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Sonnenallergie bei Kindern: Symptome behandeln

Im Grunde genommen handelt es sich bei einer in Fachkreisen sogenannten „Polymorphen Lichtdermatose“ (PLD) gar nicht um eine richtige Allergie. Vielmehr reagiert die Haut unter zu viel Sonneneinwirkung über: Rötungen, Schwellungen, Quaddeln, Schuppen, Flecken oder Bläschen an den betroffenen Körperstellen (meist im Gesicht und auf den Schultern) sind die Folge. Ähnlich wie bei einem starken Sonnenbrand, nur dass die Haut nicht durch die Strahlung „verbrennt“, sondern infolge der besonderen Lichtempfindlichkeit im UVA-Bereich – also dem UV-Lichtspektrum, das nicht zwangsläufig zu Sonnenbrand führt – überreagiert. Hinzukommt, dass die Sonnenallergie meist durch äußere Faktoren ausgelöst wird, wie zum Beispiel eine fettreiche Sonnencreme. Beiden Hautreaktionen gemein ist, dass sie sehr schmerzhaft sein können. Umso wichtiger ist es, die Symptome schnell und effektiv zu behandeln. Wie Sie dabei am besten vorgehen und eine Sonnenallergie zukünftig vermeiden können, wird im Folgenden erläutert.

Ursachen und Symptome

Da es sich bei der Sonnenallergie um eine Überreaktion der Haut auf zu viel Lichteinwirkung handelt, ist die UV-Strahlung in erster Linie als Ursache zu benennen. Das Immunsystem reagiert entsprechend darauf, indem eine Art allergische Reaktion ausgelöst wird – und mit ihr typische Symptome, die allerdings bei jedem Kind unterschiedlich stark ausfallen und aussehen können. Daher auch die Bezeichnung „polymorph“, was übersetzt vielgestaltig heißt. Hier ist es wichtig, die betroffenen Körperstellen wie etwa Dekolleté, Schultern, Nacken, Arme und Beine schnell zu behandeln. Selbst wenn sich die Sonnenallergie erst ein paar Tage später bemerkbar macht und die Haut Ihres Kindes eine der folgenden Symptome zeigt:

  • sie fängt an zu jucken und / oder zu brennen
  • sie färbt sich rosa
  • sie bekommt rötliche Flecken
  • sie bildet Bläschen
  • sie schwillt an

In erster Linie müssen Sie den Juckreiz lindern, da Kinder schnell Gefahr laufen, sich an den betroffenen Stellen zu kratzen – und kleine Hautverletzungen zu verursachen. Dadurch haben Erreger ein leichtes Spiel, in die Haut einzudringen und Entzündungen hervorzurufen. Wie Sie die Symptome am besten behandeln, wird im nächsten Absatz erläutert.

Hinweis: Wenn die Haut großflächig gerötet oder geschwollen ist und Ihr Kind auch noch Fieber bekommt, sollten Sie umgehend einen Arzt aufsuchen! Er verwendet antiseptische Salben.

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So behandeln Sie die Sonnenallergie bei Kindern

In erster Instanz muss Ihr Kind ein paar Tage lang unbedingt die Sonne meiden, dann klingen die Symptome für gewöhnlich von alleine ab. Um den Juckreiz zu lindern, können Sie die betroffenen Körperregionen mit nassen Umschlägen kühlen (durch die Kälte ziehen sich die Gefäße zusammen und die Haut schwillt ab) oder mit etwas Bepanthen einschmieren. Ist die Haut stark gereizt, können Sie gegebenenfalls auch ein Cortison-Spray (erst ab sechs Jahren!) oder Fenistil einsetzen, um die Hautirritationen einzudämmen. Tragen Sie beides jedoch sehr sparsam und nur dünn auf die Haut Ihres Kindes auf.

Wollen Sie auf medizinische Hilfsmittel gänzlich verzichten, können Sie auf folgende Hausmittel setzen: Kamillen- oder Grüntee, Joghurt oder Quark (niemals Mehl, Puder oder Öl). Die Milchprodukte können Sie fingerdick auf ein Handtuch streichen und dieses für mindestens 30 Minuten um die Haut wickeln. Lässt der Kühleffekt nach, können Sie den Umschlag gegebenenfalls noch einmal erneuern. Achten Sie zudem darauf, dass Ihr Kind ausreichend trinkt. Durch den Sonnenbrand wird die Haut regelrecht ausgetrocknet und benötigt viel Flüssigkeit.

Hinweis: Wenn sich kleine Bläschen auf der Haut bilden, öffnen Sie diese auf keinen Fall, da es sonst zur Infektion kommen kann.

So können Sie einer Sonnenallergie vorbeugen

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Ein hoher UV-Schutz ist wichtig, um Kinder vor einem Sonnenbrand zu bewahren

©Nadezhda1906 Getty Images

Grundsätzlich gilt: Setzen Sie Ihr Baby im ersten Lebensjahr am besten gar nicht der Sonne aus – und wenn, dann nur mit einem einsprechenden Sonnenschutz. Das Gesicht können Sie mit einem Sonnenhut mit breiter Krempe schützen, die Arme und Beine mit langer, lichtundurchlässige Kleidung und die Haut mit einer Sonnencreme. Hier verwenden Sie am besten einen hohen Lichtschutzfaktor (idealerweise 50) und cremen Ihr Kind 30 Minuten vor der Sonnenstrahlung und nach jedem Kontakt mit Wasser ein, damit sie genügend Zeit zum Einwirken hat. Am Strand hilft zudem ein Sonnenschirm mit speziellem UV-Schutz, der Schatten spendet und die Haut vor der starken Strahlung bewahrt. Hier finden Sie zum Beispiel ein passendes Modell.

Leidet Ihr Kind bereits unter einer Sonnenallergie, stehen die Chancen sehr hoch, dass es jedes Jahr darunter leiden wird. Um die Symptome dauerhaft zu mildern, ist es sinnvoll, Ihr Kind Schritt für Schritt an die Lichteinwirkung zu gewöhnen. Das funktioniert am besten, indem Sie vor allem das Frühjahr dazu nutzen, die Haut Ihres Kindes der Sonne auszusetzen – allerdings immer nur für einen kurzen Zeitraum. Mit der Zeit steigern Sie den Aufenthalt im Freien, sodass die Haut mehr Melanin (Farbstoffe bzw. Pigmente) bilden kann, um sich vor der gefährlichen UV-Strahlung zu schützen. Unterstützen können Sie diesen Prozess durch die Einnahme von Carotin und Kalzium. Sprechen Sie sich hierfür im Vorfeld mit dem Kinderarzt ab.

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Weitere vorbeugende Maßnahmen sind:

  • Wenn Sie Ihren Urlaub in den Bergen, am Strand oder im Schnee verbringen, ist die Strahlenbelastung deutlich stärker – auch an bewölkten Tagen. Damit Ihr Kind keine allergische Reaktion bekommt, sollten Sie die Sonne zwischen 11 und 15 Uhr meiden oder aber die Haut mit einem entsprechenden Schutz vorbereiten. Leidet Ihr Kind unter der sogenannten Mallorca-Akne, wird empfohlen, nur fettfreie Sonnenschutzmittel zu verwenden.
  • Ist die Sonnenallergie extrem stark, können Sie Ihr Kind einer Phototherapie unterziehen. Hierbei wird die Haut künstlichen UVA- und UVB-Strahlen ausgesetzt, um sie an die Sonneneinstrahlung zu gewöhnen. Dafür benötigen Sie mehrere Sitzungen, um die Dosis Schritt für Schritt zu erhöhen. Allerdings sollte diese Therapie nur von einem Hautarzt durchgeführt werden, da großflächige Hautverbrennungen bei falscher Anwendung möglich sind!

Sonnenbrille mit UV-Schutz für Kinderaugen

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Ein hoher UV-Schutz bei Sonnenbrillen ist für Kinderaugen elementar

©yaruta Getty Images

Nicht nur die Haut ist in jungen Jahren besonders empfindlich, sondern auch die Augen. Deshalb ist ein richtiger UV-Schutz bei der Sonnenbrille als auch bei der Alltagsbrille essenziell. „Augenlinse und Hornhaut können einen Großteil der UV-Strahlung filtern. Zusätzlicher Schutz ist dennoch wichtig! Das bedeutet: Bei fehlsichtigen Kindern auf eine Brille mit zertifiziertem UV-Schutz achten“, erklärt Dr. Michael Petrak, Facharzt für Augenheilkunde am Universitätsklinikum Bonn. Denn auch wenn es keine erwiesenen Krankheiten am Auge gibt, die durch die UV-Strahlung eindeutig ausgelöst werden (wie bei Hautkrebs), so gibt Petrak dennoch zu bedenken: „Es ist nicht ausgeschlossen, dass eine UV-Belastung in der Kindheit Auswirkungen auf eine Augenerkrankung im Alter hat, wie zum Beispiel den Grauen Star oder die Altersbedingte Makuladegeneration (AMD).“

Die Marke Zeiss bietet aus diesem Grund bereits seit 2018 einen standardmäßig verfügbaren UVProtect-Schutz bis zu 400 Nanometer in klaren Kunststoffbrillengläsern an. Den gleichen Schutz sollte auch eine Sonnenbrille für Kinder bieten – Sie erkennen ihn an der richtigen Kennzeichnung, dem UV 400-Label. Passende Modelle für Jungs und Mädchen finden Sie bei jedem ZEISS Optiker als auch zum Beispiel hier.

Sonnenallergie bei Kindern

Endlich Sommer! Spielplatz, Schwimmbad, gute Laune. Viele Kinder reagieren allerdings mit juckender, entzündeter Haut auf die ungewohnten Sonnenstrahlen. Hier erfahren Sie, was eine Sonnenallergie eigentlich ist und wie Sie die Beschwerden Ihres Kindes lindern können. Noch besser als heilen ist vorbeugen: Unsere Tipps helfen, damit Ihr Kind erst gar keine Sonnenallergie bekommt.

Was ist eigentlich eine Sonnenallergie?

Alle Welt spricht von einer Sonnenallergie oder Lichtallergie, wenn die Haut mit einem juckenden Ausschlag auf die Sonne reagiert. Tatsache ist, dass dieser Begriff in der Medizin so gar nicht existiert. Zum einen weil es sich bei der sogenannten Sonnenallergie um unterschiedliche Überempfindlichkeitsreaktionen handelt, zum anderen weil wissenschaftlich noch gar nicht geklärt ist, ob es sich bei den Reaktionen überhaupt um eine echte Allergie handelt.

Wichtig: Guter Sonnenschutz für kleine und große Kinder

Die meisten Kinder, die mit Juckreiz und Rötungen auf Sonnenlicht reagieren, leiden unter einer Polymorphen Lichtdermatose, auch PLD oder im Volksmund Sonnenallergie genannt. Hier handelt es sich um eine Unverträglichkeit von Sonnenlicht. Eine Krankheit mit ähnlichen Symptomen ist als „Mallorca-Akne“ bekannt. Sie tritt allerdings häufiger bei Jugendlichen als bei kleinen Kindern auf.
Für Eltern ist es schwierig die Krankheitsbilder der Polymorphen Lichtdermatose und der Mallorca-Akne voneinander zu unterscheiden – in beiden Fällen helfen aber diese Tipps

Hinter dieser komplizierten Bezeichnung verbirgt sich die häufigste der sogenannten „Sonnenallergien“. Sie zeigt sich vor allem nach einer ungewohnt hohen Sonnendosis: Nach dem ersten ausgedehnten Spielplatzbesuch im Frühling oder nach dem ersten Tag am Meer im Sommerurlaub treten Stunden oder auch erst ein, zwei Tage später Rötungen oder kleine juckende Bläschen auf. Betroffen sind vor allem die Stellen, die die meiste Sonne abbekommen: Gesicht, Hals, Dekolleté, Arme und Schultern. Die Polymorphe Lichtdermatose kommt besonders häufig bei Kindern vor.

Therapie
Wenn Sie die betroffenen Stellen mit Sonnenschutzmittel oder – noch besser! – mit dünner Kleidung schützen, verschwinden die Symptome meist schnell wieder. Wer seine Haut langsam an die Sonne gewöhnt, hat kaum Probleme mit den allergischen Reaktionen: Die Haut verstärkt dann automatisch ihren natürlichen Schutzmechanismus und produziert mehr Melanin, das UV-Strahlen abhält.
Wenn der Juckreiz arg quält, kann der Arzt eine entzündungshemmende, kortisonhaltige Creme verschreiben. Auch Antihistaminika können den Juckreiz lindern.

Prophylaxe
Kalzium wird nachgesagt, dass es einer Sonnenallergie vorbeugen kann. Wissenschaftlich ist das nicht eindeutig belegt, im Zweifel ist die vorbeugende Therapie aber einen Versuch wert. Sprechen Sie Ihren Kinderarzt darauf an. Dasselbe gilt für die Prophylaxe mit Beta-Carotin (Provitamin A), mit der viele Eltern gute Erfahrungen gemacht haben. Mit der Prophylaxe sollten Sie unbedingt zwei bis drei Monate vor der Sonnen-Saison starten.

Gesundheit

Babyhaut vor Sonne schützen

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Mallorca-Akne

Auch bei der sogenannten Mallorca-Akne ist die Sonne der „Übeltäter“ – in Wechselwirkung mit fetthaltigen Inhaltsstoffen in Sonnencremes oder Körperlotionen. In vielen Fällen hilft es, von Sonnencreme auf ein Sonnengel zu wechseln, denn in Sonnengels sind keine Emulgatoren und Fette enthalten.

Sonnenschutz für die ganze Familie

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Sonnenallergie

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Was ist eine Sonnenallergie?

Als Sonnenallergie werden verschiedene Unverträglichkeitsreaktionen der Haut gegenüber Sonnenlicht bezeichnet. Der umgangssprachliche Name Sonnenallergie ist daher im Grunde irreführend, da es sich in den meisten Fällen nicht um eine wirkliche Allergie handelt, sondern die Symptome nur denen von allergischen Reaktionen ähneln.

Die häufigste Form der Sonnenallergie, die bei etwa 90 Prozent der Sonnenallergiker auftritt und die in diesem Artikel beschrieben wird, wird medizinisch als polymorphe Lichtdermatose (PLD) bezeichnet. In Deutschland sind etwa 20 Prozent der Bevölkerung davon betroffen. Prinzipiell kann bei jedem Menschen eine Sonnenallergie auftreten, unabhängig vom Hauttyp. Statistisch treten Sonnenallergien jedoch in erster Linie bei Kindern und jungen Frauen auf.

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Wodurch entsteht eine Sonnenallergie?

Die Ursachen für das Auftreten einer Sonnenallergie sind bis heute nicht eindeutig geklärt. Eine Theorie vermutet, dass die UV-Strahlen im Sonnenlicht, vor allem UV-A, mit einem körpereigenen Stoff reagieren und sich so ein Allergen bildet. Dem Immunsystem wird daraufhin vermittelt, dass es dieses Allergen abwehren muss, wodurch eine allergische Reaktion entsteht. Eine andere Theorie besagt, dass die Sonneneinstrahlung zur Freisetzung freier Radikaler in der Haut führt, die ebenfalls eine Abwehrreaktion des Immunsystems auf den Plan rufen.

Sonnenallergie durch körperfremde Stoffe

Häufig wird auch vermutet, dass eine Sonnenallergie durch die Zusammenwirkung von Sonnenlicht und chemischen Substanzen in Waschmitteln, Cremes, Parfums oder Medikamenten ausgelöst wird. Auf diese Weise entsteht auch die sogenannte „Mallorca-Akne“, für die eine Reaktion des Sonnenlichts mit fetthaltigen Sonnenschutzmitteln verantwortlich gemacht wird.

Wie äußert sich eine Sonnenallergie?

Wie der medizinische Name schon andeutet, kann sich eine Sonnenallergie auf ganz unterschiedliche Weise und in variabler Ausprägung zeigen, denn polymorph bedeutet so viel wie „vielgestaltig“. In der Regel treten jedoch eins oder mehrere der folgenden Symptome auf:

  • Hautrötungen
  • Brennen und starker Juckreiz
  • Knötchen und Bläschen auf der Haut

Die Beschwerden treten für gewöhnlich zeitverzögert auf, also Stunden oder wenige Tage nach dem Sonnenkontakt. Meist sind nur die Körperstellen betroffen, die dem Sonnenlicht direkt ausgesetzt waren, was häufig Gesicht, Hals, Dekolleté, Oberarme, Oberschenkel und Handrücken sind.

Die Beschwerden klingen meist nach wenigen Tagen von alleine ab, sofern die Patienten das Sonnenlicht in dieser Zeit meiden. Im Normalfall kommt es nicht zu bleibenden Schäden der Haut.

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Wie wird eine Sonnenallergie diagnostiziert?

Um eine Sonnenallergie zu diagnostizieren, wird der behandelnde Arzt zunächst nach der individuellen Krankheitsgeschichte fragen. So wird er wissen wollen, wann und wo die Symptome auftreten, welches Ausmaß sie haben und ob sonst irgendwelche Allergien bekannt sind. Mit diesen Informationen kann er in der Regel bereits eine Vermutung äußern, ob eine Sonnenallergie vorliegt oder nicht.

Um diese Einschätzung zu bestätigen kommt für gewöhnlich eine Photoprovokation zum Einsatz. Dabei wird ein kleiner Hautbereich gezielt mit UV-Licht bestrahlt, um die typischen Symptome einer Sonnenallergie zu provozieren. Zeigen sich einige Tage später Hautreaktionen, gilt eine Sonnenallergie als bestätigt.

Was tun bei einer Sonnenallergie?

Der sicherste Weg, um das Auftreten einer Sonnenallergie zu vermeiden, ist es, sich der Sonne so wenig wie möglich auszusetzen. Lange Sonnenbäder oder sonstige Aktivitäten in der prallen Sonne sind daher nicht ratsam. Natürlich lässt sich der Kontakt mit Sonnenlicht nicht vollkommen vermeiden. Dann ist es jedoch wichtig, die Haut langsam an die Sonne zu gewöhnen, damit der Körper nicht gleich eine „Überdosis“ bekommt. Viele kürzere Aufenthalte im Freien sind daher zu Beginn des Frühlings besser als lange Perioden, da der Haut so die Möglichkeit gegeben wird, sich langsam an die UV-Strahlung zu gewöhnen. Ist der Gewöhnungseffekt einmal eingetreten, leiden Betroffene für gewöhnlich unter deutlich weniger Beschwerden.
Beachte: Die Gewöhnung der Haut ist nur vorübergehend. Folgt eine längere Periode, in der die Haut nicht mit starker Sonnenstrahlung in Kontakt kommt, beispielsweise im Winter, kehrt die Überempfindlichkeit zurück.

Wichtig ist außerdem ein konsequenter und gewissenhafter Sonnenschutz. Ein Sonnenschutzmittel sollte mindestens einen Lichtschutzfaktor zwischen 30 und 50 haben. Auch ist es ratsam darauf zu achten, dass es sowohl UV-B-, als auch UV-A-Filter enthält. Fettfreie Präparate ohne künstliche Duft- oder Konservierungsstoffe sind die beste Wahl, da sie die Haut nicht zusätzlich reizen.
Tipp: Für lange Autofahrten bieten sich spezielle UV-Schutzfolien an. Sie werden an den Scheiben angebracht und Filtern die UV-A-Strahlen, die andernfalls auch mit geschlossenen Autofenstern zu Hautproblemen führen könnten.

Auch die richtige Kleidung spielt für den Sonnenschutz eine wichtige Rolle. Fest gewebte Stoffe sind für UV-Strahlen weniger durchlässig und sollten die empfindlichsten Körperteile bedecken. Langärmlige Kleidungsstücke sowie ein Sonnenhut sollten nicht fehlen.

Tritt trotz aller Vorsichtsmaßnahmen doch eine Sonnenallergie auf, sollten die Symptome so gut es geht gelindert werden. Der erste Schritt ist immer, sich aus der Sonne zurückzuziehen. Kalte Umschläge helfen, die Haut zu kühlen und den Juckreiz zu mildern. Dabei können auch Antihistaminika unterstützen. Bei starken Hautausschlägen verschreibt der Arzt gegebenenfalls kortisonhaltige Salben oder Cremes, die entzündungshemmend wirken. Diese sind jedoch meist nicht für Kinder unter sechs Jahren geeignet.

Ist eine Sonnenallergie heilbar?

Gegebenenfalls kann auch der Arzt dabei helfen, das Auftreten einer Sonnenallergie zu vermeiden. Dazu kann eine sogenannte Phototherapie angewandt werden. Bei dieser wird die Haut vorbeugend mit niedrig dosierter UV-Strahlung behandelt. Die Strahlungsintensität wird im Verlauf der Therapie langsam erhöht, so dass sich die Haut an die Sonnenstrahlung gewöhnen kann. Eine solche Therapie bietet sich vor allem auch vor längeren Reisen in sonnige Gebiete an.
Beachte: Eine solche Phototherapie sollte nicht auf eigene Faust im Solarium durchgeführt werden, da so die Auswirkungen nicht kontrollierbar sind.

Weitere ausführliche Informationen zur Sonnenallergie findest Du auf „The Weather Channel“.

Sonnenallergie: Die besten Tipps gegen den roten Ausschlag

Sonnenstrahlen wirken sich positiv auf das Wohlbefinden aus, heben die Stimmung und fördern die Vitamin-D-Bildung in der Haut. Doch zu viel Sonne kann auch ungewollte Hautveränderungen hervorrufen. Wie die Symptome bei einer Sonnenallergie ausfallen und wie diese gelindert werden können – GALA hat die wichtigsten Informationen.

Sonnenstrahlen können bei einigen Menschen Hautreaktionen wie beispielsweise Rötungen und Schwellungen hervorrufen. Diese werden von den Betroffenen häufig selbst als Sonnenallergie diagnostiziert. Auch wenn der Volksmund von einer Sonnenallergie spricht, weisen Mediziner darauf hin, dass es streng genommen gar keine Sonnenallergie gibt. Die Sonne allein ist nämlich kein Allergieauslöser. Vielmehr sind Kosmetika und Medikamente in Kombination mit UV-Strahlung für die Hautreaktionen verantwortlich. Diese Hautreaktionen, die oftmals unter dem Begriff Sonnenallergie zusammengefasst werden, gehören verschiedenen Krankheitsbildern an.

Die häufigsten Formen der Sonnenallergie sind:

  • Polymorphe Lichtdermatose (PLD)
  • Mallorca-Akne
  • Phototoxische Reaktion

Die polymorphe Lichtdermatose ist die am häufigsten auftretende Hautkrankheit, die durch Sonnenstrahlen hervorgerufen wird. Schätzungen zufolge, sind in Deutschland etwa zehn bis 20 Prozent von dieser Form der Sonnenallergie betroffen. Die Mallorca-Akne entwickelt sich vorrangig bei Personen, die zu Akne, unreiner oder fettiger Haut neigen. Insbesondere junge Menschen und Frauen im Alter zwischen 20 und 40 Jahren leiden unter dieser Hauterkrankung. Eine phototoxische Reaktion ähnelt einem Sonnenbrand. Voraussetzung für die Entzündung ist neben dem Lichteinfluss ein lichtempfindlich machender Stoff (ein sogenannter Photosensibilisator), wie beispielsweise Medikamente, Farb-, Duft- und Pflanzenstoffe.

Wie macht sich eine Sonnenallergie bemerkbar?

Eine Sonnenallergie macht sich bemerkbar, wenn die Haut einer ungewohnt hohen und intensiven Dosis Sonnenlicht ausgesetzt war. Im Frühjahr, Sommer und im Badeurlaub am Strand ist sie daher besonders häufig.

Zu den typischen Sonnenallergie-Symptomen gehören:

  • Juckreiz
  • Rötungen in Fleckenform
  • Bläschen-, Knötchen- oder Blasenbildung
  • Schwellungen
  • Hautbrennen
  • Schmerzen

Sonnenallergie im Gesicht

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Die Symptome zeigen sich örtlich begrenzt, was bedeutet, dass sie ausschließlich an den der Sonne ausgesetzten Körperpartien wie Armen, Beinen, Händen, Hals, Dekolleté, Schultern und Gesicht zu sehen sind. Oftmals treten die Beschwerden verzögert auf, sie setzen also häufig erst wenige Stunden, manchmal sogar Tage, nach dem Sonnenbaden ein. Betroffene bringen die Hautreaktionen daher häufig gar nicht mit der Sonneneinstrahlung in Verbindung. Ein Arzt schafft hier Klarheit.

Was kann man gegen eine Sonnenallergie machen?

Erste Hilfe bei Sonnenallergie

Als Sofortmaßnahmen können Sie bei auftretenden Symptomen Folgendes tun:

  • Direktes Sonnenlicht vermeiden
  • Quarkauflagen verwenden: Geben Sie dazu den Quark großzügig in ein frisches Küchentuch, falten es und legen sie es auf die betroffenen Stellen. Der Quark kühlt die Haut und lindert Entzündungen und Juckreiz. Tipp: Auch Joghurt und Buttermilch eignen sich zur Selbstbehandlung.
  • Aloe Vera auftragen: Das Gel der Heilpflanze kann direkt auf die Haut aufgetragen werden. Es beruhigt sie und lindert den Juckreiz.
  • Zu Salben, Lotionen und Gels mit Hydrokortison greifen

Aloe Vera kann die Beschwerden einer Sonnenallergie lindern

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Hausmittel gegen Sonnenallergie

In leichten Fällen lassen sich die Symptome einer Sonnenallergie mit sanften Mitteln behandeln. Bevor Sie zu Medikamenten greifen, können Sie also zunächst versuchen, den Hautausschlag mit Hausmitteln zu lindern.

Diese Hausmittel gegen Sonnenallergie haben sich bewährt:

  • Heilerde, Anwendung: Heilerde mit Wasser zu einer streichfesten Paste mischen und auf die Haut auftragen.
  • Apfelessig, Anwendung: Betroffene Stellen mit einer Lösung aus zwei Teelöffeln Apfelessig und ¼ Liter abgekochtem Wasser einreiben.
  • Backpulver, Anwendung: In die Badewanne eine Tasse Backpulver geben.
  • Gurken, Anwendung: Eine Gurke pürieren und den Brei direkt auf den Ausschlag geben.
  • Kartoffeln, Anwendung: Eine rohe Kartoffel zerkleinern und auf die Haut legen.
  • Haferflocken, Anwendung: Eine Handvoll Haferflocken mit Eiswasser mischen und die Haut damit bedecken.

Welche Antihistaminika bei Sonnenallergie?

Behandlung von Allergien

So helfen Antihistaminika

28.03.2019

In schweren Fällen ist eine medikamentöse Therapie der Sonnenallergie nötig. Dabei kommen Antihistaminika in Salben- oder Tablettenform zum Einsatz. Der Wirkstoff Cetirizin, der bei Allergien angewendet wird, lindert auch hier Rötungen, Schwellungen und den Juckreiz.

Warum habe ich eine Sonnenallergie?

Die Ursachen der Sonnenallergie sind nicht vollständig geklärt. Forscher gehen jedoch davon aus, dass Prozesse in der Haut bei einer Sonnenallergie anders als regulär ablaufen. Die allergieähnlichen Symptome werden durch intensive UV-A- und/oder UV-B-Strahlung nach einer unzureichenden Vorbereitung der Haut ausgelöst. Wissenschaftler vermuten, dass diese Überempfindlichkeit auf UV-Licht genetisch bedingt ist und mit einer Autoimmunerkrankung verglichen werden kann, bei der das Immunsystem gegen bestimmte körpereigene Substanzen vorgeht. Die Sonnenstrahlen sorgen für eine überschießende Reaktion des Immunsystem, bei der Histamin freigesetzt wird. Infolgedessen machen sich Allergie-ähnliche Symptome wie Rötungen und Schwellungen bemerkbar.

Sonnenallergie vorbeugen – ist das möglich?

Eine Sonnenallergie ist nicht heilbar, aber es gibt verschiedene Maßnahmen, um den Hautveränderungen vorzubeugen.

Sich vor der Sonne schützen

Bedecken Sie Ihre Haut so gut es geht mit Bekleidung. Cremen Sie die frei gelegten Hautstellen mit ausreichend Sonnencreme ein. Und gewöhnen Sie die Haut langsam an die Sonneneinstrahlung. Fangen Sie am besten im Frühjahr damit an.

Hautpflege im Sommer

Der richtige Sonnenschutz für jeden Hauttyp

Das Melanin in unserer Haut reguliert, wie viel UV-Strahlung wir ohne weiteren Schutz vor der Sonne vertragen. Davon hängt dieStärke des Sonnenschutzes ab, den wir benutzen sollten. ©Gala

Tabletten gegen Sonnenallergie

Vorbeugend können Tabletten mit den Inhaltsstoffen Folsäure, Vitamin B3 und Zink helfen. Auch Medikamente, die Betacarotin und Calcium enthalten, können einer Sonnenallergie vorbeugen. Es ist sinnvoll, die Tabletten bereits einige Wochen vor dem Strandurlaub einzunehmen.

Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen, weshalb wir Ihnen dringend ans Herz legen, einen Spezialisten aufzusuchen. Gute Besserung wünscht Ihr GALA.de-Team.

Behandlung: Sonnenallergie – was tun?

Wenn Symptome einer Sonnenallergie auftreten, sollte man sich von Sonnenlicht möglichst fernhalten. Ist das nicht möglich, sollte man die Haut mit Kleidung bedecken (lange Hosen, lange Ärmel, Hut) und Sonnencreme mit einem ausreichend hohen Lichtschutzfaktor (LSF) verwenden. Bei photoallergischen sowie phototoxischen Reaktionen ist es zudem nötig, die auslösende Substanz zu meiden.

Die Symptome einer Sonnenallergie lassen sich mit Milchprodukten (z. B. eine Quarkpackung) und – in schweren Fällen – mit Medikamenten lindern:

Sonnenallergie-Behandlung mit Milchprodukten: Hat die Haut übermäßig viel Sonne abbekommen und reagiert mit einer Sonnenallergie, sollten Sie sie kühlen und mit Feuchtigkeit versorgen. Kühlende Umschläge mit Buttermilch, Quark oder Joghurt aus dem Kühlschrank tun genau das. Durch die Kühle ziehen sich die Gefäße zusammen und eventuelle Schwellungen klingen ab. Die Feuchtigkeit hilft der geschädigten Haut, sich zu erholen.

Medikamentöse Therapie bei Sonnenallergie: Medikamente kommen in schweren Fällen von Sonnenallergie zum Einsatz. Sogenannte Antihistaminika in Salben- oder Tablettenform können den Juckreiz mildern, etwa bei Mallorca-Akne oder Lichturtikaria. Manchmal verschreibt der Arzt auch kortisonhaltige Präparate, um die Entzündungsreaktionen der Haut zu unterbinden. Das kann etwa bei einer photoallergischen Reaktion notwendig sein.

Wenn bei einer Lichturtikaria allgemeine Symptome wie Übelkeit und Blutdruckabfall auftreten, sollte man sofort einen Arzt verständigen!

Sonnenallergie: Vorbeugende Behandlung

Sonnenallergie-Patienten können einiges tun, damit es gar nicht erst zu Juckreiz, Bläschenbildung & Co. kommt:

Ausreichend Sonnencreme verwenden:

Das Wichtigste ist, dass Sie immer auf ausreichenden Sonnenschutz achten. Das gilt natürlich auch, wenn sie keine Sonnenallergie haben! UV-Strahlen erhöhen nämlich das Hautkrebsrisiko. Verwenden Sie ein gute Sonnencreme, die mindestens den Lichtschutzfaktor (LSF) 30 bietet. Außerdem sollte sie möglichst frei von Konservierungs- und Farbstoffen sein.

Tragen Sie die Sonnencreme etwa 45 Minuten, bevor Sie in die Sonne gehen, auf. Dann hat sie genug Zeit, einzuwirken. Wie lange der Schutz anhält, lässt sich anhand folgender Formel abschätzen: Eigenschutzfaktor (je nach Hauttyp ca. 5-45 Minuten) x Lichtschutzfaktor = geschützte Minuten in der Sonne

Bei Lichtschutzfaktor (LSF) 30 und dem hierzulande häufigen hellen Hauttyp würde dies bedeuten: 10 Min. x 30 = 300 Minuten. Sicherheitshalber sollte man allerdings nur 60 Prozent dieser berechneten Zeitspanne tatsächlich in der Sonne verbringen. Übrigens: Wer stark schwitzt oder zwischendurch schwimmen geht, sollte nachcremen.

Bei Anzeichen einer Mallorca-Akne sollte man nur fettfreie Sonnenschutzprodukte (etwa spezielle Gels) sowie Hautpflegeprodukte verwenden.

Kleidung tragen:

Kleidung schützt ebenfalls vor Sonnenstrahlen, besonders wenn sie aus einem wenig lichtdurchlässigen Material besteht. So können etwa Hüte, Tücher und Blusen auch am Strand UV-Strahlen teilweise von der Haut abhalten.

Drinnen bleiben:

Mittags ist die Einstrahlung am intensivsten, weshalb Sie sich dann lieber in Räumen aufhalten sollten. Fensterscheiben halten in der Regel einen Großteil der schädlichen Strahlen ab. Sonnenallergie-Patienten sollten eventuell noch Schutzfolien anbringen.

Phototherapie:

Bei sehr starker Sonnenallergie (etwa bei schwerer Polymorpher Lichtdermatose) kann eine Phototherapie sinnvoll sein. Hierbei wird im Frühjahr oder einige Zeit vor einer geplanten Urlaubsreise in den Süden die Haut bereits langsam an die Sonneneinstrahlung gewöhnt. Dazu wird sie in mehreren Sitzungen mit steigenden Dosen an UV-Licht bestrahlt. Eventuell wird vorher ein Wirkstoff aufgetragen, der die Haut lichtempfindlicher macht. Dann spricht man von Photochemotherapie oder PUVA (Psoralen-UV-A-Phototherapie).

Eine Phototherapie dürfen Sie nie eigenständig durchführen – bei Fehlern können großflächige Hautverbrennungen entstehen! Überlassen Sie die Durchführung einem Hautarzt.

Freie Radikale fangen:

Manche Experten sind der Ansicht, dass die häufigste Sonnenallergie (Polymorphe Lichtdermatose) durch freie Radikale, also reaktionsfreudige Sauerstoffverbindungen, entstehen kann (siehe „Ursachen“). Sie empfehlen daher die Einnahme von sogenannten Antioxidantien („Radikalfängern“), um den Beschwerden einer Sonnenallergie vorzubeugen. Es zählen dazu etwa Calcium, Omega-3-Fettsäuren, Folsäure, Vitamin E und Beta-Carotin. Die Wirksamkeit von Antioxidantien konnte zwar wissenschaftlich noch nicht eindeutig nachgewiesen werden. Dennoch: Viele Betroffene berichten von einer Besserung der Symptome. Besprechen Sie die Einnahme solcher Radikalfänger vorab mit Ihrem Arzt.

Raucher sollten kein Beta-Carotin einnehmen, da es das Lungenkrebs-Risiko – das durch das Niktoin sowieso schon erhöht ist – noch weiter steigern kann.

Sich helfen lassen:

Eine Sonnenallergie kann das Sozialleben beeinträchtigen. Manche Betroffenen leiden so sehr darunter, dass sie eine depressive Verstimmung entwickeln. Was Sie dann tun sollten, ist, Ihren Arzt um Rat zu fragen und sich gegebenenfalls professionelle psychotherapeutische Unterstützung zu holen.

Sonnenallergie – was tun?

Bei Sonnenallergie hilft zuerst mal nur: Raus aus der Sonne und die richtige Creme benutzen! © iStock.com/puhhha

Rund jeder fünfte Deutsche, darunter vor allem Frauen, verträgt Sonnenlicht schlecht. Statt Bronzetönung werden die Hautbereiche, auf die UV-Strahlen treffen, rotfleckig, es kommt zu Pusteln, die auch noch extrem jucken. Die Selbstdiagnose lautet dann meist: Sonnenallergie. Genau genommen handelt es sich jedoch nicht um eine Allergie, sondern um ein Sonnenekzem, medizinisch polymorphe Lichtdermatose (PLD) genannt. Die Anzeichen der „Sonnenallergie“ variieren stark und reichen von brennendem, juckendem Ausschlag bis zu Hautverdickungen und Bläschen.

Übersicht: Sonnenallergie

  • Welche Ursachen dahinterstecken
  • Behandlung der Sonnenallergie
  • Die besten Hausmittel bei Sonnenallergie
  • So können Sie vorbeugen
  • Die richtige Sonnencreme bei Sonnenallergie

Gesund sonnen

Sonnenallergie: Welche Ursachen dahinterstecken

Bis jetzt steht noch nicht exakt fest, welche Mechanismen eine PLD auslösen. Bislang gibt es dazu nur folgende Hypothesen:

  • Der Körper bildet unter dem Einfluss von UV-Licht eine Substanz, auf die das Immunsystem mit einer Entzündung reagiert. Um welchen Stoff es sich dabei handelt, ist aber noch unbekannt.

  • Bei jedem Menschen bildet der Körper beim Kontakt mit Sonnenlicht freie Radikale, also Oxidantien, die Zellen angreifen und zu Reaktionen wie der Sonnenallergie führen. Normalerweise treten sofort Antioxidantien auf den Plan. Sie weisen freie Radikale in ihre Schranken und die Hautreaktion bleibt aus. Warum das bei einigen Menschen nicht passiert und sie eine Sonnenallergie entwickeln, kann die Wissenschaft noch nicht erklären.

Sonnenallergie, was tun?

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Phototoxische Reaktion oder Nesselsucht durch Sonne

Daneben gibt es noch weitere Hauterkrankungen, die durch Sonne entstehen und allgemein oft einfach als Sonnenallergie bezeichnet werden. Das sind:

  • Phototoxische Reaktion (Phototoxizität). Ursache ist die chemische Reaktion der UV-Strahlen auf und in der Haut mit einem anderen Stoff – etwa in der Sonnencreme. Dann bezeichnet man die Erscheinung als Mallorca-Akne. Aber auch Bestandteile einer Hautcreme oder eines Medikaments (bestimmte Entwässerungsmittel, Antibiotika oder Herz-Kreislaufmedikamente), das der Betroffene eingenommen hat sowie Pflanzenstoffe in Gräsern kommen als Auslöser infrage. So kann beim Liegen auf einer Wiese unter dem Einfluss von Sonnenlicht diese Hautreaktion auftreten.

  • Lichturtikaria (Urticaria solaris). Dabei schwillt die Haut unter dem Einfluss von UV-Licht an. Es bildet sich Urtikaria, also Nesselsucht, mit stark juckenden, großen Quaddeln, die sich über den gesamten Körper ausbreiten. Im schlimmsten Fall droht ein anaphylaktischer Schock. Allerdings ist die Lichturtikaria relativ selten.

Behandlung einer Sonnenallergie

Doch was ist bei einer Sonnenallergie zu tun? Bei den ersten Anzeichen einer polymorphen Lichtdermatose sind diese Tipps sinnvoll:

  • Gehen Sie sofort in den Schatten oder in einen Raum. Vermeiden Sie auf jeden Fall, dass Ihre Haut weiterhin UV-Strahlung ausgesetzt ist.

  • Kühlende Salben, Lotionen und Gels mit Antihistaminika und Hydrokortison lindern den Juckreiz und helfen der Haut dabei, sich wieder zu erholen. All diese Produkte zur Behandlung einer Sonnenallergie gibt es rezeptfrei in der Apotheke.

  • Bei schwereren Fällen verschreibt der Arzt orale Antihistaminika (also Medikamente zum Einnehmen) sowie höher dosierte Kortisonpräparate.

Bis die Sonnenallergie abgeklungen ist, sollten Sie auf jeden Fall strikt die Sonne meiden.

Die besten Hausmittel gegen Sonnenallergie

Daneben gibt es eine ganze Reihe von wohlgemeinten Ratschlägen, die bei Sonnenallergie helfen sollen. Allerdings sind nicht alle davon empfehlenswert, manche können die Hauterkrankung sogar noch verschlimmern. Die bekanntesten Hausmittel bei Sonnenallergie und was Sie davon halten sollten:

  • Kalte Umschläge: Kühlung ist sinnvoll. Achten Sie jedoch darauf, ein sauberes Tuch zu verwenden. Sonst können sich die Pusteln entzünden.

  • Quarkumschläge tun bei Sonnenallergie gut. Das Milchprodukt wirkt gegen Entzündungen, kühlt und beruhigt, Juckreiz wird gelindert.

  • Aloe vera beruhigt gereizte Haut. Benutzen Sie jedoch unbedingt ein Aloe-vera-Produkt, das nicht parfümiert ist. Duftstoffe können die gereizte Haut zusätzlich irritieren.

  • Olivenöl als Hausmittel gegen Verbrennungen, Sonnenbrand und Sonnenallergie einzusetzen, ist keine gute Wahl! Es kann den Schaden an der Haut noch vergrößern.

Die vier besten Lebensmittel für eine gesunde Bräune

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Wie Sie Sonnenallergie gezielt vorbeugen

Wer bereits weiß, dass seine Haut auf Sonne mit einer polymorphen Lichtdermatose reagieren kann, sollte vor allem im Frühling oder beim Urlaub im Süden in den ersten Tagen sehr vorsichtig sein. Die Haut sollte sich ganz langsam an die UV-Strahlen gewöhnen können. Weitere Vorbeugungsmaßnahmen:

  • Tragen Sie einen breitkrempigen Sonnenhut.

  • Versuchen Sie es mal mit UV-Schutzkleidung. Das sind Textilien, die durch ihre spezielle Webart oder eine Beschichtung wirksamen UV-Schutz bieten.

  • Denken Sie daran, dass UV-Strahlen bis zu einer bestimmten Grenze auch durch Fensterglas gelangen. Vergessen Sie also bei langen Autofahrten oder einem sonnigen Fensterplatz im Büro nie den UV-Schutz.

  • Auch im Schatten sollte man sich schützen: Durch das Blätterwerk und reflektiert von hellen Flächen sind UV-Strahlen vor allem mittags allgegenwärtig, wenn auch nicht in so hoher Intensität wie in der prallen Sonne.

  • Ob Nahrungsergänzungsmittel mit Vitamin E, Beta-Carotin und Kalzium einer Sonnenallergie vorbeugen, konnten Studien noch nicht zweifelsfrei nachweisen.

Die richtige Sonnencreme bei Sonnenallergie

Die wichtigste Vorbeugungsmaßnahme gegen Sonnenallergie ist jedoch ein geeignetes Sonnenschutzmittel. Eine Sonnecreme für Menschen, die zu einer Sonnenallergie neigen, sollte folgende Kriterien erfüllen:

  • Schutz vor UVA- und UVB-Strahlen
  • Hoher Lichtschutzfaktor von mindestens 30
  • keine Duftstoffe
  • keine Konservierungsstoffe

Mit der richtigen Sonnencreme und UV-Kleidung sind Sie also gut vor Sonnenallergie geschützt . Die einzige Schattenseite dieser Maßnahmen: Sie werden nicht mehr richtig braun. Lassen Sie sich dadurch nicht die Sommerstimmung verderben: Nur leicht gebräunte oder helle, makellose Haut ist auf jeden Fall wesentlich schöner als Haut, welche Symptome einer Sonnenallergie zeigt.

Außerdem entwickelt gebräunte Haut mehr Falten und wird schneller alt. Und nicht zuletzt ist Bräune, medizinisch auch als Lichtschwiele bezeichnet, ein Signal dafür, dass sich die Hautfunktion verändert hat und damit bereits das Risiko für Hautkrebs steigen kann.

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