Soor BEI baby

Link gesucht Robert-Koch-Institut Soor Infektion Kind kann in Kita

Hallo,
wenn es 130 Krankentage für berufstätige Mütter gäbe, würde ich mir sehr sehr gerne schöne Tage zu Hause machen. Ist aber leider nicht so.
Außerdem ist das Robert-Koch-Institut ein Bundesinstitut im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit. Ist ja nicht gerade "nur" einer meiner Nachbarn, der gerade mal was aufgeschnappt hat.
Und vielleicht kann eine Kita-Leitung einfach mal drüber nachdenken. Will ja nicht, dass jemand sauer ist. Ich möchte es auch so rüberbringen, dass ich es quasi nur ausrichte, was die Praxis gesagt hat, und nochmal nachfrage. Natürlich möchte ich keinen Stress mit der Kita. Im Gegenteil. Ich überlege auch schon fieberhaft, wie ich das sage, ohne dass es doof klingt.
Ich persönlich hätte nichts dagegen, wenn ein Kind in Maditas Gruppe so etwas hat und in der Kita ist.
Die Erzieherinnen sterilisieren sich sowieso nach jedem Kind, auch nach jedem gesunden Kind, die Hände und die Wickelunterlage auch. Und Madita hüpft da ja nicht ohne Windel rum oder so.
Außerdem habe ich nie geschrieben, dass ich nicht akzeptiere, was die Kita sagt. Habe nur geschrieben, was mir die Arztpraxis gesagt hat.
Bei einer Bindehautentzündung o.ä. verstehe ich das ja, da geht das ja auch ruckzuck, dass man sich ansteckt. Aber bei Windelsoor… Na ja…
Madita hat übrigens alle Impfungen und ich bin für Impfpflicht und fände es auch gut, wenn das in der Kita so wäre.
Schöne Grüße
Conny & Madita (6.8.2007)

Windeldermatitis/Windelsoor

Was ist eine Windeldermatitis/Windelsoor?

Ein wunder Po oder ein Hautausschlag im Windelbereich – wohl kaum ein Kind ist davor gefeit. Selbst wenn die Windel noch so saugfähig ist: Das feuchtwarme Milieu rund um den Po sowie das Reiben bzw. Scheuern der Windel reizt die empfindliche Hautoberfläche und macht sie nur allzu leicht anfällig gegenüber unwillkommenen Keimen.

Ist die Haut entzündet, spricht man von einer Dermatitis, haben sich Pilze angesiedelt von Windelsoor. Eine geschädigte Haut erleichtert einen Pilz- und Bakterienbefall (Candida albicans und Staphylococcus aureus).

Windeldermatitis ist eine der häufigsten Hauterkrankungen bei Säuglingen und Kleinkindern. Besonders betroffen sind Babys im Alter von 9 bis 12 Monaten. Bei Kinder- und Jugendarztbesuchen wegen Hautveränderungen sind etwa ein Viertel der Fälle wegen einer Windeldermatitis in der Praxis vorstellig.

Ursachen

Wird die Windel nicht oft genug gewechselt, bildet sich aus dem Urin beißendes Ammoniak. Das Ammoniak reizt Babys Haut so stark, dass sein Po relativ schnell wund wird. Dadurch können sich Bakterien oder Pilze (Windelsoor), die über Kot und Urin ausgeschieden werden, an den lädierten Hautstellen ansiedeln und eine Infektion auslösen. Durchfall oder Krankheiten wie Morbus Crohn begünstigen eine Entzündung im Windelbereich.

Eltern vermuten oft Allergien auf Windelmaterialien oder Unverträglichkeiten auf deren Inhaltsstoffe, aber Studien zufolge ist dies sehr selten der Fall. Für Unverträglichkeitsreaktionen sind meist andere Produkte wie Reinigungsmittel oder Hautpflegeprodukte verantwortlich.

Symptome & Krankheitsbild

Hauterkrankungen im Windelbereich sind schnell zu erkennen:

  • der Babypo wird flächenhaft rot und wund
  • der Po schmerzt oder juckt
  • das Baby empfindet beim Urinieren starkes Brennen oft treten Pusteln und Pickel im Windelbereich auf (Hinweis auf Pilzbefall)
  • mit der Zeit können sich offene und schuppige Hautstellen bilden
  • die Windel riecht nach Ammoniak

Auswirkungen

Wird ein wunder Po bzw. Windelsoor nicht sofort behandelt, besteht die Gefahr, dass sich die Hauterkrankung großflächig ausbreitet und immer schwieriger in den Griff zu bekommen ist. Außerdem verspürt das Kind starken Juckreiz, Brennen oder Schmerzen auf der Haut, vor allem dann, wenn es die Windel einnässt.

Diagnose

Ein wunder Po oder Pilzbefall ist sehr leicht zu erkennen. Der Po bzw. der Geschlechtsbereich ist gerötet und wund. Bei Pilzbefall bilden sich schuppige Hautstellen oder kleine Pusteln. Ob sich Bakterien oder Pilze auf der wunden Haut angesiedelt haben, kann letztendlich nur der Kinder- und Jugendarzt feststellen.

Therapie

Ganz gleich, ob das Kind unter einem wunden Po oder Pilzbefall im Windelbereich leidet. Wichtig ist vor allem, dass der Po trocken gehalten wird.

Dies ist nur möglich durch:

  • generell häufiges und vor allem sofortiges Windelwechseln nach der Stuhlentleerung.
  • sorgfältiges und behutsames Trocknen des Windelbereiches nach der Reinigung oder dem Baden (vor allem in den Hautfalten).
  • Der Kinder- und Jugendarzt verordnet evtl. eine antientzündliche Salbe, etwas gegen den Pilzbefall oder Bakterienbefall (kortisonhaltige oder antimykotische Salben), bei starken Bakterienbefall sind evtl. Antibiotika erforderlich.
  • Salben mit Dexpanthenol oder Zink fördern das Abheilen
  • Aber auch andere Maßnahmen unterstützen den Heilungsprozess zusätzlich:
  • Kamillebäder beruhigen die angegriffene Haut (1 Liter Kamilletee ins Badewasser gießen).
  • Zinkhaltige Hautcremes sorgen dafür, dass die Feuchtigkeit von den betroffenen Hautstellen ferngehalten wird.
  • Ein paar Tropfen Muttermilch (!) auf die wunde Hautstelle lindern die Hautreizung.
  • Ist der Po von einem Pilz (Windelsoor befallen, helfen nystatinhaltige Pasten. Fettende Salben dürfen bei Pilzbefall nicht verwendet werden.
  • Ein wunder Po heilt besser und schneller, wenn viel Licht und Luft an die Haut kommt
  • Luftundurchlässige Plastikwindeln sollte man vermeiden. Mittlerweile gibt es Wegwerfwindeln, die luftdurchlässig sind.

Vorsorge

Damit ein wunder Po erst gar nicht entsteht, sollte man:

  • die Windeln so oft wie möglich wechseln (bei Neugeborenen etwa alle zwei Stunden, später alle drei bis vier Stunden).
  • die Windeln sofort nach der Stuhlentleerung entfernen.
  • nach jedem Windelwechseln den Po mit warmem Wasser reinigen und schonend abtrocknen (z.B. mit Baumwolltüchern oder Watte); auf feuchte Tücher besser verzichten, denn sie begünstigt laut Untersuchungen eine Windeldermatitis.
  • das Baby so oft wie möglich nackt strampeln oder krabbeln lassen, damit Luft und Licht an den Po kommen.
  • Stillen bietet offenbar einen gewissen Schutz. Der Stuhl von gestillten Babys hat u.a. einen niedrigeren pH-Wert.

Eltern sollten frühzeitig mit ihrem Kind zum Kinder- und Jugendarzt, wenn der Po wund wird. So kann eine weitere Ausbreitung verhindert werden. In seltenen Fällen kann auch eine andere Krankheit die Ursache sein.

Adressen & Links

Arbeitsgemeinschaft Pädiatrische Dermatologie e.V. in der DDG
(Deutsche Dermatologische Gesellschaft)
Prof. Dr. Ulrike Blume-Peytavi
Klinik für Dermatologie der Charité – Universitätsmedizin Berlin
Charitéplatz 1
10117 Berlin
Tel.: +49 (0)30 450 518 122
Fax: +49 (0)30 450 518 952
E-Mail: [email protected]
Internet: www.paediatrische-dermatologie.de

Quellen

Ist Windelpilz ansteckend?

Hefepilze kommen in unserer Umgebung überall vor und leben auch auf unserem Körper. Der weiße Hefepilz „Candida albicans“ besiedelt die Mundhöhle und den Darm und ist an sich harmlos, solange das Gleichgewicht stimmt.

von Claudia Sarkady

Die Erkrankung entsteht also nicht, wie z. B. bei einer bakteriellen Infektion durch die Übertragung von Erregern, sondern durch ein Ungleichgewicht, das durch günstige Wachstumsbedingungen für den Pilz und Abwehrschwächen geschaffen wird. Bei Gesunden, also auch bei den Eltern und Geschwistern, wird er von einem intakten Immunsystem „in Schach“ gehalten“, ist dieses jedoch geschwächt können sich die Hefepilze unkontrolliert vermehren. Säuglinge, deren Immunsystem noch nicht voll ausgereift ist, sind in den ersten Lebensmonaten besonders anfällig für eine Candida-Infektion im Rachen (Mundsoor) oder im Windelbereich (Windelsoor) und können sich leicht anstecken.

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Bereits vom ersten Lebenstag kann der Hefepilz auf das Baby bei der Geburt übertragen werden. Weitere Ansteckungswege sind infizierte Brustwarzen, Flaschensauger oder Schnuller, Babylöffel, Lätzchen, Pflegeutensilien, Handtücher und Babyunterwäsche, aber auch andere Kleinkinder. Um eine erneute Ansteckung des Babys bzw. anderer Säuglinge zu vermeiden, sollten Sie unbedingt auf eine gründliche Hygiene achten, damit die Hefepilzsporen nicht übertragen werden.

© istockphoto, Adam88xx

Mundsoor ist eine der häufigsten Formen von Soor, einer Pilzerkrankung, die Haut und Schleimhäute befallen kann und durch den Hefepilz Candida ausgelöst wird. Der Überbegriff für alle durch diesen Pilz verursachten Infektionen lautet Candidose. Mundsoor wird deshalb auch als orale Candidose bezeichnet. Die Pilzinfektion kann am oder im Mund oder im Bereich des Rachens auftreten. Häufig sind Babys betroffen, aber auch bei Erwachsenen mit einem schwachen Immunsystem ist die Infektion oft zu beobachten. Lesen Sie hier, wie Sie Mundsoor erkennen und behandeln können.

Formen der Candidose im Mund

Mundsoor ist definiert als eine Soorinfektion im oder am Mund. Typischerweise entsteht der Mundpilz an der Innenseite der Wangen oder Lippen. Aber auch der Rachen, die Zunge (Zungenpilz) oder der Gaumen können betroffen sein.

Mundsoor kann in verschiedenen Formen auftreten, wobei sich eine Form von Mundsoor auch aus einer anderen entwickeln kann. Das sind die verschiedenen Arten von Soor im Mund und deren Anzeichen:

  • pseudomembranöse Candidose: weißer, abwischbarer Belag auf geröteter, entzündeter Schleimhaut
  • akute erythematose Candidose: brennende, stark gerötete Schleimhaut ohne Beläge, vor allem auf der Zunge
  • hyperplastische Candidose: festsitzender weißer Belag mit roten Rändern auf der Schleimhaut und Zunge

Pseudomembranöse Candidose als häufigste Form

Bei der häufigsten Form von Mundsoor, der pseudomembranösen Candidose, bilden sich zunächst vereinzelte weiße Sprenkel in der Mundhöhle, die sich leicht ablösen lassen. Darunter erscheint die Mundschleimhaut meist glänzend, trocken und gerötet.

Im Verlauf der Pilzinfektion bilden sich immer größere weiße, cremeartig aussehende Flecken, die beim Ablösen zu Blutungen der Schleimhaut führen können. Unbehandelt kann sich Mundsoor auf den Rachen, die Speiseröhre (Soor-Ösophagitis) oder den Magen-Darm-Trakt ausweiten.

Weitere Symptome von Mundsoor

Zusätzlich zu den beschriebenen Belägen und Rötungen der Schleimhaut kann Mundsoor – vor allem im fortgeschrittenen Stadium – weitere Symptome verursachen. Dazu gehören:

  • pelziges oder brennendes Gefühl im Mund
  • Mundtrockenheit
  • gesteigerter Durst
  • Mundgeruch
  • unangenehmer oder metallischer Geschmack im Mund
  • geschwollene Lymphknoten
  • Schluckbeschwerden oder Schmerzen beim Essen oder Trinken (vor allem bei Babys oder bei Ausbreitung auf Rachen und Speiseröhre)

Bei unbehandeltem Mundsoor können Erbrechen oder Sodbrennen hinzukommen.

Im Gegensatz zur Mundfäule, die durch das Herpes-simplex-Virus ausgelöst wird, geht Mundsoor bei Kindern höchstens mit leichtem Fieber einher.

Ursachen und Risikofaktoren

Ursache von Mundsoor sind immer die zu den Hefepilzen gehörenden Candida-Pilze, meist Candida albicans. Bei vielen gesunden Menschen kommen die Pilze im Mundraum, im Darm oder auf der Haut vor und richten dort üblicherweise keinen Schaden an, solange sie vom Immunsystem und den anderen Mikroorganismen in Schach gehalten werden. Finden sie jedoch eine Lücke in dieser körpereigenen Abwehr, können sie sich schnell vermehren und zu Beschwerden führen.

Daher sind von Mundsoor häufig Personen mit einem geschwächten Immunsystem betroffen. Dazu gehören insbesondere Babys, alte Menschen oder Personen, die an Erkrankungen wie Krebs, HIV oder Diabetes leiden.

Häufige Auslöser von Mundsoor

Bei Babys hat Mundsoor häufig eine Ansteckung bei der Mutter zur Ursache – oft infizieren sie sich bereits bei der Geburt mit einem unbemerkten Scheidenpilz der Mutter oder später über den Schnuller. Oftmals tritt Mundsoor bei Babys zusammen mit Windelsoor, einer Soorinfektion im Windelbereich auf.

Bei Erwachsen verursachen fehlende Zähne, Zahnspangen oder eine schlechtsitzende Zahnprothese oft Reizungen der Mundschleimhaut. Die Pilze nisten sich dann beispielsweise unter der Prothese ein oder dringen durch Verletzungen in die Mundschleimhaut ein. Auch Rauchen und ein trockener Mund können die Entstehung von Mundsoor begünstigen.

Außerdem zählt die langfristige Einnahme bestimmter Medikamente zu den möglichen Auslösern von Mundsoor. Antibiotika, Kortison (beispielsweise in Form von Kortison-Spray bei Asthma) sowie Zytostatika (während einer Chemotherapie) können das Immunsystem oder die Mundflora aus dem Gleichgewicht bringen und der Entstehung der Pilzinfektion den Weg ebnen.

Diagnose anhand charakteristischer Symptome

Die Diagnose von Mundsoor beruht in der Regel – insbesondere bei Kleinkindern – auf den charakteristischen, meist gut sichtbaren Symptomen. Hinzu kommt üblicherweise eine Befragung des Betroffenen (beziehungsweise der Eltern) zu den Beschwerden, Begleitumständen und Vorerkrankungen. Die Diagnose kann von einem Zahnarzt oder Hautarzt ebenso gut gestellt werden wie von einem Kinderarzt oder Allgemeinmediziner.

Für eine eindeutige Diagnose wird meist ein Abstrich von der Mundschleimhaut gemacht und mikroskopisch untersucht. Außerdem können Pilzkulturen angesetzt werden, um die genaue Art des Candida-Pilzes zu bestimmen. Dies kann besonders dann erforderlich sein, wenn die Soorinfektion auf eine medikamentöse Behandlung nicht wie erwartet anspricht und ein Wechsel des Medikaments in Betracht gezogen wird.

Im Idealfall klärt der Arzt zudem, wo die Eintrittspforte für die Pilze liegt und behandelt gegebenenfalls die entsprechende Verletzung im Mund. Sind Erkrankungen für die Schwächung des Immunsystems verantwortlich, sollten diese ebenfalls behandelt werden.

Mundsoor behandeln

Zur Behandlung von Mundsoor verschreibt der Arzt in der Regel speziell für den Mundbereich geeignete Antipilzmittel (Antimykotika). Häufig enthalten diese die Wirkstoffe Nystatin, Miconazol oder Amphotericin B. Oft liegen die Medikamente in Form Lutschtabletten, Gel, Mundspülungen oder Suspensionen vor. Das Mittel sollte jeweils so lange wie möglich im Mund verbleiben.

Bei der Therapie von Mundsoor ist es wichtig, die vom Arzt verordnete Dosierung der Medikamente sowie die Therapiedauer genau einzuhalten. Auch wenn kein Belag mehr zu sehen ist, muss die Therapie wie vorgesehen zu Ende gebracht werden. Ein Abbruch kann dazu führen, dass der Pilz zurückkehrt oder sich sogar auf andere Bereich ausbreitet.

Von der eigenmächtigen Behandlung des Mundpilzes raten Experten dringend ab. Hausmittel wie das Gurgeln mit Kamillentee können die Infektion noch verschlimmern, indem sie die Mundschleimhaut weiter austrocknen.

Achtung, ansteckend!

Zur Bekämpfung von Mundsoor ist eine gute Mundhygiene unerlässlich. Da Candida-Pilze sich gerne in von Karies befallenen Zähnen verstecken, sollte das Zähneputzen während der Behandlung des Mundsoors besonders gewissenhaft erfolgen. Zahnprothesen, Schnuller, Sauger, Zahnbürsten oder Zahnspangen sollten gründlich sterilisiert oder wenn möglich ausgewechselt werden.

Achten Sie auch darauf, andere Menschen in Ihrem Umfeld nicht anzustecken. Bereits ein Kuss oder die gemeinsame Nutzung von Geschirr können ausreichen, um den Candida-Pilz zu übertragen.

Mundsoor ist zwar oft hartnäckig, aber mit den genannten Maßnahmen üblicherweise innerhalb von acht bis zehn Tagen behandelbar. Geht die Pilzerkrankung über längere Zeit nicht weg, kommen meist stärkere Medikamente zum Einsatz.

Vorbeugung: Hygiene ist das A und O

Risikogruppen können verschiedene Maßnahmen ergreifen, um eine Soorinfektion im Mund zu verhindern. Dabei ist vor allem Hygiene entscheidend. Konkret helfen folgende Maßnahmen, dem Mundpilz vorzubeugen:

  • Träger von Zahnprothesen sollten diese nach jeder Mahlzeit gründlich reinigen und darauf achten, dass die Prothesen richtig sitzen. Zudem ist es empfehlenswert, diese zwei- bis dreimal wöchentlich mit dafür vorgesehenen Reinigungstabletten zu säubern.
  • Bei immungeschwächten Menschen (zum Beispiel während einer Chemotherapie) wird häufig ein Antimykotikum zur Vorbeugung von Mundsoor verschrieben.
  • Werden Menschen künstlich ernährt oder ist aus anderen Gründen ihr Speichelfluss stark vermindert, betreibt das Pflegepersonal in der Regel eine sogenannte Soor- und Parotitisprophylaxe. Dazu gehört es beispielsweise, die Schleimhäute des Betroffenen regelmäßig zu befeuchten.
  • Bei Babys sollten Schnuller, Sauger und Spielzeuge, die in den Mund genommen werden, regelmäßig und gründlich gereinigt werden. Bedenken Sie, dass auch der elterliche Speichel eine mögliche Ansteckungsquelle für das Kind sein kann. Einen heruntergefallenen Schnuller mit dem eigenen Speichel zu „säubern“, kann die Infektion also sogar begünstigen.
  • Da sich Babys häufig durch einen unerkannten Scheidenpilz der Mutter bei der Geburt mit Candida-Pilzen anstecken, kann eine entsprechende Behandlung der Mutter vor der Geburt empfehlenswert sein.
  • Stillende Mütter leiden häufig an einer Soorinfektion der Brustwarzen (Brustsoor). Damit betroffene Frauen ihr Kind nicht anstecken, sollten sie vorübergehend nicht stillen und bei der Behandlung des Soors gegebenenfalls auch das Baby miteinschließen. Bedenken Sie, dass die Ansteckung in beide Richtungen erfolgen kann.

Grundsätzlich ist es ratsam, bei Verdacht auf Mundsoor sofort einen Arzt aufzusuchen, um eine Ausbreitung des Pilzes auf den Rachen und die Speiseröhre oder eine Ansteckung anderer Personen zu verhindern.

Aktualisiert: 25.08.2016 – Autor: Silke Hamann

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Mundkrankheiten: Sieben fiese Leiden an Zunge, Mundschleimhaut und Zahnfleisch

Zungenbelag, Entzündungen oder Mundgeruch. Das sind oft Hinweise auf Krankheiten. Wir stellen sieben Mund-Leiden vor und erklären, wie Sie am besten vorbeugen.

1. Zungenpilz

Der Hefepilz Candida findet sich im Mund von sehr vielen Menschen. Er ist ein normaler „Bewohner“ der Mundschleimhaut. Wenn jedoch das Immunsystem geschwächt ist, kann sich das Gleichgewicht der Mundflora ändern und der Pilz überhandnehmen. Dann besteht eine Pilzinfektion im Mund. Bemerkbar macht sich der Zungenpilz, auch Mundsoor genannt, durch einen weißen Belag und entzündete Stellen. Es kann zu Schmerzen, Schluckbeschwerden, Mundgeruch und Geschmacksstörungen kommen – vor allem im fortgeschrittenen Stadium. Außerdem sind häufig die Lymphknoten am Hals geschwollen.

Zungenpilz: Die Erkrankung wird ausgelöst durch eine Infektion mit dem Hefepilz Candida albicans. (Quelle: Adam88xx/Getty Images)

Besteht ein Verdacht auf Zungenpilz, sollten Sie kurzfristig einen Arzt aufsuchen. Sonst kann sich die Krankheit weiter ausbreiten. Der Arzt verschreibt meist ein Medikament gegen Pilzerkrankungen sowie antiseptische Mittel zum Spülen.

2. Mundgeruch

Vor allem für Mitmenschen kann Mundgeruch sehr unangenehm sein. Zudem handelt es sich um ein Tabu. Niemand traut sich, das anzusprechen. Besonders tückisch ist er auch, weil man ihn häufig selbst nicht wahrnimmt. Fragen Sie deshalb am besten eine Person Ihres Vertrauens, ob sie einen Geruch bemerkt. Auslöser können bestimmte Lebensmittel oder Tabak sein. Auch Essensreste in den Zahnzwischenräumen, Zahnfleischtaschen oder Karies können schuld sein.

Zunge reinigen: Belag auf der Zunge ist manchmal der Auslöser für Mundgeruch. Ein Zungenschaber kann Abhilfe schaffen. (Quelle: AndreyPopov/Getty Images)

In der Regel hilft eine gründliche Mundhygiene. Verwenden Sie hierzu Zahnseide und einen Zungenschaber. Auch Mundwasser kann dem Geruch entgegenwirken. Die Ursachen können aber auch in anderen Erkrankungen etwa im Magen oder der Speiseröhre gründen. Verschwindet der Geruch trotz guter Mundhygiene nicht, sollten Sie einen Arzt aufsuchen.

3. Mundfäule

Mundfäule (Stomatitis) ist meist eine Folgeerscheinung von Lippenherpes (Herpes labialis), ausgelöst durch Herpesviren (Herpes simplex). Wenn die Viren sich in die Mundhöhle verbreiten, kann sich die Mundschleimhaut entzünden und ein unangenehmer Geruch entstehen. Die Betroffenen leiden auch unter Schmerzen.

Mundfäule kann jedoch auch durch weitere Auslöser verursacht werden. So entzündet sich die Mundschleimhaut beispielsweise bei manchen Diabetespatienten. Eine Stomatitis kann zudem durch eine Überempfindlichkeit auf Medikamente ausgelöst werden oder durch eine Quecksilbervergiftung.

Erste Symptome sind kleine, schmerzende Bläschen auf der Zunge und der Mundschleimhaut. Auch Zahnfleisch und Gaumen können betroffen sein. Im fortgeschrittenen Stadium kann es zu hohem Fieber, vermehrtem Speichelfluss und säuerlichem Mundgeruch kommen.

Küsse und direkte Nähe zu anderen sollten Sie vermeiden, da die Krankheit über Tröpfchen- und Schmierinfektion übertragen wird. In den meisten Fällen heilt sie nach spätestens zwei Wochen von selbst wieder ab. Wenn aber das Fieber steigt oder das Essen unmöglich wird, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Er verschreibt dann Medikamente gegen Schmerzen und Fieber. Zudem können leicht betäubende und antibakterielle Mittel zur oralen Anwendung die Beschwerden lindern.

4. Feigwarzen

Feigwarzen gehören eigentlich zu den Geschlechtskrankheiten und finden sich meist im Intimbereich. Durch Oralsex können die auslösenden Humanen Papillomviren (HPV jedoch auch in Mund und Rachen gelangen. Dort können sie zu kleinen Wucherungen auf der Schleimhaut führen, aber es muss nicht zur Entstehung von Warzen kommen. Nach der Ansteckung kann es zudem Wochen bis Monate dauern, bis sich Wucherungen entwickeln. Die sogenannten Papillome heilen meist von selbst aus. Im Rachenraum können sie jedoch die Atmung behindern. Ein Hautarzt kann die Warzen unter örtlicher Betäubung entfernen.

5. Speichelsteine

Speichelsteine können sich aus der eigenen Spucke bilden, wenn sich die Speichelzusammensetzung verändert oder es durch zu enge Drüsengänge zu einem ständigen Sekretstau kommt. Die kleinen Bröckchen setzen sich beispielsweise aus Eiweißen und Kohlenhydraten zusammen und werden meist nur einige Millimeter groß, können aber auch bis auf mehrere Zentimeter anwachsen. Sie sind in aller Regel harmlos.

Zu Beschwerden kommt es meist erst, wenn die Steine eine Speicheldrüse verstopfen. Der Sekretfluss ist dann gestört und Keime können sich leicht vermehren, was wiederum eine schmerzhafte Entzündung auslösen kann. Bei bakteriellen Entzündungen wird mitunter ein Antibiotikum verschrieben.

Speichelsteine entstehen leichter, wenn man zu wenig trinkt. Bonbons und Kaugummis regen den Speichelfluss an, außerdem saure Lebensmittel. Zitronensaft kann beispielsweise den Speichelfluss erhöhen und die Steine können so häufig schon aus der Drüse heraustransportiert werden. Manche Steine kann der Arzt aus der Speicheldrüse herausmassieren. Klappt das nicht, können die Brocken auch mit Hilfe von Ultraschall zersprengt werden. Handelt es sich jedoch um größere Brocken, müssen diese mitunter auch operativ entfernt werden.

6. Parodontitis

Erste Anzeichen für Parodontitis sind Zahnfleischbluten, ein geschwollenes Zahnfleisch und ausgeprägte Zahnfleischtaschen. Manchmal wird die entzündliche Erkrankung erst spät bemerkt, weil man die ersten Symptome für harmlos hält. Wenn sich jedoch das Zahnfleisch bereits stark zurückgebildet hat und die Zahnhälse freiliegen, noch dazu sehr empfindlich sind, liegt möglicherweise bereits eine Paradontitis vor. Schlimmstenfalls sind bereits Zähne locker. Dann droht der Verlust.

Wenn Bakterien die Auslöser der Parodontitis sind, kann mit Antibiotika behandelt werden. Zudem sollten die Zähne und Zahnfleischtaschen immer gründlich gereinigt werden. Da Parodontitis ansteckend ist, sollte möglichst auch der Partner behandelt werden. Zur Vorbeugung ist die richtige tägliche Mundhygiene entscheidend, denn Zahnbeläge erhöhen das Erkrankungsrisiko. Eine regelmäßige professionelle Zahnreinigung beim Zahnarzt ist ebenfalls ein wesentlicher Faktor bei der Vorbeugung.

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7. Erosionen

Wird der Mundraum regelmäßig übersäuert, kann dies den Zahnschmelz angreifen und ihn dauerhaft abbauen. Dies geschieht zum Beispiel durch Lebensmittel wie Essig oder Fruchtsäfte, aber auch Magen-Darm-Erkrankungen können der Auslöser sein, wenn es zu saurem Aufstoßen kommt. Manchmal schafft es auch der Speichel nicht, den angegriffenen Zahnschmelz ausreichend zu remineralisieren.

Sind erst einmal Kalzium und Phosphat aus dem Zahnschmelz herausgelöst, kann sich dieser nicht wieder aufbauen. Im Gegensatz zu Karies, wo die Säuren erst als Stoffwechselprodukt der Bakterien im Mund entstehen, schädigen die Säuren in Lebensmitteln den Zahn sofort. Wenn nur der Schmelz selbst angegriffen ist, führt das noch nicht zu Beschwerden, sobald jedoch die darunter liegende Schicht des Zahnbeins ebenfalls betroffen ist, merken das die Patienten: Sie haben dann sehr empfindliche Zähne. Bei der Zahnerosion wirken diese zudem oft gelblich.

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Um dem Problem entgegenzuwirken, empfehlen Experten eine kalziumreiche Ernährung. Auch die Mundhygiene ist wichtig und sollte trotz Schmerzen beim Zähneputzen nicht vernachlässigt werden. Spezielle Zahnpasten mit viel Fluorid können ebenfalls helfen, den Zahnschmelz wieder zu stärken.

Pilz auf der Zunge: Ursachen, Symptome und Behandlung

  • Der Arzt wird Ihnen ein spezielles Antipilzmittel verschreiben. Diese Medikamente gibt es in unterschiedlicher Form. Etwa als Lutschtablette oder als Flüssigkeit, die mit einer Pipette auf die Zunge aufgetragen wird.
  • Bei solchen Antipilzmitteln ist es wichtig, die Behandlungsdauer unbedingt nach ärztlicher Vorschrift einzuhalten. Brechen Sie die Behandlung nicht ab, sobald Sie keinen Pilzbelag mehr auf der Zunge sehen.
  • Babys haben sehr oft Mundsoor. Hier ist sorgfältige Hygiene wichtig. Alles, was das Kind in den Mund nimmt, also Schnuller, Sauger sowie Spielzeug sollten regelmäßig gründlich gereinigt werden.
  • Gefährdet sind auch Menschen, die eine Zahnprothese tragen. Hier ist es wichtig, neben gründlicher Mundhygiene auch auf den richtigen Sitz der Prothese zu achten.
  • Neben Babys sind auch ältere und kranke Menschen anfällig für einen Zungenpilz. Das liegt daran, dass bei älteren Menschen meistens der Speichelfluss vermindert ist. Krankheitserreger und Pilze können sich dann leichter vermehren.

Wund um den Mund!

Hallo,
mein Sohn hatte das auch, im Winter sogar oft wochen- oder monatelang, und auch, als er gar keinen Schnuller mehr benutzte. Es war ein Teufelskreis: der Mundbereich fühlte sich rau an (Labello und Co halfen nicht), er leckte ihn deshalb ständig ab, davon wurden alles noch rauer und entzündeter.
Das Problem, und warum normale Pflegemittel hier nicht wirklich helfen: Auf der entzündeten Haut siedeln sich sofort Bakterien und Pilze an. Was daher rasch und inh. weniger Tage hilft, ist eine verschreibungspflichtige Salbe mit einem Antibiotikum und einem Anti-Pilzmittel. Unsere Ki-Ärztin gab uns ein Rezept, die Salbe wurde in der Apotheke gemischt.
Leider ist die Salbe wegen der Medikamente, die darin enthalten sind, nicht zum Dauergebrauch geeignet. Nach einer Weile kommt die Dermatitis (Entzündung) im Mundbereich zurück, vor allem im Winter. Trotzdem kannst Du Dir die Salbe für Deinen Sohn einmal geben lassen, damit mal Entlastung und Heilung eintreten können, zumindest vorübergehend. Mit etwas Glück bleibt der Erfolg ja sogar bestehen, wenn Du direkt nach der Behandlung (so 7 bis 10 Tage) den Mundbereich mit Lanolin (Apotheke) dünn einreibst und so die Haut vor erneuter Austrocknung schützt.
Wie gesagt, außer dem verschr.pflichtigen Zeugs gibt es nach meiner Erfahrung keine einzige Creme oder Salbe, die hilft. Denn die Pilze und Bakterien, die Entzündung aufrecht erhalten, reagieren darauf einfach nicht.
Ein Trost: Wenn die Kinder älter werden, tritt diese Dermatitis um den Mund herum nicht mehr auf, die Haut und das Immunsystem der Hautoberfläche werden offenbar robuster. Bei meinem Sohn war der Spuk im Kiga-Alter vorüber.
LG

Wunder Po bei Babys – Das sagt die Kinderärztin Dr. med. Nadine McGowan

Die Gründe für eine Windeldermatitis sind vielfältig – bis zu 35 Prozent aller Kinder leiden bis zum zweiten Lebensjahr mehr oder weniger häufig unter einem wunden Po. Bei Kleinkindern kann die normale Hautflora schon durch das Zahnen, Durchfall oder einen Infekt kurzfristig aus der Balance geraten. Auch bestimmte säurehaltige Früchte wie Orangen, Tomaten oder Erdbeeren können bei einigen Kindern zu einer Reizung der Haut im Genitalbereich führen.

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In der Regel kann man das Problem „wunder Po“ mit drei einfachen Maßnahmen wieder in den Griff bekommen:

  1. Halten Sie die Kontaktzeit von Urin und Stuhl mit der geschädigten Haut so kurz wie möglich – wechseln Sie häufiger die Windeln und benutzen Sie eine sogenannte „Superabsorber-Windel“. Diese haben einen Gelkern, der die Flüssigkeit besser einschließt und somit den Kontakt verringert. Die meisten neueren Windeln sind so konzipiert. Wann immer möglich, lassen Sie Luft an den Windelbereich und Ihr Kind einfach mal eine gewisse Zeit ohne Windel. Auch „Heilwolle“ kann Wunder bewirken – legen Sie ein frisches Büschel Heilwolle nach jedem Windelwechsel in die Windel hinein. Heilwolle gibt es im Reformhaus.
  2. Verwenden Sie keine Feuchttücher oder Öle zur Reinigung. Durch die Zusatzstoffe der Feuchttücher kann die Haut noch weiter gereizt werden und Öle können eine „feuchte Kammer“ schaffen – die Haut kann nicht mehr atmen und die Rötung verschlimmert sich nur noch. Säubern Sie den Windelbereich stattdessen mit Wasser und einem gerbstoffhaltigen Zusatz wie abgekühltem Schwarztee. Ist es besonders schlimm, sind auch Sitzbäder mit Gerbstoffen hilfreich, hier gibt es mehrere rezeptfreie Präparate – fragen Sie Ihren Apotheker danach.
  3. Nach jedem Wickeln sollten sie großzügig eine Zinkpaste auf den betroffenen Hautbereich auftragen. Zum einen hilft der enthaltene Zink bei der Hautregeneration, zum anderen schützt die pastenartige Konsistenz vor reizendem Urin und Stuhl. Ich empfehle die rezeptfreie „Pasta zinci mollis“, die bestens geeignet und günstig ist. Kommen zur Rötung noch Pickelchen hinzu, handelt es sich möglicherweise um eine zusätzliche Infektion mit Candida-Pilzen. In dem Fall wird Ihr Kinderarzt Ihnen eine Zinkpaste mit einem Pilz-hemmenden Stoff verschreiben. Diese sollten Sie so lange anwenden, bis die Haut zwei Tage lang wieder völlig gesund aussieht. Häufig besteht neben einem Befall des Genitalbereiches auch eine Pilzinfektion im Mund. Danach sollte immer geschaut werden. Behandeln können Sie es gegebenenfalls mit einem entsprechenden Mundgel (Apotheke). Stillen Sie noch, lohnt es sich, auch die Brustwarzen zu untersuchen. Manchmal sind diese mit infiziert. Tragen Sie hier aber bitte nicht das pilzhemmende Mundgel auf, da es die Brustwarzen zu stark austrocknet und es dann zu schmerzhaften Rissen kommen kann. Ihr Kinderarzt wird Sie gern beraten, welche Salbe hier verwendet werden kann.

Verwenden Sie keine Feuchttücher oder Öle zur Reinigung und achten Sie beim Kauf auf sogenannte Superabsorber-Windeln. So fühlen sich die Kleinen pudelwohlFoto: Fotolia

Wunder Po – Die besten Tipp zur Vorbeugung:

Sobald Sie bemerken, dass der Windelbereich leicht rot wird, lassen Sie unbedingt Feuchttücher weg und reinigen Sie nur mit einem weichen Lappen und Wasser oder mit abgekühltem Schwarztee, tragen Sie anschließend großzügig Zinkpaste auf. Sie haben eine gute Chance, dass ein wunder Po gar nicht erst so schlimm wird, wenn Sie früh genug vorbeugen.

Hält die Rötung trotz aller Maßnahmen an, kann es sich in einigen Fällen auch um eine Allergie gegen die Windeln handeln. Probieren Sie einfach mal eine „Biowindel“. In allen gängigen Drogerien oder Reformhäusern gibt es mittlerweile eine große Auswahl.

Höger, P., Kinderdermatologie. 3. Auflage 2011

Mein Baby hat den Mund ständig offen

Du solltest das auf jeden Fall auf dem Schirm haben und weiter beobachten.
Jetzt ist das bestimmt noch nicht so wichtig, aber ab einem gewissen Alter ist es so, dass der Kiefer von der Zunge, die im geschlossenen Zustand an die Kauleiste drückt, gedehnt wird und somit das Wachstum unterstützt. (Vorallem nachts, wo ununterbrochen Druck ausgeübt wird).
Wenn das Kind den Mund ständig geöffnet hat entsteht kein Druck auf den Kiefer, da die Zunge ja nur „rum liegt“. Der Kiefer wächst dann langsamer oder irgendwann garnicht mehr:
Das bedeutet, dass die Gefahr für eine Zahn- und Kieferfehlstellung erhöht ist.
Eigentlich kommt sowas aber, dachte ich, eher durch eine verengte Nasenscheidewand.
Sprich es mal beim Kinderarzt, vielleicht auch beim Zahnarzt an. Sollte das jahrelang so bleiben würde ich mal zum HNO gehen, aber wie gesagt: jetzt ist es bestimmt noch kein Grund zur Panik.
(Bei mir war es übrigens genauso, mein Kiefer ist nur so groß wie einer 10 jährigen und dadurch habe ich massive Probleme).

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