Sozialverhalten schule verbessern

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Fairplay: Wie Babys Sozialverhalten lernen

Sozialverhalten müssen Babys und Kleinkinder erst lernen. Bis Ihr Kind Fairplay beherrscht – und das im wahrsten Sinne des Wortes – braucht es Zeit und gute Vorbilder. Und trotzdem: Auch die ganz Kleinen sind bereits mit ganz feinen Anten-nen für ihre soziale Umwelt ausgestattet. Erfahren Sie auch, wie Sie die soziale Entwicklung Ihres Kindes unterstützen können.

sozialverhalten beginnt mit freudigem glucksen

Babys sind von Geburt an soziale Wesen. Auf seine ganz eigene Weise wird Ihr Kind in den ersten Monaten ein enges Verhältnis zu Ihnen aufbauen und soziales Verhalten von Ihnen lernen. Es wendet Ihnen den Kopf zu, wird gerne auf dem Arm gehalten und angelächelt. Und: Es lächelt sogar häufig zurück. Zwar ahmen Babys in den ersten Monaten den Gesichtsausdruck ihrer Eltern „nur“ nach, doch spä-testens mit drei Monaten wird Ihr Kind Sie erkennen und bewusst anlächeln und dabei freudig glucksen.
Der Beginn des Sozialverhaltens: die soziale Interaktion. Auch wird es nun immer intensiver auf die Menschen in seiner Umwelt achten. Ihr Kind beobachtet und lauscht, was um es herum geschieht. Um den achten Lebens-monat herum neigt Ihr Schatz womöglich auch zum Fremdeln. Ein normaler Vor-gang in der sozialen Entwicklung Ihres Babys, der vor allem eines zeigt: Ihr Kind hat eine feste Beziehung zu Ihnen aufgebaut und kann zwischen bekannten und fremden Personen genau unterscheiden.
Bis die soziale Entwicklung soweit fortgeschritten ist, dass Ihr Kind nun mit anderen Kindern spielt oder die Bereitschaft zu teilen entsteht, dauert es noch. Ihr Kleines denkt vor allem ich-zentriert, beschäftigt sich also vorwiegend mit sich selbst und der Frage, wie die Dinge in seinem Umfeld mit ihm zusammenhängen. Und das ist auch völlig in Ordnung so. Dennoch strecken auch die ganz Kleinen schon ihre Fühler nach ihrer sozialen Umwelt aus. Forschungen zeigen, dass Kinder bereits für längere Zeit teilnahmsvoll auf ein anderes, weinendes Kind schauen. Sie spüren auf Basis ihrer eigenen Erfahrung, dass etwas nicht stimmt – der Grundstein für soziales Verhalten.
Unser Tipp: Bis zum Alter von etwa drei Jahren sind Sie die wichtigsten „Spiel-gefährten“ und damit für das Sozialverhalten bedeutende Vorbilder für Ihr Kind. Gehen Sie auf es ein und schaffen Sie ein harmonisches Umfeld. Lassen Sie ihm Freiräume, sich auszuprobieren und regen Sie Ihr Kind zur Interaktion an. So legen Sie den Grundstein für die weitere positive soziale Entwicklung.

soziales verhalten lernen: erst neben-, dann miteinander spielen

Wenn Ihr Kind ca. ein Jahr alt und mobiler geworden ist, werden andere Kinder mehr und mehr sein Interesse wecken. Mehr als ein neugieriger Blick oder eine kurze Berührung ist jedoch erst mal nicht zu erwarten. Kinder spielen in diesem Alter vor allem nebeneinander. Der Grund dafür ist simpel. Ihr Kind hat noch alle Hände voll damit zu tun, neue Fähigkeiten zu erlernen und sich motorisch zu ent-wickeln. Sie werden in dieser Phase deshalb auch häufig erleben, wie Ihr Kind ein anderes Kind beobachtet und versucht, seine Aktivitäten nachzuahmen.

Bis aus dem Nebeneinander ein Miteinander wird, gehören auch Kabbeleien um das Spielzeug dazu. Ihr Kind ist dabei, sich selbst kennenzulernen und kann sich noch nicht in andere hineinversetzen. Dass es dem Spielgefährten nicht gefällt, dass ihm sein Spielzeug weggenommen wurde, kommt Ihrem Liebling noch nicht in den Sinn. Im Gegenteil: Ihr Kind denkt: Wenn das rote Auto so spannend ist, warum habe ich es dann nicht? Auch das gehört zur sozialen Entwicklung Ihres Kindes. Ihre Rolle, wenn sich kleine Alltagsdramen zuspitzen: Seien sie unparteiisch, auch wenn der Konflikt von einer Seite körperlich, z.B. mit Schubsen und Treten, ausgetragen wird. Ziehen Sie das Streitobjekt aus dem Verkehr und erklären Sie den Kindern die Wünsche des anderen und regen Sie so zum Teilen an. Sie werden sehen: Der Streit ist schnell vergessen und das Spiel geht friedlich in die nächste Runde.
Unser Tipp: Besuchen Sie z.B. Kleinkinderkurse und bringen Sie Ihr Kind mit anderen Babys zusammen. Der Vorteil: Ihr Schatz gewöhnt sich an andere Kinder und lernt den Umgang mit ihnen soziales Verhalten viel schneller. Gleichzeitig regt es die Entwicklung Ihres Kindes an. Viele Dinge können sich die Kleinen besser bei Spielgefährten abschauen als bei Mama und Papa.

die welt mit anderen augen sehen

Ab dem zweiten Lebensjahr können Sie eine spannende Beobachtung machen: Ist ein anderes Kind oder eine Bezugsperson traurig, spenden viele Kleinkinder häu-fig tröstenden Körperkontakt. Das Kind fühlt in diesem Moment die negative Emotion des Gegenübers reflexartig mit und versucht, sie zu beheben. Das Kind bewertet die Situation allerdings aus seiner eigenen Erlebniswelt und teilt z. B. sein Lieblingsspielzeug, weil es glaubt, auch dem anderen Kind ginge es dann besser. Das alles hat natürlich noch nicht viel mit sozialer Kompetenz zu tun, aber es zeigt, dass Ihr Kind seine soziale Umwelt sehr wohl wahrnimmt und seine soziale Entwicklung die nächste Stufe erreicht hat.
Erst im Alter von ungefähr vier Jahren lernen Kinder schließlich, dass nicht jeder so denkt und reagiert wie sie selbst. Ihr Kind beginnt, die Welt mit anderen Augen zu sehen: den Augen anderer Menschen und vor allem ihrer Spielgefährten. Kurz-um: Ihr Schatz entwickelt langsam Empathie aus. Die Entdeckung des „Ich“ ist zwar immer noch wichtig, aber das „Du“ wird Ihr Kind nicht länger überfordern. Es wird lernen, zu teilen oder sich beim Spielen abzuwechseln und erfährt so, dass es Spaß macht, mit anderen zu spielen. So wird Ihr Kind auch erste Freundschaften schließen, sich den Spielregeln anderer anpassen können und vor allem eines lernen: echtes Fairplay.
Unser Tipp: Keine Zwänge! Jedes Kind hat sein eigenes Wesen und Tempo. Manchen Kindern fällt die Kontaktaufnahme mit Spielgefährten leicht. Andere brauchen Zeit und nähern sich vorsichtig an. Auch sollten Sie Ihr Kind nicht zum Teilen zwingen. Sie können es zum sozialen Verhalten anregen, aber den Weg, wie es auf andere Kinder zugehen und spielen will, muss Ihr Kind selbst finden.

Wenn das Sozialverhalten gestört ist

Quelle: www.Praxis-Jugendarbeit.de | 2500 Spiele, Andachten und Ideen für die Kinder- und Jugendarbeit
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Sozialverhalten | ©: Luis Louro – Fotolia

Immer häufiger leiden Kinder und Jugendlichen an einer Störung des Sozialverhaltens. Sie verhalten sich aggressiv, dissozial und oppositionell. Natürlich ist nicht jeder Sprössling gleich sozial gestört, nur weil er mal ein paar Aggressionen hat. In der Entwicklung werden Grenzen ausgelotet, es wird erkundet, wie weit gegangen werden und welches Maß an Einfluss ausgeübt werden kann. Allerdings sollte sich dieses Verhalten nicht in übertriebenem Maße äußern und auch mit der Zeit immer weniger werden. Das ist jedoch nicht in jedem Fall gegeben.

Anzeichen für eine soziale Störung können aggressives Verhalten gegen Mensch und Tier, Betrügen, Diebstähle und die mutwillige Zerstörung von eigenem oder fremdem Eigentum sein.

Sozialverhalten: Einflussfaktoren des sozialen Netzwerks | ©: doris_bredow – Fotolia

Sozialverhalten – Wie wir uns gegenseitig behandeln

Unser Sozialverhalten ist nichts anderes als die Art und Weise, wie wir miteinander umgehen. Nehmen wir Rücksicht auf unsere Umgebung, können wir uns leicht in eine Gesellschaft einfügen und fühlen wir uns dabei wohl? Das sind die grundlegendsten Faktoren für ein gutes, soziales Miteinander. Aber auch ein wenig Egoismus ist dabei völlig in Ordnung und liegt im Rahmen. Dieser darf nur nicht in Narzissmus münden.

Ein gutes Sozialverhalten hat jemand, der Menschen hilft, die wirklich Hilfe brauchen, Menschen verteidigt, welche sich nicht wehren können. Einfach ein Mensch, der respektvoll und freundlich mit seinem Umfeld umgeht. Natürlich geht es nicht darum, sich immer und zu jeder Zeit perfekt zu verhalten. Wer verantwortungsvoll handelt und, auf seine Mitmenschen Rücksicht nimmt und nicht nur sich selbst und seine eigenen Vorteile sieht, der zeigt schon ein gutes Maß an sozialem Verhalten.

Hinweise auf antisoziales Verhalten

Wie können Eltern bei ihren Kindern erkennen, ob sie sich eventuell in eine antisoziale Richtung entwickeln? Und wie können sie dagegen steuern? Erste Hinweise wie übermäßiger Egoismus oder ein respektloser und rücksichtsloser Umgang wurden bereits genannt.

Weitere Faktoren, die auf eine Störung im Sozialverhalten hindeuten können, sind: Schulschwänzen, Wutausbrüche, Streiten und das Tyrannisieren von Mitmenschen. Auch können Symptome wie Magersucht, Schlafstörungen und Kontaktprobleme in diese Richtung deuten – schließlich sind sie Folgen von Störungen im Miteinander.

Gerade unsoziales Verhalten wie Gewalt und rücksichtsloser Umgang im Miteinander können nicht geduldet werden. Hier ist es wichtig, dass dem Kind klar wird, das es im Umkehrschluss ja auch nicht will, dass ihm so etwas passiert. Und es wäre schön, wenn es sich beim Mitschüler, beim Freund entschuldigt und den Schaden wiedergutmacht.

Soziales Miteinander Lernen | ©: Jasmin Merdan – Fotolia

Pubertät und die Angst sich zu blamieren

Besonders in der Pubertät testen Jugendliche gerne ihre Grenzen aus und schauen, wie weit sie bei Erwachsenen (und auch bei Gleichaltrigen) gehen können. Das ist ein völlig normaler und gesunder Prozess. Jedoch bringt er, wie jeder weiß, so seine Schwierigkeiten mit sich. Auch in Bezug auf das Sozialverhalten ändert sich einiges. Auf einmal wird zum Beispiel das andere Geschlecht interessant, und das nicht nur als Spielpartner.

Diese Situation birgt viel Entwicklungspotenzial, aber auch ein hohes Risiko. Auf einmal wird es wichtiger, was andere von einem denken, und die Angst sich zu blamieren steigt. Wer sich unglücklicherweise in diesem heiklen Prozess häufig blamiert, fängt unter Umständen an, sich selbst auszuschließen. Ein reiner Selbstschutz. Dies führt zu einer Abgrenzung des Umfeldes und kann im Endeffekt auch zu einer sozialen Störung führen. Die Angst sich zu blamieren kann dann durch übermäßige Coolness kaschiert werden, oder im anderen Extrem der Jugendliche zieht sich zurück und meidet den Kontakt.

Mobbing – Wo liegt das Problem?

Früher nannte man es Beleidigen und Ärgern, heute nennen wir es Mobbing. Aber egal wie wir es nennen, es ist eine nicht zu unterschätzende, gefährliche Verhaltensweise. Was passiert, wenn ein Kind gemobbt wird? Entweder es hört weg und schließt sich aus, was zur Isolation führen kann. -Oder es kontert wortgewandt und die Sache ist erledigt, das ist der mit Abstand beste Weg – aber eher selten.

Als dritte Möglichkeit kann sich ein aggressives Verhalten zeigen. In diesem Fall könnte es passieren, dass das Kind lernt, Aggressionen und Gewalt als eine adäquate Lösung für das Problem zu betrachten. Sowohl die Isolation als auch der aggressive Weg können problematisch sein. Besonders, wenn so etwas öfter geschieht, besteht die akute Gefahr einer sozialen Störung. Aus diesem Grund muss Mobbing besonders an Schulen, aber auch von Eltern wesentlich ernster genommen werden. Es geht dabei nicht um ein paar dumme Sprüche, sondern vielmehr um die Essenz des Mobbings. Wenn Kinder nicht mit ein paar (verbalen) Angriffen umgehen können, dann ist eher etwas in der Erziehung schief gelaufen. Wenn ein Kind gelernt hat und darauf vorbereitet wurde, sich nicht über dumme Sprüche gleich aufzuregen, dann wird es damit ohne größere Probleme fertig. Was aber ist der Grund, wenn Kinder mit Mobbing nicht fertig werden oder sich durch andere Einflüsse anfangen abzugrenzen?

Aber auch derjenige, der mobbt hat offensichtlich ein soziales Problem. Er versucht seine eigenen Schwächen zu verbergen indem er seine Wut, eine eigenen Unsicherheiten, sein „Minderwertigkeitsgefühl“ am anderen auslässt. Der andere soll genauso leiden, wie er selbst. Nicht nur der gemobbte ist Opfer, eigentlich auch derjenige der mobbt. Denn dieser hat eigentlich ein gestörtes Verhältnis für ein gesundes Miteinander.

Es gibt immer einen Grund

Die Ursachen für ein solches Verhalten können in den unterschiedlichsten Schwierigkeiten liegen. Nicht selten auch in der Kombination mehrerer. Es ist dabei eine eindeutige Trennung zwischen den Geschlechtern zu erkennen. Bei Jungen liegt die Ursache eher außerhalb des Elternhauses, die Bezugsgruppe spielt eine große Rolle. Bei Mädchen liegt es eher in der Familie und dem Umgang dort miteinander. Natürlich gilt auch hier, wie so oft in der Psychologie: die Ausnahme bestätigt die Regel. Aber auch der Konsum von Drogen oder eine aggressive Bezugsgruppe können Gründe sein.

Prinzipiell können zwar die Bezugsgruppe oder auch eine Veranlagung in Form von Eigenschaften wie Temperament eine Rolle spielen, jedoch meist nur eine untergeordnete. In den meisten Fällen gibt aber die Erziehung den letztendlichen Ausschlag.

Bekommt ein Kind zu wenig Aufmerksamkeit, keine soziale Unterstützung und Hilfe bei psychologischen Problemen, dann ist eine antisoziale Einstellung fast schon vorprogrammiert. Wenn die Eltern desinteressiert sind, keine Zeit haben oder sich ständig im Stress befinden, dann ist die Gefahr schon sehr groß. Besonders gefährlich wird es, wenn Eltern an psychischen Krankheiten wie Depressionen oder ähnlichem leiden. Und auch, wenn die Eltern Drogen konsumieren oder gewalttätig gegenüber ihren Kindern sind, ist der Weg zu einer sozialen Störung fast vorprogrammiert. In diesen Fällen sind die Eltern kein gutes Vorbild für ihr Kind, jedoch nimmt das Kind sich dieses Verhalten trotzdem als Maßstab. Besonders Gewalt innerhalb der Familie ist gefährlich. Eine Untersuchung besagt, dass 25-40 % der gewalttätigen Eltern dieses Verhalten auf ihre Kinder übertragen. Fast 30 % der befragten Kinder wiederum sagten in einer Umfrage aus, schon einmal geschlagen oder sogar misshandelt worden zu sein. Zahlen, die zu denken geben.

Fazit – Die Erziehung entscheidet

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass die Erziehung der wesentliche Einflussfaktor für die Entwicklung des Sozialverhaltens ist. Selbstverständlich kommen auch andere Einflüsse hinzu, zum Beispiel aus dem Freundeskreis und anderen Personen im direkten Umfeld. Jedoch haben diese nicht einmal annähernd so großen Einfluss wie die Erziehung. Wenn ein Kind immer Unterstützung erfährt, genug Aufmerksamkeit bekommt und zu Hause ein harmonisches Umfeld hat, dann ist eine soziale Störung sehr unwahrscheinlich. Diese Faktoren sind natürlich nicht immer einfach zu gewährleisten, daher sollten Eltern sich ihrer großen Verantwortung stets bewusst sein.

Sozialverhalten und Jugendarbeit

Gerade in der Gemeinschaft kann das Sozialverhalten eingeübt werden. Das merken wir in jeder Jugendgruppe auf jedem Ferienlager, wie schwer das dem ein oder anderen fällt. Egoisten, Einzelgänger, verwöhnte Kinder, aggressive Kinder sind da anzutreffen, aber auch Kinder, die sich gut in die Gemeinschaft einbringen, auf den anderen zugehen können, helfen und unterstützend dem anderen gegenüber sich geben.

Rücksichtnahme, Teamfähigkeit, Kontakte knüpfen lernen, Mitarbeiten und was weiß ich noch viele weitere positive Eigenschaften können hier gelernt werden. Soziales Verhalten, Kontakt- und Teamfähigkeit kann man nur lernen und üben wenn man sich in die Gemeinschaft begibt. Daher ist die Jugendarbeit in den Vereinen für die Entwicklung der Kinder so wichtig und eine gute Ergänzung zur Erziehung im Elternhaus.

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Faires Teilen beim Spielen lernen

Soziales Verhalten von Kindern

Gemeinsam bauen oder im Wettkampf gegeneinander antreten? Die Art des Spielens beeinflusst die sozialen Fähigkeiten von Kindern.

Gemeinsames Spielen fördert die sozialen Fähigkeiten von Kindern Foto: dpa

Zwei Puppen sitzen vor einem vier Monate alten Baby. Der Versuchsleiter tritt ein, mit zwei Keksen in der Hand. Die Puppen rufen begeistert: Sie möchten gerne Kekse haben! Nun bekommt entweder jede Puppe einen Keks, oder eine bekommt beide.

So sah es zeitweise in Renée Baillargeons „Infant Cognition Laboratory“ an der University of Illinois aus. Mit solchen und ähnlichen Versuchen möchten Baillargeon und ihr Team herausfinden, wie kleine Kinder Gerechtigkeit wahrnehmen. Und tatsächlich, bereits mit vier Monaten blicken die Babys länger auf die Szene, wenn eine Puppe leer ausgeht – ein Zeichen dafür, dass sie über die Ungerechtigkeit verwundert sind. Renée Baillargeon vertritt daher die Theorie, dass Babys ein angeborenes Konzept von Fairness haben. Ein Grundgerüst sozusagen, das sie durch ihre Erfahrungen und kulturelle Einflüsse ausbauen.

Doch offensichtlich ist es eine Sache zu wissen, was gerecht ist, und eine ganz andere, auch danach zu handeln. Fragt man beispielsweise ein kleines Kind, ob es seine Spiel- oder Naschsachen teilen möchte, erntet man oft ein Kopfschütteln.

Je älter die Kinder werden, desto eher entscheiden sie sich für faire Lösungen, manche mehr als andere. Wissenschaftler fragen sich daher, wie Kinder eigentlich soziale Fähigkeiten lernen. Macht es einen Unterschied, ob sie lieber gemeinsam oder gegeneinander spielen?

Eine 1994 veröffentlichte Studie aus den USA deutet darauf hin, dass Wettkämpfe aggressives Verhalten fördern. Kinder, die zusammen spielten, zeigten hingegen sozialeres Handeln, halfen sich gegenseitig eher und teilten mehr.

Die Spielvarianten

Die Forscher untersuchten damals die Kinder über Monate hinweg. Ein Team am Leipziger Institut für frühkindliche Entwicklung (LFE) der Universität Leipzig und des Max-Planck-Instituts (MPI) für evolutionäre Anthropologie Leipzig wollte nun wissen, ob schon kurze Spielsituationen das Verhalten von Kindern beeinflussen. Erstautor Theo Toppe und seine Kollegen hatten dazu ein Spiel entwickelt, das in allen Varianten nutzbar war: miteinander, gegeneinander oder nebeneinander.

Bei „Koko“ sollten die 4- bis 5-jährigen Kinder eine Murmel auf einer runden Plattform in eines von zwei Löchern navigieren. Die Plattform konnten sie mit jeweils zwei Schnüren bewegen und dabei entweder zusammenarbeiten oder gegeneinander antreten. Auch allein kann man Koko bedienen. So wollten die Wissenschaftler alle Bedingungen genau gleich spannend machen.

In früheren Studien war das nicht so. In einem extremen Beispiel durften die Kinder im Wettkampf ein aufregendes Mini-Bowling spielen, während die Kontrollgruppe sitzend einen Roboter-Hund mit einer Fernbedienung vor und zurück bewegte. In solchen Fällen könnte allein die unterschiedliche Aktivität der Spiele Auswirkungen haben, deshalb legten die Forscher nun besonderen Wert auf die Vergleichbarkeit der Bedingungen.

Toppe und seinen Kollegen ging es allerdings nicht um das Spiel selbst. Nach einer Spielzeit von nur fünf Minuten bekamen die Kinder zehn Sticker und durften entscheiden: Wie viele Sticker wollen sie für sich behalten und wie viele abgeben? Erschwerend kam dazu, dass sie nicht mit ihrem vorherigen Spielkameraden teilen sollten, sondern mit einem Unbekannten. Dieser würde laut Versuchsleiter am nächsten Tag kommen und die Sticker abholen. So wollten sie herausfinden, ob sich das soziale Verhalten ändert, unabhängig von der Bekanntschaft zum anderen Kind.

Sticker abgeben

Und tatsächlich teilten die Versuchsteilnehmer mehr Sticker, wenn sie zuvor ein kooperatives Spiel anstatt gegeneinander gespielt hatten. Zwar waren die Effekte nicht groß, wie die Autoren selbst einräumen. Nach einem gemeinsamen Spiel gaben die Kinder im Schnitt vier Sticker ab, ebenso wenn sie allein gespielt hatten. Wer gegeneinander angetreten war, trennte sich eher nur von drei Stickern.

Die geringen Auswirkungen seien allerdings nicht verwunderlich nach einer so kurzen Spielzeit, so Theo Toppe. „Wir waren im Grunde genommen sehr streng. Dass wir trotzdem signifikante Effekte gefunden haben, zeigt, dass an den bisherigen Vermutungen etwas dran ist.“

Eine Beobachtung stach allerdings heraus: Nach dem gemeinsamen Spiel gaben die Kinder immer mindestens einen Sticker ab. Die Teilnehmer der anderen Gruppen hingegen behielten häufig alle für sich. Umgekehrt teilte aber nach einem kooperativen Spiel niemand mehr als sechs Sticker, während manche Kinder nach alleinigem oder kompetitivem Spiel sogar acht Stück abgaben. Es sieht also danach aus, als würde Kooperation im Spiel weniger für Großzügigkeit sorgen, stattdessen aber das Gefühl für Fairness stärken – womit wir bei der Umsetzung des angeborenen Konzepts angekommen wären.

So lernten sie auch, mit schmerzhaften Erinnerungen umzugehen

Das Teilen war nicht das einzige soziale Verhalten, das die Wissenschaftler untersuchen wollten. Ihnen ging es auch um Inklusion: Wie bereit sind die Kinder, andere bei einem Spiel mitmachen zu lassen? Dazu spielten die Teilnehmer ein Ballspiel mit einer Handpuppe. Eine zweite Puppe wollte gerne in das Spiel einsteigen und das Kind durfte entscheiden, ob es dieser Puppe den Ball zuspielte. Die Ergebnisse dieses Teilversuchs sind jedoch nicht sehr aufschlussreich, wie Theo Toppe erklärt: „Alle Kinder waren extrem offen und inklusiv. Sie ließen die andere Puppe sehr schnell mitspielen.“

Eine erfreuliche Beobachtung, aber leider konnte man dadurch nicht unterscheiden, ob das vorherige Spielverhalten einen Einfluss auf die Inklusion hat. In zukünftigen Versuchen könnte man die Hürde höher setzen. Beispielsweise, indem die zweite Puppe das Spiel nicht gut versteht.

Im normalen Leben sind die Spielformen ohnehin nicht deutlich getrennt und wechseln sich oft ab. Professor Malte Mienert, Entwicklungs- und pädagogischer Psychologe, sieht es so: „Kinder spielen und lernen dabei alles, was sie für ihr derzeitiges Leben brauchen, unabhängig von der Spielform.“

Konfliktfreie Spiele

Das Interesse an Wettbewerben nehme ab dem dritten Jahr stark zu. Wenig sinnvoll sei es, den Kindern möglichst niederlagenlose und konfliktfreie Spiele zu bieten, so Mienert. „Das empfinden die Kinder eher als langweilig, sie wollen lieber gewinnen.“

So lernten sie auch, mit schmerzhaften Erinnerungen umzugehen und langfristig Handlungen zu planen. Das gemeinsame Spiel hingegen fördere soziale Fähigkeiten, wie das Einstehen füreinander und die gegenseitige Unterstützung. Das klassische Mutter-Vater-Kind-Spiel beispielsweise zeigt, wie sich Kinder ohne Leistungsdruck entfalten.

Relativ viel Zeit verbringen Kinder auch mit dem Alleine-Spielen. Das sei gar kein Problem, findet Mienert. „Die Erwachsenen denken manchmal, dass es der größte Wunsch der Kinder ist, immer zusammen zu spielen. Das muss gar nicht so sein.“

Sorgen muss man sich also nicht machen, egal, welche Spielform das eigene Kind bevorzugt. Oft finden die Kleinen selbst heraus, was sie gerade brauchen.

Als Sozialverhalten bezeichnet man das soziale Verhalten eines Menschen gegenüber seiner Mitmenschen. Das Sozialverhalten ist bereits in der frühen Kindheit erkennbar und wird zum Beispiel durch das gemeinsame Spielen mit anderen Kindern entwickelt.

Five young friends running outdoors smiling © Monkey Business – www.fotolia.de

Das Sozialverhalten spielt eine Rolle in der Psychologie und Soziologie. Es bezeichnet die verschiedenen Verhaltensweisen zwischen Individuen und Gruppen einer Art und wird sowohl bei Menschen wie auch bei Tieren wissenschaftlich untersucht und ausgewertet.

Funktion sozialer Kontakte

Es ist erwiesen, dass Menschen soziale Kontakte brauchen, um sich sowohl psychisch als auch geistig zu entwickeln. Soziale Kontakte ermöglichen es den Menschen, zu interagieren und Beziehungen einzugehen. Die Abgrenzung vom Sozialverhalten gegenüber anderen Verhaltensbereichen ist für den Menschen schwer, da fast alle Verhaltensweisen soziale Komponenten beinhalten. Als Beispiele lassen sich hier

  • Essen und Trinken

aufführen,

  • Lernen oder auch
  • das Sexualverhalten.

Beeinflussende Faktoren

Wie sich das Sozialverhalten im Laufe eines Lebens entwickelt, hängt von individuellen und gesellschaftlichen Faktoren ab. Die Entwicklung des Sozialverhaltens beginnt bereits im Säuglingsalter. Einen entscheidenden Einfluss können hier

  • die Eltern

nehmen. Für Kinder sind die Eltern nicht nur die ersten, sondern zunächst auch die einzigen Bezugspersonen. Das Sozialverhalten wird demnach oft von den Eltern abgeguckt.

Im Laufe des Lebens wird der Mensch mit verschiedenen Situationen konfrontiert, die sein Sozialverhalten positiv oder negativ beeinflussen können. Zu diesen Situationen können zum Beispiel

  • traumatische Erfahrungen

zählen, die permanente Ängste auslösen oder auch

  • Erfolg oder Misserfolg im Schul- oder Arbeitsleben.

Hier wird das Sozialverhalten oft vom eigenen Selbstwertgefühl beeinflusst. Wird die eigene Person als wertvoll empfunden, schlägt sich das auch auf die Wahrnehmung und Beurteilung der Umwelt aus. Ein schlechtes Selbstwertgefühl dagegen kann zu Hass, Neid und Aggressionen gegenüber anderen führen.

Historie: Zuletzt aktualisiert am 23.04.2015
Erstellt am 19.05.2009
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Online-Eintrag zitieren

Becker-Carus, C. (2020). Sozialverhalten. In M. A. Wirtz (Hrsg.), Dorsch – Lexikon der Psychologie. Abgerufen am 03.02.2020, von https://portal.hogrefe.com/dorsch/sozialverhalten/ @misc{dorschonline, author = „Dorsch Lexikon der Psychologie“, title = „Sozialverhalten – Dorsch Lexikon der Psychologie – Verlag Hans Huber“, year = „2020“, url = „https://portal.hogrefe.com/dorsch/sozialverhalten/“, note = „“ }
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Aus dem Buch zitieren

Becker-Carus, C. (2014). Sozialverhalten. In M. A. Wirtz (Hrsg.), Dorsch – Lexikon der Psychologie (18. Aufl., S. 1456). Bern: Verlag Hogrefe Verlag. @incollection{wirtz2013, author = {Becker-Carus, Christian}, title = {Sozialverhalten}, editor = {Wirtz, Markus A.}, booktitle = {Dorsch Lexikon der Psychologie}, publisher = {Verlag Hans Huber}, year = {2013}, pages = {364}} Vorsicht: Dieser Eintrag wurde seit der letzten Buchpublikation online aktualisiert.
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Prof. em. Dr. Christian Becker-Carus

Westf. Wilhelms-Universität Münster, Allgemeine Psychologie, Institut für Psychologie, AG für Allgemeine und Angewandte Psychologie
[email protected]

Literatur

Eibl-Eibesfeldt, I. (1967). Grundriß der vergleichenden Verhaltensforschung. München: Piper.

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(= S.) , , der Begriff umfasst alle Verhaltensweisen von Menschen und Tieren, die sich auf Reaktionen und/oder Aktionen anderer Gruppenmitglieder beziehen. Es wird unterschiedlich diskutiert in (1) der Soziologie, (2) der Sozialpsychologie und (3) der Verhaltensbiologie. Hier ist S. ein Sammelbegriff für Verhaltensmuster, die von einem Tier in einer Gruppe geäußert werden und sich (i. d. R.) von den Verhaltensweisen (Verhalten) gegenüber fremden Artgenossen unterscheiden. Soz. Verhalten bringt Artgenossen zus. (soziale Attraktion) und koordiniert das Zusammenleben in der Gemeinschaft (soziale Koordination). Als kleinste soz. Einheit gilt die Geschlechtergemeinschaft, in der auch extreme Einzelgänger wie der Kuckuck S. zeigen. S. kann über den innerartlichen Bereich hinaus auch Artfremde einbeziehen, z. B. in den gemischten Winterschwärmen von Saatkrähen und Dolen oder den großen Huftierherden der afrikanischen Savanne (versch. Antilopenarten, Zebras). Das S. bringt eine Reihe von Selektionsvorteilen: (1) Nahrungserwerb (Auffinden und Mitteilen von Wasser oder Futterstellen, kooperativ jagende Wölfe), (2) Gefahrenvermeidung (Gefahr schneller erkennen, gemeinsam angreifen), (3) soz. Lernen (Weitergabe von Erfahrung an die Jungen, z. B. für Gefahrvermeidung), (4) Temperaturregulierung (soz. Zusammenleben im Bienenstock).


Nahezu alle Elemente lassen sich als ritualisierte Verhaltensweisen anderer Lebensbereiche (Brutpflege (Brutpflegeverhalten), Aggression, Körperpflege usw. ableiten: Junge Schabrackenschakale z. B. stoßen die Eltern an die Schnauze, was bei diesen Futterwürgen hervorruft. Dieses Schnauzenstoßen ist bei adulten Tieren zum Begrüßungsritual geworden. Ethologie, soziale Kompetenzen.

Autor/en

Christian Becker-Carus

Eibl-Eibesfeldt, I. (1967). Grundriß der vergleichenden Verhaltensforschung. München: Piper.

Sozialverhalten

Sexualverhalten

Viele Tierarten sind getrenntgeschlechtig. Dabei unterscheiden sich weibliche und männliche Tiere oftmals deutlich in Körpermerkmalen und Verhaltensweisen. Die Männchen bilden Mähnen, Bartbehänge, Geweihe und farbenprächtige Gefieder aus. Sie geben auch besondere Laute und Gerüche von sich, führen auffällige Bewegungen aus und markieren häufig ihr Revier. Weibchen verhalten sich oftmals unauffälliger, sind kleiner und nicht so farbenprächtig. Diese Erscheinung der Unterschiede in Körpermerkmalen und Verhaltensweisen bei Männchen und Weibchen wird als Sexualdimorphismus bezeichnet.

Das Sexualverhalten wird durch die Wirkung von Sexualhormonen (weibliche Östrogene, männliche Testosterone) und Schlüsselreizen ausgelöst. In der Fortpflanzungszeit werden dadurch Balzverhalten und Paarungsverhalten hervorgerufen.
Die Fortpflanzung sichert den Bestand der Arten. Dazu müssen sich die Geschlechter finden und gegenseitig stimulieren. Das geschieht durch das Balzverhalten. Im Verlauf der Stammesentwicklung hat sich ein artspezifisches Balzverhalten herausgebildet, sodass jedes Tier seine Artgenossen als solche „erkennt“ und Verhaltensweisen artfremder Tiere nicht „versteht“. Dadurch paaren sich in der Regel immer nur artgleiche Tiere. Für Vögel sind beispielsweise der Balzgesang der Männchen und ihr „Prachtkleid“ typisch. Häufig werden diese Prachtkleider auffällig präsentiert und mit ebenso auffälligen Bewegungen kombiniert, wie wir das vom Pfauenhahn kennen.
Die Weibchen zeigen oftmals Verhaltensweisen der Jungtiere, z. B. das Betteln. Dabei füttern die Männchen die Partnerin oder übergeben Nistmaterial.
Während der Balz wird das natürliche Distanzbedürfnis abgebaut, die Partner beschwichtigen sich gegenseitig und allmählich erfolgt eine Erregungssteigerung und Synchronisation, die Voraussetzung für die Paarung sind.

Vorteile kooperativen Verhaltens

Kooperatives Verhalten dient dem gegenseitigen Vorteil. Bei vielen Vogelarten kooperieren die Eltern bei der Aufzucht der Jungen. Beide Eltern sind wahrscheinlich daran interessiert, dass die gemeinsame Brut überlebt, da sie den Jungen jeweils 50 % ihrer Gene weitergeben.

Uneigennütziges Verhalten (Altruismus) bedeutet, dass einige Individuen einer Gruppe andere unter Vernachlässigung des eigenen Wohlbefindens und unter Inkaufnahme der Kosten unterstützen.
Uneigennütziges Verhalten ist vor allem zwischen verwandten Individuen zu beobachten. Bei den Hausmäusen leben die Schwestern meist zusammen und betreiben die Brutpflege ihrer Jungtiere gemeinsam. Während ein einzelnes Weibchen in seiner Lebenszeit von 6 Monaten im Durchschnitt 2,8 Würfe mit 13 Jungen großziehen kann, schafft es in Kooperation mit seiner Schwester 3,3 Würfe mit 21 Jungen. Durch die gemeinsame Jungenaufzucht wird also die Gesamtfitness erhöht.

Es gibt aber auch uneigennütziges Verhalten zwischen Nicht-Verwandten. Ein Beispiel dafür ist die „Blutspende“ der Vampirfledermäuse. Bis zu zwölf Weibchen verschiedener Verwandtschaftslinien leben mit ihren Jungtieren und einigen nicht fest dem Verband angeschlossenen Männchen.
Die Vampirfledermäuse suchen sich in der Nacht z. B. Pferde und Schweine als Nahrungsquelle, die sie „anzapfen“, um Blut zu bekommen. Wenn ein Tier zwei Nächte hintereinander kein Blut bekommt, verliert es bis zu 25 % seines Körpergewichts, die Körpertemperatur sinkt zu stark ab und es muss sterben. Deshalb werden die erfolglosen Weibchen von heimkommenden Weibchen gefüttert. Dabei handelt es sich nicht immer um verwandte Gruppenmitglieder.
Der große Gewichtsverlust der Vampirfledermäuse führt zum Hungertod, wenn das Gewicht einen kritischen Wert erreicht. Ein gut genährtes Tier würgt für ein leer ausgegangenes Gruppenmitglied eine Blutmahlzeit hervor. Für das Spendertier sind die Kosten vergleichsweise gering (das Tier nähert sich nur minimal dem lebensbedrohlichen Schwellenwert). Für das verhungernde Tier bringt es aber einen großen Nutzen. Denn es kann ihm das Überleben bis zur folgenden Nacht retten, wo es die Möglichkeit besitzt, wieder selbst auf Nahrungssuche zu gehen.

Dieses Verhalten findet man nur bei Tiergruppen, deren Mitglieder sich persönlich kennen und die häufig die Gelegenheit zur gegenseitigen Hilfeleistung haben. Außerdem müssen sie über ausreichende Gedächtnisleistungen verfügen, um sich die eingegangenen Verpflichtungen zu merken und eventuell asoziales Verhalten zu bestrafen.

Psychiatrie, Psychosomatik & Psychotherapie

Beispiele, die auf ein gestörtes Sozialverhalten hinweisen, sind ein extremes Maß an Streiten oder Tyrannisieren, Grausamkeiten gegenüber anderen Menschen oder Tieren, erhebliche Destruktivität gegenüber Eigentum sowie Stehlen oder Lügen. Auch Ungehorsam schwere Wutausbrüche, Schulschwänzen oder das Weglaufen von zu Hause sind mögliche Symptome. Behandlungsbedürftig sind oppositionelle und antisoziale Verhaltensweisen, wenn sie sich über mehrere Monate regelmäßig und stark ausgeprägt zeigen oder sich negativ auf das Familienleben sowie andere soziale Bereiche, den Kindergarten, die Schule, die Berufsausbildung auswirken.

Jungen sind von Störungen des Sozialverhaltens deutlich öfter betroffen als Mädchen. Beginnen die Auffälligkeiten vor dem 10. Lebensjahr, mit vermehrten körperlichen Aggressionen und gelingt es dem Kind kaum eine gute Beziehung zu Gleichaltrigen aufzubauen, verläuft die Störung häufig chronisch. Bei einem Beginn nach dem 10. Lebensjahr sind die Verhaltensauffälligkeiten in der Regel geringer ausgeprägt und die Aussicht auf eine Besserung der Verhaltensweisen ist deutlich höher. Dabei ist zu beachten, dass bei einem frühen Beginn delinquente Handlungen, Substanzmissbrauch, Stehlen, Unterbringen außerhalb des Elternhauses und vermehrte offene Aggressionen häufiger auftreten. Ein späterer Beginn ist mit einer geringeren Zahl von Beeinträchtigungen und einer besseren Prognose verbunden.

Sozialverhalten: So lernen Kinder Empathie und Mitgefühl

Wir alle wünschen uns ja Kinder, die sich sozial verhalten, die mitfühlend sind und sich gern um andere kümmern. Und das ist auch gut so – denn diese Eigenschaften sorgen dafür, dass sie später als Erwachsene glücklicher sind. Sie werden bessere Beziehungen zu anderen Menschen haben, und da wir im Grunde immer noch Herdentiere sind, wird das dafür sorgen, dass sie zufriedener und auch erfolgreicher im Leben sind.

Klingt herrlich! Aber wie kriegt man das hin?

Erziehungswissenschaftler der renommierten Harvard Universität in den USA haben herausgefunden, was Eltern bei der Erziehung beachten sollten, um das Sozialverhalten ihrer Kinder zu fördern. Für das Projekt „Making Caring Common“ haben sie fünf Empfehlungen zusammengetragen. Vieles davon werdet ihr wahrscheinlich schon intuitiv richtig machen.

1. Verbringt regelmäßig und intensiv Zeit miteinander

Klar, machen wir sowieso ständig. Aber oft ist diese Zeit damit ausgefüllt, dass jeder mit seinem eigenen Kram beschäftigt ist. Also zum Beispiel: Das Kind sitzt in der Sandkiste und Mama schaut aufs Handy. Oder das Kind malt und Papa räumt den Geschirrspüler aus. Das muss ja auch mal sein, aber wir sollten uns auch die Zeit nehmen, uns wirklich und ohne Ablenkung auf das Kind einzulassen.

Das können geliebte Rituale sein, wie das Vorlesen am Abend, gemeinsame Ausflüge oder auch Spiele, die ihr zusammen spielt. Laut der Erziehungsforscher zeigt ihr dadurch, dass ihr das Kind respektiert und dass es euch wichtig ist – und so lernen die Kinder von uns. „Wenn sich unsere Kinder geliebt fühlen, dann fühlen sie sich mit uns verbunden. Und diese Verbundenheit macht sie offener für unsere Werte und die Dinge, die wir ihnen beibringen.

2. Führt tiefgehende Unterhaltungen

Wir reden den ganzen Tag, aber nur selten gehen diese Gespräche wirklich in die Tiefe. Dahin wo unsere Gefühle, Wünsche, Sorgen und Ängste sitzen. Das ist aber wichtig, auch im Umgang mit den Kindern. Interessiert euch dafür, wie es dem Kind geht, was es gerade beschäftigt. Oft kommt ihr dann auf Themen, mit denen ihr gar nicht gerechnet habt und die euch als Familie enger zusammenbringen.

Falls euer Kind zu der eher schweigsamen Sorte gehört, können diese Fragen ein Gespräch in den Gang bringen: „Was hast du heute Schönes erlebt? Was hast du heute Blödes erlebt?“ „Hat heute jemand etwas Nettes für dich getan? Hast du etwas Nettes getan?“ Noch mehr solcher Fragen findet ihr hier.

3. Seid starke, soziale Vorbilder

Okay, das klingt zunächst nach dem alten Griesgram, der uns anmeckert, weil wir bei Rot über die Ampel gehen. Aber hin und wieder sollten wir uns schon daran erinnern, dass wir die Menschen sind, an denen sich Kinder am meisten orientieren. Die Art und Weise, wie wir mit Verwandten und Freunden umgehen, ob wir uns in der Nachbarschaft engagieren, ob wir dem Griesgram (obwohl er meckert) helfen, seine Einkäufe zu tragen – all das wird von unseren Kindern wahrgenommen und prägt ihr eigenes Sozialverhalten.

4. Steht zu euren Fehlern

Auch das ist eine vorbildliche Eigenschaft, die gar nicht so viele gut können. Aber soziale Kompetenz hat viel mit Ehrlichkeit und Respekt zu tun. Und jemand der sagen kann „Du, es tut mir leid, dass ich dich vorhin so angemotzt habe. Das war nicht angemessen“, der zeigt nicht nur Respekt vor dem Anderen, sondern wird auch selbst vom Anderen mehr respektiert.

5. Übertragt euren Kindern Verantwortung

Mit den sozialen Kompetenzen ist es im Grunde nicht anders als mit Englischvokabeln. Sie müssen geübt werden. Die Harvard-Forscher empfehlen daher, den Kindern zusätzliche Möglichkeiten zu bieten, Verantwortung zu übernehmen und anderen zu helfen. Das können Aufgaben im Haushalt sein, die wichtig sind für das Familienleben. Oder die Aufgabe, Geschwistern oder anderen Verwandten zu helfen. Empfohlen werden auch Familien-Konferenzen: „Dabei üben Kinder, Familienprobleme zu lösen wie Streit zwischen Geschwistern, den Stress morgens beim Fertigmachen oder zu unruhige Mahlzeiten.“ Indem wir ihre Meinung dazu anhören und ernst nehmen, fühlen sie sich respektiert und lernen gleichzeitig auf die Bedürfnisse anderer Rücksicht zu nehmen.

Noch mehr hilfreiche Erziehungstipps findet ihr auf der Seite des „Making Caring Common“-Projekts.

Kinder- und Jugendpsychiatrie: Wenn das Sozialverhalten stört

Störungen des Sozialverhaltens galten lange Zeit als „Stiefkind“ in der Kinder- und Jugendpsychiatrie. So war man sich lange nicht im Klaren darüber, ob es sich dabei „nur“ um schlechte Erziehung oder tatsächlich um eine Krankheit handelt.
Christina Schaar

Die Jugend von heute liebt den Luxus, hat schlechte Manieren und verachtet die Autorität. Sie widersprechen ihren Eltern, legen die Beine übereinander und tyrannisieren ihre Lehrer“ – so beschrieb Sokrates (469 bis 399 v.Chr.) die Situation in seiner Zeit. Und heute? Immer wieder fallen junge Menschen – teilweise auch Kinder – durch dissoziales und delinquentes Sozialverhalten auf. Sind sie nur schlecht erzogen oder verbirgt sich dahinter tatsächlich eine Erkrankung? Eine Vortragsreihe bei den diesjährigen Ärztetagen Grado Ende Mai befasst sich detailliert mit dem Thema „Störungen des Sozialverhaltens“.
Immerhin weisen zwei bis vier Prozent der Volksschüler, vier bis acht Prozent der Zehn- bis Zwölfjährigen sowie sechs bis zwölf Prozent der Jugendlichen Störungen in ihrem Sozialverhalten auf. „Diese Kinder und Jugendlichen werden durch hohe Aggressivität und antisoziales Verhalten auffällig“, erklärt Christian Kienbacher vom Ambulatorium für Kinder- und Jugendpsychiatrie des SOS-Kinderdorfes Wien, der das Seminar bei den Ärztetagen in Grado leitet.
Nach Angsterkrankungen (13 Prozent) und somatoformen Störungen (neun Prozent) sind Störungen des Sozialverhaltens die drittgrößte Erkrankungsgruppe (acht Prozent). Lange war die psychiatrische Identität von Störungen des Sozialverhaltens unklar. Kinder und Jugendliche mit externalisierenden, aggressiven Störungen werden rascher zum Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie geschickt als zurückgezogene, depressive und schüchterne. „Das Bewusstsein, bei diesen Menschen von psychiatrischer und klinisch psychologischer Seite genauer hinzuschauen, ist in den letzten zehn Jahren mehr geworden“, unterstreicht Kienbacher. Da die betroffenen Kinder kein Regelbewusstsein besitzen und ständig durch delinquente Handlungen auffallen, kommt es meist recht bald zu Problemen in der Schule, oft schon im Kindergarten. „Wenn man sich die Kinderbevölkerung ansieht, so sind es gar nicht so wenige“, erzählt Kienbacher aus seiner Erfahrung.
Die Ursache dafür liegt nicht immer nur in der Familie oder bei Freunden – eine gewisse Anlage muss auch vorhanden sein. Kienbacher veranschaulicht dies an einem Beispiel: Ein sehr ängstliches, vom Temperament eher schüchternes und zurückhaltendes Kind wird sich weniger von Freunden angesprochen fühlen, mit diesen in eine Tiefgarage zu gehen und Autos aufzubrechen. Auch wenn dieses Kind das gerne tun würde: Sein Temperament lässt es nicht zu.
„Heiße“ Phase der Entwicklung
Entscheidend ist die genaue Differenzierung, ob der Betroffene sich aktuell in einer „heißen“ Phase seiner Entwicklung befindet. So sind gewisse Handlungen wie zum Beispiel Sachbeschädigungen und Raufen eher bei Jugendlichen vorzufinden. Oder ob derjenige dauernd durch dissoziale und delinquente Handlungen auffällt oder ob es sich bei ihm tatsächlich um eine Erkrankung handelt. Auffallend ist, dass diese Menschen gegenüber Strafandrohungen weitgehend resistent sind. Droht man einem durchschnittlichen Kind bei wiederholtem dissozialem Handeln mit einer Konsequenz, reagiert es darauf. „Kinder mit einer Störung des Sozialverhaltens sind komplett bestrafungsresistent“, betont Kienbacher.
Verhaltensauffälligkeiten
Zu den Kernsymptomen von Störungen des Sozialverhaltens zählen wiederholt aggressives Verhalten, geringes Regelbewusstsein, Dissozialität und Delinquenz. Dissoziale Kernsymptome zeigen sich unter anderem durch wohl überlegtes Ärgern von anderen, für eigene Fehler andere verantwortlich machen, häufigen Streit, Wutausbrüche, aktive Ablehnung von elterlichen Regeln und sozialen Normen, häufiges Schule schwänzen und geringe Frustrationstoleranz. Ein Beispiel: Ein Kind wirft das Turnsackerl des Mitschülers in das WC, da ihm dieses den Kugelschreiber nicht leihen wollte.
Bei delinquenten Kernsymptomen beginnen die Betroffenen unter anderem oft mit Schlägereien, benutzen Waffen, bedrohen andere und schüchtern sie ein, stehlen, zerstören fremdes Eigentum, verüben Einbrüche und sind anfällig für Gewaltbereite Gruppen. Insgesamt zeigt sich bei den betroffenen Kindern und Jugendlichen neben einem mangelnden Bewusstsein für soziale Regeln und einem mangelnden Schuldbewusstsein wiederholt und durchgängig ein schweres dissoziales, aggressives und aufsässiges Verhalten für einen Zeitraums von mindestens sechs Monaten.
15 bis 20 Prozent der Patienten von Kienbacher im Ambulatorium für Kinder- und Jugendpsychiatrie kommen vom SOS-Kinderdorf Wien, wo insgesamt etwa 160 Kinder fremd untergebracht sind. Die restlichen Patienten kommen von der Wiener Bevölkerung; hier ist das Jugendamt zweitgrößter Zuweiser. Den Schulen, die auch oft an das Ambulatorium zuweisen, fehle es an Ressourcen, um die Konflikte unter den Kindern positiv zu klären, berichtet Kienbacher aus der Praxis. Es würden auch immer häufiger Suspendierungen ausgesprochen. „Wir haben mittlerweile schon Kinder in der ersten Klasse Volksschule, die vierzehn Tage suspendiert werden.“ Studien zufolge kommt es durch Schul-gesteuerte Maßnahmen viel seltener zu Mobbing- Handlungen (Bullying in der Schule) und auch Aggressionen bei den Schülern werden nachweislich reduziert.
Multimodales Therapiekonzept
Als therapeutisch wirkungsvoll haben sich positive Verstärker (Verstärkerpläne) erwiesen: etwa das Lob bei pro-sozialem Verhalten, das die Kinder und Jugendlichen dabei unterstützt, langfristige tragfähige Beziehungen aufzubauen. Besonders bieten sich Sportvereine dafür an: Hier können Jugendliche positive Gruppenerfahrungen sammeln, erleben hier auch Frustration und erhalten für pro-soziales Verhalten positives Feedback. Gefordert ist ein multimodales Therapiekonzept mit Interventionen in den Bereichen Patient, Familie und soziale Umgebung. Eine nur auf das Kind oder den Jugendlichen fokussierte Therapie reicht nicht aus. Einen großen Stellenwert hat nach Aussagen von Kienbacher die Psychotherapie. Bei einer schweren Symptomatik oder einer komorbiden Störung wie ADHS kann eine medikamentöse Behandlung erforderlich sein.
Als „absolut nicht zielführend“ bezeichnet Kienbacher Formate, bei denen Risikokinder im Fernsehen in bestimmten Sendungen „vorgeführt werden“. Denn: „Für die Betroffenen könnten wesentlich bessere und wichtigere Dinge getan werden.“

Störungen des Sozialverhaltens:
Kernsymptome
• wiederholt aggressives Verhalten
• geringes Regelbewusstsein
• Delinquenz
• Dissozialität
Dissoziale Kernsymptome
• wohl überlegtes Ärgern von anderen
• für eigene Fehler andere verantwortlich machen
• häufiger Streit
• Wutausbrüche
• aktive Ablehnung von elterlichen Regeln und sozialen Normen
• häufiges Schule schwänzen
• geringe Frustrationstoleranz

Sozialverhalten: Wie es den Erfolg beeinflusst

Kein Mensch lebt im Vakuum. Wir sind immer von anderen Menschen umgeben, unser Handeln und das anderer Menschen bewirkt etwas. Von Sozialverhalten ist die Rede, wenn wir mit anderen Menschen sprechen, Blickkontakt halten, eine bestimmte Körperhaltung einnehmen oder wie auch immer geartet mit ihnen zusammentreffen. Da sich Sozialverhalten aber vor allem in Kontakt mit anderen entwickelt, ist es erlernt. Untersuchungen zeigen: Je weniger relevante Verhaltensweisen in jungen Jahren gelernt wurden, desto schwerer haben es Erwachsene später, auch im Berufsleben…

Inhaltsverzeichnis: Das erwartet Sie in diesem Artikel

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Sozialverhalten Definition: Was schließt das Sozialverhalten ein?

Mit Sozialverhalten (englisch = social behaviour) beschreibt man alle Verhaltensweisen eines Menschen oder Tieres, die sich auf andere Mitglieder der Gruppe beziehen. Der Begriff wird in der Psychologie (da vor allem in der Sozialpsychologie), der Pädagogik und der Verhaltensbiologie unterschiedlich thematisiert.

Das Sozialverhalten bei Tieren umfasst Bereiche wie das Auffinden von Nahrung, die Warnung vor Gefahren und insgesamt die Weitergabe von Erfahrung an den Nachwuchs. Ähnlich ist es beim Menschen, hier regelt es das Gemeinwohl.

Zu Sozialverhalten gehört allerdings nicht nur das einträchtige Zusammenleben, sondern auch Verhaltensweisen, die als agonistisch bezeichnet werden. Das bedeutet, dass Verhaltensweisen, die durch Rivalität und Konkurrenz mit anderen gekennzeichnet sind, ebenso dazu gehören.

Das schließt wiederum auch Aspekte wie Aggressivität, Verteidigung und Flucht mit ein. Wie wir uns verhalten, ist das Resultat eines hochkomplexen Lernprozesses über viele Jahre hinweg; üblicherweise weiß jeder aufgrund dieses Lernprozesses sich in hunderten von Situationen adäquat zu verhalten.

Da das Sozialverhalten maßgeblich von intensiven Kontakt mit den Bezugspersonen abhängt, also in der Regel den Eltern, haben diejenigen später große Probleme, die in der Kindheit Vernachlässigung, Misshandlung und/oder Missbrauch erfahren haben.

Dazu kommen im Laufe des Lebens immer wieder Situationen, die einen Menschen prägen und sein Sozialverhalten entsprechend beeinflussen. Dazu zählen beispielsweise:

  • traumatische Erfahrungen wie Gewalt und Verlust, die Ängste auslösen
  • Erlebnisse wie Erfolg oder Niederlagen in der Schule oder Beruf

Solche Erfahrungen können je nachdem dazu führen, dass eine besonders ängstliche Person mit geringem Selbstwertgefühl heranwächst. Oder aber jemand hat nie existenzielle Bedrohung erfahren und zeichnet sich durch große Selbstsicherheit aus.

Sozialverhalten: Vom Umgang mit anderen

Charles Darwin hat es einmal so ausgedrückt:

Jedermann wird zugestehen, dass der Mensch ein soziales Wesen ist. Wir sehen es in seiner Abneigung gegen Einsamkeit sowie seinen Wunsch nach Gesellschaft über den Rahmen seiner Familie hinaus.

Es ist aber nicht nur der Wunsch nach Gesellschaft, sondern tatsächlich eine nachweisliche Notwendigkeit, dass Menschen soziale Kontakte brauchen, um sich geistig und psychisch zu entwickeln. Von psychologischen Definitionen einmal abgesehen, ist Sozialverhalten also nichts anderes als Betragen oder auch Umgangsformen:

Wie verhalten wir uns anderen Menschen gegenüber? Nehmen wir Rücksicht oder drücken wir egoistisch unseren Willen durch? Finden wir schnell Anschluss, wenn wir irgendwo neu sind oder benehmen wir uns eigenbrötlerisch?

Solange nichts davon in Extreme ausartet, ist alles gut – mal ein wenig introvertiert sein, mal an sich selbst zuerst denken ist absolut normal.

Gutes Sozialverhalten zeichnet sich dadurch aus, dass wir beispielsweise auf der Arbeit unserem Kollegen Hilfe anbieten, wenn wir merken, dass er in Arbeit ertrinkt. Oder auch mal anbieten, eine zusätzliche Schicht für ihn zu übernehmen, wenn er eher nach Hause muss.

Hilfsbereitschaft und damit gutes Sozialverhalten zeigt sich, wenn wir Schwächeren helfen und sie verteidigen. Das bedeutet natürlich nicht, sich ausnutzen und bis zur Selbstaufgabe ausschließlich für andere da zu sein. Es geht mehr darum, Verantwortung zu zeigen und anderen mit Respekt und Freundlichkeit begegnen.

Sozialverhalten bei Kindern: Früh übt sich

Wie bereits angesprochen, ist das Elternhaus für die Ausprägung bestimmter Verhaltensweisen essentiell, besonders prägend ist die frühe Kindheit. Denn Eltern sind oftmals die ersten und auch einzigen Bezugspersonen. Wie sie sich verhalten, gibt dem Kind die entsprechenden Werkzeuge für vergleichbare Situationen mit.

Während bei kleinsten Säuglingen anfangs das Verhalten der Bezugsperson lediglich imitiert wird, lassen sich in den nächsten Monaten im ersten Lebensjahr Emotionen ablesen. Zwischen dem zweiten und dritten Lebensjahr kommt die Interaktion mit anderen Spielkameraden dazu.

In dieser Phase lernen Kinder sowohl mit anderen Kompromisse zu schließen, aber ebenso, sich durchzusetzen. In Form von Rollenspielen erwerben sie hier soziale Kompetenzen.

Spielen, vor allem Wettspielen kommt eine wichtige Funktion zu, da Kinder hier lernen, sich mit anderen zu vergleichen. Sie können hier ihre Persönlichkeit und Selbständigkeit entwickeln, da sie Regeln und Rücksichtnahme lernen, eben soziales Miteinander.

Wie sich soziale Störungen äußern

Störungen des Sozialverhaltens können sich auf vielfältige Art äußern. Um bei einem Kind oder Jugendlichen das Sozialverhalten entsprechend einzuordnen, reicht nicht allein die Tatsache, dass jemand sich aggressiv oder aufmüpfig verhält.

Vielmehr muss ein durchgehendes Muster aus normverletzenden Verhaltensweisen erkennbar sein:

  • aggressives Verhalten bei Menschen und Tieren
  • mutwillige Zerstörung von Eigentum
  • Betrügereien
  • Diebstahl
  • schwere Regelverstöße
  • Schwänzen des Schulunterrichts
  • Wutausbrüche
  • Rücksichtsloser Umgang
  • Mobben von Mitschülern
  • Streitigkeiten

Eltern sollten ebenfalls aufmerksam werden, wenn sie Symptome wie Magersucht, Schlafstörungen oder wenig soziale Kontakte bei ihrem Kind beobachten, denn auch das zeigt, dass es eine Störung im sozialen Miteinander gibt. Besonders bei Gewalt und Rücksichtslosigkeit sind Eltern in der Pflicht:

Dem Kind sollte klar werden, dass derartig aggressives Verhalten und mangelnde Empathie nicht nur gesellschaftlich unerwünscht sind. Eltern sollten an das Gewissen und die eigenen Gefühle des Kindes appellieren, dass es selbst ebenfalls keinen Aggressionen ausgesetzt sein möchte.

Wenn Kinder nicht durch Anleitung die eigenen Gefühle lernen zu erkennen und zu regulieren, hat das enorme Auswirkungen auf die Selbstkontrolle und damit auf das weitere Leben. Eine Studie von etlichen Forschern rund um die amerikanische Psychologin und Kriminologin Terrie E. Moffitt kommt zu dem Ergebnis:

Die kindliche Selbstkontrolle sagt signifikant

  • Gesundheit
  • den sozioökonomischen Status
  • das Einkommen und
  • die Kriminalität

im Erwachsenenalter (32 Jahre) voraus.

Nicht nur familiär bedingt: Hitze hemmt Hilfsbereitschaft

Was wie ein Witz klingt, wurde von den Forschern Liuba Belkin von der Lehigh University in Bethlehem, Pennsylvania, und Maryam Kouchaki von der Northwestern University in Evanston, Illinois in drei Studien untermauert:

Wem die Hitze zu schaffen macht, der scheint anderen Menschen gegenüber weniger hilfsbereit zu sein. Die Forscherinnen beobachteten dazu das Sozialverhalten von Mitarbeitern einer russischen Einzelhandelskette.

War diesen viel zu warm, wirkte sich das derart aus, dass sie um die Hälfte weniger Kunden ihre Hilfe anboten, ihnen aktiv zuhörten oder ihnen beim Einkauf beratend zur Seite standen.

Störung des Sozialverhaltens: Ursachen und Therapie

Wie so häufig sind die Ursachen für ein gestörtes Sozialverhalten in verschiedenen Faktoren zu suchen. So spielen biologische, als auch psychische und umweltbedingte Einflüsse eine Rolle. Zu beobachten ist eine gewisse Häufigkeit, wenn beispielsweise ein Elternteil bereits ähnliche Störungen hatte, was für eine genetische Disposition spricht.

Gleichzeitig haben Jugendliche mit gestörtem Sozialverhalten häufig ein liebloses Elternhaus erlebt, das von Gewalt und Vernachlässigung gekennzeichnet war. Allerdings gibt es auch andere Faktoren. So lässt sich beispielsweise ein deutlicher Unterschied zwischen Mädchen und Jungen erkennen:

  • Bei Jungen liegt die Ursache für ein gestörtes Sozialverhalten häufig außerhalb des Elternhauses, hier ist die Peer Group von großer Bedeutung.
  • Anders bei Mädchen: Hier spielt der Umgang der Familienmitglieder miteinander eine größere Rolle.

Zusätzlich gilt: Der Konsum von Rauschmitteln oder die Zugehörigkeit zu einer aggressiven Peer Group erhöhen das Risiko für ein gestörtes Sozialverhalten. Zwar nehmen auch Eigenschaften wie Temperament Einfluss auf das eigene Verhalten, aber zumeist wiegt die Erziehung schwerer.

Das bedeutet, wenn ein Kind sich von klein auf selbst durchschlagen muss und wenig Unterstützung oder Aufmerksamkeit erfährt, ist der Weg zu abweichendem Sozialverhalten ein kurzer. Dafür müssen nicht gleich schwere Misshandlungen die Erziehung begleiten, es reicht bereits, wenn die Eltern dem Kind Desinteresse und wenig Wertschätzung signalisieren.

Kommen dann noch Suchtverhalten oder psychische Erkrankungen der Eltern wie beispielsweise Depressionen hinzu, dann steigt das Risiko für Kinder enorm an.

Experten raten zur sogenannten Multisystemischen Therapie (MST) bei straffälligen Jugendlichen. Im Ausland, vor allem in den USA, wird diese bereits seit 30 Jahren erfolgreich angewendet. Sie ist recht aufwendig, da sie das soziale Umfeld des Jugendlichen mit einbezieht.

Dazu gehören alle relevanten Systeme wie Schule, der Freundeskreis und und die Nachbarschaft, die von drei bis vier Therapeuten betreut, das heißt, aufgesucht werden. Der Zeitraum erstreckt sich über vier bis sieben Monate in hoch dosierter Form, das heißt, dass die Therapie etwa vier- bis fünfmal pro Woche stattfindet.

Sozialverhalten: Hilft es bei der Karriere?

Auf den ersten Blick neigen wohl viele zu einem klaren „Nein“ – angesichts zahlreicher manischer Verhaltensweisen auf der Chefetage, gelebter Ellbogenmentalität, Vetternwirtschaft und ganz zu Schweigen von gepflegtem Mobbing und Bossing. Doch der Eindruck trügt.

Es ist zwar richtig, dass erstaunlich viele Arschlöcher (sorry, aber das trifft es wohl am besten) auf der Karriereleiter die Sprossen scheinbar nach oben fallen. Aber sie bleiben dort selten lange. Früher oder später scheitern sie an sich selbst und ihrem toxischen Charakter. Dann müssen sie den Job wechseln, sich erst wieder verstellen, durchboxen, intrigieren, bis ihr infektiöses Wesen das Klima erneut vergiftet und entweder die besten Talente den Laden verlassen (was sie zum Kapitän auf einem sinkenden Schiff macht) oder sie selbst erneut gegangen werden.

So oder so: Kurzfristig betrachtet mag der Soziopath Erfolg haben. Aber er lebt ein Leben in ständiger Existenzbedrohung, ein permanentes Macht-, Verstell- und Versteckspiel. Erst recht, wenn mehrere dieser Typen aufeinander treffen. Erstrebenswert? Wohl eher nicht.

Andersrum wird der bessere Schuh daraus: Gutes Sozialverhalten trainieren und vor allem weise werden im Umgang mit anderen. Sozialweisheit, zu der auch die soziale Kompetenz, emotionale Reife und Empathie gehören (siehe weiterführende Links), zahlt sich im Leben viel öfter und insbesondere langfristig aus. Nicht nur im Job, sondern auch privat.

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Kriterien zur Bewertung des Sozialverhaltens in den Zeugnissen:

A „verdient besondere Anerkennung“

Die­se Bewer­tung soll erteilt wer­den, wenn das Sozi­al­ver­hal­ten den Erwar­tun­gen in beson­de­rem Maße ent­spricht und Gesichts­punk­te her­vor­ra­gen: Der Schü­ler / Die Schülerin

  • beach­tet immer die Regeln und hält sie ein,
  • über­nimmt Ver­ant­wor­tung und setzt sich initia­tiv für Schü­ler ein, ohne sich in den Vor­der­grund zu stellen,
  • ist Schul­kin­dern und Leh­rern gegen­über freund­lich, rück­sichts­voll und hilfs­be­reit, kann zuhö­ren und stellt sich stets bereit­wil­lig auf wech­seln­de Arbeits­grup­pen und –part­ner ein,
  • mit­ge­stal­tet das Gemein­schafts­le­ben in vor­bild­li­cher Wei­se und trägt durch sein Ver­hal­ten ins­ge­samt zu einem posi­ti­ven Klas­sen­kli­ma bei.

B „entspricht den Erwartungen in vollem Umfang“

Die­se Bewer­tung soll erteilt wer­den, wenn das Sozi­al­ver­hal­ten den Erwar­tun­gen voll und unein­ge­schränkt ent­spricht: Der Schü­ler / Die Schülerin

  • beach­tet die Regeln und hält sie nor­ma­ler­wei­se ein,
  • ist Schul­kin­dern und Leh­rern gegen­über freund­lich, rück­sichts­voll und hilfs­be­reit, kann zuhö­ren und stellt sich in der Regel auf wech­seln­de Arbeits­grup­pen und –part­ner ein,
  • stärkt durch aus­glei­chen­des Ver­hal­ten die Klas­sen­ge­mein­schaft und trägt zu einem posi­ti­ven Klas­sen­kli­ma bei.

C „entspricht den Erwartungen“

Die­se Bewer­tung soll erteilt wer­den, wenn das Sozi­al­ver­hal­ten den Erwar­tun­gen im All­ge­mei­nen ent­spricht: Der Schü­ler / Die Schülerin

  • hält nor­ma­ler­wei­se die Regeln ein,
  • ist Schul­kin­dern und Leh­rern gegen­über freund­lich und im All­ge­mei­nen rück­sichts­voll und hilfs­be­reit, kann zuhö­ren und lässt sich in Part­ner- und Grup­pen­ar­bei­ten integrieren,
  • bevor­zugt bei Pro­ble­men ange­mes­se­ne ver­ba­le Aus­ein­an­der­set­zun­gen und zeigt sich in Kon­flikt­si­tua­tio­nen ein­sich­tig und ist bereit, Hil­fen zur Lösung aktiv anzunehmen.

D „entspricht den Erwartungen mit Einschränkung“

Die­se Bewer­tung soll erteilt wer­den, wenn das Sozi­al­ver­hal­ten den Erwar­tun­gen im Gan­zen noch ent­spricht: Der Schü­ler / Die Schülerin

  • hält sich teil­wei­se / zeit­wei­se nicht an Regeln, stellt sich selbst gern in den Vordergrund,
  • ist Schul­kin­dern und Leh­rern gegen­über nicht immer freund­lich und rück­sichts­voll und zeigt sich des­in­ter­es­siert und wenig hilfsbereit,
  • zieht sich zurück und ver­mei­det den Kon­takt zu Mit­schü­lern oder,
  • reagiert bei Pro­ble­men und Kon­flik­ten eher aggres­siv und uneinsichtig.

E „entspricht nicht den Erwartungen“

Die­se Bewer­tung soll erteilt wer­den, wenn das Sozi­al­ver­hal­ten den Erwar­tun­gen nicht oder ganz über­wie­gend nicht ent­spricht und eine Ver­hal­tens­än­de­rung in abseh­ba­rer Zeit nicht zu erwar­ten ist: Der Schü­ler / Die Schülerin

  • hält sich oft nicht an Regeln,
  • kann sich nur schwer auf Per­so­nen und Situa­tio­nen ein­stel­len, hört oft nicht zu und zeigt kei­ne oder kaum Bereit­schaft, ande­re zu verstehen,
  • ist Mit­schü­lern gegen­über abwei­send oder pro­vo­zie­rend und sucht Streit,
  • reagiert auch bei klei­nen Anläs­sen, oft aggres­siv, unan­ge­mes­sen hef­tig und gewalttätig,
  • ist eher unein­sich­tig, (lügt) und trägt durch sein Ver­hal­ten nicht zur Kon­flikt­lö­sung bei,
  • zeigt kei­ne oder kaum posi­ti­ve Veränderungen.

Kriterien zur Bewertung des Arbeitsverhaltens in den Zeugnissen:

Die­se Bewer­tung soll erteilt wer­den, wenn das Arbeits­ver­hal­ten den Erwar­tun­gen in beson­de­rem Maße ent­spricht und Gesichts­punk­te her­vor­ra­gen: Der Schü­ler / Die Schülerin

  • zeigt sehr hohe Lern­be­reit­schaft und gro­ßes Inter­es­se an allen Unterrichtsinhalten,
  • zeigt in Grup­pen­ar­bei­ten beson­de­re Ver­ant­wor­tung für den eige­nen und den gemein­sa­men Lernfortschritt,
  • lernt und arbei­tet selb­stän­dig mit beson­de­rem Enga­ge­ment, gut orga­ni­siert, gleich blei­bend kon­zen­triert und aus­dau­ernd, zügig, sehr gründ­lich und sorgfältig,
  • erle­digt Haus­auf­ga­ben zuver­läs­sig und voll­stän­dig und hat Arbeits­ma­te­ri­al immer dabei,
  • kann sich selb­stän­dig Infor­ma­tio­nen beschaffen.

Die­se Bewer­tung soll erteilt wer­den, wenn das Arbeits­ver­hal­ten den Erwar­tun­gen voll und unein­ge­schränkt ent­spricht: Der Schü­ler / Die Schülerin

  • zeigt hohe Lern­be­reit­schaft und zumeist gro­ßes Inter­es­se an den Unterrichtsinhalten,
  • lernt und arbei­tet über­wie­gend selb­stän­dig und enga­giert, gut orga­ni­siert, kon­zen­triert und aus­dau­ernd, ziem­lich zügig, gründ­lich und sorgfältig,
  • erle­digt Haus­auf­ga­ben zuver­läs­sig, in der Regel voll­stän­dig und hat das Arbeits­ma­te­ri­al nor­ma­ler­wei­se dabei,
  • kann sich über­wie­gend selb­stän­dig Infor­ma­tio­nen beschaffen.

Die­se Bewer­tung soll erteilt wer­den, wenn das Arbeits­ver­hal­ten den Erwar­tun­gen im All­ge­mei­nen ent­spricht: Der Schü­ler / Die Schülerin

  • ist lern­wil­lig und zeigt Inter­es­se, auch an neu­en Unterrichtsinhalten,
  • lernt und arbei­tet teil­wei­se selb­stän­dig, zumeist gut orga­ni­siert, in der Regel auch kon­zen­triert und ohne Unter­bre­chun­gen, im All­ge­mei­nen gründ­lich und sorg­fäl­tig in ange­mes­se­nem Arbeitstempo,
  • erle­digt Haus­auf­ga­ben regel­mä­ßig, zumeist voll­stän­dig und hat das Arbeits­ma­te­ri­al nor­ma­ler­wei­se dabei,
  • nutzt Hin­wei­se von Lehr­kräf­ten und Mit­schü­lern, um sich dann teil­wei­se eigen­stän­dig Infor­ma­tio­nen zu beschaffen.

Die­se Bewer­tung soll erteilt wer­den, wenn das Arbeits­ver­hal­ten den Erwar­tun­gen im Gan­zen noch ent­spricht: Der Schü­ler / Die Schülerin

  • zeigt wech­sel­haf­tes Inter­es­se an den Unterrichtsinhalten,
  • lernt und arbei­tet mit eini­gen Hil­fe­stel­lun­gen eher lang­sam und wenig aus­dau­ernd, nicht immer kon­zen­triert, teil­wei­se mit Unter­bre­chun­gen, häu­fig flüch­tig und teil­wei­se nicht gründ­lich und sorg­fäl­tig genug,
  • erle­digt Haus­auf­ga­ben unre­gel­mä­ßig, mit­un­ter unvoll­stän­dig und hat nicht sel­ten not­wen­di­ges Arbeits­ma­te­ri­al nicht dabei,

Die­se Bewer­tung soll erteilt wer­den, wenn das Arbeits­ver­hal­ten den Erwar­tun­gen nicht oder ganz über­wie­gend nicht ent­spricht und eine Ver­hal­tens­än­de­rung in abseh­ba­rer Zeit nicht zu erwar­ten ist: Der Schü­ler / Die Schülerin

  • zeigt gerin­ge Lern­be­reit­schaft, kaum oder kein Inter­es­se an den Unterrichtsinhalten,
  • lernt und arbei­tet wider­stre­bend, nur mit viel Hil­fe und nicht gründ­lich und sorg­fäl­tig genug,
  • lässt sich leicht ablen­ken, erle­digt Haus­auf­ga­ben unzu­ver­läs­sig und küm­mert sich nicht um sei­ne Sachen. Arbeits­ma­te­ri­al fehlt häufig.

Persönlichkeitsentwicklung und Sozialverhalten

Thema: Softskills

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