Schwangerschaft und kopfschmerzen

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Kopfschmerzen in der Schwangerschaft

Kopfschmerzen in der Schwangerschaft: Was tun?

Bei der Therapie von Migräne oder Kopfschmerzen in der Schwangerschaft ist besondere Vorsicht geboten. Greifen Sie keinesfalls einfach zum gewohnten Medikament gegen Kopfschmerzen. Schwangerschaft und Kindesentwicklung können nämlich durch Schmerzmittel beeinträchtigt werden. Eine ärztliche Beratung ist daher vorher unbedingt nötig. Generell gilt: Kopfschmerzen in der Schwangerschaft sollten Sie zuerst mit nichtmedikamentösen Maßnahmen zu lindern versuchen.

Nichtmedikamentöse Maßnahmen gegen Kopfschmerzen und Migräne

Sie können versuchen, Kopfschmerzen in der Schwangerschaft mit einer der folgenden Methoden zu vertreiben. Nicht jede der Maßnahmen wurde schon wissenschaftlich genau untersucht. Dennoch können sie – individuell unterschiedlich – schmerzlindernd wirken:

  • Entspannungsmethoden (Muskelentspannung, autogenes Training, Biofeedback)
  • Akupunktur, Akupressur
  • Massagen
  • Ätherische Öle (Pfefferminzöl)
  • warmes Fußbad
  • kalter oder warmer Waschlappen auf der Stirn

Medikamente gegen Kopfschmerzen und Migräne

Schwangerschaft schließt eine medikamentöse Behandlung der Kopfschmerzen nicht völlig aus. Manchmal kann es zum Schutz des Kindes und zum Wohl der Mutter durchaus nötig sein, Kopfschmerzen in der Schwangerschaft mit Schmerzmitteln zu lindern, etwa wenn sie mit schwerem Erbrechen einhergehen. Allerdings ist eine Rücksprache mit dem Arzt dringend nötig, bevor Sie zu Schmerzmitteln wie Paracetamol, Ibuprofen oder Acetylsalicylsäure (ASS) greifen. Welche Arzneimittel für Sie geeignet sind, hängt unter anderem davon ab, in welchem Abschnitt der Schwangerschaft Sie sich befinden. Einige Medikamente, wie etwa die gefäßverengenden Triptane (gegen Migräne und Cluster-Kopfschmerzen), dürfen schwangere Frauen keinesfalls einnehmen, da sie der körperlichen Entwicklung des Babys schaden.

Auch wenn Sie regelmäßig Medikamente zur Vorbeugung von Migräne einnehmen, müssen Sie in der Schwangerschaft Nutzen und Risiken mit dem Arzt abklären. Einige Mittel wie zum Beispiel Magnesium gelten als unbedenklich. Bei anderen ist entweder die Datenlage unzureichend (Topiramat) oder es bestehen große Gefahren für die kindliche Entwicklung und den Verlauf der Schwangerschaft (Valproat).

Naturheilkundliche Heilmittel gegen Migräne oder Kopfschmerzen wie zum Beispiel Pestwurz bergen ebenfalls ein gesundheitliches Risiko für Mutter und Kind. Auch sie sollten daher nur nach Absprache mit erfahrenen Ärzten eingenommen werden.

Eine ausführliche ärztliche Beratung über eine medikamentöse Behandlung ist auch nötig, wenn Sie in der Stillzeit von Kopfschmerzen geplagt werden. So gehen etwa so gut wie alle Migräne-Mittel in die Muttermilch über.

Kopfschmerzen

Hormonelle Veränderungen verstärken die Durchblutung der Schleimhäute. Das macht die Nasenschleimhäute anfälliger, so dass Sie eventuell häufiger unter einer verstopften Nase oder entzündeten Nebenhöhlen leiden werden. Das wiederum kann Kopfweh verursachen. Weitere mögliche Ursachen für Kopfschmerzen sind Stress, Überanstrengung und Erschöpfung, eine schlechte Körperhaltung mit Verspannungen im Schulter- und Nackenbereich, zu wenig Bewegung und Sauerstoff, falsche Ernährung und der in der Schwangerschaft häufige plötzliche Verzicht auf Koffein.

Die Behandlung von Migräne oder Kopfschmerzen in der Schwangerschaft muss gut überlegt sein. Nehmen Sie nicht einfach Ihre üblichen Tabletten, vielleicht gefährden Sie damit die gesunde Entwicklung Ihres Kindes! Fragen Sie immer zuerst Ihren Arzt oder Ihre Ärztin, ob Bedenken bei Ihrem gewohnten Arzneimittel bestehen.

Generell gilt: Kopfschmerzen in der Schwangerschaft sollten Sie zuerst mit ungefährlichen, nichtmedikamentösen Massnahmen zu lindern versuchen. Gehen Sie bei Kopfweh an die frische Luft oder legen Sie sich hin. Regelmässige Bewegung, aber auch Entspannung und Ruhepausen sowie eine bewusste Körperhaltung können helfen. Eine kalte Kompresse oder Pfefferminzöl auf der Stirn wirkt oft Wunder. Akupunktur, Akupressur, Lymphdrainagen, Massagen und Entspannungsübungen (Muskelentspannung, autogenes Training, Biofeedback) sind zu empfehlen. Helfen kann auch ein warmes Fussbad. Und vermeiden Sie selbstverständlich die bekannten Auslöser von Kopfschmerzen wie Alkohol und Nikotin.

Achtung!

Treten in der zweiten Hälfte der Schwangerschaft Kopfschmerzen auf, die ungewöhnlich stark sind, über einen längeren Zeitraum andauern oder von Übelkeit und Brechreiz begleitet sind, sollten Sie sofort Ihren Frauenarzt, Ihre Frauenärztin oder Ihre Hebamme benachrichtigen. Es besteht die Gefahr, dass eine ernsthafte Schwangerschaftskomplikation vorliegt, wie zum Beispiel Bluthochdruck oder Präeklampsie.

Zwar sollten Sie während der Schwangerschaft (ausser in Notfällen) auf Medikamente so weit es geht verzichten, aber manchmal geht es nicht anders, z.B. wenn der Kopfschmerz mit starkem Erbrechen einhergeht. In solchen Fällen ist die Einnahme des Schmerzmittels Paracetamol (z.B. Dafalgan, Panadol, ben-u-ron) entsprechend der Packungsbeilage (eine bis zwei Tabletten alle vier Stunden) aus ärztlicher Sicht unbedenklich. Als Mittel der zweiten Wahl ist Ibuprofen erlaubt, allerdings nicht mehr im letzten Schwangerschaftsdrittel. Diclofenac und Indometacin, beide sog. nicht-steroidale Antirheumatika (NSAR), führen nicht zu kindlichen Fehlbildungen, können aber möglicherweise eine Fehlgeburt auslösen. Gegen Ende der Schwangerschaft sind NSAR nicht mehr erlaubt: Sie können die Wehen hemmen und die Geburt verlängern, das Blutungsrisiko erhöhen und beim Kind zu einem angeborenen Herzfehler führen. Praktisch dasselbe gilt für Acetylsalicylsäure (Aspirin) zur Behandlung von Kopfschmerzen, anderen Schmerzen oder Fieber. Dieses Medikament darf aber in sehr geringer Dosierung (low dose , d.h. 40-150 mg/Tag ) auch im letzten Schwangerschaftsdrittel eingesetzt werden, nämlich zur Vermeidung einer Präeklampsie oder bei Thromboseneigung.

Informationen für Schwangere mit Migräne.

Häufige Fragen zum Thema

Was hilft bei Kopfschmerzen in der Schwangerschaft?

Vielleicht helfen auch Ihnen diese erprobten Massnahmen bei Kopfschmerzen:

  • Ein Spaziergang an der frischen Luft
  • Eine kalte Dusche
  • Eine Ruhepause in einem abgedunkelten Raum
  • Eine warme Kompresse über Augen und Kieferhöhlen
  • Ein Eisbeutel auf Stirn, Schläfen oder Nacken
  • Etwas Pfefferminzöl auf der…

vollständige Antwort lesen Gibt es ein Mittel gegen Kopfweh oder Migräne, das man auch in der Frühschwangerschaft nehmen darf?

Sie dürfen bei starken Schmerzen wie Kopfschmerzen, Zahnschmerzen oder anderen Beschwerden während der gesamten Schwangerschaft ein Schmerzmittel nehmen, das den Wirkstoff Paracetamol oder Acetaminophen (z.B. die Präparate Dafalgan, Ben-u-ron, Panadol) enthält.

In manchen Medikamenten ist…

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Wissen

Schwangerschaft und Stillen bessert häufig Migräne

Weniger Migräneanfälle in der Schwangerschaft

Newsticker

Wenn Glacé Kopfweh macht: Wer sich zu viel Eiscreme in den Mund schiebt und zu gierig herunterschluckt, bekommt in Sekundenschnelle stechendes Kopfweh. Der sogenannte „Eiskugelkopfschmerz“ oder „brain freeze“ kann im schlimmsten Fall Migräne auslösen und ist sehr unangenehm, wenn auch zum Glück nur kurz. Der Schmerz entsteht wahrscheinlich, wenn sich durch den plötzlichen Kältereiz über den Gaumen Kopfmuskeln und Gefässe zusammenziehen. Deshalb sollte man Glacé oder Sorbet langsam im Mund erwärmen und erst dann herunterschlucken. So wird der Temperaturunterschied zwischen Eis und Gaumen reduziert und der Reiz vermieden. (swissmom Newsticker 7.8.2013)

Paracetamol und Schwangerschaft: In so bekannten schmerzlindernden und fiebersenkenden Präparaten wie Panadol, Acetalgin, Contra Schmerz, Ben-u-ron, Tylenol, Zolben, Influbene oder Dafalgan steckt als Wirksubstanz Paracetamol, das sogar für Schmerzen in der Schwangerschaft bisher als harmlos und Mittel der ersten Wahl galt. Neuere skandinavische Untersuchungen bringen die längere vorgeburtliche Einnahme jetzt mit dem späteren Auftreten von ADHS, Hyperaktivität und motorischen Problemen beim Kind in Zusammenhang. Bewiesen ist die schädliche Wirkung damit aber noch nicht – und Grund zur Panik bestehe schon gar nicht. Die Schweizerische Zulassungsbehörde Swissmedic will aber nun überprüfen, ob der bestehende Warnhinweis dahingehend angepasst werden muss, dass Schwangere und stillende Frauen ein Paracetamol-haltiges Medikament nicht länger als eine Woche einnehmen dürfen. (swissmom Newsticker, 27.11.14)

Letzte Aktualisierung : 04-10-16, BH

Kopfschmerzen in der Schwangerschaft: was tun?

Kopfschmerzen in der Schwangerschaft sind vor allem deshalb ein Problem, weil werdende Mütter nicht einfach zu einem schmerzstillenden Mittel greifen können. Doch mit diesen Tipps und Hausmitteln lassen sich Kopfschmerzen vorbeugen und auf sanfte und natürliche Weise lindern.

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Kopfschmerzen in der Schwangerschaft: Nicht schädlich, aber qualvoll

Zwar sind Kopfschmerzattacken in der Schwangerschaft in der Regel weder schädlich für das Kind noch für die Mutter, dennoch bereiten sie betroffenen Frauen großes Leiden. Grund für die Schmerzattacken ist vermutlich die Hormonumstellung, auf die der Körper mit Spannungen reagiert.

Das Problem: Schmerzlindernde Medikamente sollten Sie vor allem während der ersten drei Monate der Schwangerschaft meiden, da sie dem Kind nachweislich schaden können. Was also tun?

Dauern die Schmerzattacken über die achte bis zwölfte Schwangerschaftswoche hinaus an und werden sogar von Erbrechen begleitet, sollten Sie Ihren Frauenarzt um Hilfe bitten, rät Professor Hartmut Göbel von der Schmerzklinik Kiel im Interview mit dem „Stern“. Dieser kann Ursachen für Kopfschmerzen in der Schwangerschaft ermitteln und Ihnen Tipps geben, was bei starken und andauernden Kopfschmerzen zu tun ist.

Bewegung hilft die Schmerzen zu lindern

Ideal sind sportliche Aktivitäten, die beruhigend und ausgleichend wirken, wie Yoga, Schwimmen, Meditation und Gymnastik. Auch Spaziergänge an der frischen Luft sind zur Linderung der Beschwerden hervorragend geeignet. Tipp: Gönnen Sie sich so viel Bewegung, aber auch Ruhe, wie möglich. Langfristig trägt beides zur Schmerzfreiheit bei.

Tipps für Kopfschmerz-Patientinnen: Hilfe durch Hausmittel

Als Hausmittel gegen Kopfschmerzen hat sich Pfefferminzöl bewährt, mit dem Sie sanft die Schläfen oder Stirn sowie den Nacken einreiben können. Der dabei leicht angewandte Massagedruck und die ätherischen Öle sorgen für Entspannung. Betroffene wissen: Bei Lichtblitzen und Sehstörungen hilft es wie bei Migräne, den Raum abzudunkeln und viel zu schlafen.

Tipp: Generell sollten Sie einen ausgewogenen Schlafrhythmus und eine gesunde Ernährung anstreben, um Kopfschmerzen in der Schwangerschaft vorzubeugen. Ebenfalls geeignet zum Vermeiden von Kopfschmerzen und Migräne kann Magnesium sein. Fragen Sie Ihren Arzt, in welcher Form und in welcher Menge Ihnen der Mineralstoff helfen kann.

Medikamente gegen Kopfschmerzen in der Schwangerschaft?

Grundsätzlich sollten Sie niemals Medikamente gegen Kopfschmerzen in der Schwangerschaft nehmen, ohne dies vorher mit Ihrem Arzt abgesprochen zu haben. Das gilt auch für paracetamolhaltige Schmerzmittel, selbst wenn diese zumindest nach dem ersten Schwangerschaftsdrittel als unbedenklich gelten.

Triptane, Ibuprofen, Naproxen, Flunarizin und Serotonin-Antagonisten sollten Sie bei Kopfschmerzen in der Schwangerschaft grundsätzlich meiden. Schmerzmittel wie Aspirin, mit dem Wirkstoff Acetylsalicylsäure (ASS), dürfen Sie nach dem zweiten Drittel der Schwangerschaft nicht mehr einnehmen. Der Grund: Zwar verursacht das Schmerzmittel keine Fehlbildungen, verlängert jedoch die Schwangerschaft sowie die Geburt. Außerdem kann der Wirkstoff bei Neugeborenen Blutungen im Kopf auslösen.

  • Kreislauf instabil: Schwindel in der Schwangerschaft – Tipps
  • Hormonell bedingt: Tipps gegen Blähungen in der Schwangerschaft
  • Beschwerden lindern: Tipps gegen Rückenschmerzen in der Schwangerschaft

Mehr Erfolg verspricht eventuell eine Akupunktur-Behandlung. Den Therapeuten sollten Sie jedoch unbedingt über die Schwangerschaft informieren.

Migräne oder Kopfschmerzen in der Schwangerschaft

Es gibt aber weitere Faktoren, die die Schmerzen begünstigen können: So kann zum Beispiel der Verzicht auf Koffein in der Schwangerschaft Kopfschmerzen zur Folge haben.

Aber auch unregelmäßiger Schlaf, viel Stress, Verspannungen, ein niedriger Blutzuckerspiegel oder eine zu geringe Flüssigkeitsaufnahme können Gründe sein. Frauen, die früher an menstruationsbedingten Kopfschmerzen oder Migräne gelitten haben, können in der Schwangerschaft häufig sogar aufatmen und sind schmerzfrei.

Vorsicht ist jedoch geboten, wenn zu den Kopfschmerzen Bluthochdruck und Eiweiß im Urin hinzukommen. Dies können Anzeichen für eine Präeklampsie sein, die früher auch als Schwangerschaftsvergiftung bezeichnet wurde.

Weitere Warnsignale: Schmerzen im Oberbauch sowie ein Anschwellen von Gesicht, Händen oder Füßen. Suchen Sie in diesem Fall sofort Ihren Arzt auf!

Migräne in der Schwangerschaft

Wesentlich schmerzhafter als normale Kopfschmerzen ist eine Migräne. Typische Symptome sind quälende, pulsierende Schmerzen im Bereich der Stirn, der Schläfen sowie der Augen, eine extreme Lichtempfindlichkeit und Erbrechen.

Oft kündigt sich ein Migräneanfall mit Wahrnehmungsstörungen, der sogenannten Aura, an: Diese können sich in Gesichtsfeldausfällen und einer verzerrten Sicht, aber auch mit Störungen des Gleichgewichts und Lähmungserscheinungen äußern. Ein Migräneanfall kann mehrere Stunden dauern und verschlechtert sich durch Bewegung. Deshalb ist für die Betroffenen viel Ruhe wichtig.

Obwohl die Ursachen für eine Migräne unklar sind, gibt es eine Vielzahl an Auslösern, wie zum Beispiel Stress und Hormonschwankungen bei Frauen. Ähnlich wie bei Kopfschmerzen können aber auch Koffeinentzug, Schlafmangel, unregelmäßige Mahlzeiten oder eine bestimmte Wetterlage Faktoren sein, die zu Migräneattacken führen können.

Studien haben gezeigt, dass in der Schwangerschaft die Häufigkeit von Migräneattacken aufgrund des erhöhten Hormonhaushalts abnimmt. Schwangere, die jedoch weiter an Migräne leiden, müssen diese anders behandeln als vor der Schwangerschaft, da Medikamente nicht eingenommen werden sollten.

Im ersten und letzten Drittel der Schwangerschaft sind Schmerzmittel tabu, da sie sich negativ auf das Ungeborene auswirken können. Nach Absprache mit dem Arzt können Schwangere im zweiten Schwangerschaftsdrittel Paracetamol einnehmen.

Bei akuten Anfällen ist es ratsam, sich in ein dunkles Zimmer zu legen. Für eine Linderung der Schmerzen sorgen zum Beispiel kühlende Kompressen oder Massagen.

Das hilft bei Kopfschmerzen und Migräne

Das Dilemma in der Schwangerschaft: Um das ungeborene Kind nicht zu schädigen, sollten im ersten und letzten Schwangerschaftsdrittel keine Schmerzmittel eingenommen werden. Um die Kopfschmerzen zu lindern oder ihnen vorzubeugen, gibt es für Schwangere verschiedene Möglichkeiten.

  • Leichte sportliche Aktivitäten wie Schwimmen, Yoga, Gymnastik oder Spaziergänge an der frischen Luft können Kopfschmerzen, aber auch Migräne vorbeugen und die Beschwerden mildern. Bewährt haben sich außerdem Entspannungsübungen wie autogenes Training oder progressive Muskelentspannung nach Jacobson. Schwangere sollten sich neben der Bewegung aber auch ausreichend Ruhepausen gönnen und sich erholen.
  • Unregelmäßige Schlafzeiten, aber auch zu wenig oder zu viel Schlaf können Kopfschmerzen fördern. Schwangere sollten deshalb auf regelmäßigen Schlaf achten.
  • 2 Liter Flüssigkeit sollten Schwangere jeden Tag zu sich nehmen. Ideal ist Wasser, Früchte- oder Kräutertee sowie verdünnte Fruchtschorlen.
  • Ist der Blutzuckerspiegel im Keller, kündigen sich häufig Kopfschmerzen an. Tipp für Schwangere: Essen Sie über den Tag verteilt mehrere kleine Mahlzeiten und packen Sie sich für unterwegs kleine Snacks wie Früchte, Müsliriegel oder Nüsse in die Tasche.
  • Bei Migräne ist es außerdem ratsam, seine Ernährungsgewohnheiten einmal zu überprüfen. So stehen zum Beispiel Schokolade und einige Käsesorten in Verdacht, die Migräneattacken zu verstärken. Durch die gesündere und bewusstere Ernährung in der Schwangerschaft verbessern sich jedoch häufig die Schmerzanfälle.
  • Bei akuten Kopfschmerzen und Migräneanfällen wirkt eine kalte Kompresse auf Stirn, Schläfe oder im Genick oft Wunder.
  • Bei einer professionellen Massage durch einen Physiotherapeuten können Schwangere nicht nur herrlich entspannen. Verspannte Regionen im Nacken oder Rücken werden mit der Massage sanft gelöst und können Kopfschmerzen und Migräne vorbeugen. Sie sollten jedoch einen Physiotherapeuten wählen, der Erfahrung mit der Massage von Schwangeren hat.
  • Egal ob bei Kopfschmerzen oder Migräne: Pfefferminzöl mit leichtem Druck auf Schläfen, Stirn und Nacken einmassiert, empfinden viele Schwangere als sehr angenehm.
  • Nach Absprache mit dem Arzt können auch Vitamin-B2- oder Magnesiumpräparate helfen, der Migräne vorzubeugen.

Mit alternativen Heilmethoden gegen Kopfschmerz und Migräne

Bei vielen typischen Schwangerschaftsbeschwerden wie Übelkeit oder Ischiasschmerzen kann Akupunktur helfen. Aber auch bei Kopfschmerzen und Migräne können die kleinen Nadeln Linderung verschaffen. Viele Ärzte und Hebammen bieten die Akupunktur, Homöopathie und andere naturheilkundliche Verfahren mittlerweile als Zusatzleistung in ihrer Praxis an. Die Kosten sind meistens von den Schwangeren zu tragen.

Aber auch die sanfte manuelle Therapie in der Osteopathie kann für Schwangere mit Kopfschmerzen oder Migräne eine Lösung sein. Blockaden werden vom Osteopathen mit den Händen aufgespürt und gelöst.

Die Behandlung ist frei von Nebenwirkungen, wird allerdings noch nicht von vielen Krankenkassen bezahlt.

Zusätzlich kann die Gabe spezieller Globuli (Homöopathie) bei Schmerzen helfen. Informationen finden Sie bei einem Naturheilpraktiker, Apotheker oder einer Hebamme.

Migräne in der Schwangerschaft: Unter anderen Umständen lässt die Pein nach

Die Schwangerschaft ändert einiges – vielleicht verschwindet auch die Migräne: Mehr als 70 Prozent der betroffenen Frauen können sich darauf freuen, dass die Anfälle ausbleiben oder zumindest schwächer ausfallen. Vor allem in den letzten zwei Dritteln der Schwangerschaft müssen sie deutlich weniger oder gar keine Schmerzattacken mehr aushalten.

Warum das so ist, weiß niemand. Manche Fachleute vermuten, dass die konstant hohen Konzentrationen an weiblichen Hormonen verantwortlich sind. Dies würde erklären, warum die Kopfschmerzen nach der Geburt bei etwa der Hälfte der Frauen wieder losgehen: weil die Spiegel von Östrogen und Progesteron wieder abfallen.

Glückshormone können Schmerzen verschwinden lassen

Möglicherweise sind es auch andere körpereigene Botenstoffe, die die Sache bessern. Denn in der Schwangerschaft verändert sich im Hirn die Konzentration der Glücks-Substanzen Serotonin und Endorphin. Beide Neurotransmitter verhindern, dass Schmerzreize ins Bewusstsein gelangen.

Vielleicht schützt aber auch die gesunde Lebensweise während dieser Phase vor Migräneattacken. Viele Schwangere ernähren sich gut, essen regelmäßig, trinken keinen Alkohol und setzen sich weniger Stress aus.

Das milchbildende Hormon löst vielleicht Migräne aus

Warum die Migräneattacken, aber auch Spannungskopfschmerzen im Wochenbett dann wieder auftauchen, ist ebenso unerforscht. Unter anderem vermuten Mediziner, dass es am Hormon Prolaktin liegen könne. Der Botenstoff wird vor allem gegen Ende der Schwangerschaft produziert, er sorgt dafür, dass sich Milch in den Brüsten bildet.

Bei manchen Frauen lindert die Schwangerschaft die Migräne nicht. Bei einem kleinen Teil verstärkt sie sich sogar, vor allem bei denen, die an einer Migräne mit Aura leiden – dazu gehört das Sehen flimmernder Muster, ein kribbelndes Gefühl in den Fingern oder taube Hände. Am schlimmsten trifft es Frauen, die in ihrer Schwangerschaft zum ersten Mal Migräne bekommen. Warum das passiert, ist ungeklärt.

Therapie

Wenn Sie Migräne haben, ist das weder für die Schwangerschaft noch für das Ungeborene noch für die Geburt gefährlich. Sie müssen daher keine Medikamente nehmen.

Lassen Sie sich von Ihrem Arzt beraten, was Sie tun können und welche Medikamente Sie auf keinen Fall nehmen dürfen. Grundsätzlich gilt: Meiden Sie Arzneimittel! Sie können Ihrem Kind nachweislich schaden. Bei vielen Substanzen wurde nie oder nur unzureichend untersucht, ob sie Auswirkungen auf das Ungeborene haben. Vorsichtig sollten Sie auch noch nach der Geburt sein: Viele Medikamente können in die Muttermilch gelangen und so Ihrem Kind zusetzen.

Nur wenn es gar nicht anders geht, können Sie während der Migräneattacke Paracetamol nehmen. Dies ist nur dann in Ordnung, wenn Sie über das erste Schwangerschaftsdrittel hinaus sind und häufig schwere Attacken haben. Geeignet ist ein Zäpfchen, eine Pille oder eine Brausetablette à 1000 Milligramm. Der Wirkstoff erreicht das Kind über die Nabelschnur im Mutterleib und geht in die Muttermilch über. Er verursacht keine Fehlbildungen beim Kind – das haben Untersuchungen ergeben.

Nur bedingt empfehlenswert sind:

Von etlichen Pillen sollten Sie die Finger lassen

Triptane für den akuten Migräneanfall sind in der Schwangerschaft tabu. Als vorbeugende Medikamente kommen – wenn überhaupt – nur Betablocker wie Metoprolol oder Propanolol infrage. Andernfalls riskieren Sie, Probleme vor oder während der Geburt zu bekommen – oder sogar ein behindertes Kind.

Nur bedingt empfehlenswert sind:

  • Metoclopramid wirkt gegen Übelkeit und Erbrechen, sollte aber nicht im ersten Schwangerschaftsdrittel und nicht in der Stillzeit genommen werden. Maximale Dosis: 20 Milligramm.
  • Das Schmerzmittel Acetylsalicylsäure (ASS) ist nur im zweiten Schwangerschaftsdrittel erlaubt, danach darf es keinesfalls weiter genommen werden. Die höchste Dosis darf 1000 Milligramm nicht übersteigen. Die Substanz verursacht zwar keine Missbildungen bei Kindern, aber sie verlängert die Schwangerschaft sowie die Geburt und kann zu einem erhöhten Blutverlust führen. Neugeborene können eine Blutung im Kopf bekommen. In der Stillzeit ist ASS nur in niedriger Dosierung erlaubt, wird die Substanz regelmäßig oder in hohen Dosen eingenommen, sind Risiken für das Neugeborene nicht auszuschließen.
  • Paracetamol gilt inzwischen nicht mehr als unbedenklich in der Schwangerschaft. Neue Studie geben Hinweise darauf, dass Kinder möglicherweise ein erhöhtes Risiko für Asthma und andere Atemwegserkrankungen sowie für eine gestörte Entwicklung der Hoden haben, wenn die Mutter vor der Geburt Paracetamol eingenommen hat. Ein Zusammenhang ist bislang nicht bewiesen.

Nicht empfehlenswert sind:

  • Schmerzmittel aus der Klasse der nicht-steroidalen Antirheumatika (NSRA) wie Ibuprofen oder Naproxen. Die Auswirkungen sind nicht hinreichend untersucht. Es besteht die Gefahr, dass sich die Schwangerschaft verlängert, der Blutdruck steigt und die Blutungsneigung bei Mutter und Kind zunimmt.
  • Triptane: Bisher fehlt der Nachweis, dass die Substanzen problemlos in der Schwangerschaft und Stillzeit genommen werden können.
  • Absolut tabu sind vorbeugende Medikamente wie Flunarizin und Serotonin-Antagonisten.

Vorbeugen können Sie mit Magnesium

Wenn Sie während der Schwangerschaft Migräneattacken vorbeugen wollen, ist Magnesium empfehlenswert. Das Mineral schadet weder in der Schwangerschaft noch in der Stillzeit, sofern Sie die Höchstdosis von 600 Milligramm pro Tag – als Kapsel oder als Trinkgranulat – nicht überschreiten. Bei extrem schwerer Migräne, vor allem bei Migräne mit Aura, wirkt es aber nicht bei allen Frauen gut. Ausprobieren können Sie es trotzdem.

Nur bedingt empfehlenswert sind Betablocker wie Propranolol. Das Medikament wird hauptsächlich gegen Bluthochdruck verwendet, kann aber auch Migräneattacken vorbeugen. Bislang gibt es keine Belege, dass die Substanz dem Kind im Mutterleib schadet. In der Stillphase sollten Sie die Arznei allerdings nicht schlucken, weil der Wirkstoff in die Milch übergeht und beim Neugeborenen den Herzschlag und die Atmung verlangsamt. Möglicherweise sinkt auch der Blutzucker-Spiegel Ihres Kindes zu stark. Daher sollten Sie Betablocker nur nehmen, wenn es gar nicht anders geht. Die empfohlene Dosis liegt bei 100 bis 200 Milligramm pro Tag.

Am besten ist es, den Migräneattacken ohne Medikamente vorzubeugen: mit Entspannungsübungen, regelmäßigem Schlaf, mit Massagen oder Biofeedbackmethoden. Finden Sie heraus, was bei Ihnen als Migräne auslöst und meiden Sie diese Situationen.

Expertenrat

Professor Hartmut Göbel von der Schmerzklinik Kiel beantwortet Ihre Fragen:

Muss ich mit Komplikationen in der Schwangerschaft rechnen, wenn ich Migräne habe?

Grundsätzlich ist weder die Schwangerschaft noch das Baby oder der Geburtsvorgang durch Migräne-Anfälle in der Schwangerschaft gefährdet. Diese Anfälle treten ja ohnehin in dieser Zeit seltener auf. Medikamente sollten aber dennoch nur im Notfall genommen werden: möglichst nur, wenn die Attacken schwer sind und häufig vorkommen und mit Erbrechen und damit mit einem Flüssigkeitsverlust einhergehen. Und wenn sie im zweiten und dritten Drittel der Schwangerschaft auftreten – und auch dann nur in Absprache mit dem behandelnden Arzt.

Lassen sich Migräneattacken verhindern, wenn man nach der Geburt stillt?

Mehr als zwei Drittel aller Frauen, die vor einer Schwangerschaft unter Migräne litten, bleiben in der Schwangerschaft verschont oder haben nur milde Attacken. Leider ist dieser Zustand nach der Geburt oft nicht von Dauer. Auch wenn das Stillen die erste Migräneattacke bei einigen Wöchnerinnen noch ein paar Tage herauszögern mag, geht es meist schon in den ersten Wochen nach der Geburt wieder los. Grundsätzlich schützt das Stillen trotz eines noch erhöhten Östrogenspiegels also nicht vor erneuten Kopfschmerzen. Vermutlich liegt das daran, dass das Stillen ähnlich wie die Regelblutung dem Körper einen enormen Stress bereitet. Der Energiestoffwechsel im Gehirn wird gestört, es kommt zu Entzündungen und zur Attacke.

Was soll eine Frau tun, wenn sie wie üblich vorbeugende Medikamente gegen Migräne genommen hat und überraschend feststellt, dass sie schwanger ist?

Wenn eine Frau mit Kinderwunsch unter schwerer Migräne leidet und dagegen täglich Arzneimittel einnimmt, sollte sie sich vorher mit ihrem behandelnden Arzt beraten haben, welche dieser Medikamente für eine mögliche Schwangerschaft schädlich sein können. Ebenso sollten sich Frauen, die sich nicht unmittelbar ein Baby wünschen, aber potenziell schwanger werden könnten, um eine sichere Verhütung kümmern, wenn sie Migränemedikamente nehmen. Ist es bereits zu einer Schwangerschaft gekommen, ist das ärztliche Gespräch umgehend nachzuholen. Außerdem sollte die Betroffene bis dahin alle Medikamente absetzen.

Forschung

<zwit>Nervenbeschwerden vor der Geburt</zwit> In der Schwangerschaft leiden Frauen mit Migräne deutlich häufiger an unangenehmen Nervenbeschwerden: Sie haben Seh- und Sprachstörungen, ihre Finger, Arme oder Unterkiefer werden taub, ihre Muskeln versagen zum Teil den Dienst und werden schwach, ihre Gliedmaßen sind wie gelähmt. Das ergab eine Studie mit 1631 Schwangeren. Etwa ein Viertel der Frauen hatte auch vor der Schwangerschaft bereits eine Migräne. Die Untersuchung zeigt, dass Frauen mit Migräne am Ende der Schwangerschaft definitiv häufiger an Nervenbeschwerden litten als andere Frauen. Eine Ursache dafür nennt die Studie nicht.

Schwangerschaft

Migränebehandlung in Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaftswunsch

In den ersten 14 Tagen nach dem ersten Tag der letzten Menstruation (ausgehend von einem gleichmäßigen 28-Tage Zyklus!) kann davon ausgegangen werden, dass keine Schwangerschaft vorliegt.

  • Bei einem gleichmäßigen Zyklus kommt es etwa 14 Tage vor der Menstruation zum Eisprung.
  • 6 Tage nach Eisprung erfolgt die Einnistung des befruchteten Eies in die Gebärmutter und somit der erste Kontakt zwischen „Mutter und Kind“.
  • Eine medikamentöse Behandlung der Migräneattacken ist daher ungefähr für die Dauer der ersten 3 Wochen nach dem ersten Tag der letzten Menstruation ohne Gefährdung der Frucht möglich, weil bis dahin noch kein Kontakt zum mütterlichen Blut besteht.
  • Eine bestehende Schwangerschaft kann mit neueren Schwangerschaftstests ab dem 6.-10. Tag NACH Eisprung nachgewiesen werden, das heißt es gibt ca. 3 Wochen nach der Menstruation einige „unsichere“ Tage, in denen sich vor Einnahme einer Akutmedikation die Durchführung eines Schwangerschaftstestes empfiehlt.

Attackenbehandlung der Migräne in der Schwangerschaft oder Stillzeit

Paracetamol: Aktuelle Warnung vor der Einnahme in der Schwangerschaft

Paracetamol galt bisher als das sicherste Schmerzmittel in der Schwangerschaft. Aufgrund der früheren Datenlagen schien die Sicherheit außer Zweifel zu sein. Schwangeren wurde die nahezu bedenkenlose Einnahme dieses Schmerzmittels bei Schmerzen in der Schwangerschaft empfohlen. Aufgrund aktueller Studien ist jedoch ein sorgfältiges Umdenken bzgl. dieser Empfehlung erforderlich.

Die Einnahme von Paracetamol durch die Schwangere und Kontakt des Ungeboren mit dem Arzneimittel scheint später bei den Kindern zu einem bedeutsam erhöhten Risiko für die Entwicklung von Asthma und Atemwegserkrankungen sowie möglicher Unfruchtbarkeit bei Jungen zu führen. In den letzten Jahren hat sich global ein deutlicher Anstieg der Häufigkeit von Asthma eingestellt. Paracetamol ist in Deutschland das am häufigsten eingesetzte Schmerzmittel. Es steht auf Platz 1 der am häufigsten verwendeten Arzneimittel. Gleichzeitig stieg die Häufigkeit von Asthma in der Bevölkerung in den letzten Jahren bedeutsam an. Paracetamol kann zu einer Reduktion von Glutathion in der Lunge führen. Es wird angenommen, dass Glutathion für die Entstehung von Asthma eine wichtige Rolle spielt.

Besonders bedenklich ist der begründete Verdacht eines signifikant erhöhten Risikos für die Entwicklung der Lageanomalie des Hodens bei Jungen (Kryptorchismus). Bei den Betroffenen kann dies später zu einer verminderten Zeugungsfähigkeit und erhöhtem Risiko für das Auftreten von bösartigen Hodentumoren führen. Die Spermienanzahl und die Spermienvitalität im späteren Leben können reduziert werden. Die kombinierte Einnahme von zwei Schmerzmitteln bei Schwangeren war mit einer siebenfach erhöhten Rate eines Kryptorchismus der neugeborenen Jungen verbunden. Es wird der Verdacht geäußert, dass die Auswirkungen von einer Tablette Paracetamol zu 500 mg für das ungeborene Kind schädlicher sein könnte, als die zehn häufigsten Umweltschadstoffe.

Paracetamol galt bisher in therapeutischen Dosierungen als sicheres, harmloses, verträgliches und auch preiswertes Schmerzmittel. Die Gefahr, dass bei Überdosierung über 150 mg pro kg Körpergewicht irreversible Leberzellschädigungen bis zum Leberversagen ausgelöst werden kann, führte bereits zu einer Limitierung der Packungsgröße im Rahmen der Selbstmedikation. Die neuen Studien begründeten ein bedeutsames Umdenken für die Anwendung bei möglicher, geplanter oder bestehender Schwangerschaft.

Grundsätzlich sollte auf die Einnahme von Schmerzmitteln in der Schwangerschaft und Stillzeit verzichtet werden. Im Einzelfall kann bei besonders schweren Schmerzen nach ärztlicher Beratung eine Akutmedikation erwogen werden. Allerdings ist dabei zu berücksichtigen, dass insbesondere sog. einfache Schmerzmittel wie Paracetamol nur eine teilweise und kurze Wirkung auf den schweren Schmerzanfall haben, jedoch gleichzeitig nachhaltige lebenslange Risiken für Komplikationen für das ungeborene Kind bewirken können. Den Studien wurde Kritik entgegengehalten, ein ursächlicher Zusammenhang sei noch nicht definitiv bewiesen. Bis Klärung des genauen Zusammenhanges muss jedoch der Grundsatz gelten: Im Zweifel für das ungeborene Leben und gegen die Einnahme von Paracetamol, insbesondere in Kombination mit anderen Schmerzmitteln. Kurzer Nutzen und langfristige lebenslange Risiken stehen aufgrund der neuen Daten bei möglicher oder bestehender Schwangerschaft nicht im ausgewogenen Verhältnis.

Entgegen früheren Empfehlungen wird daher bei möglicher oder bestehender Schwangerschaft von der Einnahme von Paracetamol in Mono- und insbesondere Kombinationspräparaten abgeraten.

  • Magnesium i.v. (z.B.:Mg 5-Sulfat Amp. 10% Injektionslösung )

Baby

Schwangerschaft

Berichte über schädliche Auswirkungen während der Schwangerschaft beim Menschen sind nicht bekanntgeworden.
Stillzeit

Berichte über schädliche Auswirkungen während der Stillzeit beim Menschen sind nicht bekanntgeworden.
oder:

  • Imigran 25mg/100mg (Tablette, Nasenspray, Suppositorium)

Schwangerschaft

Strenge Indikationsstellung. Ausreichende Erfahrungen über die Anwendung beim Menschen liegen nicht vor. Der Tierversuch erbrachte keine Hinweise auf embryotoxische/teratogene Wirkungen.

Stillzeit

Stillen bis 24 Stunden nach Anwendung vermeiden

Die Substanz geht in die Muttermilch über. Eine Schädigung des Säuglings ist bisher nicht bekannt geworden.

Behandlung der Übelkeit

  • Meclozin 25 mg (Tablette)

Schwangerschaft

Strenge Indikationsstellung. Bei umfangreicher Anwendung am Menschen hat sich kein Verdacht auf eine embryotoxische/teratogene Wirkung ergeben. Der Tierversuch erbrachte jedoch Hinweise auf embryotoxische/teratogene Wirkungen. Diese scheinen für den Menschen ohne Bedeutung zu sein.

Stillzeit

Strenge Indikationsstellung. Substanz geht wahrscheinlich in Muttermilch über. Substanz führt zur Verminderung der Milchproduktion
oder

  • Dimenhydrinat 50mg/150 mg (Dragees, Suppositorien)

Schwangerschaft

Strenge Indikationsstellung, insbesondere im 3. Trimenon. Bei umfangreicher Anwendung am Menschen hat sich kein Verdacht auf eine embryotoxische/teratogene Wirkung ergeben.

Stillzeit

Kontraindiziert. Substanz geht in die Muttermilch über. In Abhängigkeit von Dosis, Art der Anwendung und Dauer der Medikation kann das Befinden des Säuglings vorübergehend beeinträchtigt werden
oder

  • Metoclopramid 20 mg (Tropfen, Tabletten, Suppositorien)

Schwangerschaft

Strenge Indikationsstellung im 1. Trimenon. Ausreichende Erfahrungen über die Anwendung beim Menschen liegen nicht vor. Der Tierversuch erbrachte keine Hinweise auf embryotoxische/teratogene Wirkungen.

Stillzeit

Kontraindiziert. Substanzen erscheinen nur in geringen Mengen in der Muttermilch. Da der Einfluss der Dopaminantagonisten auf das kindliche Nervensystem nicht geklärt ist, ist die Anwendung aber kontraindiziert.

Migräneprophylaxe:

  • Magnesium 600 mg/Tag (Kapsel/ Trinkgranulat)

Schwangerschaft

Berichte über schädliche Auswirkungen während der Schwangerschaft beim Menschen sind nicht bekannt geworden.

Stillzeit

Berichte über schädliche Auswirkungen während der Stillzeit beim Menschen sind nicht bekannt geworden
oder

  • Betablocker (Propranolol) 100-200mg/Tag

Schwangerschaft

Bradykardie, Hypotonie, Hypoglykämie und Atemdepression (neonatale Asphyxie) beim Neugeborenen möglich. Deshalb Therapie 48–72 Stunden vor dem errechneten Geburtstermin beenden. Ist dies nicht möglich, müssen Neugeborene bis 72 Stunden nach der Entbindung sorgfältig überwacht werden.

Stillzeit

Strenge Indikationsstellung. In Abhängigkeit von der Konzentration in der Muttermilch sind betablockierende Symptome möglich (Bradykardie, Atemdepression).

Kopfschmerzen in der Schwangerschaft – was tun?

Ursachen für Kopfschmerzen in der Schwangerschaft

Mit der Schwangerschaft beginnt für Frauen eine völlig neue Lebensphase. Und auch der Körper gerät anfangs komplett aus dem Gleichgewicht – der Kreislauf schwankt, die Hormone stellen sich um. Häufige Folgen davon sind Müdigkeit, Stimmungsschwankungen, Übelkeit und nicht zuletzt auch Kopfschmerzen. Die gute Nachricht: Nach spätestens drei Monaten haben sich die Abläufe im Körper meist wieder stabilisiert. Dann verschwinden auch die schwangerschaftsbedingten Kopfschmerzen in der Regel wieder. Dennoch lohnt es sich, den Arzt frühzeitig auf die Beschwerden anzusprechen. Denn dieser kann die Kopfschmerzen in der Schwangerschaft mit sanften Methoden lindern.
Übrigens kann auch ein plötzlicher Verzicht auf Coffein die Ursache von Kopfschmerzen in der Schwangerschaft sein. Dann lindert eine Tasse Kaffee das Problem. In der Schwangerschaft werden 200mg Coffein als gesundheitlich unbedenklich eingestuft. Das entspricht in etwa 2 Tassen Filterkaffee.

Für Migräne-Patientinnen gibt es eine gute Nachricht. Betroffene Frauen bleiben von Kopfschmerzattacken in der Schwangerschaft häufig verschont. Besonders dann, wenn die Migräne mit dem Menstruationszyklus zusammenhängt. Leider kommen die Kopfschmerzen nach der Schwangerschaft in vielen Fällen zurück.

Fünf sanfte Mittel gegen Kopfschmerzen in der Schwangerschaft

Viele Frauen haben Angst, Kopfschmerzen in der Schwangerschaft mit Arzneien zu behandeln. Prinzipiell ist die Einnahme einiger Schmerzmedikamente bis Ende der 28. Schwangerschaftswoche aber erlaubt. Es wird allerdings dazu geraten, dies vorher stets mit dem behandelnden Arzt abzuklären. Hier finden Sie weitere Informationen über Arzneimittel in der Schwangerschaft. Und auch schonende Hausmittel können Kopfschmerzen in der Schwangerschaft wirkungsvoll lindern. Ein Überblick:

Der Frisch-Kick: Die Beschwerden machen sich vor allem nach einem Tag im stickigen Büro bemerkbar? Dann kann es sein, dass Sauerstoffmangel schuld an den Kopfschmerzen in der Schwangerschaft ist. Tipp: Regelmäßig lüften und jeden Tag mindestens 15 Minuten spazieren gehen.

Friedensstifter: Stress mit Kollegen, dem Partner, einer Freundin? Wenn Ihre Kopfschmerzen in der Schwangerschaft vor allem nach Streitigkeiten auftreten, sollten Sie solche Situationen meiden und Ihr Umfeld für das Problem sensibilisieren.

Dem Schmerz gute Nacht sagen: Schlaf ist und bleibt die beste Medizin. Kommt dieser zu kurz, sind Kopfschmerzen in der Schwangerschaft oft die Folge. Mindestens 7,5 Stunden Schlaf pro Nacht werden empfohlen.

Viel trinken: Fehlt es an Flüssigkeit, reagiert der Körper oft mit Kopfweh. Schwangere sollten deshalb möglichst zwei Liter pro Tag trinken.

Gutes Bauchgefühl: Ein niedriger Blutzuckerspiegel ist oft Ursache von Kopfschmerzen – vor allem in der Schwangerschaft. Indem Sie regelmäßig kleine Snacks essen, beugen Sie dem Problem vor.

Wie ein Tagebuch bei Kopfschmerzen in der Schwangerschaft hilft

Von den Hormonen abgesehen, können auch andere Faktoren Kopfschmerzen in der Schwangerschaft verursachen. Denn Körper, Psyche und Nervensystem reagieren nun unter Umständen empfindlicher auf Faktoren wie Stress, Nahrungsmittel oder Schlafmangel. Um die genaue Ursache der Kopfschmerzen in der Schwangerschaft zu finden, empfehlen Experten, ein Schmerztagebuch zu führen. Notieren Sie darin genau, was Sie wann gegessen haben, wie lange Sie geschlafen haben und welche belastenden Situationen am Tag aufgetreten sind (z. B. Streit mit einer Freundin, Zeitdruck bei der Arbeit). Dokumentieren Sie außerdem, wann Kopfschmerzen entstanden sind. Spätestens nach zwei Wochen können Sie anhand der Notizen wahrscheinlich erkennen, ob eher Nahrungsmittel oder psychische Faktoren die Kopfschmerzen in der Schwangerschaft auslösen. Das Kopfschmerztagebuch ist ebenfalls eine gute Grundlage für das Arztgespräch. Gemeinsam mit dem Experten können Sie überlegen, welche Faktoren die Kopfschmerzen in der Schwangerschaft auslösen – und wie Sie diese am besten meiden.

Schwangerschaftsvergiftung (Gestose)

Symptome der Gestose

Zu den Symptomen einer Gestose gehören vor allem Bluthochdruck, Eiweißausscheidungen im Urin sowie Wassereinlagerungen.

Auf einen erhöhten Blutdruck deuten bei Schwangeren Werte von über 140/90 mmHg hin. Als normal gelten Werte bis zu 135/85 mmHg.

Da die Schwangerschaftsvergiftung bei jeder Schwangeren unterschiedlich verlaufen kann, sollten sich werdende Mütter bei ersten Anzeichen sofort mit ihrem Arzt in Verbindung setzen.

Wird die Gestose rechtzeitig erkannt und kann der Arzt entsprechende Gegenmaßnahmen ergreifen, stehen die Chancen gut, dass die Mutter ein gesundes Kind zur Welt bringt.

Nimmt die Schwangerschaftsvergiftung jedoch einen schweren Verlauf an, kann sie zu einer Frühgeburt führen.

Wird die Gestose zu spät oder auch gar nicht erkannt, kann das im Extremfall zum Tod des Kindes und der Mutter führen. Dies ist vor allem in Entwicklungsländern der Fall.

Der Begriff der Schwangerschaftsvergiftung ist mittlerweile übrigens veraltet, da früher angenommen wurde, dass der Erkrankung eine Vergiftung zugrunde liegt.

Verschiedene Formen der Gestose

Ärzte unterscheiden zunächst die Früh- und Spätgestose voneinander. Die Frühgestose tritt im ersten Drittel der Schwangerschaft auf und ist vor allem durch Übelkeit und Erbrechen gekennzeichnet. Die Symptome verschwinden meist um die 12. Schwangerschaftswoche wieder und haben keine Auswirkungen auf Mutter und Kind.

Weitaus gefährlicher ist die Spätgestose, die im letzten Drittel einer Schwangerschaft auftritt. Rund 5 bis 10 Prozent der Schwangeren in Deutschland leiden an der sogenannten EPH-Gestose, auch als Präeklampsie bezeichnet, die durch diese drei messbaren Symptome gekennzeichnet wird: Edema (Ödeme), Proteinurie (Eiweißausscheidungen im Urin) und Hypertonie (Bluthochdruck).

Bereits bei einem dieser Symptome sollten Schwangere ihren behandelnden Arzt aufsuchen. Wird die Schwangerschaftsvergiftung rechtzeitig erkannt, kann der Arzt Gegenmaßnahmen ergreifen. Eine Schwangerschaftsvergiftung kann in verschiedenen Schweregraden auftreten.

Bei einer schweren Form der Gestose, der Eklampsie, kann es zu schweren Krampfanfällen kommen. Als Komplikationen können Thrombosen, Hirnödeme sowie akutes Nierenversagen auftreten, die für Mutter und Kind lebensbedrohlich sind. Nach der Geburt normalisiert sich der Zustand der Mutter wieder. Nur in seltenen Fällen kann es zu Organschäden kommen.

Auch das HELLP-Syndrom ist eine schwere Verlaufsform der EPH-Gestose, bei der die Blutgerinnung und die Funktion der Leber gestört wird. Die Symptome sind starke Schmerzen im Oberbauch sowie Übelkeit und Erbrechen. Besonders tückisch:

Das HELLP-Syndrom ist besonders schwer zu erkennen und kann im Extremfall in wenigen Stunden zum Tod führen. Der Zustand der Mutter normalisiert sich nach der Geburt wieder.
Generell gilt: Eine Gestose kann leider nicht während der Schwangerschaft geheilt werden, nach der Geburt klingen die Symptome jedoch langsam wieder ab.

Ursachen und Risiken für eine Schwangerschaftsvergiftung

Die Ursachen, die einer Schwangerschaftsvergiftung zugrunde liegen, sind bis heute nicht eindeutig geklärt. Viele Mediziner betrachten den erhöhten Blutdruck als zentrales Merkmal einer Gestose. Andere Ärzte sehen die Ursache in einer Stoffwechselstörung begründet.

Das Risiko für eine Gestose ist erhöht, wenn die Schwangeren entweder sehr jung sind oder mit über 35 Jahren zu den Spätgebärenden zählen. Zur Risikogruppe gehören außerdem stark übergewichtige Frauen oder Schwangere, die bereits früher einen hohen Blutdruck hatten oder erblich belastet sind. Aber auch Frauen mit einer Nierenerkrankung und Diabetes können eine Schwangerschaftsvergiftung erleiden.

Schwangerschaftsvergiftung: Was kann ich tun?

Sollten bei Ihnen eine oder mehrere der typischen Symptome einer Gestose auftreten, setzen Sie sich unbedingt mir Ihrem Arzt in Verbindung. Aber keine Angst: Nicht immer handelt es sich um eine Gestose. Wird bei Ihnen jedoch eine Schwangerschaftsvergiftung festgestellt, wird zunächst eine ausgewogene und salzhaltige Ernährung mit ausreichend Eiweißprodukten empfohlen.

Medikamente zur Entwässerung oder die früher empfohlenen Obst- und Reistage werden von Medizinern mittlerweile strikt abgelehnt. Außerdem sollten Sie privaten und beruflichen Stress vermeiden und sich zwischendurch immer wieder Ruhepausen gönnen.

Wenn der Blutdruck trotzdem nicht sinkt, werden Schwangere häufig mit blutdrucksenkenden Medikamenten behandelt oder stationär im Krankenhaus aufgenommen. Dort kann der Gesundheitszustand von Mutter und Kind rund um die Uhr kontrolliert werden. Bei einer stark ausgeprägten Gestose muss das Baby im Extremfall per Kaiserschnitt früher geholt werden.

Vorbeugende Maßnahmen bei einer Gestose

Zunächst ist es wichtig, dass Sie alle Vorsorgeuntersuchungen bei Ihrem Arzt regelmäßig wahrnehmen. Mit den routinemäßig durchgeführten Urinuntersuchungen und Blutdruckmessungen können zwei der Gestose-Symptome gut kontrolliert werden.

Achten Sie außerdem darauf, ob sich in Ihren Beinen und Händen Wasser einlagert und Ihr Gesicht aufschwemmt. Wassereinlagerungen in den Beinen erkennen Sie zum Beispiel daran, dass Ihre Füße sehr viel dicker sind und die Fussfesseln von den Strümpfen eingeschnürt werden.

Vielleicht passen Ihnen auch Ihre Schuhe nicht mehr. Als effektive Gegenmaßnahme können Sie einfach die Füße hochlagern. Dabei sollten Sie darauf achten, dass die Füße höher liegen als das Becken. Bei geschwollenen Beinen können auch Wechselduschen und Bürstenmassagen Linderung verschaffen. Achten Sie außerdem auf ausreichend Bewegung, das regt die Durchblutung in den Beinen an.

Eine weitere Maßnahme, um Bluthochdruck zu vermeiden, ist ausreichend Entspannung. Ruhen Sie sich aus und überlasten Sie sich nicht mit Ihrem Beruf oder den Planungen rund um den Nestbau. Nehmen Sie sich zwischendurch immer wieder kleine Ruhepausen.

Grundsätzlich legen Mediziner allen Schwangeren eine ausgewogene und gesunde Ernährung ans Herz. Droht bei Ihnen eine Gestose, empfehlen Ärzte den Verzehr von eiweißhaltigen Lebensmitteln wie zum Beispiel Käse, Milch, Fisch, Nüsse oder Hülsenfrüchte. Damit die Proteine auch verwertet werden können, sollten Schwangere zusätzlich Kohlehydrate in Form von Kartoffeln oder Vollkornbrot zu sich nehmen.

Im Volksmund wird sie Schwangerschaftsvergiftung genannt. Im Extremfall gipfelt sie in einem Krampfanfall, der tödlich für Mutter und Kind enden kann. Die Präeklampsie (griechisch „vor dem Krampf“) ist eine der gefährlichsten Erkrankungen in der Schwangerschaft. Sechs von 100 werdenden Müttern leiden unterschiedlich stark darunter, häufig schon vom sechsten oder siebten Monat an.

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Wenn Frauenärzte eine Schwangerschaftsvergiftung bereits vor ihrem Ausbruch erkennen, können Risiko-Patientinnen die passende Klinik wählen.

(Foto: Foto: iStock)

Erste Anzeichen sind häufig Kopfschmerzen, die Schwangere fühlt sich unwohl, klagt über Wassereinlagerungen. Der Blutdruck steigt, die Nieren versagen, dann die Leber. Wird nichts getan, kommt es zu dem gefürchteten Krampf, der einem epileptischen Anfall täuschend ähnlich ist.

Bisher hatten Frauenärzte keine Möglichkeit, die Krankheit vor ihrem Ausbruch zu erkennen. In den vergangenen Jahren haben Forscher jedoch Moleküle identifiziert, die von der Plazenta gebildet werden. Sie sind im Blut von Schwangeren mit Präeklampsie in höherer Konzentration zu finden als in dem gesunder Mütter.

Anfang Juni haben die Pharmafirmen Roche und Perkin Elmer Labortests auf den Markt gebracht, mit denen Risikoschwangere nun lange vor den ersten Anzeichen der Erkrankung erkannt werden können. Schon innerhalb der ersten 14 Wochen sollen Ärzte und Patientinnen Aufschluss darüber erhalten, ob eine Präeklampsie und damit eine Frühgeburt droht.

Bis heute kann die Schwangerschaftsvergiftung nur durch die Entbindung geheilt werden. Nach der Geburt verbessert sich der Zustand der Mutter in der Regel schnell. Als ältere Frau hat sie jedoch ein sehr hohes Risiko, erneut Bluthochdruck zu entwickeln.

Kinder, die Wochen bis Monate zu früh auf die Welt kommen, kämpfen oft mit Hirnblutungen, Atemnotsyndrom, Nierenversagen oder Augenschäden und bleiben möglicherweise ihr Leben lang in ihrer Entwicklung beeinträchtigt.

Zielgruppe der Tests sind laut Roche „alle Frauen und deren Kinder“ – also nicht nur Frauen, die von vornherein gefährdet sind, eine Präeklampsie zu entwickeln, wie etwa diejenigen, die schon vor der Schwangerschaft wegen Bluthochdrucks behandelt werden mussten.

„Zukünftig könnte sich ein Screening ähnlich wie die Nackenfaltenmessung für das Downsyndrom etablieren“, hofft Perkin Elmer und verspricht in der Werbebroschüre „bessere Ergebnisse in Bezug auf die Schwere der Erkrankung und die Genesung der Erkrankten“.

Auch Thorsten Fischer, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Schwangerschaftshochdruck der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie, erhofft sich viel von den Neuentwicklungen, gleichzeitig warnt er aber: „Ein positiver Test sagt nichts darüber aus, wann die Krankheit ausbricht, wie schwer sie verlaufen wird und ob Mutter und Kind unter Spätfolgen zu leiden haben.“

Auch bei normalen Vorsorgeterminen in der Frauenarztpraxis werden Blutdruck und Eiweiß im Urin gemessen. „Anhand dieser einfachen und billigen Untersuchungen lässt sich eine Präeklampsie bei den meisten Patientinnen rechtzeitig erkennen“, sagt Fischer.

Wenn Frauen an Kopfschmerzen in der Schwangerschaft leiden

11. September 2018 6 Min.

Vor allem im ersten Trimester leiden viele Frauen neben Übelkeit auch unter Kopfschmerzen. In der Schwangerschaft sollten Frauen jedoch sehr zurückhaltend sein, was die Einnahme von Medikamenten betrifft. Doch welche Möglichkeiten gibt es, die Beschwerden auf natürlichem Wege zu lindern und was, wenn der Brummschädel doch medikamentös behandelt werden muss?

Vielfältige Ursachen für Kopfschmerzen in der Schwangerschaft

Im Bauch wächst ein neues Leben heran – dahingehend spielen oft nicht nur die Gedanken, sondern auch der Körper in der Schwangerschaft verrückt. So sind Kopfschmerzen ein Leiden, dass viele Schwangere allzu gut kennen. Ursachen gibt es viele, beispielsweise:

  • zu geringe Flüssigkeitsaufnahme
  • Verspannungen im Schulter- und Nackenbereich
  • Stress
  • Sauerstoffmangel
  • unregelmäßiger Schlafrhythmus

Auch Überanstrengung kann ein Grund für Kopfschmerzen in der Schwangerschaft sein. Vor allem in den letzten Wochen gehen aufgrund des zunehmenden Gewichts des Babys selbst leichte Tätigkeiten beschwerlicher von der Hand.

Kopfschmerzen: Mögliches Warnsignal

Kommt es in der Schwangerschaft plötzlich zu starken Kopfschmerzen, kann das – neben dauerhaft hohem Blutdruck (höher als 140/90 mmHG)1 und dem übermäßigen Ausscheiden von Eiweiß (Proteinurie) – ein Symptom für Präeklampsie (auch als Spätgestose oder Schwangerschaftsvergiftung bekannt) sein. An dieser ernsthaften Erkrankung, bei der der Blutdruck steigt und zu viele Eiweiße über den Urin ausgeschieden werden, leiden drei bis fünf Prozent aller Schwangeren.2 Treten Kopfschmerzen in der Schwangerschaft erstmalig auf, kann auch eine Sinusvenenthrombose (Blutgerinnsel im Gehirn) der Grund dafür sein. Bitte suchen Sie daher sofort einen Arzt auf, um die Ursache der Kopfschmerzen abzuklären.

Wie lässt sich das Hämmern im Kopf eindämmen?

Gönnen Sie sich ausreichend lange Ruhepausen. Treten Kopfschmerzen auf, ziehen Sie sich – wenn möglich – in einen abgedunkelten Raum zurück und legen Sie eine warme Kompresse über Augen und Kieferhöhlen, die sich seitlich der Nase und unterhalb der Augen befinden.
Folgendes kann auch bei Kopfschmerzen in der Schwangerschaft helfen:

  • kalte Stirnumschläge
  • großflächiges Auftragen von Pfefferminzöl auf Nacken und Schläfen
  • Bewegung, zum Beispiel ein Spaziergang an der frischen Luft
  • Massagen, Magnesium, warmes Kirschkernkissen gegen verspannungsbedingte Kopfschmerzen
  • verbesserte Körperhaltung (beispielsweise führt eine einseitige Körperhaltung zu Nackenverspannungen, die Kopfschmerzen verursachen)
  • autogenes Training

Letztes ist eine Methode, bei der man mithilfe einer Form der Selbsthypnose lernt, sowohl Körper als auch Geist zu entspannen sowie auf körperliche Vorgänge bewusst positiven Einfluss zu nehmen. Die Grundstufe des autogenen Trainings besteht aus sechs Basisübungen. Bei der sogenannten Kopfübung werden die Gedanken gezielt auf diese Körperpartie gelenkt. Ein möglicher Satz, der während der Sitzung mehrmals wiederholt wird, lautet „Meine Stirn ist angenehm kühl“.3

Pfefferminzöl

Die Deutsche Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft e.V. rät in ihrer Leitlinie, bei Spannungskopfschmerz Pfefferminzöl anzuwenden, bevor Medikamente in der Schwangerschaft zum Einsatz kommen.4 Pfefferminzöl kühlt, macht die Schmerzfasern in der Haut unempfindlicher und lindert so die Beschwerden. Achtung: Das ätherische Öl von den Augen fernhalten, da es die Schleimhäute reizt.

Welche Medikamente sind in der Schwangerschaft bei Kopfschmerzen erlaubt?

Viele Arzneimittel sind dahingehend unzureichend untersucht, ob sie auch von schwangeren Frauen eingenommen werden dürfen oder nicht. Der Grund: Für Schwangere ist aus ethischen Gründen die Teilnahme an randomisierten kontrollierten Studien ausgeschlossen. Das sind Studien, bei denen Versuchspersonen per Zufallsprinzip in Gruppen eingeteilt werden. Während die eine Gruppe das Medikament erhält, wird die Kontrollgruppe anderweitig behandelt, beispielsweise mit Placebos. Das sind Arzneimittel, die keinen Wirkstoff enthalten. Bei Schwangeren schöpfen Mediziner ihr Wissen zur Wirkung von Medikamenten daher aus klinischen Erfahrungen.
Auch wenn

  • sich die Einnahmen immer auf ein Minimum beschränken,
  • diese vorab mit einem Arzt besprochen werden sowie
  • der Fokus auf nicht-medikamentöse Behandlungsmethoden liegen sollte,

kann es nötig sein, während der Schwangerschaft Medikamente gegen Kopfschmerzen einzunehmen.

Obwohl die Studienlage unterschiedliche Ergebnisse aufzeigt, gilt Paracetamol in der Akuttherapie von Spannungskopfschmerzen als Mittel der ersten Wahl in allen Schwangerschaftsphasen.5 Aus der Gruppe der nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR) ist Ibuprofen zu bevorzugen, wobei es nur im ersten und zweiten Trimester eingenommen werden darf. Im dritten Trimester sollte eine Anwendung nicht erfolgen. Der Grund: Die Datenlage ist zu dünn, um ein teratogenes Risiko (Gefahr von Fehlbildungen beim Embryo aufgrund von Medikamenten) sicher ausschließen zu können.5 Aus demselben Grund sollte auch auf Diclofenac nur in den ersten beiden Trimestern zurückgegriffen werden.6 Bei der Einnahme von Acetylsalicylsäure (ASS) besteht ein gesteigertes Risiko für Blutungen sowie einen vorzeitigen Verschluss des Ductus arteriosus. Darunter verstehen Mediziner die Gefäßverbindung zwischen Hauptschlagader und Lungenarterie im Kreislauf des ungeborenen Babys (fetaler Kreislauf).7

Daher auch an dieser Stelle noch einmal die dringende Empfehlung: Sprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt, ob und welche Medikamente in der Schwangerschaft bei Kopfschmerzen für Sie in Frage kommen.

Kopfschmerzen in der 16. SSW – Hausmittel helfen

Wenn der Kopf pocht, der Druck stärker wird und du dich nicht mehr konzentrieren kannst, dann ist die Diagnose: plagende Kopfschmerzen. In der Schwangerschaft treten sie oft ab der 16. SSW (Schwangerschaftswoche) auf. Normale Kopfschmerztabletten solltest du jedenfalls ohne Absprache mit deinem Arzt niemals einnehmen, da sie deinem Baby schaden könnten.

Da du vor allem ab der 16. SSW sehr sensibel auf deine Umwelt reagierst, kommt es tatsächlich häufiger zu Kopfschmerzen. Neben der Hormonumstellung können daher auch Wetterwechsel, zu wenig Sauerstoff, Stress, Müdigkeit oder eine falsche Körperhaltung für deine Kopfschmerzen verantwortlich sein. Oft gehen diese zudem mit weiteren Symptomen wie Übelkeit, Sprach- oder Sehstörungen einher.

Aber was kannst du eigentlich gegen Kopfschmerzen in der Schwangerschaft tun? Ganz einfach: Bekämpfe die Ursachen, nicht die Symptome! Medikamente sind ohne Absprache mit dem Arzt tabu. Besser ist es, stattdessen herauszufinden, was deine Kopfschmerzen auslöst und was du ohne Medikamente dagegen tun kannst. Wir haben für dich die wichtigsten Hausmittel einmal zusammengefasst:

Kopfschmerzen in der Schwangerschaft mit Bewegung und Entspannung bekämpfen

Um dem Alltagsstress und den damit verbundenen Kopfschmerzen zu entfliehen, empfehlen wir dir regelmäßige Yoga- oder Gymnastikübungen. Auch Schwimmen sorgt für Entspannung. Oft helfen bereits kleine Spaziergänge an der frischen Luft, um den Sauerstoffgehalt im Blut zu erhöhen.

Zudem solltest du versuchen, regelmäßige Schlafzeiten einzuhalten. Zu wenig Schlaf löst ebenfalls Kopfschmerzen aus. Ideal sind sechs bis acht Stunden pro Nacht. Auch kleine Schläfchen am Tag wirken unangenehmem Kopfweh effektiv entgegen.

Trinken, trinken, trinken

Während deiner Schwangerschaft solltest du immer genügend trinken. Mindestens zwei Liter am Tag sind auch während der Schwangerschaft gegen Kopfschmerzen Pflicht. Dein Körper braucht jetzt mehr Flüssigkeit, da er mehr schwitzt und mehr Wasser einlagert.

Ideale Getränke sind natriumarmes Mineralwasser, ungesüßte Kräuter- und Früchtetees (Melisse und Hibiskus), Milch, Buttermilch oder Fruchtmilch. So wird dein Körper ausreichend mit Magnesium, Kalzium und Eiweiß versorgt. Kaffee und schwarzen Tee solltest du dagegen meiden.

Sanfte Massagen gegen Kopfschmerzen

Wie wäre es mit einer Massage, um die Verspannungen zu lockern? Da kann dir sicherlich auch dein Partner behilflich sein. Am besten eignet sich eine Gesichtsmassage oder sanftes Kopf- und Schulterkreisen. Das lockert die Muskulatur und fördert die Durchblutung. Auf diese Weise dürften deine Kopfschmerzen während der Schwangerschaft schnell verschwinden.

Kopfschmerzen mit Umschlägen entgegenwirken

Auch kalte und warme Umschläge auf den schmerzenden Stellen leisten schnelle Abhilfe. Kalte Kompressen eignen sich für den Nacken, warme für Augen und Nase. Ebenso kannst du Heilpflanzenöl, zum Beispiel Minzöl, oder auch Tigerbalsam auf betroffene Stellen wie Schläfen oder Stirn reiben.

Kopfschmerzen in der Schwangerschaft: Probier’s mit Akupunktur!

Akupunktur kommt ganz ohne Medikamente aus und ist besonders schonend für dein Baby. Die Alternative zur klassischen Schulmedizin ist daher ideal, um Kopfschmerzen oder aber Übelkeit in der Schwangerschaft zu behandeln. Sollte Akupunktur für dich als werdende Mama jedenfalls infrage kommen, zögere nicht, deinen Frauenarzt oder deine Hebamme darauf anzusprechen. Sie werden dich dahin gehend beraten.

Der eine verträgt stickige Luft nicht, dem anderen brummt der Schädel bei Stress oder körperlicher Anstrengung. Manchmal steckt eine Erkältung dahinter, zu viel Alkohol oder ein längerer Verzicht auf Koffein. Kopfschmerzen können viele Ursachen haben. In den meisten Fällen sind sie harmlos.

Und Experten sind sich einig: In den meisten Fällen helfen Hausmittel gegen Kopfschmerzen.

Aber Vorsicht: Wenn starke Kopfschmerzen immer wieder auftreten und dich im Alltag massiv behindern, solltest du mit deinem Hausarzt darüber sprechen.

50 % der Deutschen haben öfter mal Kopfschmerzen. Die mit Abstand häufigste Art ist der Spannungskopfschmerz, den man gut selbst behandeln kann.

Ebenfalls selbst behandeln lassen sich Hals- und Ohrenschmerzen: Hier gibt es die 21 besten Hausmittel gegen Halsschmerzen und Erste Hilfe bei Ohrenschmerzen.

Das sind die besten Hausmittel Kopfschmerzen:

1. Den Kopfschmerz wegdrücken

Akupressur: Die traditionelle chinesische Medizin (TCM) geht davon aus, dass unser Körper von unzähligen Energiebahnen durchzogen ist, die an bestimmten Punkten stimuliert werden können. Fließt die Energie wieder ungehindert, verschwinden auch die Schmerzen.

Alles über die Heilkraft der chinesischen Medizin (TCM) erfahren Sie hier!

Rezept: Bei Kopfweh tastet man mit den Fingerkuppen die Linie knapp über den Augenbrauen ab. Die Endpunkte jeweils mehrere Sekunden mit den Zeigefingern etwas stärker drücken.

Video: Die besten Tipps gegen Stress

2. Die Haare raufen

Leichter Zug: Ein häufiger Grund für Kopfschmerzen: Das dünne Gewebe unter der Kopfhaut ist zu wenig durchblutet. Das reizt die Schmerznerven, die dann Alarm schlagen.

Rezept: Je nachdem, wo der Schmerz sitzt – greif mit einer oder beiden Händen so viel Haar wie möglich, und zieh einfach einige Male leicht. Das regt sofort die Durchblutung an.

3. Tief in den Bauch atmen

Sauerstoff tanken: Sinkt der Sauerstoffanteil im Blut, reagiert das Gehirn sehr empfindlich.

Rezept: Oft hilft bewusstes Atmen. Im Geist langsam bis 10 zählen und dabei so tief in den Bauch atmen, dass er sich deutlich hebt. Atem anhalten, dabei wieder bis 10 zählen, auf 10 ausatmen. Mindestens 15 Wiederholungen.

Schon gewusst? Atmen macht schlank! Erfahren Sie hier wie es geht!

4. Kaffee mit Zitronensaft trinken

Blockade Schmerzmittel: gegen Kopfweh enthalten häufig Koffein: Der Wachmacher hemmt nämlich im Gehirn sogenannte Prostaglandine, das sind hormonähnliche Substanzen, die die Schmerznerven rebellisch machen.

Rezept: Trink eine Tasse Kaffee oder Espresso mit 1 TL Zitronensaft. Der muss nicht ins Getränk gegeben, sondern darf auch dazu eingenommen werden. Das Vitamin C aus der Zitrone verstärkt die Wirkung – es hilft, mehr Koffein ins Gehirn zu transportieren.

5. Den Nacken kühlen

Nerventrick Kälte ist ein sehr wirksames Hausmittel. Kältereize können die Schmerzsignale überdecken.

Rezept: 4 bis 5 Eiswürfel in einen kalt-feuchten Waschlappen einschlagen, die Packung für 5 bis 10 Min. in den Nacken legen. Oft hilft es auch schon, wenn der Lappen nur mit Kaltwasser getränkt ist.

Morgendliche Kopfschmerzen? Das kann dahinterstecken!

6. Dampf inhalieren

Gegen Erschöpfung: Matt und müde? Erfrischung kann die Kopfschmerzen stoppen.

Rezept: 250 ml Weinessig mit 250 ml Wasser mischen. Kurz aufkochen, in eine große Schüssel geben. Leg ein Tuch über den Kopf, atme den Dampf 10 Min. bei geschlossenen Augen ein.

7. Die Kraft der Weidenrinde nutzen

Natur-Wirkstoff: In der Zweigrinde bestimmter Weidenbäume steckt ein natürlicher Schmerzstiller, das Salizin. Es wird seit mehreren Tausend Jahren zur Behandlung von Schmerzen eingesetzt, nicht nur bei Kopfweh, sondern auch bei Rheuma.

Rezept: Pro Tasse überbrüht man 1 gehäuften TL fein geschnittene oder grob gepulverte Weidenrinde (Apotheke) mit 150 ml Wasser. 10 Min. zugedeckt ziehen lassen, abseihen. Täglich 2 bis 3 Tassen in kleinen Schlucken trinken.

Hier erfahren Sie alles über 6 weitere Kräuter, die ganz natürlich Schmerzen während der Menstruation lindern.

8. Unterarmbad machen

Kneippen: Blutdruckschwankungen, etwa bei Wetterwechsel, beeinflussen auch die feinen Gefäße im Gehirn – und die Nerven reagieren mit Schmerz.

Rezept: Ein Unterarmbad regt den Kreislauf und damit auch die Durchblutung im Kopf an. Lass dafür reichlich Kaltwasser ins Waschbecken laufen, tauche die Unterarme für etwa 30 Sekunden ein. Die Wirkung ist sofort zu spüren.

9. Erste Hilfe mit dem Haarföhn

Heißluft: Kopfschmerzen werden häufig von Verspannungen in Nacken und Schultern ausgelöst. Wenn kein Körnerkissen zur Hand ist (siehe Tipp Nr. 12), hilft ein Haarföhn.

Rezept: Auf mittlere Stufe stellen und Schultern, Nacken und Hinterkopf 3 bis 5 Minuten anpusten. Wichtig: den Föhn mal mit der rechten, mal mit der linken Hand halten, um nicht neuerliche Verspannungen zu provozieren.

Unser Föhn kann noch viel mehr! Erfahren Sie hier, wie er die Vagina nach dem Sex vor Infekten und Pilzen schützen kann!

10. Pfefferminzöl auftragen

Kühleffekt: Untersuchungen zeigen: Kühlung der Stirn und Schläfen mit 10-prozentigem Pfefferminzöl wirkt so gut wie eine Paracetamol-Tablette.

Rezept: Reibe Stirn und Schläfen (Augengegend großzügig aussparen) zum Beispiel mit „Euminz“ (Apotheke) ein. Die Linderung setzt nach etwa 15 Minuten ein.

11. Reichlich Wasser trinken

Verdünner: Das Gehirn besteht zu gut 70 Prozent aus Wasser. Schon zwei Prozent Flüssigkeitsverlust stören die Konzentration. Wird es mehr, schmerzt der Kopf.

Rezept: Viele merken bei Kopfschmerz etwas ganz Banales: „Ich glaube, ich habe zu wenig getrunken.“ Das stimmt auch in den meisten Fällen. Erste Hilfe: ein großes Glas Wasser trinken. Super ist Mineralwasser mit viel Magnesium. Denn das Spurenelement stärkt die Nerven.

12. Körnerkissen auflegen

Wohlige Wärme: Bei Stress neigen wir dazu, die Schultern hochzuziehen. Die Folge: Verspannungsschmerzen, die bis in den Kopf ausstrahlen.

Rezept: Leg ein warmes Körnerkissen (Drogerie, Internet) um den Hals: Es sollte mindestens 40 Zentimeter lang oder nicht zu prall gefüllt sein. Getreidekörner wie Dinkel speichern die Wärme besonders lang.

Spannungskopfschmerzen: Diese 10 Tipps helfen gegen die Symptome

Gut zu wissen:

Wenn die Hausmittel gegen Kopfschmerzen nicht innerhalb von 30 Minuten wirken, solltest du eine Tablette (Acetylsalicylsäure, Ibuprofen oder Paracetamol) nehmen. Dosis: mindestens 500 mg, lieber einmal viel als mehrmals wenig. Warte nicht, bis die Schmerzen unerträglich werden, dann helfen leider häufig auch Medikamente nicht mehr.

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