Sonnenallergie BEI kindern was hilft

Inhalte

Sonnenallergie bei Kindern: 6 einfache Tipps

Wie äußert sich eine Sonnenallergie bei Kindern? Welche Tipps gegen den roten Ausschlag bei Babys und Kleinkindern helfen bzw. wie man ihm vorbeugen kann, erfährst du hier.

Der Begriff Sonnenallergie klingt zunächst einmal widersprüchlich. Schließlich ist Sonnenlicht in Maßen etwas Positives und wichtig für die Entwicklung deines Kindes. Tatsächlich handelt es sich bei den als Sonnenallergie bezeichneten Rötungen, Pickelchen und Co. aber nur selten um eine tatsächliche Allergie. Der Ausschlag hat viele verschiedene Ursachen, die sich jedoch alle gut behandeln lassen.

Wie äußert sich eine Sonnenallergie bei Kindern?

Im Sommer lieben es Kinder, so viel Zeit wie möglich an der frischen Luft zu verbringen. Gerade beim Strandurlaub, wenn die Haut über einen längeren Zeitraum dem direkten Sonnenlicht ausgesetzt ist, kommt es jedoch nicht selten zu einer unliebsamen Begleiterscheinung: der Sonnenallergie. Diese äußert sich durch Hautrötungen, Juckreiz, manchmal auch durch kleine Pickel, Knötchen oder Bläschen und tritt meist dann auf, wenn die Haut nach langer Zeit zum ersten Mal wieder direkten Sonnenstrahlen ausgesetzt wird. Das Krankheitsbild, was im Volksmund meist als Licht- oder Sonnenallergie bezeichnet wird, gibt es in der Medizin so nicht. Stattdessen fassen die Bezeichnungen mehrere Hautirritationen zusammen, die jedoch eins gemeinsam haben: Sie hängen mit der Einwirkung des Sonnenlichts, genauer gesagt mit der darin enthaltenen UV-Strahlung, zusammen.

7 Tipps, die einer Sonnenallergie vorbeugen

Artikel lesen

Polymorphe Lichtdermatose – die häufigste Form

In Europa verbirgt sich hinter dem als Sonnenallergie bezeichneten Hautausschlag meist die sogenannte Polymorphe Lichtdermatose, die auch als Sonnenekzem bezeichnet wird und von der etwa jeder zehnte Europäer mindestens einmal im Leben betroffen ist – vor allem tritt sie jedoch bei Kindern und Jugendlichen auf. Am häufigsten ist die Haut an den Unterarmen betroffen, da diese dem Sonnenlicht meist besonders stark ausgesetzt wird.

Die Ursachen der polymorphen Lichtdermatose konnten bis heute nicht eindeutig geklärt werden. Viele Wissenschaftler gehen jedoch davon aus, dass eigentlich harmlose Stoffe im menschlichen Körper auf das Sonnenlicht reagieren, sich daraufhin umwandeln und das Immunsystem des Körpers aktivieren, das Abwehrzellen zur Bekämpfung der ungewohnten Substanz aussendet. Ähnlich wie bei einer tatsächlichen Allergie stellen sich daraufhin die für eine Sonnenallergie typischen Symptome ein. Beweise für diese Annahmen liegen allerdings noch nicht vor.

Eines steht jedenfalls fest: Um eine Allergie – im ursprünglichen Sinne – handelt es sich bei der sogenannten Sonnenallergie nicht. Denn obwohl die Hautirritationen durchaus mehrmals in Folge bei der gleichen Person auftreten können, zeigen sie sich keinesfalls bei jedem Kontakt mit Sonnenlicht und können durchaus auch nur einmalig erscheinen.

Was hilft gegen Sonnenallergie bei Kindern wirklich und welche Maßnahmen wirken vorbeugend?

Was hilft gegen Sonnenallergie bei Kindern?

Sollte dein Kind nach einem längeren Aufenthalt in der Sommersonne juckende Rötungen oder Bläschen bekommen haben, die anders als beim Sonnenbrand oft nur kleine abgegrenzte Regionen der Haut betreffen, kannst du davon ausgehen, dass es unter einer Sonnenallergie leidet. Kein Grund zur Beunruhigung, die Sonnenallergie ist eher lästig als gefährlich – dennoch solltest du einige Tipps befolgen, mit denen du einer Sonnenallergie bei Kindern auch gleichermaßen vorbeugen kannst:

Sorge für ausreichend Sonnenschutz um einer Sonnenallergie bei Kindern vorzubeugen.

#1 Sonnencreme satt

Eine gute Sonnencreme ist vor allem im Hinblick auf Sonnenbrand und das damit verbundene Hautkrebsrisiko wichtig, schützt aber auch vor einer Sonnenallergie. Gerade bei Kindern sollte der Lichtschutzfaktor allerdings mindestens 30 betragen und die Creme in regelmäßigen Abständen sorgfältig aufgetragen werden – besonders auf Körperstellen wie Hände, Gesicht und Nacken, die nicht durch Kleidung bedeckt werden können.

#2 Leichter Lagen-Look

Wenn dein Kind grundsätzlich sehr empfindlich auf Sonnenlicht reagiert, ist es sinnvoll, ihm an den ersten Sonnentagen lange Kleidung anzuziehen und die Haut erst nach und nach stundenweise der Sonne auszusetzen. Am besten wählst du dabei helle und luftige Kleidungsstücke, damit es deinem Kind nicht zu warm wird. Ist es einmal nicht möglich, dass sich dein bereits allergisch reagierendes Kind ausschließlich im Schatten aufhält, ist luftige, aber ebenso lange Bekleidung besonders angeraten, um die Symptome nicht zu verschlimmern. Außerdem sollten Kinder in der Sonne immer einen Hut oder ein Mützchen tragen. Die junge Haut ist besonders empfindlich gegen das Sonnenlicht.

Gewöhne dein Kind allmählich an die Sonne.

#3 Gewöhnung ans Sonnenlicht

Da eine Sonnenallergie meist auftritt, wenn die Haut nach einer langen Zeit zum ersten Mal wieder direkten Sonnenstrahlen ausgesetzt wird, ist eine langsame Gewöhnung ans Sonnenlicht zu empfehlen. Gerade zu Beginn des Sommers oder eines Urlaubs in wärmeren Regionen sollte dein Kind sich nicht gleich über mehrere Stunden in der Sonne aufhalten.

#4 Mehr Schatten als Sonne

Achte darauf, dass ihr regelmäßig Zeit im Schatten verbringt, beispielsweise eure Mahlzeiten an einem schattigen Plätzchen einnehmt. Ist dein Kind bereits von einer Sonnenallergie gezeichnet, sollte es so wenig wie möglich der Sonne ausgesetzt sein. So oder so solltet ihr gerade die aggressive Mittagssonne zwischen 11 und 15 Uhr meiden.

#5 Kühlung

Um die eigentlichen Symptome zu lindern, hilft es oft, die betroffenen Hautstellen sanft zu kühlen. Gegen eine Sonnenallergie bei Kindern können schon frische, in kaltes Wasser getränkte Handtücher helfen. Außerdem sollte es viel Wasser oder ungesüßten Tee trinken, nur nicht eiskalt. Dadurch heizt der Körper zusätzlich auf.

#6 Kalzium

Manche Ärzte empfehlen die Einnahme von Kalzium-Tabletten, um die Körperabwehr zu unterstützen und gegen eine Sonnenallergie bei Kindern vorzubeugen. Deren Wirkung ist allerdings nicht eindeutig nachgewiesen. Frage dazu am besten bei deinem Kinderarzt nach, ob du diese deinem Kind bedenkenlos geben kannst.

11 Hausmittel gegen Sonnenallergie

Artikel lesen

Hinweis: Sollte sich die Sonnenallergie bei deinem Kind durch einen sehr starken Hautausschlag und heftigen Juckreiz zeigen, suche auf jeden Fall einen Arzt auf, der andere Ursachen ausschließen und eine kortisonhaltige Creme verschreiben kann!

Nicht nur dein Kind ist sonnenempfindlich, sondern auch du? Oder kommt deine Haut stattdessen eher gut mit Sonne zurecht? Manchmal ist es gar nicht so einfach, sich selbst in dieser Hinsicht richtig einzuschätzen. Unser Quiz verrät dir daher, wie sehr du wirklich aufpassen musst.

Bräunungstyp: Wie empfindlich reagiert deine Haut auf Sonne?

Grundsätzlich ist eine Sonnenallergie bei Kindern kein Grund zur Beunruhigung, jedoch sollte dein Baby oder Kleinkind beim Auftreten des Ausschlags für einige Tage die Sonne meiden. Einen längeren Aufenthalt im subtropischen Raum und die mehrstündige Sonneneinstrahlung sind jedoch für Kleinkinder, die allergisch reagieren, nicht zu empfehlen. Nicht nur dein Kind, sondern auch du selbst reagierst allergisch auf die Sonne? Wir kennen schnell anzuwendende Hausmittel gegen eine Sonnenallergie. Sorgfältiger Sonnenschutz durch Cremes und Kleidung kann der Allergie erfolgreich vorbeugen.

Sonnenallergie vorbeugen und behandeln

Lichturtikaria: Nesselsucht durch Sonnenlicht

Quaddeln an Körperstellen, die nicht der Sonne ausgesetzt sind: Daran ist häufig eine Lichturtikaria schuld, also eine Nesselsucht, die durch Sonnenlicht verursacht wird. Die Entzündungsbotenstoffe werden bei dieser Sonderform der polymorphen Lichtderma­tose mit dem Blutserum transportiert. „Deshalb tritt der Ausschlag auch an Stellen auf, die nicht mit der Sonne in Kontakt kommen“, sagt Tesmann. Betroffene denken daher fälschlicherweise häufig an­ ­eine Allergie auf Waschmittel oder Duschgele.

Die Diagnose kann der Hautarzt mithilfe einer gezielten UV-Bestrahlung diagnostizieren. Patienten sollten die Sonne konsequent meiden und sich durch Kleidung und Sonnenschutzmittel mit hohem Lichtschutzfaktor schützen (50+). In schweren Fällen verschreibt der Arzt manchmal Kortisontabletten oder andere Medikamente, die das Immunsys­tem hemmen.

Hydroa Vacciniformia: pockenartiger Ausschlag

Dieser pockenartige Ausschlag im Gesicht tritt vor allem bei Kindern unter zehn Jahren auf: Hydroa vacciniformia kommt sehr selten vor und trifft überwiegend Mädchen. „Experten vermuten, dass es durch Sonnenlicht zu einer Reaktivierung des Epstein-Barr-Virus kommt, dem Auslöser des Pfeiffer’schen Drüsenfiebers“, sagt Tesmann. „Die Kinder müssen sich vorher irgendwann einmal mit dem Virus infiziert haben, die Krankheit muss aber nicht unbedingt ausgebrochen sein.“

Das Problem: Der Ausschlag schmerzt und juckt stark, folglich kratzen sich die Kinder. Das kann auf ­Dauer unschöne Narben hinterlassen. Im akuten Stadium helfen höher konzentrierte kortisonhaltige Salben oder Cremes. Manchmal sind aber auch Kortisontabletten nötig.

Bei der Mallorca-Akne ist es nicht das Sonnenlicht allein, das den unangenehmen Ausschlag verursacht. Ärzte gehen davon aus, dass die Kombination aus bestimmten öl- oder fetthaltigen Sonnenschutzmitteln und UV-A-Strahlung für die akneähnlichen Pickel verantwortlich sind. Apotheker Joachim Kresken empfiehlt Betroffenen daher, sich mit fettfreien Lichtschutzmitteln auf Gelbasis vor der Sonne zu schützen. Solche Lichtschutzmittel gibt es in der Apotheke. Lassen Sie sich beraten.

Hier entsteht unter Einfluss von UV-Licht eine Allergie auf einen Stoff, etwa auf bestimmte Arzneimittel. Die Haut wird an den Körperstellen, die der Sonne ausgesetzt waren, rot, es können Bläschen entstehen. Deshalb: vor dem Sonnenbaden den Beipackzettel lesen und die Sonne meiden. Auch das Solarium ist tabu.

Phototoxische Reaktionen

Um eine Allergie handelt es sich bei einer phototoxischen Reaktion nicht. „Das Immunsystem ist nicht beteiligt“, sagt Kresken. Stattdessen kommt es hier zwischen einem Stoff und dem Sonnenlicht zu einer direkten chemischen Reaktion im Körper. Die Folge: Die Haut wird anfälliger für einen Sonnenbrand, schon ein kurzes Sonnenbad kann zu starken Rötungen der Haut führen.

Solche Reaktionen werden ausgelöst durch äußerlichen Kontakt zu bestimmten Pflanzen oder zu Inhaltsstoffen von Kosmetika. Auch die Einnahme bestimmter Antibiotika oder harntreibender Mittel kann eine phototoxische Reaktion auslösen.

Sonnenallergie – Spaßverderber im Urlaub

Die Sonnenallergie gehört zu den häufigsten Hautreaktionen überhaupt. Etwa 20 Prozent aller Menschen in Mitteleuropa leiden darunter. Besonders betroffen sind Mädchen und junge Frauen, Personen mit hellem Hauttyp, die nicht an die Sonne gewöhnt sind, und kleine Kinder. Sie bekommen bei plötzlicher Sonneneinstrahlung rötlich-entzündliche Hautstellen und juckenden Hautausschlag, und zwar genau dort, wo die UV-Strahlung die Haut am stärksten trifft: im Gesicht, am Dekolleté, an den Armen oder den Oberschenkeln. Mediziner sprechen dann von einer polymorphen Lichtdermatose (PLD). Sonnenentwöhnte Haut reagiert meist noch empfindlicher, daher ist das Auftreten in den frühen Sommermonaten oder im Urlaub oft stärker und verbessert sich langsam mit der Gewöhnung an die Sonne.

Eine Sonnenallergie ist zwar unangenehm, aber im Normalfall nicht wirklich gefährlich. Sobald man UV-Strahlung meidet, verschwindet der juckende Ausschlag meist innerhalb weniger Tage. Schade nur, dass der Urlaub dann vielleicht schon wieder vorbei ist. Deshalb ist es sinnvoll, die Haut von Kindern und anderen sonnenempfindlichen Personen schon vorher auf die Sonneneinstrahlung vorzubereiten.

In diesem Artikel lesen Sie:

  • Wie kommt es zur Sonnenallergie?
  • Typische Symptome der Sonnenallergie: Rötung, Juckreiz, Pickel
  • Sonderformen der Lichtdermatose
  • Therapie: Was hilft gegen Sonnenallergie?
  • Starke Sonnenallergie bei Kindern – lieber zum Arzt
  • Die besten Hausmittel bei Sonnenallergie
  • Wie kann man Sonnenallergie vorbeugen?

Sonnenschutz für Baby und Kind

Wie kommt es zur Sonnenallergie?

Das Thema stellt Dermatologen noch vor viele Rätsel. Die genaue Ursache für Sonnenallergie, Mallorca-Akne und andere Lichtdermatosen ist noch nicht endgültig geklärt. Sicher ist aber, dass es sich nicht um eine Allergie „auf die Sonne“ im eigentlichen Sinn handelt, sondern vielmehr um eine durch verschiedene Faktoren begünstigte Überempfindlichkeit.

Normalerweise schützt sich unsere Haut durch den Hautfarbstoff Melanin vor zu viel UV-Strahlung und damit vor möglichen Hautschäden. Diese Pigmentierung sorgt dafür, dass wir braun werden. Sie ist auch der Grund dafür, dass dunkle Hauttypen mehr Sonne vertragen als helle. Kinder haben generell noch weniger Pigmente, genau wie Erwachsene mit blassem, zu Rötungen neigendem Teint. Deshalb gelingt es ihrer Haut nicht, sich ausreichend zu schützen und daher reagieren sie auf starke Sonneneinstrahlung mit teilweise heftigen Entzündungszeichen.

Typische Symptome der Sonnenallergie: Rötung, Juckreiz, Pickel

Unter Einwirkung von starker UV-Strahlung reagiert die Haut deutlich sichtbar mit Rötungen, Schwellungen, Pusteln oder Pickelchen. Häufig kommt ein starker Juckreiz an den betroffenen Stellen hinzu. Die Hautveränderungen treten meist einige Stunden bis wenige Tage nach der Sonnenexposition auf, meist an den Hautstellen, auf die die Sonne direkt scheint, und verschwinden im Normalfall auch ohne Behandlung nach ein paar Tagen Sonnenkarenz wieder.

Die häufigsten Symptome einer Sonnenallergie auf einen Blick:

  • fleckige Hautrötungen (Erytheme)
  • rötliche Schwellungen
  • Bläschen (Papeln), Knötchen oder Blasen
  • Juckreiz und Brennen der Haut

Man unterscheidet verschiedene Typen:

  • den papulösen Typ mit kleinen, flächig verteilten Knötchen
  • den Plaques-Typ mit größerfleckigen Hautrötungen, der besonders häufig bei Kindern auftritt und
  • den vesikulobullösen Typ mit nesselartigen Quaddeln.

Sofern die Sonnenallergie erneut auftritt, äußert sie sich meist mit den gleichen Symptomen und an denselben Hautstellen.

Sonderformen der Lichtdermatose

Neben der typischen Sonnenallergie gibt es noch verschiedene andere Formen von UV-Licht-bedingten Dermatosen. Die häufigste ist die Mallorca-Akne.

Mallorca-Akne – ausgelöst durch Fett und Sonne

Eine Mallorca-Akne entsteht, wenn das UV-Licht der Sonne mit fetthaltigen Substanzen reagiert. Sie kann durch fetthaltige Inhaltsstoffe in Pflegeprodukten oder in der Sonnencreme ebenso ausgelöst werden wie durch das körpereigene Hautfett, den Talg. Besonders betroffen sind junge Mädchen mit überschießender Fettproduktion während der Pubertät, der sogenannte seborrhoische Hauttyp mit zu Akne neigender Haut. Eine Mallorca-Akne äußert sich mit ähnlichen Symptomen wie eine Sonnenallergie, insbesondere mit akneartigen Knötchen im Dekolleté. Hilfreich ist, neben dem Meiden der Sonne, ein Verzicht auf fetthaltige Sonnencreme.

Häufig bei Kindern: Wiesengräserdermatitis

Eine phototoxische Hautreaktion auf Gräser, auch Wiesengräserdermatitis genannt, tritt vor allem bei Kindern nach dem Spielen im Garten oder auf Wiesen bei gleichzeitiger starker UV-Strahlung im Sommer auf. Dabei werden bestimmte Stoffe durch das Sonnenlicht chemisch verändert und können dann zu einer starken, sonnenbrandähnlichen Hautreaktion führen. In erster Linie sind bestimmte Pflanzen (Reisenbärenklau, Schierling, Petersilie, Sellerie) der Auslöser, manchmal auch Klee. Symptome sind juckende, nesselsuchtartige Brandblasen an den Kontaktstellen einige Stunden nach dem Spielen im Gras. Manchmal kann man auch Striemen erkennen, die die Gräser auf der Haut hinterlassen haben.

Medikamente als Auslöser einer Lichtdermatose

Eine phototoxische Lichtdermatose kann auch durch manche Medikamente in Verbindung mit Sonneneinstrahlung ausgelöst werden. In erster Linie sind hier bestimmte Antibiotika zu nennen, die dann vorübergehend zu einer Überempfindlichkeit gegenüber Sonnenlicht führen. Sobald die Behandlung mit dem Medikament beendet ist, verschwindet auch die Hautreaktion. Bis dahin sollte die Sonne gemieden werden.

Gefährlich, aber zum Glück sehr selten: Lichturtikaria

Bei einer Lichturtikaria reagieren Betroffene auf Sonnenlicht sofort mit sehr starken Hautreaktionen bis hin zum anaphylaktischen Schock. Die Lichturtikaria ist glücklicherweise extrem selten, gehört aber in jedem Fall in die Hände eines erfahrenen Dermatologen.

Therapie: Was hilft bei Sonnenallergie?

Eine typische Sonnenallergie kann man sowohl bei Erwachsenen wie auch bei Kindern gut selber behandeln. Im akuten Fall sind die folgenden Erste Hilfe-Maßnahmen empfehlenswert:

  • Raus aus der Sonne: Erste und wichtigste Maßnahme bei Sonnenallergie ist immer, Sonneneinstrahlung in den nächsten Tagen zu meiden und betroffene Hautstellen abzudecken.

  • Kühlen: Bewährte Sofortmaßnahme bei Sonnenallergie ist die Kühlung der betroffenen Hautstellen mit feuchten Baumwolltüchern oder auch einer kalten Dusche. Aber bitte keine Eis direkt auf die Haut geben, sonst drohen Gewebeschäden.

  • Juckreiz stillen: Juckreizstillende Cremes oder Gels, eventuell mit einem leichten Hydrocortison-Anteil, kühlen die Haut, wirken beruhigend und helfen gegen den Juckreiz. Man bekommt sie rezeptfrei in der Apotheke.

Starke Sonnenallergie bei Kindern – lieber zum Arzt

Sonnenallergie kann im akuten Stadium lediglich symptomatisch behandelt werden. Bei starken Beschwerden sollte man den Arzt aufsuchen, auch wenn kleine Kinder stark unter Sonnenallergie leiden. Häufig werden bei entsprechendem Befund kortisonhaltige Präparate verabreicht, die die entzündliche Haut meist schnell wieder beruhigen.

Die besten Hausmittel bei Sonnenallergie

  • Quarkauflagen oder Quarkwickel sind ein bewährtes Hausmittel bei Sonnenallergie und helfen auch gegen Sonnenbrand.

  • Aloe-vera-Gel kühlt und beruhigt die gestresste Haut.

  • Homöpathie bei Sonnenallergie: Es kommen die homoöpathischen Mittel Natrium chloratum, Rhus toxicodendron oder Staphisagria zur Anwendung.

  • Bei Mallorca-Akne sind Pulsatilla und Natrium chloratum das Mittel der Wahl.

Wie kann man Sonnenallergie vorbeugen?

Damit Sie und Ihre Lieben den Sommer und den Badeurlaub unbeschwert genießen können, sollten Sie bereits vorbeugend Maßnahmen ergreifen, um die Sonnenallergie zu verhindern oder zumindest abzumildern. Wichtig ist bei sonnenempfindlichen Personen und bei kleinen Kindern sowieso ein geeigneter Sonnenschutz.

Welche Sonnencreme bei Sonnenallergie?

Bei Sonnenallergie ist es sinnvoll, in hochwertige Sonnencremes mit hohem Lichtschutzfaktor und Breitbandfilter zu investieren, selbst wenn diese etwas teurer sind. Fettfreie Sonnencremes wie Lotions oder Gels helfen, Mallorca-Akne wie auch sonnenallergische Hautreaktionen zu vermeiden. Bei Kindern unter drei Jahren sollten Sie zusätzlich auf einen physikalischen Sonnenfilter achten, da ihre Leber chemische Stoffe, die über die Haut in den Körper gelangen, noch nicht abbauen kann. Am besten lassen Sie sich in einer Apotheke beraten.

Starke Sonneneinstrahlung meiden

Die effektivste Vorbeugung ist, starke direkte Sonneneinstrahlung weitgehend zu verhindern. Empfindliche Personen und Kinder sollten die Mittagssonne möglichst meiden. Die Haut kann durch leichte langärmelige Kleidung geschützt werden. Sonnenhut dabei nicht vergessen!

Haut langsam an die Sonne gewöhnen

Vor einem geplanten Urlaub oder generell im Frühjahr sollte man die Haut langsam und vorsichtig wieder an die Sonne gewöhnen. Am besten beginnt man mit kurzer Sonneneinstrahlung und entsprechendem Schutz in den Vormittags-und Abendstunden. Die Sonnenbäder kann man dann langsam ausdehnen.

Haut mit Schüssler Salzen vorbereiten

Eine Kur mit Schüssler Salzen kann die Haut schon ein paar Wochen vor einem geplanten Urlaub auf Sonneneinstrahlung vorbereiten. Nehmen Sie eine Kombination aus den folgenden Salzen ein, dreimal täglich drei Tabletten von jedem Salz:

  • Schüssler Salz Nr. 3 Ferrum phosphoricum stärkt das Immunsystem.
  • Schüssler Salz Nr. 6 Kalium sulfuricum repariert Hautschäden.
  • Schüssler Salz Nr. 8 Natrium chloratum reguliert den Flüssigkeitshaushalt.
  • Schüssler Salz Nr. 10 Natrium sulfuricum wirkt entzündungshemmend.

Beginnen Sie drei Wochen vor dem Urlaub und nehmen Sie die Salze auch währenddessen weiter.

Phototherapie kann bei extremen Fällen helfen

Bei wirklich extremer Lichtdermatose gibt es die Möglichkeit, in den sonnenarmen Monaten mit regelmäßiger, niedrig dosierter UVA-Bestrahlung dem Entwöhnungsprozess entgegengewirkt werden, der die Haut über den Winter wieder empfindlicher macht. Man bezeichnet diese Prophylaxe als „Psoralene mit UV-A“ oder kurz PUVA. Allerdings sollte so eine Lichtprophylaxe immer unter fachärztlicher Aufsicht und niemals eigenmächtig im Solarium durchgeführt werden, um Hautschäden durch UV-Strahlung zu vermeiden.

Häufig hilft abwarten

Bei vielen kleinen und großen Sonnenallergie-Patienten ist die Zeit der beste Helfer. Im Laufe der Jahre wird die Haut immer unempfindlicher und reagiert nicht mehr so stark auf die Sonne. Bei den meisten Betroffenen verschwinden sowohl Sonnenallergie wie auch Mallorca-Akne irgendwann ganz von alleine.

Sonnenstich: Was tun?

Mehr Ratgeber

Stand: 09.07.2018 10:11 Uhr – Visite | Archiv Bild vergrößern Wichtig ist der richtige Sonnenschutz: bei Sonnenallergie mindestens Lichtschutzfaktor 50, bei Mallorca-Akne ohne Fett und Emulgatoren.

Sonne satt – wie herrlich kann der Sommer sein! Wenn da nur nicht bei manchen Menschen plötzlich kleine, rote Pickelchen auf der Haut sprießen würden, die jucken, brennen und einem das Sonnenbaden verleiden. Manchmal beginnt der Ausschlag am Oberarm und wird dann von Jahr zu Jahr mehr – bis an die Beine hinunter und selbst auf den Fußrücken treten Pickelchen auf. Sonnenallergie? Oder doch nicht? Es gibt zwei verschiedene Arten von sonnenbedingten Hautreaktionen: die Sonnenallergie und die Mallorca-Akne.

Sonnenallergie: UVA-Strahlung als Auslöser

Beine, Arme und Dekolleté sind typische Körperregionen für eine Sonnenallergie. Diese wird durch UVA-Strahlung ausgelöst, wenn man ungeschützt in die Sonne geht, vor allem im Frühsommer. Bisher ist nicht klar, warum einige Menschen eine Sonnenallergie bekommen und andere nicht.

Wie schützt man sich bei Sonnenallergie?

Für Sonnenallergiker ist vor allem ein sehr hoher Lichtschutzfaktor wichtig. Tritt die Allergie auf, helfen kühlende, juckreizhemmende Cremes und Gele. Auch Antiallergie-Tabletten, sogenannte Antihistaminika, lindern den Juckreiz. Doch die Allergie verschwindet damit nicht. Darum gilt: raus aus der Sonne und viel kühlen, zum Beispiel mit feuchten Umschlägen. Um einer Sonnenallergie vorzubeugen, kann man die Haut mit künstlichem UVA-Licht abhärten. Damit muss man schon im Frühjahr beginnen – oder jeden Tag ein bisschen länger in die Sonne gehen, aber immer mit hohem Lichtschutzfaktor.

Mallorca-Akne: Reaktion auf Sonnencreme-Inhaltsstoffe

Im Gegensatz zu Sonnenallergikern, die sich nicht eingecremt haben und deren Ausschlag durch das UV-Licht der Sonne entsteht, haben sich Betroffene von Mallorca-Akne meist gut eingecremt. Bei ihnen ist gerade die Sonnencreme für den Ausschlag verantwortlich. Denn die Mallorca-Akne wird durch Fette und Emulgatoren in Sonnenschutzmitteln ausgelöst. In Kombination mit UV-Licht bilden diese Substanzen bestimmte Reizstoffe in den Talgdrüsen, die eine Entzündung verursachen – und das vor allem in Körperregionen mit vielen Talgdrüsen: im Gesicht, an Dekolleté und Oberkörper.

Was tun bei Mallorca-Akne?

Tritt die Mallorca-Akne auf, hilft nur noch, die Haut komplett abzudecken und sich im Schatten aufzuhalten. Um der Mallorca-Akne vorzubeugen, sollte man zu Produkten greifen, die keine Fette oder Emulgatoren enthalten. Das gilt für Sonnenschutzmittel ebenso wie für andere Körperpflege-Produkte, wie zum Beispiel After-Sun-Präparate. Ob mit oder ohne Duftstoffe ist Geschmackssache – für empfindliche Haut sind parfümfreie Produkte aber besser.

Erste Hilfe bei juckenden Pickelchen

Wenn Pickelchen da sind, können Quark oder Aloe-Vera-Cremes kühlen und die Entzündung hemmen. Zum Austrocknen der Sonnenpickel eignet sich Essigwasser. Zinksalbe gehört ins Urlaubsgepäck als erste Hilfe: Sie wirkt antientzündlich und juckreizhemmend.

Sonnenschutz ist wichtig

Das A und O ist und bleibt aber der richtige Sonnenschutz: bei Sonnenallergie mindestens Lichtschutzfaktor 50, bei Mallorca-Akne ohne Fett und Emulgatoren.

Weitere Informationen

Sonnenschutz: Worauf es wirklich ankommt

Jeder Aufenthalt in der Sonne füllt unser begrenztes „Sonnenkonto“. Ist es voll, steigt die Hautkrebs-Gefahr. Sonnencreme schützt uns – wenn sie richtig genutzt wird. mehr

„Sonnenstrahlen dringen auch durch Wolken“

Ein Sonnenbad kann man durch Nachcremen nicht verlängern. Warum? Dr. Dominik Göddertz, Laborleiter Sonnenschutzprodukte bei Beiersdorf im Interview. mehr

So schützen Sie sich vor Hautkrebs

Sonnenlicht tut uns zwar gut, hat aber auch eine schädliche Wirkung und kann Hautkrebs verursachen. Wie schützt man sich effektiv davor? Tipps von Hautärztin Melanie Hartmann. mehr

Günstige und teure Sonnencreme im Test

Sonnencreme soll die Haut zuverlässig schützen. Markt vergleicht günstige und teure Produkte aus der Apotheke, Drogerie, Parfümerie und vom Discounter. mehr

Welche Sonnenbrille schützt richtig?

Eine Sonnenbrille soll die Augen vor gefährlichen UV-A- und UV-B-Strahlen schützen. Welche Modelle bieten ausreichend Schutz? Und worauf kommt es bei Form und Farbe an? mehr

Interviewpartner im Beitrag:
Dr. Wiebke Petzoldt
Dermatologie und Ästhetik
Gerhofstraße 29/Ecke Gänsemarkt, 20354 Hamburg
Tel. (040) 34 99-37 67
Internet: www.hautarzt-gaensemarkt.de
Dr. Julia Märker-Strömer, Dermatologin
Hautarztpraxis im Krohnstiegcenter
Krohnstieg 41-43, 22415 Hamburg
Tel. (040) 411 25 566-0, Fax (040) 411 25 566-10
Internet: www.hautarztpraxis-langenhorn.de
Infos zur Sonnenallergie:
Deutscher Allergie- und Asthmabund e.V.
An der Eickesmühle 15-19, 41238 Mönchengladbach
Internet: www.daab.de

Dieser Artikel wurde ausgedruckt unter der Adresse: https://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/Was-hilft-bei-Mallorca-Akne-und-Sonnenallergie,sonnenpickel100.html

Mallorca-Akne: Sommer, Sonne, Juck­reiz

Grund dafür ist möglicherweise die Reaktion von Fettanteilen und Emulgatoren aus der Sonnenschutzcreme mit der UV-A-Strahlung der Sonne. Meist sind junge Menschen und insbesondere Frauen im Alter zwischen 20 und 40 Jahren von der Mallorca-Akne betroffen. Sie äußert sich durch stecknadelgroße Hautflecken und Knötchen, die stark jucken. Manchmal weisen die Flecken auch einen schmalen rötlichen Randsaum auf. Betroffen sind vor allem Körperstellen, die der Sonne ausgesetzt waren, wie Dekolleté, Brust und Schultern. Am Bauch und an den Unterschenkeln kommt die Mallorca-Akne nur selten vor.

Auch wenn die Hauterscheinungen sich ähneln – die Mallorca-Akne ist keine Akne im streng medizinischen Sinne, da sie keine eitrigen Knötchen oder die für Akne typischen Mitesser bildet. Vermutlich kommen diese Hautreaktionen zustande, weil Haarfollikel verstopfen und sich entzünden. Als Ursache dafür wird das Zusammenwirken von UV-Strahlung und Bestandteilen von fetthaltigen Sonnenschutzmitteln vermutet.

Fensterglas: Kein Schutz vor Mallorca-Akne

In drei Viertel der Fälle wird die Mallorca-Akne durch UV-A-Licht ausgelöst. Da Fensterscheiben beziehungsweise Glas nur die UV-B-, nicht aber die UV-A-Strahlung herausfiltern, sind Sie in verglasten Räumen oder etwa beim Autofahren nicht vor dieser Hautreaktion geschützt.

Erste Hilfe bei Mallorca-Akne

Die Mallorca-Akne kann zum Teil heftige Hautreaktionen hervorrufen und extrem jucken. In den meisten Fällen klingen die Beschwerden jedoch nach einiger Zeit von selbst wieder ab. Ein Besuch beim Hautarzt ist dennoch sinnvoll, um andere Hauterkrankungen, wie zum Beispiel die photoallergische Dermatitis oder die Acne venenata (Hautreaktion durch übermäßigen Gebrauch von Kosmetika) auszuschließen.

Gegen den Juckreiz hilft es meist, die betroffenen Hautpartien zu kühlen, zum Beispiel mit einem Coolpack oder einem entsprechenden Gel. Fetthaltige Cremes und Lotionen sollten unbedingt vermieden werden. Auch Kratzen schadet nur, denn es verstärkt den Juckreiz und kann die Haut nachhaltig verletzen. Bei Bedarf wird der Hautarzt eine milde Akne-Therapie, seltener auch eine kortisonhaltige Creme oder Lotion empfehlen. In schweren Fällen kann die Einnahme von Antihistaminika, also einem antiallergischen Mittel, sinnvoll sein.

Bis die Pusteln wieder abgeheilt sind, sollten Sie die direkte Sonneneinstrahlung unbedingt meiden.

Erste Hilfe – Hausmittel gegen die juckenden Pusteln

Zimmerwarmen Magerquark knapp einen Zentimeter dick auf ein Küchentuch streichen und dieses eingeschlagen. Als Quarkwickel für etwa 20 bis 30 Minuten auf die betroffenen Stellen legen. Auch ein Aloe-Vera- oder Hamamelis-Gel sowie eine Zinksalbe können den quälenden Juckreiz lindern.

Mallorca-Akne vorbeugen

  • Wählen Sie Sonnenschutzmittel ohne Fett und Emulgatoren. Auch Duftstoffe können bei empfindlicher Haut problematisch sein.
  • Probieren Sie vor Ihrem Urlaub aus, wie gut Sie die gewählten Produkte vertragen.
  • Fett und Emulgatoren sind oft auch in normalen Pflegeprodukten enthalten. Vielen Betroffenen hilft es daher, für die Urlaubs- oder Sommerzeit generell auf fett- und emulgatorenfreie Produkte umzustellen.
  • Je länger Ihre Haut keine Sonne gesehen hat, umso stärker fallen die Reaktionen aus. Beginnen Sie daher mit kurzen Sonnenbädern, vorzugsweise am Vor- oder Nachmittag.
  • Meiden Sie die pralle Mittagssonne – um diese Zeit sind ein Schattenplatz sowie ein guter Sonnenschutz durch Kleidung und Sonnenhut der beste Schutz für Ihre Haut.

Warum bekommen manche Menschen Mallorca-Akne?

Typischerweise tritt sie auf, nachdem man schon ein paar Tage am Sommerurlaubsort verbracht hat. Wie aus dem Nichts finden Betroffene an verschiedenen Stellen des Körpers entzündliche Pickel, die jucken und einen Aufenthalt in der Sonne unmöglich machen. Was macht man dann? Diese und weitere Fragen beantwortete uns ein Experte.

In puncto Sonnenschutz meinen es viele Menschen ZU gut. Die Reaktion auf zu reichhaltige Sonnencremes kann eine Mallorca-Akne sein.
Foto: Getty Images

Was ist eine Mallorca-Akne?

„Keine Sonnenallergie“, erklärt der Münchener Dermatologe Dr. med. Timm Golüke im Gespräch mit FITBOOK. Sowohl Sonnenallergien und Mallorca-Akne sind Reaktionen auf die Sonne, haben aber dennoch unterschiedliche Auslöser und werden laut der Erfahrung des Hautarztes oft miteinander verwechselt. „Eine Sonnenallergie bekommen manche Menschen, wenn sie der ersten Sonne des Jahres ohne ausreichenden Lichtschutz ausgesetzt waren. Eine Mallorca-Akne hingegen, manchmal auch Sommerakne genannt, ist eine Reaktion AUF den benutzten Lichtschutz.“

ANZEIGE

SUN DROPS 40ml


✔️ Lichtschutzfaktor 50+
✔️ Feuchtigkeitsspendend
✔️ 4 Stunden wasserresistent

Wie Dr. Golüke erklärt, rührt eine Mallorca-Akne aus einer Kombination aus Lipiden und Schweiß. Sie träte meist an Stellen auf, an denen am menschlichen Körper mehr Talgdrüsen sitzen, also beispielsweise im Gesicht (und bei Frauen im Dekolleté) – vor allem dann, wenn zu fettreiche Sonnenschutzprodukte verwendet wurden. „Die Lipide aus der Creme verstopfen die Poren. Und durch das Schwitzen und die körpereigene Talgproduktion entstehen Pickel.“

Acne aestivalis, so der Fachbegriff der Mallorca-Akne, tritt meist im Gesicht, auf den Schultern und im Dekolleté auf
Foto: Getty Images

Was sollten Betroffene tun?

Wer eine Mallorca-Akne entdeckt, sollte sich umgehend aus der Sonne zurückziehen. Die Erkrankung könne einen fünf, sechs Tage lang beschäftigen, weiß der Experte, und müsse in manchen Fällen sogar mit einem Antibiotikum behandelt werden. Eine Verschreibung, sofern nötig, gibt es vom Hautarzt. „In den meisten Fällen gehen die Symptome bald zurück, wenn man im Schatten bleibt und das unverträgliche Produkt abgesetzt“, beruhigt Golüke.

Wie kann man einer Mallorca-Akne vorbeugen?

„Nicht zu fettreiche Produkte benutzen!“ Wie der Mediziner weiß, glauben viele, sie täten sich etwas Gutes, wenn Sie ihre Haut vor dem Sonnenbad mit einem reichhaltigen Produkt einreiben. Nicht bei jedem verursache das eine Mallorca-Akne, aber eben oft genug. „Viel sinnvoller wäre es, ein leichtes Fluid zu verwenden“, findet Golüke. Er räumt ein, dass solche leichte Texturen schneller verfliegen. Dies sieht er jedoch nicht als Nachteil, im Gegenteil. „Sie müssen öfter nachcremen und stellen dadurch sicher, nachhaltig vor UV-Strahlen geschätzt zu sein.“

Auch interessant: So schützen Sie sich richtig vor der Sonne

Männer bekommen Mallorca-Akne typischerweise im Gesicht. Zu fettreiche Cremes überpflegen ihre Haut, speziell in der Sommerhitze.
Foto: Getty Images

Folgen Sie FITBOOK auf Flipboard!

Wie sollten empfindliche Hauttypen cremen?

Auch Menschen mit trockener Haut, die scheinbar nach reichhaltigen Texturen dürstet, rät der Facharzt dringend zum Fluid. Auch auch nach der Dusche im Anschluss an das Sonnenbad sollten sie eher auf Feuchtigkeit setzen, nicht auf Fett. Und noch etwas: Nur, weil ein Produkt als „After-Sun“ bezeichnet wird, heiße das nicht, dass es auch immer zur Beruhigung sonnengestresster Haut geeignet ist. Mentholhaltiges etwa, das kühlend wirken soll, könne eine empfindliche Haut zusätzlich reizen. „Sensible Typen sollten sich in der Apotheke informieren, was für ihre Haut geeignet sein könnte“, empfiehlt Dr. Golüke.

Was hilft bei Sonnenallergie? Hausmittel und Calcium zur Vorbeugung

Eine Sonnenallergie zeigt sich bei starker Sonneneinstrahlung durch einen juckenden Hautausschlag. Ob Calcium wirklich ein Geheimrezept ist und welche Hausmittel gegen Sonnenallergie helfen, lesen Sie hier.

Was tun bei Sonnenallergie?

Die Koffer für den Sommerurlaub sind gepackt, doch die Sorge, dass eine Sonnenallergie wieder ausbrechen könnte, reist bei Menschen mit empfindlicher Haut mit. Zwar gibt es noch kein Mittel, dass die Sonnenallergie verhindert, aber es gibt einige nützliche Hausmittel, um die Symptome zu lindern und dem unangenehmen Ausschlag entgegenzuwirken.

Was ist eine Sonnenallergie?
Erscheinungen wie Juckreiz, Hautreizungen oder Bläschen nach dem Sonnenbad werden im Volksmund unter dem Begriff Sonnenallergie zusammengefasst. Tatsächlich stehen sie aber für eine Reihe ganz unterschiedlicher Erkrankungen. Besonders verbreitet ist die Polymorphe Lichtdermatose. Symptome zeigen sich vor allem dann, wenn Sie Ihre Haut nach längerer Sonnenabstinenz für ungewohnt lange Zeit der Sonne ausgesetzt haben.

Hausmittel gegen Sonnenallergie: Linderung von Rötungen und Juckreiz

Ist die Sonnenallergie bereits ausgebrochen, gibt es verschiedene Maßnahmen, mit denen Sie die Beschwerden lindern können. Bevor Sie aber zu kortisonhaltigen Medikamenten greifen, probieren Sie zunächst die folgenden Hausmittel aus:

  • Aloe Vera: Aloe Vera ist eines der besten Hausmittel bei Sonnenallergie. Es beruhigt die Haut und lindert den Juckreiz. Als Gel kann es direkt auf die betroffenen Hautstellen aufgetragen werden – am besten gekühlt. Alternativ können Sie die Haut auch mit mit dem Saft auf dem Blatt einer Aloe Vera-Pflanze einreiben.
  • Ringelblumensalbe: Ringelblumensalbe beschleunigt die Heilung der gereizten Haut.
  • Lavendelöl: Bei Sonnenallergie reduziert reines Lavendelöl aus der Apotheke den Juckreiz.
  • Quarkwickel: Haben Sie im Urlaub keine Apotheke in der Nähe, kann auch ein Quarkumschlag helfen. Dazu geben Sie den Quark großzügig in ein frisches Küchentuch, falten es und legen es auf die betroffenen Stellen. Der Quark kühlt und beruhigt die Haut und lindert Entzündungen und Juckreiz.
  • Vitamin E: Vitamin E lindert Entzündungen und kann daher bei Sonnenallergie helfen. Lebensmittel, in denen viel Vitamin E steckt, sind zum Beispiel Avocados, Nüsse und pflanzliche Öle.

Achtung: Olivenöl sollte bei Sonnenallergie und Sonnenbrand nicht zur äußerlichen Anwendung genutzt werden, da es die Beschwerden noch verschlimmern kann.

  • Heilerde: Heilerde tut sonnengeschädigter Haut gut. Mischen Sie die Heilerde mit kaltem Wasser zu einer streichfähigen Paste und tragen Sie diese auf die betroffenen Stellen auf. Lassen Sie die Packung einwirken, bis die Heilerde getrocknet ist und spülen Sie sie dann einfach mit Wasser wieder ab.
  • Apfelessig: Betroffene können die Haut mit einer Lösung aus 2 Teelöffeln Apfelessig und 1/4 Liter abgekochtem Wasser einreiben.
  • Backpulver: Nehmen Sie für 15 Minuten ein kaltes Bad und geben Sie zuvor eine Tasse Backpulver in die Badewanne. Der Juckreiz wird gelindert und die Heilung begünstigt.
  • Gurken: Auch die äußere Behandlung mit Gurke hat eine beruhigende Wirkung auf die Haut. Pürieren Sie dafür die Gurke und geben Sie den Brei auf die betroffenen Stellen.
  • Kartoffeln: Einen ähnlichen Effekt hat ein Brei aus geriebenen rohen Kartoffeln. Am besten stellen Sie diesen für einige Zeit in den Kühlschrank, bevor Sie ihn auf die Haut geben.
  • Haferflocken: Bei Sonnenallergie helfen soll ebenfalls eine Packung aus Haferflocken und eiskaltem Wasser.

Hinweis: Sollten die Hausmittel gegen Sonnenallergie nicht helfen und der Hautausschlag nach zwei bis drei Tagen keine Besserung zeigen, wenden Sie sich umgehend an einen Arzt!

Sonnenallergie: Calcium und Vitamin D zur Vorbeugung

Viele Menschen fragen sich, ob Calcium einer Sonnenallergie vorbeugen oder dagegen helfen kann. Allergologen sind sich jedoch sicher, dass keine Allergie durch die Einnahme von Calciumtabletten verhindert werden kann. Dennoch ist es möglich, dass durch Sonneneinstrahlung ausgelöste Reaktionen der Haut durch Calcium positiv beeinflusst werden.

Da Calcium ein elementarer Bestandteil vieler Lebensmittel, zum Beispiel von Milch und Milchprodukten, ist, kann der tägliche Bedarf durch die Ernährung gedeckt werden. Experten raten bei Erwachsenen zu 1.000 bis 1.200 mg Calcium pro Tag. Ein Glas Milch liefert etwa 240 mg Calcium.

Calcium wird vom Körper allerdings nur in Verbindung mit Vitamin D gespeichert. Wer einer Sonnenallergie mit Calcium vorbeugen möchte, sollte parallel auf eine ausreichende Zufuhr von Vitamin D – in Form von Nahrungsergänzungsmitteln oder Lebensmitteln wie Thunfisch, Kalbsfleisch, Milch oder Eier – achten.

  • Sonnenallergie vorbeugen: So können Sie einer Sonnenallergie vorbeugen
  • Drei Hauttypen: Sonnenallergie – Symptome und Behandlung
  • Mineralstoffe: Calcium in Lebensmitteln – Stärkung für die Knochen
  • Die fiese Seite des Sommers: Mallorca-Akne: Lange Sonneneinstrahlung ist schuld
  • Sonnencreme im Test : Die Testsieger 2019 der Stiftung Warentest

Achtung: Sowohl Calcium als auch Vitamin D können zwar die Symptome einer Sonnenallergie lindern, sie jedoch nicht heilen. Besprechen Sie am besten mit Ihrem Arzt, welche Präparate sinnvoll sind. Die Einnahme sollte dann regelmäßig und bereits mehrere Wochen vor dem Urlaub erfolgen.

Sonnenallergie

Dank der nach wie vor ungebremsten Zerstörung der schützenden Ozonschicht unserer Erde, müssen wir uns zunehmend mit den Nebenwirkungen einer immer intensiveren Sonnenstrahlung beschäftigen. Unter dem Begriff der „Sonnenallergie“ werden heute verschiedene Überempfindlichkeitsreaktionen gegenüber Sonnenlicht, mit unterschiedlichen Symptomen und ganz unterschiedlicher Bedeutung zusammengefasst. Fachleute unterscheiden hierbei:

  • die polymorphe Lichtdermatose (PLD)
  • die Lichturticaria
  • die Mallorca-Akne
  • die phototoxische Dermatitis
    (z.B. Wiesengräserdermatitis)
  • die photoallergische Dermatitis

Anders wie beim Sonnenbrand sind bei der Sonnenallergie vorwiegend dielängerwelligen UV-A Strahlen (und nur in geringem Ausmaß die UVB-Strahlen) verantwortlich. Beachte: die UV-A Strahlung durchdringt mühelos Fenster- und Autoglas.

olymorphe Lichtdermatose (PLD) bei Kindern
Dies ist die klassische Sonnenallergie, von der schätzungsweise bis zu 20% der Bevölkerung betroffen sind. Sie tritt bereits bei Kindern und Jugendlichen auf, insbesondere bei Mädchen und Frauen mit hellem Hauttyp. Typischerweise treten die Beschwerden mit Juckreiz, fleckigen Rötungen, feinen Knötchen oder Quaddelneinige Stunden (bis Tage) nach der Sonnenbestrahlung auf. Sie zeigen sich ausschließlich auf den ungeschützten Hautbezirken, z.B. Brustausschnitt, Gesicht, Hände und Arme, Beine. Die Beschwerden sind häufig abhängig von der Dauer und Intensität der ersten Sonnenbädern und lassen nach einer mehrtägigen Sonnengewöhnungsphase nach. Es gibt drei unterschiedliche Varianten:

  • Papulöser-Typ: kleinste Knötchen, flächig verteilt
  • Plaques-Typ: besonders typisch bei Kindern, größerfleckig
  • Vesikulobullöser Typ: nesselartige Bläschen (Quaddeln)

Therapie:

  • Behutsame (langsame) Lichtgewöhnung zu Beginn der sonnenreichen Jahreszeit (Schutzkleidung!)
  • Hochwertige Sonnencremes mit ausreichendem Lichtschutzfaktor, sowohl gegen UV-A, als auch gegen UV-B Sonnenstrahlen (z.B. Daylong)
  • Antioxidantien (Vitamin D, Vitamin C): ein bis zwei Wochen vor Urlaubsbeginn
  • Betacarotin (Provitamin A): zwei bis vier Wochen vor Reisebeginn
  • Calcium, Antihistaminika
  • Homöopathie: z.B. Natrium chloratum, Rus toxicodendron, Staphisagria

Die Lichturtikaria bei KindernGefährliches, im Kindesalter seltenes Krankheitsbild (eher im Jugendalter), das bei allen Hauttypen gleichermaßen auftreten kann. Innerhalb weniger Minuten nach Sonnenbestrahlung (auch: Solarium) entstehen eine Rötung mit Juckreiz und Blasen(Urticae). Diese können sich rasch ausbreiten und im Rahmen einer generalisierten Kreislaufreaktion zu Blutdruckabfall mit Kreislaufkollaps und Bewusstlosigkeit führen.Therapie:Achtung Notfall !Notarzt, Telefon 112 alarmieren. Sofortiger u. absoluter SonnenschutzFalls vorhanden: Antihistaminika, z.B. Fenistil- oder Cetirizin Tropfen (10 bis 30 Tropfen).Kortisonzäpfchen: als Notfalldosis 100 mg Prednisolon (Klismacort) in jeder Altersstufe.Homöopathie: z.B. Carbo vegetabilis, Urtika urens

Die Mallorca-Akne bei Kindern
Sie entsteht durch die Reaktion zwischen dem UV-Licht der Sonne und (fetthaltigen) Inhaltsstoffen von Sonnencremes, anderen Körperpflegemitteln, oder auch körpereigenem Talg. Es entstehen kleine akneartige Knötchen durch Entzündungsreaktion an den Haarfollikeln besonders im Brustausschnitt (Decollté) . Es sind besonders jugendliche Mädchen mit eher seborrhoischer (fetter) Haut betroffen.

Therapie:

  • fetthaltige Körperpflegemittel vermeiden
  • fettfreie, hypoallergene Sonnengels verwenden
  • Homöopathie: z.B. Pulsatilla, Natrium chloratum

Die Wiesengräserdermatitis bei Kindern – eine phototoxische Hautreaktion
Bestimmte Stoffe werden durch Sonnenlicht chemisch verändert, dass sie bei Kindern starke Allergien auslösen können. Jedes Jahr sehe ich akute Hauterkrankungen bei Kindern nach Spielen im Garten oder auf der Wiese. Bestimmte Pflanzen, wie derBärenklau, Schierlingskraut, Petersilie, Sellerie, aber auch Gräser und Klee können bei gleichzeitiger Einwirkung UVA-Sonnenstrahlung schwerste lokale Hautreaktionen auslösen.
Nach Stunden, meist über Nacht findet man an den Kontaktstellen stark juckende, nesselsuchtartige Hautblasen oder schmerzhafte Brandblasen.
Therapie:

  • wie bei 2.gradiger Verbrennung (Schmerzmittel, Brandgels)
  • Antihistaminika (s.o.), ggf. Cortison
  • Pflanzen wie Riesenbärenklau, Schierlinge sind im Sommer von Kindern unbedingt zu meiden
  • Homöopathie: z.B. Cantharis, Rus toxicodendron

Die photoallergische Hautreaktion bei Kindern Bestimmte Medikamente führen ebenfalls bei gleichzeitiger Sonnenstrahlen zu allergischen Reaktionen. Antibiotika, (z.B. Sulfonamide u. Tetrazykline), Rheumamittel (z.B. Indometacin), Psychopharmaka (z.B. Prometazin), Diuretika, u.a. Es entstehen Sonnenbrand ähnliche Reaktionen auf den UV-Sonnenlicht bestrahlten Hautarealen.Homöopathie Bei den jeweiligen Kapiteln habe ich Beispiele für geeignete homöopathische Globuli aufgeführt. Eine eingehendere Betrachtung würde den Rahmen dieser Ausführungen sprengen. Aus homöopathischer Sicht handelt es sich ja bei der Sonnenallergie um eine konstitutionelle Überempfindlichkeit gegen Sonnenlicht. Diese kann nur unter Abwägung aller Symptome und Charakteristika des Patienten durch einKonstitutionsmittel erfolgreich behandelt werden.

Was tun bei einer Sonnenallergie?

Leidest du bei starker Sonneneinstrahlung unter Ausschlägen mit Bläschenbildung, Hautrötungen und Juckreiz? Dann hast du es womöglich mit einer Sonnenallergie zu tun. Wie du solchen Hautreaktionen vorbeugen kannst und welche Nährstoffe helfen, erfährst du hier.

Was ist eine Sonnenallergie?

Eine echte Sonnenallergie gibt es nicht. Dabei handelt es sich eigentlich nicht um eine normale allergische Reaktion (also um eine Bildung von Antikörpern), sondern um eine Überreaktion der Haut auf das Sonnenlicht. Vor allem bei Menschen mit sehr heller Haut kommt es zu heftig juckenden Pusteln. Am stärksten ist die Reaktion nach dem Winter, wenn die Haut noch nicht an das Sonnenlicht gewöhnt ist. Meist sind die gleichen Körperstellen betroffen, etwa der Halsbereich, Hände oder Knie. Etwa 1/5 der österreichischen Bevölkerung ist davon betroffen.

Ursachen einer Sonnenallergie

Eine Sonnenallergie kann durch verschiedene Faktoren ausgelöst werden. Empfindliche Haut ist generell anfälliger für intensive Sonnenbestrahlung. Auch junge und sehr hellhäutige Frauen sind eher betroffen. Immer wieder werden Zusammenhänge zwischen dem Auftreten einer polymorphen Lichtdermatose und der Einnahme von hormonellen Verhütungsmitteln wie der „Pille“ diskutiert. Die Anwendung von fetthaltigen Körpercremen und Sonnenschutzmitteln (z.B. speziell für trockene Haut) sowie Bräunungsölen kann eine Sonnenallergie auslösen oder verstärken. Auch parfümhaltige Körperpflege kann unangenehme Pusteln und Juckreiz auslösen. Viele Medikamente, manche auch bei kurzfristiger Anwendung, machen die Haut sonnenempfindlicher. Schreib‘ dir deine Medikamente zusammen und lasse dich in der Apotheke dazu beraten.

Was sind die Symptome?

90 % aller sonnenbedingten Hautkrankheiten lassen sich auf eine polymorphe Lichtdermatose zurückführen. Diese Allergieform tritt vor allem im Frühjahr auf.

Polymorphe Lichtdermatose: Rund 1/5 aller Österreicher leidet an dieser Form der Sonnenallergie (Hautallergie), die etwa ein bis zwei Tage nach dem Sonnenbad auftritt. Besonders betroffen sind junge, hellhäutige Frauen.

Mallorca-Akne: Hierbei handelt es sich um keine Sonnenallergie, sondern um eine Hautreaktion, die einige Tage nach intensivem Sonnenbad auftritt. Symptome sind Juckreiz, Hitzepickel, Knötchen und Pusteln. Betroffen sind in erster Linie junge Menschen mit fettiger Haut. Es sollte fettfreier Sonnenschutz verwendet werden.

Was hilft gegen Sonnenallergie?

Ein einziges Sonnenbad reicht oft schon aus, um die Haut zu reizen. Sind der Juckreiz, die Pusteln und der Ausschlag schon da, sollte die Sonnenexposition möglichst vermieden werden. Also, T-Shirt tragen und intensive Bestrahlung vermeiden.

Tipps zur Regeneration der Haut

  • Kurzfristig ein juckreizstillendes Gel aus der Apotheke auftragen
  • Auch Lavendelöl kann den Juckreiz reduzieren
  • Vitamin E hilft der Haut, sich zu regenerieren. Enthalten in Avocados, Nüssen und pflanzlichen Ölen.
  • Topfen/Quark oder Joghurt kühlt die Haut.
  • Essigsaure Tonerde als Gel aufgetragen nimmt die Rötungen und den Juckreiz
  • Gurke pürieren und auf die betroffenen Stellen auftragen
  • Aloe Vera kann als Gel direkt auf die Haut aufgetragen werden
  • Weitere Tipps, wie du deine Haut im Sommer trotz viel Sonne geschmeidig halten kannst, findest du in unserem Blogbeitrag Sonnenbaden ohne Reue – 5 Tipps für deine gepflegte Haut im Sommer.

Sonnengeheimnisse

Kann man sich mit einem Solarium-Besuch auf den Sommer vorbereiten? Wie lange kann ich eine Sonnencreme überhaupt verwenden? Hier findest du einige Antworten auf Fragen, die du dir im Zusammenhang mit der Sonne vielleicht schon einmal gestellt hast.

1. MIKRONÄHRSTOFFE
Calcium in Kombination mit Vitamin D: Laut Aussage von Hautärzten kann man sich gegen Sonnenallergie schützen, wenn man etwa vier bis fünf Wochen vor dem Urlaub Calcium zu sich nimmt. Wichtig dabei ist Vitamin D, denn dadurch kann Calcium länger im Körper gespeichert werden.
Beta-Carotin und Astaxanthin zählen zu den Carotinoiden und sind gute Radikalfänger. Sie verbessern die antioxidativen Schutzsysteme, insbesondere der Haut. Wichtig ist, einige Wochen vor intensiver Sonnenexposition mit der regelmäßigen Einnahme zu beginnen. Tipp: Diese pflanzlichen orange-roten Farbstoffe sind auch in Lebensmitteln wie Karotten, Tomaten oder Paprika enthalten.

2. SONNENCREME
Sonnencreme aus dem vorigen Sommer kann eventuell an Frühlingstagen noch verwendet werden, vorausgesetzt, sie wurde kühl aufbewahrt. Die Tube vom heißen Strandurlaub oder im Auto gelagert sollte man ersetzen, denn durch Hitze und mit der Zeit wird der chemische Lichtschutzfaktor aber wirkungslos.
Übrigens: Sonnencreme sollte gleichmäßig und dick aufgetragen werden. Nach dem Schwimmen oder bei längerem Aufenthalt in der Sonne sowie bei starkem Schwitzen sollte regelmäßig nachgecremt werden. Bei allergischer Haut empfehlen sich parfümfreie Spezialprodukte auf Gelbasis oder leichte Lotionen.

3. AUF PARFÜM VERZICHTEN
Oft vertragen die sensiblen Duftstoffe in den Parfüms kein Sonnenlicht. Allergische Reaktionen und/oder Pigmentflecken können die Folge sein.

4. INTENSIVE SONNENBESTRAHLUNG MEIDEN
In der Mittagszeit heißt es: raus aus der Sonne! Ist die Sonnenallergie schon da, die Hautstellen nicht dem direkten Sonnenlicht aussetzen.

5. GEWÖHNUNG
Vom Büro in den Urlaub und direkt an den Strand – kein Wunder, wenn da die Haut nicht mitspielt. Besser: langsam an die Sonne gewöhnen und zu Beginn Schattenpausen einlegen.

6. SOLARIUM
Die Strahlen (vorwiegend UV-Strahlen vom Typ A) bräunen zwar die Haut, fördern aber nicht deren Eigenschutzzeit.

7. HAUTTYP
Gehörst du zu denn dunklen Hauttypen? Dann creme dich trotzdem ein, auch wenn du eine längere Eigenschutzzeit (etwa 20 bis 30 Minuten) als hellere Hauttypen hast.

8. WOLKENTAGE
Trotz eines bewölkten Tages gelangen rund 90 Prozent der UV-Strahlung der Sonne auf deine Haut. Das bedeutet, dass man auch an bewölkten Tagen einen Sonnenbrand bekommen kann.

Der Begriff Sonnenallergie (Fachbegriff: Polymorphe Lichtdermatose) beschreibt umgangssprachlich verschiedene Reiz-Reaktionen der Haut unter Lichteinwirkung. Der Begriff „Allergie“ ist dabei eigentlich falsch, da die Sonne an sich kein Allergieauslöser ist. Es handelt sich dabei jedoch um ein Phänomen, das nach einer ungewohnt hohen Sonnendosis auftritt, etwa an den ersten schönen Tagen im Frühjahr oder bei einer Urlaubsreise in tropische Regionen während des europäischen Winters.

Gefährdet sind häufig Kinder, weil sie sich nicht selbst schützen können. Eltern sollten daher ein besonderes Auge auf die Kleinen haben. Im ersten Lebensjahr sollten sie sich gar nicht und auch später nur mit Sonnenhut mit Nackenschutz, langer, luftiger Kleidung und Sonnenschutz mit UVA- und UVB-Filter (Lichtschutzfaktor 50) im Freien aufhalten. Für die Kinderhaut wie für Erwachsene ist eine wichtige Regel, dass sie sich Schrittweise an die Sonne gewöhnen sollten.

Tritt eine Sonnenallergie auf (Symptome weiter unten), ist es angeraten zum Kinderarzt zu gehen. Dieser kann Antihistaminika verschreiben, das sind Wirkstoffe, welche allergische Reaktionen bremsen, indem sie das dabei vom Körper produzierte Histamin blockieren. Kleine Kinder dürfen derartige Mittel aber nur in schwacher Dosierung erhalten.

Lassen Sie sich vom Kinderarzt beraten, ob Sie empfindlichen Kindern vorbeugend Beta-Carotin oder Kalzium geben sollen.

Wichtig ist bei Kindern besonders, den Juckreiz zu lindern und Kratzen vorzubeugen – sonst können über kleine Hautverletzungen Entzündungserreger in die Haut eindringen. Kühlende Umschläge oder Bäder mit Meersalz helfen dabei. Halten Sie die Fingernägel der Kinder kurz, dies verhindert Irritationen und Verletzungen durch Kratzen.

Sonnenallergie oder Hitze-Ausschlag?

Eine Sonnenallergie (Sonnenekzem, polymorphe Lichtdermatose PLD) zeigt sich nach dem Aufenthalt in der Sonne mit roten Punkten, Pusteln, Quaddeln, Knötchen oder Flecken auf der Haut, die stark juckt. Wahrscheinlich leidet in Mitteleuropa jeder fünfte Mensch an dieser Überempfindlichkeit gegen UV-Strahlung und freie Radikale. Normalerweise bildet der Körper gegen freie Radikale sofort Antioxidantien und die Hautreaktion bleibt aus. Warum das bei einigen Menschen nicht passiert und sie eine Sonnenallergie entwickeln, kann die Wissenschaft noch nicht erklären.

Zur Vorbeugung empfehlen sich Sonnenschutzmittel, die Radikalfänger wie Vitamin E, UV-Flavon oder Glykosylrutin enthalten, ausserdem fett- und emulgatorfrei sind und einen physikalischen statt mineralischen Sonnenschutzfilter haben. Tragen Sie ausserdem einen breitkrempigen Sonnenhut und versuchen Sie Kleidung mit UV-Schutz. Ob Nahrungsergänzungsmittel mit Vitamin E, Beta-Carotin und Kalzium einer Sonnenallergie vorbeugen, konnte bisher noch nicht zweifelsfrei bewiesen werden.

Die wichtigste Massnahme, wenn es zur Sonnenallergie gekommen ist: Raus aus der Sonne in den Schatten! Linderung schaffen Sie mit einem kühlenden Gel oder einer Salbe gegen Juckreiz (Antihistaminikum oder Hydrocortison), die sie rezeptfrei in der Apotheke bekommen. Bei schwereren Fällen verschreibt der Arzt antihistaminhaltige Tabletten sowie höher dosierte Kortisonpräparate.

Hausmittel bei Sonnenallergie sind kalte Umschläge, v.a. mit Quark (wirkt gut gegen Entzündungen, kühlt und beruhigt, Juckreiz wird gelindert) und Aloe vera (ohne Duftstoffe!).

Beachten Sie!

Interview

Dr. pharm. Renato Kaiser über das Thema Sonnenschutz bei Kindern

Ein Hitzeausschlag (Hitzepickel, Schweissausschlag) in Form von juckenden kleinen roten Pusteln ist ein Anzeichen dafür, dass es dem Baby zu warm ist. Vor allem bei Babys und Kleinkindern sind die Poren noch sehr klein, sodass sie bei Hitze leicht verstopfen können. Sie sollten deshalb im Sommer lockere und leichte Baumwollkleidung tragen. Vermeiden Sie, dass das Baby schwitzt. Puder und Pflegemittel sollten Sie sparsam verwenden, um die Poren nicht zusätzlich zu blockieren. Hat sich ein Hitzeausschlag unbemerkt unter der Kleidung entwickelt, sollte das Kind sich bevorzugt in kühlen Räumen oder an schattigen luftigen Plätzen aufhalten. Eine dünn aufgetragene Zinksalbe kann die Hautirritation lindern. Nach dem Waschen sollten Eltern die Haut nur leicht abtupfen oder an der Luft trocknen lassen.

Seltene Hauterscheinungen, die auch zur Sonnenallergie gerechnet werden, sind die

  • „Mallorca-Akne“ (Phototoxische Reaktion). Sie entsteht als chemische Reaktion der UV-Strahlen auf und in der Haut mit einem anderen Stoff, z.B. in der Sonnencreme oder Hautcreme. Aber auch Bestandteile eines Medikaments (Entwässerungsmittel, Antibiotika oder Herz-Kreislaufmedikamente) sowie Pflanzenstoffe in Gräsern kommen als Auslöser infrage. So kann eine phototoxische Reaktion beim Sonnenbad auf einer Wiese auftreten.
  • Lichturtikaria (Urticaria solaris). Hier kommt es zum Anschwellen der Haut unter dem Einfluss von UV-Licht. Es bildet eine Nesselsucht mit stark juckenden, grossen Quaddeln, die sich über den gesamten Körper ausbreiten. Im schlimmsten Fall droht ein lebensbedrohlicher anaphylaktischer Schock.

Mehr zum Thema:

Sonnenschutz für Babys

Sonnenschutz für die ganze Familie

Sonnenbrand

Sonnenbrille für Babys und Kleinkinder

Schutz vor Insektenstichen

Letzte Aktualisierung : 19-11-19, BH

Sonnenbrand / Sonnenallergie

Was ist zu beachten?

Halten Sie Babys unter einem Jahr komplett von der Sonne fern. Aber auch Kleinkinder dürfen wegen ihrer noch dünnen und pigmentarmen Haut nur sehr dosiert in die Sonne. Sie sollten sich viel im Schatten aufhalten – vor allem über die Mittagszeit. Denn abgesehen von den Schmerzen erhöht jeder Sonnenbrand im Kindesalter das Hautkrebs-Risiko im Alter. Daher gilt besonders bei Kindern: Wenig UV-Strahlung und ein guter Sonnenschutz – in Form von Schatten, Textilien und Cremes mit hohem Lichtschutzfaktor – sind das A und O.

Symptome

Sonnenbrand

Etwa drei bis vier Stunden nach zu viel Sonnenbestrahlung wird die Haut rot, heiß, schmerzt und schwillt an. Die Haut ist gespannt und reagiert empfindlich auf Berührungen, später kommt meist Juckreiz hinzu. Bei einer schwereren Verbrennung bildet die verletzte Haut Blasen, die unbedingt vom Kinder- & Jugendarzt behandelt werden sollten. Vor allem dürfen Sie die Brandblasen nie selbst öffnen, da diese vor Infektionen schützen. Ein Sonnenbrand kann manchmal mit einem schlechten Allgemeinbefinden verbunden sein. Sollten Kreislaufprobleme und Fieber hinzukommen, gehen Sie mit Ihrem Kind zum Kinder- & Jugendarzt.

Sollten Sie bei Ihrem Kind nach einem Sonneneinwirkung kleine Quaddeln, juckende Flecken oder Bläschen feststellen, so kann es sich um eine Sonnenallergie handeln. Bei Teenagern können auch akneartige Knötchen auftreten.

Auswirkungen

Jeder Sonnenbrand hinterlässt seine Spuren. Die obere Schicht der Haut erholt sich zwar schnell wieder, in der Tiefe der Haut brennt sich die übermäßige Sonneneinstrahlung aber unwiderruflich ein. Bei Menschen, die jedes Jahr einen oder sogar mehrere Sonnenbrände bekommen, addieren sich diese Schäden. Auf Dauer und vor allem, wenn in der Kindheit starke Sonnenbrände waren, kann daraus Hautkrebs entstehen. Jährlich erkranken in Deutschland etwa 100.000 Menschen am so genannten „schwarzen Krebs“. Hautschäden können allerdings schon entstehen, bevor sich ein Sonnenbrand entwickelt. Die Haut altert schneller und das Hautkrebsrisiko wächst.
Es besteht vor allem bei Kindern auch die Gefahr eines Sonnenstichs oder einer Hitzeerschöpfung, die beide unbedingt einer ärztlichen Behandlung bedürfen. Durch den Flüssigkeitsverlust und die starken Schmerzen kann es bei größeren Verbrennungen sogar zum Schock kommen. Aber schon bei kleineren Verbrennungen besteht immer die Gefahr, dass Bakterien eindringen. Kinder, die größere Flächen schmerzhaft gerötete Haut mit Fieber haben, müssen unbedingt zum Kinder- & Jugendarzt.

Therapie

Sonnenbrand
Bei sonnengereizter Haut hilft am besten Kühlen. Gut geeignet für die Linderung des Sonnenbrands sind kalte Umschläge mit Kamillen- oder Grüntee, Joghurt oder Quark. Tränken Sie bzw. bestreichen Sie fingerdick ein Küchentuch hiermit. Lassen Sie den Wickel mindestens 30 Minuten einwirken und erneuern Sie den Umschlag, wenn der kühlende Effekt nachlässt. Auch eine „Salatblatt-Auflage“ wirkt reizhemmend. Aloe-Vera-Lotionen oder -Gels kühlen und sind zusätzlich entzündungshemmend und wundheilungsfördernd. Achten Sie darauf, dass das Produkt für Kinder geeignet ist. Auch Lotionen mit Dexpanthenol oder Ringelblume können die Haut beruhigen.
Bei stärkeren Verbrennungen legt der Arzt Verbände mit antiseptisch wirksamen Salben und fetthaltiger Gaze an. Öffnen Sie nie Brandblasen selbst, sie schützen vor Infektionen. Auf keinen Fall dürfen Mehl, Puder oder Öl auf die verbrannte Haut kommen. Diese Hausmittel helfen nicht und erhöhen die Infektionsgefahr. Auch Fettsalben und Wärme sind bei akutem Sonnenbrand nicht geeignet.
Generell gilt: Bei einem großflächigen Sonnenbrand geht dem Körper viel Flüssigkeit verloren, deshalb muss Ihr Kind viel trinken! Außerdem sollte die geplagte Kinderhaut nicht zu schnell wieder der Sonne ausgesetzt werden.
Sonnenallergie
Bei einer akuten Sonnenallergie sollte Ihr Kind die Sonne unbedingt meiden. Wechseln Sie das Sonnenschutzmittel, dieses könnte durch eine Unverträglichkeit der Allergieauslöser sein. Feuchtkühle Umschläge lindern die Beschwerden und meersalzhaltige Kompressen oder Bäder den Juckreiz. Antiallergische Mittel wirken entzündungshemmend und schmerzlindernd. Seien Sie dennoch mit diesen so genannten Antihistaminika vorsichtig bei kleinen Kindern, tragen Sie ein Antihistaminika-Gel ganz dünn auf.
Sollten bei Ihrem Kind ausgeprägte Reaktionen mit Ödemen (Gewebeschwellungen) auftreten, suchen Sie umgehend einen Kinder- & Jugendarzt auf!

Vorsorge

Schützen Sie Ihr Kind konsequent vor der Sonne! Ein Sonnenhut mit breiter Krempe, um Nase und Ohren zu schützen, die richtige Sonnenbrille mit UV-Schutz und luftige Kleidung sind die ideale Ausstattung. Ziehen Sie Ihrem Kind luftige, helle Kleidung an, wie z.B. ein T-Shirt und Hosen, die über die Knie reichen, an. Die Schuhe sollten geschlossen sein. So können die so genannten Sonnenterrassen – Schultern, Knie und Fußrücken – vor den schädlichen UV-Strahlen geschützt werden. Babys sollten immer im Schatten bleiben. Ein Sonnenschirmchen aus festem UV-undurchlässigem Stoff ist hier in jedem Fall ratsam.

Cremen Sie Ihr Kind gut und rechtzeitig – mindestens 30 Minuten vor der Sonneneinwirkung und nach jedem Wasserkontakt – gründlich mit Sonnencreme ein. Verwenden Sie eine für Kinderhaut geeignete Sonnencreme mit einem Lichtschutzfaktor von mindestens 20! Für Kinder sind alkohol- und parfumfreie Cremes oder Lotionen empfehlenswert, weil diese die Haut weniger austrocknen als Gele oder Produkte auf Alkoholbasis. Die in Sonnenschutzmitteln enthaltenen Filtersubstanzen sind nicht unbegrenzt haltbar, achten Sie daher auf das Verfallsdatum!

Bedenken Sie, dass im Gebirge, in heißeren Klimazonen, bei Schnee, im Wasser oder an weißem Sand die Strahlenbelastung u. a. aufgrund der starken Sonnenreflexion höher und bei bedecktem Himmel oder Wind schwer einzuschätzen ist. Tabu sollte generell die Sonne zwischen 11 und 15 Uhr sein. Achten Sie auch beim Autofahren auf wenig Sonneneinstrahlung.

Als Vorbeugung einer Sonnenallergie gewöhnen Sie Ihr sonnenempfindliches Kind am besten im Frühling und Herbst ganz langsam an die Sonne. Die Gabe von Beta-Carotin und Calcium ist ebenfalls empfehlenswert. Sprechen Sie über die generelle Einnahme und Dosierung im Vorfeld mit Ihrem Kinder- & Jugendarzt.

Adressen & Links

Allergieinformationsdienst
Der Allergieinformationsdienst bietet auf seiner Webseite unabhängige und qualitätsgeprüfte Informationen aus Forschung und Medizin rund um das Thema Allergie für Betroffene und Interessierte an, sowie Allergietagebücher und Faktenpapiere als Download, eine Plattform mit klinischen Studien, monatlich Aktuelles als Newsletter und wichtige Adressen. (Kapitel Sonnenallergie)

Sonnenallergie – was ist das?

Was passiert bei einer Sonnenallergie mit unserer Haut?

Hauthelfer / Haut im Sommer / Sonnenallergie

Juckende Pusteln und Hautausschlag im Urlaub – handelt es sich um eine Sonnenallergie?

Nicht nur der Sonnenbrand birgt in den Sonnenmonaten eine Gefahr für die Haut. Für manche bedeuten Ferien, Sonne, Strand und Meer eher quälender Juckreiz, Pusteln oder Quaddeln. Diese Menschen sind sozusagen allergisch auf Sonneneinwirkung und zeigen schon nach einigen Stunden in der Sonne unangenehme Hautreaktionen. Betroffene sind üblicherweise die Stellen, die dem Sonnenlicht direkt ausgesetzt waren. Meistens sind das vor allem Hals und Dekolleté, Arme, Beine, Handrücken und Gesicht.

Allergisch auf Sonne?

Ob es sich tatsächlich um eine allergische Reaktion auf Sonne handelt, ist noch unklar. Umgangssprachlich hat sich der Begriff „Sonnenallergie“ eingebürgert, da rote und juckende Hautveränderungen an eine allergische Hautreaktion erinnern. Doch wenn durch intensives Sonnenlicht bei den Betroffenen Hautausschlag entsteht, spricht man im medizinischen Sinne von polymorpher Lichtdermatose (PLD) und von einer Unterform der PLD, die sogenannte Mallorca-Akne.

1. Polymorphe Lichtdermatose

Die Polymorphe Lichtdermatose wird im Volksmund fälschlicherweise als Sonnenallergie bezeichnet. Ausgelöst wird der stark juckende Hautausschlag durch ultraviolette Strahlung (hauptsächlich UV-A-Strahlen). Als mögliche Ursache werden eine immunologische Reaktion und die Bildung von freien Radikalen vermutet.

Eine Polymorphe Lichtdermatose tritt vor allem auf, wenn die Haut nach längerer Sonnenabstinenz wieder der Sonne ausgesetzt wird.

Die „Sonnenallergie“ ist die häufigste Photodermatose (so bezeichnet man Hautkrankheiten, die durch Licht ausgelöste werden): 10 bis 20 Prozent der Deutschen haben eine polymorphe Lichtdermatose, wobei Frauen häufiger betroffene sind als Männer.

2. Mallorca-Akne

Die Mallorca-Akne ist im Volksmund ebenfalls unter dem Begriff Sonnenallergie bekannt. Bei der Mallorca-Akne spielen durch UV-A-Strahlen hervorgerufene, reaktive Sauerstoffverbindungen (Radikale) eine Rolle. Diese Radikale reagieren mit fetthaltigen Inhaltsstoffen von Pflegeprodukten und Sonnenschutzmitteln oder dem körpereigenen Talg zu Lipidperoxiden. Dadurch wird eine Entzündungsreaktion im Bereich der Talgdrüsen ausgelöst. Es entsteht ein Hautausschlag, der durch kleine, akneartige Pickel zu erkennen ist.

Schnelle Hilfe bei Sonnenallergie

Was bei Sonnenallergie schnelle Linderung der Symptome verschafft, erfahren Sie im Video.

About the author

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.