Seltene jungen namen

Seltene Jungennamen: So heißt garantiert nicht jeder!

Jonas, Ben, Leon: Diese drei Namen sind schon seit Jahren in den Top 10 der beliebtesten Jungennamen. Doch mittlerweile gibt es in jeder Kindergartengruppe und Schulklasse mindestens zwei oder drei von ihnen. Viele Eltern entscheiden sich deswegen bewusst für seltene Mädchen- bzw. Jungennamen.

Der große Vorteil eines seltenen Namens: Das Kind ist mit großer Sicherheit das einzige in seinem Freundeskreis mit diesem Namen. Das zeichnet es aus, macht es automatisch zu etwas Besonderem. Und nur weil es sich um seltene Mädchen- oder Jungennamen handelt, heißt es nicht, dass sie nicht genauso schön sind! Samson, Crispin oder Tillmann sind zum Beispiel sehr süße, aber auch seltene Jungennamen.

Sucht ihr einen dieser weniger beliebten Namen, solltet ihr als erstes überlegen, ob ihr jemanden mit dem Namen kennt. Fragt auch ruhig einmal rum oder googelt den Namen. Habt ihr dann einen schönen gefunden, solltet ihr euch die Bedeutung anschauen und natürlich testen, ob der Vor- zum Nachnamen passt. Stimmt alles, dann herzlichen Glückwunsch! Ihr habt es geschafft, aus der Vielzahl an Vornamen den richtigen für euer Baby zu finden! Das ist gar nicht so leicht, viele Eltern brauchen dafür die gesamten neun Monate der Schwangerschaft.

Ihr seid noch auf der Suche? Dann hoffentlich nicht mehr lange. Schöne, seltene Jungennamen findet ihr zum Beispiel auf den nächsten Seiten.

Inspiration gesucht? Hier gibt es weitere seltene Jungennamen und noch viel mehr schöne Vornamen für Jungen!

Vor allem in den letzten Wochen vor der Geburt zerbrechen sich viele Eltern den Kopf darüber, welchen Vornamen sie ihrem Sohnemann geben sollen. Durch die zunehmend größer werdende Auswahl, unter anderem durch das Hinzukommen vieler internationaler Namen, fällt die Entscheidung natürlich mehr als schwer. Dabei wird für viele Eltern immer wichtiger, dass ihr Sohn einen individuellen und möglichst seltenen Vornamen bekommt. Verständlich, denn so fühlt sich nicht jeder 3. Junge auf dem Spielplatz, in der Kita oder im Kindergarten sowie später in der Schule angesprochen, sollte er die Namen Leon, Ben oder Jonas hören.

Diese drei Vornamen gehörten nämlich 2017 zu den beliebtesten männlichen Vornamen, dicht gefolgt von Paul, Elias und Felix. All diese Vornamen sind zu Recht populär und haben zudem sehr schöne Bedeutungen, doch leidet, wenn wir ehrlich sind, die Individualität dieser Namen. Bei der Wahl des Vornamens spielen außerdem die Schreibweise, die persönliche Verbindung zu einem Namen, die Herkunft sowie die Bedeutung eine Rolle und, ob der gewählte Name auch von den Großeltern richtig ausgesprochen werden kann.

Bestimmt habt ihr es schon selbst gemerkt, die Wahl eines geeigneten Vornamens ist alles andere als einfach. Zwar ist es nicht so, dass der Name ein Kind charakterisiert, doch im ersten Moment löst ein Vorname immer gewisse Assoziationen aus, gewollt oder nicht. Bei der Namenssuche muss außerdem bedacht werden, dass euer Kind den von euch ausgewählten Namen sein Leben lang tragen wird und diesen im Durchschnitt rund 30 Mal täglich zu hören bekommt.

Damit ihr den passenden Namen für euren Sohn findet, der zudem weder skurril noch unaussprechlich ist, haben wir 50 seltene Jungennamen für euch zusammengestellt und das garantiert ohne Allerweltsnamen. Zudem informieren wir euch in diesem Artikel unter anderem über die rechtlichen Einschränkungen bei der Namensgebung und welche Vor- sowie Nachteile außergewöhnliche Vornamen mit sich bringen können.

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Und hier sind sie: 50 seltene Jungennamen und was diese individuellen Vornamen bedeuten!

Aurelian – der klangvolle Vorname mit lateinischem Ursprung bedeutet „Der aus Gold gemachte“.

Jaron – aus dem Hebräischen stammend hat der Name die wunderschöne Bedeutung „Er wird glücklich sein“ sowie „Der Freude bringt“. Und was gibt es schöneres, als einen glücklichen Sohn, der Freude bringt?

Caspar – wurde von einem der heiligen drei Könige verbreitet, stammt zudem aus dem Persischen und bedeutet „Schatzmeister“.

Damian – stammt aus dem Griechischen und bedeutet unter anderem „Der Mächtige“. Allerdings kann der Name auch als „Mann des Volkes“ übersetzt werden. So oder so, eine aussagekräftige Bedeutung.

Nelio – bedeutet „stark wie ein Horn“ und stammt aus dem Lateinischen. Zudem ist der Name die Abkürzung des nicht minder schönen Vornamens Cornelio. Seht ihr auch schon die Frauenherzen beim Klang dieses Namens dahinschmelzen?

Jannis – hat hebräische Wurzeln und ist eine griechische, friesische sowie niederländische Form des Namens Johannes. Dabei bedeutet Jannis „Jahwe ist gütig“.

Luan – hat gleich mehrere Bedeutungen. „Der Löwe“ stammt aus dem Albanischen und ist gleichzeitig eine Nebenform von Leo. Sieht man sich die lateinischen Wurzeln an, bedeutet der Name „Das Licht“.

Enno – ist ein germanisch-ostfriesischer Häuptlingsname und bedeutet daher passenderweise „Der mit dem Schwert kämpft“.

Kirian – bedeutet im Griechischen „Der Herr“. Der Name hat allerdings auch Wurzeln aus dem Keltischen, wo dieser „Der Schwarze“ bedeutet.

Vito – ist absolut zu Recht ein geläufiger Name in Italien, der übrigens aus dem Lateinischen stammt und „Das Leben“ bedeutet. Kein Wunder, dass man automatisch an La-Dolce-Vita denken muss.

Navid – passend zur Geburt eines Sohnes bedeutet der aus dem Persischen kommende Name „Frohe Botschaft“.

Findus – wurde lange Zeit hauptsächlich mit dem Buch „Petterson und Findus“ in Verbindung gebracht, ist heutzutage aber nicht mehr nur in Schweden zu hören. Möglicherweise ist Findus eine Form von Fidus, was wiederum „Der Treue“ bedeutet.

Eliano – stammt aus dem Hebräischen und hat dabei einen wunderschönen italienischen Klang. Der Name hat die religiöse Bedeutung „Mein Gott ist Jahwe“.

Xander – könnte eine gute und vor allem seltenere Alternative für Eltern sein, die den Namen Alexander mögen. Aus dem Altgriechischen übersetzt bedeutet der Name „Beschützer der Männer“.

Sevin – hat eine türkische Herkunft und gleichzeitig viele Bedeutungen. „Sei glücklich“ und „Sei froh“ sind welche davon. Und welche Eltern wünschen sich das nicht für ihren Sohn?

Nael – hat unter anderem Ursprünge aus dem Baskischen, Hawaiianischen, Hebräischen, Keltischen sowie Spanischen und dementsprechend viele Bedeutungen. „Sohn des Löwen“ und „Der Sieger, der alles schaffen kann“ gehören zu den schönsten.

Nino – stammt, wie viele sicherlich richtig vermuten, aus Italien und hat eine hebräische Herkunft. Dabei bedeutet die italienische Kurzform von Giovanni „Kleiner Junge“ und „Gott ist gnädig“.

Leander – ist die lateinische Form des griechischen Vornamens Leandros und bedeutet „Mann des Volkes“. Bekannt wurde der Name, der übrigens keinerlei Verbindung zu Alexander oder Leo hat, durch eine griechische Sage über ein Liebespaar.

Liev – ist die amerikanische Übersetzung des russischen Namens Lev und hat die poetische Bedeutung „Herz des Löwen“.

Emre – ist ein türkischer Name und bedeutet unter anderem „gutmütig“ sowie „unübertreffbar“, aber auch „Freund“.

Livian – bedeutet „Der Eifersüchtige“ und stammt aus dem Lateinischen ab. Zumindest auf einen anderen Vornamen muss euer Kind dann jedenfalls nicht eifersüchtig sein.

Marlon – ist ein beliebter und geläufiger Name in England, von welchem die Bedeutung nicht mit Sicherheit geklärt ist. Aus dem Keltischen abgewandelt, bedeutet der Name jedoch „Kleiner Falke“.

Leno – ist allein wegen seiner Bedeutung „starker Löwe“ eine Überlegung wert und ist dabei wahrscheinlich die Kurzform des altdeutschen Namens Leonhard.

Finjas – bedeutet „Der Finne“ und ist die männliche Form von Finja. Es ist definitiv an der Zeit, dass dieser wunderbare nordische Name auch zu uns nach Deutschland kommt.

Melvin – kam von Frankreich nach Schottland und hat das Potenzial auch hierzulande immer beliebter zu werden. Die Bedeutung aus dem Altdeutschen ist „gerechter Freund“.

Titus – ist ein römischer Vorname und bedeutet unter anderem „Der Ehrwürdige“ und „Der Feurige“. Die Herkunft des Namens ist jedoch nicht geklärt.

Joris –ist der friesische Name von Georg und bedeutet „Landarbeiter“. Seitdem der Sänger Joris den Chart-Hit „Herz über Kopf“ herausgebracht hat, wird der Name auch in Deutschland immer bekannter. Aber keine Sorge, nach wie vor zählt dieser zu den seltenen Vornamen.

Elric – stammt aus dem Althochdeutschen und bedeutet „edler Herrscher“, aber auch „Mann des Herzens“. Elric ist eine Form des gängigeren Vornamens Ulrich sowie Elrich.

Arjan – ist die friesische Form von Adrian und stammt unter anderem aus Persien sowie Indien, hat aber auch Wurzeln aus dem Hebräischen, Albanischen und Kurdischen. Somit ist der Name richtig international und trägt die Bedeutung „Goldenes Leben“. Dieser Name beschert seinem Träger hoffentlich auch ein goldenes Leben.

Maurin – kommt aus dem Lateinischen und heißt „Der Mohr“ sowie „Der aus Mauretanien Stammende“. Egal, woher der Name stammt, er klingt wahrlich wie Musik in den Ohren.

Emrah – bedeutet „Der Kamerad“ und stammt aus der Türkei. Dieser wunderschöne Name, der aus gutem Grund im türkischen Kulturkreis beliebt ist, stellt eine Variante des Vornamens Emre dar.

Pino – ist die italienische Kurzform von Giuseppe (deutsch: Josef) und hat hebräische Wurzeln. Die Bedeutung ist „Er (Gott) fügt hinzu“, zudem ist es das italienische Wort für Kiefer. Mit einem Pino habt ihr also einen kleinen Josef im Arm.

Neo – stammt aus dem Griechischen und hat gleichzeitig afrikanische Wurzeln. Wie sich einige vielleicht schon gedacht haben, bedeutet dieser kurze und einprägsame Name „Neu“, aber auch „Das Geschenk“. Und welches Geschenk ist schon erfüllender, als der eigene Sohn?

Norik – obwohl dieser Name so einzigartig klingt, hat er gleich mehrere Ursprünge: Und zwar aus dem Lateinischen, Albanischen sowie Armenischen. Somit hat der Name, der vor allem in den nordischen Ländern vergeben wird, verschiedene Bedeutungen. Eine davon ist „Der Reine“.

Flynn – ist ein altirischer Vorname, der hierzulande noch sehr selten vorkommt. An der Bedeutung „Der frisch und rosig Aussehende“ kann das schon mal nicht liegen.

Tamino – ist vielleicht denjenigen unter euch ein Begriff, die gerne in die Oper gehen oder schon einmal mit Mozarts Zauberflöte in Kontakt gekommen sind. Der aus dem Griechischen stammende und sehr klangvolle Name bedeutet „Augenlicht“ sowie „Gebieter“.

Silvan – stammt aus dem Lateinischen und bedeutet „Der aus dem Wald kommende“. Silvia ist die weibliche Form von Silvan und hierzulande um einiges häufiger anzutreffen, als das männliche Pendant.

Maximo – bedeutet „Der Größte“ und hat seinen namentlichen Ursprung aus dem Lateinischen. In Spanien erfreut sich der Vorname, der vor allem für Eltern infrage kommt, die dem südländischen Flair verfallen sind, einer großen Beliebtheit.

Hayo – ist ein friesischer Vorname und bedeutet „Einhegung“. Zudem ist Hayo die Kurzform von Hagen.

Mikael – ist vor allem in Skandinavien und in den nordischen Ländern verbreitet und bedeutet „Wer ist wie Gott“. Seinen Ursprung hat der Name aus dem Hebräischen und ist die skandinavische Form von Michael.

Mathé – bedeutet „Geschenk Gottes“ und ist hierzulande beinahe so gut wie unbekannt.

Emilian – wurde aus dem Französischen ins Deutsche übernommen und war ursprünglich ein römischer Nachname. In Norwegen und Dänemark ist Emilian, was „Der Eifrige“ bedeutet, relativ verbreitet und wird dort häufig in Form eines Doppelnamens vergeben.

Okko – ist ein durch und durch friesischer Vorname mit germanischer Abstammung und hat die Bedeutung „Der Erbe“.

Aidan – ist die Verniedlichungsform des irisch-gälischen Namens Aodh bzw. Aodhá, welcher auf den Sonnengott Aodh zurückgeht. Aus Irland stammend erfreut sich der Vorname, mit der Bedeutung „Der Feurige“, mittlerweile auch einer großen Beliebtheit in den USA.

Hanno – ist die friesische Kurzform von Johannes und wurde in Deutschland durch den Roman „Die Buddenbrocks“ von Thomas Mann bekannt.

Levi – der biblische Vorname ist in Deutschland zwar sehr selten, in Israel hingegen gehört er zu den beliebtesten Vornamen überhaupt. Levi stammt aus dem Hebräischen und hat die schöne Bedeutung „Der Treue“. Einer der populärsten Namensvertreter dürfte der Erfinder der weltbekannten Levi-Strauss-Jeans sein.

Vico – ist die Kurzform von Ludwig, besser gesagt von Ludovico, und bedeutet „Der Sieger“.

Kiyan – ist mal wieder ein Name, der aus dem Persischen stammt, und bedeutet „König der Könige“. Kein Wunder also, dass bereits diverse persische Könige auf diesen Vornamen gehört haben und Kiyan im kurdischen sowie türkischen Kulturkreis häufig an Jungen vergeben wird.

Jendrik – kommt aus dem Althochdeutschen und ist die slawische Form von Heinrich. Unter anderem hat der Name die Bedeutung „Herrscher der Heimat“ und ist häufig in Tschechien zu hören.

Dorian – könnte vor allem den Literaturkennern ein Begriff sein. Denn mit großer Wahrscheinlichkeit wurde der Vorname von Oskar Wilde für seinen Erfolgsroman „Das Bildnis des Dorian Gray“ ins Leben gerufen. In der Namensgebung könnte das altgriechische Volk der Dorier Wilde inspiriert haben.

Was ist bei der Namenssuche relevant?

In erster Linie ist es das Wichtigste, dass euch der Name des Kindes gefällt. Die Meinung anderer Leute solltet ihr dabei – wenn überhaupt – nur in Maßen in eure Entscheidung mit einbeziehen.

Doch es gibt einige Punkte, über die ihr euch im Vorfeld dennoch Gedanken machen solltet:

Eltern sollten bei der Namenssuche für ihren Schatz darauf achten, dass der Name aussprechbar ist und somit nicht immer verbessert werden muss, sobald jemand den Kindesnamen ausspricht. Auch sollte der gewählte Vorname nicht zu Hänseleien verführen und vor allem zu jedem Alter passen.

Euer Kind wächst zu einem Erwachsenen heran und dann sind nicht mehr alle Namen, die für ein Baby oder Kleinkind noch niedlich sein mögen, empfehlenswert.

Heutzutage wird auch die Herkunft und die Bedeutung des Namens immer wichtiger und auch, ob dieser in anderen Sprachen und Ländern leicht auszusprechen ist. Entscheidet ihr euch für einen Doppelnamen, der übrigens sehr im Trend liegt, sollten beide Namen harmonisieren und zueinander passen.

Das Gleiche gilt natürlich auch für den Nachnamen. Passt dieser mit dem Vornamen zusammen, habt ihr schon mal nichts falsch gemacht.

Wie könnt ihr weitere Namen finden?

Klar, das Internet ist voll von seltenen Vornamen für Jungen oder Mädchen und ist erstmal eine gute Quelle, um sich einen Überblick über all die schönen und auch seltenen Vornamen machen zu können.

Doch auch das Sortiment in den Buchhandlungen hat viele Bücher zu diesem Thema anzubieten. Dort findet ihr zum Beispiel Bücher mit speziellen keltischen, nordischen, christlichen oder finnischen Vornamen. Selbst Bücher mit ausschließlich sowjetrussischen Vornamen gibt es zu kaufen.

Bei dieser gigantischen Auswahl im Internet und in den Buchhandlungen werden alle Eltern früher oder später fündig.

Was ist überhaupt erlaubt?

Grundsätzlich gilt: In Deutschland dürfen Eltern ihren Kindern beinahe jeden Namen geben. Beinahe nur deshalb, weil es aus rechtlicher Sicht ein paar Einschränkungen gibt. So darf zum Beispiel das Ansehen des Kindes nicht unter dem gegebenen Vornamen leiden, noch muss es sich eindeutig um einen Vornamen handeln.

Was viele gar nicht wissen ist, dass zudem ein sogenanntes Internationales Handbuch für Vornamen existiert, welches von den Standesbeamten bei Bedarf zurate gezogen werden kann und über 65.000 Vornamen enthält. Alle Namen, die in diesem Buch abgedruckt sind, dürfen ohne Probleme an Kinder vergeben werden.

Wollen Eltern ihrem Kind einen Vornamen geben, der nicht in diesem Handbuch aufgeführt ist, liegt es im Grunde genommen am Ermessen des zuständigen Standesbeamten. Dieser macht seine Entscheidung an gewissen Richtlinien fest, die in erster Linie dem Wohl des Kindes dienen sollen. Dabei sind die meisten Standesbeamten alles andere als streng und genehmigen so einige Namen, die im ersten Moment skurril klingen können.

Nicht erlaubt ist, sein Kind nach einem Gegenstand oder einer Eigenschaft zu benennen. Zudem darf der Vorname nicht anstößig oder gar beleidigend sein sowie das Kind sozial benachteiligen und bloßstellen. Herkunft und Kulturkreis des ausgewählten Namens spielen hingegen keine Rolle und dürfen, sofern diese nicht den Richtlinien widersprechen, natürlich verwendet werden.

Diese Namen sind in Deutschland unter anderem verboten:

  • Sonne
  • Bierstübl
  • Fanta
  • Schroeder
  • Superman
  • Stone
  • Joghurt
  • Satan
  • McDonald
  • Lord
  • Pfefferminze
  • Gucci
  • Puppe
  • Pain
  • Tom Tom
  • Nelkenheini
  • Verleihnix

Dies ist nur ein kleiner Auszug aus der Liste der nicht zulässigen Vornamen in Deutschland und könnte munter fortgesetzt werden. Zugegeben, entlocken die verbotenen Namen im ersten Moment ein Schmunzeln, doch zu Recht dürfen diese Vornamen nicht an Kinder vergeben werden. Oder möchtet ihr morgens so an den Frühstückstisch zitiert werden? „Joghurt komm bitte zum Frühstück!“

Eltern können allerdings gerichtlich gegen die Entscheidung des Standesbeamten vorgehen und den zuvor verbotenen Wunsch-Vornamen unter Umständen genehmigen lassen. Dies liegt dann im Ermessen des zuständigen Gerichts.

So sind unter anderem Vornamen wie November, Schneewittchen, Champagna, Nussi, Tarzan, Popo und tatsächlich Pepsi-Carola von deutschen Standesämtern zugelassen worden.

Guter Tipp: Seid ihr euch nicht sicher, ob der von euch ausgewählte Vorname zulässig ist, könnt ihr dies vorsichtshalber unter anderem bei der Gesellschaft für deutsche Sprache erfragen.

Eine weitere Anlaufstelle, wenn es um zulässige Vornamen geht, ist beispielsweise die Namensberatungsstelle der Universität Leipzig. Die Namensberatungsstelle kann euch zudem ein Gutachten zur Vorlage an Behörden ausstellen. Hier kommt ihr zur Internetseite.

Vorteile seltener Namen

Seltene Vornamen bleiben im Gedächtnis der Leute und sorgen dafür, dass sich diese garantiert an den Namen eures Kindes erinnern werden. Ein weiterer Vorteil ist, es wird sich nicht gefühlt jedes 3. Kind auf dem Spielplatz, im Kindergarten oder später in der Schule nach euch umdrehen, wenn ihr euren Sprössling bei seinem Vornamen ruft.

Seltene Vornamen haben zudem den Vorteil der Individualität. Ohne Frage ist jedes Kind individuell und etwas ganz Besonderes, doch mit einem seltenen und klangvollen Vornamen, der dennoch nicht skurril erscheint, ist auch der Name eures Schatzes einzigartig.

Nachteile seltener Namen

„Was, wie bitte heißt euer Kind? Da weiß ich gar nicht, wie das ausgesprochen werden soll, geschweige denn, wie der Name geschrieben wird!“ Um diese Aussage zu untermauern, werden noch ungläubig die Augen aufgerissen. Habt ihr euch bei eurem Kind für keinen gängigen Mainstream-Namen entschieden, werden euch solche Situationen vielleicht bekannt vorkommen.

Mit einem seltenen Vornamen kann es also unter Umständen passieren, dass ihr selbst, und später euer Kind, häufig auf den Namen angesprochen werdet. Bei einigen außergewöhnlichen Vornamen kann es außerdem zu Problemen bei der richtigen Aussprache sowie Schreibweise kommen.

Klingt ein Vorname wirklich sehr exotisch, skurril oder gar absurd, können Kinder, vor allem später in der Schule, aufgrund ihres Namens gemobbt werden. Dieses Phänomen legt sich zwar im Laufe der Zeit wieder, doch das sollten Eltern, die auf sehr außergewöhnliche Namen stehen, im Voraus bedenken.

Schließlich ist es euer Kind, das für den Rest seines Lebens mit dem Namen leben muss. Daher gilt: Seltene Namen sind durchaus einzigartig und meist sehr bedeutungsvoll, allzu exotisch und unaussprechlich sollte der Vorname dennoch nicht ausfallen.

Seltene Jungennamen: Ausgefallene Vornamen für Jungen

Eltern beweisen mitunter sehr viel Kreativität, wenn es um den Vornamen für ihr Baby geht. Damit die Söhne schon von Geburt an einzigartig sind, lassen sie sich in der Schwangerschaft oft sehr interessante Babynamen einfallen. „Inti“, „Finnegan“ oder „Dzamel“ sind nur drei Beispiele, die Besucher der Website www.beliebte-vornamen.de genannt haben, als diese dazu aufrief, seltene Jungennamen zu posten.
Manchmal scheinen Eltern den Jungs aber auch gleich einen Lebensauftrag mit auf den Weg geben zu wollen. Soll etwa „Friedemann“ alle Kriege der Welt beenden? Oder „Rigobert“ einen Drachen bezwingen? Und sind Mama und Papa eventuell später sauer, sollte „Börge“ so gar nicht auf Skandinavien stehen – obwohl die Herkunft seines Namens ihm das doch schon in die Wiege gelegt hat?
Wie dem auch sei, wir lassen uns gern inspirieren und stellen euch 35 weitere schöne Beispiele für ungewöhnliche Jungennamen vor.

Was ihr bei seltenen Vornamen beachten solltet

  • Wenn ihr euch für einen ausgefallenen Babynamen entscheidet, empfiehlt es sich, sich auf einen Einzelnamen zu beschränken. „Knud Elrik Okko“ ist dann vielleicht doch etwas zu exzentrisch – außerdem kann sich das kein Mensch merken.
  • Eine gute Idee ist es auch, vorher mal zu googeln, welche Bedeutung und Herkunft der Name hat. Nicht, dass es da irgendwann eine blöde Überraschung gibt – oder ihr versehentlich das falsche Geschlecht gewählt habt.
  • Außerdem solltet ihr auf eine nicht zu komplizierte Schreibweise achten (wer hat schon Lust seinen Vornamen jedes Mal zu buchstabieren?) und vorher noch einmal klären, ob der entsprechende Name auch in Deutschland zulässig ist.

Seltene Jungennamen: 35 Vorschläge

  1. Milo
  2. Lennet
  3. Dusty
  4. Veit
  5. Finjas
  6. Hergen
  7. Bazon
  8. Honke
  9. Teoman
  10. Hayo
  11. Elk
  12. Johnten
  13. Hermes
  14. Jemy
  15. Sirius
  16. Taro
  17. Daikin
  18. Olias
  19. Joris
  20. Sevin
  21. Neo
  22. Menzel
  23. Kane
  24. Mathé
  25. Nolan
  26. Hanno
  27. Tyrees
  28. Léan
  29. Jaron
  30. Yamir
  31. Tomke
  32. Basil
  33. Okko
  34. Elrik
  35. Emilian

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© iStock, druvo

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„Marie! Leon! Kommt her, wie gehen nach Hause“, schallt es über den Spielplatz. Wundervolle Vornamen – natürlich. Und doch mit einem Makel behaftet. Denn fallen diese Namen in Schulen, Kitas oder auf Spielplätzen, drehen vier Kinder gleichzeitig ihre Köpfe um und fühlen sich angesprochen. Mindestens.

Das gefällt nicht allen. Immer mehr Eltern entscheiden sich deswegen bewusst gegen aktuelle Modenamen. Sie machen sich auf die Suche nach Vornamen, die die Besonderheit ihrer Kinder unterstreichen und sie von der Masse abheben. Bedeutung und Herkunft der Namen spielen dabei keine herausragende Rolle. Wichtig ist nur, dass es kein Name wie jeder andere ist. Individualität ist Trumpf.

Seltene Vornamen: 82 außergewöhnliche Ideen

Name Herkunft Bedeutung
Adam Hebräisch der von roter Erde genommene Mensch
Alba Lateinisch die Weiße
Allegra Italienisch die Fröhliche
Andrina Altgriechisch die Tapfere
Arian Lateinisch der aus Adria Stammende
Aurelia Lateinisch die Goldene
Ayla Hebräisch / Türkisch die Eiche / Mondschein
Bente Dänisch, Friesisch der/die Gesegnete
Cara Italienisch die Liebste, die Teuerste
Carlo Italienisch der Freie
Cassian Lateinisch aus dem Geschlecht der Cassianer
Cedrik Keltisch der Liebenswürdige
Devin Altirisch / Türkisch der Dichter, der Poet / der/die Eifrige
Duncan Gälisch braunhaariger Krieger
Elara Griechisch Mutterliebe
Elian Altgriechisch der Leuchtende
Elodie Französisch freier Besitz
Enna Friesisch die Schreckhafte
Enno Friesisch der mit dem Schwert kämpft, der Schwertkämpder
Fiete Niederdeutsch der Friedensreiche
Fionn Irisch der Blonde, der Weiße
Frieda Deutsch die Friedensreiche
Hagen Althochdeutsch der Heger, der Beschützer
Hennes Deutsch der Herr ist gnädig
Jarek Slawisch der Kühne, der Starke
Jarno Finnisch Gott erhöht
Jona Hebräisch Taube
Jonte Schwedisch Gott ist gnädig
Juria die Landarbeiterin
Justus Lateinisch der Gerechte
Kadira Arabisch die Fähige, die Mächtige
Kalle Schwedisch der Freie
Keno Friesisch kühner Ratgeber
Kiana Irisch die Altertümliche
Kjell Schwedisch Kessel, Helm
Largo Italienisch der Breite, der Weite
Laurena Lateinisch die Lorbeerbekränzte
Leandra Italienisch Frau des Volkes, Volksfrau
Levke Niederdeutsch die Liebe, die Nette
Liva Altnordisch Schutz, Leben
Lou Englisch berühmte/r Kämpfer/in
Lovis Niederdeutsch, Schwedisch berühmte/r Krieger/in
Madita Schwedisch die Perle
Malea Hawaiianisch die Blume
Mathea Italienisch Gabe Gottes, Gottesgeschenk
Mauritz Lateinisch der Maure, der Mohr
Nathan Hebräisch Gott hat gegeben
Nayla Hawaiianisch Mädchen aus dem Paradies
Nieves Spanisch Frau aus dem Schnee
Nikolai Russisch Sieg des Volkes, Sieger des Volkes
Nino Italienisch Gott ist gnädig
Philomena Griechisch die, die geliebt wird
Rica versch. versch.
Ruben Hebräisch seht den Sohn
Samu Finnisch Gott hat erhört
Severin Lateinisch der Ernshafte, der Strenge
Sierra Spanisch
Silas Aramäisch der Erbetene
Soraya Persisch gute Fürstin
Suri Indisch die Göttin
Talia Griechisch die Blühende
Tarik Arabisch der Klopfende
Taro Japanisch der Erstgeborene
Tiana Lateinisch die Christin
Timon Griechisch der Ehrenwerte
Tjark Friesisch der Volksherrscher
Tomke Friesisch
Tristan Keltisch der Laute
Vincent Lateinisch der Siegende
Xenia Griechisch die Gastfreundliche
Yasin Arabisch
Yuma Indianisch Häuptlingssohn

Dieses Ziel erreichen sie auf unterschiedlichen Wegen: Einige entdecken eine außergewöhnliche Schreibweise eines bekannten Namens, andere stoßen auf sehr ungebräuchliche oder ausländische Namen. Wieder andere lassen sich von ihren Lieblingsserien oder -büchern inspirieren oder erfinden den Wunschnamen für ihr Baby kurzerhand gleich selbst.

So kommt es, dass in den letzten Jahren so ungewöhnliche Vornamen wie Cinderella, Emily-Extra und Schneewittchen für Mädchen oder Godsgift, Buckminster oder Prinz-Gold für Jungen den Weg auf die Geburtsurkunden gefunden haben. Ob bei derartig exotischen Namenskreationen das Wohl des Kindes im Vordergrund steht, ist allerdings mehr als fraglich. Vielmehr scheint es so, dass solche Vornamen ein Zeichen für die Selbstdarstellung junger Mütter und Väter sind. Einen Gefallen tun sie ihren Kindern mit derart seltenen Namen ganz sicher nicht. Denn anders als die Eltern wollen die Kleinen in der Regel nicht auffallen. Im Gegenteil. Sie möchten genau so sein wie alle anderen Kinder auch. In der Schule wird eine Schneewittchen wohl tendenziell eher aufgrund ihres Namens gehänselt als eine Emma. Auch wenn es bereits die dritte Emma in der Klasse ist.

Bei zu wilden Namenskreationen greifen jedoch selbst die liberalsten Standesbeamten ein. Zum Glück für die kleinen Mädchen und Jungen, muss man wohl sagen. Denn leider kann man nicht immer davon ausgehen, dass bei der Namenswahl das Wohl des Kindes im Vordergrund steht. Die Existenz einer gewissen „Wilma Bier“ oder eines „Peter Silie“ in deutschen Telefonbüchern zeigt, dass manchen Namensgebern der Spaß wichtiger ist als das Glück ihres Kindes, das mit dem skurrilen Namen leben muss.

Inspiration und Ideen für seltene Vornamen

Insgesamt ist aber die Zahl der Mädchen und Jungen, die Anakin, Calimero, Pumuckl oder Schnuckepupine heißen, in Deutschland verschwindent gering. Meist erregt so ein ausgefallener Name erst dann Aufmerksamkeit, wenn er vor Gericht erstritten werden muss. Abgesehen von solchen extremen Fällen gibt es eine Reihe von wunderschönen Namen, die ein Kind sehr aus der breiten Masse herausheben ohne es gleichzeitig bloßzustellen. Gerade weil ihr Klang so anders ist und sie so außergewöhnlich und selten sind, werden diese Namen überall positiv aufgenommen und nicht mehr so schnell vergessen. Auch wenn sie für manchen ungewohnt sind und auf der Hitliste der beliebtesten Vornamen fehlen.

Nur wie können werdende Eltern diese seltenen Vornamen finden? Auswahl und kreative Ideen gibt es genug. Manchmal reicht schon ein Blick auf die nähere Umgebung. So mancher vermeintlich seltene Name entstammt oft einfach nur einem anderen Umfeld als dem der eigenen Familie: Die Mädchennamen Femke und Matta sowie die Jungennamen Roluf oder Arfst beispielweise sind im Großteil des Landes zweifellos selten. Allerdings nicht unbedingt in Norddeutschland, denn daher stammen diese größtenteils alten, friesischen Namen. Früher riet man Eltern von solchen eher regional gebräuchlichen Vornamen häufig ab. Die Gefahr, dass ein Kind aufgrund seines seltenen Namens gehänselt würde, besteht heute jedoch kaum noch. Denn mittlerweile sind zum Beispiel norddeutsche Namen auch im äußersten Süden der Republik längst keine derartigen Exoten mehr.

Fast vergessene: Sterben diese Namen aus?

Auch ein Blick ins Ausland kann sich lohnen. Einige der dort gebräuchlichen Namen wirken aus unserer Perspektive außergewöhnlich interessant. Eine Laureen oder ein Corey sind beispielweise im anglo-amerikanischen, ein Tjorben und eine Linnea im skandinavischen Sprachraum alltägliche Vornamen. In Deutschland aber sind sie selten zu hören. Eltern einer kleinen Ylva oder eines kleinen Carlos können sich also ziemlich sicher sein, dass ihr Kind in der Kita nicht verwechselt werden wird.

Namen aus anderen Sprachen sind zudem aus einem anderen Grund attraktiv: Namensforscher haben herausgefunden, dass der Klang für die meisten Eltern das ausschlaggebende Kriterium bei der Namenswahl ist. Was spricht also gegen einen französischen, italienischen oder englischen Namen, wenn auch die Kombination mit dem Nachnamen gut klingt? Zudem haben Vornamen aus anderen Kulturkreisen oft ansprechende Bedeutungen. Und auch das kann kein Nachteil sein.

Apropos Bedeutung. Bei diesem Thema sollten Eltern durchaus häufiger mal genau hinschauen. Der hübsche Name „Jade“ beispielsweise erinnert auf den ersten Blick an den Edelstein. Der Begriff stammt aber ursprünglich aus dem Spanischen und bedeutet Eingeweide. Nicht sonderlich schmeichelhaft für ein Neugeborenes, auch wenn heute kaum jemand über die Etymologie des Wortes Bescheid weiß.

Seltene Vornamen mit außergewöhnlicher Schreibweise

Manche Mütter und Väter wünschen sich für ihr Kind statt eines exotischen Vornamens einfach nur eine seltene Schreibweise. Auch auf diese Weise kann aus einem normalen ein seltener Vorname gemacht werden. Den kleinen Cornelis beispielsweise kennt man sonst unter Cornelius, und eine Alexia ist für gewöhnlich als Alexa bekannt. Wer sich für diesen Weg entscheidet, sollte bedenken, dass ungewohnte und teils umständliche Schreibweisen das Leben des Kindes auch erschweren können. Dass man einen Namen vor lauter y und Bindestrichen kaum mehr aussprechen, geschweige denn schreiben kann, muss ja nicht unbedingt sein.

Andere Länder, andere Sitten: In Schweden dürfen Eltern ihre Kinder nach Musikbands, Markenprodukten oder Fast-Food-Restaurants benennen. Nur Schimpfwörter stehen auf dem Index. Auch die USA sind in Sachen Namensgebung ein Land der beinahe unbegrenzten Möglichkeiten. Geografische Namen wie Paris oder Brooklyn sind Standard, auch Begriffe aus der Wissenschaft wie beispielsweise die Zahl Pi kann als Vorname vergeben werden. In Brasilien herrscht bei der Namensgebung überhaupt totale Freiheit. Vornamen wie R2D2, Einstein, Beckham oder Mozart sind dort keine Seltenheit.

Ganz so locker geht es in Deutschland nicht zu. Auch wenn die zuständigen Standesämter seit einigen Jahren zunehmend liberaler in Sachen Namensgebung agieren. Wer – nach reiflicher Überlegung – seinem Kind einen ungewöhnlichen, fremden oder seltenen Namen mit auf den Lebensweg geben möchte, muss immer noch bestimmte Voraussetzungen erfüllen. Es gilt zu beweisen, dass der gewünschte Name tatsächlich ein gebräuchlicher Vorname ist.

Sollten Eltern mit ihrem Vorschlag im Standesamt nicht durchkommen, können sie sich an das Zentrum für Namenforschung in Leipzig wenden. Hier prüfen die Mitarbeiter anhand von Namensbüchern, ob dem Namen irgendwo auf der Welt ein Ursprung zugewiesen werden kann. Ausschlaggebend für ihre Empfehlungen sind vor allem drei Kriterien:

  • der Name muss eindeutig als Vorname und eindeutig als männlich oder weiblich erkennbar sein
  • er darf nicht anstößig sein
  • das Wohl des Kindes darf durch den Namen nicht beeinträchtigt werden

Ob die Standesbeamten am Ende einen umstrittenen Namen akzeptieren, liegt aber ausschließlich in ihrem eigenen Ermessen. Der Empfehlung der Namensforscher brauchen sie nicht zu folgen. Lehnen sie den Wunsch der Eltern trotz eines positiven Gutachtens ab, bleibt nur noch der Gang zum Gericht. Und auch der ist mittlerweile auch keine Seltenheit mehr. Die Namen Borussia, Pfefferminze und Sonne wurden in Deutschland zum Beispiel per Gerichtsurteil als unzulässig erklärt.

Ungewöhnliche Namen: Fluch und Segen zugleich

Seltene Namen können Segen und Fluch zugleich sein. Eltern, die sich für außergewöhnliche Mädchen- oder Jungennamen entscheiden, sollten immer bedenken, dass dieser Name das Kind sein ganzes Leben lang begleitet. Bei Unsicherheit kann es eine gute Idee sein, den seltenen Namen nur als Zweitnamen zu verwenden. Das ist insbesondere dann eine Möglichkeit, wenn man von diesem Namen nicht zweifelsfrei auf das Geschlecht des Kindes schließen kann. Dann ist es sogar Pflicht, einen eindeutig geschlechtsspezifischen Namen voranzustellen.

Das kann manchmal auch hilfreich sein, wenn der Vorname noch nie als Name verwendet wurde: In einem Urteil aus dem Jahr 2006 erlaubte das Landgericht Bonn den Namen Joël November. Später wurde der Monatsname auch als zweiter Vorname für ein Mädchen gestattet. Auch der Name Emma Tiger wurde erlaubt – hier half allerdings das prominente Vorbild, denn Til Schweiger hatte eine seiner Töchter auch so genannt. Er hatte den Namen jedoch in den USA vergeben, wo das Vornamensrecht ein völlig anderes ist als in Deutschland.

Namensbedeutung Quinn

Quinn ist sowohl ein männlicher und ebenfalls ein weiblicher Vorname. Der in Deutschland recht seltene Name Quinn wurde abgeleitet von dem irischen Familiennamen „Ó Cuinn“ mit der Bedeutung „Nachfahre von Cuinn“. Der Name Quinn bedeutet so viel wie starker Wille oder „Der Weise“. Später machte man daraus einen Vornamen. In Deutschland ist der Name bis in das neue Jahrtausend so gut wie nie zu finden. Erst danach besann man sich auf den alten irischen Namen und fing wieder an eine Vorliebe dafür zu entwickeln. Anders sieht es auf der anderen Seite des Ozeans aus. Dort ist der Name als männlicher Vorname Quinn schon im vergangenen Jahrhundert, seit 1960 in der Top 1.000-Rangliste der beliebtesten Vornamen für Neugeborene in den USA vertreten. Als weiblicher Vorname findet man den Namen Quinn dann erst gute 30 Jahre später. Seit 1995 werden auch Mädchen Quinn genannt. Im Jahr 2010 wird der Name Quinn schon häufiger an Mädchen als an Jungen vergeben. Wann das in Deutschland der Fall sein wird, steht noch in den Sternen. Hier ist der Name immer noch mehr als der Künstlername des Sängers Freddy Quinn geläufig. Doch immer wieder kann man ihn auch in den Geburtsregistern finden. Wer nach einem Doppelnamen sucht, wird auch bei dem Namen Quinn fündig: Liam-Quinn, Quinn-Leon, Quinn-Marik und Quinn-Leo haben sich in der Beliebtheit für Jungennamen schon etabliert. Auch für Mädchen eignet sich der Name in Kombination mit anderen Namen gut, so wie bei Quinn-Marie, Quinn-Leonie, Quinn-Lena oder Quinn-Feline.

Diese keltischen Babynamen werden bald total im Trend sein

Das ist so ein Ding mit dem perfekten Babynamen: Hat man erstmal einen gefunden, den man gut findet, mag ihn der Partner nicht. Oder man hat zusammen einen ausgesucht, ist happy, merkt aber dann, dass ungefähr jedes zweite Kind auf dem Spielplatz auf den gleichen Namen hört.

Deshalb sind jetzt Babynamen inspiriert von den Kelten total im Trend: Denn Namen die schon über 2000 Jahre beliebt waren, werden auch in Zukunft noch angesagt bleiben.

Doch wer waren die Kelten denn eigentlich genau? Sie lebten während der Eisenzeit in Stämme verteilt in ganz Europa. Heute zählen noch Irland, Schottland, die Insel Man, Wales, Cornwall und die Bretagne zu den sechs keltischen Nationen. Alle kombiniert haben einige süße und zeitlose Babynamen auf Lager.

Antike Namen-Trends: Die schönsten keltischen Babynamen

Das sind die schönsten keltischen Babynamen für Jungs

Das sind die schönsten keltischen Babynamen für Mädchen

Nicht’s dabei gewesen? Hier gibt es noch mehr internationale Inspirationen: Babynamen aus Schweden, Hawaii, Afrika und Italien.

5 Babynamen für zukünftige Powerfrauen

Selbstbewusst soll sie auftreten, sich nicht einschüchtern lassen – und einfach eine starke Frau sein. Für ihre Töchter haben Mütter immer ähnliche Wünsche. Der richtige Name für das Mädchen kann ihm das Durchstarten leichter gestalten. Denn in Deutschland gibt es eine tolle Auswahl „starker“ Mädchennamen mit ebenso taffer Bedeutung. Vorhang auf für die schönsten fünf:

Amelia

Amelia Earhart war eine amerikanische Flugpionierin und Frauenrechtlerin. Kein Wunder also, dass ihr Name in Amerika schon lange der Inbegriff von Power ist. Langsam schwappt die Kombination aus Emilia und Amalia auch zu uns herüber – und wir lieben sie!

Trudy/Gertrude

Klingt erst einmal altbacken? Von wegen: Gertrud stammt aus dem germanischen Sprachraum und ist eine Kombination aus den Wörter Speer und Zauberin. Trudi ist ein entzückende Abkürzung und verleiht dem Namen etwas mädchenhaftes.

Isa

Hinter diesen drei Buchstaben steckt die Bedeuetung „starker Wille“. Übrigens: Als Jungenname arabischer Herkunft ist Isa bei den Muslimen die Bezeichnung für Jesus.

Gloria

Der Name spricht für sich: Gloria kommt aus dem Lateinischen und bedeutet „Ruhm“. In der römischen Mythologie war Gloria die Personifizierung des Ruhms – was für ein Name für eine zukünftige Powerfrau also!

Valerie

Was sich zunächst etwas zerbrechlich anhört, ist in Wirklichkeit ein starker Name: Valerie steht für Stärke und Gesundheit – und klingt dabei ausgesprochen angenehm.

Hoppla: Diese schönen Babynamen sind in anderen Ländern verboten!

Top 29 biblische Jungennamen & ihre Bedeutung

Vornamen mit Bezug auf einen Heiligen zu vergeben, ist heute nicht mehr nur unter Christen üblich. Dennoch ist der Anteil christlicher Vornamen in Deutschland rückläufig. Eine Abwechslung zwischen all den derzeit bestehenden Vornamen-Trends, bieten die Namen aus der Bibel also allemal. Grund genug, Dir einige biblische Jungennamen und ihre Bedeutung vorzustellen!

Biblische Jungennamen bilden eine klangvolle Ausnahme!

Ob Christ oder nicht, die Wahl von Vornamen aus der Bibel ist mit zwei Funktionen verbunden: Einerseits soll der Heilige als Vorbild für den Namensträger gelten, andererseits als Schutzpatron dienen. Welche Herkunft und Bedeutung sich hinter welchem biblischen Jungennamen verbergen, erfährst Du hier.

Biblische Jungennamen: Die Top 29 Vornamen

1894 erhielten noch rund 50 Prozent der Kinder einen christlichen Vornamen, 1994 nur noch etwa 30 Prozent. Allein durch den Blick auf biblische, christliche Jungennamen können wir uns auf jeden Fall nicht erklären, weshalb diese heutzutage bei der modernen Namensgebung das Nachsehen haben. Denn die christlichen Jungennamen sehen nicht nur gut aus, sondern klingen auch noch besonders. Überzeuge Dich in unserer Liste für biblische Jungennamen am besten selbst:

  1. Adam – „Mensch“, in der Bibel der Stammvater der Menschheit
  2. Aaron – „Erleuchteter“ oder „Bergmensch“, Hohepriester der Juden
  3. Benjamin – „Sohn der Freude“, in der Bibel der Name eines der 12 Stämme Israels
  4. Balthasar – „Herr“ oder „Meister“, einer der Heiligen Drei Könige
  5. Daniel – „Gott sei mein Richter“, in der Bibel Name eines Propheten
  6. Elias – „Mein Gott ist Jahwe“, in der Bibel ein großer Prophet
  7. Ephraim – „doppelt fruchtbar“, in der Bibel der Name eines der 12 Stämme Israels
  8. Gabriel – „Mann/Frau Gottes“, in der Bibel einer der Erzengel
  9. Gideon – „Holzfäller“, in der Bibel der 5. Richter Israels
  10. Immanuel – „Gott sei mit uns“, vorhergesagter Name des kommenden Messias
  11. Isaak – „Er (Gott) lächelt zu“, in der Bibel einer der Söhne Abrahams
  12. Jeremia – „Jahwe erhöht“, in der Bibel der zweite der vier grossen Propheten (AT)
  13. Josua – „Gott ist Hilfe“, in der Bibel Nachfolger Moses als Führer der Israeliten (AT)
  14. Jonas – „der Friedliebende“, vom Hebräischen Jona/Jonah für Taube
  15. Klemens – „Der Gnädige“, Name zahlreicher Päpste im Mittelalter
  16. Luca – Schüler des heiligen Franz von Assisi und Gefährte des heiligen Antonius von Padua
  17. Michael – „Wer ist wie Gott?“, einer von Gottes Erzengeln
  18. Noah – der Held der der biblischen Sintflut-Erzählung
  19. Nathaniel – „Gott hat gegeben“, in der Bibel wird ein Nathanael erwähnt
  20. Paulus – „Der Kleine“, ursprünglich ein römischer Beiname
  21. Raphael – „Gott hat geheilt“, Raphael ist ein Erzengel
  22. Ruben – „Sehet, ein Sohn“, aus dem Hebräischen
  23. Samuel – „Gott hört“, in der Bibel der letzte Richter Israels
  24. Sem – „Der Angesehene“, in der Bibel der älteste Sohn Noahs
  25. Silas – „Der Erbetene“, aramäische Variante des biblischen Namens Saul
  26. Timotheus – „Gott ehrend“, biblischer Name griechischen Ursprungs
  27. Tobias – „Gott ist gut“, der Erzengel Raphael begleitet Tobias auf seiner Reise und hilft ihm, den Vater von der Blindheit zu heilen
  28. Thaddäus – „Lobpreis“, gehört zu den 12 Aposteln
  29. Zacharias – „Jahwe hat sich erinnert“, einer der 12 kleinen Propheten (AT)

Video: Welche Namen gehören aktuell zu den beliebtesten?

In unserer Video zeigen wir, welche Jungennamen die Deutschen derzeit am häufigsten für ihre Kinder wählen.

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Haben wir zu viel versprochen? Lass uns gerne in den Kommentaren wissen, ob biblische Jungennamen Deinen Geschmack treffen oder nicht! Solltest Du in unserer Auswahl von christlichen Vornamen für Jungen noch keinen passenden Namen für Deinen Nachwuchs gefunden haben, landest Du vielleicht in unseren Bestenlisten für kurze, amerikanische oder klassische Jungennamen einen Volltreffer!

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