Sonnen in der schwangerschaft

Sonnenbrand in der Schwangerschaft: Was tun?

Eine beruhigende Nachricht vorneweg: Der Sonnenbrand schadet dem ungeborenen Baby nicht – es bekommt davon gar nichts mit. Für die Haut der werdenden Mama ist es natürlich nicht toll. Die schwangerschaftsbedingten hormonellen Umstellungen lockern das Gewebe auf, und mit wachsendem Bauch wird die Haut immer mehr gedehnt. Dadurch wird sie dünner und anfälliger gegenüber den UV-Strahlen der Sonne.
Dazu kommt noch etwas, das ihr vielleicht schon selber erlebt habt: In der Schwangerschaft bilden sich schneller bräunliche Flecken auf der Haut. So werden zum Beispiel bereits vorhandene Sommersprossen oder Pigmentmale dunkler. Bei vielen Frauen zeichnet sich zudem am Bauch eine bräunliche Linie am Nabel ab. Diese Linea Negra verschwindet zwar fast immer nach der Geburt des Kindes, wird aber vorerst durch direkte Sonneneinstrahlung noch intensiver.

Der richtige Schutz in der Sonne

Im Klartext bedeutet das: Auch dann, wenn ihr nur spazieren geht oder ein wenig im Garten sitzen wollt, ist Sonnencreme und Kleidung die vor Sonne schützt ein Must-Have. Wer sich nicht sicher ist, welche Auswirkungen chemische Filter während der Schwangerschaft aufs Baby haben könnten, sollte zu mineralischem Schutz greifen. Tipp: Weißelnde Sonnencreme mit mineralischem Schutz ist nicht unbedingt die Schlechteste. Zum einen sieht man ganz genau, wo man sich eingecremt hat und zum anderen kann man sich sicher sein, das die Nanopartikel – die in mineralischen Sonnencremes für den Schutz sorgen – so großflächig auf der Haut liegen, dass sie auch wirklich nicht in tiefere Hautschichten gelangen können.

Avène, Mineralischer Sonnenschutz, ca. 12 Euro über aponeo.deBiosolis, Sonnenmilch, ca. 18 Euro von najoba.deWeleda, Sonnenmilch, ca. 20 Euro von najoba.de
Naturys Sun, ca.10 Euro von sieverina-cosmetics.deRituals, Sonnenspray, ca. 18Euro von rituals.deSusanne Kaufmann, Sonnencreme, ca. 70 Euro niche-beauty.de

Der mineralische Sonnenschutz von Avène eignet sich auch prima für Kleinkinder und Leute mit Neurodermitis. Durch das enthaltene Thermalwasser wird die Haut gepflegt und beruhigt. Die Biosolis Sonnenmilch bietet ebenfalls auch für die ganz Kleinen mineralischen Sonnenschutz. Alle verwendeten Inhaltsstoffe stammen zudem aus ökologischen Anbau. Auch Weleda arbeitet mit mineralischen Filtern und kommt dabei ohne Nanopartikel aus. Und wer es „einfacher“ im Auftragen mag, sollte mal ein Sonnenspray wie das von Rituals versuchen

Schnelle Hilfe: After-Sun Produkte

Sollte die Haut trotzdem anfangen rot zu werden und ein Sonnenbrand droht, heißt es: raus aus der Sonne und schnell handeln. After-Sun Produkte mit Aloe Vera kühlen die Haut und lindern die Schmerzen. Auch kühlende Umschläge auf die betroffenden Stellen helfen, die Haut wieder zu beruhigen. Um den Feuchtigkeitsverlust zu stoppen, sollte man außerdem viel Wasser, Saftschorlen oder Tee trinken.

Korres, After Sun, ca. 17 Euro über douglas.de Dr. Hauschka, After Sun ca. 10 Euro über stern-apotheke.de Coscare, After Sun Spray, ca. 14 Euro von coscare.de


Die After Sun Bodylotion von Korres arbeitet mit kühlendem Aloe Vera, während die Creme von Dr. Hauschka mit Auszügen aus Mittagsblumen und Quittensamen, der sonnenstrapazierten Haut wieder zu mehr Feucchtigkeit verhilft. Ganz vegan – aber nicht weniger pflegend – ist das Sonnenspray von Coscare.

Alte Hausmittel helfen nicht immer

Vorsicht vor alten Hausmitteln: Quark oder Joghurt kühlen zwar, können aber auf den verbrannten Hautstellen zu Infektionen führen und die Beschwerden verschlimmern. Ganz anders verhält es sich da mit Kokosöl. Die darin enthaltene Laurinsäure spendet der Haut Feuchtigkeit und kann so den Heilungsprozess von beschädigtem Gewebe unterstützen.

Nur nach Rücksprache: Kortison, Schmerzmittel und Co.

Kortisonhaltige Cremes versprechen schnelle Linderung auch bei Sonnebrand. In der Schwangerschaft sollten sie jedoch nur nach Rücksprache mit einem Arzt eingenommen werden. Genauso verhält es sich natürlich auch bei Schmerzmitteln. Im Normalfall erreicht ein Sonnenbrand 12 bis 24 Stunden nach dem Sonnenbad seinen Höhepunkt und klingt nach circa 72 Stunden von selbst langsam wieder ab. In circa ein bis zwei Wochen reguliert sich die Haut von selbst. Sollte sie sich schuppen, kann man mit rückfettenden Cremes unterstützend helfen.

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Fotos: lolostock; RyanJLane / istock

Newsletterausgabe 07/2017

Lichtschutzfaktor

Der Lichtschutzfaktor (LSF) gibt an, wie viel länger man sich mit diesem Schutz in der Sonne aufhalten kann, ohne einen Sonnenbrand zu bekommen. Die maximale Wirksamkeitsdauer wird errechnet, indem die Eigenschutzzeit mit dem LSF multipliziert wird. Wenn man also ungeschützt nach 10 Minuten Sonnenbrand bekommt, bekommt man unter Verwendung von LSF 30 theoretisch erst nach 300 Minuten einen Sonnenbrand. Die tatsächliche Wirkdauer ist jedoch kürzer, da die Eigenschutzzeit ist sehr variabel ist: Tages-und Jahreszeit haben z.B. einen großen Einfluss. Außerdem wird die Creme teilweise schon zuvor abgetragen, z.B. durch Schwitzen oder Baden. Die tatsächliche Wirkdauer ist daher deutlich kürzer als die theoretische.

Kinder sollten grundsätzlich mindestens mit LSF 30 eingecremt werden. Achten Sie auch darauf, dass die Creme sowohl gegen UVA und UVB Strahlen wirkt. Wenn man sich in oder am Wasser aufhält, am hellen Sandstrand, in den Bergen oder in Äquatornähe, sollte höherer Schutz verwendet werden.

Mindestens alle zwei Stunden sollte man sich erneut einschmieren. Wenn man schwitzt, schwimmen war (selbst wenn man wasserfeste Cremes verwendet!), sich abgetrocknet hat oder wenn Kleidung oder Sand die Creme abgerubbelt haben können, muss noch öfter nachgecremt werden.

Es gilt: bei Sonnencreme sollen Sie ruhig richtig dick auftragen! Ansonsten ist kein vollständiger Schutz gewährleistet. Vorsicht bei Sprays: Hier geht oft viel verloren und die Creme wird nicht dick genug aufgetragen.

Müssen es spezielle Produkte für Kinder sein?

Hiermit liegen Sie auf jeden Fall auf der sicheren Seite. Generell wird bei Kinderprodukten eher auf einen hohen LSF geachtet und die Produkte sind meist ohne Duft-und Konservierungsstoffe, was sie weniger allergieauslösend macht. Außerdem wird ein physikalischer Filter verwendet. Dieser ist besser für Kinder geeignet da die chemischen Filter über die Haut aufgenommen werden und von der Leber abgebaut werden müssen. Außerdem können die Chemikalien Allergien auslösen. Auch für Erwachsene gibt es derartige „hypoallergene“ Produkte mit physikalischem Schutz- diese können Kinder genauso verwenden. Kinderprodukte eignen sich auch für Erwachsene mit heller oder empfindlicher Haut.

Es muss auch nicht immer teuer sein: die Stiftung Warentest hat gezeigt dass auch Cremes von Discountern und Drogerien eine gute Qualität und zufriedenstellenden Schutz bieten.

Kann ich Sonnencreme aus dem letzten Jahr verwenden?
Dies kann nicht ganz klar mit ja oder nein beantwortet werden. Auf der Verpackung ist gekennzeichnet, wie lange das Produkt nach Öffnung der Packung verwendet werden kann (geöffneter Cremetiegel und Zeitangabe in Monaten). Um auf Nummer sicher zu gehen, sollten Sie besser ein neues Produkt verwenden, v.a. wenn die Creme großer Hitze oder Sonneneinstrahlung ausgesetzt war oder verunreinigt ist z.B. mit Sand. Lichtschutzfilter zersetzen sich mit der Zeit, vor allem bei unsachgemäßer Lagerung, was zu einer verkürzten Mindesthaltbarkeit führen kann.

Am besten sollten Sonnencremes kühl und dunkel im Kühlschrank gelagert werden. Zeichen des Verderbens sind ein veränderter Geruch, veränderte Konsistenz und Verfärbungen. Wenn man dick genug aufträgt, sollte man allerdings im besten Fall keine Creme aus dem Vorjahr übrig haben: als grober Richtwert zum Eincremen des gesamten Körpers gelten 4 Teelöffel Creme für Vorschulkinder und 5 Teelöffel für Schulkinder (Für Erwachsene: 4-5 Esslöffel).

Was ist Sonnenallergie?

Der Begriff Sonnenallergie wird für unterschiedliche Erkrankungen verwendet. In der Regel handelt es sich bei Betroffenen nicht um eine echte Allergie bei der das Immunsystem auf eigentlich ungefährliche Stoffe reagiert, wie z.B. bei Heuschnupfen. Stattdessen reagiert die Haut auf die UV-Strahlen und der natürliche Schutzmechanismus versagt: Zum Schutz der Haut wird normalerweise der Farbstoff Melanin produziert (dadurch werden wir braun). Bei Betroffenen versagt dieser Mechanismus- die Folgen sind Ausschlag, Juckreiz und Bläschenbildung.

Am häufigsten ist die sogenannte „polymorphe Lichtdermatose“, bei der es nach längerer Sonnenabstinenz plötzlich zu Ausschlägen und Juckreiz kommt, vor allem wenn man sich länger in der Sonne aufgehalten ist oder sich in südlicheren Gebieten aufhält.

Ein ähnliches Bild zeigt sich bei der auch häufig vorkommenden „Mallorca-Akne“. Hier reagieren Inhaltsstoffe von Kosmetika, z.B. Duftstoffe, mit den UV-Strahlen der Sonne und führen zu Ausschlag und Juckreiz.
Andere Arten von Sonnenallergien können z.B. während der Einnahme bestimmter Medikamente entstehen, die die Haut empfindlicher machen, oder durch den Kontakt zu bestimmten Gräsern.

Sonnenallergien treten häufiger im jungen Lebensalter auf und verschwinden häufig wieder von selbst. Am besten hilft guter Sonnenschutz mit Produkten die frei von Duft-und Konservierungsstoffen sind. Auch physikalische Lichtschutzfilter eigenen sich besser. Übrigens bedeutet nicht gleich jeder Ausschlag eine Allergie: in den meisten Fällen handelt es sich nur um Hitzepickel, die durch verstopfte Schweißporen entstehen. Babys und Kleinkinder leiden häufiger darunter, da ihre Schweißporen noch nicht vollständig ausgereift sind. Hitzepickel treten im Unterschied zur Sonnenallergie als Resultat von hohen Temperaturen und nicht durch UV-Strahlen auf. Daher tritt Sonnenallergie vorwiegend an Stellen auf, die der Sonne besonders stark ausgesetzt sind, z.B. am Dekolletee oder den Armen. Hitzepickel dagegen entstehen dort, wo besonders viele Schweißdrüsen sitzen, z.B. unter den Achseln oder in den Kniekehlen.

Sonne und Hitze: schützen und kühlen

Hohe Temperaturen können den Körper stark belasten – besonders, wenn der Kreislauf nicht ganz stabil ist. Viele Schwangere haben mit Kreislaufproblemen zu tun. Deshalb ist es wichtig, bei Hitze gut auf sich zu achten.

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Schwangere sind oft sehr hitzeempfindlich. Das ist einerseits gut so, weil sie schnell merken, wann Abkühlung nötig ist. Andererseits können hochsommerliche Temperaturen für Schwangere ziemlich anstrengend sein. Wenn Sie Ihren Tagesablauf auf die Sommerhitze einstellen, können Sie unnötige Belastungen und Risiken vermeiden.

Die wichtigsten Mittel gegen Hitzestress sind: sich Ruhe gönnen, Schatten suchen, gut kühlen und ausreichend trinken. In der Schwangerschaft produziert der Körper mehr Wärme als sonst, weil der Stoffwechsel und die Blutzirkulation erhöht sind. Die Blutgefäße der Haut sind erweitert und geben Wärme nach außen ab. Das kann selbst bei normalen Außentemperaturen zu gelegentlichen Hitzewallungen und Schweißausbrüchen führen. Hitze steigert diesen Effekt und kann allgemeine Schwangerschaftsbeschwerden wie Kreislaufprobleme, Müdigkeit, schwere und geschwollene Beine verstärken.

Tipps gegen Überwärmung

Wenn die Körpertemperatur steigt, sorgt der Körper durch Schwitzen für Abkühlung. Dabei verliert er Flüssigkeit und Mineralstoffe. Deshalb ist es wichtig, dass Sie an heißen Tagen genug trinken. Wenn die Sonne richtig knallt, halten Sie sich am besten in kühlen Innenräumen auf. Direkte Sonne und aufgeheizte Räume sollten Sie möglichst meiden.

Hitze lässt sich besser aushalten, wenn Sie

  • körperlich anstrengende Aktivitäten meiden,
  • immer mal wieder die Beine hochlegen, um die Gefäße zu entlasten – das hilft auch gegen geschwollene Beine und bei einer Neigung zu Krampfadern,
  • luftige, weit geschnittene Kleidung tragen; helle Stoffe reflektieren das Licht besser als dunkle, sie lassen daher auch weniger Wärme an die Haut,
  • zwischendurch kühlen, zum Beispiel ein feuchtes Tuch auf die Stirn legen oder den Nacken damit erfrischen, die Unterarme unter fließendes Wasser halten oder ein kühles Fußbad nehmen, nicht kalt, sondern lauwarm duschen – der Temperaturunterschied durch die plötzliche Kälte kann den Kreislauf zusätzlich belasten,
  • ausreichend trinken (am besten Mineralwasser) und leichte, frische Sommerkost (Salat, Obst, Gemüse) bevorzugt. Fettes Essen und schwer Verdauliches belasten den Kreislauf, Scharfes wirken zusätzlich schweißtreibend.

Gut angepasst durch den Tag: Leben wie im Süden

Wer etwas unternehmen will, steht an heißen Tagen am besten früh auf und nutzt die angenehmen Morgentemperaturen. Zur Mittagszeit sollten Schwangere eine ausgiebige Pause einlegen, wenn sie es einrichten können. Eine Siesta im kühlen dunklen Zimmer und eine erfrischende Dusche beleben nachhaltig. Am späten Nachmittag kann es dann weitergehen.

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Innenräume lassen sich kühl halten, wenn sie nachts oder am frühen Morgen ausgiebig gelüftet werden. Sobald dann die Sonne zu heizen anfängt, bleiben die Fenster und Jalousien geschlossen. Für den Luftaustausch zwischendurch reichen fünf Minuten Durchzug.

Große Hitze verlangsamt den Alltag. Dies sollten besonders Schwangere als Einladung verstehen, sich mehr Ruhe zu gönnen. Kleine Erholungs- und Erfrischungspausen zwischendurch werden wichtiger denn je.

Gegen Mattigkeit und Kreislaufprobleme hilft den Temperaturen angepasste Bewegung. An heißen Tagen geht man am besten schwimmen oder nutzt die kühlen Morgen- und Abendstunden zu leichter Bewegung, zum Spazierengehen oder Radfahren.

Im Freien vor UV-Strahlen schützen

Schwangere sollten Sonnenbäder nur mit Vorsicht genießen, denn die Schwangerschaftshormone machen die Haut besonders lichtempfindlich. Hautreizungen, Sonnenallergien, Hautverfärbungen oder Pigmentflecken zeigen sich in der Schwangerschaft deshalb häufiger als sonst.

Die Haut lässt sich wirksam vor Sonnenbrand und Hautverfärbungen schützen, wenn man drei Grundregeln beachtet:

  • Planen Sie Aktivitäten im Freien möglichst für den frühen Vormittag oder späten Nachmittag, denn von 12 bis 15 Uhr ist die UV-Einstrahlung am stärksten.
  • Wählen Sie möglichst hautbedeckende Kleidung und schützen Sie den Kopf mit einem Sonnenhut oder einer Kappe. Gegen UV-Strahlen schützt dicht gewebter, dunkler Stoff besser als heller.
  • Tragen Sie auf unbedeckte Haut reichlich UV-Schutzmittel mit hohem Lichtschutzfaktor auf.

Vor allem am Wasser und im Gebirge, aber auch bei leicht bedecktem Himmel ist guter Sonnenschutz wichtig, denn die Stärke der sommerlichen UV-Strahlung wird oft unterschätzt.

Sonne in der Schwangerschaft: Wie viel ist gesund?

Mit dem Sonnenbaden nicht übertreiben

Auf der einen Seite entspannen, wärmen und verwöhnen Dich die Sonnenstrahlen- Du kannst relaxen. Außerdem ist Deine Haut ist in der Schwangerschaft aufnahmefähiger als sonst und Deine Haut wird sehr viel schneller gebräunt. Das ist zwar ein positiver Effekt, leitet aber zugleich schon die negative Seite der Sonnenstrahlung ein.

Wie schon erwähnt, ist Deine Haut gerade wesentlich empfindlicher gegenüber äußeren Einflüssen – besonders gegenüber der Sonne.

Deine Haut wird demnach sehr schnell angegriffen und reagiert empfindlich auf die UV-Strahlung. Neben einem Sonnenbrand drohen auch Pigmentstörungen auf der Haut. Auch die Entstehung von Leberflecken wird begünstigt. Das gilt auch für Muttermale und Sommersprossen.

Auf die richtige Gesichtspflege achten

Dabei ist es wichtig, besonders auf die Gesichtspflege zu achten. Außerdem ist es fraglich, ob sich diese Hautstörungen nach der Schwangerschaft wieder zurück bilden.

Das heißt jetzt nicht, dass Du Dich vor der Sonne verstecken musst. Es kommt auf die richtige Dosis an. Vermeide die Hitze und Sonnenbestrahlung der Mittagssonne und achte auf einen ausreichenden UV-Schutz. Setze Dich nicht der prallen Sonne aus. Im Schatten ist es sowieso viel angenehmer.

Etwas Sonne braucht der Körper

Doch etwas Sonne solltest Du Deinem Körper schon gönnen. Denn um die Vitamin D-Zufuhr zu sichern, braucht der Körper die Sonne. Zudem wirken sich Wärme und Helligkeit positiv auf Deine Gemütslage und die des Babys aus.

Sonnenschutz nie vergessen

Du kannst also gerne Zeit in der Sonne verbringen, solltest aber immer für ausreichend hohen Schutz Deiner Haut sorgen. Eine Sonnenmilch/ -creme mit Sonnenschutzfaktor 30 bis 50+ ist erforderlich!

Bei großer Hitze aus der Sonne

Sobald Dir unangenehm heiß wird oder Du Dich unwohl fühlen solltest, musst Du sofort aus der Sonne. Das kann nämlich nicht nur zu Kreislaufproblemen führen, sondern auch Deinem Baby schaden. Es kann seine Körpertemperatur noch nicht selbstständig regulieren und deshalb schnell überhitzen. Bevorzuge deshalb, wenn möglich, immer ein schattiges Plätzchen.

Lesetipp: Solarium in der Schwangerschaft: erlaubt?

Eine Schwangerschaft im Sommer ist wunderschön und anstrengend zugleich. Denn Deine Haut reagiert empfindlicher, auch auf Sonne. Du bist schwanger und weißt nicht so richtig, wie Du mit dem Thema Sonnenschutz umgehen sollst!? Hier verrate ich Dir, wie Du die Sonne trotz Babybauch genießen kannst und worauf Du jetzt achten solltest.

Inhalt

Die Haut in der Schwangerschaft

Während Deiner Schwangerschaft fahren die Hormone Achterbahn und sorgen für einige körperliche Veränderungen. Das macht sich auch an Deiner Haut bemerkbar: Manche schwangere Frauen bekommen sehr rosige und reine Haut, wenn sie vorher mit Unreinheiten zu kämpfen hatten. Andere dagegen neigen zu Pickeln und Akne. Durch die erhöhte Produktion weiblicher Hormone in der Schwangerschaft wird vermehrt Melanin ausgeschüttet. Das kann bei Sonneneinstrahlung zu Pigmentveränderungen und anderen Hautstörungen führen. Auch Pigmentflecken, Sommersprossen und Muttermale werden dunkler. Auch Deine Brustwarzen können in der Schwangerschaft dunkler werden.

Sonnenbaden in der Schwangerschaft?

Während der Schwangerschaft solltest Du auf übermäßiges Sonnenbaden grundsätzlich verzichten. Dein Körper reagiert auf die warmen Temperaturen anders und es kann auch leicht zu Kreislaufproblemen kommen. Doch im ersten Trimester ist es besonders wichtig, da die UV-Strahlung der Sonne die Folsäure abbaut, die gerade in den ersten Wochen von großer Bedeutung für die Entwicklung Deines Kindes ist. Ein Mangel an Folsäure kann zu schweren Fehlbildungen führen. Aus diesem Grund solltest Du täglich Folsäure einnehmen, sobald Dein Kinderwunsch besteht.

Ebenso ist die Haut am Bauch durch die Dehnung dünner und dadurch empfindlicher für einen Sonnenbrand. Gegen einen angenehmen Platz im Schatten ist allerdings nicht einzuwenden. Im Gegenteil: durch das Licht produziert Dein Körper Vitamin D, was wichtig für den Knochenaufbau ist.

Der richtige Sonnenschutz in der Schwangerschaft

Wenn Du Dich in die Sonne legen möchtest, dann eher am frühen Morgen oder gegen Abend, da die Strahlung nicht so intensiv ist wie in der Mittagshitze. Außerdem solltest Du unbedingt immer darauf achten, genug zu trinken und Dich regelmäßig abzukühlen.

Da die Haut sehr empfindlich ist, sollte Deine Sonnencreme einen höheren Schutzfaktor haben (mindestens 25). Am besten geeignet sind Cremes und Lotionen ohne chemische Filter. Chemische UV-Filter wandeln die UV-Strahlen in Wärme um und Deine Haut heizt sich mehr auf. Das kann für Dich und vor allem Dein Baby gefährlich werden. Außerdem gelangen diese Stoffe über die Haut direkt ins Blut und somit auch zu Deinem Kind.

Besser sind physikalische Filter, wie sie in mineralischen Sonnencremes enthalten sind: Die enthaltenen Stoffe Zinkoxid und Titandioxid reflektieren die Strahlen, sodass sie nicht in die Haut eindringen können. Desweiteren wirkt Zinkoxid beruhigend auf die Haut. Bei Sonnencreme vom letzten Jahr solltest Du zuerst auf das Verfallsdatum achten. Ist die Creme noch haltbar und riecht normal, kannst Du sie weiterhin verwenden, wenn sie an einem kühlen Ort aufbewahrt wurde. Im Zweifelsfall ist es jedoch immer besser, ein neues Produkt zu verwenden.

Vor zu viel Sonne schützen auch luftige Kleidung und ein Sonnenhut. Im Sommer muss es leicht und luftig sein, daher solltest Du synthetische Stoffe meiden. Sie lassen kaum Luft durch und Du kommst schnell ins Schwitzen. Besser ist Umstandsmode aus natürlichen Stoffen wie Baumwolle, Leinen oder Seide.

Schwanger ins Solarium?

Viele werdende Mütter fragen sich auch, ob sie während der Schwangerschaft ins Solarium gehen können. Davon ist allerdings abzuraten. Es gibt zwar keine Studien mit Schwangeren, aber man kann vorher nie sagen, wie Dein Körper und Deine Haut reagieren. Außerdem gilt das künstliche UV-Licht der Sonnenbank sowieso als ungesund und krebserregend – egal, ob schwanger oder nicht.

Sonnenschutz in der Schwangerschaft: Die 5 wichtigsten Tipps

  • Meide die direkte Sonne und starke Hitze
  • Trinke viel Wasser
  • Achte noch besser als früher auf guten Sonnenschutz, vor allem am Bauch
  • Verwende mineralische Sonnencreme mit hohem LSF
  • Dunklere Sommersprossen und Pigmentflecken in der Schwangerschaft sind normalerweise kein Grund zur Sorge

Eine Schwangerschaft im Sommer kann mit dem richtigen Sonnenschutz und einigen Tipps gegen die Hitze wunderschön sein. Die wichtigste Regel ist die, die für alle Schwangeren gilt: Stress vermeiden und alles ruhig angehen lassen.

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