Schwindel BEI schwangerschaft

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Tipps bei Kreislauf-Problemen

  • Vermeiden Sie langes Stehen. Sitzen oder liegen Sie, so oft es geht
  • Sollte Ihnen im Stehen schwindelig werden, setzen Sie sich oder legen Sie sich auf die Seite und sorgen Sie nach Möglichkeit für ausreichend frische Luft. Stehen Sie erst wieder auf, wenn Ihnen nicht mehr schwindelig ist. Beim Sitzen beugen Sie den Kopf zwischen Ihren Knien so weit wie möglich vor. Wenn Sie liegen, sollten die Beine höher gelagert sein als der Kopf. So wird das Gehirn besser durchblutet.
  • Liegen und schlafen Sie ausschliesslich in Seitenlage. Wenn Ihnen das nicht bequem ist, stützen Sie sich mit Kissen ab. Gegen Ende der Schwangerschaft sollten Sie möglichst nicht mehr auf dem Rücken schlafen, da das Gewicht des Babys Druck auf die zum Herzen führenden Blutgefässe ausüben kann und die Durchblutung gestört ist. Das nennt man auch „Vena-cava-Syndrom“.
  • Wenn Sie aus einer liegenden oder sitzenden Position aufstehen, tun Sie dies sehr langsam. Das ist besonders wichtig, wenn Sie nach einem heissen Bad aus der Badwanne steigen.
  • Ziehen Sie sich nach dem Zwiebelschalen-Prinzip in Schichten an, damit Sie nach und nach etwas ausziehen können und Ihnen auch bei heissem Wetter nicht zu warm wird.
  • Essen Sie regelmässig, damit Ihr Blutzuckerspiegel konstant bleibt. Achten Sie auf eine gesunde Ernährung.

Mehr Informationen zum Thema Schwindel und niedriger Blutdruck finden Sie unter Medizinisches.

Häufige Fragen zum Thema

Darf ich in der Schwangerschaft auf dem Bauch schlafen?

Mein Blutdruck war immer schon niedrig. Aber seitdem ich schwanger bin, ist er wohl ganz in den Keller gerutscht. Was kann ich dagegen tun?

Wie heiss darf das Badewasser in der Schwangerschaft sein? Kann ein Vollbad Wehen auslösen?

Sind Thermalbäder oder Solebäder erlaubt, wenn man schwanger ist?

Darf man während der Schwangerschaft den Whirlpool benutzen?

Darf man als Schwangere noch so oft und so lange wie vorher saunieren?

Sind Dampfbäder besser geeignet für Schwangere als eine Sauna?

Mir wird jetzt so oft schwindelig, wenn ich aufstehe. Ist das gefährlich für mein Baby?

Wissen

Schwanger nicht auf dem Rücken schlafen

Letzte Aktualisierung : 16-10-19, AG

Kreislaufprobleme in der Schwangerschaft

Die Schwangerschaft ist für eine werdende Mutter eine sehr spannende Zeit, in der im eigenen Körper nicht nur neues Leben heranwächst, sondern in der sich der Körper auch verändert. Zu den Veränderungen gehören in vielen Fällen auch Beschwerden wie Kreislaufprobleme.

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Ursachen von Kreislaufproblemen in der Schwangerschaft

Für die Probleme mit dem Kreislauf gibt es zwei Hauptursachen, die in vielen Fällen Grund für die beeinträchtigte Gesundheit ist. Zum einen liegt dies sehr oft daran, dass der Blutdruck zu niedrig ist. Besonders in der Anfangsphase der Schwangerschaft, wo der Körper sich erst auf die veränderte Situation einstellen muss, ist der Blutdruck ein häufiger Grund für die mangelnde Energie und die Erschöpfung sowie die Probleme mit dem Kreislauf im Alltag.

Als zweite Hauptursache bei fehlender Energie und Beeinträchtigung der Gesundheit durch ein Schwindelgefühl kann ein zu hoher Wassergehalt im Blut genannt werden.

Damit die Gebärmutter und dein wachsendes Baby ausreichend mit Sauerstoff versorgt werden, zirkulieren während der Schwangerschaft bis zu zwei Liter mehr Blut in deinem Körper. Da dieser Anstieg vor allem den Wassergehalt im Blut betrifft, sinkt die Konzentration von Hämoglobin im Blut, dem roten Blutfarbstoff, der den Sauerstoff transportiert. Die Folge ist eine physiologische Schwangerschaftsanämie, die bei vielen schwangeren Frauen auftritt. Die Beschwerden äussern sich ebenso wie bei einem zu niedrigen Blutdruck und erschweren dir den Alltag.

Sinkt der Laborwert unter einen bestimmten Erfahrungswert, wird dir dein Arzt die Einnahme eines Eisenpräparats empfehlen. Obwohl sich dein Puls nicht sehr ändern wird, steigt die Pumpleistung des Herzens, was sich in oft auftretender Kurzatmigkeit äussern kann. Bestimmte Hormone sorgen dafür, dass die Venenklappen sich weiten, besonders die der unteren Körperhälfte. Dies führt zu geschwollenen und oft schmerzenden Krampfadern in den Beinen, den Schamlippen (Vulvavarizen) und am After (Hämorrhoiden). Schwangere sollten daher langes Sitzen vermeiden und möglichst oft die Beine hochlegen.

Ein blockierter Rückfluss des Blutes zum Herzen, der zum Beispiel durch Rückenlage (Ende der Schwangerschaft) oder langes Stehen hervorgerufen wird, kann ausserdem zu Schwindel führen. Trete bzw. stampfe in diesem Falle mit deinen Füssen fest auf der Stelle, damit die Venenpumpe angeregt wird.

Vorbeugen und Kreislaufbeschwerden angehen

Mit abwechslungsreicher, vollwertiger Ernährung kannst du Kreislaufbeschwerden vorbeugen. Achte als werdende Mutter auf ausreichend Obst und Gemüse im Speiseplan. Iss mindestens einmal pro Woche Fisch und gewöhne dir an, mehrere kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt zu essen. So bleibt der Zuckerspiegel im Blut konstant und die Energie reicht für den ganzen Tag aus.

Zudem kannst du auch als Schwangere mit Sport etwas für deine Gesundheit tun. Ausreichend Bewegung, die dir gut tut, tut auch deinem Kind gut. Verzichte auf Kraftsport und setze lieber aus Ausdauer. Alles jedoch in Massen. Und wenn dies noch nicht reicht, dann besuche z. B. einen Aqua-Fitness-Kurs. Er bringt dich und deinen Kreislauf wieder in Schwung.

Kreislaufprobleme

Frage: Kreislaufprobleme

Hallo,
ich habe heute schon den ganzen Tag Probleme mit meinem Kreislauf. Die Hitze macht mir heute sehr zu schaffen. Ständig ist mir schwindelig und übel. Mein Blutdruck ist allerdings normal, nur der Puls ist erhöht.
Schaden diese Beschwerden dem Kind? Bin jetzt in der 35. Woche.
Danke!
Nica

Antwort

Hallo Nika,
1. hier kann ich Sie beruhigen, dass dieses für Ihr Kind nicht mit negativen Folgen verbunden ist.
2. der Schwindel ist in der Schwangerschaft in aller Regel immer nur ein Symptom, wobei in der Schwangerschaft die häufigste Ursache der zu niedrige Blutdruck in Kombination mit schwangerschaftsbedingten Kreislaufstörungen ist. Andere Ursachen sind zumindest selten und können ggf. am besten durch Ihre Frauenärztin/Frauenarzt oder Ihren Hausarzt ausgeschlossen werden.
Dabei ist nicht gleich jeder niedrige Blutdruck mit Konsequenzen für das Ungeborene verbunden. Und es ist hier meist nicht ein fixer Wert, an dem man sich orientiert, sonder eher die Klinik (Symptomatik), die die Schwangere bietet. Sofern es der Schwangeren unter einem niedrigen Blutdruck gut geht, sollte sie zunächst beruhigt sein.
Werte, die deutlich unter 100 mm Hg liegen und mit einer entsprechenden Symptomatik verbunden sind, wären bedenklich, sofern sie dauerhaft da sind und dieses sollte möglichst vermieden werden.
Empfehlenswert sind bei entsprechenden Symptomen in erster Linie die reichliche Flüssigkeitsaufnahme (2,5-3 Liter am Tag!) und in Extremfällen auch das Tragen von Kompressionsstrümpfen.
Die Schwangerschaft per se bringt aber auch ohne eine Anämie oder niedrigen Blutdruck mit sich, dass viele Frauen schon recht früh viel eher erschöpft sind und über chronische Müdigkeit klagen, die nur schwer in den Griff zu bekommen ist.
Was ist zu tun?
Bei Abgeschlagenheit, Kreislaufproblemen und Müdigkeit, (Kreislaufprobleme sollten natürlich zunächst mit dem behandelnden Arzt besprochen werden), hilft insbesondere die sportliche Aktivität zur Anregung des Kreislaufes. Von übermäßigem Genuss von Kaffee in der Schwangerschaft ist zur Anregung des Kreislaufs, gerade bei vermehrter Übelkeit, abzuraten.
Die Aktivitäten müssen dabei nicht unbedingt Wettkampfbedingungen entsprechen, sondern es reichen hier schon leichte Übungen; sofern hierbei keine Beschwerden auftreten. Auch eine kalte Dusche oder Wechselduschen bringt den Kreislauf in Schwung und vertreibt die Müdigkeit.
2. in ausgeprägten Fällen kann Ihre Frauenärztin/Frauenarzt Ihnen sicher auch ein Mittel gegen den niedrigen Blutdruck verordnen. Tropfen mit dem Wirkstoff eines hydrierten Ergotamins können nach bisheriger Datenlage wohl angewandt werden; es liegen dazu keine Hinweise auf eine Häufung von Anomalien vor. Allerdings wird empfohlen, im ersten Schwangerschaftsdrittel mit möglichst niedriger Dosis zu behandeln.
Bei ausgeprägten Blutdrucksenkungen sind auch erprobte Mittel, wie Etilefrin, Oxilofrin oder Norfenefrin in der Schwangerschaft akzeptabel.
Bei weiteren Fragen wenden Sie sich doch bitte an unseren Experten für Medikamente in der Schwangerschaft, Herrn Dr. Paulus. Er hat übrigens hier bei rund-ums baby.de auch ein Forum zu solchen Fragen.
Die Adresse ist

Schwindel in der Schwangerschaft: Wissenswertes und Tipps

Während der Schwangerschaft durchlebt der Körper eine hormonelle Achterbahnfahrt. Schwindel ist nur eine der natürlichen Folgen davon. Wir erklären, wo die Ursachen für Schwindel in der Schwangerschaft liegen und wie Sie mit den Beschwerden umgehen.

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Erstes Schwangerschaftsdrittel besonders betroffen

In der Regel treten die meisten Schwindelanfälle, oft auch in Kombination mit Übelkeit, im ersten Schwangerschaftsdrittel auf. Zu dieser Zeit muss sich der Körper auf die neue Situation der Schwangerschaft einstellen und den Stoffwechsel, besonders die Durchblutung, anpassen. Infolgedessen sinkt der Blutdruck.

Außerdem kann in einem späteren Schwangerschaftsstadium Schwindel dadurch entstehen, dass die Gebärmutter auf große Blutgefäße drückt. Weitere Einflussfaktoren, die Schwindel während der Schwangerschaft hervorrufen, sind ein niedriger Blutzuckerspiegel, Überhitzung oder zu schnelles Aufstehen.

Schwindel in der Schwangerschaft ist meist ungefährlich

In den wenigsten Fällen sind Schwindelanfälle während der Schwangerschaft gefährlich. Trotzdem sollten Sie plötzlich auftretende Benommenheit ernst nehmen. In seltenen Fällen geht ein Schwindelanfall soweit, dass das Gehirn nicht genug Sauerstoff erhält und Sie kurzzeitig in Ohnmacht fallen. Falls Sie spüren sollten, dass Ihr Kreislauf droht zusammenzubrechen, sollten Sie laut „babycenter.de“ Ruhe bewahren und sich hinlegen, um einen Sturz zu vermeiden. Die Ruheposition verbessert die Durchblutung Ihres Gehirns und reguliert den Kreislauf.

Bei Schwindel sollte der Kreislauf stabilisiert werden

Um den Schwindelanfällen vorzubeugen, sollten Sie vor allem eins tun: Geben Sie Ihrem Körper Zeit, die Durchblutung anzupassen. Konkret bedeutet dies, dass Sie nach dem Sitzen oder Liegen stets langsam aufstehen, damit das Blut genug Zeit hat, zum Gehirn zu fließen.

Bleiben Sie einen Moment sitzen und warten Sie, bis Sie sich fit genug fühlen, um aufzustehen. Um den Stoffwechsel aktiv zu halten, sollten Sie außerdem ausreichend Flüssigkeit zu sich nehmen – Schwindel kann auch ein Zeichen von Dehydration sein. Idealerweise trinken Sie Tee, Wasser oder Saftschorlen. Für den Notfall ist es ratsam, Traubenzucker oder einen Schokoriegel in der Tasche zu haben.

Regelmäßige kleine Mahlzeiten halten den Blutzuckerspiegel konstant

Um den Blutzuckerspeigel konstant zu halten, bieten sich regelmäßige kleine Snacks an. Achten Sie auf vielseitige Kohlenhydrate wie Brot, Nudeln, Reis, Getreide oder Hülsenfrüchte. Natürlich ist gegen ein Stück Obst oder einige Kräcker für einen schnellen Blutzuckeranstieg nichts einzuwenden.

Moderate Bewegung regt Durchblutung an

Selbst wenn Sie auf ausreichend Flüssigkeit und regelmäßiges Essen achten, fehlt ein wesentlicher Faktor, der hilft, Schwindelanfällen vorzubeugen: Bewegung. Eine moderate und Ihrem körperlichen Zustand angemessene Form der Bewegung ist ideal, um Schwindel infolge von niedrigem Blutdruck entgegenzuwirken. Achten Sie jedoch darauf, dass Sie die körperliche Betätigung nicht überfordert. Machen Sie Pausen und überanstrengen Sie sich nicht.

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Bei anhaltendem Schwindel muss der Arzt informiert werden

Sollten Schwindelsymptome dauerhaft anhalten oder zusätzlich zum Schwindel weitere Symptome wie Sehstörungen oder Kopfschmerzen hinzukommen, sollten Sie umgehend Ihren Arzt aufsuchen. Dieser kann abklären, ob die akuten Beschwerden von der Schwangerschaft herrühren oder andere Faktoren Auslöser sind.

Schwindel in der Schwangerschaft

Mir ist oft schwindelig – wieso?

Zu Beginn der Schwangerschaft kann Ihnen leicht schwindelig werden und Sie verspüren vielleicht manchmal auch Übelkeit. Das geschieht, weil sich Ihre Durchblutung den sich nun schnell verändernden Kreislaufverhältnissen anpassen muss. Die Folge: Der Blutdruck sinkt. Ab dem zweiten Drittel der Schwangerschaft könnte der wachsende Uterus auf die untere Hohlvene drücken, auch dadurch kann Ihnen schwindelig werden.
Und noch einige andere Ursachen für Schwindel in der Schwangerschaft sind nicht selten:

  • Sie haben zu lange nichts gegessen und Ihr Blutzuckerspiegel ist zu niedrig.
  • Sie sind überhitzt.
  • Sie sind zu schnell aufgestanden.

Was kann ich gegen den Schwindel tun?

Das hängt von der Ursache ab. Am besten, Sie setzen sich erst einmal hin. Dadurch ist Ihnen nicht nur weniger schwindelig, es verhindert auch, dass Sie versehentlich hinfallen. Das können Sie noch vorbeugend gegen Schwindel tun:

  • Hilfreich bei Schwindel infolge von niedrigem Blutdruck ist Bewegung. Allerdings sollten Sie es mit dem Sport nicht übertreiben und sich immer wieder zwischendurch eine Ruhepause gönnen.
  • Wechselbäder und Kneippsche Güsse regen den Blutdruck an.
  • Wenn Sie sich oft in einem stickigen Büro oder einem überfüllten Zug befinden, dann sorgen Sie für Ausgleich an der frischen Luft.
  • Essen Sie alle ein bis zwei Stunden einen kleinen, gesunden Snack, um Ihrem Blutzucker auf die Beine zu helfen.
  • Versuchen Sie auch, regelmäßig Wasser, Kräutertee oder Saftschorlen zu trinken. Generell ist es wichtig, dass Sie mindestens acht bis zehn Glas Wasser am Tag trinken.
  • Schalten Sie einen Gang herunter, stehen Sie zum Beispiel langsam und gemütlich auf, anstatt aus dem Bett oder einem Sessel aufzuspringen.

Sind Schwindelanfälle gefährlich?

Sehr selten. Nehmen Sie aber die Benommenheit nicht auf die leichte Schulter, auch wenn sie in der Schwangerschaft normal ist.
Die größte Gefahr ist eine Ohnmacht. Wenn auch echte Ohnmachten in der Schwangerschaft nur sehr selten auftreten, kann es Ihnen ab und zu so vorkommen, als würden Sie gleich umfallen. Falls das geschieht: Legen Sie sich hin und drehen Sie sich auf Ihre linke Seite.
Sie können sich auch hinsetzen und den Kopf zwischen die Knie nehmen. Diese Positionen verbessern die Durchblutung Ihres Gehirns und das starke Schwindelgefühl verschwindet.

Wann sollte ich meinen Arzt oder meine Hebamme anrufen?

Bei dauerhaftem Schwindel oder wenn das Schwindelgefühl von Sehstörungen, Kopfschmerzen oder Herzklopfen begleitet wird, sollten Sie Ihren Arzt/Ihre Ärztin oder Ihre Hebamme informieren. Denn das könnte auf eine Blutarmut, einen Schwangerschaftshochdruck oder andere ernst zu nehmende Probleme hinweisen. Schwindel kann aber auch durch Allergien, Kurzatmigkeit oder anderen Gründen ausgelöst werden, die nichts mit der Schwangerschaft zu tun haben.
Falls Sie sich ernsthaft Sorgen machen, ziehen Sie auf jeden Fall einen Arzt zu Rate. Aber behalten Sie immer im Hinterkopf, dass Schwindel, bedingt durch Hitze, Hunger, Übelkeit oder zu schnelles Aufstehen, ein natürlicher Begleiter einer Schwangerschaft ist – genau wie die Freude auf Ihr Baby…
Zuletzt überarbeitet: Juli 2018

Kreislaufprobleme und Schwindel sind in der Schwangerschaft keine Seltenheit, oft sind sie sogar als Anzeichen einer Schwangerschaft zu deuten. Insbesondere am Anfang der Schwangerschaft kann es zu Schwindelanfällen kommen. In Kombination mit Erbrechen und Übelkeit sind Schwindelgefühle ein typisches Schwangerschaftsanzeichen. In der Regel sind sie ungefährlich, wenn sie aber von Herzklopfen, Kopfschmerzen oder Sehstörungen begleitet werden, sollte ein Arzt aufgesucht werden.

Gründe für Schwindelgefühle in der Schwangerschaft

Das Auftreten von Schwindel in der Schwangerschaft wird durch verschiedene Faktoren verursacht. Der Körper einer Schwangeren muss sich den völlig neuen Umständen anpassen, was für das gesamte Herzkreislaufsystem eine wahre Herausforderung darstellt. Die weiteren Gründe für Schwindelanfälle bei Schwangerschaft:

  • ein zu niedriger Blutzucker
  • Überhitzung
  • Schwangerschaftsdiabetes
  • psychische Faktoren
  • schnelles Aufstehen
  • Blutarmut
  • Bluthochdruck
  1. 1 Trimester in Schwangerschaft

In den ersten drei Monaten muss der Körper eine starke hormonelle Umstellung verkraften. Bei ca. 75 Prozent aller Schwangeren können zu diesem Zeitpunkt starke Übelkeit (mit oder ohne Erbrechen) oder Schwindelgefühle hervorgerufen werden. Das weibliche Hormon Progesteron ist der „Übeltäter“. Es wirkt zwar beruhigend auf den Körper der Frau, allerdings löst es Müdigkeit und Schwindelanfälle aus. Zu Beginn der Schwangerschaft muss das ungeborene Baby verstärkt mit Blut versorgt werden, was den mütterlichen Blutdruck senkt. Beim zu schnellen Aufstehen kann es unter Umständen zu Schwindelanfällen führen, weil dabei ein Teil des Blutes in die Beine absackt. Um dagegen vorzugehen, sollten sich die Schwangeren moderat bewegen oder Wechselbäder nehmen. Werden die Schwindelgefühle von Atemnot, starken Herzklopfen und Kopfschmerzen begleitet, sollte man umgehend einen Arzt konsultieren, weil die Symptome für Blutarmut sprechen könnten.

  1. 2 Trimester der Schwangerschaft

Übelkeitsgefühl nimmt zwar im zweiten Trimester meist ab, allerdings können Frauen weiterhin Schwindelgefühle empfinden. Das zunehmende Blutvolumen ist daran schuld: Die Gefäße weiten sich weiter aus, das Blut wird nun beim Aufstehen langsamer nach oben gepumpt. Eine kurzzeitige Unterversorgung des Gehirns mit Blut (kann als Schwindel empfunden werden) ist dann die Folge. Eine Abhilfe verschafft das Hochlegen der Beine. Auf diese Weise verteilt sich das Blut schneller im ganzen Körper. Im zweiten Trimester wächst das Baby sehr stark. Die Gebärmutter dehnt sich aus und kann auf die untere Hohlvene drücken, was im Endeffekt zum Schwindel führen kann.

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  1. 3 Trimester bei Schwangerschaft

Das Kind drückt jetzt noch stärker auf die untere Hohlvene (V. cava inferior), Schwindelgefühle können sich damit noch verstärken. Meistens kommt es zu Schwindelanfällen im Liegen oder beim Schlafen in Rückenlage, weil dadurch der Blutfluss zum Gehirn behindert wird. Es empfiehlt sich, nach dem sechsten Schwangerschaftsmonat in Seitenlage zu schlafen.

Blutzuckerschwankungen und Schwindelgefühle

Im Verlauf der Schwangerschaft kann der Blutzuckerspiegel öfters senken. Der Grundumsatz einer schwangeren Frau steigt bis zum Ende der Schwangerschaft um bis zu 20 Prozent. Nicht selten kommt es deswegen zu Versorgungsengpässen. Die Folgen: ein niedriger Blutzuckerspiegel und dadurch auch Schwindelgefühle. Etwa alle zwei Stunden sollte man einen kleinen gesunden Snack verzehren (Banane, Apfel oder Jogurt), um Hypoglykämie zu verhindern. In der Tat kann aber auch ein zu hoher Blutzucker Schwindel erzeugen. Es kommt vor, wenn die Glukosetoleranz bei der Schwangerschaft zu stark gesunken ist (der Blutzuckerspiegel sinkt nach dem Essen nicht schnell genug ab). Eine unzureichende Insulinausschüttung ist der Grund – die sogenannte Schwangerschaftsdiabetes ist dann die Folge.

Überhitzung führt zu Schwindel in der Schwangerschaft

Bei Überhitzung kann es in der Schwangerschaft ebenso zu Schwindelanfällen kommen. Überhitzung ist für das ungeborene Baby gefährlich, deshalb sollte man vor allem zu Beginn der Schwangerschaft darauf achten, den Körper mit zu großer Belastung nicht zu überfordern. Ausreichende Flüssigkeitszufuhr und moderate Sportarten helfen dabei, die Überhitzung des Körpers zu vermeiden. Saunabesuche oder heiße Bäder sind während der Schwangerschaft untersagt, weil sie dem Kind schaden und Schwindelgefühle verursachen können. Beim Fieber sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden.

Psychische Ursachen für Schwindel

Schwindelanfälle in der Schwangerschaft haben oft psychische Gründe. Dabei handelt es sich um den sogenannten „psychogenen Schwindel“. Stress und Überforderung mit der gesamten Situation können auch Schwindel hervorrufen. Auf jedem Fall klärt ein Gespräch mit dem Arzt die Ursachen für Schwindel meistens auf.

Hinweis Obwohl Schwindel für die schwangere Frau nur selten gefährlich sind, sollte man solche Anfälle nicht auf die leichte Schulter nehmen. Schwindelanfälle können nämlich mit einer Ohnmacht enden, was schon eine ernst zu nehmende Situation ist. Bei auftretenden Schwindelanfällen legt man sich hin und dreht sich auf die linke Seite oder man setzt sich hin und nimmt den Kopf zwischen die Knie. In dieser Position verbessert sich die Durchblutung des Gehirns, das Schwindelgefühl verschwindet meist schnell.

Kreislaufstörungen bei Schwangerschaft

Neben Schwindelgefühlen klagen viele Frauen in der Schwangerschaft über Kreislaufprobleme, vor allem während der ersten 12 Schwangerschaftswochen. Der häufigste Auslöser dafür kann ein niedriger Blutdruck sein, außerdem führen die hormonellen Umstellungen in der Schwangerschaft zu Kreislaufstörungen hin. Zu Kreislaufproblemen kommt es in dieser Zeit aufgrund der erweiterten Blutgefäße, womit das Blut schneller in den Beinen versackt. Sehr oft kommt es zu Kreislaufproblemen morgens beim Aufstehen, aber auch im Tagesverlauf machen sie sich bemerkbar, etwa wenn die Frau vom Sitzen oder Liegen ihre Position schnell wechseln will. Die typischen Merkmale für einen instabilen Kreislauf sind:

  • Herzrasen
  • Ohrensausen
  • Schwindelgefühle
  • im schlimmsten Fall die Ohnmacht

Ursachen für Kreislaufprobleme in der Schwangerschaft

Kreislaufstörungen bei Schwangerschaft können unterschiedliche Gründe haben. Blutdruck- oder Blutzuckerspiegelschwankungen sind dafür oft verantwortlich. Wenn diese Beschwerden nach dem ersten Trimester auftreten, sollte darüber ein Arzt informiert werden. Im dritten Trimester tritt manchmal eine eher seltene Kreislaufstörung auf – das V.-cava-Kompressionssyndrom. Herzrasen, Übelkeit und Schwindel sind die typischen Symptome, die vor allem in der Rückenlage auftreten. In dieser Position drückt das Kind bei der Mutter auf die Blutgefäße, was zu einer Behinderung der Blutzirkulation führt.

Was Schwangere gegen Kreislaufprobleme tun können

Kreislaufprobleme in der Schwangerschaft sind nicht ungewöhnlich und völlig normal, zumindest in den meisten Fällen. Trotzdem sollten Frauen einige Regeln beachten, um ihren Kreislauf vor unangenehmen Problemen zu schützen. Die folgenden Tipps können eine Hilfe verschaffen:

  1. Bewegung ist gut. Spaziergänge, Schwimmen oder Rad fahren, und zwar in einem moderaten Tempo, trainieren auf sanfte Weise das Herz-Kreislauf-System und schützen vor etwaigen Kreislaufstörungen.
  2. Ausreichend schlafen. In der Schwangerschaft wird dem Körper einiges abverlangt, deswegen ist hier eine ordentliche Portion Schlaf so wichtig. Außerdem sollte man möglichst ausgeruht sein, damit der Kreislauf beruhigt und fit bleibt.
  3. Auf die Ernährung achten. Eine gesunde und ausgewogene Ernährung beugt in der Schwangerschaft Kreislaufproblemen vor. Mehrere kleinere Mahlzeiten über den Tag verteilt sichern einen gut ausbalancierten Blutzuckerspiegel und schützen vor Kreislaufstörungen.
  4. Genug trinken. Bis zu drei Liter pro Tag soll eine Schwangere trinken. Ein Flüssigkeitsmangel kann eben zu Kreislaufproblemen führen und dem ungeborenen Baby schaden.
  5. Stress vermeiden. Ruhe und Ausgeglichenheit in der Schwangerschaft reduzieren das Risiko von Kreislaufstörungen. Also – Stress und Hektik unbedingt vermeiden, für ausreichende Pausen sorgen und dem psychischen Druck aus dem Weg gehen.

Mir wird jetzt so oft schwindelig, wenn ich aufstehe. Ist das gefährlich für mein Baby?

Die veränderte Hormonsituation in der Schwangerschaft hat viele Auswirkungen auf Ihren Körper. Auch Schwindelgefühle gehören dazu. In der Frühschwangerschaft sind Blutzuckerspiegel und Blutdruck oft zu niedrig. Dann hilft es, eine Kleinigkeit zu essen und den Blutdruck durch Trockenbürsten, Wechselduschen und Bewegung auf Trab zu bringen.

In den letzten Wochen kann Schwindel dadurch hervorgerufen werden, dass Blut in den Beinen versackt und das Gehirn zuwenig Blut abbekommt. Besonders bei längerem Stehen oder heissem Wetter sowie in überheizten Räumen (z.B. nach dem Baden) wird Schwangeren deshalb leicht schwindelig. Ihr Körper gleicht diesen kurzfristigen Schwindel immer zugunsten der Gebärmutterversorgung aus, so dass Ihr Baby gar nichts davon merkt.

Viele Hochschwangere fühlen sich auch schwindelig, wenn sie auf dem Rücken liegen. Beim sogenannten Vena-cava-Kompressionssyndrom ist der Rückstroms des Blutes zum Herzen hin beeinträchtigt, weil die schwere Gebärmutter auf die grosse Hohlvene (Vena cava) drückt. Starker Schwindel, Übelkeit und heftiges Herzklopfen sind die Folge. Auch das Ungeborene leidet, denn es bekommt auf Dauer nicht mehr genug sauerstoffreiches Blut. Schwangere sollten deshalb in den letzten Wochen vor der Geburt besser in der Seitenlage schlafen. Dabei wird besonders die linke Seite empfohlen; die Hauptschlagader und die untere Hohlvene liegen beide hinter der Gebärmutter. Wenn die werdende Mutter auf der linken Seite liegt, kann die Gebärmutter sich etwas verschieben und das Blut kann leichter zirkulieren. Das Baby wird optimal mit sauerstoffreichem Blut versorgt und auch dem Risiko von Krampfadern wird vorgebeugt.

Achtung: Schwindel kann auch ein Anzeichen für Blutarmut (Anämie) und Bluthochdruck sein! Deshalb sollten Sie auf jeden Fall Ihren Frauenarzt, Ihre Frauenärztin oder Ihre Hebamme informieren, wenn Sie in der zweiten Hälfte der Schwangerschaft häufiger Schwindelanfälle haben.

Was Sie tun können, wenn Ihnen leicht schwindelig wird:

  • Vermeiden Sie längeres Stehen.
  • Wenn Sie sich aus einer liegenden oder sitzenden Position erheben, tun Sie dies langsam. Setzen Sie sich erst auf die Bettkante, bevor Sie aufstehen.
  • Sollte Ihnen im Stehen schwindelig werden, setzen Sie sich hin und sorgen Sie für frische Luft. Beugen Sie den Kopf zwischen Ihren Knien so weit wie möglich vor. Sie können sich auch auf die linke Seite legen, besser nicht auf den Rücken. Wenn Sie liegen, sollten die Füsse etwas höher gelagert sein als der Kopf. Auf diese Weise wird das Gehirn besser durchblutet.
  • Liegen und schlafen Sie ausschliesslich in Seitenlage. Damit Sie bequem liegen können, stützen Sie sich mit vielen Kissen ab.
  • Wenn Sie nach einem heissen Bad aus der Wanne steigen, sollte jemand in der Nähe sein, um Ihnen bei einer Ohnmacht zu helfen.
  • Achten Sie mit leichter Kleidung darauf, dass Ihnen auch bei heissem Wetter nicht zu warm wird. Ideal ist es, wenn Sie mit vielen Schichten Ihre Kleidung dem jeweiligen Wärmegefühl anpassen können.
  • Essen Sie regelmässig kleine Mahlzeiten, damit Ihr Blutzuckerspiegel konstant bleibt.

10 erste Anzeichen, dass Sie schwanger sind …

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Frauen, die bereits ein Kind haben, bemerken oft schon sehr früh die erste Anzeichen einer Schwangerschaft. Andererseits horchen auch Frauen, die sich ein Baby wünschen ganz gespannt in sich hinein:

Hat es endlich geklappt ..? Hat sich irgend etwas verändert ..? Eine Reihe von Schwangerschaftsanzeichen können tatsächlich darauf hindeuten, dass Sie ein Baby erwarten – auch wenn sie noch nicht sicher belegen, dass dem so ist. Hier finden Sie die 10 häufigsten, frühen Anzeichen für eine Schwangerschaft:

Anzeichen 1: Wenn die Regel ausbleibt

Das wahrscheinlichste Anzeichen dafür, dass Sie möglicherweise tatsächlich schwanger sind, ist natürlich eine ausbleibende Regelblutung. Wenn Ihre Menstruation sonst regelmäßig ist, und Sie vermuten nun aufgrund des ungewöhnlich langen Ausbleibens der Regel, dass Sie ein Baby erwarten, ist es höchste Zeit, einen Schwangerschaftstest zu machen. Wenn der positiv ausfällt, wissen Sie sicher, woran Sie sind.

Anzeichen 2: Eine leichte Einnistungsblutung

Allerdings kann es auch bei einer schon eingetretenen Schwangerschaft manchmal zu einer scheinbaren Regelblutung kommen: Wenn sich das befruchtete Ei ab dem 5. Tag nach der Befruchtung in die Gebärmutterschleimhaut einnistet, blutet diese mitunter ein wenig, weil bei der Einnistung feine Blutgefäße der Gebärmutter „angezapft“ werden. Diese Einnistungs- oder Nidationsblutung wirkt wie eine zu früh einsetzende und ungewohnt schwache Menstruation, besteht oft nur aus Tröpfchen oder leichten Schlieren und ist eher hellrot als bräunlich. Ein sicheres Schwangerschaftsanzeichen ist eine solche Blutung jedoch nicht, da sie auch aus anderen Gründen zustande gekommen sein kann.

Anzeichen 3: Müdigkeit, die man nicht gewohnt ist

In der Schwangerschaft bewältigt Ihr Körper große hormonelle Umstellungen. Viele Frauen bemerken daher gerade zu Beginn einer Schwangerschaft, dass sie sich häufiger müde fühlen. Hauptursache ist vermutlich das Progesteron. Dieses schon im frühen Stadium der Schwangerschaft vom Gelbkörper im Eierstock gebildete Hormon hilft, die Schwangerschaft aufrecht zu erhalten, indem es auf die gesamte, glatte Muskulatur des Körpers (dazu gehört auch die der Gebärmutter) entspannend wirkt. Wenn Sie also ständig das Gefühl haben, am liebsten ein Stündchen zu schlafen, könnte auch das ein Anzeichen sein.

Anzeichen 4: Heißhunger aus heiterem Himmel

Plötzlicher Heißhunger – mitunter auch auf ganz bestimmte oder ungewöhnliche Speisen – gilt als geradezu sprichwörtliches Anzeichen einer Schwangerschaft. Manche Frauen suchen nun von morgens bis abends – und auch nachts – immer wieder nach etwas „Essbarem“. Allerdings gibt es auch viele andere Gründe für ungewohnten Riesenappetit bzw. den „Run“ auf den Kühlschrank. Stress zum Beispiel oder einfach eine Luftveränderung auf Reisen. Heißhungerattacken allein sind daher kein Beweis, dass Sie schwanger sind.

Anzeichen 5: Spüren Sie morgens eine ungewohnte Übelkeit?

Mindestens so berühmt-berüchtigt wie die Heißhungerattacken: Die Übelkeit, die werdende Mütter besonders in den ersten Wochen einer Schwangerschaft vorwiegend in den frühen Morgenstunden – von leicht bis heftig – plagen kann.

Verantwortlich für die morgendliche Übelkeit ist ebenfalls die hormonelle Umstellung des Körpers. Im Verdacht steht auch ein erhöhter Blutzuckerspiegel, zu dem viele Frauen in der Schwangerschaft neigen.

Anzeichen 6: Kopfschmerzen und Schwindel

Einige Frauen leiden zu Beginn einer Schwangerschaft unter Kopfschmerzen und Schwindel. Beides ist ebenfalls auf die hormonelle Umstellung zurückzuführen, die auch Auswirkungen auf den Kreislauf hat und Blutdruck­schwankungen mit sich bringen kann. Natürlich gibt es auch noch reichlich andere Gründe für Kopfweh und Schwindelgefühle, weshalb gerade diese beiden Beschwerden nicht unbedingt zu den sicheren Schwangerschaftsanzeichen zählen.

Anzeichen 7: Werden Sie geruchsempfindlich?

Andere Frauen stellen überrascht fest, dass sie ungewohnt geruchsempfindlich sind bzw. plötzlich werden. Auch das kann den Appetit beeinflussen – meist jedoch negativ. Mit einem Mal haben Sie keine Lust mehr auf Speisen und Getränke, die Sie sonst immer mochten. Werdende Mütter bemerken zum Beispiel häufig, dass Ihnen der geliebte Kaffee jetzt einfach zu stark riecht und nicht mehr schmeckt.

Manche Frauen reagieren auch plötzlich mit Ablehnung auf den Geruch bestimmter Gewürze, bzw. können sie sprichwörtlich „nicht mehr riechen.“

Anzeichen 8: Häufiger Harndrang

Auch da mischen wieder die Hormone mit: Schon 24 Stunden nach der Befruchtung produziert der Körper HCG (kurz für „Humanes Choriongonadotropin“). Dieses Hormon, auch „Schwangerschaftshormon“ genannt, sorgt unter anderem dafür, dass die Gebärmutter­schleimhaut nicht wie sonst nach einer bestimmten Zeit abgestoßen wird. Es verursacht als „Nebenwirkung“ aber auch einen häufigeren Harndrang.

Anzeichen 9: Sind Ihre Brüste ungewohnt empfindlich?

Ähnlich, wie in bestimmten Phasen des Monatszyklus, reagieren Ihre Brüste auch auf die Hormonveränderungen der Schwangerschaft. Schon zu Beginn können sie sich etwas schwerer bzw. voller anfühlen und spannen, so dass Berührungen richtig unangenehm sein können. Eventuell beobachten Sie auch, dass Ihre Brustwarzen insgesamt voller sind und die Brustwarzenhöfe dunkler wirken. Beides können Anzeichen für eine Schwangerschaft sein. Manche Frauen bemerken auch ein immer wiederkehrendes Jucken an den Brüsten.

Anzeichen 10: Haben Sie morgens eine erhöhte Temperatur?

Falls Sie, um schwanger zu werden oder um auf natürliche Weise zu verhüten, regelmäßig Ihre Temperatur messen: Ist Ihre Körpertemperatur nach dem Aufwachen (die Basal­temperatur oder Aufwachtemperatur) dauerhaft über 16-18 Tage hinweg erhöht, sind Sie sehr wahrscheinlich schwanger.

Haben Sie einige der oben genannten Schwangerschaftsanzeichen bei sich bemerkt …? Die meisten sind Folgen der körperlichen, hormonellen Umstellung, die schon 24 Stunden nach der Befruchtung bzw. nach der Einnistung beginnt. Je mehr bei Ihnen zutreffen, desto höher ist die Wahrschein­lichkeit, dass sich bei Ihnen tatsächlich eine Schwangerschaft eingestellt hat und sich ein Baby „auf den Weg macht“.

von Anne Malburg, Diplom-Journalistin

Zuletzt überarbeitet: März 2019

© sirtravelalot – .com

Während der ersten Wochen mit Deinem Baby wirst Du möglicherweise häufiger über Schwindel und Kreislaufprobleme klagen. Auch wenn Du vor der Schwangerschaft einen recht stabilen Kreislauf hattest, bedeutet diese Phase Deines Lebens ganz neue Anstrengungen. Empfehlenswert ist es daher, Dich während des Wochenbetts nicht zu überfordern. Anstrengende körperliche Tätigkeiten oder Sport wirken sich auf Deinen erschöpften Körper negativ aus. Die Folge können Schwindel, Kreislaufstörungen und Übelkeit sein.

Gründe für Kreislaufprobleme im Wochenbett

Es sind selten körperliche Gebrechen, die Kreislaufprobleme während des Wochenbetts auftreten lassen. Vielmehr ist die starke Belastung ein Grund. Dein Körper muss sich zunächst daran gewöhnen, dass er nun ein Kind versorgen muss. Das nächtliche Aufstehen, das Stillen und die schmerzhaften Nachwehen hinterlassen ihre Spuren. Ohnehin bist Du nach Schwangerschaft und Geburt nicht sofort wieder voll belastbar. Es kann daher schnell passieren, dass Du Dich überanstrengst und des zu Kreislaufproblemen kommt. Die Probleme treten in einem solchen Fall nur gelegentlich auf und verschwinden nach einem Moment der Ruhe zügig wieder. Sollte dies bei Dir nicht der Fall sein, konsultiere Deinen Arzt. Er wird bei anhaltenden Beschwerden wie Schwindel, Übelkeit und Blutdruckabfällen auch die organischen Ursachen abklären wollen.

Was Du gegen Kreislaufprobleme tun kannst

Trinken ist das A und O während des Wochenbetts. Dein Körper investiert viel Energie in die Rückbildung und muss zusätzlich Milch für Dein Baby produzieren. Doch auch wenn Du nicht stillen solltest ist die Belastung für Deinen Körper groß und der Flüssigkeitsbedarf ebenso gesteigert. Trinke zwischen zweieinhalb und drei Litern pro Tag. Vermeide hierbei allzu kalorienhaltige Getränke und halte dich an ungesüßten Tee, Saftschorlen und Wasser.

Ruhe Dich oft aus. Lege Pausen ein, wann immer Du die Möglichkeit dazu hast. Lange Wanderungen oder groß angelegte Putzarbeiten solltest Du während des Wochenbetts lieber anderen überlassen. Nicht umsonst wird diese Phase Deines Lebens Wochen“bett“ genannt. Auf der Couch oder im Bett zu liegen, hilft Deinem Körper dabei, sich von den Strapazen der vergangenen Monate zu erholen.

Leichtes Spazieren an der frischen Luft und sanfte Übungen wie Fahrradfahren im Liegen helfen Deinem Kreislauf auf die Sprünge. Bevor du am Morgen aufstehst, strecke Deine Arme senkrecht in die Luft und balle die Fäuste. Lasse dann wieder locker und balle die Fäuste anschließend erneut. So vermeidest Du Schwindel kurz nach dem Aufstehen.

Nachgeburtliche Symptome, die gefährlich sein können

Unwohlsein oder gefährliches Symptom nach der Geburt?

Blutungen aus der Vagina (der sogenannte Wochenfluss), Unwohlsein und Müdigkeit sind nach der Geburt Ihres Babys normal. Gelegentlich gibt es jedoch echte medizinische Probleme in den Tagen und Wochen nach der Geburt. Fragen Sie Ihre Hebamme oder Ihren Arzt/ Ihre Ärztin, wie Sie medizinische Hilfe im Notfall bekommen können. Bewahren Sie diese Informationen – und Ihren Mutterpass – an einem sicheren Ort auf und sagen Sie auch Ihrer Familie Bescheid, wo sie sind. Im Notfall kann mit Hilfe dieser Unterlagen die Behandlung sofort beginnen.
Die folgenden Listen sollen Ihnen bei der Entscheidung helfen, ob Sie sofort ärztliche Hilfe brauchen oder ob Sie bis zu den normalen Sprechstundenzeiten warten können. Wenn Sie Zweifel haben, sollten Sie sofort Kontakt zu Ihrem Arzt oder Ihrer Hebamme aufnehmen.

Alarmsignale, die eine sofortige Behandlung erforderlich machen

Rufen Sie einen Krankenwagen, wenn Sie eines der folgenden Symptome an sich selbst feststellen:

  • plötzlicher oder starker Blutverlust
    Ein großer Verlust von frischem Blut aus Ihrer Vagina (vielleicht begleitet von Herzrasen, Schwindel, Schweißausbruch und einem Schwächegefühl) wird postpartale Blutung genannt und Sie brauchen sofort Hilfe.
  • lang anhaltende oder starke Kopfschmerzen
    Dies mag die Nachwirkung der Periduralanästhesie sein, die Sie während der Wehen erhalten haben. Sie sollten so schnell wie möglich mit einem Arzt darüber sprechen. Schlimme Kopfschmerzen (Sie sehen vielleicht verschwommen und / oder fühlen sich schwach) in den ersten 72 Stunden nach der Geburt können ein Zeichen für eine Präeklampsie sein. Diese kann in der Schwangerschaft, aber auch noch nach der Geburt auftreten.
  • Kurzatmigkeit
    Sind Sie kurzatmig und ändert sich dieser Zustand auch nicht, wenn Sie sich ausruhen, mag das ein Zeichen dafür sein, dass sich ein Thrombus (Blutgerinnsel) in einem Ihrer Blutgefäße Ihrer Lunge (Lungenembolie) festgesetzt hat. Sie sollten sofort einen Krankenwagen rufen.
  • Schmerzen in der Brust
    Dies könnte eine Infektion in der Brust oder eine Muskelzerrung sein, die Sie sich während der Wehen zugezogen haben. Es könnte aber auch ein Zeichen einer Lungenembolie sein und das sollte niemals ignoriert werden. Wenn Sie Schmerzen haben, kurzatmig sind und/oder Blut husten, müssen Sie sofort einen Krankenwagen rufen.
  • Schmerzen in der Wade
    Ein Schmerz in der Wade kann eine tiefe Thrombose sein. Ein Thrombus in den tiefen Venen des Muskels kann zu lebensbedrohlichen Komplikationen wie einer Lungenembolie führen. Manchmal treten auch Rötungen, Schwellungen und / oder leicht erhöhte Temperatur auf (Thrombophlebitis / oberflächliche Venenentzündung).
  • Selbstmordgedanken
    Wenn Sie feststellen, dass Sie an Tod oder Selbstmord denken, nehmen Sie sofort Kontakt zu Ihrem Arzt oder Ihrer Hebamme auf oder sprechen Sie mit einem Mitglied Ihrer Familie darüber, damit Sie Hilfe bekommen. Lesen Sie auch mehr über die postpartale Depression.
  • ungewöhnliches Verhalten
    Schlaflosigkeit, Angstzustände, Verwirrung und Wahnvorstellungen können der Anfang einer sehr seltenen Krankheit sein, die postpartale Psychose genannt wird. Es ist wichtig, dass Sie sofort behandelt werden und alle Hilfe, die Sie brauchen, bekommen.
  • sehr hohes Fieber
    Hohes Fieber (38 Grad Celsius oder mehr) kann von Frösteln begleitet werden und kann ein Zeichen für eine Infektion des Dammschnitts oder der Gebärmutter sein. Sie können sehr schnell sehr krank werden, wenn diese Infektion nicht sofort behandelt wird.
  • Probleme beim Wasserlassen
    Wenn Sie das Gefühl haben, dass Ihre Blase voll ist und Sie kein Wasser lassen können, dann sollten Sie Kontakt mit Ihrem Arzt oder Ihrer Hebamme aufnehmen.

Diese Signale sind wichtig, können aber bis zum nächsten Morgen warten:

  • unangenehm riechender Vaginalausfluss
    Dies kann ein Hinweis auf eine Infektion der Gebärmutter oder der Vagina sein. Sollten Fieber oder Bauchschmerzen dazukommen, sollten sie unverzüglich Kontakt zu einem Arzt oder einer Hebamme aufnehmen.
  • Gespannter und empfindlicher Bauch
    Dies kann auch ein Anzeichen für eine Infektion sein.. Es könnte sich um eine Entzündung der Naht in der Bauchdecke (wenn Sie einen Kaiserschnitt hatten) oder in Ihrer Gebärmutter handeln. Eine Infektion der Gebärmutter sollte sofort behandelt werden.
  • stark geschwollene Hämorrhoiden
    Obwohl Hämorrhoiden häufig nach einer Geburt auftreten, können sie manchmal außerhalb des Körpers enorm anschwellen, sehr schmerzhaft sein und sogar ein wenig bluten.
  • Baby Blues
    Wenn Sie 10 – 14 Tage nach der Geburt Ihres Babys immer den Tränen nahe sind und sich in einem Stimmungstief befinden, könnte es sein, dass Sie unter leichten Depressionen, dem so genannten Baby Blues leiden. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Ihrer Hebamme, damit Ihnen geholfen werden kann.
  • starke Schmerzen im Perineum (Damm)
    Dammschmerzen sind vor allem nach einer assistierten Geburt mit der Saugglocke oder einer Zange, einem Dammschnitt oder Dammriss nicht ungewöhnlich. Starke Schmerzen zwischen Anus und Vagina (Perineum), vielleicht begleitet von stechendem und übel riechendem Urin, könnten ein Zeichen von einer Infektion der Naht oder eines Harnwegsinfekts sein. Bitten Sie Ihre Hebamme oder Ihren Arzt zu untersuchen, ob Ihr Perineum richtig verheilt. Es könnte auch ein Bluterguss oder Schürfungen im Gewebe Ihrer Vagina sein.
  • Unkontrollierter Verlust von Urin
    Es kommt häufig vor, dass man nach der Geburt schnell zur Toilette eilen muss. Sollten Sie jedoch, bevor Sie die Toilette erreichen, Urin tröpfchenweise verlieren, so kann das bedeuten, dass Sie Ihre Blase nicht mehr richtig kontrollieren können. Es kann sich um eine stressbedingte Harninkontinenz handeln. In diesem Fall sollten Sie mit Ihrem Arzt oder Ihrer Hebamme sprechen.

Schwindel und Kreislaufprobleme

Schwangeren kann es leicht schwindelig werden. Vor allem bei langem Stehen kann das Blut in den Beinen „versacken“. Viele Schwangere fühlen sich oft kreislaufschwach und müde, vor allem in der ersten Hälfte der Schwangerschaft.

Wie kommt es dazu?

Bei der Anpassung des Körpers an die Schwangerschaft hat das Herz-Kreislauf-System viel zu bewältigen: Die Blutmenge nimmt zu und die Blutgefäße weiten sich. Das Herz muss Mehrarbeit leisten, und gerade in den ersten Monaten der Schwangerschaft sinkt meist der Blutdruck.

Zudem kann es durch Stoffwechselveränderungen leichter zu einem niedrigen Blutzuckerspiegel kommen, was mit Zittern einhergehen kann und die Kreislaufprobleme verstärkt.

Was tun?

Oft hilft es schon, zu wissen, dass die Beschwerden normal und kein Grund zur Sorge sind. Wenn Ihnen schwindlig wird, setzen Sie sich hin und versuchen Sie, die Beine hochzulegen. Nehmen Sie immer eine Kleinigkeit zu essen mit, einen Apfel, Knäckebrot oder Kekse, und vor allem eine Flasche Wasser, um durch Essen und Trinken den Stoffwechsel anzuregen. Gönnen Sie sich regelmäßig Ruhe, wenn Ihnen danach ist.

Bewegung an der frischen Luft und Wechselduschen bringen den Kreislauf in Schwung. Auch eine Abreibung von Beinen und Armen morgens mit wenigen Tropfen Rosmarinöl auf einem feuchten Waschlappen oder ein Fußbad mit Rosmarin-Badezusatz können kreislaufanregend wirken. Wenn Sie regelmäßig Sport treiben, stärken Sie Ihren Kreislauf langfristig. Meist bessern sich die Beschwerden nach der ersten Schwangerschaftshälfte.

Wann zur Ärztin oder zum Arzt?

Schwindel kann auch auf Erkrankungen wie Bluthochdruck oder Blutarmut hinweisen. Falls Ihnen auch in der zweiten Schwangerschaftshälfte noch häufig schwindlig wird, sollten Sie vorsichtshalber Ihre Ärztin oder Ihren Arzt informieren.

Letzte Aktualisierung dieser Seite: 22.03.2019

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