Schwangerschaft nicht bemerken

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Wenn Frauen ihre Schwangerschaft nicht bemerken

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Berichte über Frauen, die bis zur Geburt nicht wissen, dass sie schwanger sind, erregen in der Öffentlichkeit immer wieder Aufsehen. Dabei sei die „Gravitas suppressalis“, die verdrängte Schwangerschaft, häufiger als gedacht, sagt der Berliner Frauenarzt und Psychotherapeut Peter Rott. Einer von 500 schwangeren Frauen sei ihr anderer Umstand nicht bewusst.

In Deutschland gebe es pro Jahr rund 1300 verdrängte Schwangerschaften, erklärt Rott. Bei 270 davon werde diese sogar erst bei der Geburt festgestellt, sagt der Frauenarzt, der sich seit über 20 Jahren mit verdrängten Schwangerschaften beschäftigt. Während seiner mehr als 25 Jahre in der Frauenheilkunde hat er selbst rund 30 solche Fälle erlebt.

„Von einer verdrängten Schwangerschaft spricht man, wenn die Frau diese bis zur 20. Woche nicht wahrnimmt“, erklärt Rott. In der Regel dauert eine Schwangerschaft 40 Wochen – den Frauen ist also mindestens die Hälfte der Zeit nicht bewusst, dass sie ein Kind erwarten.

Innerer Konflikt wird abgewehrt

Eine Schwangerschaft im Zeitraffer

Im echten Leben ziehen sich neun Monate Schwangerschaft wie Kaugummi. Der Songwriter Tom Fletcher hat sie in einem sehr kurzweiligen Zeitraffer-Video zusammengefasst. Inklusive selbst komponiertem Song.

Quelle: Zoomin.TV

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Zudem werde zwischen verdrängten und verleugneten Schwangerschaften getrennt. „Der Unterschied liegt in der Wahrnehmung der Frau.“ Während bei einer verdrängten Schwangerschaft nach Angaben Rotts die Gefühle komplett im Unterbewusstsein stattfinden, ist der Frau bei der verleugneten Form eigentlich klar, dass sie ein Kind erwartet. „Sie schiebt es aber weg.“

Weder die Verdrängung noch die Verleugnung geschehen bewusst. „Schmerzlichen Ereignissen nähern wir uns nur sukzessive oder gar nicht“, erklärt der Psychotherapeut. Eine Abwehr gegen einen inneren Konflikt sei ganz natürlich. „Wir alle kennen das.“

Zum Beispiel wenn eine lange ausstehende Rechnung gezahlt werden muss. Wenn der Konflikt so groß sei, dass ein Mensch ihn nicht mehr ertrage, schiebe er ihn ins Unterbewusstsein ab. Bei den schwangeren Frauen entstehe der innere Konflikt meist aus der Lebenssituation, in die gerade kein Kind passt.

Wenn die Erkenntnis mit den Wehen kommt

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Die bisher umfassendste Studie in Deutschland über nicht bewusste Schwangerschaften wurde 2002 von den deutschen Medizinern Jens Wessel und Ulrich Büscher von der Berliner Humboldt-Universität im Fachblatt „British Medical Journal“ (BMJ) veröffentlicht: Ein Jahr lang – von Juli 1995 bis Juni 1996 – untersuchten sie in Berlin 62 Fälle von Frauen, die mindestens bis zur 20. Woche nichts von ihrer Schwangerschaft wussten.

Bei 25 von ihnen wurde die Schwangerschaft erst festgestellt, als die Wehen bereits begonnen hatten. Die Ansicht, verdrängte Schwangerschaften seien selten, treffe nicht zu, schreiben die Autoren.

Neben der Berliner Studie gibt es auch Untersuchungen aus dem österreichischen Innsbruck oder dem US-Bundesstaat Ohio, sagt Frauenarzt Rott. Die Ergebnisse ähnelten sich sehr. In den untersuchten westlichen Ländern ließen sich keine Unterschiede feststellen.

Wie sich das Kleine im Mutterleib entwickelt

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Quelle: Infografik WELT ONLINE/Babette Ackermann-Reiche

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Dabei gibt es keinen Prototypen einer Frau, die ihre Schwangerschaft nicht bemerkt. „Bei den Studien gibt es nichts, was für eine signifikante Risikogruppe spricht“, erläutert Rott.

Verdrängte Schwangerschaften gebe es in allen Schichten und Altersgruppen. Eine stärkere Tendenz sei nur bei sehr jungen Frauen und Frauen in einem Alter, in dem sie nicht mehr damit rechneten schwanger zu werden, festgestellt worden. „Das sticht statistisch aber nicht heraus“, sagt Rott.

Auch dass die Schwangerschaft Folge eines One-Night-Stands ist, trifft in vielen Fällen nicht zu: „80 Prozent der Frauen sind in einer festen Partnerbeziehung.“ Und etwa die Hälfte der Frauen sei davor sogar bereits einmal oder mehrmals schwanger gewesen.

Frauen rauchen oder trinken Alkohol

Ein runder Bauch, Übelkeit und Ausbleiben der Periode – wie können Frauen nicht merken, dass sie schwanger sind? „Man kann alles umdeuten“, sagt Rott. Bewegungen des Kindes werden als Bauchgrimmen wahrgenommen, eine Gewichtszunahme auf eine schlechte Ernährung zurückgeführt.

Frauen mit ohnehin unregelmäßigen Blutungen machten sich keine Gedanken darüber, dass die Menstruation ausbleibt. „Wir reden uns ja alle Dinge schön“, sagt Rott.

Zudem blieben die ungeborenen Kinder häufig unterdurchschnittlich klein, da sich die Frauen nicht schwangerschaftskonform verhalten. „Sie machen häufig Sport, rauchen oder trinken Alkohol“, erklärt der Frauenarzt.

Nierenkolik stellte sich als Wehen heraus

Schon ein einziges Glas kann dem Kind schaden

In der Schwangerschaft sollten Frauen komplett auf Alkohol verzichten. Denn schon ein einziges Glas kann dem Gehirn des ungeborenen Kindes schaden und schlimme Folgen haben.

Quelle: N24

Auch die typische Silhouette mit Kugelbauch lasse sich verbergen: Schlanke ziehen unbewusst den Bauch ein. Bei Frauen mit ohnehin ein paar Kilos mehr auf den Rippen falle der Unterschied weniger auf.

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Mit einem solchen Fall hatte auch die Heidelberger Frauenärztin und Psychoanalytikerin Susanne Ditz zu tun: Eine 18-Jährige wird mit Verdacht auf eine Nierenkolik ins Krankenhaus gebracht – wenige Stunden später ist sie Mutter. Die starken Rückenschmerzen, die bei Nierenkoliken häufig vorkommen, seien in Wirklichkeit Wehen gewesen, berichtet Ditz.

Weil ihr Gewicht schon öfter geschwankt habe, hatte sich die junge Frau keine Gedanken über die Gewichtszunahme gemacht. „Die Geburt verlief dann komplett problemlos“, erzählt Ditz, die sich in der Deutschen Gesellschaft für Psychosomatische Frauenheilkunde und Geburtshilfe (DGPFG) engagiert.

Ärzte empfehlen in vielen Fällen eine Psychotherapie

Die 18-Jährige hatte auch gemerkt, dass ihr Bauch hart wurde. „Sie deutete das aber als Darmprobleme, mit denen sie davor schon zu tun hatte.“ Auch die leichte Übelkeit führte sie auf Magenprobleme zurück.

Das Kurioseste an der Geschichte sei gewesen, berichtet die Ärztin, dass die Frau eine Ausbildung zur Arzthelferin machte und auch dort niemanden etwas aufgefallen war. Die Familie der jungen Frau habe das Neugeborene sofort aufgenommen, auch die Beziehung zum Vater hielt. Später sei ein zweites Kind dazu gekommen. „Das war ein guter Fall“, sagt Ditz. Eine Psychotherapie sei nicht nötig gewesen.

Beim größeren Teil der Fälle sei diese nach den Erlebnissen aber unbedingt erforderlich. Um die richtige Unterstützung zu geben, müsse der Arzt differenzieren, wie es um die Patientin steht. Ein Patentrezept gibt es nicht. „Neben gerade sehr jungen Müttern gibt es zum Beispiel auch drogenabhängige Frauen, die von vornherein schon mehr Probleme haben“, erklärt Ditz.

Den Frauen klarmachen, dass sie kein Einzelfall sind

Thailänderinnen ziehen Puppen wie echte Kinder auf

Frauen in Thailand adoptieren lebensechte Puppen in Kindergröße. Sie tragen sie mit sich herum und füttern sie. Die Besitzerinnen sind meist kinderlos oder verdienen nur wenig Geld.

Quelle: Die Welt

Neben der psychischen Belastung einer nicht vorbereiteten Geburt fehlt auch die gesamte Organisation für den Alltag mit Kind. Deshalb werde nach der Geburt zur Unterstützung meist ein Sozialarbeiter eingeschaltet.

„Das wesentliche Problem der Frauen ist ein Informationsdefizit.“ Welche Formulare muss ich ausfüllen? Und wie kümmere ich mich überhaupt um einen Säugling? Neben der Beantwortung der Fragen darf nach Ansicht der Frauenärztin eines nicht vergessen werden: „Man muss den Frauen mit Empathie begegnen und klar zeigen, dass sie kein Einzelfall und nicht verrückt sind.“

Bei Patientinnen mit psychischen Problemen seien diagnostische Gespräche aber ratsam. Auch um Schaden zu verhindern. Das Risiko bestehe, dass die Frau sich oder dem Kind nach verdrängten Schwangerschaften etwas antue.

Kindstötungen und verdrängte Schwangerschaften

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Frauenarzt Rott erklärt, dass es in Deutschland pro Jahr etwa 30 Fälle von Kindstötung gibt. Dahinter steckten häufig verdrängte Schwangerschaften. „Das gilt besonders für Frauen, die auch noch heimlich entbinden“, sagt Ditz. Auch Frauen mit schweren Depressionen oder Schizophrenie bräuchten psychiatrische Begleitung neben der Unterstützung einer Hebamme oder Sozialarbeitern.

Frauen, die ihre Schwangerschaften nicht bewusst wahrgenommen haben, sind nach Angaben von Ärzten jedoch keine schlechteren Mütter. „Die Bindung zwischen Mutter und Kind ist aber häufig anders“, sagt Ditz.

Einige zeigten sich weniger feinfühlig und wirkten im Kontakt mit Kindern unbeholfener. Während der bewussten Schwangerschaft können sich die Frauen auf das Kind einstellen und die Veränderungen ihrer Lebenssituation langsam annehmen. „Diese Prozesse fehlen dann bei der Frau.“

Wie lange eine Betreuung der Mütter nach der Geburt dauere, müsse individuell festgelegt werden. Jede Frau brauche unterschiedlich lang, um wirklich Mutter zu werden.

Wie es sein kann, dass eine Frau ihre Schwangerschaft nicht bemerkt

Es klingt unfassbar! Aber es passiert immer wieder, dass Frauen erst unter der Geburt davon erfahren, dass sie gerade Mutter werden. Wie kann das sein? Das fragen sich viele, die von solchen Geschichten hören.

Wundern tun sich bei solchen Berichten vor allem Frauen, die schon Mütter sind und die Anzeichen für ihre eigene Schwangerschaft damals schon früh bemerkt haben. Denn diese Anzeichen sind in den meisten Fällen doch recht eindeutig:

  • Ausbleibende Regel
  • Brustspannen
  • manchmal Übelkeit
  • Gewichtszunahme
  • wachsender Bauch
  • und zum Ende hin die Wahrnehmung von Kindsbewegungen

Dass diese Zeichen einer Schwangerschaft in den ersten Wochen nicht immer ganz eindeutig sind und im Alltagsstress untergehen können, liegt auf der Hand. Doch die meisten Frauen spüren recht bald, dass etwas anders ist als sonst und kommen von selber auf die mögliche Ursache.

Aber was ist bei den Frauen anders, die wirklich erst wegen starker Bauchschmerzen oder „Verdacht auf Blinddarm“ zum Arzt gehen und sich wenige Minuten später unerwartet im Kreißsaal wiederfinden?

Unbemerkte Schwangerschaft: Wie oft passiert sowas?

So selten, wie man vielleicht vermutet, ist dieses Phänomen nicht. Weil es keine Meldepflicht oder bundeweite Statistik dafür gibt, können nur kleinere Studien hochgerechnet werden. So schätzt man, dass in Deutschland jährlich etwa 1.500 Frauen ihre Schwangerschaft über mehrere Monate übersehen. Knapp 300 bis in die späteren Schwangerschaftswochen und bis zur Geburt.

Unbemerkte Schwangerschaft: Wie es sein kann, dass eine Frau ihre Schwangerschaft bis zur Geburt nicht bemerkt.
Foto: iStock

Unter ihnen sind immer wieder Frauen, deren Verhütungsmethode für sicher erachtet wurde und die von einem Schutz vor einer Schwangerschaft ausgegangen sind. Aber es kommt eben doch hin und wieder vor, dass Durchfall oder ein Medikament unwissentlich vorübergehend die Wirkung der hormonellen Verhütungsmethode geschwächt hat. Wer in dieser Ausnahmezeit und kurz davor Sex hatte, kann eben „trotz Pille“ schwanger werden.

Oft sind es junge Frauen oder Frauen, die Gewichtsschwankungen kennen oder übergewichtig sind und deswegen nicht gleich bei einem moppeligen Bäuchlein auf die Idee kommen, dass ein Kind in ihnen heranwächst.

Körperliche Bedingungen betroffener Frauen

Der Präsident des Berufsverbandes der Frauenärzte e. V. Dr. Christian Albring erklärt hierzu: „Ist eine Frau übergewichtig, hat unregelmäßig ihre Blutungen und der Mutterkuchen liegt so, dass die Frau Kindsbewegungen erst spät oder nur schwer spüren kann, ordnet die Frau die Schwangerschaftszeichen einfach falsch ein. Die Kindsbewegungen werden dann als Blähungen fehlgedeutet, die Gewichtsschwankungen hat die Frau sowieso.

Auch während der Schwangerschaft kann es zu Blutungen kommen. Das sind dann zwar keine Regelblutungen, sondern Blutabsonderungen bedingt durch die Lage des Mutterkuchens oder aufgrund von Scheidenentzündungen, aber die Frau kann das durchaus als Menstruation missinterpretieren.“

Deshalb sollten Frauen bei unerklärlichen körperlichen Veränderungen beim Arzt abklären, was die Ursache sein könnte. Doch es kommt vereinzelt auch hier vor, dass der Arzt die Möglichkeit einer Schwangerschaft nicht einbezieht oder übersieht. Auch Ärzte sind nur Menschen.

Seelische Gründe fürs Nichtbemerken einer Schwangerschaft

Eine Fehlinterpretation der Symptome ist möglich. Doch es kann auch seelische Gründe dafür geben, wenn eine Schwangerschaft erst spät bekannt wird. Denn manche Frauen verdrängen oder verleugnen auch ihren Zustand.

Von Verdrängung wird gesprochen, wenn eine Frau zwar irgendwie spürt, was los ist, sie es aber gewissermaßen ignoriert, um sich (vorerst) nicht bewusst mit der Tatsache auseinandersetzten zu müssen. Und Verleugnung läuft nach dem Motto: „Weil nicht sein kann, was nicht sein darf.“

Bedeutet es beispielsweise für eine Frau eine Katastrophe, ein Baby zu bekommen, leugnet sie vor sich selber den Umstand. Dies ist eine Art „Lösungsversuch“ des Problems, bis die Realität sie einholt. Es ist schwer fassbar, dass die Psyche dazu in der Lage ist. Doch es ist so.

Betroffen sind oft Frauen, die sehr jung sind oder in ihrer Persönlichkeit noch nicht ganz reif sind. Manchmal fehlt es auch an den notwendigen Problemlösestrategien. Sich Hilfe zu holen zum Beispiel. Natürlich spielen auch Scham und die Angst vor Ablehnung, sozialem Ausschluss oder Überforderung eine Rolle.

Doch dies trifft eher nicht auf die Frauen zu, die wirklich bis zuletzt nichts von der Schwangerschaft ahnen. Denkbar wäre, dass unter ihnen einige Frauen sind, bei denen die Lebensumstände vielleicht das Bemerken der Schwangerschaft beziehungsweise das genaue „Hinhören in den Körper“ erschwert haben. Aber auch rückblickend ist manchmal nicht eindeutig zu erklären, wie genau es passieren konnte, dass die Schwangerschaft spät oder erst bei der Geburt bemerkt wurde.

Schock bei der Geburt: Hilfe für Betroffene Frauen

Es ist leicht vorstellbar, dass so eine unerwartete Entbindung als Schock erlebt wird. Denn die Frauen und die dazugehörigen Väter hatten nur wenige Minuten, sich auf dieses lebensverändernde Ereignis einzustellen. Und ein Schock kann es auch dann sein, wenn das Baby willkommen ist, was zum Glück öfter der Fall ist.

Aber es muss eben erst Mal im Kopf ankommen, was plötzlich Fakt ist. Andere Eltern haben dafür neun Monate Zeit, was diese Menschen Knall auf Fall in ihr Leben integrieren müssen.

Zum Glück haben wir in Deutschland ein gutes Netz an Hilfen für Schwangere und frisch gebackene Mütter.

  • Knapp 2000 Schwangerenberatungsstellen informieren umfassend über Hilfsangebote.
  • Darüber hinaus beraten die Erziehungs- und Familienberatungsstellen der Jugendhilfe Mütter in Notlagen.
  • Die Jugendämter und freie Träger beraten zu Unterstützungsmöglichkeiten durch Hebammen, Sozialarbeiter und Familientherapeuten. Aber auch zu Mutter-Kind-Einrichtungen, Adoption, eine (vorübergehende) Pflegefamilie für das Kind, anonymer Geburt oder Babyklappen.
  • Auch Frauenhäuser sind eine Anlaufstelle für Schwangere und Mütter, die sich durch ihre Situation in Gefahr sehen und Hilfe brauchen.

Niemand hört dort Vorwürfe. Die Hilfsangebote haben immer in erster Linie das Ziel, dass jede Schwangere in Deutschland die Möglichkeit bekommt, ihr Kind mit guter medizinischer Versorgung und Sicherheit zu bekommen und eine Perspektive zu entwickeln, in welchem Rahmen das Kind bestmöglich gedeihen kann.

Und das alles, damit verzweifelte Mütter ihr Kind nicht abtreiben oder glauben, töten zu müssen, weil sie keinen anderen Ausweg sehen. Denn auch dies passiert leider immer wieder.

Deshalb ist es auch wichtig, Frauen nicht als unsensibel, leichtgläubig oder dumm abzuwerten, die ihre Schwangerschaft erst spät bemerken oder mitteilen. Niemand weiß schließlich, was genau in Körper und Seele unseres Gegenübers los ist. Und manchmal eben auch nicht die Frau selbst.

***

Autorin: Familientherapeutin Marthe Kniep

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Verdrängte Schwangerschaft: Schwanger und nichts bemerkt

„Frau kommt mit unerklärlichen Bauchschmerzen ins Krankenhaus. Eine Stunde später wird sie Mutter.“ Solche Schlagzeilen liest man immer wieder. Und immer wieder denken wir uns: Wie kann es sein, dass man schwanger ist und davon nichts merkt?

Plötzlich sind da diese Bauchschmerzen… (Bild: Thinkstock)

Verdrängte Schwangerschaft oder auch Gravitas suppressalis, so nennen es die Mediziner, wenn Frauen erst im weit fortgeschrittenen Stadium von ihrer eigenen Schwangerschaft erfahren. Im Extremfall sogar erst, wenn das Kind schon dabei ist, auf die Welt zu kommen. Wie kann das sein? Wie können diese Frauen nicht bemerken, dass sie schwanger sind? Wissen sie es insgeheim nicht doch, wollen es gegenüber ihrem Umfeld aber verheimlichen und spielen dann nur die Überraschte? Diese Fälle verheimlichter Schwangerschaften gibt es auch, aber bei einer verdrängten Schwangerschaft ist es tatsächlich so, dass die werdende Mutter nichts von ihren anderen Umständen weiß.

Verdrängte Schwangerschaften – seltene Einzelfälle?

Die bisher größte deutsche Studie zu diesem Thema führte der Berliner Gynäkologe Jens Wessel in den Jahren 1995/1996 durch. Er analysierte die Daten aus 19 Frauenkliniken und vier Hebammenpraxen. Als verdrängte Schwangerschaft definierte er dabei Schwangerschaften, von denen die werdenden Mütter erst nach der 20. SSW erfahren haben. Das war im Zeitraum des untersuchten Jahres immerhin 65 Mal der Fall. Ganze 12 Frauen wurden dabei von der Geburt überrascht, wussten also bis zum Zeitpunkt der Niederkunft nichts von ihrer eigenen Schwangerschaft – eine davon gebar sogar Zwillinge in der 39. SSW.
Eine verdrängte Schwangerschaft ist damit gar nicht so selten: Auf rund 500 Schwangerschaften kommt eine verdrängte; auf rund 2.500 Geburten kommt eine, von der die werdende Mutter bis zuletzt nichts ahnte. Somit ist die Wahrscheinlichkeit einer bis zur Geburt verdrängten Schwangerschaften sogar dreimal größer als die von Drillingen (1 : 7.200).

Schwanger und nichts bemerkt – wie kann das sein?

Eine Schwangerschaft geht normalerweise immer mit fühl- und sichtbaren Veränderungen im Körper einer Frau einher. Mit Schwangerschaftsübelkeit schlagen sich immerhin über 80 Prozent aller Schwangeren herum. Schmerzen und allgemeines Unwohlsein sind weitere typische Schwangerschaftsbeschwerden. Dazu kommen das Ausbleiben der Periode, die Kindsbewegungen und der wachsende Babybauch. Wie können Frauen all diese Signale ignorieren? Vor allem indem sie die Anzeichen unbewusst umdeuten:
➤ Übelkeit und Bauchgrummeln: Wird oft auf eine falsche Ernährung oder beginnende Nahrungsmittelunverträglichkeit zurückgeführt.
➤ Gewichtszunahme: Auch diese wird einfach auf die falsche Ernährung geschoben. Oft sind die Frauen aber im Vorfeld bereits übergewichtig oder haben mit schwankendem Gewicht zu kämpfen, da fallen die paar Kilos mehr auf der Waage nicht sofort auf, vor allem nicht in den Wintermonaten, in denen viele Menschen sowieso ein wenig zulegen.
➤ Periode bleibt aus: „Das kann durch zu viel Stress und Sport schon mal passieren.“ Häufig hatten die betroffenen Frauen aber auch schon vor der Schwangerschaft keine regelmäßige Monatsblutung. Oder aber sie hatten während der Schwangerschaft menstruationsähnliche Blutungen, die sie für ihre Periode gehalten haben. Für dieses Phänomen haben Mediziner aber bisher keine schlüssige Erklärung.
Übrigens: Selbst Ärzte können auf das Phänomen der verdrängten Schwangerschaft hereinfallen, wenn die Patientin eine Schwangerschaft sehr sicher ausschließt und er ihre Symptome anderen Erkrankungen zuordnen kann. In Wessels Studie waren sogar einige betroffene Frauen selbst im medizinischen Bereich tätig.

Schwangerschaftsanzeichen: 17 typische Symptome

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Silhouetten-Effekt: Plötzlich wächst der Babybauch

Manche Frauen aber müssen gar keine Schwangerschaftsanzeichen uminterpretieren, sie haben schlichtweg keine. Wie genau das funktioniert, ist rational nicht zu erklären. Man geht davon aus, dass die Psyche hier einen großen Einfluss ausübt: Weil sie eine Schwangerschaft kategorisch ablehnt, sendet sie dem Körper keine Signale, schwanger zu sein, weshalb dieser einfach nicht auf die Schwangerschaft reagiert.
Für diese Theorie sprechen Fälle, in denen schlanken Frauen nach der Erkenntnis der Schwangerschaft innerhalb weniger Tage, ja sogar Stunden ein Babybauch wuchs (Silhouetten-Effekt). Man vermutet, dass die Frauen bis zu diesem Zeitpunkt unbewusst die Bauchmuskeln anspannten, sodass sich das Baby im Bauch nicht drehen konnte. Durch die Erkenntnis über die Schwangerschaft entspannen sich die Muskeln, das Kind kann sich noch mit dem Kopf Richtung Geburtskanal drehen und so den typischen Babybauch formen.

Der Körper ist schwanger, die Psyche aber nicht

Die menschliche Psyche ist zu extremen Verdrängungsleistungen fähig. Sie kann jeden Gedanken an die Realität abwehren, wenn diese zu einem starken emotionalen Konflikt führen würde. Warum sie sich gerade gegen eine Schwangerschaft so wehrt, kann viele Gründe haben. Oft sind es
• unbewusste Ängste,
• falsche Annahmen über die eigene Fruchtbarkeit,
• eine feste Lebensplanung, in der ein (weiteres) Baby keine Rolle spielt,
• emotionale Traumata (z.B. Todesfälle, Trennungen) die gerade überwunden
werden oder
• religiöse Überzeugungen, die dagegen sprechen, schwanger zu sein.
Es gibt also nicht DEN einen Grund, warum Frauen ihre Schwangerschaft verdrängen. So wie es nicht DEN einen Typ Frau gibt, der zu verdrängten Schwangerschaften neigt. Wessels Studie sowie andere Daten zeigen, dass die betroffenen Frauen weder bestimmten Altersgruppen oder Gesellschaftsschichten angehören, noch sich in anderen Bereichen wie Schulbildung oder Familienstand besonders ähneln. Die einzige Charaktereigenschaft, die viele betroffene Frauen teilen, ist eine gewisse Konfliktscheuheit und die Neigung dazu, Sorgen und Nöte in sich „hineinzufressen“, statt sie jemandem anzuvertrauen.
Lesen Sie auf der nächsten Seite, welche Risiken und Folgen eine verdrängte Schwangerschaft für Mutter und Kind mit sich bringt.

Risiken und Folgen einer unbewussten Schwangerschaft

Auch wenn die Gründe für die Verdrängung der Schwangerschaft von Frau zu Frau unterschiedlich sind, eins ist bei allen gleich: sie gehen mit großen Risiken einher.

Jede verdrängte Schwangerschaft ist eine Risikoschwangerschaft

Eines haben alle verdrängten Schwangerschaften gemeinsam: sie sind immer Risikoschwangerschaften. In erster Linie, weil die werdende Mama nichts von ihrem heimlichen Bauchbewohner weiß und dementsprechend keine Rücksicht auf seine Gesundheit nimmt. Vielleicht raucht sie und trinkt Alkohol oder nimmt starke Medikamente ein. Sie lebt ihr Leben einfach normal weiter, ohne die besondere Vorsicht, die Schwangeren geboten ist. Dazu kommt, dass die Schwangerschaft nicht überwacht wird, es keine Vorsorgeuntersuchungen gibt. Nicht zuletzt deshalb sind Babys aus verdrängten Schwangerschaften meist besonders klein, kommen häufig zu früh zur Welt und müssen nach der Geburt oft intensivmedizinisch betreut werden. Hinzu kommen die Fälle, in denen die Mutter von der Geburt ihres Kindes überrascht wird und es zum Teil ohne Vorkenntnisse allein zur Welt bringt. Man möchte sich diese Situation gar nicht vorstellen! Zur gesundheitlichen Gefahr dieser Überraschungsgeburten für Mutter und Kind kommt noch der psychischeSchockzustand der Mutter, der zu dramatischen Situationen führen kann.

Wichtig ist die psychologische Betreuung der Mutter

Sollte eine Frau erst im fortgeschrittenen Stadium von ihrer Schwangerschaft erfahren, geht ihr viel Zeit für die Vorbereitung auf das Baby verloren. Plötzlich ist sie schwanger und kurze Zeit später auch schon Mutter. Die vielen Schwangerschaftswochen, in denen sich eine Frau normalerweise mental und emotional auf die Mutterrolle vorbereitet und schon eine erste Bindung zum Baby aufbaut, bleiben den Betroffenen einer verdrängten Schwangerschaft verwehrt. Dazu kommt der Schock, vom eigenen Zustand nichts gewusst zu haben und vielleicht das schlechte Gewissen, nicht besonders gesund gelebt zu haben. Eventuell will sie auch kein Kind, was einen weiteren riesigen emotionalen Konflikt erzeugt, den sie innerhalb kürzester Zeit verarbeiten muss.
Deshalb ist es wichtig, dass die Frauen umfassend psychologisch und medizinisch betreut werden, vor wie nach der Geburt. Im Fokus der Maßnahmen sollten neben der Gesundheit von Mutter und Kind auch die Unterstützung bei der emotionalen Verarbeitung und beim Bindungsaufbau der beiden stehen.
Auch wenn das alles sehr dramatisch und negativ klingt: In den seltensten Fällen sind Kinder aus verdrängten Schwangerschaften ungewollt. Nur etwa ein Drittel der Babys werden nach der Geburt zur Adoption freigegeben. Bedenkt man die Umstände und die Tatsache, dass einige Frauen bei der Geburt fast selbst noch Kinder sind, ist das eine recht niedrige Zahl. Meistens sind die Babys den Müttern doch willkommen. Und noch etwas zeigen Wessels Studien und spätere Untersuchungen: Die betroffenen Frauen sind keinesfalls schlechtere Mütter als andere, vor allem nicht, wenn sie die notwendige Unterstützung erhalten.

Die Woche war anstrengend gewesen. Und morgen, am Sonntag, würden beide schon wieder arbeiten müssen: Daniel als Gärtner, Andrea bei ihrem Zweitjob in der Tankstelle. Deshalb hatten die beiden Lust auf einen ruhigen Abend, an jenem Samstag vor dreieinhalb Jahren, erinnert sich Andrea Rühmann. Im Fernsehen gab es Wetten, dass..? . Sie machten es sich auf dem Sofa bequem, Snacks und Getränke standen bereit. Es sollte für lange Zeit der letzte Abend gewesen sein, den das Paar zu zweit verbrachte.

Schon bald verging Andrea der Spaß an den Gags von Thomas Gottschalk. „Selber schuld“, dachte die damals 22-Jährige zunächst: Wer so viele Gummibärchen futtere wie sie, müsse sich über Bauchschmerzen nicht wundern. Die Schmerzen wurden aber immer heftiger. Als sie auch später im Bett nicht aufhörte zu wimmern, machte sich ihr Freund Daniel Sorgen. Womöglich ist es der Blinddarm, dachte er. Und bestellte schließlich einen Krankenwagen.

Wie sich herausstellen sollte, war der Blinddarm jedoch völlig in Ordnung. Tatsächlich waren es starke Wehen, die Andrea quälten. Sie bekam ein Kind. Nur hatte sie neun Monate lang überhaupt nicht bemerkt, dass sie schwanger war.

Das klingt erstaunlich und ist schwer zu glauben, sind doch die Anzeichen einer Schwangerschaft eigentlich unübersehbar. Kann eine Frau so etwas ignorieren? Kann ihr wirklich entgehen, dass in ihrem Körper ein Kind heranwächst? Ja, lautet die Antwort von Fachärzten. Andrea Rühmann ist bei Weitem kein Einzelfall. Knapp 270 Frauen pro Jahr werden in Deutschland von der Geburt völlig überrascht – und halten urplötzlich ein Kind im Arm. Sogar Ärzte übersehen manchmal eine Schwangerschaft.

Wahrscheinlicher als Drillinge

„Dass eine Frau erst bei der Geburt von ihrer Schwangerschaft erfährt, kommt dreimal so häufig vor wie eine Drillingsgeburt“, sagt der Berliner Gynäkologe Jens Wessel. Für seine Habilitation erstellte er die weltweit umfassendste Studie zu dem Thema, in die sämtliche Berliner Geburtskliniken einbezogen waren. Anhand der Mutterpässe erfassten 19 Krankenhäuser und weitere Einrichtungen, etwa Geburtshäuser und Arztpraxen, ein Jahr lang alle Fälle in der Stadt, bei denen die Schwangerschaft erst ab der 20. Woche medizinisch festgestellt worden war – oder sogar erst bei der Geburt.

Die betroffenen Frauen wurden von Wessel ausführlich befragt und untersucht. 65 von ihnen waren nicht frühzeitig zum Frauenarzt gegangen, weil sie monatelang gar nicht gemerkt hatten, dass sie schwanger waren. Und zwölf davon hatten sogar bis zur Geburt nie den Gedanken gehabt, dass sie ein Kind erwarteten, darunter eine Mutter von Zwillingen, die in der 39. Woche überraschend geboren wurden.

Als Andrea und Daniel am 31. Oktober 2010 um zwei Uhr früh in der Notfallambulanz des nahe gelegenen Kreiskrankenhauses im niedersächsischen Peine eintrafen, wurden sie sofort zum Hausärztlichen Notdienst weitergeschickt. Dort fragte der Arzt die junge Frau, die sich vor Schmerzen krümmte, ob sie schwanger sei. „Nein“, sagte Andrea in gutem Glauben. Der Mediziner tastete zwar ihren Bauch ab, doch der erschien ihm ganz weich. So schloss er auf einen Hexenschuss, sie bekam eine Spritze. Der Arzt gab ihr Novalgin-Tropfen mit und schickte sie nach Hause. Die Schmerzen hörten aber nicht auf.

Offenbar erkennen sogar Ärzte manchmal nicht, dass sie eine hochschwangere Patientin vor sich haben. Darauf deutet auch die Studie von Jens Wessel hin. Neben vielen anderen Beispielen schildert er den Extremfall einer 33-Jährigen, die im siebten Monat auf den Gedanken kam, dass sie womöglich schwanger sei. Doch der Gynäkologe, den sie konsultierte, habe auf eine Unterleibsentzündung getippt, berichtete die Frau. Weil sie immer weiter zunahm, sei sie zu einer anderen Frauenärztin gegangen – die ebenfalls nichts festgestellt habe. Der Hausarzt schickte die Patientin schließlich zur Computertomografie, um ein Karzinom auszuschließen. Auch dort sei die Schwangerschaft nicht aufgefallen, man habe lediglich Gallensteine diagnostiziert. Noch am selben Abend brachte die Frau zu Hause ihr Kind zur Welt. Sie war bereits in der 40. Woche.

Unbemerkte Schwangerschaften sind kein Vorlesungsstoff

Der Fall ist schon deshalb schockierend, weil die Frau – wenn auch sehr spät – selbst den Verdacht hegte, ein Kind zu bekommen. Meist schließen die Ärzte das aus, weil die Schwangere es nicht für möglich hält. „Wenn mir eine erwachsene Frau sagt, dass sie nicht schwanger ist, dann glaube ich ihr das“, argumentieren manche Mediziner. Auf das Phänomen, dass eine werdende Mutter ihren Zustand nicht wahrnimmt, werden sie im Studium nicht ausreichend vorbereitet.

So war es auch bei Jens Wessel. Als junger Assistenzarzt erlebte er erstmals im Kreißsaal der damaligen Frauenklinik Pulsstraße, die zur Freien Universität Berlin gehörte, einen solchen Fall. Sein großes Erstaunen quittierten die älteren Kollegen mit einem unaufgeregten Achselzucken: So etwas komme eben manchmal vor.

Unbemerkte Schwangerschaft

„Das kann doch gar nicht sein, dass man von einer Schwangerschaft so lange nichts merkt,“ denken Sie. „Das kann doch nur geistig Minderbemittelten passieren…“. Aber so selten wie man denkt, sind spät oder erst bei der Geburt festgestellte Schwangerschaften gar nicht. Eine „Gravitas suppressalis“ bezeichnet eine verdrängte Schwangerschaft, die bis zur 20. Woche nicht wahrgenommen wird – und das kommt in der Schweiz über 100 mal im Jahr vor. Bei einem knappen Drittel davon passiert sogar die Geburt des Babys ohne Vorwarnung. Bei einer Schwangerschaftsdauer von 40 Wochen ist den Frauen also mindestens die Hälfte der Zeit nicht bewusst, dass sie in anderen Umständen sind.

Ausser einer verdrängten gibt es auch noch die verleugnete Schwangerschaft. In dieser Situation weiss die Frau eigentlich, dass sie ein Kind erwartet, sie schiebt den Gedanken daran aber völlig zur Seite.

Weder die Verdrängung noch die Verleugnung geschehen bewusst, sagen Psychotherapeuten. Wenn ein Problem oder Konflikt so gross sei, dass ein Mensch ihn nicht mehr ertrage, schiebe er ihn ins Unterbewusstsein ab. Bei den schwangeren Frauen kommt der innere Konflikt meist aus der Lebenssituation, in die gerade kein Kind passt.

Die bisher umfassendste Studie in Deutschland über nicht bewusste Schwangerschaften wurde 2002 von den deutschen Medizinern Jens Wessel und Ulrich Büscher von der Berliner Humboldt-Universität im Fachblatt „British Medical Journal“ veröffentlicht: Ein Jahr lang – von Juli 1995 bis Juni 1996 – untersuchten sie in Berlin 62 Fälle von Frauen, die mindestens bis zur 20. Woche nichts von ihrer Schwangerschaft wussten. Bei 25 von ihnen wurde die Schwangerschaft erst festgestellt, als die Wehen (oft zuerst als Nierenkoliken diagnostiziert) bereits begonnen hatten. Die Ergebnisse weiterer Studien aus Österreich und den USA zeigten dieselbe Verteilung.

Ein typische Risikogruppe von Frauen, die ihre Schwangerschaft nicht bemerken, gibt es nicht. Verdrängte Schwangerschaften gibt es in allen Schichten und Altersgruppen. Eine stärkere Tendenz sei nur bei sehr jungen Frauen und Frauen in einem Alter, in dem sie nicht mehr damit rechneten, schwanger zu werden, festgestellt worden. Auch dass die Schwangerschaft oft Folge eines One-Night-Stands ist, konnte die Studie widerlegen, denn 80 Prozent der Frauen waren in einer festen Partnerbeziehung. Und für etwa die Hälfte der Frauen sei es nicht einmal die erste Schwangerschaft gewesen.

Die typischen Symptome einer fortgeschrittenen Schwangerschaft – der wachsende Bauch, Übelkeit und Ausbleiben der Periode – können „umgedeutet“ werden. Wenn man will, findet man für alle Schwangerschaftszeichen auch eine andere, harmlose Erklärung. Übelkeit führt man auf Magenprobleme zurück, Bewegungen des Kindes werden als Bauchgrimmen wahrgenommen, eine Gewichtszunahme auf eine zu üppige Ernährung zurückgeführt und der Bauch wird von schlanken Frauen einfach eingezogen. Bei viel Bauchfett fällt er oft gar nicht erst auf. Frauen mit ohnehin unregelmässigen Blutungen machten sich keine Gedanken darüber, dass die Menstruation ausbleibt. Es wird auch nicht auf eine gesunde Lebensführung geachtet – Frauen mit einer verdrängten Schwangerschaft rauchen und trinken weiter, essen ungesund und treiben nicht oder ganz extrem viel Sport. Dadurch sind die Kinder bei der Geburt häufig unterdurchschnittlich klein.

In den meisten Fällen soll es nach der Geburt des Kindes keine psychischen Probleme geben. Während der bewussten Schwangerschaft können sich die Frauen auf das Kind einstellen und die Veränderungen ihrer Lebenssituation langsam annehmen. Die grösste Herausforderung bei einer Schwangerschaftsverdrängung sei, dass die Vorbereitung auf die Situation nach der Geburt (v.a. die Organisation des Alltags mit Kind) nicht stattgefunden hat und die Frauen erst einmal tatkräftige, praktische Unterstützung brauchen.

Frauen, die ihre Schwangerschaften nicht bewusst wahrgenommen haben, sind nach Angaben von Fachleuten jedoch keine schlechteren Mütter. Der Bindungsaufbau zum Kind vor der Geburt ist zwar ein wichtiger Teil der Schwangerschaft, und möglicherweise zeigen sie sich deshalb weniger feinfühlig und wirken im Kontakt mit Kindern unbeholfener, aber das normalisiert sich bald.

Bei Patientinnen mit psychischen Problemen, mit schweren Depressionen, Schizophrenie oder Drogenabhängigkeit ist dagegen eine psychotherapeutische Begleitung notwendig. Das Risiko für einen Suizid oder Kindstötung ist nicht gering, v.a. wenn die Schwangere die Geburt verheimlichen konnte.

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Letzte Aktualisierung : 25-06-16, BH

Unbemerkte Schwangerschaft: Wie kann das sein?

Immer wieder hört man von Frauen, die mit Bauchschmerzen in die Klinik gehen und dann erfahren, dass sie bereits seit mehreren Monaten schwanger sind. Aber vorstellbar ist das eigentlich nicht. Wie kann es sein, dass auf 500 Schwangerschaften eine kommt, die nicht bemerkt wird?

Eine Studie, die man vor einigen Jahren an allen Berliner Klinikgeburten durchgeführt hat, zeigte: Frauen, die nicht merken, dass sie schwanger sind, lassen sich nicht über einen Kamm scheren. Sie zeigen keine besonderen Merkmale, gehören nicht ausschließlich einer gewissen Schicht an und sind sich auch darüber im Klaren, wie man schwanger werden kann.

27.000 Schwangere haben in dem untersuchten Zeitraum entbunden und immerhin 65 davon haben die Schwangerschaft erst nach der 20. Woche bemerkt. Manche auch erst bei der Geburt. Erstaunlicherweise lebte das Gros der Frauen in einer stabilen Beziehung, nur ein Drittel war vorher noch nie schwanger gewesen und rund die Hälfte hatte mindestens einen Realschulabschluss. Auch war den meisten bewusst, dass es unbemerkte Schwangerschaften gibt. Doch wie kommt es dann zu so einem Ergebnis?

Schwangerschaftskalender – Das passiert nach der Befruchtung

Schwangerschaftskalender
Das passiert nach der Befruchtung

Verdrängen, was nicht sein darf

Nicht selten liegt der Grund für eine unbemerkte Schwangerschaft in der Tatsache begründet, dass nicht sein kann, was nicht sein darf. Entweder weil die Frau felsenfest davon ausgeht, dass sie gar nicht oder aufgrund von Wechseljahren nicht mehr schwanger werden kann. Oder weil das in ihre Lebens- und Beziehungsplanung überhaupt nicht hineinpassen würde beziehungsweise in die ihres Partners. Manchmal steckt familiärer Druck dahinter, manchmal eine soziale Notsituation, oft genug übertriebene religiöse Vorstellungen. Aber es gibt auch gesundheitliche Gründe, die rational gegen eine Schwangerschaft sprechen.

Der seelische Abwehrmechanismus wird hochgefahren

Schwangerschaftsanzeichen, die für andere eindeutig sind, werden einfach umgedeutet, um einem inneren Konflikt aus dem Weg zu gehen. Kommt zum Beispiel die Periode nicht, so liegt es am Stress oder an zu viel Sport. Das Zunehmen fällt aufgrund von Übergewicht nicht auf oder wird auf falsche Essgewohnheiten zurückgeführt, die dann auch gleich als Erklärung für Kindsbewegungen dienen. Unterscheiden sie sich zumindest anfangs tatsächlich nicht sehr von reger Darmtätigkeit.

Kommen dann die ersten Wehen, so glaubt ein Teil der Frauen an Koliken. Die Kinder sind oft bei der Geburt besonders klein. Ihre Mütter, die die Schwangerschaft nicht bemerkt haben, haben möglicherweise all das gemacht, was man in diesem Zustand nicht machen sollte: geraucht, das eine oder andere Glas Alkohol getrunken, sich nicht ausreichend geschont, das Falsche gegessen und oft auch radikale Diäten durchgeführt, um das vermeintlich Übergewicht wieder loszuwerden.

Der innere Konflikt

Eine Schwangerschaft ist ein sehr komplexer Vorgang, bei dem Körper und Seele eng zusammenspielen. Hormone, organische und psychische Veränderungen stehen in Wechselwirkung zueinander. Da kann es schon mal passieren, dass die Seele dem Körper etwas vorgaukelt, um etwas anderes zu vertuschen. Wobei man hier zwischen verleugneten und verdrängten Schwangerschaften unterscheidet. Denn die einen ahnen durchaus, was los ist, wollen es nur nicht wahrhaben beziehungsweise verstecken es.

Wohingegen die anderen tatsächlich nichts bemerken. Man geht davon aus, dass der Großteil der betroffenen Frauen dem Thema „Baby“ äußerst zwiespältig gegenübersteht. Der Wunsch nach einem Kind duelliert sich unterbewusst mit dem Wunsch, nicht schwanger zu werden. Schleicht sich das Baby dann ein, müssen die Frauen nicht bewusst eine Entscheidung für oder gegen die Schwangerschaft treffen.

Schwangerschaft nicht bemerkt: Konfliktscheue Frauen sind eher betroffen

Eine Schwangerschaft nicht zu bemerken oder nicht wahrhaben zu wollen, ist also im Normalfall ein Schutzmechanismus. „Wir Menschen sind so vielschichtig“, sagt Peter Rott, Gynäkologe und Psychotherapeut im Gespräch mit t-online.de. „Bei einer solchen Ambivalenz zwischen dem Wunsch nach einem Kind und dem, dass es gesundheitlich oder gesellschaftlich nicht machbar scheint, ist es doch am besten, man bekommt es überhaupt nicht mit.“ Man geht davon aus, dass Frauen, die nicht gelernt haben, Konflikte auszutragen, ein größeres Risiko eingehen, unter solchen Umständen die Schwangerschaft sich gar nicht bewusst zu machen. Sie sind mental überfordert.

Die Risiken sind nicht zu unterschätzen

„Wir bestehen aus Körper und Seele, doch gerade in der Schulmedizin haben wir verlernt, die beiden als Einheit zu sehen“, erklärt Rott. „Frauen, die eine Schwangerschaft nicht bemerkt haben, brauchen dringend therapeutische Hilfe, um mit der Situation klarzukommen. Je reifer eine Frau in ihrer Persönlichkeitsstruktur ist, desto eher fragt sie sich auch hinterher, warum ihr das passiert ist. Das für sich zu sortieren, ist nicht einfach und alleine nur schwer machbar.“

Vor allem, weil nicht alle Familien unterstützend hinter der so plötzlich frischgebackenen Mutter stehen und oft auch kein Partner da ist. In diesem Zusammenhang verweist der Frauenarzt und Psychotherapeut auf eine weitere Gefahr: „Viele dieser Babys werden zu Hause geboren, die Frauen stehen unter Schock, sind allein während der Geburt und fühlen sich von der Welt im Stich gelassen – wir alle wissen, dass es dann zu dem Wunsch kommen kann, das Geschehene ungeschehen zu machen.“

Diese Mütter haben die gleichen Rechte wie alle anderen

Das Nichtbemerken einer Schwangerschaft hat natürlich auch berufliche Auswirkungen. Denn ein Baby, von dem niemand weiß, kann auch nicht per Mutterschutz geschützt werden. Das betrifft vor allem Mütter, die ihre Schwangerschaft erst sehr spät realisieren. Schließlich gibt es Berufe, bei denen der Schutz recht früh greift.

Hier gilt: Sofort ab Bekanntwerden der Situation muss der Arbeitsplatz entsprechend angepasst werden. In allen anderen Fällen gilt das Gleiche wie bei Frühgeburten: Die vor der Entbindung nicht in Anspruch genommene Zeit wird nach der Geburt hinzuaddiert. Elterngeld und Kindergeld werden sowieso erst beantragt, wenn das Kind schon da ist und auch die Elternzeitregelung ist für solche „Spezialfälle“ flexibel. Denn, so steht es in Artikel 6 des Grundgesetzes: „Jede Mutter hat Anspruch auf den Schutz und die Fürsorge der Gemeinschaft.“

Vertrauliche Geburt für Schwangere in Notlagen

Für Schwangere, die um ihre Lage wissen, sich aber dennoch ein Leben mit Kind nicht zutrauen, gibt es seit 2014 die Möglichkeit der vertraulichen Geburt. Bei dieser Art der Entbindung bringt die Mutter ihr Kind unter Pseudonym zur Welt. Das Baby wird dann zur Adoption freigegeben. Ist das Kind 16 Jahre alt, hat es allerdings das Recht, seine Herkunft zu erfahren. Die Daten werden dafür beim Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Daten aufbewahrt.

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Engländerin erlebt Schockgeburt : Schwanger und nichts bemerkt – ist das möglich?

Als die ahnungslose Clare Evans morgens wegen ihrer starken Unterleibsschmerzen ihren Hausarzt anrief, wusste sie noch nicht, dass sich ihr Leben schlagartig ändern würde. „Am Telefon sagte mein Arzt, dass die Symptome auf eine Nierenentzündung hindeuten und ich später in der Praxis vorbeikommen soll”, sagte Evans der britischen Zeitung “Daily Mirror”. Im Laufe des Tages wurden die Schmerzen unerträglicher. Als sie schließlich in der Praxis ankam, sollte sie eine Urinprobe abgeben, die eine mögliche Infektion bestätigen sollte. Doch dazu kam es nicht, denn auf der Toilette platzte ihre Fruchtblase.

Im Behandlungszimmer eröffnete der Arzt die Schockdiagnose. Evans Muttermund war bereits neun Zentimeter geöffnet und ein kleiner Kopf war bereits zu sehen. „Ich war schockiert. Ich wusste nicht, dass ich schwanger war“, sagte die frischgebackene Mutter. Sie hatte keine Anzeichen einer Schwangerschaft bemerkt. Weder die typischen Gelüste, noch Morgenübelkeit, ja nicht einmal einen großen Bauch hatte Evans. „Das erste Mal, dass sich eine Schwangerschaft bemerkbar machte, waren die Wehen“, sagte sie dem „Daily Mirror“. Da sich ihre kleine Tochter Erin bereits den Weg in die Welt kämpfte, war es für einen Transport in ein Krankenhaus zu spät. Und Erin hatte es offenbar eilig. Die Geburt dauerte eine halbe Stunde.

Mehr unbemerkte Schwangerschaften als Drillingsgeburten

Immer wieder liest man von Teenagermüttern, die mit einer vermeintlichen Blinddarmentzündung ins Krankenhaus gehen und dort von einem Baby entbunden werden. Auch Frauen, die ihr Kind nach der Geburt aussetzen oder schlimmstenfalls sogar töten, berufen sich oft darauf, bis zum Einsetzen der Wehen ahnungslos gewesen und dann in Panik geraten zu sein.

Schwanger und ahnungslos – kann das sein?

Doch ist es tatsächlich vorstellbar, dass eine Frau nicht spürt, wie eine Schwangerschaft ihren Körper verändert? Durchaus – und es kommt gar nicht so selten vor. Der Berliner Arzt und Privatdozent Jens Wessel hat errechnet, dass auf 1600 Geburten im Jahr eine kommt, die frühestens in der 20. Schwangerschaftswoche erkannt wird. Hinzu kommen 300 Babys, deren Mütter bis zur Geburt ahnungslos gewesen sind. Ihre Anzahl sei damit dreimal so hoch wie von Drillingsgeburten, schreibt Wessel in einer Studie, für die er bereits im Jahr 2001 alle Berliner Klinikgeburten auswertete und die Ergebnisse für das gesamte Bundesgebiet hochrechnete.

Wessel unterscheidet dabei die unbemerkte von einer verdrängten Schwangerschaft, bei der die Frau zwar weiß, dass sie ein Kind erwartet, das aber mit aller Kraft verdrängt. Die Grenzen seien dabei fließend. In der Psychologie ist seit langem bekannt, dass Menschen extrem verunsichernde oder traumatische Erfahrungen so weit leugnen können, dass sie diese tatsächlich „vergessen“. Bei einer Schwangeren könnte dies beispielsweise geschehen, wenn sie fest überzeugt ist, niemals Kinder zu bekommen. Oder ihre berufliche oder private Situation ist gerade so angespannt, dass ein Baby absolut nicht in die Lebensplanung passt – sei es, weil sie gerade einen neuen Job angetreten hat, oder weil der Partner kein (weiteres) Kind will. Auch Starlet Katie Price soll von dem Vater ihres fünften Kindes, dem 27-jährigen Teilzeit-Stripper Kieran, betrogen worden sein und hat mittlerweile die Scheidung eingereicht.

Unbemerkte Schwangerschaften gibt es in allen Schichten

Das Klischee, das überwiegend Minderjährige oder Frauen aus prekären Verhältnissen erst unter der Geburt von ihrer Schwangerschaft erfahren, stimmt so übrigens nicht. Die meisten der 62 Berlinerinnen etwa, die im Zeitraum von Jens Wessels Studie erst nach der 20. Schwangerschaftswoche erfuhren, dass sie ein Kind erwarteten, lebten in einer stabilen Beziehung, mehr als die Hälfte von ihnen erwartete ihr erstes Kind. 22 der Frauen hatten einen Realschulabschluss, sieben Abitur.

Dicker Bauch von zu üppigen Mahlzeiten

Viele der Frauen, die lange nicht wussten, dass sie schwanger sind, haben zwar durchaus die typischen Schwangerschaftsanzeichen verspürt, sie aber schlicht nicht als solche erkannt. Die Übelkeit hielten sie für eine Magenverstimmung, die Gewichtszunahme und den wachsenden Bauch erklärten sie damit, in letzter Zeit zu viel gegessen zu haben. Noch leichter fällt es Frauen, die ohnehin stark übergewichtig sind, die Schwangerschaft vor sich selbst zu leugnen.

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