Sex während wochenfluss

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Wann wieder Sex haben nach der Geburt?

Vielen Paaren fehlt Zeit für sich

Auch die Seele spielt eine ­Rolle. Wenn man sich auf ­eine neue Lebensaufgabe einschwingt, wenn ein neuer kleiner Mensch ­alle Paarroutinen durchbricht, haben Liebende manchmal Wichtigeres zu tun, als an Sex zu denken. Und das, so Rasenack, sei auch normal.

Aber plötzlich ist ein Jahr vorbei. Das Kind schläft endlich durch. Als Familie haben wir uns zurechtgeschüttelt. Aber ich bin froh, wenn mein Mann und ich abends einfach nur schlafen. Dennoch beschleicht mich das ­miese Gefühl: „Eigentlich sollten wir mal wieder Sex miteinander haben.“ Wie kommt man aus der Lustlos-Falle wieder heraus?

Sex als Glücksfaktor

Das Experiment, das die Amerikanerin Charla Muller begann, klingt erst mal so machbar wie ­eine Mount-Everest-Besteigung für ­einen 90-Jährigen. Charla Muller, Hausfrau und Mutter zweier kleiner Kinder, schenkte ihrem Mann zum 40. Geburtstag, ein Jahr lang mit ihm Sex zu haben. Jeden Tag. Darüber schrieb sie ein Buch, das zum Bestseller wurde.

Natürlich habe es Momente gegeben, wo sie wirklich ­keine Lust hatte und sich fragte, „was für eine blöde Idee das gewesen ist“. Das Verblüffende daran: Was sich anließ wie ­eine gequälte Dauerschinderei, entwickelte sich binnen eines Jahres zum Glücksfaktor. Und führte dazu, dass die Beziehung zu ihrem Mann wieder inniger, intimer und harmonischer wurde.

Einfach mal nicht nachdenken

Vielleicht ist es beim Sex wie beim Sport: Anfangs ist es mühsam, irgend­­wann läuft es von selbst. „Das wichtigste Organ für Sex ist das Gehirn“, sagt Oberärztin ­Rasenack. Was Frau Muller kann, das kann ich auch. Das Hirn schalte ich jetzt einfach mal aus.

Nicht lang nachdenken. Einfach machen. Den Liebs­ten verführen. Gucken, was passiert. Und das mindestens ein- oder zweimal in der Woche. So oft gehe ich in der Woche zum Joggen. Und wenn ich mir die Schuhe anziehe, stelle ich mir auch nicht ­jedes Mal die Sinnfrage.

Sex nach der Geburt

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Mama-Auszeit

10 Wege, sich etwas Gutes zu tun

Wann können wir nach der Geburt unseres Babys wieder Sex haben?

Sie können Sex haben, wann immer Sie und Ihr Partner das Gefühl haben, dass Sie dafür bereit sind. Häufig wird gesagt, man solle warten, bis der Wochenfluss aufhört, also vier bis sechs Wochen nach der Geburt.
Manche Paare lassen dementsprechend ihr Sexleben direkt im ersten Monat nach der Geburt wieder aufleben, bei den meisten dauert es drei Monate, aber ein paar warten auch ein halbes oder sogar ein ganzes Jahr. Es gibt keine Norm, an die Sie sich halten müssen.

Warum verspüre ich so wenig Lust auf meinen Partner?

Wenn Sie zögern oder keine Lust auf Ihren Partner haben, dann ist das nicht ungewöhnlich. Dafür könnte es mehrere Gründe geben.
Die offensichtlichsten Gründe sind Schmerzen oder Angst vor Schmerzen, beispielsweise weil Sie einen Dammschnitt hatten oder eine nach der Geburt genähte Verletzung. Selbst wenn Sie keinen Dammschnitt oder -riss hatten, kann sich diese Körperregion wund oder druckempfindlich anfühlen. Es ist sinnvoll, die Verletzungen erst heilen zu lassen, bevor Sie wieder mit Ihrem Partner schlafen. Das gilt selbstverständlich auch für eine Kaiserschnittnarbe.

Ein anderer wichtiger Faktor ist die dauernde Erschöpfung und Müdigkeit durch Schlafmangel. Wenn Sie sich 24 Stunden am Tag um Ihr Baby kümmern, dann laugt Sie das körperlich und geistig aus, ob Sie sich das eingestehen oder nicht.
Vielleicht fühlen Sie sich im Moment auch nicht sehr attraktiv oder einfach anders – Ihre Körperwahrnehmung kann sich durch Ihre Schwangerschaft und die Geburt verändert haben. Es wird dann einige Zeit dauern, bis Sie sich wieder wie Sie selbst fühlen. Viele Frauen fühlen sich schlicht nicht sexy.

Was, wenn mein Partner früher wieder bereit zum Sex ist als ich?

Das kann passieren. Diese Situation lässt sich nur mit Liebe und Verständnis von beiden Partnern lösen, sonst wird sie zum Problem. Das Wichtigste ist, dass Sie beide über ihre Gefühle reden.
Ihr Partner könnte sich zurückgewiesen fühlen, wenn Sie noch keinen Sex möchten. Sie sollten ihm daher von Ihren Schmerzen, Ihrem körperlichen Unwohlsein oder Ihren Ängsten erzählen.
Vielleicht sollten Sie sich als Paar ein wenig gemeinsame Zeit gönnen – viele Paare beklagen, dass in den ersten Wochen und Monaten nach der Geburt kaum Zeit für Zweisamkeit bleibt. Koseworte und Streicheleinheiten fördern die Zuneigung und wecken die Gefühle – Sie werden beide von dieser Nähe profitieren. Auf der körperlichen Ebene muss Sex nicht die Vereinigung als solche sein – streicheln und berühren kann ebenfalls sehr lustvoll sein.

Wie kann ich mich beim Sex nach der Geburt wieder besser fühlen?

Es gibt verschiedene Wege, wie Sie sich selbst helfen können:

  • Ein Gleitmittel kann sehr hilfreich sein, wenn der Bereich des Damms druckempfindlich ist. Es hilft auch bei einer trockenen Vagina, wie sie viele Frauen in dieser Phase haben.
  • Es muss nicht gleich die körperliche Vereinigung sein, wenn Sie sich sinnlich oder erregt fühlen. Auch kuscheln und schmusen ist schön. So können Sie sich langsam wieder an das Gefühl gewöhnen, sexuell berührt zu werden.
  • Wenn Sie miteinander schlafen, dann wählen Sie eine Stellung, bei der möglichst wenig Druck auf Ihre derzeit schmerzempfindlichen Stellen ausgeübt wird.
  • Wenn Sie sehr müde sind, dann machen Sie Liebe, während Ihr Baby seinen Mittagsschlaf hält – dann sind Sie noch nicht zu erschöpft, um den Sex zu genießen.
  • Machen Sie Ihre Beckenboden-Übungen, damit Sie auch die Muskulatur Ihrer Vagina wieder trainieren. Suchen Sie sich auch einen Sportkurs für junge Mütter, um wieder in Form zu kommen – auch mental.
  • Essen Sie gesund und trinken Sie viel. Machen Sie so oft wie möglich kleine Pausen. Sich um ein Baby zu kümmern, kann sehr anstrengend sein. Sparen Sie sich auch ein wenig Kraft und Energie für sich selber auf.

Lesen Sie auch die Tipps unserer LeserInnen: Acht Sex-Tipps, die alle neuen Eltern kennen sollten

Ich habe Lust auf Sex, aber mein Partner nicht. Was kann ich tun?

Sprechen Sie mit Ihrem Partner über Ihre und seine Gefühle. Auch er muss erst noch das Erlebnis der Geburt „verdauen“ und sich in seiner neuen Rolle als Vater zurechtfinden. Vielleicht hat er auch Angst, dass er Ihnen weh tun könnte.
Wie im umgekehrten Fall auch sollten Sie Geduld haben und sich nicht gleich zurückgewiesen fühlen. Probieren Sie es mit langsamer Annäherung und Zärtlichkeit. Versuchen Sie trotz Ihres Babys auch Zeit für Zweisamkeit zu schaffen.

Gibt es Probleme, bei denen ich mir ernsthaft Sorgen machen muss?

Wenn Sex für Sie schmerzhaft bleibt, obwohl Sie und Ihr Partner sanft und vorsichtig sind, sollten Sie mit Ihrem/r Arzt/Ärztin reden. Manchmal kann ein Dammriss oder die Art, wie er genäht wurde, bleibende Beschwerden verursachen. Wenn Sie unangenehm riechenden Vaginalausfluss haben, könnten Sie eine Infektion haben, die behandelt werden muss.
Wenn Sie vier Wochen nach der Geburt noch vaginal bluten, sollten Sie Ihrem/r Arzt/Ärztin davon berichten.
Zuletzt überarbeitet: Juni 2019

Sex nach der Geburt – wie lange muss ich warten?

Nicole Pascher, 2018-12-20

Wann ist Sex nach der Geburt wieder möglich? In diesem Artikel erhältst du einige Tipps wie man den Weg zur Sexualität (wieder)findet.

Die Frage, ab wann Sex nach der Geburt wieder möglich ist, beschäftigt Frauen wie Männer gleichermaßen. Eine genaue Zeitangabe oder Faustregel gibt es dafür leider nicht. Dazu sind die körperliche und die mentale Verfassung jeder Frau nach der Geburt zu unterschiedlich.

Einige Tipps, worauf du als Frau achten kannst und wie Männer ihre Frauen liebevoll zurück in die Sexualität begleiten können, haben wir jedoch in diesem Artikel zusammengestellt. Es sind 8 Anregungen, gewonnen aus den Erfahrungen unzähliger Elternpaare vor dir. Lies sie durch und entscheide selbst, welche die richtigen für dich sind.

Hier noch einmal die brennende Frage und danach mögliche Antworten darauf:

Wann können wir nach der Geburt unseres Kindes wieder Sex haben?

In der Schwangerschaft machen sich werdende Eltern natürlich Gedanken über die Zeit nach der Geburt. Wie wird das Baby das Leben verändern? Wie wird sich die Partnerschaft entwickeln? Wie wird sich der Körper der Frau nach Schwangerschaft und Geburt verändert haben? Wann kann eine Mama wieder Sport machen? Wie wird sich die Sexualität entwickeln? Und wann wird wieder Geschlechtsverkehr mit Lust und ohne Schmerzen möglich sein?

Wochenfluss abwarten

Zunächst sollte der Wochenfluss vorbei sein, was in etwa vier bis acht Wochen nach der Entbindung der Fall ist. Beim Wochenfluss handelt es sich um das Wundsekret der Gebärmutter, denn die in etwa handflächengroße Wunde, die die Plazenta hinterlassen hat, muss verheilen.

Direkt nach der Geburt ist die Blutung recht stark. Im Laufe der nächsten Tage verändert sich der Wochenfluss. Zuerst ist er rot, mit dem Ende der ersten Woche dann nur mehr hellrot und bräunlich, gegen Ende des Wochenbettes hin ist er gelblich und eher durchsichtig.

Im Normalfall ist der Wochenfluss nicht infektiös, jedoch sollte ein Kontakt mit den Brustwarzen vermieden werden, da die Keime eine Brustentzündung verursachen können. Bei unangenehmem Geruch, Kopfschmerzen, Fieber oder Schmerzen im Unterbauch im Wochenbett bitte umgehend Hilfe beim Arzt oder der Hebamme aufsuchen.

Im Wochenbett ist Sex aus medizinischer Sicht prinzipiell möglich, jedoch muss hier unbedingt die Verfassung der Frau bedacht werden. Geschlechtsverkehr sollte in dieser Zeit nur mit Kondom erfolgen, um Infektionen bei der Frau zu vermeiden, da in der Vagina noch Risse und Wunden abheilen.

Gynäkologische Untersuchung abwarten

Sechs Wochen nach der Geburt findet die Nachuntersuchung beim Gynäkologen statt. Hier wird ein Krebsabstrich gemacht, die Rückbildung der Gebärmutter untersucht und bei Bedarf wird auch die Brust untersucht.

Bei dieser Untersuchung kannst du auch alle offenen Fragen und Unsicherheiten besprechen. Im Regelfall wird dir der Gynäkologe mitteilen, dass du wieder zu allem bereit bist. Das heißt aber nicht, dass auch alles sofort möglich sein wird.

Direkt nach der Entbindung kannst du starten, den Beckenboden zu trainieren. Ein starkerBeckenboden erhöht nebenbei erwähnt auch die Intensität des Orgasmus.

Sobald du die Trainingserlaubnis bei der postnatalen Gyn-Untersuchung erhalten hast, kannst duwieder sportliche Aktivitäten aufnehmen – und auch wieder Sex haben. Für die ersten Versuche ist es gut, wenn der Mann beim Geschlechtsverkehr unten liegt. In dieser Position kann die Frau, falls es zu Schmerzen kommen sollte, besser kontrollieren, wie tief der Penis in die Vagina eindringt. Falls kein Kinderwunsch gegeben ist, sollte von Anfang an verhütet werden, da Frauen auch in der Stillzeit schwanger werden können.

Auf den Körper achten und hören

Hier sind zwei Dinge wichtig: Achte auf deinen Körper. Und höre auf deinen Körper. Vielleicht hast du durch die Geburt keine Schmerzen im Bereich der Scheide, und könntest eigentlich gleich wieder mit der Intimität loslegen. Vielleicht hast du Nähte von Dammschnitt, Dammriss oder Kaiserschnitt, die zunächst abheilen müssen. Da der Bereich der Vagina bei Erregung besonders durchblutet ist, kann es sein, dass bereits die Erregung schmerzt, da die Narben noch nicht vollständig verheilt sind.

Lasse dich nicht unter Druck setzen. Jede Geburt läuft anders, ebenso jede Heilung und auch die Zeit mit dem Baby danach. Das Letzte, was du brauchst, sind Druck oder Schmerzen. Für manche mag es merkwürdig sein, den Körper nach der Geburt mit Mann und Kind zu teilen, andere haben kein Problem damit.

Manchmal dauert das Abheilen länger, manchmal geht es schneller. Manchmal klappt das Stillen, manchmal nicht. Manche Frauen haben ein gutes Bindegewebe, manche nicht. Manche Frauen hatten bei der Geburt einen Dammschnitt, andere nicht. Diese und andere Faktoren spielen bei der Rückbildung und beim neuen Mamakörper eine bedeutende Rolle.

Zärtlichkeiten und Unterstützung

Ein wichtiger Tipp an die Männer: Investiert besonders in die Beziehung zur Mama eures Babys und schenkt Zärtlichkeiten, ohne ihr das Gefühl zu geben, dass ihr nur „das Eine“ wollt…

Manchmal kann es bei Frauen nach der Geburt zum sogenannten Babyblues kommen. Hier helfen Dasein und Verständnis. Gute Ratschläge wie: „Du brauchst doch nicht weinen, du hast ja ein süßes Baby“ helfen hier nicht, da es sich um die Auswirkungen der hormonellen Umstellung handelt. In manchen Fällen kann sich auch eine Wochenbettdepression entwickeln. Auch hier helfen keine Ratschläge. In dem Fall, dass die emotionalen Tiefpunkte nach 4 Wochen sich nicht bessern sollten, ist es unbedingt notwendig, fachkundige Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Geduldig sein

Habe Geduld mit deinem Körper. Die Brüste werden vielleicht nie wieder so aussehen, wie vorher. Vielleicht auch der Bauch nicht. Oder? Mit Training vielleicht doch – aber mach dir keinen Druck.

Die ersten 3 Jahre nach der Geburt sind ohnehin eine intensive Zeit in der Entwicklung deines Kindes, denn hier muss man als Eltern nahezu rund um die Uhr die Pflege der Kleinen übernehmen. Das ist Druck genug. Sei dir immer bewusst: Du hast ein Wunder geboren. Und du bist wunderbar. Sei stolz auf deine Narben und Erinnerungen.

Achte auf eine gesunde Ernährung. Regelmäßiges postnatales Training – am besten mit gleichgesinnten Mamas – machen dich fit für die neuen Herausforderungen in deinem Leben als Mama.

Du bist einzigartig

Es gibt mitunter hohe gesellschaftliche Erwartungen an junge Mütter. Sieh dich als Individuum, das die Dinge auf eigene Art und Weise macht. Klappt das Stillen? Wunderbar. Klappt es nicht? Kein Problem. Die Bindung kann mit dem Fläschchen ebenso gut aufgebaut werden.

Magst du es, berührt zu werden? Gut. Ist es dir noch zu früh dafür? Kein Stress. Es dauert, bis sich der Hormonhaushalt wieder reguliert, damit verändert sich auch das eigene Empfinden. Auch, wenn du Narben hast, die nur langsam verheilen, und du viele Wochen oder Monate warten musst, bevor wieder an Sex zu denken ist – sei geduldig. Den individuellen Heilungsprozess kannst du nur unterstützen, nicht beschleunigen.

Und auch, wenn sich nach der Geburt diese unendliche Traurigkeit einstellt – der Babyblues oder sogar eine Wochenbettdepression ankündigt, musst du keine Schuldgefühle haben. Du bist nicht allein. Suche dir professionelle Hilfe und versuche das Eine nie zu vergessen: Du bist einzigartig.

Fallenlassen

Wenn du wieder dazu bereit bist, dann kannst du dich fallen lassen. Zugegeben, am Anfang kann es ein wenig „komisch“ sein… Ich kann mich noch gut erinnern, dass mir der Körper meines Mannes einfach so „groß“ vorkam…Wie blöd sich das auch anhören mag.

Zur Beruhigung: Man sagt Müttern nach, dass sie viel intensiver empfinden und viel besser wissen, was sie wollen. Im Laufe der Zeit nach der Geburt reguliert sich auch dein Hormonhaushalt wieder. Manche Frauen erleben dadurch auch ihre Zyklen bewusster, was ebenfalls zu einem besseren Verständnis des eigenen Körpers führt.

Ein entspannter Körper, nicht ein perfekter Körper, ist die Voraussetzung für guten Sex und einen erfüllenden Orgasmus. Auch davon bitte nicht unter Druck setzen lassen. Wenn das erste und zweite und dritte Mal danach nicht deinen Erwartungen entsprechen sollte, dann ist das eben so. Es gibt nichts zu gewinnen. Und auch nichts zu verlieren. Vor allem nichts zu verlieren.

Es muss nicht immer Geschlechtsverkehr sein

Um Zärtlichkeiten auszutauschen, ja sogar, um einen Orgasmus zu erleben, muss es nicht immer zum Geschlechtsakt kommen. Mit ein wenig Fantasie und Einfühlungsvermögen beider Partner, lässt sich der Höhepunkt auch ohne erreichen.

Zärtlichkeit, Kuscheln und sanfte Berührungen helfen dir auf dem Weg zurück zu einem erfüllten Sexualleben. Genießen, ohne Druck, ist hierbei die Devise. Kein Druck, kein Muss, nur so viel, wie du willst und nur dann, wenn du es willst.

Sex nach dem Kaiserschnitt – wann und wie?

Die Geburt per Kaiserschnitt ist eine Operation. Ab wann ist Sex nach einem Kaiserschnitt möglich und was ist zu beachten?

Ihr bestimmt selbst, ab wann ihr den ersten Sex nach Kaiserschnitt haben möchtet.

Eines vorweg: Wann und wie du mit deinem Partner nach der Geburt eures Kindes wieder intim werden möchtest, ist allein eure Entscheidung. Bei manchen Paaren geht es sehr schnell, dass sie nach der Entbindung wieder Lust aufeinander bekommen, bei manchen haben zunächst andere Dinge Priorität und sie kuscheln zum Beispiel lieber. Es gibt keine Verbote oder Regeln. Dennoch gibt es beim Thema Sex nach Kaiserschnitt ein paar Dinge zu beachten, damit ihr euch ganz entspannt aneinander erfreuen könnt.

Sex nach Kaiserschnitt: Die Kaiserschnittnarbe

Ungefähr jedes dritte Baby wird heute per Kaiserschnitt geboren. Bei dieser Geburt wird das Kind durch einen 10 bis 14 cm langen Einschnitt in Bauchdecke und Gebärmutter der werdenden Mama auf die Welt geholt. Die aus dieser Operation resultierende lange Narbe braucht einige Zeit, bis sie verheilt ist. Etwa 14 Tage dauert es, bis der Schnitt endgültig verschlossen ist und der Wundschorf abfällt. Mindestens so lange solltet ihr mit eurem ersten Sex nach dem Kaiserschnitt warten, damit die Narbe nicht wieder aufgeht, zu bluten beginnt und sich womöglich entzündet.

Das Gewebe rund um die Narbe ist meist sogar noch länger schmerz- und druckempfindlich, kann jucken oder sich taub anfühlen. Das kann Berührungen unangenehm machen und einem lustvollen Schäferstündchen und körperlicher Anstrengung ebenfalls noch etwas länger im Wege stehen. Achte hier auf deinen Körper, was sich stimmig anfühlt und was nicht.

Wundheilung

Kaiserschnittnarbe: So pflegst du sie richtig

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Sex nach Kaiserschnitt: Der Wochenfluss

Nach jeder Geburt gibt es den so genannten Wochenfluss. Das ist ein Ausfluss aus Geweberesten und Wundsekret, der zusammen mit Blut ausgeschieden wird. Diese Sekretion ist ein Zeichen dafür, dass die Wunde, die durch Ablösung der Plazenta in der Gebärmutterwand entstanden ist, abheilt. Der Wochenfluss ist völlig normal und kann bis zu sechs Wochen anhalten. Bei Kaiserschnitt-Geburten ist der Wochenfluss meist nicht ganz so intensiv, da die Gebärmutter bei dieser Form der Entbindung ausgeschabt wird. Dennoch sollte euch bewusst sein: Auch innerlich ist eine Wunde entstanden, die abheilen soll und sich keinesfalls entzünden darf. Natürlich könnt ihr in dieser Zeit schon wieder Sex haben, wenn ihr möchtet und es nicht schmerzt oder unangenehm ist. Doch solltet ihr dabei unbedingt immer ein Kondom verwenden, um eine Infektion zu vermeiden.

Wundheilung nach der Geburt

Wochenfluss: Keine Angst vor der Blutung nach der Geburt

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Wie immer beim Sex, aber ganz besonders bei Sex nach Kaiserschnitt gilt: Achte auf deinen Körper und sprich mit deinem Partner oder deiner Partnerin, wann, was und welches Maß an Sex dir als frisch gebackener Mutter jetzt gut tut.

Sex nach Kaiserschnitt: Wie lange sollte man warten?

Beinahe ein Drittel aller in Deutschland geborenen Babys werden per Kaiserschnitt zur Welt gebracht. Entweder, weil ein Notkaiserschnitt vorgenommen werden muss oder der Kaiserschnitt geplant ist.

Bei einem Kaiserschnitt wird ein Schnitt oberhalb des Schamhügels angesetzt, bei dem das Gewebe, die Muskeln und die Gebärmutter aufgeschnitten werden. Nachdem das Baby aus der Gebärmutter genommen wurde, wird das Gewebe desinfiziert und wieder vernäht. Ärzte reißen es bei einem Kaiserschnitt regelrecht auf, da das den Heilungsprozess des Gewebes fördert. Durch das Verheilen der Narbe bildet sich Narbengewebe, was schließlich zu einer Kaiserschnittnarbe wird.

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Sex nach Verheilung der Kaiserschnittnarbe?

Viele Frauen empfinden vor allem in den ersten Tagen nach dem Kaiserschnitt Schmerzen beim Aufstehen oder sie stellen ein Brennen oder Jucken der Narbe fest. In der Regel dauert der Verheilungsprozess – wenn keine Komplikationen auftreten – zehn bis vierzehn Tage. Allerdings ist die Narbe in den ersten Wochen sehr empfindlich, weshalb körperliche Anstrengung vermieden werden sollte. Vor allem sollte die Haut um die Narbe herum nicht strapaziert werden, denn sie kann auf Grund ihres geringen Bindegewebes schneller reißen.

Viele Paare warten deshalb bis zu ihrem ersten Sex nach der Geburt die Verheilung der Kaiserschnittnarbe ab. Das ist jedoch kein Muss! Es gibt keine generelle Erlaubnis, ab wann Du und Dein Partner wieder Sex haben können. Es kommt viel mehr auf Dein persönliches, körperliches Empfinden an. Jedoch solltet Ihr gerade bei einem Kaiserschnitt auf Grund der Narbe langsam beginnen und Euch vortasten – was aber sicherlich auch Deinem Gefühl entspricht.

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Neben dem Narben-Verheilungsprozess beginnt nach der Geburt außerdem der Wochenfluss einer frischgebackenen Mutter. Bei Kaiserschnitt-Patientinnen ist dieser allerdings oftmals nicht sehr stark, da die Gebärmutter bei der Geburt des Babys ausgeschabt wurde.

Der Wochenfluss bedeutet allerdings auf keinen Fall, dass Du als Frau keinen Sex haben darfst – auch hier kommt es auf Dein Empfinden und Deine Lust auf körperliche Nähe an. Wenn Du also während des Wochenflusses schon mit Deinem Partner schlafen möchtest, wäre es doch eine schöne Möglichkeit, gemeinsam zu baden oder zu duschen – um den Intimbereich zu reinigen – und sich so allmählich näher zu kommen. Beim Geschlechtsverkehr solltet Ihr aber auf Grund der hohen Infektionsgefahr unbedingt ein Kondom verwenden.

Das Stillhormon Prolaktin beeinflusst Sex nach Kaiserschnitt

Wie schnell Du und Dein Partner Sex nach dem Kaiserschnitt habt, liegt also ganz bei Euch und ist bei jedem Pärchen unterschiedlich – manche haben nach zehn Tagen wieder Geschlechtsverkehr, andere erst nach Wochen. Es ist am wichtigsten, dass Ihr Euch damit nicht unter Druck setzt! Denn die Natur hat es vorgesehen, dass sich eine frischgebackene Mutter in erster Linie nur um ihr Baby kümmert bzw. dafür all ihre Energie verwendet.

Viele Mütter fühlen sich nach der Geburt sehr erschöpft und leiden unter permanentem Schlafmangel – da bleibt oftmals wenig Motivation zu sexuellen Aktivitäten. Dafür kann eine Frau allerdings nicht mal was, denn durch das Stillen wird das Hormon Prolaktin ausgeschüttet, welches die Libido beeinflusst. Denn Sex ist in erster Linie zur Fortpflanzung da, allerdings wurde diese ja erst erfüllt – daher verspüren viele Frauen hormonbedingt nicht allzu viel Lust. Prolaktin kann außerdem zur Scheidentrockenheit führen, was ebenfalls ein körperliches Anti-Sex-Signal wäre. Letztendlich sind dies aber nur biologische Fakten, die bei jeder Frau in anderem Maße auftreten.

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Höre auf Deinen Körper!

Sex nach Kaiserschnitt – wann und wie dieses erste Näherkommen bei Euch sein wird, entscheidet also allein Ihr! Es gibt die eben beschriebenen körperlichen Hinweise, auf die Du achten kannst. Am wichtigsten ist jedoch, dass Du und Dein Partner offen über alles sprecht und Euch alle Zeit lasst, Die Dein Körper braucht.

Dyspareunie nach Kaiserschnitt doppelt so häufig

  • Frauen mit einer Notsectio, mit einer primären Sectio oder mit einer Vakuumextraktion gaben doppelt so häufig Schwierigkeiten beim Sex an wie Frauen mit einer Spontangeburt ohne nahtpflichtige Verletzung.

  • Eine prospektive Studie im britischen Geburtshilfejournal BJOG hat sich mit den Zusammenhängen zwischen Geburtsmodus und Geburtsverletzungen sowie Schmerzen beim oder nach dem Sex beschäftigt. Zusätzlich wurden der Einfluss von weiteren Faktoren wie Erschöpfung, Stillen, Wochenbettdepression und Gewalt durch den Partner untersucht. Es sei die erste Studie, die sich so detailliert mit den Langzeiteffekten des Geburtsmodus auf Schmerzen beim Geschlechtsverkehr (Dyspareunie) beschäftigt.

    In der Untersuchungsgruppe mit 1.244 Müttern aus sechs Kliniken in Australien haben 49 Prozent ihr Kind spontan geboren, zwei Drittel von ihnen mit einer nahtpflichtigen Geburtsverletzung oder Episiotomie. 10,8 Prozent der Geburten wurden instrumentell mit einer Vakuumextraktion und 10,7 Prozent per Forceps beendet. 9,7 Prozent erlebten eine primäre Sectio und 19,9 Prozent eine sekundäre Sectio.

    Die Frauen wurden nach 3, 6, 12 und 18 Monaten befragt. Die Ergebnisse zeigten, dass 78 Prozent der Frauen nach 3 Monaten, 94 Prozent nach 6 Monaten, 97 Prozent nach 12 Monaten und 98 Prozent nach 18 Monaten post partum wieder Sex hatten.

    In Hinblick auf Dyspareunie gaben 85,7 Prozent der Frauen Schmerzen beim ersten vaginalen Sex post partum an. Dyspareunie gaben nach 3 Monaten 44,7 Prozent, nach 6 Monaten 43,4 Prozent, nach 12 Monaten 28,1 Prozent und nach 18 Monaten 23,4 Prozent der Frauen an.

    Von den Frauen, die 6 Monate nach der Geburt über Schmerzen beim Geschlechtsverkehr klagten, blieb dies bei einem Drittel auch nach 18 Monaten bestehen. Frauen mit einer Notsectio, mit einer primären Sectio oder mit einer Vakuumextraktion gaben doppelt so häufig Schwierigkeiten beim Sex an wie Frauen mit einer Spontangeburt ohne nahtpflichtige Verletzung. Weitere Faktoren für eine postpartale Dyspareunie waren die präexistente Dyspareunie, häusliche Gewalt durch den Partner und die Erschöpfung der Frau.

    Eine von sechs Frauen war in den ersten zwölf Monaten post partum Gewalt durch ihrem Partner ausgesetzt. 32,7 Prozent dieser Frauen berichteten über Dyspareunie im Vergleich zu 20,7 Prozent der Frauen, die keiner häuslichen Gewalt ausgesetzt waren. Die AutorInnen der Studie weisen explizit darauf hin, dass ÄrztInnen aufmerksam sein sollten, Dyspareunie auch als möglichen Hinweis für häusliche Gewalt zu erkennen.

    Zusammenfassend waren sich die AutorInnen der Studie einig, dass es noch weiterer Forschung bedürfe, um die wirkliche Rolle von Geburten, Dammverletzungen und mütterlichen Erkrankungen zu erfassen. Auch wenn viele Frauen den ersten postpartalen Sex als schmerzhaft erlebten, wirke sich der operative Geburtsmodus doch anhaltend negativ auf das sexuelle Erleben nach 6 und nach 18 Monaten aus.

    Es ist noch nicht genügend darüber bekannt, welche Zusammenhänge zwischen geburtshilflichen Risikofaktoren und der Ausbildung einer Dyspareunie bestehen. Zukünftige Forschung sollte sich auch darauf konzentrieren, Wege zu finden, wie eine Dyspareunie vermieden werden kann. Mit dieser Studie wird die oft propagierte Meinung, dass die Sectio den „Love-Channel“ schützt, konterkariert.

    Rubrik: Wochenbett

    Erscheinungsdatum: 25.02.2015

    Die Frau ist nach der Entbindung meist auf das Neugeborene konzentriert und muss sich in die Mutterrolle einfinden. Neben hormonellen Veränderungen, Rückbildung Rückbildung und eventuellen körperlichen Beschwerden, beispielsweise nach einem Kaiserschnitt kommen oft Müdigkeit und Erschöpfung hinzu, sodass die Libido im Wochenbett nur schwach ausgeprägt ist. Sex spielt nach der Geburt zunächst häufig eine untergeordnete Rolle.

    Beziehungstipps für die Partnerschaft mit Baby

    Körperliche Voraussetzungen für Sex nach der Geburt

    Generell können Paare dann wieder Sex nach einer Geburt haben, wenn sie es beide möchten und dazu bereit sind. Wenn beide wollen, spricht auch im Wochenbett in der Zeit des Wochenflusses nichts dagegen – allerdings unbedingt mit Kondom wegen der Infektionsgefahr. Allerdings ist dies bei den wenigsten Paaren so, denn die Natur hat es anders eingerichtet. Die Frau steckt nach der Geburt erst mal all ihre Energie in die Versorgung des Säuglings. Von Natur aus dient Geschlechtsverkehr ja der Arterhaltung – und die hat die Frau zu diesem Zeitpunkt ja erfolgreich „erledigt“.

    Das Stillhormon Prolaktin kann die sexuelle Lust mindern und auch schuld an einer trockenen Scheide in der Stillzeit sein. Frauen, die in der ersten Zeit nach der Geburt unter Unlust leiden, sind nichts Ungewöhnliches. Dies ist völlig natürlich und ist nicht mit der Ablehnung des Partners zu verwechseln. Bei einer Dammnaht nach einem Dammschnitt oder -riss oder einem Kaiserschnitt können auch über den Heilungsprozess hinaus Schmerzen bestehen, die die sexuellen Aktivitäten automatisch hemmen. Der Zeitraum, nach dem Frauen wieder Sex nach einer Geburt haben möchten, variiert von einer Woche bin hin zu einem Jahr (oder auch länger) und ist absolut individuell. Es gibt kein „muss“ oder „normal“. Durchschnittlich haben die meisten Paare drei Monate nach der Geburt wieder zum ersten Mal Sex. Es sollte aber auch nicht vergessen werden zu erwähnen, dass auch frisch gebackene Väter oft Berührungsängste haben, ihrer Frau nicht weh tun möchten und deshalb zurückhaltend sind.

    Schmerzen beim ersten Sex nach der Geburt

    Der erste Sex nach der Geburt ist für viele Paare wie ein zweites „erstes Mal“. Dass eine Frau dabei leichte Schmerzen hat, ist nicht ungewöhnlich. Von Schmerzen beim ersten (vaginalen) Sex nach der Geburt berichteten in einer australischen Studie mit über 1.200 Frauen fast 86 Prozent.

    Treten beim ersten Sex nach der Geburt trotz eines vorsichtigen und zärtlichen Partners Schmerzen auf, könnte auch sehr kleiner oder nicht korrekt genähter Dammriss die Ursache sein. Frauen sollten das bei ihrem Frauenarzt ansprechen, der danach schauen kann.

    Sex nach Kaiserschnitt?

    Ob vaginale Entbindung oder Kaiserschnitt spielt keine Rolle, wann Paare das erste Mal wieder Sex nach der Geburt haben. Laut einer australischen Studie sind Schmerzen beim Sex jedoch nach Kaiserschnitt und anderen operativen Eingriffen wie Dammschnitt häufiger und können länger anhalten.

    Tipps für den ersten Sex nach der Geburt

    Lassen Sie sich Zeit, bis Ihr Körpergefühl Ihnen widerspiegelt, dass Sie bereit für das erste Mal sind. Angst ist auch hier bei kontraproduktiv. Setzen Sie sich nicht unter Druck und lassen Sie es langsam angehen. Wenn noch druckempfindliche Stellen vorhanden sind, benutzen Sie ein Gleitmittel oder probieren Stellungen, die weniger Druck ausüben. Sprechen Sie offen mit Ihrem Partner darüber. Wichtig ist auch, die Verhütung sicherzustellen, um abschalten zu können.

    Mann und Frau oder Vater und Mutter?

    Die Mutter steht in der ersten Zeit nach der Geburt normalerweise in engem Kontakt mit ihrem Baby. Sex spielt dann einen untergeordnete Rolle. Der enge körperliche und emotionale Kontakt zwischen Mutter und Kind füllt die Frau in der Regel aus und lässt zunächst keine Lust nach der Geburt aufkommen. Manche Männer fühlen sich dann ausgeschlossen, werden eifersüchtig auf das Neugeborene und ziehen sich schließlich zurück – die Partnerschaft leidet.
    Frauen ist nach einer Geburt ihr eigener Körper häufig fremd. Die Brüste fühlen sich anders an, die Vagina wird verändert wahrgenommen und mögliche Verletzungen im Intimbereich lassen Frauen ängstlich werden. Obwohl manche Frauen Lust haben, ziehen sie sich deshalb zurück und möchten mit dem Sex nach der Geburt lieber etwas warten. In den ersten Tagen nach der Geburt leiden viele Frauen auch an einem Stimmungstief – dem sogenannten Baby-Blues: Tipps & Hilfe für die Heultage – und haben deshalb kein Verlangen nach körperlicher Nähe.

    Schlafen ist wichtiger als Sex

    Ein anderer Punkt ist der Schlafmangel in der ersten Zeit mit einem Neugeborenen. Der Alltag mit Baby ist ungewohnt anstrengend und viele Paare sind erschöpft und ausgelaugt durch ihre neue Elternrolle. Dadurch erledigt sich das Thema Sex oft in den ersten Wochen bis Monaten nach der Geburt von selbst. Entlastung bei der Hausarbeit oder ein bewusst kinderfreier Abend kann dem Paar helfen, Zeit und Energie für sich selbst zu finden.

    Wann wieder zurück zum normalen Sexualleben?

    Sex nach einer Geburt wird von Paaren durchschnittlich nach drei Monaten wieder regelmäßig aufgenommen. Es kann aber auch deutlich länger dauern – das ist so individuell, wie jede Paarbeziehung auch. Wichtig ist, dass die Partner offen miteinander reden und Ängste aussprechen. Auch kann beispielsweise die Hebamme um Rat gefragt werden, wenn Sorgen in Bezug auf Sex nach der Geburt bestehen. Ein Rückbildungskurs kann der Frau helfen, die anatomischen Voraussetzungen zu verstehen und wieder ein gutes Körpergefühl zu erlangen. Wenn das Sexualleben wieder aufgenommen wird, sollte unbedingt schon vorher die Verhütung geklärt sein. Denn auch stillende Frauen oder Frauen, die noch keine Blutung seit der Geburt hatten, können beim Sex wieder schwanger werden. Und wenn es zu der schönsten Nebensache der Welt kommt, sollte sich darüber niemand mehr Gedanken machen müssen, sondern genießen und abschalten.

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