Schwangerschaft bauch liegen

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Rückenlage in der Schwangerschaft

Der Hintergrund, weshalb Schwangere nicht auf dem Rücken liegen sollen ist das Vena-Cava-Kompressionssyndrom.

Das Vena-Cava-Kompressionssyndrom kann auftreten, wenn die Schwangere in Rückenlage ist. Dies betrifft die Schwangere hauptsächlich in der zweiten Schwangerschaftshälfte aufgrund der Gewichtszunahme des Kindes, vermehrten Fruchtwasser und somit aufgrund des zunehmenden Volumens der Gebärmutter.

Die Vena Cava Inferior ist die große Beckenhohlvene, die Blut zum Herzen transportiert. Liegt die Schwangere in der zweiten Schwangerschaftshälfte auf dem Rücken, kann diese Vene durch den Gewichtsdruck komprimiert werden. Wird die Vena Cava komprimiert, wird die Sauerstoffversorgung des Kindes gedrosselt und der Kreislauf der Mutter ist massiv beeinflusst.

Deshalb gilt: Im letzten Drittel der Schwangerschaft soll sich die Frau nicht mehr auf dem Rücken legen.

In der Praxis ist zu beobachten, dass Schwangere im letzten Drittel ohnedies intuitiv die Seitenlage wählen, da ihnen in der Rückenlage unwohl oder übel wird.

Viele Frauen sind durch Internetinformationen zum Vena-Cava-Kompressionssyndrom sehr verängstigt. Deshalb fragen sie häufig ihren Arzt und/oder die Hebamme, wie sie mit dem Thema umgehen sollen.

Wichtig ist für Schwangere zu wissen, dass sie sich in Seitenlage drehen sollen. Und wenn eine Schwangere nachts in Rückenlage wach wird, soll sie in linke Seitenlage wechseln. Lagerungskissen können helfen, in der Seitenlage zu bleiben.

Das bedeutet, dass die Rückenlage per se keine Position ist, die in der Schwangerschaft ratsam ist. Allerdings kommt es immer auf die Schwangerschaftswoche an. Frauen im ersten Trimenon empfinden das Schlafen in Rückenlage als angenehm und unproblematisch. So auch Schwangere fortgeschrittener Schwangerschaftswochen. Es kommt also immer auf die Größe der Gebärmutter inklusive Kind, Fruchtwasser und Plazenta an, ob die Vena Cava belastet wird oder noch nicht.

Am Ende der Schwangerschaft soll sich die werdende Mami sowieso vermehrt für eine Seitenlage entscheiden, damit sich das Baby für die bevorstehende Geburt optimal ins Becken einstellen kann.

Das Baby soll sich für die Geburt optimal ins Becken drehen. Um dies zu fördern, ist es ratsam Positionen einzunehmen, sodass der Kopf des Babys gut ins Becken rutschen kann. Die optimale Position des Babys ist Rücken links oder rechts, aber wichtiger nach vorne Richtung Symphyse geneigt. Wenn der Rücken des Kindes nach hinten, also in Richtung Wirbelsäule gedreht ist, dauert die Geburt meist länger.

Eure Hebamme Tanja

Diese Schlafposition kann gefährlich für dein Kind werden

Schwangere sollten im letzten Drittel ihrer Schwangerschaft möglichst nicht mehr auf dem Rücken schlafen. Eine englische Studie zeigt jetzt, dass Rückenschläfer ein erhöhtes Risiko für eine Totgeburt haben.

Puh, Schlafen mit dickem Babybauch – das kann zum Ende der Schwangerschaft einer kleinen (bis großen) Herausforderung gleichen: Nachts sind die Bauchbewohner besonders aktiv und üben Fußtritte und Boxschläge. Genau dann, wenn Mama endlich mal schlafen möchte. Und wenn das Baby nicht tritt, ist der große Bauch im Weg. Wissenschaftler der University of Manchester haben jetzt herausgefunden, dass eine Schlafposition besonders gefährlich ist: die Rückenlage. Wenn Mütter die Nacht in Rückenlage verbringen, steigt das Risiko für eine Totgeburt um etwas mehr als das Zweifache an.

Was passiert, wenn Schwangere auf dem Rücken schlafen?

In den letzten Schwangerschaftswochen kann es passieren, dass in Rückenlage die Gebärmutter so viel Druck auf die untere Hohlvene und die Nerven im Becken ausübt, dass der Blutstrom zum mütterlichen Herzen gedrosselt wird. Dadurch kann der Kreislauf der Mutter geschwächt und das Baby mit zu wenig Sauerstoff versorgt werden. Der medizinische Fachbegriff für dieses Problem heißt Vena-Cava-Kompressionssyndrom.

Welches ist die beste Schlafposition für Schwangere?

Die allermeisten Schwangeren merken es von selbst: In den letzten Wochen mit dickem Babybauch schläft es sich auf der Seite besser als auf dem Rücken. Mediziner raten, im letzten Schwangerschaftsdrittel auf der linken Seite zu schlafen. Das entlastet die Venen und schont den Kreislauf. Und Mama und Baby schlafen selig und sicher! Wenn du dich jetzt fragst, ob auch die rechte Seite eine gute Schlafposition ist: Die linke ist eindeutig besser! Die Vena cava läuft rechts von der Wirbelsäule – wenn du auf der linken Seite schläfst, wird die Hohlvene deutlich weniger Druck ausgesetzt. Und auch ohne Baby im Bauch sind Linksschläfer im Vorteil: Wer links schläft, hat weniger Probleme mit der Verdauung und Sodbrennen, das Lymphsystem kann bei Linksschläfern besser arbeiten und das Herz wird geschützt.

Das sollten Schwangere wissen

  • Stabilisiere deine seitliche Schlafposition mit Kissen im Rücken – so sinkt die Gefahr, dass du dich nachts unbewusst auf den Rücken drehst.
  • Wenn du nachts aufwachst und feststellst, dass du in Rückenlage geschlafen hast: Mach dir keine Sorgen, sondern dreh dich einfach auf die Seite und schlafe weiter! Wichtig ist laut den Forschern die Position, in der du einschläfst! Prof. Alexander Heazell, der die Studie leitete, betont: „Ich möchte nicht, dass Frauen, die in Rückenlage aufwachen, denken ‚oh mein Gott!‘, jetzt habe ich meinem Baby etwas Schlimmes angetan!“
  • Dein Körper wird allermeist rechtzeitig Alarm schlagen, wenn die Sauerstoffversorgung abfällt. Du wachst auf und drehst dich automatisch auf die Seite.

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So lief die Studie ab

Bei der Studie wurden über 1.000 Frauen befragt. 291 von ihnen hatten in den letzten zwölf Wochen der Schwangerschaft eine Totgeburt. Die Ergebnisse zeigen, dass viele der Frauen, die ein totes Kind auf die Welt gebracht haben, am Abend vor dem Tod in Rückenlage eingeschlafen sind. Laut der Studie stehen 3,7% der Totgeburten nach der 28. Schwangerschaftswoche mit Einschlafen in Rückenlage in Verbindung. Die Größe des Babys und das Gewicht der Mutter haben der Studie zufolge keinen Einfluss auf das Risiko einer Totgeburt.

Schwanger – darf ich auf dem Rücken schlafen?

(Pressmaster / )

Frage: Ich habe gehört, dass man in der Schwangerschaft ab einem bestimmten Monat nicht mehr auf dem Rücken schlafen soll, da ansonsten die Bauchdecke der Mutter dem Baby zu schwer wird. Stimmt das?

Antwort: Mit Fortdauer der Schwangerschaft kann es sein, dass die vergrößerte Gebärmutter in Rückenlage auf die untere Hohlvene (Vena cava) und die Beckenvenen drückt und somit der Blutrückstrom zum Herzen vermindert wird. Die Folge bei der Mutter ist eine Kreislaufreaktion, es kommt zu einer Pulserhöhung, Steigerung der Atemfrequenz, Blutdruckabfall, Schwindel, Übelkeit und eventuell Bewusstlosigkeit. Auch beim Kind kann es in so einer Situation zu einem Abfall der Herzfrequenz kommen.

++ Mehr zum Thema: Körperliche Veränderungen während der Schwangerschaft ++

Tritt dieses so genannte Vena-Cava-Kompressionssyndrom auf, sollte unverzüglich eine Linksseitenlage eingenommen werden. Dadurch wird die Vene entlastet und die Kreislaufsituation stabilisiert sich wieder, auch für das Kind.

Die meisten Frauen bemerken von selbst, dass die Seitenlage mit zunehmendem Bauch bequemer wird als die Rückenlage. Die Empfindlichkeit für das Kompressionssyndrom ist auch etwas individuell.

Die Bauchdecke der Mutter wird dem Kind aber nie zu schwer – das Kind ist in seiner Fruchtblase geschützt.

++ Mehr zum Thema: Schwangerschaft und Schlaf ++

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Autoren:
Dr. Britta Bürger, Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe (2008)
Redaktionelle Bearbeitung:
Dr.med. Kerstin Lehermayr

Aktualisiert am: 08.07.2014 | 10:13

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Ich bin ein Bauchschläfer. Schon immer. Für mich ist es darum eine große Herausforderung, eine gemütliche Schlafposition in der Schwangerschaft zu finden. Zusätzlich sind bestimmte Positionen unter Umständen auch gefährlich für mein Baby – sogar von Totgeburt ist die Rede. Wie Du in der Schwangerschaft sicher schlafen kannst, erkläre ich Dir im Folgenden.

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Auf dem Bauch schlafen: Ungefährlich und irgendwann unmöglich

Solange es bequem ist, ist Schlafen auf dem Bauch in der Schwangerschaft erlaubt. Ich selbst habe bis etwa zur 18. Schwangerschaftswoche auf dem Bauch geschlafen. Du wirst selbst, meist zwischen der 12. und 20. Schwangerschaftswoche, den Punkt bemerken, an dem Dir die Bauchlage unangenehm ist. Bis dahin ist der Druck auf den Uterus, der in dieser Schlafposition in der Schwangerschaft ausgeübt wird, völlig unbedenklich. Deine Gebärmutter und das Baby sind noch klein und werden einfach zur Seite gedrückt.

Viel mehr Probleme machen in dieser Zeit oft die Brüste. Das Gewebe wird stark durchblutet und verändert sich – das kann zu unangenehmen Druck- und Spannungsgefühlen führen.

Das ist die gefährlichste Schlafposition in der Schwangerschaft

Rückenlage erhöht Risiko für Totgeburt

Spätestens im letzten Drittel der Schwangerschaft, nach Möglichkeit auch schon früher, solltest Du nicht mehr auf dem Rücken schlafen. Denn diese Schlafposition birgt nicht nur in der Schwangerschaft verschiedene Risiken.

Laut einer Studie der Univerität Manchester erhöht das Einschlafen auf dem Rücken die Gefahr für eine Totgeburt nach der 28. Schwangerschaftswoche um mehr als das Doppelte. Auch eine kleinere Befragung der Hebammen-Ausbilderin Tomasina Stacey an der University of Auckland kommt zu dem Schluss, dass sich die Totgeburten-Rate fast halbieren ließe, wenn alle Schwangeren auf der linken Seite statt auf dem Rücken schlafen würden.

Der Grund ist das Vena-Cava-Syndrom

Denn in der Rückenlage drückt die Gebärmutter mit dem gesamten Gewicht auf die untere Hohlvene (Vena Cava). Die Vena Cava ist eine der wichtigsten Blutgefäße im menschlichen Körper und transportiert Blut vom unteren Körper zum Herzen. Außerdem ist sie eine wichtige Unterstützung bei der Entgiftung durch die Nieren – ein gut funktionierendes Entgiftungssystem schützt Dich unter anderem vor geschwollenen Beinen und Wassereinlagerungen. Auch das Risiko für Hämorrhoiden, Rückenschmerzen und Wassereinlagerungen steigt mit dem Rückenschlaf.

Durch ein “Abdrücken” dieser Hohlvene wird der Blutrückfluss zum Herzen gestört, der Kreislauf der Mutter sinkt ab und unter Umständen wird auch das Baby schlechter mit Sauerstoff versorgt. Man spricht dann auch vom Vena-Cava-Kompressionssyndrom.

Schlafposition beim Einschlafen ist ausschlaggebend

Trotzdem musst Du nicht sofort in Panik verfallen und ein Krankenhaus aufsuchen, wenn Du nachts mal auf dem Rücken liegst. In aller Regel schlägt Dein Körper rechtzeitig Alarm, wenn die Sauerstoffversorgung und Blutdruck sinken. Dein Schlaf wird kurz unterbrochen und du drehst Dich zur Seite.

Wenn Du nachts wach wirst und feststellst, dass Du auf dem Rücken liegst, hast Du wahrscheinlich genau den Punkt erreicht. Dein Körper sagt Dir, dass es Zeit ist, sich umzudrehen. Also: Einfach zur Seite drehen und in Ruhe weiter schlafen. Deinem Baby geht es bestimmt gut.

Denn laut der Nachforschungen der Universtity of Manchester ist ausschlaggebend, in welcher Schlafposition Du als Schwangere einschläfst. So bringen die Ergebnisse 3,7% der Totgeburten nach der 28. Schwangerschaftswoche damit in Verbindung, dass die werdende Mutter auf dem Rücken eingeschlafen ist. Von einem versehentlichen nächtlichen Drehen auf den Rücken ist nicht die Rede.

Der Forschungsleiter Professor Alexander Heazell, klinischer Direktor am Tommy’s Stillbirth Research Center im St Mary’s Hospital in Manchester sagt dazu:

Die Frage, die wir stellten, war gezielt darauf gerichtet, in welcher Position die Menschen eingeschlafen sind, und das ist wichtig, da sie in dieser Position mehr Zeit verbringen als in anderen.

Women advised to sleep on side to help prevent stillbirth. BBC News, November 2017.

Übrigens stellte sich bei der Befragung auch heraus, dass Frauen, die nachts selten oder gar nicht aufstanden, um z.B. zur Toilette zu gehen und Frauen, die tagsüber schlafen, ein erhöhtes Risiko einer Totgeburt haben.

Das Schlafen auf der Seite erleichtern

Wenn Du trotzdem Bedenken hast, kannst Du mit einem Schwangerschaftskissen oder einem festen Kissen im Rücken Deine seitliche Position stabilisieren und ein versehentliches Drehen auf den Rücken verhindern. Auch ein Schlafgurt für die Schwangerschaft kann Dir das Liegen auf der Seite erleichtern.

Außerdem kannst Du Dir die Schlafposition in der Schwangerschaft gemütlicher machen, indem Du ein Kissen oder Stillkissen zwischen die Beine oder zum Auflegen des oberen Knies nimmst.

Finde in diesem Artikel 7 weitere nützliche Tipps, die Dir bei Schlafstörungen in der Schwangerschaft helfen.

Welche Schlafposition in der Schwangerschaft ist die sicherste?

Die oben genannten Studien haben außerdem ergeben, dass es nicht egal ist, auf welcher Seite Du in der Schwangerschaft schläfst. Demnach haben Frauen, die während der Schwangerschaft auf der linken Seite schlafen, ein geringeres Risiko vor einer Totgeburt nach der 28. Schwangerschaftswoche. Experten empfehlen deshalb, lieber auf der linken als auf der rechten Seite zu schlafen. Denn die Vena Cava verläuft in der rechten Körperhälfte, genauer gesagt, rechts der Wirbelsäule. Durch die Schlafposition auf der linken Seite wird diese also nicht belastet.

Außerdem schützt die Position auf der linken Seite auch Nicht-Schwangere vor Verdauungsbeschwerden und Sodbrennen, das Lymphsystem arbeitet besser und das Herz wird geschont.

Nun noch die schlechte Nachricht zum Ende: In den letzten Wochen vor der Geburt gibt es keine “beste Schlafposition” in der Schwangerschaft mehr. Meist wird die Nacht dann unangenehm – egal, wie Du liegst. Das ist nicht gefährlich, aber anstrengend und die meisten Mütter warten dann Nacht für Nacht darauf, dass die Geburt endlich beginnt.

Quellen:

  • Association between maternal sleep practices and risk of late stillbirth: a case-control study.
    BMJ. 2011; 342: d3403
  • Women advised to sleep on side to help prevent stillbirth. BBC News, November 2017.
  • Am besten auf der linken Seite schlafen. DAZ 2011, Nr. 25, S. 6
  • Schwangerschaft: Seitenlage im Schlaf entspannt den Feten. Ärzteblatt.de, 15.10.2017
  • An investigation of fetal behavioural states duringmaternal sleep in healthy late gestation pregnancy: anobservational study. J Physiol595.24 (2017) pp 7441–7450
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Schlafposition Schwangerschaft – Gut schlafen mit Baby im Bauch

Jeder Mensch hat seine individuellen Vorlieben, was die Schlafposition angeht. Leider kann die bevorzugte Schlafposition in der Schwangerschaft oft nicht beibehalten werden.

Das Bäuchlein wächst und mit ihm oft auch die Schlafprobleme. Wie soll die werdende Mama bloß eine angenehme Schlafposition finden, wenn der Bauch drückt oder das Baby ständig strampelt?

Zur Auswahl stehen die Bauch-, Rücken- und die Seitenlage. Aber welche der drei Schlafpositionen ist in der Schwangerschaft eigentlich die beste Alternative?

Vor- und Nachteile verschiedener Schlafpositionen in der Schwangerschaft

1. Die Bauchlage

Die Bauchlage kommt für die meisten Frauen aufgrund des wachsenden Bauches sowie der in der Schwangerschaft oft schmerzenden Brüste nicht infrage. Das wachsende Druckgefühl ist normalerweise der einzige Nachteil, vorteilhaft ist, dass das Gewicht des Kindes gut verteilt wird.

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Für die meisten Frauen ist die Bauchlage bis ungefähr zur 14. Schwangerschaftswoche angenehm. Danach stört viele der Bauch doch.

Also wechseln viele Schwangere gerade in den späteren Schwangerschaftswochen in die Rücken-oder Seitenlage. Die Rücken- oder Seitenlage ist aber nicht nur eine Gewohnheitssache, sondern kann auch Risiken bergen.

2. Die Rückenlage

Die Rückenlage mag zwar im ersten Moment bequem sein, bringt aber die folgenden Nachteile mit sich:

  1. Viele Babys sind besonders aktiv in der Rückenlage. Das kann Sie als Mutter um Ihren verdienten Schlaf bringen.
  2. Außerdem erhöht die Rückenlage den Druck auf die inneren Organe der Mutter und es kann zu einem Abdrücken der großen Hohlvene im Rücken führen. Das kann zu Schwindel bis hin zur Ohnmacht führen. Außerdem ist diese Vene für den Abtransport von Schadstoffen über die Nieren verantwortlich, auch dieses System könnte leicht gestört werden.
  3. Daneben können sich in der Rückenlage Verdauungsprobleme und ein vermehrter Harndrang einstellen.
  4. Hebammen sehen noch die Gefahr, das Kind könnte auf seiner Nabelschnur liegen und einen Versorgungsmangel erleiden.

Viele Schwangere liegen trotzdem bis zum Ende der Schwangerschaft nachts – zumindest zeitweise – auf dem Rücken, ohne dass sich Schäden bei Mutter oder Kind zeigen.

3. Die Seitenlage

In der Seitenlage ist normalerweise die linke Seite zu bevorzugen. So behindern Sie die Arbeit Ihrer Nieren nicht und die Versorgung Ihres Kindes über die Nabelschnur bleibt optimal gewährleistet.

Beim Schlafen auf der linken Seite kann das Blut zudem gut in die Plazenta fließen.

Das Liegen auf der rechten Seite sollte möglichst vermieden werden, um die optimale Versorgung des Kindes nicht zu beeinträchtigen.

Sollten Sie sich nachts auf den Rücken drehen, ist das nicht schlimm. Bemerken Sie diese Position, drehen Sie sich einfach wieder zurück in die Seitenlage.

Weitere Tipps bei Schlafproblemen in der Schwangerschaft

Das Einschlafen gestaltet sich in der Schwangerschaft hauptsächlich aus zwei Gründen schwierig:

  1. Sie als Mutter finden keine bequeme Liegeposition oder
  2. Ihr Baby meint, dass die Ruhezeit der Mama die beste Zeit für den Sport ist.

Denn wenn Sie schlafen wollen, wird Ihr Kind nicht mehr durch Ihre täglichen Bewegungen in den Schlaf gewiegt. Viele Frauen können dieses Problem reduzieren, indem Sie schon jetzt eine Spieluhr auf oder an Ihren Bauch legen.

Die sanfte Melodie der Spieluhr beruhigt das Baby und es wird sich sogar nach der Geburt an die Melodie der Spieluhr erinnern.

Auch diese Tipps helfen beim Schlafen:

  • Die Temperatur im Schlafzimmer sollte maximal 18 °C betragen.
  • Eine passende Matratze, die Sie optimal in jeder Schlafposition stützt.
  • Um in der Seitenlage bequem zu liegen, ist ein Seitenschläfer- oder ein Stillkissen empfehlenswert.
  • Zum zusätzlichen Abstützen des Rückens sollten Sie ein Kissen oder eine Decke verwenden.
  • Lagern Sie in der Rückenlage den Oberkörper leicht erhöht, das erleichtert das Atmen und nimmt den Druck von der Lunge.
  • Versuchen Sie, feste Schlafzeiten einzuhalten bzw. gehen Sie ins Bett, wenn Sie müde sind. Hören Sie auf Ihren Körper!

Fazit

Während der Schwangerschaft kann es passieren, dass Sie Ihre gewohnte Schlafposition nicht mehr als angenehm empfinden. Anstatt auf dem Rücken zu liegen, bietet es sich an, es mal mit der linken Seitenlage zu versuchen.

Schlafen Sie normalerweise auf dem Bauch und der wachsende Bauch stört Sie nicht, ist auch die Bauchlage während der Schwangerschaft kein Problem. Stört Sie der Bauch doch, empfiehlt sich auch hier als erstes der Versuch mit der linken Seitenlage.

Beim Schlafen in der Seitenlage können Seitenschläfer- oder Stillkissen nützliche Hilfsmittel für eine optimale Schlafposition in der Schwangerschaft sein.

Babyschlaf – stets auf dem Rücken

Wie sichere ich das Kinderbett?

  • Das Bett sollte stabil und sein Boden durchgehend sein.
  • Der Abstand zwischen den Gitterstäben sollte mindestens 4,5 und maximal 6,5 Zentimeter betragen. Dann kann das Baby sich weder einklemmen noch hindurchrutschen.
  • End- und Seitenteile müssen höher als 60 Zentimeter sein, damit das Baby später nicht kopfüber herausfallen kann, sobald es in der Lage ist, sich am Gitter hochzuziehen.
  • Achten Sie auch darauf, dass keine Vorsprünge oder Ähnliches in der Nähe sind.
  • Kleine Spielsachen gehören auf keinen Fall in ein Kleinkinderbett. Sie stellen eine ernsthafte Verschluckungs- bzw. Erstickungsgefahr dar.
  • Die Bettdecke sollte leicht sein und der Größe des Kindes entsprechen. Schlagen Sie sie am Fußende unter die Matratze und decken Sie Ihr Kind nur bis zur Brust zu. Noch besser: Verwenden Sie einen Baby-Schlafsack anstelle einer Decke.
  • Babys im ersten Lebensjahr brauchen kein Kopfkissen. Es stellt ein Erstickungsrisiko dar und ist schlecht für die Entwicklung der Wirbelsäule.
  • Es sollte nicht zu warm in dem Zimmer sein, in dem Ihr Baby schläft. Die Raumtemperatur sollte nicht mehr als 18° C betragen. Frischluftzufuhr durch ein gekipptes Fenster ist immer gut.
  • Achten Sie darauf, dass das Baby nicht zu warm angezogen ist – besonders im Sommer oder wenn das Baby Fieber hat.

Verformter Babykopf: So können Eltern entgegenwirken

Die meisten Babys haben von Geburt an eine Vorliebe, wie sie sich betten. Warum das so ist und ob eine bevorzugte Liegeseite bei den Kleinsten überhaupt gesund ist, erklärt eine Expertin.

Wie Babys am liebsten schlafen, hängt häufig von ihrem „Vorleben“ in Mamas Bauch ab. In der Gebärmutter – das trifft vor allem auf die letzten Schwangerschaftswochen zu – liegen die Kleinen nämlich meist schräg zusammengerollt.

Babys entwickeln Lieblingshaltungen schon im Mutterleib

„Siebzig Prozent der Kinder“, erläutert Ursula Jahn-Zöhrens, die lange als Hebamme gearbeitet hat, „lagern so, dass sich – aus der Sicht der Mutter – auf der linken Seite des Bauches, also links vom Bauchnabel, der Rücken des Kindes befindet. Der Kopf ist dadurch eher nach rechts geneigt. Diese vertraute Position bevorzugen die Neugeborenen dann oft auch noch beim Schlafen in ihrem Bettchen oder im Kinderwagen.“

Einseitige Schlafhaltungen sind ungesund

Obwohl diese Schlummerposition von den Babys selbst gewählt ist, tut ihnen eine einseitige Kopfausrichtung auf Dauer nicht gut. Es kann dadurch zu leichten Verformungen des Schädels auf einer Seite kommen. Oft tritt auch ein abgeflachter Hinterkopf auf. Zudem werde die Halsmuskulatur nicht gleichmäßig aktiviert, ergänzt die erfahrene Geburtshelferin, die auch Autorin der Elternratgeber „Entspannt erleben: Schwangerschaft und Geburt“ und „Entspannt erleben: Babys 1. Jahr“ ist.

„Eltern, die zu lange warten und hier nicht schon in den ersten Lebenswochen ihres Kindes gegensteuern, riskieren, dass unter Umständen physiotherapeutische Maßnahmen nötig werden. Denn wird die Einseitigkeit beim Liegen zu spät bemerkt, hat sich die Haltung des Babys meist schon eingeschliffen.“

Sanfte Umgewöhnung mit Hilfe der Eltern

Für rechtzeitige Vorsorge bei unausgewogenen Schlafhaltungen Neugeborener sind üblicherweise auch Hebammen zuständig. Bei der nachgeburtlichen Betreuung von Mutter und Kind gehört es unter anderem zu ihren Aufgaben, genau hinzuschauen und zu prüfen, ob das Baby seine Liegeposition variiert oder ob es die schlechte Angewohnheit hat, in einer bevorzugten Stellung zu schlafen.

„Wichtig ist, dass auch die Eltern für dieses Problem sensibilisiert werden und das Schlafverhalten ihres Nachwuchses beobachten. Besteht tatsächlich Handlungsbedarf, gibt es Möglichkeiten, das Baby behutsam umzugewöhnen. Wenn man früh damit beginnt, lassen sich solche Einseitigkeiten meist schon nach wenigen Wochen beheben.“

Mit folgenden Tricks, so die Empfehlung von Jahn-Zöhrens, können Mütter und Väter ihr Baby sanft animieren, seine Schlummer-Schokoladenseite aufzugeben.

Kopfverformungen vorbeugen: Gewohnten Trage-Modus verändern

Eltern sollten sich disziplinieren und ihr Kind möglichst oft auf dem Arm tragen, den sie weniger häufig im Einsatz haben: Das heißt, Rechtshänder schultern ihren Sprössling regelmäßig auch mal mit links und Linkshänder entsprechend mit rechts.

„Dieser Wechsel führt dazu, dass die Blickrichtung des Babys zu Mama oder Papa nun genau entgegengesetzt ist. Ungewohnte Kopfdrehungen können auch provoziert werden, indem der Nachwuchs beispielsweise im Kinderwagen oder auf der Krabbeldecke liegt und Eltern ihr Kind dann bewusst von der untypischen Seite ansprechen.“

Umgewöhnung mittels Handtuchrollen

Gute Helfer beim Lernen neuer Schlafpositionen sind Handtücher, die in J- oder L-Form gerollt und dann unter eine Schulter und das Becken des Kindes geschoben werden. „Durch diese stützenden Erhöhungen liegt das Baby nicht nur stabil und sicher, sein Kopf kippt außerdem automatisch auf die eher ungeliebte Liege-Seite.“

Babys bevorzugte Blickrichtung ausnutzen

Ein weitere simple Maßnahme, die Orientierung des Säuglings umzulenken, ist, seine Einschlafposition zu verändern: Steht das Bettchen etwa längs am Fenster, kann man versuchen, Kopf- und Fußende zu vertauschen.

„Das Baby liegt dann um 180 Grad gedreht auf der Matratze und wechselt vor dem Einschlummern – das betrifft vor allem seine Tages-Nickerchen – die Blickrichtung. Die Kleinen haben nämlich die Tendenz ihren Kopf immer dorthin zu wenden, wo der stärkste Lichteinfall herkommt.“

Derselbe Effekt lässt sich auch mit dem „asymmetrischen“ Aufhängen von Mobiles erreichen. Dabei wird der Säugling ebenfalls zu Haltungsänderungen animiert, die wiederum dazu führen, dass Muskeln insbesondere im Bereich der Halswirbelsäule nicht nur einseitig aktiviert werden.

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Bauchlage in Wachphasen trainieren

Ideal für die Entwicklung einer starken und ausgeglichenen Muskulatur ist auch, wenn das Baby so oft wie möglich auf dem Bauch liegen darf. „Da heute von der Bauchlage als Schlafposition wegen des erhöhten Kindstod-Risikos grundsätzlich abgeraten wird, ist es umso wichtiger, dass Säuglinge tagsüber, wenn sie wach sind, die Möglichkeit haben, in dieser Haltung Spannung aufzubauen.“

Das kann beim Kuscheln auf Papas oder Mamas Bauch sein, genauso wie beim Spielen auf dem Fußboden. Dieses ganzheitliche Training helfe dabei, das Baby schneller von seiner favorisierten einseitigen Schlafstellung zu entwöhnen.

  • Besser lassen: Schlummern mit Baby auf Bauch ist gefährlich
  • Tabelle: So viel Schlaf brauchen Kinder je nach Alter
  • Verformtes Babyköpfchen: Nicht nur ein kosmetisches Problem

Hilfe bei schweren Verformungen des Kopfes

Bei schweren Verformungen oder wenn andere Methoden nichts bringen, kann laut dem Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte eine Helmtherapie mit begleitender Physiotherapie sinnvoll sein. Dabei trägt das Kind für einen bestimmten Zeitraum einen individuell angepassten Helm.

Die entspannende, fördernde Seitenlage für dein Baby!

Seit die Aufklärung über die sicherere Schlafposition „die Rückenlage“ allseits bekannt ist, ist zum Glück der plötzliche Kindstod stark rückläufig. Experten empfehlen beim unbeaufsichtigten Nachtschlaf sein Baby im Schlafsack auf dem Rücken liegend zu positionieren.
(s. www.kindergesundheit-info.de : Schlafen im 1. Lebensjahr; Der plötzliche Kindstod)
In der überwiegenden Rückenlage solltest du jedoch auf die Kopfform deines Neugeborenen achten. In der sog. „Fechterstellung“, sieht dein Baby aus wie ein kleiner Fechter und hat trotz der Rückenlage sein Köpfchen auf eine Seite gedreht.
Versuche das Köpfchen vom ersten Tag an immer wechselseitig zu positionieren, damit keine Kopfdeformität entstehen kann! (s. Expertenrat: Kopfverformungen bei Säuglingen)

Physiotherapeutischer Tipp: Zwischendurch Entspannung in der Seitenlage !!!

Tagsüber, also unter deiner Aufsicht kannst du deinem Baby auch die Seitenlage (zu beiden Seiten wechselnd), z. B. im Kinderwagen oder im erhöhten Laufstall / in der Wiege neben dir liegend, anbieten. Diese Lagerung hat besonders entwicklungsfördernde Vorteile:

  • Es nimmt somit seine beiden Körperseiten wahr (Auflagedruck = Wahrnehmung)
  • Diese Seitenlage hilft beim der Hemmung von Reflexen (vor allem beim sog. „Moro-Reflex“ = Fluchtreflex beim Erschrecken), der die Babys oft im Oberkörper überstrecken lässt. Sie liegen auf der Seite entspannt mit gerundetem Schultergürtel auf und haben die Arme und Hände in ihrem Blickfeld nach vorne abgelegt.
  • Diese Lagerung fördert die Wahrnehmung zur Körpermitte (Symmetrie). In den ersten vier Lebensmonaten erlernt das Neugeborene wichtige, koordinative Leistungen (Hand-Hand; Hand-Mund zusammen zu bringen) auch in der Rückenlage. Doch in der Seitenlage ist dies einfacher (s. letzter Punkt)!
  • Die stabile Seitenlage ist später eine Zwischenstation im Drehvorgang zur Rücken- und Bauchlage. Das heißt, dass es von Anfang an eine Wahrnehmung für diesen wichtigen Motorikschritt „Drehen“ bekommt.
  • Die regelmäßige Seitenlage fördert eine gute Bewegungsentwicklung, denn sie entspricht dem Bewegungsmuster „Gehen“ (unteres Standbein – oberes angewinkeltes Spielbein /Wechsel bei Seitenwechsel). Man kann sogar erste Gleichgewichtsübungen in wachen Momenten beobachten.
  • Im Gehirn bilden sich daher schon auf den Seiten liegend neue, wichtige Verknüpfungen für spätere koordinative und geistige Fähigkeiten (re./li. Zusammenspiel).

Für eine sichere Lagerung in der Seitenlage deines Babys:
Ich empfehle dir das Seitenlagerungskissen Cosypad von Babymoovund das Seitenlagerungsset Care von Träumeland. Die Produkte habe ich dir unten nochmal verlinkt.
So unterstützt du weiter den Drehvorgang über die beiden Seiten (ab ca. 3. Monat):
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Fazit:
Die meisten Erwachsenen von uns bevorzugen die Seitenlage im Schlaf oder entspannen sich so am besten. Ähnlich wird es deinem Baby gehen! Bis zum selbstständigen Drehen (ca. 6.Monat) wird es somit optimal zwischendurch positioniert. Gleichzeitig sichert sie deinem Baby eine schöne Kopfform.
Mein Tipp: Achte stets auf die Körpersprache deines Babys, ob es sich wohl fühlt!
Variable Lagerungen in der Neugeborenenphase und gutes Handling für dein Baby vor allem im ersten Lebensjahr sind das A & O für seine späteren motorischen Fähigkeiten (Koordination, Geschicklichkeit und harmonische Bewegungsabläufe).
Das Angebot „entspannende Seitenlage“ tagsüber ist wirklich sehr zu empfehlen!
…deinem Baby zuliebe, Meike 🙂
Hier geht es zu passenden Themen:
Braucht ein Baby ein Kopfkissen: Ja oder Nein??
HANDLING: So solltest du dein Babyhochnehmen und ablegen!!

Auf welcher Seite schlafen wir am Besten?

Die Seitenlage ist eine der beliebtesten Schlafpositionen. Nichtsdestotrotz solltest du in der kommenden Nacht darauf achten, auf welcher Seite du einschläfst. Links? Alles in Ordnung. Rechts? Besser nicht – aus mehreren medizinischen Gründen. Arzt John Doulliard nennt in einer neuen Studie, die im Magazin „The Journal of Clinical Gastroenterology“ veröffentlicht wurde, vier Gründe, warum es besser ist, auf der linken Seite zu schlafen.

Anatomische Ursachen

Magen und Bauchspeicheldrüse befinden sich auf der linken Seite des Körpers. Wer auf dieser Seite schläft, fördert automatisch die Verdauung. Grund dafür: Die Verdauungssäfte werden kanalisiert und die Enzyme der Bauchspeicheldrüse besser abgesondert. Wer auf der rechten Seite schläft, erschwert die Tätigkeiten des Körpers, da der Magen auf die Bauchspeicheldrüse drückt und deren Aktivitäten behindert.

Lymphsystem wird unterstützt

Schlafen auf der linken Seite hat einen positiven Einfluss auf die Tätigkeiten des Lymphsystems. Die Lymphen transportieren wichtige Nährstoffe wie Glukose, Proteine und andere Stoffe durch den Körper und reinigen ihn gleichzeitig von Abfallstoffen, die durch die Lymphknoten gefiltert werden. Um den Transport der Abfallstoffe zu unterstützen, empfiehlt es sich, auf der linken Seite des Körpers zu schlafen.

Besser für das Herz

Wer auf der linken Seite schläft, unterstützt die Pumpfunktion des Herzens auf einfache und natürliche Art. Das liegt daran, dass die Hauptschlagader, die Aorta, vom Herzen nach links gebogen bis in den Bauch führt. Wenn du auf der rechten Körperseite liegst, muss dein das Herz das Blut regelrecht „bergauf“ pumpen.

Milz wird entlastet

Last, but not least: Auch die Milz befindet sich auf der linken Körperseite. Sie ist für die Blutreinigung und die Ausführung der korrekten Lymphfunktion zuständig. Die Abfallstoffe, die das Lymphsystem transportiert, werden beim Schlafen auf der linken Seite schläfst einfacher zur Milz geführt. Und das liegt im Grunde am Naturgesetz der Schwerkraft.

Seitenschläfer sein ist gut und schön. Doch auf die Seite kommt es an!

Rund 59 % schlafen am Abend auf der Seite ein. Doch Ärzte warnen: Besser, du schläfst auf der linken Seite! Denn die rechte Seite birgt tatsächlich einige Nachteile…

Seitenschläfern werden tolle Charaktereigenschaften nachgesagt. Sie sollen einen gesunden Menschenverstand und inneres Gleichgewicht haben (Was deine Schlafposition über dich aussagt, liest du hier im Detail >>).

Doch aus medizinischer Sicht ist es wichtig, auf welcher Seite du schläfst. Ärzte empfehlen es, auf der linken Seite zu schlafen, nicht auf der rechten.

Du solltest niemals auf der rechten Seite schlafen. Wir erklären dir warum! ​
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Die Gründe, warum auf der rechten Seite schlafen nicht gut ist

♦ Wer auf der rechten Seite schläft, bekommt leichter Sodbrennen

Dies gilt vor allem für Menschen, die eh schon ein Problem mit Sodbrennen haben. Das hat damit zu tun, dass unser Magen auf der linken Seite liegt und unsere Speiseröhre mittig. Wenn wir auf der rechten Seite schlafen, liegt also der Magen oberhalb der Speiseröhre. Dadurch fließt saurer Magensaft in die Speiseröhre und löst Sodbrennen aus.

Nicht nur der Magen, auch die Bauchspeicheldrüse befinden sich auf der linken Seite des Körpers. Darum sollten wir auf der linken Seite schlafen, denn so werden die Verdauungssäfte besser kanalisiert und die Enzyme der Bauchspeicheldrüse einfacher sekretiert. Es wird sozusagen „gründlicher“ und leichter verdaut.

♦ Wenn Du rechts schläfst, arbeitet dein Lymphsystem schlechter

In einer Studie, die in der Zeitschrift „The Journal of Clinical Gastroenterology“ veröffentlicht wurde, stellt der Arzt John Doulliart fest, dass das Lymphsystem auf der linken Körperseite dominiert. Die Lymphe transportiert wichtige Nährstoffe , die durch die Lymphknoten gefiltert werden. Die Abfallprodukte müssen auf die linke Seite geführt werden. Wenn du auf der linken Seite schläfst, unterstützt du deinen Körper dabei.

♦ Rechts schlafen behindert das Herz

Das Herz liegt leicht links von der Körpermitte. Schläfst du auf der linken Seite, unterstützt du dein Lymphsystem, wie oben beschrieben, was wiederum dein Herz schützt. Außerdem führt die Aorta vom Herzen nach links gebogen bis in den Bauch. Wenn du links schläfst, unterstützt du also dein Herz, da es nicht „bergauf“ pumpen muss.

♦ Auch deine Milz freut sich, wenn du links schläfst

Viel los in unserem Körper auf der linken Seite. Denn auch die Milz ist dort. Die Milz reinigt unser Blut. Die Abfallstoffe, die unser Lymphsystem herausgefiltert hat, werden dank der Schwerkraft beim Schlafen auf der linken Seite von unserem Körper besser zur Milz geführt und daher auch schneller abgebaut.

Warum soll man in den letzten Wochen vor der Geburt nicht mehr auf dem Rücken schlafen?

In den letzten Wochen vor der Geburt ist die Gebärmutter mit ihrem kostbaren Inhalt schon recht schwer und drückt in der Rückenlage auf die grosse Hohlvene (Vena cava), die das Blut zum Herzen zurück transportiert und in der Körpermitte parallel zur grossen Körperschlagader (Aorta) verläuft, die das Blut vom Herzen weg pumpt. Die Aorta hat eine dicke, muskulöse Gefässwand und wird nicht eingeengt, aber die Vena cava hat, wie alle Venen, nur eine dünne Wand.

Wird die Vena cava eingedrückt, fliesst weniger Blut zum Herzen, also auch wieder weniger in das Gehirn und den übrigen Körper. Der Blutdruck und die Sauerstoffversorgung sinken ab, was sich u.a. in Schwindel und Herzrasen bemerkbar macht, dem sogenannten Vena-cava-Syndrom. Wenn zuviel Blut im Körper „versackt“ und nicht so leicht zum Herzen zurückfliessen kann, führt das auch leichter zu Krampfadern, Hämorrhoiden und Wassereinlagerungen. Auf Dauer kann schliesslich die Gebärmutter und der Mutterkuchen und damit auch das Baby nicht mehr so gut mit Sauerstoff versorgt werden.

Um Ihnen eine ungestörte Nachtruhe zu garantieren, ist in der späten Schwangerschaft die Links-Seitenlage zu empfehlen – links deshalb, weil die Vena cava rechts von der Wirbelsäule verläuft. Die Rückenlage würde Ihrem Baby erst nach einiger Zeit Probleme machen, und bis dahin sind Sie längst aufgewacht. Also keine Angst, wenn Sie unbemerkt trotzdem einmal auf dem Rücken schlafen: Wenn die Sauerstoffversorgung eingeschränkt ist, gibt Ihnen Ihr Körper rechtzeitig Alarm, bevor es Ihrem Baby schlecht ergeht! Sie wachen dann automatisch auf; und weil Ihnen schwindlig oder übel ist und das Herz zu rasen beginnt, drehen Sie sich wieder in die Seitenlage.

Bitte lesen Sie dazu auch im Bereich „Aktuell/Wissen“:

Schwanger nicht auf dem Rücken schlafen

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