Sich besser konzentrieren

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Endlich besser konzentrieren – mit diesen Tricks klappt es!

Das Handy klingelt und natürlich gehe ich sofort dran. Es könnte ja wichtig sein. Eigentlich sitze ich gerade an einem Blogartikel, aber der läuft mir ja nicht davon. Also telefoniere ich kurz, lege dann wieder auf, widme mich wieder dem unfertigen Artikel und denke: Wo war ich? Wenn dir das bekannt vorkommt, unterliegst du wie ich auch manchmal der Verführung von Ablenkungen. Dabei ist es wichtig, sich zu konzentrieren, um effektiv arbeiten zu können. Jede Form von Unterbrechung ist einfach nur ein ärgerlicher Zeitfresser.

Ich finde es manchmal gar nicht so einfach, fokussiert bei der Sache zu bleiben. Ablenkung gibt es schließlich mehr als genug. Blöd ist nur: Wer Konzentrationsprobleme hat, der muss sehr viel mehr Mühe aufwenden, um seine Aufgaben zu erledigen.

Die negativen Auswirkungen einer Konzentrationsschwäche liegen auf der Hand: Du brauchst mehr Zeit, die Liste unerledigter Aufgaben wächst, der Druck und damit auch die Frustration steigen. Erkennst du dich ein bisschen wieder?

Konzentration ist die Kunst, dort zu sein, wo man ist.

Das ist leichter gesagt als getan, ich weiß. Wie bleibt man denn geistig da, wo man ist? Wie schafft man es, sich auf eine Aufgabe zu fokussieren und die Umgebung auszublenden?

Wenn du zu den Menschen gehörst, deren Aufmerksamkeit sich leicht von einer Aufgabe abziehen lässt, dann kommt hier die gute Nachricht: Konzentration lässt sich lernen – wie fast alles.

Und ich erkläre dir jetzt, wie!

Dich zu konzentrieren ist keine reine Willensfrage

Du wirst schon festgestellt haben, dass es bei Konzentrationsschwierigkeiten recht wenig hilft, sich von seiner inneren Stimme anschreien zu lassen: „Konzentrier dich!“

Bestimmt sitzt du dann da – wie ich auch manchmal – und antwortest deiner inneren Stimme: „Aber wie?“

Konzentration ist keine reine Willensfrage, sondern eine komplexe Kombination aus vier Komponenten:

  1. Deiner Motivation
  2. Deiner Organisation
  3. Deiner emotionalen Ausgeglichenheit
  4. Deiner Arbeitsatmosphäre

Klingt kompliziert? Ist es aber nicht!

Du hast bestimmt wie ich bei jeder deiner Aufgaben das Ziel, sie gut und gewissenhaft zu erledigen, zum Beispiel, um deinen Lebensunterhalt zu verdienen. Das ist deine Motivation.

Um all deine Aufgaben bewerkstelligen zu können, musst du dich gut organisieren und an deinen Plan halten. Um dir dabei zu helfen, gibt es verschiedene Tools. Ich habe die besten Erfahrungen mit Todoist in Verbindung mit dem Eisenhower-Prinzip gemacht. Eine mächtige Kombination! Ab

Fühlst du dich wohl, kannst du dich besser konzentrieren

Ich weiß, dass man als Freelancer oder Solopreneur manchmal ganz schön unter Druck steht und einem die Aufgaben schnell über den Kopf wachsen können.

Ich habe aber auch schnell gemerkt: Stress ist der Konzentrationskiller Nummer eins! Deshalb gehören für mich ausreichend Pausen, in denen ich an die Luft gehe, lese, entspannt im Café sitze, Freunde treffe oder einfach nur die Seele baumeln lasse, zum Arbeiten dazu. Für dich auch?

Gerade, wenn du überwiegend im Home Office arbeitest, solltest du deinen Arbeitsplatz in deinen Pausen verlassen und vor allem deine Mahlzeiten nicht dort einnehmen, wo du arbeitest – ich muss aber zugeben, dass ich da beim Arbeiten im Café auch manchmal eine Ausnahme mache 😉

Grundsätzlich kommst du aber, wenn du dich in deinen Pausen auch räumlich von der Arbeit trennst, schneller auf andere Gedanken und kannst dann umso motivierter wieder starten und dich viel besser konzentrieren!

Wichtig ist auch, dass du dir eine Arbeitsatmosphäre schaffst, in der du dich wohl fühlst. Da haben wir Solopreneure und Freelancer ein Ass im Ärmel, das Angestellte nicht haben: Wir können uns aussuchen, wo wir arbeiten: Zuhause, im Café, in der freien Natur oder auf der Reise im Zug – deiner Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Wenn mir Zuhause am Schreibtisch die Decke auf den Kopf fällt, schnappe ich mir mein Notebook und schreibe bei einem Cappuccino im Café um die Ecke weiter. Manchmal wirkt ein kurzzeitiger räumlicher Wechsel für die Konzentration Wunder (bei mir zumindest). Probiere es doch einfach mal aus!

Deine Checkliste für konzentriertes Arbeiten

Um die vier Komponenten, die deine Konzentration beeinflussen, miteinander in Einklang zu bringen, habe ich dir eine Checkliste zusammengestellt, die dir hilft, der Ursache von deinen Konzentrationsproblemen ausfindig zu machen und zu beheben:

  1. Motivation: Kläre dein persönliches Ziel, das hinter deinen Aufgaben steht.
  2. Organisation: Hast du Schwierigkeiten, dich an dein Zeitmanagement zu halten oder hast du vielleicht noch gar kein richtiges Zeitmanagement? Wenn dir genau wie mir eine handgeschriebene To-do-Liste nicht ausreicht, um den Überblick zu behalten, gibt es eine Menge Tools, die dir bei der Organisation helfen können – Todoist zum Beispiel.
  3. Wohlbefinden: Um konzentriert und effektiv arbeiten* zu können, musst du gut auf dich achten. Dazu ist es wichtig, dass du ausreichend schläfst, dich gesund ernährst und ausreichend trinkst. Nur wenn dein Körper fit ist, hat auch dein Geist genug Kraft.
  4. Relevanz: Fühlst du dich von der Menge der anstehenden Aufgaben manchmal überfordert? Hier ist es erneut wichtig, dass du dir deine Zeit gut einteilst und lernst, wichtige Aufgaben von unwichtigen zu unterscheiden: Prioritäten setzen.
  5. Multitasking: Versuchst du manchmal, dich auf mehrere Dinge gleichzeitig zu konzentrieren? Manchmal lenkt Multitasking mehr ab als es nützt. Wenn du deine Konzentration gleichzeitig auf mehrere Projekte verteilst, spaltest du sie auf. Die Folge: Du konzentrierst dich auf alles etwas, aber auf nichts richtig. Widme dich also lieber immer nur einer Aufgabe – der aber dafür fokussiert.
  6. Durchatmen: Machst du genügend Pausen? Sich zwischendurch immer mal wieder zu entspannen ist wichtig, um neue Kraft zu tanken. Gerade als Solopreneur oder Freelancer kannst du dir deine Pausen frei einteilen und bist nicht in feste Strukturen eingebunden. Vielleicht ist ein Powernap genau das richtige für dich!
  7. Ausgleich: Es ist wichtig, dass du einen Ausgleich zu deiner Arbeit hast. Das kann ein Hobby sein, dem du regelmäßig nachgehst, oder eine Sportart, die dir hilft, den Kopf freizubekommen.
  8. Arbeitsatmosphäre: Schaffe dir eine angenehme Arbeitsatmosphäre. Wenn du als Solopreneur oder Freelancer Zuhause arbeitest, stelle sicher, dass du nicht abgelenkt wirst. Vielleicht hilft es dir aber auch, zum Arbeiten in ein Café oder an die frische Luft zu gehen. Probiere es aus!

Konzentrationsübungen, mit denen du deine Konzentration steigern kannst

Wenn du alle Punkte der Checkliste erfüllst und trotzdem manchmal unter einer Konzentrationsschwäche leidest – keine Sorge: Konzentrationsprobleme sind von Zeit zu Zeit ganz normal und lassen sich mit ein paar einfachen Tricks ganz leicht beheben. Es gibt viele Übungen, die dir dabei helfen, deine Gehirnleistung steigern zu können und die dazu führen, dass du dich besser konzentrieren kannst.

Wenn du beispielsweise jeden Tag eine Strophe eines Gedichts auswendig lernst, kann dir das helfen, deine Konzentration langfristig zu verbessern. Oder hast du einmal versucht, dir vor dem Arbeiten ein Bild anzusehen und dir im Kopf detailliert aufzusagen, was du siehst? Kein Witz! Solche kurzen Aufmerksamkeitsübungen sind effektiver, als du denkst!

Mir hilft es zum Beispiel sehr gut, beim Arbeiten leise Hintergrundmusik zu hören. Hier erweist mir Spotify gute Dienste. Ich greife gerne auf die „Beats To Think To“-Playlist von zurück und los geht’s!

Wenn ich mal nicht weiterkomme oder merke, dass meine Konzentration abschweift, schnappe ich mir eine Zeitung, picke mir einen kurzen Artikel raus und zähle, wie oft ein bestimmter Buchstabe in dem Artikel vorkommt. Tipp: Versuche nicht auf den Inhalt zu achten, sondern nur auf den einen Buchstaben, den du dir ausgesucht hast. Du wirst sehen, dass du nach dieser kurzen Übung schnell wieder bei der Sache bist!

Du kannst es dir vor dem Arbeiten auch zum Ritual machen, dich aufrecht hinzusetzen und zwei Minuten lang bewusst tief in den Bauch zu atmen. Damit schlägst du zwei Fliegen mit einer Klappe: Du zwingst dich, dich ganz auf dich zu konzentrieren und versorgst deinen Körper durch die aufrechte Haltung und das bewusste Atmen mit genügend Sauerstoff und und der macht…na? Richtig: wach!

Schnell zu dir und deiner Konzentration zurück findest du auch, wenn du einen Satz bewusst langsam in Spiegelschrift schreibst oder in Gedanken eine Kiste mit zehn Gegenständen befüllst und ein paar Mal laut sagst, was du alles eingepackt hast.

Was aber am wichtigsten ist, wenn du einmal nicht weiterkommst: Lass dich nicht stressen und versuche, dich zu entspannen. Und vor allem: Vertraue auf deine Fähigkeiten. Schließe die Augen und dann sieh weiter!

Bonus: 5 Tools für mehr Konzentration

Natürlich gibt es auch ein paar digitale Helferlein, die uns beim konzentrierten Arbeiten unterstützen. Fünf von ihnen will ich euch hier kurz vorstellen:

[email protected]: Dieser Dienst bietet dir die perfekte Musik, um konzentriert arbeiten zu können. Die Musik ist speziell für diesen Zweck wissenschaftlich ausgewählt worden. Du hast auch die Möglichkeit, die Musik individuell einzustellen, etwa was die Intensität bzw. das Energielevel angeht. Zudem kannst du deine Produktivitätsphasen tracken.

Anti-Social: Mit diesem Tool gehst du an die Sache mit härteren Mitteln ran, denn der Name ist Programm: Du kannst genau einstellen, dass du während eine bestimmten Zeitraumes keinen Zugriff auf soziale Netzwerke wie Twitter und Facebook hast. Wer sich selbst nicht beherrschen kann…

Freedom: Bei dir hilft alles nichts? Dann kapsel dich doch ganz vom Internet ab und konzentriere dich voll und ganz auf deine Arbeit. Freedom verschafft dir dafür Freiheiten und beseitigt das Ablenkungsmonster namens Internet – zumindest für die Arbeitsphase. Du kannst selbst einstellen, wie lange du dir den Internetzugang verbieten möchtest.

Ommwriter: Weg mit potentiellen Störquellen. Wenn du an einem Text sitzt, dann fällt es dir leichter dich zu konzentrieren, wenn dein Computer dir keine Möglichkeiten zum Ablenken gibt. Ommwriter blendet Editoren, den Desktop und andere Störquellen aus, zeigt stattdessen nur einen minimalistischen Texteditor und spielt meditative Musik.

Workrave: Ja, wie du eben erfahren hast, sind auch Pausen wichtig für dich. Denn auf erholsame Pause können konzentrierte Arbeitsphasen folgen. Workrave (oder Time-Out für Mac) erinnern dich in regelmäßigen Abständen an kleine Pausen. Was sein muss, muss sein. Auch bei noch so arbeitsintensiven und dringlichen Projekten.

Beitragsbild: wavebreakmedia / .com

5 Tipps für mehr Konzentration in der Prüfungsphase

Trick 1: Die richtige Gestaltung deines Lern- und Arbeitsplatzes

Um dich beim Lernen richtig konzentrieren zu können, ist es wichtig, dass schon mal die Grundvoraussetzungen stimmen. Dazu gehört dein Arbeitsplatz. Suche dir einen Platz Zuhause, oder auch an einem anderen Ort, an dem du ungestört bist. Das bedeutet, so wenig Lärm, wie möglich.

Außerdem sollte dein Lernplatz mit genügend Licht versorgt sein. Am besten ist das Tageslicht. Falls das nicht ausreicht, solltest du mit Hilfe von zusätzlichen Lampen dafür sorgen.

Entferne alle störenden Geräusche und Gegenstände. Mit Gegenständen meine ich zum Beispiel Bücher, oder Zeitschriften, die mit deinem heutigen Lernthema nichts zu tun haben. Auch das Handy solltest du weglegen. Schalte es aus, oder stelle es auf „Lautlos“.

Zu guter Letzt, lege dir alle Hilfsmittel schon vorher, griffbereit, an deinen Arbeitsplatz. Nichts stört deine Konzentration mehr, als wenn du mittendrin aufstehen musst, und erst mal das Suchen anfängst.

Das bekomme ich mittlerweile sehr gut hin. Ich habe meinen Lernplatz nach diesen Tipps eingerichtet und siehe da ohne Handy und mit guter Vorbereitung lässt es sich gleich viel besser lernen.

Trick 2: Plane dir genügend Pausen ein

Konzentrationsphasen dauern zwischen 30 – 60 Min an. Dazwischen ist es wichtig, Pausen einzulegen. 10 Minuten reichen völlig aus, mehr als eine viertel Stunde, sollte es aber nicht sein. Denn ansonsten bist du wieder komplett draußen und musst dich in das Thema erst wieder einarbeiten. Die Pomodoro Technik hilft hier ungemein.

Super sind vor allem Bewegungspausen. Mache ein paar Dehnübungen, oder geh kurz an die frische Luft. Die kann ungemein helfen und schon gehst du mit neuer Energie an die Arbeit. Ich mach mir oft einen Kaffee und setze mich kurz draußen auf den Balkon. Natürlich nur im Sommer :D. Im Winter versuche ich es mit Dehnübungen für den Rücken und Nacken. Die tun bei mir recht schnell weh, wenn ich mal wieder in irgendeiner komischen Haltung am Schreibtisch gesessen habe.

Auch das sogenannte Power Napping steigert deine Konzentration. Die Japaner haben es bereits vorgemacht 😉 . 10 Minuten Schlaf reichen aus, um danach wieder, energiegeladen, zur Tat zu schreiten.

Aber Achtung: Power Napping will gelernt sein! Am Anfang habe ich meinen Wecker fünf Mal verlängert und schon mal zwei Stunden geschlafen und dann war es auch wieder vorbei mit dem Lernen. Es kann aber funktionieren. Da muss man seinen Schweinehund aber bisschen trainieren.

Trick 3: Die richtige Ernährung und genügend Schlaf

Während der Prüfungsvorbereitung treibst du vielleicht schon weniger Sport, da sollte eine ungesunde Ernährung nicht noch hinzukommen. Denn Beides ist schlecht für die Konzentration. Daher ist eine ausgewogene Ernährung sehr wichtig.

Du solltest mindestens 2 – 3 Liter Wasser am Tag trinken. Natürlich wissen wir das alle schon. Trotzdem ertappst du dich bestimmt des Öfteren dabei, dass du es eben nicht tust.

Mein Tipp: Ich stell mir ein Glas hin, und die Wasserflasche daneben. Immer nachfüllen, wenn das Glas leer ist. Am Anfang solltest du dich einfach zwingen. Dann geht es irgendwann wie von allein.

An einem „Lerntag“ sollte Frühstücken ein MUSS sein. Denn nur so kannst du, voller Elan und konzentriert, dich an die ersten Aufgaben machen. Und ich für meinen Teil bin sowieso ein totaler Frühstücksfan. Ich bin eh erst nach Kaffe und Marmelade-Toast ansprechbar und zu etwas zu gebrauchen.

Ich empfehle dir außerdem, deine Lebensmittel mit Bedacht auszuwählen. Es bringt dir nichts, wenn du dir eine Pizza bestellst (weil’s so bequem ist 😉 und natürlich auch lecker) und dann mit einem übervollen Magen weiterarbeiten willst. Funktioniert nicht, denn dann bist du danach ziemlich träge. Das Schwere-Gefühl solltest du also vermeiden.

Zwischendrin ist Obst und Gemüse ein super Energielieferant.

Trick 4: Energiediebe abschaffen und Überforderung vermeiden

Was einem echt die Nerven kostet und die Konzentration sinken lässt sind die Energiediebe. Das können die rumliegenden Klamotten vom Partner sein, die unaufgeräumte Wohnung, die Musik vom WG – Genossen, die gerade mal wieder lauthals aus seinem Zimmer dröhnt.

Es sind Kleinigkeiten, aber man regt sich trotzdem auf und das kostet Kraft.

Diese Energiediebe solltest du noch vor dem Lernen abschaffen. Denn du kannst so lange nicht konzentriert lernen, solange die Probleme anhalten und nicht gelöst sind.

Da musst du manchmal einfach nur an dich selbst denken. Ich weiß, fällt schwer. „Wie sage ich ihm jetzt, dass er bitte die Musik leiser drehen soll?“. Ganz einfach. Genau so. Solange du höflich bist, und deine Worte mit Bedacht wählst, sollte er eigentlich kein Problem haben, für eine Stunde ein wenig leiser zu sein.

Und der Partner? „Warum räumt er seine doofen Klamotten nicht einfach weg. Immer muss ich ihm hinterher räumen.“

Nun da gibt es einen ganz einfachen Trick: Mach es nicht! Sag doch einfach, dass es dich stört, wenn überall alles herum liegt. Mach ich auch. Mittlerweile haben wir uns die Arbeit super aufgeteilt.

Manchmal kann „den Mund aufmachen“ wahre Wunder bewirken.

Und wie ist das mit der Überforderung gemeint?

Pass einfach auf, dass du dir für einen Lerntag nicht zu viel aufhalst. Ja es ist viel zu lernen. Aber das weißt du doch früh genug oder? Schreibe dir einen Plan, wann du was lernen willst. Das nimmt einen sofort immens viel Druck.

Fang früh genug mit dem Lernen an. Schiebe nicht auf. Plane deine Zeit richtig ein. Denn unter Druck lernen funktioniert, aber wenn es zu viel wird, dann schwächt es nur deine Konzentration und das wäre unproduktiv.

Ob im Unterricht, bei den Hausaufgaben oder bei der Vorbereitung auf die nächste Klassenarbeit: Zu oft sind Schüler nicht ganz bei der Sache. Die Klage von Eltern über Konzentrationsschwächen ihrer Kinder ist alt – aber die Dimension neu. Tatsächlich ist Aufmerksamkeit in Zeiten ständig brummender und piepsender Handys knapper als je zuvor. Kinder und Jugendliche sind heute viel mehr Reizen ausgesetzt. Das macht es natürlich nicht leichter, sich eine längere Zeit nur auf eine Sache zu konzentrieren.

Doch klar ist: In der Regel besteht bei allem Gedaddel und Gechatte kein Grund zur Sorge. Die meisten Kinder können sich noch immer ausdauernd auch mit Offline-Tätigkeiten beschäftigen – lesen, spielen, ein kniffliges Rätsel lösen oder eine schwierige Handarbeit machen. Wer sich auf so etwas über 20 bis 30 Minuten hinweg fokussieren kann, hat kein grundsätzliches Konzentrationsproblem.

Konzentration lernen: Ungesunde Ernährung, zu viel Medienkonsum und Ablenkung, zu wenig Bewegung und Schlaf: Dass Schüler unkonzentriert sind, kann viele Ursachen haben. Warum das dennoch kein Grund zur Sorge sein muss, erklärt eine Broschüre des Nachhilfeanbieters Studienkreis, aus der auch dieser Artikel stammt. Erhältlich gratis als Download oder gedruckt in vielen Studienkreis-Filialen: www.studienkreis.de/infothek/gratis-broschueren/ konzentration

Allerdings fällt vielen Schülern das Fokussieren deutlich schwerer, wenn es um schulisches Lernen geht. Das liegt jedoch meist eher an mangelnder ­Motivation – und an den vielen anderen Dingen, die in dem Moment spannender sind als Mathehausaufgaben oder Englischvokabeln. Wenn Kinder konzentrierter lernen sollen, müssen daher auch die Rahmenbedingungen stimmen.

Denn Konzentration und Motivation sind eng miteinander verknüpft. Und zwar in beide Richtungen: Wenn eine Schülerin nicht motiviert ist, sich mit
einem bestimmten Lernstoff zu beschäftigen, wird sie sich nicht darauf konzentrieren können; und wenn sie sich nicht recht auf eine Sache konzentrieren kann, wird sie daran schnell die Freude verlieren. Deshalb sollten Schüler und Eltern Konzentrationsschwierigkeiten immer aus unterschiedlichen Blickwinkeln betrachten und bekämpfen.

Die erste Frage ist: Fehlt die Motivation?

Auf der einen Seite steht dabei die Frage, ob etwas der Schülerin oder dem Schüler das Lernen verleidet. Das kann zum Beispiel die Abneigung gegen ein bestimmtes Fach oder die Schule allgemein sein. Nicht immer liegen die Gründe dafür auf der Hand. Hier gilt es, sensibel nachzuforschen:

  • Stimmt die Chemie mit der Lehrkraft nicht? Dann hilft oft ein klärendes Gespräch zu dritt. Falls sich danach an der Situation nichts ändert, tröstet vielleicht die Aussicht auf einen Lehrkraftwechsel im nächsten Schuljahr.
  • Interessiert sich das Kind für ein Fach oder einen bestimmten Lernstoff nicht? Das kommt vor und ist normalerweise kein großes Problem, weil es sich mit Stärken in anderen Fächern oder Stoffbereichen ausgleichen sollte. Tipp: In vielen Fällen lässt sich Inte­resse durch außerschulische Aktivitäten in dem ­speziellen Bereich wecken.
  • Hat das Kind Lernlücken, die es ihm schwer machen, im Unterricht mitzukommen? Dann sollte es diese schnellstmöglich schließen, um einen Teufelskreis zu vermeiden. Dabei kann professionelle Nachhilfe unterstützen.
  • Passt die Schule nicht zum Kind? Auch wenn der Schritt zunächst schwerfällt: In diesem Fall ist ein Wechsel fast immer eine Wohltat für frustrierte Schüler.
  • Ist das Kind blockiert, oder hat es sich gar aufgegeben? Wenn Eltern diesen Eindruck haben, ist die Schul­psychologin eine gute erste Anlaufstelle.

Solche Probleme können dem Kind die Freude und den Mut nehmen, sich an etwas Neues heranzuwagen. Das ist jedoch die Grundbedingung für effektives Lernen, denn wir lernen nur dann gut, wenn wir damit positive Gefühle verbinden. Ohne Motivation kann Konzentration kaum gelingen.

Der nächste Schritt: Störfaktoren ausschalten!

Doch auch wenn ein Kind grundsätzlich motiviert ist zu lernen, kann es ihm schwerfallen, sich aufs Lernen zu konzentrieren: durch eine Umgebung und Bedingungen, die das fokussierte Arbeiten eher behindern als fördern. Eine ganze Reihe an Faktoren kann dazu führen, dass Kinder sich unnötig anstrengen müssen, um überhaupt in die Gänge zu kommen. Hier sind die wichtigsten – und Hinweise, wie man sie abschalten kann:

Müdigkeit: Ist der Körper nicht fit, schwächelt auch der Geist. Vor allem Jugendliche bekommen oft zu wenig Schlaf, was ihre Leistungsfähigkeit gerade in den ersten Schulstunden einschränkt. Ganz kann man dieses Problem nicht beheben, weil sich in der Pubertät der Biorhythmus verschiebt. Doch eines lohnt sich auf jeden Fall: spätestens eine Stunde vor dem Schlafengehen das Handy oder Tablet auszuschalten. Das bläu­liche Licht der Displays macht nämlich wach und stört daher das Einschlafen. Ist ein Kind allerdings plötzlich in ungewöhnlicher Weise unkonzentriert, kann auch einfach eine Krankheit im Anmarsch sein.

Streit und Stress: Konflikte und Sorgen im Freundeskreis oder der Familie (auch unter den Eltern) blockieren den Kopf. Dagegen hilft nur eines: mitei­nander reden, zum Beispiel beim gemeinsamen Abendessen. Ebenfalls ein Stressfaktor ist übermäßiger Leistungsdruck. Merke: Konzentration lässt sich üben, aber nicht erzwingen.

Wenig Bewegung: Wenn Schüler Sport treiben oder toben, wird auch ihr Gehirn besser durchblutet – das fördert die Konzentration. Gerade in stressigen Lernphasen sollten Kinder zwischendurch immer wieder kurz an die Luft gehen oder zumindest vom Schreibtisch aufstehen und vielleicht eine Lockerungsübung machen. Ebenso wichtig ist die richtige Entspannung zwischen Lernblöcken.

Falsche Ernährung: Um leistungsfähig zu sein, braucht das Gehirn Energie und Wasser. Doch Fast Food und Softdrinks führen oft geradewegs ins Zuckerloch. Wasser führen Schüler ihrem Körper daher am besten so pur wie möglich zu. Ungesüßte Tees sind eine Alternative. Energie sollte in Form sogenannter komplexer Kohlenhydrate aufgenommen werden, die in Vollkornprodukten, Obst und Gemüse enthalten sind. Auch wichtig: gemeinsame Mahlzeiten. Sie machen Kinder zufriedener, wodurch sie sich besser motivieren können.

Ablenkung: Gedanken und Geräusche, Musik und Mitschüler, der Blick aus dem Fenster: Viele Dinge können vom Lernen ablenken. Wer seinen Arbeitsplatz klug einrichtet, arbeitet fokussierter. Dazu gehören natür­liches Licht oder Tageslichtleuchten, ein mitwachsender Schreibtisch, ein beweglicher Stuhl und eine sinnvolle Ordnung für Schreibmaterial, Bücher und Hilfsmittel.

Medien: Häufiges Fernsehen und Computerspielen programmiert das Gehirn auf schnell wechselnde Reize, was die schulische Konzentration stört. Und Smartphones lenken sogar ausgestellt ab, wenn sie in Sichtweite sind. Beim Lernen sollte das Handy daher nicht im gleichen Zimmer liegen und keine Geräusche machen können. Immer sollte klar sein: Lernen geht vor!

(Vor-)Freude: Doch nicht nur negative Dinge können die Konzentration ganz allgemein stören. Wer sich auf seinen Geburtstag am Wochenende oder das Konzert morgen Abend freut, ist beim Lernen leicht abgelenkt. Und wer verliebt ist, hat auch anderes im Kopf als die Englischvokabeln. Es ist völlig normal und in Ordnung, dass Kinder sich einmal auf etwas anderes konzentrieren als das Lernen. Denn wer glücklich ist, lernt leichter.

Und jetzt geht’s los: Konzentration kann man üben!

Wer solche Störfaktoren ausschaltet, ist schon einmal auf einem guten Weg, seine Aufmerksamkeit zu verbessern – und kann die andere Seite der Konzentration angehen. Denn niemand ist automatisch fokussiert, nur weil ihn nichts anderes ablenkt. Schon biologisch ist unsere Konzentrationsfähigkeit begrenzt: Je älter Schüler werden, umso länger können sie grundsätzlich bei der Sache bleiben – etwa doppelt so viele Minuten, wie sie Jahre alt sind. Von Erstklässlern kann man demnach höchstens eine Viertelstunde konzentriertes Arbeiten erwarten, von Neuntklässlern eine halbe Stunde.

Wie gut jemand dieses Potenzial abruft, hängt jedoch auch von seinem Training ab. Tatsächlich lässt sich Konzentration nämlich erlernen und üben. Allerdings können wir unseren Kopf nicht so einfach und gezielt trainieren wie einen Muskel – dafür ist der Vorgang des Denkens zu komplex. Wenn wir konzentriert sind, nutzen wir ein Netzwerk aus unterschiedlichen Gehirnbereichen, die jeweils eigene Funktionen haben. Dabei sind wir gleichzeitig aufmerksam und entspannt, nehmen manche Reize gesteigert wahr und blenden andere effektiv aus. Dieses Zusammenspiel funktioniert umso besser, je häufiger wir es verwenden.

Wer Sudokus löst, wird besser im Sudokulösen. Aber es gibt einen Nebennutzen

Deswegen lohnen sich verschiedene Aktivitäten, die auf den ersten Blick nicht viel mit dem nächsten Zeugnis zu tun haben. Zwar übt unser Gehirn immer nur genau das, was es gerade macht: Wer Sudokus löst, wird besser im Sudokulösen, wer Gedichte auswendig lernt, kann hinterher die Gedichte auswendig – die Note in Bio wird davon nicht unmittelbar besser. Doch es gibt einen Nebennutzen solcher geistreichen Spiele und Übungen: Unser Gehirn lernt, sich gezielt auf eine Sache zu konzentrieren – und merkt sich, dass dieser Zustand Spaß machen kann. Wenn dann noch einige Grundfertigkeiten wie der Umgang mit Zahlen oder Sprache dabei trainiert werden, fällt auch im Biounterricht die Konzentration leichter.

Die wichtige Aufmerksamkeitsübung ist: das Lesen. Keine andere geistige Tätigkeit trainiert unsere Konzentrationsfähigkeit so gut. Während wir Wörter entschlüsseln, ist unser Kopf mit vielen Dingen gleichzeitig beschäftigt: von der Sprache und dem Satzbau über das eigene Vorwissen und neue Erkenntnisse bis hin zu Emotionen. Dieser komplexe Vorgang erfordert viel Aufmerksamkeit, belohnt uns dafür aber durchgängig mit Spannung – und trainiert daher die ­Konzentration optimal. Auch Vorlesen und Vorlesen-Lassen haben diesen Effekt.

Darüber hinaus gibt es viele weitere Möglichkeiten, seinen Kopf fitter zu machen: Spiele wie ­Scrabble, ­Sudoku, Silbenrätsel oder Wortketten etwa steigern nebenbei das Wort- und Zahlenverständnis. Wimmelbilder oder Zeichen-Labyrinthe trainieren das gezielte Sehen. Und Mandalas, Skizzenhefte und Malbücher (die gibt es heute auch für Größere und Erwachsene) sind gut für die Feinmotorik. Bei all diesen Ideen gilt jedoch: Sie sind nur nützlich, wenn sie der Schülerin oder dem Schüler auch Spaß machen. Denn ohne Motivation kostet Konzentration einfach nur Kraft.

Konzentriert lernen: Fünf Tipps für mehr Aufmerksamkeit

Tipp 1 für konzentriertes Lernen: Organisiere deinen Arbeitsplatz

Bevor es ans konzentrierte Lernen geht, heißt es erst einmal: aufräumen! Ein ordentlicher Arbeitsplatz hilft dir dabei, dich auf das Wesentliche zu fokussieren. Dabei geht es aber nicht unbedingt darum, dass besonders wenig auf deinem Schreibtisch herumliegt, sondern, dass die richtigen Sachen in greifbarer Nähe sind. Dinge, die du nicht zum Arbeiten brauchst und die dich möglicherweise ablenken könnten, kommen in die Schublade, um deine Konzentration zu steigern.

Ausreichend Stifte zum Schreiben und Markieren, Notizblöcke, Post-Its, oder was du sonst noch zum Lernen benötigst, sollten dagegen in Reichweite liegen. Am besten überlegst du dir auch bereits am Abend vor dem Lernen, welche Bücher und Unterlagen du für die anstehende Lernsession am nächsten Tag benötigst und legst dir diese ebenfalls zurecht.

Tipp 2: Handy weg, Internet aus

Flugmodus einschalten, WLAN deaktivieren oder das Smartphone komplett ausschalten. Diese Maßnahmen sind ein guter Anfang gegen Prokrastination, reichen aber nicht aus – das haben Forscher der Universität von Texas im letzten Jahr herausgefunden. Ihre Studie zur Smartphone-Nutzung hat ergeben: Das Handy stört unsere Konzentration auch, wenn es ausgeschaltet neben uns liegt. Warum? Weil wir dann ständig daran denken, nicht an das Smartphone zu denken. Besser ist es, das Telefon in der Tasche zu verstauen, noch besser, es gleich in einem anderen Raum aufzubewahren.

Auch am Notebook solltest du die Internetverbindung ausschalten oder gleich das Netzwerkkabel entfernen. So kommst du gar nicht erst in Versuchung, im Internet zu surfen. Wenn es beim Lernen aber gar nicht ohne Internetrecherche geht, haben wir hier ein paar Tipps für dich, wie du trotzdem ungestört arbeiten kannst:

Internetseiten sperren

Setze Webseiten, die dich besonders oft ablenken (Facebook, YouTube, Newsseiten) vorübergehend auf den Index oder sperre sie komplett. Dazu gibt es verschiedene Programme und Add-Ons, zum Beispiel „Freedom“ für den Mac, „LeechBlock „für Firefox oder „StayFocused“ für Google Chrome. Damit kannst du selber bestimmen, welche Seiten während einer konzentrierten Lernphase für dich tabu sind.

YouTube-Einstellungen anpassen

Nutzt du YouTube, etwa um dir Lernvideos anzusehen, kannst du zumindest die automatische Wiedergabe ausschalten. Das verhindert, dass nach Ende des Videos sofort das nächste Filmchen abgespielt und du unnötig abgelenkt wirst. Die entsprechende Einstellung findest du rechts in der Spalte, in der dir ähnliche Videos angezeigt werden – entferne dort einfach den Haken für „Autoplay“.

Wenn du extrem anfällig für Ablenkungen bist und auf Nummer sicher gehen willst, solltest auch deinen Such- und Wiedergabeverlauf auf YouTube löschen. Damit verringerst du die Gefahr, dass dir bereits auf der Startseite süße Katzenvideos angezeigt werden, die dich komplett in ihren Bann ziehen.

Offline-Notizen machen

Stößt du beim Lernen auf ein Problem, ist die Versuchung groß, mal eben in der WhatsApp- oder der Facebook-Gruppe nach Hilfe zu fragen. Damit ruinierst du nicht nur deine Konzentration (wenn man schon mal auf Facebook unterwegs ist, kann man ja auch noch schnell seinen Feed durchscrollen), sondern nimmst dir auch die Möglichkeit, selbst über Lösungen nachzudenken.

Schreibe Fragen, die während des Lernens aufkommen, also einfach auf ein separates Blatt Papier. Am besten nimmst du dafür einen Zettel in einer grellen Farbe, sodass du ihn zwischen deinen anderen Notizen schnell wiederfindest. Am Ende der Lerneinheit hast du auf einige Fragen vielleicht schon selbst eine Antwort gefunden. Die anderen kannst du jetzt an Freunde, Kommilitonen oder den Dozenten loswerden, ohne deine Konzentrationsphase zu unterbrechen.

Auch in den Pausen gilt das Internet-Verbot

Um deine Konzentration aufrecht zu erhalten, solltest du auch in den Pausen auf Ablenkung durch WhatsApp, Facebook, Instagram und Co. verzichten.

Setze stattdessen lieber auf einen kleinen Spaziergang oder lenke dich mit leichter Hausarbeit ab. Alles, wofür du beide Hände benötigst, steigert die Merkfähigkeit!

Tipp 3: Setze Prioritäten

Bevor es an die eigentlichen Lerninhalte geht, ist es ratsam, sich erst einmal einen „Schlachtplan“ zurechtlegen. Dafür solltest du dich fragen, was genau du für die Prüfung lernen musst und wie wichtig die jeweiligen Inhalte sind – das kannst du dann in einem Ranking festhalten.

Um herauszufinden, wie wichtig die besprochenen Inhalte für die Klausur sind, solltest du dir bereits im Unterricht oder während der Vorlesung Notizen machen: markiere dir Stellen, auf die dein Lehrer besonders intensiv eingeht oder notiere dir, wie viel Unterrichtszeit für die Themen draufgegangen ist. Das ist natürlich keine Garantie, kann aber für die grobe Einschätzung der Inhalte nützlich sein.

Eine solche Rangliste hilft dir außerdem, deine Aufmerksamkeit auf die wichtigen Themen zu lenken und dich besser darauf zu konzentrieren, was für die Prüfung relevant ist. Das ist besonders von Vorteil, wenn die verbleibende Zeit bis zur Klausur knapp wird. Außerdem kannst du mit dieser Technik deine Zeit sinnvoller einteilen: Für besonders wichtige und umfangreiche Themen solltest du mehr Zeit einplanen als für andere – auch, wenn sie vielleicht weniger interessant sind oder schwieriger von der Hand gehen.

Tipp 4: Sorge für Abwechslung und Pausen

Beim Lernen wird zwischen zwei Arten unterschieden: dem „verteilten Lernen“ und dem „massierten Lernen“. Das massierte Lernen kennen wir auch unter dem Begriff „Bulimie-Lernen“ – eine Methode, die vor allem aufgrund von Zeitmangel bei Schülern und Studenten beliebt ist. Bei dieser Methode versuchen wir, uns besonders viel Stoff in möglichst kurzer Zeit drauf zu schaffen – das ist aber leider genauso ineffektiv wie konzentrationsraubend.

Das verteilte Lernen ist viel effektiver: dabei geht es darum, die Inhalte in viele kleine Häppchen einzuteilen, die jeweils durch kurze Pausen voneinander getrennt werden. Dadurch bleibst du länger aufmerksam und beugst Müdigkeitsattacken vor. Die kurzen Lernabschnitte sorgen dafür, dass die Informationen im Langezeitgedächtnis abgespeichert werden.

Noch besser sitzt das Wissen, wenn du das zuvor Gelernte in den Pausen still wiederholst. Im nächsten Lernabschnitt geht es dann im Idealfall mit einem anderen Thema weiter. Wenn du nicht zwischen verschiedenen Themenbereichen oder Fächern switchen willst, kannst du auch die Art des Lernens variieren: zum Beispiel erst Vokabeln lernen, dann eine praktische Übung einlegen, danach wichtige Hintergrundinfos zum Thema zusammenfassen.

Tipp 5: Finde deinen Rhythmus

Abhängig vom individuellen Biorhythmus hat auch jeder von uns seinen eigenen Lernrhythmus – während die einen morgens Mühe haben, unbeschadet den Weg in die Dusche zu schaffen, sind die anderen in den frühen Morgenstunden schon besonders aktiv und können viel Wissen aufnehmen.

Hier gilt es, dass du dich selbst kennenlernst. Wenn du weißt, wann du am leistungsfähigsten bist, kannst du besonders intensive oder schwierige Lernblöcke in diese Zeiträume legen. In deinen schwächeren Phasen solltest du dann entsprechend Aufgaben erledigen, die dir leichter fallen oder in denen du bereits routiniert bist.

Aber auch in deinen leistungsfähigen Phasen gilt: Pausen nicht vergessen! Spätestens nach anderthalb Stunden sind 15-20 Minuten Pause notwendig, in denen du dich ein bisschen bewegst, frische Luft schnappst oder ein bisschen Brainfood zu dir nimmst.

Länger konzentriert bleiben: 5 einfache Tipps, wie du besser lernen und arbeiten kannst

von Tim Reichel

Konzentriertes Arbeiten ist der Schlüssel für ein erfolgreiches Studium. Täglich mühen sich tausende Studenten mit ihren Lernunterlagen ab und versuchen, den Vorlesungsstoff für die nächste Prüfung im Gedächtnis zu behalten. Die traurige Wahrheit ist jedoch: Viele von ihnen schaffen es nicht. Diesen Studenten gelingt es nicht, ihre verfügbare Zeit produktiv zu nutzen und ihre eingesetzten Lerneinheiten in gute Noten zu verwandeln.

Der Einsatz stimmt – doch der Wechselkurs Lerndauer/Noten ist zu schlecht.

Sie investieren Stunde für Stunde und kommen trotzdem nicht vom Fleck. Weißt du, woran das liegt? Ich verrate es dir: Diese Studenten beschäftigen sich zwar mit ihrem Studium, aber sie lernen nicht konzentriert genug. Sie lesen, fassen zusammen, wiederholen, rechnen und verstehen den Stoff – allerdings brauchen sie dafür zu lange. Die Intensität fehlt. Diese Studenten haben keinen starken Fokus, mit dessen Hilfe sie zwei oder drei Stunden am Stück auf höchstem Niveau Kopfarbeit verrichten können.

Häufig beginnen sie in bester Absicht mit dem Lernen und arbeiten sich konzentriert voran. Doch spätestens nach einer halben Stunde am Schreibtisch verlieren sie den Fokus. Sie werden abgelenkt oder lenken sich selbst ab. Sie verzetteln sich, verschwenden ihre Zeit oder kommen von ihrem Plan ab. Und das regelmäßig.

Falls es dir auch so ergeht und deine Lernsessions häufig ins Leere laufen, wird dir dieser Artikel helfen. Ich zeige dir fünf einfache Tipps, mit deren Hilfe du länger konzentriert bleiben und fokussierter arbeiten kannst, als jemals zuvor. Und das Beste ist: Die folgenden Techniken sind kinderleicht umzusetzen und werden deine Arbeitsweise sofort auf ein neues Level heben.

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Wie du länger konzentriert bleiben kannst

Wenn du länger konzentriert bleiben möchtest, brauchst du keine teuren Selbstmanagement-Kurse oder fragwürdige Substanzen aus der Apotheke. Das Einzige, was du brauchst, ist eine neue Strategie, die deine Aufmerksamkeit bündelt und gegen Störeinflüsse von außen schützt.

Die folgenden fünf Tipps helfen dir dabei:

Tipp #1: Erstelle einen schriftlichen Plan!

Der häufigste Grund, warum viele Studenten schon nach kurzer Zeit die Konzentration verlieren, liegt an fehlender Zielstrebigkeit. Diese Studenten beginnen mit dem Lernen, ohne vorher festzulegen, was sie genau erreichen wollen. Sie haben keinen Plan – und deswegen agieren sie planlos. Konzentriertes Arbeiten ist in diesem Zustand nicht möglich, weil unklar ist, worauf der Fokus gerichtet werden soll.

Erstelle deshalb vor jeder noch so kleinen Lerneinheit einen konkreten, schriftlichen Plan. Bestimme im Detail, welche Themen du in der folgenden Zeit lernen möchtest und welche Ergebnisse danach zu Buche stehen sollen. Dazu reicht es schon aus, wenn du eine kurze, aber eindeutige To-do-Liste aufstellst und die entsprechenden Zeitfenster vermerkst. Durch das Aufschreiben erhält dein Plan zudem eine gewisse Verbindlichkeit.

Lesetipp: Wie du einen Lernplan für deine nächste Prüfung erstellst – eine Schritt-für-Schritt-Anleitung für eine entspannte Prüfungsphase

Tipp #2: Lerne in Etappen!

Wenn du über längere Zeit konzentriert bleiben möchtest, bedeutet das nicht, dass du ununterbrochen durcharbeiten musst. Ganz im Gegenteil: Ohne regelmäßige Pausen wird deine Konzentration stark einbrechen. Es ist nicht möglich, sich durchgehend an der Leistungsgrenze zu bewegen, ohne zwischenzeitliche Erholung. Wichtig ist dabei nur, dass du diese Unterbrechungen selbst bestimmst und sie gezielt einsetzt.

Gewöhne dir daher an, in Etappen zu lernen. Unterteile deine Lernsession in kleine Arbeitsintervalle von 30 bis 60 Minuten und trenne diese Phasen durch kleine Pausen von 5 bis 10 Minuten. Dieser Rhythmus wirkt sich optimal auf deine Konzentration aus und sorgt dafür, dass du viele produktive Lerneinheiten aneinanderreihen kannst, ohne dabei deinen Fokus zu verlieren. Am besten legst du einzelne Intervalle schriftlich fest und bestimmst jeweils ein konkretes Ziel.

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Tipp #3: Kümmere dich nur um eine Sache!

Deine Aufmerksamkeit ist ein flüchtiges Gut. Das bedeutet: So schnell wie sie gekommen ist, ist sie auch schon wieder weg. Eine der größten Aufmerksamkeitsvernichtungsmaschinen ist Multitasking. Wenn du zwischen vielen verschiedenen Aufgaben und Tätigkeiten hin und her wechselst, kommt dein Fokus irgendwann nicht mehr mit – und verschwindet. Dadurch wirst du unkonzentriert, arbeitest langsamer und lieferst qualitativ schlechtere Ergebnisse ab.

Beschäftige dich deshalb immer nur um eine einzige Sache zur selben Zeit. Verzichte auf Multitasking und richte deine Aufmerksamkeit stattdessen auf eine konkrete Aufgabe. Bündle deine geistige und mentale Energie, damit du effizient und entschlossen handeln kannst. Eröffne niemals mehrere Baustellen gleichzeitig. Kümmere dich nacheinander um deine To-dos und lass nicht zu, dass sich deine Aufmerksamkeit von deinem eigentlichen Ziel entfernt.

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Tipp #4: Führe eine Side-List!

Beim Lernen wirst du ständig mit neuen Ideen und Impulsen konfrontiert, die deinen Fokus schwächen können. Offene Fragen zum Stoff, mögliche Prüfungsthemen oder interessante Gedankengänge ziehen deine Aufmerksamkeit auf sich und sorgen dafür, dass du von deinem eigentlichen Vorhaben abgelenkt wirst. Wenn du diesen Dingen jedes Mal direkt nachgehen würdest, wäre deine Lerneinheit alles – außer produktiv.

Daher empfiehlt es sich, alle aufkommenden Gedanken beim Lernen zunächst auf einer externen Liste zu sammeln. Später kannst du dich um die neuen Ideen kümmern – für den Moment dürfen sie dich aber nicht interessieren. Vergiss nicht: Dein Ziel ist es konzentriert zu bleiben und dich nicht um jeden Kleinkram zu kümmern, der dir in den Sinn kommt. Genau dabei hilft dir eine Side-List auf der du alles, was SPÄTER relevant sein könnte, zusammenträgst.

Lesetipp: Wie du mit der GTD-Methode für immer das Chaos in deinem Kopf beseitigst

Tipp #5: Isoliere dich für einen Moment!

Um deine Konzentration zu schützen, musst du dich manchmal zurückziehen und von der Außenwelt abschotten. Und mit Abschotten ist wirkliches Abschotten gemeint: Gehe in dein Zimmer oder in einen freien Raum, schließe die Tür hinter dir, schließe das Fenster, ziehe die Gardinen oder Rollladen zu und isoliere dich komplett von deiner Umwelt. Niemand darf dich stören, keine Einflüsse von außen sind erwünscht. Setze Kopfhörer auf, um dich gegen akustische Ablenkungen zu schützen und mache alles, um ungestört zu sein.

Gleiches gilt auf digitaler Ebene: Dank des Internets leben wir zwar in einer Zeit der unbegrenzten Möglichkeiten, aber damit auch in der Zeit der unbegrenzten Ablenkungen. Dein Smartphone und dein Computer halten unendlich viele Informationen für dich bereit und warten nur darauf, dass du deine Lernsession unterbrichst, um die neuesten Neuigkeiten zu checken oder deine Freunde zu stalken. Der einfachste und effektivste Weg, diese Online-Störquellen zu meiden, ist eine kurze, aber konsequente digitale Abschottung. Erteile dir selbst ein Smartphone- oder Browser-Verbot für die Dauer deiner Lerneinheit oder nutze Apps, die deine Online-Dienste für eine kurze Zeitspanne blockieren.

Lesetipp: Wie du Ablenkungen beim Lernen ausschaltest und nie wieder deine Konzentration verlierst

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Fazit

Konzentriert mit dem Lernen starten kann jeder – konzentriert bleiben ist hingegen eine Fähigkeit, die nur wenige Studenten beherrschen. Und in der Regel sind es eben diese Studenten, die am Ende bessere Noten, mehr Freizeit und ein schöneres Studentenleben vorweisen können. Warum? Weil sie ihre Zeit produktiver nutzen und ihre Anstrengungen beim Lernen in bessere Ergebnisse umwandeln.

Die gute Nachricht ist: Selbst dann, wenn es dir bisher schwergefallen ist, über einen längeren Zeitraum konzentriert zu bleiben, kannst du schnell und einfach deutliche Verbesserungen erzielen. Alles, was du dazu brauchst, ist eine kluge Strategie. Die fünf Ansätze, die ich dir in diesem Artikel gezeigt habe, werden dir sofort dabei helfen, deine Arbeitsweise umzustellen und fokussierter zu lernen.

Erstelle dir einen schriftlichen Plan, unterteile deine Lerneinheiten in Etappen und verzichte auf Multitasking. Führe eine Side-List und isoliere dich (wenn nötig) von deiner Umgebung, damit du deinen Fokus halten und konzentriert bleiben kannst. Die Maßnahmen sind weder kompliziert oder besonders unangenehm – sie sind einfach und können dir sofort helfen. Du musst es nur versuchen.

Konzentration steigern: Die beste Nahrung fürs Gehirn

Fehlende Konzentration wirkt unmittelbar auf (Lern-)motivation

Ungesunde Ernährung und wenig Sport wirken sich negativ auf die Konzentrationsfähigkeit von Kindern aus. Dadurch schwindet die Motivation schnell; das Kind ist abgelenkt und lustlos.

Eltern können helfen, die Konzentration ihres Kindes zu steigern, indem sie unter anderem für eine gesunde und ausgewogene Ernährung beim Lernen sorgen.

Gibt es Nahrungsmittel, die schnell die Konzentration steigern?

Ihr Kind schreibt eine Klassenarbeit und muss nun ein paar Tage intensiv lernen. Wie schön wäre es, wenn es einen Snack gäbe, der im Falle eines plötzlichen Leistungstiefs schnell und zuverlässig Abhilfe schaffen könnte.

Leider existiert solch ein Wundermittel nicht. Ein Stück Traubenzucker oder ein Glas Limonade macht nur für den Moment fit, da der Blutzuckerspiegel plötzlich steigt. Doch schon nach kurzer Zeit fällt er wieder, Heißhungerattacken und Müdigkeit folgen. So wird die Konzentrationsfähigkeit nicht nachhaltig gesteigert, sondern – im Gegenteil – eher gestört.

Wahr ist jedoch, dass das Gehirn Zucker braucht. Dafür eignen sich langkettige Kohlenhydrate, die in Vollkornprodukten stecken. Diese werden nämlich langsam in Zucker umgewandelt und versorgen das Gehirn nachhaltig mit Energie.

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