Schwangerschaft ersten wochen

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Die ersten Anzeichen einer Schwangerschaft

Bin ich vielleicht schwanger?

Einige Frauen wissen schon bei der Befruchtung instinktiv, dass sie schwanger sind. Manche spüren schon in der Frühschwangerschaft und vor dem Ausbleiben der Mens erste körperliche Symptome. Und andere müssen erst fünfmal einen positiven Schwangerschaftstest in der Hand halten, bis sie es wirklich glauben können.

Ab wann können erste Schwangerschaftsanzeichen auftreten?

Frühestens ab dem 7. bis 10. Tag nach dem Eisprung, also ab der 4. Schwangerschaftswoche (das ist die 2. Woche nach der Befruchtung) und direkt nach der Einnistung, produziert der Körper das Schwangerschaftshormon HCG. Ab dann können frühestens Anzeichen für eine Schwangerschaft auftreten. Frauen, die ihren Körper sehr gut kennen, spüren in diesen frühen Wochen bereits subjektive und noch sehr unsichere Anzeichen für eine Schwangerschaft. Mehr Klarheit bring ein Schwangerschaftstest, der aber erst ab dem erwarteten Ausbleiben der Periode aussagekräftig ist.

Die häufigsten noch „unsicheren“ Schwangerschaftsanzeichen

Denken Sie daran: Alle diese subjektiven Symptome können auch andere Ursachen haben als eine Schwangerschaft und können leicht mit normalen Symptomen der zweiten Zyklushälfte (PMS) verwechselt werden. Sie sind zudem sehr individuell und jede Frau erlebt sie anders. Manche stark, manche überhaupt nicht! Denn nicht alle Frauen haben alle Anzeichen. Und die Stärke der Anzeichen sagt auch nichts über den Verlauf der Schwangerschaft aus.

  • Empfindliche Brüste: Die Brust spannt und ist vergrössert und geschwollen, die Brustwarzen sind sehr berührungsempfindlich oder schmerzen sogar. Dieses Symptom findet sich bei 70 bis 80 Prozent aller Schwangeren und kann schon etwa eine Woche nach Ausbleiben der Regelblutung auftreten, seltener aber bei Frauen, die schon gestillt haben. Oft verändern die Brustwarzen ihre Form, werden grösser und – durch verstärkte Pigmentierung – dunkler.
  • Leichte Schmierblutung (Spotting): Bei der Einnistung in die Gebärmutter, etwa fünf bis zehn Tage nach dem Eisprung, kann es zu einer leichten Blutung kommen, der sogenannten Nidationsblutung. Diese Schmierblutung tritt also etwas früher auf als die erwartete Regelblutung bei einem normalen Zyklus. Es sind meist nur Tropfen oder Schlieren, die Färbung ist eher hell- als dunkelrot, die Intensität nimmt nicht zu, sondern bleibt gleich schwach.
  • Ausfluss: Weisser, milchiger Ausfluss ist in über der Hälfte aller Fälle von Schwangerschaft ab der zweiten Woche nach der Befruchtung zu bemerken. Er sollte nicht unangenehm riechen. Dies wird durch die stärkere Durchblutung ausgelöst.
  • Ziehen im Unterleib: Menstruationsartige Krämpfe oder ein Ziehen im Becken sind auch recht häufig in der Frühschwangerschaft. Die Gebärmutter muss sich richtig im Becken einstellen und wird noch nicht – wie im zweiten Schwangerschaftsdrittel – von den Beckenknochen gestützt. Ausserdem ist die Uterus-Durchblutung stark gesteigert. Die Belastung des Halteapparats (Mutterbänder) verursacht kontraktionsartige ziehende Schmerzen. Sie werden oft stärker beim Orgasmus, körperlicher Anstrengung und Lageveränderung im Liegen.
  • Extreme Müdigkeit: Ein sehr häufiges Symptom in der Frühschwangerschaft, also in den ersten acht bis zehn Wochen, ist ein ständiges Gefühl von Erschöpfung. In der Schwangerschaft macht Ihr Körper viele Stoffwechselveränderungen durch und konzentriert sich darauf, ein Baby wachsen zu lassen. Bei den meisten Frauen lässt die Müdigkeit um die 12. Woche herum nach.
  • Schwindel: Der Körper muss während einer Schwangerschaft Schwerarbeit leisten. Für den Aufbau der Plazenta ist eine erhöhte Blutmenge nötig; das Blutplasma (der flüssige Anteil des Blutes) nimmt um etwa die Hälfte zu, was zu einer Verdünnung des Blutes führt. Dadurch können Sie nicht nur müde und blass sein, Ihr Blutdruck kann auch etwas absinken, wodurch Ihnen leicht schwindlig werden kann.
  • Vermehrte Durchblutung: Krampfadern und erweiterte Gefässe im Gesicht, Nagelbett und Genitalbereich können eine Schwangerschaft signalisieren. Das beruht auf der gesteigerten Durchblutung und einer Abnahme der venösen Gefässspannung. Angenehmer Nebeneffekt: Die Gesichtszüge werden weich und die Haut rosig.
  • Herzklopfen: Als weiteres mögliches Schwangerschaftsanzeichen wird der Puls (die Herzfrequenz) stark und deutlich spürbar bis in die Fingerspitzen. Das Herz muss ja auch eine immer grössere Menge Blut befördern, je grösser Ihr Baby wird. Gleichzeitig haben die meisten Schwangeren einen zu niedrigen Blutdruck.
  • Übelkeit und Erbrechen: Bei manchen Frauen stellt sich die typische Übelkeit schon kurz vor dem Ausbleiben der Regelblutung ein, bei den meisten ist dies aber erst ca. zwei Wochen später der Fall – morgens am häufigsten, aber auch zu jeder anderen Tages- und Nachtzeit.
  • Verstärkter Speichelfluss:Eine relativ normale und harmlose, aber sehr lästige Begleiterscheinung der Schwangerschaft, vor allem in Verbindung mit Übelkeit.
  • Heisshunger auf oder Ekel vor Lebensmitteln: Ein allgemein erhöhter Appetit ist typisch für den Beginn einer Schwangerschaft, denn der Körper hat jetzt einen erhöhten Energiebedarf, der damit gedeckt werden soll. Die plötzliche Hormonflut kann aber den Geschmackssinn verändern, so dass Sie bestimmte Dinge nicht mehr essen mögen, auf andere (v.a. Süssigkeiten) einen grossen Appetit haben – auch in seltsamer Kombination. Vielleicht haben Sie auch einen merkwürdigen metallischen Geschmack im Mund. Viele Schwangere haben schon sehr früh eine Abneigung gegen Zigarettenrauch und Alkohol.
  • Geruchsempfindlichkeit: Wenn Sie plötzlich geruchsempfindlich werden und Dinge, die Sie immer als angenehm (z.B. Ihr geliebtes Parfum) oder zumindest als nicht störend empfunden haben, nicht mehr riechen können, kann auch dies ein Anzeichen für eine Schwangerschaft sein. Manche Schwangere können etwa den Duft frisch zubereiteten Kaffees nicht mehr ertragen oder das Aroma von Alkohol oder Käse oder den Geruch von rohem Fleisch.
  • Stimmungsschwankungen: Sind Sie in letzter Zeit hoch empfindlich für alles, was um Sie herum vorgeht, für jedes vermeintlich falsche Wort? Sind Sie manchmal niedergeschlagen und traurig, den Tränen nahe, dann aber auch wieder voller Hochgefühle? Solche seelischen Achterbahnfahrten sind bei vielen werdenden Müttern erste Anzeichen für ihre Schwangerschaft. Etwa ab der sechsten Schwangerschaftswoche können Beschwerden und Verstimmungen wie beim prämenstruellen Syndrom (PMS, die „Tage vor den Tagen“) auftreten, ebenfalls ausgelöst durch die hormonellen Veränderungen.
  • Vermehrter Harndrang: Etwa eine bis zwei Wochen nach Ausbleiben der Mens müssen die meisten Schwangeren ständig zum WC laufen. Dafür sind eine stärkere Durchblutung des Unterleibs nach der Einnistung der befruchteten Eizelle, aber auch hormonelle Veränderungen verantwortlich: Das Schwangerschaftshormon Progesteron entspannt die Blasenmuskulatur. Später drückt die wachsende Gebärmutter auf die Blase.
  • Verstopfung: Schon früh in der Schwangerschaft kann es zu Problemen mit der Verdauung kommen. Das wird durch die erhöhte Progesteron-Produktion verursacht, die eine allgemeine Entspannung der glatten Muskulatur, also auch der Darmmuskulatur, bewirkt. Das ungeborene Kind wird so in der Gebärmutter vor Erschütterung und Kontraktionen geschützt.
  • Blähungen und Magenbrennen: Diese Symptome sind ebenfalls typisch. Auch hier sind die Schwangerschaftshormone verantwortlich.

Häufige Fragen zum Thema

Kann man trotz Blutung schwanger sein?

Etwa fünf bis zehn Tage nach der erfolgreichen Befruchtung hat der Zellhaufen, der in neun Monaten als Baby geboren werden wird, seine Einnistung (Implantation) in die Gebärmutterschleimhaut abgeschlossen.

Vielleicht ist es bei diesem „Eingraben“ zur Verletzung mütterlicher Blutgefässe im Uterus…

vollständige Antwort lesen Kann man schon vor dem positiven Schwangerschafts-Test ahnen, dass man schwanger ist?

Frauen, die schon einmal schwanger waren, spüren oft instinktiv, dass es wieder soweit ist. Und die ersten Zeichen für eine Schwangerschaft treten unter Umständen schon auf, bevor der Schwangerschaftstest ein positives Ergebnis zeigt. Ein sicherer Beweis ist das allerdings noch lange nicht.

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Schwangerschaftsanzeichen ab dem Ausbleiben der Mens

Diese wahrscheinlichen Symptome deuten auf eine mögliche Schwangerschaft hin. Aber auch sie können theoretisch eine andere Ursache haben als eine Schwangerschaft.

  • Ausbleiben der Mens: Die ausbleibende Mens ist ein offensichtliches Anzeichen für eine Schwangerschaft – aber ein sehr unsicheres, wenn Ihre Periodenblutung nicht ganz regelmässig kommt. Ausserdem können auch bei normalerweise regelmässigem Zyklus andere Faktoren wie Stress und Krankheiten die Menstruation verzögern.
  • Positiver Schwangerschaftstest: Das Schwangerschaftshormon HCG ist zuerst im Blut oder etwas später im Urin nachweisbar, allerdings noch kein Zeichen für eine intakte Schwangerschaft mit zeitgerecht entwickeltem Embryo. Abgesehen davon kann ein zu früh durchgeführter Test falsch negativ sein, da dann die Menge des HCG noch nicht zum Nachweis reicht.
  • Temperaturerhöhung: Wenn die Körpertemperatur (Basaltemperatur) nach Ausbleiben der Regelblutung weiter oben bleibt, etwa bei 37,8 °C, liegt mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Schwangerschaft vor. Die Temperaturkurve sollte mindestens 18 Tage lang auf einem hohen Niveau verlaufen.
  • Dunkelfärbung der Brustwarzenvorhöfe: Schon sehr früh in der Schwangerschaft, etwa wenn die Regelblutung ausbleibt, kann der Bereich um die Brustwarze herum (Areola) dunkler und grösser werden. So kann das Neugeborene später leichter den Weg zur Nahrungsquelle finden! Die bläulichen Blutgefässe in der Brust scheinen etwas mehr durch die Haut und die Hautknötchen auf der Areola (Montgomery-Tuberkel) vermehren und vergrössern sich.
    Vagina und innere Schamlippen erscheinen bei der gynäkologischen Untersuchung ebenfalls dunkler bzw. bläulich (livide) verfärbt.
  • Weicher Gebärmutterhals: Der Gebärmutterhals ist bei der gynäkologischen Untersuchung weich (Hegar-Zeichen)

Häufige Fragen zum Thema

Meine Brüste sind soviel grösser geworden, dass sie wahrscheinlich bald platzen. Jede Berührung tut weh. Bleibt das so durch die ganze Schwangerschaft?

Die Brüste verändern sich während der Schwangerschaft enorm, vor allem, wenn dies Ihre erste Schwangerschaft ist. Schon kurz nach Ausbleiben der Regel bemerken die meisten Frauen, dass Ihr Busen grösser, geschwollen und fester ist – und gleichzeitig sehr empfindlich. Oberflächliche Blutgefässe…

vollständige Antwort lesen Ich bin schon in der 8. Woche, aber mir ist immer noch nicht schlecht. Ist da etwas nicht in Ordnung?

Die typischen frühen Schwangerschaftsbeschwerden müssen nicht unbedingt immer auftreten und können selbst bei derselben Frau in aufeinanderfolgenden Schwangerschaften ganz unterschiedlich sein. Freuen Sie sich, dass Sie zu dem Viertel aller Schwangeren gehören, die von Übelkeit verschont bleiben.

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Mit diesen Schwangerschaftsanzeichen sind Sie sicher schwanger

Die sicheren Schwangerschaftsanzeichen haben alle direkt mit der Entwicklung des Kindes zu tun.

  • In der Fruchtblase ist auf dem Ultraschallbild eine Fruchtblase mit Embryo nachweisbar.
  • Beim Embryo ist eine Herzaktion nachweisbar.
  • Kindsbewegungen sind spürbar.
  • Die Herztöne des Kindes sind hörbar (Hörrohr oder Doppler)
  • Durch die Bauchdecke sind Körperteile des Kindes tastbar.

Bei einem positiven Schwangerschaftstest bzw. dem starken Verdacht auf eine Schwangerschaft, sollten Sie Ihren Frauenarzt oder Ihre Frauenärztin aufsuchen. Durch eine Ultraschall-Untersuchung kann eine Schwangerschaft zuverlässig bestätigt werden. Zusätzlich kann bei Unsicherheiten ein Bluttest durchgeführt werden, um den HCG-Spiegel im Blut zu messen.

Häufige Frage zum Thema

Ab wann kann man das erste Mal die Herztöne des Kindes hören?

Der kindliche Herzschlag wird praktisch schon bei der ersten Ultraschalluntersuchung kontrolliert, dann bei jeder weiteren Ultraschalluntersuchung.

Früher hat man die Herztöne mit dem geburtshilflichen Stethoskop abgehört. Das ist aber erst später in der Schwangerschaft, frühestens ab der 18….

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Newsticker

Mehr Babys | 04.09.2019

87.851 Babys wurden letztes Jahr in der Schweiz geboren. Das sind 470 mehr als im Vorjahr und 30 weniger als 2016. Davon sind 45.013 Knaben und 42.838 Mädchen. 61.650 Neugeborene haben Schweizer Eltern, 26.201 ausländische Eltern. Die Verteilung der Lebendgeburten nach dem Alter der Mutter hat sich in den vergangenen drei Jahrzehnten stark verändert. Besonders die Zahl der jungen Mütter (unter 30 Jahre) ist stark rückläufig und beträgt nur noch 28,3 %. Der Anteil der 30- bis 34-jährigen Mütter nahm seit Beginn der 1970er-Jahre bis 2001 kontinuierlich zu und betrug im letzten Jahr 38,7 %. Der Anteil der 35-jährigen oder älteren Mütter nimmt noch deutlicher zu, 2018 lag er bei 33 %. Die Säuglingssterblichkeit ist erneut gesunken, von 3,5 auf 3,3 Promille. Gestiegen ist die Totgeburtenrate: Sie lag 2018 bei 4,3 Promille. Das heisst, 381 Kinder kamen leblos zur Welt, 19 mehr als 2017. Die Säuglingssterblichkeit ist in den letzten Jahrzehnten praktisch kontinuierlich zurückgegangen. Die Totgeburtenrate bleibt seit den 90er Jahren relativ konstant. Sie betrug vor 50 Jahren noch 9,3 Promille. Den ausführlichen Bericht finden Sie auf der Homepage des Bundesamts für Statistik.

Babyboom | 31.10.2016

In der Schweiz wurden 2015 so viele Babys geboren wie seit 23 Jahren nicht mehr: 86.559! Die Geburtenrate stieg kontinuierlich von 1,38 in 2000 auf 1,54 in 2015. Geholfen haben sicher auch die Fortschritte in der Kinderwunschbehandlung, denn weniger Frauen als früher bleiben kinderlos. Seitdem man als junge Familie nicht mehr in die Agglomeration zieht, holen vor allem die Städte in der Geburtenrate auf. Im Vergleich der Kantone liegen Appenzell und Obwalden vorn, Schaffhausen, Tessin und Basel-Stadt am Schluss. Das grösste Potential für einen weiteren Anstieg sehen Fachleute in einer Verbesserung der Kinderbetreuung nach skandinavischem Vorbild. Schweizer Eltern müssen zur Zeit etwa ein Drittel ihres Einkommens für einen Krippenplatz hinblättern – ein europäischer Spitzenwert!

Letzte Aktualisierung : 21-10-19, BH, JL

Es ist eines der schönsten Gefühle. Der Moment, in dem du erfährst, dass in dir neues Leben wächst. Du erwartest ein Kind. Und wenn du bisher noch kein Tagebuch geschrieben hast, dann solltest du das spätestens jetzt tun!

Diese magischen 9 Monate deines Lebens gehen so wahnsinnig schnell vorbei. Viele Erinnerungen verblassen nach einer Weile, auch wenn sie sich im Moment so intensiv anfühlen. Wie hast du dich gefühlt, als du von deinem kleinen Wunder erfahren hast? Wann hast du ein erstes Strampeln vernehmen können? Und wie war es eigentlich, als es auf die letzten Schwangerschaftswochen zuging?

Mit einem Schwangerschaftstagebuch kannst du die großartigen 40 Wochen und die Entwicklung deines Kindes in deinem Bauch ganz genau festhalten. Mit Bildern, mit deinen Gefühlen und allem was das Herz schwangerer Mütter begehrt.

Was sollte in einem Schwangerschaftstagebuch stehen?

Wir haben die Erfahrung gemacht, dass es am schönsten ist, wenn das Schwangerschaftstagebuch genügend Platz für eigene Einträge und Bilder gibt.

Am Ende macht es meist die Mischung aus vorgegebenen Fragen und Infos, die man eintragen kann und der Möglichkeit frei zu entscheiden, was genau man je nach Schwangerschaftswoche eben noch so eintragen möchte.

Es gibt also kein richtig oder falsch, kein “mus”s oder “braucht man nicht”. Wichtig ist, welches Schwangerschaftstagebuch gut zu dir als werdende Mama passt.

Hier ein paar Tipps und Dinge, die man in ein Tagebuch für Schwangere eintragen kann.

  • Foto vom Schwangerschaftstest
  • Fotos der werdenden Eltern
  • Gewicht
  • Bauchumfang
  • Befinden
  • Wichtige Daten – z.B. der Tag des Schwangerschaftstests, der errechnete Geburtstermin etc.
  • Ultraschallbilder
  • Entwicklungsstand
  • Medizinische Untersuchungen
  • Besondere Momente
  • Persönliche Notizen und Empfindungen
  • Fotos von Freunden und Familie bei der Verkündung
  • Fotos von der eigenen Entwicklung bzw. Vom Babybauch
  • Notizen und Bilder zum Einrichten des Kinderzimmers

Welches Tagebuch eignet sich für meine Schwangerschaft?

Das kommt ganz auf deine Vorlieben an. Weiter unten auf der Seite stelle ich dir meine Favoriten vor und zeige dir, welche Punkte ich an den Tagebüchern besonders gut finde.

Was dir gefällt oder welches Tagebuch sich für deine Schwangerschaft besonders gut eignet, ist einerseits eine Frage des optischen Geschmacks.

Aber auch eine Frage dessen, wie viele zusätzliche Informationen du in deinem Schwangerschaftstagebuch haben möchtest (zum Beispiel Tipps und Hinweise zur Schwangerschaft) und wie viel zu selbst eintragen und schreiben möchtest.

Mir persönlich gefällt das Schwangerschaftstagebuch “Du & Ich” von Frau Ottilie am besten, weil es einfach die ganzen Schwangerschaftstipps weglässt und nur dafür da ist, die eigene Schwangerschaft zu dokumentieren.

Außerdem finde ich das Design, die Schrift und die Illustrationen in diesem Tagebuch sensationell schön.

Andere Tagebücher für Schwanger, wie zum Beispiel das Tagebuch von Anne Geddes, geben dir die Möglichkeit, nahezu jede Schwangerschaftswoche in Wort und Bild festzuhalten und geben zusätzliche noch hilfreiche Infos zum aktuellen Schwangerschaftsmonat oder der aktuellen Schwangerschaftswoche.

Und dann gibt es noch Bücher wie „Die Geschichte deines Lebens„, das einerseits ein Tagebuch für die Schwangerschaft ist, aber auch ein Erinnerungsalbum für die Jahre zwischen der Geburt bis zur Volljährigkeit des Kindes. Also, etwas ganz besonderes.

Am besten schaust du dir die Tagebücher unten einfach mal an.

Sollte ich schon vor dem 3. Monat ein Tagebuch über meine Schwangerschaft führen?

Es ist bekannt, dass die ersten 12 Wochen bzw. Die ersten 3 Monate einer Schwangerschaft die wohl riskanteste Zeit für Schwangere und ihre kleinen Krümel sind.

Aus einer Eizelle und einem Spermium entwickelt sich erst eine Blastozyste und daraus schließlich ein winziger Embryo. In dieser Zeit kann viel passieren.

Dennoch ist das kein Grund, sich nicht ausgiebig zu freuen, den Bauch zu streicheln und diese Zeit bereits in einem Tagebuch festzuhalten.

Wir sagen: Ja! Sobald du von deiner Schwangerschaft erfährst, leg los! Halte deine einmaligen Erinnerungen und Gefühle fest und bewahre sie damit für immer!

So entwickelt sich der Babybauch in der Schwangerschaft – eine einmalige Erfahrung, die man festhalten muss

Sollte ich ein Schwangerschaftstagebuch führen, wenn ich schon mal einen Abort hatte?

Viele Frauen haben in den ersten 12 Schwangerschaftswochen bereits Abgänge oder später gar Fehlgeburten erlebt. Auch eine Eileiterschwangerschaft, die schließlich zu einem Abbruch der Schwangerschaft führen, sind nicht unbedingt selten.

Aufgrund dieser Erfahrungen tendieren viele Frauen, die erneut schwanger werden dazu, die ersten 3 Monate sehr verhalten zu sein. Klar, man hat einfach eine riesige Angst, dass das noch einmal passiert und der Schmerz erneut so schlimm wird. Sich jedoch gar nicht mit seiner Schwangerschaft zu beschäftigen, macht es auch nicht besser. Das zumindest ist unsere Erfahrung und Meinung.

Wir haben solche Erfahrungen selbst mehrfach gemacht und können sagen: lieb deinen kleinen Krümel vom ersten Moment an. Freue dich, dass du schwanger bist und schreibe auch gern ein Tagebuch.

In vielen Tagebüchern für Schwangere haben auch Sorgen und Ängste Platz. Notiere sie. Das hilft oft, diese Sorgen etwas loszuwerden. Und sollte dieser schlimme Fall eines erneuten Abgangs eintreten, hast du mit deinem Tagebuch eine Möglichkeit, diese Situation zu verarbeiten und dich zu verabschieden. Auch wenn du deinen Krümel vielleicht für den Rest der Welt nicht existent war, war er es für dich und deine(n) Partner(in). Jeder nimmt dann auf seine Art Abschied. Sich im Rahmen des Schwangerschaftstagebuchs zu verabschieden und das Erlebte in Worten zu verarbeiten, die man aufschreibt, kann wirklich ein ganzes Stück helfen.

Unsere Lieblings-Schwangerschaftstagebücher zum selber eintragen

Schwangerschaftstagebücher gibt es etliche. Wir standen selbst vor der riesigen Auswahl. Um dir die Auswahl zu erleichtern, haben wir hier unsere Favoriten zusammengestellt und zeigen dir, was dich mit welchem Tagebuch erwartet.

Frau Ottilie – Du & Ich

Das Schwangerschaftstagebuch namens “Du & Ich” von Frau Ottilie haben wir geschenkt bekommen und uns direkt verliebt. Es hat ein horizontales Din A5-Format aus naturweißem Recycling-Papier, das sich besonders gut anfühlt.

Besonders schön finde ich die Illustrationen und die typische “Frau-Ottilie”-Schrift.

Man muss dazu sagen, dass dieses Schwangerschaftstagebuch sehr liebevoll gestaltet ist und dennoch irgendwie anders ist, als die Tagebücher, die man sonst findet.

Das Buch besteht aus ca. 36 Seiten. Was du darin nicht findest: Tipps zur Schwangerschaft und den Schwangerschaftswochen. Ich persönlich finde das ganz gut. Einerseits legt man sich vermutlich eh noch ein Buch / einen Ratgeber zur Schwangerschaft zu, worin dann eh all die wichtigen Sachen stehen. Und andererseits bleibt so Platz für das Wesentliche: das eigene Tagebuch für die eigene Schwangerschaft.

Im Tagebuch von Frau Ottilie hast du echt eine Menge Platz, um aufzuschreiben wie und wann du von der Schwangerschaft erfahren hast, wie deine Gedanken und Gefühle waren. Du kannst Notizen zu den wichtigsten Menschen in deiner Schwangerschaft machen, dir schon mal ein paar schöne Namen notieren und festhalten, wie sich dein Körper und vielleicht auch deine Stimmung in der Schwangerschaft verändern. Außerdem ist genügend Platz für Ultraschallbilder und Bauchfotos, Lieblingssongs in der Schwangerschaft und Erinnerungen daran, wie man das Kinderzimmer vorbereitet hat.

Wunderschön finde ich auch, dass es zum Ende des Tagebuches auch Platz für die wichtigsten Dinge zur Geburt und Platz für das 1. Babyfoto und Erinnerungsstücke gibt.

Für mich der ganz klare Favorit in Sachen Schwangerschaftstagebuch! Ähnlich zauberhaft ist übrigens auch das Schwangerschaftstagebuch “Neun zauberhafte und wundervolle Monate” von Frau Ottilie.

Highlight: hier hat ausschließlich deine Schwangerschaft Platz! Außerdem die tolle Gestaltung <3

Wo gibt´s das? Das Frau Ottilie Schwangerschaftsbuch findest du hier bei etsy*.

Anne Geddes Schwangerschaftstagebuch

Das Schwangerschaftstagebuch von Anne Geddes, die vorrangig die überaus süßen Baby-Kalender kreierte, gehört mit zu unseren Favoriten in Sachen Tagebücher für die Schwangerschaft.

Warum? Es hat eine sehr handliche Größe im Din A5-Format und bietet auf ca. 79 Seiten genügend Platz um die Schwangerschaft von der 1. Bis zur ca. 41. Wochen in Bild und Schrift festzuhalten.

Die einzelnen Schwangerschaftswochen sind mit typischen Anne Geddes-Illustrationen und -Bildern verschönert. Es gibt liebevoll geschriebene Erklärungen zum Entwicklungsstand des Kindes und daneben meist genügend Platz, um Bilder einzukleben oder Notizen zu Erinnerungen zu machen.

Außerdem gibt es Extra-Seiten für die wichtigsten Ultraschallscreenings, Übersichten für den jeweiligen Monat und darauffolgend für die jeweiligen Schwangerschaftswochen.

Highlight: handlich und recht viel Platz mit zusätzliches Infos zu den Schwangerschaftswochen.

Wo gibt´s das? Das Anne Geddes Schwangerschaftsbuch findest du hier bei Amazon*.

Mein Schwangerschaftstagebuch

Optisch sehr ansprechend finde ich auch “Mein Schwangerschaftstagebuch”. Auch die Größe ist absolut ausreichend und recht kompakt.

Auf ca. 96 Seiten hast du Platz deine Schwangerschaft Woche um Woche mit Bildern und Notizen festzuhalten.

Und mit dem Lesebändchen findest du recht schnell zur aktuellen Woche bzw. Eintragung und mit das äußere Gummiband hält das Tagebuch immer schön zusammen.

Strukturiert ist das Buch auch nach Monaten und Wochen. Wobei sich auf den Seiten zusätzlich schöne und schlichte Illustrationen, aber auch schöne und passende Zitate finden.

Ein Highlight des Buches ist, dass du zu jeder Schwangerschaftswoche einen Vergleich zur Größe deines Kindes bekommst. In Woche 15 ist dein Krümel zum Beispiel schon so groß wie eine Zitrone. Zusätzlich hast du pro Woche vorgegebene Felder, in denen du das Datum, das Gewicht und deinen Bauchumfang eintragen kannst.

Ich finde: ein sehr schön illustriertes und gestaltetes Schwangerschaftstagebuch, das viel Platz für eigene Notizen und Eintragungen lässt und in dem auch Platz für Erinnerungen an die Geburt des Kindes bleibt.

Highlight: Gestaltung und der viele Platz für eigene Eintragungen.

Wo gibt´s das? Dieses Schwangerschaftsbuch findest du hier bei Amazon*.

Mein Tagebuch für die Schwangerschaft

Dieses Tagebuch aus der GU-Reihe hat hier ebenfalls einen Platz verdient. Besonders schön finde ich unter anderem den übersichtlichen Schwangerschaftskalender zu Beginn des Buches. Hier bekommst du einen Überblick über alle 40 Schwangerschaftswochen. Darin ist bereits notiert, wann welche Vorsorgeuntersuchungen erfolgen sollten. Außerdem kannst du hier wichtige Termine mit dem Frauenarzt, der Hebamme, deinem Wunschkrankenhaus für die Entbindung, Termine für die Schwangerschaftsmassage und Sonstiges eintragen.

Ebenfalls einfallsreich finde ich die Seiten mit den ganz persönlichen Fragen an die werdende Mama. Hier sind einige Fragen aufgeschrieben, die du in einigen Zeilen beantworten kannst. Damit kannst du dir bereits ein ganz persönliches Bild von deiner Zukunft mit Babybauch und Kind machen.

Außerdem bekommst du wichtige Ernährungs-Tipps für deine Schwangerschaft. Klar kannst du auch hier Bauchumfang, Gedanken, Ultraschallbilder und vieles mehr eintragen und hast dafür auch ausreichend Platz. Eine schöne Kombination aus Tagebuch, Planer und Ratgeber.

Highlight: der übersichtliche Schwangerschaftskalender und “Fragen an die Mutter”.

Wo gibt´s das? Dieses Schwangerschaftsbuch findest du hier bei Amazon*.

Die Geschichte deines Lebens: Ein Erinnerungsalbum

Auch dieses Tagebuch mag ich, da ich schon den Titel sehr treffend finde. Eine Schwangerschaft und das Leben mit Kind ist für Eltern nun mal „die Geschichte ihres Lebens“. Oft auch, weil bei vielen Paaren dem tatsächlichen Schwangersein ein monate- oder jahrelanger Prozess vorausgeht.

Erst viele Versuche, ein Kind auf natürlichem Weg zu zeugen. Dann das Befassen mit Möglichkeiten einer Kinderwunschbehandlung. Nicht selten sind hierzu viele medizinische Untersuchungen und ein langwieriges, psychisch und körperlich anstrengendes, Prozedere mit Hormonbehandlungen die Frau notwendig. Bis es dann hoffentlich endlich klappt.

„Die Geschichte deines Lebens“ bezieht sich aber besonders auf die Geschichte des Kindes. Begonnen bei den ersten Wochen und Monaten bis hin zur Volljährigkeit.

Es hört also nicht da auf, wo die meisten Schwangerschaftstagebücher aufhören, sondern geht weit darüber hinaus. Über die Geburt, bis hin zum Kindergarten, dem ersten Zahn, den ersten Schwimmversuchen, der Pubertät und geht schließlich bis zum 18. Geburtstag.

Eine grandiose Idee als Geschenk zur Volljährigkeit des Kindes, wie ich finde. Und eine tolle Art die Schwangerschaft und die Entwicklung des Kindes festzuhalten.

Highlight: Begleitet die Jahre von der Schwangerschaft bis zur Volljährigkeit.

Wo gibt´s das? Dieses Schwangerschafts- bzw. Lebens-Tagebuch findest du hier bei Amazon*.

Schwanger! Mein Schwangerschafts-Begleiter

Neben dem Anne Geddes-Tagebuch ist auch dieses Tagebuch ein sehr beliebtes bei vielen Schwangeren.

Die Gestaltung ist insgesamt sehr modern mit hübschen Illustrationen, Fotografien und nützlichen Tipps zur Schwangerschaft.

Du hast darin natürlich Platz für Ultraschallbilder oder eigene Fotos, aber auch Gedanken und Notizen. Der Platz dafür ist aber nicht außerordentlich groß. Wenn du eher kurze Notizen machen möchtest, reicht der Platz auf jeden Fall. Für ein richtiges Tagebuch finde ich den Platz aber nicht ausreichend.

Das wird auch häufig in den Bewertungen zu diesem Tagebuch erwähnt.

Im Grunde ist das auch kein Nachteil, man muss es eben nur vorher wissen.

Aufgeteilt ist dieses Tagebuch ebenfalls nach Monaten und auch Schwangerschaftswochen.

Sehr praktisch finde ich außerdem, dass es ein Gummiband gibt, das man um das Buch binden kann. Nicht immer klebt man Bilder vielleicht gleich ein oder legt auch Unterlagen hinzu, die vielleicht keinen Platz zum Einkleben finden.

Mit dem Band kann man solche Dinge hineinlegen, ohne dass sie sofort heraus rutschen, wenn man das Buch in die Hand nimmt.

Highlight: Hier ist auch für den Mutterpass Platz.

Wo gibt´s das? Dieses Schwangerschaftsbuch findest du hier bei Amazon*.

Schwangerschaftstagebücher für lesbische Paare / zwei Mamas

Klar, Eltern sind nicht immer nur Mann und Frau, sondern eben auch Frau und Frau oder auch Mann und Mann. Das Schwangerschaftstagebuch ist damit auch für lesbische Paare wichtig und bietet später die Möglichkeit, sich an diese außergewöhnlichen 9 Monate zu erinnern.

Blöd nur, wenn ein Schwangerschaftstagebuch dann so formuliert ist, dass öfter auch Infos zum Vater bzw. Mann eingetragen werden sollen.

Denn der Vater ist nicht immer tatsächlich bekannt, da die Schwangerschaft bspw. mit Hilfe einer Samenspende erfolgt ist. Oder der Erzeuger ist bekannt, soll und will aber gar keine Rolle als Vaterfigur einnehmen. Und auch für die nicht schwangere Mutter ist es nicht immer reizvoll als “Vater” deklariert zu werden.

Deswegen haben wir mal ein bißchen recherchiert und ein paar Schwangerschaftstagebücher gefunden, die die Sache mit dem “Vater” völlig außen vor lassen.

Das sind in jedem Fall auch die oben vorgestellten Bücher:

  • Du & Ich von Frau Ottilie
  • Das Schwangerschaftstagebuch von Anne Geddes
  • Schwanger! Mein Schwangerschafts-Begleiter
  • Die Geschichte deines Lebens: Ein Erinnerungsalbum
  • Mein Tagebuch für die Schwangerschaft – Tageskalender

Und an dieser Stelle möchte ich auch nochmal die Bücher von Frau Ottilie erwähnen. Denn von Frau Ottilie gibt es auch das wunderschöne Babytagebuch für zwei Mamas namens „Hello Baby“. Darin könnt ihr eure Erlebnisse und die Entwicklung eures Kindes im ersten Jahr festhalten und so eine tolle Erinnerung eurer Familie schaffen.

Das Buch „Hello Baby“ für zwei Mamas findest du hier bei etsy*.

Das Schwangerschaftstagebuch für Männer

Mittlerweile wird in Sachen Schwangerschaftstagebuch auch an all die Männer bzw. Väter da draußen gedacht.

Das gibt es zum Beispiels das Buch “Papas Schwangerschaftskalender” von Detlef Kersten. Das Buch ist eine Art humorvoll illustrierter Schwangerschaftskalender für den werdenden Papa.

Schließlich haben schwangere Frauen ihren Mutterpass – und was haben die werdenden Väter? 😉 In diesem Kalender kann der baldige Papa auch eigene Eintragungen machen und bekommt je nach Schwangerschaftswoche hilfreiche Tipps und Hinweise (und auch aufmunternde Worte), wie er die Mutter seines Kindes unterstützen kann.

Außerdem gibt es da noch das “Schwangerschaftsbuch für Männer” von Gerard Janssen. Ebenfalls sehr beliebt als Geschenk für werdende Papas.

Ebenfalls humorvoll illustriert Gerard Janssen die wichtigsten Fakten über die Schwangerschaft der Frau und worauf es für den Mann nun eben ankommt – medizinisch, als auch mental.

Absolut empfehlenswert, wenn man einem baldigen Papa eine Freude machen bzw. ihn auf seine neue Rolle vorbereiten möchte.

Papas Schwangerschaftskalender gibt es hier bei Amazon*. .

Das Schwangerschaftsbuch für Männer gibt es hier bei Amazon*.

Haben dir meine Tipps zu den Schwangerschaftstagebüchern gefallen? Dann freue ich mich, wenn du diesen Beitrag mit anderen Schwangeren teilst oder mir dein Feedback in den Kommentaren hinterlässt.

Hat dir irgendwas nicht gefallen oder hast du selbst noch Tipps für schöne Schwangerschaftstagebücher? Dann schreib mir auch das gern in die Kommentare unten! Ich freue mich darauf.

Übrigens: solltest du hier noch nicht dein Traum-Schwangerschaftstagebuch gefunden habe, empfehle ich dir in jedem Fall mal hier bei Dawanda zu stöbern. Da gibt es viele zauberhafte Tagebücher für Schwangere. Alternativ findest du aber sicher auch schöne Stücke bei Amazon.

Und in diesem Sinne eine wunderschöne Kugelzeit! 🙂 <3

Schwangerschaftstagebuch – Diese 10 Tagebücher für Schwangere sind wunderschön

Ein Schwangerschaftstagebuch zu führen war für mich eine Herzensangelegenheit. Ich wollte unbedingt alles festhalten, jede Kleinigkeit aufschreiben und bloß nichts vergessen. Zuerst hatte ich überlegt, ob ich ein digitales Schwangerschaftstagebuch führen soll, ich entschied mich dann aber für die Variante aus Papier. Ich fand den Gedanken einfach schön, unserem Sohn später dieses Tagebuch für Schwangere zu übergeben. Wenngleich ich auch heute glaube, dass er da vielleicht nicht so arg drüber freuen wird 🙂

Welches Schwangerschaftstagebuch ist das richtige für Dich?

1. Schwangerschaftstagebuch: Anne Geddes*

Dieses wunderschöne Schwangerschaftstagebuch von Anne Geddes hilft Dir, die aufregenden Wochen schriftlich festzuhalten. Das Buch ist nach Schwangerschaftswochen aufgeteilt und bietet Dir zudem viele wichtige Informationen zu Deiner aktuellen SSW und zur Entwicklung Deines Babys. Zudem erfährst Du genau, worauf Du jetzt achten musst. Anne Geddes ist eine internationale und preisgekrönte Fotografin die es geschafft hat, dieses Tagebuch für Schwangere in einer wunderschönes Werk zu verwandeln. Viel Platz für Gedanken, Notizen, Bilder und Ultraschallbilder.

Produktinformation

Hier geht’s zum Produkt: Schwangerschaftstagebuch: Anne Geddes*

2. Odernichtoderdoch: Das Tagebuch für Schwangere*

Im Schwangerschaftstagebuch von „Odernichtoderdoch“ kannst Du alle wichtigen Momente Deiner Schwangerschaft festhalten. Das Tagebuch begleitet Dich durch alle Höhen und Tiefen, die man auf dem Weg zum Mamasein durchläuft. Du kannst alle Deine wertvollen Erinnerungen aufschreiben und für die Ewigkeit konservieren. Neben den „harten Fakten“ wie Gewicht, Bauchumfang und Gelüsten, kannst Du auch alle Deine Gefühle dokumentieren. Und davon hat man in der Schwangerschaft so Einige 🙂 Und weil man auch mal gerne unter Schwangerschaftsdemenz leidet, bietet Dir das Schwangerschaftstagebuch von „Odernichtoderdoch“ Platz für To-Do-Listen und Notizen. Und auch nach der Geburt begleitet Dich dieses Tagebuch für Schwangere noch, denn Du findest auch Platz für Kinderlieder und Deinen ganz persönlichen Geburtsbericht. Solltest Du also irgendwann, in den nächsten Jahren nach der Geburt, mal ein paar ungestörte Minuten haben ;-), kannst Du Deine ganze Schwangerschaft noch einmal erleben. Ein tolles Buch!

Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: k. A.
  • Verlag: k. A.
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: k. A.
  • ASIN: B07G9GHMMC
  • Größe und/oder Gewicht:24,2 x 17,6 x 2 cm

Hier geht’s zum Produkt: Odernichtoderdoch: Das Tagebuch für Schwangere*

3. Mein Schwangerschaftstagebuch: Ein kleines Wunder wächst heran*

Das Schwangerschaftstagebuch vom Groh Kreativteam ist auf 144 Seiten wirklich etwas ganz Besonderes. Ganz im angesagten Bullet-Journal-Style ist es auch was fürs Auge. Ich war sofort verliebt in das DIN-A4 Tagebuch für Schwangere. Da schreibt man wirklich gerne seine Gefühle, Emotionen und auch Ängste auf. Von allem hat man in der Schwangerschaft ja genug 😀 Im Erinnerungsbuch an die Schwangerschaft hast Du ausreichend Platz für alles, was wichtig ist: persönliche Eintragungen, Ultraschallbilder und Fotos. Natürlich findest Du darin auch alle nötigen Informationen über Deine aktuelle Schwangerschaftswoche und über den Entwicklungstand Deines Kindes. Auch bei der Namenssuche ist das Groh Kreativteam behilflich. Und weil man ja auch beim Listenschreiben Hilfe braucht, bietet das Schwangerschaftstagebjuch auch eine praktische Hilfe für das Packen der Krankenhaustasche. Ein echter Pluspunkt: das Papier ist FSC-zertifiziert, also gut für die Umwelt. Zudem lässt es sich super mit dem Füller beschreiben, die Buchstaben verlaufen nicht. Und weil das alles noch nicht genug ist, findest Du auch wunderschöne Zitate zu Deiner Schwangerschaft.

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4. So schön schwanger. Mein Schwangerschafts-Tagebuch*

Silke Schmidt, Illustratorin von diesem wirklich coolen Schwangerschaftstagebuch, hat es geschafft, einen Platz für alle wertvollen Erinnerungen zu schaffen. Du hast genügend Platz um alle persönlichen Erinnerungen festzuhalten: Deine seltsamsten Gelüste, Deine größten Ängste und Deine schönsten Hoffnungen. All das kannst Du in diesem Tagebuch für Schwangere festhalten. Silke Schmidt hat auch daran gedacht Platz zu schaffen für die Namenssuche, Gefühlsschwankungen, die Lieblingsmusik Deines Babys im Bauch und vieles mehr. Natürlich kannst Du ach alle Ultraschallbilder einkleben und hast Platz für weitere Fotos. Was ich persönlich hier sehr charmant finde: die Bilder sind witzig gemacht, mal was anderes 🙂

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5. mintkind: Das Schwangerschaftstagebuch Hardcover*

Mein persönlicher Favorit: das Schwangerschaftstagebuch von mintkind. Ich habe einige Sachen von mintkind und liebe sie! Wer die Marke kennt, der weiß, dass es sich hier um ein sehr liebevoll gestaltetes Tagebuch für Schwangere handelt. Auf 160 Seiten hast Du viel Platz für alles, was Du aufschreiben möchtest: wirre Gefühle, schräge Essensgelüste, Ängste, Sorgen und Nöte. Da staut sich ja oft einiges an 🙂 Das DIN-A5 Hardcover-Buch bietet Dir zudem Platz für Deine Ultraschallbilder und weitere Fotos, die Du während Deiner Schwangerschaft gemacht hast. Ich finde das Schwangerschaftstagebuch von mintkind ist ein Must-Have 🙂

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6. Jetzt wird’s rund!: Mein Schwangerschafts-Tagebuch*

Wer gerne etwas kreativer ist, der ist mit dem Schwangerschaftstagebuch von der Illustratorin Susanne Schiefelbein gut beraten. Viele Bilder, teilweise zum Ausmalen, Nachmalen und Reinschreiben machen dieses Tagebuch für Schwangere sehr süß. Auf 128 hast Du viel Platz, für alles, was wichtig ist: Bauchumfang, Schlaf- und Essgewohnheiten, Gefühle, Sorgen und Ängste. Sehr praktisch: es gibt ein Gummiband und einen Stifthalter, so kannst Du jederzeit Deine Gedanken aufschreiben und nichts fällt raus. Das Tagebuch wirkt zwar insgesamt etwas kindlich, aber ich finde es trotzdem ziemlich süß.

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7. Ich werde Mama!: Mein Schwangerschaftstagebuch*

Der Coppenrath Verlag hat auf 128 Seiten ein wundervolles Tagebuch für Schwangere gemacht. Ebenfalls im trendy Bullet-Journal-Style und mit Candy-Colors trifft es nicht nur optisch den Zahn der Zeit, sondern bietet auch genügend Platz, für alles, was wichtig ist. Gespickt mit wichtigen Informationen über alle 40 Schwangerschaftswochen enthält es außerdem wichtige Tipps zu Ernährung, Sport und Beauty. Natürlich findest Du auch hier alles über den Entwicklungsstand Deines Babys, hast Platz für Fotos und Ultraschallbilder. Ich finde das Schwangerschaftstagebuch wirklich gelungen und kann es Dir wärmstens empfehlen.

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8. myNOTES Oh Baby!: Mein Tagebuch für die Schwangerschaft*

Das 128-seitige Schwangerschaftstagebuch von Marielle Enders ist ein echtes Herzstück mit Hardcover. Die Düsseldorferin, die visuelle Kommunikation studierte, hat ein kleines Kunstwerk geschaffen. Nicht verwunderlich, dass einige ihrer Arbeiten unter anderem vom Art Directors Club, red dot und Type Directors Club New York ausgezeichnet wurden. Damit Du den Zauber und die Vorfreunde in der Schwangerschaft festhalten kannst, bietet Dir dieses Tagebuch für die Schwangerschaft genügend Platz. Klebe Ultraschallbilder und Babybauchfotos ein, notiere Dir, wie gut oder auch schlecht Du schlafen kannst. Und halte fest, wie es Dir geht. Neben viel Platz für Notizen findest Du in diesem Erinnerungsbuch für Schwangere auch tolle Anregungen für Listen, zum Beispiel für Babynamen. Weitere Pluspunkte: ein Leseband, FSC-Papiert, moderne und liebevolle Gestaltung, hochwertiges Papier, kein Verlaufen von Tinte.

Produktinformation

  • Unbekannter Einband
  • Verlag: arsEdition (13. März 2019)
  • Sprache: Deutsch
  • ASIN: B07KLRS893
  • Größe und/oder Gewicht: 15 x 1,8 x 21,5 cm

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9. Mein Schwangerschaftstagebuch – Erinnerungsalbum für werdende Mütter*

Das Schwangerschaftstagebuch von „Maan Amsterdam“ hat nicht nur ein echt moderndes Design, es kommt auch mit einem super-tollen Extra: Du musst nicht selbst überlegen, was Du schreiben sollst, Du kannst einfach die Fragen im Buch beantworten. Zum Beispiel, wie Du Dich fühlst, wie die Untersuchungen waren und vieles mehr. Zudem bekommst Du wertvolle Tipps einer Hebamme und praktische Tipps (zB zum Einrichten des Kinderzimmers). Natürlich hast Du trotzdem Platz für eigene Notizen, Fotos und Ultraschallbilder. Sogar die Geburtskarte kannst Du einkleben. Und was ich ganz toll an diesem Tagebuch für Schwangere finde: etwas weiter hinten findest Du Checklisten und noch mehr Platz für wichtige Daten. Rundum ein gelungenes Buch. Das feste 200-Gramm-Papier sorgt für eine super Haptik und harmoniert mit fast jedem Stift. Die zarten Pastelltöne sind zudem auch gerade total angesagt, ich bin ihnen ja total verfallen 🙂 Schöne Sprüche und süße Illustrationen runden das Schwangerschaftsjournal ab. Weiterer Pluspunkt: das Design ist geschlechtsneutral.

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10. Mein Tagebuch für die Schwangerschaft*

Zuletzt noch ein Schwangerschaftstagebuch vom GU-Verlag. Als werdende Mama kannst Du Deine Gedanken aufschreiben und Woche für Woche festhalten, was mit Dir und Deinem Körper spannendes passiert. Auch Sorgen, Ängste, Nöte und Hoffnungen finden hier genügend Platz. Für jede der 40 Schwangerschaftswochen gibt eine schön gestaltete Doppelseite. Ich finde dieses Schwangerschaftsjournal ganz hübsch, wenngleich mir auch ein bisschen der moderne Touch fehlt. Aber die Illustrationen sind wirklich süße und es macht Spaß darin seine Gedanken festzuhalten

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Jede Schwangerschaft ist ein ganz besonderes Erlebnis. Sobald Du davon erfährst, ändert sich Dein Leben – und oft auch das Deines Partners. Viele werdende Mütter möchten diese emotionale und ereignisreiche Zeit für sich, das wachsende Baby und die Nachwelt festhalten. Natürlich könntest Du einfach ein leeres Buch kaufen oder einzelne Zettel mit besonders wichtigen Erinnerungen beschriften. Aber schnell wird dabei etwas vergessen oder einzelne Notizen gehen gar verloren. Um das zu verhindern haben wir hier genau das Richtige für Dich: Unser Tagebuch – So schön schwanger begleitet Dich während Deiner gesamten Schwangerschaft. Es beginnt mit dem Moment, in dem Du Dich zum ersten Mal schwanger fühlst und endet nach der Geburt. Eingeteilt in acht Kapitel kannst Du für alle Schwangerschaftsabschnitte die wichtigsten Ereignisse festhalten. Dabei sind nicht nur Dein Gewicht und der Bauchumfang einzutragen. Es ist ebenso Platz, um Deine besonderen Gelüste, Deine Gefühle und auch die Reaktionen Deines Partners, der Familie und der Freunde aufzuschreiben. Wann haben Dir Deine Klamotten nicht mehr gepasst? Wann hast Du Dein Baby zum ersten Mal so richtig auf dem Ultraschallbild erkannt? Wie war der Abschied von Deinen Kollegen? Zu welcher Tageszeit bewegt sich das Baby am meisten? In den Wochen 37 bis 40 kannst Du letzte Vorbereitungen und Wünsche für Dein Kind eintragen und ganz am Ende gibt es noch einige Seiten, um die ersten Erlebnisse mit dem Neugeborenen aufzuschreiben und erste Fotos einzukleben.
Nach und nach entsteht so ein prall gefülltes Buch mit Fotos und Erzählungen von allen bedeutenden Phasen der Schwangerschaft. Beim späteren Durchblättern alleine, mit Deinem Partner und später auch mit Deinem Kind, kannst Du detailgetreu auf diese spannenden 40 Wochen zurückblicken und in schönen, besonderen Erinnerungen schwelgen. Deine ganz persönlichen Texte kombiniert mit den liebevoll gestalteten bunten Seiten voll lustiger und niedlicher Zeichnungen ergeben ein Tagebuch, das nicht nur ein wunderschönes Andenken für Dich ist. Es ermöglicht Dir auch einen Vergleich zu Deiner nächsten Schwangerschaft und ist ein wirklich einzigartiges Geschenk, über das sich Dein Sohn oder Deine Tochter in einigen Jahren sicherlich sehr freuen wird. Alles in allem ist dieses Buch also ein ganz persönliches und kreatives Geschenk für schwangere Frauen, das auch noch Jahre später für lustige und sentimentale Momente sorgen kann.
Produktinfos:

  • Tagebuch – So schön schwanger
  • Schwangerschaftsbuch zum Ausfüllen
  • Für Erinnerungen an die Schwangerschaft
  • Liebevoll und bunt gestaltet mit niedlichen Zeichnungen
  • Konzept und Text von Heike Bräutigam
  • Mit Illustrationen von Silke Schmidt
  • 86 Seiten
  • Verlag: Kunstmann, 2009 (6. Auflage)
  • Hardcover
  • Maße: ca. 23,8 x 17,4 x 2,0 cm
  • Gewicht: ca. 412 g

SSW 1‑2

1. & 2. SSW: Das verändert sich bei Ihnen

Obwohl es noch keine befruchtete Eizelle gibt, bereitet sich Ihr Körper in der ersten und zweiten Schwangerschaftswoche auf eine mögliche Schwangerschaft vor.

1. SSW: Gebärmutter bereitet sich vor

Die Gebärmutterschleimhaut muss dick und gut genug durchblutet sein, damit sich die befruchtete Eizelle einnisten kann. Deshalb wird in der ersten Schwangerschaftswoche durch die Regelblutung die alte Schleimhaut entfernt und neu aufgebaut.

2. SSW: Eisprung

Schwanger sind Sie auch jetzt noch nicht. Allerdings nähern Sie sich nun der Mitte des Menstruationszyklus – die fruchtbare Phase beginnt. Das heißt, gegen Ende der zweiten Schwangerschaftswoche – also etwa 14 Tage nach Beginn der letzten Regelblutung – erfolgt der Eisprung (Ovulation):

Der Hypothalamus im Gehirn gibt der Hirnanhangdrüse (Hypophyse) das Signal, das follikelstimulierende Hormon (FSH) und das Luteinisierende Hormon (LH) ins Blut auszuschütten. Diese ördern die Reifung der Eibläschen (Follikel) in den Eierstöcken. Für gewöhnlich reift aber pro Zyklus nur ein Follikel voll aus. Beim Eisprung platzt dieses Follikel an der Oberfläche des Eierstocks und entlässt die befruchtungsfähige Eizelle. Sie wird vom Eileiter aufgenommen und wandert über diesen langsam hinunter in die Gebärmutter.

Manche Frauen spüren den Eisprung als leichtes Ziehen. Ebenfalls ein guter Indikator ist die Konsistenz des Zervixschleimes, die Sie mit der Billings-Methode messen können. Entscheidend ist hier, dass der Schleim, den Sie einfach mit einem Finger aus der Vagina abstreifen, Fäden zieht.

Den ungefähren Zeitpunkt, wann ein „Ei reif ist“, können Sie auch mit einem Ovulationstest aus der Apotheke feststellen. Dabei wird mit einem Teststreifen die Konzentration des Hormons LH im Urin gemessen. Diese steigt etwa 24 bis 36 Stunden vor dem Eisprung deutlich an.

Halsschmerzen in der Schwangerschaft

Das Immunsystem stärken

Erkältungskrankheiten mit Halsschmerzen stellen in der Schwangerschaft keine Seltenheit dar. Da das Immunsystem in erster Linie mit dem Schutz des Kindes beschäftigt ist, haben Viren und Co. in dieser Zeit leichtes Spiel. Umso wichtiger ist es, folgende vorbeugende Maßnahmen zu ergreifen, um das Immunsystem zu stärken:

  • Trinke ausreichend Flüssigkeit, am besten in Form von Wasser oder ungesüßten Tees.
  • Vermeide Stress, denn dieser macht Deinen Körper anfälliger für Krankheiten.
  • Bleibe auch in der Schwangerschaft sportlich aktiv. Um Halsschmerzen und Co. gar nicht erst aufkommen zu lassen, ist viel Bewegung an der frischen Luft zu empfehlen.
  • Eine gesunde und ausgewogene Ernährung ist das A und O – in jeder Lebenslage. Besonders häufig sollten Obst und Gemüse auf dem Speiseplan stehen.

Achte außerdem darauf, dass während der Schwangerschaft und Stillzeit ein erhöhter Nährstoffbedarf besteht. Für die Entwicklung des Babys spielen bestimmte Bestandteile der Nahrung wie Folsäure oder Jod eine wichtige Rolle. Wer diese über die Nahrung nicht ausreichend decken kann, sollte mit seinem Arzt über Nahrungsergänzungsmittel sprechen.

Schwangerschaft

Ich bin schwanger! Dieser Satz löst nicht nur enorme Freude aus, auch stellen sich schnell viele Fragen und oft bekommt man auch etwas Angst. Wie wird die Schwangerschaft verlaufen? Worauf muss ich alles achten? Wie bereite ich mich optimal auf die Geburt vor? Fragen über Fragen häufen sich in Deinen Gedanken. Aber keine Panik! Gerne helfen wir Dir mit vielen Infos und Artikeln rund um Schwangerschaft, Babys, Geburt und Co.

Was bedeutet Schwangerschaft?

Als Schwangerschaft versteht man die Zeit zwischen der Befruchtung der Eizelle im Körper einer Frau und die Geburt des Babys. Durchschnittlich dauert sie etwa 38 Wochen. Nach der Befruchtung bis zur 8. Schwangerschaftswoche wird das wachsende Kind als Embryo bezeichnet. Ab der neunten SSW bilden sich die inneren Organe aus und die Bezeichnung Fetus wird verwendet.

Erste Anzeichen einer Schwangerschaft

Spätestens wenn die Regelblutung ausbleibt, kann dies als erstes Anzeichen einer Schwangerschaft gedeutet werden. Hier kann ein Schwangerschaftstest schnell für Gewissheit sorgen. Zwei Tage nach dem Ausbleiben kann ein Urintest meist schon die Frage nach der Befruchtung beantworten. Handelsübliche Schwangerschaftstests sind meist bis zu 99% sicher. Auch körperliche Anzeichen wie Übelkeit, Heißhunger, Ziehen in den Brüsten, Müdigkeit und häufiger Harndrang sind oft die ersten Boten der hormonellen Umstellung. Da die Schwangerschaftsanzeichen von Frau zu Frau verschieden sind, sollte ein Arzt die Vortests mit Blutuntersuchung und Ultraschall komplett bestätigen.

Verlauf der Schwangerschaft

Äußerlich verändert sich der Körper in den ersten Schwangerschaftswochen noch nicht sehr viel. Doch mit dem Augenblick der Befruchtung ändern sich die Hormonverhältnisse im gesamten Organismus. Der Körper der Frau passt sich in kurzer Zeit den neuen Anforderungen an. So stellt das mütterliche Blut alle notwendigen Nährstoffe für die Bildung des Mutterkuchens bereit. Um den wachsenden Embryo versorgen zu können, erhöht sich der Stoffwechsel der Frau um etwa 20%. Auch ihr Blutplasma nimmt zwischen 30 und 40% zu.

Nicht nur körperlich, auch gefühlstechnisch werden einige Änderungen auf Dich zukommen. Zunächst produziert die Plazenta mit den Eierstöcken unterschiedliche Hormone. Östrogen, HCG und Progesteron regulieren verschiedene körperliche Vorgänge, lösen aber gleichzeitig eine Reihe Gefühle aus. So sind Gefühlsschwankungen und ständiges Auf und Ab völlig normal – aber oft anstrengend. Aber keine Sorge: Meist stabilisiert sich die hormonelle Situation im zweiten Schwangerschaftsdrittel und Du wirst wieder ausgeglichener.

Im zweiten Schwangerschaftsabschnitt verschwinden meist auch Übelkeit und Heißhunger. In Verbindung mit der Hormonstabilisierung wird diese Zeit meist als sehr angenehm empfunden. Auch das Risiko einer Fehlgeburt ist nun wesentlich geringer und viele Frauen können sich jetzt besser entspannen. Hinzu kommen die ersten Bewegungen des Fötus. Spontane Bewegungen von Kopf, Armen und Beinen lassen das Mutterherz gleich leuchten.

Bis zum dritten Schwangerschaftsabschnitt sind nun schon deutliche Veränderungen eingetreten. Die große Kugel und die größeren Brüste bringen schon mal Rücken-, Fuß- und Gelenkschmerzen mit sich. Zusätzliches Gewicht ist auch durch Wassereinlagerungen in Armen und Beinen bedingt. Das Baby ist jetzt zwar noch nicht ausgereift, könnte aber unter Umständen als Frühchen bereits überleben.

Im letzten Trimester hat Dein Baby ein Gewicht zwischen 2,5 und 3 Kilo. Du hast wahrscheinlich etwa 10 bis 15kg zugenommen. Gegen Ende der 36. SSW tritt der Kopf des Kinds in das kleine Becken ein und die Gebärmutter senkt sich nach unten. Nun hat das Kind bereits die richtige Geburtslage mit dem Kopf nach unten. Da Dein Nachwuchs nun weniger Platz hat, fallen ihm Drehungen, Tritte und Bewegungen wesentlich schwerer.

In den Wochen vor der Schwangerschaft nimmt das Baby an Gewicht zu und wiegt in der Regel zwischen 2800g und 4000g. Meist misst ein gesund entwickeltes Kind bei der Geburt ca. 48cm bis 54cm. Die Geburt kündigt sich mit dem Einsetzen der Eröffnungswehen an. Diese sind daran zu erkennen, dass etwa alle 10 Minuten über einen Zeitraum von einer bis zwei Stunden Wehen mit der Dauer von 30 bis 60 Sekunden auftreten.

Beschwerden in der Schwangerschaft

Da sich die Gebärmutter im Verlauf der Schwangerschaft immer weiter dehnt, haben andere Organe weniger Platz. So auch der Magen- und Darmtrakt. Die Folgen sind häufig Magen- und Verdauungsprobleme wie Völlegefühl und saures Aufstoßen. Auch Hormone spielen zusätzlich eine Rolle. Gegen Sodbrennen kann morgens ein Stück Zwieback helfen, sowie gelegentlich ein paar Mandeln zu kauen. Neben Pflaumen- und Apfelsaft regen auch Spaziergänge die Darmtätigkeit an.

Um den Bauch auszugleichen gehen viele Frauen sehr ins Hohlkreuz. Hier kann das richtige Verhältnis zwischen Bewegung und Entspannung mögliche Rückenschmerzen vorbeugen. Besonders bieten sich Gymnastik und Schwimmen für eine schnelle Minderung an. Zurzeit werden auch Yogakurse speziell für Schwangere angeboten. Auch können Stillkissen zum Schlafen verwendet werden. Dadurch kann die perfekte Schlafposition ausgerichtet werden.

Schwangerschaftsstreifen

Während der Schwangerschaft verändert sich der Körper enorm und häufig bleiben später Spuren dieser Zeit. Bei Schwangerschaftsstreifen handelt es sich um Dehnungsblutergüsse, die bei einer schnellen Gewichtszunahme auftreten. Um diese vorzubeugen empfiehlt sich eine gesunde Ernährung, um nicht sehr schnell zuzunehmen. Außerdem kann die Haut durch Ölmassagen, regelmäßige Bewegung und Kalt-Warm-Reize unterstützt werden. Trockene Haut neigt eher zum Einreißen als eine, die gut mit Feuchtigkeit ausgestattet ist.

Auch nach der Schwangerschaft helfen Pflegeprodukte, die Haut wieder zu beruhigen. Allerdings können Dehnungsstreifen ohne Eingriffe nur in Maßen zurückgebildet werden. Bei extremen Überdehnungen können dann Laserbehandlungen, Mikrodermabrasion und Micro-Needling helfen. Für eine umfangreichere Information kannst du den Artikel Schwangerschaftsstreifen – was kann ich dagegen tun lesen.

Ernährung in der Schwangerschaft

Die Faustregel besagt, dass der Frauenkörper in der Schwangerschaft im Durchschnitt etwa 250 Kalorien täglich mehr benötigt als zuvor. Dies bedeutet aber auch, sich nicht jeden Tag einen Burger oder eine Pommes zu essen. Denn „für 2 essen“ sollte nicht für 2 Erwachsene stehen und wird gerne als Ausrede für eine fett- und zuckerhaltige Ernährung benutzt.

Daher ist die beste Möglichkeit, sich nach wie vor gesund zu ernähren und lediglich rund 250 Kalorien zusätzlich aufzunehmen. Viel Obst und Gemüse versorgt Dich und Dein Baby rundum. Fertigprodukte und verarbeitete Nahrungsmittel sollten dagegen vermieden werden, da sie kaum über Nährstoffe verfügen. Wenn Frau aber besonders Lust auf etwas ganz Bestimmtes hat, was vielleicht aber nicht in die sonst gesunde Ernährungsweise passt: Iss es trotzdem! Du musst nicht auf Gelüste und die Befriedigung verzichten. Iss auf was du Lust hast – nur eben in Maßen und nicht durchgehend. Lediglich auf Innereien, nicht durchgegartes Fleisch, rohe Eier und roher Fisch und nicht pasteurisierte Milchprodukte sollte immer verzichtet werden. Durch regelmäßige Blutkontrollen kann Dir Dein Arzt stets mitteilen, ob Du genug Nährstoffe und Mineralien zu Dir nimmst.

Übrigens ist eine vegetarische oder vegane Ernährung in der Schwangerschaft genauso möglich. Du musst nur ein paar Dinge mehr beachten. Lese dazu den ausführlichen Artikel hier.

Gesundheit in der Schwangerschaft

Untersuchungen

Damit es Dir und Deinem Kind immer rund um gut geht, gibt es einige Untersuchungen, die dies sicherstellen können. Vorsorgechecks und zusätzliche Tests kann man beim Frauenarzt durchführen lassen. Bei Blutuntersuchungen können besonders Mangelerscheinungen und Erreger diagnostiziert werden. Diese Tests gehören zur Routineuntersuchung und sind kostenlos.

In der Regel werden alle 4 Wochen gynäkologische Untersuchungen durchgeführt. Durch vaginale Untersuchungen, Gewichtsmessungen, Kontrollen der kindlichen Herztöne, Blutdruckmessungen und Urin Tests gehören zum Standartprozedere. So können Schwankungen im Gesundheitszustand der Mutter und des Kindes überwacht werden.

Auch gehören die Ultraschalluntersuchungen zur Routine während der Schwangerschaft. Hier steht besonders die Gesundheit und Entwicklung des Kindes im Vordergrund. Auch kann zu Beginn die Schwangerschaft bestätigt werden. Später erkennt man auch das Geschlecht des Babys.

Durch rohes Fleisch, ungewaschenes Gemüse und Katzen können Toxoplasmose-Erreger übertragen werden. Ein Test kann Schäden beim ungeborenen Kind hervorrufen, während eine Infektion bei Erwachsenen meist unbemerkt bleibt. Dieser Test kostet meist 50€ und führt zu weiteren Untersuchungen, da das Ergebnis nicht aussagekräftig genug ist.

Ein kostenloser Zuckertest wird der Frau um die 22. Schwangerschaftswoche angeboten, um Schwangerschaftsdiabetes auszuschließen.

Genetische Veränderungen können durch Fruchtwasseruntersuchungen festgestellt werden. Hier belaufen sich die Kosten allerdings auf etwa 300 bis 500€ und stellen ein Risiko für das Kind da. Die Entnahme kann das Baby verletzen und im schlimmsten Fall zu einer Fehlgeburt führen. Allerdings liegt hier das Risiko bei 0,5%.

Bei der Nackentransparenzmessung kann zwischen der 11. Und 14. SSW Flüssigkeit in der Nackenregion des Kindes gemessen werden. Hier kann man unter Umständen feststellen, ob das Kind eine Chromosomenstörung, wie Trisomie 21 hat. 100 bis 250€ kostet diese Untersuchung.

Wasser in den Beinen

Während der Schwangerschaft leiden werdende Mütter häufig unter Wassereinlagerungen. Ödeme kommen besonders in den Beinen vor. Frauen, die viel sitzen oder stehen, bemerken die Einlagerungen häufig am Ende des Tages oder bei warmen Wetter. Unterschenkel, Knöchel und Füße können hierbei sehr anschwellen. Auch in Gesicht, Händen und Armen können Wassereinlagerungen auftreten.

Meist sind Wassereinlagerungen in der Schwangerschaft völlig normal und kein Grund zur Sorge. Durch Hormone werden Blutgefäße geweitet und sind dann lockerer als zuvor. Da das Blutvolumen während der Schwangerschaft steigt, muss dies auch durch den Körper gepumpt werden. Da tut sich der Körper schon mal etwas schwerer, das Blut aus den unteren Regionen wieder hoch zu pumpen. So setzt sich im Bindegewebe zusätzlich Flüssigkeit ab. Daher kann es auch zu Krampfadern und Besenreißern kommen.

Vermeiden könnt ihr die unangenehmen, aber meist ungefährlichen Einlagerungen, indem ihr nicht zu lang sitzt oder steht. Treten allerdings noch weitere Beschwerden wie hoher Blutdruck, Kopfschmerzen, Schwindelattacken und Augenflimmern auf, sollte unbedingt eine ärztliche Untersuchung ausgemacht werden. Diese Anzeichen deuten auf eine Schwangerschaftsvergiftung.

Auf Entwässerungskuren und salzarmer Ernährung, sowie Medikamente sollten Schwangere verzichten. Eine gesunde Schwangerschaft zeichnet sich durch eine nährstoffreiche Ernährung aus mit hoher Flüssigkeitszufuhr. Durch Kuren werden Mutter und Kind häufig Nährstoffe entzogen und sind somit nicht für Schwangere geeignet.

Nach der Geburt

Die ersten Stunden nach der Geburt sind meist überwältigend für die frischgebackenen Eltern. Besonders nach der Anstrengung der Geburt ist das Halten des Babys für die Mutter ein ganz bedeutender Moment. Bereits im Kreissaal haben sie den ersten Kontakt außerhalb des Körpers. Das Baby muss sich nach dem warmen, schützenden Körper der Mutter erst einmal an die neuen Gegebenheiten wie Schwerkraft, Licht, Kälte, Hunger und Durst gewöhnen. Damit sich die Lungenbläschen richtig entfalten, sind zunächst ein paar Atemzüge notwendig.

Meist legt die Hebamme noch vor oder direkt nach dem Abnabeln das Baby auf die Brust der Mutter. Mit einem warmen Tuch bedeckt kann es den gewohnten Herzschlag der Mutter hören, die Wärme spüren und bereits jetzt eine innige Bindung außerhalb des Körpers aufbauen. Meist sind die vorher erlebten Schmerzen der Geburt in diesem Moment so zweitrangig, dass sie nicht mehr als so schlimm empfunden werden. Mutter und Kind können sich nun das erste Mal nach dem Geburtserlebnis ausruhen.

Mit der Nabelklemme wird die Schnur zwischen Kind und Mutter durchtrennt. Aus ein paar Tropfen Blut aus der Nabelschnur wird dann der PH-Wert des Kindes ermittelt und informiert über die Sauerstoffversorgung vor und während der Geburt.

Arzt und Hebamme überprüfen dann den gesundheitlichen Stand des Babys. Dabei wird die Atmung, der Herzschlag, Muskel- und Bewegungsfunktionen und Reflexe überprüft. Nun hat die Familie einige Momente für sich und einem ersten Kennenlernen mit Papa steht nichts entgegen.

Die Hebamme nimmt dann das Baby nochmal genauer unter die Lupe. Sie überprüft Gesichtsmerkmale, Körperproportionen und Schädelnähte. Weiterhin tastet sie Brust, Bauch und Wirbelsäule ab, zählt Finger und Zehen und schaut sich Geschlechtsorgane und Darmausgang an. Nachdem der Schädelumfang gemessen und die Greifreflexe getestet sind, bekommt das Baby ein Namensschild ums Handgelenk und schon geht es zurück zur neuen Familie. Beim Baden und Anziehen darf oftmals der Vater helfen, während sich die Mutter noch ausruhen kann. In der Regel bleiben Mutter und Kind noch ein bis zwei Stunden zur Beobachtung im Kreißsaal. Die Hebamme gibt jetzt meist noch ein paar Tipps, z.B. zum richtigen Stillen. Wenn es Mutter und Kind gut geht, spricht nichts dagegen, nach der Geburt nach Hause zu fahren. Außer wenn das Baby per Kaiserschnitt geboren wurde, sollten Ärzte die Entscheidung zur Entlassung treffen.

Und damit ist die Schwangerschaft komplett abgeschlossen und Eurem Familienleben steht nichts mehr entgegen.

Schwangerschaft: Dauer, Tests, Ernährung

Die Schwangerschaft ist eine spannende Zeit, die von vielen Frauen sehr bewusst und intensiv erlebt wird. Was dabei der Reihe nach passiert, wie sich der Körper verändert und auf was Sie bei der Ernährung achten sollten, erfahren Sie im folgenden Beitrag.

Übersicht

Mit zwei Zellen fängt es an

Eine Schwangerschaft beginnt definitionsgemäß mit der Vereinigung von Ei- und Samenzelle und umfasst in der Regel einen Zeitraum von 40 Wochen bzw. 10 Monaten nach der letzten Menstruation. Der Embryo bzw. Fötus, so wird er ab der 9. Schwangerschaftswoche bezeichnet, wächst – durch Fruchtwasser und eine dicke Muskelschicht geschützt – in der Gebärmutter heran.

Sauerstoff und Nährstoffe erhält er während der gesamten Schwangerschaft von der Plazenta, mit der er über die Nabelschnur verbunden ist. Die Plazenta ist dabei nicht nur für die Ernährung des Embryos zuständig, sie transportiert auch Schad- und Stoffwechselprodukte ab und produziert für die Schwangerschaft wichtige Hormone. Diese sind nicht nur für den Aufbau und den Erhalt der Schwangerschaft wichtig, sondern unterstützen auch die Anpassung der Mutter an die veränderte Körpersituation.

Nach drei Monaten ist alles angelegt

In jedem Monat der Schwangerschaft gibt es neue Meilensteine, die bei einem heranwachsenden Kind beobachtet werden können. Während in den ersten drei Monaten die meisten Organe angelegt werden, legt das Kind in den letzten drei bis vier Monaten nur noch an Größe und Gewicht zu und wäre außerhalb des Mutterleibes bereits lebensfähig.

Auch bei der werdenden Mutter passiert eine ganze Menge, um dem Kind optimale Bedingungen zu schaffen und sich auf die herannahende Geburt vorzubereiten – ein Prozess, der nicht immer nur angenehm ist.

Regelmäßige Untersuchungen

Um den Schwangerschaftsverlauf zu beobachten und mögliche Komplikationen, die im Zusammenhang mit einer Schwangerschaft auftreten können, möglichst frühzeitig zu erkennen, werden schwangere Frauen in Deutschland sehr engmaschig überwacht.

Zu Beginn finden alle vier Wochen gynäkologische Termine statt, ab der 32. Woche alle zwei Wochen; bei Überschreitung des errechneten Geburtstermins sogar alle zwei Tage. Insgesamt sieht eine schwangere Frau ihren behandelnden Arzt daher etwa 10 bis 12 Mal innerhalb einer Schwangerschaft.

Die ärztliche Vorsorge umfasst dabei eine ganze Palette verschiedener Untersuchungen. Neben der Untersuchung von Blut und Urin wird die mütterliche Gewichtsentwicklung genau festgehalten und dokumentiert, finden regelmäßig Ultraschalluntersuchungen des Kindes statt und im späteren Verlauf auch CTG-Untersuchungen, die Bewegungen und Herzschlag des Kindes sowie die Gebärmutteraktivität der Mutter aufzeichnen.

Dauer der Schwangerschaft

Schwangerschaftswochen (SSW)

Eine Schwangerschaft dauert im Durchschnitt 40 Wochen +/- 10 Tage. Dabei werden die 40 Wochen ab dem Zeitpunkt der letzten Menstruation gerechnet, was einer Gesamtdauer von 10 Monaten entspricht.

Zur Bestimmung des genauen Tages bzw. der aktuellen Schwangerschaftswoche werden abgeschlossene Wochen plus abgeschlossene Tage der laufenden Schwangerschaftswoche angegeben. Beispielsweise wird der 5. Tag der 24. Schwangerschaftswoche beschrieben mit 23+4. Wenn Sie sich also am 1. Tag der 19. Woche befinden, so wird dies mit 18+0 Schwangerschaftswochen beschrieben, da die 18. Woche abgeschlossen, jedoch noch kein ganzer Tag der 19. Woche beendet ist.

Frühgeburt und Übertragung

Frühgeburten sind Kinder, die vor dem Abschluss der 37. Schwangerschaftswoche zur Welt kommen (< 36+6), während man bei einer Geburt erst nach der vollendeten 42. SSW von einer Übertragung spricht.

Eine Schwangerschaft entsteht aus der Verschmelzung von Ei- und Samenzelle zur sogenannten Zygote. Dies geschieht in der Regel im Eileiter innerhalb von 24 Stunden nach dem Eisprung. Die Zygote wandert anschließend entlang des Eileiters in Richtung Gebärmutterhöhle und teilt sich dabei immer weiter. Nach etwa sechs Tagen kommt es zur Einnistung der jetzt als Blastozyste bezeichneten Zellansammlung und fortan zum stetigen Wachstum der werdenden Frucht.

Die Einteilung der Schwangerschaft erfolgt klassischerweise in drei Abschnitte zu je 13 Wochen bzw. etwa drei Monaten (Trimenon), in denen viele wichtige Ereignisse mit Mutter und Kind stattfinden.

1. Erstes Trimenon

Die ersten drei Monate der Schwangerschaft sind durch ein sehr rasches Wachstum des Embryos sowie die hormonelle Umstellung bei der Mutter geprägt. Dies geht mit den typischen Schwangerschaftsbeschwerden wie Übelkeit, Erbrechen, Heißhunger und Müdigkeit einher. Bereits ab der dritten Woche kommt es zu ersten körperlichen Veränderungen wie beispielsweise einer leichten Zunahme des Brustumfanges.

Da die meisten Abgänge sonographisch festgestellter Schwangerschaften um die 10. bis 12. Woche stattfinden, wird in der Regel auf eine Bekanntgabe der Schwangerschaft während des ersten Trimenons verzichtet.

a) erster Monat (SSW 3-4)

In der ersten Hälfte des ersten Monats sind Sie streng genommen noch gar nicht schwanger. Denn erst um die zweite Woche kommt es zu Eisprung und Befruchtung der Eizelle durch das Spermium. Nach einer 5- bis 6-tägigen Wanderung der Zygote in die Gebärmutterhöhle kommt es in der 3. SSW zur Einnistung der nun im Blastozystenstadium befindlichen Frucht. Die Einnistung ist nach 14 Tagen abgeschlossen und findet normalerweise in Vorder- oder Hinterwand der Gebärmutter statt.

b) zweiter Monat (SSW 5-8)

Zwischen der 5. und der 8. Schwangerschaftswoche stellt sich Ihr Körper allmählich auf die Schwangerschaft ein. Ausgelöst durch die veränderten Hormonspiegel und vor allem das beta-HCG, das durch die Fruchtanlage gebildet wird, kommt es bei 50-90% aller schwangeren Frauen zu Beschwerden wie Übelkeit und Erbrechen, Müdigkeit, Heißhunger oder Stimmungsschwankungen.

Erste Herzschläge

Die Gebärmutter beginnt bereits zu wachsen und dehnt die Mutterbänder, was zu dumpfen bis ziehenden Schmerzen im Unterleib und der Leistengegend führen kann. Im zweiten Monat bilden sich beim Embryo bereits Anlagen größerer Organe. Beispielsweise entstehen Ansätze von Gehirn und Rückenmark, aber auch von Kopf, Rumpf, Armen und Beinen. Ab der 7. Woche kann mittels Ultraschalldiagnostik ein sanfter, aber schneller Herzschlag von 140-150 Schlägen/min. nachgewiesen werden.

Am Ende des zweiten Monats ist der Embryo zwischen 9 und 15 mm lang.

c) dritter Monat (SSW 9-12)

Während sich im dritten Monat bei Ihnen äußerlich noch recht wenig von der bestehenden Schwangerschaft zeigt, tut sich innerhalb der Gebärmutter eine Menge. Feine Organsysteme wie Ohren, Augen, Finger und Zehen bilden sich aus. Auch die Anlagen der Milchzähne sind mit Abschluss des dritten Monates bereits vorhanden, und der Embryo bewegt sich erstmals. Er wiegt nun bereits 15 g und ist etwa 50-60 mm lang.

Mehr Blut, mehr Wasser

Um eine optimale Versorgung des Embryos zu gewährleisten, steigt Ihr Blutvolumen um 1,5 Liter, von etwa 5 l auf 6,5 l an, wodurch Ihr Herz schneller schlagen muss und Ihre Leistungsfähigkeit abnimmt. Es kann jetzt vermehrt auch zu Wasseransammlungen in den Beinen oder zu Krampfadern kommen. Das erhöhte Volumen im Körper kann, gemeinsam mit der wachsenden Gebärmutter, die zunehmend auf die Blase drückt, zu einem gesteigerten Harndrang sowie vermehrtem Wasserlassen führen.

a) vierter Monat (SSW 13-16)

Mit Überschreiten der 12. SSW ist für viele werdende Eltern der Zeitpunkt erreicht, die Schwangerschaft bekanntzugeben. Denn diese gilt nun als stabil.

Durch eine Umstellung der Produktion von schwangerschaftserhaltenden Hormonen vom Eierstock auf die Plazenta kommt es zum Abfall der beta-HCG-Konzentration im Blut und damit in der Regel zu einer Besserung von Übelkeit und Erbrechen. Bei sehr schlanken Frauen zeichnet sich ab der 13. Woche zudem langsam ein kleines Bäuchlein ab. Außerdem kann es, bedingt durch die hormonelle Situation, zur Ausbildung einer dunklen Linie zwischen Bauchnabel und Schambein kommen, der sogenannten Linea nigra.

In der Regel werden Sie ab jetzt etwa 250 g pro Woche zunehmen, was neben dem Wachstum von Gebärmutter, Fötus und den Brüsten auch auf die vermehrten Einlagerungen von Wasser zurückzuführen ist.

Junge oder Mädchen?

Der Fötus selbst beginnt ab dem vierten Monat rasch an Größe und Gewicht zuzulegen. Daneben bilden sich die Organsysteme weiter aus, insbesondere die Lunge und das Verdauungssystem reifen heran.

Während die Atemmuskulatur durch vermehrtes Auftreten von Schluckauf auf ihren Einsatz nach der Geburt trainiert wird, wird das Verdauungssystem bereits im vierten Schwangerschaftsmonat in Betrieb genommen. Der Fötus schluckt Fruchtwasser, das über seinen Magen-Darm-Trakt ins Blut aufgenommen und anschließend mit dem Urin wieder in das Fruchtwasser abgegeben wird. Am Tag wird das Fruchtwasser so zweimal ausgetauscht.

Am Ende des vierten Monats kommt es für viele Eltern zu einem spannenden Aspekt in der Entwicklung ihres Kindes: Die äußeren Genitalien bilden sich heraus, das Geschlecht des Fötus wird sichtbar. Am Ende des vierten Monats ist der Fötus bereits um die 10 cm lang und 100 g schwer.

b) fünfter Monat (SSW 17-20)

Der fünfte Monat markiert für viele schwangere Frauen den Beginn einer beschwerdefreien und doch ereignisreichen Zeit. Die Gebärmutter steigt in dieser Zeit bis zum Bauchnabel auf, der Fötus verdoppelt bis verdreifacht sein Gewicht, und oftmals sind zwischen der 18. und der 20. SSW die ersten Kindsbewegungen spürbar, die wie ein leichtes Kribbeln, der Schlag von Schmetterlingsflügeln oder ein sanftes Anstupsen wahrgenommen werden.

Durch das rasche Wachstum der Gebärmutter kann es im fünften Monat zu einem Ziehen in der Leistengegend sowie zu Rückenschmerzen kommen. Durch den erhöhten Bedarf an bestimmten Nährstoffen nehmen Wadenkrämpfe in dieser Zeit zu, und der Eisenspiegel fällt oftmals merklich ab.

c) sechster Monat (SSW 21-24)

Mit dem Beginn des sechsten Monats nimmt der Fötus weiter an Größe und Gewicht zu. Dies geschieht vor allem über eine Vermehrung des Unterhautfettgewebes, das bis dato nur rudimentär entwickelt war. Weiterhin bekommt der Fötus Finger- und Fußnägel sowie Haare.

Neben der Verknöcherung des Skelettes ist der sechste Monat auch von einer raschen Entwicklung des Gehirns geprägt. Dies hat zur Folge, dass das Kind beginnt, auf äußere Reite wie Stimmen, Licht oder Temperatur zu reagieren. Beispielsweise kann es durch das Trinken von kaltem Wasser aufgeweckt werden oder durch den mütterlichen Stimmklang in den Schlaf gewogen werden.

Am Ende der 24. Schwangerschaftswoche misst der Fötus etwa 25 cm und wiegt um die 500 g.

Die schönste Zeit der Schwangerschaft

Die 24. Woche stellt für viele werdende Eltern einen weiteren Meilenstein dar: Ab jetzt bestehen für das Kind auch außerhalb des Mutterleibes, wenn auch mit umfassender intensivmedizinischer Betreuung, gute Überlebenschancen.

Im sechsten Monat fühlen sich viele Frauen sehr vital und fit. Die Gebärmutter steigt etwa auf Nabelhöhe an, das Brustwachstum wird weiter fortgesetzt. Es bestehen wenige Beschwerden, das Leben mit Babybauch kann in vollen Zügen ausgekostet werden. Genießen Sie diesen Abschnitt der Schwangerschaft also ganz bewusst!

3. Drittes Trimenon

Im dritten Monat der Schwangerschaft ist der Fötus bereits sehr gut entwickelt. Er nimmt nun hauptsächlich an Größe und Gewicht zu und sammelt Kraft für die anstehende Geburt.

Für Sie hingegen wird besonders das Ende des dritten Trimenons wieder etwas anstrengender. Dafür auch umso intensiver, denn das Kind ihm Mutterleib führt nun schon sein eigenes Leben. Oftmals ist bereits die Andeutung eines Schlaf-Wach-Rhythmus erkennbar, Bewegungen und Schluckauf werden deutlicher zu spüren sein denn je.

a) siebter Monat (SSW 25-28)

Am Ende des siebten Monates wiegt der Fötus etwa 1 kg und hat eine Länge von 35 cm. Er hat nun noch relativ viel Platz, sich zu bewegen und dreht sich teilweise noch von der einen in die andere mögliche Geburtsposition. Außerdem öffnet er erstmalig die Augen und kann auf gezielte Lichtreize reagieren.

Durch die große Menge an Fruchtwasser und die sich weiter ausdehnende Gebärmutter kommt es zum Druck auf umliegende Organe, sodass sich etwa Ihre Lunge nicht mehr richtig ausdehnen kann und Kurzatmigkeit entsteht. Auch dem Magen bleibt weniger Platz, was ein schnelleres Sättigungsgefühl zur Folge hat. Durch Druck auf den unteren Rücken besteht die Gefahr von Ischiasbeschwerden und der Ausbildung von Hämorrhoiden. Besonders im Sommer kommt es weiterhin zu teilweise erheblichen Wassereinlagerungen in Armen, Händen, Beinen und Füßen.

b) achter Monat (SSW 29-32)

Auch im achten Monat legt das Kind weiter an Größe und Gewicht zu, sodass es mit dem Ende der 32. Schwangerschaftswoche etwa 40 cm lang ist und bis zu 1700g wiegt. Bei der Schwangeren kann es bereits zu ersten Übungswehen kommen. Übungswehen, auch Vorwehen genannt, sind ein erstes, schmerzloses Zusammenziehen der Gebärmutter. Vorbereitungswehen entstehen spontan, können durch Stress oder körperlicher Anstrengung aber auch provoziert werden. Dies ist dann ein Signal des Körpers, etwas langsamer zu machen und wieder mehr auf sich zu achten.

Durch den veränderten pH-Wert im Scheidengang sind Sie in diesem Monat außerdem besonders anfällig für Pilz- oder bakterielle Infektionen der Schleimhaut.

c) neunter Monat (SSW 33-36)

Vier bis sechs Wochen vor der Geburt senkt sich der Bauch langsam ab. Dies bedeutet, dass sich der kindliche Kopf im kleinen Becken einstellt und sich das Kind somit in Geburtsposition begibt. Liegt das Köpfchen im kleinen Becken, ist es für das Kind nahezu unmöglich, sich nochmals zu drehen. Zudem wird der Platz im Mutterleib durch eine weitere Größen- und Gewichtszunahme immer eingeschränkter.

Etwa 93% aller ungeborenen Kinder liegen im neunten Monat mit dem Kopf im kleinen Becken und damit in optimaler Geburtsposition, der Schädellage.

Der Bauch beginnt, sich zu senken

Ab der 35. SSW ist dann auch der letzte Reifungsprozess, die Lungenreifung des Kindes, abgeschlossen. Das Kind ist am Ende des neunten Monates etwa 45 cm lang und wiegt knapp 3 kg.

Durch das Absenken des Bauches bekommen Ihr Magen und Ihre Lunge wieder etwas mehr Platz, sodass Atmung und Nahrungsaufnahme leichter fallen. Bei vielen Frauen treten im neunten Monat Schlafstörungen auf, die als Vorbereitung auf die Nächte mit Kind angesehen werden können.

d) zehnter Monat (SSW 37-40)

Bis zum Ende der Schwangerschaft werden Sie durchschnittlich 10-15 kg an Gewicht zugenommen haben. Kurz vor der Geburt kommt es bei vielen schwangeren Frauen zu einer Stagnation der Gewichtszunahme oder sogar zu einem leichten Gewichtsverlust. Vorwehen treten nun mit einer größeren Regelmäßigkeit auf und können bereits ein leichtes Ziehen verursachen.

In den letzten vier Wochen der Schwangerschaft nimmt das Kind bis zu 300 g pro Woche an Gewicht zu, sodass es am Ende der Schwangerschaft zwischen 3 und 4 kg wiegt und um die 50 cm lang ist. Der Durchmesser des kindlichen Kopfes beträgt etwa 10 cm.

4. Geburt

Die Schwangerschaft endet mit der Geburt des Kindes um die 40. Woche nach der letzten Regelblutung. Nur etwa 3-4% aller Kinder kommen dabei zum Termin zur Welt, die meisten Babys werden in dem Zeitraum von etwa 10 Tagen vor bis 10 Tage nach dem Termin geboren.

Bei vielen werdenden Müttern kündigt sich die nahende Geburt durch bestimmte Symptome an. Hierzu zählen unter anderem der Abgang eines blutig-tingierten Schleimpfropfes (sogenannte Zeichnungsblutung), Erbrechen, Übelkeit oder Durchfall, oder auch das Platzen der Fruchtblase (sogenannter vorzeitiger Blasensprung).

Nach dem Beginn der ersten muttermundwirksamen Wehen bis zur Geburt des Kindes vergehen bei Erstgebärenden im Schnitt um die 12 bis 14 Stunden, wobei die ersten 12 Stunden durch Eröffnungswehen dem Öffnen des Muttermundes auf ca. 10 cm dienen und die restlichen 1 bis 2 Stunden der Austreibung des Kindes mittels Presswehen.

Schwangerschaftstests

Die Feststellung einer Schwangerschaft kann auf unterschiedliche Weisen erfolgen. Die gängigste Methode ist der Schwangerschaftstest, der selbst durchgeführt werden kann. Dieser misst ein bestimmtes Hormon im Urin, das sogenannte beta-HCG, das durch die heranwachsende Furcht im Mutterleib produziert wird und besonders im konzentrierten Morgenurin in größeren Mengen vorkommt.

Verfärbung beider Streifen = schwanger

Gängige Schwangerschaftstests sind in der Apotheke oder in Drogeriemärkten erhältlich und können erst nach dem Ausbleiben der Regel angewendet werden. Nachdem der Teststreifen des Schwangerschaftstests mit Urin benetzt wurde, zeigt er innerhalb von 40 Sekunden bis 10 Minuten das Ergebnis an.

Einfache Tests bestehen aus zwei Streifen, von denen sich im Falle einer Schwangerschaft beide anfärben. Modernere Testvarianten können auf einem digitalen Anzeigefeld bereits relativ genau die Schwangerschaftswoche angeben.

Zur Sicherheit zum Gynäkologen

Herkömmliche Schwangerschaftstests sind, wenn sie richtig angewendet werden, relativ sicher. Anders verhält es sich hingegen mit Frühtests, die bereits einige Tage vor der erwarteten Regelblutung durchgeführt werden können. Diese Tests liefern öfter falsch-negative Ergebnisse, was bedeutet, dass eine Schwangerschaft besteht, obwohl der Test ein negatives Ergebnis anzeigt.

Doch auch herkömmliche Tests können in seltenen Fällen falsch-negativ oder falsch-positiv ausfallen. Daher ist es sinnvoll und wichtig, bei einem begründeten Verdacht auf das Bestehen einer Schwangerschaft einen Gynäkologen aufzusuchen. Dieser wird neben einem weiteren Urintest eine vaginale Ultraschalluntersuchung der Gebärmutter durchführen und ggf. noch Blut entnehmen, um eine Schwangerschaft im Zweifelsfall sicher bestätigen oder ausschließen zu können.

Bestimmung des Geburtstermins

Nach der Befruchtung der mütterlichen Eizelle dauert eine Schwangerschaft plus/minus 40 Wochen, gerechnet vom Zeitpunkt der letzten Periode. Das Schwangerschaftsalter bzw. der Entbindungstermin kann rechnerisch oder auch durch eine Ultraschalluntersuchung ermittelt werden.

Der Geburtstermin ist in sofern wichtig, als er bei jeder Untersuchung der Schwangerschaft Richtwerte liefert, wie groß und wie schwer das Kind und bzw. was sich Stück für Stück entwickelt haben sollte.

1. Rechnernische Bestimmung

Die rechnerische Bestimmung des Geburtstermins ist die gängigste Methode zur Einschätzung des Schwangerschaftsalters. Viele Rechner, die auch online abgerufen werden können, basieren darauf.

Unterschieden wird dabei zwischen:

  • der einfachen Naegele-Regel: Voraussetzung für die Anwendung der einfachen Naegele-Regel ist, dass Ihr Zyklus genau 28 Tage lang sein muss. Trifft dieses Kriterium zu, errechnet sich der Geburtstermin folgendermaßen: Erster Tag der letzten Regelblutung + 7 Tage – 3 Monate + 1 Jahr. Wenn Ihre letzte Regelblutung beispielsweise am 9.4.2018 war, wird der voraussichtliche Geburtstermin am 16.01.2019 liegen.
  • der erweiterten Naegele-Regel: Die erweitere Naegele-Regel wird dann angewandt, wenn Ihre Zykluslänger länger oder kürzer als 28 Tage ist. Die Differenz zu den 28 Tagen wird bei der Erweiterung der Regel mit in die Rechnung einbezogen: Erster Tag der letzten Regelblutung + 7 Tage – 3 Monate + 1 Jahr +/- Abweichung Ihres Zyklus von den regulären 28 Tagen. Wenn Sie beispielsweise einen Zyklus von 27 Tagen haben und die letzte Periode am 09.04.2018 war, errechnet sich der Geburtstermin folgendermaßen: 09.04. + 7 Tage – 3 Monate + 1 Jahr – 1 Tag und läge damit am 15.01.2019

Die Naegele-Regel liefert den Tag, an dem die größte Geburtswahrscheinlichkeit zu erwarten ist. Tatsächlich kommen nur etwa 3% aller Kinder am errechneten Termin auf die Welt. Dennoch gelten Geburten bis drei Wochen vor und zwei Wochen nach dem errechneten Datum als Termingeburten, was auf etwa 90% aller Geburten zutrifft.

2. Bestimmung mittels Ultraschalluntersuchung

Die Ultraschalluntersuchung des Embryos erfolgt etwa bis zur 12. Woche von vaginal her, nach der 12. Woche dann durch die Bauchdecke. Je nach Alter bzw. Größe des Embryos werden unterschiedliche Maße angesetzt, um den Geburtstermin zu bestimmen:

  • größte Länge: Die größte Längenausdehnung des Embryos kann nur in sehr frühen Stadien zur Berechnung des Geburtstermins verwendet werden. Es wird dabei die größte Längenausdehnung der ersten Anlagen genutzt.
  • Scheitel-Steiß-Länge: Bei der Berechnung der Scheitel-Steiß-Länge wird das Längenmaß vom Beginn des Scheitels des Embryos bis zum tiefsten Punkt des Steißes gemessen. Diese Methode kann von der 6. bis zur 12. Woche angewendet werden und liefert eine relativ gute Einschätzung.
  • Scheitel-Fersen-Länge: Vom Scheitel zur Ferse kann die Vermessung ab der 12. Woche vorgenommen werden. Aufgrund der Gelenkstellungen ist eine genaue Berechnung jedoch schwer und sehr fehleranfällig und damit unzuverlässiger als die Abschätzung des Geburtstermins aus der Scheitel-Steiß-Länge.

Obwohl es sich immer noch um Tendenzen und keine ganz genauen Termine handelt ist die ultraschallgestützte Abschätzung des Entbindungstermins dennoch genauer als die mit der Naegele-Regel ermittelten Ergebnisse.

Schwangerschaftszeichen

Schwangerschaftszeichen sind Veränderungen des weiblichen Körpers, die Hinweise auf eine bestehende Schwangerschaft liefern. Es gibt unsichere und sichere Schwangerschaftszeichen.

Unsichere Schwangerschaftszeichen

Unter unsicheren Schwangerschaftszeichen werden Veränderungen des weiblichen Körpers verstanden, die oftmals im Zusammenhang mit einer Schwangerschaft entstehen. Die Zeichen können aber auch eine andere Ursache haben, weswegen sie kein sicherer Beweis dafür sind, dass Sie schwanger sind oder nicht.

Zu den unsicheren Schwangerschaftszeichen zählen unter anderem:

  • Ausbleiben der Monatsblutung
  • vor allem morgendlich auftretende Übelkeit und Erbrechen
  • Spannungsgefühl und Größenzunahme der Brüste
  • Dunkelfärbung der Brustwarzen
  • livide Verfärbung der Scheide bzw. des Scheideneingangs
  • Müdigkeit
  • Stimmungsschwankungen

Sichere Schwangerschaftszeichen

Sichere Schwangerschaftszeichen sind im Gegensatz zu den unsicheren ein Beweis dafür, dass eine Schwangerschaft besteht. Im Prinzip können sie als objektiver Nachweis eines lebendigen Embryos bzw. Kindes im Mutterleib angesehen werden. Zu den sicheren Schwangerschaftszeichen gehören:

  • beta-HCG-Nachweis aus dem Blutserum oder dem Morgenurin (etwa ab der 4.-5. SSW möglich)
  • Nachweis einer Embryonalanlage in der Gebärmutterhöhle mittels vaginaler Ultraschalluntersuchung (ab der 5.-6. SSW möglich, wobei beweisende Herzaktionen erst ab der 7. Woche gesehen werden können)
  • Nachweis von kindlichen Herztönen mittels Dopplersonographie (ab der 12. SSW möglich)
  • Wahrnehmung von kindlichen Bewegungen (ab der 18.-22. Wochen möglich)
  • Nachweis kindlicher Herztöne im Cardiotokogramm (CTG), (ab der 24. Woche möglich)

Veränderungen im weiblichen Körper

Ohne Schwangerschaft kommt es bei geschlechtsreifen Frauen alle 25 bis 31 Tage zur Regelblutung. Unter dem Einfluss von Östrogenen baut sich die Gebärmutterschleimhaut anschließend wieder auf, und eine Eizelle reift in einem der beiden Eierstöcke heran.

Um den 12. bis 14. Tag nach der Periode findet dann der Eisprung statt. In dem betreffenden Eierstock verbleibt das Corpus luteum, quasi die Hülle des gesprungenen Eis, die fortan für etwa 10 Tage Progesteron produziert. Unter dem Einfluss dieses Hormons stellt sich der Körper auf eine mögliche Schwangerschaft ein.

Progesteron und andere Hormone

Wird die Eizelle nicht befruchtet oder nistet sich nach Befruchtung nicht ein, sinkt der Progesteronspiegel nach knapp zwei Wochen ab, und die Menstruation setzt ein. Kommt es jedoch zu Befruchtung und Einnistung des Verschmelzungsproduktes aus Ei- und Samenzelle, wird die Progesteronproduktion durch das Corpus luteum fortgesetzt und die Schwangerschaft so erhalten.

Neben dem Progesteron kommt es zum Anstieg einer Vielzahl weiterer Hormone, deren Funktion im Folgenden kurz erläutert werden soll:

  • beta-HCG: HCG wird vor allem in der Frühschwangerschaft durch die sich ausbildende Plazenta gebildet. Es regt das Corpus luteum des Eierstocks an, seine Progesteronproduktion fortzusetzen und trägt so entscheidend zur Erhaltung der Schwangerschaft bei. Weiterhin wird das HCG für viele der in den ersten Wochen auftretenden Schwangerschaftsbeschwerden wie Übelkeit und Erbrechen, Müdigkeit und Unwohlsein verantwortlich gemacht. HCG erreicht seine maximale Konzentration um die 10. Woche und fällt danach kontinuierlich ab.
  • Progesteron: Die ersten 10 Wochen der Schwangerschaft wird Progesteron durch das Corpus luteum unter dem Einfluss von beta-HCG gebildet. Im Anschluss übernimmt die Plazenta die Produktion von Progesteron, dessen Konzentration während der gesamten Schwangerschaft ansteigt. Neben der Erhaltung der Schwangerschaft durch die Schaffung optimaler Bedingungen in der Gebärmutter dient es auch der Zunahme des Brustgewebes und der Sekretion von Muttermilch. Kurz vor der Geburt ist es, gemeinsam mit dem Hormon Oxytocin, zudem wichtig zur Förderung der Geburtswehen.
  • Östrogen: Ähnlich dem Progesteron steigt auch die Konzentration an Östrogen während der gesamten Schwangerschaft an. Das Östrogen wirkt synergistisch mit Progesteron und unterstützt den Aufbau der Gebärmutter und die Vorbereitung der Brust auf die Milchbildung.
  • Glukokortikoide: Glukokortikoide wie das Kortison werden durch die Nebennierenrinde der Mutter gebildet und dienen hauptsächlich der Lungenreifung des Kindes ab der 24. Woche. Ein ungünstiger Nebeneffekt der Glukokortikoide ist, dass sie das Gewebe schwächen und die Entstehung von Schwangerschaftsstreifen begünstigen können.
  • Schilddrüsenhormone: In der Schwangerschaft ist ein leichter Anstieg der Schilddrüsenhormone zu verzeichnen, der für die Entwicklung des Gehirns sowie des Rückenmarks des Embryos sehr wichtig ist. Durch die vermehrte Hormonproduktion kann die Schilddrüse während der Schwangerschaft leicht anschwellen.
  • Prolaktin: Durch das kontinuierliche Ansteigen von Östrogenen kommt es zum Ende der Schwangerschaft zur Produktion von Prolaktin. Dieses Hormon ist vor allem nach der Schwangerschaft wichtig, da es maßgeblich für die Ausdifferenzierung der Brustdrüsen verantwortlich ist und die Brust zur Milchbildung anregt.
  • Oxytocin: Oxytocin wird erst zum Ende der Schwangerschaft von der mütterlichen Hypophyse ausgeschüttet. Es hat zwei sehr wichtige Wirkungen. Zum einen fördert es die Kontraktion der Gebärmuttermuskulatur und ist damit entscheidend an der Entstehung von Wehen verantwortlich; zum anderen dient es der Mutter-Kind-Bindung.

Ernährung

Für viele Frauen ist die Ernährung ein wichtiges Thema während der Schwangerschaft. Dabei ist das Credo, eine Schwangere müsse für zwei essen, längst überholt. Während die durchschnittlich empfohlene Kalorienanzahl pro Tag bei nicht-schwangeren Frauen etwa bei 2000 kcal liegt, steigt sie im ersten Schwangerschaftsdrittel nur um etwa 100 kcal an und liegt ab dem 4. Schwangerschaftsmonat etwa bei 2500 kcal pro Tag.

Zunahme je nach Ausgangsgewicht

Die Gewichtszunahme während der Schwangerschaft variiert dabei von Frau zu Frau sehr stark. Anhand Ihres BMI kann grob abgeschätzt werden, wie viel Gewicht Sie während der Schwangerschaft optimalerweise zulegen sollten:

Wichtige Vitamine und Spurenelemente

Während sich am Kalorienbedarf in der Schwangerschaft nur wenig verändert, steigt der Bedarf an bestimmten Vitaminen und Spurenelementen deutlich an. Daher sollten diese vor und während der Schwangerschaft in Form von Nahrungsergänzungsmitteln eingenommen werden:

  • Folsäure
  • Jod
  • Eisen
  • Vitamin B12
  • Calcium

Mischpräparate mit den richtigen Zusammensetzungen der einzelnen Vitamine und Spurenelemente der aufgeführten Substanzen sind in der Apotheke rezeptfrei erhältlich und teilweise auf das jeweilige Schwangerschaftsdrittel abgestimmt.

Alles gut waschen und durchgaren

Welche Lebensmittel Sie während der Schwangerschaft zu sich nehmen, kommt ganz auf Ihre Gelüste an – exakte Vorgaben, was Sie essen sollten und was nicht, existierten dabei nicht. Das Robert-Koch-Institut spricht allerdings einige Empfehlungen bezüglich der Ernährung in der Schwangerschaft aus, die das Infektionsrisiko insbesondere mit Toxoplasmose und Listerien über die Nahrung verringern sollen.

Toxoplasmen und Listerien sind Keime, die über die Nahrung in den Körper gelangen und besonders in der Frühschwangerschaft Schäden beim Kind hervorrufen können. Um sich zu schützen, sollten Sie vor allem auf ungewaschene und ungegarte Lebensmittel verzichten und besonders folgende Produkte meiden:

  • Rohmilchprodukte wie Rohmilchkäse oder rohen Fisch, da diese Produkte ggf. die Gefahr einer Listeriose bergen
  • rohes Fleisch, da Toxoplasmen hier gehäuft vorkommen können. Auch in Katzenkot kann die Gefahr der Toxoplasmose lauern, weswegen Sie während der Schwangerschaft auf das Säubern des Katzenklos verzichten sollten.

Autorin: Lisa Wunsch (Ärztin)

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