Schwangerschaft 22 ssw

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Nicht nur in der Sommerhitze kommt es in der Schwangerschaft deutlich häufiger zu Kreislaufproblemen wie Schwindel, Herzrasen oder gar Ohnmacht. Wodurch diese Schwangerschaftsbeschwerden verursacht werden, was Du vorbeugend gegen Kreislaufprobleme in der Schwangerschaft tun kannst und wann Du zum Arzt gehen solltest, erkläre ich Dir in diesem Artikel.

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Die häufigsten Kreislaufprobleme in der Schwangerschaft

  • Niedriger Blutdruck, Schwindel oder sonstige Kreislaufprobleme können in jeder Phase der Schwangerschaft auftreten.
  • Viele Schwangere klagen vor allem über Schwindelgefühle beim Aufstehen nach längerem Sitzen oder Liegen. In seltenen Fällen sogar bis hin zum Kreislaufkollaps.
  • Damit geht manchmal auch Herzrasen oder Kopfschmerzen einher, da der Körper versucht, die Minderdurchblutung durch einen schneller Herzschlag auszugleichen.
  • Auch das Gefühl, dass das Blut in den Beinen “versackt” kennen die meisten Sommerschwangeren zu Genüge.

Wodurch entstehen Kreislaufprobleme in der Schwangerschaft?

In der Schwangerschaft steigt das Blutvolumen etwa um 25% an, das entspricht etwa einem Liter mehr Blut, das Dein Körper pumpen muss. Einzelne Organe werden in den unterschiedlichen Stadien der Schwangerschaft besonders gut durchblutet, anfangs z.B.die Niere, später vor allem das Becken, die Brust und natürlich die Gebärmutter, in der Dein Baby umherschwimmt und heranwächst.

Durch die starke Durchblutung der für die Schwangerschaft besonders wichtigen Organe kommt es zu einer schlechteren Durchblutung mancher anderer Körperteile. Das kann dazu führen, dass Du Kreislaufprobleme bekommst und Dir schwindelig wird. Dein Körper vollbringt wahre Höchstleistungen und manchmal stößt er dabei eben auch an seine Grenzen.

Sind Kreislaufprobleme in der Schwangerschaft gefährlich für Dein Baby und Dich?

Im eigentlichen Sinne stellen leichte Kreislaufprobleme in der Schwangerschaft keine ernstzunehmende Gefahr dar. Ein niedriger Blutdruck an sich ist jedoch zwar unangenehm und lästig, hat aber im medizinischen Sinn keinen Krankheitswert. Dass Du Dir Sorgen machst und Angst um Dein Baby hast, ist völlig verständlich und nachvollziehbar, in den meisten Fällen aber wirklich nicht nötig.

Gefährlich werden kann es allerdings, wenn Du bei einem Ohnmachtsanfall stürzt. Dann besteht natürlich ein Verletzungsrisiko. Gerade dann ist es wichtig, dass Du unsere Tipps zur Vorbeugung beherzigst (siehe unten) und Dein Umfeld über Deine Kreislaufprobleme Bescheid weiß.

Wann solltest Du mit Kreislaufproblemen in der Schwangerschaft zum Arzt gehen?

Eine ärztliche Abklärung von Kreislaufproblemen oder Schwindel in der Schwangerschaft macht Sinn, wenn sie erstmals auftreten. So kannst Du Dich absichern, dass es sich lediglich um niedrigen Blutdruck handelt und nicht um Blutzuckerprobleme, einen zu hohen Blutdruck oder sonstige andere weitaus gefährlichere Krankheitsbilder mit ähnlichen Symptomen handelt.

Ist aber gesichert, dass der niedrige Blutdruck der Grund für die Beschwerden ist, ist ein Arztbesuch nicht bei jeder Schwindelattacke notwendig.

Zum Arzt oder ins Krankenhaus solltest Du gehen, wenn Du onmächtig geworden und kollabiert bist, damit gesichert ist, dass nach dem Sturz an der Plazenta und bei Deinem Baby alles ok ist.

Ansonsten musst Du Dir keine Sorgen machen, wenn das Baby sich normal bewegt, Du keine stärkere Wehentätigkeit bemerkst und es Dir bis auf die Kreislaufroblematik gut geht.

Wie kannst Du Kreislaufproblemen und Schwindelattaken vorbeugen?

  • ausreichend Trinken
    Zwei bis drei Liter täglich sollten es mindestens sein.
  • regelmäßige Mahlzeiten
    Gegebenenfalls auch öfter kleinere Snacks (Obst, Joghurt, Nüsse) über den Tag verteilt, um starke Schwankungen des Blutzuckerspiegels zu vermeiden.
  • Wechselduschen
    Am Besten in leicht gemäßigter Form (lauwarm/ kühl statt heiss/ kalt). Bewege den Duschstrahl in Herzrichtung, die Wechseldusche sollte mit dem kühlen Strahl enden.
  • Massage
    Beispielsweise mit einem Igel- oder auch Tennisball, ebenfalls immer zum Herzen hin.
  • Sport/Bewegung
    In einer gesunden Schwangerschaft spricht nichts gegen körperliche Betätigung. Gerade Schwimmen, spazieren gehen oder Rad fahren sind super, um den Kreislauf in Schwung und den Blutdruck in geregelte Bahnen zu leiten. Erfahre in diesem Artikel mehr zum Thema Sport in der Schwangerschaft.

Welche Therapie hilft gegen Kreislaufbeschwerden und niedrigen Blutdruck in der Schwangerschaft?

  • Kompressionsstrümpfe
    Auch wenn es für viele Schwangere eine Horrorvorstellung ist, im Sommer mit Kompressionsstrümpfen herumlaufen zu müssen: Ich kann Dir aus eigener und langjähriger beruflicher Erfahrung sagen, dass die wirklich Gold wert sind. Wichtig ist, dass Du sie gleich am Morgen nach dem Aufstehen anziehst. Dann sind die Beine noch nicht so dick und schwer und das Anziehen ist mit etwas Übung schnell erledigt. Frag Deinen Frauenarzt nach einem Rezept, dann bekommst Du sie ggf. sogar speziell angepasst und die Kasse übernimmt die Kosten.
  • Aetherische Öle
    Rosmarin oder auch Pfefferminzöl, entweder in einer Duftlampe im Zimmer, als Badezusatz oder einfach auf ein Tuch geträufelt unter die Nase gehalten, können helfen.
  • Homöopathie
    In der Homöopathie gibt es einige Mittel, die bei Kreislaufbeschwerden, Schwindel oder niedrigem Blutdruck eingesetzt werden. Sprich am Besten mit Deiner Hebamme oder einem Homöopathen oder Heilpraktiker.

Kann das Vena cava Syndrom Kreislaufprobleme verursachen?

Beim Vena Cava Syndrom handelt es sich um ein ganz normales, wenn auch teilweise etwas beängstigendes Phänomen, das bei schwangeren Frauen in Rückenlage auftreten kann. Durch die wachsende Gebärmutter und das zunehmende Gewicht des Babys kann in Rückenlage die große Hohlvene (Vena Cava), die alle wichtigen Organe im mütterlichen Körper mit Blut versorgt, abgedrückt werden. Dadurch kommt es zu einer kurzfristigen Minderdurchblutung, die zu massiven Kreislaufbeschwerden, Übelkeit, Schwindel und Herzrasen führen kann. Zeitgleich wird auch die Gebärmutter meistens etwas schlechter durchblutet und das Baby durch die Nabelschnur etwas weniger optimal mit sauerstoffreichem Blut versorgt, was sich beim Ultraschall oder am CTG durch einen Abfall der kindlichen Herztöne zeigen kann.

Solltest Du also vor allem in Rückenlage unter Schwindel und Kreislaufbeschwerden leiden, kann es durchaus sein, dass das Vena Cava Syndrom ein (Mit)Grund ist. Die Beschwerden geben sich meistens nach Umlagerung auf die Seite (am aller-allerbesten die linke Seite) sehr schnell wieder.

Wichtig: Bei einem aktuten Schwindelanfall in der Schwangerschaft solltest Du Dich also nicht auf den Rücken legen! Die Regel “Bei Schwindel auf den Rücken legen und Füße hoch” aus dem Erste-Hilfe-Kurs gilt also nicht für Schwangere.

Du musst Dir aber keine Sorgen machen, dass Du durch die Rückenlage, z.B. beim Schlafen Deinem Baby nachhaltig schadest. Die Natur hat das schon ganz gut geregelt, dass Dir als Mama ebenfalls irgendwann übel oder komisch wird und Du Dich automatisch umdrehst. Also mach Dir keine Sorgen, wenn Du morgens mal quietschfidel auf dem Rücken liegend aufwachst — das hat Deinem Baby sicher nicht geschadet.

Keine Seltenheit: Kreislaufprobleme in der Schwangerschaft

23. März 2018 6 Min.

Eine Schwangerschaft stellt den Körper vor eine große Herausforderung: Der weibliche Körper befindet sich im Umbau und versorgt ein neues Leben. Das ist auch für den Kreislauf eine Mammutaufgabe: Neue Gefäße bilden sich und das Blutvolumen muss ansteigen, um das ungeborene Kind ausreichend zu versorgen. Der Blutdruck kann sich während einer Schwangerschaft daher verändern – was zu Kreislaufproblemen während der Schwangerschaft führen kann.

Die ersten Wochen der Schwangerschaft: Der Kreislauf passt sich an

In einer Schwangerschaft laufen etliche Prozesse im Körper ab, die das Wachstum eines Kindes ermöglichen. Nicht nur der eigene Organismus, sondern auch das ungeborene Kind wird über das Blut mit Nährstoffen versorgt. Zudem werden Stoffwechselabbauprodukte abtransportiert. Zu den Veränderungen gehört die Bildung neuer Blutgefäße im Kreislaufsystem: sie stellen die Versorgung des Embryos sicher. Sind sie ausgereift, kann es durch das vergrößerte Gesamtvolumen der Gefäße zu Kreislaufproblemen bei der werdenden Mutter kommen.

Kritische Situationen für den Kreislauf:

Schnelles Aufstehen aus dem Liegen, schlechte Raumluft, langes Stehen oder hohe Temperaturen reichen manchmal aus, um den geschwächten Kreislauf von Schwangeren an seine Grenzen zu bringen.

Es können Symptome wie Schwindel, Konzentrationsstörungen, Schweißausbrüche und Ohnmacht vorkommen. Eine Ohnmacht ist während einer Schwangerschaft besonders gefährlich: Durch den Sturz können sich Mutter und Fötus verletzen und es kann zu Komplikationen kommen. Besteht die Gefahr eines Kreislaufkollapses durch einen zu niedrigen Blutdruck bei der Frau, kann der behandelnde Arzt vorübergehend Bettruhe verordnen.

Zu wenig Blut im Umlauf kann zu Kreislaufproblemen in der Schwangerschaft führen

Um Mutter und Kind ausreichend mit Sauerstoff zu versorgen und so eine gesunde Entwicklung voranzutreiben, benötigt der Körper in der Schwangerschaft vermehrt Blut. Über den Blut-Kreislauf und die Nabelschnur gelangen Nährstoffe zum ungeborenen Kind. Um die erhöhten Anforderungen zu erfüllen, setzt in der Schwangerschaft eine vermehrte Blutbildung ein – geschieht dies nicht, leiden Schwangere häufig unter einer temporären Blutarmut (Anämie).

Um die Blutbildung zu unterstützen ist es wichtig, ausreichend Flüssigkeit aufzunehmen. Wird der Flüssigkeitsbedarf nicht gedeckt, kann es durch die veränderten Umstände zu einem niedrigen Blutdruck und Kreislaufproblemen in der Schwangerschaft kommen. Die oben gennannten Symptome können unter Umständen zu Komplikationen führen.

Kreislaufprobleme in der Schwangerschaft: Progesteron entspannt die Gefäßwände

Während einer Schwangerschaft entsteht im Körper vermehrt das Hormon Progesteron (ein weibliches Geschlechtshormon). Es wird in jedem Zyklus in der Gebärmutterschleimhaut bereits vor der Befruchtung der Eizelle gebildet und bereitet die Einnistung vor. Im Falle einer Schwangerschaft steigt die Konzentration des Hormons weiter an – bis zur Geburt bleibt der Progesteron-Spiegel erhöht.

Progesteron leitet Umstellungen im Körper der Mutter ein. Dazu gehört unter anderem die Veränderung der Blutgefäße: Progesteron veranlasst, dass die Gefäße elastischer werden. Der Innendruck sinkt dadurch etwas ab und gerade in der Anfangsphase einer Schwangerschaft kann das zu Kreislaufproblemen und einem etwas niedrigeren Blutdruck führen.

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Schwangerschaft und Kreislauf: Ein Anstieg des Blutdrucks ist möglich

Nach den ersten Schwangerschaftswochen hat sich der Blutdruck der werdenden Mutter in den meisten Fällen so weit reguliert, dass die Kreislaufschwächen ausbleiben. Durch das zusätzliche Blut im Organismus kann es nun sogar zu einem leicht erhöhten Blutdruck kommen. Die Schwankungen sind während einer Schwangerschaft normal und bei den meisten Frauen unbedenklich.

Der behandelnde Gynäkologe wird bei den Vorsorgeuntersuchungen während der Schwangerschaft den Blutdruck genau kontrollieren, sodass krankhafte Veränderungen entdeckt und gegebenenfalls behandelt werden können. Stress in der Schwangerschaft kann zu einem erhöhten Blutdruck führen – zum Schutz von Mutter und Kind kann Bettruhe verordnet werden.

Gesunder Kreislauf während der Schwangerschaft durch Ernährung und Bewegung

Eine gesunde Lebensweise kann den Kreislauf während der Schwangerschaft positiv beeinflussen. Dazu sind eine ausgewogene Ernährung und ausreichend Bewegung die besten Mittel. Im Hinblick auf den erhöhten Nährstoff- und Blutbedarf kann eine Nahrungsergänzung sinnvoll sein. Eine Supplementierung sollte allerdings nie ohne Absprache mit dem behandelnden Arzt erfolgen. Eisenpräparate können die Blutbildung unterstützen und Kreislaufproblemen in der Schwangerschaft so vorbeugen.

Regelmäßige, leichte körperliche Aktivität kurbelt den Kreislauf an und kann sowohl die Gefahr einer Hypotonie (zu niedriger Blutdruck) als auch einer Hypertonie (zu hoher Blutdruck) reduzieren: Durch Training muss sich der Blutdruck immer wieder neuen Situationen anpassen und kann dadurch Extremsituationen besser verarbeiten.

Hallo, Kreislauf! (SSW 6)

6. Januar 2017 Kategorie: Blogartikel

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Das Hübchen ist schon so groß, da kann ein neues Baby nicht schaden, dachten der Mann und ich. Heute bin ich schon in der 14. Schwangerschaftswoche, will aber auch die letzten Wochen mit euch teilen. Deswegen machen wir nun einen Zeitsprung in Schwangerschaftswoche 6. Und das bedeutete: Erst mal ankommen in der neuen Schwangerschaft. Und ein bisschen Schwindel.

6. Woche bedeutet ja rein rechnerisch: 5 Wochen plus x Tage schwanger, bedeutet aber eigentlich: Der Embryo ist gerade mal 3 Wochen + x Tage alt, weil man ja eben nicht ab der Einnistung rechnet, sondern den gesamten letzten Zyklus mit dazu nimmt. Klingt kompliziert? Finde ich auch. Ich muss also immer ein bisschen rückwärts rechnen um mir vorzustellen, dass das kleine Fischchen in mir gerade mal drei Wochen und ein paar Tage alt ist, aber vermutlich sogar schon ein schlagendes Herz hat. Obwohl es erst so groß ist wie ein Sesamkorn!

Ich habe von meiner Mama so ein herrliches altes Buch von 1979 geerbt. Das war damals sicher eine Sensation, weil es echte Fotos von Babys im Mutterleib abbildet und ansonsten viel Unfug über Schwangerschaft und Geburt erzählt (das Kapitel über den werdenden Vater steht beispielsweise gleich am Beginn des Buches, erst danach geht es endlich um die Frau, ich schätze, viel mehr muss ich euch dazu nicht erzählen). Ich blättere trotzdem immer gerne darin und schaue mir die Bilder an, von kleinen echsen-artigen Embryos und von Föten, die aussehen wie gruselige Aliens.

Bei Hübchens Schwangerschaft war ich auch schon extrem fasziniert von der Frühschwangerschaft. In mir drin passiert gerade Entscheidendes, und ich bekomme davon gar nix mit! Wenn das nicht Nervenkitzel pur bedeutet! Für mich fühlt es sich jedenfalls genau so an. Als das wachsende Hübchen damals auch meinen Bauch zum wachsen brachte und ich seine Bewegungen spüren konnte, verflog die Spannung dann ein wenig. Die ersten drei bis vier Monate waren dagegen besonders faszinierend.

Mein Freund, der Schwindel

Neben aller Faszination für das in meinen Augen fast übernatürliche, das da gerade in meinem Uterus passiert, habe ich glücklicherweise auch genug Zeit, mich mit dem weltlich-alltäglichen zu beschäftigen. Da wäre zum Beispiel mein Kreislauf, der sich nun langsam aber sicher von mir verabschiedet. Ich kenne das schon aus der Schwangerschaft mit dem Hübchen, aber gute alte Freunde sind der Schwindel und ich trotzdem nicht. Besonders blöd ist es beim Yoga-Training, denn irgendwie hat man doch bei einem Großteil der Asanas den Kopf nach unten. Ich schätze mal, spätestens in zwei Wochen ahnen alle aus meinem Yogakurs, dass mit mir irgendwas los ist.

Dafür scheine ich dieses Mal keine Entzündung am Eierstock entwickelt zu haben. Das war nämlich beim Hübchen der Fall, an der Seite, an der das Ei gesprungen war. Und das tat etliche Wochen ganz schön weh! So ungefähr, wie ein unsportliches Kind während der Bundesjugendspiele sich mit Dauer-Seitenstichen fühlt (ja, ich rede aus Erfahrung). Diesmal gibt es also keine Schmerzen und auch die Übelkeit hat mich noch nicht erwischt (wobei ich da wenig Hoffnung habe, dass sie mich verschont – die kam beim Hübchen nämlich auch erst später und blieb dann dafür extra lange).

Meine neue, alte Hebamme

Diese Woche habe ich außerdem meine Hebamme angerufen. Und es war schön, am Telefon direkt mit Namen begrüßt zu werden und zu wissen, dass wir uns schon kennen und mögen! Sie hat damals schon Hübchens Geburt begleitet und mich im Wochenbett betreut. Und jetzt habe ich einfach großes Glück, dass sie und ihre Kollegin beschlossen haben, sich selbstständig zu machen und auch wieder Hausgeburten zu betreuen. Die meisten Hebammen und Hebammenzentren haben ja mittlerweile leider die Geburtshilfe aufgegeben (die Hintergründe könnt ihr hier nachlesen).

Jetzt warte ich aber erst mal meinen ersten Arzttermin in zwei Wochen ab, weil ich das kleine Herz gerne einmal schlagen sehen möchte. Bald danach treffe ich mich dann auch das erste Mal mit meiner Hebamme. Und ich hab irgendwie im Gefühl, dass zum Schwindel dann noch ein paar andere ungeliebte Symptome dazugekommen sein werden…

Hier geht es zur 7. Schwangerschaftswoche.

Und hier geht es zur Übersicht über alle veröffentlichten Schwangerschafts-Wochenberichte: Klick.

Bauch und Gewichtszunahme der 22. SSW

In der 22. SSW sind Sie bereits im sechsten Monat schwanger und haben die Halbzeit hinter sich. Noch fühlen Sie sich wahrscheinlich richtig gut. Doch der Bauchumfang ist in der 22. SSW schon erheblich gewachsen und kann bestimmte Bewegungen stark beeinflussen. Da Ihr Baby ab dieser Woche nicht mehr in die Länge wächst, sondern Fett anbaut, macht sich das auch bei Ihnen bemerkbar. Ab der 22. SSW ist eine wöchentliche Gewichtszunahme von etwa 250 Gramm üblich. In den vorherigen Wochen waren es etwa 225 Gramm. Der Bauch benötigt nach wie vor auch in der 22. SSW eine intensive Pflege, denn noch wird er auch weiterhin wachsen. Umstandsmode ist kaum zu vermeiden.

Gewichtszunahme ab der 22. SSW

Ihr Baby ist in der 22. SSW schon komplett entwickelt, nur ist es noch sehr dünn. Es ist jetzt etwa 27 cm lang und wird nun nicht mehr so schnell an Größe gewinnen. Es wird nun mehr Gewicht zu nehmen, denn es ist erst gerade mal 475 Gramm schwer. Das ist schon mal mehr als die vorherige Schwangerschaftswoche mit etwa 350 Gramm. Diese Gewichtszunahme ab der 22. SSW macht sich auch bei Ihnen bemerkbar. Vermehrt spüren Sie Heißhungerattacken und haben einen großen Appetit. Achten Sie auf eine ausgewogene und gesunde Ernährung, so legen Sie nicht mehr Pfunde als nötig zu, sondern versorgen auch Ihren Körper und decken auch den Bedarf Ihres Kindes an wichtigen Nährstoffen. Ganz wichtig ab der 22. SSW ist die Einnahme von ausreichend Magnesium. Denn Ihr Kind braucht nun sehr viel davon und das kann für Sie einen Mangel bedeuten. Schmerzende Muskeln und Muskelkrämpfe können die Folge sein. Nicht nur Bewegung, sondern auch die Zufuhr des Spurenelementes helfen dagegen. Fisch, Fleisch, grünes Gemüse und Milchprodukte beinhalten Magnesium. Ihr Frauenarzt kann Ihnen gegebenenfalls sogar ein zusätzliches Präparat verschreiben.

SSW 22: Entwicklung des Babys

Bauchumfang ab der 22. SSW

Seit Beginn des sechsten Schwangerschaftsmonats hat für viele werdende Mamas auch die kugelrunde Zeit begonnen. Die Gebärmutter ist nun weiterhin am Wachsen und befindet sich schon über dem Bauchnabel mit ihrer oberen Kante. Sie ist hart und schützt Ihr Kind. Bis zum Ende der Schwangerschaft wird ihr Fundus etwa auf Höhe des Brustbeins wachsen. Der Bauchumfang nimmt daher stetig ab der 22. SSW zu. Oftmals wird es nun schwerer die Füße zu sehen oder sogar die Schuhe. Achten Sie darauf, dass Sie ab nun feste und flache Schuhe tragen. Ihr Körperschwerpunkt ändert sich nun nach vorne und nur so schonen Sie Ihren Rücken und halten das Gleichgewicht. Durch den wachsenden Bauchumfang ab der 22. SSW wird es zunehmend schwer die alten Klamotten anzuziehen. Ohne Umstandsmode geht es für die meisten Frauen nun nicht mehr. Beim Kauf von Hosen sind weite, elastische Bauchbänder ein Muss. Diese zwicken nicht und der Bauch wird dadurch nicht gequetscht. Schicke Umstandsmode in allen Farben, Formen und Designs finden Sie nicht nur im Internet, sondern auch im örtlichen Handel.

Regelmäßige Bauchpflege ab der 22. SSW

Seit Ihr Bauch das erste Mal fester geworden ist und begonnen hat sich zu festigen, ist eine regelmäßige Pflege des Bauches sehr wichtig. Auch ab der 22. SSW ist die Pflege Ihres Bauchs von großer Bedeutung. Ihr Baby wird nun schwerer und somit wird die Haut um einiges belastet. Eine unzureichende Pflege kann nicht nur mehr Dehnungsstreifen bedeuten, sondern auch eine sehr strapazierte Haut. Denken Sie daran, dass Ihre Haut in der Schwangerschaft auch mit den Hormonen und dem Wachstum zu kämpfen hat. Sie benötigt ausreichend Flüssigkeit und eine regelmäßige Pflege. Nur so können Sie nicht nur Dehnungsstreifen gering halten, sondern auch die Haut dehnbar halten und ihr beim Wachsen helfen. Nach der Geburt kann sich eine super gepflegte Haut leichter zurückentwickeln. Verwenden Sie für Ihre Pflege Öle, Lotionen und Cremen, die Sie im Handel oder in Drogerien, für schwangere Frauen finden. Passen Sie allerdings bei ätherischen Ölen auf, diese können vorzeitige Wehen auslösen. Sprechen Sie bei Unsicherheit mit Ihrem Praxisteam oder Ihrer Hebamme. Auch andere Frauen, die bereits Kinder haben oder schwanger sind, können Ihnen hilfreiche Tipps geben.

Quellen

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Über Verena Janssen

Die 38-Jährige Autorin und Mutter lebt mit ihrem Mann und ihren Kindern Paul Oskar (7) und Ella Marie (4) in schönen Fulda. Sie liebt Musik und versucht momentan ihren Kindern das Klavier spielen beizubringen. Wenn sie mal etwas Zeit für sich hat, powert sie sich beim Volleyball spielen aus.

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Schwanger 6.Monat

Das Baby im 6. Monat der Schwangerschaft

Ihr Baby ist nun schon ein kleiner Genießer geworden. Das beruhigende Hin- und Herschaukeln im Bauch der Mutter tut ihm gut. Kommt Mami mal zu Ruhe beginnt es selbst sich zu bewegen. Es dreht sich wie in Schwerelosigkeit, tastet die Wand der Gebärmutter ab und übt am Daumen das Saugen. Leider hält sich „Baby“ nicht immer an Ihren gewohnten Tag/Nacht-Rhythmus.

Das Baby braucht jetzt mehr und mehr Platz, die Menge des Fruchtwassers hat jetzt das Maximum erreicht. Es wird davon trinken und die Verdauungsorgane auf ihre zukünftigen Aufgaben vorbereiten. Vielleicht bekommt es sogar einmal einen Schluckauf, Sie werden es spüren. Die ersten Wimpern wachsen, Fuß- und Fingernägel werden härter, wie auch die Knochen und die Brustwarzen sind bereits zu erkennen. Wer ganz genau hinhört, kann bereits das Schlagen des kleinen Herzens hören.

Ende des 6. Monates wird Ihr Kind ungefähr 700 Gramm wiegen und eine Scheitel-Steiß-Länge (SSL) von 20 bis 25 cm erreichen (zur Gewichts- und Größentabelle).

Was passiert mit Ihnen in der 21. bis 24. SSW?

Es wird langsam anstrengender und Ihr Kreislauf ist stärker belastet. Sie sollten sich trotzdem viel an frischer Luft bewegen, auch um den Kreislauf Ihres Babys zu trainieren, denn eine hohe Sauerstoffkonzentration in Ihrem Blut kommt direkt bei Ihrem Baby an. Und es gibt nachweislich einen Lerneffekt: bewegen Sie sich viel, wird später auch Ihr Kind bewegungsfreudig sein.

Die Haut Ihres Bauches wird immer mehr spannen, möglicherweise treten rauhe Stellen an Armen oder Beinen auf. Pflegetipps für eine schöne Haut in der Schwangerschaft sind eine sanfte Massage und ein wenig Körperlotion

Vielleicht werden Sie hin und wieder etwas Sodbrennen haben. Das liegt an der nach oben verschobenen Gebärmutter, die den Schließmuskel zwischen Magen und Speiseröhre blockieren kann. Übliche Gegenmittel: etwas Heilerde aus der Apotheke holen, in Wasser auflösen und morgens und abends einen Schluck davon trinken.

Die Gebärmutter wird zudem im Bauch immer mehr Platz einnehmen. Dadurch entstehen zum Teil seitlich starke Bänderschmerzen. Sie kann erste Kontraktionen hervorrufen. Ein völlig normales Phänomen, so lange diese “Übungswehen” unregelmäßig und nicht mehr als 10 Mal pro Tag auftreten, besteht kein Grund zur Beunruhigung.

Nun, manche Frauen haben jetzt das Gefühl, dass Ihnen alles „zu viel“ wird, oder bekommen Angst, den Herausforderung nicht gewachsen zu sein. Sprechen Sie darüber, mit Ihrem Partner, einem Familienmitglied, Freunden, Ihrem Arzt oder bei einer Beratungsstelle.

Ihre Umgebung kann Ihnen in dieser Phase Mut machen und auch moralisch unter die Arme greifen. Vielleicht auch der richtige Moment die Baby-Party zu organisieren oder die Einkaufsliste für Baby-Erstausstattung fertig zu stellen.

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Haltungsschäden vorbeugen

Hoffentlich haben Sie bisher Glück gehabt und sind von Rückenschmerzen verschont geblieben. Die Wahrscheinlichkeit, dass es auch nach der 21. SSW noch dazu kommen wird, ist aber recht gross, denn je dicker der Bauch wird, umso mehr Arbeit muss die Rückenmuskulatur leisten.

Gute Haltung ist jetzt doppelt wichtig: Stehen Sie immer so gerade wie möglich, und lassen Sie das Becken nicht nach vorne kippen. Bei längerem Sitzen sollten Sie mit einem kleinen Kissen den Rücken im unteren Bereich abstützen. Rückenschmerzen können nachlassen, wenn Sie eine Zeitlang flach auf dem Rücken liegen und den Kopf und die Unterschenkel mit Kissen etwas höher lagern.

Ernährung im 6. Schwangerschaftsmonat

Denken Sie, wie bereits im 5. Monat, an einen ausgewogenen und vollwertigen Speiseplan. Im Falle von vermehrt auftretenden Sodbrennen ein Hinweis: Es gibt Nahrungsmitteln die basenüberschüssig sind und Magensäure neutralisieren. dazu gehören Butter, Kartoffel, Salat und Gemüse, aber auch Olivenöl, Kräutertees und Haferflocken.

Wenn Sie feststellen, dass Sie zu oft und zu lange müde werden, kann dies ein Zeichen für Eisenmangel (Blutarmut) sein. Bei Bedarf können Eisentabletten verschrieben werden. Ihr Arzt empfiehlt Ihnen zudem, sich zunehmend auszuruhen.

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Ärztliche Vorsorge im 6. Monat

Die 5. Vorsorgeuntersuchung steht an – Muttermund, Fundusstand, Puls und Gewicht werden kontrolliert. Eine Beckendiagnostik gibt Aufschluss, ob eine Geburt auf natürlichem Weg möglich ist. Bei zierlich gebauten Frauen ist das Becken manchmal sehr eng. Ihr Urin wird auf Zucker und bestimmte Proteine (Albumin) untersucht. Falls Sie einmal Probleme mit dem Blutzucker hatten, sagen Sie es Ihrem Arzt.

Beim zweiten Ultraschall wird untersucht, ob sich das Kind weiterhin gut entwickelt. Dafür wird es ausgemessen und die Werte mit Normkurven der fetalen Entwicklung verglichen. Dabei wird vor allem auf die Organentwicklung geachtet. Außerdem wird die Plazenta und die Fruchtwassermenge überprüft.

Es wird nun auch Zeit, darüber nachzudenken, wo und wie Sie Ihr Baby zur Welt bringen möchten, lassen Sie sich von Ihrem Arzt oder einer Hebamme beraten, auch über die Risiken einer eventuellen Hausgeburt.

… und was wird Sie in den nächsten Wochen erwarten:

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22. SSW: Unterleibsschmerzen & Bauchschmerzen

Mit zunehmender Größe Ihres Kindes nimmt auch der Bauchumfang zu. Da die Gebärmutter nicht nur Ihr Baby enthält, sondern auch das schützende Fruchtwasser und die Plazenta, ist diese auch schwer und kann so auf verschiedene Organe drücken. Die Bänder im Mutterleib sind sich daher immer weiter am Dehnen und es kann zu Unterleibsschmerzen und Bauchschmerzen in der 22. SSW kommen. Ein Stechen und Ziehen im Bauchraum ist kein Grund zur Sorge und eine übliche Folge in der Schwangerschaft. Durch den Druck der Gebärmutter kann es allerdings auch zu Rückenschmerzen in der 22. SSW kommen. Der Beckenboden wird in der Schwangerschaft stark belastet und kann so verschiedene Beschwerden auslösen, wenn dieser nicht ausreichend gestärkt oder sogar verletzt ist.

22. SSW: Kein Grund zur Sorge bei Unterleibsschmerzen

Mit Beginn der Schwangerschaft hat die Gebärmutter eine wertvolle Aufgabe übernommen. Sie gibt Ihrem Kind einen Lebensraum. Sie beinhaltet so das Fruchtwasser, dass Ihr Baby schützend trägt und vor äußeren Stößen schützt, sowie die Plazenta, die Ihr Baby mit wichtigen Nährstoffen versorgt. Sie übernimmt auch die Reinigung des Fruchtwassers und wird nach der Geburt als Mutterkuchen ausgeschieden. Daher beginnt Ihr Körper schon früh, die Bänder der Gebärmutter zu dehnen. Diese tragen nun schließlich das vollständige Gewicht. Auch ist dieses Ziehen und Dehnen der Bänder eine Vorbereitung auf die Geburt. Diese Dehnübungen haben zur Folge, dass sich Unterleibsschmerzen auch in der 22. SSW bemerkbar machen.

SSW 22: Entwicklung des Babys

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Nicht mehr außer Atmen – dank Nasenstaubsauger.

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22. SSW: Bauchschmerzen in der Schwangerschaft

Diese Bauchschmerzen in der 22. SSSW sind meist sehr unangenehm und kann sogar Krämpfe beinhalten, die an Regelschmerzen erinnern. Doch kein Grund zur Panik! Schmerzen im Bauch, solange nicht regelmäßig, sind in der Schwangerschaft gewöhnlich. Machen sich aber zu dem Ziehen im Bauch auch stark anhaltende Krämpfe, Ausfluss, Blutungen oder Fieber bemerkbar, können dies Anzeichen für eine Fehlgeburt sein. Suchen Sie hier umgehend Ihren Arzt auf! Wenn Sie Bedenken haben bezüglich Ihrer Schmerzen, wenden Sie sich immer an Ihren Arzt oder Hebamme. Diese zerstreuen Ihre Sorgen oder können vorzeitig einschreiten, bevor es zu einem Abort kommt.

Rückenschmerzen in der 22. SSW

Mit dem Druck der wachsenden Gebärmutter kann diese auch auf den Beckenboden gewaltig drücken und so die Muskeln und den Beckenboden stark belasten. Diese können sich als Rückenschmerzen in der 22. SSW bemerkbar machen. Hierbei ist allerdings zu beachten, das Beckenschmerzen nicht mit gewöhnlichen Massagen behandelt werden können und diese die Schmerzen sogar noch verschlimmern können. Suchen Sie einen spezialisierten Physiotherapeuten auf. Dieser kann Ihnen Übungen zeigen, wie Sie Ihr Becken trainieren können.

Doch chronische Rückenschmerzen, die zum Beispiel durch schweres Tragen und Heben, falsche Haltung oder sogar zu langes Stehen und Sitzen ausgelöst werden, können mit warmen Auflagen, Massagen und körperlichen Übungen gelindert werden. Auch hilft es, auf hochhackige Schuhe in der Schwangerschaft zu verzichten und stattdessen auf flache Schuhe zurückzugreifen. Dies schont nicht nur den Rücken, sondern gibt auch einen festen Tritt. Achten Sie auch darauf, immer aus der Hocke zu heben, den Rücken gerade zu halten und nicht schwerer als fünf Kilo zu tragen. Vermeiden Sie es, lange zu stehen und zu sitzen, so schonen Sie Ihren Rücken und beugen Rückenschmerzen ab der 22. SSW vor.

SSW 22

22. SSW: Das verändert sich bei Ihnen

Rund um den Warzenhof Ihrer Brüste wachsen in der 22. SSW kleine Erhebungen, die sogenannten Montgomery-Drüsen. Diese kleinen Talgdrüsen machen sich langsam für ihren Einsatz bereit: Sie produzieren ein fetthaltiges Sekret, das die Brustwarze geschmeidig macht und vor Verletzungen schützt. Damit bereiten sie diese empfindliche Körperregion auf das Stillen vor. Angeblich sondern die Drüsen auch Duftstoffe ab, die dem Säugling später den richtigen Weg zur Futterquelle weisen.

Wenn jetzt bei Ihnen wieder der Heißhunger zuschlägt, ist das kein Wunder. Schließlich ist in der 22. SSW Ihr Bauch-Bewohner ein respektabler „Mit-Esser“. Das bedeutet: Eine Gewichtszunahme von ungefähr 250 Gramm pro Woche ist nun normal.

Neben Energie (ver-)braucht Ihr Kind auch viel Magnesium. Ein Mangel macht sich bei Ihnen in Muskel- und Magenkrämpfen bemerkbar. Versuchen Sie zunächst über magnesiumhaltige Nahrung (z. B. Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, Nüsse, Fleisch) Ihren Bedarf zu decken. Lindert dies die Beschwerden nicht, sprechen Sie mit Ihrem Arzt über die Einnahme eines Magensiumpräparats. Denn ein starker Mangel über längere Zeit kann im schlechtesten Fall frühzeitige Wehen und eine Fehlgeburt auslösen.

Bauchschmerzen in der Schwangerschaft: Sie begleiten Dich und sind je nach Fall aber mehr oder weniger stark. Manche spüren sie als leichtes oder mittelschweres Ziehen, andere haben mit Krämpfen zu kämpfen. In den meisten Fällen musst Du Dich aber nicht sorgen: Die Bauchschmerzen in der Schwangerschaft sind oft auf die wachsende Belastung durch die Schwangerschaft zurückzuführen. Aber wann sollte ärztliche Hilfe aufgesucht werden, um Krankheiten und Schwangerschaftskomplikationen auszuschließen?

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Bauchschmerzen in der Schwangerschaft – Die Ursachen

Wenn Du ein leichtes Ziehen im Unterleib spürst, kann dies ein erstes Anzeichen für eine Schwangerschaft sein. Der Grund dafür ist logisch: Das Wachstum von Uterus und Kind belastet Muskeln, Bänder und Organe. Diese Belastung wird größer, je weiter Deine Schwangerschaft fortschreitet. Ziehende Schmerzen an den Mutterbändern (zwei flexible Muskelfaserbänder, die die Gebärmutter am Becken verankern und deren Lage stabilisieren) gehören zu den typischen Beschwerden während einer Schwangerschaft. Sie können sich in manchen Fällen auch als Krämpfe äußern. Je näher die Geburt rückt, desto mehr werden die Mutterbänder beansprucht. Das spürst Du meist als Schmerzen auf beiden Seiten des Bauches sowie als Rückenschmerzen. Kreuz- und Leistenbänder schmerzen und Du scheinst so etwas wie Unterleibsschmerzen zu spüren, die sich ähnlich wie Menstruationsbeschwerden oder Muskelkater anfühlen.

Ebenfalls nicht ungewöhnlich: Für Bauchschmerzen in der Schwangerschaft kann auch eine Verstopfung verantwortlich sein. Der Körper produziert während des neuen Umstands große Mengen des Hormons Progesteron. Das sorgt zum Beispiel für eine verlangsamte Darmbewegung und die Schmerzen in der Bauchregion.

Bauchschmerzen in der Schwangerschaft – Schwangerschaftskomplikationen?

Leider sind Bauchschmerzen in der Schwangerschaft nicht immer ungefährlich. Sie können auch ein Anzeichen für Schwangerschaftskomplikationen sein. Gerade zu Beginn Deiner Schwangerschaft können (starke) Bauchschmerzen Hinweis auf eine frühe Fehlgeburt (bis zur 12. Schwangerschaftswoche) sein. Diese geht mit Blutungen und krampfartigen Schmerzen im unteren Bereich des Bauches einher. Aber auch eine sogenannte extrauterine (außerhalb der Gebärmutter befindliche) Schwangerschaft, oftmals eine Eileiterschwangerschaft, kann in einem solchen Fall vorliegen. Eine unbemerkte Eileiterschwangerschaft geht mit Blutungen und starken Schmerz-Zuständen einher. Sie beginnen auf der Seite, auf der sich der Embryo befindet. Später breiten sie sich gar im gesamten Bauch aus. Wichtig: In beiden Fällen ist die ärztliche Hilfe dringend notwendig!

Nicht nur zu Beginn der Schwangerschaft solltest Du mögliche Schmerzen ernst nehmen. Im zweiten Trimester können krampfartige Bauchschmerzen in der Schwangerschaft ein Hinweis auf eine späte Fehlgeburt (von der 13. bis 23. Schwangerschaftswoche) sein. Glücklicherweise kommt dieser Fall statistisch gesehen selten vor. Solltest Du jedoch neben starken Schmerzen im Bauch auch Blutungen oder Ausfluss haben, solltest Du sofort einen Arzt aufsuchen und Dich untersuchen lassen.

Eine Frühgeburt zwischen der 24. und 37. Schwangerschaftswoche kann sich ebenfalls durch Bauchschmerzen, Becken- oder Rückenschmerzen ankündigen. Sollten diese unnormal heftig sein, solltest Du direkt ins Krankenhaus fahren. So könnte sich der verfrühte Geburtsbeginn noch verzögern oder stoppen lassen.

Wie erkenne ich, ob es vielleicht Wehen sind?

Wenn die zweite Hälfte Deiner Schwangerschaft begonnen hat, wirst Du sicherlich auch öfter sogenannte Übungswehen (sogenannte Braxton-Hicks-Kontraktionen) spüren. Dabei zeigt die Gebärmuttermuskulatur leichte Kontraktionen und Dein Bauch wird hart. Ab der 32. Schwangerschaftswoche ist der gesamte Uterus von diesem Phänomen betroffen. Diese Übungswehen bemerkst Du meist in unregelmäßigen Abständen. Sie hören auch meist nach maximal einer Minute wieder auf. Schmerzhaft ist das Ganze für Dich eigentlich nicht.

Sogenannte Vorwehen beginnen in vielen Fällen etwa in der 36. Schwangerschaftswoche. Sie verweisen, wie auch die Übungswehen, auf die nahende Geburt. Auch wenn diese noch etwas dauert. Sie sind für Dich ebenfalls nicht sehr schmerzhaft, verschwinden schnell wieder und treten nicht in regelmäßigen Abstanden auf.

Deine echten Wehen tun dies dagegen sehr wohl. Regelmäßige und sich verkürzende Intervalle sind ein Hinweis darauf. Auch Deine Schmerzen steigern sich immer mehr. Solltest Du vor der 36. Schwangerschaftswoche Wehen mehr als drei Mal pro Stunde mit stärkeren Schmerzen spüren und eventuell auch wässrigen oder blutigen Ausfluss beobachten, solltest Du auf jeden Fall zum Arzt und die Symptome einschätzen lassen. Dies gilt sowieso, wenn Du nicht sicher bist, worum es sich bei Deinen Schmerzen handelt oder sie sich völlig anders anfühlen als zuvor. Gehe lieber ein Mal zu viel als ein Mal zu wenig zum Arzt!

Wann muss ich mir wirklich ärztliche Hilfe suchen?

Sehr starke und/oder anhaltende Bauchschmerzen in der Schwangerschaft sind immer ein Grund, um sich von einem Arzt untersuchen zu lassen. Aber nicht nur Schwangerschaftskomplikationen können dahinter stecken. Auch andere Erkrankungen, wie eine Blinddarm- oder Blasenentzündung, Nieren- oder Gallensteine, können Gründe für Deine Beschwerden sein.

Solltest Du zusätzlich zu den Bauchschmerzen weitere Symptome spüren, ist ebenfalls ärztliche Hilfe notwendig. Mögliche Anzeichen für Erkrankungen sind:

  • Fieber oder Schüttelfrost,
  • Übelkeit, Erbrechen oder Durchfall,
  • Blutungen und/oder auffälliger Ausfluss,
  • Brennen oder Schmerzen beim Wasserlassen.

Was hilft gegen Bauchschmerzen in der Schwangerschaft?

Sollten Deine Bauchschmerzen in der Schwangerschaft nicht auf die körperliche Belastung zurückzuführen sein, sondern auf Verstopfungen, kannst Du gut dagegen ankämpfen. Hier hilft es, viel zu trinken und auf eine ballaststoffreiche Ernährung zu achten. Viel Bewegung in Form von längeren Spaziergängen oder anderen geeigneten Sportarten können ebenfalls Abhilfe schaffen. Sollten Deine Schmerzen auf eine ungünstige Kindslage zurückzuführen sein, kannst Du einmal testen in den Vierfüßlerstand zu gehen. Dein Kind hat durch die Schwerkraft in dieser Stellung mehr Platz und wird eventuell dazu angeregt, sich zu bewegen und eine für Dich angenehmere Position einzunehmen.

Weitere Mittel können Abhilfe gegen Bauchschmerzen schaffen: Bauchmassagen mit wohltuendem Öl (etwa mit Kümmel oder Lavendel) zum Beispiel. Auch Wärmflaschen oder Kirschkernkissen können Deine Schmerzen lindern. Bauchtücher oder Stützbänder sind in einem fortschreitenden Stadium der Schwangerschaft hilfreiche Mittel, um gegen die Schmerzen vorzugehen. Solltest Du aber wirklich einmal nicht ohne Tabletten auskommen, kannst Du Medikamente mit dem Wirkstoff Paracetamol verwenden. Ohne Rücksprache mit Deinem Arzt solltest Du so etwas aber nicht einnehmen. Sichere Dich am besten immer vorher ab und lass Dich bei ungewöhnlichen Schmerzen immer untersuchen. Sicher ist sicher: für Dich und Dein Kind!

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Bauchschmerzen in der Schwangerschaft: Worauf jede werdende Mami unbedingt achten sollte

Schon kleinste Veränderungen versetzen werdende Mütter in Alarmbereitschaft – besonders, wenn es sich um Beschwerden im Bauch handelt. Doch keine Sorge: In den meisten Fällen sind Bauchschmerzen in der Schwangerschaft harmlos.

Das sind die Ursachen für Bauchschmerzen in der Schwangerschaft

Die meisten Frauen leiden während der Schwangerschaft unter Bauchschmerzen. Das ist ganz normal und bedeutet in der Regel nichts Schlimmes. Schuld sind die vielen Veränderungen im Körper.

Leicht ziehende Bauchschmerzen werden in der Schwangerschaft oft von den Mutterbändern hervorgerufen. Das sind flexible Muskelfaserbänder, die die Gebärmutter stabilisieren. Durch das stetig wachsende Baby dehnen sich die Bänder und sorgen speziell gegen Ende der Schwangerschaft für Probleme.

Eine weitere Ursache für Bauchschmerzen in der Schwangerschaft ist Verstopfung, mit der viele werdende Mamis kämpfen. Zu Beginn der Schwangerschaft produziert der Körper große Mengen des Hormons Progesteron, das u.a. dafür sorgt, dass die Darmbewegung verlangsamt wird.
Mehr lesen: Verstopfung in der Schwangerschaft

Neben diesen harmlosen Ursachen für Bauchschmerzen in der Schwangerschaft gibt es jedoch auch einige, die auf eine Fehlgeburt, Eileiterschwangerschaft oder einen Gebärmutterriss hindeuten können. Nehmt Beschwerden deswegen immer ernst und sucht euren Arzt auf, wenn ihr starke, plötzlich einsetzende Unterleibsschmerzen habt.

Bauchschmerzen in der frühen Schwangerschaft

In den ersten drei Monaten ist das Risiko für eine Fehlgeburt hoch. Schwangere werden in dieser Zeit besonders nervös, wenn sie Bauchschmerzen oder ein Ziehen verspüren. Dabei ist dieses Ziehen ganz normal. Man spürt, wie die Gebärmutter wächst, sich neue Gefäße bilden und sich der ganze Körper auf das Baby einstellt.
Und: Leichte Bauchschmerzen können ein allererstes Zeichen für die Schwangerschaft sein. Manche Frauen spüren die Einnistung der Eizelle in der Gebärmutter als leichtes Ziepen.

Gerade in dieser ersten Phase der Schwangerschaft solltet ihr jedoch besonders auf weitere Symptome achten. Sind die Bauchschmerzen stark und auf eine Seite des Bauchs konzentriert, kann das ein Zeichen für eine Eileiterschwangerschaft sein.

Nicht verwechseln: Bauchschmerzen & Wehen in der Schwangerschaft

In der zweiten Hälfte der Schwangerschaft können Bauchschmerzen auch erste Wehen sein. Insbesondere, wenn der Bauch hart wird. Auch hier besteht erstmal kein Grund zur Besorgnis. Ab der 20. Schwangerschaftswoche kann es zu Übungswehen kommen, das ist ganz normal.

SOS-Hilfe bei Bauchschmerzen in der Schwangerschaft

Bauchweh kann ziemlich unangenehm sein und ihr wollt es sicherlich so schnell wie möglich wieder loswerden. Was ihr gegen die Bauchschmerzen in der Schwangerschaft macht, hängt davon ab, woher sie kommen.

Bei Schmerzen durch eine Verstopfung solltet ihr viel trinken und ballaststoffreiche Lebensmittel essen. Das Trinken von Kamillen- und Fencheltee kann ebenfalls helfen.

Die besten Lebensmittel gegen Verstopfung:

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Kommen die Bauchschmerzen während der Schwangerschaft durch die körperlichen Veränderungen, könnt ihr nach Ablauf der ersten drei Monate eine lauwarme Wärmflasche zur Entspannung auf den Bauch legen. Das Wasser darf aber nicht wärmer als 40 °C sein. Alternativ könnt ihr euch in die Badewanne legen.

Auf Schmerzmittel solltet ihr verzichten. Nach Rücksprache mit dem Arzt darf bei starken Beschwerden eine Paracetamol genommen werden.

Kreislaufbeschwerden in der Schwangerschaft

Sie sieht dann Sternchen oder es wird ihr schwarz vor den Augen. Auch Hitzewallungen oder eventuell Herzklopfen können hinzu kommen. Niedriger Blutdruck ist an sich noch nicht bedenklich, nur wenn die Werte dauerhaft sehr niedrig sind und zu stärkeren gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen, muss darüber nachgedacht werden, Medikamente einzunehmen. Zuvor kann jedoch versucht werden, ob das Tragen von Kompressionsstrümpfen hilft. Durch die eng anliegenden Strümpfe wird verhindert, dass das Blut in den Beinen versackt und der Rücktransport durch die Venen erleichtert.

Bei Kreislaufbeschwerden sollten etwa 3 l/Tag getrunken werden. Es empfiehlt sich auch, über den Tag verteilt 5 kleinere Mahlzeiten zu sich zu nehmen. So werden größere Schwankungen des Blutzuckerspielgels verhindert, was auch Auslöser für Schwindel und Kreislaufprobleme sein kann. Darum sollten Schwangere immer ein Päckchen Traubenzucker dabei haben.

Durch Bewegung und Sport wird der Kreislauf am besten angeregt. Versuchen Sie also, täglich spazieren zu gehen, zu schwimmen oder mit dem Rad zu fahren.

Stehen Sie langsam auf! Am besten machen Sie vor dem Aufstehen noch im Bett oder im Sitzen Fuß- und Venengymnastik, um die Blutzirkulation in Schwung zu bringen. Dazu kreisen Sie die Füße und kippen und strecken die Füße. Es ist auch sinnvoll, noch vor dem Aufstehen ein Glas Wasser oder Apfelschorle zu trinken.

Informieren Sie Ihren Arzt und Ihre Hebamme von den Kreislaufbeschwerden. Denn Schwindelgefühle können auch durch Bluthochdruck und Blutarmut (Eisenmangel) zu Stande kommen. Daher ist es wichtig, regelmäßig den Blutdruck zu messen.

Warum niedriger Blutdruck in der Schwangerschaft nicht harmlos ist

Meist heisst es, niedriger Blutdruck ist nicht so gefährlich wie hoher Blutdruck. Ein niedriger Blutdruck in der Schwangerschaft ist jedoch nicht ganz so harmlos. Die Kreislaufprobleme können zu einer Unterversorgung des Babys führen. Mit ein paar Massnahmen können Sie vorbeugen.

Regelmässige Kontrolle des Blutdrucks ist in der Schwangerschaft sehr wichtig. Foto: iStockphoto, Thinkstock

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Von Julia Wohlgemuth

Die meisten Menschen wissen, dass ein zu hoher Blutdruck beispielsweise für Herzinfarkt verantwortlich gemacht wird. Ein zu niedriger Blutdruck dagegen kann zwar die Lebensqualität beeinträchtigen, gilt jedoch im Grossen und Ganzen als ungefährlich. In der Schwangerschaft ändert sich das. Denn Hypotonie, wie zu niedriger Blutdruck in der medizinischen Fachsprache genannt wird, kann die Gesundheit Ihres ungeborenen Kindes gefährden. Als zu niedrig gilt dabei ein Blutdruck unter 95/65 mmHG. Dies ist einer der Gründe, warum Ihr Frauenarzt bei jeder Vorsorgeuntersuchung Ihren Blutdruck untersucht.

Darum ist zu niedriger Blutdruck gefährlich

Bei längerfristiger Hypotonie kann es zu einer ungenügenden Durchblutung der Gebärmutter kommen. Ausserdem kann zu niedriger Blutdruck zu Sauerstoffmangel und Entwicklungsstörungen beim Kind führen. Da Ihnen bei niedrigem Blutdruck zudem oft schwindelig werden kann, ist die Gefahr zu stürzen grösser. Das kann Ihr Baby verletzen. Wenn Sie hingefallen sind, sollten Sie deshalb zu Ihrem Arzt gehen.

Besonders junge und schlanke Frauen scheinen oft von Hypotonie betroffen zu sein. Selbst wenn Sie vor der Schwangerschaft keine Probleme mit Ihrem Kreislauf hatten, können die schwangerschaftsbedingten Hormonveränderungen dazu führen, dass Ihr Blutdruck zu niedrig wird. Auch ein niedriger Blutzuckerspiegel oder eine unzureichende Durchblutung des Gehirns können den Blutdruck absacken lassen.

Symptome von Hypotonie

Ein zu niedriger Blutdruck äussert sich in häufigem Schwindelgefühl oder in einem Flimmern vor den Augen. Wenn Ihnen häufig schwindelig wird, besonders wenn Sie lange stehen, schnell aufstehen oder wenn es sehr warm ist, dann könnte eventuell Hypotonie dahinterstecken. Schwindel kann übrigens auch ein Zeichen für zu hohen Blutdruck sein. Zwei gute Gründe also, Ihren Frauenarzt aufzusuchen, falls Sie besonders in der zweiten Hälfte Ihrer Schwangerschaft davon betroffen sind. Dies gilt auch, wenn Sie öfter unter Kopfschmerzen leiden oder starken Durst verspüren. Beide Symptome können ebenfalls Hinweise auf zu niedrigen Blutdruck sein.

Weitere Anzeichen von zu niedrigem Blutdruck können ausserdem Müdigkeit und Antriebslosigkeit sein. Manche Frauen verspüren auch ein Herzrasen oder fühlen sich besonders gereizt. Eine Folge von zu niedrigem Blutdruck können auch Durchblutungsstörungen sein, die sich besonders in kalten Händen und Füssen äussern.

Das hilft gegen niedrigen Blutdruck

Medikamente, die im nicht schwangeren Zustand zur Kreislaufstabilisierung gegeben werden, sind in der Schwangerschaft nicht sicher. Sie können die Blut- und Nährstoffversorgung des Babys beeinträchtigen, was wiederum zu Entwicklungsstörungen führen kann. Besprechen Sie dies mit Ihrem Arzt. Es gibt jedoch einige natürliche Tipps, wie Sie den Kreislauf stabil halten und dafür sorgen können, dass der Blutdruck nicht zu sehr abnimmt.

Nehmen Sie sich Zeit, wenn Sie morgens aufstehen, so dass es nicht gleich zu Schwindel kommt. Wechselwarme Duschen können dabei helfen, Ihren Kreislauf in Schwung zu bringen. Den Tag mit einem ausgiebigen Frühstück zu beginnen, kann sich ebenfalls günstig auf den Blutdruck auswirken. Bei der Nahrung sollten Sie darauf achten, dass Sie genügend Salz zu sich nehmen. Das Salz hilft dabei, den Blutdruck stabil zu halten. Achten Sie auch darauf, im Laufe des Tages mehrere kleine Mahlzeiten oder Snacks zu essen und genug zu trinken. So wird der Blutzuckerspiegel nicht zu niedrig, was wiederum einen Einfluss auf den Blutdruck hat.

Vermeiden Sie es, lange an einem Ort zu stehen. Laufen Sie lieber etwas hin und her oder setzen Sie sich. Auch das Tragen von Kompressionsstrümpfen kann dafür sorgen, dass der Blutfluss zum Herzen unterstützt wird.

Vorbeugend wirkt sich regelmässiger Sport positiv auf Ihren Blutdruck aus. Es gibt einige Sportarten, die auch in der Schwangerschaft sicher sind und dafür sorgen, dass Sie fit und in Bewegung bleiben. Dazu gehören zum Beispiel Fahrrad fahren oder Schwimmen, aber auch straffes Laufen.

Als Sofortmassnahme bei einem Schwindelanfall hilft es, sich hinzulegen und die Beine hochzulegen. So kommt das Blut aus den Beinen wieder in den Oberkörper. In der späteren Schwangerschaft, wenn der Bauch schon recht dick ist, sollten Sie allerdings bedenken, dass Sie sich besser nicht auf den Rücken legen. Dann kann nämlich die Gebärmutter auf die grosse Hohlvene, die sogenannte Vena cava, drücken und den Blutrückfluss zum Herzen unterbrechen, was den Schwindelanfall noch verstärken kann. Legen Sie sich deshalb besser auf die Seite.

Massnahmen gegen zu niedrigen Blutdruck noch einmal auf einen Blick:

  • Nach dem Liegen langsam aufstehen, eventuell schon etwas erhöht schlafen.
  • Wechselduschen, die mit kaltem Wasser enden.
  • Mit dem Frühstück beginnend auf eine ausgewogene Ernährung mit ausreichend Salz achten.
  • Viel Trinken und über den Tag verteilt viele kleine Snacks essen.
  • Gehen statt stehen.
  • Regelmässig Sport treiben und für ausreichend Bewegung sorgen.
  • Kompressionsstrümpfe tragen.

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