Schwangerschaftstest wann sinnvoll

Das humane Choriongonadotropin (hCG)

Alle Schwangerschaftstests bestimmen dasselbe „Schwangerschaftshormon“, nämlich das hCG (das humane Choriongonadotropin), ein Glykoprotein. Dieses schwangerschaftserhaltende Hormon wird schon eine Woche nach der Befruchtung (zum Zeitpunkt der Einnistung in die Gebärmutterschleimhaut) von den äusseren Keimzellen des noch winzigen Embryos gebildet, aus denen später die Plazenta, der Mutterkuchen, entsteht. Von dort wird es in den mütterlichen Blutkreislauf geschickt. HCG bewirkt die Abgabe von Östrogen und Progesteron (Gelbkörperhormon) durch den Gelbkörper, um das Wachstum der Gebärmutterschleimhaut zu unterstützen. Ausserdem verhindert es die Menstruation während der ersten Tage der Schwangerschaft.

Der hCG-Wert im Blut ist ein wichtiger Beweis für das Vorhandensein und die Überwachung der Frühschwangerschaft. Der Normalwert liegt bei nicht-schwangeren Frauen im reproduktiven Alter unter 2 IE/l (Internationale Einheiten pro Liter). Der früheste Nachweis einer Schwangerschaft ist im Blut ca. 1-2 Wochen nach der Befruchtung (4.-5. SSW, d.h. 3-4 Wochen nach dem ersten Tag der letzten Menstruation) möglich. Der Wert sollte dann mindestens 25 IE/l betragen. Im Urin, also mit einem weniger empfindlichen Schwangerschaftstest, sollte der Nachweis etwa eine Woche nach Ausbleiben der Regelblutung gelingen.

Während der ersten zwei Wochen nach der Befruchtung steigt der hCG-Wert im Blut (Serum) schnell an und verdoppelt sich mindestens alle zwei Tage, später alle drei Tage und nach 5 Wochen nur noch alle fünf Tage. Zwischen der 8. und 12. SSW (d.h. am 60.-70. Tag nach der Befruchtung) erreicht der HCG-Wert seinen höchsten Stand. Danach fällt er wieder ab und bleibt relativ konstant auf einem niedrigeren Wert bis zur Geburt und kehrt danach auf den Normalwert vor der Schwangerschaft zurück.

Die Schwankungsbreite des Normalbereichs (s.Tabelle) ist sehr gross. Daher lässt sich anhand des hCG-Wertes keine Aussage über die jeweilige Schwangerschaftswoche treffen. Sehr hohe Werte deuten auf eine Mehrlingsschwangerschaft oder eine Trophoblast-Erkrankung (z.B. eine Blasenmole oder eine maligne Entartung des Chorions) hin. Sehr niedrige Werte oder eine fehlende Verdoppelung innerhalb von zwei Tagen sind ein Hinweis auf eine nicht lebensfähige Schwangerschaft, z.B. ein verhaltener Abort oder eine Extrauterin-Gravidität. Bei einem hCG-Wert von mehr als 2500 IE/l sollte im Vaginalultraschall eine normale intrauterine Schwangerschaft nachweisbar sein, bei einer Untersuchung über die Bauchdecken erst ab einem HCG-Wert von 6500 IE/l.

Normalwerte für hCG in der Schwangerschaft:

Schwangerschafts­test: DAS musst du wissen!

Mit einem Schwangerschaftstest wisst ihr in wenigen Minuten, ob ihr in rund neun Monaten ein kleines Baby im Arm haltet oder euer Verdacht nur falscher Alarm ist.
Aber was für Schwangerschaftstests gibt es überhaupt? Wie funktioniert ein Schwangerschaftstest genau? Und ab wann kann man einen Schwangerschaftstest machen, um wirklich sicher zu sein? Wir verraten euch alles, was ihr über Schwangerschaftstest wissen müsst!

Ab wann kann man einen Schwangerschaftest machen?

Im Handel gibt es verschiedene Arten von Schwangerschaftstests. Es gibt den sogenannten Frühtest (hier bei Amazon shoppen), den ihr schon wenige Tage nach einer möglichen Befruchtung machen könnt. Die Fehlerrate ist jedoch relativ hoch. Nicht selten zeigt der Schwangerschaftstest an, dass kein Baby unterwegs ist – obwohl ihr doch schwanger seid. Mehr zum Thema Schwangerschaftsfrühtest findet ihr auch bei unserem Partnerportal Onmeda.de.
Wenn ihr die Erfahrung gemacht habt, trotz negativem Schwangerschaftstest schwanger zu sein, könnt ihr euch dazu gern hier in unserem Forum austauschen.
Ein sichereres Ergebnis gibt euch ein Schwangerschaftstest also, wenn ihr euch ein bisschen länger geduldet. Wartet, bis die Periode ausbleibt und macht dann einen klassischen Urintest bzw. lasst einen Bluttest beim Gynäkologen machen.
Aber auch vor dem Ausbleiben der Periode kann es bereits Anzeichen einer Schwangerschaft geben. Welche frühen Anzeichen das sind und ab wann ein Schwangerschaftstest aussagekräftig ist, erfahrt ihr bei Frauenärzte im Netz.

Kann man einen Schwangerschaftstest während der Periode machen?

Die meisten Frauen warten bei dem Wunsch nach einem Baby auf das Ausbleiben der Periode, denn das ist meistens ein sicheres Indiz für eine Schwangerschaft. Allerdings berichten Frauen auch immer wieder, dass sie ihre Periode weiterhin hatten und trotzdem schwanger waren (so wie hier in unserem Forum).
Wenn du unsicher bist, ob du vielleicht doch schwanger sein könntest, kannst du auch einen Schwangerschaftstest während der Periode machen. Denn der reagiert auf das Hormon HCG und dieses befindet sich im Urin, wenn sich eine befruchtete Eizelle eingenistet hat. Deine Regelblutung beeinflusst das Ergebnis nicht.
Im Video: Die besten Tipps, um schnell schwanger zu werden

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Der Schwangerschaftstest reagiert auf das Schwangerschaftshormon HCG (Humanes Choriongonadotropin). Dieses Hormon wird von der zukünftigen Plazenta gebildet, sobald sich die befruchtete Eizelle in der Gebärmutter eingenistet hat. Es kann also nur bei befruchteten Frauen nachgewiesen werden.
Die HCG-Menge im Organismus verdoppelt sich alle 2-3 Tage und erreicht ungefähr in der 12. Schwangerschaftswoche ihren Höchstwert, bevor die Hormonkonzentration wieder abnimmt. Das HCG kann aber während der gesamten Schwangerschaft weiterhin im Blut oder im Urin nachgewiesen werden.

Wann sollte man einen Schwangerschaftstest am besten machen: morgens, abends oder ist es egal?

Erst wenn sich eine befruchtete Eizelle eingenistet hat, produziert der weibliche Körper das Hormon HCG. Auf dieses reagiert der Urintest. Am höchsten ist der HCG-Gehalt im Urin am morgen, einfach weil wir nachts zum einen weniger trinken, aber auch, weil wir weniger selten zur Toilette müssen. Das Hormon wird also im Urin ‚gesammelt‘. Wenn die Frage aufkommt, wann man einen Schwangerschaftstest machen sollte, raten Ärzte und Apotheker daher dazu, einen Schwangerschaftstest am besten morgens zu machen.
Wenn du weitere Fragen zu dem Thema hast oder dich gerne mit anderen Frauen dazu austauschen möchtest, schau doch mal hier in unserem Forum dazu vorbei.

Schwangerschaftstest: Urintest oder Bluttest?

Der Urintest ist der am häufigsten verwendete Schwangerschaftstest und ist in der Apotheke oder Drogerie erhältlich. Etwa 14 Tage nach der Befruchtung ist das Hormon HCG im Urin nachweisbar. Ab diesem Zeitpunkt kann der klassische Urintest gemacht werden und liefert verlässliche Ergebnisse. Moderne Tests haben eine digitale Anzeige, die euch sogar verrät, wie weit die Schwangerschaft schon fortgeschritten ist.
So geht’s: Der Teststreifen wird einige Sekunden in den Urinstrahl gehalten bzw. in ein Gefäß mit Urin. Nach wenigen Minuten zeigt sich ein zweiter Streifen auf dem Schwangerschaftstest, wenn ihr schwanger seid. Oder es bleibt bei dem einen Streifen, wenn ihr kein Baby erwartet.
Vorsicht: Wird der Test sehr früh gemacht, kann das Ergebnis noch falsch ausfallen. Wiederholt den Test dann einfach einige Tage später.
Tipp: Das beste Ergebnis liefert der Morgenurin, denn er ist sehr konzentriert. Könnt ihr euch noch ein paar Stunden gedulden, solltet ihr den Schwangerschaftstest nicht direkt nach dem Kauf machen, sondern bis zum nächsten Morgen abwarten.

Der Bluttest

Über das Blut wird ein Schwangerschaftstest nur gemacht, wenn der Frauenarzt unsicher ist, ob eine Schwangerschaft vorliegt. Der Gynäkologe macht auch erst einen Urintest und bestätigt das Ergebnis mit einer Ultraschalluntersuchung.

Ab wann kann man eine Schwangerschaft im Blut feststellen ?
Beim Bluttest wird wie beim Urintest die HCG-Konzentration ermittelt. Diese ist im Blut schon früher erhöht als im Urin. Dieser Schwangerschaftstest ermittelt deswegen schon neun Tage nach der Befruchtung ein sehr genaues Ergebnis.

Positiver Schwangerschaftstest? Ab zum Arzt

Habt ihr eine zweite Linie auf eurem Schwangerschaftstest, solltet ihr so bald wie möglich einen Termin beim Frauenarzt machen. Der kann die Schwangerschaft bestätigen und die ersten Untersuchungen vornehmen. Außerdem wird er den weiteren Schwangerschaftsverlauf mit euch besprechen und euch den Mutterpass ausstellen.

Alles, was ihr über eure Schwangerschaft wissen solltet, erfahrt ihr zum Beispiel in diesem Ratgeber von Amazon.

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Ab wann kann ich frühestens einen Schwangerschaftstest machen?

Die von deutschen Gynäkologen am häufigsten empfohlene Marke1

Bei jedem Clearblue Schwangerschaftstest können Sie sich – unabhängig vom Testzeitpunkt – auf das Ergebnis „Schwanger“ verlassen.

Wenn Sie einen Frühtest machen, sollten Sie allerdings wissen, dass Sie auch bei einem negativen Ergebnis schwanger sein können. Dies liegt daran, dass der hCG-Spiegel von Frau zu Frau sehr unterschiedlich ist und möglicherweise noch nicht genügend Hormon im Urin vorhanden war, um von dem Test erkannt zu werden. Die hCG-Konzentration steigt in der Frühschwangerschaft schnell an, wie im Diagramm unten abgebildet. Das bedeutet, dass das Ergebnis (ob positiv oder negativ) bei einem erneuten Test am Fälligkeitstag der Periode zu 99 % zuverlässig ist.

Anstieg des Schwangerschaftshormons (hCG) in der Frühschwangerschaft

Relative hCG-Konzentration 8 7 6 5 4 3 2 1 0 Empfängnis hCG zeigt sich im Urin Erster Tag, an dem Sie mit dem Clearblue Schwanger-
schaftstest Frühe Erkennung testen können Fälligkeitstag der Periode Ausbleiben der Periode Tage vor dem Ausbleiben der Periode Quelle: C. Gnoth and S. Johnson Strips of Hope: Accuracy of Home Pregnancy Tests and New Developments. GeburtshilfeFrauenheilkd 2014;74(7):661–669. © 2016 SPD Swiss Precision Diagnostics GmbH (mit Ausnahme von Drittanbietern, die als solche ausgewiesen sind). Alle Rechte vorbehalten.

Wenn Sie vor dem Ausbleiben der Periode einen Test machen möchten, empfehlen wir Ihnen den Clearblue Schwangerschaftstest Frühe Erkennung – das zuverlässigste unter unseren Frühtest-Produkten. In der folgenden Tabelle sind die Ergebnisse von Labortests mit Proben von Frauen in der Frühschwangerschaft dargestellt:

Schwangerschaftstest: Anwendung und richtiger Zeitpunkt

Ein Ziehen in den Brüsten und plötzliche Übelkeit am Morgen: Es gibt viele Anzeichen, die auf eine Schwangerschaft hindeuten, doch keines ist so eindeutig, wie das Ausbleiben der Menstruation. Spätestens jetzt wird es Zeit für einen Schwangerschaftstest. Aber liefert der SST auch schon vorher ein zuverlässiges Ergebnis? Ab wann lohnt sich der Schwangerschaftstest?

Schwangerschaftstest: Ab wann sinnvoll?

Eine Schwangerschaft wird im Frühstadium über die Konzentration des hCG- Wertes (humanes Choriongouadotropin) im Körper festgestellt. Dieses Hormon wird von gesunden Frauen nur während einer Schwangerschaft gebildet – und zwar bereits einige Tage nachdem die Eizelle erfolgreich befruchtet wurde. Das Schwangerschaftshormon verhindert unter anderem die Abstoßung der Gebärmutterschleimhaut und den Beginn der Regelblutung.

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Gut zu wissen, ab wann ein Schwangerschaftstest möglich ist.

Ab wann ein Schwangerschaftstest wirklich zuverlässige Ergebnisse liefert, hängt davon ab, für welche Art des SST du dich entscheidest. Im Folgenden stellen wir dir die unterschiedlichen Varianten vor.

  • Bluttest: Im Blut lässt sich hCG bereits sechs bis neun Tage nach der Befruchtung – und damit noch vor dem Ausbleiben der Regelblutung – nachweisen. Die Untersuchung kann vom Frauenarzt durchgeführt werden, das Testergebnis sollte nach etwa 24 Stunden vorliegen.
  • Urin-Frühtest: Etwa vier Tage vor Fälligkeit der nächsten Regel können zudem sogenannte Frühtests angewendet werden, die in Apotheken und Drogeriemärkten erhältlich sind. Hier wird der hCG-Wert über den Urin gemessen. Da die Fehlerquote dieser Tests allerdings recht hoch ist, empfiehlt es sich, den Test erst Ausbleiben der Regel anzuwenden.
  • Urin-Test: Der normale Urin-Schwangerschaftstest liefert rund 14 Tage nach Befruchtung der Eizelle, also etwa zum Zeitpunkt der eigentlich fälligen Periode, ein sehr sicheres Ergebnis. Die Verlässlichkeit liegt für gewöhnlich bei 90 bis 99 Prozent.
  • Ultraschall: Frühestens einige Tage nach Ausbleiben der Regel kann die Schwangerschaft außerdem per Ultraschall beim Frauenarzt festgestellt werden. Dann lässt sich eine kleine Fruchthöhle in der Gebärmutter erkennen.

Anwendung des Urin-Schnelltests: Am besten mit dem Morgenurin

Der gängigste Weg zum Nachweis einer Schwangerschaft ist der Urin-Schnelltest. Es ist der einzige, der auch zu Hause als Selbsttest durchgeführt werden kann. Die Kosten sind überschaubar: Für rund vier bis zehn Euro ist er in Apotheken, Drogerien und einigen Supermärkten erhältlich. Gut zu wissen: Der Preis für Frühtests liegt meist wesentlich höher – ebenso wie die Fehlerquote.

Es gibt verschiedene Arten des Urin-Schwangerschaftstests. So kann man zwischen Midstream-, Kassetten- oder Streifen-Test wählen, die bezüglich der Funktionsweise allerdings nur geringfügig variieren. Bei Letzteren beispielsweise wird ein Teststreifen aus saugfähigem Gewebe in den Urin getaucht oder direkt in den Urinstrahl gehalten. Am besten sollte für einen Schwangerschaftstest der Morgenurin verwendet werden, da die hCG-Konzentration zu dieser Tageszeit am höchsten ist. Auf dem Streifen selbst befinden sich hCG-Antikörper, die mit dem Hormon im Urin reagieren und die Schwangerschaft mit Hilfe eines Farbstoffs etwa als Strich oder Plus-Zeichen sichtbar machen. Rund fünf Minuten musst du warten, bis der Urin-Test ein Ergebnis liefert. Übrigens: Ist der Test nur leicht positiv, sprich ist der Streifen, das Plus oder das Wort „schwanger“ nur leicht zu sehen, handelt es sich trotzdem um ein positives Testergebnis. Es deutet lediglich auf eine geringe hCG-Konzentration im Urin hin. Im Zweifelsfall sollte zu einem späteren Zeitpunkt der Test wiederholt werden.

Auf vielen Streifen befindet sich außerdem ein Kontrollfeld, das anzeigt, ob der Test korrekt durchgeführt worden ist. Und wer noch mehr wissen möchte: Einige Schwangerschaftstests sind zudem mit einer Wochenbestimmung ausgestattet, die den Zeitpunkt der Befruchtung anzeigt. Wieder andere Test zeigen das Ergebnis digital an, etwa mit den Worten „schwanger“ beziehungsweise „nicht schwanger“. Die Funktionsweise dieser Tests unterscheidet sich allerdings nicht von den herkömmlichen Teststreifen. Für alle Schwangerschaftstests gilt jedoch: Lies und befolge die Anleitung sorgfältig, um ein korrektes Ergebnis zu erhalten.

Schwangerschaftstest falsch-positiv

Wird eine Schwangerschaft per Urin-Test festgestellt, ist die Wahrscheinlichkeit recht hoch, dass das Ergebnis stimmt. Eine hundertprozentige Verlässlichkeit bietet jedoch kein Test, sodass in einigen Fällen beispielsweise ein falsch-positives Ergebnis auftreten kann. Gründe dafür können sein:

  • Fehler bei der Anwendung des Tests
  • Verwendung des SST nach Ablauf des Haltbarkeitsdatums
  • falsche Lagerung des SST (z.B. bei zu hohen Temperaturen)
  • Die Einnahme einiger Medikamente kann den Hormonspiegel beeinflussen.
  • In seltenen Fällen kann auch eine Krebserkrankung zu einem erhöhten hCG-Wert führen.

Schwangerschaftstest vor der Periode nicht immer aussagekräftig

Die meisten Frauen überprüfen eine mögliche Schwangerschaft zunächst per Urin-Schnelltest zu Hause. Fällt das Ergebnis negativ aus, ist eine Schwangerschaft jedoch noch nicht völlig ausgeschlossen: Vielleicht war der hCG-Wert im Blut noch zu niedrig oder der Test wurde zu früh oder nicht korrekt angewendet. Weitere Gründe für einen falsch-negativen SST könnten zum Beispiel eine noch nicht eingenistete Eizelle oder eine hohe Anzahl von Bakterien im Urin sein. Sogar trotz Periode ist eine Schwangerschaft möglich. Um sicherzugehen, sollte der Test einige Tage später wiederholt werden. Ist er weiterhin negativ, die Schwangerschaftssymptome halten jedoch an, empfiehlt es sich, einen Termin beim Arzt zu vereinbaren.

Fällt der Schwangerschaftstest positiv aus, steht ebenfalls der Gang zum Frauenarzt an. Hier wird die Schwangerschaft noch einmal genau überprüft und die Schwangerschaftsvorsorge eingeleitet.

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Am besten kann man einen Schwangerschaftstest ein bis zwei Tage, nachdem eure Periode überfällig ist, machen. Wann mache ich den Schwangerschaftstest am besten? Der beste Zeitpunkt ist morgens nach dem Aufstehen, weil euer Morgenurin sehr konzentriert ist. Warum ihr mit dem Test bis zum Ausbleiben eurer Periode warten solltet? HCG wird bereits wenige Tage nach der Befruchtung gebildet, doch seine Konzentration ist am Anfang noch sehr niedrig.

Welche Testformen gibt es überhaupt?

Abgesehen von dem „normalen“ Urintest, kann auch ein Urin-Frühtest gemacht werden. Die sogenannten „Pre-Tests“ (sehr „empfindliche“ Urintests), die schon geringere Mengen HCG in eurem Urin nachweisen können als herkömmliche Schwangerschaftstests, sie sind jedoch nicht genauso zuverlässig, heißt: Auch wenn ein „Pre-Test“ negativ ist, könnt ihr schwanger sein, da die HCG-Konzentration in eurem Urin noch so gering gewesen sein kann, dass die Antikörper auf dem Teststreifen noch nicht reagiert haben.

Das kann natürlich auch bei einem „normalen“ Schwangerschaftstest passieren. Sicherheit schafft ein Test bei eurem Frauenarzt. Er macht einen Urintest oder einen Bluttest, um euren HCG-Spiegel zu untersuchen.

Im Blut kann der Beta-HCG-Nachweis eher festgestellt werden, als im Urin. Das Hormon bewirkt die verstärkte Bildung von Östrogenen und Gestagenen, die für die Aufrechterhaltung einer Schwangerschaft notwendig sind.

Wenn ihr trotz eines negativen Ergebnisses beunruhigt seid, kann der Frauenarzt die Schwangerschaft oder Nicht-Schwangerschaft mit einem Ultraschall bestätigen. Hierbei ist es wichtig zu wissen, dass der Embryo in seiner Fruchtblase erst ab der 5. Schwangerschaftswoche (SSW) nachgewiesen werden kann. Ab der 7. SSW dann auch die Herztätigkeit des Kindes.

Also zusammengefasst habt ihr folgende Möglichkeiten eure Schwangerschaft zu überprüfen:

  • Bluttest (die Schwangerschaft kann schon sogar eine Woche vor Ausbleiben der Blutung festgestellt werden)

  • Urin-Frühtest (kann bis zu sechs Tage vor Ausbleiben der Periode eine Schwangerschaft anzeigen)

  • Urintest (funktioniert schon ab dem ersten Tag der ausbleibenden Menstruation)

  • Ultraschal (erst ab der 5. SSW der Embryo in der Fruchtblase sichtbar)

Was bedeutet ein falsch-positiver Schwangerschaftstest?

Schwangerschaftstests, die man aus jeder Apotheke bekommt, sind so ziemlich verlässlich. Tatsächlich können die meisten zu 97 Prozent korrekt vorhersagen, ob sich die Schwangerschaftshormone im Urin befinden oder nicht.

Doch wie bei jedem anderen Test auch, können falsche Ergebnisse angezeigt werden. In diesem Fall handelt es sich um medizinische oder umweltbedingte Umstände, die zu einem „falsch positiven“ Ergebnis führen können.

Folgende Faktoren können das Ergebnis beeinträchtigen:

  • Erkrankungen der Eierstöcke: Bedeutet, dass sich Zysten entwickeln, die die Funktion der Eierstöcke einschränken und ebenfalls das hCG-Hormon produzieren, auch wenn eben keine Schwangerschaft vorliegt. Bei einem Urintest, kann deswegen das Ergebnis positiv angezeigt werden, trotz nicht vorhandener Schwangerschaft.

  • Medikamente: Hormon-Ersatz-Medikamente wie hCG-Spritzen können zu einem falschen Ergebnis führen. Entzündungshemmende Medikamente geben dem Urin eine Farbe, die zu einem falsch positiven Ergebnis führen kann. Medikamente gegen Parkinson, Tuberkulose oder Antidepressiva können die körpereigene Produktion von hCG ankurbeln und ebenfalls das Resultat verfälschen.

  • Chemische Schwangerschaft: Damit ist eine Erkrankung gemeint, wenn sich der Embyro außerhalb der Gebärmutter einnistet. In diesem Fall produziert der Körper hCG, aber kurz danach erfolgt ein Abort. Ca. 25 Prozent der Schwangerschaftsabbrüche werden somit nicht entdeckt, da es einfach mit einer starken Menstruation verwechselt wird.

  • Nahrungsmittel: Dass künstliche Lebensmittelfarben schädlich für unseren Körper sind, ist ja kein Geheimnis. Die Farbe kann aber sogar das Ergebnis verfälschen und könnte ebenfalls zu einem falsch positiven Schwangerschaftsergebnis führen. Aber auch natürliche Lebensmittelfarbe kann das Resultat beeinflussen. Rote Beete, Erdbeeren oder Rhabarber verfärben den Teststreifen. Kleiner Tipp: Vorher viel Wasser Trinken und mindestens drei Mal urinieren, bevor ihr den Schwangerschaftstest machen wollt. Somit wird ein falsch positives Ergebnis vermieden.

Woran merke ich, dass ich schwanger bin?

Wenn man mit Frauen redet, die bereits Kinder haben oder aktuell Schwanger sind, hört man oft „Ich hab einfach gemerkt, dass ich schwanger bin.“ Ihr fragt euch, welche Anzeichen für eine Schwangerschaft stehen? Hier sind die häufigsten Anzeichen, an denen eine Frau merkt, dass eventuell eine Schwangerschaft vorliegt. An diesen Zeichen könnt ihr euch orientieren:

Auf Platz 1. der Klassiker: Die Regel bleibt aus. Frauen, die sonst einen regelmäßigen Zyklus haben, können sich auf diesen Hinweis sicher verlassen, dass sie ein Baby bekommen. Das Ausbleiben der Regel kann aber auch andere Ursachen haben, wie beispielsweise zu viel Stress oder Hormonschwankungen durch Umwelteinflüsse.

2. Übelkeit Morgendliches Unwohlsein, Übelkeit, Brechreiz – alles Symptome, die für eine Schwangerschaft sprechen. Der Geruchs- und Geschmackssinn verändert sich. Diese Übelkeit tritt schon in den ersten Wochen der Schwangerschaft auf und kann auch für einige Wochen anhalten.

3. Heißhunger In den ersten Wochen der Schwangerschaft verändert sich der Geruchs- und Geschmackssinn. Eine medizinische Theorie besagt, dass vor allem das sogenannte schwangerschaftserhaltende Hormon (Beta-hCG) die kulinarischen Schwangerschaftsgelüste auslöst.

4. Ziehen an den Brüsten Um die 5. bis 8. Schwangerschaftswoche wird die Brust bei vielen Schwangeren deutlich schwerer und beginnt zu spannen.

5. Müdigkeit Zwischen der 1. und 4. Schwangerschaftswoche tritt verstärkte Müdigkeit auf.

6. Häufiger Harndrang Schon in der Frühschwangerschaft, also ab der sechsten Schwangerschaftswoche bemerken fast alle Frauen, dass sie viel häufiger auf Toilette müssen.

7. Leichte Blutung Im ersten Schwangerschaftsdrittel kann es schon dazu kommen, dass eine menstruationsartige Blutung auftritt.

Schwangerschaftstest: Ab wann ist er möglich?

Egal, ob sehnsüchtig erwartet oder gerade völlig unpassend – die meisten Frauen wollen beim ersten Verdacht auf eine Schwangerschaft so schnell wie möglich Gewissheit haben, ob in ihnen ein neues Leben heranwächst. Gewissheit bringt ein Schwangerschaftstest. Ab wann er aussagekräftig ist, lesen Sie in diesem Beitrag.

Ein Schwangerschaftstest schafft Gewissheit über eine mögliche Schwangerschaft. Foto: diego_cervo, iStock, Thinkstock

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Ab wann können Sie einen Schwangerschaftstest machen?

Zunächst einmal hängt das ganz vom verwendeten Test ab. Wer sich sehnsüchtig ein Baby wünscht und schon länger am Familienzuwachs arbeitet, kann beim Frauenarzt auf Nummer Sicher gehen. Die hier verwendeten Schwangerschaftstests reagieren besonders sensibel auf das Schwangerschaftshormon HCG und zeigen schon geringste Konzentrationen an, so dass sie schon nach etwa einer Woche Auskunft über eine Schwangerschaft geben können. Diese Tests werden auch bei künstlichen Befruchtungen angewandt, um schnell Gewissheit über Erfolg oder Misserfolg der Behandlungen zu haben. Sie sind allerdings um ein Vielfaches teurer als herkömmliche Tests aus der Apotheke.
Ein Schwangerschaftsfrühtest für zu Hause kann schon wenige Tage vor dem Beginn der zu erwartenden Regelblutung eingesetzt werden. Am besten mit Morgenurin, da in diesem die Konzentration an HCG am höchsten und der Test damit am aussagekräftigsten ist. Allerdings ist der HCG-Gehalt zu diesem frühen Zeitpunkt meist so niedrig, dass es durchaus zu verfälschten Ergebnissen kommen kann. Um Sicherheit zu bekommen, sollte der Test daher nach einigen Tagen wiederholt werden.

Ein normaler Schwangerschaftstest kann ab dem Zeitpunkt verwendet werden, zu dem normalerweise die Periode eingesetzt hätte. Die Experten von Lilli, einem Schweizer Verein für Prävention und Online-Beratung junger Frauen und Männer zu Sexualität und sexueller Gewalt, raten sogar noch länger zu warten: „Wenn du einen Schwangerschaftstest machst, weil deine Periode ausbleibt, solltest du bis zum fünften überfälligen Tag warten, und dann einen Test machen, damit du eine zuverlässige Anzeige kriegst“, heisst es auf ihrer Webseite. Diese Schwangerschaftstests sind am sichersten; die Gefahr eines falschen Ergebnisses ist hier nur sehr gering. Allerdings kann es auch hier in Einzelfällen dazu kommen, dass aufgrund einer niedrigen HCG-Konzentration im Urin eine Schwangerschaft ausgeschlossen wird, obwohl die betroffene Frau schwanger ist. Zeigt der Test ein positives Ergebnis, können Sie jedoch zu 99,9 Prozent von einer bestehenden Schwangerschaft ausgehen, da die Teststreifen ausschliesslich auf das Schwangerschaftshormon reagieren.

Schwangerschaftstest ab wann zum Frauenarzt?

Ist das Ergebnis positiv, sollten Sie zur Überprüfung einen Termin beim Frauenarzt vereinbaren. Je nachdem, wie weit die Schwangerschaft schon fortgeschritten ist, kann dieser anhand von Blut, Urin oder (dies allerdings erst ab der 6. Schwangerschaftswoche) mit dem Ultraschall genau überprüfen, ob und in welcher Woche die Patientin schwanger ist.

Ab wann Schwangerschaftstest machen bei grossem Kinderwunsch?

Gerade bei Paaren mit grossem Kinderwunsch sollte ein Test nicht so früh wie möglich, sondern bei ersten Schwangerschaftsanzeichen gemacht werden – ansonsten könnte der Leistungsdruck und die Trauer, wenn es wieder nicht geklappt hat, bei beiden Partnern zu grossen Schwierigkeiten führen.

Weiterführende Informationen zum Schwangerschaftstest

  • Welche Schwangerschaftstests in der Schweizer erhältlich sind, sehen Sie unter creapharma.ch
  • Warum Schwangerschaftstests so teuer sind, lesen Sie unter www.ktipp.ch

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