktion und eine bessere Spermaqualität. Verantwortlich dafür ist nicht der Alkohol selbst, sondern die in den Getränken enthaltenen Polyphenole. Übermäßiger Konsum hat einen gegenteiligen Effekt, da der Testosteronspiegel und damit die Fruchtbarkeit sinkt.

Mailand (Italien). Laut einer im Fachmagazin Andrology veröffentlichten Studie hat der Konsum von Alkohol Einfluss auf die Menge der Spermaproduktion und die männliche Fruchtbarkeit. Die Mailänder Reproduktionsmediziner haben im Zuge der Querschnittsstudie 323 Männer mit einem Durchschnittsalter von 39 Jahren befragt, die bisher ungewollt kinderlos sind. Neben ihrem Alkoholkonsum haben die Probanden außerdem Informationen dazu gegeben, wie oft und in welchen Mengen sie Tabak und koffeinhaltige Getränke konsumieren und wie ihre sonstige Ernährung aussieht sowie darüber ob sie sportlich aktiv sind.

Zur besseren Vergleichbarkeit haben die Wissenschaftler eine Einheit für den Alkoholkonsum festgelegt, die entweder 125 Milliliter Wein, 330 Milliliter Bier oder 30 Milliliter hochprozentigem Schnaps entspricht. Ein Drittel der Befragten gab an wöchentlich drei Drinks zu konsumieren, ein Drittel konsumiert vier bis sieben Drinks und ein Drittel mehr als sieben Drinks per Woche. Übermäßiger Konsum, der laut den Wissenschaftlern bei mehr als 25 Drinks pro Woche liegt, lag bei keiner der Testpersonen vor.

Mäßiger Konsum mit positiven Auswirkungen

Um die Auswirkungen von Alkoholkonsum auf die Fruchtbarkeit zu untersuchen, haben die Wissenschaftler neben dem Volumen des Ejakulats auch die Qualität anhand der Spermienkonzentration und der Gesamtzahl der Spermien festgestellt. Es zeigte sich dabei, dass die Gruppe mit mäßigem Alkoholkonsum von vier bis sieben Drinks pro Woche bei allen gemessenen Faktoren am besten abschnitt. Die Probanden mit geringem und höherem Alkoholkonsum zeigten jeweils schlechtere Ergebnisse. Einen Einfluss die Beweglichkeit der Spermien, die ebenfalls ein wichtiger Faktor für die Fruchtbarkeit darstellt, konnten die Wissenschaftler unabhängig von der konsumierten Alkoholmenge nicht entdecken.

ODENSE. Männer müssen offenbar nicht um ihre Fertilität fürchten, wenn ihr wöchentliches Quantum an Alkohol 250 Gramm nicht überschreitet, ergab eine Studie mit über 8000 Teilnehmern. Maßvolle Trinker hatten eine ebenso gute Spermaqualität und sogar höhere Testosteronspiegel als Männer, die kaum tranken (Hum Reprod 2014, online 3. Juni).

Die gesunden Probanden waren entweder 18- bis 28-Jährige mit unbekanntem Fertilitätsstatus (n = 6472, Gruppe A) oder fertile Männer zwischen 18 und 45 Jahren (n = 1872, Gruppe B).

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Bei allen wurden ein Spermiogramm und der Sexualhormonstatus angefertigt und der Alkoholkonsum in der Woche vor den Untersuchungen erhoben. Dabei wurde eine Einheit mit etwa 12 g Alkohol und mit einem Glas Wein oder Bier gleichgesetzt.

Laut Selbstauskunft konsumierten die Männer nur moderate Mengen an Alkohol, pro Woche im Median acht Einheiten, die jüngeren Männer der Gruppe A zwölf Einheiten, das meiste davon in Form von Bier. Auf mehr als 30 Einheiten pro Woche kamen nur 8 Prozent bzw. 2 Prozent in den Gruppen A und B.

Ein Zusammenhang zwischen Alkoholkonsum und Spermaqualität – Volumen, Spermienkonzentration, Anteil beweglicher und morphologisch normaler Spermien -ließ sich auch dann nicht herstellen, wenn Alter, BMI, Rauchstatus und urologische Erkrankungen berücksichtigt wurden.

Nur in der Gruppe B war die Motilität der Spermatozoen bei mehr als 20 Einheiten Alkohol höher als mit 1-10 Einheiten. In beiden Gruppen zeigte sich dagegen eine lineare Assoziation zwischen dem Konsum von Alkohol, egal welcher Herkunft, und freiem und Gesamttestosteron.

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Männer der Gruppen A und B mit mehr als 20 Einheiten pro Woche hatten 24,6 und 19,7 pmol/l mehr freies Testosteron als Männer mit nur 1-10 Einheiten. Umgekehrt gingen mit steigendem Alkoholkonsum die SHBG-Spiegel zurück. Auf die übrigen Sexualhormone – FSH, LH und Inhibin B – hatte das Trinkverhalten keinen Einfluss.

Die positive Korrelation zwischen Alkohol und Testosteron lasse sich damit erklären, dass die Entgiftung des Alkohols den Steroidmetabolismus in der Leber verändere, vermuten die Autoren um Tina Kold Jensen von der Universität in Odense. Sie können eine reverse Kausalität nicht ausschließen – möglicherweise sind Männer mit hohem Testosteronspiegel risikobereiter und trinken mehr.

Jensen und Kollegen schließen, dass „gelegentlicher maßvoller Alkoholkonsum wohl nicht schädlich ist“. Über die Risiken von stärkerem Trinken oder Komasaufen lasse ihre Studie aber keine Aussagen zu. (bs)

Zu langsame Spermien: Ungewollt kinderlos

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Die Beziehung ist gefestigt, die berufliche Zukunft gesichert, die Wohnung groß genug, der Van bestellt, das Wunschkind kann kommen. Doch damit will es bei vielen deutschen Paaren nicht recht klappen: Schätzungsweise 1,5 bis zwei Millionen Paare sind zumindest zeitweise ungewollt kinderlos. Darunter versteht die Weltgesundheitsorganisation (WHO) Paare im fruchtbaren Alter, die trotz regelmäßiger sexueller Beziehung innerhalb eines Jahres kein Baby erwarten. Will sich der Nachwuchs partout nicht einstellen, droht der Traum vom Wunschkind zum Albtraum zu werden. Immer öfter suchen deshalb Paare Rat bei einem Facharzt.

Probleme mit der Fruchtbarkeit treffen beide Geschlechter gleichermaßen: „Die erkannten medizinischen Ursachen für den unerfüllten Kinderwunsch liegen zu 30 Prozent bei der Frau, zu 30 Prozent beim Mann und zu 30 Prozent bei beiden Partnern“, sagt Professor Eberhard Nieschlag, Direktor des Instituts für Reproduktionsmedizin an der Universität Münster. Was aber nicht bedeutet, dass betroffene Paare immer auf Nachwuchs verzichten müssen.

Das gilt zum Beispiel für die Endometriose, eine gutartige Wucherung der Gebärmutterschleimhaut. Schätzungen zufolge sind davon zehn Prozent aller Frauen im gebärfähigen Alter betroffen. Bei ihnen hat sich versprengtes Gewebe der Gebärmutterschleimhaut auch an anderer Stelle im Körper angesiedelt. Sind davon Eierstöcke und Eileiter betroffen, kann das eine Schwangerschaft verhindern. „Bei Frauen, die wegen eines unerfüllten Kinderwunsches behandelt werden, findet man überdurchschnittlich häufig eine Endometriose.

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Sie wird als eine der wichtigsten Ursachen für die Unfruchtbarkeit angesehen“, heißt es bei der Barmer Ersatzkasse. Hoffnung gibt es aber auch dann, so Professor Andreas D. Ebert, Leiter des Endometriosezentrums am Vivantes-Humboldt Klinikum in Berlin. In etlichen Fällen könne schon ein kleiner chirurgischer Eingriff die Fruchtbarkeit deutlich verbessern.

Ein wichtiger Grund für ungewollte Kinderlosigkeit hängt mit gesellschaftlichen Entwicklungen zusammen: Das Durchschnittsalter von Frauen, die hierzulande ihr erstes Kind bekommen, liegt inzwischen bei über 30 Jahren. Der Trend zum späten Kind ist in fast allen industrialisierten Ländern zu beobachten und schreitet weiter fort. Immer mehr gut ausgebildete Frauen streben zunächst eine berufliche Karriere an. Viele Paare beginnen erst über eigenen Nachwuchs nachzudenken, wenn sie sich beruflich etabliert haben.

Das gestiegene weibliche Karrierebewusstsein hat eine Kehrseite: „Aus biologischer Sicht wäre es sehr sinnvoll, wenn Frauen zwischen 20 und 25 Jahren ihr erstes Kind bekommen. Danach nimmt die Fruchtbarkeit zunehmend ab“, sagt Professor Jürgen Kleinstein, Direktor der Klinik für Reproduktionsmedizin und Gynäkologische Endokrinologie der Universitätsklinik Magdeburg. Bei einer 23-jährigen gesunden Frau ist die Wahrscheinlichkeit, schwanger zu werden, doppelt so hoch wie bei einer 33-Jährigen.

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Auch an den Männern geht das Altern nicht spurlos vorüber: Ihre Fruchtbarkeit sinkt ab dem dritten Lebensjahrzehnt, wenn auch nicht so offensichtlich wie bei den Frauen. Manchmal offenbart erst der Blick durch ein Mikroskop, dass die Spermienqualität sinkt: Zu wenig, zu langsam und buchstäblich nicht in Form, das sind die häufigsten Gründe für männliche Sterilität. Wissenschaftler glauben sogar herausgefunden zu haben, dass die Manneskraft in den vergangenen Jahrzehnten langsam erlahmt ist. Danach enthielt vor einem halben Jahrhundert ein Milliliter Samenflüssigkeit durchschnittlich noch 100 Millionen Spermien. Heutzutage sind es 20 bis 60 Millionen.

Das sollte reichen, könnte man meinen, schließlich braucht es zur Befruchtung einer Eizelle nur ein Spermium. Doch weniger die Menge entscheidet über eine erfolgreiche Befruchtung als die Qualität: Mindestens ein Drittel der Spermien sollte normal geformt und rasch beweglich sein. Denn bis zum Ziel, der Eizelle, ist es ein beschwerlicher Weg, der durch Gebärmutter und Eileiter führt. Dabei sind zahlreiche biologische Hürden zu überwinden. Eine davon ist das Immunsystem der Frau. Manchmal können Immunreaktionen auf bestimmte Stoffe der männlichen Samenflüssigkeit eine Befruchtung verhindern. Von den Millionen Spermien schaffen im Durchschnitt nur 300 den Weg bis zur Eizelle. Den Wettlauf um die Befruchtung gewinnt nur eines – wenn alles klappt.

Wenn nicht, kann das auch an angeborenen Veränderungen liegen. „Häufige Ursachen sind Fehlentwicklungen der Hoden, unvollständig ausgebildete oder verschlossene Samenleiter. Die Betroffenen sind meist völlig ahnungslos, weil sie zu wenig Gebrauch von Vorsorgeuntersuchungen machen“, sagt Professor Nieschlag. Was tun Paare, wenn die Natur ihre Hoffnung auf Nachwuchs nicht erfüllen will?

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Rund 40 000 Mal pro Jahr versuchen Mediziner in Deutschland, Frauen mit unerfülltem Kinderwunsch in der Petrischale befruchtete Eizellen einzusetzen. Etwa 6000 Babys sind so 2005 zur Welt gekommen – immerhin ein Prozent aller deutschen Neugeborenen. Nach fast 30 Jahren ist die künstliche Befruchtung oder In-vitro-Fertilisation (IVF) medizinische Routine geworden. Sie hilft etwa, wenn Ei- und Samenzelle nicht im Eileiter der Frau verschmelzen können oder die Samenqualität des Mannes zu schlecht ist. Dafür muss sich die Frau zunächst einer intensiven Hormonbehandlung unterziehen. Anders als beim natürlichen Zyklus reifen gleich mehrere Eizellen auf einmal heran. Diese werden entnommen und außerhalb des Körpers – in vitro – mit Spermien befruchtet.

Eine weitere Form der künstlichen Befruchtung ist die Intracytoplasmatische Spermieninjektion (ICSI). Dabei werden Spermien mit einem feinen Glasröhrchen direkt in die Eizelle eingebracht. Diese Variante ist ähnlich erfolgreich wie die klassische IVF: In einem knappen Viertel der Fälle nistet sich die befruchtete Eizelle in der Gebärmutter ein. Rund 60 Prozent dieser Schwangerschaften enden mit der Geburt eines Babys.

Der medizinische Fortschritt hat jedoch seinen Preis, und das gleich doppelt: Die gesetzlichen Krankenkassen beteiligen sich auch bei einer medizinisch nachgewiesenen Unfruchtbarkeit nur noch zum Teil und in bestimmten Fällen gar nicht mehr an den Kosten der Behandlung. Diese können mehrere Tausend Euro betragen.

Zudem sind künstliche Befruchtungen mit einer hohen körperlichen und psychischen Belastung verbunden, ausgelöst vor allem durch die hormonelle Überstimulation der Frau. Der hohe Erwartungsdruck zerrt an den Nerven. Zudem erhöht sich das Risiko für Fehl-, Früh-, und Mehrlingsgeburten. Studien, in denen Paare befragt wurden, die sich einer IVF-Behandlung unterzogen haben, zeigen, dass insbesondere die Frauen Fehlschläge als persönliche Niederlage erleben.

Der Mann gerät vor allem dann unter psychischen Druck, wenn sich herausstellt, dass die medizinischen Ursachen für den unerfüllten Kinderwunsch bei ihm liegen. Auch der ständige Wechsel von Hoffnung und Enttäuschung, der sich nicht selten in persönlichen Schuldzuweisungen entlädt, stellt die meisten Partnerschaften auf eine harte Probe.

„In diesen Fällen ist eine psychosoziale Beratung wichtig“, konstatiert Andreas Schmidt, Leitender Psychologe an der Burg-Klinik im thüringischen Stadtlengsfeld. Zusammen mit einem Ärzteteam berät er Betroffene, die mit dem unerfüllten Kinderwunsch nicht mehr allein zurechtkommen. „Wenn diese dadurch eine positivere und stressfreie Einstellung gewinnen, kann sich das letztendlich auch positiv auf den Kinderwunsch auswirken.“ Ein Rat, der auf fruchtbaren Boden gefallen ist: Von zehn Paaren und zwei Einzelpersonen, die sich in die Obhut des frisch gestarteten Behandlungsprogramms der Psychologen begeben haben, freuen sich nun immerhin drei Paare auf ein eigenes Baby.

Das verbessert die Spermienqualität:

  • Regelmäßiger Sex: Jahrelang ging man davon aus, dass sich häufiger Sex negativ auf die Qualität von Spermien auswirkt. Die offizielle Empfehlung war, nicht häufiger als alle drei Tage Sex zu haben. Heute weiß man: Je mehr Sex, desto besser ist die Beweglichkeit der Spermien. Etwa ein- bis zweimal pro Woche scheint optimal.
  • Nahrungsergänzungsmittel und Vitaminpräparate: Für keine der folgenden Substanzen ist allerdings eine Wirksamkeit bei männlicher Infertilität zweifelsfrei nachgewiesen. Zink: Marker für die Funktion der Prostata. Bei Zinkmangel verbrauchen die Spermien ihre Energie, bevor sie die Eizelle erreichen. Antioxidantien und Coenzym Q10: Reduzieren oxidativen Stress durch Bindung freier Radikale. Glutathion: Wichtig für die Verschmelzung von Ei und Samenzelle. Selen: Baustein für normale Hodenentwicklung, Spermatogenese, Beweglichkeit und Funktion der Spermien. Folsäure: Mangel scheint bei Spermien die Anfälligkeit für Fehlbildungen zu erhöhen.
  • Alkoholkonsum einschränken

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  • Verzicht auf Nikotin, Drogen oder Anabolika: Nikotin vermindert nicht nur die Spermienanzahl, sondern schränkt auch deren Beweglichkeit und Funktionsfähigkeit stark ein.
  • Medikamenteneinnahme prüfen und nach ärztlicher Absprache womöglich absetzen
  • Vitamin- und mineralstoffreiche Ernährung: viel Obst, Gemüse (aus biologischem Anbau für geringere Pestizidbelastung), Vollkorn, Fisch, Nüsse, wenig fettige Speisen
  • Übergewicht und Untergewicht normalisieren
  • Regelmässige Bewegung: z.B. Joggen, Schwimmen
  • Stress reduzieren
  • Keine Überhitzung der Hoden: z.B. durch Sitzheizung, heisse stundenlange Wannenbäder, Whirlpool-Sessions oder zu häufige Saunagänge
  • Zu enge Hosen und Unterhosen vermeiden
  • Schadstoffkontakt meiden: Zu den fruchtbarkeitsschädigenden Chemikalien und Schadstoffen zählen Weichmacher und Pflanzenschutzmittel (Pestizide) sowie die in der Umwelt angereicherten polychlorierten Biphenyle, Pflanzenstoffe und Hormone.
  • Elektromagnetische Strahlung meiden: Kein Mobilphon im Hosensack oder Laptop auf dem Schoss.

Mit den heutigen reproduktionsmedizinischen Techniken haben Männer trotz schlechter Spermaqualität gute Chancen ein Kind zu zeugen. Bereits eine potente Samenzelle reicht theoretisch. Diese lässt sich beispielsweise operativ aus dem Hodengewebe entnehmen (TESE/MESA) und für eine ICSI verwenden.

Wissen

Sperma – der ganz besondere Saft

Frühling macht müde Spermien munter

Newsticker

Boxershorts vorne | 25.08.2018

Hat die Wahl der Unterhosen einen Einfluss auf die Spermienzahl? Eine Harvard-Studie mit mehr als 650 Kinderwunsch-Paaren ergab: Männer, die häufig Boxershorts tragen, haben 17% mehr Spermien als solche mit enger sitzenden Unterhosen. Und ausserdem auch eine höhere Spermienkonzentration und 33% mehr schwimmende Spermien. Dagegen zeigten die Träger enger Unterwäsche in ihrem Blut eine vergleichsweise hohe Konzentration des follikelstimulierenden Hormons (FSH), das die Spermienproduktion anregt. Das könnte eine Reaktion des Körpers auf die verringerte Spermienproduktion sein, nehmen die Forscher an und betonen, dass sich alle gemessenen Veränderungen im Normbereich bewegen. Man sollte diese Befunde also nicht überbewerten oder daraus folgern, dass das Tragen von Nicht-Boxershorts zur Unfruchtbarkeit führt.

Dicke mit schlechten Spermien | 22.05.2018

Eine indische Studie mit Spermiogrammen von 1285 stark übergewichtigen Männern ergab, dass Männer mit einem BMI (Body-Mass-Index) über 30 (Fettleibigkeit) ein geringeres Ejakulatsvolumen, weniger Spermien mit geringerer Beweglichkeit und eine geringere Spermienkonzentration hatten. Bei der Beurteilung des Grades der Beweglichkeit fiel auf, dass die Männer auch weniger progressiv bewegliche Spermien hatten (Spermien mit Vorwärtsbewegung). Die Spermien hatten ausserdem dünnere und häufiger fehlgeformte Köpfe. Insgesamt war die Wahrscheinlichkeit für Oligozoospermie (zu wenige Spermien) und Asthenozoospermie (zu langsame Spermien) bei fettleibigen Männern erhöht. Eine Reduktion des Gewichts könnte demnach einen positiven Einfluss auf Gesundheit und Fruchtbarkeit haben.

Spermien auf dem Rückzug | 03.09.2017

Immer weniger Spermien sind pro Milliliter im Sperma enthalten, und auch die Spermienanzahl pro Samenerguss sinkt seit 1973. In westlichen Ländern sei ein Spermienschwund um 50 bis 60 Prozent zu verzeichnen, wie israelische Forscher jetzt berichteten. Dabei geht es allein um die Zahl der Spermien, nicht um deren Beweglichkeit oder mikroskopisch erkennbare Veränderungen. Eine Aussage über die Ursachen der vermuteten Spermien-Krise lassen die Daten nicht zu. Rauchen, das Mobilphon in der Hosentasche, Umweltgifte oder muskelaufbauende Hormone stehen im Verdacht. Anlass zur Panik bestünde nach Aussage der Experten jedoch nicht: Mit immer noch rund 47 Millionen Spermien je Milliliter Ejakulat sei „Mann“ immer noch ausreichend fruchtbar.

Joggen macht Spermien Spass | 26.03.2017

Sportliche Höchstleistungen sind nicht nötig, um die Spermien in Schwung zu bringen. Eine Studie der Universität Giessen teilte gesunde junge Männer in vier Gruppen (drei unterschiedliche Trainingsstärken und eine Nicht-Sport-Gruppe) und untersuchte nach 24 Wochen unter anderem auch das Sperma. Das Ergebnis: Ein kontinuierliches Training mässiger Intensität (MICT) bringt für die männliche Fortpflanzungsfähigkeit möglicherweise am meisten. Die Spermien der Teilnehmer, die moderat trainiert hatten, waren hinsichtlich Beweglichkeit, Aussehen und Anzahl im Spermiogramm denen anderer Trainingsgruppen beziehungsweise der Nichtsportgruppe eindeutig überlegen.

Ausgebremste Spermien | 03.08.2016

Ganz klar: Vor dem Sonnenbad wird gut eingecremt. Chemische und mineralische UV-Filter können für Männer aber unerwünschte Folgen haben. Ein Wissenschaftler-Team von der Universität Kopenhagen testete die Wirkung auf gesunde Spermien. 13 von 29 getesteten Substanzen störten die Spermienfunktion, oder genauer den Ionenhaushalt der kleinen Schwimmer. Normalerweise binden Hormone an bestimmte Ionenkanäle in der Zellmembran der Spermien, dadurch kommt es zu einem abrupten Calciumioneneinstrom. Und der gibt den Schwimmern den nötigen Turbobooster, um die letzte Hürde für eine erfolgreiche Befruchtung der Eizelle zu überwinden. Einige UV-Filter in Sonnencremes binden aber ebenfalls an diese Calciumkanäle und aktivieren sie zu früh, sodass das Spermium chancenlos ist, wenn es die Eizelle erreicht.

Alkoholwirkung auf Spermien? Männer müssen offenbar nicht um ihre Fruchtbarkeit fürchten, wenn ihr wöchentliches Quantum an Alkohol 250 Gramm nicht überschreitet, ergab eine dänische Studie mit über 8000 Teilnehmern. Bei allen wurden ein Spermiogramm und der Sexualhormonstatus angefertigt und der Alkoholkonsum in der Woche vor den Untersuchungen erhoben. Massvolle Trinker hatten eine ebenso gute Spermaqualität und sogar höhere Testosteronspiegel als Männer, die kaum tranken. Moderate Mengen an Alkohol hiess acht bis zwölf Einheiten pro Woche – eine Einheit entspricht etwa 12 g Alkohol, also einem Glas Wein oder Bier. (swissmom Newsticker, 2.7.14)

Vegetarier haben schlechteres Sperma: Vegetarier leben in mancher Hinsicht gesünder. Viel Obst und Gemüse zu essen, schützt vor vielen Krankheiten und erhöht die Lebenserwartung. Allerdings könnte die Zeugungsfähigkeit darunter leiden. Im Ejakulat von Vegetariern und Veganer fanden Wissenschaftler eine signifikant niedrigere Anzahl von Spermien. Zudem bewegten sich die Spermien langsamer. Ein Grund dafür könnte Soja sein, das vielen Vegetariern und Veganern als Eiweißlieferant dient und Phyto-Östrogene enthält, die ähnlich wirken wie das weibliche Sexualhormon. Der Expertenrat bei Kinderwunsch: Mindestens 74 Tage lang auf Soja zu verzichten – dies ist die Zeitspanne, in der beim Mann neue Spermien produziert würden. (swissmom Newsticker, 13.11.14)

Sitzheizung als Spermienkiller?Ist es Mythos oder Realität, dass die Sitzheizung im PKW die Hoden so stark erhitzt, dass es zu einer Verminderung der Fruchtbarkeit kommt? In einer Studie wurden 997 Patienten befragt, ob sie eine Sitzheizung benutzen, und anschliessend ihre Spermien untersucht. Von den Männern, die nie eine Sitzheizung verwendeten, hatten 46 Prozent ein unauffälliges Spermiogramm. Unter den gelegentlichen Sitzheizungsnutzern war bei 53 Prozent der Spermienzustand unauffällig, bei den häufigen Anwendern sogar bei 62 Prozent. Damit wurde belegt, dass die Sitzheizung keinen negativen Effekt auf die Spermienqualität hat. Um einen positiven Effekt zu beweisen, sind aber weitere Studien notwendig. (swissmom-Newsticker, 9.2.2016)

Letzte Aktualisierung : 03-03-17, BH

Sperma-Qualität verbessern: Wie Männer selbst im hohen Alter zeugungsfähig bleiben

Viele Störungen lassen sich medizinisch behandeln

Sollte sich das auffällige Ergebnis wiederholen, gibt es verschiedene mögliche Gründe. Die meisten davon lassen sich gut behandeln. „Dass ein Mann mit medizinischer Unterstützung nicht in der Lage ist, ein Kind zu zeugen, erleben wir nur sehr, sehr selten“, sagt der Androloge.

Ursachen für eine eingeschränkte Fruchtbarkeit können beispielsweise hormoneller Art sein oder direkt in den Fortpflanzungsorganen liegen. Hormonelle Ungleichgewichte lassen sich mit entsprechenden Medikamenten behandeln. Anatomische Fehlbildungen können Ärzte oft mit einem Eingriff aus der Welt schaffen. Ist das nicht möglich, kann man auch über eine künstliche Befruchtung nachdenken.

So verbessern Männer ihre Spermienqualität

Manches können Männer auch selbst tun, um die Qualität ihrer Spermien zu verbessern. Dabei geht es insbesondere darum, einige Dinge zu lassen. Dazu zählt in erster Linie das Rauchen. „Rauchen ist die Hauptursache dafür, dass wir eine reduzierte Anzahl gesunder Spermien vorfinden“, sagt Jäger.

Der Grund ist einleuchtend: Rauchen stört die Durchblutung – auch die der winzigen Kapillargefäße in den Fortpflanzungsorganen. „Wenn jemand sich nun zum Beispiel jede Stunde eine Zigarette ansteckt, dann ist die Durchblutung jedes Mal gestört“, sagt Jäger. Das schadet den Spermien.

Spermien mögen keine Wärme

Spermien reagieren empfindlich auf Wärme – das ist einer der Gründe, weshalb die Hoden aus dem Körper ausgelagert sind, da sie es dort kühler haben. Viele Verhaltensweisen können die Hoden aber erwärmen und die empfindlichen Spermien in ihrer Beweglichkeit beeinträchtigen.

Dazu zählt zum Beispiel Sport. Wenn ein Paar ein Kind zeugen möchte, passt es oft die fruchtbaren Tage der Frau ab. „Der Mann sollte sich überlegen, ob er am Tag vorher wirklich noch eine Stunde laufen oder auf den Crosstrainer geht“, sagt Jäger.

Sitzheizung im Auto ausschalten

Auch andere Verhaltensweisen im Alltag können dazu führen, dass die Hoden sich erwärmen. „Wer sich fortpflanzen möchte, sollte auch die Sitzheizung im Auto ausschalten“, sagt Jäger. Nach einigen Tagen haben sich die Spermien dann übrigens regeneriert.

Vollbäder und ein Gang in die Sauna zählen im Sinne der Spermiengesundheit ebenfalls nicht zu den besten Ideen. Auch der Laptop, dessen Akku sich auf dem Schoß erwärmt, tut den Spermien nicht gut. „Welche Rolle Handystrahlung spielen könnte, weiß man nicht“, sagt Jäger. „Das ist noch nicht ausreichend erforscht.“

Ein gesunder Lebensstil hilft, gesunde Spermien zu produzieren

Insgesamt hilft vor allem ein gesunder Lebensstil dabei, die Spermien gesund zu halten. „Wir erleben oft, dass sehr fettleibige Männer eine massiv eingeschränkte Spermienqualität haben“, sagt Jäger. Übergewicht wirkt sich auch hormonell aus – beispielsweise in Form eines niedrigen Testosteronspiegels.

Auch eine gesunde Ernährung trägt zu gesunden Spermien bei. Bei Nahrungsergänzungsmitteln rät Jäger aber zur Zurückhaltung. Es sind etliche frei verkäufliche Produkte auf dem Markt. „Oft ist die Wirksamkeit nicht erwiesen und viele Produkte sind zudem sehr teuer.“ Zwar ist erwiesen, dass Selen und Zink eine Rolle für die Spermien spielen. „Die Einnahme dieser Spurenelemente hat aber nur dann einen Nutzen, wenn man einen Mangel hat“, sagt Jäger. Dieser sei aber sehr selten und bei einer normalen Ernährung fast ausgeschlossen.

Auch Stress spielt eine Rolle

Das Alter eines Mannes ist für seine Fruchtbarkeit hingegen gar nicht so entscheidend. „Die Qualität der Spermien nimmt mit dem zwar Alter ab“, sagt Jäger. „Es gibt aber keine klare Grenze, ab der ein Mann tatsächlich unfruchtbar ist.“

Eine Rolle spielt hingegen Stress – zumindest dann, wenn er lange andauert. Dann kann er sich hormonell auswirken. Beispielsweise steigt der Cortisolspiegel bei Dauerstress häufig an, was sich auf verschiedene Systeme im Körper auswirkt – und in der Folge auch den Spermien nicht gut tut.

Dieser Artikel wurde verfasst von Maria Berentzen

Spermienqualität verbessern
So kannst du deine Fruchtbarkeit erhöhen

Wer Kinder zeugen möchte, braucht fruchtbare Spermien. Aber nur weil es nicht sofort „klappt“, bedeutet das nicht, dass etwas mit deiner Spermienqualität nicht stimmt. Es ist völlig normal, wenn es bis zu einem Jahr braucht, bis deine Liebste von dir schwanger wird. Aber du kannst in der Zeit einiges tun, um die Spermienqualität zu verbessern.

Wie kann man auf natürliche Weise die Spermienqualität erhöhen?

Um die Eizelle erreichen und erfolgreich befruchten zu können, sollten deine Spermien vor allem gesund, beweglich und zahlreich sein. Spermien von Rauchern sind nachweislich langsamer und häufiger krankhaft deformiert. Auch Übergewicht, Stress, zu viel Alkohol und zu wenig Bewegung schaden deiner Fruchtbarkeit. Eine weitere Stellschraube für gesundes Sperma ist deine Ernährung.

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12,90 € Jetzt kaufen4 pm production / .com Mit der richtigen Ernährung kannst du deine Spermienqualität verbessern und die Chance, dass deine Liebste schwanger wird, steigern

Diese 4 Nährstoffe sorgen für beste Spermienqualität:

1. Selen kurbelt die Produktion im Hoden an

Neu produzierte Spermien sind anfällig für schädliche Einflüsse von außen, etwa durch Umweltgifte. Selen ist wichtiger Bestandteil einer Hülle, die Samenzellen umgibt und sie davor schützt. Ein Mangel an dem Spurenelement wirkt negativ auf Anzahl und Qualität der Spermien. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt, jeden ­Tag rund 50 Mikrogramm Selen aufzunehmen. Top-Quellen sind beispielsweise Sonnenblumenkerne und Kokosflocken (davon jeweils 1 Esslöffel unter Müsli, Joghurt oder Obstsalat mischen). Ebenfalls zu empfehlen: 1 bis 2 Portionen Fisch pro Woche.

Das sind 7 Anzeichen für gesundes Sperma

2. Pflanzenstoffe machen Spermien flinker

In Brokkoli und anderen Kohlsorten sind viele antioxidative Pflanzenstoffe enthalten. „Sie verbessern die Beweglichkeit der Spermien und schützen sie vor schädlichen Umwelteinflüssen“, sagt Männerarzt Sommer. Tipp: Plane einmal in der Woche einen Brokkoli-Auflauf ein und iss zum Fleisch nicht nur Kartoffelsalat, sondern auch mal eine Portion Sauerkraut.

3. Zink gibt Kraft für den ­Endspurt zum Ei

Dieses Spurenelement drosselt den Energiebedarf der Samenzellen und sorgt dafür, dass genug Kraft für den Endspurt in der Gebärmutter und dem Eileiter bleibt. Viel Zink enthalten Austern, Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte sowie Lamm-, Rind- und Putenfleisch.

4. Vitamin E hält die Samenzellen gesund

Nüsse enthalten viel Vitamin E, das die Fruchtbarkeit unterstützt, indem es die Bildung von gesunden Spermien fördert und ihre Beweglichkeit erhöht. Greif lieber zu Nüssen, statt abends vorm Fernseher Unmengen an Chips zu futtern. Auch bewusstes Kochen mit hochwertigem Pflanzenöl aus Raps, Sonnenblumen oder Oliven sorgt für eine optimale Qualität deiner Spermien.

So produzierst du mehr Sperma

Wenn du unter 35 Jahre alt bist und deine Liebste auch nach einem Jahr noch nicht schwanger ist, solltest du beim Arzt einen Fruchtbarkeitstest machen lassen. Aber soweit muss es in den meisten Fällen gar nicht kommen: Stell deine Lebensweise und deine Ernährung auf deinen Kinderwunsch ein, dann bist du auf dem besten Weg, bald stolzer Vater zu werden.

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Sex, Drugs & Unfruchtbarkeit

Rund 300 Millionen männliche Keimzellen werden bei jedem Samenerguss auf die Reise geschickt, und sie haben nur ein Ziel: die Eizelle finden und befruchten. Aber nur ein Spermium wird sein Ziel erreichen – oder auch nicht. Denn nicht jeder Mann ist biologisch gesehen zeugungsfähig. Studien zufolge könnten der Konsum von Cannabis, Speed und Co. eine Ursache dafür sein, dass der Hormonhaushalt beim Mann dauerhaft durcheinandergewirbelt wird und Unfruchtbarkeit zur Folge hat.

Bild: no more lookism / photocase.com

Ausnahmsweise geht es hier mal nur um Männer. Denn ihr Lebensstil lässt manchmal doch etwas zu wünschen übrig. Männer trinken und rauchen mehr als Frauen und bei illegalen Drogen lässt der eine oder andere es auch gerne mal so richtig krachen. Auch wenn so mancher Mann sich in jungen Jahren für unverwundbar hält, Studien zufolge könnte es ein böses Erwachen geben, wenn später der Wunsch nach einem eigenen Kind aufkommt.

Was viele Männer nicht wissen: Nicht nur bei Frauen, auch beim männlichen Geschlecht tickt die biologische Uhr. Etwa vom 35. Lebensjahr an verschlechtert sich die Samenqualität. Doch schon bei jungen Männern kann die Fruchtbarkeit beeinträchtigt sein. Entscheidend für die Fruchtbarkeit ist die Produktion einer ausreichenden Anzahl gesunder Spermien. Dieser Vorgang hängt von einer komplexen hormonellen Steuerung ab, die durch Drogen durcheinander gebracht werden kann. Das gilt sowohl für Drogen aus dem Chemielabor, als auch für „naturbelassene“ Substanzen wie Cannabis.

Unfruchtbarkeit des Mannes ist mittlerweile bei vielen ungewollt kinderlosen Paaren ein Problem. Ein US-amerikanisches Forschungsteam ist daher der Frage nachgegangen, wie illegale Drogen die männliche Fruchtbarkeit beeinflussen können. Carolyn Fronczak und ihr Team haben hierzu alle relevanten Studien in einem Übersichtsartikel zusammengetragen.

THC bremst Testosteron

Schon aufgrund der weiten Verbreitung kommt Cannabis eine große Bedeutung bei der Frage der männlichen Fruchtbarkeit zu. Im Körper dockt THC, der Hauptwirkstoff von Cannabis, an dieselben Rezeptoren an, die auch von körpereigenen Substanzen, den Endocannabinoiden, besetzt werden. Bekannt ist, dass Endocannabinoide eine wichtige Rolle für die Fortpflanzung spielen. Endocannabinoid-Rezeptoren finden sich unter anderem in den Hoden und sind dort an der Steuerung der Spermienproduktion beteiligt. Sogar in den Spermien selbst finden sich Rezeptoren für Endocannabinoide.

Beim Kiffen gelangt THC nicht nur ins Gehirn, sondern wird über die Blutbahn auch zu den Hoden transportiert, wo es an den entsprechenden Rezeptoren bindet und damit die sogenannte Hypothalamus-Hypophysen-Hoden-Achse stören kann. Der Hypothalamus und die Hypophyse sind zwei Strukturen im menschlichen Gehirn, die im Zusammenspiel mit den Hoden die Produktion des Sexualhormons Testosteron regeln. Eine Vermutung lautet: Wenn sich THC an die Rezeptoren in den Hoden bindet, könnte die Produktion von Testosteron vermindert werden. Testosteron spielt eine zentrale Rolle bei der Spermienproduktion.

Tatsächlich stießen Fronczak und ihr Team bei ihrer Recherche auf Studien, in denen der Testosteronspiegel im Blut von chronischen Cannabiskonsumenten signifikant niedriger war als bei abstinenten Kontrollpersonen. Zudem war der Testosteronspiegel abhängig von der Konsummenge: Je mehr die Probanden gekifft hatten, desto weniger Testosteron hatten sie im Blut. Die verminderte Produktion von Testosteron hatte vermutlich wiederum die Anzahl der Spermien im Ejakulat der Kiffer stark vermindert. Diese sogenannte Oligospermie wurde bei über einem Drittel der untersuchten chronischen Cannabiskonsumenten nachgewiesen.

Spermienqualität beeinträchtigt

Allerdings verringert sich nicht nur die Anzahl der Spermien, sondern auch deren Qualität. Wie weitere Untersuchungen ergaben, schränkt THC nämlich auch das Bewegungsvermögen der Spermien ein. Dies könnte darin begründet sein, dass THC den so genannten programmierten Zelltod (Apoptose) fördert. Im Ejakulat findet sich dann ein großer Anteil an bewegungslosen Spermien.

Verschärft wird der negative Einfluss von THC womöglich auch durch dessen relativ langfristige Verfügbarkeit im Körper. Normalerweise werden körpereigene Endocannabinoide je nach Bedarf schnell bereitgestellt und ebenso schnell wieder abgebaut. Beim Kiffen wird der Körper aber regelrecht mit THC geflutet. Das pflanzliche Cannabinoid wird zudem im Fettgewebe gespeichert und von dort nach und nach wieder abgegeben. Solche „THC-Reservoire“ in den Hoden könnten die dortigen Cannabinoid-Rezeptoren überstimulieren und die beschriebenen negativen Konsequenzen für die Spermienqualität haben.

Ecstasy & Speed: Schäden der DNA

Ähnlich wie Cannabis beeinträchtigen auch Ecstasy und Speed die normale Aktivität der Hypothalamus-Hypophysen-Hoden Achse und damit auch die Produktion von Testosteron. Die Auswirkungen von Amphetaminen wurden bisher allerdings ausschließlich in Tierstudien untersucht. In einem Experiment wurde männlichen Ratten Ecstasy in einer Menge verabreicht, die etwa der Menge des Freizeitkonsums beim Menschen entsprechen soll. Der Testosteronspiegel der Ratten reduzierte sich daraufhin um 50 Prozent.

Bei genaueren Untersuchungen der Auswirkungen von Ecstasy auf die Hoden und die Qualität der Samenzellen von Ratten zeigten sich zudem signifikant häufiger Schäden an der in den Spermien enthaltenen Erbsubstanz (DNA) sowie in den Hodenkanälchen, in denen die Spermien produziert werden. Anders als THC, führte Ecstasy jedoch nicht zu einem reduzierten Bewegungsvermögen oder anderen äußerlichen Auffälligkeiten der Spermien.

Kokain: degenerierte Zellen

Wie bei den Amphetaminen stammen auch die Erkenntnisse zu den Auswirkungen von Kokain auf die männliche Fruchtbarkeit überwiegend aus Tierstudien. Ratten, die im Experiment über mehrere Monate mit Kokain versorgt wurden, hatten eine etwa um die Hälfte reduzierte Wahrscheinlichkeit, Nachwuchs zu zeugen, verglichen mit ihren abstinenten Artgenossen. Um die Gründe für diese Unterschiede herauszufinden wurden auch diese Versuchstiere nach Abschluss des Experiments eingehend untersucht.

In den spermienproduzierenden Hodenkanälchen der mit Kokain behandelten Versuchstiere fanden die Forscherinnen und Forscher degenerierte und abnormale Zellen. Sowohl in hohen als auch in niedrigen Dosen hatte Kokain somit akute negative Effekte auf die Spermienproduktion. Durch hohe Dosen von Kokain wurde zudem die Blutversorgung der Hoden für mehrere Stunden beeinträchtigt. Auch diese Minderdurchblutung könnte die negativen Auswirkungen von Kokain auf die Fruchtbarkeit teilweise erklären.

Fazit

Fronczak und ihr Team konnten in ihrer Übersichtsarbeit zeigen, dass in einer Vielzahl an Studien ein negativer Einfluss von Drogenkonsum auf die Spermienproduktion und Spermaqualität nachgewiesen werden konnte. Unklar bleibt jedoch, in wie vielen Fällen der Substanzmissbrauch tatsächlich eine relevante Rolle bei bestehender männlicher Unfruchtbarkeit spielt. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts sind etwa 5 bis 10 Prozent der Paare in Deutschland aktuell ungewollt kinderlos, bei etwa 3 Prozent bleibt der Kinderwunsch dauerhaft unerfüllt.

Lana Burkman, Forscherin an der Universität Buffalo in den USA, hat ebenfalls an einer Studie zu den Auswirkungen des Cannabiskonsums auf die männliche Fruchtbarkeit gearbeitet. Sie weist darauf hin, dass Kiffen nicht unbedingt automatisch Unfruchtbarkeit zur Folge habe. Bei Männern, die sich aber bereits an der Grenze zur Zeugungsunfähigkeit befinden, könnte Cannabis der entscheidende Faktor sein, der sie über die Schwelle zur Unfruchtbarkeit trägt.

Quellen:

  • Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (2005). Wenn ein Traum nicht in Erfüllung geht … Kinderwunsch und Unfruchtbarkeit. Broschüre (Bestellnummer 13622001). PDF
  • Fronczak C., Kim, E. & Barqawi, A. (2011). The Insults of Illicit Drug Use on Male Fertility. Journal of Andrology. Published-Ahead-of-Print on July 28, 2011. Zusammenfassung
  • Gesundheitsberichterstattung des Bundes. Robert Koch-Institut in Zusammenarbeit mit dem Statistischen Bundesamt. Heft 20 (April 2004). Ungewollte Kinderlosigkeit. Bericht
  • Netdoktor.de – Unfruchtbarkeit bei Mann und Frau
  • Pabst, A., Piontek, D., Kraus, L. & Müller, S. (2010). Substanzkonsum und substanzbezogene Störungen. Ergebnisse des Epidemiologischen Suchtsurveys 2009. Sucht, 56 (5), 327-336. Artikel
  • Pressemitteilung Ruhr-Universität Bochum (28.03.2003)
  • Pressemitteilung University at Buffalo (13.10.2003)

Die negativen Auswirkungen von konsumierten Drogen bei Kinderwunsch sind vielfältig. Zum einen kommt es auf die Menge, aber auch fir Art der Stoffe an, welche von Männern oder Frauen mit Kinderwunsch eingenommen werden. Wir wollen Ihnen hier einen Einblick in die schwerwiegenden Folgen auf die weibliche und männliche Fruchtbarkeit und die Gesundheit eines ungeborenen Kindes ermöglichen:1

Die negativen Auswirkungen von konsumierten Drogen bei Kinderwunsch sind vielfältig. Zum einen kommt es auf die Menge, aber auch fir Art der Stoffe an, welche von Männern oder Frauen mit Kinderwunsch eingenommen werden. Wir wollen Ihnen hier einen Einblick in die schwerwiegenden Folgen auf die weibliche und männliche Fruchtbarkeit und die Gesundheit eines ungeborenen Kindes ermöglichen:1

Art Auswirkungen Mann Auswirkungen Frau
Marihuana
  • TCH ähnelt in seiner chemischen Zusammensetzung Testosteron -> Erhöhter Testosteronspiegel
  • Negative Beeinflussung der Spermien (Anzahl, Qualität, Vitalität)
  • Abnahme der Libido
  • toxische Wirkung auf Frauen
  • Beeinträchtigung des Eisprungs
  • THC-Gehalt im Zervixschleim lähmt männliche Samenzellen
Kokain, Opiate, Ecstasy
  • Abnahme der Libido
  • Zerstörung des männlichen Erbgutes und Schädigung der Samenzellen
  • Ovulationsproblemen:
    • weniger Eisprünge
  • massive Störungen des weiblichen Zyklus
  • gefährdet das ungeborene Kind in der Frühschwangerschaft: Fehlgeburten, Drogensucht beim Kind, geistige und körperliche Behinderungen
Anabolika
  • Verheerender Einfluss auf den männlichen Hormonhaushalt
  • Beeinträchtigung der Hodenfunktion
  • Nachlassen der Libido
  • Nachlassen der Libido
  • Ovulationsprobleme

Die Auswirkungen treten schon bei einem geringen Konsum der Drogen bei Kinderwunsch auf!

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